Mit herzlichen Grüßen vom Goetheanum oder: Irgendwie, irgendwann, irgendwo

Das Problem ist schon ewig bekannt: Das des anthroposophischen Schismas - unüberwindlich, ehern, global: Die Tochterbewegungen wie Waldorfschulen funktionieren notwendigerweise innerhalb ihres sozialen und gesellschaftlichen Kontextes pragmatisch, aber jedenfalls ohne den Geist, der aus Dornach weht. Und Dornach richtet zwar Tagungen, Kongresse und Festspiele aus, in denen es sich selbst zelebriert- bleibt aber ansonsten weitgehend Geist ohne Pragmatik, eine Insel der Seligen, die auf dem Hügel sich selbst genug ist. Selbst überaus pragmatische Persönlichkeiten, die auf fernen Kontinenten viele Jahre lang in Brennpunkt- Vierteln konkrete Arbeit geleistet haben, werden, wenn sie in Dornach tätig werden, von diesem ätherischen Inselreich nach kurzer Zeit eingeatmet, sprechen in dem Insel- Jargon, denken in den Insel- Kategorien und klingen durchweg wie Michaela Glöckler. So erhält Dornach seit Jahrzehnten einen Touch von Kafkas Schloß oder von Thomas Manns Zauberberg: Von ferne klingen die Töne der umtriebigen Welt, aber gedämpft.

Natürlich möchte die Anthroposophische Gesellschaft immer wieder etwas ändern. Bei aller Liebe zur Selbstliebe geht es dem Anthroposophen ja darum, Impulse in die Welt zu setzen. Dumm, dass die niemand vernimmt- nicht einmal (vielleicht am wenigsten) die Tochtergesellschaften. Deshalb hat Dornach letztes Jahr eine Weltkonferenz angesetzt, an der 800 Menschen darüber nachdenken sollten, wie das zu ändern sei. Nun kann man das Skript all der Impulse herunterladen und nachlesen. Und, um es von meinem Standpunkt aus auszudrücken: Es ist kafkaesk wie eh und je: Lauter Impulsreferate ohne jeden Impuls.

Mittendrin verrät Michaela Glöckler immerhin das bis dahin nicht artikulierte Dogma: Streitkultur gibt es nicht, die ist verpönt: „Schon als Kind hatte ich das Glück, von meinem Vater zu lernen:
Wo Streit ist, zieht sich die geistige Welt zurück. Daher liebe ich den hier und da so gern zitierten Begriff der „Streitkultur“ nicht. Ich sehe es vielmehr als nötig an, ihn durch die Begriffe einer „Verständniskultur“ oder „Friedenskultur“ zu ersetzen. Solche Kulturversuche sind keine „Totschweigekulturen“, die Auseinandersetzungen nicht zulassen – nein: Entwicklung braucht ja die Steigerung, die nur durch Positionsspannungen und echte Auseinandersetzungen und Geisteskämpfe möglich wird –, jedoch bei voller Anerkennung der Menschenwürde. Diese aber sehe ich im Streit verletzt.“

Ja, ja. Habe ich den Vortrag nicht schon ihr gehört? Vor 15 oder 18 Jahren? Oder war es ein anderer dieser sanftmütigen anthroposophischen Gurus, die dennoch fest im Sattel sitzen und wieder einen neuen Leitungskreis gegründet haben, in denen sie mit dem Vorstand residieren und ihre Impulse in die Welt senden? Zum tausendsten Mal beschwört Michaela Glöckler eine „michaelische Kultur“, die „Entwicklungsbedingungen“ schaffe. Nicht für die Menschen, nicht für die erschütterte Welt, nicht für die in Zuckungen liegenden Streitparteien an jeder einzelnen Bruchstelle unserer Gesellschaften, sondern um „etwas zu beginnen, was vielleicht für den „Lehrer der Menschenliebe“ und die geistige Welt interessant sein könnte.

Wovon natürlich niemand weiß, worum es sich handelt. Die ätherische Selbstbezüglichkeit zeigt sich auch in der methodischen Vorgabe, dass alle Impulse dieser Tagung von dem Grundsteinspruch Rudolf Steiners auszugehen hatten, die dann auch fast jeder Redner in typisch Dornacher Diktion zu interpretieren versucht- auch mit rühmlichen, positiven Ausnahmen. Frau Glöckler, als intrinsisch Dornacher Gewächs, allerdings stellt, aus dem Grundsteinspruch abgeleitet, lediglich dar, dass Anthroposophen Anthroposophie durch Nachahmung, eigene Lebenserfahrung oder durch Einsicht verinnerlichen könnten. Ja, es gibt verschiedene Arten der Verdauung. Für sich selbst konstatiert sie stolz, dass sie diese Verdauung seit 28 1/2 Jahren kontinuierlich praktiziere (und damit den Stillstand auf geradezu herausragende Art und Weise repräsentiert):

Ich habe mich sehr gefreut, dass die Thematik der Grundsteinmeditation zum Fundament für unsere Arbeit bei dieser Michaeli-Begegnung am Goetheanum gewählt wurde. Denn sie hat auch meine Leitungstätigkeit in der Medizinischen Sektion am Goetheanum durch die vergangenen 28 1/2 Jahre begleitet.“ Aber irgendwie, irgendwann, irgendwo könnte eventuell das innere Licht durch noch mehr Verdauungsprozesse Dornacher Art zum „Weltenwesenslicht“ führen, woraufhin die Welt erlöst wäre und endlich, eventuell, Probleme dieser Welt konkret angegangen werden könnten : „Ideale sind nicht Sterne, die man vom Himmel holen und hier und jetzt verwirklichen oder mit fanatischen Parolen erkämpfen kann – nein: Ideale sind geistig Erschautes, das wesenhaft werden möchte dadurch, dass Menschen diese Ideale zu leben versuchen. Geschieht dies, so kann das Weltenwesenslicht das freie Menschenwollen erleuchten.“

Nein, erkämpft nichts. Setzt Euch nicht ein für die konkreten Probleme. Kommt auf unsere kleine Insel und verdaut mit uns, im geistbeseelten Takatukaland. Irgendwann erleuchtet uns der geistige Führer, und dann wird alles gut. Bis dahin ist sich Dornach, auch in der globalen Welttagung, weiterhin selbst genug und verschiebt die Initiativen aufs nach-michaelische Irgendwie, Irgendwann, Irgendwo.

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Download: http://www.goetheanum.org/fileadmin/aag/GV2017/GWK/Weltkonferenz_deutsch.pdf
Download englisch: http://www.goetheanum.org/fileadmin/aag/GV2017/GWK/World_Conference_english.pdf

Kommentare

  1. Teil I
    Als ich vor ein paar Tagen mit dem für Grundsicherung zuständigen Sachbearbeiter sprach, sagte er spontan am Telephon, er kenne keinen vergleichbaren Fall in ganz Deutschland. Er griff dann den Vorschlag auf, wie das Jobcenter ursprünglich die Angelegenheit rechtlich nochmals überprüfen wollte, die für alle Beteiligten überflüssige Angelegenheit außergerichtlich zu regeln. Er werde mit seinem Vorgesetzten sprechen.
    Aus Schaden wird man klug und so habe ich nun selbst Klage am Sozialgericht eingereicht, sowie Antrag auf Einstweilige Verfügung gestellt. Es war richtig, die vier Briefe des Bundessozialgerichtes, den Brief der Bundesregierung nicht zu öffnen, um unbeeinflußt die kurze Klage zu formulieren. Als Gründe und Belege wurde der Schriftsatz der Verfassungsbeschwerde beigefügt, dem BVerfG haben wir geschrieben, wir nehmen von der Verfassungsbeschwerde Abstand, da ein Gespräch mit dem Landratsamt zeigt, es gibt noch vernünftige Beamte, welche die Rechtswidrigkeit erkennen, sonst würden sie ja nicht für eine außergerichtliche Lösung eintreten. Frau Michaela Glöckler hatte mir 1994 vier Adressen von Ärzten gesandt, darunter die vom Bruder von Otto Schily. Ich habe diese Personen nicht in Anspruch genommen, weil ich inzwischen überzeugt bin, viele Anthroposophen haben gerade durch die Beschäftigung mit den Vorträgen Rudolf Steiners jegliche unmittelbare, ehrliche, rückhaltlose Inspiration für Wahrheit vollkommen verlernt! Der Staat wollte mich wegen der Schulkreuzangelegenheit entmündigten. Witzig, ich kannte den Hinweis Steiners zum Kruzifix damals nicht, die ganze Anthroposophenschaft ließ mich im Stich!
    Als ich einst in dunklen Straßen in Nürnberg mit meiner damaligen Freundin ging, sah, wie ein Mann eine Schwangere mit Füssen, vor einem Lokal, tritt, bin ich eingeschritten, ohne nachzudenken, was daraus entstehen könnte. Der Mann hörte auf, als ich dann im Lokal um Hilfe bat, hat sich Niemand dafür interessiert, eine Schwangere wird mit Füßen getreten.
    Ich werde mir den Text zu Dornach herunterladen und lesen.
    Eigentlich müsste die Sektion für Soziales sich für den aktuellen Rechtsstreit interessieren. Dürfen Ren-t-neR ihre Rente innerhalb der errechneten Grundsicherung selbst verwalten, oder übernimmt der Staat die Kontrolle über das Heizungsgeld, wie das Jobcenter meint, aber mir sogar schriftlich zugibt, es greift in mein selbstbestimmtes Leben ein.
    Ich weiß nicht, ob an meiner Person für die gesamte Republik nun ein Urteil entstehen soll, das allen Rentnern das eigenständige Leben nimmt, wenn die Ehefrau beim Jobcenter ist. Letztes Jahr, so in den Medien, wurden alle Ehepaare verstärkt zu ihren Einnahmen überprüft, als Folge der Kosten ob der vielen Flüchtlinge in der Bundesrepublik Deutschland. Stand so in der Zeitung.
    Jedem Flüchtling sei das Geld vergönnt, aber die Verteilung muß gerecht vorgenommen werden.

