Dem Leben verpflichtet- Erinnerungen und Zeichnungen Robert O. Fischs

Im Info3- Verlag und in Kooperation mit dem Karl König Institut ist vor Weihnachten ein kleiner, schöner Band mit Texten und Bildern Robert O. Fischs erschienen- „Licht vom Gelben Stern. Funken der Menschlichkeit in der Zeit des Holocaust“, der ein Zeichen setzen möchte, dass die „Leuchtkraft der Handlungen aus Menschenliebe“ letztlich stärker sind als „alle Schrecken der Brutalitäten“.

Robert Fisch, heute 91 Jahre alt und ein sehr erfolgreicher und engagierter amerikanischer Arzt, hat als 19- Jähriger, kurz vor Ende des Krieges, als ungarischer Jude alle Schrecken des Faschismus, und nach dem Krieg bis zum Volksaufstand 1956 und seiner anschliessenden Flucht in die USA die Unterdrückung durch ein kommunistisches Regime kennen lernen müssen. Er nennt das lakonisch „Mein Leben war interessant.

Mit der Besetzung Ungarns durch die Deutschen 1944 begann die Deportation ungarischer Juden, die nur ein Bruchteil der 600000 Betroffenen überleben sollten, obwohl sich amerikanische Streitkräfte bereits anschickten, Sizilien einzunehmen und Europa zu befreien. Fisch wurde im Juni 1944 zur Zwangsarbeit für die Nazis verpflichtet, die u.a. in der Entfernung nicht explodierter Bomben bestand. 1945 begannen mehrere Todesmärsche und Transporte in Viehwaggons Richtung Österreich - zum Konzentrationslager Mauthausen und schließlich zum Todeslager Gunskirchen. Die kaum zu schildernden mörderischen Umstände beschreibt Fisch kühl, kurz, sachlich- und um so deutlicher für den Leser. Jeder kurzen Szene wird eine der fast abstrakten, aber warm wirkenden Zeichnungen Fischs gegenüber gestellt. Die Anekdoten des Schreckens und der erlebten Amoralität, die ihm widerfahren, werden dadurch aufgefangen, aber nie beschönigt. Und dennoch schleichen sich menschliche Fragmente in die Erfahrungen ein: Ein SS- Mann, der ein paar Schnitten verteilt, eine Bäuerin, die ihr Leben dafür opfert, an die verhungernden Gefangenen ein paar Äpfel zu verschenken. In Mauthausen angekommen - „Überall lagen Leichen und Skelette herum“- können auch Bomben, die mitten im Lager explodieren, kaum noch mehr Schrecken verbreiten. Aber das Leiden hat immer noch kein Ende. Als die russische Armee sich anschickt, Mauthausen zu befreien, werden die Gefangenen ins Todeslager Gunskirchen verlegt. Die junge Vorhut von US- Soldaten, die Fisch endlich fast tot erlöst, kann die Schreckensgeschichten kaum glauben. Das alles nur wegen Religion?

Besonders betroffen ist Fisch nach seiner Rückkehr nach Budapest über die Nachricht vom Tod seines Vaters, der, ebenfalls interniert, seine Essensration an andere Gefangene verteilt hatte: „Wenn ein Mensch dies einem anderen antun kann, dann gibt es für mich keinen Grund, zurück zu gehen.“  Aber auch Fisch geht nicht zurück, nicht in den Hass, nicht in die Rache und nicht in die Leere der Gefühle, die sein Leben in der Zeit des reinen Überlebenskampfs beherrscht hatte- auch wenn die Nächte ihm diese Schrecken ein Leben lang zurück brachten. Fischs innere Haltung wurde das Credo: „Am Leben geblieben zu sein ist kein Privileg, sondern eine außerordentliche Verpflichtung.“ Sein Leben lang hat ihn die Frage der inneren Freiheit beschäftigt - die, die noch über äußere Befreiung hinaus geht, als „Aufblühen der Individualität“: "Eine freie Person muss denken können. Freiheit ist viel mehr als das Fehlen von Angst. Freiheit ist ein ständiger Kampf. Es ist ein schöpferischer Prozess, der neue Wege eröffnet.“

In diesem Sinne sind Robert Fischs Erinnerungen, Reflexionen und Bilder zu einem Buch geworden, das Mut und innere Standfestigkeit vermittelt- die Geschichte eines inneren Wachsens in Zeiten des absoluten Schreckens.

Kommentare

  1. Ja Michael

    "Eine freie Person muss denken können. Freiheit ist viel mehr als das Fehlen von Angst. Freiheit ist ein ständiger Kampf. Es ist ein schöpferischer Prozess, der neue Wege eröffnet.“

    Freiheit ist auch einen Umgang mit sich selber zu finden, der Barmherzigkeit sich selber gegenüber zulässt. Denn nur von einer derartigen Grundlage her öffnen sich mir die Augen für die vielen anderen Menschen, ihre „kleinen“ grossartigen Leistungen, wie auch ein Herzensverständnis für das, was mir allzu oft vielleicht wie eine Fehlleistung erscheinen mag, was im Grunde aber nicht selten nur auf meine Unfähigkeit zur Barmherzigkeit für andere Menschen verweist, weil ich die Barmherzigkeit mir selber gegenüber noch nicht einzuüben bereit war.
    Sich aus der selbstgewählten Diaspora heraus bewegen, auch das zeugt von Freiheitsfähigkeit. Andere Menschen nicht in eine Ecke stellen ohne selber vorauseilend bemerkt zu haben, welch begrenzte Weltsicht ich dabei einnehme, wie wenig Freiheitsatem ich noch zu schenken bereit bin. Dieser stille Freiheitsatem bewirkt mittel- bis längerfristig gesehen sehr viel mehr als so mancher sozialer Aktivismus. Er verwandelt vor allem leise den Egoismus in mir, sprengt meine Ketten und setzt über einen Funkenschlag im Ätherischen an einem vielleicht von mir entfernten Ort ein Freiheitswirken in grösster Not in Gang. Bei einem Rettungseinsatz des Roten Kreuzes in Syrien.
    Wir tragen mit allen unseren Taten eine weit grössere Verantwortung für das was in der Welt geschieht, bzw. möglich werden könnte, wenn wir immer wieder einmal nur ein klein wenig achtsamer wären, als uns allermeist in den Sinn kommt. Solche kleinen Freiheitstaten sind die eigentlichen Grosstaten in einer Welt, in der so viel Zerstörung wütet. Das lerne ich für mich beinahe jeden Tag an irgendeiner Ecke meines Tuns neu. Und im Augenaufschlag des Erkennens atmet sich Freiheitsgeist in die Welt hinaus.
    Zwei Adventslichter brennen schon … und erinnern uns an diese Art zu atmen.

    Bernhard Albrecht

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    1. Mit der anthroposophischen "Barmherzigkeit" und dem "Herzensverständnis" ist es nach meinen langjährigen Erfahrungen in Institutionen allerdings meist nicht weit her. Das wird vor allem von Mitarbeitern eingefordert, damit die gar nicht auf die Idee kommen, ihre Überstunden und ihr Extra- Engagement einzufordern. Es ist quasi eine Doktrin, auf eigene Rechte zu verzichten. Die Führung dagegen fährt - im Extremfall- Porsche, vererbt den Status auf die leiblichen Kinder, hat ein weitläufiges eigenes Arbeitszimmer, einen eigenen Gehaltsstatus, eigene dienstliche, aber privat bewohnte Häuser, und natürlich die Beziehungen nach Stuttgart. Ich habe das jahrzehntelang beobachtet und es vermieden, in einem derartig bigotten System selbst zu arbeiten. Ob es heute immer noch so ist, weiß ich nicht. Ich bezweifle aber sehr ernsthaft, ob aus sentimentalem Pseudo- Altruismus jemals "Freiheitsfähigkeit" entstehen kann.

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    2. Ja, und dann schwärmen dann manche von Ganser und Ken Jebsen, und Popp, weil sie denken, daß sich hier Potential für "eine Dreigliederung" organisch vorbereiten möchte, was "die Politik geheimer Logen" und die "Marionettenregierung" in Berlin und Bonn "natürlich klug verhindern" möchte. Ein Freund von mir lebt in Nürnberg und sagte mir, daß dort ein rein anthroposophisches Viertel existiere, so, wie Du, Michael, es hier andeutest. Dort gäbe es alles: Den Anthrofriseur, verschiedene Naturkostläden mit den typischen Aquarellfarben, mehrere Auto vor den feinen Häusern. Manche Hausfrauen kriegen ihre Demeter- und Vanadis-Waren mit der Post oder vom Lieferservice, müssen nicht mal mehr das naturfarbengestrichene, parlettböderne Haus verlassen. Anthroärzte um die Ecke, Eurythmiestudio und Fußpflege und rhytmische Massage-Praxen. Ein Paradies ganz Anthro. "Woher aber, f t hell, nehmen die das Geld?" fragte sich mein Freund. Er ginge dort zuweilen demetrisch einkaufen, aber er fühle sich dort immer unwohl...
      mischa

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    3. Mischa, das mit Nürnberg gehört noch zu den tieferen Geheimnissen der Initiationswissenschaft, die heute noch nicht ausgeplaudert werden dürfen.
      In Nürnberg bereitet sich der anthroposophische Kontinent der nächsten planetarischen Verkörperung vor.
      Der Nürnberger ist dabei bis in die Leibesbildung des Kehlkopfes hinein zum Wurzelrassenkeim vorherbestimmt - das deutet sich heute schon in Einzelheiten an, etwa dass er das sprachgestalterische 'R' in der von Steiner angedachten Weise nahezu perfekt ausrollen kann: Nürrrrrrrrrrrnberg

      b.birkholz

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    4. Nürnberg ist eben auch: Kaspar Hauser, ein Badischer Erbprinz für den damaligen Rechtsgelehrter Feuerbach und für alte, müde, unsichere, ketzerische Anthroposophen.

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    5. Anthroposophistizistisches Ausruh-Inkarnations-Paradies, bis man dann in der nächsten Inkarnation wieder brotlos und ausbildungslos an eckenloser Kupfer-Pforte anklopft und sein "Grüßgott" spricht, und sich bescheidig verbeugt.
      mischa

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    6. Leider wird es in 2020 (also in vier Jahren), nach einer Studie des ehemaligen Sebrenica-Kommandant Ingo Piepers, wieder einen System-Krieg geben, so wie schon vier Mal in der Periode 1495-1939.

      https://global4cast.org/2016/11/30/patterns-in-war-dynamics-signalled-collapse-in-1939/

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    7. ..ich weiß nur aus persönlicher Erfahrung der Erfahrung Bekannter, daß Mitarbeiter - mancher - Institutionen, mal im Dauerpraktikanten-Status, sogar Hausväter - und - mütter ein enormes Problem mit Psychohygiene und einen Mangel an Erfahrung mit Freizeitgestaltung, final dann einen Mangel an gewachsener Erfahrung mit normalen zwischenmenschlichen Beziehungen hatten. Das ging soweit, daß sich mancher nach 12 Arbeitstagen am Vorabend des einen freien Tages einfach hinter gut verschlossener Tür sinnlos die Kanne gab. Adressen vom irgendwelchen Hippies in einer nahegelegenen Großstadt waren klammheimlich heiß begehrt, um einfach mal in einer Bar unbehelligt an einem Abend Saufen zu gehn, oder mal eine Diskothek, einen Kinobesuch zu erleben, und woanders aufzuwachen.
      Wöhrend ein Chef eines Campill sich von Praktikanten sein Pferd richten ließ, Hufe auskratzen, Stall ausmisten, strigeln, Mähne bürsten, satteln, damit der Chef um 10 Uhr den Gaul zu Reitmeditation eine Stunde für sich hatte, um im Grünen Nebenübung zumachen. Die Praktikanten wurden dann manchmal im Garten beim Meister noch angeschissen, wenn sie zu spät kamen, falls mit dem Pferd was war. Hat ja als Tier auch so seine Mucken. Soviel selbstverständliche Gutsherrenart kann grenzwertig 'rüberkommen. Auch litten sensiblere Naturen, gerade Jüngere extrem mangels Freizeit unter Beziehungslosigkeit, weil sie nur Autisten spazierenführten und bedienten. Da gibt es Bücher, oder es gab sie ...über diese Themen, die von Betroffenen auf Anraten eines Psychotherapeuten geschrieben wurden. Aufgehetzt vom Therapeuten? Würde ich nicht sagen, der hat nur ermutigt, es waren Erlebnisberichte.
      mischa

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    8. Ja, genau. Und in den ganz schlimmen Fällen ging es Umleitung von Geldern in intransparenten Verhältnissen, oder sogar um systematischen und über viele Jahre betriebenen Betrug und Unterschlagung. Das sind gewiss Einzelfälle, kann aber besonders gut gedeihen in diesen spezifischen Verhältnissen mit der Idealismus - Sauce und dem unberührbaren Nimbus.

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    9. Ich staune darüber, was Du nicht siehst.
      Eine gute Nacht Dir,

      Bernhard Albrecht

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    10. Die Kunst des Leierkastenspiel ist etwas, die Du dem Augenschein nach nicht beherrschst. Dazu gehört nämlich
      Halt - ung.

      Bernhard Albrecht

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    11. Nein, die edlen Schriftgelehrten mit ihrem Hang zur Ketzerverbrennung waren noch nie mein Ding.

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    12. Als ich die im Rahmen der Organisationsform "Camphill" solchige Unlösbarkeiten mit meinem Hausvater besprach, - und es war für mich ein Bruch mit der Devotion und Achtung, die ich gegenüber diesen Dingen hatte -, und nicht nur für mich, denn der Raum schlug jetzt Wellen, als würde eine Lichtmauer durchbrochen, unsere Leiber produzierten auf einmal andere Hormone, sagte er zu mir: "Don't give up, man! We are building the House of Tomorrow!" - "No, I don't want to believe that all time! I need much more Inspirations! There must be something better behind this wall of this picture about our building houses in an other invisible world of tomorrow! I have too often been told to wait, for following years, next life, tommorows.. by nearly everybody, parents, church, teachers. I want the future now! It is my life. It is also your life. It starts now, never tomorrow!" Eselskarotten. Es ging darum, daß ich um meine Entwicklung besorgt war. Würde ich weiterhin klassisch anthroposophische Arbeitsverhältnisse aufsuchen.

      Ich war nur einige Monate in einem richtigen Camphill. In anderen Institutionen gab es regelmäßige und geordnete freie Tage. Mein Hausvater kam aus der Filmbranche. Seine Frau aus der Modebranche. Beide wollten, aus welchen Gründen auch immer, ein neues Leben da beginnen. Mit Anthroposophie. Machten Kurse mit. Ausbildung. Jetzt: Machten einen Film, ohne Worte, pathetisch, aber auch poetisch über den Alltag von Campill. Der Film spiegelte eher ihre Hoffnung auf ein urwüchsigeres Leben. Ein Gemälde. Ohne Text. Aber nun war es so, ich habe das damals erst begonnen, zu verstehen, und mühsam für mich zu artikulieren, daß die beiden einen Hochschulabschluß hatten. Einen zwar etablierten Stellenwert, daher Intellektuelle. Dann noch das Geschenk des viel zu gelungenen schönen Films. Irgendwie sollten sie sich jetzt erstmal bewähren.

      Dazu wurde ein Experiment "erfunden". Weil Steiner ja gesagt hat, daß die Unarten sich im sozialen Miteinander abschleifen sollen, nahm man aus allen Häusergruppen des Dorfes die Härtefälle. Die schwierigsten, lautesten, aggressivsten der Betreuten heraus, und tat diese in eine Gruppe zusammen. Diese "durften" dann die beiden, der Mann aus der Filmbranche, die Frau aus der Modebranche, betreuen. Eine neue Gruppe wurde organisiert und eingerichtet. Die Gruppe der Härtefälle. Darum erhielt ich nämlich den Job, sie suchten dringend Hilfe. Aus weiter Ferne kam ich herbei! ;-)

      mischa

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    13. fortsetzung
      Wer keine klassischen Anthroposophen kennt, der kann sich das nicht richtig zu Gemüte bringen, vermute ich. Es gibt diesen freundlichen, immer alles... verzeihenden (da wird es schon gefährlich :-) ) .. Typus Homo Anthroposophicus, mit dem man über alles reden kann, wenn es nicht die wortlos gesetzte stur in den Raum gestellte Wand durchbricht. Man darf z.B. über die Ungerechtigkeiten des Kolonialismus sprechen. Wenn man aber erwähnt, daß man der Ansicht sei, daß es - eigentlich - gar keine "Rassen" gäbe, bricht Stille aus, die in einem verdammt unverschämten Themenwechsel gipfelt. Es wird immer mit Zaunpfählen gewunken. Es werden einem stets nur Bälle zugeworfen. Die darf man fangen. Offene, kreative Aussprachen? Eigenes Denken? Herausdenken aus der Gußform? Nie. Da kommt eine zur Schau gestellte nachdenkliche Kopfhaltung, und es soll so aussehn, wie ein Entschluß. Dann kommt der Themenwechsel. Diese Sturheit ist ein Schulungsweg, denn an diesen Unverschämtheiten haben bereits 5 Generationen gearbeitet. Hier konserviert und überliefert sich eine längst überholte Erziehungsform, die intrigant genutzt wird.
      Wie "hääärrlich still" es nun auf ihren Gruppen sei, endlich könnte man auch mal etwas ausspannen, zwitscherten sich die eingesessenen Hausmütter zu. Aber dafür hätten die Härtefallgruppe für Nahrungskosten die höchsten Ausgaben. Da lebe man offenbar gut! Naja, die autoaggressiven und von konvulsivischen Anfällen, aber auch großer Vitalität geplagten Betreuten verbrauchten Kalorien ohne Ende. "Man lebt ja in Saus und Braus!" Sauber! :-)
      Das sie einen Gastarbeiter bewilligt bekamen, der, so wie ich, auf keine hohe Bezahlung wert legte, aber der eben auch trinkt und frißt und ein Zimmer braucht, das hing damit zusammen, daß es bei ihnen anfing, aufzuhören. Sie konnten nicht mehr eine Gruppe von 10 Härtefällen betreuen, wo auch noch die Frau des Ex-Filmemachers ein Kind erwartete. Die intellektuell künstlerische Herkunft, die keine Anthrokunstausbildung war, wurde von auf den andern stets in wohlwollender Säuerlichkeit erwähnt, dabei lag das nun ja schon eine gute Weile zurück. Hausvater wird man nicht im Praktikantenmodus.

