Zwölf unheilige Nächte

Nun wird ja in der anthroposophischen Binnenwelt gern tradiert, das bürgerliche Bilderbuchheim ausgeschmückt mit Symbolen, Ritualen, Accessoires, aber auch mit mehr oder weniger durch die Mangel gedrehten Aussagen Rudolf Steiners. Das funktioniert beispielsweise so, dass zusammengesuchte Aussagen Rudolf Steiners - etwa zu den Zwölf Heiligen Nächten und den Advents-Stimmungen - in einem Brevier von Herbert Hahn zusammen getragen, bearbeitet, interpretiert und in Form gebracht worden sind, was dann durch eine Waldorflehrerin ins Netz gestellt worden und schließlich in Facebook- Foren weiter gegeben wird.

Eventuelle Umschreibungen sind dabei ebenso wenig erkennbar wie die Frage geklärt ist, ob in der Quelle eventuell hinterlassene private Äußerungen Rudolf Steiners (manchmal im Nachlass eines Anhängers gefunden, manchmal nachgewiesenermaßen gefälscht) zugrunde gelegt werden oder zumindest einfließen. Auch wenn das alles nicht der Fall ist, bekommen die hier gemeinten Äußerungen einen deutlichen Spin weg von individueller „Erkenntnis“ hin zu normativem Verhaltenskodex, um sich als ein „anständiger Anthroposoph“ zu beweisen- und zwar, was Vor- und Weihnachtszeit betrifft, geradezu mit klösterlichem Strenge und mit höchstem spirituellem Anspruch. So bekommt das daraus entspringende Brevier einen geradezu mittelalterlichen Duktus, kategorischen Charakter und moralisch-spirituellen Norm-Charakter- weit entfernt von einer „Erkenntniswissenschaft“. Dazu kommt - in der Überlieferung von Hahn- die spezifisch anthroposophische Larmoyanz-  das Selbstgefühl, als sensibler spiritueller Mensch an der Grobgestricktheit und Oberflächlichkeit der Gegenwart zu leiden: „Für den Lichtsuchenden sollen in der Advents-Zeit die Widerstände des Lebens ein besonderer Prüfstein sein.“

Ja, die Widerstände der Zeit. Und, vor allem, die der Zeitgenossen. Schon werden aus der Erkenntniswissenschaft einige Phrasen abgeleitet wie „Leid und Schwierigkeiten werden uns als Proben geschickt“ und es wird ermahnt, diese schrecklichen Zeitgenossen, „durch die uns Schweres geschieht“, nur als „Werkzeug“ zum eigenen inneren Wachstum anzusehen. Das wird als besondere Toleranz ausgelegt, als „Einfügen“ in die Situation, „ohne uns zu verlieren“. Leider ist die implizierte Überheblichkeit, die darin liegt, Andere als störende Elemente anzusehen, nicht im geringsten Thema dieser selbsterhebenden Weihnachtsbetrachtungen.

Im Gegenteil. Es geht dem strebsamen Anthroposophen schließlich darum, sich „das Göttliche“ mit Haut und Haaren „tatsächlich einzuverleiben“- d.h. noch weiter das „aus(zu)schalten“, was „mit der irdischen Persönlichkeit zusammenhängt“. Aus dem Willen zur Erkenntnis wird der Anspruch, der Impetus, der kategorische Befehl: „Wir sollen ganz kindhaft sein“. Den ganzen Ärger wie „Diskussionen“ mit Anderen sollen wir lassen, um die „Gereiztheit zu überwinden“. Das wiederholt benutzte „Wir“ ist dabei ebenso verräterisch wie das „Sollen“: Ein Brevier für Insider, eine Anleitung zur korrekten anthroposophisch- kollektiven Einstellung.

Tatsächlich lautet die nächste Zwischenüberschrift auch „Weihnachtseinstellung“. Nun wird zunächst jede adventliche Woche mit Verhaltensvorgaben im Detail besprochen, stets bezogen auf die natürlichen Vorgänge und auf korrektes spirituelles Vorgehen, das allerdings als reine Phrase daher kommt („..denn da ich Negatives abbaue, wird Raum für das Göttliche“) Bis zum Vierten Advent steigert sich das Vokabular stetig, bis hin zur „Beherrschung des irdischen Körpers; nur dann kann der Gottessohn im Menschen erwachen.“ Also reißt Euch zusammen, Weihnachten steht vor der Tür.

