Mut machen für das Vertrauen in die göttlich-geistige Welt

Über den ersten Teil der spirituellen Autobiographie Judith von Halles

 Ingrid Haselberger



Wie schon an anderer Stelle erwähnt, machte ich mich letztes Jahr am Michaeli-Abend auf zur Schreinerei am Blumenweg, um dabeizusein bei der Präsentation von Judith von Halles neu erschienenem Buch Schwanenflügel, dem ersten Teil ihrer »spirituellen Autobiographie«.

* * *

Der Saal ist sehr voll (ich sehe auch einige bekannte Gesichter – ich bin also nicht die einzige, die sich entschlossen hat, auf die Eurythmieaufführung im Rahmen der Weltkonferenz am Goetheanum zu verzichten). Älteren, gehbehinderten Menschen, die erst knapp vor Beginn kommen, werden von früher Gekommenen Sitzplätze angeboten, und Judith von Halle selbst sorgt dafür, daß jemand, von dessen Schwerhörigkeit sie weiß, weiter vorne zu sitzen kommt.
Die Stimmung ist ruhig und freundlich, sachlich und konzentriert – ein gewisser Gegensatz zur lebhafteren, enthusiastischen Stimmung der Weltkonferenz.

Zu Beginn hält Joseph Morel eine kleine Begrüßungsansprache.
Er erklärt, warum dieses Buch in der Edition Morel erschienen ist und nicht direkt im Verlag für Anthroposophie: man habe einen falschen Eindruck vermeiden wollen, denn das Buch habe Judith von Halles innere Erlebnisse vor ihrer Begegnung mit der Anthroposophie zum Inhalt. Es finden sich daher in diesem Buch keine anthroposophischen Begriffe, sondern Schilderungen ihrer Erlebnisse mit Bezeichnungen in ihrer damaligen kindlichen Sprache.

Nach dieser kurzen Einführung erklingt Mozarts Adagio für Glasharmonika, gespielt von Johann Sonnleitner auf dem Cembalo.

Danach ergreift Judith von Halle selbst das Wort.
Sie beginnt mit einem Dank an Rudolf Steiner – dafür, »daß er die Begriffe hervorgebracht hat.«
Ihr Buch sei »bewußt voraussetzungslos geschrieben«, und sie hoffe, es werde ein Zugang sein auch für Nicht-Anthroposophen. Es gehe ihr darum, »das eine oder andere Herz zu gewinnen für die geistige Welt.«
Und sie fügt ausdrücklich hinzu: »Es ist kein Buch, das Anthroposophen nötig haben.«

Bevor sie einige Stellen aus ihrem Buch liest, erklärt sie noch:
»Ich möchte lieber nichts Spektakuläres isoliert darstellen, das wäre gegen das Anliegen. Also werde ich nicht die interessantesten Stellen lesen.«

Dann liest sie: von ihrem plötzlichen »Erwachen« im irdischen Leib-Bewußtsein (im Alter von zweieinhalb Jahren, im Wohnzimmer ihrer Großeltern), und von ihrem Empfinden ab diesem Zeitpunkt, daß es zwei Arten von Bewußtsein gebe:

»[Ich erinnere mich], wie ich nach jenem Moment meines Erwachens mit einiger Verwunderung darüber nachsann, wo ich denn vorher gewesen war – also während jener Zeit, da mein kleiner Leib schon auf Erden existiert hatte […]. Wie war dieser Leib, in dem ich nun erwacht war, überhaupt hierhergekommen? Wer oder was hatte ihn vorher «funktionieren» lassen? Und vor allem: wo war ich dabei bloß gewesen?[…] 
[Es war] für mich evident – auf eine vollkommen «natürliche» Weise – dass es zwei Arten von Bewusstsein geben muss: Ein Bewusstsein, das mich wach im Leib werden ließ; dieses war aber nicht in der Lage, zu wissen oder zu erinnern, wer ich eigentlich war und woher ich kam; stattdessen war es dazu tauglich, jetzt ganz wach in diesem kleinen Erdenleib zu sein. […]  
Und dann gab es das andere Bewusstein, und dieses andere Bewusstsein wusste, wer ich war und woher ich kam. Das wusste alles. Mit ihm könnte ich mich auch vollständig erinnern. Denn dieses andere Bewusstein war ich selbst. Mein volles Ganzes sozusagen. 
Ich begriff in diesem Moment, dass ich dieses letztere, das «eigentliche» Bewusstsein meiner selbst wiedererlangen musste, dass ich es (das heißt «mich selbst») auch innerhalb der Grenzen meines physischen Leibes, also als Erdenmensch, zurückerobern musste, denn ich fühlte mich mit jenem ersten Erwachen in meinem Erdenleib doch irgendwie furchtbar unvollkommen und meines «Eigentlichen» beraubt, ja geradezu nackt. (Als ich einige Jahre später von der biblischen Paradiesgeschichte hörte, war ich unmittelbar an jene Empfindung bei meinem Erwachen im Leibe erinnert: Das unangenehme Erleben ihres «Nacktseins» markiert den Anfang der Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies und ihren Sturz auf die materielle Erde. Mit dem Kosten vom Baum der Erkenntnis wurden sie gegenüber der irdischen Welt bewusst, aber empfanden sich ihr gegenüber zugleich nackt und ausgesetzt. Sie erlebten das Herausgerissen-Werden aus einem, ja aus dem höheren Ganzen, aus dem all-weisen Bewusstsein.)«

Judith von Halle spricht von ihren auf diese Erfahrung folgenden Erlebnissen in der »Welt der Wirklichkeit«, wie sie die geistige Welt als Kind für sich nannte, im Gegensatz zur Welt des Alltags, in der sie nicht nur keinerlei Verständnis fand, sondern sogar vehemente Ablehnung erfuhr, wenn sie versuchte, über diese Erlebnisse zu sprechen. Bald nannte sie die irdisch-alltägliche Welt daher für sich die »Tag-Theater-Welt«.

Ich habe inzwischen das Buch gelesen und kann mich nicht mehr genau daran erinnern, welche Stellen sie damals las.
Ich glaube aber, sie sprach von der »Lebenszauberkraft«, die sie zum ersten Mal »an, besser gesagt in meinem schlafenden Großvater« wahrnahm, als einen farbigen »Lebensstrom«, der »durch den ganzen Leib wanderte und dabei an bestimmten Punkten oder Stellen sonderbare, fast künstlerisch anmutende Bewegungen vollführte und dadurch diesen Stellen etwas zukommen ließ, dessen sie offensichtlich bedurften, um zu «funktionieren», um lebendig zu werden.«

Mehr und mehr wurde ihr auch bewußt, auf welche Weise sie das wahrnahm – im Buch versucht sie, es zu schildern: 
»Es war […] ein das sichtbare Äußere nicht registrierendes, gewissermaßen leeres Glotzen. Genau das aber war notwendig, um überhaupt zu einer Beobachtung des Lebensstromes zu kommen. Nur in solchen Situationen konnte ich in meinen Kindertagen den Lebensstrom sehen. Dadurch, dass das äußerlich Sichtbare eigentlich übersehen wurde, trat es so weit zurück, dass sich das eigentlich Lebendige zeigte. […] das, was ich dann «sah», sah ich nicht mit den Werkzeugen meiner physischen Augen, sondern gewissermaßen mit derselben Kraft, die sonst durch unsere Augen hindurchgeht, wenn wir etwas sehen wollen. Nur dass, in dem Moment, wo man den Lebensstrom weiter willentlich verfolgen wollte, also man eine längere Beobachtung durchführen wollte, diese Kraft mehr und mehr aufgerbacht werden musste, bei gleichzeitig aufgewandtem, wunschlosem Willen, das äußerlich Sichtbare zu ignorieren. Auf diese Weise wurde mir währenddessen diese meine eigene Kraft, die ich vielmehr als eine spezielle Variante des Willens empfand, stetig bewusster.«

An wachen Menschen war diese Lebenszauberkraft für sie sehr viel schwieriger zu bemerken, denn da erschien sie überlagert von einem schnell und oft dramatisch veränderlichen »Gewölk«, das offenbar mit den Gefühlen und dem Willen des jeweiligen Menschen zu tun hatte.
Mit der Zeit findet die kleine Judith heraus, daß es Menschen gibt, mit denen häufig »die Pferde durchgehen« (was sich unmittelbar in diesem »Gewölk« zeigt, das sie für sich schließlich »Seelenkräfteleib« nennt), und andere, die »Herr im Haus« sind. Sie stellt sich die Frage, wer es denn ist, der dann »Herr im Haus« ist, und findet dafür die Bezeichnung »Menschenwesenskern« – dieser wird ihr allerdings, anders als die »Lebenszauberkraft« und das »Gewölk«, nicht unmittelbar sichtbar.

Hier zeigt sich für mich ein Charakteristikum, das das ganze Buch durchzieht: Judith von Halle schildert einerseits unmittelbare Wahrnehmungen und Erlebnisse, andererseits aber berichtet sie von Erkenntnissen, zu denen sie durch gedankliche Schlußfolgerungen gekommen ist. Die zwei verschiedenen Bewußtseinsarten sowie ihre wechselseitige Wirkung werden so dem Leser deutlich: ihre Erlebnisse regen neue Gedanken an, und die gedankliche Durchdringung des Erlebten bewirkt ein klareres Sehen beim nächsten Erlebnis in der »Welt der Wirklichkeit«.
Ich gewinne den Eindruck, daß die gedankliche Erkenntnisart mit zunehmendem Alter immer stärker überwiegt. Und Judith von Halle erzählt auch von ihrer schmerzlich empfundenen Regression in Bezug auf ihren Zugang zur »Welt der Wirklichkeit« ab ihrem 14. Lebensjahr: »Ich erreichte das «Tor» nur noch selten, und die Lebeszauberkraft oder den Seelenkräfteleib meiner Mitmenschen sah ich schließlich gar nicht mehr.«

In ihrem Buch schildert Judith von Halle eine reiche Fülle ihrer kindlichen Wahrnehmungen in der »Welt der Wirklichkeit«; sie erzählt auch von nächtlichen Erlebnissen (in »einem Stadium, das ich nur als ein bewusstes Wachbleiben oder sogar intensiveres Erwachen während des Einschlafens bezeichnen kann«) --- es würde den Rahmen dieses Aufsatzes sprengen, sie alle zu schildern.

Und sie erzählt auch – sowohl im Buch als auch bei der Präsentation – von ihrer Einsamkeit, ihrem Schmerz und ihrer wachsenden Verzweiflung, ihrer schließlichen beinahe-Resignation, weil es niemanden in ihrem Umfeld gab, mit dem sie über diese Erlebnisse hätte sprechen können.

Anregungen empfängt sie fast ausschließlich von längst Verstorbenen: Komponisten (»Ich erlebte die Musik als ein gewissermaßen irdisch wahrnehmbar gemachtes Mitbringsel aus der Welt der Wirklichkeit«), allen voran Mozart (das Buch enthält mehrere Seiten mit lebendigen und humorvollen Charakterisierungen verschiedener Komponisten); in ihrer Schulzeit werden ihr auch Dichter bedeutsam (Ovid; Shakespeare; Yeats; Goethe – wobei sie für eine Hausarbeit einen sehr kritischen Verriß über den Wilhelm Meister schreibt, vom Faust aber zutiefst berührt ist: »Da war er doch! Der wahre Wilhelm Meister!«), und – im Rahmen eines Philosophiekurses – Aristoteles' Metaphysik, die sie geradezu verschlingt.
Aber in der Gegenwart fühlt sie sich mehr und mehr »deplatziert«. Immer wieder fragt sie sich: »Wo sind meine Menschen?«
Als die »Welt der Wirklichkeit« sich der Heranwachsenden mehr und mehr verschließt und ihr nur mehr die Erinnerung daran bleibt, ist sie nahe daran zu verzweifeln und gerät in eine tiefe Krise (»mehr als einmal das Messer in der Hand«) - - -
Auch das Architekturstudium wird zu einer »riesigen Enttäuschung«. Die Dozenten erlebt sie zum Teil als »geradezu schamlos in ihre eigene Arbeit und Persönlichkeit verliebt«, und der Lehrstoff erscheint ihr »nach meinem Geschmack […] eher dürftig«.

In ihrer Not gibt sie sich schließlich einen Ruck und wechselt die Lehranstalt --- und nun begegnet sie einem Dozenten, über dessen Vorlesungen sie schreibt: 
»Was hier über die Architektur in ihrer Bedeutung für und Wirkung auf das Innere des Menschen gesagt wurde, war völlig unerwartet herabfallender heller, reinster Regen auf den verdorrten Boden meiner Seele. Unkonventionell, spontan, kreativ und in hohem Maße anregend waren die Ausführungen. Die Freude und Hingabe des Dozenten an die Sache war so wahrhaftig, dass mir spontan sein Seelenkräfteleib-Bild vor das innere Auge trat: ein unvergesslich strahlend sonnenheller, goldener Glanz.«

Durch diesen Dozenten begegnet sie schließlich, im Alter von 24 Jahren, den Schriften Rudolf Steiners – zuallererst, durch ein Versehen, dem Seelenkalender, den sie, einige Tage nachdem sie den Dozenten in ihrem Auto mitgenommen hatte, im Spalt neben dem Beifahrersitz findet:

»Es war ein dünnes Heftchen mit goldenen Lettern auf dem Umschlag, nicht viel größer als eine Zigarettenschachtel. Ich schlug es auf. Auf jeder Seite, geordnet nach den Wochen des Jahres, befand sich je ein poetisch gefasster Spruch von wenigen Zeilen: 

Erste Maiwoche:
«Ich fühle Wesen meines Wesens:
So spricht Empfindung,
 
Die in der sonnerhellten Welt
Mit Lichtesfluten sich vereint;  
Sie will dem Denken 
Zur Klarheit Wärme schenken
und Mensch und Welt 
in Einheit fest verbinden.» 

Meine Knie gaben nach. Ich sackte neben meinem Auto auf den Asphalt. Tränen liefen über meine Wangen. Zitternd drückte ich das Heftchen an meine Brust. – Ich war zu Hause.«

Die Sprüche des Seelenkalenders werden ihr zum »Schlüssel«, der ihr die »Welt der Wirklichkeit« wieder aufschließt. Und sie gewinnt neue Erkenntnisse, auch über die Zeit ihrer Krise...

