Cosimo, Cellini und der Perseus- Verlag. Ein Gastbeitrag von Stefan Schulz

Quelle: Perseus- Verlag
Cosimo de‘ Medici (1519–1574) und Thomas Meyer (Redakteur des Perseus-Verlags und der Zeitschrift ›Der Europäer‹) haben offenbar etwas gemeinsam: Beide fühlen sich durch ein Kunstwerk von Benvenuto Cellini repräsentiert: die Bronzestatue des Perseus, der die Medusa besiegt. Ein paar Fotos kann man sich bei Wikipedia anschauen. Auch der Text ist meines Erachtens lesenswert:
https://de.wikipedia.org/wiki/Perseus_(Benvenuto_Cellini)

Cellini schuf die Skulptur um 1550 im Auftrag Cosimos. Ganz unten auf der Wikipedia-Seite ist auch die Zeichnung abgebildet, die der Perseus-Förderverein als Logo verwendet und die in stilisierter Form vom Perseus-Verlag übernommen wurde:
http://www.perseus.ch/verlag/perseus-foerderverein

Diese Zeichnung, die Cellinis Perseus wiedergibt, stammt vermutlich aus dem 20. Jahrhundert. Im Text der Wikipedia-Seite (letzter Satz) findet sich außerdem ein Link, aus dem hervorgeht, dass sie von einer polnisch-nationalistischen Gruppierung namens Zadruga als Plakat benutzt wird. Einen Überblick über die Zielsetzungen von Zadruga vermittelt deren Internetseite:
http://zadruga-swinoujscie.cba.pl/wordpress/

Neben Cosimo und Thomas Meyer taucht also noch ein Dritter auf, der sich auf Cellinis Perseus beruft. Wer die Zeichnung angefertigt hat und ob sie gar von Zadruga selbst stammt, konnte ich nicht herausfinden. Interessant wäre auch zu erfahren, woher der Perseus-Förderverein die Zeichnung hat.

Perseus-Michael?


Was ist nun aber der jeweilige Beweggrund für Cosimo, Thomas Meyer und Zadruga, sich ausgerechnet Cellinis Perseus-Statue zu Repräsentationszwecken auszuwählen? Fangen wir mit Thomas Meyer an: In einem Editorial seiner Zeitschrift (siehe http://www.perseus.ch/archive/5599) erklärt er, er habe bereits bei der Gründung des Verlages den griechischen Mythos im Auge gehabt. Medusa verkörpere für ihn »die alten, dekadent gewordenen Kräfte der Hellsichtigkeit. Sie mussten im Spiegel der reflektierenden Vernunft abgetötet werden, wenn Menschheitsfortschritt werden sollte.« Zudem gebe es einen Zusammenhang zwischen dem Sternbild des Perseus und dem Erzengel Michael. Die Astronomin und Anthroposophin Elisabeth Vreede habe deshalb einmal von »Perseus-Michael« gesprochen. »Wir haben es«, folgert Meyer »mit einem Michaelskämpfer zu tun, der alte anti-rational gewordene Kräfte zurückzudrängen hat. Sein Schwert ist das Michaelschwert.« Darüber hinaus verlange der heutige Michael-Impuls eine »Spiritualisierung des Intellekts«.
Das sind Worte, mit denen wohl viele Menschen einverstanden sein werden. Auch ich kann mich dieser Deutung des Perseus-Mythos anschließen. Probleme habe ich nur dann, wenn Meyer versucht, sie auf den Perseus von Cellini zu übertragen, denn ich kann sie dort nicht wiederfinden. Meyer tut ja so, als könne das Perseus-Motiv in jeder Gestalt seine immer gleiche symbolische Gültigkeit bewahren. In einer Fußnote schreibt er: »Es [das Logo des ›Europäer‹] hätte selbstverständlich auch in anderer Art aus dem spirituellen Perseus-Motiv umgesetzt werden können

Oha, da frage ich mich doch: auch nach Art nationalsozialistischer Gestaltungsweise? Das Michael-Motiv wurde ja z.B. auch im Dritten Reich verwendet, aber nicht als Zeichen der geistigen Überwindung von Widersachermächten, sondern als Verherrlichung des Krieges. Das sieht man diesen »Kunst«-Werken auch an und wer würde behaupten, dass es sich da noch um etwas Spirituelles handelt?

