"Die Drei" als rechtspopulistisches Hetzblatt

Stefan Eisenhut, Mitarbeiter und Autor bei der anthroposophischen Kulturzeitschrift Die Drei , aber auch seit 15 Jahren aktiv beim Institut für soziale Dreigliederung , hat sich aktuell als Leitartikler in einem politischen Essay mit dem Brexit- dem Ausstieg der Briten aus der Europäischen Union - beschäftigt: „Symptomatisches zum Brexit“. Symptomatologie ist nun allerdings eine anthroposophische Phrase- ebenso wie Phänomenologie, mit der nicht selten fixe Vorstellung aus der geistigen Binnenwelt der anthroposophischen Szene aufgepimpt werden. Aber schauen wir uns Eisenhuts politische Analyse einfach einmal genauer an, um zu erkennen, was daran symptomatisch sein soll.

Eisenhut konstatiert zwar zunächst nüchtern, in welchem Ausmaß die Brexit- Kampagne getragen war von populistischen Tönen und nennt sie „die offensichtliche Lügenkampagne prominenter Brexit-Befürworter, die wohl maßgeblich zum Stimmungswandel beitrug“, nennt auch einige der Akteure wie Michael Gove und Boris Johnson beim Namen. Deren Polit- Techniken, auf „die dumpfen Empfindungen von Menschen abzuzielen, welche die Verlierer des gegenwärtigen Systems sind und sich um rationale Argumente überhaupt nicht scheren“, sieht Eisenhut nicht nur klar, sondern ordnet sie unter etwas ein, was Rudolf Steiner eine Art „Massenhypnose“ genannt habe. Dennoch relativiert er die Widerwärtigkeit eines solchen Vorgehens, das den Rechtspopulisten Raum gegeben habe, indem es rassistische und nationalistische Instinkte bediente, auch indem er es in (nach Steiner in Anmerkungen von vor 100 Jahren) typisches Verhalten englischer und amerikanischer Politiker einordnet: „Damit meint er, dass Engländer und Nordamerikaner in der Regel nicht versuchen, irgendwelche Theorien zu realisieren, sondern dass sie genau spüren, was geht und was nicht. Sie spüren instinktiv, dass sich etwas in eine bestimmte Richtung entwickelt und legen ihre Politik danach aus.“ Worauf er damit deutet, ist offensichtlich das vorgestellte Treiben elitärer, freimaurerischer Kreise: „Rudolf Steiner spricht zwar von den Eingeweihten des Westens. Diese haben aber gerade die Fähigkeit, das, was in den Instinkten aus dem Unbewussten in der Seele sich geltend macht, bewusst zu artikulieren und in die Bahnen zu lenken, die ihren Interessen nützen. Verschwörungen sind dazu gar nicht nötig.“ Schön und gut, aber solche Appelle an die Instinkte finden sich heute allerorten - sei es in Russland, Sachsen-Anhalt, Ungarn, in der Türkei oder bei „Friedensforschern“, die insbesondere bei Anthroposophen wohl gelitten sind.

Eisenhut behauptet aber einfach, der Appell an diese primitiven Reflexe in der Bevölkerung sei ein typisch angelsächsisches Phänomen. Er hat dafür auch deshalb Verständnis, weil er sich gegen die EU richte. Die EU ist auch für ihn offenbar ein „Projekt“, das er in Einklang mit Rechtspopulisten in Anführungszeichen setzt -„europäische Union“ -, und in dem er eine reine „Kopfangelegenheit“ wittert: „Der Mensch kann in seiner Leiblichkeit so leben, dass er alles versucht aus den Kopfkräften heraus zu steuern. Dadurch geht allerdings das Gefühl für all das, was aus dem Unbewussten der Seele aufsteigt, verloren.“ Worauf er wiederum damit abzielt, ist die Behauptung, die Europäische Union ziele auf ein katholisch geprägte Regierungszentrum ab, was er in den „Seelenhaltungen“ europäischer Führungspersönlichkeiten abzulesen meint: „Sie ist eine Folge davon, wie der Katholizismus seit dem frühen Mittelalter auf die europäischen Seelen gewirkt hat. Sehr schön kann man diese Seelenhaltung bei Politikern wie Jean-Claude Juncker und Martin Schulz in ihren Reaktionen auf den Brexit erleben.“

Spätestens an diesem Punkt fragt sich der erstaunte Zeitgenosse, ob es sich beim vorliegenden Text noch um eine politische Analyse handelt. Offensichtlich presst Eisenhut die europäischen Konflikte in das klassische Steinersche Einflussschema Freimaurer versus Jesuiten. Er geht also nicht von den politischen Realitäten aus, sondern führt schon von Steiner simplifizierte und regionalisierte Mechanismen fort bis in die politische Gegenwart. Aber damit geht es bei Eisenhut erst los.

Die „kopfgesteuerte Planung der EU“ ist Eisenhut ebenso ein Gräuel wie die instinkt- basierte Manipulation von englischsprachigen Politikern, zu denen er auch Donald Trump zählt. Die katholische Einflussnahme reicht bei ihm und von ihm zitierten Autoren zurück bis ins 16. Jahrhundert: „Ridley zieht somit deutliche Parallelen zu den EU-Eliten, deren Verhalten er mit dem der katholischen Kirche des 16. Jahrhunderts vergleicht. (..) In der EU wirkt gewissermaßen jener Imperialismus fort, den die Kultur der Verstandes- oder Gemütsseele hervorgebracht hat, während die englischsprachigen Länder einen Imperialismus entwickeln, welcher der Kultur der Bewusstseinsseele eigen ist. Ersterer wirkt primär über die politischen Institutionen, letztere über wirtschaftliche Machtmittel.“ Mit dem mehr als vagen „gewissermaßen“ galoppiert Eisenhut sogar bis in die Römerzeit und sieht „im Westen“ einen „römischen Machtimpuls“ auf moderne, bei den „Festlandseuropäern“ auf „unzeitgemäße“ Art. Was auch immer Eisenhut damit ausdrücken möchte, für ihn ist damit offensichtlich klar, dass der Brexit einen politischen und wirtschaftlichen Erfolg der Angelsachsen darstellen wird- Hauptsache, die „unzeitgemäße“, angeblich zentralistische Europäische Union wird geschädigt: „Auch wenn der Brexit zunächst für England sehr unangenehme Folgen haben wird, so ist zu vermuten, dass es am Ende – wie die Vereinigten Staaten – gestärkt aus der Krise hervorgeht.“

In der Folge zitiert Eisenhut den für ihn offenbar zeitgemäßen CSU - Politiker Gauweiler, wettert in immer schrillerem Tonfall gegen Gauck und Merkel. Es geht derartig wie Kraut und Rüben durcheinander, dass eine Zusammenfassung kaum möglich ist. Die Richtung ist aber klar: Deutschland sei ein Vasall der USA, ja ein Trojanisches Pferd für deren Interessen: „Er muss schon allein deswegen scheitern, weil Deutschland mit seinem wirtschaftlichen Potenzial seit dem Ende des zweiten Weltkriegs politisch komplett von den USA abhängig ist. Es ist gewissermaßen das trojanische Pferd innerhalb der Mauern der EU.
Insbesondere Bundeskanzlerin Angela Merkel sei deren „willige Helferin“: „2005 wurde Gerhard Schröder dann von Angela Merkel aufgrund eines äußerst knappen Wahlergebnisses abgelöst. Sie dient seitdem als willige Helferin bei der Durchsetzung der US-amerikanischen Interessen innerhalb der EU.“ Diese rechtspopulistische Auslegung deutscher Politik ist für Eisenhut nur ein Teil der „Knechtschaft“, deren Rahmenbedingungen bestimmt wären durch die europäischen „Führungseliten“ und den „bürokratischen Apparat“, der angeblich demokratische Prozesse unterminieren würde: „Dieses erfordert einen immer aufwändigeren bürokratischen Apparat und zuletzt Führungseliten, die sich von der demokratischen Entscheidungsfindung abkoppeln müssen, wenn sie überhaupt zu Entscheidungen kommen wollen. Der Weg in die Knechtschaft liegt daher schon in der Sache selbst begründet.

An diesem Punkt verfällt die anfänglich anthroposophisch geprägte politische Betrachtung zum Brexit in einem Maß - auch was den Tonfall betrifft- in eine Hetztirade, die sich auf jeder Pegida- und NPD- Veranstaltung gut machen würde. Björn Höcke würde sicher auch nicht widersprechen. Was in dieser Gemengelage noch fehlt- der Kniefall vor Putin, die Anklage gegen die angebliche Aggressivität der NATO- wird im weiteren Verlauf des Artikels nachgeholt, und zwar ohne jede Hemmung: „Die NATO provoziert in zunehmendem Maße Russland. Das Baltikum und Polen werden gegenwärtig aufgerüstet, obwohl selbst unter militärischen Gesichtspunkten diese Aufrüstung vollkommen sinnlos ist. Sollte Russland wirklich das Baltikum überfallen – wofür es, im Gegensatz zu dem Manöver auf der Krim, überhaupt keinen sinnvollen Grund hat – könnte die NATO diese Region nicht verteidigen.“

Von einer politischen Analyse weit entfernt, begibt sich die anthroposophische Kultur- Zeitschrift Die Drei mit derlei wirren Pamphleten in immer trüberes Gewässer. Unter der anthroposophischen Nomenklatur und dem Insider- Speech werden rechtspopulistische Klischees bedient, von denen diese Szene offenbar immer stärker geprägt wird.

Kommentare

  1. "galoppiert Eisenhut sogar bis in die Römerzeit und sieht „im Westen“ einen „römischen Machtimpuls“
    Jaja das Heilige Deutsche Römische Reich als der Kaiser noch was gegolten hat wo wir noch Balladen von Barbarossa auswendig lernen durften

    Der alte Barbarossa,
    Der Kaiser Friederich,
    Im unterird'schen Schlosse
    Hält er verzaubert sich.

    Er ist niemals gestorben,
    Er lebt darin noch jetzt; ( Fr. Rückert)

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  2. Ja, ist oben im Text verlinkt: http://diedrei.org/tl_files/hefte/2016/8-2016/03%20-%20Eisenhut-%20Brexit.pdf

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  3. "Wichtig wäre aber, dass aus
    einem neuen Geist heraus zu den individuellen
    Menschen gesprochen wird. Das geht aber nur
    dadurch, dass sich immer mehr Menschen den
    Zugang zu einer echten Geisteswissenschaft auf
    individuellem Wege erringen."

    Eisenhut endet mit obigen Gedanken. "Echte Geisteswissenschaft" bedeutet, bewußt das Vorgeburtliche, das Nachtodliche zu denken, zu erleben, daraus zu handeln. In "Bayreuth" wurden die religiösen Symbole bildlich in den Sarg geworfen.
    Im Programmheft wird auf den Dalai Lama verwiesen, als er nach dem Anschlag in Paris zu Religionen sprach. Europa, die Welt ist in einer Krise, welche die Menschen letztlich zwingt, das von Rudolf Steiner einst Dargelegte endlich individuell zu begreifen. Alles Politische, Gruppenhafte neigt sich dem Ende zu - das zeigen die Ereignisse in der Gegenwart - wenn das Geistige im Menschen nicht bewußt ergriffen wird.
    Eisenhart, egal wie seine Aussagen begründet sind, oder nicht, er weist am Ende auf das Geistige im Menschen hin.... ...das leider wahrlich von der Anthroposophenschaft nicht klar vor der Welt vertreten wird, aus welchen Gründen auch immer. Doch bleibt Vorgeburtlich und Nachtodlich, Geburt und Tod eine Tatsache. Diese lehren uns -unerbittlich- mit ihrem eigenen Sein.

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  4. Eisenhut konstruiert ein Bild der Europäischen Union das französisch geprägt ist (katholisch, Verstandesseele), und verschiebt einen mitteleuropäischen Beitrag am europäischen Haus (individuelle Menschen, freies Geistesleben) in die Zukunft (Schluss des Artikels).