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    1. Teil II
      Als Erdenbürger habe ich den größten Fehler meines Lebens gemacht, als ich dem Rat eines Schülers von Rudolf Steiner, Herrn K.Th.Willmann folgte, als er mir erklärte, "was haben Sie für ein gutes Karma, jetzt schon Rentner werden zu können." Er sagte dies wortwörtlich, dann erklärte er, das Wort kann von vorne und hinten gelesen werden. Das hat mich überzeugt. Ich habe ohne jegliche Untersuchung die Rente erhalten, weil ich sie sofort abbrach, als mein Körper untersucht werden sollte. Ich verwies nur wuf die Hellsichtigkeit, welche während der Arbeit am Friedhof störte, weil die Mitarbeiter nächtlich von mir das "Licht" von begehrten und ich zuvor nächtlich wahrnahm, wie ein großes, ahrimanisches Wesen die gesamte Stadt Nürnberg in ihren Händen hält, alles, aber auch alles städtische Geschehen mit diesem Wesen zusammenhängt. - Wir haben nun in Regensburg einen Oberbürgermeister, der verhaftet wurde.... . Dornach, die Insel des Geistes, würde sie für die RentneR nun eintreten, damit sie ihre Rente in Höhe der Grundsicherung behalten dürfen. Vielleicht lesen die Vorstände hier mit, nehmen anthroposophische Juristen Kontakt auf, sie können dann die vier verschlossenen Briefe des Bundessozialgerichtes öffnen, verwerten.
      Bis dahin muß ich ganz, wie in der Schulkreuzangelegenheit, den Entmündigungsversuchen, ganz meiner eigenen Wesenheit und dem Zusammenspiel mit der Geistigen Welt vertrauen.

      Den Kindern in der Schule das Kruzifix aufdrücken, den Rentnern nicht einmal den Krankenkassenbeitrag und das Heizungsgeld belassen. Es ist eine Welt, da -ich- mir fast wünsche, möge sich die Prophetie Rudolf Steiners erfüllen und Deutschland als Staat, Volk, von der europäischen Landkarte verschwinden. Da hilft kein Dorn-ach mehr! Kein säuselnd ätherischer Christus wird erscheinen. Den viel beschworenen Michael sah ich gerade in der Streitkultur als die Kraft, die wie ein Blitz den Streit beenden kann.

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    2. Lieber Michael,

      ohne die vielen Gespräche, ohne die gesamte Stimmung im und rund ums Goetheanum ist diese Dokumentation freilich eine halbe Sache; und diese Stimmung ist in den jetzt online gestellten Texten (ich hatte noch keine Zeit, sie nachzulesen) offenbar nicht zu spüren.

      »Nein, erkämpft nichts. Setzt Euch nicht ein für die konkreten Probleme. Kommt auf unsere kleine Insel und verdaut mit uns. Irgendwann erleuchtet uns der geistige Führer, und dann wird alles gut. Amen.«
      :-) Das trifft es jedenfalls überhaupt nicht. Ich habe ja in meinem kleinen Bericht auch die Stimmung erwähnt: »vor allem sehr viel Freude und Begeisterung – und gute Organisation« Aber das überträgt sich natürlich nicht, solange es nur in dürren Worten gesagt wird.

      Der Jugendsektion gelingt das wohl besser, sie präsentiert als Dokumentation für ihre Konferenz dieses Video.

      Sehr interessant finde ich die im Video erwähnten Themen der Vorträge:

      Constanza Kaliks, Leiterin der Jugend-Sektion: Myself - mirror or solutions of the challenges of our time?

      Einer der Gründer der Triodos Bank in Spanien: Money and consciousness - whom is my money serving?

      Ha Vinh Tho: From inner transformation to social innovation

      Vor allem dieses letzte Thema liegt auch mir am Herzen:
      Da die gegenwärtigen Systeme das menschliche Bewußtsein spiegeln, muß es möglich sein, durch Veränderung dieses Bewußtseins schließlich auch eine Veränderung der Systeme herbeizuführen.

      :-) Und der Schluß des Videos wirkt wie eine Antwort auf Dein »Irgendwie, irgendwann, irgendwo«:

      »The best time to plant a tree was 20 years ago; the second best time would be now!«
      Konsequenterweise endete die Jugendkonferenz mit der Pflanzung eines Bäumchens.

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    3. 'möge sich die Prophetie Rudolf Steiners erfüllen und Deutschland als Staat, Volk, von der europäischen Landkarte verschwinden. '

      Worauf beziehen Die sich dabei, Herr Seler?

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    4. Liebe Ingrid, die Videos der Jugendsektion kenne ich - sie wirken sehr erfrischend. Und gegen eine Weltkonferenz als Ort des gepflegten Gesprächs wäre wirklich nichts zu sagen, wäre da nicht der ambitionierte Rahmen als Neu- Ausrichtung des Grundsteins und Umwendung in Richtung Peripherie. Davon ist tatsächlich in der Dokumentation wenig zu finden- eher ein ritualisierter, in einem internen Code verfasster Monolog verschiedener Beteiligter, mit dem von mir angesprochenen Dogma. Die Neuorientierung scheint eher zweifelhaft, wenn weder Code noch die fest gefügte Auffassung von Methoden und spiritueller Ausrichtung infrage gestellt werden.

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    5. "Worauf beziehen Die sich dabei, Herr Seler?"

      Konkrete Aussage Rudolf Steiners in einem Vortrag.

      E.S.

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    6. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. (Ich hatte versehentlich in Ernst Selers "thread" gepostet und korrigiere das jetzt)
    Lieber Michael,

    meinem Eindruck nach war der „ambitionierte Rahmen“ und auch alles, was Du als „fest gefügte Auffassung von Methoden und spiritueller Ausrichtung“ wahrnimmst, dem Bemühen um Kontinuität geschuldet.
    Schließlich geht es ja nicht darum, die AAG aufzulösen und mit ganz anderen Menschen etwas Neues zu beginnen, sondern es geht schon darum, alle, die der AAG seit dem Tod Rudolf Steiners durch alle Höhen und Tiefen treu geblieben sind, „mitzunehmen“. Nicht wahr?

    Und die Jugendsektion am Goetheanum ist immerhin ein Teil der AAG, und eben nicht nur ein peripherer, irgendwo „dort draußen“. An solchen Zusammenkünften wie dieser internationalen Studentenkonferenz wird sich meiner Ansicht nach erweisen, wie es wirklich weitergeht.

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    1. Liebe Ingrid, letztlich geht es darum, wen man mitnehmen möchte, bzw wie exklusiv das ist. Die Praktiker stehen in der vollen Konfrontation mit der Gegenwart und ihren Problemen- z.B. in Schulen und Krankenhäusern. Die Spiritualität liegt eben in dieser konfliktreichen Auseinandersetzung, und entwickelt sich daran; vielleicht auch nicht ganz bewusst, sondern IM praktischen Tun. Was Dornach dagegen präferiert, sind die Abel- Typen, die einen michaelischen idealen Zustand erreichen wollen, um in ihrer Seelenfrömmigkeit dann ein Spirituelles zu empfangen. Das liegt den Kainiten nun einmal fremd bzw sogar suspekt. Hilfreich wäre das verbindende Element, das ich dieser Tagung wie in vielen anderen Dornacher Auswüchsen - schon in der elaborierten Sprache- vermisse. Und nicht nur ich. Frage nur Kain.

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    2. Lieber Michael,

      »Frage nur Kain.«
      :-) Ja klar.
      Und, bzw aber:
      »letztlich geht es darum, wen man mitnehmen möchte, bzw wie exklusiv das ist.«
      Von „exklusiv“ war auf dieser Konferenz wirklich nicht die Rede (ganz ausdrücklich nicht, Paul Mackay: »Wir wollen keine extra Gruppe bilden in der Menschheit«).
      Schon gar nicht gegen „Kain“ gerichtet, eher im Gegenteil. Was die anwesenden Praktiker auch freudig und erleichtert so empfanden.

      Ich hielte es nicht für sinnvoll, nun einfach Abel gegen Kain auszuwechseln, indem man zur Abwechslung Abel draußen läßt. Sollte es wirklich ganz unmöglich sein, sowohl Abel als auch Kain „mitzunehmen“?

      Schwieriger Spagat, zugegeben.
      Und möglicherweise wäre vor zwanzig oder vierzig oder noch mehr Jahren die beste Zeit dafür gewesen.
      Aber die nächstbeste Zeit ist nunmal: jetzt...

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    3. Die spirituelle Ausrichtung, die ausdrücklich nicht im Pragmatischen liegt, wird durch Frau Glöckler beschrieben und auch festgeschrieben. Für die Pragmatiker müsste die Fragestellung der Tagung geradezu diametral entgegen gesetzt sein. Dann ginge es darum, die vorhandenen Problemfelder ohne Tabus anzusehen und zu schauen, unter welchen Voraussetzungen Anthroposophie dienlich sein könnte- neu und von Grund auf neu gedacht, und nur da verfolgt, wo sich ein pragmatischer Weg finden lässt. Die Gangbarkeit wäre ein Kriterium. Eine solche Umkehrung der Fragestellung ist kaum vorstellbar mit einer Michaela Glöckler, dem Funktionärstum und der phrasenhaften, in sich exklusiven Sprache. Es ist jetzt auch, fürchte ich, 30 Jahre zu spät.

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    4. Schließlich ist die Anthroposophische Gesellschaft auch nicht im Besitze des
      Schlüssels Davids, der auftut, und niemand schließt zu, der zuschließt, und niemand tut auf, sondern sie ist beim Rein- und Drausenlassen auf das Hantieren mit Mitgliedskarten aus Pappe angewiesen.
      Da kann man dann auch keine zu dicke 'Wolle mer ihn reinlasse Lippe' riskieren...

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    5. Ja, das mit dem Pragmatismus ist wohl eines der, wenn nicht das Kernproblem...

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    6. Ich hätte eigentlich auch kein Problem damit, wenn die Abeliten auf dem Hügel unter sich ohne Pragmatismus nur das Edle pflegen und spirituelle Kraftquellen für die Pragmatiker im Tal bilden würden; aber wenn die Abeliten sich jetzt wegen (beispielsweise) drei schwarzmagischen Sargnägeln auf die Köpfe hauen, dann hat der Spaß einfach ein ordentliches Loch...

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    7. Die Abeliten sind so Glaubens- innig, die folgen leider auch dem einen oder anderen Populisten..

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    8. Naja — einmal abgesehen davon, daß ich die Einteilung in „Kainiten“ und „Abeliten“ für ein bisserl gar schematisch halte: bisher hatte ich eigentlich nicht den Eindruck, daß sich gerade die „glaubensinnigen Abeliten“ in der Anhängerschaft Judith von Halles finden… eher im Gegenteil.
      Oder solltest Du Sergej O. Prokofieff, Mieke Mosmuller oder Holger Niederhausen zu den „Kainiten“ zählen?

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    9. Also so wie Niederhausen austeilt, ist er sicher kein Abelit, auch wenn er es gerne wäre...

