Der Guru ist tot, aber er rührt sich noch. Über Andrew Cohen in DIE ZEIT

Cohen und Gronbach auf Cohens Website
Guten Morgen, Ihr Erdlinge. Guten Abend, ihr Sehnsüchtigen. Ihr, die Ihr Euch nach Vollendung, nach Reinheit, nach Erfüllung und sinnhaftem Leben sehnt, Ihr müsst jetzt ganz stark sein. Denn die Zeit der Gurus - so jedenfalls stellt DIE ZEIT diese Woche fest- ist endgültig vorbei: „Das ist der Meta-Effekt der gegenwärtigen Medienwelt: Der Meister gerät zur skandalösen Figur, der gerade noch Heilige verwandelt sich in den Alltagsmenschen und Kumpel von nebenan.“ (1)

Die Macht des Überhöhens und Verschweigens, des Idealisierens einer übermenschlichen Projektionsfläche in Gestalt des Gurus zerbricht im multimedialen Zeitalter; der quasi- übermenschliche Allwissende wird vom Podest gefegt, wenn sich seine Adepten zusammen tun und sich in den sozialen Netzwerken über die allzu menschlichen kleinen schmutzigen Geheimnisse der Führergestalt austauschen. Das Über- Ego dessen, der über den kleinen Bedürfnissen und Bedürftigkeiten schwebt, seine Reinheit, nach der die Adepten schmachten, zerspringt angesichts der neuen medialen Realitäten in Stücke- jedenfalls, was die klassischen, abgelebten Varianten des Gurutums betrifft. Ohne Geheimnis, ohne Idealisierung ist der Meister lediglich ein weiterer Ritter von der traurigen Gestalt. Der Anbetungswürdige findet sich im Staub wieder, und der Bann - die Bezauberung- zerbricht.

Bernhard Pörksen bringt drei Beispiele von Gurus, denen genau dieses widerfahren ist: Missbrauch, Gewalt, Ausbeutung der Jünger haben ihnen den Hals gebrochen. Einer von ihnen, die Pörksen vorstellt, ist der von Info3 und einigen anthroposophischen Funktionären promotete Andrew Cohen: „Es gibt das schöne Bild und das hässliche Bild des Andrew Cohen. und man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen: Es wird allein das hässliche Bild überleben. Es zeigt ihn als Sektenführer, als Soziopathen, als jemand, der seine Schüler geschlagen hat. Der Spaß hatte an der Unterwerfung anderer und der seine Anhänger drängte, ihm Geld zu geben, das sie ihm nicht wirklich geben wollten.“ (1) Websites, Facebook- Gruppen, filmische Dokumentationen und Bücher haben Cohen demontiert, der sich mehrere Jahre zurückzog, öffentlich Reue mimte und Besserung gelobte. 2017 aber hat er trotz massiver Anfeindungen ein Comeback versucht - auch mit Hilfe anthroposophischer Anhänger wie dem hinduistisch- emphatischen Info3- Autor Sebastian Gronbach-, dessen Ausgang noch offen ist: „Er wolle künftig, so versprach er, ein spiritueller Lehrer mit Fehlern sein, mit Schwächen, ein lernbereiter Mensch. Seit einigen Monaten gibt er wieder Seminare in den uSA und in Europa, nun vor deutlich geschrumpftem Publikum.“ (1)

Pörksen räumt dem wenig Chancen ein, da der Zauber des spirituellen Führers eben von der Überhöhung und dem Geheimnis lebt. Die aggressive Public Relations- Arbeit, die das Wirken von Typen wie Gronbach oder Cohen begleitet, kann nicht verhindern, dass immer wieder Aussteiger- Berichte oder Leaks auftauchen, die die Integrität der Führer zumindest infrage stellen, ins Lächerliche ziehen oder Widersprüche in Verhalten oder Äußerungen aufzeigen. Bei Gronbach werden Kritiker online daher unverzüglich geblockt, oder- wie ich selbst hier in Blogs oder bei Facebook über die Jahre erlebte- von den ihn stützenden Anhängern und PR- Kampagnen einer Info3- Gruppe durch Gegenattacken geschützt und abgeschirmt. Ganz ähnlich ist man vor Jahren auch zur Unterstützung von Andrew Cohen vorgegangen- allerdings ohne Erfolg. Heute distanziert sich selbst die Integrale Bewegung, der er selbst einst vorstand, selbst aufs Schärfste von ihm.

Pörksen spricht daher auch „vom Tod des Meisters und vom Verglühen der Vorbilder in einer medial ausgeleuchteten Welt. Sie handelt davon, dass das religiöse und spirituelle Heldenzeitalter zu Ende geht..“ (1) Diese Art von Inszenierung einer desolaten Schüler- Meister- Beziehung, die zu Milarepas Zeiten ihre Berechtigung gehabt haben mag, gehört schlicht nicht ins 21. Jahrhundert und wird völlig zu Recht demontiert. Das verhindert freilich nicht, dass heute ähnlich gestrickte Muster auf der politischen Bühne auftauchen und die Massen bestricken- solche, die die geheimen Mächte hinter den Kulissen des Tagesgeschehens zu entlarven vorgeben und Verschwörungstheorien in offene Ohren blasen. Aber das ist ein anderes Kapitel der Idiotie.


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1 DIE ZEIT, 8. Juni 2017, no 24, „Entzauberte Gurus. Die Macht der religiösen Führer schien unumschränkt – bis sich ihre Kritiker und Opfer im Internet zusammenschlossen. Nun stehen die Idole am Pranger. Gut so?“ VON BERNHARD PÖRKSEN

2 Andrew Cohen bei Gronbach: http://www.andrewcohen.com/sebastian-gronbach-anahata-akademie/

Kommentare

  1. Regt an, die ZEIT zu kaufen.

    E.S.

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    1. Hier eine Einsichtmöglichkeit in den Artikel per Dropbox: https://www.dropbox.com/s/istnt3uxl25uu6f/ZEIT_2017_24_00050.pdf?dl=0

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    2. Danke für Hinweis.
      @...
      In der Zeit steht ein weiterer interessanter Artikel
      "Europa steckt in der Falle".
      E.S.

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  2. "PR- Kampagnen einer Info3- Gruppe durch Gegenattacken" - Jetzt stilisierst Du Dich auch noch zum Opfer einer Verfolgung? Das ist ja nur noch lächerlich!

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    1. Nur eine nüchterne Feststellung. Keine Selbststilisierung, schon gar nicht als Opfer.

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    2. Die Verteidigung unbescholtener Menschen gegen Verleumdung ist also eine "Gegenattacke" und eine PR-Kampagne? Ich kündige dir hiermit die Freundschaft, Michael; es reicht.

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    3. Das bedaure ich. Die Schärfe der Auseinandersetzung um Andrew Cohen war in Bezug auf ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Dir und mir schon seit mehr als sieben Jahren nicht gerade förderlich.

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    4. Felix, das ist albern. Du beschwerst Dich über den Ausdruck "Gegenattacke" sprichst aber andauernd von einem "Vernichtungswillen" wenn man die (hihihi) "unbescholtenen Menschen" öffentlich kritisiert.

      Als eine "PR-Kampagne" würde ich das auch nicht bezeichnen, einfach nur eine auffällige und vorhersehbare Info3-Kumpelhaftigkeit.

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    5. Grundsätzlich - willkommen in unserer offenen Gesellschaft der freien Meinungsäußerung :) Und dazu gehört natürlich auch Kritik bzw. Diskussion und Auseinandersetzung (warum wird hierbei eigentlich eine sogen. Freundschaft immer so gerne ausgeklammert? Immer nur Eis mit Schlagsahne und Schokoladensoße, sprich Ödnis und Materialismus, bringt doch kaum weiter, das nervt ja geradezu... Gerade in einer Freundschaft sollte man erfrischend ehrlich und offen - aber nicht sogleich beleidigt sein, was wertvolleres gibt es gar nicht)...

      Und wenn man Öffentlichkeit nun gar nicht will, weil es auch anstrengend ist, kann man ja einfach zu Hause in der Hängematte liegen, normal arbeiten gehen, meditieren, Kinder hüten oder Hund ausführen und die Rosen beschneiden (und Gott danken)...
      Oder halt eine Geheimloge bzw. ein Kloster gründen, mit fettem Schweigegelübde und viel Einsamkeit, um es so richtig ruhig zu haben (aber man wird sich wundern, man nimmt sich ja überall mit hin und was hinter so manchen, dicken Klostermauern passieren kann bzw. passiert ist, das weiß man ja ; )

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    6. Frage noch: Wo kann man sich den über Cohen zusätzlich informieren? Gibt es z.B. Aussteigerberichte oder gar Aussteigerforen usw.? Bezügl. einiger Sekten gibt es ja diese Aussteigerforen...

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    7. "Und dazu gehört natürlich auch Kritik bzw. Diskussion und Auseinandersetzung ..."

      Selbstverständlich.
      Nicht aber Verleumdung, üble Nachrede, Unterstellungen und skandalträchtige Nahelegungen.

      Ich finde den Pörksen-Artikel hervorragend und z.B. diese kleine Reportage von "The Atlantic" über Andrew Cohen und seine zerbrochene Community ausgezeichnet:
      https://www.youtube.com/watch?v=X3ess8txBX0

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    8. P.S.: Und zu den "Sekten" auch hier nochmal die warme Lektüre-Empfehlung:
      http://www.diagonal-verlag.de/50-buch.html

      (Achtung - der deutsche Titel führt in die Irre. ^^)

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    9. @ Valentin
      Es gibt diverse Aussteigerbücher über Cohen, eins sogar von seiner Mutter (!!) - "the mother of god". Auf deutsch gibt es "Liegestütz zur Erleuchtung" von Andre van der Braak

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    10. Danke Jungs, ich schau mir das mal an :))

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    11. Vorsicht bitte beim Verlinken von Elaboraten des in Italien höchst umstrittenen Massimo Introvigne, herausragender Vertreter und langjährige Führungspersönlichkeit von CESNUR und "Alleanza cattolica" (bis 2016!!), die beide nicht gerade für Geistesfreiheit stehen und in weiterem Sinne der extremen Rechten zuzuordnen sind.

      Das Eintreten für Religionsfreiheit mittels des angeblich notwendigen Schutzes von Sekten ist vorgegaukelt, es ging in der Vergangenheit immer wieder um Verunglimpfung von Dingen wie Empfängnisverhütung, Homosexualität, Ehescheidung, Scientology-Aussteigern und seinerzeit sogar um positive Stellungnahmen zur Befreiung des rechtsextremen chilenischen Diktators Pinochet.

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    12. Danke für die Info. Introvignes Thesen passen eh nur bedingt zu dem Thema. Dass staatliche Eingriffe in die Religions- und Glaubensfreiheit, sowie grundsätzlich der Begriff "Sekte" sehr fragwürdig sind, ist selbstverständlich.

      Die Kritik an Gronbach/Cohen in den letzten Wochen ging allerdings primär von Menschen aus, die sich teilweise seit Jahrzehnten selbständig mit spirituellen/religiösen Dingen beschäftigen und dem Ganzen mit Sachkenntnis, Erfahrung und differenzierten Urteil begegnen.

      Im Unterschied zum verunglimpfenden Begriff "Sekte": Der verwandte Begriff "Guru" wird eben von Cohen und noch viel mehr von Gronbach selbst benutzt.

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    13. Ach wie schön - jetzt trifft das horizontbeschränkte Gesabbel hier auch noch Massimo Introvigne - und mit seiner Verunglimpfung auch Hubert Seiwert und Antoine Faivre.

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    14. @Rainer: "... und dem Ganzen mit Sachkenntnis, Erfahrung und differenzierten Urteil begegnen"

      Das war ein Witzchen, oder? Ihr habt in Bezug auf Sebastian eben gerade keinerlei Kenntnis und Erfahrung - nullkommanull - und euer "differenziertes Urteil" besteht in Diffamierungen und Nahelegungen.

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    15. "horizontbeschränkte Gesabbel"

      wohl auch eher "Kritik bzw. Diskussion und Auseinandersetzung" und ganz und gar keine "Verleumdung, üble Nachrede, Unterstellungen und skandalträchtige Nahelegungen"?

      Klar, sich festlegen bringt ja auch nur Probleme mit sich!

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    16. "wohl auch eher 'Kritik bzw. Diskussion und Auseinandersetzung'"

      Nein. Massiver Ärger über sendungsbewusste Dummheit, über Desinformation und Verleumdung.

      Es ist für die Beurteilung wissenschaftlicher Aussagen und Positionen völlig unerheblich, was der Äußerer privat glaubt, nicht glaubt oder denkt. Das Urteilskriterium für die Positionen sind die objektiv prüfbare Argumentation in Bezug auf Thesen und die ebenso objektiv prüfbare Methodik in Bezug auf Untersuchungen.

      CESNUR ist eine wissenschaftliche Organisation - und zwar seit langen Jahren eine der führenden auf dem Gebiet der Religionswissenschaften. Massimo Introvigne ist - genau wie sein Co-Autor Hubert Seiwert und der Direktor des französischen Cesnur-Ablegers Antoine Faivre - international renommierter Religionswissenschaftler, der aus seiner Mitgliedschaft in der Alleanza Cattolica nie einen Hehl gemacht hat - weil sie für die Beurteilung seiner wissenschaftlichen Arbeit völlig unerheblich ist.

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    17. Der Horizontbeschränkte erlebt alles als 'Gesabbel', was außerhalb seines Horizontes liegt...

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    18. @ Felix
      Nö, kein Witz. Wenn man die Texte und damit auch die Entwicklung eines Autors über Jahre verfolgt, mit ihm und seinen Schülern (sofern möglich) diskutiert, sich auch ansonsten (wie ich) grundsätzlich mit der Materie sehr gut auskennt, kann man ziemlich leicht zu einem differenzierten Urteil kommen.

      Auch wenn an dieser Stelle immer das obligatorische "Besuch doch lieber mal unseren schönen Ashram" kommt.

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    19. "...kann man ziemlich leicht zu einem differenzierten Urteil kommen."

      Warum tust du's dann nicht?
      Ich meine: Es ist ja für jeden unvoreingenommenen und denkenden Menschen offensichtlich, dass weder du noch Michael auch nur in der Nähe eines differenzierten Urteils über Sebastian seid.

      Ihr mögt aus irgendwelchen Gründen keine Gurus und seht in solchen freiwillig eingegangenen Abhängigkeitsverhältnissen, wie sie sich in einem Guru-zentrierten Ashram ergeben, grundsätzlich einen Machtmissbrauch, narzisstische Motive beim Guru und eine Beschädigung der persönlichen Integrität der Adepten.
      Und dieses Sammelsurium an Vorurteilen haut ihr dann - ohne jeden konkreten Einblick und auch ohne jedes Interesse an den tatsächlichen Gegebenheiten - Sebastian um die Ohren und tut so, als seien alle diese Befürchtungen dort alltägliche Realität.

      Ich wiederhole mich: Dieses Vorgehen ist unter aller Sau und erinnert mich an die diversen Anthroposophie-Kritiker, die irgendwo mal einen schrägen Anthroposophen getroffen haben und seither behaupten, alle Waldorfpädagogen misshandeln Kinder, weil: sie haben's ja erlebt. Und man muss ja nur den irren Steiner lesen. Noch Fragen?