      Kurz nach dem Gespräch about the House of Tomorrow dauerte es nicht lange, und der Hausvater nahm mich mit, unerlaubter Weise, zur Versammlung "I want you too see this. Come with me. I want.." In der Sitzung saß die schweigende und sehr verlegene Hausväter- und Hausmütter-Versammlung, ich saß da und war auch verlegen, denn ich wußte wenig, war für vieles noch nicht wach. Er hatte sich woanders beworben, um Anthroposophie praktisch zu betreiben. Landwirtschaft. Geregeltes freihaben. Es sei denn, die Härtefallgruppe würde aufgelöst, und die schwierigeren Betreuten kämen auf ihre alten Gruppen zurück. Plus einen Mitarbeiter für seine Gruppe, seine Frau hatte ihr Kind geboren. Sie könne nicht soviel für Betreute tun. Die Sache köchelte bereits Monate. Es wurde auf der Versammlung, man saß im Kreis, nur geschwiegen. Einige flüsterten was. Einer hat sogar was gesagt. Dann ging man wieder nachhaus. "Do you realize their behaviour?" Ich sagte, ich wisse zu wenig, ich könne nicht mitreden. Aber das meinte er nicht. Er meinte das emotionslose und anteilnamslos distanzierte und höfliche Schweigen, was ihn bereits lang bedrückt haben muß. So war mein Abschied auch der Abschied meiner Hauseltern. Ich half ihnen beim Umziehn in den neuen Lebensentwurf. Und kehrte dann in mein eigenes Leben zurück.

      mischa

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    14. Meinst Du wirklich, dass Du Deine Bemerkung "Hang zur Ketzerverbrennung" in dem hier hängigen Sachzusammenhang sachlich richtig verortet hast, dass sie hierher gehört?
      Und wenn Du schon die Marke "Schriftgelehrter" verteilen möchtest, dann frage ich Dich: Wie steht es in genau diesem Augenblick um Deine Dir eigene Schriftgelehrsamkeit? Ich kann sachlich nicht nachvollziehen, was diese Deine Replik hier zu suchen hat.

      Bernhard Albrecht

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    15. Erst das frömmelnde Gesülze, dann folgen die Belehrungen aus moralisch sich höher stehend empfindender Warte- ja, den Mechanismus kenne ich aus der Szene seit Jahrzehnten. Das bedingt sich gegenseitig.

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    16. Ja Mischa, das Haus von Morgen wird hier und jetzt gebaut, in der Art wie wir uns bemühen "sensibel und sachlich" aufeinander einzugehen. Da triffst Du genau ins Schwarze.
      Denn Faden des anderen Menschen versuchen weiter zu entwickeln und Michael, nicht igendwelche Prügel dazwischen werfen.
      Michael, so einen Umgang nenne ich ein noch nicht einmal begonnenes Gespräch mit Astral-Kohl/Kot abzuimpfen, so dass es gar nicht erst zustande kommt, ich mich aber verdeckt wohlgefällig in Sicherheit wiegen kann, ohne mich selber wirklich gezeigt zu haben. Höflich ist das nicht und auch nicht sachlich, auch wenn es "täuschend" vermeintlich so auftritt.
      Ich erhoffe mir eine sensiblere Fortsetzung von Dir.

      Bernhard Albrecht

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    17. Da rattert die Anthro- Phrasen- Dreschmaschine.

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    18. Michael, ich kann nachvollziehen, dass Dich viele Enttäuschungen aus Deiner Vergangenheit in vielen Augenblicken Deines Lebens nach wie vor begleiten. Auch ich kenne solche Geschichten, bin mitten darinnen gestanden, habe aber anscheinend einen anderen Umgang damit gefunden als Du.
      Ist es Dir möglich Deine Augen im Hier und Jetzt soweit aufzureissen und wenigstens leise zu erwägen, dass ich kein weiterer solcher Repräsentant Deiner vergangenen schmerzlichen Erfahrungen sein könnte?

      Bernhard Albrecht

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    19. Herr Hartmann,
      Sie befinden sich da in einem (hoffentlich)Ausnahmezustand und haben sich in der Kanalisation>Kanalisation verirrt.
      Die Sachebene wissenschaftlichen Bemühens ist vergleichbar mit Sommerreifen, mit denen man bei den ersten Schneeflocken in den Graben rutscht...

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    20. ...und warum nicht? Butter bei die Fische. Wir sind seit heute früh "ich seh etwas, was du nicht siehst" gespannt wie alte Regenschirme ...
      mischa

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    21. Ich spreche nicht von Ego- Spielen, sondern von Desillusionierung realer Art. Damit ist z.B. die Waldorf- Puppenstube Troubadour, mit Verbindung zur Holocaust- Leugnerin Haverbeck und einem verurteilten Kinderschänder als Märchenonkel oder einem langjährigen Bekannten, der unter dem Cover einer Heimgründung ähnliche Ziele verfolgte usw. Die Selbstbezogenheit, autoritäre Strukturen und mangelnde Transparenz, der Hang zum Eso- Geschwätz und zum Insidertum fördern solche Giftpilze, die selten aufgearbeitet, sondern stets unter den Teppich gekehrt werden. Dazu kommt der Hang zu surrealen Heilern und Gurus, auch der rechtsradikalen, identitären und putinesken Art. Wer steig weiter über die "Kälte des Intellektualismus" jammert, verfällt halt immer wieder den Rattenfängern, ja züchtet sie in der eigenen Mitte.

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    22. Nun, unsere wechselseitigen Kommentare überschlagen sich jeweils. ich setzte den meinen herein und sehe erst in diesem Augenblick, dass Du wieder etwas geschrieben hast und damit die Täuschung entsteht, ich antwortete auf eben dieses Sagen. Nein ich ergänze mein Sagen vor diesem Deinem Kommentar.

      Auf die Anthro- Phrasen Dreschmaschine will ich nichts sagen. Deine Baustelle.
      Oder doch*! Wie kürzlich schon Burghard gesagt. Ich lasse mich von Dir nicht zum Hasen machen, der dem Igel eine Rechtfertigung zu liefern hätte.
      Wenn Du weiter Schubladisieren möchtest, bitte sehr. Ich sehe mich aber nicht in irgend eine Deiner Schubladen hineinpassend. Da kannst Du quetschen und drücken wie Du magst, da passe ich nicht hinein.

      Bernhard Albrecht

      Bernhard Albrecht

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    23. Letzte Ergänzung für heute. So gelangen wir nicht zu einer auch nur anfänglichen Umkehrung der Verhältnisse.

      Bernhard Albrecht

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    24. Schmollecke? Wieso denn nicht. Der Schornsteinfeger ist schwarz! Aber ist er das? Ist es nicht der Kamin, der zu fegen ist? Der Schriftsteller und Bereiniger wird schief angesehn, weil er nur dokumentiert und sichtet, was bei andern so läuft, was dort getan wird. Dieses Blog ist nicht journalistizistisch, hier ist Bereinigung, Poesie und viele Blicke hinter den Horizont des Tellerrandes. Und immer sagt man "So aber kommen - w i r - n i c h t - ins Gespräch!" Die "Rolle" des schmutzigen Schornsteinfegers, der überall bloß Dreck macht, ist mir selber nicht fremd. Hauptsache, mancher Ofen zieht wieder, und mancher Schornstein raucht wieder, und es wird warm in kalten Häusern.
      mischa

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    25. @M. Eggert
      Der Troubadour-Märchenpriester unterrichtete an meiner Schule, einer seiner Söhne war (zeitweilig) in meiner Klasse.
      Aus diesem Fall kann man sicher keine Gereralanklage erheben.
      Antscheidend ist aber das 'unter den Teppich kehren'; der Name des Priesters ist auf der Troubadour-Seite immer noch zu finden...

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  2. Der Porsche war in meinem Kontext bis vor Kurzem tatsächliche Realität...
    Was meinen Sie mit der 'Verbindung nach Stuttgart'?

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    1. Damit meine ich die Leute, die dauernd von "ihrer" Institution behaupten "Wir" seien alle Republikaner und basis- demokratisch - auf die Geschäftsführer- Treffen fahren sie aber nur selbst- so wie auch auf jedes andere relevante Meeting. Ähnlich kenne ich pseudo- demokratische Eltern- Gremien an Wschulen, die dem inneren Führungskollegium nur zuarbeiten dürfen. Gelegentlich klagen Eltern sogar wenigstens ihre gesetzlichen Rechte zur Elternvertretung ein, und zwar erfolgreich. Der Porsche bezog sich auf ein Kleinstheim, das seinen idealen Charakter dadurch hatte, dass eine der reichsten Unternehmerfamilien Deutschlands das für ihren Sohn und für die Leiterin gebaut hatte.

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    2. Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch, aber Ihren ganz konkreten Bezug zu Stuttgart habe ich immer noch nicht verstanden - oder ist das eher ein 'unaussprechlicher' Wink mit dem Zaunpfahl?

      s. birkholz

      b.birkholz

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    3. In der Branche, in der ich früher tätig war, saßen dort die Entscheidungsträger.

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    4. @ b.birkholz??

      ......"das mit Nürnberg gehört noch zu den tieferen Geheimnissen der Initiationswissenschaft, die heute noch nicht ausgeplaudert werden dürfen"......

      Vielleicht hast du es scherzhaft gemeint, aber es steckt mit Sicherheit - egal ob bewusst oder unbewusst ausgeplaudert - ein gewichtiges Stück Ernsthaftigkeit mit drin.
      Natürlich darf, zumindest in Deutschland, nicht ausgeplaudert werden, dass eine elitäre Anthroposophengemeinschaft alles tut, den durch Rudolf Steiner aus der Flasche gelassenen anthroposophischen Geist wieder dorthin zurückzukriegen, d.h. ihn als spirituell befreiendes Instrument für jedermann unbrauchbar zu machen, und ihn somit weiterhin besser als Machtinstrument für eine Elite als ein Instrument für die Befreiung von nach Freiheit strebenden individuellen Einzelpersönlichkeiten wirksam werden zu lassen.

      Einer elitären initiationswirksam tätigen anthroposophischen Ausrichtung gehörte ja auch Berlusconi an, der "Porschefahrer" hoch drei und gleichzeitig Paradeanthroposoph Italiens. Was ist denn schon ein einziger Porsche, gegen seine unzähligen Paläste, Harems und sonstiger ihm zur Verfügung stehenden Verlustierungsstrukturen?

      Ausreichend dokumentiert sind - zumindest in italienischen mainstream Medien - seine Zugehörigkeit zu einer obskuren anthroposophisch inspirierten Initiationsgemeinschaft.
      Apropo "Porschefahrer" und sonstiger "Porsches"....
      Aufgrund persönlicher Verbindungen weiss ich beispielsweise um die Einflussnahme mittels Finanzierung vieler mit der Waldorfschule in Salzburg zusammenhängender Strukturen durch die Familie Porsche.

      Ausreichend dokumentiert ist auch die Tatsache, dass die Familie Porsche im dritten Reich massiv an Rüstungsaufträgen profitierte.
      Mich versucht ihr hier fertig zu machen, weil ich mich angeblich mich Assad jun. solidarisiere, mit dem Hinweis z.B. dass angeblich Assad sen. in seinem Kampf gegen radikale Muslimbruderschaften Verbrechen verübt haben soll.

      Das ist wahre Bigotterie, Leute!

      Das nicht erkennen wollen, dass diejenigen, welche nach eigenem Selbstverständnis meinen heute die "anthroposophische Elite" zu verkörpern, auf allen Ebenen versagt haben und offensichtlich gegen Rudolf Steiners Vermächtnis (Offenlegung geistiger Wirksamkeiten und Gesetze) arbeiten!
      Und gleichzeitig weite Teile des anthroposophische Fussvolks, d.h. sehr viele nach persönlicher Freiheit und spiritueller Verwirklichung strebende Menschen innerhalb der anthroposophischen Bewegung pauschal als "rechtsgerichte und den Verschwörungstheoretikern anheimgefallene Schwachköpfe" verunglimpfen.

      Und als Draufgabe dann noch womöglich allen verbieten zu wollen, darüber nachzudenken, auf welcher Seite diese wirklich bigotten "Eliteanthroposophen" offensichtlich wirklich stehen!

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    5. Das mit den Porsches ist ja allgemein bekannt - die Waldorfschule brüstet sich ja offiziell damit, dass die erfolgreiche Absolventen wie Porsches hervorbringen...
      Aber hast Du vielleicht eine Link für die Berlusconi-Geschichte?

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    6. Mach ich mal, da geht es um Walldörfer
      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/der-waldorf-konzern-tinkturen-und-jede-menge-gemuese-1943245.html
      mischa

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    7. https://www.carmillaonline.com/2003/06/26/berlusteiner/

      Ich hatte mich vor über zehn oder sogar 15 Jahren mit der Angelegenheit befasst. Das Internet scheint heute weitgehend gesäubert, hier ein etwas älterer Eintrag, der von einer "fantomatischen antroposophischen Richtung" spricht, der Berlusconi angehörte.
      Kann mich gut an talkshows der 90er Jahre im ital. Staatsfernsehen RAI erinnern, in denen Berlusconis Verbindungen zu einem anthroposophisch inspirierten Geheimbund thematisiert wurden.
      Zu einer Zeit als das Staatsfernsehen noch in Opposition zu Berlusconis Privatfernseh-Imperium stand.

      Er gilt in Italien als einer der wichtigsten Finanzierer von Waldorfschulen. Seine Kinder besuchten allesamt Waldorfschulen.

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    8. Ah, spannend - DANKE!

      s. birkholz

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    9. Es hat eher um Veronica Lario, Berlusconis damalige Ehefrau, gedreht. Die "Freie Rudolf-Steiner-Schule" (un istituto privato molto particolare) in Mailand war eine Abspaltung von der Waldorfschule in Mailand.
      http://ricerca.repubblica.it/repubblica/archivio/repubblica/1994/09/20/il-primo-giorno-di-berlusconi-jr.html

      Es gebe nach Steiner Übergangstypen, welche “die Gewohnheiten des außeranthroposophischen Lebens in die anthroposophische Bewegung hereintragen“. “Namentlich bei den [jungen] Seelen der zweiten Gruppe ist das vielfach der Fall. Es leuchtet bei ihnen vieles noch aus den echt heidnischen Inkarnationen herüber.“ 237.71 f.

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  3. Michael, Du hast ja vor nicht allzu langer Zeit die Signalsprache unter den Anthroposophen angesprochen. Wie ich sehe und erlebe kannst auch Du Signalimente sehr gut gebrauchen um Deinerseits Deine Vorurteile weiter zu transportieren. In meinen Augen ist das nicht gerade Journalismus von der seriösen Art. Bedienst Du da nicht etwa auch Deine eigene Sensationslüsternheit, eine morbide Ader von Enthüllungsjournalismus, der in den Schwächen seiner Mitmenschen zu wühlen weiss, um den eigenen Gutmenschen zu streicheln?
    In der seelischen Beobachtung einmal durch die damit angedeuteten Seelenuntergründe zu pirschen, ist ein nicht gerade erklecklicher Ausflug, der, ich weis das, gerne vermieden oder elegant umschifft wird.
    Da fliegt einem nämlich nicht wenig eigene Scheisse um die Ohren.
    Sich nicht zu gut dafür zu sein und Kanalarbeiter Arbeiten aufnehmen, sich die Hände schmutzig zu machen , um eigenen selbst erzeugten Dreck zu transformieren oder ……………..
    aus der obersten Etage des eigenen Presseimperiums im Blick durch das breite sonnenschutzgetönte Fenster (oder eine entsprechende Sonnenbrille) sich die Nase zuhalten angesichts derer, die da unten gerade wieder einmal eine Kanalverstopfung zu beseitigen oder umzulenken versuchen - in der auch Deine eigene Kacke mit schwimmt, wonach steht Dir der Sinn?
    Letzteres nenne ich Prolongierung der Laufzeit herunter gekommener Dualitätsfahrzeuge. Schwindeleien am TÜV (sprich der seelischen Beobachtung) vorbei.
    Und ??????????????????????????????????
    weil Du es gerade oben in Deinem Hauptbeitrag journalistisch „so einfühlsam“ eingeführt hast, frage ich Dich: Ist das ein (Dein) förderlicher Umgang „Individualität zum Aufblühen“ zu bringen?