Mit dem Weihnachtsabend beginnen die zwölf Heiligen Nächte. Nun geht das Brevier über in den Tagesrhythmus. Der sprachliche Modus wechselt von „Sollen“ zu „Müssen“: „Am 24.Dezember beginnen die Zwölf Heiligen Nächte. Sie sind Symbole für die zwölf Seelenkräfte, die wir in uns lebendig machen müssen. Und so gilt diese Einstellung für immer, nicht für die zwölf Nächte allein.“ So werden die Anweisungen immer spezifischer: „In die Zwölf Heiligen Nächte soll man wachbewusst hineingehen. Für die erste Nacht bis ein oder zwei Uhr wach bleiben; während der anderen Nächte möglichst regelmäßig, also zur gleichen Zeit zu Bett gehen. Überhaupt einen regelmäßigen Rhythmus haben in dieser Zeit. Ist das im Äußeren nicht möglich, dann soll man es innerlich versuchen. Wer die Stille im äußeren Ritus nicht durchführen kann, soll versuchen, sich der Heiligkeit der Zeit stets bewusst zu sein. Besonders bewusst selber aber nichts durchgehen lassen, keine hässlichen Regungen in der Seele haben, immer strenger und strenger mit sich selber sein.“

Ich persönlich finde, dass die kulturellen Erwartungen, symbolisiert durch Konsum und gegenseitige Geschenke, aber auch der Druck, im familiären Rahmen friedlich miteinander umzugehen, durchaus schon belastende Faktoren sind. Die erwachsenen Kinder stossen auf das Elternpaar mit seinen spezifischen Konflikten, die ohnehin dazu neigen, unterm Weihnachtsbaum zu eskalieren. Die überzogenen Erwartungen, womöglich gesteigert durch das Hinzustossen von Oma oder Schwiegermutter, lassen das Dogma des friedlichen Familienfestes nicht selten ins Gegenteil umkippen. Die spezifische anthroposophische Dogmatik, „immer strenger und strenger mit sich selber“ zu sein, um die eigene „Wiedergeburt“ zu erlangen, setzt dann die christliche Norm gewissermaßen auf Droge: „Wir müssen versuchen, die Zwölf Heiligen Nächte gesetzmäßig und richtig zu verleben, denn wir brauchen jedes Jahr, um an unserer Wiedergeburt zu arbeiten und dürfen keines verlieren.

Wir dürfen nicht, wir müssen, wir sollen: Unter dem zentnerschweren Druck anthroposophischer Weihnachtsbreviere feiert sich eine Dogmatik selbst, die zu allem anderen führt als zu federleichter, entspannter geistiger Hingabe: So wird Egozentrik gezüchtet, ein krampfhaftes Klammern an das, was gerade verhindert, „die Gralsburg in uns auf(zu)bauen.“ Das ist einerseits natürlich Geschmackssache, andererseits aber so symptomatisch für die anthroposophische Bewegung selbst, die Rudolf Steiners Erkenntnisse über die Jahrzehnte hinweg immer mehr zu etwas gemacht hat, was jede klassische katholische Dogmatik um Längen übertrifft.

Kommentare

  1. Erfreulicherweise steht in diesem Weihnachtsbrevier nichts davon, dass man in der heiligen Zeit auf das Gucken von Bundesliga und US-Serien verzichten muss, dann geht das noch, finde ich.

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  2. Von Advent bis 6.Januar

    Am 24.Dezember beginnen die Zwölf Heiligen Nächte. Sie sind Symbole für die zwölf Seelenkräfte, die wir in uns lebendig machen müssen. Und so gilt diese Einstellung für immer, nicht für die zwölf Nächte allein.

    Am 31.12. um zwölf Uhr größte Sonnennähe, daher fünfeinhalb Tage vor- und nachher die Zeit der Heiligen Nächte. In diesen dunklen Nächten ist uns die Geistessonne am nächsten. Sie durchscheint die Erde von innen, durchflutet alles, nicht wie später: die Erde von oben bescheinend.

    In die Zwölf Heiligen Nächte soll man wachbewusst hineingehen. Für die erste Nacht bis ein oder zwei Uhr wach bleiben; während der anderen Nächte möglichst regelmäßig, also zur gleichen Zeit zu Bett gehen. Überhaupt einen regelmäßigen Rhythmus haben in dieser Zeit. Ist das im Äußeren nicht möglich, dann soll man es innerlich versuchen. Wer die Stille im äußeren Ritus nicht durchführen kann, soll versuchen, sich der Heiligkeit der Zeit stets bewusst zu sein. Besonders bewusst selber aber nichts durchgehen lassen, keine hässlichen Regungen in der Seele haben, immer strenger und strenger mit sich selber sein.