Durch ihren Dozenten lernt sie bald weitere Schriften Rudolf Steiners kennen – als erstes die Theosophie:
»nun, nach all den jammervollen Jahren der Isolation, hatte ich einen Menschen getroffen, der alle meine geistigen Erfahrungen, welche ich vor der die Welt der Wirklichkeit weitgehend ignorierenden, ja gar verspottenden Umwelt mein ganzes Leben lang streng gehütet hatte, mit der herrlichsten Bestimmtheit aussprach! […] Ich war absolut fassungslos. – Da hatte es einen Menschen gegeben, der schon knapp einhundert Jahre zuvor von den mir im Innern lebenden und pochenden Bedeutsamstkeiten gesprochen hatte, und ich war mein ganzes Leben lang unwissend, mein eigenes kleines grünes Gärtchen auf den Schultern mit mir herumtragend, in der Wüste umhergeirrt!
Darüber hinaus hatte der Verfasser mittels eines ganz besonderen, herausstechenden «Werkzeugs» noch viel weitergehendere Studien anstellen und Weistümer zutage fördern können – ein Werkzeug, das mir seit jeher unverzichtbar erschienen war für die Behandlung der Belange des Über-Sinnlichen, doch hatte ich mir das meinige nicht gar so vollendet gezimmert wie er. Denn das eine hing an dem anderen: je vollendeter das selbst erschaffene Werkzeug, desto präziser und umfangreicher die «Findungen» jenseits des «Tores» […] Dieses Werkzeug hatte zwei gleich bedeutsame Seiten namens: lebendiges Denken und das Finden des zur jeweiligen Erkenntnis passenden Begriffs

Im Anhang des Buches finden sich – für Menschen, die Rudolf Steiner nicht kennen – etliche Zitate aus der GA: »um meinem Leser die Möglichkeit zu geben, meine damaligen Erfahrungen zu teilen und meine Freude über diese nachvollziehen zu können.«

Die erlösende Begegnung mit diesem Dozenten und durch ihn mit Rudolf Steiner findet gegen Ende des Buches statt.
Es schließt damit, daß dieser Dozent sie endlich einmal zu einem »abendlichen Seminar« im Berliner Rudolf Steiner Haus mitnimmt.
Er hatte, trotz ihrer Bitten, lange damit gezögert und es »mit allerlei Ausreden« umgangen, sie dort einzuführen:
»Später gestand er mir den Grund für sein merkwürdiges Verhalten: Er habe gefürchtet, dass ich ihn für verrückt halten und mich von ihm abwenden könnte, wenn ich mit einer Gruppe von Menschen in Berührung käme, die alle von der Existenz einer geistigen Welt ausgingen und sich den Fragen der übersinnlichen Welt mit einem Ernst stellten, der wohl für die meisten Menschen lächerlich wirken musste. Dies war der Zeitpunkt, von dem an ich ihm mehr von meinen inneren Erfahrungen und meiner Wesensart erzählte und er ganz zu meiner Vertrauensperson wurde. 
Über das Jahr hin zogen wir zusammen und heirateten fünf Jahre später.«

* * * 
 
Nach der Lesung gibt es Gelegenheit, Fragen zu stellen – die Atmosphäre bleibt ruhig, interessiert und aufmerksam.
Judith von Halle spricht davon, wie schwierig es für sie war, mit ihren Eltern nicht über ihre Erlebnisse sprechen zu können, sieht es aber auch als einen Vorteil an, nicht anthroposophisch aufgewachsen zu sein: »Viele [anthroposophisch aufwachsende] Kinder distanzieren sich ja später – ich war frei

(Auf eine Frage – die einzige derartige Erwähnung an diesem Abend – nach den Gründen für ihre Schwierigkeiten mit Sergej O. Prokofieff antwortet sie nur kurz:
»Ich möchte dieses Thema hier ausklammern. Nur soviel: ich hoffe, daß sich auch diese verquere Situation noch ins Gute wandelt.«)

Einige der Zuhörer, die als Kinder offenbar ebenfalls Erlebnisse in der geistigen Welt hatten, sind weniger an weiteren detaillierten Schilderungen interessiert als vielmehr an Judith von Halles Umgang damit. Wieso erinnert sie sich bis heute so genau und detailreich daran?
Judith von Halle erzählt, daß sie mit etwa zehn Jahren damit begann, ihre Erlebnisse aufzuzeichnen. Bis zu ihrem vierzehnten Lebensjahr schrieb sie etwa 30 Hefte voll – allerdings vernichtete sie die meisten eines Tages, »damit sie nicht in falsche Finger geraten«. Vier dieser Hefte blieben, gewissermaßen aus Versehen, erhalten – »Ich habe sie mit 25 Jahren beim Umzug gefunden und wieder gelesen. Und ich hab mich gewundert, wieviel ich doch vergessen hatte.«
Beim Lesen stiegen die Erinnerungen wieder in ihr hoch – aber ohne diese Hefte, meint Judith von Halle, wären diese ihre kindlichen Erlebnisse wohl vergessen geblieben.
Beim Schreiben ihres Buches habe sie also nicht »aus dem vollen Fundus schöpfen« können, sondern eben nur aus dem in diesen vier Heften Festgehaltenen. Der größte Teil ihrer damaligen inneren Erlebnisse und Beobachtungen sei leider weder schriftlich noch in ihrer Erinnerung erhalten geblieben.
Etliche Heftseiten sind im Buch zitiert und im Anhang faksimiliert abgedruckt – Judith von Halle schreibt dazu: 
»... all das, was ich über mein damaliges inneres Leben bislang geschrieben habe, ist hier in den Worten eines Erwachsenen dargelegt […] es wäre mir natürlich damals nicht möglich gewesen, sie so zu formulieren, wie ich es jetzt getan habe. Darum erhält man gewiss einen authentischeren oder vollständigeren Eindruck von jener Zeit und den Erfahrungen, über die ich berichte, wenn ich zusätzlich einige meiner damaligen Notizen beifüge und mit meinem Leser teile.«

Auch danach wird gefragt, ob sie damals in der »Welt der Wirklichkeit« nur als Beobachterin anwesend war, oder ob sie »dort« auch etwas »zu tun« gehabt hätte – Judith von Halle antwortet, es habe regelmäßig »Prüfungen« für sie gegeben, an denen sie vieles lernte. Was sie dazu andeutet, kann ich nicht mehr in ihren Worten wiedergeben – aber es ist mir ganz unmittelbar nachvollziehbar. Es scheint sich um Erlebnisse zu handeln, wie ich sie auch selbst aus meiner Kindheit in Erinnerung habe, in Träumen, oder halb-träumenden Zuständen... manchmal auch als Erwachsene, im Zusammenhang mit dem Genesungsschlaf zu Zeiten von Krankheit...
Auch der Fragesteller und einige andere im Publikum scheinen mit solchen Erfahrungen vertraut zu sein.
(Im Buch schildert Judith von Halle Näheres dazu – aber auch das würde den Rahmen dieses Aufsatzes bei weitem sprengen.)

Zum Abschluß der Buchpräsentation erklingt eine Komposition Johann Sonnleitners für Orgel und Bratsche, in erweiterter Tonalität (Johann Sonnleithner erklärt dazu: »Die Bratsche spielt nicht falsch – sondern Sie werden Intervalle hören, die nicht jeder schon ans Herz genommen hat.«).

* * *

Zum Schluß noch zwei Zitate aus dem Nachwort des Buches, die mir interessant erscheinen im Zusammenhang mit der Diskussion um die Notwendigkeit und Bedeutung eines spirituellen Lehrers/Meisters/Gurus:

»Wir erleben nicht bewusst das, was Wirklichkeit ist: die geistige Potenz unseres eigentlichen Wesenskerns und das unzerstörbare Band der Liebe, welches uns alle miteinander verbindet. Doch ich glaube daran, dass es einen Schlüssel gibt, mit dem die verschlossene Tür zur «Welt der Wirklichkeit» in jedem von uns aufgeschlossen werden kann: Wenn man nämlich zum Beispiel die eigene Tür so weit zu öffnen bereit ist, dass man den anderen durch sie in die dahinter liegende, übersinnliche (unser aller) Heimat hineinspähen lässt. Dann kann ihm dies zum Schlüssel werden, der zu seiner eigenen Tür passt, weil etwas von dem lebendigen Geist der Wirklichkeit im Alltagsbewusstsein des Mitmenschen aufleuchtet und ihn an den lebendigen Geist der Wirklichkeit seines eigenen unsterblichen Wesenskerns erinnert. Natürlich kann es sich nur darum handeln, dass sich der andere dadurch an seine eigene Beziehung zur geistigen Welt erinnert fühlt. Er muss ja seinen eigenen schöpferischen Geist, seinen eigenen Menschenwesenskern finden. Daher soll er auch nicht glauben, er müsste irgendetwas mit meinen Erlebnissen absolut Identisches in sich aufspüren oder mein Zeugnis von der geistigen Wirklichkeit aus dem Grunde rundweg ablehnen müssen, weil er selbst solche Erfahrungen nicht gemacht hat. Jedes einzelnen Menschen innere Biographie ist selbstverständlich vollkommen individuell, so wie die spirituellen Erlebnisse und unsichtbaren Begegnungen, die diese ausmachen.«

Und:

»Mut machen mögen die Berichte über meine Erlebnisse mit der geistigen Welt! Mut machen für das Vertrauen in die göttlich-geistige Welt! Mut machen für das gemeinsame Leben mit unseren Mitmenschen und für das scheue und ehrfürchtige Achten des göttlich-geistigen Inneren jedes einzelnen Menschen, der nicht in der Welt wäre, wenn er nicht auch wie wir aus dem lebendigen Geist herausgeboren wäre! 
Unterstützend wirken mögen meine Erzählungen auch für Eltern, deren Kinder ihnen ein Rätsel scheinen, aber auch Mut machen, das eigene Kind in verständnisvoller Weise als freie Individualität zu entdecken – nicht allein den Eltern kleiner Kinder, sondern auch den Eltern erwachsener Kinder, denn selbst rückwirkend oder in späten Tagen kann noch vieles ergriffen, verwandelt, neu gestaltet werden. Zu spät ist es nie, solange wir noch im Erdenleben beieinander sind und die Zeit nutzen, um schließlich mit verwandelten Herzen und Geistern in die geistige Welt eintreten zu können. Es mögen meine Aufzeichnungen aber auch eventuelle Schuldgefühle bei den Erziehenden mindern, indem sie zeigen, dass heute grundsätzlich schwierige Bedingungen dafür herrschen, den anderen Menschen als das göttliche Wesen zu erkennen, das er ist. Und umgekehrt möge durch diese Aufzeichnungen den Kindern Mut gemacht werden, Geduld, Nachsicht, Verzicht und Ausdauer zu entwickeln. – Umso mehr darf dieses Buch verstanden werden als ein Appell für die Wahrnehmung des anderen Ichs, unabhängig von seinem Alter und von dem Alter dessen, der es wahrnimmt; ein Appell für das aufrichtige Interesse an unserem Nächsten. 
[…] 
In jedem Einzelnen von uns wohnt Gott, eine höhere geistige Wesenheit, die sich unablässig um uns bemüht, die uns niemals im Stich lässt und die wir als die eigene seelisch-geistige Moralität finden können, welche uns den rechten Weg im Denken, Empfinden und Handeln weist und uns eint mit unseren Menschenbrüdern! – Wenn wir uns ihr nur zuwenden, wenn wir nur unsere Aufmerksamkeit auf sie lenken. 
Dies durch das Teilen meiner intimen spirituellen Erfahrungen anregen zu können, […] ist der Impuls zur Veröffentlichung dieser Aufzeichnungen gewesen.«

Kommentare

  1. Liebe Ingrid, das eröffnet mir - gerade weil es mit Ausklammern des anthroposophischen Kontextes geschrieben ist und von Dir sehr nüchtern dargestellt wird-, ein Verständnis für das Denken und Empfinden Judith von Halles.

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  2. Liebe Ingrid, vielen Dank für Deine, wie ich finde, sehr gelungene Rezension!

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  3. "Und umgekehrt möge durch diese Aufzeichnungen den Kindern Mut gemacht werden, Geduld, Nachsicht, Verzicht und Ausdauer zu entwickeln. – Umso mehr darf dieses Buch verstanden werden als ein Appell für die Wahrnehmung des anderen Ichs, unabhängig von seinem Alter und von dem Alter dessen, der es wahrnimmt; ein Appell für das aufrichtige Interesse an unserem Nächsten."

    Offensichtlich ist das Buch auch ein "Kinderbuch"

    Ein fragwürdiger Anspruch der Autorin!

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    1. Im Bemühen um Verstehen, fällt nun dieser Satz von Halle auf:

      »Ich möchte lieber nichts Spektakuläres isoliert darstellen, das wäre gegen das Anliegen. Also werde ich nicht die interessantesten Stellen lesen.«

      Der Satz beansprucht geschickt, das "Spektakuläre" als Verlockung durch den zweiten Satz hervorzurufen.

      E.S.

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    2. Richtig erkannt, Herr Seeler,

      das ewige sich niemals auf etwas festlegen , alles immer offen lassen wollen, mal so mal wieder anders.
      Klassische Methoden der Ablenkung, der verdeckten Beeinflussung des Lesers oder auch Adepten, die ja bei allem was sie schreibt genau dieses Empfinden haben sollen. D.h. die niemals einen Aufhänger finden oder berechtigt sein sollen zu sagen, dass sehr Vieles eben nichts als reisserische Spekulationen sind, wenngleich - im Hintergrund und aufs Unterbewusste abzielend - gleichzeitig genau mit diesen Methoden gearbeitet wird.
      Methoden die nicht nur im Eso-Bereich Anwendung finden. Das ewige Spiel mit den Sehnsüchten und Emotionen der Menschen, welche für etwas gewonnen werden sollen, was sie nicht erkennen können oder wollen und dennoch dorthin gebracht werden sollen.

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    3. @Anonym,

      Durch den Beitrag von Ingrid kann Judith von Halle durchaus besser verstanden werden, auch in der Tragik, in welcher sie sich offensichtlich befindet. Ingrid hebt hervor:

      »Wo sind meine Menschen?«

      E.S.

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    4. Ja Herr Seler,

      solange man nicht genauer auf einzelne Inhalte und Standpunkte im Werk eines Menschen eingeht und nur allgemeine Wertungen abgibt, ist dies auch in Ordnung. Das bestreitet hier jedenfalls auch niemand.
      Denn jemanden "besser verstehen" ist nicht nur niemals verkehrt, beinhaltet aber genauso den betreffenden Menschen auch kritisch durchleuchten zu dürfen, was wiederum verbunden ist mit dem Recht auch das Negative hervorzuheben und dem betreffenden Menschen vorhalten zu dürfen. Ihm auch Unrecht geben dürfen, auch wenn er von seinem eigenen Standpunkt aus betrachtet, so wie die meisten Menschen, sicherlich recht hat.

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    5. @ Ernst:
      »Offensichtlich ist das Buch auch ein "Kinderbuch"«

      Judith von Halle spricht ja (in den Sätzen unmittelbar vor dem von Dir Zitierten) von den »Eltern erwachsener Kinder« — und so verstehe ich unter „Kindern“ hier alle Menschen, die als Kinder und Heranwachsende vergleichbare Erlebnisse hatten, bei ihren Eltern aber – ebenso wie Judith von Halle selbst – nicht auf Verständnis gestoßen sind, sondern nichts als Ablehnung erfahren haben.
      Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen mit ihrer Mutter, die, wie sie im Buch erwähnt, eine Zeitlang sogar jeglichen Kontakt mit ihr abgebrochen hatte, sich aber viel später wieder mit ihr versöhnt hat (bei der Buchpräsentation sprach Frau von Halle ob dieser Versöhnung voll Hochachtung und Ehrfurcht von ihrer Mutter: »Ich weiß nicht, ob ich das geschafft hätte.«) — aufgrund dieser Erfahrungen will sie alle (ehemaligen) Kinder ermutigen zu »Geduld, Nachsicht, Verzicht und Ausdauer«.


