Meinungsterror, Denkverbote und identitäre Sprungbretter zur Macht

Machiavelli
Dass die politische Landschaft ins Schwimmen geraten ist, Parteien aus dem Nichts an die Macht schießen, separatistische Bewegungen scheinbar stabile Nationen in alte Spannungen und Spaltungen hinein treiben, und sicher geglaubte Mehrheiten von Parteien in Meinungsumfragen angesichts neuer Kampagnen in sozialen Netzwerken und in der Presse unversehens ins Wanken geraten, ist nur ein Teil der problematischen Lage. In Deutschland bricht die mit dem Fall der Mauer scheinbar überwundene Spaltung der Nation durch die Präferenzen des Ostens für rechte Parteien wie die AfD wieder auf, und die jungen östlichen europäischen Nachbarn kultivieren insgesamt Widerstand gegen jegliche Migration, verweigern europäische Solidarität und fordern die Gemeinschaft dadurch hinaus, dass sie diejenigen transnationalen Verträge, die ihnen nicht unmittelbar wirtschaftlich nützen, aussetzen.

Auch Großbritannien taumelt mit dem Abgang aus der EU in eine bizarre Krise, die nicht zuletzt - ein paradoxer Effekt- vom nationalistischen Impuls ausgehend zu einer schwer aufzuhaltenden internen territorialen Krise mit separatistischen Tendenzen werden könnte- der Abgang Schottlands würde Großbritannien zerstören. In jedem Fall scheint der Sprung ins europäisch geeinigte politisch- wirtschaftliche, transnationale Gebilde - für die Einen ein Ideal, um aus Europa einen starken Partner auf der Weltbühne zu machen, für die Anderen ein administrativer Alptraum - verfehlt, der interne Zerfall in regionale Egoismen und Interessenkonflikte unausweichlich, die wie Gespenster der Vergangenheit aus den Rissen der europäischen Idee auftauchen. Es geht ja nicht nur um den grassierenden Nationalismus, sondern um den vollständigen Zerfall.

Das alles geschieht zu einem Zeitpunkt, in dem beim Partner USA ein populistischer Präsidenten- Clown eine rein destruktive und isolationistische Politik fortsetzt, im ehemaligen Partnerland Türkei eine Art diktatorisches Sultanat entsteht, und in Russland ein vom KGB geführter aggressiver und gedemütigter Riese mit allen Mitteln zu verflossener Größe zurück strebt. Die Politik mit Holzhammer und Kalashnikov wird begleitet von einem im Verborgenen ablaufenden medialen Krieg um Hoheitsgebiete der öffentlichen Meinung, der zielsicher die inneren Risse in den politischen Landschaften auch durch Mittel wie Desinformation verstärkt. Die Melange, mit der wir es zu tun haben, hat ein vulkanisch unberechenbares, pseudo- revolutionäres Zeitgefühl erzeugt; die Risse gehen durch Freundschaften und Familie; auch durch Interessengemeinschaften wie die anthroposophische Bewegung- und es handelt sich sehr schnell um fast unversöhnliche, zutiefst separierende Positionierungen, die dabei entstehen.


Aber gehen wir zunächst auf die pseudo- revolutionäre, anti- elitäre Stimmung in Europa ein, die unversehens neue Parteien und Jung- Politiker wie Sebastian Kurz in Österreich und Emmanuel Macron in Frankreich an die Macht gespült hat. Kurz, ebenso wie Macron ein buchstäblich jungenhafter Darsteller auf der politischen Bühne, hat sich mit seinem ebenso jungen Beraterteam  - das als "loyal und gnadenlos" beschrieben wird- eher rechts und nationalistisch positioniert, während Macron als der Pro- Europäer schlechthin gilt. Dennoch gilt für Beide, was Der Standard über Kurz schreibt: Die Agenda bleibt vage, die populistischen Positionierungen bleiben womöglich nur Mittel zum Zweck, die politische Positionierung gleicht einem „schwarzen Loch“: „Selbst Anhänger, die den Umbau der Partei unterstützen, sagen: "Sein Büro ist wie ein Schwarzes Loch. Man schickt Vorschläge hin, kriegt aber keine Rückmeldung." Ein anderer bemüht einen historischen Vergleich: "Schüssel wollte die Macht und hatte eine Agenda. Bei Kurz hat man den Eindruck, er will die Macht, hat aber keine Agenda.““ (1)

In Die Drei sind im Oktoberheft (2) Alain Morau & Stephan Eisenhut daran gegangen, Emmanuel Macrons Aufstieg zu charakterisieren: „Der Aufstieg Emmanuel Macrons und die Zukunft Europas“- ein einerseits dankenswert sachlicher und fundierter Beitrag, der andererseits schon im einleitenden Textteil typisch anthroposophische Insinuationen und Polit- Phrasen vom rechten Rand einbringt, die das Lied von den Euro- Eliten („bestimmte Kreise“), Bilderbergern, der determinierten Presse, usw singen- ja die sogar Emmanuel Macron unterstellen, ein mediales, rein kosmetisches Produkt langfristiger elitärer Strategien der alten Eliten zu sein.

Dass Macron, wie in dem Artikel breit heraus gestellt, moderne Vermarktungsmethoden in seiner politischen Strategie genutzt hat, ist unbestritten- ihn auf eine „mediale Blase“ zu reduzieren, wirkt dagegen übertrieben und bemüht: „Politik beruht auf Inszenierung und nicht auf Inhalten. Dem Wähler muss etwas vorgespielt werden. Macron war sich dessen vollkommen bewusst.“ (2) Gewiss. Und natürlich wird ein solcher moderner Napoleon (2) durch politische Netzwerke, Kampagnen und mediale Inszenierungen an die Macht getragen. Aber reichen diese Feststellungen aus, das politische Wahlsystem so weit ausgehöhlt zu betrachten, dass Morau und Eisenhut sich veranlasst sehen, „demokratisch“ in Anführungszeichen zu setzen und zum bloßen „Ritual“ im Interesse der immer-gleichen politischen Elite zu erklären? „Das Beispiel zeigt: Im heutigen »demokratischen« Wahlsystem bestimmt nicht die Bevölkerung, welche politischen Positionen in einem Land in Zukunft richtungsweisend werden. Allenfalls verdeutlichen diese Rituale dem Wähler und der Welt, welche Gruppe innerhalb der politischen Elite eines Landes ab nun den Ton angeben wird.“ (2)

Nach Morau und Eisenhut ist selbst der Aufstieg des Front National („Dieses beherrschende Gruppendenken basiert auf neoliberalen Grundlagen, treibt die Vertiefung der Europäischen Union voran und hat für die Wiedereingliederung Frankreichs in die NATO gesorgt. Als einzige Alternative wurde von den Medien der ›Front National‹ (FN) aufgebauscht.“) von Bilderbergern, Eliten, assoziierten Medien und von Macrons Polit- Strategen nur als Schreckgespenst aufgebaut worden, um Macron den Franzosen als „alternativlos“ präsentieren zu können.  Wieder einmal wird in dieser anthroposophischen Karikatur demokratischer Systeme eine systemische Verschwörung suggeriert und damit die Wahl des pro- europäischen Emmanuel Macron zur reinen Farce stilisiert. So etwas stellt in seinen gewollten Zuspitzungen und suggestiven Verzerrungen ein Pamphlet dar, das durchaus aus identitärer Feder stammen könnte und die politische Analyse einer infantilen, ideologisierten Simplifizierung opfert.

Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass Claudius Weise, wie bereits in diesem Blog erwähnt, (3) im gleichen Heft auch deutlich gegen identitäre Anthroposophie - vor allem aus der Feder Martin Barkhoffs- polemisiert. Die Auseinandersetzung dieser Beiden ist im Online- Blatt Ein Nachrichtenblatt - Nr. 21 | 2017 („Nachrichten für Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft und Freunde der Anthroposophie“) weiter gegangen, mit weiteren Zuspitzungen Roland Tüschers und Martin Barkhoffs: „Die westliche Welt lebt im Zeitalter der Gesinnungs- und Sprech-Polizei. Im Internet löschen "Fake News"- und "Hate"-Verfolger länderweit vorsorglich alles, was vielleicht auch nur falsch aufgefasst werden könnte – und die Strafmassnahmen nehmen dauernd zu. Verstösse gegen Gender-Sprechvorschriften werden in amerikanischen Staaten bereits mit Geldstrafen bis zu der Biographie vernichtenden Summe von 250.000 $ oder mit Gefängnis bis zu einem Jahr belegt. Diese Denk- und Sprechverbote bedrängen und bedrohen schon jahrzehntelang auch die anthroposophische Bewegung. "Ein Nachrichtenblatt" hat hierzu kürzlich die "Gegen- erklärung" von Caroline Sommerfeld gebracht und den Artikel "Berliner und Dresdener Lösung" von Martin Barkhoff. Gegen beide Artikel hat Claudius Weise, Chefredakteur der in Stuttgart erscheinenden "Die Drei", ausführlich und scharf Stellung bezogen.“ (4)

Mit einem Wort: Die sich identitär- rechtsrevolutionär verstehende anthroposophische Bewegung, die sich frei macht in Bezug auf angebliche „Denk- und Sprechverbote“, möchte den Rassismus- Verdacht gegen Anthroposophie jetzt - "Basta"- ohne weitere Diskussion beenden, um damit „dem das Denken abschaffenden Zeitgeist“ zu widerstehen. Barkhoff formuliert etwas wirr: „..sich gegen den herrschenden Meinungsdruck, den mainstream zu stellen, je stärker er wird, um so mehr. Und nicht nur in der Nazi- Zeit.“ Die Analyse und Diskussion von gewissen Steiner- Zitaten und - Positionierungen (Neger und Indianer, Sie wissen schon) stellen in Barkhoffs Sicht nichts als Rufmord dar: „Sehr anders verpackt, mit einem ganz anderen ‚word- ing‘, besteht schon länger ein existenzbedrohender Meinungsdruck, Sie wissen es, ich weiss es, und das ‚Establishment' (sagen wir mal: der Bund und die Info3-artigen Zeitschriften) tut nun zwei sehr schädliche Dinge: a) es leugnet den Druck und b) es beugt sich. Schon seit den späten 90er Jahren droht den Waldorfschulen die Vernichtung, die Abschaffung durch den Rassismusvorwurf in der Presse. Ich war damals beruflich mit der Abwehr befasst. Wie dieser Rufmord organisiert wurde, kannte ich bis in Einzelheiten.“ (4) Erwartungsgemäß antwortet Barkhoff auch auf Weises Argumente und Hinweise in Bezug auf Barkhoffs Sympathie- Kundgebungen gegenüber Alexander Gauland mit weiteren elaborierten Bausteinen aus dem identitären Baukasten wie „Hexenjagd“, „erzwungene Sprechakte“ und „Duckmäusertum“. (4)

Eigenartig bleibt die Infantilität und Uniformität dieser Selbstbeschreibung der Rechten als Opfer von Denk- und Sprech- Konventionen. Die Projektion der eigenen Geistlosigkeit auf das von „Mainstream“ und „Eliten“ dominierte öffentliche Diskursfeld wirkt wie ein Stauen aggressiver, wirrer Auflehnung ohne jede Perspektive. Die Schuldzuschreibungen anthroposophischer Lesart bedienen sich verschiedener heute altertümlich wirkender Chiffren (vor allem Freimaurer und Jesuiten), die daher im aktuellen Morau/ Eisenhut- Artikel auf die „gewissen Kreise“ verallgemeinert werden. Sollten die behaupteten „Denk- und Sprechverbote“ tatsächlich einmal ganz gefallen sein, werden die Chiffren sicherlich gefüllt und konkret werden. Bei Leuten, die Demokratie gern in Gänsefüßchen schreiben, ist dabei einiges zu befürchten. Tatsächlich aber reiten Populisten, Separatisten, Nationalisten, Anti- Globalisten und Rassisten auf diesem pseudo- revolutionären Anti- Mainstream- Mainstream an die Macht. Die Barkhoffs und Eisenhuts, die sich so frei fühlen im Widerstand gegen den angeblich „herrschenden Meinungsdruck“ singen das übliche anti- elitäre Liedchen, und bereiten autoritären, vielleicht destruktiven neuen Eliten den Weg- immer entlang der Schnittlinien der inneren Widersprüche der bestehenden Systeme. Je mehr sich die separierenden Kräfte durchsetzen, desto mehr sind die Systeme gezwungen, sich gegen den Zerfall von Innen zu wehren- der politische, wirtschaftliche, geistige Spielraum wird immer enger, die Perspektive verkürzt. Nicht selten haben die neuen Eliten, wie sich zeigt, einen ungehemmten kleptokratischen und autoritären Charakter. Am Ende der Anti- Globalisierungswelle steht die primitive mafiöse Struktur der Clans und Machiavellis. Man wundert sich sehr, dass das die Perspektive heutiger Wortführer und Publizisten in der anthroposophischen Landschaft sein kann.