    Im Weihnachtserlebnis, in den Zwölf Heiligen Nächten, wird der Keim gelegt zu den zwölf Monaten des Jahres. Darum sind diese zwölf Tage so wichtig. Wenn wir z.B. in den ersten Tag entgleiten, legen wir einen Keim, der im ersten Monat dann negativ im Blute aufgeht.

    Wir müssen versuchen, die Zwölf Heiligen Nächte gesetzmäßig und richtig zu verleben, denn wir brauchen jedes Jahr, um an unserer Wiedergeburt zu arbeiten und dürfen keines verlieren.

    24./25.Dezember:
    Der Heilige Abend, an dem Christus der Seele geboren wird. Und die Seele fragt: Kann ich mit all meinen Schwächen und Mängeln und Leidenschaften erlöst werden?
    Symbol: Der Stall von Bethlehem, denn in dieser Niedrigkeit und Armut wurde das Licht der Welt hineingeboren.
    Die Stimme der Stille dringt zur Seele und lehrt sie, das Gute in uns und in anderen freudig zu bejahen.
    Mysterium: Die suchende Seele im Dunkel eines weglosen Waldes.
    (Steinbock: Göttlicher Geist wird im Stoff geboren - Geist und Stoff, das A und O, berühren sich und es entsteht Leben.)

    25./26.Dezember:
    Die Johannesnacht: Der Adler, der Seele hebt die Schwingen und sieht, von höherer Warte zurückblickend, auf sein Leben. Der Mensch erkennt darin das Karma-Gesetz.
    Mysterium: Wahl des steilen und breiten Weges. Schwer zu finden ist der Pfad des Geistes für das Fleischgeborene (Bhagavad Gita).
    Ich-gebundenes oder Menschheits-Geweihtes Leben (Wassermann).

    26./27.Dezember:
    Nun folgen die drei Nächte der weißen Lilie.
    Die Seele erkennt, dass sie sich nicht oben halten vermag, dass sie wieder hinuntergezogen wird, weil noch so viel Erdhaftes an ihr ist. Die Seele schickt sich bewusst an, den irdischen Körper zu reinigen, in dem sie jede Speise gleichsam als heilige Wegzehrung ansieht.
    „Ich bin das Brot“ (Ausspruch des Christus Jesus). Wir kommen aus dem Brote und kehren zurück in das Brot.
    Mysterium: Nie das Ziel der Ziele vergessen bei den weiten Wanderungen im Erdreich (Fische).

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  3. 27./28. Dezember:
    Bewusst den Astralkörper reinigen. Antipathie und Sympathie wird in All-Liebe umgewandelt, Leidenschaft und Begierden schweigen. Die Christuskraft durchleuchtet und durchkraftet in uns, was luziferisch ist, was ahrimanisch ist.
    Mysterium: Die Arbeit an mir selbst dient dem Wohle des Ganzen.
    Der Erzengel Uriel hält uns den Spiegel vor, in dem wir sehen, was wir sind (Widder).

    28./29.Dezember:
    Bewusst den Gedankenkörper reinigen. Gedankenzucht, Konzentration auf Positives, Umwandeln der schwarzen Gedankentauben in weiße, denn unser Denken gleicht, solange es nicht bewusst ist, einem Taubenschlag. Diesen Taubenschlag auch schließen vor fremden, negativen Gedanken.
    Mysterium: Tempel, den Jesus Christus reinigt (Stier)

    29./30.Dezember:
    Nun folgen die drei Nächte des Schwertes. Petrus-Nacht. Nacht der Schwertweihe.
    Jeder muss sich das Schwert der Unterscheidung selbst schmieden. Jeder muss mit geistiger Willenskraft die beiden Stücke, das Todlose, Ewige, und das Vergängliche zusammen schmieden, um die Wahrheit kennen zu lernen.
    Mysterium: Gottessohn mit Menschensohn verschmelzen (Einssein-Zwillinge).

    30./31.Dezember:
    Die Schlange am Schwertknauf: Weisheit.
    Man soll sich mit erhabener Lektüre beschäftigen. Es ist die Nacht des großen Befehls.
    Das Mysterium der Tätigkeit: Wer befiehlt über unsere Seele? Wer ist der Herr über unsere Seele, der Täter unserer Taten?
    Wir haben die Freiheit.
    Den guten Willen in uns stärken (Krebs).