    Laut Steiner sei für die mitteleuropäische Kultur das «Streben nach Individualität» charakteristischer als das nach Nationalität. Dies treffe besonders auch zu für die Slawen Mitteleuropas: Tschechen, Slowaken, Ungarn und „dem anderen Pol des Deutschtums“, die Polen. Vgl. 287.38 f. (1914)

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  5. Hallo Herr Eggert,

    den Titel Ihres Aufsatzes finde ich arg reißerisch-populistisch.

    Zunächst einmal ist es überzogen, gleich eine ganze Zeitschrift wegen eines Artikels mit zugegebenermaßen problematischen Stereotypen als »rechtspopulistische Hetzschrift« zu verunglimpfen – eine Zeitschrift, die sich beispielsweise in der Sarrazin-Debatte klar gegen den Antiislamismus und Antisemitismus positionierte oder auch das einzige anthroposophische Periodikum war, in dem etwa Artikel zu Rudolf Steiners problematischen Judentum-Bildern immer wieder Raum fanden. Mir ist nicht bekannt, dass selbst solche Hardcore-Kritiker(innen) wie Jutta Ditfurth oder Peter Bierl (!) anthroposophische Zeitschriften pauschal als »Hetzschriften« diffamiert hätten – ich registriere mit einiger Verwunderung, wie Anthroposphen wie Sie die genannten linksextremen Personen noch links zu überholen trachten. Das hat für mich etwas arg Bemühtes. Aber wenn man denn unbedingt eine populistische Debatte anstoßen möchte, in der Differenzierungen und Zwischentöne von vornherein unerwünscht bleiben, aber einem die Aufmerksamkeit der Netzgemeinde sicher sein wird, dann muss man wohl so verfahren wie Sie.

    Ein Tipp: Eine wahrheitsgemäßere Überschrift würde Ihren zu Recht angesprochenen Kritikfeldern mehr Sachlichkeit und Würde verleihen. Denn das Problem Stereotypen bleibt weiterhin aktuell im Bereich Anthroposophie, auch wenn in jedem Stereotyp auch Anteile von Wahrheit stecken, die es gerade gegenüber der Stereotypisierung sachlich herauszuarbeiten gilt – statt sich im vorauseilenden Gehorsam dem aktuellen Mainstream mit seinen reflexartig vollzogenen Rechtsradikal-Urteilen anzubiedern.

    Grüße von Renee Dautner

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    1. Liebe Frau Dautner, als ehemaliger Autor bei Die Drei - schon unter Theo Stepp- fühle ich mich als "Linksradikaler" nicht recht charakterisiert, sehe aber selbstverständlich auch nicht die Zeitschrift unter rechtspopulistischem Generalverdacht. Allerdings ist die im besprochenen Artikel von Eisenhut untergejubelte propagandistische Linie derartig präsent in der rechten Szene, dass ich mich genötigt fühlte, sehr explizit zu formulieren. Das, um zu zeigen, dass dergleichen der anthroposophischen Öffentlichkeit nicht entgeht und dass es nicht angeht. Die Art, wie es sich schachtelartig aus einer anderen Thematik und einer anthroposophischen Argumentation heraus entwickelt, finde ich schon bemerkenswert. Es ist ein Phänomen, das in den letzten zwei Jahren in der anthroposophischen Landschaft immer wieder zu beobachten war. Es hat daher diesen verdeckten propagandistischen Anstrich- zumindest in meinen Augen. Dass die Diskussion zunächst scharf und bissig geführt wird, bedaure ich. Andererseits kann man mit Stilfragen auch nicht bestehende schwer wiegende Differenzen zudecken- jedenfalls nicht auf Dauer.
      Grüße! Michael Eggert

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  6. Sehr geehrte Frau Dautner,
    "wie Anthroposphen wie Sie die genannten linksextremen Personen noch links zu überholen trachten. Das hat für mich etwas arg Bemühtes." Sie haben anscheinend den gleichen Reflex wie die Personen, die sich " im vorauseilenden Gehorsam dem aktuellen Mainstream mit seinen reflexartig vollzogenen Rechtsradikal-Urteilen anzubiedern." versuchen.
    Bei jedem erdenklichen Blödsinn stecken auch Anteile von Wahrheit darin. Das stimmt. Lohnt es sich diese "sachlich herauszuarbeiten"? Irgendwann ist auch mal Schluss mit Lustig.
    Herzlichst HH

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  7. Ja Herr Eggert, ich möchte Ihnen auch ganz dringen nahelegen, Ihren Beitrag wahlweise mit Symptomatische Phänomenologie oder Phänomenologische Symptomatologie zu betiteln.
    Für welche der beiden Varianten Sie sich entscheiden, sei ganz in Ihr freies Ermessen gestellt...

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  8. @ Hallo Herr Finkelsteen, hallo Herr Bickholz. Schön, dass Sie für Ironie zu haben sind. Klar, wenn man sich amüsieren und auskotzen möchte, lohnt es, Redakteure und Autoren mit Dreck zu bewerfen. Da bin ich ganz auf Ihrer Seite!
    Irgendeine Wirkung wird ein solches Verhalten aber nicht haben. Darum geht es Ihnen ja auch gar nicht – das Verhalten ist pures Sich-selbst-Genießen. Auf ein Diskussionsniveau, das in dem anderen gleich den »rechtspopulistischen Hetzer« sieht, begebe ich mich nicht. Viel Spaß noch an dem gegenseitigen Schlammschlachten und gegenseitigen Sich-Selbst-Befriedigen wünscht

    Grüße von Renee Dautner

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    1. An einem " gegenseitigen - sich- Selbst-Befriedigen" meinten Sie auf neudeutsch Wixxxer?
      Whooops Frau Dautner jetzt haben Sie aber eine ganz schön grosse Hand Schlamm in die Runde geworfen ohne das auch argumentativ belege n zu können oder zu wollen? Aber Sie haben das ja alles so ins Neudeutsch übersetzt gemeint oder?
      Herzlichst HH

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    2. Ich zitiere aus dem ungeschriebenen Sexualduden:"Die Praxis des gegenseitigen Sich-Selbst-Befriedigens bezeichnet die auf ausschließlich egoistischen Genuß ausgerichtete sexuelle Betätigung unter Zuhilfenahme eines menschlichen Partners im gegenseitigen Einvernehmen und ist daher klar abzugrenzen von der Praxis des Wixens bei der der menschliche Gegenpart durch die eigene Hand oder andere Hilfsmittel ersetzt wird."

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    3. Und was sagt der Sexualduden zu dem Stichwort: Symtptomatischer Brexit?
      Ein schwer zu fassendes Thema wie ein Wasserfarbenbild mit zu viel Wasser.

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  9. Sehr geehrte Frau Dautner,

    natürlich ist Stephan Eisenhuts „symptomatologische“ Brexit-Betrachtung nicht schon der gesamte Inhalt der Zeitschrift.
    Allerdings ist er dennoch mehr als nur ein Artikel unter vielen – denn die Redaktion hat sich entschieden, ihn an den Beginn dieser Ausgabe zu stellen (»Aber beginnen möchten wir mit einem Kommentar zum sogenannten „Brexit“ – hinter dem, wie Stephan Eisenhut zeigt, freilich auch religiöse Motive zu finden sind.« heißt es in der einleitenden Bemerkung von Claudius Weise) und ihn damit gewissermaßem zu einer Art Leitartikel gemacht; damit nimmt sie in Kauf, daß man als Leser durch ihn einen ersten Eindruck der gesamten Zeitschrift gewinnt.

    Bei der Lektüre des Artikels (noch bevor Michael Eggerts Blogbeitrag erschienen war) fragte jedenfalls auch ich mich erschrocken: Schlägt (auch) „Die Drei“ jetzt in die rechtspopulistische Kerbe?

    Die von Ihnen erwähnte bisherige Positionierung dieser Zeitschrift in Ehren — aber die Redaktion wurde vor nicht allzulanger Zeit von Grund auf erneuert; da ist es schon interessant, zu beobachten, welche Blattlinie sich nach und nach herauskristallisiert.

    Andreas Lauderts Beitrag über das „Wahrheitsgefühl“ lese ich daher mit einer gewissen ebenfalls „symptomatologischen“ Aufmerksamkeit – so, wenn er in einem Nebensatz andeutet, bei den derzeitigen »Territorialstreitigkeiten« auf der Krim würden »historisch begründete Zweifel ausgeräumt«, oder wenn er anmerkt, daß, auch wenn »die symptomatologische Geschichtsbetrachtung übertrieben werden und man sich dabei punktuell verrennen kann, […] die diesbezüglichen Empfehlungen Steiners doch grundlegend zur anthroposophisch orientierten Geisteswissenschaft« zählen« (es würde mich interessieren, wo Rudolf Steiner hiezu tatsächlich Empfehlungen gegeben hat) …

    Ich bin gespannt auf die restlichen Artikel – und freue mich jedenfalls, daß auch Sie in Stephan Eisenhuts Artikel problematische Stereotype finden.

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid Haselberger

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  10. Liebe Frau Dautner,
    meine symtomatologisch-phänomenalen Wortspiele dienen nicht meiner persönlichen Befriedigung, sondern sie sind auch noch pneumo- und pulmologisch und dienen ausschließlich der Befreiung meines spirituellen Atems von Borken und Atelektasen mittels (sie nennen es Ironie, ich nenne es) spasmolytischem Humor in homöopathischen Dosierungen.
    Anthroposophie hat mehr Substanz, als dass man daraus nur das immer gleiche Opferrollen-Klagelied aus hinlänglich durchgekauten Argumenten zusammenphänomenologisiert...

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    1. ...was das 'Auskotzen' angeht haben Sie sogar recht:
      Bei der (spirituellen) Bronchialtoilette sollte man den mobilisierten Schleim hinterher auskotzen und nicht runterschlucken.

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  11. Und es endet wie es immer endet. Nach hochgeistig-anthroposophischen Ansprüchen folgt naturgesetzmässig das obligate Abgleiten ins Gossensprachliche.

    Diesmal schon zu Beginn wilde Rundumschläge des Blogmeisters gegen praktisch überall lauernde Rechtspopulisten, oder was er dafür hält. Ein regelrechter Verfolgungswahn, allerorts die rechte Gefahr, allerdings objektiv nicht recht viel mehr als alles was nicht haargenau mit dem mainstream (oder was Herr Eggert dafür hält), bzw. der Bloglinie übereinstimmt.

    Langsam dämmerts wohl doch einigen aufmerksamen Lesern. Frau Dautner bringts "symptomatisch" auf den Punkt:
    "Auf ein Diskussionsniveau, das in dem anderen gleich den »rechtspopulistischen Hetzer« sieht" will sie sich nicht begeben.
    Der "Andere" ist immer rechts. So einfach ist die Welt.

    Wird ja auch Zeit, lassen wir diese langweilige Methodik doch mal hinter uns.
    Spinnen wir den Faden weiter.
    Wie wärs denn, wenn wir alle die von irgenwas abweichen, egal was, ohne jegliche wirkliche Analyse (die vermisst man ja auch beim Blogmeister) als "Linksantipopulisten" bezeichnen würden?

    Oder andersrum....wie wärs denn, wenn wir mal mit einem akzentuierten Apostrophieren des "Nachgeburtlichen" und "Vortodlichen" anstatt verklärt in der geistigen Welt herumzuphantasieren mal so richtig auf bekannten Tatsachen herumreiten und derart krass materialistische antianthroposophische Klischees bedienen würden? Mal nur so als relativierender Denkanstoss....