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    10. Nein, sicherlich passt so ein Schema zur Illustration einiger Problemfelder, stellt aber nichts als eine sehr grobe Typisierung dar.

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  3. aus dem pdf-Text - Dornach:

    "Die Aussage Rudolf Steiners, die Weihnachtstagung als ein Wei-
    hefest für einen Welten-Zeiten-Anfang zu sehen, möchte ich so in-
    terpretieren, dass sie als Beginn einer Kulmination der Spiritualität
    zu verstehen ist oder als die Auferstehung des Christus-Bewusst-
    seins im Menschen und in der Menschheit."

    von Paul Mackay

    ich kann nicht weiterlesen, vorerst zumindest.
    Habe persönlich Herrn Jakob Streit getroffen, später einen Text von ihm Internet gefunden,
    wo Steiner zitiert wird, die Weihnachtstagung sei "zerschellt", "misslungen".

    http://www.christian-rosenkreutz-zweig.de/downloads/aktuelles/JStreit.pdf

    Herr Streit wirkte im persönlichen Kontakt, lernte ihn in Regensburg kennen, sehr glaubwürdig, wie auch Herr Willmann.

    Der Vorstand in Dornach muß den Mut haben, die gefundene Quelle, da Steiner von einem Mißlingen der Weihnachtstagung sprach, zu berücksichtigen. Ich habe noch nicht die Aufzeichnungen von Dr. Ernst (Schauspieler) zum Giftanschlag auf Steiner ganz veröffentlicht. Die Truppe von Tradowsky hat heuer einen Redner eingeladen, der Steiners Haltung zu Ita Wegmann und Marie Steiner in den letzten zwei Wochen vor dem Tode beleuchtet. Der öffentlich angekündigte Vortrag konnte nur mit Mitgliedsausweis besucht werden.

    Wenn ich nun die Aussage von Paul Mackay zur Weihnachtstagung betrachte, jedoch auch die überlieferte Aussage Steiners zur Weihnachtstagung ernst nehme, wird den Mitgliedern und der Öffentlichkeit eine Lüge zur Weihnachtstagung zelebriert?!

    E.S.

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    1. @ Ernst:
      Was wäre, Deiner Ansicht nach, anders, wenn die Weihnachtstagung damals nicht „zerschellt“ wäre?
      Worin würde sich das bemerkbar machen?

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    2. "Worin würde sich das bemerkbar machen?"

      Eventuell könnte sich Paul Mackay tatsächlich so äußern:

      "... dass sie als Beginn einer Kulmination der Spiritualität
      zu verstehen ist oder als die Auferstehung des Christus-Bewusst-
      seins im Menschen und in der Menschheit."

      E.S.

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    3. Danke für Deine Antwort, die mich sehr freut.

      In der Wochenschrift „Das Goetheanum“ (Nr 8/2014) schrieb Wolfgang Held unter dem Titel „Die Weihnachtstagung damals und heute“:
      »Was das Goetheanum im Raum ist, das ist die Gründung an der Weihnachtstagung in der Zeit: identitätstiftendes Manifest der Anthroposophie. Zur Einstimmung dessen hundertjährigen Jubiläums hat die Anthroposophische Gesellschaft in der Schweiz einen zehnjährigen, thematisch gegliederten Bogen begonnen. Aus der Jahresversammlung, dem zweiten Schritt:«

      Wolfgang Held endete seinen Bericht mit dem Schlußwort Johannes Greiners:
      »Die Weihnachtstagung fängt an, wo ich über den Abgrund gehe und mit den Menschen rede, mit denen ich nicht reden wollte.«

      Was meinst Du zu diesem Satz?

      Herzlich,
      Ingrid

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    4. etwa 1980 erzählte mir eine Eurythmielehrerin, Steiner habe sich auf dem Krankenbett dahingehend geäußert, wenn ich gewußt hätte, was aus dem Werk wird, hätte ich es nicht begonnen. Dank der Einladung von Felix Hau, doch auf dem Info3-blog zu bleiben, wurde dies ca, 2003 dort veröffentlicht. Ca. 2010 fanden sich die Aufzeichnungen von Streit zur Weihnachtstagung. Diese Aussagen Steiners ernst genommen, führen dahin, Niemand kann im Kleide der "Anthroposophie" die tote Weihnachtstagung Steiners zum Leben erwecken, egal welch schöne Formulierungen gefunden werden.
      E.S.

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  4. Es wird im pdf gesprochen von Institutionen, Initiativen, Einrichtungen, Lebensfelder.
    Mackay (S.95) zitiert Steiner: ‘Die Sektionen werden von oben nach unten durchgreifen…‘ und er fügt hinzu: ‘Die Hochschule ist durchgreifend, die Lebensfelder sind aufzufassen als Sektionsfelder – denn da sind die Sektionen im Leben tätig.‘.

    Die Richtung ist hier von oben nach unten. Was ich hier schmerzlich vermisse ist die Richtung von unten nach oben. Beide Richtungen zusammen ergeben erst einen Doppelstrom der Zeit und einen lebendigen Wirbel in der Mitte (siehe Hurter S.18, von Plato S.34).

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    1. Lieber Ton,

      »Was ich hier schmerzlich vermisse ist die Richtung von unten nach oben.«
      Diese Richtung wurde, begreiflicherweise, weniger in den Vorträgen der „Funktionäre“ spürbar, sondern vor allem in den einzelnen Workshops und Gesprächen der Teilnehmer. Auch in den meist spontanen Kurzbeiträgen verschiedener Teilnehmer im Plenum, die zwar simultan übersetzt, aber nicht aufgezeichnet wurden.
      Insofern ist diese Wiedergabe der Vorträge ein Teildokumentation – und zwar, wie aus dem Stundenplan ersichtlich ist, die Dokumentation eines sehr kleinen Teils dieser Konferenz: es gab jeden Morgen zwei etwa halbstündige „Impulsreferate“ vor allen Teilnehmern im Großen Saal. Der Rest des Tages gestaltete sich jeweils in Kleingruppen und Einzelgesprächen, mit viel Gelegenheit für die „Richtung von unten nach oben“.

      Ich erinnere mich gut an den Workshop mit Gerald Häfner, in dem unter anderem die Schwierigkeit thematisiert wurde, nicht nur Vorträge, sondern auch die Arbeitsergebnisse der „Praktiker“ zu dokumentieren — da kam mehrfach die Frage auf, wie man die in den Arbeitsfeldern gewonnenen Ergebnisse präsentierbar bekomme, vor allem dann, wenn diejenigen Menschen, die sie erarbeitet hatten, keine Menschen der Feder seien.
      Daß für diese Frage noch keine Lösung gefunden wurde, zeigt sich in dieser Textdokumentation.

      Die Stimmung auf der Welt-Konferenz war sogar so, daß etliche Menschen zuwenig „Richtung von oben nach unten“ spürten. Ich sprach mit drei Teilnehmern, die unter vier Augen resigniert darüber klagten, aber nicht die Initiative aufbrachten, sich zu Wort zu melden. Mit einer Ausnahme in einem Plenums-Kurzbeitrag. Da meinte ein Teilnehmer – ich zitiere aus meinem Kurzberichter erlebe hier zwar sehr viel erfreuliches Bemühen um die „Horizontale“ (die Verbindung zwischen „Zentrum“ und „Peripherie“), vermisse aber die „Vertikale“ – die Verbindung „nach oben“. Müßten denn die „Horizontale“ und die „Vertikale“ einander ausschließen? Sollte es nicht möglich sein, beide zu pflegen?
      Für mich fand diese Frage eine Antwort im am nächsten Tag (Geist-Erschauen) sichtbaren „Zeichen am Himmel“ (siehe das Foto in meinem Bericht): zwei Kondensstreifen kreuzten einander, der eine horizontal, der andere („von oben nach unten“) allerdings schief. Die Vertikale aber wurde von unten nach oben gebildet, als aufsteigender Rauch aus dem Schlot des Heizhauses…

      Herzlich,
      Ingrid

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    2. Wenn die Sektionen das 'Unten' genau kennen, dann dürfen sie ja auch gerne nach unten durchgreifen.
      Kennen sie dieses 'Unten' aber nicht, dann wird es im besten Fall 'ein Griff daneben', im schlimmeren Fall 'ein Griff ins Klo'...

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    3. @ Griff ins Klo,

      der Satz »Die Sektionen werden von oben nach unten durchgreifen«, der Dich zu diesem originellen und eines Schlamuffen würdigen Gedanken inspiriert hat, ist nicht von Paul Mackay, sondern er zitierte hier Rudolf Steiner (mitsamt der Zeichnung, GA 160, S 113).

      Was Paul Mackay allen Teilnehmern (auch Nichtmitgliedern wie mir) zum Abschied zurief, war nicht Steiner-Zitat, sondern kam aus ihm selber. Und das war:
      »Betrachten Sie sich als Mitarbeiter am Goetheanum!«

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    4. Ja, das war/ist mir schon klar, dass das von Steiner ist (steht ja auch deutlich so da)...

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    5. Das Problem ist auch nicht das direkte Durchgreifen von oben, sondern das Durchgreifen über (frag mich nicht was für) Zwischengestalten, Funktionäre, Michaels-Boten etc.
      Stille Post eben: Schon der erste in der Kette hat meistens überhaupt nicht verstanden, welche Botschaft er eigentlich nach unten durchtragen soll; flattert aber michaelisch-strahlend los, um das weiterzuübermitteln, was er meint, verstanden zu haben...
      Und jeder in der Durchgreifkette will nachher natürlich alles richtig gemacht haben...

      Und im Herbst eröffnet dann Frau Glöckler zusammen mit dem Papst eine Herrenbutike in Wuppertal...

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    6. Andererseits erinnere ich mich gut an einen sehr lebendigen Vortrag in einem Wiener Zweig vor ein paar Jahren. Die Vortragende, eine sympathische, energiegeladene Bäuerin aus der biodynamischen Landwirtschaft, deren Namen ich leider vergessen habe, sagte zum Schluß, sie (Mehrzahl: »wir«) würden sich sehr wünschen, daß nicht nur sie in die Zweige eingeladen würden, um von ihrer Arbeit zu erzählen, sondern daß auch die Zweige ihre Ergebnisse den Landwirtschaftlern vermitteln würden. Denn »Wir haben ja in unserer Arbeit nicht so viel Zeit, Rudolf Steiner zu lesen, würden uns aber sehr wünschen, mehr zu erfahren, als wir bisher schon wissen!«

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    7. @Stephan Birkholz

      Danke für den Film mit dem RentneR
      Vielleicht ist die anthroposophische Wortspielkunst ähnlich verwirrend.
      Die Manipulation durch Medien hervorragend karikiert... .