    31.Dezember/1.Januar:
    Das Kreuz am Schwertknauf: das Opfer.
    Umgürtet mit dem Schwert der Christuskraft spricht die Zunge die Wahrheit, ohne verletzen zu können. Es ist die Nacht des Entsetzens.
    Mysterium: Der Ritter, der Streiter mit der Lanze des Willens und dem Schwert der Erkenntnis, der Hund als Symbol des Gehorsams ihm zur Seite. Hinter ihm Tod und Teufel. Auf bestimmter Stufe der Erkenntnis führt jeder falsche Schritt schneller ins Verderben.
    Der Sieg wird errungen durch das Erfülltsein von der Göttlichkeit, dem Verantwortungsbewusstsein und der unermüdlichen Treue gegenüber den Aufgaben des Lebens (Löwe).

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  4. 1./2.Januar:
    Nun folgen die Nächte der Krone.
    Loslösen von Nur-Intellekt oder die Loslösung des Intellekts von der irdischen Gebundenheit und Zweckhaftigkeit.
    Es ist die dreimal heilige Nacht, in der das niedere Ich abfällt und nur der Wunsch bleibt zu dienen, sich hingeben zu dürfen (Jungfrau).

    2./3.Januar:
    Die Nacht, in der aus dem Dienen das größte Opfer erwächst.
    Gehorchen – horchen – hören lernen auf die innere Stimme und die Zeichen des Göttlichen.
    Mysterium: Der Rufer in uns durch die verschiedenen Inkarnationen hindurch.
    Seine Klarheit durch Opfer und Entscheidung (Waage).

    3./4.Januar:
    Die Nacht: Der Kampf mit dem Hüter der Schwelle.
    Mysterium: Die Gralsburg in uns aufbauen. Sich immer mehr in Treue zum Höchsten bekennen (Skorpion).

    4./5. Januar:
    In der Nacht wird die errungene Krone zu Füßen des Göttlichen niedergelegt, denn wir haben sie zwar selbst erkämpft, aber dass wir sie erringen durften ist Gnade, ist Gesetz des Geistigen. Denn Gnade ist Zustrom aus einer Quelle, die der Mensch aus menschlicher Kraft nicht zu zwingen vermag. Nun wird Anfang und Ende, einer raumlosen Zeit, zeitloser Raum, alles ist Ewiges, Heiliges jetzt.
    Die zielstrebigen Kräfte des Schützen müssen so eingesetzt werden, dass er geistiges Gut in Empfang nehmen kann.

    Das, was wir in den Zwölf Heiligen Nächten erkannt und empfangen haben, müssen wir nun in das Leben hineintragen und die Materie und das Seelische durchgeistigen.

    Die Heiligen Zwölf Nächte sind entscheidend für das Leben und das Schicksal des ganzen kommenden Jahres.
    In ihnen kann ein guter Keim unseres Wollens gelegt werden.
    Besonders entscheidend ist, was wir uns in der Sylvesternacht vornehmen. In der Sylvesternacht gibt uns der Volksgeist für einige Augenblicke frei. Was wir dann denken, wird von den höchsten Hierarchien ergriffen – und es trägt die Kraft der Verwirklichung in sich.

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  5. Vorlauf: Advent

    Advent
    Für den Lichtsuchenden sollen in der Advents-Zeit die Widerstände des Lebens ein besonderer Prüfstein sein. Er muss immer bemüht sein, die Personen von der Sache zu trennen, denn Leid und Schwierigkeiten werden uns als Proben geschickt, und die Menschen, durch die uns Schweres geschieht, sind nur das Werkzeug. Einfügen sollen wir uns in jede Situation, ruhen in ihr, ohne uns zu verlieren. -

    Der Inhalt des großen Verlangens dieser Zeit ist, sich das Göttliche tatsächlich einzuverleiben (Zustand der Geburt), nicht nur in Ausnahmesituationen Göttliches zu erleben. Alles, was mit der irdischen Persönlichkeit zusammenhängt, sollen wir ausschalten. Wir sollen ganz kindhaft sein, ganz entspannt dem anderen gegenüber.

    Alles, was gedacht und gemeint wird, Diskussionen, Gereiztheit, allen diesen Ballast sollen wir lassen.

    Vor jeder großen Feier steht eine Gelegenheit, etwas in sich zu überwinden – das Opfer!

