Rudolf Steiners Abneigung gegenüber spirituellem Humbug

Guru- Guru!
Mystisches Geschwätz, spiritueller Humbug, selbstzufriedenes Sonnen in Gewissheiten der unwiderlegbaren Sorte, elitäres Herabblicken auf die Masse der nicht geistig Vorangeschrittenen- all das war - so konstatierte auch Georg Kühlewind*- Rudolf Steiner ein Grauen- ausgerechnet er, der Max Stirner, Nietzsche, Haeckel so sehr wertgeschätzt hatte. Diese Denker, Materialisten, Anarchisten und Natur- wissenschaftler hatten bei Steiner einen Stein im Brett, da sie - so Kühlewind- „am Abtragen der Reste der tradierten, nunmehr entleerten Werte mitgeholfen“** hatten. Solche hohlen, sinnentleerten Reste ergeben sich allerdings immer wieder- auch bei Steiner selbst, aber erst recht in der langen Geschichte seiner eitlen Schüler und selbsternannten Nachfolger.

Rudolf Steiners Zorn über das, was er zu Lebzeiten selbst wahrnehmen konnte, macht sich an vielen Stellen breit. So spricht er über das verlogen Scharlantanhafte schwatzhafter Esoteriker, die der „große(n) Gefahr“ bei Eintritt in eine „spirituelle Bewegung“ erliegen: „An den Grenzgebieten von Übersinnlichem und Sinnlichem kann das Scharlatanhafte verquickt werden mit dem, was auf ernster Forschung beruht. Das muß betont werden, daß nur derjenige seine Pflicht erfüllt, der wachsam ist in Bezug auf die eigene Seele, der namentlich acht gibt auf alles das, was die Instinkte trüben kann, so daß wir die Angelegenheiten der Menschheit zu fördern glauben, während wir nur die eigenen fördern, oder, daß sich unvermerkt in das, was wir sprechen, das Unwahre hineinmischt, die Lüge..“***

Nun sind schuld an derlei Entwicklungen nicht nur - oder nicht einmalig vorrangig- die Scharlatane und Gurus, sondern der Erlösungswille, die Geilheit der Zuhörer auf Sinngebung und Werte, die im Alltag offensichtlich verloren gegangen sind. Das bemerkt man auch heute an zahllosen spirituellen Führern, dass sie lediglich als Projektionsfläche, als Kulminationspunkt für die Erwartungen der sie umgebenden Anhänger dienen, und daher selbst unter stetig wachsendem Druck stehen. Für den Guru stellt dies in dieser Hinsicht - so Rudolf Steiner- eine erhebliche Versuchung dar, ja sogar eine "ungeheure", wenn man im geringsten auf Autorität hin glaubt: „Eine ungeheure Versuchung liegt vor, nicht so ganz bei der Wahrheit zu bleiben, wenn man es zu tun hat mit Menschen, die einem glauben. Man kann den Menschen alles mögliche aufbinden, wenn sie auf Autorität hin glauben. Dann hat man es leicht. – Man darf auch niemandem Vorwürfe machen darüber, daß bei Annäherung an die spirituelle Welt in ihm das Lügenhafte auftritt, aber das soll ihn nicht vor sich selbst entschuldigen, sondern er soll alle Anstalten treffen, das herauszuwerfen aus seiner Seele.“***

Er selbst, der Reflektor der Heilserwartungen, befindet sich ebenso auf einer „schiefen Ebene“ wie seine Anhänger, die - so Steiner- den entsprechenden Teil der Schuld gefälligst bei sich selbst suchen sollten, statt zu jammern, wenn ihnen das Ganze schließlich um die Ohren geflogen ist: „Gegen nichts aber soll der Mensch seine gesunde Vernunft mehr aufbieten als gegen das, was ihm aus der Geisteswissenschaft heraus geboten werden kann. Man kann einen Teil der Schuld in sich selber suchen, wenn man auf Scharlatanerie und Humbug hereinfällt; denn sie werden noch weithin üppig treibende Blüten tragen – und haben sie schon getragen in unserer Zeit. Das ist auch etwas, was bei der Erwähnung der Mission der Geisteswissenschaft in unserer Zeit nicht unberücksichtigt bleiben darf.“****
Jammert nicht, Freunde. Denkt lieber. Eine Empfehlung auch für so manchen Anhänger Steiners heute.