Um Gestaltungs- und Stilfragen kümmert sich Meyer aber nicht. Er zählt die Attribute des Perseus auf – die Merkurflügel an den Schuhen, den spiegelnden Schild der Athene und das Schwert – und meint, dass das ausreiche, um daraus ein spirituelles Motiv herauszulesen. Was er hingegen nicht erwähnt, sind die Blutströme aus Kopf und Hals der Enthaupteten, ihr nackter Frauenkörper, auf den Perseus seinen Fuß setzt und das waagrecht (in Richtung des Volkes) gerichtete Schwert.
Wie dieser Anblick auf das florentinische Volk der Spätrenaissance gewirkt hat, lässt sich leicht vorstellen. Hier ein Auszug aus einem Internet-Beitrag:

»Aber auch der politische Kontext von Cellinis Bronzestatue sei kurz aufgezeigt: Der erst achtzehnjährige Cosimo de’ Medici hatte nach seinem militärischen Sieg 1537 mehr als dreißig führende Republikaner hängen und köpfen lassen. Als der Herzog in den folgenden Jahren versuchte, die Bevölkerung durch immer schärfere Maßnahmen zu entwaffnen, um damit jede Möglichkeit zur Rebellion zu unterbinden, entstand die Idee, eine monumentale Perseusstatue zu errichten. Cellinis Bronzegruppe erinnerte so unverhohlen an Cosimos Abrechnung mit seinen Gegnern, dass der Dichter Andrea Agnolo ihn mit ›Herzog Perseus‹ ansprach. Wie die Republikaner durch Cosimo hingerichtet worden waren, so sollten deren Nachfolger vor dem Haupt der Medusa erstarren, ›und das Schwert des Perseus begleitet die Politik, die Gewalt in der Amtsperson des Herzogs zu monopolisieren, als Drohgebärde‹ (Bredekamp 2003, S. 342).«
(http://syndrome-de-stendhal.blogspot.de/2013/03/cellinis-medusentoter.html)

Cellinis Perseus gilt heute als Beispiel für das zunehmende Ausleben weltlicher Fürstenmacht. Es ist bekannt, dass Cosimo sich mit Perseus identifizierte. Er machte sich die Verehrung, die man dem mythischen Helden entgegenbrachte, zunutze, um seine eigenen Ziele zu verfolgen. Wenn man in Florenz vor der fünf Meter hohen Skulptur steht, bekommt man einen Eindruck davon. Es ging ihm gerade nicht um den Perseus, der alte dekadente Impulse durch ein neues Bewusstsein überwindet, sondern es ging ihm in erster Linie um Gewalt und Einschüchterung. Cosimo sah sich selbst als Perseus, und in Gestalt des Perseus hielt er seinem Volk das Gesicht der Medusa entgegen. Das – zusammen mit den von Cosimo verübten Schauprozessen und Hinrichtungen, die er begangen hatte – reichte aus, um das Volk erstarren zu lassen: Jeder, der das sah, wusste, was ihm blühte, wenn er nicht gehorchte. Dem Wesen nach ist Cellinis Perseus-Figur wohl eher eine Medusa als ein Perseus.
Es gibt durchaus Künstler, die das Perseus-Motiv so umzusetzen wussten, dass sie dem spirituellen Vorgang gerecht wurden, z.B. indem sie die Verwandlung der Medusa in Pegasus, das geflügelte Pferd andeuteten. Doch Cellinis (bzw. Cosimos) Anliegen war ein gänzlich anderes. Cellini, der in seinem Leben mindestens drei Morde beging, konnte sich hervorragend in einen Menschen hineinversetzen, der einen anderen brutal enthauptet (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Benvenuto_Cellini). Seine Skulptur ist zwar mit Recht berühmt, denn er verstand etwas von Harmonie, Ausgewogenheit und Ästhetik in der Kunst, und er setzte diese Fähigkeiten so ein, dass Cosimo mit seinem »Heldenporträt« vollauf zufrieden sein konnte. Auch macht das Standbild etwas sichtbar, was den Künstler und seinen Herrscher charakterisiert. Allerdings ist es ein Unterschied, ob ich es als Kunstwerk nehme und seine Ausführung bewundere oder ob ich es als Vorbild für ein Logo verwende. Denn mit einem Logo mache ich eine Selbstaussage; es steht sozusagen für den Geist einer Sache. Ein Kunstwerk, in welchem beispielsweise das Wesen der Rache überzeugend herausgearbeitet ist, ist genial. Aber wer würde ein Kunstwerk als Logo wählen, in welchem das Wesen der Rache thematisiert ist? Oder das Wesen der Lüge? Thomas Meyer hat sich ein Logo ausgesucht, das auf Gewalt und Unterdrückung basiert.

