Evidenzerlebnis, Wahrheitsgefühl und Toleranzempfindung

Ingrid Haselberger


Vor kurzem habe ich aus Rudolf Steiners „Die Stufen der höheren Erkenntnis“ (SKA 7; GA 12, S 33f) zitiert: 
Nachdem Rudolf Steiner darauf aufmerksam macht, daß »aus einem wüsten Fühlen und Wollen die Irrtümer, Täuschungen und Phantastereien über eine höhere Welt« entspringen, leitet er den Leser dazu an, »seine Gefühle und seine Willensimpulse zu gesund-fruchtbaren für die Inspiration zu machen.«
Zuallererst geht es dabei um die Entwicklung eines „Wahrheitsgefühls“:
Ganz systematisch muß der Geheimschüler die Aufmerksamkeit auf sein Seelenleben lenken: und er muß es dahin bringen, daß ihm das logisch Unrichtige eine Quelle des Schmerzes wird, der durchaus nicht hinter einem physischen Schmerze zurückbleibt; und in umgekehrter Art muß ihm das «Richtige» wirkliche Freude oder Lust bereiten.
Als wir diese Stelle vor kurzem in einem Arbeitskreis gemeinsam lasen, meinte jemand, bei den Wahrheiten, von denen Steiner hier spricht, müsse es sich um moralische „Wahrheiten“ handeln – denn nur dort sei ja ein Wahrheitsgefühl zu erwarten. Und bald erhob sich die Frage, wie man denn zweifelsfrei erkennen könne, daß sich der andere irre und man selbst im Recht sei... schwierig: kann einem das nicht nur eben dieses Gefühl sagen, das doch erst entwickelt werden soll?
 

Ich halte es für ein Mißverständnis, zur Entwicklung des „Wahrheitsgefühls“ bei moralischen „Wahrheiten“ anzusetzen. 
Rudolf Steiner spricht ja gerade von Urteilen, die wir normalerweise ausschließlich mit dem Verstand zu fällen gewohnt sind:
Man nehme an, jemand begehe einen logischen Fehler: ein anderer sieht diesen Fehler ein, und er stellt die Sache richtig. Man mache sich klar, wie groß der Anteil des Urteiles, des Verstandes bei einem solchen Richtigstellen ist und wie gering das Gefühl der Lust beim Richtigen, der Unlust beim Unrichtigen.
Mein allererster Artikel für den Egoistenblog (er ist längst nicht mehr online) trug den Titel „Evidenzerlebnis“ – und war mein erster Versuch einer Antwort auf Michaels Frage: Was ist eine geistige Erfahrung?
An dieses Thema möchte ich heute wieder anknüpfen.
 

Wir alle haben in der Schule vom Satz des Pythagoras gehört: 
In allen ebenen rechtwinkligen Dreiecken ist das Quadrat, das sich über der Hypotenuse errichten läßt, gleich groß (d.h. hat den gleichen Flächeninhalt) wie die beiden „Kathetenquadrate“ zusammen.
Unzählige Mittelschüler glauben ihrem Lehrer diesen Satz und lernen ihn auswendig, nachdem sie sich Klarheit verschafft haben über die Bedeutung von Begriffen wie „Dreieck“, „rechtwinklig“, „Quadrat“ oder „Hypotenuse“. Und selbstverständlich läßt sich der Satz sehr erfolgreich anwenden, auch ohne daß man begriffen hat, warum er richtig ist.

Aber man würde sich da um das Erlebnis bringen, das man haben kann, wenn man mit einem der Beweise des Pythagoräischen Lehrsatzes wirklich mitdenkt – beispielsweise mit diesem hier, bei dem vier deckungsgleiche rechtwinklige Dreiecke auf unterschiedliche Art in einem Quadrat angeordnet werden, sodaß sich als Restfläche (die ja in beiden Fällen gleich groß sein muß) das eine Mal ein Quadrat mit der Seitenlänge c, das andere Mal zwei Quadrate mit den Seitenlängen a und b ergeben:



(Abbildung: wikipedia)
 

Wer das denkend nachvollzieht, dem wird das zu Beweisende e-vident, es läßt sich aus der Zeichnung heraus-sehen, es leuchtet gewissermaßen aus ihr hervor. Und wer den Beweis in dieser Weise nachvollzogen hat, braucht den Pythagoräischen Lehrsatz in Zukunft weder zu glauben noch auswendigzulernen – denn er kann ihn sich jederzeit wieder evident machen.
 

Wenn es mir nur darum geht, künftig voll Vertrauen mit der Formel a²+b²=c² zu rechnen, dann kann ich es bei dieser Art von „Evidenzerlebnis“ bewenden lassen. 

Ich kann aber auch innehalten, mich vom Inhalt des „Heraus-gesehenen“ ab- und der inneren Erlebnisqualität zuwenden. Damit gehe ich der Empfindung nach, die ich immer dann habe, wenn etwas mir in dieser Weise „evident“ wird. Ich lenke meine Aufmerksamkeit auf die tiefinnerliche „Gewißheit“, „Erkenntnisfreude“, „innere Helligkeit“, „Stillung der Frage durch die ihr gewordene Antwort“ – ich brauche viele Gänsefüßchen, weil keines dieser Worte imstande ist, ein solches Erlebnis vollkommen auszudrücken.
 

In früheren Zeiten konnte man diese Erkenntnisfreude bei „reinen Verstandesurteilen“ noch sehr viel stärker empfinden, als die meisten Menschen es heute erleben:
Von Pythagoras erzählt man, er habe, als er diesen Satz entdeckt hatte, aus Freude und Dankbarkeit 100 Ochsen geopfert; Archimedes soll gar splitternackt und „Heureka!“ (Ich habs gefunden!) rufend auf die Straße gelaufen sein, als er zu Hause in der Badewanne das nach ihm benannte Prinzip entdeckt hatte...
 

Wie wenig ist uns heute von dieser Erkenntnisfreude geblieben!
Reste lassen sich vielleicht noch erleben, wenn wir ein Kreuzworträtsel oder ein Sudoku lösen. 

Oder wenn wir darauf aufmerksam werden, wie gern die meisten Kinder Rätsel lösen: wie sie oft geradezu darum betteln, immer neue Rätsel aufgegeben zu bekommen, und welche überschwängliche Freude sie empfinden, wenn ihnen die richtige Lösung einleuchtet (und zwar meist unabhängig davon, ob sie selbst auf diese richtige Lösung gekommen sind oder sie schließlich von anderen gesagt bekommen)!
 

Genau darum geht es: diese Freude beim Erkennen von Wahrheit – und, als deren Kehrseite: Schmerz beim Erkennen von Unwahrheit – wieder in uns zu entwickeln: 
Wo also ein anderer nur seinen Verstand, seine Urteilskraft in Bewegung bringt, muß der Geheimschüler lernen, die ganze Stufenfolge von Gefühlen, vom Schmerz bis zum Enthusiasmus, von der wehevollen Spannung bis zur entzückenden Lösung im Besitz der Wahrheit zu durchleben. Ja, er muß etwas wie Haß empfinden lernen gegen dasjenige, was beim «normalen» Menschen nur als ein nüchtern-kaltes «Unrichtiges» erlebt wird; er muß eine Liebe zur Wahrheit in sich entwickeln, welche einen ganz persönlichen Charakter trägt; so persönlich, so warm wie der Liebende der Geliebten gegenüber empfindet. – Man wird ja gewiß auch in den Kreisen unserer «Gebildeten» vielfach von der «Liebe zur Wahrheit» reden; doch ist das, was man da meint, eben gar nicht zu vergleichen mit dem, was der Geheimschüler in stiller, innerer Seelenarbeit nach dieser Richtung durchmachen muß. Er muß sich geduldig immer wieder probeweise dieses oder jenes «Wahre», dieses oder jenes «Falsche» vorlegen; und sich der Sache hingeben, um nicht bloß seine Urteilskraft zu schulen, die nüchtern unterscheidet zwischen «wahr» und «falsch», sondern er muß zu dem allen ein ganz persönliches Verhältnis gewinnen.
Dabei übersieht Steiner nicht, wie leicht »der Mensch im Anfange einer solchen Schulung in das verfallen kann, was man «Überempfindlichkeit» nennen mag«:
Es muß deshalb bei der Schulung auf diese Sache Rücksicht genommen werden. Denn geschähe das nicht: dann könnten sich allerdings große Gefahren für das Seelengleichgewicht des Schülers ergeben. Wird darauf gesehen, daß der Charakter fest bleibt, dann können Stürme im Seelenleben sich abspielen, und der Mensch hat doch die Kraft, in harmonischer Miene und Gebärde mit der Außenwelt zu leben. Ein Fehler ist in jedem Falle gemacht, wo der Geheimschüler zu einem Gegensatze gegenüber der Außenwelt gebracht wird, so daß er diese unerträglich findet oder gar aus ihr fliehen will. Die höhere Gefühlswelt darf sich nicht auf Kosten des gleichmäßigen Wirkens und Arbeitens in der Außenwelt entwickeln; deshalb muß der inneren Erhöhung des Gefühlslebens eine Stärkung der Widerstandskraft gegenüber den äußeren Eindrücken entsprechen. Die praktische Geheimschulung weist daher den Menschen an, niemals die obengenannten Übungen zur Schulung seiner Gefühlswelt zu unternehmen, ohne sich zugleich auch nach der Richtung zu entwickeln, daß er ein Verständnis dafür gewinnen könne, was das Leben an Toleranzempfindung von dem Menschen fordert. Er muß zugleich in sich den lebendigsten Schmerz empfinden können, wenn zum Beispiel ein Mensch ein unrichtiges Urteil abgibt, und vollkommen tolerant sein können gegen diesen Menschen, weil der Gedanke in der Seele ebenso lebhaft da ist: dieser Mensch muß so urteilen, und es ist mit seinem Urteile wie mit einer Tatsache zu rechnen.
So exotisch es uns auch anmuten mag, angesichts der Richtigkeit bzw Unrichtigkeit von mathematischen Sätzen Freude bzw Schmerz zu empfinden – der zweite Teil dieser Übung, die Entwicklung der Toleranzempfindung, scheint mir der noch weitaus schwierigere zu sein.

Kommentare

  1. Liebe Ingrid, danke für den Artikel!
    "der zweite Teil dieser Übung, die Entwicklung der Toleranzempfindung, scheint mir der noch weitaus schwierigere zu sein." Ja, das denke ich auch. Den Grund dafür sehe ich nicht so sehr im fehlenden Willen, sondern vielmehr in wirklicher Unfähigkeit. Und die ist umso größer je weiter entfernt die persönliche Wahrheit von derjenigen unabhängig von der persönlichen Überzeugung ist. Denn die "Wahrheit" die nur Meinung oder Vorstellung ist betrachtet man als seinen Besitz, etwas das einem wieder genommen werden kann weshalb man es vor "feindlichen Meinungen" verteidigen muß. Hat man dagegen eine wirkliche Wahrheit gefunden besteht gar kein Grund für intolerante Überreaktionen, jedenfalls nicht für solche die sich gegen andere Personen richten. Je nachdem um was es geht mag man geneigt sein Überzeugungskämpfe auszufechten, aber weil man diese gefundene Wahrheit nicht als Eigentum oder Teil von sich selbst sieht werden solche Kämpfe halt machen vor dem anderen Wesen und bei der Sache bleiben um die es geht.

    Liebe Grüße, A.b.w.A.

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    1. @ A.b.w.A.:

      Danke für Deine Anmerkungen, die mich sehr nachdenklich gemacht haben.

      Steiner leitet ja dazu an, ein Wahrheitsgefühl zu entwickeln nicht an einer „gefühlsmäßig-persönlichen Wahrheit“, sondern an einer zuvor mithilfe des Denkens zweifelsfrei erkannten - um Deine Formulierung zu übernehmen - „wirklichen Wahrheit“.
      Erst wenn man eine solche „wirkliche Wahrheit“ erkannt und und sich in Freude und Liebe mit ihr verbunden hat, geht es also um die Toleranzempfindung, von der er spricht.

      Du sagst:
      »Hat man dagegen eine wirkliche Wahrheit gefunden besteht gar kein Grund für intolerante Überreaktionen, jedenfalls nicht für solche die sich gegen andere Personen richten.«
      Dem stimme ich nicht zu. Freilich, das wäre das Ideal. Das aber gilt es ja erst zu entwickeln — wir können weder damit rechnen, daß es in uns selbst bereits verwirklicht ist, noch auch von anderen Menschen verlangen, daß sie es in sich verwirklicht haben.

      Rudolf Steiner:
      »Es ist durchaus richtig, daß der Mensch im Anfange einer solchen Schulung in das verfallen kann, was man «Überempfindlichkeit» nennen mag. Ein unrichtiges Urteil, das er in seiner Umgebung hört, eine Inkonsequenz usw. können ihm einen schier unerträglichen Schmerz bereiten.« — woraus sich »allerdings große Gefahren für das Seelengleichgewicht des Schülers ergeben« könnten.

      Wenn jemand, der in sich das Gefühl der Freude, der Liebe zur Wahrheit einerseits und den Schmerz, den Haß gegenüber der Unwahrheit entwickelt hat ––– wenn so jemand sich mit einer Unwahrheit konfrontiert sieht, wird er dann nicht eine sehr viel größere Motivation haben, für die erkannte Wahrheit und gegen die verhaßte Unwahrheit anzukämpfen, als jemand, der diese Liebe zur Wahrheit nicht entwickelt hat?

      Weil Steiner sich der darin liegenden Gefahr bewußt ist, meint er, es »muß deshalb bei der Schulung auf diese Sache Rücksicht genommen werden.« — und leitet den „Geheimschüler“ an, sich auch noch dazu zu erziehen, diesen Schmerz in sich zu ertragen und die Kraft zu entwickeln, »in harmonischer Miene und Gebärde mit der Außenwelt zu leben.«:
      »Er muß zugleich in sich den lebendigsten Schmerz empfinden können, wenn zum Beispiel ein Mensch ein unrichtiges Urteil abgibt, und vollkommen tolerant sein können gegen diesen Menschen, weil der Gedanke in der Seele ebenso lebhaft da ist: dieser Mensch muß so urteilen, und es ist mit seinem Urteile wie mit einer Tatsache zu rechnen.«

      Herzlich,
      Ingrid

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    2. Liebe Ingrid,
      "Du sagst:
      »Hat man dagegen eine wirkliche Wahrheit gefunden besteht gar kein Grund für intolerante Überreaktionen, jedenfalls nicht für solche die sich gegen andere Personen richten.«
      Dem stimme ich nicht zu. Freilich, das wäre das Ideal. Das aber gilt es ja erst zu entwickeln — wir können weder damit rechnen, daß es in uns selbst bereits verwirklicht ist, noch auch von anderen Menschen verlangen, daß sie es in sich verwirklicht haben."

      Ich könnte mir vorstellen daß sich die Toleranzempfindung von alleine einstellt dann wenn man zu unterscheiden lernt zwischen persönlicher Wahrheit und wirklicher Wahrheit. Dieses leise Stimmchen im Inneren wahrzunehmen beginnt dadurch daß man von sich selbst einen Schritt zurückzutreten fähig wird, das einem zumindest zuflüstert daß man evtl. doch falsch liegt. Das Gewissen das sich der Holzkopf Pinocchio aneignen mußte... sollte... wollte, wenn es ihm denn Spaß macht ;-) .
      Womit wir beim Problem unserer heutigen immer narzisstischer werdenen Gesellschaft wären. Wer will das schon, freiwillig lernen zwischen falsch und richtig zu unterscheiden? Ja, wer verschwendet überhaupt einen Gedanken daran daß er das nötig haben könnte? Wo man doch erst dann groß und klug und wichtig ist wenn man selbst die Wahrheit macht und zu ihr wird? Und so als wandelnde Wahrheit, ganz und gar verschmolzen mit der persönlichen "Meinungswahrheit" kann man gar nicht mehr anders. Das Beharren darauf wird zum lebenserhaltenden Trieb. Und mit dieser Getriebenheit wächst die Intoleranz so wie die Toleranz wachsen würde wenn man den Weg zurück antreten wollte. Wenn man denn könnte..

      Liebe Grüße, A.b.w.A.

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    3. Die Besessenheit vom eigenen "Meinungs-Wahrheits-Wahn", zieht sich als Mega-Konstante wie ein roter Faden durch weite Teile der heutigen Welt und stellvertretend auch durch diesen Blog.

      Was eigentlich von Anfang an klar war, Narzissten und Egoisten können gar nicht anders, als sich selbst die Klügsten und Besten wähnen und die ganze Welt beherrschen wollen. Pro forma wird dies zwar verschweigen und es werden diese geistigen Grundhaltungen postwendend den jeweiligen ideologischen Gegnern in die Schuhe geschoben.

      Neusprech, Postfaktizimus, permanente Umwertung aller Werte, Recht haben um jeden noch so hohen Preis usw. usw. kommen da gerade recht.
      Sie sind moderne unabdingbare Mittel und Erscheinungen, die sich in einem derartigen Umfeld geistiger Verfassungen praktisch von selbst generieren und ad infinitum fortschreiben.

      Wege hin zur Umkehr und Toleranz sind daher systemimmanent ausgeschlossen, ganz und gar unmöglich und undenkbar, eben weil es permanent um diese krankhafte Form der Selbsterhöhung, sprich um alles oder nichts geht.

      Der Wille hierzu, also zur Umkehr, zur Toleranz, zum aufeinander zugehen, wäre der Wille zur eigenen Zerstörung.

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    4. Ein Stalker, der sich genau an die Grenzen hält, welche ihr/ihm der Gesetzgeber gesteckt hat, ist darum noch lange nicht seriös. Herr Niederhausen ist sehr schlau. Aber im Moment nicht klug. Er ist der Aggressor in diesem seinem Verwirrspiel, was er uns - a u f g e z w u n g e n - hat. Uns? Welche Wahl hatten wir? Uns mit seinem Kot bewerfen zu lassen, und stoisch zu schweigen. Okay! :-))

      Es ging ja nicht allein um seinen knollenblättrig, grünlichten Haß gegen Herrn Eggert, dessen Anmahnung, daß anthroposophische Umfelder, Mitwelten bedenklich der neurechten Querfront, den nationalsozialistischen Erweckungs-Bestrebungen um Björn Höcke in der AfD, und zu insgeheim zustimmender "Toleranz" für Holocaust-Leugner usw. zuneigen. Nein, nicht Herr Eggert allein, sondern alle Kommentatoren, insofern sie männlichen Geschlechtes sind, wurden an des Niederhausens Internetpranger mit geheuchelter empathisch anmutensollender "Nachdenklichkeit" wiegenden Hauptes besprochen. Wie dumm müssen wir uns selbst machen, uns zu törichter Toleranz verbiegen, um da nicht mehr das Unfaire dieser Eifersuchts-Intrige zu spüren? Oder ist es ein versteckter Schrei nach Verstandenwerdenwollen?