    Zum Schluss noch dies:
    „Der Porsche bezog sich auf ein Kleinstheim, das seinen idealen Charakter dadurch hatte, dass eine der reichsten Unternehmerfamilien Deutschlands das für ihren Sohn und für die Leiterin gebaut hatte.“
    Die ganze Geschichte zu kennen, würde eine Art Katakomben Recherche über mehr als ein Jahrzehnt erfordern, wo es am Ende passieren könnte, dass sogar Dir ein ganz feiner Hauch von Scham über das Gesicht huscht, Dich sprachlos werden liesse. Aber das ist nicht meine Baustelle.

    Bernhard Albrecht

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    1. Zu viel der Ehre! Hier gibt's kein Presseimperium, und ich bin kein Journalist. Die ganze Geschichte der betreffenden Institutionen kenne ich daher auch nicht, und es geht mich auch nichts an.Sie haben völlig recht!

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  4. We're one
    But we're not the same
    We hurt each other
    and we doing it again

    U2 – one love

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    1. Das stimmt. Es gibt da einige Verletzungen und Enttäuschungen sehr realer Art, sehr betrüblich, sehr befremdend, sehr lange nachhallend, kaum zu verzeihen.

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    2. See a candle - the one side is light that rises the other side is the residue of smoke

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    3. Richtig. Danke für die Erinnerung. Es gibt, persönlich gesprochen, noch das merkwürdige Phänomen, dass die Menschen, mit denen ich mich im anthroposophischen Rahmen eng, und direkt unterhalten konnte, früh verstorben sind. Es sind so einige. In dieser Hinsicht gibt es eine Intimität der Verständigung, die nicht selbstverständlich ist. Ich fühle mich wie ein Dinosaurier, in anthroposophischer Hinsicht.

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    4. The zero point in sleeping and waking are the same processes they are just in different directions - Reverse and forward.

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    5. Dieser Zero Point ist der Mittelpunkt der eigentlichen meditativen Arbeit.

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    6. Every time when we go to sleep, when our ego and astral body are outside our physical body and etheric body we live in a reverse direction through the events of the day. In this living backwards through the day events we are weaving our astral body, light body, star body.

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  5. Und von diesem Zero Point sprechen wir nachts miteinander und zueinander, während wir am Tag mitunter die Resonanzfelder von Zero Point zu Zero Point nicht oder sehr unzureichend aufeinander einzustellen vermögen, weil zu viele Vorstellungsschwaden dazwischen stehen.
    Der Feuer Yogi (siehe Mischas Youtube Verweis: https://www.youtube.com/watch?v=UiAymxgoMjc
    lässt grüssen,

    Bernhard Albrecht

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    1. Das Video war nicht von mir gepostet. Es war ein nackter Anonymous. Ich bescürze mich immer mit
      mischa

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    2. Guten Morgen Mischa
      Tut mir leid, wenn ich diesen Hinweis auf Youtube als einen Nachtrag zu Deinem vorausgegangenen Beitrag ansah.
      Nun, in die Runde gesprochen, mit der Anonymität im Netz ist das so eine Sache. Verständlich einerseits das Bedürfnis dahingehend. Andererseits, kannst Du Dich wirklich verstecken? Verstecken auf die Dauer, ohne den Point of Zero in Dir längerfristig gesehen zu schädigen. Dass Du von diesem Punkt her leuchtest, darauf kommt es doch heute mehr und mehr an, allem Sicherheitswahn zum Trotz.

      Bernhard Albrecht

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    3. Lieber Bernhard. Seltsam. Du schriebst Aufsätze, vor geraumer Zeit, da dachte ich, Du seiest ein 18jähriger, oder ein 20er, der anfängt, seine Gedanken anhand einer Bohnenstange empor zu einem ihn faszinierendem Idealismus hinaufzuwinden. Ohne einen individuellen Nachdruck, der der Bohnenstange dann nicht mehr bedarf, wie man das in der Schreibe Älterer, wenn sie denn dann überhaupt noch schreiben, findet. Ein "Schriftbild" ohne Druck auf der Feder. Wenn ich das dann laß, faszinierte durchaus die ruhige exakte Aufgeräumtheit und Ordnung der Gedanken. Es erinnerte mich selbst, und nicht den unbefangenen Leser in mir, dann aber an die Zeit, in der ich viel gelitten habe, weil ich "alles richtig" machen wollte, und mein Leben absolut führen wollte. Und nicht mich von meinen Lebensimpulsen mehr führen lassen wollte. Es gelang! Bis auf den Abend, denn da ich mich, was mir da nicht bewußt war, an nichts mehr hingeben wollte, na rate mal?
      Ich machte die vorgeschriebene Tagesrückschau, und lag nächtelang wach. Und wurde immer unglücklicher und leerer, aber nicht etwa traurig. Schließlich mußte ich mir ein zuchtloses Leben einräumen, also .. jetzt nicht etwas kriminelles, um wieder einschlafen zu können.
      Ich wollte alles ordnen, und meinte damit aber "planen". So kommt kein Schiff aus dem Hafen, es wird nur immer ordentlicher, wo doch Ordnung bedeutet, mit Winden, Flauten und Strömungen umzugehn zu lernen.
      Oft dachte ich, daß man über diese Dinge fünf Jahre eine Doktorarbeit schreiben könnte, wenn man nur, wie Zanoni, 500 Jahre alt werden könnte, und dabei immer jung bliebe. Damit man mal die ganze Weltliteratur ungestört durch die uns davonlaufende Lebenszeit in aller Ruhe studieren könnte, und es dann aber auch praktisch in anderen Lebensgezeiten vervollkommnen und anwenden könnte.
      Mir wurde dann erzählt, irgendwo habest Du geschrieben, daß Du keineswegs 20 bist. Sondern sogar älter als ich.
      Im Augenblick scheint durch Deine Posts ein Menschenwesen durch. Und nicht etwa ein ordnendes Gespräch mit Büchern und zwischen den eigenen Gedanken. "Scheiße" hast Du, sicher absichtlich, sogar auch schon gesagt. :-))
      mischa

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    4. Tja,
      ich hatte bislang immer den Eindruck, dass Bernhard strengstens der Sachebene wissenschaftlichen Bemühens verpflichtet sei und wunderte mich dann über den völlig anderen, sehr unmittelbaren Duktus der letzten Tage...
      Hab auch erst gerade gemerkt, dass der volle Name 'Bernhard Albrecht Hartmann' lautet...

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    5. I feel the Still Point is a more adequate name then zero point as zero indicates nothing whereas the still point indicates everything. This is where our celestial ego waits, patiently waits, for our earthly ego to go through experience.

      Nightly we die breathing out our ego and astral body and travel right back to the beginning through the planets to the still point before we even entered earth. When we wake up in the morning we breathe our ego and astral body in again.

      :)

      Caryn


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    6. I say to you only. So it is.

      Thank you.

      Bernhard Albrecht

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    7. Thanks to you Bernhard,

      Just need to clarify a bit further as well - when we travel through the planets during the night it is not the actual planets that we travel through but the counterparts that we carry within us the entire time during life between birth and death.

      In 72 years, on average, the sun falls behind the star, our star, and then we breathe out more than our ego and astral body we also breathe our etheric body out into the universe. When we come back to earth again, we breathe our etheric body in again. This is a giant breath.

      Caryn

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    8. Thanks to you Caryn

      My inner eyes go this way also

      Bernhard

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    9. Zwei Witze - Zusammen eine Humoreske

      Zwei schwarze Löcher wollen zu einer Party gehen.
      Fragt sie ihn: „Was soll ich anziehen?“
      Er: „Alles!“

      ***

      Zwei Anthroposophen wollen auf eine Party in Dornach gehen.
      Fragt er sie: „Welches Kostüm soll ich anziehen?“ Sie schweigt.

      Wenig später beim Kostümverleih.
      Ein älterer Anthroposoph mit Nickelbrille
      sucht die Stange mit den Reinkarnationskostümen ab.

      „Rudolf Steiner ist aus …“

      Bernhard Albrecht

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    10. Das Einzige dem ein i n t e g r a l e s Tun, Denken und Fühlen gelten kann, bist Du selbst!!!

      Nicht Rudolf Steiner, nicht Ken Wilber, kein Mix aus beiden oder ein Aufmischen zu etwas Neuem aus irgendwelchen anderen Ingredienzien.
      Das Nadelöhr der Ich-Werdung ist nicht zu umgehen!
      Neu kann nur Ich werden und das von Tag zu Tag erneut und immer wieder.
      Wo und in wie fern bin ich also heute ein Anderer gewesen als gestern? Unter welcher Achtsamkeit habe ich diese Schrittverlagerung zu meiner veränderten Haltung von Heute ausgelöst und von welcher Beobachtungsintensität begleitet, eingelöst.
      Wo bin ich gewachsen, wo eingebrochen und wieder aufgestanden?
      Wo bin ich in und mit der Liebe zum Kleinen getanzt!?
      Wo ist es mir gelungen um etwas ganz Kleines einen Hauch von Gelingen von Zufriedenheit zu weben? Wann habe ich zum letzten Mal aus vollem Herzen einem Mitmenschen gesagt, ich danke Dir für „diesen Augenblick“ der Verbundenheit mit Dir. Ich danke Dir für die Einzigartigkeit mit der Du mir begegnet bist. Dein Sagen hat mich nachdenklich werden lassen, über mich.
      War das heute oder kann ich mich etwa nicht mehr genau erinnern, wann dies zuletzt geschah?!

      Der nachfolgende bildhafte Logbuch Vermerk mag den einen oder anderen Leser hier vielleicht dazu stimmen, sich darüber klar zu werden, worum es wirklich geht. Für ihn und niemanden sonst.
      Natürlich. Ich schreibe aus der Ichperspektive, also geht es um mich und … nur so Du willst auch um Dich. Schreibe also Dein eigenes Logbuch. Ich kann Dich aus meiner Erfahrung dazu nur ermuntern.

      Dämonen

      Von allen Seiten fallen Dämonen
      über Dich her,
      blutrünstig und geil -
      jeden Augenblick nutzend,
      in dem die innere Aufmerksamkeit
      abspannt -
      beissen sich fest
      an den Rüstbalken des Selbst,
      biegen unmerklich
      jede Bemühung -
      in ihr Gegenteil,
      poppig leuchtende,
      flirrende Ausbremser des Werdens.


      Alleskönner sind sie,
      ekstatische Tänzer
      auf dem Tableau unbegrenzter
      Möglichkeiten,
      Schmeichler -
      der Genusssucht
      und des Grössenwahns.
      Als Meister der Selbstinszenierung
      und des Kulissenschiebens
      kennen sie keine Grenzen,
      sie -
      die Bildschöpfer
      des schönen Scheins.

      Sinnlos
      der Wettlauf mit ihnen,
      denn immer
      sind sie schon da,
      die listenreichen Karikaturisten
      selbstüberheblichen Verlangens
      im eitlen Vollkommenheitsrausch,
      die Kollaborateure in den zeitlosen
      Slums
      neonfarbener Opferhaltungen -
      die Gaukler
      im grossen Spiel
      alles durchdringender Fata Morganen.

      Nichts scheint sie aufhalten,
      die Strudel ihrer virulenten
      Eskapaden
      eindämmen zu können,
      es sei denn -
      du begegnest ihnen auf Augenhöhe
      und -
      beugst in innerer Demut
      das Knie vor ihnen -
      in Anerkennung
      ihrer Werktätigkeit als Modulatoren
      in der Aufrichtung
      der Ich - Kathedrale.

      Bernhard Albrecht Hartmann



      Das Wesentliche steht zwischen den Zeilen meiner eigenen Gedanken. Dorthin gerichtet gilt es meine Antwort zu finden. Was kann ich mir antworten und welchen Schritt nach aussen löse ich in Folge meiner Antwort an mich selbst dann nach aussen hin aus. Dies ist meine einzige Antwort, die es immer und immer wieder für mich zu finden gilt.
      Danke an alle hier.

      Bernhard Albrecht

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    11. @ Bernhard Albrecht

      "Nicht Rudolf Steiner, nicht Ken Wilber, kein Mix aus beiden..."

      Da stimme ich Dir zu, Bernhard, allerdings muss sich das ja auch nicht ausschliessen: Das sich-beziehen und sich verbunden-fühlen auf/mit Steiner und Wilber und mein Bemühen um ein "integrales Tun, Denken und Fühlen".

      Wenn ich keinen Bezug hätte zu Steiner oder anderen Lehrern, käme ich wohl auch nicht auf entsprechende Ideen.

      Wilber kenne ich so gut wie gar nicht, symphatisch-ernüchternd fand ich seine Aussage (sinngemäß): "Die meisten Menschen sind noch nicht einmal bereit, 5% ihres gewöhnlichen Alltagsdenkens hinter sich zu lassen" (Auch auf dem Hintergrund des "meditativen-sich-neu-erfindens").

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    12. Was für eine Feier. "Kathetralismus des Ego." "Heiligung der Leistung" im Zwang sich in das Leben selbst zu entlassen, ein Zwang gegen das Leben, da das ureigene Leben durch heroische Vorstellungen "belegt" ist. Dazu gehört hier und da ein Musikinstrument namens Saxophon, "weil das Saxophon großes Theater macht", was dionysisches halt. Nietzsche hatte das auch. Nicht das Saxophon, aber die Neigung zum Egokathedralismus, wo ein Konflikt besteht, die Vorstellungen der Gedanken mit den Impulsen des eigenen Lebens zu vereinbaren. Nicht jeder hat diese Angespannte Situation zwischen diesen zwei wichtigen Prinzipien, die Kraft zu enormen Leistungen gibt, und der stets die Latenz zu schmerzlichen ambivalenten zwischenmenschlichen Konflikten innewohnt. Es gibt rebellische Phasen, wo man den Putscharan Patt besteigt, eine Weltumseglung unternimmt, auf dem Drahtseil über den Urabamba balanciert, und dann die Gezeiten, wo man ein guter Zuhörer ist. Gerade dort, wo sich Menschen aussprechen wollen. Lieber Bernhard, ich gehe von aus, daß Du ein wunderbarer Zuhörer bist. Der die Worte und Gedanken seines Gegenübers dann in sich in die Impulse zu übersetzen weiß, die diesen Worten und Gedanken des Gegenübers zugrundeliegen. Ohne Ratschläge zu geben. Einfach wortlos folgend. Gerade dann, wenn jemand mit sich selbst ins Reine zu kommen wünscht. Denn da löst sich dann dieser Konflikt zwischen dem Gedanklichen und dem Impulsiven. Im Zuhören. Nicht einem Lehrer. Sondern bei klärenden Aussprachen, wenn ein anderer Mensch in Lebenskonflikten ist. Wir Menschen sind voll der Widersprüche. Hier der rebellische Kathedralismus, dort dann jedoch diese unvergleichliche Gabe, sich widerstandslos als Zuhörer in die innersten Welten eines Erzählenden hineinführen zu lassen, um sich darin schweigend lauschend umzusehn, und der Andere weiß, er ist nun nicht mehr in sich allein ..
      Herzlich, mischa

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    13. "Franziskus über Medien
      Papst vergleicht Leser mit Exkremente-Essern"

      http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/papst-franziskus-scharfe-kritik-an-skandalberichterstattung-a-1124957.html

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    14. Haha. Da müßte man mal bißchen differenzieren. Die Hetzparolen der Kremlmafia werden ja wie Kaviar verschlungen. "Nestbeschmutzer" jedoch, und darauf wird sich der Sozialpapst wohl gar nicht beziehen, nennt man in Zeiten jeder geheimen oder öffentlichen Diktatur die Berichterstattung über den Dreck, den Leute am Stecken haben, die sich im Auftrag wähnen, andere zu erziehen. Oft diejenigen, die ihnen ein wenig zu überlegen und ein wenig freier im Goischde sind. Wasser predigen, um selber ungestört Wein zu trinken. Das Opfer darf nicht schreien, damit es seine Quäler nicht stört. Der Bereiniger und Kaminfeger gibt den mondtot gemachten ihre Zunge zurück. Für Unterdrücker ist das natürlich echt Kacke! Und für die Mitläufer von Unterdrückern? Naja ... sie machen es den großen Unterdrückern nach, oder haben die großen Unterdrücker auf das Thron geholfen. Der Papst muß immer, weil er in riesigen Spannungsfeldern balanciert, damit die Kirche noch Kirche bleiben kann, durch soviel Blumen sprechen, wie das Orakel von Delphinien. :-)) Damit jeder weiß, was gemeint ist, und dennoch der Papst juristisch einwandtfrei im Zweifelsfalle - nichts gesagt - hat. Anthros verstehen das. Da gibt es ja soooooooooo viele Tabus. Und ich denk, der Link will uns sagen, daß hier jemand gerade zuhause in den Teppich gebissen hat. Und die Kritik an der mächtigen Blümchen-Anthroposophie tutet ihm nicht gefallen. Dann schick ich dem Link-Zusender jetzt Licht und Liebe und ein riesiges rosa Marzipanherz, einen Teddybär, einen Luftballon und einen Jesusfilm. Wenn ich danebenliege, isset allet Wurst.
      mischa

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    15. Sorry, aber sich hinter dem Papst verstecken, weil der was gsagt hat, .. und das dann zu instrumentalisieren, bloß weil hier unangenehme Dinge ausgesprochen werden dürfen, das hat mich provoziert, da etwas klarzustellen, falls das schief gemeint war. Da schieße ich gern mal in den Nebel..
      mischa

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    16. Hallo Mischa! Ich atme erleichtert auf! Beim ersten Lesen habe ich deinen Satz fehlinterpretiert.

