Zwischen Zentrum und Peripherie


Ingrid Haselberger


Den Jahreswechsel nehme ich zum Anlaß, einige herausragende Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren zu lassen – und auch wenn inzwischen sehr viel weltpolitisch „Wichtigeres“ (und jedenfalls Skandalträchtigeres) geschehen ist: eines dieser Ereignisse war für mich die Goetheanum-Welt-Konferenz.


Schon der Einladungsmodus war ungewöhnlich. Unter dem Motto „Menschen sehen Menschen“ konnten die zunächst Eingeladenen Persönlichkeiten nominieren, die ihrer Einschätzung nach »mit der Anthroposophie innerlich und tatkräftig verbunden sind«, und die dann in weiteren Einladungswellen von der Goetheanum-Leitung angeschrieben wurden. Dabei legte man offenbar von Anfang an keinen Wert auf eine Mitgliedschaft in der AAG.
So kam es, daß auch ich zu meiner großen Überraschung und Freude ein Einladungsschreiben erhielt.

Was ich in der Zeit vom 27. September bis zum 1. Oktober 2016 am Goetheanum erlebt habe, das war vor allem sehr viel Freude und Begeisterung – und gute Organisation. 820 Menschen aus 50 Ländern waren zusammengekommen. Besonderen Dank den Simultanübersetzern, die es ermöglichten, daß die Vorträge und Kurzbeiträge in mehreren Sprachen gehalten und gehört werden konnten!

Jeder der drei Tage stand unter dem Zeichen einer Strophe des Grundsteinspruches, die jeweils eurythmisch dargestellt wurde: Mittwoch Geist-Erinnern (»Kraft aus dem Ursprung«), Donnerstag Geist-Besinnen (»Michaelische Weltbejahung«), Freitag Geist-Erschauen (»Was möchte auf uns zukommen?«).

An den vier Abenden erlebten wir verschiedene Aufführungen, unter anderem ein Orchesterkonzert (Der Weg des Lebens“ von Alois Hába) sowie Szenen aus Rudolf Steiners Mysteriendramen und aus Goethes „Faust“.
(Am Michaeliabend allerdings verzichtete ich auf die Eurythmieaufführung „Der Götterflamme im Menschenherzen“ und begab mich stattdessen in die Schreinerei am Blumenweg.
Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.)

Ich hatte vom ersten Terrassengespräch“ an (bei durchwegs herrlichstem Wetter bildeten wir draußen auf der Terrasse kleine Gesprächsgruppen, zu dritt oder viert) gute Gespräche mit Menschen, denen die Anthroposophie am Herzen liegt – und die sich darin einig waren, daß Anthroposophie viel zuwenig ernst genommen wird in der Welt. »Mostly«, wie es ein Mitglied aus den USA ausdrückte, »because anthroposophists behave as they do«. Vor allem gäbe es viel zuviel Streit. 
Streit aber, sagte Michaela Glöckler (1) in ihrem Vortrag, Streit bedeute, daß die geistige Welt sich zurückziehe. Und sie fragte: »Wie können wir die geistige Welt interessieren? Wie können wir so arbeiten, daß Michael CEO sein will?«

Auf der Reise nach Dornach hatte ich in der Wochenschrift „Das Goetheanum“ (Nr 39) eine Zuschrift von Reinhard Kummer gelesen, die sich, im Nachhinein gesehen, fast wie ein Programm der Weltkonferenz ausnimmt:
»Innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft sollte der Anfang gemacht werden, die Mitarbeiter in der Peripherie als Mitglieder der weltweiten Hochschulgemeinschaft zu betrachten. […] Sich als ein Mitarbeiter in einer weltweiten Erkenntnis-Gemeinschaft in einer Hochschule zu fühlen, kann ein erster Schritt sein. Er liegt näher, als einer Anthroposophischen Gesellschaft beizutreten, die im Ruf steht, ein Gesinnungsverein zu sein.«

Ob in den Beiträgen von Paul Mackay (2) (»Wir sind nicht darauf aus, Seelen zu gewinnen.« und »Wir wollen keine extra Gruppe bilden in der Menschheit«), Ueli Hurter (3) (Wir wollen assoziative Zonen bilden in der Wüste der Marktwirtschaft; unseren Beitrag leisten in Allianzen für die Erde, statt allein zu stehen »in dem Bewußtsein, daß man es besser wüßte – aber es fragt einen halt keiner!« Es gehe darum, den Geist in der Welt wahrzunehmen) oder Wolfgang Held (4) (Wir sollten das Belehren hinter uns lassen!) überall war die Rede von der Verbindung zur „Peripherie“, von der Begegnung auf Augenhöhe mit den Mitarbeitern in den „Lebensfeldern“, in denen jetzt, wie Matthias Girke (5) es formulierte, die Saat keime, die Rudolf Steiner vor ca 100 Jahren gelegt habe: »Was können wir tun, damit das außen Keimende wieder zurückkommt und die Quelle verstärkt?« – aber auch: »Wie kann der Hochschulimpuls außen aufkeimen?«
Auch Paul Mackay sprach davon, daß die Hochschule sich mit der Welt verbinden wolle: »Die Menschen in den Lebensfeldern sind Repräsentanten – sie repräsentieren die Anthroposopie in der Wirklichkeit!«

In der Nachmittags-Gruppe der Sektion für Schöne Wissenschaften hielt Wolf-Ulrich Klünker (6) ein Plädoyer für mehr Selbstbewußtsein und meinte, wichtiger als der ständige Diskurs über die Wahrheitsfrage sei es, Ergebnisse in der Welt zu präsentieren.
Und im dialogischen Vormittags-Workshop bei Gerald Häfner (7) fragte man danach, wie man die in den Arbeitsfeldern gewonnenen Ergebnisse präsentierbar bekomme vor allem dann, wenn diejenigen Menschen, die sie erarbeitet hatten, keine Menschen der Feder seien Auch hier war man sich einig: »Wir müssen eine Sprache finden, in der wir vor Nichtmitgliedern über Hochschulinhalte sprechen können.« Und hier wurde sogar der Vorschlag gemacht, die Mitgliedsbeiträge ganz abzuschaffen – die nötigen finanziellen Mittel sollten »aus den Instititutionen kommen«... (wobei sich für mich die Frage erhob, ob „die Institutionen“ das Geld bereitwillig zur Verfügung stellen würden bzw überhaupt über ausreichende Mittel verfügen – da blieb es allerdings bei der Frage.)