      Dies hat mit den mathematischen Spielchen der Aussagelogik-Labyrinthe, in die der Mann uns lockt, um uns zum Vergessen der Ursache (Seine Aggression auf "die Egoisten") zu verführen, nix zu tun.

      Eines meiner bei meinen Feinden so gerngehaßten Aneckdötchen: Ich sah neulich, in meiner verkommenen Verdorbenheit, einen Kriminalfilm. Dort hatte ein Rechtsgelehrter, er hielt an einer Universität Vorlesungen über Kriminalwesen, eine Stalkerin.
      Die Stalkerin fand natürlich heraus, wo der Rechtsgelehrte wohnte, und erschien, natürlich spät in der Nacht, am Fenster der Privatwohnung des Gelehrten. Der sagte, sie stellte ihm bereits auf dem Campus eine Weile nach: "Es reicht! Verschwinden Sie, oder ich ruf die Polizei!"
      Sie reagierte mit der kremligen Hohen Kunst moderner Trolle auf eine Weise, die früher, vor 15 Jahren noch, nur echte Inkasso-Profis des organisierten Verbrechens beherrscht hätten. "Professorchen, bis Sie die Polizei gerufen haben, habe ich mir mit Blumenschippchen ihres Vorgartens das Gesicht zerkratzt, und sage denen, daß Sie mich vergewaltigen und mißhandeln wollten, obwohl ich nur eine Frage zu meiner Hausarbeit hatte. Und mich schon lange anzubaggern versuchen. Man wird mir glauben!" (Rhetorische Wirkpause..) und psychologisch-zeitlich gutgetaktetet fuhr die Frau fort: "Haha, sie paranoider alter Mann, vergessen Sie meinen Scherz. Ich kam nur zufällig hier vorbei, um Ihnen zu sagen, daß das Niveau Ihrer Vorlesungen nicht meinen Ansprüchen gerecht wird." (...) "Und wenn Sie sich jetzt noch immer von mir belästigt, etwa 'gestalked' fühlen, dann rate ich Ihnen, sich in eine psychotherapeutische Behandlung zu begeben!"
      Sagte das Stück zum sich zurückhaltenden Rechtsgelehrten, und sie hoffte... die filmische Handlung suggerierte das uns Zuschauern... diese Zurückhaltung sei "Verduztheit" seinerseits, was natürlich nur teilweise zutraf. Er wußte nur, daß er gegen soviel "Shadow-Dancing"... wo der rhetorische mediale Angreifer den Verteidiger versucht vergessen zu lassen, daß er sich verteidigt... keine Chance hat, und die kleine Aggressorin erstmal beobachten mußte.

      Wir sind gar nicht so sehr in Herrn Niederhausens, teils idealistischer, teils bestimmt ins neuerdings Pathologische tendierenden Welt involviert, um den rhetorisch/aussagelogischen Veitztanz seiner Manie immer zu seiner vollen Zufriedenheit mithecheln zu wollen, und zu können. Klar, man wird neugierig, was er denn - n u n - wieder schrieb. In seiner Schaffenskrise da in Berlin. :-))

      Und auch wir, ambivalent fasziniert und genervt, müssen öfter abwarten... und, insofern wir möchten, in uns die Frage heraaanreifen lassen: "Was hat dieser Mann?"

      Mit wiegendem Haupte grüßet mischa

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    5. Liebe(r) A.b.w.A.,

      »Ich könnte mir vorstellen daß sich die Toleranzempfindung von alleine einstellt …«
      Naja — also, ich würde mich lieber nicht darauf verlassen, daß, wenn das Wahrheitsgefühl einmal entwickelt ist, sich die Toleranzempfindung, wie Du sagst, »von alleine einstellt«.
      Auch Rudolf Steiner spricht ja nicht davon, daß man das einfach der Natur überlassen könne:
      »Es muß [ha: auch hier wieder: „muß“ :-)] deshalb bei der Schulung auf diese Sache Rücksicht genommen werden. […] Die praktische Geheimschulung weist daher den Menschen an, niemals die obengenannten Übungen zur Schulung seiner Gefühlswelt zu unternehmen, ohne sich zugleich auch nach der Richtung zu entwickeln, daß er ein Verständnis dafür gewinnen könne, was das Leben an Toleranzempfindung von dem Menschen fordert.«

      Aber ich sehe, Du verstehst unter „Toleranzempfindung“ ein bißchen etwas anderes als ich (und, wie ich meine, auch als Steiner):
      »Ich könnte mir vorstellen daß sich die Toleranzempfindung von alleine einstellt dann wenn man zu unterscheiden lernt zwischen persönlicher Wahrheit und wirklicher Wahrheit. Dieses leise Stimmchen im Inneren wahrzunehmen beginnt dadurch daß man von sich selbst einen Schritt zurückzutreten fähig wird, das einem zumindest zuflüstert daß man evtl. doch falsch liegt.«
      Hier argumentierst Du ähnlich wie einer der Teilnehmer unseres erwähnten Arbeitskreises.
      Auch da wurde „Toleranzempfindnung“ in dem Sinne verstanden, als ob man deshalb „tolerant“ gegenüber einer als „unrichtig“ erkannten Ansicht sein solle, weil man sich schließlich nie ganz sicher sein könne, ob man selber nicht vielleicht doch falsch liegt und der andere Recht hat… (und freilich scheint das zu der „Kirchturmübung“ zu stimmen, zur Nebenübung der Unvoreingenommenheit, auf die Stephan hingewiesen hat).

      Wäre das hier gemeint, dann würde das entweder bedeuten, daß die „wirkliche Wahrheit“ uns überhaupt niemals zweifelsfrei erkennbar wäre (und gegen eine solche Auffassung hat Rudolf Steiner sich immer gewehrt) – oder aber, daß wir nur deshalb und nur dann tolerant gegenüber anderen Ansichten sein könnten, wenn wir uns nicht sicher sind, ob wir nicht vielleicht doch Unrecht haben.

      Von dieser Art der Toleranz (die ich eher als „Unsicherheit“ bezeichnen würde) ist aber hier nicht die Rede.
      Sondern der „Geheimschüler“ soll sich zu Toleranz erziehen gerade dann, wenn er sich fundamental sicher ist, daß der andere etwas Unrichtiges sagt (Hervorhebungen von Rudolf Steiner):
      »Er muß zugleich in sich den lebendigsten Schmerz empfinden können, wenn zum Beispiel ein Mensch ein unrichtiges Urteil abgibt, und vollkommen tolerant sein können gegen diesen Menschen, weil der Gedanke in der Seele ebenso lebhaft da ist: dieser Mensch muß so urteilen, und es ist mit seinem Urteile wie mit einer Tatsache zu rechnen.«

      Natürlich wäre es sehr unbefriedigend, wenn man nun einfach alle Unwahrheiten, die in der Welt verkündet werden, stillschweigend erdulden müßte, um resigniert und ganz untätig dabei zuzusehen, wie die als sicher erkannte Wahrheit keine Chance hat, sich in der Welt durchzusetzen.
      So kann Steiner es doch wohl nicht gemeint haben?

      Ich denke in diesem Zusammenhang an einen Satz aus GA 10:
      »Nicht darauf kommt es an, daß ich etwas anderes meine als der andere, sondern darauf, daß der andere das Richtige aus Eigenem finden wird, wenn ich etwas dazu beitrage.«

      Und um dazu beizutragen, daß der andere das Richtige aus Eigenem findet, ist es — ;-) @ Stephan: da wird wohl auch die moderne Psychologie nichts dagegen sagen – nunmal allermeistens sehr viel hilfreicher, »in harmonischer Miene und Gebärde mit der Außenwelt zu leben«, wie Steiner es ausdrückt, als dem anderen wütend ins Gesicht zu springen und ihm zuzurufen, er müsse sich gefälligst dem anschließen, was man selbst zweifelsfrei als richtig erkannt hat.

      Deshalb halte ich es für so wichtig und not-wendig, eine solche Toleranzempfindung, wie Steiner sie schildert, ganz bewußt in sich zu entwickeln.



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    6. Liebe Ingrid, ich kann nur ganz kurz drauf eingehen und das auch noch ohne deinen Kommentar ganz gelesen zu haben was ich aber nachholen werde:
      Bei der Toleranz wie ich sie verstehe geht es mir gar nicht so sehr um diejenige für fremde Meinungen als vielmehr für den anderen Menschen. Der fremden Meinung gegenüber muß ich nicht tolerant sein, dem Menschen der sie vertritt schon. Also Inhalt - Überbringer/Träger des Inhalts.
      Und weiter: Für mich hängt Toleranz ganz eng mit Empathie zusammen. Deshalb: Kein Gewissen/Unterscheidungsvermögen wahr - falsch = Empathiemangel = Null Toleranz.

      Das mal nur ganz kurz und knapp gesagt und daher vielleicht auch nicht gründlich genug durchdacht.

      A.b.w.A.

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    7. Liebe(r) A.b.w.A.,

      danke für Deine Antwort.
      Ja - zu unterscheiden zwischen einer Unrichtigkeit und dem Menschen, der sie vertritt, das ist sicherlich ein wichtiger Punkt.

      Hier:
      »Kein Gewissen/Unterscheidungsvermögen wahr - falsch = Empathiemangel = Null Toleranz.«
      bin ich nicht sicher, ob ich Dich richtig verstanden habe - würdest Du das bitte noch etwas näher ausführen?

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    8. Ja, ich versuch´s mal: Also, Gewissen ist für mich unterscheiden zu können zwischen wahr und falsch bzw., zumindest aber zwischen dem was ich als richtig und falsch empfinde und sich dementsprechend zu verhalten. Also das meiner Meinung nach als richtig Erkannte auch zu tun und nicht dem entgegenzuhandeln weil es mir selber Vorteile verschaffen könnte zum Schaden eines anderen.
      Handel ich, evtl. wider besseres Wissen, so daß jemand anderes Schaden davonträgt und ich mir einen Vorteil verschaffe deutet das auf Empathiemangel hin.
      Der Empathiemangel wiederum bringt mit sich daß mir dieser Mensch im besten Fall egal ist, ich ihn evtl. abwerte als Person samt seiner Überzeugungen, Beweggründe usw. und ihn im schlimmsten Fall als zu bekämpfenden Feind sehe.

      Wenn jetzt Steiner davon spricht daß man dahin kommen muß "Liebe" zu etwas als wahr Empfundenem und "Haß" zu etwas als falsch Empfundenem zu fühlen dann setzt das doch schon Empathie voraus. Und wer empathisch ist muß es als falsch empfinden einen anderen Menschen mindestens zu verurteilen dafür daß er etwas als unwahr Empfundenes sagt oder tut. Er muß es vielmehr als richtig empfinden denjenigen vom Falschen abzubringen, aber ohne dieses Falsche mit der betreffenden Person zu identifizieren.

      A.b.w.A.

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  2. Schöner Beitrag. So etwas wie ein "Wahrheitsgefühl" kenne ich nur in der face to face Begegnung mit anderen Menschen. Ich "fühle", ob bei meinem Gegenüber Denken, Sprechen und Sein eine gewisse Einheit bilden, oder ob das nicht der Fall ist.

    Von einem "Wahrheitsgefühl" im Umgang mit Büchern, weltanschaulichen Debatten, usw. zu sprechen, halte ich nicht viel; das ist alles sehr austauschbar, bzw. davon abhängig, was er/sie gerade zufällig gelesen oder sonstwie verinnerlicht hat.

    "Liebe zur Wahrheit" ist ausschließlich etwas, was ich mit meinem Sein und Handeln alltäglich zu bezeugen habe (s. Kühlewind "Die Wahrheit tun") wenn ich denke, meine "Liebe zur Wahrheit" in einer Debatte verteidigen zu müssen, befinde ich mich ziemlich sicher ausserhalb der Wahrheit.

    "Ja, er muß etwas wie Haß empfinden lernen gegen dasjenige, was beim «normalen» Menschen nur als ein nüchtern-kaltes «Unrichtiges» erlebt wird" (R.ST.)
    Da würde ich Steiner ebenfalls nicht zustimmen.

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    1. Lieber Rainer,

      »So etwas wie ein "Wahrheitsgefühl" kenne ich nur in der face to face Begegnung mit anderen Menschen. Ich "fühle", ob bei meinem Gegenüber Denken, Sprechen und Sein eine gewisse Einheit bilden, oder ob das nicht der Fall ist.«
      Ja - das glaube ich Dir gern.
      Allerdings das „Wahrheitsgefühl“, um das es Rudolf Steiner hier geht, ist ja nicht eines, das man normalerweise ohnehin schon hat. Sondern es handelt sich dabei um ein Gefühl, das – natürlich nur dann, wenn man sich auf den anthroposophischen Schulungsweg einlassen will – erst zu entwickeln ist.

      »Von einem "Wahrheitsgefühl" im Umgang mit Büchern, weltanschaulichen Debatten, usw. zu sprechen, halte ich nicht viel;«
      Ich auch nicht.
      Ich bin davon überzeugt, daß die Entwicklung des „Wahrheitsgefühls“, von dem Steiner hier spricht, eben nicht im Zusammenhang mit Themen geschehen kann, mit denen man ohnehin schon ein Gefühl verbindet, ja, bei denen es oft sogar das Gefühl ist, aufgrunddessen man sein „Urteil“ fällt.
      Daher kam ich auf mathematische Sätze, wie zum Beispiel den Pythagoräischen Lehrsatz – die meisten Menschen, die ich kenne, verbinden mit solchen Sätzen nicht schon von vornherein ein Gefühl der Freude.

      »wenn ich denke, meine "Liebe zur Wahrheit" in einer Debatte verteidigen zu müssen,« — davon ist hier nicht die Rede. Siehe Toleranzempfindung.

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  3. 14x das Wörtchen 'muß' in diesen paar Steinerzitaten...


    s. birkholz

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    1. ...da muß die Wahrheit ja rauskommen!

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    2. @ Stephan

      Immerhin hat unser Meister (HN) unsere Kommentare gründlich durchmeditiert und auf seiner Website kommentiert.

      "Die Wahrheit ist, wenn man es einmal so sagen will, eine strenge Geliebte... Man kann auch sagen: Sie ist wie eine heilige Königin"

      (Voriger Aufsatz vom 05.02) Er hat`s ja weiterhin mit den Frauen: Erst der Kult des reinen Mädchens, jetzt soll die Wahrheit eine "strenge Geliebte" sein...vielleicht eine Domina...? Meine Güte, was für Abgründe.

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    3. @ s. birkholz: Keine Angst vorm Müssen ;-) . Wer schwimmen will muß auch Arme und Beine bewegen, sonst geht er unter. Aber keiner zwingt mich dazu, weder zum Schwimmenlernen noch dazu Arme und Beine bewegen. Nur, wenn ich es lernen WILL MUSS ich es tun sonst passiert nichts.

      A.b.w.A

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    4. Na klar, A.b.w.A!

      Jetzt streue ich mir noch etwas Sankt-Michaels-Gedöns über Ihre anthroposophische Fehlbelehrung über das Müssen und verrühre es rhythmisch zu einem Frischkornmüsli-Frühstück...

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    5. Aber Der letzte Beitrag über die Falter- Meditation und den anthroposophischen Jugendgreis behandelt ja genau die Grenzen des Denkens und Vorstellens, die für eine bestimmte sich selbst einmau(r)ernde verschworene A-schaft in ihrem Müssens-Zwang absolut unüberwindbar sind...

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    6. @ Stephan:

      »14x das Wörtchen ’muß’ in diesen paar Steinerzitaten…«
      :-) Ja freilich.
      Wie A.b.w.A. schon angedeutet hat: dabei handelt es sich nicht um ein moralisches „Müssen“, sondern um eine „wenn - dann“-Beziehung:

      Niemand wird gezwungen, sich auf einen derartigen Schulungsweg einzulassen. Man kann es auch einfach bleibenlassen.
      Wenn man sich aber aus freiem Entschluß darauf einläßt, dann – :-) wäre es schon sehr merkwürdig, sich gegen Steiners Angaben der Mittel aufzulehnen, die dazu befähigen können, »seine Gefühle und seine Willensimpulse zu gesund-fruchtbaren für die Inspiration zu machen.«

      Ebenso merkwürdig, wie wenn jemand, der das Lesen und Schreiben in einer bereits existierenden Sprache erlernen will, sich dagegen wehren wollte, mit bestimmten Buchstaben bestimmte Laute verbinden zu müssen

      Und:
      »...da muß die Wahrheit ja rauskommen!«

      :-) Die Wahrheit „muß“ dabei nicht herauskommen, sondern eine – mithilfe des Denkens, nicht etwa des Fühlens – zweifelsfrei erkannte Wahrheit oder auch Unwahrheit ist die Voraussetzung dafür, an ihr das Gefühl der Freude bzw des Schmerzes zu entwickeln.
      Aber natürlich schrieb Rudolf Steiner das rund 100 Jahre vor dem postfaktischen Zeitalter – und mußte daher wohl nicht mit Lesern rechnen, die allergisch auf ein Wort reagieren, ohne sich den Zusammenhang deutlich zu machen, in dem es steht.

      Das interessiert mich jetzt:
      Wie geht es Dir, lieber Stephan, eigentlich mit dem Wörtlein „muß“ in dem Satz:
      Wenn in einem ebenen Dreieck der Winkel α = 30° und der Winkel β = 60°, dann muß es sich um ein rechtwinkliges Dreieck handeln.
      ?

      Oder: Würdest auch Du Dich, wenn jemand in Deinen Sätzen Grammatikfehler korrigieren wollte, gezwungen fühlen, »Regeln zu befolgen, die in Wahrheit nur Ideologien widerspiegeln« ?

      Hättest Du gern, daß wir für solche Fälle hier bei den Egoisten einen "Safe Space" mit Keksen, Malbüchern und Knetmasse einrichten, vielleicht auch noch mit ein paar Kuscheltieren dazu?

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    7. Hallo Stephan,
      Du bringst mich ja auf eine ganz neue Idee_
      "... sich selbst einmau(r)ernde ---"

      Das Bild, das so erschütternd auf die Person wirkte,
      welche es mir dann zuschickte, betraf gar nicht meine Person,sondern war durch die Erschütterung ein Selbstbildnis.

      Bitte bei dem Bild jedoch nicht den Außenbereich vergessen,sowie die "Stimme" mit ihrer Botschaft in dem Bilde.