      Gaga hoch drei, aggressiv-dumm und - wenn's blöd läuft - für die Diffamierten ein Fiasko, weil Unterstellungen sehr leicht in die Welt zu setzen sind und immer nachwirken, der Beleg ihres Nichtzutreffens hingegen fast unmöglich ist.

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    22. ".... ein Fiasko"

      Für einen echten Guru gibt es kein Fiasko !!!

      Es ist nur das finanzielle Fiasko gemeint.

      E.S.

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    23. Michael, ich fordere dich auf, den letzten Kommentar von Ernst Seler zu löschen (meine beiden nachfolgenden kannst du dann auch entfernen).

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    25. "was gibt es da anzuzeigen?"

      Ihre Verleumdung, Herr Seler.

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    26. Ist es eine Verleumdung, wenn Gronbach als falscher Guru bezeichnet wird, meinen Sie das Herr Hau?!

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    27. Hab ich Gronbach angezeigt, als er mich bei Ihnen im Info3-Forum als "Schwarzmagier" bezeichente, habe ich nach dem Staatsanwalt gerufen, habe ich um Löschung gebeten?!

      E.S.

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    28. Ein Guru ist nicht deswegen ein "echter Guru", weil er kein Geld nimmt.
      Es gibt auch keine "echten Gurus". Jeder Guru arbeitet bewusst mit der Lüge, ist also falsch!
      Es kommt einzig darauf an, ob er die Falschheit zum Nutzen oder zum Schaden seiner Adepten einsetzt.

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    29. Kleines juristisches Seminar:

      im Falle eine Anzeige wäre berechtigt, es käme zu einem Prozess, der Richter:
      einst hat Herr Gronbach Herrn Seler als "Schwarzmagier" bezeichnet. Nun bezeichnet Herr Seler Herrn Gronbach als "falschen Guru".
      Beide "Beleidigungen" heben sich auf,
      falls es Beleidigungen sind.
      E.S.

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    31. Der Felix und der Sebastian und ihre Löschbutton-Dominanzphantasien...

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    32. @ Jurist,

      falsch.

      es müsste zu zwei getrennten und unabhängigen Verfahren kommen. Womöglich ist aber die Beleidigung Selers durch Gronbach bereits verjährt.

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    33. "es müsste zu zwei getrennten und unabhängigen Verfahren kommen".
      welcher juristischen Art?!
      E.S.

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    34. Herr Seler,

      dieses Forum ist keine Plattform für kostenlose Rechtsberatung!

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    35. Es geht nicht umBeratung, sondern Ihre Vorstellung zweier Verfahren, Sie verwendeten "falsch", also die Nachfrage. Gehe davon aus, Sie meinten, zwei Privatpersonen zeigen sich gegenseitig an. Dann wäre das natürlich von Gronbach verjährt. Es kann sein, der Richter der über meine Person sieht trotz der Verjährung.... ... . Lassen wir das.
      E.S.

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    36. @ Felix Hau

      "weil sie für die Beurteilung seiner (Introvignes) wissenschaftlichen Arbeit völlig unerheblich ist."

      das behauptet CESNUR selbst (Wikipedia).
      Wie man soweit kommen kann, sich unreflektiert diese Meinung zu eigen zu machen, dass es keine Rolle bei der Beurteilung der wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit spielt, wenn jemand über Jahrzehnte Vertreter rechtsextremer Organisationen war, erscheint in diesem Zusammenhang zumindest fragwürdig.
      Eine wissenschaftliche Abhandlung an dieser Stelle erübrigt sich, das Internet, insbesondere italienische Einträge, geben unendlich viel her zu diesem Thema, man kann gar nicht anders, als darüber zu stolpern.

      Sie lassen die Katze also aus dem Sack, in Bezug auf die Frage wes Geistes Kind Sie sind und welche Art des Herangehens an esoterische Fragestellungen Sie bevorzugen!

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    37. Eine unvoreingenommene, inhaltsbezogene Beurteilung von Aussagen jenseits persönlicher Vorbehalte des Beurteilers und unabhängig von persönlichen Vorlieben des Äußerers mag für Sie neu und ganz empörend sein, werter Anonymus, nichtsdestotrotz ist das üblich und selbstverständlich. Und das ist auch gut so.

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    38. Felix, das ist Quatsch. Es ging in meiner Gronbach-Kritik von vor 5 Wochen sowie in den folgenden Debatten nicht um meine Vermutungen und Vorurteile, was in seinem Ashram wohl alles so abgehen würde.

      Meine Kritik zielte auf seine für jeden einsehbaren Aussagen und Botschaften. Wenn jemand ernsthaft (und ziemlich häufig) von sich behauptet "Alle meine Aussagen sind Perlen der Weisheit" liegt da für mich etwas gestörtes vor (Ebenso wenn man Dinge sagt wie "Kein Scheiß. Nur Liebe. Ich kann nicht anders" und man über 18 ist).

      Dass erst später auf FB eine Ex-Schülerin erzählt hat über ihre Ashram-Erfahrungen (was inhaltlich nicht abgestritten wurde von den dort anwesenden Schülern) hat meine diesbezüglichen Bedenken allerdings nicht nur bestätigt, sondern vielfach übertroffen.

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    39. @ Felix,

      nein, empörend ist es auf keinen Fall. Warum sollte man sich auch über Realitätsverweigerung empören?

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    40. Ich hab da grad ein Déjà-vu: Klappe die 980ste.

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    41. Was übrigends merkwürdigerweise inhaltlich etwas unterging in der Debatte, ist der Umstand, dass SG seinen um seine Person kreisenden "Guruweg" ja zeitweise (vor allem auf der VAG) als progressive, evolutionäre Anthroposophie verkaufen wollte.

      Vor etwa einem 3/4 Jahr war die Anthroposophie wiederum für ihn vor allem "Mystik" - damit meinte er vor allem den Aspekt des "Einsseins", im All aufgehen, Gott statt Hierarchien, usw. Ich habe ihm daraufhin geschrieben, was man ursprünglich unter "Mystik" versteht, welche Namen damit verbunden sind, usw., er hat das Thema dann irgendwann gelassen.

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    42. Ich habe zwar wirklich keine Lust, hier eine inhaltliche Debatte zu führen - dafür ist mir das Umfeld leider mittlerweile zu mies und missgünstig -, aber einen Satz muss ich dazu jetzt doch loswerden, Rainer.
      Dein philiströses Kleben an irgendwelchen Ausdrücken und Handlungsweisen im Kontext von Spiritualität und Erleuchtung, dieses Schubladisieren anhand völlig unwesentlicher Oberflächlichkeiten ist so dermaßen ermüdend - ich habe dafür keine Worte.

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    43. Wieso ermüdend - dieser Aspekt ist in der Debatte bisher nicht oder nur kaum angesprochen worden. Wenn irgendjemand im Netz zB über den Islam schwadroniert, kann man doch leicht herausfinden, ob derjenige weiß, wovon er spricht, ob er die entsprechenden Bücher wirklich gelesen hat.

      Wenn ein anderer Anthroposophie als Mystik verkaufen will und sich herausstellt, dass er sich mit Mystik kaum beschäftigt hat, darf man das erwähnen (Um mal von dem Ashram/Guru-Ding wegzukommen. Oder sind auch inhaltliche Äußerungen unerwünscht?).

      Wenn man sich mit Mystik oder Erleuchtung oder Anthroposophie beschäftigt und das Ganze individualisiert hat, dann ist man soweit, ein "Kleben an irgendwelchen Ausdrücken" aufzulockern, bzw. zu revidieren. Ganz einfach, oder?

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    44. Anthroposophie ist Mystik. Das ist so selbstverständlich, dass es mir beinahe peinlich ist, es überhaupt zu schreiben. Alle Wege, die "zu Gott" führen (oder führen sollen) - wie auch immer man "ihn" und "sie" auch bezeichnen mag - sind mystische Wege. Alle. Ausnahmslos.

      Man muss nicht ein einziges Buch über Mystik gelesen und man muss sich auch nicht mit Jakob Böhme und den anderen in der Philosophiegeschichte als "Mystiker" eingeordneten Figuren befasst haben, um zu begreifen, dass Anthroposophie gar nichts anderes sein kann, als Mystik.

      Es gibt einen ewigen Streit darüber, ob man "Erleuchtung" und eine "mystische Erfahrung" gleichsetzen kann. Es ist im Kern derselbe unsinnige Streit, der um die Begriffe Einweihung und Erleuchtung kreist. Er ist völlig irrelevant. Wenn’s einen erwischt, wird man’s merken – und keinen Wert mehr darauf legen, wie es genannt werden soll.

      Genauso irrelevant sind vor dem Hintergrund dessen, worum es eigentlich geht, die diversen Methodiken und Wege "zu Gott". Das ist weitgehend Geschmackssache und die einen funktionieren - grundsätzlich oder im Einzelfall - wenigstens etwas besser als die anderen (eigentlich funktioniert gar nichts verlässlich - die Anthroposophie schon zehnmal nicht). Ob man dazu Anthroposophie, Theosophie, buddhistische Meditationspraxis, hinduistischen Yoga, islamische Gebetsformeln, irgendwelches gnostisches Instrumentarium, christliche Auspeitschungen, Niederwerfungen, Kreuzigungen, das täglich dreimalige Anrufen des Spaghettimonsters, zehn Knoblauchzehen, LSD, Erdbeeren, Tequila oder die Sartre- und Nietzsche-Lektüre verwendet, ist vollkommen schnurzpiepsegal.

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    45. Aber das anthroposophische Alleinstellungsmerkmal ist es, dass sie die Mystik mit dem Denken kompatibel macht....

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    46. Und jeder, der das Denken für Schrott erklärt und nur die Mystik gelten lassen will, erklärt damit auch die Anthroposophie für Schrott, denn das Denken ist nunmal ein Wesenskern der Anthroposophie...

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    47. Jup, that's true. Aber ob das so zielführend gewesen ist, wage ich mittlerweile zu bezweifeln.

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    48. Das Denken wird von der Anthroposophie zu Recht als dasjenige Element bezeichnet, das in sich selbst bereits offenbar spirituell ist und deshalb ein gutes Mittel darstellt, um die Wirklichkeit des Geistes zu erfahren.
      Leider kommt man aber auch auf dem Denkweg irgendwann an den Abgrund des Bekannten. Und dort hilft dann nicht denken, sondern nur springen.

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    49. Und jetzt noch ein, zwei persönliche Anmerkungen zu Sebastian (Teil 1 wegen Zeichenbegrenzung):

      Sebastian macht seit ich ihn kenne - und das sind jetzt immerhin fast 20 Jahre - immerzu dasselbe. Er brennt für dasselbe, er arbeitet an demselben, ihm ist dasselbe wichtig und es nimmt den zentralen Raum in seinem Leben ein. Es gab vor langen Jahren bei ihm einen "Erfahrungseinbruch", der seine bis dato intuitiv eingeschlagene Richtung durch die Unmittelbarkeit des Erlebens, das Erleuchtungen nun mal eignet, intensiviert und zu einem bewussten Weg geformt hat - das hat aber zum einen seine Ausrichtung nicht wesentlich verändert und war zum anderen lange vor dem Ashram.

      Ob er seine Ausdrucks- und Lebensformen ändert, ob er eher versteckt oder offen als Lehrer (oder ostentativ als Guru) arbeitet, ist total belanglos und höchstens für die individuelle Entscheidung interessant, ob einen die aktuelle Form anspricht oder nicht.
      Wesentlich ist der Background und das, worum es ihm geht: Freie, kreative, erwachsene, selbstbewusste Menschen, die sich darüber bewusst werden, dass sie an vorderster Front der Evolution stehen und ihr Leben und diese Welt gestalten können - und zwar zum Wohle aller Wesen.

      Um die dem menschlichen Individuum innewohnende Freiheit begreifen zu können, ist es unabdingbar, die eigene Egozentrik aufzugeben, den ganzen blödsinnigen und überflüssigen Kram, den man sich stetig selbst in den Weg legt, sein zu lassen und endlich der- oder diejenige zu sein, der oder die man schon lange wäre, wenn man sich selbst ließe.

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    50. Teil 2:

      Man kann zu diesem neuen Lebensgefühl auf sehr beschwerlichen Wegen kommen – indem man eine (vernünftige, also tiefenpsychologische) Psychotherapie bei einem optimistischen Therapeuten macht, indem man 40 – oder 400 - Tage in die Wüste geht, eine reflektierend Selbstanalyse betreibt, bis man „durch“ ist --- oder, indem man es einfach just in einem einzigen Augenblick begreift.

      Doch, das geht. Es ist sogar das einzige, was wirklich funktioniert und was auch bei allen anderen möglichen Wegen schlussendlich als Ergebnis dasteht, falls sie erfolgreich sind. Und: nein, es ist nicht gefährlich, es ist in jedem Fall befreiend.

      Das, Rainer, ist, was Sebastian tut.

      Und vor diesem Hintergrund ist euer borniertes Genörgel entlang irgendwelcher Verhaltensnormen, sprachlicher Konventionen und Erfahrungen mit historischen Camps durchgeknallter Sinnsucher einfach nur absurd, andererseits aber typisch für die zu 95% komplett ahnungslose Anthroposophenschaft, die noch nie begriffen hat, wer Steiner war, was er eigentlich wollte und wozu das alles gut sein soll.

      Stattdessen suhlen sie sich wahrscheinlich noch die nächsten 300 Jahre in irgendwelchen blödsinnigen imaginativen Heiligenbildchen und „dem Christus“. Und nicht mal den haben sie verstanden, obwohl Steiner „ihm“ und „seiner Geschichte“ sein allererstes esoterisches Buch gewidmet hat – eine quasi-Anleitung zum Verständnis alles Folgenden.

      Es ist mir allerdings trotzdem vergleichsweise egal, dass ihr das aufgrund irgendwelcher narzisstischer Kränkungen und alberner Vorstellungen von Spiritualität auch nicht begreifen werdet. Mir geht es in der Verteidigung von Sebastian ausschließlich darum, dass es Grenzen des aggressiven und ahnungslosen (Ver-)Urteilens gibt - die nötigenfalls auch juristisch definiert sind. Und die werde ich verteidigen, so wie ich das in allen mir begegnenden Fällen tue, in denen mit unlauteren Mitteln "Kritik" geübt wird.

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    53. Nein, wenn man den Denkweg richtig geht, dann kann man an seinem Ende fliegen und braucht nicht zu springen. Das Denken hat sich selbst so spiritualisiert, dass es alle Schwere verloren hat und nichts mehr nach unten zieht...

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    54. Entschuldige, Stephan, aber es ist - übrigens auch im Angesicht von Steiner, der das, worum es geht und das vom Denken nicht erreichbar ist, mal etwas melodramatisch als "Hadesweg", mal etwas treffender als "wahres Ich" schildert - einfach zutiefst albernes anthroposophisches Gelaber. Ich höre den Quatsch jetzt seit über 20 Jahren und ich kann es nicht mehr ertragen. Diese Hybris bei gleichzeitiger offensichtlicher Ahnungslosigkeit ist grotesk.

