Donald Trumps Chakra- Problem

Deepak Chopra ist einer dieser kalifornischen Yoga- und Meditationslehrer, die telegen, intelligent, modern und aufgeklärt daher kommen, sehr fern von indischem Walliwalla, von mystischen Versprechungen oder als Vertreter einer autoritären Guru- Renaissance wie neuerdings wieder Andrew Cohen. Stattdessen verspricht Chopra, abgeleitet aus klassischen Atem- und Meditationstechniken, ehr die zunächst weltlichen Dinge: Ruhe, Ausgeglichenheit, Frieden, „Schönheit von innen“. Dass Meditation auch „auf die Welt“ wirkt, begründet er damit, dass eine gemeinsame Seinsebene Natur und Mensch durchdringe - auch wenn seine Vorstellungen dahingehend vielleicht - für den praktizierenden Steiner- Schüler - etwas vage bleiben mögen, geht er doch über die Egozentrik der üblichen Lehrer dieser Art hinaus; auch über das gängige Ego- Super-Ich- Konzept.
Das primitive, dem Konzept nach ur- katholische Prinzip der New- Ager „Überwinde dein Ego, und ich verspreche dir die Erleuchtung“ bleibt ja meist ein spirituelles Versprechen, das den Schüler (wie der Esel, dem eine Möhre vor der Schnauze baumelt) nur abhängig macht von den Weisungen und geheimen Wünschen des Gurus. Freilich, es bleibt bei Chopra eine Verbindung zwischen Mensch, Natur und Kosmos, die er nicht aus irgendwie „höherer Erkenntnis“ schöpft, sondern auf die Quantenphysik bezieht, also auf heute gängige, letztlich mathematische Vorstellungen einer subatomaren gegenseitigen Durchdringung: „Quantum physicists have shown that a unified field of intelligence gives rise to everything in the universe, including our body, the stars, the galaxies, subatomic particles, and all else. The cosmos is the extended body we all share, and our every thought and intention ripples out into the universal consciousness and has an effect.

When we meditate, we quiet our mind and slip into the silence that’s the source of all happiness. There we discover increasing levels of bliss, inspiration, and love. Our experience of these powerful states creates vibrations that help heal the planet. As a famous Vedic verse states, “It is our duty to the rest of humanity to be perfectly healthy, because we are ripples in the ocean of consciousness, and when we are sick, even a little, we disrupt cosmic harmony.” Through meditation, we expand our awareness of the blissful nature of divine intelligence and contribute to greater peace and love in our world.“ Quelle auf Chopra Website.

Angenehm allerdings, dass dieser praktische Lehrer Eloquenz und Humor besitzt. Auch das unterscheidet ihn von den glubschäugigen Heilsversprechern. Hier lässt er sich über die genitalen Chakra- Probleme des Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, dessen Egozentrik Chopra immer wieder beschäftigt:


Kommentare

  1. Interessant, danke für den Tipp. Chopra ist, glaube ich, einigermaßen bekannt, ich habe (trotz meiner Guru-Offenheit) noch nichts von ihm gelesen.

    Schön, wenn diese Lehrer auch mal den Mut haben, transzendente- oder Lebenshilfe-Gebiete zu verlassen und sich zur Politik äußern.

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  2. Zitat: „Dass Meditation auch „auf die Welt“ wirkt, begründet er damit, dass eine gemeinsame Seinsebene Natur und Mensch durchdringe“

    Dazu: Meditieren, wie jedes andere Geschehen, geschieht „im“ Weltganzen. Gerade von daher gesehen könnte es einem jeden jeweilig unmittelbar einleuchten, das sich in einem jeden Geschehen zugleich das Ganze des Weltgeschehen auswirkt. Ein „auch“ auf die Welt wirken entpuppt sich so als die eine Weltwirklichkeit.

    Das Ganze des Weltgeschehens ist der Eigner. Dessen Eigenart ist es, seine Eigenschaften aus sich selbst zu erschaffen. So, in Selbsterschaffung tätig, lebt der Eigner seine Eigenart dar, die Einheit der verschiedenartigen Eigenschaften seiner Welt sein zu wollen. Also auch die Einheit derjenigen Vorgänge, die durch einzelne Menschen, dem Anscheine nach, als deren Eigenwille in Erscheinung treten.

    Der Eigenwille ist hier von daher gesehen ins Spiel eingebracht, da zunehmend die Frage auftritt, wie man ihm Einhalt gebieten kann. Einhalt in denjenigen Vorgängen, die dem Anscheine nach, der stetigen wie notwendigen Neuordnung des Weltgeschehens, also dessen Einheitsordnung, zu widerstreben scheinen.

    Mithin: Des Eigners Wille ist stets dessen Eigenwille. Kraft dessen lebt der Eigner seine Fähigkeit, die Einheitsordnung seiner Welt wie zugleich deren Widerspruch sein zu können, dar. Die Eigenart des Eigners, die Einheitsordnung des Weltganzen „im Auge“, umfasst also auch die Fähigkeit, gegen und so zugleich für sich selbst, Widerspruch erheben zu können.

    Wer diesen Text ließt, der lebt. Der Eigner der Welt ist also das Wesen Leben. Das Lebewesen selbst ist ein eigenwilliger Bewegungsvorgang. Derjenige, der seinen Lebenswillen dabei tätigt, indem er die Einheit seines Eigenwillens dadurch aufrecht erhält, indem er selbige in Verschiedenartigkeit erzeugt. Und, weiterhin diese Erzeugnisse so einander anzugleichen sucht, das ein jedes sich als ein Wesen des gleichen Rechtes empfinden kann. Welches? Das allgemeine Menschenrecht.

    Also dasjenige Recht des Menschen, auf das hin der Mensch sein Tun und Lassen ausrichtet. Wer ist dieser Mensch und welches Recht ist das seinige? Das erfragte Recht ist das Recht auf Widerspruch und der erfragte Mensch ist jeweils derjenige, der einem Widerspruch statt gibt.

    Wer das tut, der stellt, für den anderen Menschen des Ganzen, in sich die Stätte zu dessen freier Verfügung, in der Widerspruch Gehör findet.

    Erhört wird ein Widerspruch Kraft einer gewissen Stille. Eben Kraft eines gewissenhaften Stillstandes im Eigenwillens desjenigen, der, so in Grabesstille, einer Widerspruchsstätte Raum gibt.

    Diese eigenwillig erzeugte Stille ist diejenige ewige Todesruhe, die, Kraft ihrer Eigenart der selbstbewegte Widerspruch sein zu wollen, zugleich das Recht des ewigen Lebens ist, Widerspruch erheben zu können.

    ~ B.

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  3. DC: “When we meditate, we quiet our mind and slip into the silence that's the source of all happiness. There we discover Increasing levels of bliss, inspiration, and love."

    There is no substance to this statement it is a measurement of the mind only reflecting a void . “He comes back, and they are asleep; they could not maintain their state of wakeful consciousness.” Life is filled with meanifull occurrences, personal and individual meanifull occurrences. The senses were created for life and life is filled with the senses in wakeful consciousness. Beyond the politics of the day life lives in an instance where time becomes space and the latter is the present and the present is the latter talking through the senses in a meanifull occurrence pertaining only to the individual who asked and looked and waited for an answer while living life. CL

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