      Da scheiße ich gern mal in den Nebel.

      Nur ein kleiner Dreher, aber sehr wichtig, nicht wahr?

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    17. Darauf habe ich gewartet. Allerdings mußte ich beim Gegenlesen korrigieren, denn ich schrieb in der Tat "da schiß' ich gern mal in den Nebel!"
      Nun erwartete ich, daß sicher bald darauf ein Anonymous mir süffisant zupostet: nein, du ...
      Jetzt hast - Du - es getan, und diesen Leckerbissen vorweggeschnappt den Kritiküssen ... :-))
      mischa

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    18. heute spricht der Gründer der Jesuiten:

      http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/12/08/morgenandacht_ignatius_von_loyola_dlf_20161208_0635_abd63adc.mp3

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    19. "heute spricht der Gründer der Jesuiten"

      Ignatius von Loyola ist doch eigentlich schon tot, oder? Bzw. habe ich inzwischen aus verläßlichen Quellen gehört, dass er sich mit großer Wahrscheinlichkeit in CG/AAG-Kreisen reinkarniert hat, wahrscheinlich sogar Oberlenker, auf jeden Fall prominent.

      Jedenfalls: Sei gegrüßt, Ernst S.! (Papst- & Jesuitenthemen kommen ja immer von Dir!)

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    20. Chris Mackey

      "Synchronitzität

      Der verborgene Sinn des

      ZUFALLS"

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    21. Das Kreuz, das der Papst da um den Hals trägt, sieht jedenfalls ziemlich waldorf-anthroposophisch aus...

      s. birkholz

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    22. ...jetzt aber bitte keine Ignatius-Jesuiten-Franziskus-Waldorf-Steiner-Verschwörungstheorien entwickeln!

      s. birkholz

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    23. http://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf/gemeinden/nittenau/umgesaegter-christbaum-stadt-erstattet-anzeige-22394-art1458926.html

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    24. Das war bestimmt auch so ein russischer (Holz-)Hackerangriff...

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  6. Antisemitismus scheint heute in social media vor allem (geopolitisch) gegen einen eigenen jüdischen Staat gerichtet, weniger gegen eine eigene Religion, oder gegen eine eigene Ethnie.

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  7. „und mehr bedarfs nicht“ als die mögliche Wirkung meiner Worte vorauseilend nur ein ganz klein wenig mitzubedenken, bevor ich sie ausspreche.
    Die Geschichte der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft ist ohne wenn und aber ein Drama und ebenso vielleicht auch die vielen Einzel-Geschichten all derjenigen, die mehr oder weniger an diesem Drama beteiligt waren, bis heute. Darüber ist, von wem auch immer, kein Stab zu brechen, es ist wie es ist. Ich denke, wir alle hier und über diesen Blog hinaus, als Schreiber, wie als stille Leser, sind Mittäter in diesem Drama, mich eingeschlossen. Ein jeder von uns hat in diesem oder jenen Zusammenhang unachtsame Worte gestreut und wird dies von heute auf morgen auch nicht sogleich abstellen können.
    Es sind die kleinen oder grösseren Prüfungen, die ein jeder dem anderen hier stellt, die stillen Fragen, die wir einander schicksalhaft zusprechen, mitunter sogar zumuten und die nicht auf Anhieb zu lösen sind und daher zu unachtsamen Worten führen. Es ist eine Kette von Schlaglöchern auf unserem Weg, an dessen Ende wir vielleicht dann zu unserer ureigenen stillen Einkehr finden, die uns den Horizont eröffnet für das, was allein mir zu tun obliegt.
    Mein Weg hier ist nicht der Weg von diesem oder jenem anderen hier, kann es gar nicht sein. Es kann aber aus meiner Sicht auch nicht sein, dass ich einem anderen hier unversehens, einfach weil mich sein Sagen vielleicht gerade anödet, ich nicht den Nerv habe tiefer hinein zu lauschen in seine Worte, ihm mit einer Beinschere ins Wort falle.
    „und mehr bedarfs nicht“ als meinen ganz persönlichen Versuch zur Wertschätzung, über alle Grenzen hinweg die Dinge hier und überhaupt noch ganz anders zu sehen.

    Bernhard Albrecht

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  8. Zum Gebrauch "des Wortes": Ein Dieb oder ein Süchtiger in seiner Getriebenheit ist naturgemäß im Zustande erhöhter Achtsamkeit. Ein Lügner gleicht dem Dieb, der um die Illegitimität seines Vorhabens weiß, und daher mit höchster Bedachtsamkeit seine Worte wählt, einfühlsam. Und manchen Verhalt kleinredet oder vertuscht. Ein Träumer hingegen, in all seiner kindlichen Unschuld, der noch nicht die Regeln und Statuten kennt, mit denen die reale Welt verstellt ist, der tappt in manchen Fettnapf, und auch einmal auf eine Tellermine. Ich glaube nicht prinzipiell an die Versündigung durch den Einfall eines "falschen Wortes", in der die Kinder, die des Kaisers neue Kleider nicht sehen können, gar oft bestraft werden. Auch an das an Aberglauben grenzende theosophische Dogma, daß man auf seine Worte achten solle, weil das zornige oder böse Wort die bösen Geister stärke und erfreue, halte ich für eine Unverschämtheit. In der katholischen Kirche sagte man, wenn ein Mägdlein pfeife, weine die Mutter Gottes. Hier werden betrübliche Dinge transportiert. Wer hält es in solchen Konventionen aus, gerade wenn sie das eigene Selbstverständnis, damit unhinterfragbar, betreffen? Na gut ...
    Es ist freilich juristisch problematisch, wenn ein geschrieben Wort im Zorn einem einflußreichem Betrüger entgegengeschleudert, nun schriftliches Dokument wird, mit dem der durch achtsame Machenschaft zum Opfer gewordene noch einen weiteren Hieb erhält, weil er sich im ohnmächtigen Schmerz empörte.
    Die Aufarbeitung und Sichtung von Fakten, in denen entweder Unrecht geschieht, etwa wenn junge orientierungslose Jugendliche, von oben herab als "Ausruh-Inkarnationen" beschmunzelt, ausgenutzt werden, und ihr unbeholfener Bußwunsch, statt geheilt, instrumentalisiert wird, oder das Gutsherrenverhalten von Camphill-"Besitzern" erkennend anzuschauen, all das trägt zu einer bereinigenden Sicht bei, anderes wirft uns das weit hinter die guten Aspekte der Aufklärung zurück. Oder wenn sichtbar wird, wie aktuell manche Verbindungen einer Anthroposophie zum Nationalsozialistischem Erbe florieren, so ist es legitim, das zu dokumentieren. Oder die Nähe unzähliger Anthroposophen zu der neurechten Desinformationspropaganda, in denen man eine "alternative Berichterstattung" erblicken will!
    Denn andersherum argumentiert man, Putinverehrer und Verschwörungstheoretiker seien sehr oft die besseren Menschen, und hart arbeitende Leute und herzlich und treu. Freilich nicht jeder, aber dies könne man doch nicht an dem Kriterium festmachen, was diese Menschen - sagen -. Das, was mancher da mal gegen Flüchtlinge oder Sozialschmarotzer sage, weil ihm in seinem Umständen mal danach ist, das seien alles doch nur leere Worte. Heiße Luft.
    Heiße Luft! Hier heißet es plötzlich nicht: "Am Anfang war das Wort!" sondern frank und frei "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!" Weil es schwer arbeitende Leute sind, die Kinder aufgezogen haben. Auch Anthroposophen unter anderm.. so heißet es oft...
    mischa

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    1. Außerdem, ich kommentiere nie, um diejenigen zu bekehren, die der Irrlehre der klassischen Blümchen-Anthroposophie anhangen, wo man in Steiner den Großen Mahatma erblicken möcht, der mit langer Leine ein Übergangs-Guru zum dereinst Freien Selbstbestimmten Menschen manifestiere, der aber in seinen Kreisen unausgesprochen und freilich Gehorsamkeit gegenüber seiner Lehre empfehle, statt zu solche, wie bisher üblich einzufordern.
      Ich hoffe, daß meine Schreiberei draußen von kritisch empfindenden Leuten gehört werde. Einer anderen Generation nach der Blümchen-Anthroposophie. Einer Generation, welche Christian Clements SKA mit Spannung liest.
      Mir war stets bewußt, daß dieses vielseitige Blog nicht nur Meditation und Devotion für einen freien Menschen mit Rückgrat zum Thema hat, sondern auch eine Klärung für noch selbstzweifelnde Underdogs, die, in ihren Empfindungen noch unartikuliert und unausgesprochen, noch nicht den Mut und Impuls gefunden haben, sich ohne Normen und Statuten in einer eigenen Ethik selbst in der Welt zu verorten, um dort gegebenfalls frei zu sprechen, egal "was die Leute" von ihnen dann "denken". Die täppische Zunge, die sich ihre Worte noch suchen muß, sie darf fehlern, wenn sie unter dem Schutz des eigenen Himmels ihrer Ethik verpflichtet bleibt. Gott vergibt. Manche Menschen nicht so schnell. Die Täuscher aber verstehn es, ihre Zunge gut im Zaum zu halten, achtsam, juristisch wasserdicht (meistens), manchmal gewürzt mit kunstvoller Häme.
      Eine ehemalige Bekannte ermahnte mir, wie rasch man wertvolle Menschen verlieren könne, nur weil man nicht willens sei, gewisse politischen Themen, die unsere Zeit beschäftigen, klug zu umschiffen. Ich würde noch teuer für manche offene Aussprache bezahlen müssen. Mit Einsamkeit. Auf daß der Himmel mir gnädig sei, erbitte ich den Beistand meines Namenspatrons.
      herzlich, mischa

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    2. Ausgrenzung und Einsamkeit ist in den meisten Fällen nur ein Aufbruch zu neuen Ufern, und die alte schlechte Gesellschaft, auch wenn dort einstmals auch viel Gutes geschah, versinkt am Horizont. Unbelehrbare bleiben unbelehrbar. In einem ohnmächtigen Stammeln ist mancher, der umstellt ist von kollektiven Maßstäben, die nicht mehr seinen eigenen entsprechen, manchmal nur zu Entgleisungen fähig, ist, noch im Schockzustand, nicht zu geordneter Artikulation fähig, die aber dann so wie so, weil am falschen Ort getätigt, nicht nachvollzogen, mitempfunden und verstanden werden kann. Ein "zur Ordnung rufen" vonseiten einer überalterten Welt kann nur eine Einladung zurück in den Käfig sein, und wer nimmt schon gerne Abschied, vielleicht für immer. Die Welt ist größer, als das bißchen Anthroposophie. Es gibt "den Respekt vor der Schuld eines Anderen", der ist jedoch oft nur aus der Ferne möglich, und dies beinhaltet kein Verzeihen und Vergeben, sondern das Klären der Umstände der Schuld. Daher wieder nur eine Sichtung der Fakten und Begebenheiten. Ich muß nicht unbedingt in die Empfindungswelt des Ehepaar Haverbeck erst fühlend eintauchen, sie waren nicht Onkel und Tante. Ich kann deren Biographie sichten, und wenn dort etwas zu mir in Resonanz schwingt, kann ich auch einmal hineinfühlen. Und froh sein, dem Glanz einer Verblendung nicht erlegen zu sein. Um ein krasses Beispiel zu nehmen.
      mischa

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    3. „Dass dies zu geistiger Zerstörung führt, ist augenscheinlich, offiziell aber dennoch unwahr.“

      Im Vorbeigehen: Dass dies zur geistigen Zerstörung führt, ja, auch wenn es offiziell als unwahr angesehen wird. Von Seiten sich dafür legitimiert betrachtender Staatsvertreter oder „Gemeinwohl tragender“ Industriebarone und Banken Manager, bzw. Lobby Vertreter …, oder und jetzt wird es eigentlich tragisch, von Seiten eines jeden von uns, mich eingeschlossen, der durch die „Meinung“ eines anderen Menschen hier sich auf „der Insel seiner für sicher angesehener Wahrheiten“ innerlich aufgescheucht und in seinem Vermeinen über die Auffassung eines anderen Menschen aus der Runde offen oder leise aufgeregt erlebt.
      Ich sitze hier auf einem wackeligen Dreifussschemel in meinem windschiefen weihnachtlichen Stallgebäude und mich friert. Es friert mich innerhalb des sokratischen Seelenszenarios, - wonach ich weis, dass ich nichts weis - das dieser weihnachtlichen Geschichte von Bethlehems Stall eigentlich zugrunde liegt. Ich sitze hier mit dem Giftbecher in der Hand.
      Wer oder was ist zu töten durch dieses Gift in meiner Hand? Mein „Vermeinen“ über den anderen Menschen. Meine Vorstellungen über ihn sind auszumerzen. Zu fragen ist, was sagst du jenseits meines Kurzschluss reflexhaften Vermeinens tatsächlich. Abzuscheiden ist, wo spiegle ich mich nur selber in dem, was der andere Mensch hier aussagt.
      Beginn von seelischen Beobachtungen? … nach naturwissenschaftlicher Methode. Stop, stop, … und aufgeregtes Gackern von den Stangen meines inneren Seelenhühnerhofes. Wie soll das gehen. Der dreht ja jetzt völlig durch. Hm … wie kann „man“ nur so naiv sein.

      Bekanntlich steht den Worten Aufmerksamkeit und Achtsamkeit ein „die“ voran. Beide Worte sind also weiblich geprägt. Und Weiblichkeit leben heisst unter anderem brüten, brüten, brüten … heisst fragen, fragen, fragen, was da werden will, erwarten können, was geboren werden will in meine weihnachtliche Stallkrippe hinein. Dann wird es so sein, weil es viele eigene Erfahrungen auf meinem Weg mir bestätigt haben, was ein jeder hier wiederum innerhalb seiner Seelenlandschaft überprüfen, immer exakter herausarbeiten kann, dass sich in mein seelisches Beobachten so manches Ei ablegt. Aber ohne Fragen, ohne sich in Frage stellen kein Ei. Keine wertschätzende Zusammenarbeit von den verschiedenen Hintergründen möglicher Weltbetrachtung her.
      Doch was sage ich hier? Welcher Floh aus dem Heu hat mich da angesprungen dies hier zu sagen? Realistisch angeschaut ist zu erwarten, dass es nicht lange dauern wird, bis irgendein Vermeinen über den windschiefen Zaun vor meinem Stall springt und für unwahr erklärt, was ich soeben hier gewagt habe verlauten zu lassen.
      Für den Verstand ist es einfach nicht usus so zu denken. Und der hat ja hier mehrheitlich(?) das Sagen. Damit mache ich mich vom Acker, nicht ohne eine stille Weihnacht (unter dem „point of zero, bzw. point of stillness) zu wünschen.

      Bernhard Albrecht

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    4. Lieber Bernhard
      Aus Prinzip bin ich dafür, daß wir dagegen sind!
      Auch wenn ich gewiß, worüber weiß ich erst, wenn "Ich seh etwas, was Du nicht siehst, und daß ist 1968er und Lila" zuende gespielt ist, anderer Ansicht oder "Meinung" bin, wünsche ich Dir u. v. a. auch ein bißchen Frieden..mit zwei meiner kurzen "Lieblingslieder" ..
      https://www.youtube.com/watch?v=pVJAURUYrKQ
      https://www.youtube.com/watch?v=Gi-e0KdIxo8
      Weil, das kann doch nicht alles gwesen sein...
      mischa

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    5. In 72 earth years the sun is one macrocosmic day behind the fixed star.

      In 25,920 earth years the sun is 360 macrocosmic days behind the fixed star.

      This is, in a platonic world year the sun is one macrocosmic day behind the fixed star.

      I’m certain the still point is found in Copernicus’ third principle.

      Copernicus’ first principle:
      The Earth rotates on its own North-South axis in 24 hours.

      Second principle:
      The Earth moves round the Sun* and in this revolution the Earth also revolves in a certain way however, not round the N-S axis but round the axis of the Ecliptic which is at an angle with the Earth’s axis. Therefore as the Earth goes through a 24 hour rotation in the year then, inasmuch as it performs approximately 365 rotations in the year, there is added another rotation, an annual rotation. It revolves through this ‘yearly day’ on another axis besides the one taking place in the 24 hour day.

      Third principle:
      A third revolution of the Earth which appears as a retrograde movement of the N-S axis round the axis of the Ecliptic (principles 1 & 2). Thereby, in a certain sense, the revolution round the axis of the Ecliptic is cancelled out.