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    1. Ja was glauben Sie denn was ich Jahrzehnte lange mache, wenn ich so historische Ausflüge in anthroposophischen Zusammenhänge höre. Genau das haben alle hier jahrzehntelang gemacht. Da haben Sie rechgt mein lieber Anonymous da gehts auch nicht um links oder rechts, vorgeburtlich oder nachtodlich, (gähn) sondern um einen gesunden Menschenverstand und handfeste nachprüfbare historische Forschungen und Steiner wird nicht dazu missbraucht die eigene Unschärfe mit so eine Art Unschärferelation, die im geistigen bei Steiners Gebeine liegen, argumentiert. Ihr " eine Lanze brechen" für den armen ins rechte Lager gehetzten Journalisten ist auch nur ein altbekannter Loop der Geschichtslegendenfans in der Anthroposophie zu denen Sie sich auch dazu gehörig fühlen, weil Sie das Kraut und Rüben des Hobby(t)forscher Eisenhut auch noch gut finden, weil es Ihre poliztische Stossrichtung zum Ausdruck bringt, was ander aproanthroposophischen Kräfte zum Kotzen bringt. Das ist eine geistige Tatsache Herr Anonymous. Viele Anthroposophen schlucken den sich angestauten Schleim nicht mehr herunter.

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    2. "weil Deutschland mit seinem wirtschaftlichen Potenzial seit dem Ende des zweiten Weltkriegs politisch komplett von den USA abhängig ist." Alleine dieser Satz ist falsch, denn die Deutschen haben im Irakkrieg nicht mitgemacht. Meiner Meinung nach ziemlich "politisch unabhängig" und falls es Sie wieder herzieht und Sie meinen einen moralisch methodischen Sermon abzuliefern, prüfen Sie den Quellentext zuerst und führen Beispiele an die den Inhalt des hier gestarteten Diskurses betreffen...

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    3. Zu "vorgeburtlich" und "nachtodlich" ergeben sich bei Nachforschung interessante Hinweise, die Dank der website von "Soziale Dreigliederung" gefunden wurden:

      "Sehen Sie, es gibt Lebensgeheimnisse. Eine Anzahl von Lebensgeheimnissen muß in unserer Zeit wegen der Entwickelungsforderungen der Menschheit offenbar werden. Der Mensch kann nicht zur Bewußtheit über sein vollständiges Menschenwesen kommen, wenn er nicht erweitert die Anschauung von sich selbst auf das vorgeburtliche und nachtodliche Leben." - Rudolf Steiner

      Offensichtlich sah Rudolf Steiner die Notwendigkeit, das Vorgeburtliche und Nachtodliche in der Bewußtseinsentwicklung hereinzunehmen. Diese weiteren Ausführungen Steiners verdeutlichen dies:

      "Es ist heute noch außerordentlich schwierig, vor Menschen, wenn sie nicht gerade schon etwas vorgebildet sind durch Anthroposophie, von diesen Dingen zu reden; denn entweder ist das allerhöchste Interesse da, über diese Dinge nicht die Wahrheit unter die Menschen kommen zu lassen, oder es ist kein rechtes Verständnis da. Sie brauchen sich ja nur im Leben umzusehen, dann werden Sie finden, daß um das vorgeburtliche Leben sich die gebräuchlichen Weltanschauungen heute sehr, sehr wenig kümmern. Um das Nachtodliche kümmern sie sich aus Egoismus heraus, weil sie verlangen, nicht mit ihrem physischen Leibe zugrunde zu gehen. Und auf diesen Egoismus rechnen die Religionsbekenntnisse, indem sie im Grunde genommen nur sprechen von dem nachtodlichen Leben, nicht von dem vorgeburtlichen Leben."

      http://www.dreigliederung.de/sam/03191184190198323101919.html

      Interessante Ausführungen Steiners zu dem Egoismus der Religionen. Wird der in der Gegenwart von dem Dalai Lama ausgeführte Hinweis zu dem grundsätzlichten Gewaltpotenzial in den Religionen hinzugenommen, dann führt das zu dem "Egoismus", wie ihn Steiner ausführt.

      Die von Steinhut dargestellte individuelle Erfassung des Geistigen lassen seine letzten Worte als berechtigte Mahnung erscheinen: "Erst dann wird es möglich werden, das, was in den Instinkten der Menschen lebt und was aus den Untergründen der Seele aufsteigt, in heilsame Bahnen zu lenken."

      Der Dalai Lama äußerte sich nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo zu Religion. "Brexit" ist eine Folge, weil die Bundeskanzlerin ihre Vision "wir schaffen das" nicht mit Bewußtsein füllte. Dieser Mangel läßt erahnen, wie Europa, die Welt auf eine verstärkte Bewußtseinskrise zusteuert. Ein zufälliger Besuch in Prag ließ erstaunend feststellen, das Gelände des Parlamentes konnte unkontrolliert besucht werden, kein einziger Polizist am Portal des Geländes. Viele Touristen aus aller Welt, sogar viele Muslime waren in den Straßen zu sehen. Es war heilsam, Menschsein ohne Angst vor Terrorismus zu erleben. Wie anders das Leben in Paris dieser Tage, überall Soldaten, Polizei, Abtasten, bevor der Eifelturm besucht werden kann. Bernard Lievegoeds prophetische Charakterisierungen - wir leben jetzt in dieser Zeit - sind wahr geworden. Unabhängig, ob Eisenhut in jedem Punkte richtig argumentiert, so greift er die wesentliche Bewußtseinsfrage Eurpas, der Welt auf. - Liegt ein Versagen der Vertreter der Anthroposophie vor?!

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    4. Könnten Sie den Dalai Lama bitte mal im O-Ton mit Kontext wiedergeben?
      [solch abstruses Gestammel hat er nämlich ganz sicher nicht von sich gegeben]

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    5. "Dalai Lama: Ethik wichtiger als Religion

      „Ethik ist wichtiger als Religion“: Das ist die Kernbotschaft eines neuen Buches mit Aussagen des Dalai Lama. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter äußert darin revolutionär anmutende Thesen.

      „Ich denke an manchen Tagen, dass es besser wäre, wenn wir gar keine Religionen mehr hätten“: Mit diesen Worten kommentierte der Dalai Lama, der mit weltlichem Namen Tenzin Gyatso heißt, im Jänner dieses Jahres die islamistischen Terroranschläge auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ und einen jüdischen Supermarkt in Paris.
      „Gewaltpotenzial“ aller Religionen

      In dem von dem deutschen Journalisten Franz Alt zusammengestellten, Anfang Juni publizierten Buch „Der Appell des Dalai Lama an die Welt. Ethik ist wichtiger als Religion“ vertritt der Dalai Lama nun die Ansicht, dass „alle Religionen und alle Heiligen Schriften ein Gewaltpotenzial“ in sich bergen."

      http://religion.orf.at/stories/2714411/

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    6. Der Dalai Lama äußerte sich nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo zu Religion. "Brexit" ist eine Folge, weil die Bundeskanzlerin ihre Vision "wir schaffen das" nicht mit Bewußtsein füllte.

      Also sie behaupten, der Dalai Lama habe gesagt, dass der Brexit eine Folge davon sei, dass Frau Merkel ihr 'wir schaffen das' nicht mit Bewusstsein durchdringen könnte.

      Nachdem Sie diese Aussage erwartungsgemäß nicht belegen konnten schlage ich Ihnen vor, dass Sie in diese Behauptung noch ein paar Steinerzitate und Kaspar-Häuser-Zusammenhänge hineinlöten und das Produkt als symptomatisch-phänomenalen Leitartikel im oben behandelten Meinungsbildungsorgan veröffentlichen...

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    7. Einspruch lieber Finkelsteen,

      Deutschland ist von den USA abhängig. Dass Deutschland (und Frankreich) sich nicht am Irak-Krieg beteiligten, beweist nicht ihre Unabhängigkeit. Man könnte bestenfalls noch sagen, es war das Ende eines Restfunkens an Unabhängigkeit.

      Es liegt doch auf der Hand, dass D und F nicht ihre jahrelang aufgebauten Handelsbeziehungen mit dem Diktator Saddam Hussein und ihre im Irak getätigten Investitionen selbst zerstören wollten.
      Mit dem Irak-Krieg, seit welchem die USA wieder der Hauptwirtschaftakteur in der ganzen Region sind, wurde D unf F eine Lektion erteilt, und zwar in dem Sinn ja keine eigenen wirtschaftlichen Vorstösse weltweit mehr uu unternehmen.

      Nach jahrelanger a den Irak-Krieg folgenden Unterwürfigkeit wurde den Deutschen dann wieder ein klitzekleines Stück vom Kuchen zugewiesen. Es wurde Ihnen (von den USA) erlaubt, natürlich auf Kosten des deutschen Steuerzahlers, die kurdischen Peshmerga Kämpfer zu bewaffnen.

      Wahre Unabhängigkeit des deutschen Souveräns, d.h. doch wohl eigentlich der Bevölkerung, sollten wir noch von Demokratie sprechen, dürfte aber
      anders aussehen.

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    8. @ anonym:
      »Wahre Unabhängigkeit des deutschen Souveräns, d.h. doch wohl eigentlich der Bevölkerung, sollten wir noch von Demokratie sprechen, dürfte aber anders aussehen. «
      Verraten Sie uns auch noch ganz konkret, wie genau?

      ***

      @ Stephan:
      Die Dalai-Lama-Äußerung ist belegt (übrigens ist er bei weitem nicht der erste, der meinte, daß wir ohne Religionen besser dran wären…) — daß der Dalai Lama auch noch gesagt haben soll, der Brexit sei eine Folge der mangelnden Bewußtseinsdurchdringung des „Wir schaffen das“ der deutschen Bundeskanzlerin, wurde hier nicht behauptet. Dabei handelt es sich um eine Wahr-nehmung des Posters selbst.

      Herzlichen Gruß, auch an Ernst!

      Ingrid

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    9. Doch Ingrid, grau das würde hier von Anonym behauptet ohne dass es das Geringste mit meiner Wahrnehmung zu tun hätte!

      Oder kannst Du mir einen anderen Sinn der von mir wiedergegebenen Passage erläutern?
      Bezüglich der Äußerungen zur Religion habe ich auch keinerlei Einwendungen gemacht...

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    10. Lieber Stephan,
      ich sehe zwei voneinander getrennte Aussage-Sätze, die zwar in unmittelbarer Nachbarschaft stehen, einer aber nicht bedingen:

      1. »Der Dalai Lama äußerte sich ... zu Religion.«
      2. »"Brexit" ist eine Folge ... etc etc.«

      Auch wenn ich die Eigenheit des Posters, belegbare Tatsachen und eigene Wahrnehmungen und Schlußfolgerungen gleichberechtigt nebeneinanderzustellen, nicht schon genugsam kennengelernt hätte, würde ich die beiden hier in Frage stehenden Sätze nicht so verstehen, als hätte der Dalai Lama gesagt, der Brexit sei eine Folge von ... etc etc.
      Stünde nach dem ersten Satz ein Doppelpunkt, müßte man es wohl so verstehen wie Du. Aber da steht nunmal ein Punkt. Und es gibt auch keine Anführungszeichen.

      Herzlich,
      Ingrid

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    11. @Ingrid

      Noch besser!
      Dann kann Anonym die nichtwegzudiskutierende Ausage dass der Brexit eine Folge davon sei, dass die Kanzlerin ihr 'wir schaffen das' nicht mit Bewusstsein durchdringen könne nach entsprechender Verlötung im besagten Fischeinwickelblatt sogar als das Ergebnis eigener okkulter Forschungsbemühungen präsentieren.
      //
      An meiner Kernaussagen ändert das nichts...

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    12. Hallo Ingrid, danke für den Gruß.
      ------
      Mich wundert nur die Wortwahl "Gebrabbel", was ich von Stephan so bisher nicht kannte.
      Dachte mir, ein kleiner Querstrich hätte für Dritte klarer gezeigt, "Brexit" ist keineswegs den Dalai Lama in den Mund gelegt. Aus dem Mißverständnis von Stephan kam aber der link von Hermann zu dem "Brexit-Plakat".
      Es gibt die innere Verwobenheit der Aussagen des Dalai Lama zu "Germany", welches die Flüchtlingszahl auf Dauer nicht verkraftet und der politischen Wertung Dritter, "Brexit" ist Folge der Politik Merkels "wir schaffen das". Es muß nicht immer gleich "okkulte Forschungsergebnisse" herangezogen werden, wie Stephan meint. Es genügt klarer Verstand, Bewußtsein. Ingrid gibt klar an, ein Doppelpunkt hätte meine festgestellte innere Logik zwischen Aussage Dalai Lama zu Anzahl Flüchtlinge, und des späteren erfolgten "Brexit", als Angst vor der Folge der Politik Merkels, welche die Flüchtlingszahlen ermöglichte, den Dalai Lama in den Mund gelegt. (Danke Ingrid für die Klarstellung)
      Da Rudolf Steiner und das Gedankenkarma seiner Taten irgendwie doch Anlaß hier für viele Gedankenformulierungen und Streitigkeiten ist: es wäre tatsächlich besser gewesen, Steiner hätte den ursprünglich gewählten Titel ausgearbeitet: "Philosophie des Zufalls". (Hinweis von Info3).