Mehrfach wurde Bezug genommen auf Rudolf Steiners Hinweis, daß eine Initiative nach 100 Jahren entweder sterben oder aber ganz neu geboren werden müsse, und auch auf seine Darlegung, daß jeder Same durch das Chaos gehe, bevor eine neue Pflanze daraus werde.
Constanza Kaliks (8) schilderte eine jüdisch-chassidische Imagination zur Weltschöpfung:
Gott zieht sich in unglaublicher Verdichtung willentlich zurück, dadurch entsteht ein leerer Raum, in den hinein die Schöpfung geschieht. Auf diese Weise wird die Weltmit Freiheit, mit Anderssein, und mit der Möglichkeit zum Bösen.
In seinem Rückzug aber hat Gott sich um die Leere herum gestellt – er hat also die von ihm geschaffene Welt nicht verlassen, sondern ist jetzt außen, um seine Schöpfung herum, zu finden...
Daran wiederum knüpften sich in Gesprächen Gedanken wie »Ein Baum wächst nicht in der Mitte, sondern direkt unter der Rinde.« – aber auch: »Wenn auf einem Baum Efeu wächst und den Baum nach und nach erstickt, lebt es ebenfalls außen weiter allerdings ist das dann nicht mehr der Baum«

Nachdenklich machte auch ein Hinweis Peter Selgs (9), der mich erinnerte an Reinhard Kummers oben zitierten Satz vom »Ruf« der Anthroposophischen Gesellschaft, »ein Gesinnungsverein zu sein«:
Lange nach Rudolf Steiners Tod habe Marie Steiner den Zyklus „Zeitgeschichtliche Betrachtungen“ in einem anderen Verlag veröffentlicht, denn: »das darf doch nicht in einer Sekte begraben bleiben!«   - - - 

 
An den Nachmittagen war im Plenum Gelegenheit für mehr oder weniger spontane Beiträge der Teilnehmer – da ging es oft bunt durcheinander. 
Am Donnerstag (Geist-Besinnen) meinte jemand, er erlebe hier zwar sehr viel erfreuliches Bemühen um die „Horizontale“ (die Verbindung zwischen „Zentrum“ und „Peripherie“), vermisse aber die „Vertikale“ – die Verbindung „nach oben“. Müßten denn die „Horizontale“ und die „Vertikale“ einander ausschließen? Sollte es nicht möglich sein, beide zu pflegen?

Am nächsten Morgen (Geist-Erschauen) fotografierte ich dieses Zeichen am Himmel:



In seinem Einführungsvortrag hatte Paul Mackay von seiner kürzlich gemachten Erfahrung am Gletscher erzählt: wenn man mit anderen Bergsteigern durch ein Seil verbunden ist, so muß dieses Seil stets unter Spannung stehen – sonst nimmt man einander nicht wahr. 
In Gesprächen und Plenumsbeiträgen konnte man die Freude und Erleichterung vieler Mitarbeiter in den „Lebensfeldern" erleben: »Wir sind gesehen worden!«
Und am letzten Tag der Welt-Konferenz rief Paul Mackay allen Teilnehmern zum Abschied zu: »Betrachten Sie sich als Mitarbeiter am Goetheanum!«

Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

- - - - -

1) Michaela Glöckler: bisherige Leiterin der Medizinischen Sektion
2) Paul Mackay: Vorstand am Goetheanum; bis vor kurzem Leiter der Sozialwissenschaftlichen Sektion
3) Ueli Hurter: im Dreierteam Leiter der Landwirtschaftlichen Sektion
4) Wolfgang Held: zuständig für Öffentlichkeitsarbeit am Goetheanum
5) Matthias Girke: seit kurzem Leiter der Medizinischen Sektion
6) Wolf-Ulrich Klünker: Professor für Philosophie und Erkenntnisgrundlagen der Anthroposophie an der Alanus-Hochschule in Alfter 
7) Gerald Häfner: Leiter der Sozialwissenschaftlichen Sektion
8) Constanza Kaliks: Vorstand am Goetheanum; Leitung der Jugendsektion
9) Peter Selg: Leiter des Ita-Wegman-Instituts; Professor für anthroposophische Grundlagen der Medizin an der Alanus-Hochschule in Alfter

Kommentare

  1. Hallo Ingrid,

    mich überrascht Dein Bericht, am Ende der Rauch aus dem Heizkraftwerk.
    In ihm verbrachte ich die Nächte während der Weihnachtstagung 1973.

    Die Schilderung Deines Aufenthaltes, die Begegnung mit den Menschen lassen denken, doch es gibt noch einen geistigen Impuls in Dornach, am Goetheanum.
    Du schilderst den Impuls von Michaela Glöckler.
    Da frage ich mich, wenn "Dornach" nicht mehr zu bieten hat, dann war das eine Selbstbeweihräucherung, aber immerhin wurdest "Du" eingeladen zu einem Impuls.

    Mein, unser Impuls wurde ca 1994 von Michaela Glöckler, von den Redakteuren von Info3 nicht erkannt. So wurde vielleicht eine Chance vertan, die Geschichte hätte sich auch anders entwickeln können. Würden die so geistig impulsierenden Menschen, welche die Tagung organisierten "jetzt" den Impuls aufgreifen, die Rechtsfrage, dürfen Renten unterhalb der Grundsicherung gekürzt werden, dürfen Ren-t-neR selbst über ihre Heizkosten, Teil der Grundsicherung verfügen. Es liegen drei ungeöffnete Briefe des Bundessozialgerichtes vor. Meilne Ehefrau öffnete den an sie adressierten Brief, in welchem die Geschäftsstelle des Präsidenten des Bundessozialgerichtes meine aufgeworfene Rechtsfrage wörtlich zitiert.
    Demnächst wird das Sozialgericht entscheiden.