      Problematischer ist der Hinweis von Steiner ein Gefühl ähnlich wie "Haß" zu entwickeln,
      weil dann ist es nicht weit zu einer möglichen Hassenstat oder so ähnlich.
      Es ist also immer gefährlich, die Steinerschen Texte so isoliert zu verwenden.
      Na da hat Steiner mal Recht gehabt, was "Marie" erzählt, was er da porphezeit hat ("Pest").
      Wäre interessant, was der Vorstand dazu sagt, oder Herr Tradowsky, oder Frau Judith von Halle. Aber nehmen wir das alles mit Humor. Andere haben auch "wichtige" Probleme:

      07 Februar 2017, 09:00
      'Ich fürchte: Der Konflikt muss irgendwie ausgetragen werden!'
      http://kath.net/news/58430

      Daraus:
      "Aber im vorliegenden Fall geht es um eine Fragestellung, die man nicht auf sich beruhen lassen kann. Es geht um die Kirche, es geht um Menschen in ihrer persönlichen Beziehung zu Gott, und es geht übrigens auch um das Bild der katholischen Kirche „nach außen“. Es gibt einen verpflichtenden Gehorsam gegenüber dem Papst und der Autorität Kirche, es gibt in dieser Kirche das Recht und manchmal die Pflicht des freien Wortes!"
      Das Innen und Außen spielt wohl überall eine Rolle, wie man(n) gesehen werden will.
      Aber danke für die "Lösung". Die vom Sender erlebte Dramatik des Bildes, hängt mir ihr selbst zusammen. Geduld ist auch ein Weg.......
      E.S.


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    8. nachträgliche Gedanken zu dem von Stephan verwendeten Bild des Einmauerns:

      erst jetzt geht auf, das Bild ist auch ganz anders zu verstehen:
      der Eremit, der sich zur Entwicklung von der Welt ganz abschließt.
      Im Tibetischen faszinierten mich einst die Berichte von den Menschen, welche sich einmauern ließen, oft über Jahrzehnte, um danach aus dem selbstgewählten Gefängnis hinaus in die Welt die Früchte ihrer selbstgewählten Isoliertheit zu tragen.

      Solch ein "Bild" kann Jeden, der die Konsequenz des Handelns einer dritten Person erfährt, vielleicht innerlich miterlebt, auch "erschrecken" (so wie sich Herr Jelle van der Meulen gegenüber mir ausdrückte). Das erwähnte Bild dann anders zu verwenden, im Sinne Anthroposophen kapseln sich von der Welt ab, sind weltfremd etc. würde den Sinn des Bildes verkennen. Oftensichtlich gab es frühere esoterische Techniken, die mit dem Einmauern des Selbstes zusammen hängen, um tiefere Erkenntnisse zu erhalten. Auch ein Scheitern eines solchen Prozesses wäre keine Tragik an sich, da das Einzelleben niemals isoliert gesehen werden darf, wird das Handeln einer Person betrachtet. Der von Michael verwendete Gedanke, "Das Denken muß ein Tasten werden" enthält auch fraglich das "muss", also ein Zwingendes, wie das Beispiel mit den Winkeln im Dreieck.
      Wenn wir uns freiwillig der "Pestwirkung" der Vorträge (im Sinne des Hinweises von Marie Steiner) aussetzen, damit "hier" streitend-erkennend umgehen, uns mit Spott und Häme, Unverständnis und auch "Hass" aussetzen, dann gilt der esoterische Hinweis (Steiners), erst die Hassenskraft im All gebiert das "ICH". Wir dürfen also sogar dem Wesen des Hasses dankbar sein, weil wir ihm erst unser ICH-Gefühl, unser ICH-BIN verdanken. Geheimnisse über Geheimnisse, die dank des blogs entstehen und gelöst werden... .
      Die Wissenschaft (z.B. Dr. Zander, Dr. Clement) wird sich dankbar unserer Arbeit vielleicht annehmen, zum Fortschritt beitragen, eine große, gemeinsame Arbeit, egal auf welcher Seite..... .
      E.S.

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    9. @Ingrid

      Viele der Inhalte der esoterischen Stunden, Notizen, Mantren und Unterweisungen Rudolf Steiners aus dieser Zeit zeigen die Dringlichkeit seines Bemühens, seinen Schülern und Mitarbeitern eine reale Schulung und esoterische Kompetenz zu vermitteln- ganz offenbar um eine Stufe der Vertiefung und ein inneres Zentrum zu schaffen, was womöglich in den organisatorischen Verwicklungen des Gesamt- Groß- Unternehmens Anthroposophische Gesellschaft verloren gegangen war. Vielleicht spürte er auch, dass die ihm bleibende Zeit aus Krankheitsgründen begrenzt war. Die Falter- Meditation und einige der intensiven Übungen aus dieser Zeit zielen auf eine solche Vertiefung und Spiritualisierung des Denkens und Wollens, die in der typischen Bildsprache Steiners, aber mit Dringlichkeit vermittelt wurden.

      Liebe Indrid,
      ich musste[!!! - da ich meine Gesanken noch nicht unter Kontrolle habe und oft denken MUSS] bei der exorbitanten Häufigkeit des Wortes muß in Steiners Anweisungen primär an obige Textstelle aus vorigem Beitrag denken - Steiner war wohl auch unter Zugzwang.
      //
      Jede moderne Psychologie und Pädagogik (auch im anthroposophischen Umfeld) hat heute(und wahrscheinlich ist das heute auch einfach anders als zu Steiners Zeiten) erkannt, dass man mit dem muß nur das Gegenteil von dem erreicht, was man erreichen möchte.
      Anstatt echter Fortschritte erzeugt man Spasmen und Blockierung, die jedes Weiterschreiten und jede Entwicklung verunmöglichen.
      Der Ansatz von heute ist es, den Lernenden dort abzuholen/aufzusuchen, wo er gerade steht und den nächsten Schritt gemeinsam mit ihm nach seinen Möglichkeiten zu entwickeln.
      Die Wahrheit ist etwas wie eine hochdynamische Matrix und kein logischer Schaltkreis (I/O):
      Darum handelt es sich weder um ein 'moralisches Müssen' (Imperativ), noch um eine 'Wenn-Dann-Beziehung' - am ehesten trifft wohl dieses 'Herantasten' by try and error im Sinne der Faltermeditaion zu:
      „Das Haupt ist wie eine Frucht, das Herz wie ein leuchtender Kelch. Wir sollen unser Haupt bis ans Herz als selbstleuchtend erleben. Wir sollen unser Denken erleben als Ätherorgan, das sich herantastet an alles, was es erfassen soll. Der Okkultist unterscheidet sich vom Nicht-Okkultisten dadurch, daß er sich dieses Organs als ausstrahlend im Ätherischen bewußt ist. Wir sollen uns erleben wie eine Schnecke, die ihre Fühlhörner ausstreckt. Das Denken muß ein Tasten werden!“
      //
      Das einzige, was 'A.b.w.A. schon angedeutet hat' ist, dass er seine Kirchturm-Nebenübung
      noch nicht gründlich genug nebengeübt hat.
      Darum musste er irrtümlicherweise davon ausgehen, dass man ohne Arme und Beine beim Schwimmen wenn-dann-zwingend untergehen muss - er ist damit trotz allen
      Einhaltens einer Muß-Wenn-Dann-Beziehung nicht zur Wahrheit gelangt.



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    10. Zu Deiner Frage:
      Wie geht es Dir, lieber Stephan, eigentlich mit dem Wörtlein „muß“ in dem Satz:
      Wenn in einem ebenen Dreieck der Winkel α = 30° und der Winkel β = 60°, dann muß es sich um ein rechtwinkliges Dreieck handeln.?

      Es geht mir so damit, dass ich das muß für vollkommen überflüssig und unnachvollziehbar halte - '...so handelt es sich um ein rechtwinkliges Dreieck' ist
      vollkommen ausreichend!
      Ein muß muss man da nur reinbasteln, wenn man unbedingt das Müssen beweisen muß und für diese Unmöglichkeit einen (bis zu seiner eventuellen Kirchturm-Widerlegung) bereits bewiesenen mathematischen Satz mißbraucht.
      [Keksen, Malbüchern Knetmasse und Kuscheltiere könnten diesbezüglich vielleicht wirklich einen kleinen Trost darstellen.]

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    11. @ Stephan Birkholz: Gut, ich korrigiere und hänge an das Untergehen ein "falls er denn stolzer Besitzer aller vier Gliedmaßen ist" an ;-) . Dürfte aber eigentlich keine Rolle spielen wenn man denn willens gewesen wäre zu verstehen was ich sagen wollte.

      "Jede moderne Psychologie und Pädagogik (auch im anthroposophischen Umfeld) hat heute(und wahrscheinlich ist das heute auch einfach anders als zu Steiners Zeiten) erkannt, dass man mit dem muß nur das Gegenteil von dem erreicht, was man erreichen möchte.
      Anstatt echter Fortschritte erzeugt man Spasmen und Blockierung, die jedes Weiterschreiten und jede Entwicklung verunmöglichen.
      Der Ansatz von heute ist es, den Lernenden dort abzuholen/aufzusuchen, wo er gerade steht und den nächsten Schritt gemeinsam mit ihm nach seinen Möglichkeiten zu entwickeln." Das ist jetzt nicht wahr, oder :-)) ? Also ich würde mal behaupten daß man Steiners Schulungsweg nicht im mindesten vergleichen kann mit irgendwelchem von außen geforderten Lernen. Kann mensch sich heute wirklich nicht mehr vorstellen daß man ganz freiwillig lernen wollen kann ohne fordernden, autoritären Lehrer dem man dann begegnen muß wie ein 3jähriger in der Trotzphase?


      A.b.w.A.

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    12. Auch Ihre Korrektur trifft nicht die Wahrheit:
      Denn auch mit Gliedmaßen muß man nicht untergehen, wenn man sie im Wasser nicht bewegt.
      //
      Zweitens habe ich überhaupt keine Aussage über Steiners Schulungsweg gemacht, sondern mich lediglich über gewisse Formulierungen gewundert. Formulierungen, die an ein 1900-Entweder-Oder-Bewußtsein appellieren, wie es heute nicht mehr zeitgemäß ist.
      Über den Rest werden wir uns wohl noch nicht austauschen können, da ich Sie nicht dort abholen kann, wo Sie noch gar nicht sind...

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    13. Verarschen kann ich mich selber. Sich dumm stellen und damit andere am erklären halten um sie auflaufen zu lassen und vorzuführen. Kein Bock drauf, tschüssi.

      A.b.w.A.

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    14. "Formulierungen, die an ein 1900-Entweder-Oder-Bewußtsein appellieren, wie es heute nicht mehr zeitgemäß ist"

      Ein Bewusstsein, dass innere Klarheit verschafft, bzw. diese als Erkenntnisvoraussetzung einfordert, ist also heute nicht mehr zeitgemäß?
      Man kann sich nur wundern!

      Was soll dieser missratene Versuch der Rechtfertigung eines vielleicht postfaktisch als modern und aufgeklärt umreißbaren Bewusstseinszustandes, der in Wirklichkeit aber nichts anderes als eine unzeitgemäße Beliebigkeit verkörpert?

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    15. Paradigma: Alles was sich verhält wie ein Holgi, ist ein Holgi!
      Ein virtueller Holgi...

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    16. Alternativ kann auch die Bezeichnung Trollger verwendet werden...

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    17. Dergleichen geschieht im Leben, und wir sind ja immer von solchen Dingen umsponnen. Man theoretisiert in abstrakten Begriffen. Man treibt zum Beispiel Relativitätstheorie und kommt dabei zu der An­sicht, daß es gleich ist, ob man sich in einem Automobil nach Osterbeek begibt oder ob Osterbeek einem entgegenkommt. Wenn aber jemand einen Wirklichkeitsschluß ziehen würde, so müßte er sagen: Wenn das Automobil in Ruhe ist, dann nutzt es sich nicht ab und der Chauffeur wird nicht müde; im andern Falle findet das Gegenteil statt. Wenn jemand so denkt, dann wird er, ohne jede Linie und Bewegung zu ver­gleichen, aus dem Innern heraus erkennen, was sein eigenes Wesen da­durch verändert, daß es in Bewegung ist und nicht in Ruhe. Bei der heute üblichen Denkungsart ist es kein Wunder, daß man eine Rela­tivitätstheorie herausbekommt, wenn man den Blick auf das wendet, was «an sich» ist. Geht man aber auf die Wirklichkeit zurück, dann wird man sehen, daß es nicht stimmt mit dem, was man aus den bloßen Relationen sich ausdenkt. Wir leben heute, ob wir gelehrt oder gescheit sind, fortwährend eigentlich über der Wirklichkeit; wir leben in Vor­stellungen, die wir uns gemacht haben, ähnlich wie der kleine Junge im «Goetz von Berlichingen», der seinen Vater nicht kennt, trotzdem er ihn im Lehrbuche beschrieben hat. Wir leben nicht in der unmittel­baren Wirklichkeit.
      GA 310, Seite 105

      Lieber anonymer Trollger!
      Nachdem ich mir Ihre Worte nochmals ganz durch die Seele habe ziehen lassen, muss ich in Schamesröte gestehen, dass ich Ihnen zu tiefstem Dank verpflichtet sein muss!
      Erst, als ich mich -gegen erhebliche innere Schweinehundewiderstände- auf das von Ihnen als klarheitschaffende Bewußtsein von 1900 ohne jede unzeitgemäße Beliebigkeit einlassen konnte, ist mir endlich klar geworden, weswegen ich hier in Stuttgart schon sein 7 Monaten als Chaufeur in einem Automobil sitze und vergeblich darauf warte, dass Hamburg zu mir nach Stuttgart kommt.

      s. birkholz

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    18. Werter Birkholz,

      genauso wie es Steiner mit seinem begrenzten Verständnis der Naturwissenschaft, insbesondere der Mathematik, verwehrt war auch nur ansatzweise die Relativitätstheorie zu begreifen, so ist es dir auch, lieber Stephan, offensichtlich verwehrt zu verstehen, daß die Erkenntnis des bisher Unvorstellbaren nur dann auf dich zukommen wird, wenn du a) von deinem eingebildeten hohen Ross der Überheblichkeit herabsteigen würdest und b) offen sein könntest für das, was andere dir zu sagen haben.

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    19. Werter Trollger,
      wenn Sie sich mit Ihren Anschauungen mal etwas in Richtung (sagen wir) 1980 bewegen würden, dann würden Sie erkennen können, dass mein 'hohes Ross' kein 'hohes Ross', sondern ein altes, gebrauchtes, abgenutztes hölzernes Schaukelpferd ist.
      So ungefähr nach dem Motto: 'Gebt dem Hirn was des Gehirnes ist und gebt dem Herzen, was des Herzens ist, denn sonst ist alles für den Arsch'
      //
      Sie würden dann auch erkennen können, dass Steiners obige Passage nicht wegen seiner mathematischen Defizite so schräg anmutet, sondern weil man in einer solchen Gedankenführung heute nur noch zu vollkommen Gehirnamputierten argumentieren kann.
      Wenn die Argumentation vor Hirn und Herz einigermaßen vertretbar ist, bin ich in meinem Schaukelpferd eigentlich auch ganz offen für andere, die auf dem Bobby-Car daherkommen...

      s. birkholz

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    20. Übrigens [Interessante Einfälle hat man im Nachtdienst]:

      Wenn heute (was um 1900 noch Frevel war) so vehement das Bedingungslose Grundeinkommen gefordert wird, könnten wir doch auch die Bedingungslose Grundeinweihung ohne Üb-Muss einfordern.
      Komme mir jetzt niemand mit Wirtschafts-/Geistes-/Rechtsleben (3-Gliederung); wer höhere Weihen anstrebt, die über STEFFEN-IV-Leistungen hinausgehen, kann ja gerne noch fleißig zusatzüben. Nebenübung bekommt dann auch eher die Bedeutung von 'Nebenjob'...

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    21. @ Ingrid

      "Niemand wird gezwungen, sich auf einen derartigen Schulungsweg einzulassen. Man kann es auch einfach bleibenlassen".

      So ist es. Die anthrop. Bewegung sollte sich dann aber auch nicht wundern, wenn der anthrop. Schulungsweg, mit seiner Betonung auf das "müssen/sollen", mit seiner ganzen eher strengen Diktion, eben nicht den (von Steiner gewünschten/gewollten) Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung hat.

      Es gibt nach meiner Beobachtung und Erfahrung erfreulicherweise immer mehr Lehrer/Richtungen in der Anthroposophie, die von Steiners ursprünglichen strengen "Geheimschüler-Diktion" etwas abrücken und sich von außeranthroposophischen Übungen/Haltungen inspirieren lassen (Karsten Massei, von Michael öfter hier positiv erwähnt, gehört dazu) - vor allem die diversen Achtsamkeitslehrer/Richtungen (MBSR u.a.) mit ihrer Einbeziehung des Körpers, des Atems, der Haltung des Geschehenlassens, könnte die anthroposophisch-einseitige Haltung des "ich-haften Denkwillens" positiv ergänzen.

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    22. @ Stephan:

      »[Interessante Einfälle hat man im Nachtdienst]«
      :-) Ja - diesen Eindruck habe ich, angesichts vieler Deiner postings, schon länger.

      Zum Beispiel den Einfall, einen Schulungsweg für Erwachsene, die sich aus freien Stücken selbst verpflichten, bauen zu wollen auf die Prinzipien der »modernen Psychologie und Pädagogik«:
      »Jede moderne Psychologie und Pädagogik (auch im anthroposophischen Umfeld) hat heute (und wahrscheinlich ist das heute auch einfach anders als zu Steiners Zeiten) erkannt, dass man mit dem muß nur das Gegenteil von dem erreicht, was man erreichen möchte. […] Der Ansatz von heute ist es, den Lernenden dort abzuholen/aufzusuchen, wo er gerade steht und den nächsten Schritt gemeinsam mit ihm nach seinen Möglichkeiten zu entwickeln.«
      — Prinzipien, bei denen es also gerade nicht um die freiwillige Selbstverpflichtung Erwachsener geht (Päd-agogik, von παῖς, Kind, und ἄγειν, führen).
      Denn in der Er-ziehung gibt es, wie das Wort schon sagt, einerseits jemanden, der „zieht“, und andererseits jemanden, der „gezogen wird“ — und konsequenterweise gibt es auch in Deinem Satz ein »man«, das etwas »erreichen möchte«, und das daher denjenigen, der nicht freiwillig irgendwohin gehen will, »dort abholt, wo er gerade steht«, um ihn dann – natürlich jeweils »nach seinen Möglichkeiten« – sanft, aber doch, dort hinzuziehen, wo »man« ihn eben haben will.