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1 derstandard.at/2000066407118/Die-Kanzlermacher-hinter-Sebastian-Kurzschnell-loyal-und-gnadenlos
2 http://diedrei.org/tl_files/hefte/2017/Heft10_2017/02-Morau-Eisenhut-DD_1710.pdf
3 https://egoistenblog.blogspot.de/2017/10/vom-politischen-spuk-das-identitare-und.html
4 Ein Nachrichtenblatt - Nr. 21 | 2017





Kommentare

  1. Diejenigen, die sich jetzt beschweren über den Zulauf der "neuen Rechten" wie AfD oder Identitäre sollten, wenn möglich, die Hauptursache dieses Zulaufes nicht vergessen: Die seit Sommer 15 ausgelöste Angst vor einer unkontrollierten Migration (Spiegel-Artikel über die AfD unmittelbar nach der Bundestagswahl: "Merkels Saat").

    Merkel hat den Fehler begangen, eine Handlungsweise, die im zwischenmenschlichen gut und richtig ist, unbedarft auf die Ebene von Staatsführung zu übertragen.

    (Lesenswert übrigends im neuen "Spiegel" das Interview mit Kurz, indem er Merkels krummen Deal mit Erdogan als ebenso notwendig erachtet hat, wie die von ihm vorangetriebene Schließung der Balkan-Route).

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    1. Also ich beschwere mich lediglich über simplifizierende ideologisierte Strickmuster wie bei Eisenhut. Ansonsten wäre die Flüchtlingskrise nicht so schlecht verlaufen, wenn die EU sich in guter Verfassung befunden hätte. Die Webfehler im Euro, die nationalistischen Egoismen selbst eines Jean Claude Juncker, der Amazon und co im nationalen Interesse Steuervorteile zuschanzt, Gelder, die der Gemeinschaft fehlen, die permanente Griechenlandkrise, der Abzug von Zinsen der Sparer uvam. Die EU ist in einem armseligen Zustand und kann den tatsächlichen Problemen wenig entgegen setzen. Das kann man nicht alles Angela Merkel anhängen.

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    2. @ Rainer Herzog, Du kippst nach und nach, seit 2015, um wie eine kontrollierte Dominosteinkaskade. Welche Ergüsse und Zitate würden wir von Dir zu erwarten haben, wenn die Altparteien an den Rand gedrängt sein würden, und die AfD sagen wir 35 % haben würden? Meinst Du nicht, daß deren zukünftig vielleicht immer geschliffener anmutenden Argumente Menschen wie Dir dereinst goldene Brücken bauen werden? Denn auch ihr Geist wird nicht ruhen und ihren Willen in immer differenzierte Verhallte verlockend auszugießen trachten. Wirst Du widerstehn? Oder wenigstens verstummen? Hier lief in der Tat ein Experiment, die Konsequenzen eines Völkermordes aufzufangen.
      Wer das nicht begreift, legt mit Steine an am Fundament zukünftiger Herrschaftsformen, siehe oben, Michaels Beitrag, die den Namen "Demokratie" nicht mehr verdienen werden, auch wenn sie ihn gewiß führen werden, um freiheitsliebende Menschen und deren Ideale zu verspotten. Etwas mehr Mut bitte. So lange leben wir ja auch nicht mehr, nicht? Und es war doch schön auch, in einer freien Welt gelebt gedurft zu haben. War es das denn gar nicht? lg, mischa

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    3. @ Michael
      Schon richtig, dass die EU seit Jahren in einem armseligen Zustand ist. Deutschland ist aber ebenso seit Jahren ungewollt mehr oder weniger Führungskraft in eben dieser EU. In der Griechenlandkrise waren es hauptsächlich Deutschland, vor allem Merkel und Schäuble, die den Ton angegeben haben.

      Wahrscheinlich hat diese wirtschaftliche Hegemonie Deutschlands dazu geführt, dass die übrigen EU-Länder bei einer moralischen Hegemonie Deutschlands nicht mehr mitmachen wollten. Das ist nun mal leider so, ich würd`s auch schöner gefunden haben, wenn es im Sommer 15 anders verlaufen wäre.

      @ Mischa
      Damit die AfD nicht 35% bekommt, muss man vielleicht damit anfangen, die Ängste der Menschen ernst zu nehmen. Ich arbeite in Gegenden, wo ich täglich erleben kann, wie Integration eben nicht funktioniert, nicht einmal ansatzweise. In den Flüchtlingsunterkünften im Hamburger Umland muss relativ häufig die Polizei einrücken, weil da IS-Propaganda gefunden oder verteilt wurde.

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    4. @ Rainer, was willst Du? Mehr Polizei, und zwar gut ausgebildete? Will ich, Du auch? Kürzere Strafverfahren, damit die Täter die Strafe noch mit ihren Delikten in Verbindung bringen können? Will ich. Du auch? usw. Aber diese Dinge machen sich nicht von alleine und fallen nicht sofort vom Himmel. Unter der Regierung der kremlgesteuerten AfD wird all das nur laut verkündet, und womöglich das, was wir an innerer Sicherheit haben, demontiert. Wissen wir. Und wir sehen in Ungarn, wie die Bevölkerung, ganz ohne Migranten und Füchtlinge zunehmend radikaler wird und große Teile der Menschen, ähnlich wie in der Türkei und Kremlland gar nicht mehr zu denken in der Lage, noch im Stande sind. Im Gesitz auch nicht. Ungarn wollte auf Flüchtende Menschen schießen lassen. Und bei uns haben sich Menschen vor Wut die Krätze geholt, daß nicht geschossen wurde. Nicht, weil das eine Lösung ist, wollten die geschossen haben. Sondern um ihr Wütchen zu befriedigen. Das sind sie, die "Ängste" vieler Landmenschen, die nie einen Fremden zu Gesicht bekamen. So aber rechne ich mit ihnen, seit ich auf drei zählen kann. Bist Du Menschenfreund? Ich nicht. Aber ich schätze den Landfrieden. Punkt. Vielleicht ist die Erdbevölkerung als Ganzes längst nicht reif für Demokratie, und dann soll sie eben verschwinden. Wie sollte man sie retten, wenn keiner, der "ernstgenommen" werden will, ansatzweise versteht und nur nach dem Weltkriegen "mitgemacht" hat, weil es satt zu essen und mehr Häuser und Freie Fahrt für Autobürger gab? Eben. Das hat mit dem "IS" und seinen Trittbrettpsychopathen noch lange nichts zu tun, leider leben wir jetzt mit denen, wie früher das Establishment mit der RAF. Kommt nur erschwerend hinzu. Wer soll "anfangen", wen noch "ernstzunehmen" in diesem komplexen Spiel. Die friedlicheren Zeiten sind vorbei. Und ich hoffe, wir und die Politik werden Kompromisse finden, denn mehr als solche gab es nie, mehr als ein gefühltes "kleineres Übel" gibt es hier nicht. Anderweitig solltest Du es mit der Spielbank oder dem Lotto versuchen. Die nimmt die Menschen aber gar nicht mehr ernst. lg mischa

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    5. Bevor ich Bobby lese, (vorfreu!), versuche ich mich noch etwas an Rainers Sorgen "abzuarbeiten". Gut ausgebildete Polizei und Personalaufstockung bei der Polizei. "Gut ausgebildet", was sich mancher denken kann, meint: Loyal zu unserer wertvollen Verfassung. Und wie das als Polizist umgesetzt wird... Dann das mit den zügigen Strafverfahren. Und bei bösen Ausländern, Migranten: Abschiebung. So.
      Wir hamm dauernd, so wir in irgendeinen E-Maiverteiler eingetragen sind, Petitionen. Weil wir nicht naiv sind, fragen wir uns: Wird da ein Krimineller Boß unterstützt, damit der, mitsamt Famillje, er schlägt sai Frau, nisch abgeschoben wird, waisch wasch main? (Rudolf wird jauchzen jetzt). Aber: Es gibt bei den Petitionen herzzerreißende Liebesbriefe. Gegen "das Kinderlächeln" und seine Verlockungen hat sich die AfD bereits heroisch positioniert. "Keine Emotion, Ratio! Sei ein Held!" Kurz: Der menschliche Kolateralschaden in der Abschiebepolitik ist enorm. Nicht nur Kinder, auch nette, feine Leute trifft es. Du sagst: Wir müssen echte Entwicklungshilfe leisten, vor Ort!
      In Sachsen aber auch. Nich? Dort werden die Menschen nicht durch Bandenfürsten aus dem Libanon bedroht, sondern von biodeutschen Verwahrlosten. Das ist nicht immer punktuell. Die Polizei und die Politik dort wird das sicher erst einmal "durch umfassende Studien genauer belegt?" sehn wollen. Bis dahin dachte ich schon an Netzwerke für die zärteren, weniger gewaltbereiten Menschen dort. Anwälte, Selbstverteidigungs - und Erste Hilfekurse, Untertauchwohnungen für Nichtnazi, egal, welcher Abstammung. So, wie in der Weimarer Zeit, wo jeder schauen mußte, wo er und seine Familie beschützt und organisiert ist. Hauptsache nicht bei einer dümmlichen Antifa, der es nur um Selbstdarstellung geht, um die pubertär sexuelle Selbsterfahrung zu intensivieren. So wie deren Gegner auch.

      Der Osten überschattet von antistaatlichen Initiativen, die die Verfassung und den Landfrieden verworfen haben. Willkürherrschaft anabolisierter Brutalo-Ochsen. Dirigiert von wer weiß welchen Schlaubergern. Aber auch in Norddeutschland hatten Hells Angels einige Zeit eine größere Gemeinde durchnetztwerkt und fast ganz okupiert. Hinterrum wurde gedroht, vornerum "Spenden für Kinderhilfe". Na also, geht doch. Der Mensch, der Papi, die Mutti sind leicht zu umgarnen.
      In Berlin und in NRW bei den Puff - und Drogenfürsten mit ihrer Blut und Ehre Kultur sprechen Thane über Unterthanen Recht. Nicht immer Scharia, aber in etwa die selbe Ecke. Manche Thane (ich nenn die mal so, um ein Wort zu haben) kooperien mit der Polizei. Wie weit? Was weiß man noch? Wer aber sind die Hintermänner der der Thane der halb halb Parallelgesellschaften und ihrer "Tunnel". Mit wem reden die, nachdem sie mit "der Polizei" geredet haben? lg, mischa

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    6. Klar fühlt das mancher als Fremdherrschaft, mancher ist flexibel, und hat dort Familienanschluß erreicht, aufgebaut. Wird womöglich aber überlagert von der anderen, hierarchischen, Kultur, und "versteht" sie, steht für einst Fremdes ein. Und auch unter deren Fuchtel. Vielleicht sind solche tatsächlichen, oder gefühlten Problembezirke noch leichter zu händeln, als die "ausländergesäuberten Zonen" im Osten, wo auch ich "Ausländer" wäre, weil ich nicht verroht genug bin, und das merken die ja. Und fühlen sich per "Spiegelneuronen" von mir sehr unangenehm ... berührt, waisch wasch main?

      Also eine wirre Welt, die dem Staat immer mehr entsagen zu wollen scheint. "Selbstverwaltung", aber unmündig. Das kann natürlich nur in die Flucht in einen Autoritarismus führen, wo die neuen Bosse den "stolzen Bürger" verarschen und fertigmachen, und dann ist es zu spät. "Spenden für Kindertränen", und Leute zusammenschlagen lassen, die leider was durchschaut haben. Es ist schwer, in solcher Welt nicht selber nach einem liberalerem Waffenrecht zu rufen, und den Weg einer offenen Hand zu versuchen, auch wenn man kein naiver Menschenfreund ist. Und dann noch als "Gutmensch" verspottet wird, von unwissenden beschränkten Freunden, von hämisch grinsenden, wissenden Feinden. Denn das wirkliche Böse ist empathisch, aber nicht herzlich. Und pfeift auf "gute Vorbilder"... geben wir trotzdem nicht auf, machen wir weiter, umkreist von einer Welt, die keine freien, offenen Zivilgesellschaften mehr erträgt, teils nie gekannt hat, oder diese nicht mehr will.. lg, mischa

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    7. Anmerkung:

      Rainer Herzogs Lieblingsthemen:

      "Merkel hat" (2015) "den Fehler begangen, eine Handlungsweise, die im zwischenmenschlichen gut und richtig ist, unbedarft auf die Ebene von Staatsführung zu übertragen."

      "Damit die AfD nicht 35% bekommt, muss man vielleicht damit anfangen, die Ängste der Menschen ernst zu nehmen. Ich arbeite in Gegenden, wo ich täglich erleben kann, wie Integration eben nicht funktioniert, nicht einmal ansatzweise."