Georg Kühlewind schrieb sogar, Steiner sei in seiner Abneigung gegenüber Mystikern nicht immer ganz gerecht gewesen: „Daher auch Steiners - manchmal nicht ganz gerechter- Missmut gegenüber Mystikern.“** Kühlewind empfiehlt als probates Mittel gegen die Sucht des Glaubens und Glorifizierens eine Art Armut im Geiste, worunter er eine innere, selbst hervor gebrachte „reinigende Geistbewegung“ versteht- ein Ego, das sich nicht mehr bläht:

Die Richtung dieser reinigenden Geistbewegung ist Armut - das Erleben der Armut im Geiste, Ohnmacht heißt es manchmal, das Eingeständnis, dass der Reichtum verloren gegangen ist. Nur die Armut kamm empfangender Kelch werden, sie zieht den Geist an; sie hat nichts, das dem Neuen, den wahren wirklichen Ideen der Natur und des Weltgeschehens, sich hindernd entgegen stellen könnte.“**

______________
*Georg Kühlewind, „Die Esoterik des Erkennens und Handelns in der Philosophie der Freiheit und der Geheimwissenschaft Rudolf Steiners, Stuttgart 2009
**Kühlewind., S. 62
*** RS, GA 127, S. 52ff
****R.St., GA 58, S. 42

Kommentare

  1. Allerdings und fairerweise - Steiner hat nun nicht gerade sehr oft diese Art Ohnmacht und Nüchternheit propagiert, jedenfalls nicht während seiner vielen, öffentlichen Vorträge und Auftritte. Er hat seine Anhänger schon auch gerne 'gefüttert' mit SEINER Art Mystik - eben mit seinen übersinnlichen Schauungen als Tatsachen...welche man wiederum - damals wie heute - auch nur glauben kann - und diese Tradition des Glaubens bzw. Fürwahrhaltens, hat sich bei nicht wenigen bis heute fortgesetzt, egal was da gesagt wurde oder heute noch so gesagt bzw. 'gesehen' wird, siehe von Halle und und)...

    Ich frage mich schon - War er wirklich so vernünftig, wie er es von sich selber meint oder darstellte? (siehe auch Buchentstehung über Vril-Volk und hohle Erde, nach Edward Bulwer etc. etc.)..

    lg

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    1. also für mich war Steiner auch eine Art Mystiker und das meine ich nicht despektierlich...sondern es scheint mir einfach so, ganz wertfrei ;)

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    2. und zu guter letzt: es lässt sich ja nun mal auch vieles nicht erklären in unserem Leben und so ist da immer eine gewisse Lebens-Mystik...vieles im Leben ist doch ein Geheimnis, ein Rätsel, zumindest wenn man sich ganz bestimmte Sinn-Fragen stellt...Z.B.: Wer und Wo ist Gott? Gibt es überhaupt einen Schöpfer, eine allumfassende Intelligenz oder was auch immer? und und...

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  2. Lieber Michael,

    vielen Dank für diese Zitate!
    Mir war bisher nicht bewußt, wie sehr Rudolf Steiner sich der Versuchung jedes Lehrers bewußt war, »nicht so ganz bei der Wahrheit zu bleiben, wenn man es zu tun hat mit Menschen, die einem glauben.«
    Ganz besonders freue ich mich über sein:
    »Man darf auch niemandem Vorwürfe machen darüber, daß bei Annäherung an die spirituelle Welt in ihm das Lügenhafte auftritt«
    Ja.
    Wer selbst schon als Lehrer in solchen Situationen war und erlebt hat, wie manche Menschen einem „aus der Hand fressen“ und geradezu zu erflehen scheinen, daß man ihnen etwas „aufbindet“ - - - der wird sich hüten, einem anderen, den er dieser Versuchung erliegen sieht, auch nur den geringsten Vorwurf zu machen.

    Freilich kann das immer nur andere entschuldigen — niemals einen selbst. Selbst muß man natürlich »alle Anstalten treffen, das herauszuwerfen aus seiner Seele.«

    ---

    Danke auch für Kühlewind:
    »Die Richtung dieser reinigenden Geistbewegung ist Armut - das Erleben der Armut im Geiste, Ohnmacht heißt es manchmal, das Eingeständnis, dass der Reichtum verloren gegangen ist. Nur die Armut kann empfangender Kelch werden, sie zieht den Geist an; sie hat nichts, das dem Neuen, den wahren wirklichen Ideen der Natur und des Weltgeschehens, sich hindernd entgegen stellen könnte«