      E.S.

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    8. Loriot eben...
      Wenn ich mich in Situationen befinde, zu denen ich keinen vernünftigen Zugang finden kann, dann frage ich mich mittlerweile als erstes: 'Ist das vielleicht nur Loriot?'

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  5. Heutemorgen habe ich Michaels Text oben gelesen sowie das Januarbeitrag von Ingrid, das sie in einem Kommentar erwähnt. Danach habe ich das erwähnte Dornacher Skripts gelesen und mir schließlich den bei ihr angesprochenen Video der Jugendsektion angesehen. Ich danke euch beide und alle hier Mitarbeitenden für die Mühe, sich mit diesem „schattenwerfenden Blütenstaub“ sich zu befassen!
    Im netten Video kenne ich mich selbst wieder sowie viele Fragestellungen und Herangehensweisen, die ich schon in den 1970er Jahren in Järna miterlebte, als noch die Illusion um eine äußere Kulmination der Anthroposophie gegen Ende des 20. Jahrhunderts die Anthroposophen-Gemüter anspornte. Im Skript lese ich – zum „tausenden Mal“ wiederholt – dieselben hochgeschaukelten und zu Blütenblättern gewälzten Phrasen, die keine neuen und anderen Schatten werfen als z.B. diejenigen, die mich an der Michaelitagung am Goetheanum 1993, zu der ich damals eingeladen war und daher miterlebte, aus dem Illusion rechtzeitig erweckten.
    Rechtzeitig, weil ich endlich begann, mich selbst als ein Einzelner ernst zu nehmen, der seine individuell zugeschnittenen „Hausaufgaben“ tut. Alles was mir danach geschah, sind vielen aus meinen Büchern bekannt, aber lässt sich mit den Worten Bernhard Albrechts aus seinem Kommentar zu Ingrids Kurzbericht charakterisieren:
    „Das Zentrum michaelischen Handelns liegt in gelebtem individuellen Interesse. Wo hingegen die Willensanspannung eines so gearteten Interesses fehlt, dort muss die Leere durch rituelle Beschwörungen gefüllt werden, um eine Illusion aufrecht zu erhalten.“
    Ingrid schreibt: „Und am letzten Tag der Welt-Konferenz rief Paul Mackay allen Teilnehmern zum Abschied zu: »Betrachten Sie sich als Mitarbeiter am Goetheanum!«“
    Seit meinem ersten Besuch am Goetheanum 1973 mit Putzen des Saals nach einer Faust-Tagung und mehrnächtigen Eisenbettschläfchen im Heizhaus, habe ich mich immer und bis heute als einen Mitarbeiter am Goetheanum betrachtet. Dass die Goetheanum-Leitung es aber anders sieht und meinen Schatten im Lichte ihres Cliquenwesens dort lieber nicht sehen will, hat mich erneut darin bestätigt, dass der Weg zu Gemeinschaft nur durch individuell geartete Einsamkeit führt, gemäß R. Steiner (GA 231):
    „Sie werden, wenn Sie die Geschichte verfolgen, immer davon hören, dass die Initiationswissenschaft in Gesellschaften gepflegt wird. Solche Gesellschaften gibt es auch heute, aber sie treiben nur Tradition. Wer aber heute aus dem unmittelbar persönlichen Erkenntnisweg heraus spricht, ist schon zu einer gewissen Einsamkeit verurteilt. Heute kommt man zur Erkenntnis in Einsamkeit.“
    Das Problem der anthroposophischen Gemeinschaften – sei es in sozial-therapeutischen Einrichtungen (gerade ist ein 60 Jahre altes in Saarland nach einem Konkurs übernommen worden), Waldorfschulen, Hochschulen, Krankenhäusern, am Goetheanum usw. – ist die Glaube, dass das hochgehaltene Wir einem helfen, zu geistiger Erkenntnis zu kommen, oder die nötige Erneuerung im Sozialen bewerkstelligen würde.
    Was noch grundsätzlich zu wenig gepflegt wird, ist die Individualisierung anthroposophischer Ideen und Inhalte, das Entdecken der ganz individuellen Prägung jeglichen Übungswegs. Wenn die Herren und Damen Anthroposophen aus sich selbst, aus der authentischen Erfahrung heraus, anfangen würden, zu beschreiben, wie sie studieren, was sie meditativ erleben, wie sie selber genau üben, arbeiten und forschen, also durch Ich-Botschaften aufträten, würden jüngere Menschen aufhorchen. Auch wenn es nicht geschehe, sucht die Jugend weiter in YouTube, schaut sich die amerikanische Zeitreisen-Serie „Lost“ an auf Amazon – wie mein 16jähriger Sohn – oder ergründet weiter in den lockenden Schatten der äußeren Welt. Die Anthroposophie trocknet wie Blütenblätter im Hochgehaltenen, Realität wird sie im Licht der eisernen Einsamkeit des individuellen Meditierens.

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    1. Vielen Dank, Jostein, für diese überaus lebendige Schilderung der "getrockneten Blütenblätter", die als angebliche anthroposophische Impulse ausgelegt werden, aber auch für die Emanzipation davon, die für den, der individuell geistig arbeiten möchte, meist wohl so verläuft wie bei Dir. Freilich kann man auch verbrennen, wenn man nicht auf dich aufpasst, verbittert enden oder gar als Teil einer Vermarktungsmaschine. Ich weiß nicht, was schlimmer wäre. Ich kenne Insider- Experten, die selbst bekennen, als esoterische Fachleute keinerlei Vorstellung davon zu haben, was eine esoterische Erfahrung sein könnte. Dann sollte man doch so ehrlich sein und lieber Staubsauger verkaufen.

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    2. Staubsauger, das wär' s!

      Es saugt und meditiert der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann...

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    3. Für deine schnelle Antwort, einen herzlichen Dank Michael!
      Im Selbst-Verbrennen meines alten Zeugs, auch meiner eigenen zähen und moorigen Illusionen, im Aufgeben meiner jahrelangen Blogs und im Abbrechen nicht-verkäuflicher Sachbücher über Nischen-Spiritualität zu schreiben, und schließlich (es gäbe wahrheitsgemäß noch weitere biographischen Zäsuren in dieser Richtung) im Sich-selbst-Herausziehen aus dem Bitternis-Trank-Tank meiner sozialen Miseren, – versuche ich mich noch am Leben zu halten, meist als Sit-down-Comedian im kulturarmen Saarland, der genießt, das Schweigen zu üben.
      Das mit dem Staubsauger wäre was, zu überlegen! Vielleicht soll ich unseren neuen beutelfreien Dyson mit nach Stuttgart am kommenden Freitag mitnehmen? Ich überlege nämlich, zum 6. eintägigen Meditationsforschungskolloquium zu fahren mit Beträgen von Christoph Hueck, Anna-Katharina Dehmelt, Corinna Gleide, Markus Buchmann und Andreas Neider. Ich glaube jedoch nicht, dass sie mir erlauben würden, ihre „Blütenblätter“ aufzusaugen.

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    4. Rituelle Akte: den Bitternis- Trank auf jedem Spaziergang freizügig an die Elementarwesen ausschütten, damit sie daraus gesundene Kräuter machen. Und mit dem Dyson auf das Meditations- Seminar reisen, um vertrocknete Blütenblätter aufzusaugen. Das hätte was.

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    5. Vertrocknete Lotusblüten-Blätter natürlich!

      s.b.

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    6. :-) Wobei schon klar ist, daß es Blüten braucht, farbig und duftend, um Bienen, Hummeln oder auch Kolibris anzulocken, und mit Staubgefäßen und Stempeln ausgestattet, um Befruchtung zu ermöglichen…
      Freilich dürfen die Blüten vertrocknen, sobald die Frucht angelegt ist.
      Das ist übrigens ein Bild, das in sehr vielen Gesprächen auf der Weltkonferenz eine Rolle spielte.

      Ein anderes Bild, ebenfalls aus der Pflanzenwelt:
      Ein Baum wächst nicht von innen heraus, sondern außen, direkt unter der Rinde…

      Und in diesem Zusammenhang habe ich einigen der Konferenzteilnehmer die folgende Frage gestellt:
      Einmal angenommen, ein solcher Baum wirkt von außen noch ganz grün und lebendig, ist aber in Wirklichkeit längst abgestorben, und sein totes Gerüst gibt einem Efeu Halt, der nun prächtig gedeiht…
      Wäre es „schlimm“, wenn es nicht mehr der Baum selbst ist, der hier grünt und weiterwächst?

      Ich erhielt ganz unterschiedliche Antworten.
      Einer hielt einen solchen Vergleich für ganz abwegig, so etwas könne gar nicht geschehen, der „Baum“ sei gewissermaßen „unsterblich“.
      Ein anderer meinte, das Bild sei wohl treffend für die derzeitige Situation, und er fand es tatsächlich katastrophal.
      Wieder eine andere aber antwortete spontan: »Das spielt keine Rolle, Hauptsache, es lebt!«

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    7. Hier, Ingrid:

      Musik vom Baum - speziell für Dich...

      S. Birkholz

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    8. :-) Interessante Zusammenarbeit von Mensch und Baum (in mehrfacher Hinsicht: auch das Klavier war ja mal Bäume) - kannte ich noch nicht. Danke!

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    9. Ja, ‘Winter-Weg ist der Weg der Anthroposophen durch kalte Einsamkeit zur Erkenntnis (Kains-Weg)‘ 265.454, ‘den Geist … durch den selbständig arbeitenden Verstand erlangt‘ 93.35 f.. Das heisst statt warmes ‘Geist-Erinnern‘ mehr: ‘Geist-Erschauen‘ in ‘eisige Einsamkeit‘ 145.137 f..

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    10. "Seit meinem ersten Besuch am Goetheanum 1973 mit Putzen des Saals nach einer Faust-Tagung und mehrnächtigen Eisenbettschläfchen im Heizhaus, habe ich mich immer und bis heute als einen Mitarbeiter am Goetheanum betrachtet."