      @ Anonym:
      »das ewige sich niemals auf etwas festlegen , alles immer offen lassen wollen, mal so mal wieder anders.
      Klassische Methoden der Ablenkung, der verdeckten Beeinflussung des Lesers«


      :-) In ihrem Buch wird Judith von Halle durchaus sehr konkret und schildert nicht nur ihre Erlebnisse sehr genau und ausführlich, sondern beschreibt auch die „Methode“, mithilfe derer sie noch heute die »Welt der Wirklichkeit« betritt.
      Daß sie bei der Buchpräsentation nicht das gesamte Buch vorlas und bemüht war, Stellen auszusparen, an die sich, wenn sie aus dem Zusammenhang gerissen in die Öffentlichkeit gelangen, womöglich »reisserische Spekulationen« knüpfen könnten, finde ich (nach allem, was bisher geschah) sehr begreiflich.


      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    6. @ Ingrid,

      ja, "sehr begreiflich" ist es in der Tat.
      Eben weil eine Buchpräsentation zwar Teil des Wirksamwerdens des zugrundeliegenden geistigen Produkts ist, mitunter sogar lange bevor dieses bei seinen Lesern seine Wirkung entfaltet. Sie kann den Weg dafür ebnen, diese aber eben nicht nur im Positiven maßgeblich beeinflussen. Oder besser gesagt, sie könnte geeignet sein, gewisse mögliche negative Wirkungen dem Blickfeld der Öffentlichkeit vorzuenthalten und diese somit ev. noch zu potenzieren.
      Also immer eine sehr heikle Angelegenheit, bei der sich jeder Autor gewissermaßen auf das anwesende Publikum, die Öffentlichkeit und auch Kritiker einstellen muss, um nicht wegen deren Multiplikator-Funktionen Schaden zu erleiden und seinen eigenen (nicht nur finanziellen) Erfolg zu gefährden.
      Das sehe ich deswegen aber nicht als etwas Entschuldbares an, etwas grundsätzlich Positives oder etwas wie auch immer auf der Guthabenseite eines Autors.
      Weil es letztlich ja um das Gesamtwerk, die Intention und die effektiven Impulse geht, die hinter jedem Wirksamwerden-Wollen stehen bzw. umgesetzt werden sollen.

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    7. @ Anonym:
      »Oder besser gesagt, sie könnte geeignet sein, gewisse mögliche negative Wirkungen dem Blickfeld der Öffentlichkeit vorzuenthalten und diese somit ev. noch zu potenzieren.«
      Naja.
      Das Buch ist öffentlich erschienen. Jeder, der sich näher dafür interessiert, kann es – wie ich es getan habe – vollständig lesen; sei es, daß er es selbst erwirbt oder sich leiht.
      Wie es wirkt — das wird wohl vor allem vom jeweiligen Leser abhängen.

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    8. @ Ingrid,

      hört sich fast so an, als ob Ursache und Wirkung in keinerlei Zusammenhang stehen. Dem kann ich nicht ganz folgen. Denn es dürfte keinen einzigen Menschen geben, auf den gar nichts wirkt, bzw. die Wirkung dessen, was auf ihn wirkt, nur - oder auch nur "vor allem" - von ihm selbst abhängt.

      Außerdem wirkt ein Fall wie JvH vor allem durch zentrale Aussagen. Diese werden vielfach als sehr problematisch angesehen. Werden diese ausgeblendet, verpackt, versteckt oder nach hinten gerückt, bleibt Beiwerk, welches in erster Linie dazu dient, die durch problematische zentrale Aussagen negative Wirkung abzuschwächen.

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    9. Na, Ingrid, war das nun doch eine kleine, nachdrücklicheWerbung und 'Aufforderung' das Büchlein von Frau Hallelein zu kaufen? Leihen dann schon eher, wenn man Halle nur kurzfristig in eigenen Hallen um sich haben möchte... Geistiges, Bildhaftes etc. somit auch auch Bücher, leben ja nach Steiner...da schweben dann hoffentlich keine Untoten,Kreuzes-Nägel und bösen Magier mit im Raume herum bei Frau Halle? ...
      Aber ich glaube, ich gehe mal das Wagnis ein...Wo kann man das denn überhaupt leihen, in einer ganz normalen Stadtbücherei ?

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    10. @ Valentin:
      »Na, Ingrid, war das nun doch eine kleine, nachdrücklicheWerbung und 'Aufforderung' das Büchlein von Frau Hallelein zu kaufen?«

      Seufz.
      Es war ein Vorschlag, wie ich ihn hier schon unzählige Male gemacht habe, und wohl auch in Zukunft immer wieder machen werde, und bei weitem nicht nur im Zusammenhang mit Frau von Halle.
      Nämlich: wenn man denn unbedingt über ein Buch diskutieren will, dieses Buch vorher zu lesen, statt sich zu erfinden, was möglicherweise drinstehen könnte.
      Wo man's ausleihen kann? Wie google mir verrät, in Leipzig. Müßte natürlich auch über die Fernleihe klappen.

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    11. @ Anonym:

      »Denn es dürfte keinen einzigen Menschen geben, auf den gar nichts wirkt, bzw. die Wirkung dessen, was auf ihn wirkt, nur - oder auch nur "vor allem" - von ihm selbst abhängt.«
      Das ist dann richtig, wenn wir ohne Vorurteile an eine Sache herangehen. Dann kann, um mit Rudolf Steiner zu sprechen, die jeweilige Sache sich selbst in uns aussprechen.
      Wenn wir aber ein Vorurteil gefaßt haben, so spricht vor allem, also vor der Sache selbst, unser jeweiliges Vorurteil.

      :-) Nun ja — und nach allem, was bisher geschah, scheint es mir nur sehr sehr wenige Anthroposophen zu geben, die ohne jegliches Vorurteil (sei es nun positiv oder negativ) an ein Buch Judith von Halles herantreten.
      Außerhalb der anthroposophischen Gemeinschaft, bei Menschen, die weder mit dem Namen „Rudolf Steiner“ noch auch mit dem Namen „Judith von Halle“ etwas verbinden, ist das sicherlich anders.

      Ich habe das Buch zweimal gründlich gelesen.
      Das erste Mal im Herbst, zwar um Vorurteilsfreiheit bemüht, aber einerseits noch unter dem Eindruck der Stimmung bei der Buchpräsentation, und andererseits mit dem Wissen um alles „Problematische“ und die Diskussionen (;-) kleiner Euphemismus) der letzten Jahre.
      Aber als ich mich endlich an die Rezension machen wollte, spürte ich, daß das nicht genug war.
      Und so las ich das Buch ein zweites Mal.
      Diesmal versuchte ich, mich in einen Menschen hineinzuversetzen, der weder Rudolf Steiners Schriften und Vorträge kennt noch auch die Ereignisse der letzten Jahre um Judith von Halle mitbekommen hat.

      Ich war überrascht, wie groß der Unterschied war.
      Auch unter dem Eindruck dieses Erlebnisses bleibe ich dabei: Die Wirkung hängt vor allem vom Leser ab.

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    12. @ Ingrid,

      die Wirkung hängt nicht "vor allem" vom Leser ab! Vielleicht das Ergebnis der Wirkung, mag sein, aber das trifft nicht den Kern der Diskussion.
      Ich meine das jetzt natürlich mehr auf das bewusste Wahrnehmen und die mehr oder weniger bewusste Verarbeitung z.B. eines Buches oder einer menschlichen Begegnung bezogen. Nur weil jeder Mensch unbestritten verschieden ist, verschieden wahrnimmt, verschieden empfindet und verschieden erkennt, lässt sich allein deswegen noch keine unterschiedliche Wirkungsweise einer Ursache, also in diesem Fall eines geistigen Produkts oder Impulses auf die einzelnen Menschen begründen.

      Es gibt Interaktionen mit anderen Wirkungen, welche die Wirkung einer einzelnen Ursache mit beeinflussen, ins Positive wie ins Negative, und weder direkt mit der zu betrachtenden Ursache oder dem Objekt ihrer Wirkung zusammenhängen.
      Wie z.B. Positiv- oder Negativwerbung. Oder auch die bereits vorhandene, weil sich über mehr oder weniger lange Zeiträume gebildete gesellschaftliche Akzeptanz oder Ablehnung einer Person oder eines geistigen Impulses. Das liegt dann doch eher auf einer anderen Ebene, als auf der von bloßen Vorurteilen.

      Steiner selbst z.B. dürfte in Anthro-Kreisen nahezu zu 100% positiv belegt sein, sogar gesamtgesellschaftlich ist von einer durchschnittlich insgesamt positiven Bewertung auszugehen.
      Ganz anders sieht dies bei JvH aus, die selbst in Anthro-Kreisen höchst umstritten ist.

      Wir könnten hier also auch von "Vor-Urteilen", sprechen, die doch auf einer etwas anderen Ebene liegen, als die der umgangssprachlich als "unbegründet vorgefertigte Meinungen" bezeichneten Vorurteile.

      Die Ablehnung vieler zentraler Aussagen J.v. Halles als Ergebnis von derartigen Vorurteilen zu sehen, wäre mir irgendwie zu banal.

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    13. also ich kenne nur aktiv Im-Urteil sein (aktiv erlebend - lesend, denkend, fühlend) und dann das Nach-Urteil, im
      Sinne von Nachsinnend bzw. ein Nachklingend...

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    14. sorry 'ein' ist über...

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    15. @ Anonym:

      Natürlich hängen die Wirkungen eines Buches nicht ausschließlich vom Leser ab.
      Aber doch sehr stark.
      »Du gleichst dem Geist, den du begreifst«, sagt Goethe.
      Oder Steiner: »Und es wirkt eigentlich immer auf das, was der Mensch geistig sieht, die Absicht mit – aber die nicht eigentlich verstandesmäßige Absicht, sondern die in seinem ganzen Seelenleben mehr unbewußt instinktiv liegende Absicht –: was er eigentlich erkennen will.« (GA 153, 9. April 1914)

      Und natürlich gibt es Interaktionen von verschiedenen Wirkungen — :-) aber ich glaube nicht, daß wir das hier ganz genau austüfteln können. Zudem sehe ich (ähnlich wie Rainer) nicht recht, wozu das dienen sollte.

      »Steiner selbst z.B. dürfte in Anthro-Kreisen nahezu zu 100% positiv belegt sein,«
      :-) Ja klar.
      Ähnlich wie Christus unter Christen, oder Mohammed unter Muslimen, oder Buddha unter Buddhisten … das ist wohl keine große Neuigkeit.

      »sogar gesamtgesellschaftlich ist von einer durchschnittlich insgesamt positiven Bewertung auszugehen.«
      Also, ich weiß ja nicht, wo Du lebst – in meinem Umfeld ist das ganz sicher nicht so.
      Da sehen die meisten Nicht-Anthroposophen (vorausgesetzt, sie verbinden überhaupt etwas mit dem Namen „Rudolf Steiner“) es eher so ähnlich wie Helmut Zander oder Ansgar Martins — wohlgemerkt: ohne Zander oder Martins (und schon gar nicht Steiner) gelesen zu haben.
      Jedenfalls hat man, wenn man einem Bekannten erzählt, daß man in einen anthroposophischen Vortrag geht, nur allzuoft das Gefühl, sich dafür irgendwie „rechtfertigen“ zu müssen, um sich nicht „verdächtig“ zu machen...

      »Ganz anders sieht dies bei JvH aus, die selbst in Anthro-Kreisen höchst umstritten ist.«
      Ja, das sieht bei JvH wirklich ganz anders aus.
      Ich kann mir kaum vorstellen, daß sie außerhalb der Anthro-Kreise umstritten ist.
      Einmal abgesehen davon, daß man sie außerhalb dieser Kreise wohl gar nicht kennt: außerhalb der Anthro-Kreise kommt wohl kaum jemand auf den Gedanken, es dürfe nur einen einzigen „berechtigten“ Weg in die „geistige Welt“ geben, und es lohne sich daher, darüber zu streiten.

      Und noch:
      »Die Ablehnung vieler zentraler Aussagen J.v. Halles als Ergebnis von derartigen Vorurteilen zu sehen, wäre mir irgendwie zu banal.«
      Vieles an Ablehnung, das ich bisher mitbekommen habe, schien mir, sobald ich das entsprechende Buch JvHs im Zusammenhang gelesen hatte, auf Mißverständnissen und, naja: Vorurteilen zu beruhen.

      Herzlichen Gruß, und Gute Nacht!
      Ingrid

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  4. Das man das alles immer so verschwurbelt kompliziert machen muss. Es ist doch irgendwie ein einfacher und naheliegender Gedanke, dass es sinnvoll ist, das Buch zu lesen, um es beurteilen zu können, unabhängig von Spekulationen über "das bewusste Wahrnehmen und die mehr oder weniger bewusste Verarbeitung z.B. eines Buches".

    Jetzt ist das also schon ein "Wagnis", ein Buch von JvH anzufassen, weil das "geistige Produkt" eventuell "seine Wirkung entfaltet"...meine Güte, geht`s denn noch? Wenn diese, wie ich finde, reichlich hasenfüßigen Gedanken nur zum geringsten Teil ernsthaft geglaubt werden, ist das weitaus mehr "irre Mystik" als in JvHs gesamter GA.

    Ich würde das Buch selbstverständlich gerne lesen, find`s nur unverhältnismäßig teuer.

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    1. Ein Wagnis nicht, eher ein Akt der Verzweiflung.