      "Wahrscheinlich hat diese wirtschaftliche Hegemonie Deutschlands dazu geführt, dass die übrigen EU-Länder bei einer moralischen Hegemonie Deutschlands nicht mehr mitmachen wollten."

      Da Rainer Herzog nicht der einzige ist, der so empfindet, "Merkels Fehler 2015", "Ängste der Menschen ernstnehmen", "moralische Hegemonie Deutschlands", ich aber eine persönliche lose Bindung durch 8 Jahre Internet empfinde, oder mir vielleicht auch nur einbilde, habe ich meine Ausführungen an ihn, Rainer, gerichtet. Ich finde diese Argumentation nicht gut, sie führt weder zu einem Verständnis offen gebliebener Fragen, noch zu Lösungen.

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      Das bedeutet aber nicht, daß ich hier in einem Clinch mit einem Rainer Herzog bin, und nur ihn meine. Rainer und Andere, die so ticken wie er, werden meine offene und herzlich unbefangene, manchmal auch etwas vitale Art, mich zu äußern, versuchen, als "Stammtischgeschwätz" abzutun. Weil, in der Tat lasse ich mich von Assoziationen und Resonanzen, teilweise, in meinem 'Schreibstil' führen.

      Wer aber selbst mal an einem Stammtisch war, wird sich sehnen nach solchen Ausführungen und Tiraden, zu denen ich fähig bin, und die an einem echten Stammtisch (Und nicht nur da!) bestenfalls zu einer Wirtshaus-Schlägerei führen würden. Einer Schlägerei, die ich nicht beginnen würde, sondern die Stammhirne der Alteingesessenen, mit ihren "Ängsten", die die "moralische Hegemonie" "der Gutmenschen" fürchten. Mir fehlen heute Menschen wie Thomas Bernhard, die sich über engherzige Menschen deftig lustig machten, ohne populistisch zu werden, ohne ihre Selbstironie einzubüßen...

      Nun, ganz in die Enge getrieben, bliebe Menschen, die argumentieren, wie es gerade Rainer Herzog tut, nun nur noch der Hinweis, daß man noch ein anderes, als ein virtuelles Leben in einem Blog habe. Ein Moralischer Hegemonial schiebt mir eine Arschkarte (Pinzette bitte!) zu! "Ich, X Y, hier: Rainer Herzog, bin nützliches Glied der Gesellschaft, und habe keine Zeit für einen nichtsnutzigen Clown wie Mischa!" Na gut. Ich habe Schachbücher gelesen, und kenne Eröffnungen von Partien. Wie man taktiert, vorbereitet, wie man eine Rochade macht. Diese Dinge gibt es in der Rhetotik auch.

      Es geht mir aber nicht darum, zu gewinnen, oder nicht zu verlieren. Und bei manchen Ausführungen, so wie oben, geht es auch nicht um mich. Ich machte mir Gedanken, was es sei mit "der Angst", von der Rainer immer spricht, lg, mischa

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    8. Moin Mischa,
      ich schätze Dich und Deine, wie Du ganz treffend schreibst, "herzlich unbefangene und etwas vitale Art" meistens sehr.

      Bei unseren üblichen "philosophischen"- oder Anthrodebatten ("Wie finden wir die neue Frisur von JvHalle", "Welches Mädchenbuch von Holger N. sollte man gelesen haben", "Was ist die endgültig wahre Form der Anthroposophie" usw.) passt das m.E. auch immer ganz gut hin - bei politisch etwas prekären Debatten wie die obige aber nicht, da wird man dann doch schnell in irgendeine rechte oder sonstwie bedenkliche Ecke gerückt (Darum habe ich mich z.B. letztens schon mal prophylaktisch als Grünwähler hier geoutet. Dumm, dass man das überhaupt machen muss).

      Deshalb favorisiere ich bei Politdebatten einen eher "nüchternen, sachlichen" Stil. Ist eh schon ausufernd und konfus genug, die ganze Thematik.

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    9. "Dumm, dass man das überhaupt machen muss"
      oder - Dumm, dass man es überhaupt macht ...

      wer 'muss' denn ..

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    10. ...man kann sich auch ohne 'Grün' o.ä. ein differenziertes, eigenes Bild machen von jemanden...albern...

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    11. "Darum habe ich mich z.B. letztens schon mal prophylaktisch als Grünwähler hier geoutet. Dumm, dass man das überhaupt machen muss"

      Einfach wunderbar, das trifft den Punkt ganz genau. Endlich traut sich das mal jemand auch unter seinem wirklichen Namen zu sagen.

      Man kann sich immer und immer wieder als das bezeichnen was man wirklich ist, man kann sich outen, Einblicke in sein Inneres gewähren, man unendlich oft sagen, wie sehr man z.B. rechte Ideologie verabscheut, aber in den Augen argumentations- und diskussionsunfähigen Mitdiskutanten vom Schlage eines Mischa wird man wohl immer und immer wieder bei jeder kleinsten Meinungsverschiedenheit als "rechts" dastehen.
      Irgendwie eine etwas traurig stimmende Realität. Da müssen wir wohl durch.

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    12. Danke Rainer

      Wir haben unterschiedliche Ansichten, wozu es der Feinwaage bedarf, die zufriedenstellend auszuartikulieren. Machen wir also kein weiteres Faß auf, und in die rechte Ecke werde ich Dich nicht stecken. (Und würde Dich da auch gegebenenfalls verteidigen. Wenn Dir einer wirklich böse gemein an den Karren fährt.)

      Der Sommer 2015, den ich selbst an den Grenzübergängen und in österreichischen Bahnhöfen unterschiedlich und durchaus auch von der heftigeren Seite erlebte, erforderte m.E. ein dringendes Handeln. Unsere Differenz liegt in der Bewertung des Begriffs der "Obergrenze", und bezieht sich wohl auch auf die Taktik der Kanzlerin, die diesmal, im Gegensatz zur Atomkraftwende womögl. keine Taktik war. Ja, ich bin auch "grün" und links von "grün" ist für mich keine augenblickliche Realpolitik drin. Seit der Zeit, in der Joschka den Farbbeutel überkriegte, bin ich auch realpolitisch interessiert, zuvor bekannte ich mich rein zur Utopie, als Entwerfer der Konzepte von übermorgen. Hatte auch Gründe. Was will eine Prekariats-Kirchenmaus mit den Großen p... :-) ..Seit es "neurechts" gibt, muß ich mich leider auch realpolitisch nicht bloß "interessieren". Aber nochmals: Nein, bist Du nicht. Weiß ich.

      Wir sollten uns nicht quälen. Wir sehen die Feinheiten anders. Ich weiß, daß Du ein Mensch mit einem stets lebendigen sozialem Gewissen und Anliegen bist. Auch schreiben wir nicht beruflich hier, und haben, neben dem Virtuellen noch das wirklich wahre Leben zu bewältigen. Sonst könnten wir das mit der Feinwaage alles abwägen, und hier artikulieren, aber das würde erheblich Recherche, Lektüre, Meditation (nicht die mit gekreuztem Gebein, ..) zumindest meinerseits erfordern. Denn ich folge da durchaus - auch - meinem Herzen, wenn ich Probleme mit dem Begriff "Obergrenze" habe. Ich denke an Schiffe, die fast vorm Ziel, einst "zurückgeschickt" wurden. Aber die echte Angst vor Gefährdern, gerade die von Menschen in Ballungsräumen, ist mir klar bewußt... über all das "zog ich" oben "vom Leder", es richtet sich nicht persönlich gegen Dich, es ist meine gereizte Stimmung, ich habe Angst um die Demokratie. Eine längerfristige Angst. Die über eins oder zwei Wahlperioden hinausgeht. lg, mischa


      

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  2. Bemerkung:
    Dieser Kommentar war auch teilweise konzipiert für Hermann Finkelsteens: "Herrmann Stuben googelt Rothschild", wurde aber zusätzlich erweitert und inhaltlich verknüpft mit dem Kommentar an dieser Stelle. Für die wie immer aufschlussreichen Beiträge von Hermann und Michael meinen besten Dank!

    Teil 1

    Das "chronisch obstruktive rudolfistische Syndrom" taucht immer wieder auf. Häufig ist dabei die anonymisierte Erscheinungsform dieses "Krankheitsbildes" zu beobachten. In vorliegendem Fall, in diesem Blog, hat sich sogar die Behandlung unter moderierte Isolation des anonymen Patienten, die Namensgebung des Syndroms habe ich diese Person gewidmet, als weitgehend wirkungslos herausgestellt.*

    Aber auch sonst, in anthroposophischen Kreisen und weit darüber hinaus, handelt es sich um einen zwar noch nicht identifiziertes aber dafür mit umso akuter Infizierungsgefahr ausgestattetes Phänomen mit ausgeprägter Resistenz. Mit bewusstseinsverengende Effekten bis hin zu von vermutlich schwerwiegende Angstkomplexen begleitete Verschwörungsvorstellungen, ja darum geht es hier, macht das Leiden sich bemerkbar. Schlimme, geistige Verirrungen als Folge für Mensch und Gesellschaft werden dabei im Alltag sichtbar. In der Tat, Risse sind sogar bis in einzelnen Familiäreren Zusammenhänge schmerzlich erlebbar.

    Es ist schon bemerkenswert das ausgerechnet Autoren wie Roland Tücher und Martin Barkhoff sich als Opfer sehen von Meinungsterror, Denkverbote und von Gesinnungs- und Sprech-Polizei.
    Die Vorwürfe sind gegenstandslos und rein theoretisch erdacht: Denkverbote sind ein Widerspruch in sich. Sie können nur von Personen für das eigene Denken auferlegt werden. Das liegt an der Natur des Denkens. Meinungsterror wäre dann gegeben, wenn Menschen daran gehindert werden ihre Gedanken in Worte zu fassen in irgendeinen sozialen Zusammenhang. Das dürfte bei den beiden Personen nicht oder kaum zutreffen, sie würden sich das gesprochene oder geschriebene Wort mit Sicherheit nicht verbieten lassen und sie Leben in einer Gesellschaft wo das aussprechen des freien Wortes nicht im Geringsten behindert wird.

    Eine ganz andere Frage dürfte aber sein ob die geäußerte Meinung der Personen Tücher und Barkhoff von anderen Menschen geteilt wird. Da wäre es durchaus denkbar dass es da zu Differenzen kommt oder das widersprochen wird vielleicht auch in deutlicher und energischer Form. In sozialen Geschehen kann es dabei zu Unstimmigkeiten und Verwerfungen kommen. Wenn stellvertretend für Personen in einer Gemeinschaft gesprochen werden soll könnte es gegebenfalls erforderlich sein die einige Meinung zurückzunehmen und sich in seine Äußerungen anzupassen an dem was eine Gemeinschaft mehrerer Menschen sich wünscht oder vielleicht auch bereit ist zu ertragen. Das gilt vor allem wenn erwartet wird auch die Meinung anderer zu vertreten. Auch das hat aber nichts mit Meinungsterror zu tun sondern ist ein normaler Vorgang sozialen Verhaltens.

    So zeigt sich hier im Kleinen das klassische Beispiel einer Verschwörungstheorie. Es wird mit aggressiver Vehemenz und unbegründet einen Verdacht in die Welt Gesetzt die mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmt. Es wird dabei einen Gesinnungs- und Sprech-Polizei vorausgesetzt zur Überwachung von Meinungs- und Denkverbote die es ebenfalls nicht gibt. Hier zeigt sich genau der Verschwörungswahn wie sie heute in Kreisen fundamentalistischer Anthroposophen und in Kreisen von AfD-Anhängern üblich ist.

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    1. Hier nur eine kleine Anmerkung der Ordnung halber: der Herausgeber des Nachrichtenblattes der IEA heißt Roland Tüscher, nicht Tücher. Da ist Michael ein Tippfehler passiert.


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    2. Danke, habe ich korrigiert. Ich beziehe das kostenpflichtige Blatt übrigens nicht regelmäßig.

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    6. @ bobby,

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  3. Teil 2

    Das eigentümliche dabei ist das gerade ein Verschwörungsglauben gegen sogenannter bösartigen Ziele von angeblichen Widersachern häufig eine Projektion ist des eigenen Verhaltens und der eigenen seelischen Eigenschaften. Wenn das eigene Verhalten so veranlagt ist das es die Meinung und das Denken anderer Menschen nicht toleriert, dann kann eine abweichende Meinung leicht als Gegnerschaft oder sogar als unerträglicher Teil einer Verschwörung gegen die eigene Person empfunden werden. Es entsteht dadurch eine negative Projektion eigener seelischer Affekte auf das Verhalten der Anderen. Dieser Vorgang läuft meistens unbewusst ab. Deshalb ist das Verhalten von Verschwörungsläubigen im Kern so sehr schwer korrigierbar.