    Insofern ist der Rauch aus dem Heizwerk in Dornach fast symbolisch, das Bild am Schluß.
    Die Menschheit alles "Schall und Rauch"?!
    Ich versuche noch, den Rechtsstreit nicht zu öffentlich zu machen, er ist in seiner Brisanz nicht zu unterschätzen.

    Ist die von Dir geschilderte Tagung mehr als nur der letzte Versuch einer Selbstbeweihräucherung?! Ca 1975 warnte mich das Vorstandsmitglied für Kunst, Herr Hermann, vor "Dornach'", ausdrücklich, in einem Vieraugengespräch, anchdem ich ihm als junger Mann einige esoterische Erlebnisse berichtete.
    In Berlin wird im Umkreis von Herrn Tradowsky und Frau Halle demnächst über die letzten zwei Wochen vor dem Tode von Rudolf Steiner spekuliert. - Nun, ich bereite die Verbreitung des gesamten Dokumentes von Herrn Dr. Ernst zum Vergiftungsanschlag an Rudolf Steiner vor. - Immerhein ist Deinem Beitrag zu entnehmen, das Theater mit "Mitgliedsausweis" findet sein Ende, nur Frau Halle und Tradowsky bestehen darauf.

    Deinem Bericht ist leider kein Hinweis zu entnehmen, außer dem schönen anthroposophischen Schein, der sicher wertvollen individuellen Begegnungen, wird sich elementar für die kritische Weltlage ein neuer geistiger Impuls aus der Tagung ergeben?!

    Noch ein Kommentar zum ersten Bild: es wirkt wie gewollt esoterische Spielerei.... .
    E.S.

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    1. Lieber Ernst,

      danke für Deinen Kommentar!

      Zunächst: Du schreibst »das Bild am Schluß« – nun bin ich nicht sicher, ob Du auch den Schluß meines kleinen Berichtes gelesen hast: unter dem Bild ist ein link „Weiterlesen“ (ich habe keine Ahnung, wieso das so herausgekommen ist, es war nicht meine Absicht, aber ich kann es nicht ändern). Es sind nur wenige Zeilen, und danach die Fußnoten zu den im Bericht erwähnten Namen.
      Ich kopiere diese letzten Zeilen hier herein:

      ***
      In seinem Einführungsvortrag hatte Paul Mackay von seiner kürzlich gemachten Erfahrung am Gletscher erzählt: wenn man mit anderen Bergsteigern durch ein Seil verbunden ist, so muß dieses Seil stets unter Spannung stehen – sonst nimmt man einander nicht wahr.
      In Gesprächen und Plenumsbeiträgen konnte man die Freude und Erleichterung vieler Mitarbeiter in den „Lebensfeldern" erleben: »Wir sind gesehen worden!«
      Und am letzten Tag der Welt-Konferenz rief Paul Mackay allen Teilnehmern zum Abschied zu: »Betrachten Sie sich als Mitarbeiter am Goetheanum!«

      Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.


      ***

      Du schreibst:
      »Noch ein Kommentar zum ersten Bild: es wirkt wie gewollt esoterische Spielerei.... .«

      Ich selbst empfand die Verwandlung der in die Schale geworfenen Blüten in Sterne (denn die Schale wurde danach hinaufgezogen zur Beleuchtung, sodaß die Blüten dann ihre Schatten auf die Bühne und in den Saal warfen) als stimmig – aber Du bist mit Deinem Eindruck nicht allein. Ein Freund schrieb mir nachher sogar:
      »Wenn man oberkritisch darauf zurückblickt, war das sogar ein unverfrorener Akt der Gegenmächte, durch ein quasikultisches Element der Banalisierung alle spirituell an die Weihnachtstagung anknüpfenden Intentionen im Keim zu ersticken.«

      In der Zeitschrift „Das Goetheanum“ (das erste Bild in meinem Beitrag ist das Titelblatt der Ausgabe Nr 43, die viele Berichte über diese Konferenz enthält) schildert Wolfgang Held es so:

      »Es begann mit einer eindrucksvollen Ouvertüre im Saal. Auf der Bühne, um eine weite Schale standen Verantwortliche des Goetheanum und warfen Blumen in das aufgespannte Rund. Es war still und erwartungsvoll. Als der Kreis emporgezogen wurde, da wurde aus den Blumen ein Sternenfeld. Leicht und ernst, so war die Tonlage dieses Auftakts, den Herbert Dreiseitl gemeinsam mit der Goetheanum-Leitung entworfen hatte. Dieser Anfangsakkord bildete einen Grundton der vier Tage am Goetheanum. Doch wie ist es mit Blumen, die man wirft? Man lässt sie ins Grab fallen, vielleicht um die Schönheit des Todes fühlen zu lernen, und lässt sie übers Hochzeitspaar regnen – dass der Himmel sich über die neue Gemeinschaft senke. Und so war auch dieser Moment, am Anfang der Weltkonferenz: ein Moment des Segnens, dass man hier so zusammen sein kann, des Loslassens von Erwartungen, von Wissen und Wollen.«


      Und Du fragst:
      »Ist die von Dir geschilderte Tagung mehr als nur der letzte Versuch einer Selbstbeweihräucherung?!«
      Ich kann es nicht sagen.
      Es war jedenfalls ein Impuls — und ich denke, es wird darauf ankommen, wie es weitergeht.
      Und zwar nicht nur am Goetheanum, sondern in jedem einzelnen Menschen an der „Peripherie“, der sich der Anthroposophie verbunden fühlt.

      Der aufsteigende Rauch aus dem Heizkraftwerk bildete jedenfalls tatsächlich eine Vertikale…

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    2. Danke Ingrid,

      für die weiteren erläuternden Worte.
      Mein allgemeiner Kommentar, der vor Deinen neuen Worten geschrieben worden ist, korrespondiert mit Deinem Zitat von den "Gegenmächten".
      E.S.

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  2. "Lange nach Rudolf Steiners Tod habe Marie Steiner den Zyklus „Zeitgeschichtlicihe Betrachtungen“ in einem anderen Verlag veröffentlicht, denn: »das darf doch nicht in einer Sekte begraben bleiben!« - - - "

    Mir war diese Aussage nicht bekannt.
    Wird der Hinweis Marie Steiners ernst genommen, dann muß konsequenterweise die "Hochschule" als Sekte bezeichnet werden, welche vorgibt, in ihr walte der Weltengeist, als sei "Dornach" das Zentrum der Welt, das anthroposophische Rom Gottes.