      (Copernicus’ Three Principles: GA0323, lecture 2)

      Caryn

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  9. Hier noch eine 30 Jahre alte Zusammenfassung Prokofieffs über die platonische Tugenden und die Adventszeit, die dritte Woche:

    Vier Arten von Versuchung kommen in der Zeit von Michaeli bis Weihnachten an die menschliche Seele heran, ganz besonders stark ist jedoch ihre Einwirkung zur Adventszeit, wenn das Übergewicht der Kräfte der Dunkelheit in der Natur über die des Lichtes seinen Höhepunkt erreicht.

    ‘In der dritten Adventswoche nähern sich die luziferisch-ahrimanischen Mächte dem dritten Glied der menschlichen Wesenheit, dem Astralleib. Sie wollen in ihm alle möglichen Leidenschaften, Furcht- und Angstgefühle wecken. Lähmender Schrecken vor der sich nähernden Schwelle der geistigen Welt, deren Hüter ahnend erlebt wird, sowie die Furcht vor der bevorstehenden Trennung des eigenen Wesens in Denken, Fühlen und Wollen erfüllen den Menschen. Er fürchtet nicht nur, sein inneres Gleichgewicht zu verlieren, sondern auch sich selbst, denn er fühlt, wie seine drei Seelenkräfte sich in wilde Tiere verwandeln wollen – in den räuberischen Adler, den brüllenden Löwen und den wilden Stier – die sich auf ihn zu stürzen und ihn zu verschlingen drohen. Wenn jedoch der Mensch nicht die Kraft aufbringt, diesen drei lauernden Untieren bewußt entgegenzutreten, dann dringt eine alles verschlingende Furcht in die unterbewußten Tiefen, und das Bewußtsein gibt sich Illusionen über das eigene Wesen hin. Das aber führt heute zu erhöhter Lügenhaftigkeit. Denn jede Unwahrheit entspringt letzten Endes aus unterbewußter Angst, während die Äußerung selbst der geringsten Wahrheit beachtlichen Mut erfordert. Sogar jegliche Unduldsamkeit den Gedanken und Meinungen anderer Menschen gegenüber entsteht aus einer solchen unterbewußten Feigheit. Gegenüber dieser Bedrohung gilt es nun, die Tugend des Mutes, der Tapferkeit, allgemeiner gesagt, der Geistesgegenwart, herauszuarbeiten, d. i. die Fähigkeit, sich in keiner Situation zu verlieren –, was vom esoterischen Standpunkt aus bedeutet, die drei grundlegenden Seelenkräfte des Denkens, Fühlens und Wollens in harmonischer Wechselwirkung und vollem Gleichgewicht zu halten.’

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    1. Diese hysterisch- adventliche Stimmungslage zwischen grassierender Furcht und wabernden propagandistischen Lügen scheint sich inzwischen globalisiert und als Dauerzustand etabliert zu haben. AfD, Trump und Brexit spielten 2016 auf dieser Flöte, und es wird nicht besser.

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    2. Auf der Flöte der Befreiung von all den propagandistischen Lügen spielten sie, ja, das mag sein.
      Aber selbst das nur vielleicht, und wenn überhaupt, dann wäre es sehr wahrscheinlich auch nur eine Lüge.
      Eine Lüge die endlos weitergeht, solange diejenigen, die behaupten die Wahrheit zu sagen, auch nur lügen und betrügen.
      Da schafft Weihnachten auch keine Abhilfe mehr, garantiert.

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    3. Wieso redet man jetzt vom flöten? Ich verstehe das alles nicht mehr. Hoffentlich ist bald Weihnachten.

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    4. Heute morgen lese ich, daß es eine Diskussion geführt wird, Fake-News, also die auch in anthroposophischen Kreisen und bei etlichen "Waldorf-Eltern" sehr geschätzten Verschwörungslehren unter Strafe zu stellen. Das ist typisch CDU eigentlich - "Strafe!" -
      In der Tat halte ich das für brandgefährlich, da unzählige Menschen ihre tägliche Schulung in Weltverschwörungs-Ideologie, diese Parallelwelten muß der Konsument ja in zahlreichen meist stundenlangen Lehrvideos erst lernen inzwischen brauchen, wie Abhängige ihren Stoff. Die russische Parallelgesellschaft, die man ja nicht zu den "Fremden" zählt, weil Putin so lieb ist, viele Anthroposophen, wie gehabt, wegen ihrer unkritischen Steiner-Rezeption (anglo-dingsbums-Logen), und so ziemlich die ganze Naturköstler-Szene und viele einst sich als "alternativ" wähnenden Menschen werden dies längst als einen aggressiven staatlichen Zensurakt empfinden. Wir stehen hier vor einem regelrechten Entnazifizierungsproblem. Diese ist damals nicht gelungen, nur der Pragmatismus Adenauers, und das Wirtschaftswunder haben das aufgefangen.
      Dennoch, auch wenn das weitgehend vergebiche Liebesmüh bleibt, es gibt bald "Schmalbart" http://christophkappes.de/projekt-schmalbart-eine-einladung/ ... ein Versuch, der mich an Ingrids Intentionen denken ließ. Vorschnelle drastische Strafen gegen etwa Alpenparlament, bewußt tv, jebsens kenfm usw. könnten wirklich die Kluft zwischen Leuten vertiefen, und nur wenige nachdenklich machen.
      mischa

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    5. Ja, Mischa, der BND stellt nach wie vor massiv ein- Stellenanzeigen werden sogar auf Twitter gepostet, und gemeint sind wohl junge Netzkundige. Zu recht. Dass komplette Lügenverlage wie Kopp heute reüssieren, hat aber nicht nur damit zu tun, dass der russische FSB mit dem Einsatz vieler Milliarden so einen Krieg zur Zersetzung des Common Sense führt. Zerstörung ist nun einmal Putins Geschäft- auf physischer wie auf geistiger Ebene. Er kann sonst auch nichts. Aber das Problem ist, dass er zielsicher erkannt hat, dass Millionen von Menschen dafür empfänglich geworden sind. Da ist offenbar ein inneres, geistiges Problem aufgetreten, ein innerer Riss in der Verbindung zum Logos. Das eigene Denken verstrickt sich, koppelt sich ab und sucht in den sozialen Medien nach Rückkopplung. Eine intellektuelle Zombifizierung. Das wirkt wie eine Schwächung des Immunsystems - virale Ansteckung geistiger Art. Dass diese Art Zombifizierung ausgerechnet in der anthroposophischen Szene auf fruchtbaren Boden fällt, zeigt, wie grundsätzlich die Illusion gezüchtet worden ist, durch bloßes Abnicken geistiger Erkenntnisse privilegiert zu sein. In Wahrheit haben sich Spießbürger ein geistiges Kuschelkissen gesucht für die empfindsame Seele gesucht. Jetzt geht es aber um die innere Würde, um den intellektuellen und moralischen Anstand. Da fallen die Hüllen erbarmungslos.

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    6. Das Problem ist, dass im postfaktischen Zeitalter die wirkliche Wahrheit, untergeordnet auch der "common sense", keine Rolle mehr spielen. Jeder hat seine eigene Wahrheit und darf ungestraft alles Abweichende als böse, unmoralisch, würdelos, anstandslos, zombiehaft usw. usf.... bezeichnen.
      Ob das einst als ein kulturell-geistiger Fortschritt in die Zivilisationsgeschichte eingehen wird, bleibt offen, bzw. zumindest fraglich.

      Da es aber nach "unpostfaktischer", also traditioneller, althergebrachter aber anscheinend nicht mehr zeitgeistiger Denkart ziemlich absurd wäre, die komplette wirkliche Wahrheit oder entsprechend eben die Unwahrheit, ungeteilt einzelnen Menschen, Menschengruppen, Lehren, politischen Systemen oder Regierungsformen anzuheften, impliziert dies auch die Tatsache, dass die Wahrheit selbst, oder zumindest Teilwahrheiten heute (wieder) straffällig geworden sind.
      Wahrheiten werden straffällig, wenn sie sich nicht verstecken, aus dem einzigen Grund, dass sie existieren.

      Dass dies zu geistiger Zerstörung führt, ist augenscheinlich, offiziell aber dennoch unwahr.

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    7. Vielleicht passt das hier auch ein bisschen hin: Ein sehr lesenswerter Artikel über die Haltung der sog. deutschen "Friedensbewegung" zu Syrien. Und das von der Taz! Es gibt doch noch denkende Menschen.

      http://www.taz.de/!5361853/

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    8. @ Rainer,

      die deutsche Friedensbewegung tut sich einfach nur schwer, sich auf die Seite von kopfabschneidenden radikalislamischen, großteils ausländischen Söldner-Terroristen zu schlagen. Damit würde sie sich definitiv nicht auf die Seite des internationalen Rechts stellen.
      Die freie syrische Armee spielt eine marginale Rolle, in Aleppo gar keine. Deswegen ist auch die Bezeichnung "Bürgerkrieg" propagandistisch gefärbt. In Wahrheit ist es ein asymmetrischer Krieg der USA, Saudiarabiens und der westlichen Koalition gegen Russland.
      Die Niederlage der Terroristen (propagandistisch als "Rebellen" bezeichnet) wurde in Aleppo mit Freudendemonstrationen gefeiert und auf unzähligen twitter-Meldungen wiedergegeben.
      Szenen wurden auch im deutschen Fernsehen gezeigt.

      Russland verfolgt so wie jeder souveräne Staat zwar eigene Interessen, hat aber nicht "interveniert", sondern kämpft auf Einladung des legitimen UNO-Mitgliedsstaates Syrien gegen illegal und entgegen internationalem Recht in Syrien operierende Terroristen. Damit steht Russland auf der Seite des internationalen Rechts.

      Entgegen dem internationalen Recht, d.h. ohne UNO-Mandat bombardiert die westliche Koalition. Dabei hat sie auch schon mal "irrtümlich" eine Assad-Armmee-Einheit angegriffen und sich nachher kleinlaut entschuldigt.
      Warum musste sie sich entschuldigen? Eben weil dieser Angriff nicht mit internationalem Recht vereinbar ist.

      Wir können nicht die gesamte UNO als demokratische Institution die sie ist, delegitimieren oder in Frage stellen. Sie ist eine weltumspannende epochale Errungenschaft gegen Willkür, Barbarei und Großmachtstreben einzelner Staaten.

      Die deutsche Friedensbewegung weiß genau, dass in jedem Krieg Verbrechen von allen Seiten verübt werden, und das deswegen einseitige Schuldzuweisungen nicht friedensfördernd sein können.
      Natürlich gab und gibt es in Syrien eine friedliche und unbewaffnete Opposition, die gibt es in so gut wie jedem demokratischen Land auch.
      Aber so zu tun, als ob es gerechtfertigt wäre, dass diesen Demonstranten großteils nicht syrische fremdfinanzierte Terroristen zu Hilfe eilen, das geht vielen denkenden Menschen eben doch zu weit.
      Propagandistisch gesteuert, haben wir verlernt die Dinge richtig wahrzunehmen. Terroristen sind keine "Rebellen", vor allem wenn es hauptsächlich Ausländer sind. Da also kaum Syrer gegen die Assad-Regierung kämpfen, gibt es auch keinen wirklichen Bürgerkrieg!
      Es bleibt ein tragisches und unwürdiges Kräftemessen zwischen den USA und Russland, wobei das wirklich Tragische an der Sache ist, dass der Westen nicht mit offenen Karten spielt und sich nunmehr herausstellt, wie absurd und widersprüchlich grotesk seine de facto "pro-Terrorismus-Propaganda" ist.

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    9. Schön, dass der FSB bei uns auch mitliest und sogar im Originalton kommentiert!

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    10. @ Rudolf
      Mit Putin/Assad-Verstehern kommuniziere ich nicht.

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    11. Verstehen kann man alle und sollte man alle können und dürfen. Es wäre sicherlich ein Idealzustand, würde man alle Beteiligten in ihrer jeweiligen Lage verstehen, bzw. ein Manko, eine Kurzsichtigkeit, würde man allein Assad oder Putin nicht verstehen.
      Ehrlich gesagt, ich verstehe die US-Politik und diejenige der US-Verbündeten genauso. Ich verstehe ihre Handlungsweisen, wie sie sich da auf ein Abenteuer eingelassen haben, wo sie nicht mehr herauskommen ohne ihr Gesicht zu verlieren, wie sie nunmehr mit dem Rücken zur Wand stehen und nicht mehr anders können, als den Krieg endlos weiterzuführen.
      Ausserdem geht es vordergründig gar nicht darum ob man Putin, Assad, Obama oder Merkel versteht, bzw. die eine Seite mehr oder besser versteht als die andere, sondern vielmehr, dass man versteht, was für die Erreichung des Friedens notwendig wäre, also das Verstehen des Wahren bzw. Unwahren in der Welt, in uns selbst und in den Anderen.
      Ich habe mir vorgenommen, mit denen nicht mehr zu kommunizieren, die das jeweils Wahre und Gute einzig und allein auf einer einzigen Seite sehen.
      Mal sehen ob ich imstande bin das einzuhalten, ich hab da auch erhebliche Schwächen....;-)

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  10. Klar, man kann auch verstehen, wenn einer seine nervige Alte um die Ecke bringt - alles nur eine Frage der Paradigmen...

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    1. Genau Stephan, verstehen kann man alles.

      Diese ganze Diskussion dient doch nur dazu, uns klar werden zu lassen, wie wichtig es ist, Begriffe nicht falsch zu verwenden.
      Verstehen heißt nun mal nicht gutheißen.
      Verstehen sollte man eben alles, also z.B. nicht nur die Sprache und die Auswirkungen des internationalen Terrorismus, der keine Antworten auf die Herausforderungen der Gegenwart bieten kann, sondern vielleicht auch mal das was andere zu sagen haben.
      Und wer partout Tatsachen nicht wahrhaben will, also beispielsweise die Sprache demokratischer Institutionen, etwa die des internationalen Rechts und der UNO nicht verstehen will, soll es tun dürfen, wenn er meint mit Unverständnis besser zu fahren. Wer die Welt nicht verstehen will, wird sie allerdings auch nicht ändern können! Für sich allein genommen ginge das ja noch, aber wenn dann diejenigen, die über den Tellerrand der Propaganda des eigenen Systems hinausblicken (nicht diejenigen, die alles andere gutheißen wohlgemerkt, bitte keine weitere Begriffsverwirrung!!) als "Putin-Versteher" (= Bösewichte) gebrandmarkt werden, schießt man wohl eindeutig über das Ziel hinaus.

      Frieden kann nur durch Kompromisse und Verhandlungen erreicht werden, nicht durch Missachtung internationalen Rechts sowie Scheuklappenwahrnehmung und -denken.

      Wie wär's denn, auch mal unangenehme weil im Widerspruch zur vorgefertigten eigenen Meinung stehende Tatsachen einfach stehen lassen, wenn man schon nicht in der Lage sein sollte, sie zu widerlegen, zu verstehen oder nachzuvollziehen. Nur allzu oft sprechen Tatsachen ganz von alleine, allerdings eine berechtigte Sprache, wie ich meine.
      Tatsachen stehen lassen ist nicht gleichbedeutend mit der Befürwortung des Bösen.
      Entfernen wir uns doch mal gedanklich von dieser mickrigen sauerstoffarmen Schwarz/Weiss-Welt, die unserem Denken die Fähigkeit raubt zwischen Tatsachen und Beurteilungen, d.h. zwischen verstehen und bewerten zu unterscheiden.

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    2. Nein, man kann nicht alles verstehen: "Game of thrones" ist ab der 3. Staffel, ohne Kenntnis der Bücher, nicht mehr zu verstehen.

      Der Sieg von Ingolstadt (Tabellenletzter) gegen Leipzig (Tabellenerster) am letzten Samstag ist auch nicht zu verstehen.

      H. Niederhausens "Weg des Mädchens" ist ebenso nicht zu verstehen (weil man nicht weiß, was man da machen soll).

      Dass manche Menschen eine ganze Packung Kartoffelchips in einer dichtgedrängelten U-Bahn essen, ist ebenfalls nicht zu verstehen.

      Usw, usf.

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    3. Sagen wir mal so, nicht jeder kann es verstehen.

      Manchen fehlen zum Verstehen die Möglichkeiten,
      Anderen der Wille,
      und wieder Anderen die Fähigkeiten.

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    4. Wie wahr. Massenmörder- Elogen an Assad und Putin sind - gerade auch in einem Thread, der sich mit dem Holocaust beschäftigt- sicherlich nur einer Elite vorbehalten, deren Hirn direkt mit dem Dickdarm verkabelt ist.

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    5. "Die Eloge ist eine Ansprache oder eine schriftliche Äußerung, die betont durch Lobrede, ehrende Worte und Komplimente charakterisiert ist" (Wikipedia)

      Wo sind denn hier die "Elogen" an Massenmörder?
      Es ist wieder ein klassisches Beispiel, wie ein genau besetzter Begriff zweckentfremdet verwendet bzw. mit anscheinend umdefinierter Bedeutung wird.