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    55. Hier gab es - vielleicht symptomatisch- ein inhaltliches Durcheinander. Ich bezog mich auf die Mystik weiter oben und hatte geschrieben: "Wohl wahr. Dann zeigt sich, dass das mystische Element in der anthroposophischen Praxis nur das notwendige Wortgeklingel ist- man muss, um sich verständlich zu machen, auf historische Wortbilder zurück greifen. Dadurch erscheint das Ganze im mystischen Kleid." Felix dagegen sah die Notwendigkeit, ganz in einem mystischen Erfahrungsbereich einzutauchen. Ich vermute, dass sich hier, im "meditativen" Feld, der eigentliche Dissenz auftut. Dass eine Art Sprung in ein energetisches Erfahrungsfeld stattfindet, ist nicht der Punkt. Aber die Verständigung darüber, worum es sich handelt, scheint kaum möglich

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    56. @Michael: Die Verständigung "darüber", worum es geht, ist mit so gut wie allen Menschen möglich, die einen "spirituellen Draht" haben - außer mit Anthroposophen. Die werden's auch in 1000 Jahren weit von sich weisen. Insofern: Ja, da liegt in der Tat ein Dissens.

      Das ist aber nicht der Dissens, der uns beide immer wieder in die Quere kommt. Der liegt ganz woanders. Und ich möchte dich in diesem Zusammenhang bitten, deinem Blog ein Impressum beizugesellen; dessen Mangel hätte heute um ein Haar zu einer Abmahnung geführt. ^^

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    57. Ein Impressum ist vorhanden. Ich kann es aber für Dich gern deutlicher positionieren. Vielen Dank für den Hinweis.

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    58. Gern. Es ist nicht so sehr für mich - ich weiß ja, wo dein Haus wohnt -, sondern für böse, böse Anwälte, deren Aufgabe es ist, ihre Mandanten vor ganz harmlosen Verleumdungen zu schützen. Du hast Selers Kommentar just in dem Moment gelöscht, als der Jurist dabei war, dir eine Nachricht zu schreiben. Gnädiges Schicksal. ^^

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    59. Also nach Felix Hau:
      Anthroposophie ohne Denken, d.h. Anthroposophie ohne Waldorfpädagogik, ohne anthroposophische Medizin, ohne anthroposophische Kultureinrichtungen, Landwirtschaft etc.
      Anthroposophie nur noch als Steinerbild auf Guru Gronbachs Altar, das ich abends anbete und sage: 'RUDOLF, Du bist nach Guru Sebastian der zweitwichtigste Mensch in meinem Leben und Du hast Deinen Platz auch nur auf diesem Tischlein, weil der Guru ohne Dich gar nichts zu bieten hätte'.
      Vielleicht sollte die Lokalisation der Hybris nochmal überdacht und korrigiert werden!

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    60. Ich will damit auch nicht sagen, dass man durch den Denkweg und durch die Spiritualisierung des Denkens über den Abgrund zur Mystik kommt, aber man kann sein Denken so ausbilden, dass es der mystischen Erfahrung nicht mehr im Wege steht...

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    61. Ist dieses absichtliche Missverstehen eigentlich eine Art anthroposophische Möchtegern-Spiegelung, eine déformation professionelle, @Stephan? Lass es doch einfach. Ich bin sicher, dass wir uns dann ganz vernünftig unterhalten können.

      Denken ist toll (Nebenbemerkung: Ich wäre wirklich, wirklich froh, wenn ein paar mehr Menschen das Gedankenwerkzeug adäquat anwenden könnten; bei vielen mangelt es ja schon an basalster Logik). Weder ich noch Sebastian haben grundsätzlich etwas gegen das Denken. Es ist ein immens hilfreiches Mittel bei der Bewältigung des Lebens und auch von Erkenntnis.

      Nur: Die Erfahrung dessen, "was die Welt im Innersten zusammenhält", die schlechthinnige Seins-Erfahrung - Einweihung, Erleuchtung --- you name it - wird man nicht denkend erringen. No chance.

      Steiner ist ja bekanntlich anhand von Fichtes Werk eingeweiht worden. Keine Sau weiß, ob's stimmt - also: dass er von *jemandem* eingeweiht wurde. Aber das ist es, was er selbst in die Welt gesetzt hat. Und zumindest der Verweis auf Fichte scheint mir durchaus plausibel.

      Ich war vor sieben Jahren in Steiners Bibliothek in der Nachlassverwaltung, um ein paar Dinge vor Ort zu checken - unter andrem Vorhandensein und Zustand von Fichtes Einweihungsbüchelchen "Die Bestimmung des Menschen". Ist da und ist - wie bei Steiner im wesentlichen Fall üblich - in Teile zerlegt (das hat er gemacht, weil er manche für ihn wichtigen Buchteile stets mit sich führte).

      Ich empfehle die Lektüre!

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    62. Hier übrigens der damalige Bericht vom Dornach-Ausflug - die Fichte-Entdeckung wird auch erwähnt - noch in ganz frischer Begeisterung notiert. :-)

      http://www.endstation-dornach.de/dornach-reportage/

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    63. Natürlich erreicht man durch das Denken nicht das, was die Welt im Innerster zusammenhält, aber das Denken hält die Welt so zusammen, dass einem ihr Innerstes nicht einfach nur unmittelbar um die Ohren fliegt.

      Durch Guru Gronbach erreicht man weder das, was die Welt im Innersten zusammenhält, noch das, was die Welt im äußeren zusammenhält - absolutely no chance!

      'Niemand kommt zum Vater denn durch mich' (oder war der Spruch auch von Guru Sebastian, vielleicht noch mit einem 'echt kein Scheiß Ey!'?)
      Warum hat Gronbach eigentlich Messing-Buddhas rumstehen, wenn Steiner -wie oben von Dir betont- der Einführung seiner mystischen Schriften ein Buch über den Christus vorangestellt hat?
      //
      Widersprüche über Widersprüche, aber alle anderen Anthros sollen vollkommen gehirnamputiert sein...

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    64. Ich würd jetzt einfach mal etwas auf den Teppich kommen und sagen:
      Der Herr Gronbach betreibt eine ganz nette (nicht ganz billige) Wellness-Oase, wo man recht liebevoll begleitet seine Überspannungen loswerden kann.

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    65. :-)
      "Durch Guru Gronbach erreicht man weder das, was die Welt im Innersten zusammenhält, noch das, was die Welt im äußeren zusammenhält"

      Doch - im besten Fall sogar beides. Bislang kommen aus seinem Ashram ziemlich authentische, engagierte, selbstbewusste Menschen raus, die allesamt ihre Egozentrik abgelegt haben. Das gilt sogar für FrühaussteigerInnen. Ob sie erleuchtet sind, kann ich von Ferne nicht beurteilen; dazu müsste ich kurz mit ihnen sprechen. Aber diejenigen, die ich so verfolge, haben jedenfalls gewonnen und führen deutlich freiere und passendere Leben.

      Ich bin der Weinstock, ihr die Reben. Ich bin die Tür, wer durch mich eingeht, wird Weide finden. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater den durch mich.

      Wer das auf den christlichen Legenden-Götzen Christus bezieht - und den auch noch für einen (oder zwei) historische(n) Menschen hält - , hat nicht mehr alle Aale in der Pfanne.

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    66. Ob sie erleuchtet sind, kann ich von Ferne nicht beurteilen; dazu müsste ich kurz mit ihnen sprechen.

      Ob diese Aussage von einem gottbegnadeten Er- und Beleuchtungsexperten kommt, oder ob sie auf 2,68 Promille (+ other good Stuff) beruht, kann ich auch von hier aus recht gut beurteilen und zwar auch ohne Aale in der Pfanne!

      Ich würd mal sagen (um wiederum auf den Teppich zu kommen):
      Solche Sprüche gehören eben zum Unterhaltungsprogramm in einer spirituellen Wellness-Oase...

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    67. Deine Ahnungslosigkeit ist ja nicht schlimm. Es ist diese korrespondierende Hybris, die das Ganze so albern macht.

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    68. Felix, Du bist der erste Beleuchtungsexperte, der mein ganzes Wesen endlich so richtig durchschaut und verstanden hat.
      Ich fühle mich maßlos geliebt!

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    69. :-) Auch so 'ne lustige Erwartungshaltung an das Erleuchtungsbewusstsein: Individuelle Menschen irgendwie "durchschauen" zu können. Erleuchtete Menschen sind weder im moralischen Sinn besser als andere, noch können sie aufgrund des Erleuchtungserlebens irgendetwas besser als vorher. Sie haben nur einfach keine existentiellen Fragen mehr ans Leben, begreifen "Sinn und Zweck" der ganzen Veranstaltung und sind vielleicht in den klassischen Feldern der Spiritualität etwas schneller beim Begreifen von Zusammenhängen. Das ist alles.

      Ich halte mich ganz einfach an das Offensichtliche, Stephan. Offensichtlich ist: Du hast keine Erleuchtungserfahrung. Und offensichtlich ist: Du glaubst an die Überlegenheit deiner Anthroposophie-Interpretation gegenüber Sebastians Ansatz.
      Und das wird halt nicht weniger lustig, je länger du es verteidigst.

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    70. Doch, es ist schon lustig, wenn *Erleuchtungsbewusstsein* mit Potenzgehabe verwechselt wird.

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    71. Offensichtlich ist: Du hast keine Erleuchtungserfahrung.

      Dafür habe ich nach 21 Jahren Intensivstation reichlichst Erfahrung mit Leuten, die sich saftig einen auf die Lampe gegossen haben (+other good stuff).
      Für die ist auch immer alles ganz offensichtlich, einschließlich der weißen Mäuse in der Ecke. Und Ahnung hat außer ihnen auch niemand, das sehen die auf den ersten Blick - hat wirklich nichts mit Hybris zu tun, die sind so erleuchtet!

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    72. @Michael: "Doch, es ist schon lustig, wenn *Erleuchtungsbewusstsein* mit Potenzgehabe verwechselt wird."

      Exactly.

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    73. @ Stephan, die Position in Sachen Erleuchtung ist völlig unabhängig von allen äußerlichen Geschehnissen. Ich hatte sie auch schon lange vor meiner Alkoholiker-Karriere.
      Übrigens: Viele Erleuchtete saufen sich tot. Nicht aus Verzweiflung, sondern weil eigentlich alles so absurd ist. :-)

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    74. Und existenzielle Fragen ans Leben haben sie auch nicht mehr.
      Und sie durchschauen ebenfalls den Sinn und den Zweck der Lebensveranstaltung bis auf's Letzte - jedenfalls wenigstens so lange der Pegel nicht unter 1,8 Promille abgesunken ist, danach sieht's dann natürlich völlig anders aus.

      Eine Erleuchtungserfahrung habe ich übrigens: Ich habe noch nie einen Erleuchteten getroffen, der so dermaßen penetrant und unaufgefordert über die eigene Erleuchtung quasselt, wie Herr Hau und Herr Gronbach...

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    75. Also kann man sich die teure Wellness-Oase sparen und sich mit Billigfusel totsaufen, weil alles so absurd ist?
      Wozu dann den Guru, wenn's der Kneipenwirt auch tut?
      Erleuchtung bewirkt vor allem eines: Duldsamkeit und Tragfähigkeit, weil die Dinge nicht mehr so scher lasten; es gibt keinen Grund mehr, sich die Betäubung zu geben.

      You See?

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    76. Ach je. :-)
      Ich versuche ja seit Jahren irgendwie begreiflich zu machen, was Erleuchtung ist und warum sie einerseits erstrebenswert sein könnte, andererseits aber nicht wirklich wichtig ist.
      Erst habe ich den Schwerpunkt jahrelang auf das Einerseits, dann jahrelang auf das Andererseits gelegt. Dann habe ich es ganz aufgegeben und in letzter Zeit quert mein leben immer mal wieder irgendwas, das damit zu tun hat.

      Die Vermittlung von Erleuchtung funktioniert aber - außerhalb einer sehr nahen persönlichen Beziehung, wie sie z.B. eine Guru-Adepten-Beziehung sein kann - allerhöchstens spontan und aufgrund eines tatsächlich vorhandenen, brennenden Interesses bei gleichzeitig vorhandenem intellektuellen Wagemut UND einer noch nicht völlig festgefahrenen persönlichen Biographie. Ansonsten muss man erstmal aufräumen, damit da Licht reinkommen kann. ^^

      Zu der Erwartungshaltung, die du offenbar total verinnerlicht hast:
      Ich sag's mal so: Alle klassischen Tugenden, die mensch sich so aneignen kann, sind völlig unabhängig von Erleuchtung. Es gibt in jeder Hinsicht ganz tolle Menschen, die sich noch nicht mal für Spiritualität, geschweige denn für Erleuchtung interessieren (meistens die angenehmsten).

      Es gibt auch Menschen, die toll UND glücklich sind, ohne erleuchtet zu sein. Sehr wenige, aber es gibt sie.

      Das einzige, was Erleuchtung da noch beisteuern könnte, wäre ein unvergleichlicher Befreiungsschlag, der ihnen das, was sie intuitiv ohnehin leben, im Genuss-Sinn vergolden würde.
      Den *unglücklichen* Tugendhaften könnte sie allerdings Freude und Sicherheit schenken.

      Aber das war's dann auch. Mehr kann Erleuchtung nicht. Insbesondere - ich wiederhole mich - macht sie aus unmoralischen keine moralischen Menschen und aus Arschlöchern keine Heiligen. Sie generiert auch keine Duldsamkeit - das ist alles Quatsch.

      Das Sprechen über Erleuchtung ist viel zu selten. Auch ein Grund, warum ein riesengroßer Bereich der spirituellen Bewegung so durchgeknallt ist: Völlig absurde Erwartungen und der Glaube, es handle sich um eine Art "Geheimweg" zum weisen Übervater. :-)

      Es ist so schade. Weil es so einfach wäre. Man müsste nur mal tüchtig existentiell zu zweifeln lernen. Das ist m.E. nach wie vor der sicherste Weg; er entzieht einem den Boden unter den Füßen. Und dass man dann nicht ins Bodenlose fällt, sondern seine körperliche und psychische Existenz zurücklässt und stattdessen den gesamten Raum und alle Zeit einnimmt - das ist die höchst überraschende Erfahrung von Erleuchtung.

      Wie gesagt. Eigentlich schade, dass daraus so ein merkwürdiger Extrem-Zwitter zwischen übersteigerter Erwartung und Betrug gebastelt wird.

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    77. "Also kann man sich die teure Wellness-Oase sparen und sich mit Billigfusel totsaufen, weil alles so absurd ist?"

      Natürlich kann man das - sogar komplett verlustlos. Mit Erleuchtung hat es aber nichts zu tun.

      "Wozu dann den Guru, wenn's der Kneipenwirt auch tut?"

      Weil die Leute halt suchen. Die einen in der Kneipe, die anderen andernorts.

      "Duldsamkeit und Tragfähigkeit, weil die Dinge nicht mehr so scher lasten; es gibt keinen Grund mehr, sich die Betäubung zu geben."

      Das ist einer der unreflektiertesten Sätze, die ich seit geraumer Zeit gelesen habe. Er bestätigt meinen alten Satz: Ohne Nihilismus ist alle Spiritualität reinster Kitsch.
      Der Witz ist, dass Erleuchtung einen in einen Zustand versetzt, in dem es keinen vernünftigen Grund mehr gibt, sich *nicht* "die Betäubung zu geben." Und zwar nicht, weil man irgendwelchen Schmerz oder erfolglose Lebensversuche verdrängt. sondern weil es ganz objektiv keinen gibt. :-)
      Man muss das nicht tun, aber man kann.

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    78. Moin Jungs, was war denn hier los letzte Nacht...meine Güte. Aber mal ganz unironisch: Freut mich, dass man das spannende Thema "Erleuchtung" an dieser Stelle diskutiert.