    Weihnachtseinstellung

    Gnade: Advent, das Licht, das kommt, um alles zu erleuchten in der tiefsten Nacht. Die Erde hat sich ganz leer gemacht, das Leben ist eingezogen. Sie ist wie eine leere Schale. Alle Säfte im Pflanzenreich ziehen sich zurück. So bereitet sie sich vor, das Göttliche zu empfangen.

    Im ersten Advent soll sich der Mensch durchringen zur Opferbereitschaft, zu Dienst- und Liebesbereitschaft. Er soll sich mit dem inneren Auge sehen und diesen Tag als die Feier des Verlangens nach Geburt erleben.
    Die Weihe der Feier ist: Ich weihe mich dem Dienst des Geistes, der in mir geboren werden soll. Die Gedanken richten sich auf den kommenden Christus im Menschen.

    Zweiter Advent:
    Der Mensch beginnt zu suchen und empfindet bei seinem Suchen, dass er allein nichts vermag. So bereitet er sein Herz vor, dass das Göttliche einziehen kann, denn da ich Negatives abbaue, wird Raum für das Göttliche.

    Dritter Advent:
    Der Mensch sucht die wahre Wirklichkeit, die im Geistigen liegt. Der Schlüssel zu ihr und zu allem geistigen Erkennen ist das Opfer.
    Die Stimme der Stille sagt: Ich will niemanden weh tun, ich will alles vergeben.

    Vierter Advent:
    Der Mensch hat den Pfad gefunden und bereitet sich vor, ihn zu betreten. Das bedingt die Beherrschung des irdischen Körpers; nur dann kann der Gottessohn im Menschen erwachen. Das Streben in dieser Zeit ist, das Reich Gottes durch sich, durch seine Haltung und sein Wirken sichtbar zu machen in der Welt. Wir sind die Träger auch dieses ewigen Geistesreiches. - Die Adventsstufen sind Bewusstseinsstufen des Menschen

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  6. Das müssen wir unbedingt machen Don Michele, sonst sind wir in den Klauen des grossen Anthro GRÜFFELO-SORAT.
    @ Herr Herzog genau wir müssen Leipzig - Bayern anschauen und ich sollte noch in Ruhe die 7. Staffel von Sons of ANarchy auf netflix anschauen. Herrmann Finkelsteen

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    1. "Durchringen zur Opferbereitschaft"- das mögen sie, die Arbeitgeber und die Schwiegermütter.

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    2. Und dann völlig durchdrungen sein wie der Hl. Sebastian im Pfeilehagel. Dann müssen wir gar nichts mehr, sondern sind im Welten Sein.

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  7. Hallo Michael, Merry Little Christmas! aka Happy Epiphany!!!

    Now that we have reached the end of the "12 Unholy Nights" as you call them, I would like to post here Rudolf Steiner's indications about the 3 Kings in relation to the Root Races of the anthroposophical past in Lemuria and Atlantis.

    I posted this on a Steiner Facebook group today and want to post it here as the culmination, yes, I use that word "culmination" of your blog entry here.

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    WE THREE KINGS OF ROOT RACES ARE . . .


    Adriana Koulias pointed out to me last year the connection between this Christmas Festival lecture of 1904 --- when Steiner was still deeply steeped in his Theosophical phase --- and the lecture Steiner gave March 3, 1923, GA 349 entitled "Color and the Human Races."

    I call attention to the sketch of the 3 racial figures that Steiner drew on the blackboard that evening for the workers at the Goetheanum.

    http://tinyurl.com/ynw9vd

    On the right is the white skinned Caucasian figure who represents Melchior

    In the middle is the yellow skinned Asian figure who represents Balthazar

    On the left is the black skinned Negro figure who represents Casper

    I will now quote from the 1904 lecture, and identify my own insertions with {….} so you may see how the 3 Kings of the Orient described in 1904 correlate so perfectly with the 3 racial figures from the 1923 lecture sketch.

    Lecture Cycle: The Festivals and Their Meaning: Christmas
    Extract from a lecture: On The Three Magi
    Berlin, December 30, 1904, GA B60
    http://wn.rsarchive.org/Lectures/Christmas/19041230p01.html

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    (page 1 of 2)

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    1. (page 2 of 2)

      RUDOLF STEINER:
      "Who are the Magi? They represent the Initiates of the three preceding races or epochs of culture, the Initiates of mankind up to the time of the coming of Christ, the Bringer of the Love that is free of egoism — the resurrected Osiris. The Initiates — and so too the Three Magi — were endowed with Manas. They bring gold, frankincense and myrrh as their offerings.

      And why are their skins of three colours: white, yellow and black?