      Besuchte dieser Tage erstmals Prag (unsere Söhne luden mich ein) und siehe da, überall "Zufall" in dieser wunderbaren Stadt. Vor kurzer Zeit war mein älterer Bruder verstorben, in der äußeren Welt herrschten damals dramatische Wetterstimmungen, in Deutschland, Bayern. Noch nie sah ich so viele verschiedene Wolkengebilde usw.. In tiefen Gedanken löste ich mich an der Moldau von meiner Familie, um alleine den Fluß zu überqueren, aufnehmend die Stadt, in der mein Vater geboren wurde und in der Rudolf Steiner manchen bedeutetenden Vortrag hielt. Und mir fiel nach einem Hinweis eines Sohnes auf, mein Vater und Steiner waren zeitgleich in Prag. Mein Bruder hatte kurz vor seinem Tode mir zum Abschied im Traume eine rote Rose überreicht. Kurz vor der Kremationsfeier, ein Sohn holte uns ab, kaufte ich spontan diese "Traum-Rose". Kam in ein Gespräch mit der jungen Verkäuferin, da ich fragte, ob sie als Fachfrau eine einzelnen Rose für eine Beerdigungsfeier zustimme... ..sie begann zu erzählen, eines Abends habe sie den Eindruck gehabt, eine Person sei in ihrem Zimmer, am nächsten Tag erfuhr sie vom Tode der Großmutter, ihr Vater sage immer, sie spinne, wenn sie davon erzähle.... wir sprachen noch etwas. So hat die "Traum-Rose" in der Realität des Tages den Gefühlen... ....mit der Traum-Rose in der Hand am Krematorium, kam unerwartet ein kleines vierjähriges Mädchen auf mich zu, sprach ernste Dinge von ihrem Opa, der verstorben sei..... ...sie sprach von den Blütenblätter (mehr hier nicht). Ich sah erstmals in die Augen der Enkelin meines Bruders.... ..all dies trug ich im Herzen, als der "Zufall" uns mitten in der größten, dichtestens Menschenmenge auf der Karlsbrücke, am von mir gewählten Punkte... .... zeitgleich die "Familie" sich wieder traf.
      Prag - in Gedanken auch das Erleben des Dalai Lama in Wien, als am Morgen ein kleiner Vogel sich unerwartet nach dem Aufwachen auf den Kopf setzte, Einstimmung des Tages.
      Es sind tatsächlich die Zufälle. Steiner hat uns etwas vorenthalten, vielleicht einseitig einen Weg versucht. Es bedarf der Geduld.......
      Sch-ade
      vielleicht fand ich manchmal nicht die richtigen W-orte.
      Folgende Worte stammen nicht von mir, fand sie kürzlich:

      "pure kollektive Spiritualität"


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    13. Lieber Anonym,
      es ging mir darum nochmals zu zeigen was obiger Artikel auch schon dargestellt hat, nämlich dass die direkte kausale Verknüpfung aktueller Ereignisse mittels okkulter Forschungsergebnisse Humbug produzieren muss...

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    14. Lieber Ernst,

      „Philosophie des Zufalls“ – das wäre tatsächlich eine sehr interessante Schrift geworden. Danke für den Hinweis.
      Nun – der Zufall „wollte“ offenbar nicht, daß es geschah...

      Eine Stelle aus einem Brief Rainer Maria Rilkes an Franz Xaver Kappus fällt mir ein:
      »Man hat schon so viele Bewegungs-Begriffe umdenken müssen, man wird auch allmählich erkennen lernen, daß das, was wir Schicksal nennen, aus den Menschen heraustritt, nicht von außen her in sie hinein. Nur weil so viele ihre Schicksale, solange sie in ihnen lebten, nicht aufsaugten und in sich selbst verwandelten, erkannten sie nicht, was aus ihnen trat; es war ihnen so fremd, daß sie, in ihrem wirren Schrecken, meinten, es müsse gerade jetzt in sie eingegangen sein, denn sie beschworen, vorher nie Ähnliches in sich gefunden zu haben. Wie man sich lange über die Bewegung der Sonne getäuscht hat, so täuscht man sich immer noch über die Bewegung des Kommenden.«

      Herzlich,
      Ingrid

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    15. Ja tatsächlich, alles ist
      'pure kollektive Spiritualität'!
      Und der einzige Grund, weswegen wir uns dessen nicht allgegenwärtig bewusst sind ist der, dass wir uns unseren freien spirituellen Blick unablässig mit Kausal-Latten vom Typ 'Eisenhut' zunageln...

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    16. Lieber Stephan,

      »dass die direkte kausale Verknüpfung aktueller Ereignisse mittels okkulter Forschungsergebnisse Humbug produzieren muss…«

      Jeder einzelne von uns verknüpft – bewußt oder unbewußt – in seinem Inneren alle Ereignisse, die er in seinem Umfeld wahrnimmt. Das ist meiner Ansicht nach ganz unausweichlich.
      Rudolf Steiner drückte es so aus (GA 2; Hervorhebung von mir):

      »So aber ist es mit un­serm ganzen Gedankensystem. Alle Einzelgedanken sind Teile eines großen Ganzen, das wir unsere Begriffswelt nen­nen.
      Tritt irgendein einzelner Gedanke im Bewußtsein auf, so ruhe ich nicht eher, bis er mit meinem übrigen Denken in Einklang gebracht ist. Ein solcher Sonderbegriff, abseits von meiner übrigen geistigen Welt, ist mir ganz und gar un­erträglich. Ich bin mir eben dessen bewußt, daß eine inner­lich begründete Harmonie aller Gedanken besteht, daß die Gedankenwelt eine einheitliche ist. Deshalb ist uns jede sol­che Absonderung eine Unnatürlichkeit, eine Unwahrheit.
      Haben wir uns bis dahin durchgerungen, daß unsere ganze Gedankenwelt den Charakter einer vollkommenen, inneren Übereinstimmung trägt, dann wird uns durch sie jene Befriedigung, nach der unser Geist verlangt. Dann fühlen wir uns im Besitze der Wahrheit.«

      Die Schwierigkeit entsteht dann, wenn wir die Wahrheit, in deren Besitze wir selber uns in einem bestimmten Augenbick fühlen, als absolute, für alle Menschen und zu allen Zeiten unumstößlich geltende WAHRHEIT betrachten und das auch noch von anderen verlangen.
      Denn dann rechnen wir nur mit unseren bisherigen Erfahrungen (genauer: mit dem Teil, den wir uns bewußt gemacht haben) --- also weder mit unseren eigenen zukünftigen Erfahrungen noch mit den Erfahrungen, die andere Menschen machen, noch auch mit der weiteren Entwicklung unserer eigenen Bewußtmachungs- und Erkenntnisfähigkeit.
      Und wenn wir obendrein auch noch nur Kausal- und keine anderen Zusammenhänge gelten lassen, leugnen wir auch noch jede Möglichkeit der Freiheit.

      - - -

      Was häufig (meiner Ansicht nach: vermeidbaren) Humbug produziert, das ist die automatisch erfolgende direkte kausale Verknüpfung „zufällig“ nebeneinander stehender Sätze eines anderen.
      Das war übrigens der Grund für meine (in Deinen Augen vielleicht etwas pedantisch erscheinende?) Korrektur.
      Da Populisten aller „Fronten“ genau mit solchen Automatismen rechnen, wäre es meiner Ansicht nach heilsam, wenn wir alle versuchten, sie uns, so gut es halt geht, abzugewöhnen.
      Wieder einmal denke ich daran, was Ernst Krenek über Karl Kraus berichtet – ich habe es hier in ähnlichen Zusammenhängen schon oft zitiert:
      »Als man sich gerade über die Beschießung von Shanghai durch die Japaner erregte und ich Karl Kraus bei einem der berühmten Beistrich-Probleme antraf, sagte er ungefähr: Ich weiß, daß das alles sinnlos ist, wenn das Haus in Brand steht. Aber solange das irgend möglich ist, muß ich das machen, denn hätten die Leute, die dazu verpflichtet sind, immer darauf geachtet, daß die Beistriche am richtigen Platz stehen, so würde Shanghai nicht brennen.«


      Herzlich,
      Ingrid

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    17. @ Ingrid,

      bzgl. der Frage, wie denn wahre Unabhängigkeit aussehen müsste, hab ich keine Antwort. Ich denke aber, dass es kein Widerspruch ist, zu wissen, dass dzt. keine Unabhängigkeit z.B. eines Staates existiert, während man im selben Moment für die Lösung dieses Problems dennoch keine genaue Vorstellung hat.

      Der eigentliche Souverän (das Volk in einem demokratischen System) regiert über seine Politiker, die es zu beeinflussen gilt, damit diese nicht aus eigenem Gutdünken oder Fremdbeeinflussung und -steuerung heraus regieren.

      Ein kleiner Anfang wäre sehr wahrscheinlich Unabhängigkeit in Meinung und Denken zuzulassen, die Existenz des bzw. der "Anderen" nicht permanent negativ zu belegen, in Frage zu stellen oder manisch zwanghaft, wie es leider immer wieder geschieht, als böse = rechtsgerichtet darzustellen, wo es in den allermeisten Fällen rein gar nichts damit zu tun hat. Vielen Lesern hängt dies hier bereits zum Hals raus.

      Wenn man andauernd die Sachlage so darstellt, wie es in diesem Forum geschieht, dass ein guter Teil der Anthroposophen wegen kleinster Meinungsunterschiede zur Flüchtlingsfrage beispielweise, rechtsgerichtet sei, was objektiv und sprachlich richtig formuliert nur heißen dürfte, dass diese sich mit den Nazis, den Judenhassern und Kriegstreibern geistig verwandt fühlen, was sachlich absolut unzutreffend ist, dann wird derart sicherlich nicht die Unabhängigkeit der anthroposophischen Bewegung selbst gefördert und auch nicht jene eines demokratischen Gemeinwesens als Ganzes positiv beeinflusst.

      @ Stephan,

      Spiritualität und Tatsachen stehen eben nicht auf der gleichen Ebene.
      Spiritualität bekämpft "Kausallatten", das ist richtig. Sie schafft durch das Ausblenden letzterer neue Tatsachen. Die Kausalitätszusammenhänge lassen lediglich Tatsachen, bzw. deren Ursprünge und Urheber erkennen.

      Spiritualität schafft. Es gilt nur zu erkennen, ob dieses Schaffen im Einzelfall positiv ausgerichtet ist. Denn sehr oft schafft das "geistig inspirierte" Ausblenden von Kausalitätszusammenhängen negativ wirkende Fakten.
      Spiritualität ist ein für das Schaffen unabdingbares und notwendiges Instrument.
      Man könnte auch sagen, durch das bewusste Ausblenden von Tatsachen bzw. Kausalitätszusammenhängen, ebnen wir den Weg für negativ wirkende Spiritualität.

      Beides, d.h. sowohl die Beschäftigung mit Kausalitätszusammenhängen als auch Spiritualität müssten sich gegenseitig zulassen, anerkennen und in gewisser Weise ergänzen. Ansonsten kommt im einen wie im anderen Fall Humbug heraus, zumal reine Kausalitätszusammenhänge auch immer nur einen Teil der Wahrheit widerspiegeln, eben je nach Standpunkt.