      Interessanterweise hat der Begriff nicht nur zwischen verschiedenen spirituellen religiösen Richtungen, sondern auch innerhalb dieser Richtungen völlig unterschiedliche Bewertungen erfahren.

      Wenn Felix schreibt, erleuchtete Menschen "haben nur einfach keine existentiellen Fragen mehr ans Leben, begreifen "Sinn und Zweck" der ganzen Veranstaltung und sind vielleicht in den klassischen Feldern der Spiritualität etwas schneller beim Begreifen von Zusammenhängen. Das ist alles" so ist da zweifellos etwas dran; es gibt diverse Lehrer im Advaita/Satsang, die das ähnlich sehen/beschreiben.

      Andere Lehrer aus der Ecke sagen dann wiederum, dass das nicht ausreicht, dann ist man im Denken "erleuchtet", mehr nicht.

      Christian Meyer z.B., ein Lehrer, der Advaita mit psychotherapeutischen Ansätzen und Methoden verbindet (den ich kenne und sehr schätze), weist u.a. darauf hin, dass bei einer umfassenderen, existentiell tiefer gehenden Erleuchtung nicht nur ein wirklicher Friede, sondern auch eine Art Glückseligkeit vorhanden ist, nicht nur kurz, ekstatisch aufflammend, sondern als durchgehendes und konkretes Grund-Seinsgefühl. Wenn das nicht oder nur kaum der Fall ist, kann der "Erleuchtete" durch sein einseitiges Durchschauen der Dinge, in einen sarkastisch-resignativen Modus verfallen (den er dann, ohne es zu wissen, festhält). Patrick Aigner und Werner Ablass gehören z.B. in diese Ecke.

      Im Advaita hat man die Erfahrung der Erleuchtung deshalb differenziert in Sat-Chit-Ananda (Sein, Bewusstsein, Glückseligkeit). Nicht nur Durchschauen - die Freude am Sein konkret fühlen, gehört dazu.

      Meyer schreibt dann auch noch etwas, von dem E.Tolle ebenfalls berichtet hat : Nach einer existentiellen Erleuchtung, wenn diese sich in der darauffolgenden Zeit in den Lebensalltag integriert hat, sind etwa 80% des gewöhlich ablaufenden, assoziativen Verstandesdenken vollständig verschwunden (Wo dann immer gesagt wird, man ist "im Sein", im "Hier und jetzt", usw.). Das Handeln funktioniert dann harmonisch, fliessend, ohne Ego-Spielchen.

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    79. Nachtrag: "Alle klassischen Tugenden, die mensch sich so aneignen kann, sind völlig unabhängig von Erleuchtung".

      Das sehe ich auch anders. Das ist auch vielleicht ein entscheidender Aspekt, den Anthroposophie der modernen Spiritualität anzubieten hat: Steiners "goldene Regel" - ein Schritt in der Erkenntnis der Wahrheit, drei Schritte in der "Vervollkommnung deines Charakters zum Guten" - ist auch eine Antwort auf die bei "Erleuchteten" häufig anzutreffenden Folgen der Überbetonung der Leere und des Nichts (Eine nihilistische Indifferenz und sarkastische anything-goes Haltung, ein sich-nicht-mehr-mit-den-Dingen-verbinden-wollen).

      Dass es darum geht, mit dieser "Vervollkommnung zum Guten" möglichst kreativ, experimentell, frei und gelassen umzugehen (was in Anthrokreisen meistens nicht gelingt) liegt auf der Hand.

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    80. Vom Achtsamkeitsaspekt aus:
      'Keine Fragen haben' heißt nicht 'interesselos und gleichgültig' zu sein, sondern keine bohrenden Fragen mit Erwartungshaltung zu haben. Ansonsten würde es tatsächlich genügen, sich einfach nur 'dicht zu machen (wie es beispielsweise der Alkohol sprichwörtlich ohne Eigenbeteiligung erledig)

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    81. Ist Anthroposophie bei Steiner wirklich nur Mystik, Denkweg, Erleuchtung, Böhme und Fichte, d.h. hat sie bloß platonisierende Tendenzen? Oder ist sie auch Okkultismus, Naturphilosophie, Wahrnehmungsweg, Empirie, Egoverdünnung, Fenomenologie, Aristoteles, Schelling, Goethe? (s. GA 28, 35, 125, 322).

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    82. Ja, in dieser Fülle kann der Einzelne viele Entfaltungsmöglichkeiten finden. Es geht durchaus nicht nur um mystische Selbsterfüllung. Wenn, dann geht es nicht nur um Verwandlung des Denkens, sondern ein Transparentwerden der ganzen Person, ein Beruhigen der seelischen Wogen und um eine Erfüllung des Denkens mit Wille. Der Akt der inneren Transformation ist einerseits ein kraftvolles Setzen, dann aber das Warten auf eine Antwort, die, wenn sie wahrnehmbar wird, nicht mehr persönlichen Charakter hat- es ist ein Element der Gnade und Erlösung damit verbunden, und es kommt eindeutig aus den existentiellen Lebenskräften heraus, nicht aus Vorstellung und Intellekt. Darin liegt der "Sprung" der Ebene. Der einzige Grund, diese erlösenden Kräfte unbewusst zu vermeiden, ist, dass es für das in sich verstrickte Individuum nicht zu ertragen ist. Man muss das "zähmen" lernen, aber es ist eine über- individuelle (und über die einzelne Inkarnation hinaus) weisende Kraft, die alles wandelt- selbst die emotionalen Selbstbezüge und Verstrickungen.

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    83. Ich kann nur nicht nachvollziehen, warum Guru Grohnbach (nebst seinem PR-Vertreter Felix) bei ihrem hohen Erleuchtungsgrad so furchtbar auf die
      äußere Etikette und ihren guten Ruf fixiert sind, dass sie dafür sogar Rechtsanwälte bemühen.
      Sie sind zwar so erleuchtet, dass sie keine ' existenziellen Fragen' mehr ans Leben haben, sind aber dennoch von massiver Existenzangst geplagt.
      Passt wie der Arsch auf den Eimer!

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    84. @ Stephan:

      »warum Guru Grohnbach (nebst seinem PR-Vertreter Felix) bei ihrem hohen Erleuchtungsgrad so furchtbar auf die
      äußere Etikette und ihren guten Ruf fixiert sind, dass sie dafür sogar Rechtsanwälte bemühen.«

      Dabei ging es nicht um „äußere Etikette“ oder „guten Ruf“, sondern um strafrechtlich relevante Vorwürfe, die hier (ohne jeden Beleg) erhoben wurden. Guru hin oder her – Verleumdung ist nicht nur kein guter Stil, sondern eben auch vor dem Gesetz verboten.

      Herzlich,
      Ingrid

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    85. Vielleicht liegt das daran, dass diese zwei "Erleuchteten" von ihrer Erleuchtung leben, weniger im Sinne von spirituellem Zugewinn, Selbstfindung oder ähnlichem unnützen Beiwerk, sondern einfach nur rein materiell betrachtet, die für sie einzig wahre Form des Existenziellen!

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    86. @Rainer: Steiners goldene Regel wäre gar nicht nötig, wenn Erleuchtung auch nur ansatzweise etwas mit moralischen Tugenden zu tun hätte, wenn man durch Erleuchtung in irgend einer Weise "zwangsläufig" ein besserer Mensch würde. Dass eben dies nicht der Fall ist, ist der einzige Grund, aus dem Steiner diese Regel aufgestellt hat.

      Ich schaue mir das Theater um die Interpretation von Erleuchtung seit meiner Jungfrauengeburt vor über 20 Jahren mit wechselnder Aufmerksamkeit an. Am Anfang fand ich es natürlich total spannend. Inzwischen finde ich es genau so uninteressant wie das meiste explizit Spirituelle und angeblich zu diesem Zustand führende Theater.

      Meine Erfahrung von Erleuchtung deckt sich übrigens in einem zentralen Punkt auch nicht mit der Interpretation aus der Richtung der Evolutionären Spiritualität: Dort sagt man - ganz ähnlich wie du oben -, dass dem Erleuchtungserleben etwas Impulshaftes innewohnt, das einen dann von innen heraus ergreift und dafür sorgt, dass man fürderhin "für die Sache brennt" und die Welt voranbringen will.
      Meiner Einschätzung nach klingt das nach einem Frühabbruch der Erleuchtungserfahrung, genau wie alle anderen Interpretationen, die darauf abzielen, das Erleuchtungsbewusstsein in die Welt zu tragen. Man hat zwar diesen einen zeitlosen und tumultarischen Punkt erlebt, der jede Erleuchtung wesentlich ausmacht - das sehr überraschende Einssein mit allem was war, ist und sein wird, diese unbeschreibliche Identifikation mit dem Quell alles Seins -, aber man hat dann den Übergang in die Vereinzelung nicht mehr mit selber Aufmerksamkeit verfolgt; man hat die "Menschwerdung" verpasst, die lustigen und spannenden Aspekte der "Reinkarnation" verschlafen. Man war noch so überwältigt von dem Erleben, dass man nicht bemerkt hat, dass die Welt und Gegenüber schaffende "Vertreibung aus dem Paradies", die Vereinzelung in Vielfalt, die parallel zur erleuchteten Einheit besteht und einfach die andere Seite derselben Medaille darstellt das eigentlich Überraschende an der ganzen Angelegenheit ist.

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    87. Danke Ingrid - genau so ist es!
      Diese abgehobene Forderung, ein Erleuchteter habe über den Dingen auch dann zu stehen, wenn sie ihn existentiell vernichten wollen, ist ein bisschen - naja: dreist. Speist sich aus dem Sammelsurium an blödsinnigen Vorstellungen über Erleuchtung.

      Ja, ich bin sicher, dass Erleuchtete auch existentielle Herausforderungen und Abstürze besser verkraften als andere Menschen, aber es gibt keinen Grund, aus dem man sie nicht rechtzeitig verhindern sollte - vor allem, wenn sie von knitterigen, übelwollenden Freaks verursacht werden.

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    88. Ingrid, der Anwalt und die 'Verleumdungen' waren nur der letzte Höhepunkt der Auseinandersetzungen.
      Seit Gronbach (und Cohen) hier im Blog und bei Facebook Thema sind, steht Felix Haus Abwehrflag auf Dauerfeuer; die Munition wird dabei aus allem zusammengebastelt, was sich irgendwie ins Kanonenrohr stopfen lässt.
      Hauptsächlich besteht die Munition aus zivilrechtlich relevanten Beschimpfungen und Beleidigungen wie 'saublöd', 'idiotisch' etc., die die Zurechnungs- und Urteilsfähigkeit aller anders Denkenden und Argumentierenden für nicht gegeben erklärt.
      Ich wundere mich schon lange über Deine Zurückhaltung in dieser Thematik, die sich bislang nur auf administrative Löscheingriffe zugunsten Felix Haus beschränkten...

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    89. Stephan - erstmal jenseits der Juristerei: Wer sich beleidigen lässt, ist selbst schuld. Mich bringen hier nicht Beleidigungen von Sebastian auf die Palme, sondern Verleumdung. Der Unterschied zwischen beiden ist: ob ich beleidigt bin, kann ich selbst steuern, ob ich verleumdet werde, nicht.

      Und jetzt juristisch: *Ansichten* als "saublöd" und "idiotisch" zu bezeichnen, erfüllt meines Wissens nach keinen einzigen Straftatbestand. Dazu müsste ich schon *persönlich* beleidigen.

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    90. Interessante Einblicke in die Argumentationstechniken und den Sprachduktus eines "Erleuchtungs-PR-Experten", dessen wesentliche Herausforderung es zu sein scheint, die eigene Gefühlswelt als Produkt und Bestandteil der ihm angeblich widerfahrenen Erleuchtung auszugeben.
      Aber ob er da nicht etwas verwechselt, ist und bleibt wohl doch eine nicht allzu schwer zu beantwortende Frage.

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    91. @Goldene Regel (Rainer/Felix)

      (...)'wenn du einen Schritt vorwärts zu machen versuchst in der Erkenntnis geheimer Wahrheiten, so mache zugleich drei vorwärts in der Vervollkommnung deines Charakters zum Guten'
      //
      'in der Erkenntnis' ist nicht gleichzusetzen mit 'Erleuchtung'!

      Erleuchtung tritt ein, wenn der 'Erkenntnis' ihr angemessener (meist überbewerteter) Platz zugewiesen wird...
      //
      Ohne einen 'Hauch von (gnadenhafter) Erleuchtung' zur moralischen Vervollkommenung zu gelangen, halte ich für vollkommen unmöglich, denn wie sollte man das 'moralisch Richtige' ansteuern können, wenn man nicht den Hauch einer Leuchtspur der richtigen Richtung ausmachen kann?

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    92. Nur mal am Rande:
      Das Herumreiten auf Juristerei und Rechtsaspekten, sowie die Androhung rechtlicher Schritte in einem im Wesentlichen anonymen Umfeld eines Internet-Diskussionsforums weist klar auf rein materielle Beweggründe hin. Persönliche Beleidigungen und Verleumdungen spielen nur in einem anderen Zusammenhang eine Rolle.
      Dieses alberne Hinweisen auf die eigene Erleuchtung, das Guru-Sein und anderen esoterischen Firlefanz dient hier augenscheinlich nur als Produktionsfaktor für rein im materiellen Sinne Existenzielles.
      Die ganze Art der Auseinandersetzung zeichnet sich wahrlich nicht durch geistige Erhabenheit aus!

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    93. Quark mit Soße, werter Anonymus. Gerade im Internet sind Verleumdungen fatal, weil sie sich überhaupt nicht mehr kontrollieren lassen, wenn sie mal in der Welt sind.

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    94. @Stephan: "wie sollte man das 'moralisch Richtige' ansteuern können, wenn man nicht den Hauch einer Leuchtspur der richtigen Richtung ausmachen kann?"

      Da Erleuchtung keinerlei "Leuchtspur in die richtige Richtung" liefert, stellt sich diese Frage in jedem Fall. Ich kann sie auch gerne beantworten: Weil mensch - und zwar jeder - in sich von allem Anfang an haargenau denselben offenen und liebenden Kern trägt. Ob er sich mehr oder minder ungehindert entwickelt oder völlig verschüttet wird, ist dann allerdings stark von der Umgebung und davon abhängig, wie das Individuum mit der ihm gegebenen Freiheit des Urteils umgeht.

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    95. @ Felix

      ich würde es umgekehrt sehen. Das Internet zeigt uns unmissverständlich, dass Erleuchtete und Gurus im 21. Jh. keinen Platz mehr haben, da die Erleuchtung - wenn schon - die gesamte Menschheit erfasst, oder zumindest das Potential dazu hat.

      Oder meinen Sie ernsthaft, dass sich "Erleuchtete" früherer Zeiten öffentlich den Schädel einschlugen bei Auseinandersetzungen mit angeblich "Nicht-Erleuchteten" darüber was denn nun die wahre "Erleuchtung" eigentlich sei?

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    96. Verleumdungen sind nur dann Fatal, wenn sie eine Konsequenz für den Betroffenen haben.
      Worin besteht denn die Konsequenz für den Guru?
      OK, zahlende Kundschaft wird abgeschreckt, das ist geschäftsschädigend - aber geht's darum?
      //
      Guru Sebastian liebt offensichtlich und bekundetermaßen maßlos einen anderen Guru (siehe Bild oben), der seine Verfehlungen eingestanden hat. Dass es alleine dadurch schon zu Schattenwürfen kommt, sollte man nicht dem Publikum anlasten...