    Sollte das Erleben der eigenen „Armut im Geiste“ nicht schon Garant dafür sein, anderen keine Vorwürfe zu machen?
    Wie oft aber erheben wir uns über andere und urteilen darüber, was sie alles „falsch“ machen... und schwupps — fort ist der „empfangende Kelch“…



    Und noch zur Frage des „Guru“:
    In gewissen Entwicklungsphasen brauchen die meisten Menschen einen Lehrer, der Orientierung bietet, der, wie Rudolf Steiner es ausdrückt, »mit sicherem Sinn den Schüler aufmerksam macht, was auf diesem Gebiet Trugbild und was Wahrheit ist.«
    Wollte man gänzlich auf Lehrer verzichten, so wäre das so, »wie wenn z.B. jemand die ganze Geometrie aus sich selbst herausspinnen wollte, ohne Rücksicht darauf, was Menschen vor ihm auf diesem Gebiete schon gearbeitet haben. Gewiß, „in der Theorie“ ist so etwas durchaus möglich. In der Praxis es auszuführen, wäre Torheit. Auch in der Geheimwissenschaft verfährt man nicht so, sondern man läßt sich durch einen Lehrer diejenigen Dinge überliefern, welche durch inspirierte Vorgänger für die Menschheit errungen worden sind. Diese Überlieferung muß gegenwärtig die Grundlage abgeben für die eigene Inspiration. […] Erhält man also solche Wahrheiten mitgeteilt, dann erregen sie in der Seele durch ihre eigene Kraft die Inspiration.«
    Will man also nicht »unermeßlich lange Zeiträume dazu brauchen«, alles, was einem mitgeteilt werden kann, »aus sich selbst herauszuspinnen«, dann braucht man einen Lehrer. Und wie jedes Lehrer-Schüler-Verhältnis muß Vertrauen die Grundlage dafür bilden:
    »Eines aber gibt es, was sicher den notwendigen Zusammenhang zwischen Lehrer und Schüler zerreißen muß. Das tritt dann ein, wenn der letztere das Vertrauen zu dem ersteren verliert. – Und besonders schlimm ist es, wenn dieses Vertrauensband sich löst, ehe der Schüler unterscheiden gelernt hat die Vorspiegelungen der eigenen Seele von der wahren Wirklichkeit.«
    (alle Zitate aus Rudolf Steiner: Die Stufen der höheren Erkenntnis, GA 12 bzw SKA 7)

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    1. Liebe Ingrid, in meinem Beitrag ging es um eine spezifische Scharlatan- Kategorie, die die Meisterschaft selbst sich selbst vorspiegelt- zumal auch die Vorstellung einer "Meisterschaft" schon schief ist, wenn man dabei an Wissen, Kompetenz, Hierarchie denkt. Das "Meisterliche" macht sich in keiner Lehre fest. Aber wenn man einen Meister erkennt und anerkennt, hat das Meisterliche keine mitteilbare Ebene, sondern eine Seins- Ebene. Der Meister- die Meisterin ist das, was sie macht, in Vollendung- ganz gleichgültig ob es sich um Handwerk, Kunst oder Geisteswissenschaft handelt. Jeder Mensch kann in dieser Hinsicht "meisterlich" in seiner Disziplin werden. Man lernt mehr von der Haltung des Meisters, nicht aus seinen Lehren. Das wahrzunehmen, erfordert allerdings schon u.a. so etwas wie die angesprochene "Armut"- das Zurücknehmen- Können des eigenen Ego. Ich bezweifle, dass es heute noch Generalisten in dieser Hinsicht geben kann- die Welt ist so diversifiziert, die Menschen individualisiert. Wir pflegen so unterschiedliche Lebensbereiche und Interessen. "Armut" auch in der Hinsicht, Anhänger bewusst nicht zu beglücken, Erwartungen nicht zu erfüllen, Klischees nicht auszuspielen, ist eine moderne Form der Askese. Notwendig auch deshalb, weil das "Anhängertum" sich wie die Pest durch die modernen Netzwerke zieht. Aber das sind weitreichende Themenbereiche. Betrachten wir demnächst doch ein paar Facebook- Anthro- Gurus!

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  3. Danke für das Bisherige.


    Es heißt: Übung macht den Meister. So mancher hat den Satz auf sich anwendet. Man hat sich bereits gegebene Übungen anderer eingebildet und konnte dabei keine Meisterschaft ausbilden.