      Der Hinweis von Jostein Saether läßt aufhorchen. Wir beide haben uns damals gemeinsam im Goetheanum befundenl. Im Heizhaus habe ich erst wähend der Weihnachtstagung 1973 geschlafen und da kam heute Morgen der Gedanke, wie praktisch trotz seines mystischen Schauens Rudolf Steiner war. Als der Brand im Goetheanum ausbrach, lief er mit einem Zeugen zum Heizhaus um die Thermometer zu überprüfen, damit vor der Versicherung bezeugt werden kann, es habe keine Überhitzung vorgelegen. 2003/4 hatte sich der blog von Info3 "überhitzt". Von mir waren Internas der AAG veröffentlicht worden. Hat Judith von Halle an ihrem Computer in Berlin diese gelesen?! dann soz. eine "Überhitzung" von Tradowsky, der die "Stigmata" an der Hand von Frau Halle erstmals vermeinte sie zu erkennen?! Dank der Einladung von Felix Hau war ich geblieben, im Forum. Wollte nur vorbeischneien, weil die vielen Diskussionen von den Teilnehmern um Rudolf Steiner waren ein sich Drehen im Kreise, hatte das Forum über einen längeren Zeitraum gelesen, habe mich mit dem Namen "Rudolf Steiner" angemeldet. Felix Hau nahm das nicht übel, lud ein, zu bleiben, war also schicksalsbestimmend, die Einladung, die Annahme, dann die doch heftigen esoterischen Internas bekanntgegeben dort, wie eben der Hinweis der Eurythmielehrerin, welch eich auf Vermittlung von Clara Kreutzer kennenlernte. Mein Wille war damals, die Dinge zu veröffentlichen, weil mein "Pate" der Mitgliedschaft, der noch lebende Dr. Manfred Krüger, er hält immer noch Vorträge im Rudolf Steiner Haus in Nürnberg, sich 1995 über meine Person im Fernsehen äußerte, davon erzählte, eines Tages sei ein Brief aus Dornach gekommen, mit einem zerissenen Mitgliedsausweis. - Ja, den hatte ich demonstrativ im Speisehaus aufgelöst zur Weihnachtstagung 1973, im Papierkorb links bei der Tür zur Terasse gelegt. Auf dem blog von Info3 klärte ich die Umstände, die Hintergründe der TaT auf. Ich kannte damals fast keine Vorträge Steiners, das Erleben der drei Mitgliedertagungen brachten mich als jungen Mensch zu der Überzeugung, "ICH" gebe den Menschen noch eine gewisse Frist, dann löse ich den Faden zur Geistigen Welt zur AAG. Wußte damals nicht was die Eurythmielehrerin mir 1980 erzählte.... .
      Sehe gerade, ein Beitrag zu Gronbach ist entstanden. Ja, Gronbach ist großer Kenner, er bezeichnete mich als Schwarzmagier im Info3-blog. Huch, da bekamen meine lieben AnthroposophInnen Angst?!

      Wie wäre es, wenn Felix Hau und Ingrid ein Seminar ermöglichen, zur Geschichte von Info3 und AAG mit der Teilnahme spezieller Gäste (auch Tradwosky) im freien Austausch....... .

      Immerhin hat sich geklärt, der Lebenweg mit Jostein Saether hat sich im Goetheanum gekreuzt. Die Fausttagung erlebte ich intensiv, vor allem die Schlußszene mit den Rosenblättern, die vom Himmel regneten.... .

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    11. Kommt der Nachgedanke, vielleicht hat Judith von Halle damals den Hinweis von Gronbach gelesen, dies befeuerte ihre Vorliebe für die Magier dern Schwarzen Kunst mit Kreuznägeln.

      E.S.

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    12. Warum auch immer – der Tippfehlerdämon ist mir gestern beim Kommentarschreiben zuvorgekommen: Nicht 1973 war ich zum ersten Mal am Goetheanum, sondern 1974 und zwar im August, ehe ich weiterreiste nach Österreich, um Orte aufzusuchen, wo Rudolf Steiner seit seiner Kindheit gelebt hatte.
      Welches Kreuzen der Lebenswege sich daraus erschließen ließe, lasse ich offen!
      Ein Phänomen, das ich in Dornach begegnete und mir anfangs einiges Staunen bereitete, etwas, was ich in Skandinavien gar nicht kannte, war die Schilder an sehr vielen privaten Gartentoren – wie etwa: „Vorsicht, bissiger Hund!“ Ich habe aber wenig Hundebellen im Hintergrund gehört, deshalb wunderte ich mich über dieses Phänomen. Ein Insideranthroposoph erklärte mir viele Jahre später, dass diese Dornacher Schilder eine Doppelfunktion hätten: Einerseits sollten sie eventuelle unbeliebte Gäste erschrecken und fernhalten, andererseits sollten sie die Hausbesitzer der goetheanistischen Villen selber darauf erinnern, dass die geistigen Tiere aus dem Abgrund irgendwie, irgendwann und irgendwo auftauchen könnten. Deshalb die eigene seelische Leine hochhalten!

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    13. Anthroposophen sollten vielleicht Schilder aufstellen:

      "Vorsicht Schwarzmagier"?!

      Danke für die Klarstellung, wäre bestimmt interessant geworden, wir wären über die Füße gestolpert...... .
      E.S.

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    14. @Jostein

      Schade, dass Die Ihre Blogs aufgegeben haben...

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    15. Danke, Stephan! Ich kam mit der Blogform nach etwa 7 Jahren nicht weiter; es wurde mir da zu einsam mit zu wenig Respons und Austausch. Ähnlich ist es mir auch mit den Sachbüchern gegangen; zu wenig Feedback und in all den Jahren nur eine einzige Einladung zu einer Lesung. Ich suche die Teamarbeit (wie ich sie schon vor 1998 in Skandinavien kannte), aber begegne hier auf dem Kontinent fast nur wenig offene oder verfestigte Arbeitsformen. Es nennt sich womöglich Schicksal; man schickt sich selbst ungeschickt ins Beschick.
      Übrigens habe ich ein Roman geschrieben, aber das dauert noch bis Veröffentlichung! Da muss noch viel Unkraut gejätet werden.

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    16. Jostein, gerade dann, wenn ich keine laute Diskussion wollte, habe ich still auf Deinem Blog gelesen - nicht viel, nur etwas; es war immer so ein Gefühl wie in Norwegen in der Einsamkeit, wo man plötzlich bereit ist, sich etwas sagen zu lassen, ohne in reflexartige Verteidigungsargumentation umzuspringen.
      Nach meinem Empfinden eignen sich Deine Themen nicht zum breit-, platt- und zertreten in Blog-Diskussionen.
      Ich glaube, ich habe damals genau darum etwas irritiert und irritierend reagiert, als Dein Buch hier vorgestellt wurde; weil ich dachte (ohne mir dessen bewusst zu sein), dass tatsächliche wie von Dir authentisch geschlilderte geistige Erfahrungen nicht in dieser Weise diskutiert werden können, wie hier eben Gedankengänge zerlegt und diskutiert werden.
      //
      Man kann sicher bei manchem anthroposophischen Produkt diskutieren, ob es nicht einfach etwas daneben gegangen ist - bei den wenigen Dingen die ich von Dir kenne, macht eine solche Diskussion gar keinen Sinn, denn sie sind etwas Wirkliches, Authentisches, zwar zum Austausch geeignet, aber nicht für Pro- und Contra-Diskussionen...

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    17. Ich befürchte oft, dass es unser Schicksal hier im Zentralkontinent ist, uns im Argumentationsnahkampf zu üben - ich habe in meinem täglichen Kultur- und Arbeitsleben manchmal den Eindruck, dass ich keinen Millimeter voran komme, ohne dazu mindestens 10 Gegenargumente plattmachen zu müssen.
      Ich bin dann immer getröstet, dass es den skandinavischen Raum gibt, der in vielem kulturellem einen vernünftigeren und zielführenderen Umgang mit den Verhältnissen pflegt. Beispielsweise im medizinisch-pflegerischen Bereich ist Skandinavien in vieler Hinsicht vorbildlich und uns noch weit voraus (falls wir diese Richtung überhaupt jemals einschlagen) - aber es ersteckt sich auf viele Bereiche...

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    18. @ Stephan:
      Da ich es war, die Josteins Buch damals hier vorgestellt hat, möchte ich hierzu Stellung nehmen:
      »Nach meinem Empfinden eignen sich Deine Themen nicht zum breit-, platt- und zertreten in Blog-Diskussionen.
      Ich glaube, ich habe damals genau darum etwas irritiert und irritierend reagiert, als Dein Buch hier vorgestellt wurde; weil ich dachte (ohne mir dessen bewusst zu sein), dass tatsächliche wie von Dir authentisch geschlilderte geistige Erfahrungen nicht in dieser Weise diskutiert werden können, wie hier eben Gedankengänge zerlegt und diskutiert werden.«

      Ich habe Josteins Buch damals nicht deshalb vorgestellt, damit es hier breitge-, plattge- und zertreten werde.
      Ich hoffte, damit (wie auch mit etlichen meiner anderen Artikel hier) etwas von einer Gesprächsstimmung hier hereinzutragen, »wo man plötzlich bereit ist, sich etwas sagen zu lassen, ohne in reflexartige Verteidigungsargumentation umzuspringen.« – und habe sehr bedauert, daß mir das nicht gelungen ist.
      Ich sehe auch bis jetzt noch nicht, warum es hier durchaus immer nur ping-pong-artige Pro- und Contra-Diskussionen geben sollte (an denen ich mich nicht mehr gern beteilige, weil ich sie für langweilige Wiederholungen immer derselben Reflexe halte).

      Auch ich habe gern in Josteins Blogs gelesen und bedaure, daß sie nicht mehr online sind.

      Herzlichen Gruß in die Runde,
      Ingrid

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    19. Dessen bin ich mir voll bewusst, Ingrid und ich würde mich auch sehr freuen, wenn diese Qualität hier auch zum Tragen käme.
      Dennoch besteht die Kernqualität dieses Blogs ( für mein Empfinden) auch darin, das Inhalte dargestellt werden, welche einer dringenden, knallharten argumentativen Behandlung bedürfen...