    Samuel Salzborn beschreibt das in sein vor kurzem erschienen und äußerst aufschlussreiches Buch so:
    "Verschwörungsgläubigen machen so ihre sogenannten "Feinde" zum Opfer ihrer Fantasien. Als Gesinnungstäter vertreten und praktizieren sie aber paradoxerweise genau das, was sie an ihren Sündenböcken kritisieren und dämonisieren. Die Umkehrung ist damit perfekt. In dieser negativen Projektion werden Opfer zum Täter und nebenbei, und das ist folgenreich, wird auch die Schuldfrage eigenes Fehlverhaltens, auf die Anderen mitübertragen. Dieser Vorgang der negativen Projektion wird aber von den meistens Gläubigen nicht erkannt oder zumindest nicht eingestanden."

    Roland Tücher und Martin Barkhoff können sich da angesprochen fühlen. Es stellt sich deshalb die Frage wer nun tatsächlich die wirklich "Denkverbote" erteilt, Meinungsterror ausübt und sich aufführt wie eine Gesinnungs- und Sprech-Polizei. Verschwörungstheorien sind ein Tor zu Meinungsterror und Denkverbote und ihre polizeiliche Komponente. Da ist es man schon im Bereich der Sprungbretter zur Macht.

    In Bezug auf die völkische Bewegung schreibt Salzborn diesbezüglich auf bedrückende und treffende Weise:
    "Die immer und immer wiederholten, dabei variierten und stets das eigene Weltbild stabilisierenden Verschwörungsmythen sind, das sollte nicht vergessen werden, ihre Struktur nach Phantasien, infantile, regressive Phantasien, die – politisch gewendet und damit alles andere als ungefährlich – vor allem etwas über die Person sagen die sie vertritt. Denn dass, was den Kern von Verschwörungsmythen ausmacht, sind die zu meist unbewussten und verdrängten, bisweilen aber auch bewussten Wünsche und Sehnsüchte, die Ausdruck eigener Wünsche nach Teilhaben und Teilwerden mit der omnipotent phantasierten Macht des völkischen Kollektivs sind. Die antisemitische Phantasie einer jüdischen Weltverschwörung ist dabei der deutlichste Ausdruck eines solchen Wahnweltbildes, von dem der National-Sozialismus in barbarischer Weise gezeigt hat, dass es dem völkischen Ideal der Weltbeherrschung durch Vernichtung entsprang – ein projektiver Verschwörungswahn der antisemitischen Vernichtung, der selbst eben genau jenes weltbeherrschende "Tausendjähriges Reich" errichten wollte, dass er in der Verschwörungsphantasie antisemitisch erfunden und projiziert hatte. Es ist eben so, dass das, was den Anderen im Verschwörungsmythos vorgeworfen und vorgehalten wird, eigentlich das Eigene ist – die verdrängten und verleugneten Anteile des Selbst, die eigenen Wünsche, die zugleich als so monströs erfasst (aber eben dabei nicht begriffen) werden, dass sie, zunächst, nur in ihrer projektiven Form formuliert werden. In den unzähligen Verschwörungsmythen könne insofern die verzerrten Wünsche und Phantasien derer gelesen werden, die an sie glauben. Der Verschwörungsglaube als scheinbare Angst vor Verfolgung und Unterdrückung ist insofern Ausdruck wie Zugleich Drohung derer, die nichts anders wollen, als zu verfolgen und zu unterdrücken."

    Info:
    Angriff der Antidemokraten. Die völkische Rebellion der Neuen Rechten
    Samuel Salzborn
    Beltz Verlag, Weinheim 2017 (12. Juni 2017), 224 Seiten

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  4. Teil 3

    "Sind wir alle umzingelt von solchen irren Verschwörungstheoretikern?"
    Das war die dringende Frage im Blog und es muss tatsächlich diese Frage mit ja beantwortet werden. Ja sie sind heute allgegenwärtig, wo man nur hinschaut, auch wenn es einem nicht gefällt. Gerade wenn Bezug genommen wird auf neuerdings erfolgte Äußerungen eines in manche Kreisen "sehr geschätzten" und gewandten Verschwörungsideologen:

    "Demokratie als verstecktes Herrschaftsmittel". Unter diese Überschrift meint dieser Herr Verschwörungsideologe seine Geistesverwandtschaft zu Rudolf Steiner bezeugen zu müssen: "dass Demokratie und Wahlen nur eine Fassade seien, und dass im Hintergrund mächtige Finanzeliten die Fäden ziehen und die Politiker und Medien steuern". Es ist aber gut jetzt endlich zu wissen wo die Motivation dieses Herrn seinen Antrieb findet.
    Siehe:
    https://www.facebook.com/DanieleGanser/photos/a.1316989438362534.1073741828.1295830533811758/1568153773246098/?type=3

    Urheber dieser Unfug ist ein anderer Verschwörungsgläubiger. Als Anthroposoph und dazu beflissener Steiner Zitaten- und Vorträgen-Sammler. Ausführliche Zitate aus 30 Vorträge problematischer Art, aus kriegerischen Zeiten von 1916 bis 1920 auf 93 Seiten zusammengestellt, gibt er die Strategie nahezu wortgleich vor:
    "Demokratie als verdecktes Herrschaftsinstrument" so heißt es in der Zusammenstellung "über Ziele und Wirkungsweisen westlicher 'linker' grauer Geheimgesellschaften". Es werden Zeiten dunkler Vergangenheit hinaufbeschworen und unter Vorzeichen offensichtlicher und bösartiger Geschichtsfälschung wird mit suggestiver Verführungskraft versucht in Bezug auf die heutige weltpolitische Lage Ängste von Menschen in der Gegenwart zu mobilisieren und zu missbrauchen. Die Extremen dieser Gesellschaft, zur Linken Seite und zur Rechten Seite nehmen das Angebot wohlwollend entgegen und wissen es zu nutzen.
    Siehe:
    http://mikeondoor-news.de/wp-content/uploads/2016/09/Rudolf-Steiner-über-Ziele-und-Wirkungsweisen-westlicher-Geheimgesellschaften-Herbert-Ludwig.pdf

    Ein Ton/Bilddokument ebenfalls mit Namen "Demokratie als verstecktes Herrschaftsmittel… Ein Hellseher macht eben auch hier Licht!", soll das Ganze unterstützen. Ein Musiker aus Mannheim hat da eine Marktlücke für sich entdeckt. (www.Rudolf-Steiner-Audio.de)
    Siehe:
    https://www.youtube.com/watch?v=NunK8CGTUhk

    Und, um ganz in der Tonart der Rechtsextremen zu bleiben, sieht unser erstgenannter "sehr geschätzter" Verschwörungsideologe an einer anderen Stelle die Deutschen in eine beklagenswerte und leidende Opferrolle (!) in Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus vor ein Publikum linker "Friedensaktivisten":
    "Deutschland wird immer niedergedrückt mit dem Stichwort Hitler, Nationalsozialismus. Das ist eine psychologische Kriegsführung, die die Deutschen schon seit vielen Jahren erleiden… Und das ist ein Trick, um sie runterzubügeln"
    Siehe:
    https://www.facebook.com/redoc.eu/videos/1146290192137082/

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  5. Teil 4

    Das liegt schon ganz nah dran am nazistischen Verschwörungsglauben einer heutigen Politikerin der Neurechten (in Wortlaut):
    "Der Grund, warum wir von kulturfremden Voelkern wie Arabern, Sinti und Roma etc ueberschwemmt werden, ist die systematische Zerstoerung der buergerlichen Gesellschaft als moegliches Gegengewicht von Verfassungsfeinden, von denen wir regiert werden.
    Diese Schweine sind nichts anderes als Marionetten der Siegermaechte des 2. WK und haben die Aufgabe, das dt Volk klein zu halten indem molekulare Buergerkriege in den Ballungszentren durch Ueberfremdung induziert werden sollen.
    Dass D gar nicht souveraen ist, duerfte doch fuer den ekelhaften Fatalismus in der Tagespolitik z.B unsere Enteignung durch die Eurorettung, korrumpierte Judikative (Bundesverfassungsgericht) erhellend sein…"

    Auch der Artikel von Stephan Eisenhut und Alain Morau ist in dieser Hinsicht vielsagend und bedient in gekonnter Weise das verschwörungsideologische Repertoire vergangener Eminenzen (Der Artikel von Claudius Weise ist dagegen erfreulich und hilfreich, wird aber heftiger Widerspruch und Anfeindungen in der Community auslösen, so ist zu vermuten).

    In Bezug auf die "Marke Macron" werden die typischen Vorurteile abgewälzt:
    Die suggestive Wirkung auf die Massen mittels Propaganda für Macron, die Presse natürlich im Dienste der Mächtigen und als Werkzeug Hintermänner der Geldwirtschaft (Rothschild). Die wahrheitswidrige Idealisierung des Rechtsnationalisten François Asselineaus und seiner UPR (Union Populaire Républicaine), befindet sich selbstverständlich in "Widerstand" zu und wird Nichtbeachtet von den "Leitmedien" und das "herschende Gruppendenken" der Pro-EU und Pro-NATO Eliten.

    Asselineau ist vor allem ein Internet-Phänomen und wird von seinen sehr aktiven Anhängern in den Sozialen Medien entsprechend gefördert. Er wird von der Web-Seite Conspiracy Watch überwacht, weil er sich mehrfach als Anhänger von Verschwörungstheorien zeigte. So glaubt er beispielsweise, dass hinter dem Erfolg von der Front National die CIA steckt. Für den UPR-Kandidaten ist die "offizielle Version" der 11.09 Angriffe außerdem eine Verschwörungstheorie. So kann man es auch sehen. Darüber wird aber von Eisenhut und Morau geschwiegen.
    http://www.conspiracywatch.info/les-resultats-sont-truques-la-soiree-electorale-avec-les-militants-d-asselineau_a1798.html
    http://www.conspiracywatch.info/11-septembre-francois-asselineau-a-decidement-un-probleme-avec-les-faits_a1795.html

    Das Programm der UPR besteht in erster Linie darin, die ihrer Ansicht nach verlorene Souveränität Frankreichs durch den Austritt aus der EU, der Eurozone und der NATO wiederherzustellen und ist damit noch erheblich radikaler wie der Front Nationale von Marine Le Pen. Diese kritisierte Asselineaus Frexit als "brutal". Auch das wird von Eisenhut und Morau verschwiegen.

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  6. Teil 5

    Als eine Splittergruppe betrachtet betrug die Mitgliederzahl der UPR lediglich 16.800 im März 2017. Im Jahr 2012 gelang es Asselineau nicht, die für die offizielle Anerkennung seiner Kandidatur nötigen 500 Unterschriften von Mandatsträgern für die Präsidentschaftswahl einzuholen. Bei der Europawahl 2014 ergatterte dir Partei 76.907 Stimmen (0,41 %). Die UPR erhielt 2015 bei den Regionalwahlen 0,87 % der Stimmen. Auch für den französische Präsidentschaftswahl 2017, nachdem mehr als für seine Kandidatur nötigen 500 Unterschriften von Mandatsträgern vom Verfassungsrat anerkannt wurden, erhielt Asselineau lediglich 0,92 %. Die Darstellung von Eisenhut und Morau sollte auch in dieser Hinsicht als verzerrend und irreführend bezeichnet werden ("Mitgliederzahl … mittlerweile zur fünftgrößten Partei Frankreichs aufgestiegen...")

    Angriffe, Verzerrungen, Irreführungen wie in diesen Beispielen, führen zur Zersetzung und dadurch letztendlich zur Eliminierung freiheitlichen und rechtsstaatlichen Demokratien in Deutschland, in den Staaten der EU und in den USA, so ist zu befürchten und sie werden immer mehr zur Tagesaktualität. Dafür die Augen zu verschließen wäre verhängnisvoll.

    Diese Entwicklung ist erklärtermaßen auch im Sinne des Moskauer Amtsinhabers im Kreml. Die bisherigen Erfolge seiner hybriden Kriegsführung durch Unterwanderung westlicher Demokratien mittels Propaganda und Desinformation zur Destabilisierung westlicher Staaten und Staatengemeinschaften können sich sehen lassen. Das sind Prozesse die heute offen ablaufen aber auch im Hintergrund spielen. Die Folgen des nichtlinearen Krieges um Macht und Einfluss des russischen Imperiums sind dabei für jeden mit offenen Augen sichtbare Tatsache. Tag für Tag. Noch ist nichts entschieden. Verschwörungsideologien sind auch hier, wie in vergangenen Weltkriegen, von entscheidender Bedeutung. Wer sie verfallen ist hat eine ganz andere, nicht an Tatsachen orientierter und wirklichkeitsfremder, getrübter Sicht der Dinge. Für sie wird es dann heißen, nach Beseitigung freiheitlich- und rechtsstaatlich-demokratischer gesellschaftlicher Verhältnisse: Es lebe das neugeborene Eurasien unter russischer Führung…


    *Zum Abschluss:
    Eine akute Behandlung der Symptome des obigen Krankheitsbildes mit Faschodoron, Coitodoron, Phallodoron und Amora-Tropfen, einzeln verabreicht oder mit flächendeckende Versprühung-Flugzeuge, wird leider zum gegenteiligen Ergebnis führen und ist deshalb nicht zu empfehlen. Die Potenzsteigernde Nebenwirkung dieser Präparate würde den völkischen Antrieb in schwindelerregende Höhen treiben!