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    2. »Ein Wagnis nicht, eher ein Akt der Verzweiflung.«
      Mit Verlaub - das halte ich für Unsinn.
      Ein Buch zu lesen, ist weder ein Wagnis noch ein Akt der Verzweiflung, sondern einfach ein Zeichen von Interesse.
      Wer sich nicht dafür interessiert, der braucht weder Judith von Halles „Schwanenflügel“ noch auch meine Rezension zu lesen.
      Im übrigen sagt JvH selbst (wie ich ja auch zitiert habe): »Es ist kein Buch, das Anthroposophen nötig haben.«

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  5. Herzlichen Dank, Ingrid, für deine Buchbesprechung!
    Wenn jemand das Buch von mir ausleihen will, meldet man sich bitte per Email: jostein.saether@gmail.com
    Ich habe es mit Gewinn schon im letzten Jahr gelesen. Ich schrieb auch auf meinem damaligen Blog einen ersten Teil einer Rezension. Mehrere Gründe machte aber, dass ich den Blog nach vielen Jahren beendete; somit verschwand aus dem Web dieser mein Blick auf Judith von Halles autobiographisches Buch, das sehr anders ist als andere Bücher von ihr, die ich gelesen habe. Ebenfalls habe ich nie mehr den zweiten Teil geschrieben. Meine Gesichtspunkte und Gedanken beim Lesen und Nachsinnen sind mir noch in Erinnerung geblieben. Kurzgefasst kann ich Folgendes jetzt hier sagen:
    Vieles aus ihrer Schilderungen biografischer Schritte und Entwicklungen werfen für mich ein Licht auf manche Schwierigkeiten und Hürden, denen sie als Autorin und Geistesforscherin im anthroposophischen Umfeld begegnet ist. Wären mir ihre Kindheit, Jugend und mehr zu ihrer Art der geistigen Erfahrungen schon damals vor etwa zwei Jahrsiebten bekannt gewesen, wäre ich jedenfalls offener gewesen für ihre Besonderheit. Denn der ganze biographische Hintergrund und Entwicklung eines Geistesforschers nehme ich als Basis für das Kennenlernen des individuellen Forschens und die besondere Ausrichtung, die sich daraus ergibt.
    Jedenfalls sah ich es als eine Gewissenssache damals bei meiner ersten größeren Veröffentlichung im Jahr 1999, meinen biografischen Werdegang skizzenhaft zu beschreiben. So berichteten mir damals bis auf 200 Leser in Briefen, dass es für sie eine Erleichterung des Zugangs zu meinen karmischen Erzählungen gegeben hatte.
    Etwas für mich Problematisches bei von Halles Kindheits- und Jugenderinnerungen ist, dass sie an der Sprache und betreffs der Aufarbeitung des Erwachsenen folgen. Bei ihren allerersten inneren Erlebnissen geistigen Art als Zweieinhalbjähriger kann ich schwierig nachzuvollziehen, dass ein Kleinkind solche umständlichen Gedankengänge vollzogen haben kann. Das Buch ist grundsätzlich und keinesfalls ein Kinder- oder Jugendbuch.
    Das Trennen zwischen nicht-anthroposophisch und anthroposophisch (was bei der Präsentation besprochen wurde) finde ich ebenfalls problematisch, denn für mich ist anthroposophisch – also Weisheit geboren im individuellen Menschen – dasjenige, was ein Mensch authentisch mit der geistigen Welt erkennt und in Sprache formuliert oder in einem anderen Material, etwa künstlerisch und wissenschaftlich (Erfindung) gestaltet. Also gehört das ganze Leben eines geistigen Forschers (oder Künstlers) zu seiner Originalität (und eben auch zu seinen Schwächen oder Unzulänglichkeiten, die durch einen anderen Forscher ergänzt und korrigiert werden kann).
    Nun liegen aber die Fakten der bald ersten Fünftel des 21. Jahrhundert vor und wir müssen miteinander so umgehen, auf der Grundlage dessen, was jeder von sich preisgegeben hat. Geistiges Erleben, spirituelle Erfahrung und meditative Forschung ist und bleibt lange noch ein »bedenkliches Gebiet« sowohl unter Anthroposophen wie in akademischen Kreisen. Je mehr es aber durch autobiographische Kenntnisse deutlich wird, mit wem man zu tun hat, und der Forscher sich nicht hinter Anonymität oder Gruppenhaftigkeit versteckt, wird die Offenheit für die geistige Welt, und wie jemand damit konkret umgeht, anwachsen.
    Ob Judith von Halle mit dieser notwendigen Veröffentlichung (ich freue mich auf eine Fortsetzung ihrer Autobiographie der Erwachsenenjahre) jedoch dazu beigetragen wird, etwas von der Mystik und der Glorie ihrer Person und Mission abzuschwächen, werden wir künftig sehen. Eine direkte Begegnung mit ihr steht für mich noch aus!

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    1. Lieber Jostein,

      danke – wie schön, daß Du hier auch von Deinen Eindrücken erzählst!

      »Etwas für mich Problematisches bei von Halles Kindheits- und Jugenderinnerungen ist, dass sie an der Sprache und betreffs der Aufarbeitung des Erwachsenen folgen.«
      Ja - das liegt aber wohl in der Natur der Sache: sie versucht eben erst als Erwachsene, ihre Erlebnisse zusammenhängend zu erzählen.
      Und das ein wenig (ich persönlich finde: nicht sehr) Problematische daran ist ihr offensichtlich bewußt, und der Grund dafür, daß sie einige Seiten aus ihren Kinderheften hinzugefügt hat.

      »Bei ihren allerersten inneren Erlebnissen geistigen Art als Zweieinhalbjähriger kann ich schwierig nachzuvollziehen, dass ein Kleinkind solche umständlichen Gedankengänge vollzogen haben kann.«
      Gerade das konnte ich unmittelbar nachvollziehen — allerdings eben unter der Voraussetzung, daß sie als Erwachsene von den (oft noch nonverbalen und jedenfalls nicht in dieser Weise ausformulierten) Empfindungen erzählt, die sie als Kind hatte.
      Wenn ich mich an mich selber (allerdings erst als etwa Vierjährige) erinnere, dann sind die Fragen und anfänglichen Antworten, von denen JvH schreibt, ganz ähnliche wie die, die ich damals in mir fand – freilich nonverbal, und entweder gar nicht oder erst viel später in Worte gefaßt.
      Ich persönlich finde sogar in den Gedanken/Empfindungen aus ihrer frühesten Kindheit mehr (eigentlich: vollkommene) Übereinstimmung mit meinen eigenen als in ihren Gedanken als Heranwachsende.

      Übrigens gewann ich bei der Buchpräsentation den Eindruck, daß etliche Anwesende mit derartigen, inzwischen allerdings beinahe aus der Erinnerung verschwundenen, Kindheitserlebnissen und -gedanken vertraut waren.

      (Fortsetzung folgt)

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    2. »Das Buch ist grundsätzlich und keinesfalls ein Kinder- oder Jugendbuch.«
      Sicherlich ist es kein Kinderbuch. Das hat wohl auch niemand behauptet.
      Aber meinst Du nicht, dem Teenager Judith, in ihrer Krise, hätte ein solches Buch viel bedeuten können?

      »Das Trennen zwischen nicht-anthroposophisch und anthroposophisch (was bei der Präsentation besprochen wurde) finde ich ebenfalls problematisch, denn für mich ist anthroposophisch – also Weisheit geboren im individuellen Menschen – dasjenige, was ein Mensch authentisch mit der geistigen Welt erkennt und in Sprache formuliert oder in einem anderen Material, etwa künstlerisch und wissenschaftlich (Erfindung) gestaltet.«
      Ja - das entspräche wohl dem ursprünglichen (bereits vor Rudolf Steiner existierenden) Begriff.
      Nun ist es aber inzwischen so gekommen, daß dieser Begriff gewissermaßen exklusiv mit Rudolf Steiner verbunden ist — wozu sicherlich auch beiträgt, daß er ja selbst gesagt hat, sein Werk dürfe nicht von seinem Namen getrennt werden; und sein Werk ist nunmal das, was wir heute unter „Anthroposophie“ verstehen, inklusive der Begriffe, die er in seinen Schriften und Vorträgen verwendet und geprägt hat.
      Diese Begriffe kannte Judith von Halle als Kind nicht, also fand sie eigene.
      Insofern (und im Bewußtsein des bisher Geschehenen) finde ich es sehr begreiflich, daß sie darauf verzichtet, ihre damaligen Erlebnisse und die Begriffe, die sie als Kind gefunden hat, als „anthroposophisch“ zu bezeichnen.

      »Ob Judith von Halle mit dieser notwendigen Veröffentlichung (ich freue mich auf eine Fortsetzung ihrer Autobiographie der Erwachsenenjahre) jedoch dazu beigetragen wird, etwas von der Mystik und der Glorie ihrer Person und Mission abzuschwächen, werden wir künftig sehen.
      Eine direkte Begegnung mit ihr steht für mich noch aus!«


      Ich habe Judith on Halle zweimal erlebt, einmal bei einem (hier erwähnten) Zweigabend, und eben im letzten Herbst bei der Buchpräsentation.
      Nach allem, was ich bis dahin über sie gehört hatte, war ich natürlich sehr gespannt auf Anzeichen von »der Mystik und der Glorie ihrer Person und Mission« und versuchte, sehr genau darauf zu achten.
      Von Glorie erlebte ich keine Spur. Ich würde die Stimmung ihr gegenüber als freundlich-respektvoll bezeichnen.
      Und die Mission, die für mich spürbar wurde, und die sich auch in ihrem Buch deutlich zeigt, scheint mir zu sein: einen Zugang zu Rudolf Steiner schaffen für Menschen, die ihn bisher nicht kennen oder keinen Zugang finden konnten.
      Und natürlich, was sie im Nachwort des Buches schreibt:
      »Mut machen für das Vertrauen in die göttlich-geistige Welt! Mut machen für das gemeinsame Leben mit unseren Mitmenschen und für das scheue und ehrfürchtige Achten des göttlich-geistigen Inneren jedes einzelnen Menschen, der nicht in der Welt wäre, wenn er nicht auch wie wir aus dem lebendigen Geist herausgeboren wäre!«

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    3. Schon sehr merkwürdig, wie hier allen Ernstes diskutiert wird ob JvH bereits im Alter von 2 Jahren so "erwachsen" denken konnte, wie es ihren Schilderungen zu entnehmen ist.

      Diese wiederholten Versuche der Ablenkung von der eigentlichen Problematik, nämlich ob Stigmata und Nahrungslosigkeit nicht eine ungleich schwerwiegendere Verhöhnung der menschlichen Vernunft darstellen und somit eine wahrlich gewaltige Zumutung für den heutigen Menschen sind, werfen schon ein sehr bedenkliches Licht auf die ganze Diskussion hier, und natürlich auch auf die wirklichen Intentionen der JvH-Anhänger und Rezensenten!

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    4. Ablenkung, klamm heimlich, Spott und Hohn, blanker, Spiegelung und Niveaulosigkeit, Intelligenz und Intelligenzmangel, Kehren vor der Türe, im stillen Kämmerlein, ein jeder, ein jeder, pfui, verborgene Intention, Unreife, gute Sitten, entbehren, Obszönität, Bedenklichkeit, wird Folgen und Konsequenzen haben, Verachtung, niedere Gesinnung, Täuschung und Machenschaft, hinterlistig, Geheime Obere, wahre Hintergründe, Enthüllung, harren auf, die da
      :-) .. gruß, herzlichen, vom stuhl, meister

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    5. @ Anonym:
      »Schon sehr merkwürdig, wie hier allen Ernstes diskutiert wird ob JvH bereits im Alter von 2 Jahren so "erwachsen" denken konnte, wie es ihren Schilderungen zu entnehmen ist.«
      Ich finde gar nicht, daß sie damals „erwachsen“ dachte.
      Sie fühlte, empfand und dachte wie ein Kind. Zum Beispiel wie das Kind in „Des Kaisers neue Kleider“.

      Vor allem der Begriff „Tag-Theater-Welt“ ist mir unmittelbar nachvollziehbar und erinnert mich an mich selber als Kind.
      Ich hatte immer das Gefühl (:-) manchmal hab ich’s auch heute noch), daß die Erwachsenen sich nach gewissen „Spielregeln“ verhalten — und daß man offenbar vergessen hatte, mir diese „Spielregeln“ auszuhändigen; mit diesem Eindruck bin ich aufgewachsen - er begleitete mich, seit ich denken kann, und blieb mir bis etwa zum Alter von 12 Jahren. Danach begann ich allmählich zu begreifen: offenbar war es eine Regel dieses „Spiels“, daß man die „Spielregeln“ nicht von vornherein erklärt bekam, sondern sie erst nach und nach herausfinden sollte; und es dauerte noch etliche Jahre, bis mir klar wurde, daß die allermeisten dieser „Spielregeln“ uns gar nicht vorgegeben sind, sondern daß wir sie uns im Laufe unseres Lebens selber machen, und daß sie offenbar auch ganz anders sein könnten (das waren für mich große Aha-Erlebnisse, als ich, noch während meiner Schulzeit, über andere Kulturen las).
      Als ich schließlich auch noch erkannte, daß wir, oft ganz unbewußt, von anderen verlangen, daß sie sich nach unseren im Laufe der Zeit selbstgemachten Regeln richten, fand ich das alles zum ersten Mal nicht mehr nur – je nach „Schwere“ der jeweiligen „Regel“ – unangenehm, lästig, fürchterlich, wütend bzw traurig und „ohnmächtig“ machend, sondern konnte auch darüber schmunzeln. Das gehörte also wohl zur conditio humana (ein Ausdruck, den ich damals gerade kennengelernt hatte).

      :-) Freilich: so, wie ich es hier formuliert habe, kann ich es erst jetzt, im Rückblick, ausdrücken. Damals bestand für mich kein Anlaß, es in Worte zu fassen (schließlich schien es zu den „Spielregeln“ zu gehören, daß man nicht darüber sprach...).

      Kierkegaard hatte ganz recht: das Leben begreifen können wir nur „rückwärts“; leben aber müssen wir es „vorwärts“…
      Das zeigt sich meiner Meinung nach auch in der Art, wie Frau von Halles Buch geschrieben ist.

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    6. @ Ingrid,

      das ist alles gut und recht.
      Wenn jemand dem Buch JvH's etwas abgewinnen kann, dann ist das zweifellos ein heiliges und nicht in Frage zu stellendes Recht jedes Einzelnen.
      Man kann sich geistigen Inhalten auf verschiedene Weise nähern und diese verinnerlichen. Nur sollte man zum Einen nicht das Rationale, das Vernunftgemäße vermengen mit anderen Arten des innerlichen Herangehens und der entsprechenden Aufarbeitung, und zum Anderen - was mir besonders wichtig erscheint - nicht die vernunftbasierte Herangehensweise selbst pervertieren.

      Auf Letzteres wollte ich hinweisen mit dem Verweis auf den monströsen Widerspruch der sich ergibt, wenn man sich auf der rationalen Ebene darüber austauscht, ob JvH im Alter von 2 Jahren in einer gewissen Art und Weise hätte denken können oder nicht, gleichzeitig aber generell ihre persönliche Glaubwürdigkeit aufgrund ihrer angeblichen Stigmatisierung und Nahrungslosigkeit als nicht im Mindesten mit Fragezeichen behaftet ansieht.
      Auf diese Weise tut man nichts weniger, als sehr problematische und unzeitgemäße Betrügereien stehenlassen, die man selbstverständlich auch "geistige Impulse" nennen kann, wenn auch natürlich sehr stark rückwärts gerichtete, die dann als nicht weniger problematisch eingestuft werden müssten.

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    7. @ Anonym:

      »sehr problematische und unzeitgemäße Betrügereien«
      Gibt es denn auch zeitgemäße Betrügereien? (Siehst Du beispielsweise die Stigmatisierung Franz von Assisis als eine solche an?)