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    20. Ich freue mich, etwas über deine Sichtweise zu hören, Stephan, und von deiner Leseerfahrung meiner Texte zu erfahren. Ich kann dir dabei folgen und verstehe auch, dass es in den Foren und Blogs meistens um diese Umgangsform geht, diskutieren zu wollen.
      Diskutiert, debattiert und intellektuell gestritten habe ich sehr viel zwischen 1965-1995 gemacht, danach immer weniger. Seit meinen geistigen „Durchbruch“ habe ich den Austausch gesucht, und gehofft, dass es möglich wäre, über meditative Erfahrungen und Forschung mit anderen zu reden. Ich habe versucht, meine Sprache für spirituelle Intimitäten zu finden, und gedackt, dass es ginge, eben auch neue und andere Begriffe als diejenigen von Steiner zu finden, gemeinsam zu gestalten, um spezifische Erlebnisse, die wesensgleich sein können, zu charakterisieren.
      Auch bei Michael (Eggert) fand ich ein Bestreben in dieser Richtung, aber es wurde mir zu krass in der Diskussionsrunde hier vor einigen Jahren, als ich mich angegriffen und nicht verstanden fühlte. Nun, das ist Geschichte; aber mein Vergeben hat eine farbliche Lasurschicht darübergestrichen.
      Heutzutage suche ich hier nichts Besonderes; ich habe in den letzten paar Jahren hier weiter kontinuierlich-sporadisch mitgelesen, ohne zu kommentieren. Ehrlicherweise fand ich es richtig, jetzt wieder mitzureden. Womöglich ist die Zeit reif für genuiner Austausch, sodass daraus reale Begegnungen folgen könnte.
      Übrigens: Alles, was ich öffentlich in Büchern, Aufsätzen und Kommentaren geschrieben habe, war ich und bin ich noch bereit, in „knallharter argumentativen Behandlung“ mit-auseinanderzusetzen, um dafür eine gemeinsame, neue Zusammensetzung zu erzielen. Am besten ließe sich dies vielleicht in direkten Gesprächen, z.B. Podiumsdiskussionen (in den Jahren 1997-2000 nahm ich teil in vielen solchen in Forum3 und anderswo; später verschließen sich die Möglichkeiten wieder, in der Anthroszene mitzureden, meistens, weil einige Skeptiker mir böswillige „Frauengeschichten“ vorwarfen). Es wäre aber auch möglich, so sehe ich es, in einem Blog wie dieser, sachliche Argumentation über geistige Wahrnehmungen und meditative Feinheiten zu bewerkstelligen. Da müsste aber, wie Ingrid es sich auch wünscht, ein Verzicht auf oberflächliches Schnickschnack und das Zu-schnelles-Antippen geübt werden. Mir wäre lieber, wenn alle anonyme Autoren ausgeschlossen würden. Es ist doch einfach heute, sich ein Internetprofil anzulegen und sich dabei biographisch zu präsentieren.

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    21. Lieber Jostein,
      ich für mich musste irgend wann einsehen, dass ich mich dem intellektuellen Faktengefecht in unserer Zivilisation einfach nicht entziehen kann, dass ich nicht auf spirituelle Geistigkeit verzichten kann und dass ich kein Doppelleben mit zwei vollkommen unvereinbaren Sphären führen kann.
      In unserer funktionalen Welt ist der argumentative Schlagabtausch einfach zwingend notwendig und führend - die Hard Skills zugunsten der Soft Skills zu ignorieren, würde einen sofortigen Systemabsturz auslösen.
      Darum sagte ich mir: Sich scheu und verletzt zurückziehen, dass ist die Eigenschaft der Elementarwesen; der Mensch muss seine Geistigkeit und seine Spiritualität auf unter den härtesten Anfechtungen vertreten können - kann er das nicht, dann ist er eben mehr ein Elementarwesen...
      Ich sehe momentan nur die Koexistenz, die sich nicht ständig missverstanden und angegriffen fühlt, wenn wir nicht wollen, dass wir entweder im Materialismus versinken, oder aber alle Flugzeuge vom Himmel fallen...

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    22. "Es würde mir nicht im Traum einfallen, einem Klub beizutreten, der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen." Groucho Marx

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    23. Presse:

      "Neben Zahnbürsten, Nagellack und Katzenfutter findet sich in den Regalen des Drogeriemarkts dm nun auch Sexspielzeug. Zum neuen Sortiment zählen demnach Vibratoren, Penisringe und Liebeskugeln."

      Es bewegt sich was, auch im Okkultem...

      E.S.

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    24. Hier der link zum ganzen Artikel, mit Bild:

      https://sexy.chiemgau24.de/leben/sexy/sexshop-statt-drogerie-neue-produkte-schocken-dm-kunden-zr-8288030.html

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    25. Verrat an Steiner und der Anthroposophie!

      Anstatt von Gleitgel mit Karamelgeschmack
      hätte ich Erektionstonikum mit durchblutungsförderndem Rosmarinextrakt und venentonisierendem Rosskastanienauszug für den Nahkampfstachel (natürlich unter Anwendung rhythmischer Prozesse hergestellt) erwartet.
      Und anstelle des Vibrators mit 30 Programmen hätte ich mir ein manuell betriebenes Instrument aus Bergkristall erhofft.

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    26. Schließlich muss einem der Handel für das bedingungslose Grundeinkommen auch was ordentliches bieten, sonst können sie' s nämlich behalten!

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    27. Finde nun das zu "dm"

      https://www.die-offene-gesellschaft.de/17juni

      dm ist Förderer, wie die Bundesregierung und die Diakonie,
      das muß ja was werden, es bewegt sich was, vielleicht schließt sich ja das Goetheanum an.... .
      e.s.
      E.S.

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  6. Zurück zur Dokumentation vom Goetheanum-Welt-Konferenz 2016, in der Paul Mackay in seinem Schlussplädoyer die folgenden Worte verwendet:

    „Wir von der Goetheanum-Leitung würden Sie gerne einladen, mit uns hineinzusteigen in unsere Art, Dinge zu betrachten, sodass wir gemeinsam Anschauungen gewinnen können, aus denen heraus wir dann tätig werden, jeder an seinem Ort, an seiner Stelle. Und es ist wichtig, dass eine gewisse Gemeinsamkeit in der Anschauung entsteht. Es war schon das Anliegen von Rudolf Steiner selbst, dass in der Goetheanum-Leitung eine Anschauung existiert, auf die Bezug genommen werden kann. Denn diese bildet eine Grundlage für alle Schritte aus der Anthroposophie heraus, für alle Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit der Geistigkeit in der Welt stehen.“

    Wenn ich Mackay richtig verstehe, meint er, dass er und die Pflichtigen am Goetheanum die „Dinge“ – der Begriff Dinge könnte die Themen und Fragen implizieren, die der anthroposophischen Sache, der anthroposophischen Tätigkeiten etc. betreffen – richtig, sach- und erkenntnisgemäß betrachten. Die Formulierung „in unsere Art, Dinge zu betrachten“, bedeutet, dass sie schon etwas haben oder anbieten, was andere sich zu ereignen hätten, wenn sie nach Goetheanum kommen. Schon früher bei der Einladung zur Konferenz wurde ähnliche Haltungen von anderen Repräsentanten der Goetheanum-Leitung formuliert, in welchen die Eingeladenen – sprich: die späteren sogenannten „Mitarbeiter am Goetheanum“ aus der weiten Welt – aufgefordert wurden, ihre Anschauungen zuhause zu lassen, also dahin quasi mit offenem Herzen und leerem Kopf zu kommen.

    Was und wer spricht sich durch diese Haltung aus? Wessen Geist drückt sich in dieser Anschauung aus? Was wird gewünscht, bezweckt, gewollt in Verhältnis zur Ehrlichkeit, Wahrheit und Freiheit, wenn eine solche Voraussetzung für Gespräche und Begegnungen gelten gemacht werden? Rudolf Steiner formulierte einmal folgendes zum Begriff Anschauung:

    „Geisteswissenschaft bildet keine anthropomorphistische Begriffe aus, wie gewisse Philosophen des 19. Jahrhunderts, sondern sie gibt Anschauungen, wirkliche geistige Wahrnehmungen; und diese zeigen sich meist sehr verschieden von den anthropomorphistischen Vorstellungen.“
    (GA 35. Seite 246)

    [Wikipedia: Der Begriff Anthropomorphismus (griechisch ἄνϑρωπος anthropos ‚Mensch‘ und μορφή morphē ‚Form, Gestalt‘) bezeichnet das Zusprechen menschlicher Eigenschaften auf Tiere, Götter, Naturgewalten und Ähnliches (Vermenschlichung). Die menschlichen Eigenschaften können sich dabei sowohl in der Gestalt als auch im Verhalten zeigen. Das Adjektiv anthropomorph (menschengestaltig) überschneidet sich mit den Adjektiven „menschenähnlich“ und humanoid, wobei letzteres vor allem in der Science-Fiction verwendet wird.]

    Im Protokoll aus einer der Facharbeitsgruppen betreffend der Allgemeinen Anthroposophischen Sektion vermittelt Alexander Schwedeler und Michaela Glöckler u.a. die folgende Frage für
    die Zukunft, wenn es darum geht, die AAG für das 21. Jahrhundert neu auszurichten:

    „Wie können Menschen mit übersinnlichen Wahrnehmungen als ‚normale Mitglieder‘ in der AAG willkommen sein, ohne dass man in unkritische Bewunderung verfällt oder meint, sie bekämpfen
    zu müssen?“

    Gemäß meiner 45-jährigen Miterleben der vereinsdominierten, senkrechten Zustände und bestehenden, rechthaberischen Anschauungen in der AAG (ich war 35 Jahre Mitglied) und in der FHfG (ich war 25 Jahre Mitglied) könnte nur eine Zäsur bis auf die Wurzeln in der Anschauungsart zu Erneuerungen führen. Solange keine oder nur unzureichende Bereitschaft bei den Führungseliten besteht, sich auf die Anschauungen – sprich die geistigen Wahrnehmungen und Erkenntnisse – der Andersdenkenden und derjenigen in der Peripherie einzulassen, sehe ich nur ein künftiges Absterben und Verschwinden dieser 100-jährigen Sozialstruktur.

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    1. Die ‘Gemeinsamkeit‘ lese ich als die eine Vertikale, das Geist-Erinnern (in einer Haltung der Brüderlichkeit, S.10).
      Mackay verdeutlichte die Mitarbeiterschaft mit der ‘anderen‘ Vertikale, das Geist-Erschauen (Indem das erübt und zumindest anfänglich erreicht wird, kann dem Menschen sein ganzes Leben in einem anderen Licht erscheinen, denn es bekommt einen neuen Sinn., S.11), und direkt mit dem Satz:
      “Und so würden wir am Goetheanum mit Ihnen in den nächsten Jahren gerne zusammenarbeiten. Sie sind gesehen, erkannt worden, teilweise von uns direkt, teilweise auch von anderen Menschen, die dachten: Wenn diese Konferenz stattfindet, dann sollte auf jeden Fall dieser oder jene mit dabei sein.“ (S. 97)

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    2. Du magst richtig gelesen und recht verstanden haben, Ton, was Mackay ausdrücken will; jedoch lese ich diese Texte aus meinem Kontext der vieljährigen Erfahrung dieser Zusammenhänge und auch mittels der persönlichen Begegnungen u.a. mit Mackay, von Plato, M. Glöckler u.a. Meine Anschauungen, die während der zwei letzten Jahrzehnte verschiedentlich ihnen präsentiert worden sind, sehen sie nicht als mit den seinigen kompatibel. Also kann keine Begegnung, geschweige denn ein Gespräch, einen Austausch oder Zusammenarbeit ein Ausgangspunkt finden.
      In meinem Buch „Weisheit wahrnehmen“ dokumentiere ich eine Konferenz am Goetheanum im Herbst 2013, wo diese soziale Problematik mit ihren verschiedenen Schatten (Doppelgänger) beschrieben wird.