»Das Was bedenke, mehr bedenke Wie«


Hat sich schon Cellini mit seiner naturalistischen Darstellungsweise vom »spirituellen Perseus-Motiv« weit entfernt, so gilt das umso mehr für die Zeichnung aus dem 20. Jahrhundert, die dem Perseus-Förderverein als Logo dient. In ihr ist das Physische noch wesentlich stärker betont, und zwar mit den Mitteln, die eigens der Grafik als einem zweidimensionalen Medium zur Verfügung stehen. Möglicherweise wurde sie auf Grundlage eines Fotos realisiert, aber auch ein Foto trifft ja bestimmte Aussagen durch den speziellen Ausschnitt, die Perspektive, Beleuchtung u.v.m. Mich erinnert die Zeichnung spontan an die »Kunst« des Dritten Reichs: die leichte Untersicht, der seltsam steife Zeichenduktus, die Monumentalität, das muskulöse Heldenideal und die ästhetisierende Verbindung von Gewalt und Erotik – lauter Kennzeichen des Nazi-Propaganda-Stils. Für einen entsprechenden Gebrauch bietet sich die Zeichnung daher meines Erachtens regelrecht an.
Schon Goethe sagte: »Das Was bedenke, mehr bedenke Wie.« Und wer das Wie dieser Zeichnung beachtet und sich in die Figur hineinversetzt, der kann darin keine Michaelsgestalt sehen, die einen geistigen Sieg erringt. Er kann darin lediglich die Zurschaustellung eines äußerlichen Tötungsaktes erblicken. Der aggressive Gestus der Figur fällt ja sofort ins Auge. Allein die Art, wie Perseus das Schwert hält, spricht von einer ausgeprägten Gewaltbereitschaft. Dieses Schwert mit der gebogenen Spitze bildet eindeutig den Schwerpunkt, das Kräftezentrum der gesamten Komposition. Diagonale Linien auf Oberkörper und Schenkel sowie die Lichtverteilung begünstigen zudem eine Blickrichtung von links oben – durch die Schwertspitze hindurch – nach rechts unten zu dem weiblichen Körper, auf den Perseus hier zu blicken scheint. Bestimmend scheint dabei sein leibliches Empfinden zu sein, nicht ein geistiges Geschehen auf der Bewusstseinsebene.

Im Verlags-Logo ist das Brutale des Vorgangs ein wenig abgemildert, da man Kopf und Körper der Medusa nicht genau erkennt. Doch auch von den Attributen, die Meyer aufzählt – Schwert, Flügelschuhe und Schild – ist nur noch das Schwert zu identifizieren. Also wer soll darin überhaupt noch einen Perseus erkennen? Was indes bleibt, ist die Geste: Die Geste der Gewalt und des Triumphes. Hinter der extrem durchgedrückten Wirbelsäule erhält der rückwärts ausholende Arm noch größeres Gewicht, und über dem angewinkelten Bein hebt sich die Schwertspitze scharf und deutlich ab (siehe das Cover des ›Europäer‹).

Da man bei einem Zeichen wie dem Logo generell mehr auf die Linienstruktur verwiesen ist, fällt hier besonders auf, wie die Horizontale (das Schwert) die Vertikale der Perseus-Gestalt in Hüfthöhe, das heißt in der Triebsphäre kreuzt. Man vergleiche das einmal mit einem Rosenkreuz, bei dem der Kreuzungspunkt in »Herzhöhe« liegt und die roten Rosen von einer Qualität künden, die man – im Gegensatz zu jenem »blutigen« Schwert – als Ausdruck wahrhaft michaelischer Überwindungskräfte erleben kann (siehe Rudolf Steiner: Makrokosmos und Mikrokosmos, GA 119 Vortrag 28.3.1910). Dagegen drängt sich bei dem Perseus-Logo die Verbindung von Gewalt und Ästhetik bzw. Erotik in ihrer ganzen Fragwürdigkeit umso stärker auf. Das Bemühen des Perseus-Verlags, das Schwert durch die goldene Farbe in ein Michaelschwert zu verwandeln, muss daran zwangsläufig scheitern.