    Die Zeugenaussagen von Ingrid wirken, als wolle die antrhoposophsiche Führung, hier Michaela Glöckler, den letzten Rest esoterischen Anscheins aufmunternd in den Herzen der Versammlung entfachen, weil sie wissen, Jahrzehnte wurde die Lüge, wurde die Sekte gelebt und verbreitet, wurden Menschen angelockt und am Ende wenden sich Menschen enttäuscht ab, von den Anthroposophen. Wohl nur in Einzelbegegnungen wird der Geistige Impuls tragend sein, wird die Frage, ist die "Geistige Welt" von Rudolf Steiner sein persönlicher W-Ahn, oder gibt es tatsächlich einen "Heiligen Geist", das Verbindende, das Tragende im Scheitern... . - Das esoterische Spiel in dem Bild symbolisiert die Zentriertheit, als solle alles in Dornach zusammenfließen, in der okkult-heiligen Hochschule des esoterischen Wissens.
    Es ist esoterischer Autismus der gepflegt wird, so wirken die Gestalten des Spieles, Freude im kindlichen Glauben besonders gerufen zu sein, vom Weltengeist. Den Grundsteinspruch esoterisch-eurythmisch den Menschen einzuprägen bedeutet, die Lüge der Weihnachtstagung weiter leben..... .
    E.S.

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    1. Die erläuternden Worte von Ingrid, das Zitat von Wolfgang Held zu dem rituellen Akt, sie zeigen doch, da wurde pseudo-esoterisches Theater bedeutungsschwer inszeniert. Es sei allen vergönnt die daran teilhaben.
      Würde ich mich an den Vorstand am Goetheanum wenden, weil das Jobcenter sogar schrieb, wir wissen, wir greifen in ihr selbstbestimmtes Leben ein (indem meine Rente unterhalb der Grundsicherung gekürzt wird, der Teil meiner Ehefrau angerechnet wird), weil in Folge der Flüchtlingskrise ein Grundsatzurteil erfolgen muß, ob Ren-t-neR noch selbstbestimmt leben dürfen. Nein, die Dornacher Führung hatte einmal versagt, sie würden meine Person wieder verraten und Info3 interessiert sich auch nicht für diese grundlegende Rechtsfrage, deren Folgen gravierend für die Bundesrepublik Deutschland sind. - Nun gut, sie spielen ihre erwachsenen, esoterischen Spiele in Dornach. Es wird notwendig, die Umstände des Todes von Steiner zu veröffentlichen. Das Dokument zeigt auch auf, wie es nachher weitergeht, wie ernst die Lage der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft war. Das läßt sich nicht vom Vorstand mit Blütenblättern "absegnen". Ist der Vorstand eine Versammlung von Hohepriestern des esotersichen Scheins?! Solche Inszenierungen sind überall stimmig, weil die Seelenkräfte der Zuschauer eingefangen werden.
      Der Freund von Ingrid hat dies erkannt, vor Ort.
      E.S.

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    2. Ernst hat mit seinem Widerwillen gegen das Fortsetzen des Kultischen im Goetheanum- Selbstverständnis sachlich recht, wie man in Ravaglis bemerkenswerter Darstellung der inneren Geschichte der AG nachlesen kann. Hier z.B. Hiebel 1974 in seinem hinkenden Vergleich der Goetheanum- Struktur mit griechischen Mysterien- Tempeln (die es so nie gegeben hat): "Aber die Bedeutung von Hiebels Vergleich liegt nicht in seiner archäologischen, sondern in seiner spirituellen Akkuratesse. Er setzte nämlich den Goetheanumbau mit einem antiken Tempel gleich und das, was in seinem Innersten, im »Allerheiligsten« der »ersten Klasse« geschah, mit dem, was von der Priesterschaft eines solchen Tempels als Kult hätte ausgeübt werden können – wenn es denn einen solchen Kult im antiken Tempel gegeben hätte. Aber Opfer und Prozessionen, die wesentlichen Dramen der griechischen »Religion«, fanden außerhalb des Tempels statt. Dass hingegen die »Arbeit« der »ersten Klasse« kultisch-rituellen Charakter angenommen hatte, wurde bereits bemerkt" http://anthroblog.anthroweb.info/2016/1974-der-ruf-aus-der-geisteswelt/
      Dieses kultische Element, das Rudolf Steiner wohl mit der Weihnachtstagung gesucht hat, aber nicht fand, sondern darüber verstarb, wird seit seinem Tod beschworen und als Alleinstellungsmerkmal gepriesen, unabhängig von jeglicher Realität. Das schiebt das irrationale Element in die Gesellschaftsbildung, der auch viele genau der Streitigkeiten herauf beschwört, von denen Glöckler meint, diese würden "die geistige Welt" abschrecken und den Obergeist Michael davon abhalten, als "CEO" zu übernehmen. Gerade von Glöckler wird dieses kultisch- magische Denken wieder und wieder beschworen, allerdings nie konkret belegt oder erarbeitet. Es ist stark zu bezweifeln, dass die nun behauptete angebliche Öffnung gegenüber den Peripherie- Institutionen diese überhaupt interessiert. Die haben genug konkret zu tun, um sich um derartige Luftnummern und Selbstinszenierungen zu kümmern.

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    3. Lieber Michael, vielen Dank für den link zu Ravaglis Ausführungen über den „Ruf aus der Geisteswelt“.
      Nun — mit dem „Kultischen“ konnte ich nie viel anfangen, das hat mich immer irgendwie abgestoßen (das ist übrigens auch der Grund, warum ich den „Menschenweihehandlungen“ der Christengemeinschaft bisher fernbleibe).
      Ich habe daher keine diesbezüglichen positiven (wenn man so will: echten) Erfahrungen, mit denen ich die Eröffnung in Dornach vergleichen könnte.