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    18. Liebe Ingrid,
      ein gewisser Unterschied hinsichtlich der Persistenz besteht zwischen Kausalzusammenhängen, die unsere Gedanken- und Wahrnehmungsumwelt unwillkürlich in uns produziert und solchen Kausalitäten, welche wir selbst aktiv zusammenbasteln - an letzteren verbeißen wir uns mehr...
      Das Bilden von Fehlverknüpfungen im wahrnehmbaren Bereich führt uns schlimmstenfalls in die Klapsmühle - werden ideologisch-okkulte/religiöse Zusammenhänge integriert, können wir damit buchstäblich in Teufels Küche landen..

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    19. Liebes Anonymes Wesen,
      danke für die Rosen aus Prag.
      "Manisch zwanghaft" Es geht hier nicht um böse= rechtsgerichtet. Diese Thesen finden Sie ja auch bei Linken , z.B. Wolfgang Eggert. Es geht hier nicht um rechts oder links oder Anthroposophisch oder Anitanthroposophisch. Es geht um diesen Artikel von Herrn Eisenhut, der ein kleiner Fiat 500 ist und aus dem Sie versuchen einen eleganten Lamborghini zu basteln. Alle Staaten sind abhängig voneinander. Es ging mir nur um die KOMPLETTE Abhängigkeit D von der USA. Herr Eisenhut ist es vielleicht sprachlich nicht gelungen seiner instinkthaften Historien Imagination Ausdruck zu verleihen. Er bleibt im niederen Instinkthaften seiner toten "nicht selbst gedachten" Ideen hängen. Das ist das tragische weil der Text eigentlich alles und nichts zum Brexit ausdrückt. Und wir hier zappeln in einem Netz aus Interpretationen, was hat er gemeint oder so hat er es nicht gemeint. Es ist und bleibt " Kraut und Rüben" und das Gegenteilige eines Pfingsterlebnis kommt zu stande. Das Gegenteil entsteht Hobby(T)forscher Eisenhut katapultiert uns in die sagenhafte Welt Babylons zurück. Deswegen auch das "babylonische Gebrabbel". Es ist einfach sehr negativ sich über die EU zu echauffieren ohne sich mal die positive Seiten zu verdeutlichen ( anthroposophische Studieneinrichtungen in ganz Europa wurden jahrelang indirekt durch die EU finanziert) , von daher sind Des Hobby(T)forschers Ausführungen sehr negativ und verursachen nur babylonisches Gebrabbel. Trotzdem schön, dass wir hier alle versuchen zu stammeln und nach Worten zu suchen.

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    20. Kleiner Hinweis, Herr Finkelsteen:
      Der von Ingrid als 'Ernst' angeredete Anonymling mit den Prager Rosen ist ein anderer als der anonyme Einspruch-Rudolf, der die absolute Autarkie einer jeden Stubenfliege einfordert...

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    21. Ich dachte Einspruch - Rudolf hat durch eine rosenkreuzerische Meditation etwas weichere Konturen angenommen und wir waren Zeugnis einer kleinen Erleuchtung. Dann bedanke ich mich bei " Ernst" für die schönen Prager Rosen und reiche eine weiter an Einspruch - Rudolf. Und möge der Duft über diese Website wie Feenstaub schweben.

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    22. Lieber Stephan,

      ich glaube, daß wir uns in Kausalitätszusammenhänge, die, wie Du es ausdrückst, unsere Gedanken- und Wahrnehmungsumwelt unwillkürlich in uns produziert, sehr viel stärker „verbeißen“ als in solche, welche wir selbst aktiv zusammenbasteln.
      Denn wenn wir aktiv „basteln“, dann können wir uns unseren Anteil am Ergebnis dieser „Bastelei“ bewußt machen und geraten nicht so leicht in die Versuchung, die entstandene Konstruktion für die einzig mögliche WAHRHEIT zu halten, nach der auch alle anderen Menschen sich zu richten haben.
      Wenn aber etwas unwillkürlich und damit passiv und unbewußt in uns produziert wird, sind wir sehr viel stärker geneigt, es für unumstößliche „Wahrheit“ zu halten, im Sinne des einzig möglichen „richtigen“ Abbildes eines „Dinges an sich“, das irgendwo dort draußen existiert, isoliert von unserem eigenen Erkenntnisvermögen.

      Wie Rudolf Steiner bin ich der Ansicht, »daß die Wahrheit nicht, wie man gewöhnlich annimmt, die ideelle Abspiegelung von irgendeinem Realen ist, sondern ein freies Erzeugnis des Menschengeistes, das überhaupt nirgends existierte, wenn wir es nicht selbst hervorbrächten.« (GA 3, „Wahrheit und Wissenschaft“)

      Angesichts der derzeitigen Weltlage würde ich mir wünschen, daß jeder einzelne von uns sehr genau darauf achtet, an der Erzeugung welcher Wahrheit er mitwirkt… und daß er dabei seine eigene Freiheit nicht aus der Hand gibt.

      Herzlich,
      Ingrid

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    23. Liebe Ingrid,
      Ich teile Deine Einschätzung ganz - habe mich etwas undeutlich ausgedrückt.
      Ich wolle keine Wertung bezüglich der Auflösbarkeit der Persistenzen, sondern lediglich bezüglich ihrer Allgemeinen Qualität geben.
      Jene Kausalitätsgebilde, welche unbewusst in mir erzeugt werden, können durch mich nur aufgelöst werden, wenn ich die Zusammenhänge aktiv durchschaue. Allerdings können Sie durch andere passive Außeneinflüsse schlagartig aufgelöst/ersetzt/revidiert werden.
      Beispiel: Ich höre einen Song von Buddy Holly und bin überzeugt, dass er 'The King of Rock' n Roll' ist - einen Monat später höre ich Elvis und meine Meinug ist ausgetauscht...
      Meine eigenen Konstrukte sind etwas wie meine Kinder - die wirft man nicht einfach eben mal so aus dem Fenster, da sind lange. Anstrengende Wandlungsfähig- und Loslösungsprozesse notwendig.
      In jedem Fall ist es aber so wie Du sagst: Freiheit, das 'sich distanzieren können' ist unabdingbare Voraussetzung für echte Wahrheit/Erkenntnis...

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    24. !!!Blöde Autokorrektur im 6x2cm großen Display!!
      Aber der Sinn bleibt wohl verständlich.

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    25. Lieber Stephan,
      :-) schön zu erfahren, daß wir uns da also im Grunde einig sind.
      Hätte mich auch gewundert, wenn's anders gewesen wäre.

      Herzlich,
      Ingrid

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  12. Doch die Zeiten
    haben sich geändert. Mittlerweile ist die EWG
    zur EU mit einer Vielzahl an Mitgliedsstaaten
    geworden. Dieses erfordert einen immer aufwändigeren
    bürokratischen Apparat und zuletzt
    Führungseliten, die sich von der demokratischen
    Entscheidungsfindung abkoppeln müssen,
    wenn sie überhaupt zu Entscheidungen
    kommen wollen. Der Weg in die Knechtschaft
    liegt daher schon in der Sache selbst begründet. Eisenhut aus: Symptomatisches zum Brexit
    "ob Eisenhut in jedem Punkte richtig argumentiert" ?
    nein ich denke nicht, wenn alle europäischen Nationen wieder untereinender bilaterale Veträge ohne ein Zentralorgan abschliessen müssten, kommt es zu einer Sintflut an Bürokratie. Meine Zusammenarbeit mit EU Kommissionen war oft schwerfällig, aber im Endeffekt wurden auf nationaler sowie auf regionaler Ebene Lösungen gefunden. Und das ist auch so ein Argument, dass Herr Eisenhut gebraucht, was auf den ersten Blick ganz vernünftig und instinktiv aussieht, dass die EU Administration zu "kompliziert* ist. Auf den zweiten Blick und diesen schmerzhaften zweiten Blick machen viele Briten und dort lebende Ausländer und Menschen jetzt nachdem Brexit, wäre diese Kleinstaaterei gegen die sich ja auch Leute wie "Schiller und Hölderlin vor über 200 Jahre gewehrt haben noch mit viel mehr Papier und Daten und Bürokratie und verschiedenen nationalen Vorschriften weiter an Europa gearbeitet werden. Die mussten ja jetzt extra ein Europa Brexit Ministerium eröffnen viel Papier und Daten.... und ich denke Herr Eggert hat uns nur auf solche 2. Blicke hingewiesen, damit die anthroposophischen Historik Debatten nicht in instinkthafte" heilsame Bahnen" gelenkt werden. Herr Eggert macht hier nur ein Geistesangebot gratis zum Naschen, wenn man so digital vorbeischlendert...mal genau hinzukucken wohin Herr Eisenhut so instinkthaft hindeutet. Es ist ja noch nicht einmal ein argumentieren...es ist halt wie Herr Eggert nett formuliert ein " Kraut und Rüben", ich frage mich was brauchts denn dazu in diese " heilsame Bahnen" geschossen zu werden. Die Anthroposophie?

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  13. https://www.theguardian.com/world/2016/jun/03/dalai-lama-distances-himself-from-brexit-poster
    Und hier noch die original story zum Dalai Lama.

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  14. Hier habe ich ein wunderschönes deutsches Volkslied über die Fauna auf dem Mond, gesungen von einer Migrantin, die die deutsche Lyrik dieses deutschen Kulturgutes, wunderbar durch eine tonale Sachlichkeit herauszisiliert.
    Der Soundtrack zum anthroposophischen Spaceshuttle das uns in die zukünftigen "HEILSAMEN BAHNEN" lenken wird mit Hobby(t)forscher Eisenhut als Co Pilot und Einspruch - Rudolf als flugleitender Kapitän:
    https://youtu.be/926kvWoWWAY

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  15. @ anonym:

    Ich stimme Ihnen zu – eine wirkliche Unabhängigkeit von Einzelstaaten existiert nicht.
    Das halte ich übrigens für nichts Schlimmes: die Globalisierung bringt es mit sich, daß wir uns mehr und mehr bewußt werden, wie sehr wir alle voneinander abhängig sind. :-) Mir ist schon klar, daß Sie es wohl nicht so meinen — aber ich kann mir nun einmal wirklich nicht vorstellen, wie eine tatsächliche Unabhängigkeit eines Staates aussehen könnte, solange wir doch alle miteinander auf demselben begrenzten blauen Planeten leben.

    Und auch darin gebe ich Ihnen recht, daß es nicht besonders hilfreich ist, andere Menschen aufgrund einzelner Äußerungen automatisch einem „Lager“ zuzuordnen.

    Allerdings:
    »Der eigentliche Souverän (das Volk in einem demokratischen System) regiert über seine Politiker, die es zu beeinflussen gilt, damit diese nicht aus eigenem Gutdünken oder Fremdbeeinflussung und -steuerung heraus regieren.«
    Dieser Satz scheint auf den ersten Blick plausibel zu sein — wenn man aus dem Blick verliert, daß es immer schwieriger wird, „das Volk“ als eine Einheit zu sehen.
    Abstimmungen wie die über den Brexit oder auch die österreichischen Bundespräsidentenwahlen (die ja in Kürze wiederholt werden) haben gezeigt, daß „das Volk“ oft in zwei ungefähr gleich große Gruppen gespalten ist, die jeweils sehr Gegensätzliches fordern.
    Wollte man noch mehr Abstimmungen machen, beispielsweise zum Thema „Putinversteher versus Obamafreunde“, würden sich wohl ganz ähnlich knappe „Mehrheitsverhältnisse“ ergeben — welche Gruppe in einem bestimmten Augenblick ein paar Menschen mehr überzeugen kann, wird dabei oft durch den „Zufall“ in Gestalt der aktuellen Tagesereignisse entschieden, und natürlich durch die Populismusfähigkeit der jeweiligen Bewerber bzw die Populismusanfälligkeit des jeweiligen „Volkes“ (wir warten gespannt auf die Präsidentschaftswahlen in den USA…).

    Wer also „das Volk“ ist, das entscheidet jeder einzelne für sich, je nach seiner augenblicklichen Affinität zu einer der beiden ungefähr gleich großen Gruppen…
    Daraus entsteht unwillkürlich diese „Lagermentalität“, die uns jeden, der unsere eigenen Ansichten nicht teilt, der „feindlichen“ Gruppe zuordnen läßt.