      Sehr schön auch dieser Einfall:
      »könnten wir doch auch die Bedingungslose Grundeinweihung ohne Üb-Muss einfordern.«
      :-) Ja freilich.
      Fragt sich nur, von wem Du das einfordern willst — und auch: welche Konsequenzen Du in Erwägung ziehst, falls Deiner Forderung nicht nachgekommen werden sollte.

      :-) Lieber Stephan, Du bist wirklich lustig, danke für die Erheiterung!

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  4. Das ‘persönliches Verhältnis‘ zu Wahrheit und Lüge scheint mir hier wichtig und postfaktisch notwendig. Das Subjektive ist das Formale, das intentionale Anerkennen oder Verwerfen im Sinne Franz Brentanos:

    “… um nicht bloß seine Urteilskraft zu schulen, die nüchtern unterscheidet zwischen «wahr» und «falsch», sondern er muß zu dem allen ein ganz persönliches Verhältnis gewinnen“

    Das ist die Urteilstheorie Franz Brentanos:
    ‘Brentano findet nun drei Arten von intentionalen Beziehungen im seelischen Leben. Die erste ist das Vorstellen von etwas; die zweite die Anerkennung oder Verwerfung, die sich im Urteilen aussprechen; die dritte die des Liebens oder Hassens, welche im Fühlen erlebt werden.‘ Von Seelenrätseln 21.86 f. (vgl. Pneumatosophie 115.223 f.)

    Siehe auch Steiners Allgemeine Menschenkunde:
    ‘… der objektive Inhalt des Urteils steht außerhalb der Gefühlstätigkeit fest; damit aber in der subjektiven Menschenseele die Überzeugung von der Richtigkeit des Urteils zustande komme, muß die Gefühlstätigkeit sich entwickeln.‘ 293.86

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    1. Lieber Ton,

      vielen Dank – insbesondere für das Zitat aus der „Allgemeinen Menschenkunde“!

      Die Schwierigkeit dabei (die sich auch hier in den Kommentaren zeigt):
      Sehr viele Menschen verbinden einen Begriff wie „Wahrheitsgefühl“ mit einem Gefühlsurteil --- also mit einem „Urteil“, das nicht durch das Denken und, wie Steiner es ausdrückt, außerhalb der Gefühlstätigkeit zustande kommt, sondern gerade mithilfe des Gefühls.
      Und so ist es ja durchaus nicht gemeint, weder von mir noch von Steiner.

      Jedenfalls halte auch ich es heute für not-wendig, ein solches persönliches Verhältnis zu Wahrheit und Lüge zu entwickeln, wie Steiner es schildert.
      Deshalb habe ich meinen Artikel geschrieben.

      Herzlich,
      Ingrid

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  5. Sehe gerade, dass Trollger Niedersausen mir eine virtuelle Therapiestunde (Die faule Schnecke) hat zukommen lassen.
    Dabei hat er sich nicht mal richtig drauf vorbereitet und behauptet:

    Tatsächlich – dieser Blogger hat eine gewaltige Blockade, weil er dreizehn Mal (!) das Wörtchen ,muss’ in wenigen Sätzen von Rudolf Steiner fand und ertragen musste, und nicht ertragen konnte. Ob wir ihm wohl noch helfen können? Wir werden sehen...

    Dabei hab ich das Wörtchen doch wie hier ausdrücklich erwähnt 14x(!) gefunden...
    //
    Meine Vermutung in Holgis Waschsalon wird bekräftigt - weil vermutlich kein Schwein in seine Seelenwäscherei kommt, fängt er jetzt aus Langeweile mit feuchten Doktorspielchen an - die haben in seinem Repertoire vielleicht einfach noch gefehlt (man steigert sich).

    [Das sei hier nur erwähnt, weil sich sein Geschreibsel auf diese Diskussion bezieht, nicht weil Holgi hier einen Raum einnehmen sollte]

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    1. Eins noch, Herr Niederhausen:
      Nehmen Sie bitte gleich Ihr Bryophyllum 50% Trit. und Ihr Cardiodoron Dil. wie verordnet und lassen Sie um Himmelswillen das Coitodoron (oder gar das Viagra) weg, sonst wird es böse enden - Sie sind ja ganz aus dem Schnecken-Häuschen...

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    2. @ Stephan,

      merken Sie denn nicht, wie lächerlich Sie sich machen? Ganz egal, wer hinter den anonymen Wortmeldungen in diesem blog steht, Sie verlieren Ihr Gesicht und lassen zu, dass mit Ihnen Katz und Maus gespielt wird.
      So arbeiten Sie doch nur dem HN in die Hände.

      Seien Sie bescheidener, gehen Sie doch auf andere Menschen zu, Sie werden sehen, es gelingt Ihnen dann schon.

      Vorausgesetzt natürlich, sie wollen mit Geistesstärke und Argumenten punkten, und nicht mit Rechthaberei!
      Mit ihrer über weite Strecken unangebrachten Wortwahl, die innere geistige Zielgerichtetheit, Ruhe und Gelassenheit vermissen lässt und der noch unangebrachteren Verlinkung ihres eigenen sich eindeutig als gescheitert präsentierenden Blogs machen Sie sich doch hier nur selbst fertig...oder?

      Kopf hoch!

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  6. Ingrid: "Ich halte es für ein Mißverständnis, zur Entwicklung des „Wahrheitsgefühls“ bei moralischen „Wahrheiten“ anzusetzen.
    Rudolf Steiner spricht ja gerade von Urteilen, die wir normalerweise ausschließlich mit dem Verstand zu fällen gewohnt sind:"

    Ingrid erklärt sehr gut, wie das "muß" zu verstehen ist, als innere Konsequenz der Mathematik, dieser "Wahrheit". Aus diesem inneren Üben am Objektiven, kann sich ein Wahrheitsgefühl entwickeln, das später auch bei sog. moralischen Dingen gut erkennt was vorliegt.
    Herr Niederhausen "muß" hier nicht lesen, aber er tut es, er urteilt danach über Menschen, bricht den Stab, schreibt von Faulheit etc.. Beim Nachlesen fällt auf, Herr Niederhausen hat tatäschlich ein gutes Bild formuliert:
    "Ein weiterer Blogger, mischa, spricht von einem „Schwelgen“, wo von Widersachern und von innerer Entwicklung die Rede ist. Der Anthroposoph schwelgt also im Idealischen und sieht sich genussvoll umkreist von Widersachern, von denen er aber frei ist. "

    "Genussvoll" von Niederhausen formuliert:
    "Die Wahrheit als heilige Geliebte der Seele – dieses reale Erleben gibt erst das ganze Verantwortungsgefühl gegenüber der Wahrheit."

    Hier wird Wahrheit, in Verlangen zur "heilige(n) Geliebte(n)" hereingenommen.

    Wie problematisch Wahrheit und Sexualität ist, zeigt ein Beitrag dieser Tage:
    "Selbstdemontage der Kirche"

    Darin:
    "Ein kirchliches Ehesakrament im eigentlichen Sinn wird es so nicht mehr geben. Die Trauung vor dem Altar, der für Christus steht, verliert ihren auch sexuell prägenden und verpflichtenden Charakter. Aber nicht nur die Sexualität zwischen Mann und Frau verliert dabei ihren leibhaft sakramentalen Charakter, die Ehe selbst spiegelt den Doppelbund Gottes mit dem Menschen in Schöpfung und Erlösung seinem Ursinn nach nicht mehr wider".

    http://kath.net/news/58410

    Das Jammern gibt es also nicht nur bei eingefleischten Anhängern Rudolf Steiners, sondern auch in der Katholischen Kirche. Der Wunde Punkt ist die Sexualität, hier wie dort.
    Habe schon auf dem Info3-blog berichtet, wie Elizabeth Haich mir die Flausen von "heiligen Geliebten" austrieb: als wir (meine damalige Freundin, studierte in Dornach) in Zürich in ihrem Zentrum meditierten, bis sie eintrat (hatte das Buch über ihre Berichte ihrer Inkarnation in Ägypten verschlungen). Sie begann sofort mit der Geschichte eines jungen Mannes, der seine "heilige" Geliebte knieend anbetete. Sie trug einen goldenen Gürtel. Sie frage ihn hold: welchen Teil willst Du, den oberhalb des Gürtels, oder den unterhalb. Er antwortete, den oberhalb. Darauf löste sie den Gürtel und ließ ihn auf den Boden gleiten.

    Franziskus löst nun auf seine Weise die innere Struktur der Katholischen Kirche auf, der Wunde Punkt, die Sexualität, gefangen in der christlichen Begrifflichkeit, Moralität, legt Franziskus nun in die individuelle Verantwortung der Gläubigen und vier alte Kardinäle schrieen auf.... .

    Ob anthroposophische oder katholische Verteidigungslinien, die "Wahrheit" liegt in der individuellen Verantwortung. Dankbar dürfen wir sein, wenn wir Menschen kennen, welche uns auf diesem Weg geholfen haben... . E.S.

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  7. @ Rainer:

    »"Niemand wird gezwungen, sich auf einen derartigen Schulungsweg einzulassen. Man kann es auch einfach bleibenlassen".
    So ist es. Die anthrop. Bewegung sollte sich dann aber auch nicht wundern, wenn der anthrop. Schulungsweg, mit seiner Betonung auf das "müssen/sollen", mit seiner ganzen eher strengen Diktion, eben nicht den (von Steiner gewünschten/gewollten) Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung hat.«


    Äh.
    Nun begreife ich Dich nicht recht:
    Einerseits störst Du Dich offenbar, ähnlich wie Stephan, am »"müssen/sollen", mit seiner ganzen eher strengen Diktion« — andererseits aber kritisierst Du, daß eben niemand gezwungen wird, sich auf einen derartigen Schulungsweg einzulassen, und daß man das daher auch einfach bleibenlassen kann?

    Der Bekanntheitsgrad zwar nicht des Schulungsweges, aber doch der Ergebnisse der Anthroposophie ist übrigens, zumindest bei uns in Österreich, gar nicht so klein: so gut wie jeder hat schon von biologisch-dynamischer Landwirtschaft gehört; vor kurzem sagte mir ein (nicht-anthroposophischer) Kollege, dessen Bruder in einem anthroposophisch geführten Heim für seelenpflegebedürftige Menschen lebt, die anthroposophischen Heime seien doch wirklich die besten…; etliche Menschen meiner nicht-anthroposophischen Bekanntschaft schicken ihre Kinder in Waldorfkindergärten und -schulen; Weleda-Produkte erfreuen sich seit vielen Jahren hoher Beliebtheit; und über die GLS-Bank (die sich übrigens an der Gründung der österreichischen Bank für Gemeinwohl beteiligt) sagt wikipedia: »Ungeachtet ihrer anthroposophischen Wurzeln reicht ihr Spektrum heute weit über dieses Milieu hinaus.«

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    1. @ Ingrid

      Wenn man sagt "Man kann es auch einfach bleibenlassen" (den anthrop. Schulungsweg zu gehen) übersieht man, dass heutzutage eben vielleicht zahllose Menschen ein tiefes Bedürfnis nach Anthroposophie und einem entsprechenden Schulungsweg haben, die aber, aufgrund der strengen, vielleicht sogar elitären Diktion, nicht mehr erreicht werden.

      Es gibt eine Aussage von Steiner, dass (sinngemäß) eigentlich viele Millionen Menschen eine Sehnsucht nach Anthroposophie haben. Vielleicht sind die mit ihrer Sehnsucht längst irgendwo anders hingegangen.

      Ich glaube auch gerne, dass Menschen, die es gewohnt sind, philosophisch-wissenschaftliche Werke zu lesen, bzw. akademisch vorgebildet sind, nicht viel Schwierigkeiten haben, meditative Denk/Willensübungen zu machen - was ist aber mit den zahllosen Menschen, die ausgebrannt von Beruf und Familie kaum noch ihren Körper spüren können? Warum kann man da nicht ansetzen mit dem achtsamen Atmen oder ähnlichen Dingen?

      Ich habe inzwischen viele Menschen kennengelernt, die einiges aus der Anthroposophie schätzen (die Dinge, die Du schilderst), die aber nie etwas vom anthrop. Schulungsweg gehört haben; das bleibt dann vielleicht immer etwas sehr äußeres, oberflächliches, wenn man nur mit den "Ergebnissen" lebt.

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    2. @ Rainer:

      Es spricht ja nichts dagegen, daß Menschen, die keine Sehnsucht nach dem »strengen« anthroposophischen Schulungsweg haben, einen anderen Weg einschlagen. Schließlich gibt es heute genug Wege, die »bei achtsamem Atmen und ähnlichen Dingen« ansetzen.

      Was sich mir nicht erschließt, das ist, wieso man bei Menschen, die, wie Du sagst, »ein tiefes Bedürfnis nach Anthroposophie und einem entsprechenden Schulungsweg haben«, mit anderen Dingen ansetzen sollte.

      Ich glaube nicht daran, daß diese Menschen heute deshalb nicht erreicht werden, weil Rudolf Steiner immer wieder das Wort „müssen“ verwendet.

      :-) Es gibt allerdings genug anderen „Stacheldraht“, der viele Menschen heutzutage davon abhält, sich näher mit Anthroposophie zu befassen.

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    3. @ Ingrid

      nach meiner Erfahrung ist es eher gut möglich und sinnvoll, die Besonderheit des anthrop. Schulungsweges mit "anderen Dingen" zu verbinden - vielleicht etwas im Sinne Kühlewinds, der die "strenge Diktion" (die er auch hatte) mit einer offenen, experimentellen Meditationshaltung verbinden wollte (Er hat z.B. vor allem in seinen letzten Lebensjahren häufig den jesuitischen Achtsamkeitslehrer Anthony de Mello ausdrücklich empfohlen).

      Um das Wort "müssen" geht es nicht, aber um die Haltung, die dahinter steht.

      Steiners Vorbehalte gegen Atemübungen, das "östliche" usw. sind vor allem auf dem Hintergrund seiner Abgrenzung zur theosophischen Bewegung zu sehen, das ist heute mehr als obsolet.

      Was man heute z.B. im MBSR lernt, ist sehr dicht am anthrop. Weg, nur dass eben Körper/Atem/Gefühl etwas mehr mit einbezogen werden.

      Anderen "Stacheldraht" gibt es natürlich viel, vor allem die Wahrheitsprediger und Moralisten, vielleicht auch die manche Menschen abschreckende verwirrende Überfülle an Büchern und Wissen (Swassjan sagte einmal, die Anthroposophen hätten in erster Linie eine Gewusstseinsseele).

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    4. @ Rainer,

      MBSR kenne ich nicht — aber was ich hier lese, scheint mir zwar gut geeignet für die angeführten therapeutischen Anliegen, aber nicht gerade »dicht am anthroposophischen Weg« zu sein.

      Ich habe wirklich nichts gegen die unterschiedlichsten Wege, die ein Mensch heute beschreiten kann.
      Ich sehe nur immer noch nicht, was dagegen spricht, den anthroposophischen Schulungsweg so gelten zu lassen, wie Steiner ihn beschrieben hat.

      Wenn mir Atemübungen oder ein mehrwöchiges MBSR-Programm aus irgendeinem Grund nicht zusagen, dann verlange ich ja auch nicht, daß man sie ändern oder irgendwie anderswo ansetzen soll. Sondern ich mache sie ganz einfach nicht. Und ich habe bisher noch nicht erlebt, daß das irgendjemanden stört. Warum auch?

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    5. P.S.: :-) Und danke für den herrlichen Swassjan'schen Begriff der „Gewusstseinsseele“!
      LG, i.

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    6. @ Ingrid

      "Ich sehe nur immer noch nicht, was dagegen spricht, den anthroposophischen Schulungsweg so gelten zu lassen, wie Steiner ihn beschrieben hat".

      Sicher, meine obigen Vorbehalte würde ich deshalb auch keinen anderen "aufdrücken" wollen. Das ist ein wenig meine Beobachtung und Erfahrung nach 3 Jahrzehnten mehr oder weniger Verbundensein mit Anthroposophie.

      Ich habe halt reichlich viele Anthros kennengelernt, die gerne von okkulten "höheren Welten" erzählen und viele Jahre entsprechende Übungen machen und dennoch keinen nennenswerten Zugang zu bestimmten inneren Mustern, Konflikten, Abwehrmechanismen usw. haben (Und die sich dann amüsanterweise wundern, warum sie nicht wirklich weiterkommen).

      Nicht nur "nicht haben", sondern sogar im Gefühl der "okkulten Überlegenheit" zu sein, als ob man solche Dinge selbstverständlich längst überwunden haben müsste.

      Etwas "therapeutisch" ist MBSR durchaus, allerdings berührt es sowohl therapeutisch-psychologische wie spirituelle Inhalte, wie gesagt, für mich eine sinnvolle Ergänzung.

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  8. "Toleranz ist die Vergebung der Verbrechen, die ein Feind erst morgen begehen will, und bereits heute davon spricht." General Hoi Singh.

    Die Problematik von Toleranz und Vergebung liegen nah beinander.
    Der Terminus "Empathie" wird oft überbewertet, und zwar gerade da, wo Gutgläubigkeit, Harmoniebereitschaft und Naivität ausgenutzt werden.
    Wir dürfen nicht schlafen für die Künste der Haustürverkäufer, die mit unserer Bereitschaft zu Sentimentalität spielen. Auch nicht für ähnliche Künste der Schwiegermütter, Chefs und der schlechten Lehrer (Pädagogen).

    Jeglicher schlechte Umgang bettelt um unser Mitgefühl, während viele Menschen durchaus erleben mußten, wie wirkliche Gebrechen und echte Probleme gerade im Umfeld solchen schlechten Umgangs als Simulantentum und Drückebergerei gebrandmarkt werden.

    Es geht daher auch darum, junge Menschen besonders auch auf die Schlechtigkeit der Welt genügend vorzubereiten, und - echte Toleranz - ist in der Tat nur das klare und bewußte Dulden, aber beileibe nicht das Hineinsteigen in Empathie-Honigfallen. Toleranz sollte bedeuten, sich taktisch zurückzuhalten, wenn der politische oder menschliche, berufliche, was auch immer - Feind - (ich spreche hier exakt und bewußt nicht von "Gegner") uns versucht, im Sinne geltender Gesetze in "Schuld" zu locken, uns in Versuchung führt, bereitgestellte Fettnäpfe zu betreten, damit wir uns formal "schuldig" und somit womöglich "strafbar" machen!