      Vielleicht deshalb, weil ich „Kultisches“ gar nicht erwartete, hatte dieser Auftakt mit Blütenwerfen und Verwandeln in Schattensterne für mich gar nichts „Kultisches“.
      Ich erlebte es als symbolische Spielerei, die sichtbar machte, wie die Blüten, die die Verantwortlichen am Goetheanum zunächst in die Mitte geworfen haben, nun ihre Schatten nach außen werfen — ich empfand die Stille auch nicht durchwegs als „weihevoll“, sondern zunächst als etwas ratlos (denn es dauerte eine ganze Weile, bis alle nacheinander ihre Blüten geworfen hatten), dann als humorvoll schmunzelnd, und dann, als die Schale emporgezogen war und die Schatten sichtbar wurden, als ein „Oh! Da hat sich etwas verwandelt!“ - - -
      Diese leicht humorige Stimmung setzte sich für mich während der Tagung fort in der Doppelconference von Justus Wittich und Gerald Häfner… freilich, man kann das alles, wie der Freund, den ich zitiert habe, als oberflächliche „Banalisierung“ empfinden.
      Für mich war es eher eine Erleichterung, daß die Weltkonferenz nicht wirklich kultisch begann.

      Und ich erlebte immer wieder aufrichtige Freude und Begeisterung – und auch sehr viel Hoffnung.
      Es war auch interessant, die unterschiedlichen Stimmungen bei Menschen aus verschiedenen Ländern zu erleben.

      In China beispielsweise herrscht derzeit offenbar eine ganz besondere anthroposophische Aufbruchsstimmung, mit zahlreichen Waldorfschulgründungen…

      Helmi Abouleish erzählte vom „Wunder“ von SEKEM: für seinen Vater Ibrahim war Anthroposophie niemals Wissen, sondern Tat.

      Eine Teilnehmerin aus Järna beklagte im Gespräch mit mir, daß viele Anthroposophen über ihre beliefs streiten, statt einander menschlich zu begegnen »… for then there would be the Third!« – und sie freute sich sichtlich, daß die menschliche Begegnung während der gesamten Tagung im Mittelpunkt stand.

      Auch eine chinesische Teilnehmerin wies auf die Wichtigkeit des menschlichen Faktors hin: »Thanks to the translators. Without microphone technique it would not be possible. But no machine could do it better than a human translator!«

      Und ein Teilnehmer aus den USA meinte im Plenum: »Let us not ask for what is missing, but let's ask where are the opportunities we have not taken so far!« und erzählte dann von einem kurzen Gespräch mit Hillary Clinton unmittelbar nach einer Wahlveranstaltung, in dem Clinton gesagt habe: »We have to speak to the higher angel in the other person!« — freilich hoffte er damals auf Clinton als president elect. Nun, das ist anders gekommen. Dennoch spricht meiner Ansicht nach nichts dagegen, sich an diesen ihren Satz zu halten...


      Ob die Öffnung eine wirkliche oder eine bloß behauptete ist, und was sich daraus in Zukunft entwickeln oder nicht entwickeln könnte — das wage ich derzeit nicht zu beurteilen.

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    4. Liebe Ingrid, wie Du schreibst, lebt die anthroposophische Dynamik durchaus, und zwar eben dort- in der Peripherie, im konkreten Tun und Umsetzen. Dort ist jeweils "das Zentrum", und Dornach vielleicht eine Verwaltungszentrale und ein Veranstaltungsort. Das ist alles bestens und wunderbar und geht seinen Weg. Nur der Versuch, daraus einen Tempel zu machen, hat den eher komischen Charakter, aus der Zeit und Realität gefallen zu sein. Aber diesen Tonfall betreibt auch im Goetheanum sicherlich nur eine bestimmte Gruppe.

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    5. Lieber Michael,

      ja.

      Andererseits bin ich eben auch einigen Menschen begegnet, die mir (sehr authentisch und nicht im geringsten „komisch“) vermittelten, daß etwas sehr Kostbares, Unersetzliches dabei sei, verloren zu gehen.

      Aus der Perspekitve eines Menschen wie mir, der dieses „Kostbare“ am Goetheanum nicht selbst miterlebt hat, und dem alles „Kultische“ von Kindheit an irgendwie „zuwider“ ist (als ich etwa vier Jahre alt war, meinte meine Mutter offenbar, es wäre angebracht, mich zum Ballettunterricht zu bringen. Eine Bekannte empfahl ihr stattdessen eine Eurythmiegruppe für Kinder. Ich erinnere mich noch dunkel an die erstaunlichen Gewänder und eine Art „Ode an die Sonne“, und meine Mutter erzählt, ich hätte mir währenddessen nichts anmerken lassen, nur nachher, auf dem Heimweg, gesagt: »Da gehen wir aber nicht mehr hin!«) — für einen solchen Menschen wäre es ein Leichtes, das Bedauern über den Verlust dieses unersetzlichen Kostbaren als „aus der Zeit gefallen“ abzutun oder gar zu verspotten.

      Aber das will ich nicht tun.
      Ich will diese Menschen (einige davon, die ich näher kennengelernt habe, schätze ich sehr hoch) wirklich ernst nehmen.

      Und zwar nicht etwa, indem ich mich nun krampfhaft bemühe, dieses „Kostbare“ mit Gewalt weiter am (Schein-)Leben zu erhalten:
      Rudolf Steiner weist wiederholt daraufhin, daß die Entwicklung des Menschen und der Welt Verluste von Wertvollem mit sich bringt, und natürlich auch das Heraufkommen von Dingen, die man als „schlimm“ oder „böse“ erleben kann. Und immer fügt er hinzu, daß es sinnlos wäre, sich zu bemühen, solche Entwicklungen zu verhindern. Sehr wohl aber können wir versuchen, die Entwicklung in die „gute“ Richtung bewußt zu fördern. – Ich stimme ihm hier vollständig zu und freue mich jedesmal, wenn ich solche Äußerungen von ihm lese.

      Es geht mir also darum, wahrzunehmen, was diese Menschen wahrnehmen – denn vielleicht wird es dann möglich, zu erkennen, was als „Gegengewicht“ in die andere Waagschale gelegt werden könnte. Damit nicht etwas wirklich Wertvolles einfach ersatzlos gestrichen wird, als ob es niemals dagewesen wäre...