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    1. Lieber Sir Bobby
      danke für Ihre Ausführungen, bin allen hier sehr dankbar für den ungezwungenen Austausch von Informationen und Erlebnissen. Habe erfahren dass mein deutscher Grossvater, Organisator der Volksbildung war und Baldur von Schirrach fotographisch sehr nahe stand und da habe ich Opas Untergang des Abendlandes 2. Auflage beim Umzug in den Händen gehalten und da fiel mir jene Stelle wieder wie durch ein Wunder unter die Augen:
      "Durch das Geld vernichtet die Demokratie sich selbst, nachdem das Geld den Geist vernichtet hat. Aber eben weil alle Träume verflogen sind, dass die Wirklichkeit sich jemals durch die Gedanken irgendeines Zenon oder Marx verbessern liesse, und man gelernt hat, dass im Reiche der Wirklichkeit ein Machtwille nur durch einen anderen gestürzt werden kann - das ist die grosse Erfahrung im Zeitalter der kämpfenden Staaten -, erwacht endlich eine tiefe Sehnsucht nach allem, was noch von alten, edlen Traditionen lebt. Man ist der Geldwirtschaft müde bis zum Ekel. Man hofft auf eine Erlösung irgendwoher, auf einen echten Ton von Ehre und Ritterlichkeit, von innerem Adel, von Entsagung und Pflicht. Und nun bricht die Zeit an, wo in der Tiefe die formvollen Mächte des Blutes wieder erwachen, die durch den Rationalismus der grossen Städte verdrängt worden sind. (..) Der Cäsarismus wächst auf dem Boden der Demokratie, aber seine Wurzeln reichen tief in die Untergründe des Blutes und der Tradition hinab."
      aus: Der Untergang des Abendlandes von Oswald Spengler
      Man hat das gefühl, dass es sich wieder im Instinkthaften und im Blute Wurzeln und Orientierung gesucht werden. Vielleicht eine ganz gewöhnliche Reaktion der Menschen auf die Digitale Globalisierung und Komplexität dieser Welt.
      Prost * übrigens jeder in der Familie hat gesagt, dass Opa kein Nazi war. Aber jetzt wo ich die Tagebücher und Parteireden lese die er geführt und gehalten hatte. Ja er war ein Kind ein Opfer seiner zeit.

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    2. Lieber Hermann,

      Dein Bericht löst Betroffenheit aus. Gerade im Umkreis dieses Blogbeitrags.

      Oswald Spengler gilt als ein Vordenker des Dritten Reiches, lehnte aber später den Nationalsozialismus und namentlich dessen Rassenideologie ab. Sein Ideal sah er eher in Benito Mussolini verwirklicht. Er hoffte, dass die Weimarer Republik durch einen Diktator ein Ende gesetzt werde, der imstande sei, die großen innen- und vor allem außenpolitischen Herausforderungen in einem Zeitalter der "Vernichtungskriege", das er in seinem "Untergang des Abendlandes" prophezeit hatte, erfolgreich zu bewältigen. Spengler war auch ein Zeitgenosse Rudolf Steiners der sich ausführlich über ihn geäußert hat. "Der Untergang des Abendlandes" ist ab 1918 erschienen (erster Band) und dürfte in der gleichen Zeit niedergeschrieben worden sein wie Rudolf Steiner seine zahlreiche Vorträge zu den Kriegshintergründen gehalten hat die von Herbert Ludwig auszugsweise gebündelt worden sind ("Demokratie als verdecktes Herrschaftsinstrument, über Ziele und Wirkungsweisen westlicher 'linker' grauer Geheimgesellschaften"). Zwischen 1916 und 1921 gehalten, schwerpunktmäßig aber 1916 und 1917. Es gab damals verbreitet eine Untergangsstimmung der damaligen Welt. Unter dieser Problematik betrachtet sind Buch und Vorträge heute zu bewerten, sind Oswald Spengler und Rudolf Steiner in ihrer damaligen Lebensphase zu sehen. Sie sind tatsächlich auch ein Kind ihrer Zeit.

      Heute leben wir in einer Zeit tiefgreifender Umwandlungen. Der Weltuntergang ist aber nicht an der Tagesordnung. Noch nicht? Wer soll es sagen. Spenglers Buch wird heute in den Leserkommentare bei Amazon kritiklos bewundert und gefeiert.

      Auch das löst Betroffenheit aus.

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    3. Es gibt eine interessante Gemeinsamkeit die Oswald Spengler mit Helmut Zander hat: Ihre Hauptwerke (Spenglers "Untergang..." 1500 Seiten, Zanders "Anthroposophie..." 1800 Seiten) wurden äußerst lebhaft und kontrovers diskutiert, aber wahrscheinlich nur von wenigen Menschen vollständig gelesen. Wikipedia sei Dank, man kann trotzdem mitdiskutieren.

      Auch bei mir dadurch zunehmend Betroffenheit: Wie oft wird heute noch Nietzsche gelesen und verteidigt. Ebenso schlimm: Hölderlin mit seinem "Germania" (!) und seinem Geraune vom "Vaterland".

      In diesen Tagen zudem auf Facebook gesehen: "Unser" Christian Clement gibt zu, begeistert Wagner-Opern (!!!) zu hören, schlimmer geht`s wohl nicht (Man kann sehen, wer das geliked hat und sollte sich das merken).

      Lasst uns wachsam sein.

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    4. So ein Blödsinn!
      Wer liest denn schon Autoren des 19. Jahrhunderts mit heutigem Bewusstsein?
      Aber die Botschaft scheint klar zu sein. Es ist schlimm Bücher zu lesen!
      Man kann es wirklich kaum noch fassen.
      Los, lasst uns diese schlimmen Bücher verbrennen.
      Los, ist doch absolut kein Verbrechen....in Schweden wurden ja schon ältere Ausgaben von Pippi Langstrumpf regelrecht verbrannt...

      Da sind ja anscheinend die Unterschiede in Sachen Meinungsdiktatur zwischen heute und der NS-Zeit ja nicht mal mehr nur graduell. Wahrhaft Beängstigend.

      Und das alles garniert mit einem Aufruf, sich Personen mit gewissen Meinungsäußerungen zu merken. Auf gut deutsch nennt man das Bespitzelung.

      Mann o Mann...wo sind wir hier nur angelangt?

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    5. @ Anonym

      Ich freue mich immer, wenn man meine ironisch-resignativen Kommentare tatsächlich ernst nimmt (Bei Facebook gibt es ja die Funktion von Smileys, damit man dem anderen signalisieren kann: "witzig/ironisch gemeint". Das fehlt hier).

      Zum Thema "PC" gab`s mal einen amüsanten kurzen Dialog zwischen dem Ästhetikprofessor Bazon Brock und dem jüdischen Autoren Henryk Broder:

      Brock: "Ich wäre manchmal gerne ein Jude" Broder: "Warum" Brock: "Dann dürfte ich sagen, was ich denke" (Aus Cicero, 10/17)

      (Trifft für Broder übrigends nicht mehr zu: Der ehemalige Liebling des deutschen Feuilletons, der jahrzehntelang den beschämenden Umgang der Deutschen mit dem Holocaust thematisiert hat, ist inzwischen aufgrund seiner Islamkritik zur Persona non grata abgestempelt worden).

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    6. Wer sich mit den philosophischen Hintergründen der Weimarer Zeit beschäftigen will (u. a. Nationale Salonfaschisten-Lektüre) , um sich die Befugnis zu erwerben, "mitreden zu dürfen", sich ein Stimmrecht zu erwerben, oder was? der müßte unbedingt auch Ludwig Klages immenses Werk "Der Geist als Widersacher der Seele" mehrmals gelesen und in sich selbst verarbeitet haben!
      Man findet hierzu gleich einen Spiegelartikel von 1972
      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42787469.html
      das vom altakademischen Hochbildungs-Bürgertum so verpönte Wikipedialexikon spricht augenblicklich mit einem Aufsatz unter diesem Link https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Klages
      ..und hier gibt es sogar für mit ohne teuer, ohne Bezahlung das Hauptwerk: http://www.thule-italia.net/letteraria/Libri/Tedesco/Klages,%20L%5B1%5D.%20-%20Der%20Geist%20als%20Wiedersacher%20der%20Seele.pdf

      Ich habe in den 90ern gerne in diesem Werk gelesen. Und damals ist mir zum ersten Male die Frage bewußt geworden, ob man noch ein anderes Leben zu führen in der Lage sei, wenn man all die an sich so wichtige Literatur bewältigen möchte, die es doch braucht, um die Hintergründe allein unseres europäischen Geisteslebens zu begreifen. Wie wäre es, würde man 300, 500 Jahre leben und lesen können, freilich die ersten Jahrhunderte nicht etwa als Greis, der bloß als welker Mensch immer älter wird, sondern dabei jung und aktiv am Leben teilhabend.

      Allerdings sehe ich in einer Forderung nach Bewältigung vieler Standardwerke, "um mitreden zu können" auch die Gefahr, geizig zu werden, im elitären Geiz desjenigen, der sein Leben aufgrund einer geeigneten Mischung aus Gaben, die sein Wesen fördern, und Strafen, die ihn entsprechend behindern, dem Studium größter Werke widmet und hinopfert. Auch die Gefahr subalternen Verzichts auf jedes Urteil, derer, die die Zeit nicht aufwenden können, diese Fülle zu verarbeiten.

      Es geht niemals darum "gelesen zu haben", denn da steckt der kleinbürgerliche Respekt vor der Quantität darinnen, der Respekt vor der großen Ziffer, hier eine Seitenzahl, dort die Anzahl vom Metern eines zu stürmenden Gipfels. Salto Mortale, ja, das versteht der Bürger. Und nennt es "Leistung". Hier werden erduldete Schmerzen auf die Waage gebracht. "Hat die Doktorarbeit auch wirklich wehgetan? Wurde gelitten, wurden Dornenkrone und Nägel des Studierens gekostet?" Boah, ey!

      Tragisch ist aber auf jeden Fall, daß es offenbar noch schwieriger geworden ist, sich zum Studium zurückzuziehn: Ein Buch antwortet nicht. Ein Blog, oder früher ein Forum, antwortet: Es spricht. Foren sind inzwischen ganz aus der Mode, weil diese eine gewisse Verbindlichkeit beinhalteten, damit einen Übergang vom uralten Briefzirkel in die noch losere Netzkultur darstellten.

      Ich stelle mir die Frage: Wie bewältigen wir unsere Recherchen, und wie verarbeiten wir ein Standardwissen, was uns einigermaßige Kompetenz sichert, im Eigeninteresse, um effektiv und wirklich an Diskursen teilnehmen zu können. Etwa hier im Beispiel Ludwig Klages: Scannen und lesen allein bringt ja nichts in uns hervor. "Rezeption" heißt auch der Zugang der Leitung zum Wasserhahn. Verarbeiten und Begreifen, mmh: Und das z.B. mit 1477 Seiten. Na dann ... viel Spaß. lg, mischa

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  7. Danke, Bobby!
    Ich staune ja schon lange darüber, daß Menschen (häufig auch hier im Blog) es als „Meinungsdiktatur“ empfinden, wenn man sie zwar ungehindert reden läßt, ihnen aber widerspricht.