    Aus dieser „Lagermentalität“ sollten wir uns meiner Ansicht nach möglichst bald irgendwie wieder herauswurschteln.

    Und naja — dabei ist es halt nicht besonders hilfreich, wenn man, wie Stephan Eisenhut es tut, vor allem darüber spekuliert, »welche Kräfte sich denn gegenwärtig im Unbewussten der englischsprachigen Bevölkerung geltend« machen, statt sich die Instinkte bewußt zu machen, die in ihm selber leben (bzw. in dem Volk, der Menschengruppe, der er selber sich zugehörig fühlt) – wie das gehen könnte, zeigt übrigens in derselben Ausgabe von „Die Drei“ Yeshayahu ben Aharon in seinem Artikel „Verstoßene Brüder, verlorene Söhne. Israel von innen gesehen.“

    So, wie Herr Eisenhut es in seinem Artikels formuliert, könnte man glauben, er meine, es sei die Aufgabe der Mitteleuropäer, die Instinkte der englischsprachigen Bevölkerung in heilsame Bahnen zu lenken.

    Ich hingegen bin überzeugt: nur dann, wenn genügend Menschen sich ihrer eigenen bis dahin unbewußten Instinkte und Triebkräfte bewußt werden, können sie selbst das, was in den Instinkten der Menschen lebt und was aus den Untergründen der Seele aufsteigt, in heilsame Bahnen lenken.

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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    1. Liebe Ingrid,

      als "Volk" in diesem Zusammenhang verstehe ich die - auch inhomogene - Bevölkerung eines völkerrechtlich legitimierten souveränen Staates oder eines solchen, der es rechtmäßig sein könnte und sollte.

      Unabhängigkeit sollte niemals mit Autarkie verwechselt werden. Klar hängt in einer globalisierten Weltwirtschaft fast alles zusammen, was Autarkie selbst für Großmächte so gut wie unmöglich macht. Das Entscheidende sind jedoch die zu +/- ausgeglichenem beiderseitigen Nutzen frei und freiwillig von der jeweiligen politischen Entität eingegangenen Verträge die zu den verschiedensten Formen wirtschaftlicher oder auch politischer Zusammenarbeit führen.
      Unabhängigkeit bedeutet die Freiheit, Verträge oder Handlungen, die zum eigenen Nachteil sind, nicht abschließen bzw. durchführen zu müssen.
      Eine andere Lösung bei der Entscheidungsfindung als das demokratische Prinzip (d.h. auch nur ganz knapp über 50% Zustimmung der Bevölkerung) scheint hier schwer vorstellbar.
      Den heutigen deutschen Politikern darf aber mit Recht vorgehalten werden, dass sie sogar in unzähligen Fragen, wo offensichtlich durch Umfragen bestätigt, auch keine nur sehr knappen Mehrheiten vorhanden ist, gegen den Willen der Bevölkerung entscheiden und handeln.

      "Lagermentalität" ist selbstverständlich mehr als überholt. Aus dem einfachen Grund, dass das "Gute" und "Richtige" niemals zu 100% von einem einzigen "Lager" vertreten wird oder überhaupt werden kann.

      Warum sollte ein "Obamafreund" in gewissen Fragen nicht auch Putin verstehen können und dürfen ohne gleich als Naziverbrecher oder zumindest "Rechtspopulist" gescholten zu werden. Eine derartige Vorgangsweise nach dem Motto: du bist nur ok, wenn du "Alles oder Nichts" vertrittst bzw. mit allem einverstanden bist oder mit gar nichts was von einem Lager kommt, spaltet erst recht die Menschen, erzeugt Angst und macht unfrei.
      Da kann ein Finkelsteen spötteln so lange er meint, dieser Schluss dürfte kaum zu widerlegen sein. Es sei denn, er würde Prinzipien vertreten, die der Demokratie, Unabhängigkeit und Freiheit diametral entgegengesetzt sind.

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    2. Sobald ein Politiker einen Vertrag mit dem Blut seines Volkes unterzeichnet, erfährt die Autonomie//Freiheit dadurch eine Einschränkung, die allenfalls durch Blutzoll scheinbar wieder aufgelöst werden kann.

      Da kann sich ein Staatsrechtler Rudolf noch so sehr verspöttelt fühlen!

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    3. @ Stephan,

      hier kann sich denke ich niemand mehr verspöttelt fühlen...

      Dem nicht endenwollenden - und immer den anderen untergeschobenen - "Blut und Boden-Denken" noch eins drauflegen zu wollen, zeugt weniger von Spöttelfähigkeit als vielmehr von Verhaltensmustern, bei denen du dich eigentlich auskennen müsstest ;-).... ohne dir dein eigenes Denken und Handeln davon beeinflussen zu lassen...

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    4. Warum sollte ein "Obamafreund" in gewissen Fragen nicht auch Putin verstehen können und dürfen ohne gleich als Naziverbrecher oder zumindest "Rechtspopulist" gescholten zu werden.
      Das hat auch niemand hier gemacht. Wissen Sie Einspruch- Rudolf was mich ärgert alles andere ist egal... Herr Eisenhut soll einfach dazu stehen, dass er Rechtspopulist ist, dann hätte ich kein Problem damit, aber so zu tun als ob das anthroposophische Betrachtungen in seinem Artikel( nur weil ein paar Referenzen zu Steiner gegeben werden) sind und die Anthroposophie so als Feigenblatt zu missbrauchen, damit habe ich massiv Mühe. Ich habe ein Freundvder ist Rechtspopulist, aber der steht dazu und dann kann man auch diskutieren.

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    5. Danke, Hermann!
      »aber so zu tun als ob das anthroposophische Betrachtungen in seinem Artikel( nur weil ein paar Referenzen zu Steiner gegeben werden) sind«

      Ganz genau das ist auch einer meiner Kritikpunkte.
      Es ist etwas ganz anderes, wenn jemand eigene Erfahrungen und Erkenntnisse darstellt, um seine Ansichten zu belegen. Dann stehen die Erfahrungen und Erkenntnisse des einen Menschen gewissermaßen gleichberechtigt neben denen eines anderen, und man kann im gemeinsamen Gespräch versuchen, eine „Synthese“ zu finden.
      Wenn jemand aber seine Ansichten und Spekulationen mit Zitaten oder angeblichen Ansichten Rudolf Steiners „belegt“, wohl wissend, daß viele der Leser der Zeitschrift, in der er das tut, Rudolf Steiner als Autorität und alle seine Mitteilungen als unantastbare Wahrheiten betrachten, dann gibt es von vornherein keine Möglichkeit eines solchen Synthesefindungs-Gesprächs.

      Einmal ganz abgesehen davon, daß – selbst für den Fall, daß Steiner tatsächlich sein ganzes Leben lang nur WAHRHEITEN verkündet hätte – viele seiner Äußerungen aus während eines Vortrags oder auch erst nachher verfertigten und nicht von ihm selber durchgesehenen Mitschriften stammen — sodaß das, was er (und wie er es) tatsächlich gesagt hat, uns durch die „Brille“ des jeweiligen Mitschreibers überliefert ist, und damit „gefärbt“ durch das (zeit- und situationsgebundene) Verständnis und die Auffassung dieses Mitschreibers.

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    6. Es ist mir schon klar, dass Ihr jeden Menschen und jede Meinung in von Euch unter Aneignung der Definitionshoheit vorgefertigte Käfige sperren wollt, und sogar noch verlangt, dass die Betreffenden das richtig finden sollten.
      Spricht nebenbei bemerkt nicht gerade für Toleranz und Achtung anderer Meinungen.

      Ich denke nicht, dass jemand wegen analytischer Vergleiche und legitimen Meinungsäußerungen den Vorwurf verdient, hier die Anthroposophie als Feigenblatt zu missbrauchen, zumal die von Rudolf Steiner selbst geschaffene.

      Durch die permanente Verwendung und Zuweisung des Attributs und Kampfbegriffs "Rechtspopulist" bei noch so marginalen Meinungsverschiedenheiten wird nur allzu oft der Boden für weitere fruchtbare Diskussionen vermint.
      Eine Art dogmatischer Formalismus macht sich breit. Wer nicht in allen Belangen auf der von Euch vorgegebenen Linie ist, ist gegen Euch und damit ein "Rechtspopulist", womit unterschwellig dem instinktgesteuertem Empfinden der Rezipienten noch weitaus Schlimmeres suggeriert werden soll.

      Wer beispielsweise nach Aufnahme von Millionen von Flüchtlingen in Deutschland aus rein pragmatischen Erwägungen über eine notwendige Obergrenze bloß nachdenkt, ist schon ein schlimmer Rechtspopulist.
      Er mag ein formeller Rechtspopulist nach dieser im Grunde missbräuchlich erweiterten Definition des Begriffes sein.

      Aber wäre nicht im Grunde jeder, der die Tatsache kritiklos hinnimmt, dass beispielweise Tschechien ganze 90 (!!) also praktisch Null Flüchtlinge aufgenommen hat, nicht ein realer Rechtspopulist??? Nur von einem anderen Standpunkt aus, sagen wir mal dem tschechischen?

      Oder hat jemand aus dem Mund irgendeines deutschen Politikers schon mal die geringste Kritik dieses Tatbestands vernommen.

      Ich war auch kürzlich in Prag und haben während meines 5 tägigen Streifzugs durch diese wunderschöne Stadt gerade mal ca. 10 optisch als (Europa)-Ausländer identifizierbare Personen bemerkt, also auch praktisch Null. Und selbst die erweckten eher den Eindruck stinkreiche Touristen aus Saudi-Arabien zu sein, als syrische Flüchtlinge.

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    7. Geben Sie mir doch mal ein Beispiel von instinkthaftem Wahlverhalten von englischsprechenden Menschen. Können SIe das?
      Wer so instinkthaft schreibt darf sich nicht wundern, wenn man an rassistische Stereotypen erinnert wird. ( Keine Nazis klar) Mit diesem Artikel hat Herr Eisenhut sich selber in diese Ecke reingeschrieben. Herr Eggert und andere haben Ihn da nicht reingestellt, sondern nur hingedeutet wo er steht.

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    8. An der Wand eines Museums in Prag:

      "If a nation`s culture survives than so too doe´s the nation" - Jan Mládek

      Rudolf Steiners geistiger Impuls verwirklichte - leider - nicht eine "tragfähige" Brücke zwischen den Kulturen (Waldorfschulen können vielfach als bürgerliche Spielwiesen erachtet werden, siehe Politiker, wie Kohl, Tochter von Strauß, Berlusconi als Waldorfeltern - Die von Jelle van der Meulen aufgezeichneten Aussagen von Bernard Lievegoed sind Gegenwart geworden)

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    9. Lieber Pragreisender Anonym!
      Dass das Asylproblem nicht zur Europäischen Gesamtaufgabe gemacht wird und eine tragbare Verteilung angestrebt wird, bringt mich persönlich auch an den Rand der Weißglut und zu massiven Differenzen mit den rhetorische Übungen unserer Politikerkaste.
      Aus dieser Empörung heraus allerdings INSTINKTIV eine beweisende Argumentation für die Folgerichtigkeit der eisenhutschen Zusammenhangsverknüpfungen abzuleiten, entspricht -im moralisch integersten Falle- einem Populismus, mit dem in den 60er Jahren an den Haustüren Staubsauger verkauft wurden...

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    10. Vielleicht kommen wir jetzt doch mal zu der Erkenntnis, dass es keine VT ist, dass wer die nationalen Kulturen zerstört, nur eines wollen kann. Freie Entwicklungen stoppen und derart die einzig verbleibende Kultur zur Grundlage der dann einzigen Weltnation ( = Weltherrschaft) machen. Lasst und den VT-Begriff um die Realität erweitern, dann passts.

      Und dass es ebenfalls keine VT ist, dass jeder der sich für den Erhalt nationaler Kulturen und mithin zugunsten des Weiterbestehens von Nationen äußert, übelst verunglimpft wird, beweist sich immer wieder von Neuem.