      Dieses „Gegengewicht“, so meine ich, kann nicht einfach nur „menschliches Begegnen“ sein, oder das Bilden von „Allianzen für die Erde“.
      Denn kann man ein solches Bemühen heutzutage nicht in sehr vielen Zusammenhängen finden, auch ganz ohne Anthroposophie?


      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    6. passt:

      http://www.sueddeutsche.de/panorama/katholische-kirche-wir-wollen-mehr-als-den-zoelibat-infrage-stellen-1.3332013

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    7. Das Lesen der Kindheit von Ingrid bewegt, ihre Begegnung mit Eurythmie in so jungen Jahren. Was auffällt, ihre innere Haltung, Verbindung, Beziehung zur Person Steiners, manches Wort, welches ihr seelisch-geistig bedeutsam ist.
      Der link zu der SZ ließ den Text der Priester suchen:

      http://www.muenster.de/~angergun/jubilaeumsbrief.pdf

      Da ist die Figur des jetzigen Papstes, der von innen alles verändert, oder wie der Theologe Beinert aus Regensburg formuilierte, Franziskus reißt innen alles ein, nur die Fassade der Katholischen Kirche bleibt.
      Das Bemühen Steiners war, den Menschen eine innere Verbindung zum Geistigen, zu Christus zu weisen, zu erleben, damit Menschen dies auch in Gemeinschaft leben. Und das war tatsächlich ein wichtiger Impuls. Meine erste Mitgliedertagung wurde davon geprägt, wie zwischen den Mysteriendramen, den Pausen, am Ende, Anfang, die Menschen sich sichtbar auf den sich begegnenden Treppenaufgängen "berührten" mit Blicken, sich sahen.
      Erst später fand sich der Hinweis, Steiner hatte diese architektonische Bauweise bewußt gewählt, damit sich die Menschen so begegnen, das tiefere am Anderen erleben. Es ist davon auszugehen, das findet durchaus noch im Goetheanum statt, wenn auch durch die Jahre eine Hilflosigkeit der Versammelten zu konstatieren war, bis hin zu dem Gerichtsprozeß´wegen des Namens der Gesellschaft, Auschlüsse ausgesprochen wurden.

      Zum Text der Priester: zu sehr wird Christus nur in den Evangelien, den Überlieferungen, den Texten gesucht, gelehrt. Wenn Priester im Alter einsam sind, dann haben sie nicht Christus gefunden, sondern erkranken an der bloßen - katholischen - "Lehre". Das Aufrütteln von Franziskus, der das Individuum persönlich sucht, ist Beginn, um aus der Vergangenheit die Brücke zu finden.... .... . E.S.

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    8. Beleg zu Prof. Beinert:

      «Er ändert nichts und macht doch alles anders», erklärt der Theologie-Professor Wolfgang Beinert und spricht von einem «wirklichen Reformschreiben». Die Stoßrichtung bestehe darin, «dass der Papst von innen heraus das Ganze aushöhlt und damit eigentlich zum Einsturz bringt bei Wahrung der Fassade des Kirchenrechts».
      – Quelle: http://www.mz-web.de/23851238 ©2017

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    9. Teil I
      Durch die Veröffentlichung von Ingrid, dem nachfolgenden Beitrag von Michael christallisieren sich zusammen mit den Postings verschiedene "Streitigkeiten" zu dem Weltbild Steiners, zur Person Steiners und zur Weltlage.

      Das innere Erleben des "Menschheitsiches" während der Mysteriendramen 1973, im "Schlafsaal" der örtlichen Schule für MitgliederInnen der AAG zeigte durchaus, das "Goetheanum" ist auch ein esoterischer Ort. Als ich damals individuell das Sterbezimmer von Rudolf Steiner betrat, die Totenmaske erblickte, am Eingang murmelte ein junger Mann irgendwelche Mantren als "Wächter" vor sich hin, da gab es innere, tiefe Gefühle, die durch keine Dritte Person im Raume gestört worden waren. Als ich später vor dem "Menschheitsrepräsentanten" stand, diese große geschnitzte Gestaltenansammlung mit der so dominanten Christusgestalt, da war zu verspüren, wie die Anthroposophen, es war ja eine Mitgliedertagung, wie in "Ehrfurcht" vor der Plastik fast erstarrten, gebannt, erschauernd. Und ich hatte ja damals fast keinen Vortrag gelesen, kannte all die "Geschichten" um Luzifer, Ahriman, Christus nicht. Nur der "Weltenhumor" an der Plastik fiel mir sofort auf, eine Gestalt, welche sich später im Laufe der Jahrzehnte eigentlich doch zu wenig erläutert in den Vorträgen fand, doch offensichtlich eine wesentliche Rolle spielt.

      Das heißt, zu sehr spielte das religiöse Element der Mitglieder hinein in die AAG, wie ja Steiner sich selbst ein Ei legte, als er das Kultische durch die Geburtshilfe der Christengemeinschaft förderte. Vor Jahren freute sich der Vorstand, das Kultische, die Christengemeinschaft wurde direkt in das Goetheanum aufgenommen und vielleicht ist hier der Zwiespalt der verschiedenen Seelenhaltungen zu finden. Das Rationale, welches Michael für Esoterik anmahnt, es ging vielen Mitgliedern verloren und sie "benutz-t-en" die Vorträge nur im Sinne der Bestätigung des eigenen Seelenlebens. Daraus wurzeln dann die inneren und äußeren Angriffe.

      Das Wahrnehmen der geistigen Situation von "dm", die wahrhaft erschüttert sein muß, wenn all die jungen Menschen in den Filialen nun den shitstorm wahrnehmen müssen, obwohl sie in ihrer Ausbildung sogar Schauspielkunst etc. erfahren durften, ernüchtert.... .... der Impuls des Goetheanum, wie Ingrid ihn schildert, wird zur Frage.
      Nun, wurden viele Menschen zu "Mitarbeitern" erklärt. Wir wissen nicht, ob Ingrid diese "Berufung" annahm, was sie beinhaltet, ob es das letzte Aufbäumen vor, ja vor der "Endschlacht" ist, wie Niederhausen erkennbar in seinen 2 Beiträgen vom 18. u. 19. dies formuliert. Wie auch Herr Lievegoed dies so hinstellte, in dem Buche das Herr Jelle van der Meulen veröffentlichte: "zur Rettung der Seele".