    "Ich hab Dir nie einen Rosengarten versprochen!"kann man googlen.

    Es geht oft um Schlammschlachten, und hier wäre falsch verstandene Toleranz oder später eine sentimentale Vergebung eine große Versündigung, auch an der Menschenwürde.

    Wir brauchen stattdessen die Fähigkeit, ein Herz aus Stein zu erüben! Die Torheit träger und fauler Toleranz, sentimentalischer Empathie-Räusche und endomorphiner Vergebungs-Wollust auszujäten aus unserer Seele. Und auf dem Feld schlechten Umgangs hellwach zu sein.

    Die "laudatio temporis acti", daß heutzutage, in dieser bösen modernen Welt der Narzismus die Härzen der Mäntschen erfaßt habe, darf, das weiß der Himmel, uns nicht in die Nabelschau zwingen, damit wir am Ende KO geschlagen werden, weil wir, statt den Dolch im Gewande des Intriganten oder die Fäuste seiner Exekutivisten zu bemerken, zahm und selbstkritisch in den Spiegel oder zum Nabel gesehn haben.

    Man muß sich hüten, auch sehr wachsam sein, wenn man von moralisch schwächeren Menschen angegriffen, dann bedroht, dann angebettelt wird. Man kennt dieses Verhalten bei Trollen. Man muß sich auch hüten, wenn man von altfränkischen, passivisch autoritären Menschen "kritisiert" wird, die mit Schnee auf dem Haupte und Illja Rogoff im Atem mahnen, gewissen Stimmen zu folgen, die sie als "unser tieferes Gewissen" - nicht ohne subtiles Drohen - an unsere Gehörgänge verfüttern wollen. Die Gehorsamkeitskultur muß ein Ende finden, es reicht.

    Denn, was wir bereits haben, das ist Empathie! Wir können nachdenken, auch über das Leid und die verschlüsselten Motive in der Seele des Gegners und in der Psyche des Feindes (der uns mit einer morgigen Umwertung der Werte droht), oder eines Aggressors, sei es ein Freund, wer weiß?, der in der Identitätskrise innerlich Amok läuft.

    Wir müssen eher lernen, Rückgrat zu haben. Dann schon pulverisieren sich viele Täuschungen, Nachrichten-Fakes, Hütchenspiele, m. E. bereits ohne Quellenrecherchen. Wir müssen lernen, nicht zu früh Frieden zu geben. Um im Lebenskampf nicht über jeden Tisch gezogen zu werden. "Eigendurchsetzung" sollte ein Schulfach heißen. Dazu gehört selbstverständlich, wie wir die Autonomie unserer Empathiefähigkeit, die Autonomie unserer Liebe zum Dasein, zum Leben schützen und bewahren. Und uns dennoch nicht von Verwirrspielern und schlechten Lehrern, schlechten Chefs, auf eine narkotische Reise schicken lassen.
    mischa

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    1. Ich lebe mein Leben, mit Höhen und Tiefen, aber ich befinde mich weder im Groß- noch im Kleinkriegszustand. Und von diesem Standpunkt aus habe ich im Zusammenhang mit Ingrids Artikel von Toleranz, Empathie, Gewissen, geschrieben.
      A.b.w.A.

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    2. Si vis pacem ...

      Wenn wir wach den Berichten aus anderen Ländern lauschen, oder durch die Sozial-Brennpunkte der Sozial-Gruppierungs-Reviere unserer Städte, dann ahnen wir sogar dann, wenn wir wohlbehütet aufwachsen und in ein Dasein erwachen durften, daß dieses Leben Kampf ist und Krieg. Spätestens dann, wenn die Seele und das Herz-Chakra das erste mal fasten muß, schärft sich die Wahrnehmung, das mancher Idealist ein Lügner, ein Täuscher ist, daß Beziehungen, auch "die gute Tat" schmückender Luxus ist.

      Brauchen wir den Schmuck "der guten Tat"? Rauben wir sie unter Umständen, als Privilegierte, einem schwächeren Wohltäter, in dem wir ihm effizienter zuvorkommen? Einer, der jetzt ruhmlos verblaßt! :-) Nicht nur die hübschen Partner sind - begehrt - , auch die noble Zier "guter Werke" sind Apfel des Zankes. "Meine Wale, deine Wale?" Wer darf sie schützen! :-) So zumindest geht es in der Kaste der Wohlbehüteten zu. Jeder Buddhist ist skeptisch gegenüber der Gier z.B. nach "Reinheit", "Guten Taten", "Erkenntnis"!... diese gewissen "höheren" Süchte und Begierden.

      Ich bin ein Vertreter der Lehre der Erbse, hrm.. der "Erbsünde": Wir wurden aus dem Paradies geworfen, wer weiß schon, warum? Vielleicht, weil wir zu sehr "sein" wollten: Jetzt haben wir die Bescherung: Wir stören. Die Eltern schon, die Mitmenschen, die restliche Schöpfung, als Raupe Nimmersatt verkonsumiert der Mensch den ganzen Erdball und sch.. ihn zu. Um sich dann noch zu rühmen, wenn er, als "Idealist" sich ein bißchen was verkneift, und dem schwächeren Mitmenschen ein wenig von dem zurückgibt, was er ihm durch sein größeres Geschick vor der Nase fortgestohlen hat. Usw.

      Der Gesellschafts-Vertrag ordnet ein wenig diesen Krieg. Das Grundgesetz z.B. ist eine "Hager Landkriegsordnung" für das bißchen Sozialen Frieden.

      Wenn ich und viele meiner Freunde sich früher als "links" bezeichneten, dann... um Gottes Willen ... nicht, weil wir fundamentalistische Marxisten oder Bad-Godesberger Sozialliberal-Sozialisten waren, noch demokratische Euro-Kommunisten. Wir hatten es satt, immer fremden Kriegsflaggen oder Führern als Gefolgs-Menschen Gehorsam zu leisten. Instinktiv nannten wir das "links", weil je mehr "rechts" desto mehr "Gehorsamkeits-Ideologie".

      Wir wollten lose Verbündete und Einzelkämpfer sein. Wir beschäftigten uns sogar mit Methoden passiven Widerstands, falls "der Russe" doch noch käme, weil man dann auf Kernwaffen verzichten würde, um den Drecksball "Erde" zu retten...

      Viele "Linke", die nie wußten, warum sie sich so nannten, wollten den Krieg des Daseins nicht mehr führen, weil die Gesellschaft, egal wie nobel die Verträge lauten, durch Anwälte und wirtschaftlich brüderliche Assoziation (vom Lobbywesen zur Korruption) immer von Kriminalität und Unfairness durchzogen ist. Das fängt beim Murmelspiel im Sandkasten schon an, und geht später bei den Intrigen der Partnerwahl weiter bis in die betrügerischen Seilschaften mancher Karrieristen. "Flucht in den Satsang". Daher die indischen Lehren.

      Was ich bei Steiner immer - für mich - heraushörte, war die implizite Aufmunterung: "Lasset uns stören!"
      Wenn wir denn schon geboren sind, müssen wir auch stören. Den Kampf aufnehmen. Jeder Kampf, der nicht, Bewußtsein schaffend, ausgetragen wird, wird durch unbewußt gebliebenes Getriebe physische Auseinandersetzungen manifestieren. Wenn Du den Frieden willst, betreibe den geistig, mentalen .. Streit.
      lG, mischa

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    3. Weil die ganzen Gemeinwesen, und deren Staaten-Gebilde immer, - so wie unser Organismus kontinuierlich mit Todeskeimen durchdrungen - , unentwegt im Abwehrkampf, von Kriminalität durchzogen ist, die anstrebt, sich zum strukturiert organisiertem Verbrechen, dann immer weiter expandierend, zum korrupten Staat evolutiv zu wandeln, ist es den Feinden der Demokratie ein leichtes, zu relativieren, daß "alle Staaten, alle Regierungen gleich korrupt und gleich schlecht seien". Das diese Relativierung geschieht, liegt an der Schlechtigkeit des Menschen, besonders an verdorbenen Narzissten wie Ken Jebsen, Andreas Popp, dem dekadierten Kabarettisten Volker Pispers, den Kreml-Trollen, und den asketisierend eifersüchtelnden Anthroposophisten, wie Holger Niederhausen im Augenblick ein brennendes Beispiel manifestieren muß. Das hätte er von sich früher sicher nie gedacht. Und vielen ungezählten anderen Verrätern an der guten Sache der Freiheit. Doch man sollte unterscheiden zwischen Initiatoren, etwa der Mental-Terrorist Jürgen Elsässer, der fast bereits unverhohlen durchblicken läßt, daß er gerne ein Bluthund wäre, wenn er und seine Trupps an ihr Ziel kämen, und harmloseste Mitläufer, aus uneingestandenen, unterbewußten, Identitätskrisen

      Hier wurde für mich klar, daß viele Politiker, auf die ich früher schimpfte, zu respektierende Gegner sein können. Aber eben keine Feinde! Und mir wird angesichts des Regierungsstils von Erdogan, Orban, Trump, Putin klar, daß diese Menschen sich ihrer Feindschaft gegenüber jenen, die eigentlich nur politische Gegner sein wollten, nicht nur maßlos hingeben, sondern fast jeden Menschen als potentiellen Nahrungs- und Geschlechtskonkurrenten sehn, falls er in ihre kleine Bewußtheit tritt (ein Bewußtsein haben sie als Medien nicht .. mehr..) und als Feind, falls er/sie politisch und gesellschaftlich faire ungezinkte Spielregeln einfordert.

      In allen Ländern der Welt haben Menschen, Politiker, Anwälte, Industrie und Militärische Bünde Sch.. gebaut. Es ist aber klar und deutlich immer ein Korrektiv aktiv gewesen. Entweder in manchen Medien, im Wirken von "pressure groups", in balancierenden demokratischen Instanzen, an der Wählerbasis usw.

      Die Wende ins Unheil, die Katastrophe geschieht erst, wenn alle Widersprechenden Institutionen ausgeschaltet werden.

      Dies ist denjenigen Anthroposophen nicht einsichtig, die, wie wohlbehütete Kinder zu viel Begehrlichkeiten haben: "Gute Taten vollbringen", als schicken Schmuck, "Geliebt werden von vielen, Anerkennung", ein exklusiver Luxus, gerade in Zeiten größerer Armut, "Hüter der wahren Lehre der Lichtgestalt Sankt Rudolf Steiner".

      Dieser Menschenschlag glaubt, daß durch eine anthroposophistische Verdreigliederisierung der Gemeinwesen der kulminative Weltfrieden ausbräche, und die -leider - naturbedingte und leider natürliche Kriminalisierung, die Entartung des Daseins-Kampfes ins immer regellosere, einfach von selbst verschwinden würde. Irgendwie, etwa durch "morphische Felder" auch, wo dann der wohlbehütete Praktikant Angst hat, er meditiere zu wenig, und damit trage er zum Krieg in der Welt bei, denn im Hühnerstall des Chefs legen auch die Hennen nicht mehr richtig, und picken ihre Eier auf. Meditative Delirien aus Schuldgefühl und Überarbeitung. Naja ...

      Darum meine Grundsätze: Übe, ein Herz aus Stein zu haben. Rhetorisch überhöht. Es bedeutet: Sei nicht überempfindlich im Ärger über diese Dinge, die - besonders hier politisch geschehn, geredet werden. Und laß Dich nicht sentimentalisch erweichen, irgendwelchen Relativierungen und esoterischen Gewissens-Appellen auf den Leim zu gehn. Deine unterlassenen Meditationen haben vielleicht wirklich gewisse minimale ungute Nachwirkungen für Dich, Deine Beziehungen, Kopf hoch, aber sie machen keinen Wahlsieg für Diktatoren, noch einen Hund in der Nachbarschaft krank. Okay?

      Herzlich, an die, die nicht abergläubisch und autoritär hörig leben und meditieren wollen, mischa

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    4. Und Steiner hat in etlichen Schriften wirklich die Tür zu einer wirksamen intimen Selbstkritik aufgemacht, wie keiner vor ihm, und mehr, jeder muß seinen Weg finden, das in sein "Ding" zu integrieren. mischa

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    5. Danke mischa, sachliche Analyse.
      "Dieser Menschenschlag glaubt, daß durch eine anthroposophistische Verdreigliederisierung der Gemeinwesen der kulminative Weltfrieden ausbräche, und die -leider - naturbedingte und leider natürliche Kriminalisierung, die Entartung des Daseins-Kampfes ins immer regellosere, einfach von selbst verschwinden würde."

      Hier fällt mir der Hinweis Steiners ein, Bahnhöfe, Unterführungen so zu gestalten,bauen, sie nehmen den im Menschen innewohnenden Trieb zur Schlechtigkeit weg. Und tatsächlich sind ja die kahlen, glatten Unterführungen etc. oftmals Angsträume usw..
      Der Bauimpuls, von Steiner angestoßen kann in Weiterentwicklung noch segensreich werden.

      E.S.

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  9. Wundere mich selbst, wie viel aufbrausende Resonanz meine kleine Randbemerkung über Steiners Faible für' s 'Muß' (hier in einer doppelten Siebenheit (=14) repräsentiert) ausgelöst hat.
    Meine Verwunderung wird noch getopt durch eine Wutausbruchshulhuldigung meines Einzeilers in der Misterienstätte der Ehrfurcht und des reinen, unbefleckten weiblichen Denkens (und Ringelpiez mit Anfassen).
    //
    Mir scheint, es handelt sich um Verteidigungsreflexe:

    Man muß den 'anthroposophischen Schulungsweg' zwar nicht gehen (keiner zwingt einen schließlich) - meint man aber mal den Grad von Erwachsenheit erreicht zu haben, dass man auf der Seite der 'Ziehenden' und nicht mehr der '(Un)Gezogenen' steht, dann empfindet man es geradezu als moraische Verpflichtung (Imperativ), sich dem 'Müssen' zu verpflichten.
    Diese moralische Verpflichtung beinhaltet dann auch die Pflicht, jeden Meter Feldweg, auf dem man sich bei seinen Muß-Exerzitien hoffnungslos verlaufen hat, als unantastbaren Bestandteil des Königsweges anthroposophischer Schulung bis aufs Gehirn-Skalpell zu verteidigen...


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  10. Vor einigen Tagen hatte ich zu einem anderen Beitrag (Rudolf Steiners Falter- Meditation) in diesen Zusammenhang kommentiert:

    Das Unrichtige und das Richtige als Quelle für Schmerz und Freude oder Lust in ihren unterschiedlichsten Abstufungen im seelischen erleben. Das ist doch nachvollziehbar.

    Das könnte vielleicht auch so verstanden werden, dass beide Polaritäten sich gegenseitig nicht nur ergänzen sondern auch perspektivisch in ihrer Wechselwirkung notwendig definieren. Das Erlebnis der Freude zur Wahrheit wird umso intensiver sein je mehr man in der Lage ist auch Unwahrheit in ihren Schmerz zu ergründen und vice versa.


    Dazu würde ich zur jetzigen Diskussion noch erweiternd ausführen:

    Toleranz zur Sache oder zur Person. Das ist die Frage.

    Es wäre unsinnig zu einer als unwahr erkannten Sache oder Meinung Toleranz zu üben. Das würde die innere Erkenntnis, ohne inhaltliche Begründung, korrumpieren, abstumpfen und unglaubwürdig machen. Es könnten Grenzen zwischen Wahrheit und Unwahrheit sogar bis zur Unkenntlichkeit verzerrt werden. Dabei würden immer wieder neue Lügen entstehen können.

    Zu einer Person die zu einer unwahren Erkenntnis gelangt kann aber versucht werden Toleranz zu üben. Damit soll Unwahrheit nicht "geadelt" werden. In Gegenteil. Der von Unwahrheiten verursachte innere Schmerz sollte und darf dabei nicht "unterdrückt" werden. Es gilt zu lernen den Schmerz zur Unwahrheit einer Sache aufrecht zu erhalten und auszuhalten und dabei trotzdem Toleranzempfindungen im Menschlichen, soweit es einem möglich ist, zuzulassen. Je verlogener und umfassender die Unwahrheit sich im Leben darstellt, umso schwieriger und anspruchsvoller dürfte aber auch die Umsetzung "vollkommener Toleranz" im Persönlichen sein.

    Die Frage einer wirklichen Wahrheit oder "nur" einer persönlichen Wahrheit dürfte dabei in dieser Hinsicht im Hintergrund treten. Jede Erkenntnis als solche ist als eine gegebene Tatsache und dadurch als eine Wirklichkeit zu bewerten. Sie bewegt sich dabei ohnehin im Spannungsfeld zwischen persönlich Wirklichen und überpersönlich Wirklichen.

    Die Notwendigkeit um unwahr empfundenen und erkannten Gedanken, darum geht es hier, als Unwahrheit, auch als Lüge zu definieren und davon als solche ohne Wenn und Aber Abstand zu nehmen darf nicht dazu führen die Persönlichkeit eines Menschen insgesamt zu verurteilen. Ähnliches gilt auch für seine Taten. Fehlerhafte Taten oder sogar Verbrechen können und müssen verurteilt werden. Auch dann darf aber die persönliche Integrität seiner Individualität nicht in Frage gestellt werden. Daran fehlt es heute so häufig. Weltweit.

    Toleranz für die Integrität der Persönlichkeit. Eine Lebensnotwendigkeit für ein soziales und rechtsstaatliches Zusammenleben im ganz allgemeinen Sinne, nicht nur für eine esoterische Schulung. Das letzte sollte ohnehin nicht zur Flucht aus der Gesellschaft führen.

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    1. Lieber Bobby,

      "Die Notwendigkeit um unwahr empfundenen und erkannten Gedanken, darum geht es hier, als Unwahrheit, auch als Lüge zu definieren und davon als solche ohne Wenn und Aber Abstand zu nehmen darf nicht dazu führen die Persönlichkeit eines Menschen insgesamt zu verurteilen"

      Das sind aufrichtige und hehre Worte! Respekt!
      Wenn sie aber nicht im Einklang mit deiner eigenen Persönlichkeit stehen, wirken sie allerdings selbst unwahrhaftig und deplaziert.
      Wir kennen dich hier nicht gerade als einen, der sich mit persönlichen Angriffen zurück hält, der "die persönliche Integrität" derjenigen achtet, die in deinen Augen die Unwahrheit sagen oder deiner Meinung nach "fehlerhafte Taten oder sogar Verbrechen" befürworten.
      Du warst hier immer einer der Schnellsten, wenn es darum ging, die Autoren gewisser Meinungen und Standpunkte, die du nicht teilst, meist ohne die geringste Auseinandersetzung mit dem Gesagten und jedenfalls ohne die dahinterstehenden Individualitäten zu kennen, beispielsweise als Nazis, Faschisten, Putin-Verehrer oder in vielen Fällen sogar noch viel schlimmer persönlich unter der Gürtellinie anzugreifen.
      Das wirst du, lieber Bobby, wenn du denn wahrhaftig bleiben möchtest, kaum in Frage stellen können.