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    97. Mir ist zwar nicht klar, inwiefern die Behauptung, das Internet zeige, dass Erleuchtete und Gurus keinen Platz mehr haben, die umgekehrte Sichtweise zu dem Umstand sein soll, dass Verleumdungen im Internet fatal wirken, aber das muss mir sicher auch nicht klar sein.

      Erleuchtete haben sich in der Tat auch untereinander stets darin überboten, wer denn wohl mehr Durchblick hat. Steiner war da beispielsweise ein ganz wilder Schlingel, der kurzerhand sämtliche Protagonisten östlich der Donau zu ahnungslosen Atavisten erklärt und seine Anthroposophie als Speerspitze spiritueller Aufklärung verkauft hat.

      Dass Erleuchtung die gesamte Menschheit erfasst, ist theoretisch möglich - praktisch sind wir davon allerdings etwa 853 Äonen weit entfernt. Vor allem, weil es die meisten gar nicht interessiert.

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    98. @ Stephan:

      »Ich wundere mich schon lange über Deine Zurückhaltung in dieser Thematik, die sich bislang nur auf administrative Löscheingriffe zugunsten Felix Haus beschränkten…«
      Zur Klarstellung: nicht ich, sondern Michael hat gelöscht. Ich habe nur nachträglich, damit das auch wirklich weg ist, einen Kommentar von Felix Hau gelöscht, in dem er Ernst Seler zitiert.

      Im Gegensatz zu früheren Kommentatoren, die mich gern als „Feldwebel“ bezeichneten, sehe ich mich nicht in einer solchen Position. Solange Ihr Euch hier gegenseitig beschimpft, halte ich mich raus und rechne damit, daß jeder einzelne Manns genug ist, sich selber zu verteidigen.
      Wenn’s strafrechtlich relevant wird, beginne ich mich einzumischen. Übrigens nicht nur im Interesse Sebastian Gronbachs oder Felix Haus. Wie gesagt: Verleumdung (gleich, welche Folgen sie nach sich zieht) ist eine strafbare Handlung, und Michael ist vor der Welt (und also auch vor Gericht) verantwortlich für diesen Blog.

      Ich bitte also an dieser Stelle alle Kommentatoren, Erleuchtete wie nicht Erleuchtete, sich an die Gesetze zu halten.

      Herzlichen Gruß in die Runde,
      Ingrid

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    99. @Goldene Felix-Regel (jede Felix-Regel ist golden!)

      'Weil mensch - und zwar jeder - in sich von allem Anfang an haargenau denselben offenen und liebenden Kern trägt.'

      Obgleich ich das für blümchen- und kuschelesoterisches Geschwalle halte, besagt doch der Aspekt 'des verschüttet werdens' genau das, was ich gesagt habe:

      Erleuchtung kommt zustande, wenn Schutt beiseite geschafft wird und wieder Licht durchkommt - und dann wird' s auch moralisch automatisch (!) besser...

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    100. @Stephan: Wir haben das alles schon lang und breit diskutiert.
      Hier also nochmal die Kurzform:

      "Worin besteht denn die Konsequenz für den Guru?
      OK, zahlende Kundschaft wird abgeschreckt, das ist geschäftsschädigend - aber geht's darum?"

      Ja, auch darum geht's. Und außerdem geht es bei den unsäglichen Nahelegungen des sexuellen Missbrauchs um ein Spiel mit der öffentlichen Hysterie, die heutezutage schneller als man gucken kann zur existentiellen Vernichtung führt.

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    101. "Erleuchtung kommt zustande, wenn Schutt beiseite geschafft wird und wieder Licht durchkommt"

      Nee. Dann wird man mit etwas Glück ein frohgemutes, authentisches Individuum. Und das reicht ja im Grunde auch völlig.

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    102. @ Stephan,

      genau so sehe ich das auch.
      Es ist auch sicherlich nichts Frevelhaftes, wenn man auf all die unwiderlegbaren Albernheiten der Erleuchteten und Gurus hinweist.
      Fast in der Art eines wirksamen Verbraucherschutzes. Bei einem neu auf den Markt kommenden Auto-Modell schätzen wir auch alle, wenn wir in Autozeitschriften auf Mängel hingewiesen werden, das hat mit Verleumdung nicht das Geringste zu tun, das ist geradezu ein Dienst für die Allgemeinheit und eine Chance für den Produzenten.
      Es gibt keinen wirklichen Grund dafür, dass dieses Prinzip bei diesen albernen Erleuchteten und Gurus außer Kraft gesetzt werden sollte.
      Außer natürlich die eigene Unlauterkeit, Unbelehrbarkeit und Arroganz der betreffenden aus der Zeit gefallenen Subjekte.

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    103. "Bei einem neu auf den Markt kommenden Auto-Modell schätzen wir auch alle, wenn wir in Autozeitschriften auf Mängel hingewiesen werden, das hat mit Verleumdung nicht das Geringste zu tun"

      Das kommt darauf an, ob's die Mängel tatsächlich gibt und die Zeitschriften das Auto überhaupt getestet haben. Sollte jemand auf die Idee kommen, ohne jeden Beleg und ohne jede eigene Erfahrung öffentlich Mängel zu behaupten und vor dem Auto zu warnen, wird er ziemlich schnell Post vom Anwalt bekommen. Zu recht.

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    104. Ok, aber liefern muss man!
      Es genügt eben nicht zu sagen man habe das beste Auto oder man sei erleuchtet!

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    105. Das regelt der Markt, werter Anonymus. Wenn ein Guru nicht "liefert", was er verkauft, hat er über kurz oder lang keine Kunden mehr.

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    106. Dann kommen wir der Sache doch schon näher:

      Guru Sebastian verkauft 'Seine Worte als Perlen der Weisheit' (garantiert echt kein Scheiß Ey!) wie andere Autos verkaufen und wer das in geschäftsschädigender Weise (wie etwa Rainer Herzog mit seiner Rezension) Produktkritik übt, muss mit Dauerbeschuss aus der PR-Abteilung und im schlimmsten Falle mit Post vom Anwalt rechnen...
      //
      Saubere Sache!

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    107. Rainers Rezension ist m.E. nicht justiziabel. Sie arbeitet zwar ebenfalls mit Nahelegungen, aber so perfide, dass keine klaren Rechtsverstöße dingfest zu machen sind. Das war bei dem Kommentar von Ernst Seler anders.

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    108. Das kann ich natürlich gut verstehen, denn der Guru hat dabei tatsächlich ein richtig ernstes Problem:
      Nachdem er von seiner Kundschaft vor Betreten seines virtuellen Autohauses die Abschaltung des Verstandes fordert, kann er auch nicht erwarten, dass seine Kundschaft zwischen verwetbaren Produktinformationen und hysterischer Verleumdung unterscheiden kann...

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    109. @ Stephan:
      »Mit 'administrative Löscheingriffe' meine ich das hier und das hast Du gelöscht!«

      Allerdings. Nach vorheriger Ankündigung.
      Dazu stehe ich auch.
      :-) Aber das interessiert mich jetzt:
      Warst Du das etwa, der diese „Leckereien“, mit denen ich den Blog nicht zuspammen lassen wollte, unbedingt anbringen zu müssen meinte?

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    110. @ Felix Hau

      "Das regelt der Markt, werter Anonymus. Wenn ein Guru nicht "liefert", was er verkauft, hat er über kurz oder lang keine Kunden mehr."

      Das stimmt, die Marktgesetze gelten auch für Gurus, d.h. sie müssen auch für Gurus gelten.
      Wer einen Guru will, weil er ihn braucht, der soll ihn haben. Die Allgemeinheit hat lediglich die Verpflichtung und den Auftrag, falls es zutrifft, vor gefährlichen Gurus zu warnen, bzw. ihnen bei Gefahr im Verzug ggf. auch das Handwerk zu legen!
      Problematisch wird's eben immer dann, wenn beispielsweise gewisse Gurus meinen, sie hätten das Recht sich selbst und/oder ihre Produkte in einem geschützten Markt verkaufen zu dürfen.
      Was der Fall wäre, wenn man sie von einer sachlichen Kritik/Produktbeschreibung ausnehmen würde, etwa nur weil sie "erleuchtet" sind und demzufolge es den normal Sterblichen nicht zustehen würde, Kritik an diesen selbst- oder durch "PR-Agenten" ernannten Übermenschen zu üben!

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    111. Das kann nicht nur Sebastians potentielle Kundschaft nicht, Stephan. Das Wesen einer öffentlichen Hysterie ist, dass sie jede Besonnenheit und alle Vernunft zerstört.

      Es gibt ein paar Themen, bei denen jeder Versuch einer vernünftigen Verteidigung völlig sinnlos ist. Wenn du mit Vorwürfen aus diesem Themenkreis konfrontiert bist - ob zutreffend oder nicht -, hilft dir in aller Regel gar nichts mehr, außer kompletter Rückzug.

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    112. "Die Allgemeinheit hat lediglich die Verpflichtung und den Auftrag, falls es zutrifft, vor gefährlichen Gurus zu warnen, bzw. ihnen bei Gefahr im Verzug ggf. auch das Handwerk zu legen!"

      Genau so ist es, werter Anonymus.

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    113. @Ingrid
      Sagen wir so: Ich war daran nicht unbetiligt.
      Das Problematische daran war nur, dass es die Fortsetzung (oder Auswirkung) einer zuvor tagelang auf M. Eggerts Facebookseite tobenden Auseinandersetzung mit Felix Hau zu Rainer Herzogs Gronbach-Rezension mit vielen Beteiligten war (das war hier im Blog leider nicht ersichtlich).
      Im Konkreten ging es mir dabei um die hier nochmals erwähnte Methode Felix Haus, vor jeglicher Argumentation erst mal alle Diskussionsgegner als unfähig zur Beurteilung der Materie zu deklarieren.
      Diese Passage war dafür absolut prototypisch, sie begann mit der Ouvertüre 'Selbst für die offenbar von jeder Ahnung völlig unbeleckten Kommentatoren hier' (die „Leckereien“ waren dabei die Bezugnahme auf das 'Unbelecktsein der Kommentatoren').

      Außerdem war im weiteren Verlauf der Kommentare noch auf Haus neoliberale Haltung zu wirtschaftlicher Stärke und Schwäche innerhalb der Euro-Zone bezuggenommen...

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    114. @ Stephan:
      Die damals von mir gelöschten Kommentare hatten eine andere Zielrichtung und gingen weit über die von Dir erwähnte Bezugnahme (die ich ja bewußt stehengelassen habe) hinaus. Ich stehe nach wie vor zu dieser Löschung.
      Weitere sachliche Argumente (wenn es denn welche gegeben hätte) hätte ich natürlich stehengelassen.

      Die Kommentare hier im Blog sind ganz öffentlich und werden daher auch von Menschen gelesen, die etwaige vorangegangene facebook-Diskussionen nicht mitverfolgt haben.
      Zudem finde ich es nicht in Ordnung, wenn im Blog öffentlich über jemanden hergezogen wird, der sich nicht selbst an der Diskussion beteiligt. Da greife ich, wenn es zu unappetitlich wird, manchmal auch dann ein, wenn es noch nicht justiziabel ist.

      Kann gut sein, daß Du es anders machen würdest, wenn Du Moderator wärst.
      Aber da folge ich eben nichts anderem als meiner eigenen inneren moralischen Richtschnur.

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    115. @Ingrid

      Ist auch OK, dass sie gelöscht wurden, denn sie hatten sich (wie erwähnt) von Facebook (was bei M. Eggert übrigens auch öffentlich ist) schlicht hierher verirrt.
      Das mit dem Ziegenhirten war als 'ironische Überzeichnung' der aus meiner Sicht extrem Vorurteilsbelasteten Haltung Felix Haus gegenüber den wirtschaftlich schwächeren 'Nichts-Schaffer-Staten' der EU gemeint...

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    116. "Methode Felix Haus, vor jeglicher Argumentation erst mal alle Diskussionsgegner als unfähig zur Beurteilung der Materie zu deklarieren."

      Scherzkeks. Das war eine launige Antwort auf ungefähr 7 Kommentare, die darauf abzielten, dass ich unfähig zur Beurteilung der Materie sei, zudem ein Populist und ich-weiß-nicht-was-noch-alles. Bashing in Abwesenheit des Titulierten jedenfalls, die ganz feine englische Art.

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    117. @ Stephan:

      »Facebook (was bei M. Eggert übrigens auch öffentlich ist)«

      Erstens ist es nicht allgemein öffentlich, sondern nur für diejenigen, die ein facebook-account haben.
      Und zweitens wäre es doch wohl ziemlich verstiegen, anzunehmen, daß jeder, der hier im Blog mitliest, sich sofort auf die Suche macht nach irgendwelchen potentiell damit zusammenhängenden facebook-Diskussionen.
      Manche Leser kommen nur zufällig vorbei — und wenn sie dann vor allem Kommentare auf dem Niveau der von mir gelöschten zu sehen bekommen, prägt das natürlich den Gesamteindruck, den sie von diesem Blog haben.

      Ein bißchen mehr Bewußtsein, wo und in welcher Öffentlichkeit man sich gerade bewegt, wäre schön.

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    118. "Vorurteilsbelasteten Haltung Felix Haus gegenüber den wirtschaftlich schwächeren 'Nichts-Schaffer-Staten' der EU"

      Frechheit oder mangelndes Textverständnis? Ich verteidige die Lebensart und Arbeitsweise der mediterranen Staaten gegen deutsches Haushaltsdiktat, falls es dir wirklich nicht aufgefallen sein sollte. Genau aus dem Grund, dass mir die mediterrane Haltung zum Leben deutlich sympathischer ist, werde ich aller Voraussicht nach irgendwann in Spanien leben. Ich bin im Übrigen halb in diesem Umfeld aufgewachsen - mein Vater war total frankophil, mein Stiefpapa ist Sevillano und meine Mutter lebte die letzten Jahre vor ihrem Tod in Katalonien.

      Das Problem ist: Solange wir eine gemeinsame Währung haben, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder gibt es eben dieses urdeutsche Haushaltsdiktat - d.h. die Menschen in den betroffenen Staaten müssen ihre Art zu leben und zu arbeiten ändern, was ich für absurd halte - oder es gibt ewige Subventionen, was ich ebenfalls für absurd halte.

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    119. Felix, die Sache wäre so einfach, wenn Du einfach nur bekennen könntest, dass Du Dich in Deinem Artikel genauso vergallopiert hast wie Bernd Lucke, Konrad Adam und Co. die das einsehen können.
      Stattdessen ist Deine Logik die:
      Die Tatsache, dass Bernd Lucke, Konrad Adam und Co. ihre Irrtümer eingeräumt haben beweist geradezu, das Felix Hau, der genau die gleiche Fehleinschätzung wie Luke/Adam vertreten hat, recht hatte!?!

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    120. Aber sie haben sich nicht vergaloppiert und sie haben auch keine Irrtümer eingeräumt. Die Sache verhält sich exakt so, wie ich das im betreffenden Thread dargestellt habe. Und die Entwicklung ist exakt die, die alle besonnenen Beobachter der hysterischen Ausgrenzung der Ur-AfD vorhergesagt haben.