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    10. Teil II

      Nun kam gestern ein Buch an, das eine Brücke mit ermöglicht, das Östliche und Westliche zu verbinden. 2016 wurde ein siebenhundertbändiges Werk zum Leben der Gefährtin von Sri Aurobindo veröffentlicht. - Las gestern im hinteren Teil, intuitiv. Es ging um die geistige und körperliche Entwicklung, wie die "Mutter" das Nachtodliche von Schülern mit erlebte, in sich, ihre eigene Wandlung. Ihr Hinweis, viele besondere Seelen werden in der Zukunft geboren. Werden sie nicht erkannt, erhalten sie nicht die richtige Erziehung, wird es Schwierigkeiten geben. Sie gibt auch Tipps, wie die Seele sich im dritten Monat der Entwicklung des Fötus mit diesem verbindet und gerade in dieser Zeit die Eltern, die Mutter sich auf die Seele einstimmen soll, welche sie "empfangen" möchte. Hier kommen wir zu dem wesentlichen Aspekt, der den Impuls Rudolf Steiners mit dem östlichen Erbe verbindet. Das Wissen um das Vorgeburtliche, das Verhalten in der Gegenwart, die Kindererziehung. Und doch scheint - es mir - als wird erst dann die "Angst" vor der Zukunft schwinden, die zerstörerischen, fruchtlosen Streitigkeiten, die zwar erheitern mögen, aber oftmals doch nur ein Selbstgerechtes widerspiegeln.

      Wir alle mach-t-en viele verschiedene innere Entwicklungen "hier" auf der Plattform mit durch.

      So wie das "Ich-Bin" die Schicksalsaufgabe mit dem religiösen Symbol, im Zusammenhange des Werkes Rudolf Steiners in einem Schicksalskreis - im Sinne von Goethe - bewirkte, damit den K-indern in der Schule einen Freiraum ermöglicht, vom Zwang des Religiösen, so brachte das Schicksal nun die Aufgabe, Rentnern die Würde zu erhalten. Wieder zwingt mich das Schicksal erst nur individuell zu erkennen, doch hat das "Jobcenter" bereits zuzugeben in mein selbstbestimmtes Leben einzugreifen. Wieder reifen juristische Gedanken, die zuvor von Niemanden gedacht, doch Auswirkung haben werden, für die Allgemeinheit.

      Es wäre gut, würde sich die Sektion für Soziales des "Goetheanum" bei mir melden, um ein allgemeines Problem, das zwar individuell an meiner Person aufschlug, zu beleuchten. Denn natürlich könnte ich durchaus Hilfe gebrauchen, auch von Anthroposophen. Von der Peripherie ins Zentrum, vom Zentrum zur Peripherie....

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    11. "Wir wissen nicht, ob Ingrid diese "Berufung" annahm, was sie beinhaltet, ob es das letzte Aufbäumen vor, ja vor der "Endschlacht" ist, wie Niederhausen erkennbar in seinen 2 Beiträgen vom 18. u. 19. dies formuliert"

      Habe ich Dich recht verstanden: Die Einladung Ingrids zur Goetheanumkonferenz ist als Zeichen für das "letzte Aufbäumen vor der Endschlacht" zu sehen?

      Und H.Niederhausen wusste davon...? Warum hat Ingrid nichts gesagt...??

      Allmählich lüften sich die Mysteriengeheimnisse.

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    12. Das mit der "Endschlacht"
      war die Mission Rudolf Steiners, mehr oder weniger von vielen Anthroposophen mitgetragen.

      Welche Botschaft Ingrid im Goetheanum erhielt weiß ich nicht. Auf Info3 - wahrscheinlich auch hier - habe ich mitgeteilt, wie der Vorstand von einer "Menschheitskatastrophe" sprach, nach der Steiner zusammen mit Nietzsche, Morgenstern wieder erscheinen wird. Nun, habe wohl Esoterik verraten?!

      Die "Endschlacht" wabert bei Bush, im Christentum, im Islam. Insofern war es interessant, was der Dalai Lama in Wien sprach, von der Ethik im Menschen. Auf die website hierher führten die Sammlungen des Hausherrn über Aussagen Steiners zu Tibet, esoterische Aussagen. Die Worte von Herrn Eggert "rationale spirituelle Ethik" verbindet diesen Impuls des Dalai Lama mit dem tieferen Wollen von Steiner, was Letzterem aber irgendwie am Lebensende mißlang, oder verdorben wurde, wahrscheinlich Beides zusammen.

      Habe die Leseproben von Herrn Niederhausen gelesen. Sie passen einfach nicht in unsere Zeit. Weder die alten Männer, noch die jungen Mädchen können sich angesprochen fühlen. Unabhängig davon hat Herr Niederhausen einige sehr gute Analysen formuliert. Herr Eggert mag ja nicht hier innere Erlebnisse, kann das akzeptieren. Doch der Schein trügt oftmals.
      Heute Morgen ließen diese Worte von Fischer (Bundesrichter) aufhorchen:
      "Ungefähr dreimal am Tag schreiben mir mehr oder weniger anonyme Menschen, die Differenzierung, für die ich in dieser Kolumne werbe, sei ein typisches Produkt jener "Abgehobenheit" einer "linksgrünen Mehrheit" oder einer sogenannten "Elite", die von den Lebensverhältnissen des Volks keine Ahnung hat, und so weiter. Sehr viele dieser Schreiber flechten empirische Behauptungen über angebliche Bedrohungen ein. Oft sind das erschütternde Offenbarungen der Ahnungslosigkeit. Ich würde das nicht erwähnen, handelte es sich nicht um HNO-Ärzte, Psychoanalytiker, Professoren für Theologie und Ingenieure für einfach alles – also um Menschen, die sich selbst ohne jeden Zweifel für eine Elite halten und das auch ständig betonen."

      http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-01/sicherheit-unter-verdacht-fischer-im-recht/komplettansicht

      Das entlastet irgendiwe. Viele Menschen fühlen sich offensichtlich in einer "Endschlacht", nicht nur Anthroposophen..... .