      Wer sich für Freiheit und Unabhängigkeit im Allgemeinen und der Nationen einsetzt ist einfach ein ganz schlimmer Zeitgenosse, läuft mit Springer-Stiefeln rum, leugnet den Holocaust und besitzt Hitler-Devotionalien.

      Ok, ein bisschen übertrieben, aber nicht mal viel.

      Die steinersche "Brücke zwischen den Kulturen" ist ja heute nicht mal mehr gewollt, auch gar nicht mehr notwendig, wenn tradierte Kulturen als überholt und geradezu anrüchig angesehen werden.
      Brücken bauen hieße, das zu Verbindende bestehen lassen.

      Vielleicht wäre der heutige "Antikulturexport" ja ein Beispiel für das instinktgetriebene Verhalten der Angelsachsen, die auf diese Art instinktiv spüren wie sie ihre wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Hegemonialziele am besten verwirklichen können.
      Aber das ist doch wieder alles pure VT.....

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    11. "Vielleicht wäre der heutige "Antikulturexport" ja ein Beispiel für das instinktgetriebene Verhalten der Angelsachsen, die auf diese Art instinktiv spüren wie sie ihre wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Hegemonialziele am besten verwirklichen können."
      Nein das ist keine VT da haben Sie recht das ist einfach nur ...

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    12. Für welche Nation würden Sie sich denn gerne stark machen?

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    13. @Stephan,

      Schön, dass wir wenigstens in einem Punkt übereinstimmen. Dass es also unverständlich ist, dass die deutschen Politiker so gut wie gar nicht auf die gemeinschaftliche Aufgabe der Flüchtlingsunterbringung hinweisen.

      Aber ist es denn verboten oder abwegig logische Schlüsse aus diesem Verhalten zu ziehen?
      Ginge es ihnen wirklich und in erster Linie rein humanitär um das Wohl der Flüchtlinge, müssten sie das doch tun?

      Warum tun sie es aber nicht? Darf diese Frage gestellt werden, wo sie doch sonst bei jeder Gelegenheit auf der Wichtigkeit gemeinsamer EU-Politik herumreiten?

      Wäre denn der Schluss falsch, dass es ihnen eben in erster Linie nicht um das Wohl der Flüchtlinge geht, sondern um Destabilisierung und wirtschaftliche Schwächung Deutschlands, jenes Gemeinwesens, dem zu dienen und zu nützen sie eigentlich einen Eid geleistet haben?

      Ich bin kein Nationalist, ich werfe nur provokante Fragen auf....es ist hinlänglich bekannt, dass mich Widersprüche jucken. Auch hinlänglich bekannt sein dürfte, dass ich weder Deutscher bin, noch deutscher Staatsbürger, noch in D lebend (auch nicht Österreicher oder Schweizer).
      Irgendwie befällt mich nur immer wieder ein Mitgefühl für die Deutschen, angesichts der Tragik ihrer aus der Sicht und dem natürlichem Empfinden anderer Völker unbeschreiblich perfiden Führungskaste.

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    14. Mag sein, "Rudolf", dass Sie kein deutscher, sondern ein Post- Mussolini- Faschist sind. Ein Forum werden Sie hier nicht bekommen, und ich behalte mir vor, Ihre Kommentare, auch wenn sie anonym daher kommen, zu löschen. Es ist aber schon bezeichnend, dass Ihre These von der "perfiden Führungskaste" sich ja tatsächlich Eins zu Eins im Artikel von Die Drei wieder findet.

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    15. Sie kommentieren hier um ihr Deutsch nicht verrosten zu lassen? Das gelingt Ihnen gut, aber Ihr Pathos kam mir immer nicht deutsch genug vor eher so wenn ich mal instinktivhaft das ausdrücken darf so eher ein italienischer Operettenpathos. Grüssen Sie mir die Berge und das Südtirol.

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    16. Lieber Rudolfo!
      Unsere Führungskaste wirkt perfide, weil sie eine perfide Situation vor dem Hintergrund eines perfiden Erbes in einer perfiden Weltlage zu repräsentieren hat. Sie ist in Gegebenheiten und Verpflichtungen eingezwängt und muss ihr Handeln so kommunizieren, dass es auch bei Vertretern des supranasalen Defizites noch Möglichkeiten zur Verständigung gibt.

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    17. Lieber Herr Eggert und MitleserInnen,

      die mir nun gerade zugewiesene Rolle des "Post-Mussolini-Faschisten" bringt mich nun wieder mal zum Schmunzeln...

      Tatsache ist, dass ich mit keiner Spielart des Faschismus etwas am Hut habe und mir diese Rolle nur aufgrund eines Mechanismus, den ich des öfteren hier bereits zu beschreiben versuchte, zugewiesen wird. Eines Mechanismus, der ausgeprägt im deutschsprachigen Raum und ansatzweise im angelsächsischen vorhanden ist, in anderen Sprach- und Kulturräumen aber so gut wie inexistent ist, und dort vielfach sogar Verwunderung über diese Eigenart der Deutschen hervorruft.

      Ich habe es öfters schon erwähnt, dass ich in frühen Jahren einigermaßen links orientiert war, heute aber zum Libertarismus tendiere. Mag sein, dass er auch nur eine Art Utopie ist, jedenfalls lehne ich jede autoritäre Herrschaftsform ab, egal ob linker oder rechter Coleur.
      Der Faschismus ist eine nun mal eine autoritäre Herrschaftsform, während wirkliche Vorbedingungen für die menschliche Selbstverwirklichung größtmögliche Vertragsfreiheit zwischen frei interagierenden Individuen und Gruppen solcher Individuen bedeutet.

      Wenn Sie schreiben, dass es bezeichnend ist, dass sich gewisse Ansichten des Herrn Eisenhut mit denen von mir decken und damit unterschwellig andeuten, dass ich deswegen ebenso wie Eisenhut Faschist sei, dann ist das aus vielerlei Gründen inkorrekt.

      Selbst wenn es erwiesen wäre, dass Eisenhut ein Faschist ist, was ich persönlich stark bezweifle und wo es zumindest legitim sein dürfte das anzuzweifeln, kann es doch nicht sein, dass wenn jemand gewisse Meinungen mit ihm teilt, er dann deswegen automatisch auch Faschist ist.

      Könnte nicht aufgrund derselben absurden "Logik" jemand der für den Vegetarismus eintritt oder für die Rechte von Hunden auch als Faschist bezeichnet werden, nur weil Hitler Vegetarier und Hundeliebhaber war???

      Wenn Menschen eine Meinung mit einem bösen Menschen teilen, sind sie doch deswegen nicht auch gleich böse.
      Warum sollte es also a priori "böse" sein, die eingeschränkte Unabhängigkeit deutscher Politik auf internationaler Ebene in den Raum zu stellen? Nur weil das auch Faschisten meinen?

      Ich denke, dass der Überschrift dieses threads zumindest ein Fragezeichen hintangestellt hätte werden müssen. Denn nur so hätte sich eine ergebnisoffene Diskussion entwickeln können, ob "Die Drei" wirklich ein "rechtspopulistisches Hetzblatt" ist.

      Ohne Fragezeichen ist und bleibt es eine Feststellung, eine berechtigte These zwar, das ist klar, gefolgt - wie ich meine - von sehr spärlichen Argumenten zur Untermauerung dieser These.

      Darf man sich denn nicht fragen, was das für einen Sinn haben sollte, solche Thesen als erwiesene "Wahrheiten" zu bringen, und jeden der ev. vom mainstram, Ihrer eigenen Meinung abweichende Ansichten auch nur in den Raum stellt, oder solche des Herrn Eisenhut teilt, gleich als ausgemachten Faschisten zu bezeichnen?

      Ist das wirklich der Sinn des Ganzen?

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    18. http://www.zeit.de/2016/35/fluechtlinge-como-norditalien-grenzen

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    19. "Eines Mechanismus, der ausgeprägt im deutschsprachigen Raum und ansatzweise im angelsächsischen vorhanden ist, in anderen Sprach- und Kulturräumen aber so gut wie inexistent ist, und dort vielfach sogar Verwunderung über diese Eigenart der Deutschen hervorruft."
      Dieser Mechanismus ist vielleicht verständlich, wenn man sich die deutsche Geschichte genau anschaut oder waren da nur grüne Männchen zwischen 33 -45 die alle wieder zurück auf ihren Planeten flogen? Nein in Flugscheiben kommen sie wieder und Dolchstosslegenden mit antisemitischem, rassistischen und nationalistischen Unterton sind in der VT Szene allgegenwärtig. Daniel Goldhagen https://youtu.be/S0HhST5qqIU ( nehemen Sie sich 28 Minuten Zeit für diesen Link) beschreibt hier lieber Rudolf wie Verschwörungstheorien heute global zirkulieren und dies macht vielen Menschen, die ethnischen, religiösen Minderheiten und auch Homosexuellen, Lesben und Menschen, die im Ausland leben Angst, über die man Legenden und Halbwahrheiten verbreitet
      Von daher lieber Anonymer, bin ich sehr froh, dass dieser Mechanismus funktioniert und hier von Herrn Eggert auch praktiziert wird. Er bezeichnet sie als Mussolini Faschist andere wie Frau Dautner ( wer auch immer dahinter steckt) wendet sich an Herrn Eggert "wie Sie die genannten linksextremen Personen noch links zu überholen trachten." Hängen SIe sich nicht an " Links und Rechts" auf Rudolf. Ich möchte Sie und Ihre Freunde nur um eines bitten, dass Sie die Sorgen und Ängste wie es hier einige KommentatorInnen der "sogenannten Linksextremen" äussern in Bezug auf den Artikel von Herrn Eisenhut. Alles den Geheimbünden des Westens in die Schuhe zu schieben erinnert mich an all die Faschisten ( ohne dass sie es wissen in meiner Familie und Bekanntenkreis), die bei der Finanzkrise gleich die Schuldigen ausgemacht haben, Goldmann Sachs oder bei Herrn Ganser, der mit seinen Fragen zum Umfallen des dritten Turms zu Larry Silverstein und dessen Herkunft hinweist, so geschickt, dass wenn Menschen sich darüber aufregen und auf den latenten Antisemitismus hinweisen, sagen kann, weil er nirgends eine derartige Aussage gemacht hat sich zum Opfer macht, dass er als Antisemit beleidigt wird. Er hat aber keine Problem bei der AZK sein Geld zu verdienen, was nur so strotzt von einem Antisemitismus, dass einem schlecht wird. Wenn solche Leute bei den Anthroposophen auftauchen und nun ein "Geschichtspunsch" den anthroposophischen Lesern aufgetischt wird so im Sinne " Mut zu freiem Geistesleben". Ganser hat sich auf einem Vortrag mit den Geschwister Scholl verglichen, die auch verfolgt wurden, weil sie gegen den Krieg in Russland waren und er auch verfolgt wird. Lieber Rudolf da wird mir nur schlecht und kann es nicht fassen, dass sich das Goetheanum für solche Leute begeistert, die für mich stramme fröhliche libertäre Faschisten sind mit der ganzen Erzengel Hierarchie der Anthroposophie im Hintergrund jetzt. Der Mechanismus von dem Sie sprechen lieber Rudolf scheint bei anthroposophischen Einrichtungen, Medien und Zeitschriften völlig ausser Betrieb gesetzt worden zu sein. Nix Bewusstseinseele , nur "afrikanische Gemütsseele" die den weissen Mann als Erlöser und Beherrscher des Elektrick sehen. Lieber Rudolf Frau Dautner schauen Sie mal auf Ihren Mechanismus auf bestimmte Gefühle und Reaktionen von Menschen, die sich durch solche Ausführungen von Eisenhut oder Ganser beleidigt fühlen, ja sogar bedroht.
      In dem Sinne Rudolf hoffe ich dass unsere Streitereien hier bei den Egoisten Früchte tragen.