      Ich soll Putin und Assad "gelobt" haben? Absurd.
      Ich zitiere mich selbst:
      "Der Syrien Konflikt ist in Wahrheit ein tragisches und unrühmliches Kräftemessen zwischen den USA und Russland"
      (beide auf derselben Stufe, also keine Belobigung Assads oder Russlands)

      "Tatsache ist, dass in jedem Krieg Verbrechen auf Seiten aller Beteiligten verübt werden, und dass sich deswegen die deutsche Friedensbewegung schwer tut, sich auf die Seite von kopfabschneidenden radikalislamischen, großteils ausländischen Söldner-Terroristen zu schlagen"
      (Erster Satzteil ist eine kaum zu widerlegende Tatsache, der zweite eine Meinungsäußerung, aber ohne jedes Lob an Putin oder Assad!)

      "Russlands Kampf gegen die Terroristen ist rechtens, da mit Genehmigung eines souveränen UNO Mitglieds, der Kampf des Westens hingegen mit internationalem Recht unvereinbar, da ohne UNO-Mandat"
      (kein Lob an irgendeine Seite, sondern eine unwiderlegbare Tatsache)

      Ich setzte mich damit auseinander, wie Frieden herbeigeführt werden könnte, in so einem thread sicher nichts Abartiges!!
      Da Verbrechen im Krieg definitionsgemäß von allen Seiten verübt werden, ist das einseitige Hervorheben von Verbrechen nur einer Seite als Propaganda zu betrachten.

      Mir geht es keinesfalls um Lob an Assad oder Putin, sondern darum, klarzustellen wie auch die westliche Politik gerade kläglich versagt, wenn es darum geht einen gangbaren Weg Richtung Frieden einzuschlagen. Das bedeutet nicht, dass damit gesagt werden soll, die andere Seite würde das eher bewerkstelligen oder wäre gar von Engeln geleitet!

      Warum sollte aber die Tatsache geleugnet werden, dass eine derart negative moralische Qualität, wie sie die radikalislamischen Terroristen an den Tag legen - und deren Niederlage anscheinend nun bedauert wird - welche sie mit der eigeninitiativ erfolgten Veröffentlichung von grauslichen Köpfungsvideos im Internet der ganzen Welt gezeigt haben, Putin und Assad schwer anzulasten sein dürfte?
      Ich beleuchte lediglich die Widersprüche und Unzulänglichkeiten westlicher Kriegs- bzw. Friedenspolitik, einer Politik die u.a. Al - Nusra (einen Al- Kaida Ableger) unterstützt, mit Waffen versorgt und im Kampf gegen Assad einsetzt und deswegen nun moralisch absolut jede Richtschnur verloren hat.
      Weil sie einfach nicht in der Lage ist sich klar vor der Weltöffentlichkeit von der Unterstützung des Terrorismus loszusagen. Eine besondere Dimension der Tragik.

      Ich kann verstehen, werter Herr Eggert, das unangenehme und schwer zu widerlegende Tatsachen, die mit dem eigenen Weltbild nicht kompatibel sind, zu Irritationen führen.

      Aber unabhängig von alledem, selbst wenn Sie uneingeschränkt Recht hätten, dieser geistige Rückfall in eine verbal zum Ausdruck kommende Analphase steht Ihnen doch nun wohl wirklich nicht gut zu Gesicht.

      Ich finde es schade, denn es gibt so viele interessante und sehr positive Aspekte in diesem Blog die ich sehr schätze.


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    6. @ Rudolph

      "Ich zitiere mich selbst"

      Sehr gut. Wenn man Dein meditatives Kreisen um die eigenen kleinen Gedankengänge in einem Satz darstellen sollte, könnte es dieser sein.

      Was mich am meisten irritiert, ist die Hartnäckigkeit, mit der Du Dich hier um Anerkennung und Verständnis bemühst.

      Bei Facebook (wo die meisten von diesem Blog auch sind) gibt es zahlreiche Anthros, die viel Verständnis für Putin und Assad haben. Da gibt`s auch Leute, die "Lichtgedanken" (!!) nach Aleppo senden und weiterhin Putinfans sind.

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    7. Ich bin kein Putinfan und auch nicht auf der Suche nach Putinfans, sondern bemühe mich um einen Ausgleich der in diesem blog besonders einseitigen Sichtweisen zu möglichen Ursachen des Syrien-Kriegs und dessen daher auch sehr eingeschränkten Diskussionen um mögliche Lösungsansätze.

      Ich analysiere hier nur, was in mir trotz immer wiederkehrender Verwunderung dennoch ein gewisses Interesse für diesen seltsamen Mechanismus erzeugt. Wie mir permanent Dinge in den Mund gelegt werden, die ich nie gesagt habe und eine Haltung angedichtet wird, die ich nicht habe und gegen die ich mich immer wieder verwehre.
      Mich interessieren die Reaktionsabläufe von Menschen, die sich von mit der eigenen Meinung inkompatiblen Tatbeständen irritiert fühlen, das gebe ich zu.

      Mich von einseitigen Betrachtungsweisen wegbewegen wollend, lasse ich Putin dort recht wo er recht hat, und gebe ihm dort unrecht wo er unrecht hat. Genauso wie ich bezüglich dieses Konflikts jedem anderen auch recht gebe, wo immer er recht hat.

      Ich gebe als einzigen den vom Westen unterstützten radikalislamischen Terroristen ungeteilt unrecht, das stimmt. Hier ist dies einfach meine Meinung!
      Wenn mir jemand ein Beispiel, einen Bereich oder eine Sachfrage nennen könnte, wo diese auch recht hätten (bin diesbezüglich noch nicht fündig geworden), wäre ich selbstverständlich soweit offen, dies auch anzuerkennen und beschränkt auf dasjenige wo es zutrifft, ihnen auch recht geben.

      Wie schon mehrmals erwähnt, die ungeteilte Wahrheit ausschließlich auf einer Seite suchen zu wollen oder gar behaupten sie dort gefunden zu haben, zeugt nicht gerade von besonderem Weitblick. Genau das wäre wohl eher ein "meditatives Kreisen um eigene kleine Gedankengänge", als meine doch etwas differenzierenden Betrachtungen!

      Für mich ist sie einfach nur erbärmlich diese Geisteshaltung, wo eine Seite, egal ob der Westen, Obama, Merkel auf der einen oder Putin, Assad usw. auf der anderen Seite entweder ungeteilt und immer Recht oder respektive ausschließlich und immer Unrecht haben. Einfach nur ein Graus!



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  11. Sorry I would be more communicative but having power cuts here!

    So Ignatius Loyola goes into a bank to open up a bank account and the teller asks for identification and he replies : DO YOU KNOW WHO I AM

    Like Eddie Izzard's Death Star Canteen!:
    https://www.youtube.com/watch?v=Sv5iEK-IEzw

    C

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  12. Lieber Leser,
    mir ist das keine Frage, das, nachdem „man“, irgendwann, den Syrienkonflikt“, einfach für beendet erklären wird, „man“ einen weiteren, aus den bereits bestehenden Konfliktherden, in dem Fokus einer breiteren Öffentlichkeit heben wird. Aber nicht um einer politischen Bildung den Weg zu ebnen, in der Hoffnung, auf zunehmend mündige „Bürger“. Sondern mit dem Bestreben, bereits eingebürgerte Stimmungen, entweder zu schwächen oder zu stärken.

    Es ist mir weiterhin keine Frage: Baut man auf die Bildung so eingestimmter Menschen, egal in welcher Völkergemeinschaft, so baut man auf sandigem Boden. Eben dem, der im Winde verweht.

    „Woher“ weht der Wind? So fragt man doch. Nicht von ungefähr wollen die Stimmungsmacher sich zunehmend wehren gegen Stimmungsmache anderer Nationen im eigenen Lande. Und, wer sich dagegen verwehrt, der bestätigt damit zugleich, das der überwiegende Anteil „seines“ Volkes geneigt ist, sich „seine“ Stimmungen machen zu lassen. Und, von daher gesehen, „man“ sich ebenso der Stimmungsmache bedient.

    Schließlich ist die Stimmung im eigenen Lande, bei der nächsten Stimmungs-Abgabe, Ausschlag gebend dafür, welche Stimmung weiterhin die Windrichtung wie dessen Geschwindigkeit anstimmen wird.

    Stimmungen sind, in Gänze, ein Gefüge aus Emotionen. An diesen richten Stimmungsmacher ihr Handeln aus. Die grundlegenden „Komponentenkleber“ für alle weiteren, das sind ihnen die Kräfte in Sympathie und Antipathie. Jeder Mensch trägt diese Kräftekonstella-tionen in sich.

    Was wäre also eine mündige und als das selbst betonte und als das aus Selbstbestimmung gebildete Stimmung?

    ~ B.

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    1. Das Abschlachten in Aleppo mit schöngeistiger Gelassenheit betrachten? Im Ernst?

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    2. Navid Kermani zu dem Thema:
      http://www.deutschlandfunk.de/navid-kermani-dieses-verstaendnis-fuer-putin-entfremdet.691.de.html?dram:article_id=374160

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    3. Genau das Interview Kermanis - "zum vierten Advent"- wollte ich auch gerade posten. Er bringt es mal wieder auf den Punkt - auch die innere Entfremdung gegenüber dem eigenen Milieu. Gegenüber den Putin- treuen Hirngeburten weiter Teile des anthroposophischen Milieus jedenfalls und ihren populistischen Vorbetern empfinde ich nur noch Ekel.

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    4. Lieber Michael,

      ich betrachte, „hier im Blog“, nicht „das Abschlachten in Aleppo mit schöngeistiger Gelassenheit“, sondern die Kommentare.

      ~ B.

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    5. Schöngeister forderten von mir, ich dürfe mich zwar über Kriegsgreuel entsetzen, doch ein strukturiertes Benennen politischer Hintergründe offenbare meine Resonanz zu den primitiven Mächten, die in Aleppo am Werke seien. Ich sei ergo ein primitiver und brutaler Mensch.
      Waschweiber prahlen damit, in Gesprächen die Klippen des Anstoßes durch das Meiden solcher Themen klug zu umschiffen, und sich so ihre zwischenmenschlichen Beziehungen zu bewahren. Da heißt es auch mal "Pschscht!" wenn das Wort "Aleppo" nur ausgesprochen wird. Und auch so kommt man sich beim nur mal Reden darüber vor, wie jemand, der im Cafe in die Blumenschale pinkelt. Das Thema scheint überall unerwünscht, wie etwas äußerst ordinäres, außer vielleicht in den größeren Städten Deutschlands. Ich bin längst nicht mehr wütend, sondern erfüllt mit sehender Gewißheit aus Trauer. Ich gehe dennoch immer noch von aus, daß eine schweigende Mehrheit gegen Putins Mafia ist. Viele Esoteriker denken heute, es sei ein Zeichen geschulter Charakterstärke, angesichts grauenvoller Geschehn nicht mit der Wimper zu zucken, das andere hingegen sei schwach und sentimental. Das hatten wir schonmal, und diese "elitäre Höhe" ist der falsche Weg, der direkt in die seelische Verwahrlosung führt.
      mischa

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    6. Natürlich ist schöngeistige Betrachtung eines Krieges absoluter Quatsch, wie auch Lichtgedanken nach Aleppo und ähnliche spirituelle Verirrungen.

      Die Lösung eines Konflikts erfordert vor allem Realismus. Dieser setzt das Verstehen der Situation und der Ursachen für das Entstehen der augenblicklichen Situation voraus.
      Klar ist nicht Verständnis für Putin gefragt, sondern Verständnis (im Sinne von Kenntnis) der Lage, damit überhaupt erst realitätsbezogene Gedanken über mögliche Lösungsansätze entstehen können, die dann möglicherweise zu gangbaren wirklichen Lösungen führen.
      Eine primitive " Assad oder Putin muss weg" -Ideologie verhindert vernünftige und realisierbare Lösungen, verlängert unnötig den Krieg und das Leid der Menschen.
      Ich bin aber überzeugt davon, dass wer nun glaubt die Ursachen des Konflikts und die augenblickliche Situation seien genau die und genau so wie sie westliche mainstream Medien darstellen, sich selbst das Erkennen und das Verständnis für die reale Situation verbaut und damit auch für sinnvolle Übelegungen in Richtung Beendigung des Konflikts.
      Wer mir jetzt wieder vorwerfen will, ich sei i der Ansicht, dass die Lage diejenige sei, wie sie russische, syrische, iranische oder verschwörungstheoretische Medien darstellen, dem sage ich vorneweg schon nein. Dieser Meinung bin ich absolut nicht, da steckt genauso viel Propaganda drin oder ev. sogar noch mehr, als in westlicher Berichterstattung.
      Dass aber in letzterer gar keine Propaganda steckt bzw. diese die Voraussetzungen schafft, ein auch nur annäherndes Verständnis der Situation zu gewinnen, diese Annahme wäre genau der Irrsinn, der eine Lösung verhindert weil er uns daran hindert ein wirklich umfassendes Bild der Lage zu gewinnen. Der Irrsinn, der, weil er verhindert dass wir auf andere zugehen, den Krieg und das Leid verlängert und damit im Grunde genommen für eine wirklich menschenverachtende Haltung erst die Grundlage schafft.

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    7. Übrigends kann man auch sehr gut die Grundlagenwerke Steiners für die Relativierung von Kriegsverbrechen mißbrauchen:

      "Wahrheit ist nichts fertig in der Welt Vorhandenes, sondern etwas frei und individuell durch das Ich zu Schaffendes".

      Auf Facebook, VAG. Der Kommentator bezog sich auf "Wahrheit und Wissenschaft" und kam daraufhin zu dem naheliegenden Schluß, die Wahrheit über den Massenmord in Syrien liege irgendwie "in der Mitte" oder "hinter der Wahrheit".

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    8. "Kriegsverbrechen relativieren" tun diejenigen, welche Tatsachen leugnen, d.h. zum Beispiel allen Ernstes meinen, in einem Krieg werden solche nur von einer Seite begangen. Derart werden die Kriegsverbrechen der anderen Seite relativiert.
      Abgesehen davon, dass die Anmaßung der Deutungshoheit, was eigentlich alles Kriegsverbrechen sind und was nicht bzw. welche Seite keine solchen begeht, selbst schon eine sehr problematische Sache wäre und dem gesunden Menschenverstand einiges abverlangt.

      Ganz klar braucht es in jedem Konflikt Vernunfts- oder eben eben sogenannte politische Lösungen. Was denn sonst?
      Etwa Krieg bis zur vollständigen Zerstörung des politischen Gegners samt des unschuldigen Staatsvolks eines souveränen Staates? Mit einer unbestreitbar sicher damit verbundenen Verlängerung der Kriegshandlungen und des Leid der Menschen?
      Wer so etwas allen Ernstes fordert, setzt sich nicht für den Frieden ein, sondern rechtfertigt den Krieg. Es gibt heute andere Mittel, Regierungen zum Einlenken zu bringen. Nicht nur absolute Diktaturen, sondern auch die russische.
      Natürlich bedeutet dies, dass man von diesem absurden und brandgefährlichen Weltherrschaftsanspruch Abstand nimmt und alle Völkern und Regierungen ihr Selbstbestimmungsrecht, politisch wie wirtschaftlich, einräumt.

      Vielen sogenannten Friedensbefürwortern ist außerdem gar nicht bewusst, welche Risiken es bedeutet sich mit einer atomaren Großmacht wie Russland anzulegen.
      Wie verbrecherisch es im Grunde ist, das Risiko einer Ausweitung des Konflikts bis hin zu einem möglichen Weltkrieg billigend in Kauf zu nehmen, weil da entschieden wurde, dass ein Diktator namens Assad sein Daseinsrecht verspielt hat.

      Ohne Kriegsverbrechen im Mindesten zu relativieren, eigentlich gerade wenn man sie nicht relativiert, kann und muss festgestellt werden, das ein militärisches Eingreifen in einen souveränen Staat, um so mehr wenn es ohne UNO-Mandat erfolgt, an sich schon eines der schlimmsten wirklichen Kriegsverbrechen ist.
      Im Zeitalter der Vernunft und der Aufklärung spielen Kriege weder geistig noch wirtschaftlich eine für die Bevölkerungen selber relevante bzw. zu rechtfertigende Rolle.
      Es gibt andere Methoden wie z.B. Embargos, das Verbot von Waffenexporten oder kriegswichtiger Güter an "missliebige Regierungen".
      Aber das sind natürlich gerade die politischen Tabu-Themen, die "politischen heiligen Kühe" die niemals geschlachtet werden dürfen, weil sie ja Verzicht für die eigene Regierung bedeuten würden.

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    9. @ Rudolf:
      Es ist auch ein „no go“, sich in die Erziehung eines fremden Kindes einzumischen, weil man findet, daß die Eltern da etwas falsch machen.
      Und dennoch würde ich ohne Bedenken eingreifen, wenn ich sehe, daß eine Mutter oder ein Vater das eigene Kind mißhandelt.

      Und es sind nunmal nicht „politische heilige Kühe“, die derzeit geschlachtet werden, sondern Kinder

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    10. @ Ingrid,

      "Eingreifen" ja, aber es sollte doch auf das Wie ankommen? Oder?
      Gewalt zu befürworten ist immer die schlechteste Lösung. Sollte man denn den Vater oder die Mutter umbringen um zu verhindern, dass diese weitere Kinder umbringen?