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    13. in Teil II
      "2016 wurde ein siebenhundertbändiges Werk zum Leben der Gefährtin von Sri Aurobindo veröffentlicht."
      Es muß heißen "siebenhundertseitiges Werk".

      Verfasser ist Georges Van Vrekhem

      "Mutter
      Die Geschichte ihres Lebens"

      E.S.


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  3. „Wie können wir die geistige Welt interessieren?“(Michaela Glöckler)
    Indem wir über unser eigenes Vermeinen hinaus Interesse zeigen an dem Denken und Empfinden anderer Menschen. Streit entsteht dort, wo ich den anderen Menschen ausschliesslich von meinem Denk-und Empfindungshorizont aus beurteile, meine Sicht auf die jeweiligen Sachbezüge über die des anderen Menschen stelle, also keine Augenhöhe herstelle. Bei einem echten Interesse können zu jeder Zeit gegensätzliche Sichtweisen auf einen Sachzusammenhang hin nebeneinander stehen und sich von dorther wechselseitig befruchten.
    Unterschiedliche Herangehensweisen, bzw. Betrachtungsweisen können sich in einem solchermassen getragenen Interesse-Feld leichter aufeinander zu bewegen, sich in die Fussspur des anderen Menschen gleichsam hinein begeben, um von dort her Erfahrungen zu machen, welche die eigene Weltsicht auf die Belange anderer Ansichten erweitert.
    Gibt es nicht eine ganze Reihe unterschiedlicher Weltbetrachtung-Zugangsweisen, die ein einzelner Mensch selten allesamt in gleicher Weise zu handhaben weiss, geschweige denn in ihrer Tiefe ausloten kann? Von dort her sind wir im Grunde alle aufeinander angewiesen uns wechselseitig dies oder das zu dolmetschen, was uns schwer fällt sogleich auf Anhieb zu verstehen.
    12 verschiedene Weltanschauungen … zwölf Interesse Intensitäten?
    Wenn das über einen gewissen Ansatz hinaus in eine Dauer gelangen könnte, dann … würde das aus meiner Sicht … zu einem Aufblühen michaelischen Geistes … über alles Vermeinen hinaus, führen.
    Das Zentrum michaelischen Handelns liegt in gelebtem individuellen Interesse. Wo hingegen die Willensanspannung eines so gearteten Interesses fehlt, dort muss die Leere durch rituelle Beschwörungen gefüllt werden, um eine Illusion aufrecht zu erhalten.

    Bernhard Albrecht

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    1. Vor lauter Spott, Satire wird ein "Zeichen" nicht beachtet: die Faust als Symbol.

      Trump reckte diese auf offener Bühne in den Himmel, am Tag seiner Einweihung.

      "Duterte" erfocht seinen Wahlsieg mit dieser Faust-Geste, Symbol gegen das Establishment.

      Nun wollen Verfassungsrechtler Trump verklagen:

      http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-01/donald-trump-klage-usa-praesident

      "Merkel" zeigte uns anschaulich, was sie von der Verfassung hält, nichts.
      Vergeblich haben ehemalige Bundesverfassungsrichter den Rechtsbruch von ihr aufgezeigt.

      Das Recht verschwindet, es regiert die "Faust".
      Was in den Phillipinen nun "funktioniert", nun auch in Amerika. Ist das die Zukunft?1

      Derweil bricht das Establishment in Regensburg zusammen.

      Zwei Stimmen zur Anthroposophie:
      Judith von Halle: „Es ist notwendig, dass es sie gibt, die Einzelkämpfer. Aber wie weit sind wir davon entfernt, auch nur annähernd das zu leben oder auch nur dasjenige zu sehen, was lebendige anthroposophische Gemeinschaft sein könnte und sollte – wo doch viele Einzelkämpfer, ob gewollt oder ungewollt, dazu tendieren, eine mögliche gemeinschaftliche Bewegung dadurch zu verhindern, dass sie einander wie die Krähen das eine oder andere Auge aushacken?! Mit mahnenden Appellen, und seien sie noch so geistreich, wird der Einzelne wenig bewirken. Dass an dieser Stelle viele Einzelkämpfer selbst genau das tun, was sie am Establishment bemängeln, wird eine gemeinsame Erkenntnisaufgabe sein, um wirklich weiterzukommen.“
      Michaela Glöckler: „Positive Arbeit für die Substanzbildung geistiger Erfahrung und Liebe zum Leben und den Menschen, auch wenn sie nicht immer das sagen und wollen was uns wichtig ist, tragen zur Inkarnation des Wesen Anthroposophie in uns und den Zivilisationsverhältnissen bei –
      Warum muss immer so viel Kritik an anderen mit an Bord sein?„

      Überhöht ist es, wenn Menschen glauben, sie verhelfen dem Wesen "Anthroposophie" zur Inkarnation.

      Dank des blogs hier, ein Hinweis, fand sich das gegenwärtige Photo von Judith v. Halle.. Nun blicken ihre fast bös-kritischen Augen mich an, vorwurfsvoll bis in die Haarspitzen, ausgedruckt neben dem Computerbildschirm.

      Ja, wir sind im fünften Mysteriendrama, anders kann der Weltenwitz gar nicht gefasst werden. Steiner äußerte sich zur geistigen Athmossphäre, der Dumpfheit, in welcher die Bevölkerung in Regensburg durch die Macht der Katholischen Kirche lebt. Hier ein Artikel zu den weiteren Geschehen dieser Stadt:
      https://www.tvaktuell.com/regensburg-norbert-hartl-tritt-offenbar-zurueck-205528/

      Es wäre eine Befreiung, würde der gesamte Vorstand der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft wegen erwiesener Inkompetenz zurücktreten. Er hat sich in der Rassismusdebatte als unfähig erwiesen. Es geht nicht um ein imaginäres Wesen der Anthroposophie, an welches Michaela Glöckler die Mitglieder anbinden will.
      E.S.

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    2. Text war eigentlich an anderer Stelle gedacht, nicht als Antwort, passt jedoch auch hier. E.S.

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