      Toleranz üben ist eine feine und in der heutigen Welt zutiefst notwendige und menschliche Sache.
      Sehr fragwürdig wäre aber die Umsetzung bzw. Rechtfertigung einer Art "selektiven Toleranz", die man aus deinem Verhalten hier in diesem Blog doch leider ableiten muss.
      Ein "selektives Schmerzempfinden" je nach ideologischer Ausrichtung des Autors einer "Unwahrheit", wäre das nicht eindeutig ein Unding?

      Eine selektive Toleranz würde zu nichts anderem führen, als ein wirklich sehr sehr hochstehendes geistiges Prinzip, eines der menschlichsten Wesensglieder überhaupt, ebenfalls zu korrumpieren.

      Ehrlichkeit im Schmerzempfinden, wenn es denn echter Schmerz beim Erkennen einer Unwahrheit sein sollte.
      Abgesehen davon, dass Schmerzempfinden wohl doch eher zu vornehmem Rückzug führen müsste, als zu untergürtellinigen Angriffen auf die angeblich Unwahrhaftigen.

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    2. Es gibt in weltanschaulich sozialisierten Kreisen tatsächlich gelegentlich die anatomische Anomalie, dass die Gürtellinie auf der Höhe der Nasenwurzel verläuft.
      Dann wird alles, wovon einem der Unterkiefer etwas herunterfällt oder was das notorische Überlegenheitsgrinsen irritiert, als unmittelbarer Angriff 'unter der Gürtellinie' erlebt...

      Da hilft nur: Kopf hoch, Gürtellinie runter!

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    3. Sehr geehrter Anonym

      Darüber könnte man lange fast wie mathematische, nämlich juristische, Gleichungen veranstalten, was denn nun "das Beste?" sei, und "angesichts welcher Sache?", und "für wen?" und "warum?" und "wie?". Hinsichtlich des Umgangs mit einer Person, die ein politischer Gegner ist. Und sich geirrt oder zu sehr echauffiert hat. Oder man selber irrte...

      Oder hinsichtlich der Behandlung einer Person, die ein erklärter politischer Feind, ein Feind der Zivilisation, ein Krimineller ist, eine Zeit lang war, oder beschließt, es fürderhin zu werden in Androhung massiv martialischer Aktionen geschmückt mit Intrigenkunst und prachtvoller Verleumdung. Unter die Gürtel..

      Sehr geehrter Anonym, ich habe bisher erlebt, und nicht nur ich, daß es dem Menschen nicht leicht fällt, von seinen Überzeugungen zu lassen. Aber auch nicht von Eifersuchten und Haß. Darum stehn wir hier, am Ende der Zeit, da man sich an verifizierten und verifizierbaren Tatsachen mit einem Grundvertrauen orientierte. Viele tun das heute noch.

      Mich hat Bobbys Satz, den Du zitierst, auch sehr berührt. Denn, obschon ich ihn - intim - anwende, aber meine Karten ja meist hochhalte, ist mir selbst eine stringente Artikulation dieses Prinzips nicht gelungen. Denn es handelt sich hier um ein Prinzip.

      Was ist denn ein Prinzip?

      Ethik bedeutet für mich, dem Raucher Feuer zu geben, und ihm mitzuteilen, daß er seiner Gesundheit - im Prinzip- schadet. Daß wir alle - im Prinzip - an des Ex-Rauchers in spe Gesundheit mitprofitieren, wer weiß? Dazu gehört vielleicht die höfliche Frage, ob die Zigarette wenigstens schmeckt, und ob sie dem Raucher subjektiven momentanen Nutzen schenkt. Ethik bedeutet auch, daß der Raucher bei mir nur raucht, wenn ich es ihm erlaube, ich ihn zuhause rauchen lasse, wenn ich ihn besuche.

      Moral nenne ich die prinzipienlose Reglementierung nach "richtig" und "falsch". Das Glockenspiel in Limburg will nach Protest einer Veganerin das Lied "Fuchs du hast die Gans gestohlen!" wegen dem Vers mit dem "Schießgewehr" nicht mehr spielen. Der Moralist, - in meiner Definition, wohlgemerkt, um Worte zu haben, - schlägt dem Raucher die Zigarette aus der Hand, beginnt eine Leibesvisitation, ruft Zeugen, und beschimpft den Raucher als Charakterschwächling.

      Jeder Mensch hat, - im Prinzip -, einen Ort, in dem er seine himmlische Unversehrtheit bewahrt, sein Stück Himmel, was er aus "dem verlorenen" pränatalen "Paradiese" mitbringt. Dort, wo wir alle "wieder Kind werden" können.

      Aber wenn ein Mensch sich anschickt, sich inmitten der Notdürfte und Ungerechtigkeiten der Welt, wo er als Erwachsener mitten drin steht, und mancher inzwischen gar einiges auf dem Kerbholz hat, sich "zu einem reinen und edlen Menschen" emporzuläutern, real, und physisch, das ist m. E. nicht nur anmaßend, sondern antisozial und verfehlt!

      Wir können uns aber schulen, in unserer Seele die Wahrnehmungsgabe so zu läutern, daß wir den Abglanz unserer einstigen Unversehrtheit in uns "heraufbeschwören" um auch im andern diesen Anteil am verlorenen Himmel, dem "Paradies" wieder zu entdecken. Dann können wir auch jeden Mafiapaten oder einen Stalin beklagen und lieben. Ohne die Würde von deren Opfern anzutasten.
      mischa

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    4. Man muß kein Putinverehrer sein, um ihn taktisch zu verteidigen, das ist richtig. Dann kann man immer sagen "er ist ein Verbrecher, aber.."..aber was?

      Warum, denn offenbar sind wir hier auch noch Rechenschaft schuldig, zielen wir "unter die Gürtellinie", wenn hier taktisch Medien angepriesen und zitiert wurden, die es nur mit halben oder vierteln Tatsachen, Geschehnissen, Vorgängen halten? Hier wurde immer relativiert. Und nach gewissenhaften Recherchen - diese ignorierend- wieder neu "Beweise" angefordert.

      Ignoranz und beharrliches Leugnen, verbrähmt mit lyrisch poetischen Philosophemen bei manchem, die in andern Zeiten ohne "Politik" ein Lesegenuß vielleicht hätten sein mögen... DAS ist unter der Gürtellinie, und wenn hier Empörung geschah, dann liegt das daran, daß hier ein hybrider Nachrichtenkrieg geführt wird. Von Deiner Seite, und den Deinen.

      Und laß doch diese bescheuerte Angewohnheit - "Wahrheit" als Begriff zuschanden zu reiten. "Wahrheit"? hmmm... auch ein Wort, was ethischen Prinzipien nähersteht - , als der realen Welt der Tatsachen, der Vorgänge, Geschehen und Gegebenheiten, und kommen mir jetzt nicht mit Quantenphysik und Doppelspalt-Geschichten... :-))

      Aber, auch andersherum: http://gutenberg.spiegel.de/buch/napoleon-bonaparte-1080/7

      »Königliche Hoheit!

      »Den Parteien, die mein Land teilen, und der Feindschaft der Großmächte Europas preisgegeben, habe ich meine politische Laufbahn vollendet. Nun komme ich, wie Themistokles, mich am Herde des britischen Volkes niederzulassen. Ich stelle mich unter den Schutz seiner Gesetze, den ich von Eurer Königlichen Hoheit beanspruche, als dem mächtigsten, dem beständigsten und edelmütigsten meiner Feinde.

      Napoleon.«

      Nun, sie brachten ihn aber nach Sankt Helena. Hätte Napoleon auf Elba Ruhe gegeben, man hätte nach einiger Zeit das Reiseverbot gewiß aufgegeben, und er hätte auch in Londoner Clubs "am Herd" :-) einen Drink genießen dürfen,... aber so, hmmm...

      Hermann Göring gab sich auch der Illussion hin, daß die Amerikaner ihn mit allen diplomatischen Ehren wieder auf den netten, kunstverständigen "Kulturmenschen" Göring reduzieren, ihm seine politischen Konzepte, die ja nun verloren hatten, verzeihen werden.

      Tolerant sein würden.

      Mehr den Menschen in ihm, jetzt, nach dem Schlußpfiff des Krieges, zu sehn, bereit sein werden.
      auch v. mischa, Grüße

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    5. @ Stephan,

      das siehst du wieder mal aufgrund der Beschränktheit deines eingegrenzten Blickwinkels völlig falsch ;-)

      In Wirklichkeit lässt uns der Mangel an Toleranz grosse Teile der wirklichen Welt nicht als das erkennen, was sie wirklich sind.

      In Wahrheit ist es also so, dass in einem intoleranten System sozialisierte Menschen, so wie anscheinend auch du, lieber Stephan, häufiger als andere, dort wo ein Gesicht ist, einen Ar... sehen, und dort wo ein Ar... ist, sehen sie ein Gesicht.
      Deswegen tendieren sie, Wahheiten auszutauschen und - weil sie sie anders wahrnehmen als tolerante Menschen, die anderen Menschen auch schon mal aufgrund ihrer naturgemäss verschiedenen Standpunkte auch anders erkannte Wahrheiten zutrauen - dazu die Gürtellinie anders wahrzunehmen.
      Oder legen sie einfach entgegen aller Tradition anders fest, damit ein Gesicht, falls es einem beliebt, auch schon mal ein Ar.... sein darf.

      Der Mangel an Toleranz führt daher heute zum Verlust von Erkenntnis- und , Wahrnehmungsunfähigkeit und in wieterer Folge zu dieser grassierenden Umdefinition von Wahrheiten.
      Die Wahrheit, in unserem Fall also die Gürtellinie, wird einfach neu definiert, anderswo gezogen. Es wird nicht versucht eine Erkenntnis der Wahrheit zu erlangen, sondern die "Wahrheit" wird den eingeschränkten Erkenntnismöglichkeiten angepasst.
      Dann wird es wahr, dass dort wo Gesichter sind, wir aber nur noch Är..... sehen, diese dort auch wirklich existieren.

      Danke Stephan, für dieses sehr bildhafte und anschauliche Lehrbeispiel des Postfaktizismus!

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    6. Gern geschehen!

      Für weitere Vertiefungen in der Thematik empfehle ich immer gerne das Arsch-Gesicht-Mantram:

      Den her­metischen Grundsatz brauchen wir vor allem bei der Erklä­rung der Geisteskrankheiten:
      Es ist oben alles wie unten und unten alles wie oben.


      DER IRRSINN VOM STANDPUNKTE DER GEISTESWISSENSCHAFT
      GA 55 Die Erkenntnis des Übersinnlichen in unserer, Seite 143


      s. birkholz

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    7. Die Frage, ob Steiner hier recht hatte, oder auch ob sich jeder Irrsinn mit Steiner erklären lässt, ist heute zumindest gesellschaftsfähig.

      Und das, obwohl es immer schon klar war, und es auch heute noch evident ist, dass alles mit Steiner erklären zu wollen, selbst der grösste Irrsinn ist.

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    8. Lieber Mischa,

      Ich danke für deine Bemerkungen!

      Dazu fällt mir gerade noch ein sehr schönes und vor allem passendes Zitat ein:

      "…Wenn etwas bellt wie ein Hund, mit dem Schwanz wedelt wie ein Hund, an die Ecke pinkelt wie ein Hund und beißt wie ein Hund - darf es aber nicht einen Hund genannt werden, solange es nur diese Indizien gibt und kein notariell beglaubigtes Geständnis des Hundes, ein Hund zu sein…" (https://www.facebook.com/reitschuster/posts/1564308593584323 )

      So Boris Reitschuster in Bezug auf Putins Einflussnahme und Unterwanderung freiheitlicher Gesellschaften.

      Ähnlich sieht es aus in Bezug auf unser Maestro Anonymus Rudolf. Bis ins Detail ist auch hier seine Gesinnung erkennbar in seine Kommentare. Sie sind eine Meisterleistung im Verdrehen von Tatsachen. Bis zur Unkenntlichkeit. Er und seine Troll-Doppelgänger werden sich deshalb nicht verstecken können. Auch wenn das notariell beglaubigtes Geständnis bis heute fehlt.

      Dabei wäre es trotz allem ein edles Bemühen zu Rudolf als Person Toleranz versuchen zu üben. Da er sich aber hier zu erkennen gibt als eine anonymisierte und "trollisierte" Unperson dürfte ein solcher Versuch ergebnislos bleiben….

      Herzlichst
      bobby

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    9. @ mischa,

      eine Verständnisfrage zu deinem Vergleich Napoleons mit Hermann Göring.
      Doch nicht etwa ein Versuch der Rechtfertigung selektiver Toleranz?

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    10. @ Mischa

      Ach ja, zu ergänzen gibt es natürlich noch, dass unser Maestro sich erwartungsgemäß gleich anonymisiert melden wird der Mitteilung Anonym sei nicht gleichzustellen mit Rudolf.

      Wie von Geisterhand anonym gesteuert!

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    11. @ bobby

      du nicht können Toleranz üben, "wenn das beglaubigtes Geständnis" fehlt?
      Ich nicht verstehn!
      Zum Glück immer Grund geben also für nix Toleranz, denkst du ok? und wenn Wörtchen wenn nicht wär....

      Und welche Gesinnung du erkennen "in seine Kommentare"?

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    12. Danke für Grüße und Link, Bobby. Ich habe versucht, das ganze hier Besprochne in konkrete Bilder zu übersetzen, ob ich es geschafft hab, weiß ich nicht. Wollte auch Erzmediator Sankt Niedersausen ein wenig über meine Gedanken unterrichten und mitnehmen, so, wie ich gerne manchmal Sankt Rudolf mitnehmen möchte, aber sie halten mich wohl für einen Sankt Palmström bestenfalls. Sankt Niedersausen sogar für einen überheblichen Spottnickel, weil ich so gerne lebe, scherze, lache. Aus gewissem guten Gründen .. Aber naja... wenn das mit den Ohren und dem wahren Gesicht noch nicht geklärt ist, empfehle ich den Anonymussen die After-Show-Party backstage... die Eselsohren-Mützen und das Konfetti nich vergessen. Alles, was ich hier schrieb, war von Herzen gut gemeint. Auch der Schabernack, den manche als von der Hölle inspiriert sehn wollen. Quatsch. Alles Liebe. Gute Nacht. Grüße an die "Wahrheit" auch, und an die "Gesinnung". Was schwierige Worte, .. hee! :-)
      mischa

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    13. Erz-Ober-Mediator Sankt Niederbrausen, Mischa!

      Nach seinem letzten Aufbrausen ist er jetzt dazu übergegangen, die hier behandelte Thematik abzukupfern und in mit Mädchentränen geweihter, geheiligter und exorzierter Metamorphose auf seiner Online-Misterienstätte vor der Welt als Opfer darzubringen...

      s. birkholz

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    14. @Stephan Birkholz

      "…Erz-Ober-Mediator Sankt Niederbrausen und seine Mist-erienstätten…"

      Seine Webseite habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Seit dem 18. Januar gibt es da 21 Beiträge. Da sprudelt und braust die schöpferische Quelle des Orakels in den Niederungen unseres Wahrsagers Holger und seine benebelte Priesterinnen in ungeahnter Höhe unentwegt Alternativ-Faktenwissen. Absolut einmalig. Es ist doch eine unermesslich große Ehre, ein Ritterschlag sozusagen, dass wir, armselige Egoisten, zu diesem Schöpfertum edler Gesinnung beitragen durften. Da haben wir, weit über unseren Verhältnissen, unser bescheidenes Steinchen beigetragen. Der Meister wird es uns in Ewigkeit gedenken. Auch Maestro Anonymus Rudolf dürfte sich an dieser Stätte der Putin-Gefolgschaft mittlerweile so richtig heimisch fühlen und darf sich dort mit reinem Gewissen bestätigt fühlen und sich für immer erholen von unseren Mangel an Toleranz und von unseren bösartigen "untergürtellinigen Angriffen".

      Die Übersicht auf der Webseite liest sich im Übrigen wie eine Weganleitung für anonym Suchenden auf den geheimen und verschlungenen Pfaden im Reich der Trollen zu den einzigartig neuen Pilger- und Weissagungsstätten der Post-Wahrheiten:

      http://www.holger-niederhausen.de/aufsaetze-und-mehr/aufsaetze/

      Abschließend noch ein Rezept vom Trollen-Orakel zur Herstellung eines postfaktischen Lebenselixieres. Wie immer ohne Haftung und ohne wirksamkeitsnachweis. Das Zauberwort weiß nur der Meister. Das soll auch so bleiben. Sonst wird die Verwandlung ausbleiben:

      Zauberspruch

      In den großen Hexenzuber
      streuen wir erst Krötenpuder,
      und mit Huhn und Hundeklauen
      müssen wir's zusammenbrauen.
      Dampfen muss es, gluckern, zischen,
      wenn wir es mit Beeren mischen.
      Nun das Zauberwörtchen sagen
      und man kann ein Schlückchen wagen.

      (http://www4.in.tum.de/~fleischa/privat/interessen/literatur/eigenes/tlk/gedichte.html)

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    15. @ bobby:
      Sehr schönes Beispiel für Dein Verständnis von Toleranz und "harmonischer Miene und Gebärde" ...
      Noch ein fröhliches Wochenende!

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    16. Um den in Empörung urständenten Kommentatoren-Aufstand ein wenig zu lösen, da etwas Spannung herauszunehmen, und die Sache Richtung After-Show-Party dann doch eines Tages ausklingen zu lassen, Sankt Napoleon sagte ja auch: "Jeder kleine und gemeine Soldat hat potentiell den Marshall-Stab im Hint...", oder war's im Tornister, egal..