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    3. Ja, verstehe ich. Man sollte ‘in den nächsten Jahren‘ die Senkrechte umdrehen …

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    4. „Wie können Menschen mit übersinnlichen Wahrnehmungen als ‚normale Mitglieder‘ in der AAG willkommen sein, ohne dass man in unkritische Bewunderung verfällt oder meint, sie bekämpfen zu müssen?“

      Bin auch beim "durchblättern" darüber gestolpert.

      Wer gibt das Maß des "normalen Mitgliedes" vor. Warum wird "...sie bekämpfen zu müssen" erwähnt. Ein solches Wort vom Vorstand wirkt merkwürdig, will er indirekt auffordern, wenn die Menschen mit ihren "abnormalen" seelisch-geistigen Fähigkeiten sich nicht einordnen wollen, ja dann müssen sie eben bekämpft werden?!

      Alles sehr merkwürdig. Jostein Saether führt das richtig aus, Wer erkennt, das anthroposophische Rom hat "Dich erkannt", ach wie schön rutscht das dem Ego herunter! Bist nun freier Mitarbeiter, welch ein Hochgefühl. Das Geschehen wirkt - leider - wie das letzte Aufbäumen, es fehlen wesentlich neue Gedanken. Inzwischen würde ich die Erlebnisse von Herrn Saether so charakterisieren. Ja, er hat all die Inkarnationen erlebt, er hat das durchgemacht, ganz entsprechend des Hinweises Steiners, wenn Jemand am Tag sagt, er ist der Kaiser von China, gibt es Probleme, obwohl er es in der Nacht ist. Da Saether auf abgelegte Iche verweist, ist sein Erleben nicht problematisch.
      Zu hinterfragen ist nur, warum er es erzählt und da kann ja Wertvolles entstehen. Das Problem des Dornacher Vorstands ist - nach Hinweisen von Gunther Thriene - es gibt starke familiäre Bande, welche die Vorstandsplätze verwalten. Stimmt dieser Hinweis, wovon ich ausgehe, dann wirkt das jetzige Unternehmen aus Dornach wie der Versuch, das Familienunternehmen am Leben zu halten, da die Rekrutierung von Nichtmitgliedern erweist, Anthroposophie ist Life-Style, ist Weleda-Creme für Sportler usw..
      Habe gestern ein Buch von Saether durch google-books gelesen. Er schreibt einen bewußten Stil, nichts Schwärmerisches darinnen.

      Oder Steiners Hinweis (was sonst): die Anthroposphen müssen die Angst vor dem Okkulten verlieren..... .

      Also ist es in Wirklichkeit "Angst" welche das "normale Mitglied" seinem Wesen nach ausmacht?! Es ist die "katholische" Angst vor dem Nachtodlichen, welche dort gepflegt wird. Wer Steiners Hinweis ernst nimmt, Christus hat am Kreuz nicht gerufen, Herr warum hast Du mich verlassen, begreift, warum das Christentum sich dem Ende zuneigt, weil es eben die Angst pflegt, die sogar Christus gehabt haben soll.

      Erlebnisse wie sie Saether hat, sie führen dazu, Angst in jeglicher Lebenslage zu verlieren, sogar die gezüchtete Angst vor dem Teufel oder vor Schwarzmagiern, das eigene ICH erkennt, erlebt sich umfassend jenseits der Schwelle, handelt eben nicht "normal". ...

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    5. @ Ernst:

      »Warum wird "...sie bekämpfen zu müssen" erwähnt. Ein solches Wort vom Vorstand wirkt merkwürdig, will er indirekt auffordern, wenn die Menschen mit ihren "abnormalen" seelisch-geistigen Fähigkeiten sich nicht einordnen wollen, ja dann müssen sie eben bekämpft werden?!«

      Ich bin ziemlich sicher, daß sich diese Frage (die ja nicht vom „Vorstand“ formuliert wurde, auch nicht von der ehemaligen Sektionsleiterin Michaele Glöckler, sondern die in der nachmittäglichen Fachgruppenarbeit der „Allgemeinen Anthroposophischen Sektion“ aufkam) vor allem auf die Streitereien um Judith von Halle bezieht.
      Judith von Halles „übersinnliche Wahrnehmungen“ führten schließlich dazu, daß sie sehr stark bekämpft wurde, und wohl auch dazu, daß sie vielen nicht als „normales Mitglied“ willkommen war.
      Frau Glöckler war insofern ein wenig „involviert“, als sie für eines der Bücher Judith von Halles ein freundliches und ganz „unkämpferisches“ Vorwort geschrieben hat.

      Und freilich ist auch Jostein Saether stark bekämpft worden...

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    6. Noch einmal die Frage im Wortlaut --- ich mache auf die Gänsefüßchen bei „normale Mitglieder“ aufmerksam und hebe zwei Wörter hervor:
      »Wie können Menschen mit übersinnlichen Wahrnehmungen als „normale Mitglieder“ in der AAG willkommen sein, ohne dass man in unkritische Bewunderung verfällt oder meint, sie bekämpfen zu müssen?«

      Ich finde, das ist wirklich eine wichtige Frage – es wäre schön, wenn sich im Laufe der Zeit eine Antwort ergeben könnte.

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    8. Menschen mit übersinnlichen Erfahrungen sind das eine; Menschen, die damit gleich ein Lehrgebäude mit eigener Jüngerschaft, eigener Buch- und Vortragsproduktion und Geschäftskonzept aufziehen, sind etwas vollkommen anderes...

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    9. »Wie können Menschen mit übersinnlichen Wahrnehmungen als „normale Mitglieder“ in der AAG willkommen sein, ohne dass man in unkritische Bewunderung verfällt oder meint, sie bekämpfen zu müssen?«

      Das ist eine interessante Frage, bei der sich einem mit der Materie vertrauten Leser wie mir allerdings der Eindruck aufdrängt, dass sich

      a) die Fragesteller innerlich etwas verbiegen und
      b) das Ganze wahrscheinlich erst einmal wieder zu endlosen Debatten, "willenskräftigen Beteuerungen" u.ä. führt

      Siehe dazu Josteins ernüchternde Schilderung einer ähnlichen Goetheanumtagung in "Hauchdünn", S. 11-18

      Wie ich schon einige male hier geäußert habe: Es gibt erfreulicherweise inzwischen reichlich Anthroposophen mit Schilderungen von übersinnlichen Erfahrungen, die sich hüten, sich umständlich vor irgendeinem Vorstand rechtfertigen zu müssen.

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    10. habe einen aufgesetzten Text an Dich Ingrid wieder gelöscht und beschränke mich darauf zu "ohne dass".... -

      Ganz einfach, nicht als "Normalbürger" sich das Kleid Anthroposophie anziehen. Wer echt sich bemühend mit dem Wesenhaften der Geisteswissenschaft verbindet, wird weder bekämpfen, noch bewundern, er wird fragen!!!

      so wie mir jetzt die früher an Jostein Saether gestellte Frage, warum erzählst Du Deine erlebten Inkarnationen gelöst hat. Ja, wir kommen durch die Übungen an Grenzerlebnisse und vielleicht ist der Bruder Jostein ein Mensch der das umfassende ICH erlebte, wie er es erlebte und wir "helfen" ihm, weil er uns durchaus fragte, wenn wir ihn ernst in seinen Erlebnissen nehmen, Jeder ist Steiner, jeder ist in sich Christus, es kommt letztlich, nach mischa, auf die Taten an.

      Ich denke, wir werden irgendwann "unser" Rätsel gelöst bekommen, denn wenn "Okkultes" auftaucht (wie die Wahrnehmung der Ursache der Stigmata, oder die "Warnung" von Junko Althaus) entstehen erst einmal im Feld der Geisteswissenschaft (wo dies ja auftauchte) Fragen, für die es innerhalb der AAG eine Stelle geben müsste, aber die gibt es nicht, das ist das Problem, es fehlt diese Sektion für Okkultes.... .
      E.S.

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    11. @ Ernst:

      »Wer echt sich bemühend mit dem Wesenhaften der Geisteswissenschaft verbindet, wird weder bekämpfen, noch bewundern, er wird fragen!!!«
      Ja - da stimme ich Dir vollständig zu.

      Aber:
      »das ist das Problem, es fehlt diese Sektion für Okkultes.... «
      Ich bin eigentlich froh, daß es eine solche Sektion nicht gibt.
      Wenn es eine für alles „Okkulte“ allein zuständige Sektion gäbe, käme es aller Wahrscheinlichkeit nach bald (und sehr viel „amtlicher“ als schon jetzt) dazu, daß der Sektionsleiter aus der ihm zugestandenen Kompetenz heraus erklärt, welche übersinnlichen Erlebnisse „berechtigt“ sind und welche nicht — und konsequenterweise müßten sich dann alle anderen Sektionen dort für unzuständig erklären, wo es um „Okkultes“ geht.
      Würden damit nicht sämtliche anderen Sektionen der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft im Grunde obsolet?

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    12. Die Sektion für Okkultes ist für Menschen, die Okkultes erleben, Fragen haben.

      E.S.

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    13. »Die Sektion für Okkultes ist für Menschen, die Okkultes erleben, Fragen haben.«
      Nun - dann sähe ich eine noch sehr viel größere Gefahr, daß der (von wem? auf welcher Grundlage?) für kompetent erklärte Sektionsleiter den Menschen, die Okkultes erlebt haben, sagt, was an ihren Erlebnissen „berechtigt“ sei, was „unberechtigt“ bzw „atavistisch“, nicht mit dem anthroposophischen Schulungsweg vereinbar, illusionär und daher „wegzumachen“...