      Bisher habe ich eigentlich noch nicht gehört, daß man Judith von Halle der Lüge, des Betrugs zeiht – auch wenn dieser Vorwurf immer wieder unausgesprochen im Raum zu schweben schien.
      Sergej O. Prokofieff beispielsweise schrieb ausdrücklich, daß ihn ihre »leiblichen Merkmale«, die er als »allein ihre persönliche Angelegenheit« ansah, nicht interessierten (was ich allerdings schwer zu glauben fand).

      Du sprichst vom
      »monströsen Widerspruch der sich ergibt, wenn man sich auf der rationalen Ebene darüber austauscht, ob JvH im Alter von 2 Jahren in einer gewissen Art und Weise hätte denken können oder nicht, gleichzeitig aber generell ihre persönliche Glaubwürdigkeit aufgrund ihrer angeblichen Stigmatisierung und Nahrungslosigkeit als nicht im Mindesten mit Fragezeichen behaftet ansieht.«

      Stigmatisierung und Nahrungslosigkeit sind nicht Gegenstand dieses Buches, in dem Judith von Halle ja nur den Beginn ihres „inneren Lebens“ erzählt. Für mich klingt das bisher sehr überzeugend, ich habe keinen Anlaß, an der Schilderung ihrer Empfindungs- und Gedankenwelt aus ihrer Zeit als Kind und junge Erwachsene zu zweifeln.

      Ich habe in keinem ihrer Bücher, das ich bisher gelesen habe, gefunden, daß JvH vom Leser fordert, ihr die Erkenntnisse, die sich ihr ergeben haben, zu glauben, weil sie stigmatisiert sei. Ich finde überhaupt nicht, daß sie fordert, man müsse ihr ihre Erkenntnisse glauben.

      Ich weiß nicht, ob Frau von Halle im Sinn hat, eine Fortsetzung zu schreiben, die dann wohl die „innere Seite“, ihr Erleben ihrer Stigmatisierung und ihrer Nahrungslosigkeit zum Inhalt hätte. Das wäre sicherlich interessant.
      Aber solange das nicht geschehen ist, sehe ich keinen Anlaß, darüber zu spekulieren.

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  6. Love for England

    Land of Hope and Glory
    https://www.youtube.com/watch?v=A1zyvlkhROU

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  7. Wenn man sich tatsächlich ernsthaft Sorgen macht, wegen "magischen" Wirkungen dieser Biographie, sollte man vielleicht mal einen entspannten Blick auf die Bestsellerlisten in Deutschland vor etwa 1,5 Jahren werfen: Ganz oben: Die kommentierte Neuauflage von "Mein Kampf" (!)

    Das haben garantiert nicht nur Nazis oder potentielle Nazis gelesen - vielmehr Menschen, die verstehen wollten, wie AHs Denken beschaffen war.

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    1. ""Mein Kampf" .... .

      Sah letztes Jahr die beiden wissenschaftlichen Bände hier vor Ort ausliegen, kaufte sie.
      Tatsächlich ergeben die wissenschaftlichen Hinweise wertvolle neue Aspekte, alleine wer alles und wie oft Hitler in seiner Gefängniszeit besucht hat, ist sehr interessant. Zum Lesen habe ich mir extra eine gesonderte Stelle im Garten eingerichtet, lese es nicht im Hause.
      "Ahriman" war nach Seiner der erste "Autor" bei Nietzsche. Wirkung ist also mit jedem Buch möglich, sogar in okkulter Hinsicht. Die Wirkung hängt vom Leser ab, da hat Ingrid vollkommen recht.
      Wo Jostein Saether es nicht für möglich hält, Judith von Halle hat als zweijähriges Kind so denken können, wie ein Erwachsener: hatte berichtet, wie als Erwachsener die Erinnerung auftauchte, wie "unten" zwischen den Bäumen mein Körper im Schlamm spielte. Diese Bewegungen mit den Händen hatte die Verbindung zu dem Bewußtsein hergestellt, welches bereits während der Geburt der Mutter half den Körper zu gebären. So wie Frau Halle berichtet, wie erst die gefundenen restlichen Hefte der Aufzeichnungen ihre Erinnerungen wieder wachriefen, so ist es doch selbstverständlich, viele Dinge aus dem Vorgeburtlichen müssen auch erst in Vergessenheit geraten, um in dieser Inkarnation unbeeinflußt vergangener Ereignisse zu handeln. Selbstverständlich kann ein kontinuierliches Bewußtsein bei besonderen Persönlichkeiten vorherrschen. Aber auch "Daskalos" wird sich erst später seiner früheren Inkanationen erinnert haben. Wichtig ist doch, in unserem Kulturkreis tritt das Bewußtsein auf, wie wir unsere Kinder achten sollen, die eben nicht als unbeschriebenes Blatt in dieses Leben hereinkommen. Hierzu kann das Buch von Frau Halle sicherlich eine Anregung sein, in der kritischen Auseinandersetzung, die für jedes Werk jedes Menschen gilt.
      Das durch diesen blog aufgetauchte gegenwärtige Bild von Frau Halle regt an, das Titelbild wäre doch mehr ein schwarzer Schwan. Wer weiß, warum Judith von Halle bewußt dieses Bild für eine Veröffentlichung im Internet wählte, alleine der Augenausdruck spricht Bände, es ist gar nicht notwendig ihre Bücher zu lesen.... .

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    2. »Wichtig ist doch, in unserem Kulturkreis tritt das Bewußtsein auf, wie wir unsere Kinder achten sollen, die eben nicht als unbeschriebenes Blatt in dieses Leben hereinkommen.«
      Danke - das ist für mich eine der wichtigsten „Botschaften“ dieses Buches.

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    3. Ein ganz anderes Buch von Judith von Halle. Auch spüre ich, da mir "seltsame Erfahrungen" nicht fremd sind, daß sie, freilich für mein Empfinden, da vollständig wahrhaftig schreibt. Nicht nur Kindern wird durch althergebrachte Verrichtungen und Methoden jede Wahrnehmung einer "Welt der Wirklichkeit" ausgetrieben, um eine Welt des totalen Krieges zu ermöglichen. Da das nur "Gewölk" und Zorn in meiner Seele entfacht, möchte ich das gar nicht groß ausmalen. Ingrid, Du hast viel zitiert. Und nichts manipulierend ausgelegt.

      Ich denke, daß der Zugang zu einer "Welt der Wirklichkeit" immer im Verborgenen bleiben wird, und auch von dem, was ich "Welt des Krieges" nenne, gut versteckt wird. Denn kaum wird ein Zipfel der geistigen Welt in dieser Kriegswelt sichtbar, grapschen unzählige Hände danach, wollen besitzen, zur Fahne machen, Segenskräfte für die eigenen Waffen und Tricks und Gaukeleien schnorren usw.
      Dennoch ist ein Spalt der Tür ins Verbotene Reich der "Geistigen Welt" immer offen, und vielleicht seit einigen Jahrzehnten auf andere Art, als in vorigen Jahrhunderten. Man kann hier zum Beispiel über diese Dinge sprechen, ohne in ein Gefängnis zu müssen, ohne geschlagen zu werden, oder das Haus dafür nachts angezündet zu kriegen. Oder ohne wenigstens exkommuniziert o.ä. zu werden. Und nicht nur hier.

      Oft war ich dennoch an dem Punkt, wo ich mich fragen mußte, ob der Mensch eine Göttliche Welt nur erfunden hat, um Motivation für Streit und Krieg aus dieser unerschöpflichen Quelle zu schöpfen, und damit einem unbewußten Muster zur Dezimierung der Art und zur Erhöhung des Selektionsdrucks zu folgen. Ja, daß die Menschen von der Natur frömmer und religiöser gestimmt werden, bevor wieder das große gegenseitige Schlachten beginnt?

      Man beginnt im Krieg zu vergessen, einmal für eine Welt des Friedens gelebt zu haben. All die Grausamkeiten und schockierenden Begebenheiten der Welt des Hungerns, des Verzichtens, der Kindersoldaten in Städten, in Favelas und Dschungeln, da scheint "Gott" nur eine weitere höchst toxische Waffe zu sein.

      Es ist dann wie ein "nach Hause kommen", wenn man, es gibt einige solcher Autobiographien, die Kindheitstage von Judith von Halle hier mitempfinden kann. Es ist tatsächlich ein anderes Buch von ihr, und berührt Erinnerungen in mir an andere Erfahrungen, als bloß an witzige Stilblüten des Religiösen, von denen ich als Kind reichlich erlebte. Ein Nachhausekommen in einem "Reich", was "nicht von dieser Welt" ist. (Hier werden mir sogar Frau von Halles "Schauungsberichte" verständlich, die ich stets nur aus zweiter Hand verfolgte, zumal ich keine 100 Jahre habe, die ich aber bräuchte, um all das zu lesen, was man gelesen haben sollte, da ich langsam arbeite.)
      mischa

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    4. @Rainer

      so, so, du machst mich also mal eben zu einem mystisch Irren...geht's noch?? wie stumpf ist das denn....Mach du mal lieber deine Übungen, damit du mal wieder klar denken und fühlen kannst ;)))

      Nee, bei mir hat das nichts mit Mystik zu tun, sondern ist ganz real und natürlich anwesend i.d. Fall und hat auch was mit gesundem Menschenverstand, intakter Wahrnehmung und Vorstellungskraft etc. zu tun (und zudem - stimme Anonym 100% zu)...aber jedem das seine ;)

      Aaaaber - Ich kann dich wiederum auch verstehen, dass du als ein Theoretiker und ewig Suchender, bei v. Halle ganz besonders entzückt und fasziniert bist und dann sicher auch gerne so Okkult-Sensationelles liest...

      Zu Hitler noch - Mensch, das haste ja einen rausgehauen...
      Lies du mal ruhig "Mein Kampf" oder was weiß ich, Friedhof der Kuscheltiere oder anderes Zeugs i.A. ;)

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    5. Lieber Mischa,
      danke!
      »Ingrid, Du hast viel zitiert. Und nichts manipulierend ausgelegt.«
      Es war jedenfalls mein Anliegen, den Leser meiner Rezension so frei wie nur möglich zu lassen. Ich freue mich, wenn das für Dich auch so herauskommt.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    6. @ Valentin
      Ich meinte nicht Dich alleine, ich hatte alle Leser/Kommentatoren im Blick (also auch anonym) die ernsthaft davon ausgehen, dass das Lesen des obigen Buches bedenkliche Wirkungen zeigen könnte, das ist alles.

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    7. Gruß zurück, liebe Ingrid
      Als ich 2008 von Judith von Halle im Spiegel las, sah ich das alles noch grad mal nur und allein durch die rellijös okkultistische Brille, allein, weil ich durch Indienreisende seltsame Dinge bestätigt erhielt, die ich auf dem Bauch an trägen Sonntagen hobbithaft (wie Tolkins Hobbits) in Büchern las. Mir wurde erzählt: Es gäbe dort Wahrsager, die dir genau deine verstorbenen Verwandten beschreiben, wie sie aussahen, manche ihrer Eigenarten in groben Zügen, und erzählen ein wenig, was diese in der anderen Welt gerade tun. Es gäbe dort Waldmenschen, die zwar nicht alt werden, einen dicken Bauch haben, nicht etwa, weil sie Vollbauchträger nach europäischem Muster sind (Wohlstandsspeck), sondern eine spezielle Bauchatemtechnik praktizieren. Mir wurde von einem Freund erzählt, der dort bei einem bekannten Guru war, ein Swami Mukthananda (googlebar), daß man in dessen Nähe nicht mehr denken konnte, selbst wenn man es versuchte, wenn der daß nicht wollte, und er habe daß Gefühl gehabt, daß der Mann wortlos all sein Wesen, Vergangenes, Augenblickliches, tendenziell Künftiges voll erfasse mit einem Blick, wenn der Mann in diesem Zustand wat, daß keiner um ihn herum mehr denken konnte. Aber dessen Ashram wäre da schon proppenvoll von sinnsuchenden Amerikanern übergelaufen. Auch sah ich einem ziemlich vertrauenswürdigen Film, wo ein Yogi mit seinem Penis ein Auto zog, es ging um die Demonstration einer Technik zur Beherrschung der damit verbundenen Chakren-Sphären, das ziehn vom Auto sollte nur sichtbar machen, wie stark die Anspannung des Körpers dann eben sei. Natürlich gäbe es in Indien (ich war nie dort, daher Konj.) Skurrilitäten, ein kettenrauchender Yogi, dessen Arm vertrocknete, weil er ihn seit 12 Jahren in die Luft streckt. Oder eben das, was man bei uns einfach alkoholabhängige Obdachlose nennt, geht dort unter der Kategorie "Yogi, Heiliger Mann" dem Almosenerwerb nach. Überhaupt ist dieses Phänomen der Yogis in Ballungsräumen vom Aussterben bedroht.
      Nun, da dachte ich, wenn Frau von Halle nichts ißt, und usw. ... dann ist das zwar eine Art Atavismus, aber es wird schon so stimmen. Erst bei den Egoisten lernte ich durchgehend, die Sache(n) in angemessener Differenzierung zu sehn, erlebte auch die ganzen Empfindlichkeiten, die es nach sich zieht, wenn Gläubigen des Erscheinen des Wunders in Frage gestellt wird. Und wie sich "Wunderbares" auf der Welt mit Skurrilem und tragischer Banalität bunt vermischen kann, wußte ich das nicht schon immer? Es gibt aber Gezeiten, da muß man immer wieder anders, und neu durchdessillussioniert werden, oder sich selbst desillussionieren, um klar zu sehn. Mit realen Anthroposophen oder "spirituellen" Menschen hatte ich aus gewissen Gründen bereits lange kaum Kontakt. Die, die ich kannte, waren alle maßregelnde Spaßbremsen geworden. In deren Gegenwart man nichts durfte. Nur Naturkost, nur vegetarisch, und nicht sprechen, keine "unreinen" Gedanken. Immer lieb sein. Und noch andere schräge Sachen. Das war nimmer auszuhalten. Die politische Anthroszene (Internet) redete nur noch von "direkter Demokratie" und philosophierte abstrakter und abstrakter, warum alle "Systeme" wirr und menschenverachtend seien, während die Bankenkrise auf der anderen Seite die Stabilität politischer Verhältnisse in Frage stellte. So, ich muß jetzt verreisen, und den PC hier zurücklassen. Auf dann und wann.
      Herzlich, mischa

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  8. Wenn auf das Kind geblickt wird, dann auch auf den alten Menschen.
    Auch er gilt in unserer Gesellschaft eigentlich nichts, wird im Alter oftmals als dement weggesperrt. Frau Halle hat hier ja auch ein Buch verfasst, wie Baulichkeiten helfen können.
    Dieser von Rudolf Steiner hervorgehobene Aspekt, wie wichtig bauliche Formen sind, er kam ja nicht wirklich in der Welt an, außer bei den Waldorfschulen usw..
    Dieser Tage sprang ein Staatsanwalt in Augsburg in den Tod, weil eine gläserne Brücke im Dritten Stockwerk, das ein Nebengebäude mit dem Hauptgebäude verband, unterhalb einer gläsernen Kuppel und offensichtlich nur für Juristen gebaut wurde, den seelisch-verwundeten Staatsanwalt "verführte" in den Tod zu springen, vor den Augen zweier Schulklassen im Eingangsbereich des Justizzentrums. Es war dies der Sog in die Tiefe, in kritischer seelischer Verfassung. Ein Mensch in der Mitte seines Lebens, Frau und zwei Kinder hinterlassend.
    Vor zwei Tagen kam ein Brief des Peititionsausschusses des Bundestages an, den ich ebenso nicht öffne, wie drei Briefe aus dem Büro des Präsidenten des Bundessozialgerichtes. So wie Kinder nicht geachtet werden - seien wir ehrlich, unsere Schulen misshandeln die Seelen der Kinder - so werden auch Ren-t-neR nicht geachtet. Kinder können sich nicht wehren. Als Erwachsener habe ich - dank der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners, dem Umgang damit - die seelisch-geistige Kraft mich individuell gegen einen im Untergang sich befindlichen Rechtsstaat zu wehren. Gestern war der 65. Jahrestag des Grundgesetzes. Trump war heute Morgen beim Papst, Obama kommt Morgen nach Berlin, spricht vor dem Brandenburger Tor. Dese "soziale Landschaft" ist eine interessante Konstallation.