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    121. Wer sich vergaloppiert hat, ist das Mitte-Links-Lager, das mit dem rein taktischen Bashing der AfD eine parlamentarische Machtverschiebung zur rechten Mitte verhindern wollte. Das ist gründlich in die Hose gegangen.

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    122. @ Felix Hau

      "Massimo Introvigne ist ................... international renommierter Religionswissenschaftler, der aus seiner Mitgliedschaft in der Alleanza Cattolica nie einen Hehl gemacht hat - weil sie für die Beurteilung seiner wissenschaftlichen Arbeit völlig unerheblich ist"

      Gewisse Beiträge der Unwissenschaftlichkeit zu zeihen ist schon ein starkes Stück, umso mehr wenn Sie es Ihrerseits garnieren mit höchst wissenschaftlichen Bemerkungen wie "sendungsbewusste Dummheit, über Desinformation und Verleumdung" und vor allem, wenn Sie sich selbst nicht an wissenschaftliche Gepflogenheiten halten, die Sie anmahnen!

      Beispielweise wenn Sie schreiben, dass CESNUR eine anerkannte "wissenschaftliche Organisation" sei, und Introvigne nur "Mitglied" in der Alleanza cattolica.

      Fakt ist (Wikipedia), dass Introvigne der Gründer von CESNUR ist und von 2008 bis 2016 reggente nazionale vicario (auf gut deutsch Vize-Direktor) der rechtsextremen Alleanza cattolica war.
      Die Beurteilung ob Introvigne mit diesem Hintergrund als "international anerkannter Religionswissenschaftler" durchgehen kann, dürfte zumindest diskutabel sein.

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    123. "Die Beurteilung ob Introvigne mit diesem Hintergrund als 'international anerkannter Religionswissenschaftler' durchgehen kann, dürfte zumindest diskutabel sein."

      Ist sie aber nicht, werter Anonymus. Da können Sie sich noch so lange auf den Kopf stellen und strampeln.

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    124. Wieso nicht diskutabel? Es wird doch z.B. hier darüber diskutiert. Übrigends auch an anderer Stelle:

      http://www.kelebekler.com/cesnur/eng.htm

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    125. Weil 'Diskutieren' was für intellektuelle Argumentationsarbeiter und eher nicht so für die erleuchtete Argumentationssau gemacht ist...

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    126. @ Felix Hau

      "Ist sie aber nicht"

      Punkt und basta!
      Sehr wissenschaftlich formulierte Antwort, gratuliere Herr Hau!
      Und dann mahnen gerade Sie Wissenschaftlichkeit an?

      Diese Antwort ist nicht nur ein weiteres Beispiel, wie Sie selbst nicht das verinnerlichen, was Sie von anderen fordern, sondern so absurd, dass Sie fast schon wieder recht haben könnten.
      Ja, und sie haben tatsächlich recht! Eigentlich ist die Frage wirklich nicht diskutabel, also im Sinne dass sie zweifelhaft sein könnte.
      Denn sie ist vielmehr eindeutig dahingehend zu beantworten, dass wenn jemand der in einem Land umstritten ist, in dessen rechtsextreme Szene er verwickelt ist, der jahrelang Führungsperson in der Alleanza Cattolica war, dieser eine "Organisation" (CESNUR) gründet, weder diese Organisation nach menschlichem Ermessen und wissenschaftlichen Kriterien als eine "wissenschaftliche Organisation" noch ihr Gründer als "ernstzunehmender Wissenschaftler" bezeichnet werden kann!

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    127. Es hat durchaus etwas Tragisches, wie ihr euch hier selbst diskreditiert, ohne es zu bemerken. Andererseits macht ihr das ja die ganze Zeit schon. Insofern: Glück auf! :-)

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    128. Lieber Anonym,
      bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ein PR-Beauftragter immer strikt an die Corporate Identity seiner Organisation gebunden ist...

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    129. Nur mal ganz nebenbei:

      5 Phrasen, die chronische Lügner [oder nennen wir es 'Hochstapler'] benutzen.


      Formulierungen wie 'ganz ehrlich jetzt' oder auch 'echt kein Scheiß' stehen auf Patz 1!

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    130. Moin Felix,
      nur am Rande bemerkt: Wieso benutzt du oben eigentlich eine Anrede in Mehrzahl "Wie - IHR - euch hier..." usw.? Also, ich bin nicht "Ihr" - denn ich bin ich und hatte mich außerdem gar nicht an der Diskussion beteiligt oben! ;)

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    131. @Valentin: "denn ich bin ich und hatte mich außerdem gar nicht an der Diskussion beteiligt oben!"

      ... weshalb mir auch schleierhaft ist, warum du dich angesprochen fühlst.

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    132. Gleich, ob Introvigne nun allgemein anerkannter Religionswissenschaftler ist oder in die rechtsextreme Szene verwickelt oder beides oder keines davon – ich bin inzwischen gespannt auf den Inhalt des Buches, fürchte mich nicht davor, es im Haus zu haben, und hab es mir vorhin antiquarisch bestellt.

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    133. @Felix
      Aber klar doch, so darfst du das sehen, das schenke ich dir ;)
      Leider nur: Ich bin nicht IHR ...

      @Ingrid, sehr brav - und danke für den Seitenhieb ;) aber daran kann man ja gut erkennen, dass hier Individuen am Werke sind, man also noch nicht vollends einer wie auch immer gearteten Gruppenseele oder einem Einheitsbrei verfallen ist ;))

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    134. @Valentin: Wie meinen?
      Ich weiß, dass du nicht "ihr" bist. Du warst ja auch gar nicht angesprochen und ich frage mich, wie du auf die Idee kommst, das sei anders.

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    135. @Felix - alles klar! Hab ich dann falsch aufgefasst...ich dachte du meintest das pauschal, wie etwa: "IHR Egoisten hier"...

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    136. @Felix
      noch was zu Erleuchtung (oder im Kontext, wie auch immer)...
      Kennst du zufällig den Dokumentarfilm "Sugar Man"?

      https://www.amazon.de/Searching-Sugar-Man-Sixto-Rodriguez/dp/B009TSA7PM/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1497568089&sr=8-1&keywords=dvd+sugar+man

      muss man gesehen haben...besser - durchlebt haben ;)

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    137. Interessanterweise musste ich heute morgen feststellen, dass ich den neuesten Gedanken von Herrn Niederhausen zum Thema "Felix Haus Erleuchtung" einigermaßen zustimme. So weit ist es schon gekommen mit mir.

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    138. "Keine Spur mehr von Erektion. Wir ändern das. Willkommen in Berlin, Männer"

      Mein Mantra des heutigen Tages (SG, Facebook). Er wird täglich besser.

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    139. Kann es nicht fassen, bin diesmal bei Niedersausen ganz ohne Einlauf davongekommen...

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    140. Obgleich sich der Herr Frau-Niedersausen rotzfrech mit meinen Federn (und denen anderer Blogkommentatoren) schmückt:

      Beispielsweise hier:
      „Niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Joh 14,6).

      Was wundert Dich da, Rainer?
      Niederging hat ja nur unsere Argumentation 1:1 abgekupfert!

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    141. Was hat die Anthroposophie da für Derivate hervorgebracht?
      Der eine erhofft sich durch seine meditativen Bemühungen eine Geschlechtsumwandlung zu erreichen, der andere hofft, dass ihm beim Verharren im Lotussitz ein vier Meter langer, knochenharter Schniedelwutz mit Beleuchtung wächst...

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    142. Die Derivate sind tatsächlich spannend und vielfältig- aber immerhin, man kann sich darüber unterhalten und streiten. Ich sehe die Varianten vom positivistischen Hyper- Ego mit Nietzsche- Komponenten a la Hau, eine Variante von Gronbachs hinduistischem Walli- Walla bis hin zum old- fashioned Geistersehen a la Judith von Halle, mit einer Prise kritischem Einordnen des "Geschauten". In der Mitte- sauber, methodisch sicher, realistisch manche Advaita- Lehrer wie Tolle, Spira, die auf die reine Präsenz setzen. Das Problem ist, dass man aus anthroposophischer Ecke eher Ankündigungen, Behauptungen, Steiner- Zitate und Sentimentalitäten liest- nichts, was mit dem, was als geistige Erfahrung offensichtlich Zeitgeist wird, mithalten könnte- jedenfalls nicht in der öffentlichen Diskussion. Aber jetzt sind wir gespannt auf die Meditations- Tagung im Goetheanum.

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  3. @ ES
    Die ZEIT ist auch ansonsten ausgezeichnet, vor allem natürlich die Artikel zur Politik. Aber schön, dass die auch Herrn Cohen entdeckt haben.

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    1. mir kam fast vor, zwischen den Zeilen, als wäre der ZEIT-Artikel auch dadurch entstanden, Dritte lasen hier mit, was früher so auf dem blog gedacht wird. Da liegt aufklärendes Bemühen von Michael Eggert vor. - Info3 und die ZEIT haben etwas gemeinsam: die jeweiligen Redaktionen versagten vor 1995, denn mir schien beide Publikationsorgane hätten das durch Schicksalsumstände aufgetretene kulturell-rechtliche Problem umfangreich, eingehend beleuchten können, wobei neue Aspekte durch aktive Arbeit der Redaktionen aufgetreten wären. Meine Hoffnung erfüllte sich nicht. Bei Info3 "versagte" Herr Ramon Brüll, bei ZEIT die Herausgeberin Gräfin Dönhoff, die mir handschriftlich schrieb, sie habe leider keine Zeit (wie passend, beim Schreiben), denn das Thema müsste tiefer beleuchtet werden.
      @....
      Info3 stellte mit dem Forum tatsächlich ein besondere Plattform her. Es war dann nur verwunderlich, als Personen der Redaktionen sich gegenseitig "förderten". Warum wurde Herr Grauer als "Philosoph" postuliert, wiewohl seine schriftlichen Gedanken so gar nicht philosophisch wirk-t-en. Eine Freundschaft, die gekündigt wird, war keine Freundschaft, beziehungsweise, sie war vorher gestorben. Herr Felix Hau versprach mir, nach einem Besuch bei mir würde er sich nicht umbringen. Bis heute erschloß sich diese öffentliche Nachricht auf dem Info3-Blog nicht. Nun hat er eine Freundschaft öffentlich gekündigt. ein interessanter Mensch.

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    2. "Herr Felix Hau versprach mir, nach einem Besuch bei mir würde er sich nicht umbringen"

      Hattest Du denn befürchtet, dass er sich umbringt, nachdem er Dich besuchen würde?

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    3. Die beiden Jungs da oben sehen ja auch eher weniger erleuchtet aus, eher so, als ob sie etwas ausgefressen hätten...

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    4. "Hattest Du denn befürchtet, dass er sich umbringt, nachdem er Dich besuchen würde?"

      Felix Hau hat nicht begründet, warum er das sagte. Vielleicht hängt es mit der öffentlichen Äußerung von Gronbach zusammen. Habe die Worte noch im Ohr, bzw. im Auge, ungefähr: "...ist das nicht der Schwarzmagier". Gronbach beschwerte sich, weil von meiner Seite darauf verwiesen wurde, wie nächtlich zwei Schicksalsmeister vom notwendigen Tod eines Beteiligten sprachen (erlebte ihr Gespräch). Im Nachtbereich "überlegte" ich - denn die Wucht des beschlossenen Todes war beeindruckend - bin ich in der bekannten Angelegenheit zu weit gegen den Staat/Kirche usw., also mein Tod sei vom Schicksal beschlossen, so fragte ich mich im Nachtdenken. Da Aufzeichnugen damals, konnten innere Erlebnisse mit Tagesereignissen zugeordnet werden. Wochen später eine Zeitungsnotiz, in welcher stand, der bestimmte Richter sei während der morgendlichen Fahrt zum Amtsgericht, wohin er nach zwei Zeitungsartikeln über meine Person versetzt worden war, mit dem Auto gegen eine Baumgruppe gefahren, in Klammern der Hinweis, die Redaktion habe erfahren, er habe sich das Genick begrochen. Geschah drei Tage nach dem inneren Erlebnis. Der Richter hatte den Auftrag mich für immer in einem Heim wegschließen zu lassen. Das wurde damals auführlich auf dem Info3-Blog geschildert. Mehr Einzelheiten hier nicht. Herr Gronbach meinte - Felix Hau hat sicherlich das Archiv - öffentlich, Herr Seler würde seine magischen Taten auf die "Schicksalsmeister" schieben. Ich erfasste nun den Hinweis von Felix Hau in diesem Zusammenhange, es sei gefährlich meiner Person zu begegnen, vielleicht auch nur spezieller Witz, habe ihn nicht persönlich kennengelernt, um ihn einzuschätzen. Was auffiel, alle Beteiligten, Grauer usw. sind ehemalige Waldorfschüler, verarbeiten mit Info3 ihr Karma auf ihre Weise mit Rudolf Steiner, seinen Tatenfolgen.

      Dieser aktuelle Beitrag: "Befindlichkeiten"
      "Weniger Bauch und mehr Kopf, bitte!"

      passt insgesamt. Ich kann Gronbach verstehen, Erkenntnisorgan ist auch das Geschlechtsorgan, aber gleich Guru?! - es fehlt der Guru des Humors. Ob die Frage des Besuchs ernst war, weiß ich nicht. Vielleicht war die Redaktion beleidigt, weil ich ein Interview ablehnte. Möglicherweise eine vertane Chance auf beiden Seiten.
      E.S.

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    5. http://cicero.de/salon/befindlichkeiten-weniger-bauch-und-mehr-kopf-bitte

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  4. Im Rahmen der Bewusstseinsseelenentwicklung gewinnt jeder über jeden an irgend einer Stelle eine existenzielle Macht.
    Weder ist der Guru davon ausgenommen, noch ist es sein Alleinstellungsmerkmal.
    Die Frage ist lediglich, ob wir mit diesen Machtmöglichkeiten miese (schwarze) Spielchen spielen (was letztendlich nur in universeller Zerstörung enden kann), oder ob uns ein konstruktiver Umgang damit gelingt.
    Die potenzielle Veranlagung zum Machtmissbrauch völlig unter den Teppich zu kehren ('aber der SeGro doch nicht, der doch nicht' und 'der Cohen ja eigentlich auch nicht') ist reichlich naiv...

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  5. Der von Felix Hau verlinkte Film zeigt das Problem des Westens: die bildliche Anbetung.
    Sie fand ja auch indirekt bei den Anthroposophen statt und so war es nicht verwunderlich, als Gronbach auf seinen östlichen Altar auch ein kleines Bild von Steiner einbaute. Diese Rückwärtsbewegung hinein in die Bild-Anbetung sie muß als Gruppenvorgang letztlich immer zu einer Machtstruktur führen. 1985 (berichtete das im Info3-Forum einst) „legte“ ich das Bild des Meisters spontan auf dem Tisch um. Meine Ehefrau hatte im Traum den Hinweis des Meisters erhalten, dieses Retreat bei uns in der Nähe zu veranstalten. Wurde dann verwirklicht. Hörte später, der Guru (in Indien) habe später gesagt, es sei ein besonderes Retreat gewesen. Es passierten mehr Dinge, die ca 2003 auf Info3 zu lesen waren.