      Sprich durch ungeeignete Maßnahmen, wie bewusste Kriegsverlängerung, Verhandlungsunwilligkeit und Unwilligkeit auf durch den Krieg bedingte Vorteile zu verzichten, den Tod von unzähligen weiteren Kindern billigend in Kauf nehmen und mithin moralisch dafür verantwortlich sein?

      Nein, niemals sage ich!

      Ja, leider werden die politischen heiligen Kühe eben nicht geschlachtet, denn das wäre ja gerade eine wesentliche Voraussetzung für das Beendigen des Schlachtens von Kindern, und eben nicht die "Assad muss weg" - Ideologie.

      Es ist und bleibt ein Widerspruch. Mann kann nicht das weitere Abschlachten mit weiterem Abschlachten verhindern.
      Es braucht einfach andere Lösungen, also Einlenken, Verhandeln, Verzicht, politische und wirtschaftliche Zugeständnisse!

      Es steht doch Weihnachten vor der Tür....warum nicht an eine ernsthafte und realistische Umsetzung des Friedens ohne Gewaltanwendung wenigstens nachdenken?

      Und noch was... du schreibst, "wenn ich sehen würde...."! Hast du denn gesehen, wer in Aleppo Kinder umbringt? Warst du dort oder hast du es nur von gewissen Medien gehört? Und auch gesehen oder auch nur gehört, dass es dort Beteiligte gibt, die nicht für den Tod von Kindern verantwortlich sind?

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    11. "Mann kann nicht das weitere Abschlachten mit weiterem Abschlachten verhindern....."

      Kein "freudscher Versprecher", sondern ein einfacher Tippfehler......auch frau kann es nicht ;-)

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    12. @ Rudolf:
      »Hast du denn gesehen, wer in Aleppo Kinder umbringt? Warst du dort oder hast du es nur von gewissen Medien gehört?«
      Gegenfrage:
      Woher weißt Du eigentlich, daß Assad das rechtmäßige Staatsoberhaupt Syriens ist?

      »Mann kann nicht das weitere Abschlachten mit weiterem Abschlachten verhindern.«
      Und noch eine Gegenfrage:
      Hätten, Deiner Ansicht nach, die Alliierten es 1944/45 unterlassen sollen, das rechtmäßige Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches (1938 „offiziell“ 99,1%; aber schon 1934 bestätigt mit 89.9% der gültigen Stimmen – das sind noch etwas mehr als, nach „offiziellen Angaben“, Assads 88,7% im Juni 2014) unter Einsatz von Gewalt zu bekämpfen?

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    13. Es mag sein, dass es einige Staaten gibt, welche die Rechtmäßigkeit Assads als Staatsoberhaupt in Frage stellen. Diese haben aber in der UNO nicht die Mehrheit.
      Wir können das nationale Recht einer Staatenminderheit nicht über das international gültige UN-Recht stellen.
      Er wird er in der Liste der Staatsoberhäupter 2016 von Wikipedia gelistet:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Staatsoberh%C3%A4upter_2016

      Ich weiß, es ist ein Markenzeichen dieses Blogs alles was nicht der eigenen Linie entspricht so ziemlich schnell mit Hitler in einen Topf zu werfen.

      Es gibt da aber einen klitzekleinen Unterschied.
      Hitler hat gegen eine Vielzahl von Staaten Angriffskriege vom Zaun gerissen, massiv internationales Recht verletzt und missachtet während Syrien keinen Angriffskrieg führte sondern selbst von radikalislamischen Milizen welche zu einem guten Teil vom Westen und/oder Saudi Arabien unterstützt wurden, angegriffen und in seiner territorialen Integrität gefährdet wurde.
      Der Angriff der Terroristen und die begangenen Verbrechen stehen in keinem Verhältnis zu innenpolitischen Repressionsmaßnahmen des Assad Regimes gegen unbewaffnete Demonstranten und kann deswegen und dadurch weder moralisch noch nach internationalem Recht gerechtfertigt werden.
      Das ist auch der Grund warum es kein UNO-Mandat für ein direktes Eingreifen von UNO-Truppen oder anderer Streitkräfte in Syrien gibt und zumindest verbal die ganze Welt die Terrormilizen verurteilt und bekämpft.

      Wenn es ernst wäre, wären die Terroristen - die wahren Befeuerer des Syrien Konflikts, schon lange schon von der Bildfläche verschwunden, denn einer wünschenswerten "Terroristen müssen weg - Ideologie", welche den Konflikt schlagartig beenden würde, haben sich auch Assad und Putin längst angeschlossen, und das eindeutig nicht nur verbal.

      Eigentlich mehr als nur ein klitzekleiner Unterschied zu Hitler!


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    14. @ Rudolf:
      Es ging mir mit meinen beiden Gegenfragen weniger um Vergleich im Sinne von Gleichsetzung als darum, Deine bisher geäußeren Argumente ein wenig abzuklopfen:

      Wenn Du Medienberichte generell in Frage stellst, ist auch alles, was Du über den Syrienkonflikt zu wissen meinst, in Frage gestellt.

      Und wenn Du jede Berechtigung, Gewalt gegen das legitim gewählte Oberhaupt eines fremden Staates auszuüben, unter allen Umständen verneinst, verneinst Du damit auch das Vorgehen der Alliierten gegen Hitler.



      Nun kommt also das nächste Argument, das des „klitzekleinen Unterschieds“ — nämlich, daß Assad, im Gegensatz zu Hitler, keine anderen Länder angegriffen hat.
      Würde das nicht bedeuten: wenn Eltern ihr eigenes Kind mißhandeln, darf niemand eingreifen - erst dann, wenn sie Dritte angreifen, dürfen diese sich verteidigen bzw darf man diesen Dritten zu Hilfe kommen?

      Zu Deinem Argument:
      »Der Angriff der Terroristen und die begangenen Verbrechen stehen in keinem Verhältnis zu innenpolitischen Repressionsmaßnahmen des Assad Regimes gegen unbewaffnete Demonstranten«
      verweise ich an den Start:
      Woher weißt Du das? Warst du dort oder hast du es nur von gewissen Medien gehört?



      Im übrigen höre ich in den Nachrichten, daß die Evakuierung wiederaufgenommen wird, und daß der UNO-Sicherheitsrat Beobachter nach Aleppo entsenden will.
      Es ist also keineswegs so, daß niemand über mögliche friedliche Lösungen nachdenkt.

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    15. P.S.: Mein zweiter link führt auf das Nachrichtenportal Sputnik --- der Inhalt deckt sich so ziemlich mit dem, was ich zu Mittag im Radio gehört habe:

      Die amerikanische UNO-Botschafterin Samantha Power zeigt sich vorsichtig optimistisch: »Nach unseren Erfahrungen mit russischen Vetos kann man zwar keine Zuversicht haben, aber wir haben gemeinsam mit Rußland konstruktiv an dem Text gearbeitet, deshalb erwarten wir eine einstimmige Abstimmung in der Früh.«

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    16. @ Ingrid,

      Mir fällt - nachträglich muss ich gestehen - auf, dass deine "Gegenfragen" nicht unmittelbar mit meinen Fragen zusammenhängen und ergo diese meine Fragen gar nicht beantworten.

      Um nicht denselben Anschein zu erwecken, versuche ich mal deine zweite Frage selbst etwas besser und so direkt wie möglich zu beantworten:
      Die Alliierten hätten es nicht unterlassen sollen Gewalt anzuwenden! Sie hätten aber unnötige Exzesse, die nichts mehr zur Beseitigung des Systems beitrugen und nur der unschuldigen Zivilbevölkerung schadeten unterlassen sollen, wie z.B. die Bombardierung Dresdens und anderer Städte mit Hunderttausenden Toten in den letzten Kriegstagen.
      Hast du die Frage gestellt um etwa hierin einen Widerspruch zu meiner pazifistischen Haltung zu erkennen?
      Nun gut, den Einsatz von Gewalt würde ich auch im Syrien- Konflikt unter gewissen Bedingungen befürworten, also wenn das Hauptaugenmerk auf größtmögliche Vermeidung ziviler Opfer gelegt würde und das Ziel nicht - wie auch von der UNO abgelehnt - die Beseitigung des Assad-Regimes wäre, sondern der wahren Verursacher des Konflikts, nämlich IS und Co.

      Alles andere wäre Wahnsinn und würde unkalkulierbare Risiken bzgl. eines gefährlichen ausgeweiteten oder gar weltweiten Konflikts nicht nur mit Russland bergen.
      Wenn wir das ernsthaft wollten oder billigend in Kauf nehmen würden, würden wir uns einfach nur lächerlich machen, mit dieser nicht enden wollenden Druckerei auf die Tränendrüsen der Weltöffentlichkeit mit scheinheiligem Verweis auf das Leid von Kindern.

      Selbes Niveau wie bei Saddam Hussein, mit der verbreiteten US amerikanischen fake-Meldung, dass seine Soldaten in Kuwait City Babys aus ihren Brutkästen gerissen hätten um dann 1,5 Mio. Kriegstote im Irak-Krieg in Kauf zu nehmen (auch ohne UNO-Mandat).

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    17. Ja, ein hoffnungsvoller Anfang wäre es ja, wenn die UNO Beobachter entsenden könnte und diese von den Angriffen der Terroristen geschützt werden könnten.
      Denn ich könnte mir kaum vorstellen, dass Assad selbst diese behindern würde, so wie auch alles andere was nur seinem eigenen Ansehen im In- und Ausland schaden könnte und ihm entgegen der primitivsten Logik immer wieder vorgehalten wird.

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    18. Wolfgang Held, Dornach, Goetheanum,auf meine Frage, ob die gegenwärtige Symphatie für Putin inzwischen "offizielle" Haltung der AAG ist:

      "Nein, davon ist mir nichts bekannt. Die Kriegsverbrechen der syrischen Armee mit Unterstützung Russlands und Irans sind furchtbar und es gibt zahlreiche neutrale Stellen, die das belegen.
      Gleichwohl gibt es Stimmen, die ihr Augenmerk vor allem auf die westliche Schuld und Verstrickung legen.
      Navid Kermani hat vor einigen Tagen im Radiointerview auch die Frage gestellt, warum keine Demonstrationen vor der russischen Botschaft gegen diese Kriegsverbrechen stattfinden.
      Mit herzlichem Gruss, Wolfgang Held"

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    19. Also deckt sich die offizielle Haltung der AAG +/- mit meinen hier vertretenen Positionen, dass sich, wie in jedem Krieg, Verbrechen auf alle involvierten Seiten verteilen!

      Ich hatte auch schon mal begründet, warum es keine Proteste vor russischen Vertretungen gibt!

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    20. A propos Luftangriffe auf Dresden:

      Nach Angaben der USAAF waren im Februar 1945 „mindestens 110“ Fabriken und Unternehmen in Dresden ansässig, die „legitime militärische Ziele“ darstellten.

      Frederick Taylor belegte 2004 erneut die kriegswirtschaftliche Bedeutung der Industrie Dresdens, die Pläne der Deutschen an der Ostfront und Absprachen der Alliierten mit den Sowjets. Er stellte fest, dass die Deutschen den Luftkrieg eröffnet und rücksichtslos geführt hatten, so dass den Briten damals nur noch die Bomber als Offensivwaffe blieben. Er sprach den Angriffen damit eine militärische Rationalität zu, schloss aber nicht aus, dass sie auch Kriegsverbrechen gewesen sein könnten.

      Das … Propagandaschlagwort „Bombenholocaust“ löst die Angriffe aus ihrem historischen Kontext, setzt sie mit dem Holocaust gleich, klagt die Westalliierten als Kriegsverbrecher an, behauptet ihre besondere Grausamkeit und lastet ihnen die eigentliche Kriegsschuld an. Damit bestreiten Rechtsextremisten die ursächlichen Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands und betreiben eine Täter-Opfer-Umkehr.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_Dresden

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    21. Naja, es gibt ja auch noch Hiroshima, Nagasaki und die Inkunator-Lüge von der Pepsi-Werbeagentur würde auch von der Tagesschau und nicht vom Kopp-Verlag mit publik gemacht.
      Ich meine, dass Rudolf schon gute Argumente hat - die Streitfrage liegt in der Wertung, den Paradigmen.
      Von jeglichem Standpunkt aus indiskutabel ist es aber,solche Argumente für Rechtfertigungen für die Scheußliche Item von Alepo heranzuziehen und die dortigen Verbrechen wider jede Menschlichkeit relativieren zu wollen.

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    22. Es war eine Zeit von Diktatoren, die wirklich geballte Macht unter ihren Zwangsvorstellungs-Schirmen entfalteten, mit denen sie die damaligen Völker infizierten oder zwangsbekehrten. Während die Wehrmacht vor Moskau stand und Stalin bereits fürchtete, zur Abdankung gezwungen zu werden, versenkten deutsche U-Boote schon in der Missisippi-Mündung testweise us-amerikanische Schiffe. Während man den Italienern in Griechenland und Afrika zuhilfe eilte. In gewaltigen Kesselschlachten war die rote Armee zurückgeworfen worden, und ganz Europa war von den Achsenmächten dominiert. Auch wenn Britannien Göring eine Grenze zeigen konnte, wie lange noch? Hitlers und Himmlers eigentliches Ziel, und dieser Wahn machte die Krieg nur zu einem Mittel zum Zweck, war ein riesiges Umvolkungsexperiment, was für den Osten geplant war, bei gleichzeitiger Ausrottung einer eingebildeten "jüdischen Rasse", die dann mittels der Unterstützung durch Lochkarten-Rasterfandung schubweise betrieben wurde, beginnend mit wirtschaftlichen Enteignungen. Stalin hatte zwar Millionen verhungern lassen, in dem er ganze Getreide-Ernten zwangs-exportierte, und seine Bevölkerung wie Vieh behandelte, und den Menschen wußte nicht, wie ihnen geschah. Aber die industrielle Gründlichkeit der Shoah, die immer expotentialer betrieben wurde, darauf wurde man sich später zu Recht einig, war an Rationalität und Bewußtheit beispiellos in der Geschichte. Nicht, wie der Kreml heute mit nach Europa flüstert, um "die Deutschen" "für immer zu beschämen", sondern weil man die Dinge nicht im Namen der Ganzen Menschheit vergessen wollte. Vorbild der Shoah war der Todesmarsch der Armenier. Wer hier einen pur naturalistischen Standpunkt bezieht, weil ja schon die Römer die immer neu heranwachsende germanische Jungschar dezimierten, um den Frieden in den Provinzen an Rhein und Donau zu sichern, der "darf" getrost dem Prinzip des Rechtes des Stärkeren "folgen", nachdem der Stärkere und Brutalere, "seine besiegten Völker erziehen" muß, und der Stärkere und Brutalere ist immer die Legitime im Codex der Antiken Welt. Dann war die ethische Übereinkunft, daß die Shoah beispiellos in der Geschichte sei, nur ein Husarenstück der Sieger. Und die Überreaktion Churchills, die Zivilbevölkerung zum aufgeben zu bringen (was in der Tat so nicht gelang, wie erhofft) auch bloß eine übliche Handlung in dieser brutalen Welt. Auch daß der Holocaust mit ein Motiv wurde, diese Bombe zu bauen, und daß man sie einsetzte, weil man nach 6 Jahren erbarmungslosem Krieg traumatisiert war, und die Schnauze vollhatte, wird nicht nachvollziehbar, wenn man sich in juristischen Spielchen gefällt. Klar sollte sie über deutschem Kriegsgebiet gezündet werden. Wie unverwüstlich die Ideologien des dritten Reiches nachschwingen und sogar die Blütezeit eines glühenden Nachkriegsidealismus westlich des Eisernen Vorhangs überdauern konnte, sieht man heute, verstärkt nach der Bankenkrise. Was in der Blüte der Nachkriegszeit im Westen schon in den 60er Jahren kulturell empfindbar möglich wurde, ständig überschattet - natürlich - von den Polit-Intrigen des Kreml, es ging nie um "Sozialismus", sondern um Herrschaft und antike Machtcodices, kann sich heute keiner der eingeschüchterten Zeitgenossen mehr vorstellen.
      mischa

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    23. Von wem sind die Zeitgenossen eingeschüchtert? Von juristischen Spitzfindigkeiten vielleicht auch, die einfach die nach den zwei Weltkriegen mühsam erarbeiteten Visionen von einer menschenwürdigen Welt verneinen. Aufgrund des heute längst skurril anmutenden Gleichgewicht des Schreckens war der damalige Kreml noch geschäftsfähig und in groben Zügen verhandlungsfähig. Im Kampf um Menschenwürde liegt eine andere Pragmatik zugrunde, die vielen heutigen Zeitgenossen, die sich ein Paradies wünschen, noch gar nicht nachvollziehbar ist. Also beschimpft mancher diejenigen, - die einer Vision der Menschenwürde folgen, in der Hoffnung auf den freiheitsfähigen Weltbürger - als ahistorisches und unbebildetes Gesindel. Holt die alten Karten hervor, und uralte Verträge, um einen alten "naturalistischen" Kriegscodex zu reinstallieren, der auch den Völkermord in Armenien als pragmatische Maßnahme erscheinen läßt, die "selbstverständlich furchtbar" war. Und vergißt, daß sich weder Assad noch der Kreml aus ihren Motiven je an Verträge halten werden, weil eben alles geht, wenn man die kulturellen Projekte der Nachkriegszeit des 20. Jahrhunderts als illegitim und blauäugig ausschaltet. Das atomare Gleichgewicht wackelt ja auch, der Zwang immerhin, keinen Fehler zuzulassen. Daß es einmal ein anderes Gerechtigkeits-Empfinden ohne Antizionismus und ohne revanchistischen Anti-Amerikanismus gab, heute ein Querfront Konsens, innert dem auch die USA kritisierbar war, statt Haßzielscheibe, ist heute und im Augenblick sogar vielen "Mainstreamern" längst in Vergessenheit geraten. Menschen, die im Bösen - zu allem - entschlossen sind, könnte man nur mit ebenbürtiger Entschlossenheit entgegentreten, oder man läßt sie eben mal alles tun, was ihnen an Destruktion möglich ist. Ob sie irgendwann aufhören? Immerhin haben das viele apathische Zeitgenossen begriffen, daß sie nicht die Entschlossenheit einer ruinierten und entseelten Biographie eines dieser Clansmenschen besitzen, legen die Ohren an, und hoffen, daß diese Zeit ohne viel weiteres Unbill an ihnen vorüberziehe. Andere erliegen dem endomorphinen Schub der Unterwerfungs-Lust, und geben den Anwalt.
      mischa

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    24. Moin Mischa,

      ein Wunsch von mir an 2017 lautet "Hoffentlich wird mein Egoistenblogfreund Mischa B. es im kommenden Jahr schaffen, seine langen Kommentare in Absätze zu formatieren" (wobei ich noch überlege, ob ich diesen Wunsch an "das Universum" richten soll, als Bestellung, klappt ja scheinbar bei einigen) Schöne Grüße!