    Als ich heute Morgen aufwachte, war der Hinweis im Bewußtsein, wie Rudolf Steiner besonders den Buchstaben "A" betont, seine Mitte, die Kraft der Buchstaben, die Zentren der Buchstaben. Nürnberg spielt geographisch eines besondere Rolle, Geomantie.

    Diese Landkarte in unserem Bewußtsein, die Tore von Geburt und Tod, das war und ist das Bemühen, welches in der Person Rudolf Steiner Ausdruck fand.... .

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  9. Frau von Halle ist openmindet und dazu noch etwas openhandet.
    Nichts Besonderes, der Otto-Normalbürger von morgen.
    Anstatt über über die Dauerwelle wird man sich dann eben über seine Stigmata unterhalten...

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  10. Teil 1
    Wer die Hinweise von R. Steiner kennt, in welche Probleme Blavatsky geriet, wie verschiedene Organisationen versuchten Einfluß zu gewinnen, der ahnt wie in der Gegenwart, da der Materialismus noch ausgeprägter ist, Hinweise auf "Geistige Welten", oder die "Welt der Wirklichkeit" (JvH) von der "Wissenschaft" lediglich als Produkt des Gehirns gedacht werden wollen. Da ich selbst Grenzgänger bin, kann ich "Welt der Wirklichkeit" verstehen.
    Tatsächlich ist das Bewußtsein in jener Welt sich bewußt, dies ist die eigentliche Wirklichkeit, auch wenn ich wieder in die "irdische Wirklichkeit" zurückkehre. Das erfahrene, erlebte ICH-BIN erinnert sich in der "Welt der Wirklichkeit" genau an Vergangenes in der irdischen Welt, aber auch genau an das, welche Konflikte, Aufgaben es in der Gegenwart auf dem irdischen Plan hat.
    Hierbei erfährt das Bewußtsein die Sicherheit, "Bürger" zweier Welten zu sein. Das individuelle Bewußtsein erfährt helfende Hinweise, welche in sich die Sicherheit "göttlichen Bewußtseins" beinhalten. Da gibt es keine Dualität, tieferer Sinn wird erfahrbar. Das Miterleben tieferer Aspekte von Frau Halle, die Ursache ihrer Stigmata berühren natürlich Hinweise, welche Judith als Person kränken könnten, ja als Angriff des Bösen vielleicht empfunden werden, dann sogar hin zu Vorstellungen führen, es gibt Schwarzmagier. Aber hier wird Halle durch die Mitteilungen Steiners entlastet. Es gibt Schwarzmagier, Steiner hat dies ausführlich dargestellt.

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    1. Teil 2
      So ist das Buch nicht nur ein Blick auf die Kindesseele, welche von den Erwachsenen oftmals nicht verstanden wird (von der staatlichen Pädagogik sowieso nicht), das Buch berührt das westliche Bewußtsein. Die zur Schau gestellte Sicherheit "demokratischer" Regierungen gerät ins Wanken. Welche Regierung handelt bewußt im Sinne eines wirkenden Weltfriedens. Figuren wie Duterte, Trump, Merkel tauchen auf, das Bewußtsein Europas, Mitte der Welt zu sein gerät ins wanken. Noch wird mit deutschem Wirtschaftserfolg bürgerlicher Schein gelebt. ICH-selbst erhielt heute nach Absprache die vom Landratsamt erstellte Grundsicherung, welche das Jobcenter jedoch nicht anerkannt. Es wurde von mir in den letzten Tagen selbst Klage am Sozialgericht eingereicht. Es gibt Menschen, welche die "Welt der Wirklichkeit" kennen, von ihr berichten können, doch letzten Endes gilt das Wort: "an den Taten.... ." Ich hätte nie gedacht, nach dem Artikel 1995 in der Süddeutschen Zeitung "Die Botschaft des kleinen t" muß ich als Ren-t-neR nun für Grundrechte dieser "Alten" vor Gericht kämpfen. Zuerst für die Kinder, jetzt für die Alten. Vielleicht hätte ich den wiederholten Einladungen von Herrn Suhrmann folgen sollen, der mehrmals einen Sitz in Berlin freihielt, da Frau Halle so umschwärmt war. Immerhin zeigte der Konflikt um ihre Person, der Vorstand hat keinerlei wir-kl-ich-e Ahnung.
      Ingrid wurde in das Goetheanum eingeladen, als Mitarbeiterin in die Welt geschickt. Ich weiß nicht, ob ich einer Einladung folgen würde..... . Rechtlich bin ich immer noch Mitglied, da mir kein Ausschluß bekannt ist, ich nicht austrat. Die Pressemitteilung des Vorstands von 1995, das Ehepaar ist nicht Mitglied, war halbe Wahrheit, halbe Lüge, denn meine Ehefrau ist eben nicht Mitglied.
      "Recht" ist tatsächlich die Höchste Form der Kunst (nach R. Steiner)

      E.S.

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    2. Ernst, der Gegensatz von Materialismus ist Nationalismus und Sektarismus. Sektarismus wirkt genau so extrem. Und gerade wenn die “Welt der Wirklichkeit“ sich mehr und mehr verschliesst, wie von Halle beschreibt (oder wie Blavatsky erfahren hat), wird es gefährlich.

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    3. Das Wort "Sektarismus" kannte ich noch nicht. Finde keine richtige Erklärung.

      "der Gegensatz von Materialismus ist Nationalismus und Sektarismus"

      Gilt diese Definition?!

      E.S.

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    4. Ein männlicher Form von Sektenwesen.
      Bei Steiner (1919) z.B. “Eine Leidenschaft, ein Paroxysmus des Nationalen ist über die Menschheit gekommen, und der ist für das soziale Leben der Erde gerade so schädlich wie der Materialismus für das Gedankenleben.“ (191.192 f.)

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    5. Danke für den Hinweis.
      Im Überfliegen der Kapitel zu GA 191 zeigen sich viel tiefere Fragen und Antworten.

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    6. "ein Paroxysmus des Nationalen..."

      Hatte dieser Tage zufällig am 35. Geburtstag eines Sohnes im Aufwachen das innere Erlebnis, welche spirituellen Methoden angewandt werden, wenn ein katholischer Priester geweiht wird. Es ist ein männliches-weltumfassendes Ereignis, der Moment der Priesterweihe.
      Eine fast verführerische Macht wird erlebbar, im Zentrum der Welt zu stehen, die Welt zu regieren. Es kann also sein, am Ende stellt sich heraus, Religion ohne die Wissenschaft vom Geiste wird zur "prägenden" Gefahr. Sind insofern die Stigmata in der anthroposophischen Landschaft - unabhängig der persönlichen Situation von Frau Halle - das Symptom des Männlichen an der Frau, die Frau kleidet sich mit den männlichen Wunden. Ein ganz neuer Aspekt für das Wesen der Stigmata...... .

      Das Nationale wurde tatsächlich stets vom religiös-männlichen Eifer hervorgerufen.

      Bedarf es einer "Kreuzigung" des Weiblichen?! In welcher Form?! Die Rosa-Mützchen, sogar in anthroposophischer Strickanleitung, werden es nicht bringen. Wird spannend... .

      E.S.

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  11. Die Eigenheit, als Kind wie ein Erwachsener zu denken ist wohl gar nicht so selten; man nennt sie gemeinhin 'altklug'...

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    1. Stephan, Stephan,
      welch ein Scherz.... .

      E.S.

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    2. War absolut nicht als Scherz gedacht, ob man das auch auf Frau von Halle beziehen kann, sei dahingestellt...

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    3. Stephan,
      kennst Du das Denken,
      das unberührt von jeglichem Alter ist,
      es findet nicht im Körper statt.

      E.S.

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    4. Klar kenn ich das, und das ist auch unberührt vom Geschlecht.
      Aber sie redet ja von 'Denken wie die Erwachsenen' und das ist nicht altersunberührt...

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    5. Der Hinweis von Ton Majoor auf GA 191 zeigte durch die Themenübersicht der Vorträge ein interessantes Detail: die Katholische Kirche gewinnt ihre Macht über die Menschen, indem sie das Vorgeburtliche verschweigt. Indem Halle als "Erwachsene" im Kind auftaucht, weist dies auf ein Vorgeburtliches hin. Insofern ist Halle kein "U-Boot" (Fromulierung Dritter) der Katholischen Kirche, welche immer noch versucht, die kindlich-Vorgeburtliche Entwicklung mit ihrem Symbol zu überdecken.
      "Die Kirche hat sich damit ein ungeheures Machtmittel geschaffen, daß sie den Menschen die Einsicht in das vorgeburtliche Leben vorenthalten hat. Deshalb wird die Kirche als solche in der furchtbarsten Weise kämpfen gegen alle jene Lehren, welche sich über das vorgeburtliche Leben ergehen. Die Kirche wird das nicht vertragen. Darüber sollte man sich auch keinen Illusionen hingeben; aber auch darüber nicht, daß das Leben einfach nicht zu verstehen ist, wenn man auf das vorgeburtliche Leben keine Rücksicht nimmt." GA 191/186

      Eine Person, welche im jüngsten Kindesalter "erwachsene Gedanken" in sich trägt, ist nicht altklug im herkömmlichen Sinne. Vielleicht hat noch Niemand die richtigen Fragen an Frau Halle gestellt. Letztlich verkörpert Frau Halle mit ihrem Karma-Christus-Anspruch an den Leser auch den verspielten Christus-Wahn der oberflächtlich in der AAG wohnt. Da helfen wieder, wen wundert es, Worte Steiners, der davon sprach, wenn Christus wieder kommt, dan wird er den Menschen als Teufel erscheinen.
      Das ewige Süß-Holz-Raspeln mit Christus wird nicht mehr genügen! ("Bratpfanne")
      Das Zitat von Steiner erklärt mir, warum ich so massiv von der Katholsichen Kirche verfolgt wurde. Wenn sogar Dokumente gefälscht wurden, um die Pfleger in der Psychiatrie zu täuschen, dann war die Angst vor meiner Person wohl sehr groß.... .
      E.S.

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    6. Vor dem Hintergrund 'Kindermund tut Wahrheit kund', klingt die Formulierung 'denken wie die (zugenagelten) Erwachsenen' in diesem Themenkontext eben etwas unreflektiert...

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    7. Ja, das ganze erste Buch von Frau Halle wirkte auf mich "unreflektiert", als sei da ein Impuls, der nicht genug hinterfragt wurde... .
      E.S.

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    8. Insofern dass der Christusimpuls - wie es auch Steiner zumindest später (an)erkannt hat-notwendig war, um einen für den Menschen unüberwindbaren Bruch zwischen dem alten und dem neuen Menschen zu überwinden, finde ich es nicht nur nicht verwunderlich, sondern geradezu legitim, dass die katholische Kirche als Vertreterin des Christusimpulses einen Mantel über das Vergangene legt und allen Fokus auf das zukünftig Kommende dessen, der alles neu macht richtet.
      Biblisch wird ja auch vielfach davor gewarnt, 'den Blick zurückzurichten' (Salzsäulenstarre etc.).
      Tod und Auferstehung in Christus ist eben deutlich mehr als nur Facelifting mit Faltenstraffen an der bis dato mühsam zusammenmeditierten (Anthroposophen-)Persönlichkeit...

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    9. @ Stephan:
      »Aber sie redet ja von 'Denken wie die Erwachsenen‘«
      Wer redet davon? Meinst Du mich?

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    10. Liebe Ingrid,
      ich bezog mich auf die Aussagen von Anonym und denke wie Du hier, dass Judith von Halle in ihren Kindheitserlebnissen nicht wie ein Erwachsener dachte.
      Leider muss ich nun feststellen, dass im der weiteren assoziativ-spekulativen Auseinandersetzung meines Kommentars herauskommt, dass ich ihr das unterstellen würde...
      //
      Ja, mit 'sie' warst Du gemeint, hätte aber besser Anonym heissen sollen, da er ja die Ausgangsbehauptung aufstellte und Du sie nur aufgegriffen hast.

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    11. Lieber Stephan,
      danke für die Klarstellung – :-) jetzt kenne ich mich wieder aus.
      LG, i.

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  12. @ Ernst Seler
    "Auch sah ich einem ziemlich vertrauenswürdigen Film, wo ein Yogi mit seinem Penis ein Auto zog..."

    Das hört sich interessant an, mal was anderes, als die sonstigen Denk- und Wahrnehmungsübungen, die ich so gelegentlich mache. Hast Du einen Link? Bitte posten!!!

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    1. @ Rainer Herzog
      Das Penis-Auto-Phänomen war soz. das Abschiedsgeschenk von mischa.
      Experte dürfte Guru Gronbach sein, vielleicht hilft er Dir bei der Penis-Frage

      Vielleicht helfen auch katholischer Priester, da ihre Weihe so manches Geheimnis birgt.

      E.S.

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    2. @ Ernst
      Danke für den Tipp, ich frage mal Sebastian G., vielleicht freut er sich wieder von mir zu hören (diesmal bei einer mehr wissenschaftlich-technischen Frage).