      One is European — his skin is white; {see Caucasian figure on the right}

      One is Indian — his skin is yellow; {see Asian figure in the middle}

      One is African — his skin is black. {see Negro figure on the left}

      This indicates the connection with the so-called Root Races.

      ——————————————————————–
      The remaining survivors of the Lemurian race are black;
      ——————————————————————–
      those of the Atlantean race are yellow;
      ———————————————————————-
      and the representatives of the 5th Root Race, the Post-Atlantean or Aryan race, are white.
      ———————————————————————-
      Thus the Three Kings or Magi are representatives of the Lemurians, the Atlanteans and the Aryans. They bring the three offerings.

      =================

      {5th Root Race = Aryan = White = Melchior = Caucasian figure on the right!}
      ----------------------
      The European brings gold, the symbol of wisdom, of intelligence which comes to expression paramountly in the Fifth Root Race.

      =======================

      {4th Root Race = Atlantean = Yellow = Balthasar = Asian figure in the middle}
      ---------------------

      The offering of the Initiate representing the 4th Root Race is frankincense, connected with what was intrinsically characteristic of the Atlanteans. They were united more directly with the Godhead, a union which took effect as a suggestive influence, a kind of universal hypnosis. This union with the Godhead is betokened by the offering. Feeling must be sublimated in order that God may fertilise it. This is expressed symbolically by the frankincense, which is the universal symbol for an offering that has something to do with Intuition.

      ===================

      {3rd Root Race = Lemurian = Black = Kaspar = Negro figure on the left}
      ------------------------

      In the language of esotericism, myrrh is the symbol of dying, of death. What is the meaning of dying and of resurrection, as exemplified in the resurrected Osiris? I refer you here to words of Goethe: "So long as thou hast it not, this dying and becoming, thou'rt but a dull guest on the dark earth." Jacob Boehme expresses the same thought in the words: "He who dies not ere he dies, perishes when he dies."

      Myrrh is the symbol of the dying of the lower life and the resurrection of the higher life. It is offered by the [Negro] Initiate [Kaspar] representing the Third Root Race [Lemurian]

      ============================

      Yes, indeed, Merry Little Christmas everyone, or Happy Epiphany! And please do feel free now to sing the appropriate hymn or Christmas carol which I may now re-title as:

      “We Three Kings of Root Races are . . .”

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    2. Einige Exzerpten:

      Rudolf Steiner - Das Dreikönigsfest
      Hörernotizen von einem Vortragt gehalten in Berlin am 30. Dezember 1904
      GA B60


      Vom 15. Jahrhundert ab wird aber einiges Licht auf dieses Fest der Magier aus dem Morgenlande geworfen, dadurch daß esoterische Abbildungen erscheinen, welche die heiligen drei Könige darstellen als einen Mohren, einen Bewohner Afrikas - das ist der Kaspar; dann einen Weißen, einen Europäer - das ist der Melchior; und einen entschieden asiatischen König, der die Hautfarbe der Bewohner Indiens hat - das ist der Balthasar. Sie bringen Gold, Weihrauch und Myrrhen dem Jesuskindlein in Bethlehem als ihre Opfergaben dar

      Wer sind nun die Magier? Das sind die Initiierten der vorhergehenden drei Rassen, die Initiierten der Menschheit bis zum Erscheinen des Christuswesens, der egoismusfreien Liebe, des wiedererstandenen Osiris. Die Initiierten waren mit Manas begabte Wesen, so auch die drei Magier. Sie bringen Gold, Weihrauch, Myrrhen als Opfergabe dar.

      Und warum erscheinen sie in den drei Farben schwarz, gelb und weiß?

      Schwarz als Afrikaner, weiß als Europäer, gelb als Inder?

      Das hängt zusammen mit den sogenannten Wurzelrassen.

      Schwarz sind die Oberreste der lemurischen Rasse,

      gelb sind die Oberreste der atlantischen Rasse,

      und weiß sind die Repräsentanten der 5. Wurzelrasse, der nachatlantischen oder arischen.

      So haben wir in den drei Königen oder Magiern die Repräsentanten der Lemurier, Atlantier und Arier. Sie bringen die drei Opfergaben.

      Der Europäer bringt Gold, das Symbol der Weisheit, der Intelligenz, die vorzugsweise in der 5., der nachatlantischen Wurzelrasse zum Ausdruck kommt.