      Mich fragte niemand, "Toleranz ist die Vergebung der Verbrechen, die ein Feind erst morgen begehen will, und bereits heute davon spricht." General Hoi Singh ... wer in diesem für extra extrem provokativen Sprüchworte General Hoi Singh sei. https://de.wikipedia.org/wiki/Hoisin-Sauce

      Naja, daß ich ein wenig aus dem Häuslein bin, liegt an der Verkündung einer 180 Grad Wende im Verständnis der neueren deutschen Geschichte, und der "gekonnten" Anspielung auf das "Denkmal der Schande" von Björn Högge. Da wird der General in mir wach. Denn das war für mich eine Kriegserklärung an alle freien und individuellen Menschen, und auch an den "Weg zu den Idealen der Demokratie", so wie ich es nenne, damit klar sei, daß es nie um das Paradies geht. https://de.wikipedia.org/wiki/Ich_hab%E2%80%99_dir_nie_einen_Rosengarten_versprochen_(Film)
      Im Buch mit der "antisemtischen Komponente", die der Film ausparte, hrm... :-/

      Jüdische Mitmenschen (ich mag privat das Wort "Bürger" nicht so, ein Relikt meines jugendl. Anarcho-Selbst.Vrstndns.) können in Berlin nicht mehr mit Kipa auf die Straße gehn, ohne meistens Schläge zu kriegen... wie übel!

      Sankt Niedersausens manische (sorry) Schreibproduktivität, er ist schlimmer als ich in den schlimmsten Zeiten meiner Schreibsucht ... will was heißen, enthält viele spannende und wertvolle Fragmente, die in meiner Betrachtung solche bleiben, weil, .. sich dazwischen so viele Vorstellungen und Ideologismen schieben, wie Steinchen in einer feinen Marmelade. Viele Körnchen, Steinchen. Das find ich schad!
      Dazu mußte ich mich freilich reinlesen, da, dort.

      Allgemein zur Situation einer Ex-"Linken"-Szene: Auch ich habe die "Reichsbürger" (Pauschalbegriff von Verf.schutz und Medien für etl. Varianten sog. "Selbstverwalter") einst für eine neue Variante der Protestbewegung der 80er gehalten, der Hausbesetzer-Szene, und verstand die Geschichte, die BRD sei eine GmbH als eine rhetorisch bissig überzogene Kritik an der Austeritäts-Politik https://de.wikipedia.org/wiki/Austerit%C3%A4t ... als ich dann recherchierte, was Chemtrails seien, kam kontextuell dazu immer vor, ich dachte, es ginge um Flugzeugkerosin, Abgase im Luftverkehr, kam ich dahinter, daß hier ein anderer Wind wehte, der sich dem Streben nach intellektueller und künstlerischer Autonomie der einstigen, eher mißverständlich sich pauschal "links" nennenden Nischenkultur nichts zu tun hatte.

      Es war - einst - diese konforme Alternativszene, wo jeder sich wehrte, pauschal in eine Schublade gesteckt zu werden. Jetzt aber traten verschiedene soziale Schichten, scheinbar zusammenhanglos auf, der "Narrativ" jedoch alle der Widerstand gegen eine "NWO" war. Von "NWO" und 9/11 führen alle Wege, führt das Mycel zu den sporenergießenden Pilzen "Mahnwachen", "Querfront lechts rinks", nach "Pegida" und "AfD", die NPD-Trupps werden aufgelassen, Auslaufmodell, und den Intriganten Popp, Elsässer, Jebsen, um die hörbarsten zu nennen, auch der Anti-Hartz Hunger-Papst Ralph Boes schloß sich diesem Querfront-Komplex an. RT berichtete. RT! In Putinstan is nich mal Hartz IV! Für Arme in Putinstan is "Aftershow"!

      Hat Putins Kreml die NWO- Geschichten gekapert, oder waren sie am Mycel bereits von Anfang an tätig? Die "Linke" jedenfalls, die sich, so sie klug war, stets als fast schon unpolitische Opposition verstehen konnte, die utopisch am Übermorgen schaffte, war gekapert und ausgehebelt.
      mischa

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    17. Sankt Holger ging ab da nicht herunter aus dem zum marialischem U-Boot Container werdenden Schiff, und philosophierte in irgendwelchen "Reinheits-Spekulationen" herum. Und wurde dann irgendwie wütend, z.B. auf die Egoistenseite, auf den Betreiber derselben.

      Sankt Rudolf hingegen, kommt mir vor, sucht das Abenteuer in den Geheimgängen hinter den Wänden "des Mainstreams" und glaubt gewiß an die zentralen Logen, wo ja in dieser alternativen Parallel-Realität nie sicher ist, ob die Geheimen Oberen jetzt mit uns experimentierende Außerirdische, oder ob es Höhere Wesen sind, die die Kapuzenmänner an Kraftorten inspierend instruieren. Oder ob das wesentliche wirklich in der realen, unterirdischen Welt großer Geheim-Gänge und tiefer Bunker geschieht.
      Hier kann ich empfehlen https://de.wikipedia.org/wiki/John_Difool

      Um die Verkrampfheit ein wenig zu lösen, falls welche verdichtet auftrat, haben sich die Beiträge Sankt Finkelsteens bewährt, der Meister im Bewahren des Humors, manchmal eines Humors mit eigenartig subtil melancholischen Unter - und Obertönen.

      Frohes Wochenende,
      mischa

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    18. Die Anthroposophie kann man als Noramlsterblicher auch noch als Übergangstyp erreichen - Sankthroposophie ist selbst für die meisten Anthroposophen vollkommen unerreichbar, den dazu muss man absolut schmerzfrei sein...

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    19. Sankt Auf- und Niederbrausens Ab(kupferungs)handlung
      liest sich wie Die Philosophie des Muß - Grundzüge einer defizitären-sankthroposophischen Weltanschauung.
      In Ermangelung jeglicher anderer Perspektive schildert Sankt Niederschauen seine eigene Lebensthematik in seiner depressiv-defizitären In-die-Welt-Hinausschauung:
      Wie müsste nach meinem Mädchendafürhalten alles sein und warum machen die bösen Buben nur alles falsch - Inhalte und Befriffe sind dabei beliebig austauschbar.
      Alles handelt nur davon, wie man sein Ziel garantiert nicht erreicht und weswegen man ständig auf die Fresse fliegen muss...
      //
      Gelingt es ihm nicht, dass er sich selbst eines Tages doch mal dort abholt wo er gerade steht, so wird er bis zum jüngsten Tag im Nirgendwo herumstehen, wie bestellt und nicht abgeholt.

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    20. Niederhausen verteidigt Putin wegen Sachen die dieser nie gemacht hat: ‘Putin hat nicht hunderttausende tote Iraker auf dem Gewissen.‘. Sein Reines Denken übernimmt leicht die Desinformationen der russischen Propaganda (hunderttausende tote Iraker, cf. wiki/Irakkrieg). Sein Tiefes Erleben und seine Komplexe Wahrheit maskiert die zehntausende tote Tschetschenen im Zweiten Tschetschenienkrieg unter Putin Groznyj (d.h. der Schreckliche, s. wiki/Second_Chechen_War). Sein Wahrer Idealismus dementiert ebenfalls die Mord an individuellen Aktivisten wie z.B. Nemzow.

      Die mutige Seele lebt aber nicht nur innerlich, sondern eben auch im Aussen, da wo die martiale grüne Männchen und die feige russische Trollen sind.

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    21. Sehr wahr. Das "reine Denken" als seelischer Reflex und Bedürftigkeit - im Sinne einer unkritischen Selbsterhöhung- besteht leider bei Herrn Niederhausen nicht den Praxistest. Damit verfällt es jeglicher billiger Propaganda, den Trugbildern aus Klingsors Moskauer Dependance.

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    22. Ein allgemeines Kriterium für die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung ist:
      Das überdauernde Muster von innerem Erleben und Verhalten führt ... zu Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Persönlichkeitsstörung

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    23. Aber wesentlicher ist es, das Wiedererstehen von Stalins KGB Maschine zu studieren, die sich heute weniger im Massenmord erprobt als im Produzieren einer "alternativen" Realität. Das hatte eine Vorlaufzeit seit Jelzin. Nun überrollt es die (politische) Wirklichkeit um den Globus herum. Aber es ist die Quelle aus Stalins Zeiten, dieselbe Energie mit anderen Mitteln.

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    24. Hier noch - als Toleranz- Übung- die aktuelle ZDF Doku zu Putins schmutzigem Krieg https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-putins-kalter-krieg-100.html

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    25. Ist das ein Fall für "Persönlichkeitsstörung"?:
      http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.bluttat-in-poppenweiler-mordprozess-opfer-peinigte-den-partner.22ca36bb-adf9-48a8-91da-215f4d691b43.html
      Der doch anthroposophische Hintergrund, zusammen mit der Christengemeinde lässt aufhorchen. Hat nicht auch die Mitwelt sich karmisch verstrickt. Hat Niemand die Überforderung bemerkt?! Diese "Persönlichkeitsstörung" hängt auch mit dem anthroposophischen Umfeld offensichtlich zusammen, Folgen "unverdauter" Vorträge Rudolf Steiners?!!!.
      Wiewohl ich Herrn Niederhausens sprachliche Qualität schätze, verwunderte es, den Bildeinband von "Rückkehr ins Leben" zu sehen. Diese halbnackte Ritterin, mordwaffenschwingende Busenfreundin, welche offensichtlich für die reine, unbefleckte Liebe kämpft, ist Wunschtraum.
      Es ist hart, gescheiterte Früchte Rudolf Steiners zu erleben. All die Damen und Herren Zeugen welche vom Gericht aufgerufen wurden, offensichtlich Anthroposophen sind, warum scheiterten sie?! Nahmen die Priester der Christengemeinschaft nichts wahr. Das "Opfer" hielt Vorträge, beklagte sich, weil Menschen wegblieben.
      Ohne den Fall näher zu kennen: es versagten auch die Mitmenschen. Die Wucht der Bluttat erstaunt und hat sicherlich die Anthroposophen in Stuttgart schwer erschüttert.
      -- Wollte nach der Entstehung des Wortes "Persönlichkeitsstörung" googeln, weil letztlich die Ursache einer Störung irgendwie immer auch mit der Gemeinschaft zusammenhängt. Zu schnell wird "Persönlichkeitsstörung" diagnostiziert, wenn in Wirklichkeit eine "Störung" der Gesellschaft vorliegt. Hierzu der interessante Beitrag zu vereinzelter schulischer Entwicklung:
      „Das ist ein Fass, das irgendwann explodiert.“ Mit diesen Worten hat sich diese Woche in 'Campus & Karriere' die Leiterin einer Essener Schule an die Öffentlichkeit gewendet. „Klassenkampf im Klassenzimmer“, so beschreibt eine andere Lehrerin das, was sie jeden Tag an einer Bremer Schule erlebt. Stühle sind Wurfgeschosse, auf dem Schulhof wird geprügelt, das Lehrerpult wird angezündet. Die Schüler sind wütend, traurig, vereinsamt. Insbesondere die Lehrer, die die Situation verbessern wollen, sind überfordert, frustriert, erkranken psychisch. Solche außer Kontrolle geratenen Schulen gibt es in ganz Deutschland nach wie vor" Text aus Programmvorschau "Campus und Karriere" - Deutschlandfunk
      http://www.deutschlandfunk.de/programmvorschau.281.de.html
      Vielleicht kennt Herr Niederhausen das Drama in Stuttgart, letztlich auch ein Drama der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft. Schließlich ist das Opfer Sprachtherapeutin, Schauspielerin und Rezitatorin gewesen, hat Texte Rudolf Steiners verinnerlicht.... .
      E.S.

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    26. Die Ermordete hat mit uns das '12. Klasse-Spiel' einstudiert - als ich den Artikel las, wusste ich sofort, dass es sich um sie handeln muss - sie war mir bis heute gut in Erinnerung (als sei' s gestern gewesen).

      Danke für den Hinweis, Herr Seler - ich wusste bislang nicht um die tragischen Sache...

      s. birkholz

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    27. Eine neue Lenin-Biographie von Sebestyen (books.google FH-LCwAAQBAJ):
      ‘He depended on constant conflict and drama. He deliberately used shock tactics. He was nearly always domineering, abusive and combative, and often downright vicious. He battered opponents into submission with the deliberate use of violent language, not because he was personally vicious – he wasn’t – but as a technique “calculated to evoke hatred, aversion, contempt … not to convince, not to correct the mistakes of the opponent but to destroy him, to wipe him and his organisation off the face of the earth”.’
      https://www.theguardian.com/commentisfree/2017/feb/06/lenin-white-house-steve-bannon

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    28. Danke für Ihren karmischen Hinweis Herr Birkholz.

      E.S.

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    29. Anbei, Post Skriptum, Apropolis "Persönlichkeits-Störungs"-Diagnosen und Toleranz usw., ich mein, Sankt HoNie war eingangs hier verbal und mit alternativer Diagnostik und prohibitionistischster Inquisitionisma mitnüchten zümperlich, aber es ist ja auch so:
      Wenn das jetzt ein guter Freund von früher wäre?

      Ja, es ist der selbe Knochenstaub aus Gevatter Stalins Mühlen, mein lieber Krabatt!

      Und ich hab einige gute Bekannte, vielleicht Freunde, an die alternativen Parallel-Realitäten verloren, es ist einfach so, wie es Michael letzthin formulierte: "Wie kommt man da wieder heraus!"

      Ab diesem Punkt setzt dann immer auch die Beiß-Hemmung ein, und eine Diagnose ist dann keine Beschimpfungs-Variante. Aber sie zeigt, da öffentlich gemutmaßt, den Graben. Und Gräben, die schmerzen. Was denn sonst. Ab da ist alles echt, kein Schabernack.
      mischa

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    30. Habe etwas recherchiert.

      Der Mann war ihrem „Anspruch“ nicht gewachsen, nicht ihrer Bildung.
      Er mußte sich gedemüdigt fühlen, das erklären die vielen Stiche.
      Die Photos signalisieren diese „Fremdheit“ in der Beziehung.

      Am 1.11.2015 war sie daran beteiligt:

      Heute 70 Jahre danach
      „Wie im Tode das Leben beginnt“
      Ein lyrisches Requiem aus Gedichten und Briefen von Nelly Sachs

      Eine äußerlich besonders stark wirkende Frau.
      Wahrlich nur ein Eingeweihter hat vielleicht „das Recht“ tiefer in das Drama forschend sich zu bewegen.
      E.S.

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    31. @ Michael, vielen Dank für den Doku-Hinweis!!
      Ich kannte die Doku schon und bin sehr geschockt gewesen...sehr alarmierend und beängstigend! Toleranzübung...tja...diese spirituellen Konzepte greifen hier einfach nicht und sind a.d. Stelle deplatziert, aus meiner Sicht...sie scheinen doch eher (und wieder einmal?) dem Einschläfern und einer konkreten Bedrohung der freien Welt etc. zu dienen...aber mit welcher Intention dahinter speziell in sogen. 'spirituellen' Kreisen? ist es reine Verschrobenheit oder gar Dummheit?

      https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-putins-kalter-krieg-100.html

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    32. Nach den Wort-Spielereien (war aber sehr ernst gemeint) und nach wie vor inhaltlich anknüpfend an den Texten Rudolf Steiners im Beitrag:

      Der Faschismus des 21. Jahrhunderts.

      Darum geht es hier. Das sind die Fakten, die Tatsachen, die Wahrheiten in dieser Welt die wesentlich sind und ausgesprochen werden müssen. So unangenehm und schmerzlich ihre Existenz auch sein mag.

      Historiker die in 50 oder in 100 Jahren leben werden so auf unsere Zeit zurückblicken. Sie werden die Entwicklungen der Gegenwart und die Verbrechen die in der heutigen Zeit begangen werden entsprechend richtig einzuordnen wissen. Wenn Menschen die heute leben häufig nicht in der Lage sind das zu erkennen und stattdessen so urteilen wie sie es manchmal tun, so ist das ebenfalls eine existierende Tatsache, allerdings eine äußerst beunruhigende Tatsache, womit aber in der Tat ernsthaft zu rechnen ist. Die Existenz dieser Tatsache muss akzeptiert werden, leider. Sich mit dieser Tatsache abzufinden, sie zu akzeptieren, wäre eine verhängnisvolle innere Kapitulation.

      Es ist zu hoffen, dass Menschen der Gegenwart in der Lage sind und den Willen haben die Zeitverhältnisse so einzuschätzen wie die Tatsachen sind. Und vor allem auch den Mut haben werden durch Aufklärung die allgegenwärtige Propaganda zu entlarven und entgegenzuwirken.

      Der Faschismus zeigt sich in aller Offenheit. Wo man nur hinschaut:
      Der Putinismus in Russland. Der Trumpismus in den USA. Die zur Vormacht drängenden radikalen Strömungen in Europa. In ihre wesensverwandte und tatsächlich praktizierte Verbundenheit. In nahezu allen gesellschaftlichen Schichtungen und Verästelungen, in der anthroposophischen Bewegung. Mit offenen Augen sichtbar und für jeden Zeitgenossen feststellbar und real erlebbar. Der Begriff Faschismus ist kein "Totschlagargument", wird aber heute tabuisiert als sogenannter "Faschismus-Keule" und soll deshalb als solche nicht verwendet und genannt werden "dürfen"? Da lässt sich fragen welche Absicht hinter einer solche Haltung wohl stecken mag.

      Da es genau ins Schwarze trifft, in diesem Zusammenhang nochmals das Reitschuster-Zitat:

      "…Wenn etwas bellt wie ein Hund, mit dem Schwanz wedelt wie ein Hund, an die Ecke pinkelt wie ein Hund und beißt wie ein Hund - darf es aber nicht einen Hund genannt werden, solange es nur diese Indizien gibt und kein notariell beglaubigtes Geständnis des Hundes, ein Hund zu sein…"

      Es werden ständig Beweise gefordert. Bis ins Absurde hinein. Offensichtliche Tatsachen werden schlicht und einfach immer wieder verneint und ins Gegenteil verdreht. Das ist die Strategie wo die Lüge zum Maßstab aller Dinge gemacht wird und die Wahrheit keinen Menschen mehr interessieren soll. Seelische Verachtung aber auch zunehmend körperlicher Gewalt ist dabei an der Tagesordnung. Wo man nur hinschaut. In manche Länder bestimmen sie den Alltag und müssen Menschen nicht nur um ihr Leben fürchten.

      So sieht heutiger Faschismus aus - Soll heute so "Toleranz" gefordert werden von und für Personen und Gruppen die Menschenverachtung zum Lebensinhalt gemacht haben?