    Bobby sagt weiter oben:
    »Wenn das eigene Verhalten so veranlagt ist das es die Meinung und das Denken anderer Menschen nicht toleriert, dann kann eine abweichende Meinung leicht als Gegnerschaft oder sogar als unerträglicher Teil einer Verschwörung gegen die eigene Person empfunden werden. Es entsteht dadurch eine negative Projektion eigener seelischer Affekte auf das Verhalten der Anderen.«

    Das zeigt sich auch ganz deutlich in Martin Barkhoffs Worten über den Berliner im Gegensatz zum Dresdner Weg der Waldorfschulen in der NS-Zeit (Nachrichtenblatt 18/2017): Die Berliner verweigerten den Hitlergruß - »Ein nur zwei Worte umfassendes Ideologiebekenntnis reichte ihnen aus, um die ganze Schule aufzugeben.« Die Dresdner aber zeigten sich zu Kompromissen bereit, die Schule durfte vier Jahre lang weiterexistieren.
    Martin Barkhoff schreibt:
    »Nach dem Ende der Meinungsdiktatur erschwerte die Dresdener Lö­sung einen Neuanfang. Die beispielhafte Gradlinigkeit der Berliner (und der Stuttgarter usw.) machte den Neustart möglich und kraftvoll. […] Anders als damals gehen heute die anthroposophischen Institutionen mehrheitlich den Dresdener Weg. Der künftige Neustart wird daher nach dem Ende der neueren Meinungsdiktatur kaum aus der Kontinuität erfolgen können, wie es noch nach ’45 möglich war.«
    Im Nachrichtenblatt 21/2017 erwidert ihm eine ehemalige Else-Klink-Schülerin, die sich 1956 eine Eurythmietätigkeit in Dresden zu erkämpfen hatte:
    »Martin Barkhoff schreibt: „Nach dem Ende der Meinungsdiktatur erschwerte die Dresdener Lösung einen Neuanfang“. Es war nicht die „Dresdener Lösung“, die ihn erschwerte, sondern die nächste Meinungsdiktatur! Nur wer einmal unter dem kommunistischen Zwangssystem gelebt hat, kann den Mut ermessen, den es aufzubringen galt, nach dem Krieg in Dresden einen Neuanfang zu wagen.«
    – und macht damit darauf aufmerksam, daß Barkhoff nicht nur das bestehende System in Bezug auf „Meinungsdiktatur“ mit dem NS-System gleichsetzt, sondern implizit auch gleich das System beschreibt, das das bestehende seiner Hoffnung nach ablösen soll.

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    1. sagen wir mal so, in Dresden hatte es die "nächste Meinungsdiktatur" vielleicht etwas leichter als in Berlin.

      Da in den geschilderten Zusammenhängen mit "Dresdener Lösung" sicher nicht die spezielle Lösung der Waldorfschule am Ort Dresden gemeint war, sondern - allgemein ausgedrückt - das sich anbiedern an die gerade herrschenden Machtstrukturen und mögliche Folgen für die Zukunft, ist nicht nachvollziehbar warum Barkhoff unterstellt werden soll, er vergleiche unser heutiges System mit dem NS-System.

      Es ist dies vielmehr ein beängstigender Hinweis darauf, dass man offensichtlich heute zu der mehr als absurden Annahme tendiert, wonach unser heutiges System niemals von einem anderen, besseren und fortschrittlicheren abgelöst werden könnte.
      Woran erinnert uns diese Art des Denkens?

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    2. @ Anonym:

      »Da in den geschilderten Zusammenhängen mit "Dresdener Lösung" sicher nicht die spezielle Lösung der Waldorfschule am Ort Dresden gemeint war«

      Doch.
      Ich zitiere Martin Barkhoff:
      »Um den Kindern das schreckliche öffentliche Schulwesen zu ersparen, versuchten Lehrer der Dresdener Schule durch Kontakte mit den Behörden, mit Nazi-Grössen usw. die Schule so lange wie möglich zu erhalten. "Gute" menschliche Kontakte, Kompromiss-Gespräche und Werben um Verständnis erhielt die Schule bis 1942, vier Jahre länger.
      * * *
      Nach dem Ende der Meinungsdiktatur erschwerte die Dresdener Lösung einen Neuanfang.
      […]
      Anders als damals gehen heute die anthroposophischen Institutionen mehrheitlich den Dresdener Weg. Der künftige Neustart wird daher nach dem Ende der neueren Meinungsdiktatur kaum aus der Kontinuität erfolgen können, wie es noch nach '45 möglich war.«



      »Woran erinnert uns diese Art des Denkens?«
      Nun.
      Martin Barkhoff unterstellt eine »neuere Meinungsdiktatur«, obwohl er ganz offensichtlich von niemandem daran gehindert wird, seine persönlichen Ansichten öffentlich zu äußern.
      Wogegen er und Caroline Sommerfeld sich so vehement wehren zu müssen meinen, das ist ganz konkret die Stuttgarter bzw Wiener Erklärung des Bundes der Freien Waldorfschulen.
      Ich meine, wie Claudius Weise, daß es sich dabei um einen zivilisatorischen Minimalkonsens handelt.
      Barkhoff aber meint offenbar, Institutionen, die mit dieser von ihm unterstellten heutigen „Meinungsdiktatur“ gut zurechtkommen, würden es schwer haben in einem von ihm erhofften System, das das heutige ablösen könnte, eben wegen dieses Gut-Zurechtkommens.

      Das, finde ich, wirft ein bezeichnendes Licht auf die zu erwartende Toleranz/Meinungsdiktatur in diesem von ihm (und offenbar auch von Dir) erwarteten „anderen, besseren und fortschrittlicheren“ System.
      Man könnte durchaus meinen, dieses potentielle künftige System wirft seine Schatten voraus, indem es schon heute eine bestimmte Meinung verlangt von denjenigen, die später gut mit ihm zurechtkommen wollen.

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    3. @ Ingrid,

      du widersprichst einerseits, andererseits gibst du aber zu, dass Barkhoff selbst allgemein vom "Dresdener Weg" sprach, "den heute mehrheitlich die anthroposophischen Institutionen gehen". Da kann er doch unmöglich die Anpassung an das NS-System gemeint haben! Wie sollte das denn zu verstehen sein?
      Es kann doch unmöglich gemeint gewesen sein,Barkhoff wäre der Ansicht, dass die anthroposophischen Institutionen heute (!!)mehrheitlich wirklich den effektiven Dresdener Weg gehen, indem sie sich an rechtem Gedankengut orientieren oder sich ihm anbiedern.
      Es ist doch in Wahrheit genau umgekehrt.
      Ich versuche hier jetzt nur mal den Denkfehler aufzudecken, dem man erliegt, wenn man jenseits der rechts-links, bzw. gut-böse Schablone nicht mehr zu denken in der Lage ist.

      Ich erwarte mir für die Zukunft gar keinen Wechsel, schon deswegen, weil er mit Sicherheit ganz von alleine kommt, denn es ist ein Naturgesetz, dass nichts ewig Bestand hat, bzw. eine Veränderung nicht ewig auf sich warten lassen kann.
      Nicht ewig, und auch keine 1000 Jahre, wie eine frühere Meinungsdiktatur die Menschen schon einmal glauben machen wollte.
      ;-)

      Heutige Meinungsdiktatur mag sich anders bemerkbar machen als vor 80 Jahren. Sie mordet - zumindest in Europa - in der Regel noch nicht wirklich, aber Rufmord ist ganz offensichtlich an der Tagesordnung.
      Sie leitet uns beispielweise an, einen Barkhoff nach rechts zu verorten, bzw. - verzeih mir die Ironie - vor lauter herbeigeredeter "Toleranz" und im Grunde fadenscheiniger Propagierung von Meinungsfreiheit auch alle diejenigen, die einen Barkhoff von diesem Vorwurf freisprechen.

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    4. @ Anonym,

      »Es kann doch unmöglich gemeint gewesen sein, ...«

      Nochmal langsam der Reihe nach, vielleicht klappt es dann besser mit dem Begreifen:

      Martin Barkhoff bezeichnet die in meinem letzten posting verlinkte Stuttgarter bzw Wiener Erklärung des Bundes der Freien Waldorfschulen als „erzwungenen Sprechakt“ (ungeachtet dessen, daß niemand dem Bund der Freien Waldorfschulen diesen Text vorgegeben hat) und vergleicht diese (in seinen Augen erzwungene) Erklärung mit der in der NS-Zeit erzwungenen Grußformel „Heil-Hitler“.
      Diese Grußformel hatte die Berliner Waldorfschule verweigert und war daraufhin verboten worden – im Gegensatz zur Dresdner Waldorfschule, die den Gruß offenbar nicht verweigerte, sich mit den damaligen Machthabern arrangierte und daher noch vier Jahre weiterbestehen konnte.
      Als „Dresdener Weg“, den die anthroposophischen Institutionen, wie er sagt, heute mehrheitlich gehen, bezeichnet Martin Barkhoff also natürlich nicht das sich-Orientieren an rechtem Gedankengut, sondern das sich-Arrangieren mit der angeblichen „Meinungsdiktatur“ der derzeitigen „Machthaber“ – in der konkreten Gestalt ebendieser Stuttgarter bzw Wiener Erklärung (als ob sich darin etwas finden würde, das einem „Verrat an Rudolf Steiner“ gleichkäme).
      Obendrein geht er offenbar davon aus, dieses heutige Verhalten (konkretes Beispiel: das Unterzeichnen der Stuttgarter bzw Wiener Erklärung durch die Waldorfschulen) könnte den anthroposophischen Institutionen in einem künftigen System Schwierigkeiten bereiten.

      Falls Du das alles noch ausführlicher und im Zusammenhang lesen willst:
      Gerne leite ich einzelne Ausgaben des „Nachrichtenblattes“, dessen zahlende Abonnentin ich bin, an Interessenten weiter; dies ganz im Sinne der IEA – denn jeder Ausgabe ist der Satz beigefügt: »Wir freuen uns über Weiterverbreitung dieser Ausgabe«.
      Im Impressum dieses Blogs findet sich meine mail-Adresse. Wenn Du mir Deine verrätst, schicke ich Dir gern die Ausgaben zu, von denen hier die Rede war.

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    5. @ Ingrid,

      vielen Dank für dein Angebot. Vielleicht komme ich noch einmal darauf zurück.
      Es geht mir aber vordergründig um nichts weniger als die Darstellung warum das sich zu Glaubensbekenntnissen genötigt fühlen eine sehr besorgniserregende Entwicklung ist. Es gibt sicherlich gravierende graduelle Unterschiede, zwischen heute wirksamen Mechanismen und der Meinungsdiktatur im 3. Reich.
      Ich behaupte aber, dass Barkhoff dort recht hat, wo er auf leider missverstandene Analogien hinweist.

      Er vergleicht keinesfalls, wie du schreibst, "diese" Erklärung (Stuttgarter bzw. Wiener Erklärung" mit der erzwungenen "Hitler-Grußformel". Er vergleicht vielmehr den Mechanismus (er nennt ihn "erzwungenen Sprechakt") der zur heutigen aktiven Meinungsäußerung der Waldorfschulen in der Erklärung führte mit dem damaligen Mechanismus, der die Dresdener Waldorfschule den "Hitler-Gruß" akzeptieren ließ. Das ist schon ein großer Unterschied.
      Die Waldorf-Bewegung muss also anscheinend aufgrund der heutigen "Meinungsdiktatur" befürchten, dass sie ohne dieses aktive Bekenntnis Nachteile erfährt, aus dem einzigen Grund, dass sie sich zu Rudolf Steiner bekennt.

      Die selektive Wirkungsweise und auch gezielte Anwendbarkeit solcher Prinzipien sind das nächste große Problem, da ganz offen gegen demokratische Grundsätze und das Gleichheitsprinzip verstoßen wird, beides Säulen unserer freiheitlich rechtlichen Grundordnung.

      Denken wir beispielsweise daran, dass stark antisemitische Äußerungen von einer Vielzahl berühmter Persönlichkeiten überliefert sind, die sich allesamt wie auch Rudolf Steiner ihren herausragenden und unangefochtenen Platz in der Kultur-, Politik- und Geistesgeschichte der Menschheit gesichert haben, wie z.B. Tacitus, Paracelsus, Giordano Bruno, Martin Luther, Kant, Voltaire, Maria Theresia, Napoleon, Fichte, Herder, Goethe, Schopenhauer, Feuerbach, Helmuth v. Moltke, Bismarck, Dostojewski, Nietsche, Henry Ford, Nixon, Truman u.v.a. mehr.

      Nicht nur, dass z.B. ein Martin Luther trotz haarsträubender antisemitischer Äußerungen in höchsten Ehren gehalten wird, wäre es nicht mehr als lächerlich, wenn nach demselben Muster z.B. die evangelische Kirche oder alle Lutheraner aktiv und präventiv (wegen Kritik an antisemitischen Äußerungen Martin Luthers) auch so eine Art Erklärung abgeben müssten oder freiwillig würden, nur um nicht des Antisemitismus geziehen zu werden?

      Diese selektive Wirkung und Anwendbarkeit meinungsdiktatorischer Prinzipien ist das wahrhaft beunruhigende und sicherlich der Kern, auf den Barkhoff hinweisen wollte.

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    6. @ Anonym:
      »Es gibt sicherlich gravierende graduelle Unterschiede, zwischen heute wirksamen Mechanismen und der Meinungsdiktatur im 3. Reich.«
      Tatsächlich, Du siehst hier nur graduelle Unterschiede? Das finde ich interessant.

      Ansonsten bleibe ich bei meiner Darstellung, der ich hier nichts mehr hinzuzufügen habe.

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    7. Ja Ingrid,

      so ist es. Unterschiede sehe ich allenfalls in punkto juristischem Verfolgungsdruck und der Schwere an persönlichen Folgen für die Gehorsamsverweigerer dem herrschenden System gegenüber.