      Die Initiierten der 4. Wurzelrasse, der Atlantier, haben als Opfer etwas, was mit dem zusammenhängt, das für sie das Wichtigste ist. Sie hatten eine noch mehr unmittelbare Verbindung mit der Gottheit, die sich ausdrückte in einer Art von suggestivem Einfluß, einer Art von universeller Hypnose. Dieses Inverbindungstehen mit der Gottheit wird durch die Opferung unterhalten. Das Gefühl muß sich erheben, damit Gott wiederum das Gefühl befruchtet: das findet seinen symbolischen Ausdruck in dem Weihrauch, der das allgemeine Symbol ist für die Opferung, die etwas zu tun hat mit der Intuition.

      Die Myrrhen sind in der esoterischen Sprache das Symbol der Abtötung. Was bedeutet Abtötung, was Wiedererstehen, wie wir es haben zum Beispiel im wiedererstandenen Osiris? Ich verweise hier nur auf Goethe, der da sagt: «Und solang du das nicht hast, dieses Stirb und Werde, bist du nur ein trüber Gast auf der dunklen Erde.» Jakob Böhme bringt denselben Gedanken zum Ausdruck mit den Worten: «Wer nicht stirbt, eh er stirbt, der verdirbt, wenn er stirbt.»

      Die Myrrhen sind nun das Symbol der Abtötung des niederen Lebens und der Auferstehung des höheren Lebens. Sie werden daher auch dargebracht von dem Initiierten der 3. Wurzelrasse.

      (Fortsetzung)

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    3. Eine tiefe Bedeutung liegt darin. Erinnern Sie sich daran, wer Jesus von Nazareth ist. Ein hochentwickelter Chela ist in ihm geboren. Er hat im 30. Jahre seines Lebens sein Leben dem herunterkommenden Christus, dem herabsteigenden Logos hingegeben. Das alles sahen die Magier voraus. Es ist ein großes Opfer des Jesus von Nazareth, daß er sein Ich vertauscht mit dem Ich des zweiten Logos. Aus einem ganz bestimmten Grunde muß dieses Opfer eintreten. Erst wenn die 6. Unterrasse herangekommen sein wird, wird sich allmählich die Möglichkeit vorbereiten, daß der Mensch, der menschliche Körper, von Kindheit an so weit sein kann, so etwas aufzunehmen, wie das Christusprinzip.

      Erst in der 6. Wurzelrasse wird die Menschheit völlig so reif sein, daß nicht die Körper erst durch Jahre hindurch vorbereitet werden müssen, sondern von Anfang an dazu fähig sind, das Christusprinzip aufzunehmen.

      In der 4. Unterrasse der 5. Wurzelrasse mußte der Körper noch dreißig Jahre vorbereitet werden. (In den nordischen Gegenden haben wir etwas Ähnliches, indem die Persönlichkeit des Sig so vorbereitet wird, daß er seinen Körper einer höheren Wesenheit zur Verfügung stellen konnte und zur Verfügung gestellt hat.)

      In der 6. Wurzelrasse wird es möglich sein, daß der Mensch seinen Leib Bei Melchior haben wir es zu tun mit dem Prinzip der Weisheit, der Intelligenz, der Aufgabe der 5. Wurzelrasse. Symbolisiert wird dies durch sein Opfer: das Gold.

      Daß wir es zu tun haben mit dem Prinzip des kultischen Opfers, das wird durch den Weihrauch ausgedrückt. Dieses Opfer ist das Prinzip der 4. Wurzelrasse, der Atlantier. Es wird dann weiterentwickelt, bis das Christentum seine Aufgabe erfüllt haben wird in der 6. Wurzelrasse.

      Diese wird wiederum einen Sakramentalismus haben, so daß sie das sinnliche Dasein mit Kultushandlungen, mit Opferhandlungen erfüllen wird. Die Sakramente haben ja heute größtenteils ihre Bedeutung verloren, der Sinn dafür ist nicht mehr da. Er wird wieder da sein für sie, wenn das eintritt, was durch den Weihrauch symbolisiert wird: wenn der höhere Mensch geboren sein wird.

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    4. Danke für den Text.