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    33. @ Ton Majoor

      "…Niederhausen verteidigt Putin wegen Sachen die dieser nie gemacht hat: ‘Putin hat nicht hunderttausende tote Iraker auf dem Gewissen.‘. Sein Reines Denken übernimmt leicht die Desinformationen der russischen Propaganda (hunderttausende tote Iraker, cf. wiki/Irakkrieg). Sein Tiefes Erleben und seine Komplexe Wahrheit maskiert die zehntausende tote Tschetschenen im Zweiten Tschetschenienkrieg unter Putin Groznyj (d.h. der Schreckliche, s. wiki/Second_Chechen_War). Sein Wahrer Idealismus dementiert ebenfalls die Mord an individuellen Aktivisten wie z.B. Nemzow.
      Die mutige Seele lebt aber nicht nur innerlich, sondern eben auch im Aussen, da wo die martiale grüne Männchen und die feige russische Trollen sind…"

      Sehr richtig. Das gleiche hatte ich bei Niederhausen auch gelesen und das war die Veranlassung meiner gestrigen und heutigen Texte.
      Niederhausens Fehlinformationen sind systematisch irreführend und verstellend. Sie entsprechen russischer Propaganda. Seine "idealistische" Einkleidung macht es nur noch schlimmer.
      Die Totenliste Putins ist allerdings um ein vielfaches erweiterbar (die Kriege in Südossetien, Syrien und in der Ost-Ukraine). Nur ein Beispiel aus vielen:
      Nicht ohne Grund hat Putin sofort, 2 Tage nach Erscheinen des Jahresberichtes am 14.11.2016, die Mitarbeit Russlands beim UNO Internationaler Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag widerrufen.
      Dieses Gericht ist zuständig für Völkermord und Kriegsverbrechen. Im Jahresbericht wird die russische Besetzung der Halbinsel Krim wie die Kämpfe in der Ostukraine seit 2014 als einen bewaffneten internationalen Konflikt Russlands gedeutet. Das wird von Russland bis heute abgestritten, wurde zwar vorher international eigentlich schon eindeutig so gesehen, wird jetzt aber in den Akten der Anklage ausdrücklich so geführt. Wichtiges Detail dabei: Der Gerichtshof kann nur über Individuen und nicht über Staaten zu Gericht sitzen. Das würde bedeuten, dass ein Gerichtsverfahren und eine Verurteilung gegen Putins Verbrechen persönlich stattfinden würden falls es soweit käme. Nach den Erfahrungen und Verurteilungen im Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien, müsste tatsächlich auch Putin davon ausgehen zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt werden.

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/russland-wendet-sich-vom-internationalen-strafgerichtshof-ab-a-1121601.html

      https://www.icc-cpi.int/iccdocs/otp/161114-otp-rep-PE_ENG.pdf
      (Seite 33-42)

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    34. Ist das was man heute als Populismus, Traditionalismus oder Sozialkonservatismus kennzeichnet nicht eher Leninismus/Stalinismus (Klassenstratifizierung) als Faschismus/Nazismus (Nationalismus)?

      Wie Lenin, benutzt Alternativ-Rechts durchaus Agitation, Aktion, Avant-Garde und Autokratie, ist anti-liberal, anti-elitär und anti-individualistisch.

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    35. "Privileg, Zwang, Identität
      Der Mensch als Staatsbürger

      Die Staatsbürgerschaft - eine Zuschreibung, die die Rechte und Pflichten eines Menschen in einem Staat regelt - ist ein Privileg, aber auch ein Zwang. Und ein Teil der Identität eines Menschen. Wer keine hat, ist gefährdet, gilt als gefährlich und muss auf alle Rechte verzichten. Welche Zukunft hat das Konzept Staatsbürgerschaft?"

      http://www.deutschlandfunk.de/privileg-zwang-identitaet-der-mensch-als-staatsbuerger.1184.de.html?dram:article_id=377763

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    36. Als heute Morgen der Beitrag im Radio zu hören war, ging mir plötzlich die Sinnlosigkeit der Streitereien zwischen links, rechts usw. auf. Es wurde auch klar, warum "Anthroposophie", die Gedankenwelt Steiners sogar gehasst wird. Der Mensch verliert seinen inneren Standpunkt, seine "Identität", die er sorgsam hegt, verteidigt, erkämpft. In der Geisteswissenschaft erfährt das Individuum, seine wahre "Identität" ist kosmisch, als über Grenzen, Nationen usw..

      Viele politische Diskussionen sind überflüssig, wird das Kosmische im Menschen negiert.
      E.S.

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    37. @E. Seler

      Unaufhaltsam

      von Hilde Domin

      Das eigene Wort, wer holt es zurück,
      das lebendige – eben noch ungesprochene Wort?

      Wo das Wort vorbei fliegt, verdorren die Gräser,
      werden die Blätter gelb, fällt Schnee.

      Ein Vogel käme dir wieder
      nicht dein Wort,
      das eben noch ungesagte,
      in deinen Mund.

      Du schickst andere Worte hinterdrein,
      Worte mit bunten, weichen Federn.

      Das Wort ist schneller,
      das schwarze Wort.

      Es kommt immer an,
      es hört nicht auf, an zu kommen.

      Besser ein Messer als ein Wort.
      Ein Messer kann stumpf sein.
      Ein Messer trifft oft
      am Herzen vorbei.

      Nicht das Wort.

      Am Ende ist das Wort,
      immer
      am Ende
      das Wort.

      Hilde Domin war fester Bestandteil ihres Arbeitslebens...

      Löschen
    38. Danke

      suche noch mal, es findet sich

      Sonntag, 1. November 2015, 17.00 Uhr, Cafeteria
      Heute 70 Jahre danach:
      «Wie im Tode das Leben beginnt»
      Ein lyrisches Requiem aus Gedichten und Briefen
      von Nelly Sachs

      neben dem Text eine andere Veranstaltung

      Samstag, 7. November 2015, 19.30 Uhr, Cafeteria
      «Brücke über den Strom»
      Botho Sigwart zu Eulenburg (1884 – 1915)
      Konzert und Lesung zum 100. Todestag

      http://rudolf-steiner-haus-stuttgart.de/wp-content/uploads/2015/07/Programm.5kleiner.pdf

      Die website von Doris. H. ist "bewegend".
      Das Drama des "unfassbaren" Geschehens
      ist in größere Vorgänge eingebettet.

      Einen Monat davor wurde mein Bruder ermordet.
      Einen Monat nach "Ihrem" Tode, der kath. Priester am Altar in Frankreich.... . (in der ganzen Zeit besondere Wetterphänomene)

      Solche Dinge sind ohne tieferem Erkennen
      nur ohnmachtsvoll, Ratlosigkeit.. .
      Wer das Buch "Brücke über den Strom" liest,
      wird unerschütterliche Sicherheit gewinnen können.

      Es war "Dagmar" die Verwandte von Sigwart,
      welche mich in der Nacht 1985 weckte....

      Friede.....

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    39. @ bobby,

      "Bellende Hunde"

      Bobby heisst auch der Hund meines Bruders, ja im Ernst. Ich habe keinen Hund, aber dennoch fände ich eine Welt ohne bellende Hunde trostlos.

      Schön dass Bobby sich wieder mal anschickt genau die Zukunft vorherzusagen. Er weiss es ganz genau, was die Historiker der Zukunft über uns denken und schreiben wesen. Schon beachtlich Woher wohl diese Hellsichtigkeit kommt?

      Wie auch immer, es wurde schon mal dargelegt, als extremes Beispiel aber es spiegelt genau die Stossrichtung dieser inquisitorisch inspirierten Diskussionen hier wieder, wo diese moderne Inquisitoren nicht müde werden andere Zeitgenossen als Faschisten zu bezeichnen.
      Wenn jemand den Vegetarismus lobt, hören sie allen Ernstes Hitler bellen.
      Kraft dieser Halluzinationen, dekretieren sie dann ex cathedra wer ein Faschist ist, meinen allen Ernstes auf Geständnisse und Beweise verzichten zu können. Wie damals, vor mehr als 500 Jahren.
      Wenn jemand darauf hinweist, dass z.B. der Iran seit Ende des 18. Jh. keinen Angriffskrieg mehr geführt hat, es deswegen schon sehr fragwürdig anmutet dort eine Quelle des weltweiten Terrors zu vermuten und es sich deswegen sehr wahrscheinlich um keine faschistische faschistische Diktatur handeln kann, so hören Menschen von bobbys Schlage wieder einen ausgemachten Faschisten bellen, auch wenn dieser Mensch es verneint einer zu sein und sich für absoluten Frieden ausspricht. Nur weil irgendwelche realen Faschisten real oder angeblich (auch egal) mal gesagt haben, dass der Iran eine oder keine (auch wiederum egal) faschistische Diktatur sei.

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    40. Wenn man Förderung des Terrorismus und Angriffskriege als Kerneigenschaften faschistischer Regime bezeichnet, was man unbestritten darf, müsste nach menschlichem Ermessen der Bushismus oder Obamaismus mit mehr Recht als faschistisch bezeichnet werden dürfen als jemand der die Anti-Iran Hetze albern findet, bzw. auch mehr als derTrumpismus oder Putinismus, der ja noch keine geführt hat. Klar haben letzere auch faschistische Komponenten, aber eben leider auch die die vortrumpische US-Politik wie auch die "westlich demokratische", was gerade zu dieser Unzufriedenheit breiter Bevölkerungsschichten führte, die dann natürlich wiederum faschischtisch-populistischen Schalmeienklängen zum Opfer fallen.

      Von der absoluten Bankrotterklärung "westlicher Demokratie" unter Obama mal ganz abgesehen. Von diesem moralischen Supergau, der zur Unterstützung des Westens des mittelalterlichen IS und anderer verbrecherischer Terrorgruppen führte.
      Das hat mit Faschismus natürlich nichts zu tun, wohl aber wenn sich jemand der mit Faschismus nicht das geringsten zu tun hat und sich gegen diese ständigen Faschismus-Keulungen zur Wehr setzt. Es ist eine verkehrte Welt, eben die Umwertung eines realen Wertes in einen Unwert, bzw. eine Lüge, wenn Antifaschismus zum Faschismus erklärt wird.
      Und die Antwort, warum diese nicht endenwollende Pervertierung aller Werte und dieses mit zweierlei Mass messen Historiker in 50 oder 100 Jahren anders sehen sollten, d.h. warum sie bei der heutigen einseitigen und ausblendenden Sichweise bleiben sollten, bleibt natürlich offen.
      Es ist einfach so, und basta.
      Lasst uns doch endlich ausbrechen, aus diesen Gefängnissen, links, rechts, faschistisch. Der Verständigung dienen sie sicher nicht.
      Ich werde weiter bellen, denn eine einseitige Welt ohne Hundegebell, in der jede von den Inquisitoren abweichende Meinung böse=faschistisch ist und zum Schweigen gebracht werden soll, ist mir einfach zu primitiv. Ich mag ein Hund sein, aber ein faschistischer auf keinen Fall!

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    41. @Birkholz

      die intuitive Einschätzung wird durch einen Gutachter nun bestätigt:

      erhellendes Gutachten:

      http://www.swp.de/bietigheim/lokales/landkreis_ludwigsburg/gutachter-erkennt-_vernichtungswillen_-14395228.html

      E.S.

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    42. Da ich nun mal über die "unfassbare" Tat stolperte (zu Recherche Persönlichkeitsstörung, welche hier erwähnt wurde): es ist notwendig verschiedene Zeitungsberichte zu lesen, um zu versuchen, sich ein objektives Bild zu ermöglichen, wobei die inneren Vorgänge in den jeweiligen Schicksalsverbindungen immer ein "Geheimnis" der Beteiligten ist. Natürlich müssen wir das "Unfassbare" zur Kenntnis nehmen, auch tastend beurteilen.

      Mir fällt heute Morgen auf, weil ich bisher den Zusammenhang mit der Waldorfschule in diesem Fall nicht kannte, der momentan den Süden der Republik aufwühlt:

      "Die Vorwürfe gegen die 32-Jährige klingen beim Anblick der Angeklagten noch unglaublicher, dieser unscheinbaren, rundlichen Frau mit Lockenkopf, randloser Brille und weißer Bluse unter schwarzem Blazer, der Pädagogik-Studentin und angehenden Lehrerin in einer Waldorf-Schule."

      https://www.chiemgau24.de/bayern/prozess-brutalen-mord-haar-muenchner-landgericht-mutter-opfers-schockiert-7399808.html

      Werden die dramatischen Vorfälle in Berlin vor Jahren dazugenommen, kann der Eindruck berechtigt entstehen, gerade im "anthroposophischen" Umfeld ereignen sich solch besonders Schwere Taten. Es wird betont, dies ist keine Wertung. Mir persönlich signalisieren diese Ereignisse die Frage nach Anspruch und Wirklichkeit. In diese Kluft hinein schieben sich dann besonders schlimm wirkende .... . Es ist nicht davon auszugehen, dieses offenbare "Böse" ist alleine den Beteiligten Personen zuzuschreiben.

      In dem neuen Artikel von Herrn Eggert wird auf einen Artikel zu Herrn Arfst Wagner verlinkt. Finde darin das Wort "Geistrittertum". Ähnliches wurde mir im Zusammenhange von Judith von Halle mitgeteilt, dies spielt eine Rolle in Berlin. Wenn auch die Wertungen von Michael oft pauschalierend sind, die herrschende Geistlosigkeit in der AAG ist offensichtlich. Meiner Ansicht passieren diese tragischen Ereignisse aus der kollektiven Verantwortungslosigkeit zum Geistesimpuls Rudolf Steiners. Er ist in dem äußeren Schein, nicht mehr glaubhaft. Für die "Umwelt" schlagen dann solche Tatereignisse ein wie astralbe Bomben.

      Was auffällt, es scheint eine Diskrepanz zwischen der postulierten reinen Liebe und dem realen sexuellen Leben und Wünschen zu geben, ob in Berlin, Stuttgart oder der jetzige Fall.
      E.S.

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    43. Auch wenn der Impuls der Weihnachtstagung nicht geerdet werden konnte, so gibt es bei aller Anfeindung auf die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners, doch viele Lichtblicke (vielleicht deshalb auch manchmal vereinzelte Schattenseiten.)
      Nach den - auch für mich - bewegenden Schicksalsereignissen im anthroposophischen Umraum, hier ein Beispiel.

      "Zentrum für Bruttonationalglück Warum Bhutan arm aber glücklich ist "

      Ha Vinh Tho ist der Direktor des Bruttonationalglück-Instituts.

      "… arbeitete nach einem Studium in der Schweiz ab Mitte der Siebzigerjahre als Waldorflehrer und Heilpädagoge und promovierte in Genf in Erziehungswissenschaften. Von 2005 bis 2011 war er Direktor der Ausbildungssektion beim Internationalen Komitee des Roten Kreuzes.

      http://www.berliner-zeitung.de/panorama/zentrum-fuer-bruttonationalglueck-warum--bhutan-arm-aber-gluecklich-ist-1212794

      ein weiteres Beispiel aktuell in der Süddeutschen Zeitung:

      "Als Sie Terre des Hommes Deutschland gründeten, geschah das mit einem eingeschworenen Kreis, es waren beispielsweise viele Waldorflehrer darunter. Wer sind die Menschen, die heute die Initiative ergreifen und helfen?"

      http://www.sueddeutsche.de/politik/terre-des-hommes-wie-tiere-behandelt-1.3318284

      Es wird leider oft nur der scheiterende Aspekt des Werkes von Steiner angeschaut, jedoch von den Kritikern nicht die Ereignisse gewürdigt, welche subtilen Entwicklungen es gegeben hat, welche als Folge der Taten Rudolf Steiners eintraten, indem Menschen in sich die von Steiner angegebenen inneren Orte für die Tatwelt fanden.... .

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    44. @birkholz

      recherchiere kurz vor der Urteilsverkündigung in der Stuttgarter Zeitung.
      Es findet sich ein Beitrag für die "unfassbare" Tat. Es war die "Sp-rache" welche die Beiden zusammenführte, er als "Patient", sie als Therapeutin:

      Kapitel: "Patient wird Liebhaber"

      http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ein-mann-aus-ludwigsburg-soll-eine-60-jaehrige-mit-17-messerstichen-getoetet-haben-angeklagter-gesteht-mord-an-seiner-partnerin.9a3dba5f-e93b-4e3b-80a4-5f9bade97310.html

      E.S.

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    45. Kann es momentan wirklich nur zur Kenntnis nehmen...

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  11. @ bobby:

    "Es wäre unsinnig zu einer als unwahr erkannten Sache oder Meinung Toleranz zu üben."
    und
    "Die Notwendigkeit um unwahr empfundenen und erkannten Gedanken, darum geht es hier, als Unwahrheit, auch als Lüge zu definieren und davon als solche ohne Wenn und Aber Abstand zu nehmen darf nicht dazu führen die Persönlichkeit eines Menschen insgesamt zu verurteilen."

    Toleranzempfinden, das einem die Welt abverlangt in dem Sinne, in dem Steiner es hier meint, verstehe ich nicht als ein Akzeptieren des als Unwahr Erkannten, als ob es vielleicht doch irgendwie wahr sein könnte (natürlich nicht!), aber auch nicht nur als ein Nicht-Verurteilen der Person, die eine als unwahr empfundene Ansicht vertritt.
    Sondern es geht darüber hinaus darum, zu akzeptieren, daß diese Person nicht anders kann, als genau so zu urteilen, wie sie es tut. Damit ist die Existenz dieses Urteils in der Welt - als TATSACHE, mit der ich zu rechnen habe. So unangenehm und schmerzlich mir das auch sein mag.

    Herzlich, Ingrid

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    1. Liebe Ingrid,

      "…Toleranzempfinden, das einem die Welt abverlangt in dem Sinne, in dem Steiner es hier meint, verstehe ich nicht als ein Akzeptieren des als Unwahr Erkannten, als ob es vielleicht doch irgendwie wahr sein könnte (natürlich nicht!), aber auch nicht nur als ein Nicht-Verurteilen der Person, die eine als unwahr empfundene Ansicht vertritt.
      Sondern es geht darüber hinaus darum, zu akzeptieren, daß diese Person nicht anders kann, als genau so zu urteilen, wie sie es tut. Damit ist die Existenz dieses Urteils in der Welt - als TATSACHE, mit der ich zu rechnen habe. So unangenehm und schmerzlich mir das auch sein mag…"

      Das sehe ich doch wörtlich genauso. Im drittletzten Absatz dazu habe ich deshalb ausgeführt:

      "…Jede Erkenntnis als solche ist als eine gegebene Tatsache und dadurch als eine Wirklichkeit zu bewerten. Sie bewegt sich dabei ohnehin im Spannungsfeld zwischen persönlich Wirklichen und überpersönlich Wirklichen…"

      Auch für mich war es wichtig dabei zu unterscheiden zwischen Tatsache einer unwahren Gedanke und Person ("…Toleranz zur Sache oder zur Person. Das ist die Frage…"). Das Bemühen um Toleranz zur Person habe ich mehrfach versucht hervorzuheben bei aller Notwendigkeit sich "ohne Wenn und Aber" zu distanzieren von Unwahrheit als solche.

      Herzlich
      bobby

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