Gewaltverherrlichung


Meines Erachtens ist das Perseus-Logo eine völlige Gegendarstellung zu dem, was Meyer darin sehen möchte. Mit seinen Worten über die kosmische Bedeutung des Perseus lenkt er vom eigentlich Sichtbaren (bzw. nicht Sichtbaren) ab. Er redet sich das Logo schön, ja er versucht es sogar als Michael-Motiv anzupreisen – die Tatsache ignorierend, dass es nicht einen geistigen Sieg veranschaulicht, sondern jenen Triumph feiert, der im Selbstgefühl physischer Kraft und Härte liegt. Es ist mir wirklich ein Rätsel, wie Meyer es fertigbringt, all diese Dinge auszublenden und sich die Wirklichkeit so zurechtzukonstruieren, wie er sie braucht. Anscheinend geht er davon aus, dass Bilder nicht für das Auge geschaffen sind, sondern bloß auf etwas hinweisen, was man eben wissen muss. Seiner Leserschaft erklärt er denn auch, was sie hinzudenken muss, weil man es dem Logo selbst nicht ansieht.

Aber die gewaltverherrlichende Wirkung lässt sich nicht durch Gedanken ausschalten. Und gerade der Perseus von Cellini ist ja ein Beispiel dafür, dass der geschichtliche Kontext in die Gestaltung mit hineinspielt. Ich bin außerdem der Auffassung, dass man bei einem Bild – und mehr noch bei einem Logo – mit dem rechnen muss, was in der heutigen Zeit lebt. Heute wissen die wenigsten Menschen etwas von Perseus, und noch weniger Menschen kennen die geisteswissenschaftliche Deutung des Mythos. Sie können also gedanklich gar nichts hineinprojizieren, was das Sichtbare des Bildes nicht hergibt. Ihnen stehen dafür andere Vorstellungen näher, die sie damit assoziieren, z.B. die Videos, in denen Menschen von IS-Kämpfern enthauptet werden. Wenn das Logo überdies als frauenfeindlich empfunden wird, kann man das niemandem verdenken. Im Perseus-Verlagsprogramm stößt man ja auf beide Logo‘s, so dass man den komischen Waschlappen, den der schwarze Perseus hochhält, als Frauenkopf erfasst. Hinzu kommt, dass das Logo ja nicht nur von Anthroposophen wahrgenommen wird, sondern dass es eine Außenwirkung hat. Und da fragen sich dann die Meisten, ob eigentlich alle Anthroposophen einen Sockenschuss haben.

Als Anthroposoph, der sich auf seine Steiner-Kenntnis viel zu Gute hält, müsste Meyer freilich wissen, wieviel Wert Rudolf Steiner auf das Wie eines Kunstwerkes gelegt hat. Immer und immer wieder hat Steiner bekräftigt, wie wichtig es sei, von der symbolischen Sichtweise wegzukommen und stattdessen zu bemerken, wie ein Bild oder ein Zeichen gestaltet ist und wie es auf den Betrachter wirkt. Er wollte, dass die Kunstbetrachtung nicht im Gedanklichen steckenbleibt, sondern dass sie den empfindenden Menschen erreicht, und zwar über die anschaulichen Qualitäten eines Kunstwerks. Denn erst im Erleben der Gestaltungselemente leuchtet der Ideengehalt eines Bildes ein. Doch Steiners Schriften über Kunst scheinen Meyer vollkommen fremd zu sein. Meyer will die anti-rationalen Kräfte »im Spiegel der reflektierenden Vernunft« abtöten, aber er bleibt dabei – jedenfalls in Bezug auf die Kunst – einem (wirklichkeitsfremden) Verstandesdenken verhaftet. Von einer »Spiritualisierung des Intellekts« kann da keine Rede sein.

Ich schreibe diesen Beitrag im Namen derer, die bereits versucht haben, Leserbriefe zum Perseus-Logo im ›Europäer‹ zu veröffentlichen. Meyer, der sich mit Kritik an Anderen nicht gerade zurückhält, erweist sich offenbar als unfähig, auch nur die leiseste Kritik an seinem Logo zuzulassen.