      Manche Diskussion der letzten Jahre um Rassismus bei Steiner wird erhellt, aber auch die Frage nach "Gotteskult" wird verstehbar. Gestern der Hinweis auf "MEHR", ein individueller Impuls, der tausende Menschen anzieht. Das gestrige Miterleben der Liveübertragung lässt eine diffuse Sehnsucht der Menschen nach etwas Höheren erkennen. Nun ist das Geschehen vor Ort doch "abgesegnet" worden durch die Katholische Kirche. Gestern eine katholische Kulthandlung. Der alte, ehrwürdige Priester am Opferaltar. Ein Italiener, der seinen Vortrag zuvor in Englisch sprach, den Ritualtext auf deutsch ablas.
      Nun kam es zu den Wandlungsworten, die große Oblate, als sinnfälliges Zeichen.
      Der Priester brach das "Brot", nahm dann ein Stück, verspeiste es.
      Anschließend drehte er sich nach rechts zu seinem Mitpriester und wollte ihm ein Stück des Brotes überreichen. Der blieb jedoch ungerührt, da durchzuckte es den kulthandelnden Priester, weil er einen Fehler gemacht hatte, denn die Priester dürfen sich selbst vom Altar ihren Brosamen nehmen und so geschah es auch. - Es war eine ganz leichte Irritation.

      Gestern abend wurde dann vom Gründer seine persönliche Kulthandlung vorgenommen, es wurde die Rettung Europas ausgerufen. Menschen sollen sich dazu verpflichten, die 40 Tage Fastenzeit durchzuführen.
      Der Gründer ein Theologe, verheiratet, wird sicherlich die Schriften Steiners kennen.

      Der nun von Tom Melllet vorgestellte Text macht demütig, im Ringen um Rudolf Steiner, den vielen Streitigkeiten. Es ist, als ob ein Versuch der Geistigen Welt mit der Unvernunft der Menschen scheiterte. Fast symbolisch gestern die Ankunft der amerikanischen Panzer in Deutschland. Deutsche Soldaten zur Abschreckung abkommandiert. Phoenix strahlte den Redebeitrag Putins im Deutschen Parlament. Ein anderer Mensch, hoffnungsfroh, auf Freundschafft mit den Deutschen. Herr Ischinger sagte, die Freundschaft wurde von den Deutschen ausgeschlagen, wie soll Putin sich fühlen, wenn die Nato immer näher an die Grenzen sich ausdehnt, angefangen mit der Stationierung amerikanischer Raketen.

      Es ist also eine doppelte Botschaft, der Text Steiners, die Waffen und als unberechenbares Element die Sehnsucht der Christen in Augsburg.... . Ein besonderer Drei Königstag.
      E.S.

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    5. Was fast fehlt in diesen Notizen – und ebenfalls in GA 349 – ist Steiners Evolutionsidee (siehe GA 11 und 54). Die genannte abgezeichnete Epochen entwickelten sich auseinander, die archaische Menschen zogen aus Afrika über Asien nach Europa. Vergleiche die moderne monogenistische Darstellung: die größte genetische Vielfalt und damit die ältesten Linien der Menschheit finden sich südlich der Sahara. Das ist was bei Steiner Plastizität, Biegsamkeit der archaischen Menschheit heisst.

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    6. "...es wurde die Rettung Europas ausgerufen. Menschen sollen sich dazu verpflichten, die 40 Tage Fastenzeit durchzuführen..."

      Wie, das soll dann die "Rettung Europas" sein, wenn alle verhungern?

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    7. Hallo Rainer,

      auf "Mehr" wurde bekanntgegeben "Europa" ist die "Braut" Christi.
      Also, ob Jemand beim Fasten verhungert, bleibt offen, es ist nach Auffassung des Theologen Hartl eine Angelegenheit des "Bräutigams", dem sich seine "Braut" (Europa) flehentlich, geschmückt und schön "anbietet", "wartet" (so die Preislieder am Wochende seit dem Drei-Königs-Tag auf "Mehr 2017".

      Wie brisant die Lage ist, zeigt die Äußerung des ehemaligen Bischofs von Regensburg, jetzt Oberster Glaubenshüter in Rom, der sich auf eine Vorinkarnation von Rudolf Steiner beruft:

      "Zugleich erteilte Müller Überlegungen einer etwaigen Korrektur des Papstes durch das Kardinalskollegium eine Absage. Kardinal Raymond Leo Burke, einer der Unterzeichner des Briefs, hatte eine "formale Korrektur" des Papstes ins Spiel gebracht, falls dieser nicht auf den Brief antworte. Eine "brüderliche Korrektur" des Papstes sei derzeit "unmöglich, weil es nicht um eine Gefahr für den Glauben geht", erklärte Müller. Eine solche Gefahr sei laut Thomas von Aquin Voraussetzung für eine Korrektur. Darüber in der Öffentlichkeit zu diskutieren schade zudem der Kirche."

      http://kath.net/news/58100

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