    Als sich heute das Wort von Stephan fand „universelle Zerstörung“, da erinnerte es an die Erlebnisse in der (letzten) Nacht, da ich dort Rudolf Steiner dankte, nicht berichtet zu haben was er als kommende Zerstörung des Menschenbildes sah. Kann nun das Drängende im Wesen Steiners verstehen. Der Islam ist insofern interessant, weil er nun zu einer Überprüfung des „Bildes“ führt, der Überprüfung der Rituale, funktionieren sie noch, versinken Priester in die Bedeutungslosigkeit, weil sie letztlich durch ihre Ausbildung nur alte Bilder liefern. Der vermittelte Film von Cohen signalisiert nicht einen Mangel der Yogis, sondern zeigt auf, wie der christlich-naive Bildglaube ins seelische Verderben führt. Die eigene M-acht wird an das Bild abgegeben. Das Bild (Cohen, Gronbach) ergreift die ihm gegebene M-acht, es findet nicht die Bewegung der acht statt. Insofern müssen nun Christentum und Islam in Europa das erweiterte Ich-Bewußtsein bilden. Schlüssel kann alleine das bewußte erfassen des Vorgeburtlichen, Nachtodlichen, des Tages- und Nachtbewußtsein sein. Berichtete auf Info3, wie ich zu einer großen Veranstaltung von Moslems in Frankfurt eingeladen wurde. Mir wurde erklärt, wie eine Ecke der Moschee der Maria gewidmet ist. Ein Imam, an den ich vorüberging, im Außenbereich, seine Ehefrau stand lächelnd neben ihm, sagte mir „You can visit us also during the night“. Erst Jahre später ging mir der Satz auf, denn ich hatte nächtliche Begegnung mit dieser Bewegung. Mehr hier nicht.
    Stephans Worte machen nachdenklich. Obwohl wir alle vordergründig stets das Gute wollen, schaffen wir es?! Heute Morgen kommt ein (offener) Express-Brief beim Bundespräsidenten an…. .

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    1. Dank "Ahriman" (Internet)
      Brief wurde 9.03 Uhr zugestellt

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    2. "Heute Morgen kommt ein (offener) Express-Brief beim Bundespräsidenten an…. ."

      Danke. Wäre gut zu wissen, was er zu Gronbach/Cohen sagt (Glaube allerdings nicht, dass er hier mitschreibt, aber wer weiß...)

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  6. Mir sind ja die diversen im Umlauf befindlichen „Anleitungen zu Erleuchtung“ allesamt ein bisserl suspekt, da ich es schwer verifizierbar finde, ob jemand nun wirklich „erleuchtet“ ist oder sich das nur einbildet.
    Ich halte mich lieber an Lehr- und Lernbares, das sich auch nach außen hin für alle wahrnehmbar auswirkt: zum Beispiel das Singen.
    Und auf diesem Gebiet konnte ich bisher jede Menge Erfahrung sammeln mit dem Guru-tum.

    Da gibt es die begnadeten Sänger, die das immer schon konnten – sie geben Anweisungen wie: »Koloraturen? Die lach' ich einfach!«. :-) Und wenn sie das den „richtigen“ Schülern sagen, funktioniert es sogar. Jemand, dessen Gelächter von vornherein keine Ähnlichkeit mit Koloraturen hat, bleibt ratlos und geht mit dem Gefühl nach Hause, daß er halt nicht zum Singen geboren ist…

    Es gibt die Psychologen, oft auch esoterisch angehaucht – sie sagen Dinge wie »Du kannst kein „i“ singen? Das ist der Vokal deines eigenen Namens, du heißt Ingrid. Es liegt also an deinem mangelnden Selbstbewußtsein. Kein Wunder, schließlich hast du keine Thymusdrüse mehr, und wie jeder weiß, sitzt das Selbstbewußtsein in der Thymusdrüse…« (:-) Wenn man dann später von einem anderen Lehrer auf rein physiologische Weise gezeigt bekommt, wie das „i“ korrekt zu formen ist, sind alle „Selbstbewußtseins-i-probleme“ plötzlich wie weggeblasen…)

    Es gibt die wirklichen Gurus – sie unterrichten gern in der Öffentlichkeit (auf Meisterkursen oder auch, indem immer jemand zuhört bei den Einzelstunden) und scharen eine Anzahl von Jüngern um sich, in deren Anbetung sie ihr Ego aufrichten (und die sich wiederum als „Eingeweihte“ fühlen und sich im Glanze des Meisters sonnen dürfen). Wer aus irgendeinem Grund nicht „hineinpaßt“, bleibt draußen und wird gemobbt. Hier hört man oft Sätze wie »Vergiß alles, was du bisher gelernt hast. Das ist alles Unsinn und stört nur – ich bin die einzige auf der ganzen Welt, die wirklich weiß, wie es geht.« (Niemand kommt zum Vater denn durch mich…)
    :-) Seit ich selber unterrichte, ist mir klargeworden, wie schwer es ein Lehrer oft hat, sich gegen anbetende Jünger zu wehren — und die Versuchung, sich auf ein Podest stellen und anschwärmen zu lassen, ist für das eigene Ego immer gegenwärtig.

    Und es gibt auch die von einer Methode Begeisterten (oft ist es nicht eine selbstgefundene Methode, sondern eine von einem begnadeten Lehrer überlieferte, die man verinnerlicht hat oder zu haben glaubt) – sie sind, ähnlich den oben beschriebenen Gurus, überzeugt davon, erstens daß diese Methode bei jedem einzelnen Schüler zum Ziel führen muß, und zweitens, daß es die einzige zielführende Methode auf der ganzen Welt ist.
    Solche Methoden-Begeisterte findet man natürlich nicht nur unter Lehrern, sondern auch unter Schülern – ich habe es vor ein paar Jahren auch bei einer Gesangstagung am Goetheanum erlebt: großes Entsetzen und aufrichtig empfundenes Mitleid mit mir, wenn man erfuhr, daß ich nicht nach der „Schule der Stimmenthüllung“ gelernt habe. Und, nachdem ich am Teilnehmerabend ein Lied gesungen hatte, ebensogroße Ratlosigkeit ob meiner Antwort auf die Frage »Wer war denn dein Stimmenthüllungs-Lehrer?«
    :-) Das ist aber keine anthroposophische Spezialität. Es gibt eine ganze Reihe solcher „einzig richtiger“ Methoden. Viele haben auch wirklich etwas für sich – sind aber eben meist nicht für alle Menschen geeignet.

    (Fortsetzung folgt)

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    1. Zum Glück gibt es immer wieder auch Lehrer, die ihre „Methode“ nicht schon fix und fertig parat haben, sondern sie an den jeweiligen Schülern entwickeln, die ja meist ganz Unterschiedliches mitbringen – sei es aus ihrer sprachlich-kulturellen Umgebung (sprachliche Gewohnheiten spielen eine Rolle bei der Lautbildung; und es macht auch einen großen Unterschied, ob man gewohnt ist, Gefühle auszudrücken oder sie zurückzuhalten…), sei es aus ihrer persönlichen Biographie.
      Und wenn es dem Lehrer nach dem physisch-psychischen „Instrumentenbau“ auch noch gelingt, den „inneren Blick“ auf das hinzulenken, das man mit dem neu gewonnenen „Instrument“ ausdrücken will, dann kann man als Schüler schon so einiges mitnehmen.
      Und natürlich wird das nach außen wahrnehmbar — :-) und zwar auch für nicht „Erleuchtete“.

      In dem, wovon Michael hier und Felix hier spricht, erkenne ich viele meiner bisherigen Erlebnisse auf diesem Gebiet wieder.

      Wobei die »Vereinzelung«, von der Felix spricht, für den Sänger zunächst erlebt wird, indem er in unterschiedliche Rollen schlüpft. Sowohl in der Oper (Zauberflöte: Königin der Nacht versus Pamina versus Erste Dame versus Papagena) als auch im Konzert (Matthäuspassion: Evangelist versus Jesus versus Petrus versus mitfühlende Choräe versus Kreuzige!-Rufe…).

      Ohne »Beruhigen der (privaten) seelischen Wogen« und »Erfüllung des Denkens mit Willen« (Michael) klappt das natürlich nicht.
      Oder, wie Daniel Barenboim es ausdrückt:
      »To play music well you need to strike a balance between your head, your heart, and your stomach. And if one of the three is not there or is there in too strong a dose, you cannot use it. What better way than music to show a child how to be human?«

      Ob und wie sich die Sing-Erfahrungen schließlich im alltäglichen Leben auswirken, hängt einerseits von den Musikstücken ab, in denen man sie macht, und andererseits auch davon, ob man sein innerstes Wesen in den Gesang trägt oder lieber („technisch versiert“) an der Oberfläche bleibt.

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    2. @ Stephan:
      :-) Ja klar - es würde mir nicht im Traum einfallen, Schüler von Sebastian Gronbach, Andrew Cohen oder sonst einem Guru zu werden. Den von Dir verlinkten Auszug aus Gronbachs Buch finde ich persönlich abstoßend.
      Allerdings bedeutet das nicht (wie Dein verkürztes Zitat nahezulegen scheint), daß ich das, was Gurus angeblich oder wirklich lehren, nicht für lehr- und lernbar halte.
      Ich weiß es schlicht nicht, weil ich's nie auf diese Weise versucht habe, und enthalte mich daher des Urteilens.
      Denn wie gesagt: ich finde es schwierig bis unmöglich, nach objektiven Kriterien zu beurteilen, ob jemand wirklich „erleuchtet“ ist oder sich nur dafür hält.
      Deshalb halte ich mich an Dinge, bei denen das nicht nur von innen, sondern auch von außen ganz gut wahrzunehmen ist; der Gesang beispielsweise gibt meist ziemlich deutliche Auskunft darüber, auf welchem Weg sich jemand befindet.

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    3. @ Ingrid,

      "ich finde es schwierig bis unmöglich, nach objektiven Kriterien zu beurteilen, ob jemand wirklich „erleuchtet“ ist oder sich nur dafür hält"

      Die erste Variante an "Erleuchteten" gibt es vielleicht, die zweite sicher!

      Eine dritte Art hast du allerdings vergessen, nämlich diejenigen "Erleuchteten", die genau wissen, dass es keine Erleuchtung gibt, oder auch nur wissen, dass sie selbst nicht erleuchtet sind, es aber dennoch vorgeben zu sein.
      Diese gibt es auch sicher, sie sind die Gefährlichsten, die deswegen niemals aus unseren Betrachtungen verschwinden sollten!


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    4. @ Anonym (Rudolf?):

      »diejenigen "Erleuchteten", die genau wissen, dass es keine Erleuchtung gibt, oder auch nur wissen, dass sie selbst nicht erleuchtet sind, es aber dennoch vorgeben zu sein.
      Diese gibt es auch sicher, sie sind die Gefährlichsten, die deswegen niemals aus unseren Betrachtungen verschwinden sollten!«


      Für mich persönlich macht es keinen Unterschied, ob jemand, der vorgibt, erleuchtet zu sein, es selbst glaubt (also gewissermaßen die Wahrheit spricht) oder aber bewußt lügt.
      Ich halte so gut wie alles, was ein Erleuchteter (oder auch ein Unerleuchteter, übrigens) sagt, für möglich, „glaube“ es aber nicht, ohne es selbst geprüft und in innerlich nachvollziehendem Erleben erkannt zu haben.

      Sicherlich gibt es jede Menge „Schäfchen“, die auf der Suche nach einem „Hirten“ sind, und dankbar für jede „Perle der Weisheit“ aus dem Munde dessen, der diese Rolle übernehmen will.
      Solange es sich dabei um erwachsene Menschen handelt, die sich freiwillig in die Obhut eines solchen „Hirten“ begeben, wird uns wohl allen nix übrigbleiben, als dabei zuzuschauen – ähnlich wie ich manchmal zuschauen muß, was ein in meinen Augen „schlechter“ Gesangslehrer mit seinen Schützlingen tut.
      Wenn er ihnen das gibt, was sie sich davon versprechen, umso besser. Wo nicht, werden sie sich früher oder später abwenden.
      Ich kann nichts anderes tun, als in aller Ruhe versuchen, verschiedene Dinge bewußt zu machen.
      In aller Ruhe, das halte ich für wichtig: Ich kann mir nämlich nicht recht vorstellen, daß ein aufgeregtes „Eifern“ gegen einen Guru (oder auch Gesangslehrer) irgendjemanden von ihm abbringen wird, der fest entschlossen ist, ihn toll und wichtig zu finden. Es wird aller Wahrscheinlichkeit nach sogar gegenteilig wirken, die Jünger werden sich empört umso fester um ihren Guru scharen und ihn verteidigen, und daher immer weniger Gelegenheit finden, seine „Perlen“ unbefangen zu hinterfragen.

      In aller Ruhe – auch deshalb findet der hier verlinkte Zeit-Artikel bei mir soviel Zustimmung.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    5. Das schönste und beste Buch über Erleuchtung ever ist übrigens Jed McKennas "Verflixte Erleuchtung - Als Schmetterling unter Raupen". Großartig, großartig, großartig - und eigentlich das letzte ernst zu nehmende spirituelle Buch. :-)

      Hier gibt's das erste Kapitel als Freitext:

      http://www.elraanis.de/sharedpics/pics_shop/books_elraanispdf/104_teststory.pdf?PHPSESSID=nmptf20tophnsd9v454js4tp47

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    6. Man muss sich bei diesen Dingen natürlich auch nicht nur an diesem einen vorurteilsbelasteten Wort "Erleuchtung" entlang bewegen (Manche Lehrer sprechen wegen dem inflationären und missverständlichen dieses Wortes auch mehr vom "Erwachen" oder vom "Aufgewacht-sein" (aufgewacht aus dem gewöhnlichen leicht träumenden Bewusstseinszustand).

      Andere Lehrer sprechen auch wiederum davon, dass ein/e Erleuchtung, ein Erwachen eigentlich noch nicht mal etwas allzu besonderes ist: Nach einer tiefen Krise, einem am Abgrund-stehen, mit oder ohne meditativen Background, kommt es bei sehr vielen Menschen zu einer entsprechenden Erfahrung. Entscheidend ist, was danach passiert: Wie wird das neue Lebens/Seinsgefühl dem kommenden Alltagsstress oder tieferen Krisen auf Dauer standhalten.

      Muss auch kein Unfall, oder so, sein: Ein Lehrer sagte einmal, jemand der sich für erleuchtet hält, sollte mal drauf achten, was mit ihm passiert, wenn überraschend die Eltern mit Koffern vor der Tür stehen und sich spontan für das Wochenende einladen.

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    7. Die Nähe einer Erleuchtungserfahrung mit etwas ähnlichem wie einer Psychose, beschreibt übrigends Suzanne Segal in ihrem Buch "Kollosion mit der Unendlichkeit" - Dort schildert sie das plötzliche und vollständige Verschwinden ihrer Ich-Individualität, sowie ihren mehr als 10 Jahre dauernden Versuch, sich mit der Ich-Leere in der Welt zu orientieren.

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    8. @ Ingrid,

      "Für mich persönlich macht es keinen Unterschied, ob jemand, der vorgibt, erleuchtet zu sein, es selbst glaubt (also gewissermaßen die Wahrheit spricht) oder aber bewußt lügt."

      Da unterscheiden wir uns gewaltig. Ich wäre nicht in der Lage, zu einem Menschen, vom dem ich weiß, dass er bewusst lügt, ein wie auch immer geartetes Vertrauensverhältnis aufzubauen. Das ist das Eine.