    Das heißt: So verstanden, kann der Satz sich nicht entpuppen. Anders verstanden besagt er: So Übung den Meister macht, ebenso ist es ein Meister, der die Übung gibt.

    Das wirft für einen Jeden, der sich in Übung finden will, die Frage auf: Wie erlange ich ein Empfinden dafür, wer der Meister ist, der die Übung gibt?

    Den Meister, im Sinne des Wortes, den gibt es nicht ohne den dazugehörigen Schüler. Schülerschaft erlangt derjenige, der in sich diejenigen Anlagen erspüren kann, die für ihre weitere Ausbildung einer Leitung aus Meisterschaft bedürfen.

    Wer das kann, der kann bereits meisterhaft seine Schülerschaft spüren. Und zugleich mitspüren: Die „Meisterschaft der Moderne“ ist diejenige, die sich aus sich selbst erschafft. Also ebenso wie die Freiheit.

    Und wie? Aus Freiheit, in Freiheit, zur Freiheit.

    Wer gibt also die Übung? Eben!

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    1. Danke. Es schein eben ein wenig diffizil zu sein, das Flüchtige in Form zu bringen.

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  4. Danke für diesen Beitrag.

    "Eine ungeheure Versuchung liegt vor, nicht so ganz bei der Wahrheit zu bleiben, wenn man es zu tun hat mit Menschen, die einem glauben. Man kann den Menschen alles mögliche aufbinden, wenn sie auf Autorität hin glauben. Dann hat man es leicht. – Man darf auch niemandem Vorwürfe machen darüber, daß bei Annäherung an die spirituelle Welt in ihm das Lügenhafte auftritt, aber das soll ihn nicht vor sich selbst entschuldigen, sondern er soll alle Anstalten treffen, das herauszuwerfen aus seiner Seele.“

    Ja, ich kann bestätigen, dass es diese Versuchungen gibt. Und es bedarf Integrität ihnen zu widerstehen. Aber mit der Zeit entwickelt sich eine tiefe und seelenruhige Freude, wenn man spürt, dass die Wahrheit zur einzigen Methode wird.

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    1. Hilfreich ist es sicher auch sich zu vergegenwärtigen, dass man als Meister nicht an der ultimativen Spitze, sondern in einer Hierarchie steht und dass man selbst auch darauf angewiesen ist, von oben ordentlich und wahrhaftig 'bedient' zu werden...

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    2. ...vermutlich (eigentlich sogar sicher) ist genau dort der neuralgisch, wo der Blick des Meisters nach oben irritiert wird (natürlich von den Widersachern, von wem auch sonst?).

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    3. 'der neuralgische Punkt' - blödes Auto-Ersetzen!

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    4. "Ja, ich kann bestätigen, dass es diese Versuchungen gibt"

      Wäre es nicht absurd, man würde behaupten, es gäbe Menschen die frei von Versuchungen wären? Oder andersherum, es gäbe "Meister", die keine Menschen (mehr) wären?

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    5. Wenn ein echter richtiger Guru dies bestaetigt, hat es natuerlich viel mehr Wert zu bestaetigen mann ist bekannt mit den Versuchungsscene. :)

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    6. @ cheese,

      du meinst also, es gibt wirklich Gurus, die mit mehr Recht als andere bestätigen können, was für jeden auch nur einigermassen normalen Menschen eh schon sonnenklar ist? ;-)

      Die müssen aber echt viel drauf haben, diese Gurus....

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    7. ich glaube, die Hauptaufgabe eines Gurus besteht weniger darin, Inhalte und Wissen zu vermitteln, als aus einer Überschau heraus die einzelnen Individuen mit ihren Fähigkeiten und dem was sie eigentlich ohnehin schon wissen so zu 'harmonisiern', dass das, was eh schon 'sonnenklar' ist wieder zu tragen kommen und sich entfalten kann....

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    8. Offen für kritische Anmerkungen muss ein GURU jedenfalls nicht sein - so lehrte mich der authentische Guru und CEO-Founder Sebastian Gronbach.
      Als ich bei Facebook kommentierte, dass seine Videos auf mich etwas 'unentspannt' (ich hätte auch noch 'verkopft' hinzufügen können) wirkten, wurde der Kommentar kommentarlos entfernt - eine Anfrage nach dem Warum blieb unbeantwortet...

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    9. Ich werde jetzt nicht ein Zitat Steiners posten, wo er etwas sagt ueber kahlkopfige Maenner :) (Arbeitwrvortraege).