      Der Mechanismus ist aber ein und derselbe. Wie jede Diktatur dazu tendiert, die Beweislast nach Belieben umzukehren zu können, ist es eben auch Merkmal einer Meinungsdiktatur, dass im Prinzip jeder ohne Beweise angeklagt werden kann und dann genötigt wird sich zu rechtfertigen, anstatt dass die Ankläger einen zur Last gelegten Sachverhalt beweisen müssen. Wir sollten damit nicht scherzen!

      Oder sollte es etwa in einem freiheitlich demokratischen System nicht so sein, dass jeder nur aufgrund von zumindest handfesten Indizien angeklagt oder als Systemfeind bezeichnet werden darf?

      Anhand des von Barkhoff thematisierten Falls wird ja tatsächlich exemplarisch aufgezeigt, dass es heute offensichtlich in Ordnung ist, wenn man aufgrund einer Steiner-Gefolgschaft z.B. des Rassismus bezichtigt werden kann und man sich dann in der Folge, wie im Fall der Waldorfschulen, "erklären" muss oder dazu gebracht wird, sich "freiwillig" zu erklären.

      Denn Steiner-Anhängerschaft kann ja wohl - zumindest in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat - kein Beweis oder auch nur Indiz für Rassismus sein, das fehlte ja gerade noch!
      Es ist - wie ich meine - eine Verpflichtung für jeden aufrechten Demokraten und freiheitlich gesinnten Menschen diesen Unsinn aufzuzeigen und beizutragen, dass es niemals so weit kommt.

      Dieses Beispiel zeigt uns überdies, wie solche Mechanismen heute offensichtlich mit einem gewissen Erfolg gegen Gegner eingesetzt werden können, bzw. im konkreten Fall, dass Steiner-Gegner sich solcher Methoden bedienen können um die Waldorf-Bewegung (natürlich ganz ohne Belege) anzuschwärzen.

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    8. Mein lieber Anonym, meine Ansicht über Barkhoff und Sommerfeld habe ich mir aufgrund meiner Lektüre ihrer Äußerungen gebildet. Dieser Eindruck kann sich natürlich nicht dadurch ändern, daß jemand anderer, der das alles nicht im Zusammenhang gelesen hat, darüber sinniert.
      Über dieses Thema diskutiere ich daher nicht mehr mit Dir - falls Du dennoch nochmal darauf zurückkommen solltest, werde ich Dir gerne das letzte Wort dazu lassen.

      Ich gewinne jedenfalls immer mehr den Eindruck, daß gewisse „aufrechte Demokraten“ zwar (immerhin noch) graduelle, nicht aber inhaltliche Unterschiede sehen wollen zwischen unserer heutigen liberalen, sich zu den Menschenrechten bekennenden Gesellschaft und Systemen wie der NS-Diktatur.
      Das hat nichts mit „Anklagen“ oder „Bezichtigen“ zu tun — es ist einfach der Eindruck, den die Äußerungen solcher „aufrechten Demokraten“ bei mir hinterlassen.
      Ich würde von selbst solche „aufrechten Demokraten“ auch niemals als „Systemfeinde“ bezeichnen — aber ich nehme natürlich zur Kenntnis, daß sie unser derzeitiges System als „Meinungsdiktatur“ empfinden und daher ein anderes, besseres und fortschrittlicheres System herbeisehnen.

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    9. tja, es subbt halt immer wieder durch bei Rudolf ;))
      Bobby lässt grüßen ;)

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    10. @ Ingrid,

      "ein anderes, besseres und fortschrittlicheres System"

      ich sprach nicht (!!) davon, dass ich oder andere dieses herbeisehnen würden! Das ist falsch! Bitte reiße nicht 4 Worte aus dem Kontext und zitiere mich - wenn schon - korrekt!

      Ich sprach davon, dass die Annahme, es könnte (auf das jetzige System bezogen) niemals ein solches mehr geben, reichlich absurd wäre.

      Oder willst du etwa sagen, dass ein wahrer Demokrat in deinem Sinne, für den du mich ja wegen der Anführungszeichen anscheinend nicht hältst, sich gar kein besseres System als das heutige mehr vorstellen kann oder dürfte?

      Mal Hand aufs Herz, wäre so eine Vorstellung nicht noch absurder? Die Vorstellung, dass wir bereits am Ende unserer Entwicklung angelangt sind?

      ;-)

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    11. Auf Anfrage gelöscht und hiermit wieder eingestellte Kommentare Anderer: Funktioniert nicht, wie es sollte, aus technischen Gründen, tut mir leid. Ein Kommentar von Anonym ist leider verloren gegangen.

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    12. @ Michael
      Jetzt sieht es aber schon besser aus. Vor allem die Diskussion kann an dieser Stelle nicht fortgeführt werden. Darum ging es vor allem. Ich danke, Michael!

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    13. Nicht als Kommentar, sondern zusammengefasst als ganzer Beitrag...

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    14. Stephan,
      Ah so meinst Du. Ich kann aber den Text aber nicht gut zwei Mal hereinstellen. Einmal als Kommentar und ein anderes Mal als Beitrag. Dann würden die Leser zwei Mal das gleiche aufgetischt bekommen…
      Außerdem weiß ich nicht was der Bloginhaber dazu sagen würde.

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    15. Bobby, wenn Du den Text ausformulieren, abrunden und stringent zu einem Ganzen gliedern möchtest, können wir ihn auch nochmals einstellen. Er wird nun allerdings nun auch so, wie er ist, ja bereits diskutiert. Es ist etwas doppelt gemoppelt.

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    16. Michael,
      das meinte ich doch. Das sehe ich genau so.

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    17. Und es passt doch gut im Rahmen Deines Beitrages. Dafür hatte ich es auch konzipiert.

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    18. Bobby, Du könntest zB das Buch von Salzborn explizit besprechen und einen Text dazu machen. Wenn Du willst, schick mir eine E-Mail.

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    19. Kommentare findet man später ( insbesondere im Zusammenhang) nur schwer wieder; das ist bei gehaltvollen Zusammenhängen schade...

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    20. Michael,
      Schwieriges Buch und anspruchsvolles Thema um umfassend zu besprechen. Es ist auch schon eine Weile her, dass ich das Ganze gelesen habe. Wäre eher denkbar ein Teilbereich sich vorzunehmen, beispielsweise evtl. das Dugin-Kapitel. Da steckt auch schon reichlich viel drinnen. Das würde ich mich überlegen können.

      Eine andere Option wäre aus meinem jetzigen Kommentar 1-5 sich ein Teilbereich ausführlicher zu widmen als Beitrag:
      Teil 3, Absatz 2 bis einschließlich Teil 4, Abschnitt 1.
      Da habe ich reichlich Material vorliegen das ich im jetzigen Kommentar der Länge wegen nicht unterbringen konnte. Dazu könnte ich auch relativ kurzfristig einen Beitrag schreiben. So schätze ich.

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    21. Michael,
      Ich schlage vor ich werde mich in den nächsten Tage den Dugin-Kapitel von Salzborn noch einmal vornehmen (lesen) und entscheide mich danach für die erste oder die zweite Option. (Die andere Option könnte man evtl. Später noch nachholen)
      Könntest Du damit einverstanden sein?

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    22. Stephan,
      Das ist grundsätzlich richtig.
      Ich finde es aber sehr stichhaltig was Michael dazu meinte: "Er (der Artikel) wird nun allerdings nun auch so, wie er ist, ja bereits diskutiert." Das lässt sich schlecht wiederholen. Vielleicht könnte ich mich falls es zu einer ausführlicheren Teilversion kommen sollte, den ganzen Artikel als Anlage sozusagen anhängen.
      Wäre das eine Lösung?

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    23. Lieber Michael, Stephan,

      Ich habe jetzt ein gedankliches Konzept für einen Beitrag. Eine Erweiterung von Teilen meiner Kommentare an dieser Stelle verbunden mit einigen Aspekten um Aleksandr Dugin. Als Titel wäre denkbar:

      Selbstfindung und Verantwortung in einer Neuen Welt des Scheins mit ihren giftigen Prophetien.

      Als Propheten im Artikel könnten auftreten unser selbsternannter Friedensforscher aus Dornach, der Fassadenkratzer aus Pforzheim samt seinen esoterisch-verschwörerische Quellen und einige weitere Zeitgenossen aus der aktuellen Web-Landschaft. Ihre gemeinsame Beschwörung gelten den gleichen esoterisch-verschwörerischen Quellen: die vom Fassadenkratzer eröffnete, hundert Jahr alte Giftschrank. Sie sollen ausführlicher gelüftet werden. Ebenfalls in Erscheinung tritt dabei Obermagier Rasputin aus Moskau, in Anlehnung an Salzborn, verbunden mit einem Ausflug zu Infowar und die Welt des Tiefen Staates (Deep State) der Neuen Rechten in den USA.

      Ein hochexplosives Gemisch, so denke ich. Könnte aber einiges an Staub aufwirbeln…

      Stephan: Damit in Verbindung würde ich meine Kommentare des aktuellen Beitrages, wie Du vorgeschlagen hattest, einheitlich zusammenstellen. Auf eine getrennte Seite und verlinkt in eine Vorbemerkung zum neuen Artikel. Oder dort notfalls, alternativ, als Download anbieten. Wie würdest Du das sehen, Michael, wäre das, innerhalb vom Blog, machbar?

      Soviel so weit. Jetzt muss ich aber gehen, habe heute noch anderes zu erledigen.

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    24. Ob diese vielen Phobien an denen uns bobby teilhaben lassen möchte sich vom Wesen her von denjenigen vieler VTer unterscheiden, darf bezweifelt werden.

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    25. Nein überhaupt nicht. Dugin ist wirklich mehr als ein gemeiner VTler. Er will den ganzen Quatsch auch noch inkarnieren lassen. https://youtu.be/MFT1WTCPKlo Nastrovje Herr Anonym*

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    26. Und Vladiemir, unser "Deutscher", es ist doch seine Stimme in dem Video? .., übersetzt den Alexander Dugin, wie nett! lg, mischa

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    27. Lieber Finkelsteen,

      es geht doch unabhängig vom Wahrheitsgehalt des ganzen Quatsches und unabhängig davon, ob nun Dugin wirklich viel schlimmer ist als VTer, nur darum, ob diese ganze Angstmache, dieses Kesseltreiben gegen alles was nicht von den USA abgesegnet ist, im Grunde nur dasselbe bewirkt wie die Panikmache, die durch den vielen verschörungstheoretischen Nonsens erzeugt wird, mit dem wir leider - und das nicht nur von Russland- zugemüllt werden.
      Du weißt es doch, mit Speck fängt man Mäuse und mit Angsteinjagen macht man von Natur aus freie Menschen gefügig und leichter beherrschbar.

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    28. Liber Anonym
      Meinst Du denn, wir wären aus Zucker und hätten Angst, daß uns die Motte und seine Netzwerker gleich an die Schweine verfüttern lassen oder uns ins Säurefaß entsorgen, bloß weil wir hier ein wenig fähig sind, Häuflein und Kackschnecken aus kremligen Kanälen von der Wahrheit zu destillieren? Wenn Du das Lachen verlernt hast, alder Schwede, mußt Du zu Herrn Niedersausens Roman "Der Name des Hose" gehn, dort ist noch eine Mädchenrolle frei, harr harrr! :-)) Und Lachen und Spotten ist ja interessanterweise überall da suspekt, wo man etwa den Postillion nicht mehr versteht. "Satire, um Fake-News besser den Intellektuellen Eliten unterzujubeln, die wo so eitel sind, daß die nix mehr märken!" Mein Tip: Mache Dir einen Datura Stramonium Tee, Fake News für die Sinne! :-)) Mach Urlaub vom Ich und Du. Dann lernst Du mal, wie es ist, so als gewöhnlicher Korsakow, als bodenständiger Bürger Rußlands, spiritustrinkend, frei von Obdach und Gesundheit vitaminfrei mit Skorbut und Beri-Beri, Wernicke ("Wern? Icke?") und perniziöser Anämie durch denn Blätterwald von "Was ist denn überhaupt noch wahr auf der Welt!?" zu taumeln. Von Filmriß zu Filmriß, himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt, aber Nietzsche inne Taschen, hat Dein Geistlein wat zu naschen. Wir hamm hier noch keine Obrigkeits - und Reichenpoliziei, immer weniger in den letzten Jahrzehnten, es trotz einiger Probleme recht geil hier, 'raus auf die Straße zu humpeln. No go Areas haben wir wenige in Deutschland. Drüben aber, Rußland, ist für den, der dort überleben muß, echt nicht mit hier bei uns zu vergleichen. Ich sag's Mitlesenden, nicht Dir, weil's in den Wind gepißt ist, Dir was verklickern zu wollen. Aber auch Du wills ja Mitlesende erreichen, nich uns, weil wir immun sind. Wir haben mit Merkel wieder geopfert, daß es gekracht hat, mit Obamas Conchita Wurste Mann Michele abgedanced bis in die Früh, polypervers wie wir sind, wie Gayropos, und sind dann in unsere Chemtrailbomber gestiegen, und haben vorher unsere scheinbaren "Bombenentschärfungen aus dem Weltkrieg" vornehmen lassen, in Wirklichkeit graben wir die ganzen Orgon-Cloudbuster aus, die uns die teure Haarp-Anlage noch schreddern würden. Diese Welt wird postfaktisch, mystisch magisch, und gib acht, die Klotaucher der Spezialeinheiten der US-Navy könnten auch schon bis in Dein Plumpsklo durchgedrungen sein, in der Kanalisation sitzen sie auf jeden Fall bei uns allen, und sammeln dort die Bandwürmer und Kundalinis ein, die sie dem Volke magisch aus den unteren Chakren gezogen haben. Seit 9/11 dürfen die das, auf der Bilderberger Konferenz wurde das bei hypnotischen Apfelstrudel mit allerlei Sahne-Opfern besiegelt. Om! Es grüßt der Meister! Der Meister vom Stuhl, um es genau zu sagen. Nimm Deine Tropfen (das "Relato-Faktol"), eh noch Deine Therapieresitenz erlischt, und oben und unten sonst noch ihren gewohnten Platz einnehmen in der Gaukelschaukel. :-))