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    20. Lieber Finkelsteen,

      danke für den auf mich bezogenen Beitrag.
      Ich wünsche mir genauso, dass jegliche Diskussion positive Früchte bringen möge.
      Und ich verstehe auch die Ängste vieler Leser und Anthroposophen vor der Vereinnahmung durch Rechte. Angst hat immer negative Auswirkungen.
      Wir dürfen aber niemals das Kind mit dem Bade ausschütten, wäre schade drum. Das da wäre Meinungsvielfalt aufgrund der sicherlich berechtigten Ängste gefährden und Menschen, die mit den Rechten absolut nichts am Hut haben, als solche bezeichnen.

      Zur Veranschaulichung des "Mechanismus" den ich meinte, kann ich nur sagen, dass es genauso wie es wichtig ist, wirklich "rechtem Gedankengut" und "wirklichen Rechten" in anthroposophischen Medien und auch sonstwo Einhalt zu gebieten, man nicht jedwede Opposition und abweichende Meinung stereotyp als "rechts" bezeichnen sollte. Vielleicht uns auch gegen allzu "erweiterte" Definitionen der Begriffe "rechts" , "rechtspopulistisch", "Faschist" usw. doch ein bisschen schützen. Das wäre ein großer Fehler, wenn wir es nicht täten.
      Zum einen würde das polarisieren, zum anderen wirkliche Meinungs- und Standpunktvielfalt gefährden. Außerdem wäre es zu viel der Ehre für die wirklichen Rechten, wenn sie als einzige Opposition dastünden, weil jede noch so geringfügig abweichende Meinung ihrem Dunstkreis zugeordnet würde. Dadurch würden sie im Grunde wichtiger und auch gefährlicher erscheinen, als sie es wirklich sind. Und,der Kreis schließt sich, wiederum mehr Ängste hervorrufen.

      Ich habe immer die ganzen abartigen rechten VT als das bezeichnet, was sie sind, nämlich purer Schwachsinn. Ich nehme es nur nicht hin, als "Rechter" bezeichnet zu werden, nur weil ich gegen die Instrumentalisierung der deutschen Geschichte zum Zwecke einer nicht enden wollenden Bevormundung der Deutschen in 4. bis 5. Generation nach den Gräueln des Nationalsozialismus bin.
      Müssen die Russen das hinnehmen? Wo sich doch Historiker einig sind, dass Stalin (mindestens!) gleichviel unschuldige Menschen umbringen ließ, als es Opfer des Nationalsozialismus gab?
      Verstehen wir doch auch die Ängste vieler Zeitgenossen, die mit "rechts" absolut nichts zu tun haben, aber unter diesem heute im Verhältnis zu anderen Nationen "Andersdastehen" der Deutschen leiden und dies als nicht mehr gerechtfertigt und überholt ansehen.
      Die Verbrechen der Nazis und auch jene Stalins stehen als geistige Mahnmale in der Welt, solche Systeme nie wieder aufkommen zu lassen, aber eben unabhängig vom Volk. Es gibt keine Sippenhaft, schon gar nicht über Generationen, es gibt nur Täter und kein "Tätervolk".
      Immer wieder wird heute das Ende der Nationen apostrophiert, aber genau hier lassen wir den geistigen Makel des Verbrechens einer zahlenmäßig geringen Täterschar, so verbrecherisch sie auch war, für immer und ewig an der "Nation der Deutschen" kleben? Ist das nicht auch ein Widerspruch?

      Und zum Schluss: Es kann keine "libertären Faschisten" geben, genauso wie es keine "libertären Kommunisten" geben kann. Denn es sind - trotz Teilmengen bei einzelnen Auffassungen - reine Gegensätze. Es wäre ein Widerspruch in sich, genauso wie ein "kommunistischer Faschist".



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    21. Ja das ist schwer zu kapieren, dass wir von einer ehemaligen europäischen Kolonie jetzt hier und da "bevormundet" werden, die als die Berliner hungerten Care Pakete bombten.Und dann sprechen die auch noch so ein uneuropäisches Englisch (sieht man gleich das von Steiner herausgearbeitete angels$ächsische Instinkthafte).
      Vielleicht hat meine Oma doch recht, dass die Russen bald kommen und wir eine russische Kolonie werden. Die Kompottgläser die für diesen Angriff bei uns zu Dutzenden im Keller standen, habe ich weggeworfen. Das müssen die Russen hinnehmen, dass sie die kompottgläser (Zwetschgen) in meiner Oma ihrem Keller nicht finden werden. "libertäre Faschisten" meinte ich Faschisten, die sich als Libertär ausgeben, ich nehme Sie aus dieser Wertung raus. Aber ich bin ein Nutzniesser dieser Bevormundung auch im Lebensmittelbereich, der erste Colarausch die ersten Kaugummis mal etwas "rassigere Musik", Camelzigaretten, Bukowski unter der Schulbank lesen.....
      Da sind wir dann einfach zwei verschieden gestrickte deutschsprechende digitale Wesen, die sich hier in Eggerts Karmapool getroffen haben und das weiss ich zu schätzen. Inshallah!
      Noch eine Frage wenn Sie mir erlauben, wenn Sie jetzt mal vom Bildschirm wegschauen und durch Ihr Fenster schauen. Sehen Sie dann die Dolomiten?

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    22. Ja ich sehe sie, klar und deutlich, auch wenns Stephan sicher wieder nicht glauben wird...;-)

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    23. Wusst ich`s doch. Muss gestern abend fantastisch gewesen sein der Aufgang des Vollmondes über den Dolomiten.

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    24. Lieber Stephan,

      In einer freien Welt kann sich jeder aussuchen was ihm beliebt und es ist natürlich auch legitim seine eigene Kultur zugunsten einer anderen zu verachten und dem Spott preiszugeben. Da ist nichts dagegen einzuwenden.

      Mir persönlich ist aber Schweinshaxe und Bier allemal lieber als Burger und Cola.

      Schönen Sonntag noch!

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    25. Lieber Rudolfo,
      die Schweinshaxen existieren in diesem Clip ausschließlich im Kopfkino der Engländer und Cola und Bürger existieren ausschließlich in Ihrem Kopfkino...
      Es ging mir nicht um Kuckucksuhren oder Sauerkraut, sondern ausschließlich um Kopfkino.
      Schönes sonntägliches Dolomiten-Kopfkino noch..,

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  16. Lieber Deutschlandversteher Rudolfo!
    Sie können einfach nicht den Gedanken denken, dass man nicht alles was formal korrekt ist als der Situation angemessen (ver)werten kann - diese Widersprüchlichkeit 'juckt' Sie (wie Sie selbst sagen) aber wirklich begreifen können Sie den Zusammenhang nicht, Sie kommen mit Ihrem Denken einfach nicht über ein 'Jucken' hinaus.
    Ihr Gehirn kann zwar Deutsche Sätze produzieren, für die deutsche Situation ist Ihnen das Verständnis allerdings verschlossen.
    Deutschland kann es sich einfach nicht (immer) erlauben eindeutige Positionen zu zementieren, wenn es als Land zwischen den Polaritäten nicht wieder mit einem Stacheldraht mittendurch versehen oder aber ganz zerrieben werden möchte. Das hat nichts mit Opportunismus zu tun, sonder ist der Mittellage geschuldet...

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    1. Die Deutschlandfrage aus Sicht von Sri Aurobindo:

      http://www.aurobindo.de/Aurobindo/deutschland.html

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    2. Lieber Stephan,

      natürlich ist es verständlich, wenn Deutschland allen möglichen Zwängen nachgibt, denen es im internationalen Kontext ausgeliefert ist, das müssen viele andere Staaten auch.
      Auch wenn es in diesen Fällen womöglich mehr aufgrund reiner wirtschaftlicher Schwäche als aufgrund geistig-ideologischer Hintergründe geschieht, wenn wir es mal so nennen dürfen.

      Die Frage ist nur, ob nicht irgendwann mal diesen historisch oder sonstwie bedingten Nachwirkungen entgegengewirkt werden könnte und sollte.

      Im Klartext: Ob das Ausüben dieser "Zwänge" seitens derjenigen Mächte die "Deutschland zerreiben wollen" (deine Worte) heute noch gerechtfertigt ist, und ob dieses Nicht-Infragestellen der ideologischen und geistigen Hintergründe, welche diese Unterwürfigkeit zementieren, anders kann man es kaum nennen, die richtige Vorgangsweise ist.
      So nach dem Motto: Auf immer und ewig, einmal Sklave, immer Sklave....???

      Klar, Opportunismus ist das keiner, da stimme ich überein.

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    3. Was für ein blödsinniger Link:
      "Die große entscheidende Kraft lag in dem Beispiel und der Aggression Deutschlands; Beispiel, weil keine andere Nation so selbstbewusst, so methodisch, so intelligent und vom oberflächlichen Standpunkt aus gesehen so erfolgreich versucht hat, die Kraft seines eigenen Wesens zu finden, zu dynamisieren, zum Besten zu nutzen und sich selbst zu leben; Aggression, weil die eigentliche Natur des Angriffs sowie die ausgegebenen Parolen dazu geführt haben, in den Überfallenen ein defensives Selbstbewusstsein zu erzeugen; gleichzeitig hat es sie gezwungen zu erkennen, was die Quelle dieser ungeheuren Stärke war und ebenfalls zu erkennen, dass sie selbst bewusst eine entsprechende Stärke in denselben tieferen Quellen suchen müssen." Was soll das?

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    4. Ja, echter Schwachsinn!

      Nur zur Sicherheit: Der die links hineinstellende "anonym" bin nicht ich, der Schreiber der zwei heutigen längeren Beiträge!

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    5. Der Mechanismus funktioniert, da bin ich aber froh.

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    6. Lieber deutschlandverstehender Rudolfo!
      Dir hat es einfach nur den Verstand zerrieben unfassbar juckt jetzt eben...
      Ich habe gesagt, dass Deutschland durch Situation e Gegebenheiten zerrieben werden kann aber mit keinem Ton, dass es jemanden gibt, der das bewusst möchte (was Du als meine Worte bezeichnest).
      Wir befinden uns hier nicht in einem Egoshooter-Spiel, sondern in einem globalen, dynamischen Kräftewirken.
      Ich vermute, dass Du an der Fußgängerampel immer brav auf das grüne Männchen wartest, damit Dich all die Autofahrer die Dich überfahren wollen, nicht überfahren können.
      Solches Denken nennt man Verschwörungstheorie oder wahlweise Verfolgungswahn...

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    7. Blicken wir mal gelassen über das Persönliche hinweg.

      Wenn es also niemand bewusst will, wer sollte denn sonst Deutschland, dem nicht alles erlaubt ist, wieder zerreiben oder einen Stacheldraht mitten hindurchziehen?

      Etwa Deutschland selbst?

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    8. Deutschland - aktuell

      http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/christianortner/5071059/Wenn-guter-Wille-und-geltendes-Recht-kollidieren

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    9. Lieber Rudolf,
      Ich glaube nicht, dass Sie beim Blick aus dem Fenster die Dolomiten sehen, sonder dass Sie seit Jahren nur auf die Wand des Nachbarhauses starren.
      Das ist genau der Wahn von Verschwörungstheorien zu glauben, die Weltgeschichte bestünde aus einem Gutewicht, 1-3 Bösewichten und einer ansonsten vollkommen inerten Masse.
      Der Bösewicht überlegt sich dabei ununterbrochen, wo er sich denn wieder etwas einverleiben könnte und zwar genau so wie der Rudolf sich überlegt, ob er sich eine Pizza zum Kommentieren bestellen soll...
      //
      Ich bin mir übrigens ziemlich sicher, dass Sie Ihre Deutschkenntnisse in anthroposophisch gefärbter Umgebung erworben haben - nirgends sonst wird das an den Instinkt appellierende Suggestivwort 'allzu' derart penetrant oft eingesetzt wie Sie es tun.
      Denken Sie doch einfach mal dynamisch und nicht allzu weltbaukastenorientiert.

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    10. Lieber Linkversender,
      bevor Sie weitere interessante Links verschicken beantworten Sie mir eine Frage:
      Wenn Ihr Meerschweinchen stirbt bringen Sie es zur örtlichen Kadaverstelle oder vergraben Sie es würdevoll in einem Wald?

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