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    3. Hier der Link zu einem Film über Yogis.
      https://vimeo.com/46150311
      Schaut halt mal 'rein.
      herzlichst, mischa

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  13. „Rudolf Steiner – Meister der weißen Loge: Zur okkulten Biographie.“ (Buchtitel, Halle)

    Ich wollte heute Morgen, am Tag da die Evangelen ihr großes Luther-Fest feiern, der Ramadan eine Rolle spielt – die evangelische Kirchenleitung hat ja einen führenden islamischen Theologen aus Kairo einfliegen lassen – mich entschließen, morgen anstatt ein paar Schuhe das von Ingrid besprochene Buch zu kaufen.
    Der Preis signalisiert etwas von „Gelddruckmaschine“, dies kommt dadurch zum Ausdruck da Amazon die Bücher von Frau Halle darstellt und mir ihr Buch zur okkulten Biographie Steiners ins Auge fällt.
    Wer die vergangenen Jahre wachsam begleitete, weiß wie problematisch die „Figur“ Steiner für die Katholische Kirche ist, wie das Wort „okkult“ nur als negativ besetzt wird. Der Titel von Halle signalisiert: ich bin die Person, welche Steiner „okkult“ erfasst. Damit setzt sich Frau Halle, ob sie es will oder nicht an die Spitze der AAG (gehe davon aus sie ist Mitglied), da sie „okkult“ das Wissen über Rudolf Steiner besitzt. Dies signalisiert der Titel. Nehme Abstand, das Buch über ihre Biographie zu kaufen.
    Las durch den Tipp von Ton Majoor GA 191 die ersten zwei Vorträge.
    Ein ganz neuer Steiner taucht auf. Wie er die Entwicklung des Landbewußtseins der Griechen schildert, die weitere Entwicklung der Menscheit, das Abnehmen der Wirkung des Blutes, welches zwischen den Menschen für soziale Verhältnisse sorgte, zeigt, wie Steiner bemüht war einen neuen geistigen Impuls der Menschheit zu geben. Sehen wir den Hinweis von Michael Eggert in „Magical Mystery Touren...“, besondere Aspekte des Islam, Sizilien, dann verblüfft das Bild mit „Trump“ (meine Ehefrau fand es), es wirkt tatsächlich wie ein „okkultes Kasperletheater“, das Grinsen von Trump, die Griffe auf die leuchtende Erdenkugel, das „kalte“ Licht, die kalte Liebe aus dem Inneren. Warum die erste Reise zu den Saudis. Höre heute Morgen im DLF wie ein katholischer Theologe das Fasten des Ramadan, das Brechen des Fastens, die Dattel in der Hand als Gefühl der christlichen Eucharistie beschreibt, das er hatte. Dann lesen wir, wie der Schwiegersohn von Trump einen geheimen Draht mit Putin errichten wollte. Es wäre nun zu ergründen, was hat Trump eigentlich vor. - Es fiel mir das Buch von Halle zu den Mysteriendramen auf, sehe, es wird nur das fünfte Drama behandelt (von dem der Vorstand 1973 sagte, es sei die Gegenwart der AAG). Das Buch ist also veranlagt, es wird ein Nachfolgebuch geben, wie auch in ihrer Biographie.
    Langsam entsteht der Eindruck, vordergründig geht es „nur“ um die Etablierung einer Gelddruckmaschine. Welch okkulte Dinge wird der „schwarze Schwan“ der Menschheit offerieren. In Zeiten von Harry Potter ließe sich das alles dann auch verfilmen?! So wie die Saudis gezielt ihre Moscheen im Kosovo bauen, um hre Ideologie weltweit zu verbreiten, wird der Islam in Europa zur politisch prägenden Kraft, mit der Hilfe von Trump?! Vielleicht ist Frau Halle die Jeanne d´Arc der Anthroposophen, auf zum letzten Gefecht… .

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    1. Ist die Frage, was einen weiter bringt: Frau von Halles okkulte Einsichten oder einfach nur ein Paar neue Schuhe...

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    2. Das ist wie die Frage, was einen weiter bringt: Rudolf Steiners okkulte Einsichten (die mit Sicherheit nicht besser sind als Judith von Halles) oder einfach nur ein paar neue Schuhe, oder Karl-May-Bücher... Stephan Birkholz scheint mit Anthroposophie ja auch überhaupt nichts am Hut zu haben...(höchstens am Schuh: um sie totzutreten)

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    3. Nein, das war ich.

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    4. Ursula, Du sollst doch nicht Karl-May lesen und mit Mädchen wie Judith spielen!

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    5. Erfahrungsbericht:
      Folgen der okkulten Einsichten Steiners:

      "Der Mythos Waldorfschule und was wirklich dahinter steckt"

      https://www.morgenpost.de/schueler/article210684983/Mythos-Waldorfschule-und-was-wirklich-dahinter-steckt.html

      E.S.

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    6. Hab den Artikel auch gesehen, aber die Formulierung "was wirklich dahinter steckt" disqualifiziert eigentlich immer...

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    7. Hab ja selbst auch eine Waldorfschule besucht und sehe das ganz genau so wie in dem Artikel. Dennoch war auch jedes einzelne Klischee aus dem Artikel real repräsentiert...

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  14. zur Erinnerung:
    während eines Retreats ca 1975 wurde dem Sufimeister Pir Vilayath Inayath Khan die Frage über eine Person gestellt, die während ihrer Laufbahn als Mitglied einer esoterischen Vereinigung in der Psychiatrie landete. Der Befragte hielt inne. Nach einer Weile sprach er, aus seiner Intuition gehe er davon aus, das psychische Problem lag bereits in der Person, ist nicht Ausdruck des spirituellen Weges.
    So kann es auch mit der Waldorfpädagogik sein. An meinem Schwager erlebte ich den Hinweis Steiners, wenn die Eltern nicht die Geisteswissenschaft pflegen, kann es zum Schäden an dem Kinde kommen. Ich gehe davon aus, was als Waldorfpädagogik gepflegt wird, ist vielmals nicht mehr der von Steiner initiierte Impuls.
    Am Krassesten kommt dies in dem Beitrag über Deine Lehrerin zum Ausdruck, den ich heute in aller Frühe noch einmal im Garten las:

    der erschütternde Zwiespalt zwischen Anspruch und Wirklichkeit:

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.bluttat-in-poppenweiler-mordprozess-opfer-peinigte-den-partner.70cbdfbf-3336-4b8c-8925-49cf08c38119.html

    @...
    Lesenswert:
    http://cicero.de/salon/68-hohler-bombast-um-ein-wirres-weltbild

    Durch die Hereinnahme von Judith von Halle "beerbt" die AAG ein persönlich erlebtes Weltbild als "Zeitzeugin", das Fragen aufwerfen muß. Auf der anderen Seite haben wir solch irrationale Persönlichkeiten als "Führer" verschiedener Länder, neben Erdogan auch Duterte, aktuell, es liegt nicht nur bei den Anthroposophen im Argen:

    "„Macht einfach euren Job, und ich kümmere mich um alles andere“, sagte er laut US-Nachrichtensender CNN. Dann warnte er zwar seine Soldaten davor, Vergewaltigungen zu begehen, motivierte sie aber gleich darauf so: „Wenn ihr drei Leute vergewaltigt, werde ich sagen, dass ich es war“.

    http://www.bild.de/politik/ausland/headlines/duterte-vergewaltigung-witz-51935208.bild.html

    Ich wünsch-t-e mir einen Menschen wie Rudolf Steiner, welcher klar aufzeigt, was gegenwärtig hinter den Kulissen vor sich geht.

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    1. Nur zur Klarstellung: Die ermordete Sprachgestalterin war keine Lehrerin der Schule- sie wurde ausschließlich als Künstlerin zur Inszenierung unseres Klassenspiels angeheuert...

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  15. Nur zur Klarstellung: Die Antwort auf eine "der wichtigsten Fragen unserer Welt" - Der "Unterschied zwischen einem weiblichen Wesen und einem Egoisten" - wurde noch nicht beantwortet. Man beschäftigt sich stattdessen mit sinnlosen Spott und mädchenverachtenden Albernheiten.

    Das letzte Lebenszeichen meines Meisters geschah am 20.04. Hitlers Geburtstag. Wer Ohren hat, der höre, was das Weltenkarma spricht.

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    1. Vielleicht sollte man die Frage einfach nochmal anders aufgreifen:
      Was kann giftiger sein: Die Egoisten oder ein weibliches Bartwesen?

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    2. Ursula, Dein Meister kulminiert wieder:Die Kulmination der Mädchen am Jahrtausendanfang (23x ist das Mädchen in seinem neuen Aufsatz erwähnt)...

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    3. Respekt: Du hast diesen ziemlich langen Beitrag gelesen um zu zählen, wie oft er uns Mädchen erwähnt...?? Das geht wohl nur, wenn man sich wirklich mit einem Autor verbunden fühlt.

      23 ist übrigends eine okkult-magische Zahl.

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    4. Danke für Dein Interesse. Eine Sache noch, zur Klarstellung (da wir Sonnenmädchen in diesen Wochen öfter darauf angesprochen worden sind):

      Das "Sonnenkind-Prinzip", aus dem gleichnamigen Buch von Julia Tormuschat, ist nicht zu verwechseln mit den Intentionen meines Meisters - während es bei Tormuschat heisst: "Jenseits aller psychischen Verwundungen und Traumata aus der Kindheit gibt es eine Seite in jedem von uns, die vital, kreativ, verspielt, spontan und tatendurstig ist: das Sonnenkind" - geht es bei meinem Meister und mir ausschließlich um die unschuldige und reine Seele.

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    5. Rührende Selbstgespräche des Sonnenkinds Stephan, das wenn es um die nur zeitweilig angestrebte Anerkennung irgendeines Meisters geht, seine Seele geradezu spaltet.

      Jedenfalls Respekt für die bunte Vielfalt seiner Rollen und diese nicht alltägliche Preisgabe seiner ganz speziellen und individuellen Art der Selbstfindung.
      Natürlich auch ein wenig Mitgefühl für seine Zerrissenheit zwischen Selbstvertrauen und "Meistern".

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    6. Guten Morgen Trollger,
      wie geht' s Dir heute?

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    7. Nicht gut!
      Niemand redet mehr mit mir.
      Als ich heute Morgen das Selbstgespräch mit mir beginnen wollte, hat der Holger einfach nicht geantwortet und der Wurzeltroll redet auch kein Wort mit mir. Die lassen mich einfach links liegen.
      Ich bin ganz verzweifelt und weiß gar nicht, was ich machen soll.

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    8. Ach so!
      Na dann kannst Du Dich ja gerne hier bei Ursula und bei mir etwas mitteilen.
      Sollen der Holger und der Wurzeltroll doch einfach versauern, wenn sie nicht mehr mit Dir reden wollen - die wissen gar nicht, was ihnen entgeht...

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    9. Ehrlich, ist das Euer Ernst?
      Ich darf wirklich bei Euch mitreden und Ihr nehmt mich auch wirklich ganz ernst und veralbert mich nicht?

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    10. Klar, ganz ehrlich Trollger - großes Ehrenwort!

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    11. Das ist ja Supi!

      Vielen Dank!

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    12. @ niedergesaustes birkenholziges Trollsonnenmädchen

      veralbert wird hier niemand.
      Offensichtlich veralberst einzig und allein du dich selbst!

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  16. Finde heute Morgen einen Hinweis auf die römisch-katholische Theologin, welche kürzlich hier erwähnt wurde:

    "Nationalrat nahm den Antrag von Gudrun Kugler u.a. einstimmig an, Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen der Terrorgruppe Islamischer Staat gegen Christen, Jesiden und andere religiöse und ethnische Minderheiten als Völkermord einzustufen."

    http://kath.net/news/59860

    Dier Titel von Ingrid signalisiert, wie wir als Einzel-Menschen Mut finden können, in ein Vertrauen in die Geistige Welt. Frau Kugler hatte sich bedankt für die umfangreichen Hinweise, welche gegeben worden sind, gerade Christus verstehbarer aufzeigen, durch das Wirken Rudolf Steiners. Der im individuellen erwachende "Mut" kann ja nur wachsen, durch Erfahrung. Hatte vor Jahren berichtet, wie die Katholische Kirche hier vor Ort eine Halbtagskraft suchte, welche die Aufgabe haben wird, die esoterischen Blogs wahrzunehmen. Gehe davon aus, auch dieser Blog wird "besucht".

    Wußte gestern, die Nacht wird elementar, weil um 11.56 meine Verfassungsbeschwerde am Höchsten Gericht einging. Es liegt offensichtlich Rechtsverweigerung vor, wenn die erste Instanz um Verständnis bittet, solle nicht klagen. Kenne inzwischen die juristischen Tricksereien, doch mit Kenntnis kann tatsächlich R-echt gestaltet werden. Was zu den dramatischen inneren Erlebnissen der letzten Nacht führte, war jedoch ein Buch eines Mexikaners, der Hinweise schrieb, wie mit Träumen gearbetet werden kann. Das Buch war mir zu okkult, las es in der Buchhandlung nur etwas an, aber Hinweise, warum die Spanier mit einer so kleinen Mannschaft siegten war interessant. Die führende Persönlichkeit der örtlichen Bevölkerung wußte um die Zukunft, deswegen keine Kämpfe. Es ist interessant aus der Sicht der Betroffenen Ereignisse geschildert zu bekommen. Der Schlüssel ist das Erleben der Geistigen Welt, egal mit welcher esoterischen Tradition. Wir haben ja Geduld erwiesen, indem wir noch hier sind, lesen, schreiben, einen individuellen und gemeinsamen Gewinn erleben.... .

    Nur angedeutet: erlebte im Aufwachen die Bedeutung von 1995 für Deutschland. Erlebte die Tränen der Schlesier um ihre verlorene Heimat. Erlebte, wie das Symbol den inneren Halt den Menschen gab. Erlebte die Verwunderung der Menschen, warum das Symbol nicht mehr"tot" sei, warum Christus lebendig erfahren werden kann.

    Fasste den Impuls dies hier zu schreiben, nachdem die Nachricht von Grudrun Kugler auftauchte.
    Mein persönliches Leben steht irgendwie auf der Kippe. Vertrauen allein genügt da nicht mehr. Es gibt eine Erfahrung, die als "tödliche Gewissheit" bezeichnet werden kann. Anthroposophie ist dann nicht mehr Life-Style, ein geordnetes, bürgerliches Dasein. Es ist tatsächlich eine Kampf-Zone, so wie der Sufimeister am Mont-Blanc unvermittelt sagte (er hatte zuvor tief meditiert), in der Geistigen Welt sind die Kämpfe grausamer als auf Erden, denn da geht es um das ICH... .
    Für Neuleser ist schon interessant, wie der Vater des Sufimeisters einst von Rudolf Steiner durch das im Bau befindliche Erste Goetheanum führte, der Meister aus dem Osten Steiner einen esoterischen Rat gab, die Kapitäle zweier Säulen müss-t-en vertauscht werden, sonst brenne das Goetheanum ab.... ...es gibt noch Geheimnisse zu entdecken.
    Einst schrieb Ingrid das Wort "Freundschaft". Es verschreckte mich zunächst. Freundschaft kann tragen. Natürlich ist der Impulos von Gudrun Kugler nur ein Anfang. Ohne Mut zur Erkenntnis zur Wesenheit Christi, bleibt nur eine hilflose Geste?!
    Spannende Tage und Nächte..... .
    Kommt mir am Schluß der Gedanke,
    bin kein Goetheanumssprecher,
    bin ein ..... Schreiber

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    1. Guten Morgen Herr Seler,

      gibt's für für den Sufimeister und des Säulentausch im Goetheanum verfügbare Quellen?