      Das Andere wäre natürlich die Frage, ob ein Guru, der in einer so zentralen Frage bewusst lügt, überhaupt positiv ausgerichtete Intentionen haben kann, die über eigene materielle Interessen, die Lust an der Macht über Menschen sowie an deren psychisch-physischer Ausbeutung hinausgehen?

      So wie man natürlich klarerweise das freiwillige Ausschalten der Vernunft bei erwachsenen Menschen respektieren sollte, kann es allerdings genauso niemals falsch sein, jene Zeitgenossen, die ersteres zu Ihren eigenen Gunsten und zum Schaden der Betroffenen ausnützen, gebührend zu verurteilen.
      Alles andere würde uns wieder in die Nähe dieses perversen Ausschaltens des Vernunft führen, worauf Gurus ihre Macht und Anziehungskraft gründen.

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    9. ‘Der Akt der inneren Transformation ist einerseits ein kraftvolles Setzen, dann aber das Warten auf eine Antwort … ‘:

      Ich habe so etwas meine Söhne, nacheinander in Studienkrise, erklärt. Man soll ein Moment die Bücher und Geräte lassen, sich wörtlich auf den Stuhl setzen. Dann überspülen einen die Einsamkeit und die unbewusste Emotionen. Aber das immer wieder zu durchleben ist notwendig, wenn man als individueller Mensch weiter kommen will. Man muss gewollt in diese Einsamkeit eintauchen, bis jetzt ging es automatisch. So die ‘dad-splanation‘.

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    10. "Die Nähe einer Erleuchtungserfahrung mit etwas ähnlichem wie einer Psychose ..."

      Mein Reden. Es ist nicht nur eine Ähnlichkeit. Es ist die Vollendung einer schizophrenen Psychose. Mit einem wesentlichen Unterschied: Psychotiker leiden unter ihrem Zustand und sind in aller Regel unfähig, die beiden synchronen Wirklichkeitserfahrungen zu unterschieden - vermutlich, weil sie keine Ahnung haben, wie sie in diese vertrackte Lage gekommen sind.

      Erwachte, Zerleuchtete, Auferstandene - nenn' es wie du willst - erkennt man im Zweifelsfall daran, dass sie eine der beiden Erfahrungsebenen nicht wirklich ernst nehmen - und zwar genau die, die alle anderen für die einzig reale halten. Sie haben stattdessen Gastauftritte im eigenen Leben und spielen die gewählten Rollen.

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    11. @Ton "Man muss gewollt in diese Einsamkeit eintauchen, bis jetzt ging es automatisch." Nenn es Einsamkeit, existentielle Ratlosigkeit, Leere, Nadelöhr: Davor, was hier als meditative Technik beschrieben wird, ist heute fast globale und normale Lebenssituation, ab und an. Es wird immer wieder der Boden unter den Füßen weggezogen, und man muss sitzen, schauen, horchen, wie man sein Leben gestaltet, was anliegt, was gangbar ist. Man steht immer wieder vor Situationen, in denen nichts gegeben, nichts selbstverständlich ist. Meditative Praxis ist lediglich eine Situation, die man selbst wählt, um vielleicht an die Gestaltungsmöglichkeiten heran zu kommen, um Offenheit und Willen, aus dem Nichts heraus zu bestehen, zu üben.

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    12. @ Rudolf:

      »Da unterscheiden wir uns gewaltig.«
      :-) Ja, klar. Das ist für mich keine Überraschung.

      »Ich wäre nicht in der Lage, zu einem Menschen, vom dem ich weiß, dass er bewusst lügt, ein wie auch immer geartetes Vertrauensverhältnis aufzubauen.«
      Naja - weißt Du, ich baue auch nicht zu jedem Menschen, von dem ich annehmen kann, daß er nicht bewußt lügt, ein Vertrauensverhältnis auf. Das hängt von ganz anderem ab.

      »Das Andere wäre natürlich die Frage, ob ein Guru, der in einer so zentralen Frage bewusst lügt, überhaupt positiv ausgerichtete Intentionen haben kann…«
      Diese Frage kann man sich natürlich stellen. Allerdings sind es die Taten, und weniger die Intentionen anderer Menschen, mit deren Auswirkungen wir schließlich umzugehen haben.

      »...kann es allerdings genauso niemals falsch sein, jene Zeitgenossen, die ersteres zu Ihren eigenen Gunsten und zum Schaden der Betroffenen ausnützen, gebührend zu verurteilen.«
      Mag sein.
      Aber ich habe halt die Erfahrung gemacht, daß ein solches öffentliches „gebührendes Verurteilen“ häufig ganz andere Auswirkungen hat, als man sich vorgestellt hat.

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    13. Lieber Michael,
      »...was hier als meditative Technik beschrieben wird, ist heute fast globale und normale Lebenssituation, ab und an. Es wird immer wieder der Boden unter den Füßen weggezogen, und man muss sitzen, schauen, horchen, wie man sein Leben gestaltet, was anliegt, was gangbar ist.«
      Ja.
      Und in dieser Situation sind viele Menschen für „sinnstiftende“ Angebote dankbar, und erreichbar.
      Und auch wenn ich persönlich mich zu Gronbach oder Cohen nicht im geringsten hingezogen fühle: ihre Angebote sind mir jedenfalls lieber als, beispielsweise, die des IS.

      Herzlich,
      Ingrid

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    14. @Ingrid und Michael: Aber der CuCluxClan und die Heilsarmee könnten vielleicht 'ne echte Alternative sein.

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    15. @ Felix:
      Freilich. Nicht zu vergessen die Reichsbürger, oder die Zeugen Jehovas… für gewisse Menschen, vor allem in Krisensituationen, konkurrieren alle in ihrer Umgebung existierenden „Angebote“ miteinander.

      Und – bei allen Bedenken, die ich gegen diesen Guru habe (und mit Rainer teile): wenn Sebastian Gronbach sagt: »Der wahre Mann ist jederzeit bereit zu sterben. Das macht ihn so unfassbar lebendig.« — dann ist mir das eben immer noch lieber, als wenn es ein IS-Rekrutierer sagt.

      :-) Womit ich in gewissem Sinne widerlege, was ich hier gemeint habe: es kommt eben doch auch auf die Intentionen an.

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    16. Ach, jetzt weiß ich auch, warum Felix Hau so vehement darauf pocht, dass Anthroposophie keinesfalls Erleuchtung generieren könne!

      Der Guru Sebastian hat auf seiner Facebook-Seite ein entsprechendes Dekret erlassen:

      Anthroposophie kann in der Tat viel! Nur keine Erleuchtung. Sorry.

      Das hindert den Guru allerdings nicht daran, bei jeder Gelegenheit Steiner-Zitate zum Stopfen inhaltlicher Löcher zu benutzen...

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    17. »Der wahre Mann ist jederzeit bereit zu sterben. Das macht ihn so unfassbar lebendig.« Großartig! Das Zitat kannte ich noch nicht, danke!

      @ Stefan, wo steht das Zitat über Anthroposophie?

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    18. @ Rainer:

      Ja. Großartig.
      Und auch – auch wenn Du das wohl nicht so gemeint hast – wahr.
      Allerdings nicht gerade neu.
      Ich denke an den letzten Brief, den Mozart an seinen todkranken Vater schrieb – da heißt es:

      »da der Tod /: genau zu nemmen :/ der wahre Endzweck unsers lebens ist, so habe ich mich seit ein Paar Jahren mit diesem wahren, besten freunde des Menschen so bekannt gemacht, daß sein Bild nicht allein nichts schreckendes mehr für mich hat, sondern recht viel beruhigendes und tröstendes! und ich danke meinem gott daß er mir das glück gegönnt hat mir die gelegenheit /: sie verstehen mich :/ zu verschaffen, ihn als den schlüssel zu unserer wahren Glückseeligkeit kennen zu lernen. – ich lege mich nie zu bette ohne zu bedenken daß ich vielleicht /: so Jung als ich bin :/ den andern Tag nicht mehr seyn werde – und es wird doch kein Mensch von allen die mich kennen sagn können daß ich im umgange Mürrisch oder traurig wäre – und für diese glückseeligkeit danke ich alle Tage meinem Schöpfer und wünsche sie vom Herzen Jedem meiner Mitmenschen.«

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    19. @Psychose

      Dem Erleuchteten ist das Licht für das unvergäglich-wesentliche des Lebensschaffenden aufgegangen. Er muss das Unwesentliche nicht permanent als beispielsweise 'saublöd' bekämpfen, weil er sich der Tragfähigkeit des Wesentlichen vollkommen gewiss ist - er sieht es ja und kann darum vollkommen gelassen sein.
      Das unterscheidet ihn vom Psychotiker (oder anderen Persönlichkeitsstörungen), dem ist nämlich einfach nur die Birne durchgebrannt; er sieht viel, kann aber nichts damit anfangen und nur blindwütig agieren.
      Er packt ein wunderbares Eis aus und anstatt das wunderbare Eis zu genießen, beschimpft er nur das saublöd-idiotische Eispapier, weil es nicht essbar ist, während sein Ein in der Sonne zerschmilzt...

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    20. @Rainer:
      Oder so:

      'Steiner kann nix, aber aus meinem Munde sind seine Worte die kostbarsten Perlen der Weisheit (ohne Scheiß ey)!'

      Dein Dich maßlos verscheißernder Guru!

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    21. @Heldentod

      'Der wahre Mann ist jederzeit bereit zu sterben. Das macht ihn so unfassbar lebendig.'

      Klar, die Vorstellung vom Heldentod:
      Einfach so - Resetknopf - Peng, weg aus dem vollen Ganz-Wichtigsein heraus und alle heulen sich die Augen aus.


      Bloß kein meinetwegen 5 Jahre dauerndes Siechtum mit exulzerierenden Tumoren und Multiorganversagen bis das eigentliche Ziel erreicht ist. Da nimmt man doch lieber den Sprengstoffgürtel und bringt noch deutlich seine Meinung zum Ausdruck!

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    22. @ Stephan:
      »Da nimmt man doch lieber den Sprengstoffgürtel und bringt noch deutlich seine Meinung zum Ausdruck!«
      Eben darum schrieb ich gestern, und wiederhole es gern nochmal:
      Wenn jemand wie Sebastian Gronbach so etwas sagt, ist es mir viel lieber, als wenn es aus dem Munde eines IS-Rekrutierers kommt.

      So ganz ohne „Leiden“ scheint es übrigens auch bei SG nicht immer abzugehen. 24-Stunden-Wanderungen (70 km, 2000 Höhenmeter) schafft man nicht allein mit dem Resetknopf.
      In einem Bericht dazu heißt es: »Hier hing alles in der Luft und stand in die Augen geschrieben. Freude, Schmerz, Glück, Dankbarkeit, Trauer, Demut, Stolz, Trotz und Liebe.«

      :-) Was trotzdem nicht bedeutet, daß ich mich in SGs Guru-Gemeinde einreihen möchte!

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    23. Der Sprengstoffgürtel ist als Metapher für alle Extremismen verwenbar; IS mangelt es eben an kreativer Phantasie um die Metapher individuell zu füllen, darum greifen sie in ihrer Wort-Wörtlichkeits-Lebensauffassung auf das Urbild zurück...

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    24. @Heldentod oder lieber "Stirb und Werde" ? ;)

      Ganz interessant! - Habe gestern auf 3Sat eine Bhagwan-Doku angeschaut...Link: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=67111
      (wo es später durchaus auch Tote hätte geben können)...

      Sehr interessant, zumal viele Ex-Schüler und damals schon-Ausgestoßene zu Wort kamen...Interessant deswegen auch, weil hier eine ganze Bandbreite von allzu menschlichen Verhaltensweisen sowie Guru/Gemeinschaftsdynamiken etc. aufgezeigt werden..
      teils wird's auch richtig fies und hässlich...(hatte wohl alles seinen Sinn)...

      Ich finde, sehr sehenswert...

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    25. Lieber Valentin,
      dieses "Stirb und Werde" hatte ich beim Schreiben auch unausgesprochen vor mir!

      s.b.

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    26. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    27. so sollte es heißen:

      das ganze hat allerdings auch seine ganz eigene Schönheit und Dramaturgie..

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    28. Gurus sind nichts anderes als spirituelle Dienstleister, die bestimmte bei einigen Menschen vorhandene Bedürfnisse befriedigen und einzig und allein eine spezielle Nachfrage erfüllen. Alles andere ist unsachliche Selbstdarstellung der Akteure selbst und ihrer Anhänger, PR-Aktivität eben. Soweit alles legitim.

      Was in diesen Zusammenhängen immer wieder verwundert, ist die verallgemeinernde blauäugig-unkritische Vergötterung von Gurus auch seitens Nichtanhängern, das Ausblenden der Schattenseiten, geradezu als ob für sie andere Maßstäbe als für normal Sterbliche anzuwenden seien.

      Wie auch der offensichtlich immer wiederkehrende Reflex, bei dem viele Menschen, besonders solche mit Interesse für Esoterik und Hinwendungsbedürfnis zum Geistigen, etwaige Bemerkungen, dass jeder Guru auch negative Seiten hat, bzw. dass es viele auch allgemein sehr negativ zu bewertende gibt, mit einer Mischung aus Empörung und arroganter Besserwisserei quittieren.

      Auch Gurus müssen sich einem Realitätscheck stellen und Qualitätsprüfungen über sich ergehen lassen.

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    29. @ Anonym:
      »die verallgemeinernde blauäugig-unkritische Vergötterung von Gurus auch seitens Nichtanhängern«
      Davon hab ich bisher noch nichts gehört. Ich erlebe vor allem kritische Nichtanhänger – wie sich auch hier in den Blogkommentaren zeigt.

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  7. Was mir noch einfiel zum Thema "Guru": Die meisten modernen spirituellen westlichen (nichtanthroposophischen) Lehrer bezeichnen sich natürlich nicht so, sie haben meistens ein eher lockeres Schüler-Lehrer-Verhältnis.

    Der größere Teil von denen gibt in regelmäßigen Abständen Retreats, Seminare oder Satsangs und schreibt gelegentlich ein Buch; manche Schüler sind primär nur bei einem Lehrer, manche gehen zu mehreren ("Guru-hopping"). Eine engere Schüler-Lehrer Bindung wie bei Gronbach (und früher Cohen) gibt es eher bei wenigen Lehrern (OM C Parkin).

    Eigentlich schade, dass grundsätzlich fast nur auf die problematische Lehrer-Schüler Beziehung geguckt wird, manche Lehrer, wie E.Tolle oder andere, haben m.E. auch inhaltlich interessante und inspirierende Dinge zu sagen, auch im Sinne einer Bereicherung oder Ergänzung des anthrop. Weges.

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    1. "Zwei Dinge sind unvereinbar: Den Weg mit dem Guru zu gehen und dabei gleichzeitig unglücklich sein" SG, heute auf FB.

      Das halte ich eben für bedenklich: Es gibt keine Garantie, ob man nicht in seinem Leben unglücklich sein/werden kann, egal ob man Anthroposoph ist oder zu einem Guru geht. Was ist eigentlich mit einem Schüler, der aus irgendeinem Grund im Ashram traurig gestimmt ist...Muss der sich vor den anderen verstecken?

      Das ist u.a. meine Kritik an SG, dass er den Guru-Aspekt 3 mal mehr betont, als Ramana Maharshi und Poonjaji zusammen.

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    2. Die Eliteeinheit des CVJM:
      Nur die Harten kommen in'n Garten - wer heult fliegt raus!

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