      So, wie es jetzt ist: daß Menschen, die Okkultes erlebt haben, anderen davon erzählen oder Bücher darüber schreiben – so finde ich es eigentlich sehr stimmig: wer Fragen hat, kann von diesen Menschen (zu denen ich Jostein zähle) durch ihre Bücher einen Eindruck gewinnen und, falls er auf diese Weise Vertrauen faßt, versuchen, mit ihnen in Austausch zu treten.

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    14. Jostein zitierte in der Einleitung zu seinem Buch ‘Wandeln unter unsichtbaren Menschen‘ (Einleitung auf Englisch in: google _rAdVp4fFsIC) Steiner (1924) über den naturwissenschaftlichen sog. Saturnusweg:
      “Was ist denn daher das Notwendige? Daß sich die Anschauung entwickele: Es muß zunächst dasjenige erforscht werden, was aus der geistigen Welt erforscht werden soll, durch diejenigen Menschen, die in ihrem gegenwärtigen Leben Kräfte zu Hilfe nehmen können aus früheren Inkarnationen, die sie befähigen, dasjenige heraufzubringen, was notwendig ist, um zu forschen; …“ 243.225

      Eher zutreffend für sein Buch scheint aber ein Zitat über den imaginativ-platonischen Mondenweg:
      „Man findet dann in dieser Welt [Mondensphäre] auch immer die Anhaltspunkte dafür, frühere Inkarnationen von Menschen kennenzulernen, zurückzugehen in frühere Erdenzeiten, um Persönlichkeiten aufzufinden, die früher gelebt haben, mit denen man entweder karmisch verbunden war oder auch nicht.“ 243.180

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  7. Übrigens ist inzwischen auch die spanische Übersetzung online.

    Bei dieser Gelegenheit noch einmal mein Dank an die Übersetzer auf dieser Konferenz, die alle Vorträge und auch die spontanen Plenums-Beiträge der Teilnehmer simultan in viele Sprachen übersetzten, sodaß alle Teilnehmer Miene, Gestus und Tempo des jeweiligen Sprechers unmittelbar wahrnehmen und gleichzeitig über Kopfhörer das Gesagte in ihnen vertrauten Sprachen verstehen konnten.
    Wunderbar!

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  8. "Unser Ziel:
    Die Verdopplung der Mitglieder der AAG bis 2023!
    ....
    Protokoll: Alexander Schwedeler, Michaela Glöckler"
    S. 161

    Habe jetzt einige Beiträge gelesen. Teilweise wirken die Inhalte abgehoben. Das Lesen des Schlusses signalisiert nun rückwärts zu dien vielen Inhalten des veröffentlichten Textes das eigentliche Problem: das ganze "Theater" ist nur ein Impuls, selbstisch, um die Verdoppelung der Mitglieder der AAG zu bewirken?!

    Was soll das?!
    Hier werden die Vorträge Steiners, die zu Eurythmie, Medizin u.a. neu editiert werden, nur dazu benutzt, um die Verdoppelung der Mitglieder zu erreichen?!

    "Etwas Ähnliches gilt im Prinzip auch für die Phänomenologie und ihrem Leitsatz: zu den Sachen selbst. Der Umgang mit Anthroposophie ist auch im 21. Jh. indessen noch stark exegetisch geprägt und erhält durch die editorische Tätigkeit von Christian Clement derzeit sogar neuen Auftrieb. Anthroposophische Geisteswissenschaft will sich aber, ähnlich wie die
    Naturwissenschaften es mit unterschiedlichen Ausschnitten der natürlichen Wirklichkeit jeweils tun, mit geistiger Wirklichkeit befassen. Welche Rolle das überlieferte schriftliche Werk Rudolf Steiners in Zukunft dabei spielen kann oder muss, gilt es – auch in Anbe-
    tracht einer immer größer werdenden sprachlichen Distanz zu beforschen und neu auszuloten." S. 132

    Hier kommt die Frage von Dr. Clement zum Ausdruck: was ist nun mit Steiners Geistigen Welten?! Ein Produkt Steiners persönlicher Phantasie, oder "reale" Wirklichkeit, wie die verschiedenen späteren Beiträge zu "Michael" dies signalisieren wollen. Offensichtlich ringt die AAG, die Mitglieder, darum, was sie eigentlich von den "Geistigen Welten" halten sollen, wenn sie nur sprachliche Veränderungen anstreben, um die "sprachliche Distanz" zu beforschen und auszuloten.

    Ich hatte Herrn Götz Werner den Text "Bundesrepublik Deutschland" zugesandt (per Einschreiben) in welchem die Dinge erwähnt wurden, die hier früher im Zusammenhange der Sexualität genannt wurden. Meine Forschungstätigkeit auf diesem Gebiete ist seit einigen Wochen beendet, umso interessanter ist nun der Einschlag bei dm mit dem vordergründigen Impuls der Firma, besonders zur Befreiuung usw. der Frau beizutragen.

    Die Worte von Stephan Birkholz mit dem Hinweis auf die herabfallenden Flugzeuge drücken die Diskrepanz aus, noch dazu, Steiners Hinweis, in der Zukunft im Angesichts der großen Feuerkatastrophe wird die Menschheit durch "Flugapparate" gerettet werden, wie einst Schiffe in der Flutkatastrophe von Atlantis ausgesuchte Menschen retteten, auf andere Kontinente brachten.

    Die veröffentlichten Texte zeigen - leider - nur Hilflosigkeit, die Angst vor dem Okkulten - die Steiner anmahnte - wurde nicht überwunden. Sein Hinweis, die Anthroposophen werden schon noch das Geistige an Ahriman erkennen, hat sich nicht verwirklicht. Steiner hat "Ahriman" installiert und ist, bevor er das Geistige aufzeigen konnte, vorher verstorben. Die Umstände seines Todes sind sehr interessant, die Rolle von Ita Wegmann und Marie Steiner... .

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    1. Meine Ehefrau weist mich gerade darauf hin, wie Steiner "Ahriman" am Ende der Mysteriendramen verewigte, auf der Bühne.

      Will deshalb meine Empfindung des Erlebens 1973 in der Sommertagung schildern. Prof. Wendland meinte, ich solle eine Pause machen, doch ich zog das durch, erlebte alle vier Dramen. Das Ende, die letzte Szene mit Ahriman war wie ein Ohnmachtsurteil im Großen Saal im Goetheanum, die Hilflosigkeit auf der Bühne, da die Wesenheit Ahriman die letzte Szene bestimmt. Eine merkwürdige Stimmung im Großen Saal.

      Auf Info3 hatte ich 2003 geschildert, wie die aberhunderte Mitglieder meine Person anstarrten, als ich einmal bewußt durch den Mittelgang nach unten zur Bühne ging. Ich kam in die Nähe dutzender älterer Anthroposophinen, die aufgereiht vor der Bühne standen, Ihre Blicke krallten sich förmlich an meiner Person fest, sie begannen zu weinen, bitterlich, wenn ich in ihre Nähe kam und ich junger Kerl wußte nicht, warum sie wein-t-en, nur weil ich in ihre Nähe kam. Für mich waren die Mysteriendramen als künstlerisches Erleben "real", tauchte ein, die Schicksale wurden Gegenwart. Und dann hat ein Vorstandsmitglied das mit dem Meister im Großen Saal erzählt, diese Wechselwirkungen des Erlebten sind Karma der AAG. Wenn der Vorstand nun posaunt, Ihr seid vom Vorstand "erkannt", wird okkult orakelt, das ist verderblich, als sei das Goetheanum die Stätte, wo die Absolution erteilt wird, als seien die Berufenen, die Mitglieder in den geistigen Adel gehoben worden. Steiner kann auch angelastet werden, er hat mit der Hochschule, den drei Stufen eine - es wirkt so - geistige Diktatur errichten wollen, das "durchgreifen" von Oben nach Unten und es schien mir in den letzten Tagen wie ein geistiger Schattenwurf des Unwesens von Hitler, das Unwesen einer von Steiner nicht gewollten, aber letztlich installierten, geistigen Hierarchie der Arroganz. Jörgen Smit wurde mir lebendiger Vertreter dieser von Steiner inszenierten Entwicklung. Er hat sich, okkult die Finger selbst verbrannt, weil er vielleicht zu viel wollte, oder wie mir von der Eurythmielehrerin ebenfalls mitgeteilt wurde, eigentlich hätte er einen Orden gründen wollen, mit ausgewählten Personen, einen kleinen Orden. Zu späte Erkenntnis von Steiner !!!

      Das Scheitern der AAG, es will -noch- nicht erkannt werden, von denen, die auf den Thronen der Vorstandsplätze sitzen, die Funktionäre der Landesanstalten, die jetzt Angst haben, ihre wirtschaftliche Basis bricht weg, deswegen die Verdoppelung der Mitgliederzahl. Junge Leute lassen sich leicht verführen, wenn sie in Konstellationsexperimenten zueinander geführt werden. Ein Spiel mit dem Feuer.... .

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    2. @ Ernst:
      Auf etwas, was Du hier sagst, antworte ich mit einem neuen Blogartikel.
      Herzlich,
      Ingrid

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    3. wunderbar Ingrid,
      ich wußte, Du wirst als "Mitarbeiterin" antworten.
      Werde den Beitrag lesen.

      Bin gerade mit der Höchsten Form der Kunst befasst (bekam Aktennummer meiner Klage und Antrag auf Einstweilige Verfügung).

      Vielleicht wachsen ja noch die anderen Künste am Goetheanum.

      Gruß
      Ernst

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    4. " Sprachliche Distanz – Herausforderung, Hindernis oder Anregung? Oder: Gibt es den endgültigen Text?" (Ingrid)

      Ingrid nahm wohl die zitierte Textstelle auf, die mit Dr. Clement zusammenhängt.
      In diesem Text, der kein Text Steiners ist, zeigte sich, wie Anthroposophen um die Wirklichkeit der "Geistigen Welten" ringen, also keineswegs um Textsstellen Rudolf Steiners, sie bedauern gerade die "alte" Weise mit der Dr. Clement mit den Texten Steiners umgeht.

      Insofern ist die Frage "Gibt es einen endgültigen Text" vielleicht "philosophisch" geschrieben. Die Überschrift für sich lädt - leider - nicht zum lesen ein, weil ein Hick-Hack zu erwarten ist, wegen der "Texte" Rudolf Steiners.
      Texte Steiners werden nicht mehr helfen. Es hätte Menschen bedurft, welche aus Textumgang früherer Zeiten, Geistzeugen lebendig.... .

      E.S.

      (werde jedoch den Text - später - lesen, da Karmafäden offensichtlich daliegen)

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