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    10. Kommentieren ist Silber, Zitieren ist GOLD...

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    11. :-) Und Walle Sayer spricht (in Was in die Streichholzschachtel paßte) vom »Mundraub des Zitierens« :-)

      Möge der pfingstliche Geist noch eine Weile belebend nachwirken...

      Herzlichen Gruß in die Runde,
      Ingrid

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  5. für den "Meister" gibt es nicht oben und unten

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    1. Hmmmm?
      Vielleicht wird es vom M. anders erlebt - aber es gibt Richtungen und eine Linie...(oder, korrigieren Sie mich ggf. Herr Gronbach)

      s. b.

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  6. mein Zugang zur Anthroposophie besteht immer wieder in einzelnen Sätzen (meist von Steiner, manchmal auch Karl König oder Karl Ballmer), die ich "von Herzen kenne" und die mir immer in neuer Beziehung erscheinen können. Damit kann ich der Gefahr "aus Worten ein (Glaubens-) System (zu) bereiten" recht gut begegnen. Wenn ich mich zu sehr an Texten aus dem engeren anthroposophischen Bereich "berauscht" habe nehme ich als Antidot Simone Weil. Wenn ich mir einen Guru wählen dürfte wäre sie es, noch vor Karl König. Ohnehin ist das Zwiegespräch mit Verstorbenen für mich die bessere Laterne auf dem schmalen Pfad durch die Finsternis.

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  7. Ein Guru sollte jedenfalls ganz besonders darauf achten, dass er kein Psychopath Ist...

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    1. Wie soll das gehen?
      Wenn Gurus Psychopathen sind, was in den allermeisten Fällen auch tatsächlich der Fall sein wird, kann man von denen doch nicht erwarten, dass diese selbst drauf achten, nicht das zu sein, was sie doch sind!

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    2. Die ganze spirituelle Entwicklung ist an eine ausgeprägte Selbstreflexion gebunden - das sollte man lernen.
      Aber ich hätte auch schreiben können (oder vielleicht sogar besser sollen), dass der Anhänger/Schüler darauf achten sollte, dass sein Guru kein Psychopath ist...

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    3. Das ist sowieso logisch, angesichts der Tatsache, dass die allermeisten Gurus Psychopathen sind.
      Wer das nicht tut, ist entweder bereits selbst Psychopath, oder wird durch den Umgang mit einem Guru zum Psychopathen, und zwar schneller als er denken, empfinden und realisieren kann.

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    4. Die Schlüsselfrage ist wohl: 'Umgang mit einem Guru' oder 'Abhängigkeit von einem Guru'...

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    5. Vermutlich ist es wie mit Drogen....Der Umgang mit einem Guru verursacht nur allzuleicht auch Abhängigkeit.....

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  8. Lieber Michael,

    in der Regel lese ich hier alle Beiträge. Dennoch stelle ich mir nun die Frage, ob ich deinerseits etwas überlesen habe.

    Warum? Seit Wochen „steht dein Blog still“. Hast Du eine Sommerpause angekündigt? Hast Du....

    ja, eben, keine Ahnung. Daher habe ich mich dazu entschlossen, bei dir direkt anzufragen.

    Eine knappe wie andeutende Antwort deinerseits würde sich, meine Frage belichtend, auswirken.

    Herzlichst ~ Burghard

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    1. Lieber Burghard, das ist eine reine Sache fehlender Disziplin auf meiner Seite. Ich gebe mir praktisch so lange frei, bis ich wieder wollen kann. Das Wollen will nicht in die Form. Es will lieber so vor sich hin- wollen. Das alte Arbeitstier ist inzwischen verschieden. Auch der Überschwang, etwas verbessern zu wollen, ist schon lange dahin. Geld gibts eh nicht, und Feinde kann man im Dutzend zählen. Von daher muss man sich heutzutage selbst mit dem Schopf in der Hand durch die Gegend tragen. Danach ist man erschöpft, schon vom Eigengewicht her. Daher diese ausgedehnte und noch nicht zu Ende gedehnte zerstreute Sommerpause.

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    2. Lieber Michael,

      danke für deine, mir unmittelbar einleuchtende, Antwort. Das Schöne an ihr ist, das ich mich ihr so hingeben kann, als würde ich mich dabei allein mit mir selbst beschäftigen.

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    3. Eine Sache ist erst dann richtig authentisch und wertvoll, wenn sie ohne jeglichen Produktionszwang entstanden ist...

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