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    25. (Ja, liebe Rainer. Moin Moin.)
      Die "Friends of Dresden" und der "Dresden Trust", die beim Neubau der Frauenkirche mitwirkten, sind aus aufrichtigen Versöhnungsbedürfnissen entstanden, ebenso der bereits lange zurückliegende Kniefall im Regen, getan von Willy Brand, im zuvor einst fast vollständig ausradiertem Warschau. Dazu kommt das, - für eine orthodox antike Kriegs-Auffassung rätselhafte - , Teilnehmen deutscher Staatsoberhäupter an alliierten Siegesfeiern, eine rituelle Geste, die denjenigen Gruppen gegen den Strich geht, die in Marlene Dietrich nichts als eine Volksverräterin sahen, statt als ein Beispiel individueller Biographie, mit Ethik, ihr Erfolg hin oder her..

      In solchen zwar rituellen Gesten (Kniefall, Spenden für Dresdner Kirche) manifestierte sich das Grundbedürfnis eines Hungers nach Bewußtsein und Versöhnung. Die emotionale Seite der Vernunft. Begleitet vom Hohn und Spott derer, die sich durch Versöhnungsgesten erzogen, ja kastriert fühlten. Und sich durch jeden Gesellschaftsvertrag und Landfrieden in ihrem Ur-Recht auf Intrige und privaten Krieg geknebelt sehen. Wie sich dieses Ur-Recht gestaltet, kann man zum Beispiel in Mario Puzos Romanen nachlesen. Hier steht es jedem Menschen frei, alle seine Freunde und Verwandte zu nichts, als zu nützlichen Idioten zu machen, und das Leben zu einem Spiel auf Leben und Tod zu erklären. Zu einem Spiel, in das jeder ernstzunehmende Freund in vollem Bewußtsein der Konsequenzen einwilligt.

      Für diese Menschen kann nur der Krieg allein wahrer Bedeutungshintergrund sein, und jeder Gesellschaftsvertrag, jedes Gewaltmonopol wird als Demütigung empfunden. Wer sich an irgendwelche Gesetze hält, allein schon im Versuch, diese widerwillig aufgrund ihrer karierten juristischen Unvollkommenheit zähneknirschend nachzuvollziehn, gilt als verlorener Mensch, der sich selbst aufgegeben hat.

      Das jedoch verengt den Horizont enorm, denn jede Lebensäußerung ohne absolute Bedrückung durch abwartendes Schweigen (scheinbare Unterwerfung) oder bedingungslosen Überlebenskampf gilt hier als sklavisch unwürdig. Und jeder gewaltfreie Gesellschaftsentwurf als "heiße Luft".

      Bleibt aber dieses "Urwissen", daß alle Gewaltmonopole für den Wahrhaft Freien Menschen nur demütigend sein können, einer exklusiven Herrscherclique in spe vorbehalten, um die Schwächeren und Dümmeren glücklicher zu machen, hält man sich für eine Clique erlauchter Revolutionäre...

      Steiner versuchte die Versuchung zu denken, und zu formulieren, die darin liegt, alle zwischenmenschlichen Beziehungen auf das Prinzip vom nützlichen Idioten zu reduzieren. Der wahre Anarchist ist sich dieser Dinge bewußt, und ordnet sich dennoch den Prinzipien mentaler und materieller Wertschöpfung mal mehr, mal weniger mitgestaltend ein, nicht unter.

      Denn der entfesselte Mafioso und auch der Revolutionär ist ein Schmarotzer, dessen Ziel ein individuelles Scheinparadies für sein eigenes Umfeld ist, in dem alle Wertschöpfungen des Gemeinwesens zu Gunsten des insgeheim Charakterlosesten untergeordnet werden. Die Dummen arbeiten, die "Starken" plündern. Dazu gehört auch das Schmarotzertum an der Identität der Wertschöpfenden Menschen, denn der Mafioso lebt wie eine Made in den Hüllen der Identität derer, die kulturelle, mentale und marterielle Werte erschaffen. "Dinge", zu denen er selbst aufgrund seines durch Intrige und insgeheime Gewaltverherrlichung - und realisierung usw. verengten Horizonts nicht mehr fähig ist. Dazu läuft noch der zwanghafte ganze Rachecodex. All die Faßbomben und Auftragskiller ..
      mischa

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    26. Es ist die offene und uneingestandene Sehnsucht nach dem Ausbruch aus diesem mühsamen vielschichtigen Wertschöpfungsprozeß, der alle Autoritarismus-Sympathisanten seelisch vereint. Dazu gehört auch das kleine hämische Pauschal-Verachten einer "Lügenpresse" und das sich gemeinsame Erfreuen am Gestank intriganter Fama. Der Geist, der bei öffentlichen Hinrichtungen in der Geschichte immer zugegen war, wird beschützt durch falsche Philosophen und durch Juristen rationalisierend aufbereitet. Ein geistiges Auge frißt mit.

      Denken wir an die Mühen der Wertschöpfungs-Prozesse, die den Landfrieden und den sozialen Frieden mit ermöglichen. Von diesen Dingen hängt so vieles ab. Es gibt viele offene Fragen, die in diesen Zeiten in den Hintergrund getreten sind. Autoritarismus-Sympathie ist wohl auch ein Ausbruchsversuch aus einer schwierigen Diskussion um grundlegende geistige Wertschöpfung, die natürlich mit Weihnachtskalendern aus der Blümchen-Anthroposphie nicht gelöst werden, denn diese leeren Rituale haben mit einem Warschauer Kniefall von Willy Brand, der zwar auch rituell war, wenig gemein.
      mischa

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    27. @ Ton und Stephan,

      selbstverständlich kann man nicht einzelnen Kriegsverbrechen, es handelt sich hier ja immer um einzelne verbrecherische Handlungen, die gleiche moralische Relevanz wie der Kriegsschuldfrage oder gar des Holocausts beimessen.
      Das hat hier niemand getan!

      Diesen Eindruck aber zu erwecken, mit eklatant aus ihrem Zusammenhang gerissenen Zitaten ("Bombenholocaust laut Wikipedia) ist geradezu perfide!
      Der Wikipedia-Eintrag sprach von "Bombenholocaust" im Zusammenhang mit Erwähnungen dieses Begriffs in der rechtsextremen Szene. Es ist infam, wenn man also diesen Tatbestand verschweigt und jegliche Hinweise auf einzelne Kriegsverbrechen in die Nähe einer natürlich unbestreitbar danebenliegenden Geisteshaltung bringt, nach welcher einzelne Kriegsverbrechen in ihrer moralischen Tragweite dem Holocaust gleichgesetzt werden könnten.

      Nach dieser Logik, dürfte man ja über Kriegsverbrechen gar nicht mehr sprechen, es wäre so quasi nicht mehr erlaubt auszusprechen, dass in jedem Krieg solche Kriegsverbrechen auf allen Seiten verübt wurden und werden. Das wäre total abwegig!

      Wirklich problematisch ist die andere Seite derselben Medaille, also die Tatsache, dass durch dieses "Sprechverbot" über Kriegsverbrechen nur der einen Seite, solche Verbrechen allzu leicht aus dem historischen Gedächtnis getilgt werden können und damit relativiert werden. Das wäre der echte Wahnsinn!

      Das relativieren wollen der flächendeckenden Bombardements der letzten Kriegswochen im 2. WK wäre ein geistiges Verbrechen und eine Verhöhnung unzähliger unschuldiger Opfer. Denn es gibt keine "Tätervölker", es gibt verbrecherische Regierungen, welche Angriffskriege anzetteln, und verbrecherische Regierungen oder auch nur Befehlshaber, welche Kriegsverbrechen anordnen. Deswegen gibt es auch keine "Verbrecherarmeen", außer wenn es sich um marodierende Truppenteile handelt, bei denen jegliche Befehlsstruktur zusammengebrochen ist, denn Armeen bestehen zum Großteil aus Befehlsempfängern.


      Kriegsverbrechen sind durch nichts zu rechtfertigen, wenn auch nachgewiesenermaßen die Schwelle, was als solches einzustufen ist, je nachdem variiert, ob diese in einem Angriffskrieg oder in einem Verteidigungskrieg verübt werden.

      Beim Syrien-Konflikt handelt es sich um einen Verteidigungskrieg gegen Terroristen, sonst wäre schon vor Jahren mittels UN-Resolution die Assad Regierung in den Keller der Geschichte verlegt worden.

      Niemand in diesem Blog verwendet Verweise auf die Bombardierung Dresdens um Verbrechen Assads zu rechtfertigen oder zu relativieren. Wo es sich um solche handelt, und es nachweisbar ist, müssen diese verurteilt werden.

      Ich betonte schon öfters, dass es schwer sein dürfte, Assad persönlich Befehle nachzuweisen, bewusst und gezielt Kriegsverbrechen wie die Bombardierung von Schulen oder gar Kinderkrankenhäusern nachzuweisen. Es würde der primitivsten Logik widersprechen, wenn er dies tun sollte, überdies im eigenen Land.

      Aber sogar wenn solche Verbrechen nachweisbar wären, es wäre ein Unding damit beispielsweise Flächenbombardements im von Assad kontrollierten Teil Syriens zu rechtfertigen und damit den Tod und das Elend von Millionen von unschuldigen Menschen zu verursachen oder in Kauf zu nehmen. Oder gar die Ausweitung bis hin zu einem weltweiten Konflikt zu riskieren.
      Und erst recht bedenklich würde ich sagen, wenn dieselben Menschen und Propagandisten es dann noch fertig bringen herzzerreissende Kinderbilder herumzureichen um auf die Tränendrüsen der Medienkonsumenten zu drücken, welche dazu gebracht werden sollen an die Sinnhaftigkeit der Weiterführung eines sinnlosen und alptraumhaften Krieges zu glauben.
      Die einzige Lösung des Syrien-Konflikts sind Verhandlungen, Kompromisse und wenn schon der vereinte weltweite Kampf gegen den Terrorismus.
      Vielleicht sollte man gerade im Hinblick auf die gestrigen Ereignisse in Berlin das nicht aus dem Auge verlieren.


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    28. @Rudolf: Ihre Troll- Aktivitäten haben jetzt - wie leider nicht nur in diesem Blog- wieder den Grad der themen- unabhängigen Dominanz erreicht. Daher greife ich ab jetzt durch Löschen selektiv ein.

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    29. "Beim Syrien-Konflikt handelt es sich um einen Verteidigungskrieg gegen Terroristen".

      Man kann und mag es nicht mehr hören, angesichts Giftgaseinsätze und Faßbomben gegen Frauen, Kinder und Greise nicht mehr als ein zynisches Geschwätz (Die Länge der jeweiligen Kommentare als Versuch, Ernsthaftigkeit und Seriösität zu suggerieren).

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    30. https://m.youtube.com/watch?v=QCOaCkTHZQA&feature=youtu.be

      Zivilisten fliehen in Aleppo unter Lebensgefahr aus einem von Rebellen besetzen Gebiet zu den Regierungstruppen

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    31. "In vielen Ländern der arabischen Welt demonstriertenfortan Menschen für mehr Freiheit, Gerechtigkeit und bessere Lebensbedingungen. So auch in Syrien. Als Jugendliche aus der südsyrischen Stadt Daraa Parolen des Arabischen Frühlings an Wände sprühten, reagierten die syrischen Sicherheitskräftebrutal. 15 Kinder der Familie al-Abazeed wurden festgenommen. Das älteste Kind war 15 Jahre alt, das jüngste neun. Daraufhin gingen Tausende auf die Straße, forderten die Freilassung der Kinder und ein Ende von Korruption und Willkür sowie politische Reformen – innerhalb des Systems.

      Am 29. April 2011 wurde der 13-jährige Hamza al-Khatib auf einer Demonstration in Daraa festgenommen. Einige Tage später wurde den Eltern der Leichnahmübergeben. Er war mit glühenden Zigaretten und Elektroschocks traktiert und zu Tode gefoltert worden. Einige Knochen waren zerschmettert und sein Penis abgeschnitten. Die Bilder seiner Leiche führten zu massiven Protesten gegen die Brutalität der Sicherheitskräfte."
      " Viele Syrer forderten von Assad eine harteBestrafung der Peiniger. Doch Assad bezeichnete die Demonstrationen als ausländische Verschwörung und die Opposition als Terroristen, die al-Qaida nahe stünden."
      "Der aus Homs stammende Torwart der syrischen Fußball-Nationalmannschaft, Abd al-Basit Sarut, avancierte zum Gesicht der Revolution.[5] Seine Lieder, wie zum Beispiel “Jannah Jannah” (arab. Paradies, Paradies), wurden zu Hymnen der Revolution. Auch die alawitische Schauspielerin Fadwa Suleiman wurde zur Symbolfigur der Opposition.[6] Den Sänger Ibrahim al-Qashoush aus Hama taufte man „Nachtigall der Revolution“. Mit dem Lied „Yallah irhal ya Baschar“ (Los, hau ab oh Baschar) zog er den Zorn des Regimes auf sich.[7] Am 4. Juli 2011 fand man al-Qashoush mit durchgeschnittener Kehle in einem Fluss."
      http://www.alsharq.de/2013/mashreq/libanon/was-man-uber-den-syrien-konflikt-wissen-sollte/
      Ziel der hypriden Fake-News der Kreml-Mafia, ebenfalls illegitime Machthaber, in diesem Fall in Rußland, ist es, solche Tatsachen-Berichte zu relativieren, und mundtot zu machen. Hybrider Infokrieg hat sich als effektiver als einfache Zensur erwiesen, vor allem in der Außenpolitik. Wenn man mit Syrern spricht, oder in andern Fällen mit Menschen aus der Ukraine, dann merkt man schon, daß solche Berichte, wie die auf dem link-zitierten Blog keine "Propagandalügen" sind. Protestieren gegen psychisch degenerierte Gewaltherrscher und ihre "Polizei"-Apparate können Araber und Ukrainer alleine.
      Witzig übrigens ..alle autoritären Menschen unterstellen denjenigen, die von Ihnen unterdrückt werden, unter "schlechtem Einfluß" zu stehen, um ihnen eigenes und eigenständiges Denken und Handeln abzusprechen.
      mischa

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    32. "Tatsachen-Berichte"? Das Internet ist voll von sich widersprechenden "Tatsachen-Berichten"!
      "Propagandalügen und Infokrieg"? Ja sicher, aber wirklich nur auf einer Seite?

      "Mit Syrern gesprochen"? Mit welchen? Einige wenige repräsentieren die Mehrheit?

      "Psychische Degeneration"?
      Tatsache ist, echte Tatsache diesmal, daß das ultimative Stadium dann eintritt, wenn man den eigenen Opfern die Schuld zuweist!
      Doch die Berücksichtigung von Tatsachen führt heute zu bemerkenswerten Schlüssen bzw. zu ganz und gar unbeabsichtigten Erkenntnissen:
      Assad ist psychisch degeneriert, weil er die Terrormilizen für das Leid der syrischen Bevölkerung verantwortlich macht.

      Das Ende der Beweiskette: Wer jetzt immer noch nicht verstanden hat, was wir den Terrormilizen alles verdanken, ist selbst psychisch degeneriert.


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  13. "Eben dies steht im Mittelpunkt des Konfliktes in Syrien: Russland fordert eine politische Lösung des Konfliktes auf der Basis der Achtung der Souveränität des Landes"

    Die anthrop. orientierte Website "Themen der Zeit".

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