Stefan Schulz

Kommentare

  1. Perseus repräsentiert bei Meyer eher ein martiales Russland (vgl. St.Georg im Wappen), die gerettete Andromeda aber Europa. Gegner sei die atlantische NATO (Editorial). Die Weisheit Medusas ist dann die verwirrende russische Desinformation.

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    1. Aber Thomas Meyer wird der Medusa - russische Desinformation- kaum den Kopf (die Maske) abschlagen wollen. Er stellt eher ein Sprachrohr der Medusa dar.

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    2. Und Perseus/Putin verwendet Maske und Augen:
      Putin ist ‘a person who annually disappears from the public space for 7-10 days to make a facelift and pump himself with Botox’ (Schwez). “Er hat ein Funkeln in den Augen, man spürt die kalte Autorität darin, diese Kaltblütigkeit.“ (Platon)

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    3. Lest ihr eigentlich auch die Artikel, die ihr kommentiert? Das Anliegen von Stefan Schulz ist doch ein ganz anderes. Was er schreibt, ist echt ein Hammer: "Sex und Verbrechen" als Signum des "Europäers" und das Logo als Anti-Rosenkreuz-Zeichen! Aber ich finde, der Autor hat Recht. Als ich das erste Mal die Zeichnung im Verlagsprogramm gesehen habe, ist mir richtig schlecht geworden. Vielleicht sollte man ihm auch mal Faschodoron verabreichen, zusammen mit einem Präparat gegen Blindheit in Sachen künstlerische Gestaltung.

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    4. @ Anonym: Dein Kommentar war versehentlich im SPAM gelandet und wurde daher erst verspätet freigeschaltet. Tut uns leid.

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    5. Meyer nennt im letzten Editorial (www.perseus.ch/archive/6902) den Propaganda-Sender “Russia Today, den einzigen Sender, der sich dem westlichen Medien-Monopol mit Erfolg zu widersetzen weiß …“.
      Identifiziert er also den gewalttätigen Helden Perseus-Michael mit Putins Russland, statt mit Cosimo, mit Zadruga oder mit der NS-Bewegung, wie Schulz anführt? (vgl. das bekannte Bild von Putin als Fischer).

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    6. Mag sein, dass der Titel "Perseus, Putin und die Bilderberger" die Gedanken des Lesers in eine solche Richtung zu lenken vermag, vielleicht sogar ganz ungewollt. Das kann ich nicht beurteilen. Für mich als Außenstehenden, der Meyers poitische und sonstige Ansichten nicht kennt, liegt das völlig fern. Ich kann nur von dem ausgehen, was ich sehe. Und wenn ich schon assoziativ denke, dann finde ich es viel näherliegender zu fragen, ob Meyer mit seinem Logo eine Art Warnung ausspricht, nach dem Motto: "Achtung, wir lassen auch Köpfe rollen!" Im übertragenen Sinn, versteht sich - allein mit Worten. Und ganz allgemein, bezogen auf alle Andersdenkenden, die sich die Zeitschrift vorknöpft.

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    7. Meyer ist überzeugt “von der ehrlichen Friedenssuche des russischen Präsidenten“ (www.perseus.ch/archive/5599). Das ist seine antifaktische, politische und spirituelle Ansicht. “In vernunftgeleiteter Art“ bespricht Meyer die Drohung der NATO-Waffen, aber er lässt die hybride russische Kriege (Worte und Waffen) in Georgien, Ossetien, Krim und Donbass aus.

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  2. What was that snaky-headed Gorgon shield
    That wise Minerva wore, unconquered virgin?

    (Milton)

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    1. Ja, Minervas spiegelnder Schild: Meyer erwähnt ihn in seinem Editorial, aber in seinem Logo ist er nicht vorhanden. Vermutlich ist er ihm selbst abhandengekommen - und damit auch die Möglichkeit der Selbstreflektion...

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  3. Ja, Minervas spiegelnder Schild: Meyer erwähnt ihn in seinem Editorial, aber in seinem Logo ist er nicht vorhanden. Vermutlich ist er ihm selbst abhanden gekommen - und damit auch die Möglichkeit der Selbstreflektion...
    (Jurij)

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    1. @ Jurij:
      Tut mir leid, Deine Kommentare sind leider wieder (falls Du mit Anonym vom 13. Juni identisch sein solltest) im SPAM gelandet – keine Ahnung, woran das liegen mag.
      Ich habe jetzt den letzten Deiner wiederholten Versuche freigeschaltet.

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