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  17. Sehr geehrter Herr Birkholz,

    bereits ca 2003 wurde umfassend auf Info3 berichtet, wie eines Abens auf den Straßen Nürnbergs eine Person mich ansprach, welche mir dann mitteilte, ich sei im letzten Leben mit Rudolf Steiner inkarniert gewesen. Die Person erzählte dann die Begebenheit mit dem Sufimeister Hazrat Inayat Khan
    http://www.sufismus.ch/hazrat_inayat_khan.php

    In München wurde ich dann seinem Nachfolger, dem Sohn vorgestellt, welcher mich dann in sein spirituelles Zentrum in/nahe Paris einlud, mit ausdrücklichem Hinweis unter Umgehung seiner Schüler (es ist sonst schwer an solche Meister heranzukommen). Statt Paris wählte ich ein Retreat mit ihm in der Nähe des Mont Blanc. Das Erleben mit ihm signalisiert mir die Echtheit der Aussage seines Schülers, so wie ich der Echtheit der Aussage der Eurythmilehrerin vertraue, welche ich durch die persönliche Vermittlung der bekannten Eurythmielehrerin Frau Proskauer kennenlernte. Die Aussage, Steiner hat sich von seinem Werk losgesagt: wenn ich gewußt hätte, was daraus wird, hätte ich das Werk nicht begonnen. Noch habe ich die Aufzeichnungen (Todesumstände von Steiner) von Dr. Ernst, einem Schauspieler des Goetheanums, nicht verbreitet, nur einen Teil daraus, den auch Gudrun Kugler erhielt.
    (@.... bei der Gelegenheit: heute Morgen war ein dicker Brief des Jobcenters im Briefkasten, wohl ein neuer Bescheid, bin gespannt)

    E.S.

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    1. Wurde im Forum veröffentlicht

      E.S.

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    2. "der Meister aus dem Osten Steiner einen esoterischen Rat gab, die Kapitäle zweier Säulen müss-t-en vertauscht werden, sonst brenne das Goetheanum ab"

      Na Herr Seler,

      sind sie jetzt auch auf die Seite der billigen Anti-Islam-Propagandisten gewechselt.
      Mit so einer Absurdität, die Sie wohl kaum belegen können.
      Was haben Sie sich denn da wieder herausgehandelt?
      Vielleicht eine Rentenerhöhung?

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    3. "bereits ca 2003 wurde umfassend auf Info3 berichtet, wie eines Abens auf den Straßen Nürnbergs eine Person mich ansprach..."

      Ich habe zu dieser Zeit ziemlich gründlich Info3 gelesen, kann mich nicht an einen Artikel erinnern, auch nicht später im Forum. Seit wann berichtet Info3 über E.Seler? Bitte nachweisen!

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    4. Der Hinweis "auf Info3" schließt das damalige Internet-Forum ein. Felix Hau hat sicherlich noch das Archiv.

      E.S.

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    5. "Seit wann berichtet Info3 über E.Seler?"

      1995 bat eine Redakteurin von Info3 um ein persönliches Interview bei uns zu Hause. Lehnte das ab, da zuvor Info3 (vor 1995) erst Texte der "Gegenseite" lesen wollte, die Redaktion offensichtlich nicht fähig war das juristische Problem selbst zu erarbeiten. Erinnere mich, es entstand trotzdem ein sehr großer - guter - Artikel in der gedruckten Ausgabe im Jahre 1995. Die gedruckte Ausgabe wird sicherlich in der Redaktion archiviert sein.

      E.S.

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    6. "sind sie jetzt auch auf die Seite der billigen Anti-Islam-Propagandisten gewechselt."

      hatte mich nicht zum Islam geäußert, hier Stimme aus dem Vatikan:

      "Vatikanischer Islamexperte: ISIS kann sich auf den Koran berufen"
      http://kath.net/news/59866

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    7. Aber dass der Sufismus mit dem Islam zusammenhängt, dürfte wohl nicht zu leugnen sein. Oder doch?

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    8. Vorwurf bitte herauschristallisieren, es fehlen konkrete Zusammenhänge um Ihnen zu antworten.

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    9. Der Vorwurf ist, dass Sie Ihrerseits dem Sufi-Meister und damit indirekt dem Islam vowerfen, er stehe mit dem Abfackeln des Goetheanums in Verbindung, da dieser angeblich - laut Ihren Aussagen und leider ohne Beleg - eine Drohung aussprach, dass dies geschehe, wenn nicht die Säulen-Kapitelle vertauscht würden, was Steiner unterließ.
      Klar genug?

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    10. Der Sufi-Meister droht nicht, er warnt, gibt einenwohlmeinenden Rat, wie ich es verstanden habe...

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    11. Interessante Sichtweise, die Sie nun endlich klar zum Ausdruck bringen.

      Wieso "Drohung", der Sufi-Meister erkannte einen Web-Fehler im Bauwerk, es war ein liebender Hinweis.


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    12. Hallo Stephan, hatte mit Worten hin und her versucht, um nicht zu "verletzen", bemerkte gar nicht Deinen Hinweis. Lese erst nach meinem Hinweis Deine Worte.
      E.S.

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    13. „Vielleicht eine Rentenerhöhung?“

      Nach zehn Monaten der Klage (Ehefrau) erhob ich vor einiger Zeit selbst Klage. Das Jobcenter meinte im Schriftsatz, Herr Seler hat „derzeit“ keine Klagerecht. Das Gericht (also Richter) ließ mir ausrichten, soll bitte mein Verfahren für „erledigt“ erklären. Der Richter bat um „Verständnis“. Daraufhin wurde sofort Verfassungsbeschwerde erhoben, da es für mich als finanziell Betroffenen keinen Klageweg gibt. Gestern kam dann ein Änderungsbescheid des Jobcenters, nun werden die Krankenkassenbeiträge anerkannt, Schulden des Jobcenters wurden bereits überwiesen. Die Bitte des Richters um „Verständnis“ ließ bereits erahnen, die Justiz möchte am Ende kein Grundsatzurteil aussprechen. Möglich auch, hatte die zuständige Ministerin inzwischen - öffentlich - in persönliche Verantwortung genommen. Jedenfalls liegen immer noch vier Briefe des Bundessozialgerichtes, ein Brief der Bundesregierung ungeöffnet bei uns (persönlich an meine Person adressiert). Gestern kam der zweite Brief des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages, blieb auch ungeöffnet, da ich unbeeinflußt der verworrenen Rechtsauffassungen des miserablen Gesetzgebers usw. intuitiv die richtigen Rechtsfragen finde, aufzeige. So hatte ich es auch beim Kindergeld eines Sohnes gehalten, nicht einschüchtern lassen durch die vielen Juristen, negativen Bescheide, selbst Klage beim Finanzgericht erhoben, am Ende schrieb mir ein Minsiterium in Berlin, es werde das Kindergeld nachzahlen, weiter gewähren. Der Gesetzgeber, auf den sich die Kindergeldstelle berief, hatte plötzlich die Vorraussetzungen für den Erhalt des Kindergeldes geändert. Als Bürger bedarf es jedoch der Planungssicherheit, muß der Bürger sich auf den Gesetzgeber verlassen können. Dieses Ringen um das Recht ist mit Erlebnissen in Geistigen Welten begleitet. Inspiration und Intuition wachen oftmals bewußt am Morgen in den Tag.
      Also es hat tatsächlich eine „Rentenerhöhung“ gegeben.
      Es geht die rechtliche Auseinandersetzung jedoch noch weiter, einen kleineren monatlichen Betrag für das Heizungsgeld. Da hat aber die Beklagte einen Fehler begangen, weil es mir persönlich schrieb, sie verstehen mein Begehr auf ein eigenverantwortliches Leben. Die Beklagte gibt also zu, sie verletzt Artikel 1 des Grundgesetzes. Daneben wird Artikel 6 verletzt, da das Jobcenter uns als Ehepartner rechnerisch gegeneinander ausspielt. Habe in den letzten Tagen bundesweit verbreitet, komme ich der Bitte des Richters nach, dann kommen andere Dinge ins Spiel. Das Umgehen mit der Geistigen Welt ist nicht nur ein Vertrauen, es ist ein Wirkensstrom, den es zu entdecken gilt… .

      Mut wie er von Ingrid benannt wird, er fließt mitten ins Herz.... Ein Streiter für "Michael".... .
      E.S.

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    14. "Der Sufi-Meister droht nicht, er warnt, gibt einen wohlmeinenden Rat"

      eine doch sehr naive Sicht der Dinge.

      Wenn jemand ein Verbrechen vorhersagt, welches dann genau unter den Bedingungen eintritt, wie dieser Jemand sie schildert, dann dürfte es sehr blauäugig sein, hier von wohlmeinender Prophezeiung, Warnung, Rat oder eben "Hellsichtigkeit" zu sprechen.
      Angenommen, es wäre wirklich wahr, dass der Sufi-Meister Rudolf Steiner über die Möglichkeit des Abbrennens des Goetheanums "wohlwollend warnte", dann wäre dies ein erdrückendes und mit Sicherheit gerichtsrelevantes Indiz für Brandstiftung gewesen, ein ziemlich eindeutiger Hinweis auf Mittäter- oder zumindest Mitwisserschaft des Sufis in Bezug auf ein geplantes oder eben angedrohtes Verbrechen.

      Alles andere wäre - wenn nicht eine bewusste - doch eine sehr naive Verklärung, also um es mit den Worten Michael Eggerts zu sagen, eine "Idiotie, die nicht ins 21. Jahrhundert passt".

      Und für den Fall, dass die Schilderung Herrn Selers sich nicht so zugetragen hat, d.h. wenn die Geschichte mit dem "Hinweis" des Sufis an R.S. frei erfunden wäre, dann würde der bewusste Verweis darauf eindeutig den Tatbestand einer Anti-Islam-Propaganda erfüllen.

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    15. "....dann würde der bewusste Verweis darauf eindeutig den Tatbestand einer Anti-Islam-Propaganda erfüllen."

      wenn und wenn. Warum eine "Anti-Islam-Propaganda" konstruieren?!
      Hatte vorletztes Jahr der Wissenschaftlerin Dr. El Omari von der Universität Münster geschrieben, später öffentlich verbreitet, wie gerade ein inneres Erlebnis mit der Wesenheit "ALLAH" eine Grundvoraussetzung war.. . Erfuhr später von Prophezeiung im Islam, Christus werde wiederkommen, das Kreuz zerbrechen.

      Habe diese Dinge veröffentlicht. Wissenschaftler können das alles in Zusammenhänge bringen. Da wir im Hintergrund die Geisteswissenschaft Steiner mit ihren Aussagen vorliegen haben, kann jeder die Hinweise zum Islam nachlesen... .
      E.S.

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    16. Hallo Anonym,

      Sind Sie sich bewußt, wie Sie arbeiten, Sie kosntruieren, unterstellen eine mögliche Lüge, bauen Ihre Gedanken damit auf. Sie gehen ja gar nicht innerlich in die erzählte Geschichte hinein. Sie würden dann nämlich erkennen, die Anthroposophen könn-t-en bleidigt sein, weil "ihr" großer Menschheitsführer einen Rat nicht annahm, dann ins Verderben mit dem Ersten Goetheanum geriet. Es wurde von mir doch ausgeführt, ich lernte den Sufi-Meister persönlich kennen, dessen Vater mit Steiner im Goetheanum war. Alleine diese Geschichte ist interessant, weil Steiner diese Begegnung nicht schilderte.
      War etwa eine Woche im Retreat-Lager am Mont-Blanc. Die geistigen Übungen, welche der geistige Lehrer uns vollführen ließ, waren sehr lehrreicht. Es ging um Intuition. Wir übten auch das Mantra, La illaha illa... welches mit bestimmten Körperbewegungen ausgeführt wurde. Nach einer Woche spürte ich, solle das Retreat vorzeitig beenden. Jahre später traf ich den Mann, der mir die Geschichte mit dem Goetheanum erzählt hatte, fragte nach dem Retreat. Er war erstaunt. Das Retreat wurde nach meiner Abreise abgebrochen, weil ein kleiner See, aus welchem das Trinkwasser entnommen wurde, alles hoch in den Bergen, verunreinigt war, alle bekamen Durchfall. Hatte also intuitiv die Abreise vorgenommen.
      Zeigen Sie Ihr Gesicht, wer sind Sie, warum wollen Sie partout angreifen, welche Lust treibt Sie in diesem Tun. Was hat Sie gestört, gereizt. Wo sind Fragen, welche geklärt werden, gemeinsam.... .
      E.S.

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    17. @ Seler

      ich konstruiere und unterstelle rein gar nichts.
      Wenn, dann tun Sie das!
      Ich weise nur darauf hin, dass wenn der besagte Sufi Rudolf Steiner wirklich dasjenige mitgeteilt haben sollte, was Sie schreiben, dies kein gutes Licht auf ihn und den Islam werfen kann, und für den Fall dass die Geschichte unwahr ist, durch das reine Kolportieren dieser Geschichte ihm und indirekt dem Islam auf ungerechtfertigte Weise geschadet wird.

      Den Stein ins Rollen gebracht haben doch Sie selbst, wie wollen Sie jetzt gegen diese Tatsachen argumentieren?

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    18. warum sollte die Aussage des Sufi kein gutes Lich auf den Islam werfen. Das wäre doch ein guter Sufi, der Steiner warnt.

      Es gibt durchaus Grund zur Sorge:

      "Es gibt ein mahnendes Beispiel: Bosnien-Herzegowina. In dem mehrheitlich muslimischen Balkanstaat investierten Saudi-Arabien und Katar großflächig in Wirtschaft und Tourismus. Sie kauften Land und errichteten Gebäude, schickten Missionare und Prediger. "Da haben arabische Staaten den offenen bosnischen Islam verdrängt", sagt Thüringens Verfassungsschutzchef Stephan Kramer. "Und deshalb kann man sich vorstellen, wohin auch in Deutschland die Reise geht.""

      http://www.sueddeutsche.de/politik/salafismus-wie-arabische-staaten-fundamentalistische-missionierung-in-europa-finanzieren-1.3541546

      E.S.

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    19. @ E.S.

      "warum sollte die Aussage des Sufi kein gutes Licht auf den Islam werfen?"

      Gegenfrage:
      Meinen Sie allen Ernstes - wenn die Mitteilung des Sufis so erfolgte wie Sie sie schildern (wenn Sie auch den Beweis schuldig bleiben) - also dass bei einer gegebenen Verstrickung, Mittäter- oder zumindest Mitwisserschaft in Bezug auf ein dann offensichtlich als geplant, vorhergesagt und schließlich auch durchgeführt anzusehendes Verbrechen, ein gutes Licht auf eine derartige Person und bei einem Sufi auf die mit ihm verbundene Religion fallen könnte?

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