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    29. Die "Phobie" des Tages:
      Mueller-Monday - Jetzt wird's spannend

      It's Mueller Time - This movie will be banned in Russia
      (Diese Medien könnten sensibles Material enthalten<Anzeigen)
      https://t.co/oxWXv7DbNu

      Das weitere dazu findet sich zurzeit in der Tagesaktualität…

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    30. Es lebt der Eisbär in Sibirien,
      Es lebt in Africa das Gnu
      Es lebt der Säufer in Delirien
      In meinem Herzen
      lebst nur Du!

      Delirien ist ein trostloses Land. Voller Mäuse, Würmer und Krokodile. Mancher gräbt dort unter widrigen Umständen nach Gold. Und mit der Wahrheit oder dem unterscheidenkönnen von Vergangenheit und Gegenwärtigem nimmt es dort niemand genau. Da fängt mancher, so ganz auf sich gestellt, allmählich das Trinken an. Im fernen wüsten Delirien. lg, mischa

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    31. Bin gerade jedenfalls auf dem Weg ins Steiner-Hauptquartier!

      Mal sehen, was mich diesmal wieder erwartet.
      Bei meinem vorletzten Besuch kam mir ganz locker und gemütlich Mackay mit gesenktem Blick entgegegeschlendert; als er aufblickte und mich sah, rannte er in einem blitzartigen Hochleistungssprint vor mir davon.
      Wirke ich tatsächlich so verstörend, oder war es ein Delirium sophens?

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    32. Birkholz ist durch seine Kommentare halt das inkarnierte anthroposophische Halloween geworden..

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    33. Hier für alle, die Zeit haben die nächste Zeit, etwas Material über andere Hauptquartiere, lg, mischa

      https://www.youtube.com/watch?v=c0EgihMjqzE
      Ab Minute 10 spricht Felix Sater.

      https://www.youtube.com/watch?v=_cf_MTSsk6M
      Der letztere Film ist lang, kam auch oft im TV. Offensichtliche Verbindungen. Fast ein alter Hut, müßte aber Allgemeinbildung werden. Indikator für die informative Relevanz wird das Bocken des Haustrolls sein. Wenn es bedeutsam ist, wird er "wild". Gibt sich Mühe.

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    34. Fortsetzung der "Phobie" des Tages:

      Die Anklageschrift gegen von Sonderermittler Robert Mueller gegen Paul Manafort, Donald Trumps Ex-Wahlkampfchef :
      https://www.justice.gov/file/1007271/download

      Sollen Donald Trump Jr. und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner demnächst ebenfalls verhaftet werden? Trump Jr. investierte im Sommer 2016 in ein Treffen im Trump Tower, in dem die russische Anwältin Natalia Veselnitskaya einen Vorschlag machte, Clinton zu erpressen. Sie hatte zuvor mit einem hohen Beamten aus dem Kreml beraten, so enthüllte die New York Times am Freitag.

      https://www.nytimes.com/2017/10/27/us/politics/trump-tower-veselnitskaya-russia.html

      Das Beweis-Dokument dazu
      https://www.nytimes.com/interactive/2017/10/29/us/politics/document-Read-the-Talking-Points-Shared-with-the-Kremlin.html

      Wie lange bleibt der Mann noch im Amt der seine Macht Vladimir Putin zu verdanken hat?

      Aber natürlich, das ist alles doch nur eine "Hexenjagd" mit dem Ziel "von Natur aus freie Menschen gefügig und leichter beherrschbar zu machen". Das ist doch gerade das okkulte Ziele westlicher Wirkungsweisen und Geheimgesellschaften: Die Logen-Bruderschaften des anglo-amerikanischen Westens, die Demokratie als verstecktes Herrschaftsmittel für ihre dunklen Machenschaften nutzen. Dugin, Putin und Trump würden das sofort mitunterschreiben.

      So sprechen die Fassaden- Künstler, Anonym darf sich angesprochen fühlen, des "Völkischen Verbundes Deutscher Fassadenkratzer e.V." Zur Demokratie wird zitiert und hemmungslos auf die Aktualität der Gegenwart projektiert: "…dass diese Strukturen der Demokratie so sind, dass immer ein paar Menschen an den Drähten ziehen, die andern aber werden gezogen. Doch weil man ihnen immer vorredet, sie sind in der Demokratie drinnen, merken sie nicht, dass sie gezogen werden, dass da einzelne ziehen. Und umso besser können diese einzelnen ziehen, wenn die andern alle glauben, sie ziehen selbst, sie werden nicht gezogen … Dadurch können aber die dunkeln Mächte gerade am allerbesten wirken…" (Herbert Ludwig, Aus Zitatenzusammenstellung zu Ziele und Wirkungsweisen westlicher 'linker' grauer Geheimgesellschaften, Seite 32)

      Es zeigen sich auch hier mal wieder Verschwörungsmythen als die negative Projektion seelischer Affekte ihrer Verbreiter. Was diese Verbreiter dabei im Sinne haben verspricht nichts Gutes.

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    35. ..also der anonyme Relativierer, nicht Stephan, der Halloweener..

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    36. @ Michael

      Lieber Michael,
      Da hatte ich gestern noch eine Frage bezüglich des Beitrages im letzten Absatz meines Kommentares:

      Sonntag, 29. Oktober 2017 um 14:36:00 MEZ
      https://egoistenblog.blogspot.com/2017/10/meinungsterror-denkverbote-und.html?showComment=1509284176656#c288706988314484931

      Das ist wahrscheinlich untergegangen in der unübersichtlichen Diskussion.
      Außerdem: Wäre das angerissene Konzept grundsätzlich denkbar oder ist es zu "explosiv"?

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    37. Die klebrigen Fassaden der Anthro- Szene können eine Grundreinigung gebrauchen, vor allem die von Dir angesprochene.

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    38. Grüß dich lieber "Meister des Stuhls",

      freut mich sehr dir wieder mal über den Weg zu laufen und endlich mal wieder was Vernünftiges von dir zu vernehmen!

      Vollkommen richtig dein Satz:
      "Aber auch Du wills ja Mitlesende erreichen, nich uns, weil wir immun sind"

      So ist es, wir alle wollen das, denn die Mehrheiten sind dort.
      Nicht bei denen, die sich den Kopf darüber zerbrechen, ob jedes Plumpsklo bereits an die Kanalisation angeschlossen ist, oder noch wird. Und es nicht fassen können - und daher verdrängen - dass bei so viel Nachdenken auch bei ihnen selbst nur das herauskommt, was auch wirklich dorthin gehört.

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    39. @ Michael

      Gut!
      Das wollte ich gerne wissen in Anbetracht nicht weniger klebrigen Fassaden-Kommentare unser anonymen Graffiti-Künstlers.

      In diesem Sinne:

      Mueller-Monday
      It's Mueller Time!
      Trump Administration Season Ending

      Das Video jetzt in viel besserer Auflösung:
      https://www.youtube.com/watch?v=biehbIPqV8c

      ♪ "I've traveled the world to learn
      I must return from Russia with love

      I've seen places, faces and smiled for a moment
      But oh, you haunted me so
      Still my tongue tied, young pride
      Would not let my love for you show
      In case you'd say no

      To Russia I flew but there and then
      I suddenly knew you'd care again
      My running around is through
      I fly to you, from Russia with love" ♪

      (From Russia With Love
      Matt Munro - 1963
      Music & Words : Lionel Bart)

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    40. Nachtrag zum Video:

      From Russia with Love
      James Bond 007 – Liebesgrüße aus Moskau (Originaltitel: From Russia with Love) ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Ian Fleming.

      Das Lied "From Russia With Love" wurde von Matt Monro gesungen und wird nur im Abspann gespielt, im Vorspann wird eine Version ohne Text verwendet.

      Der Film kam seit 10.Oktober 1963 in die Kinos und wird von Kritikern als einer der besten Bond-Filme angesehen – auch vom Hauptdarsteller Sean Connery selbst. Die Dreharbeiten fanden vom 1. April 1963 bis 23. August 1963 statt. In den Tagen unmittelbar nach der Kuba Krise (Oktober 1962). Der tatsächliche Abzug der russischen Raketen von Kuba Raketen war erst Anfang Januar 1963 abgeschlossen. Aus Russland mit Liebe war der letzte Film, den Präsident Kennedy am 20. November 1963 im Weißen Haus sah, bevor er nach Dallas ging wo er am 22. Novemder ermordet wurde.

      Die Schachpartie mit Kronsteen, der geniale Stratege der Verbrecherorganisation Phantom, er wird als Versager hingerichtet, basiert auf der Schachpartie Spasski – Bronstein, UdSSR-Meisterschaft 1960. Spasski war später von 1969 bis 1972 Schachweltmeister.

      Hier das Original:
      Russia with Love (Matt Monro) - James Bond 007
      https://www.youtube.com/watch?v=Lcdmq07u2T8

      Das fiktive Video verbreitet sich inzwischen im Netz. Verhaftet werden im Video Steve Bannon, Beraterin Kellyanne Conway, Tochter Ivanka Trump und deren Ehemann Jared Kushner - und ihr Vater Donald. Der US-Präsident sieht sehr, sehr unzufrieden aus.
      Der Clip wurde bereits mehr als 700.000-mal angeklickt…

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  8. Bobby, gratuliere zu Deinem gelungenen Comeback auf dem Egoblog! Respekt für Deine äußerst fundierten Beiträge, den Salzborn werde ich mir vielleicht kaufen.

    @ Mischa
    sorry, ich kann mit Deinen Texten nichts anfangen. Wenn Du meinst, Du musst Dich an meinen Sorgen "abarbeiten", ist das Dein Freizeitvergnügen, allerdings habe ich den Eindruck, Du projizierst assoziativ diverse Vorstellungen, Erinnerungen und Lieblingsgedanken zu dem Thema auf meine Person.

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    1. @Rainer, das hatte ich erwartet: Daß ich noch Etikett erhalte.
      herzlich, mischa

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    2. Lieber Bobby, auch von mir ein dickes Dankeschön!! Erschreckend! Und Salzborn hat das Problem ausgezeichnet analysiert, treffender hätts nicht sein können. Für mich auch ein Buch zum Verschenken, denn auch in Bekanntenkreisen scheint sich dieser Virus immer mehr auszubreiten...
      Danke!



      Dank und stelle das Buch von Salzborn ganz oben auf die Bücherliste!

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    3. Mich haben die vielfältigen Ausführungen und Lesehinweise, Links von Bobby auch wieder neu erschreckt und beeindruckt, zeigen sie doch, wie breit gespannt das Netzwerk der Verschwörungslehren inzwischen rezipiert wurde, und um sich gegriffen hat, immer wieder neu ausgehend von 9/11 "Inside Job", der Mutter alles VT-Lehren, über Rothschild, Israel, und all die Sachen. Immer neu wird zitiert und gezimmert mit Quellen, die bei genauer Betrachtung giftig sind, und irgendwann im Beleglosen enden, oder einfach "im Nichts" gehässiger Behauptungen anfangen. Ja, Valentin. Ein großer Bekanntenkreis von mir (ich hab glücklicherweise mehrere) ist einfach weggebrochen, wie ein großer Eisberg. Und, wer weiß, wer stärker ist? Dein Buchgeschenk, oder das Virus. herzl. mischa

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    4. Nachtrag: Wichtig ist mir dabei nur, dass wir uns alle nicht beirren lassen von diesem irrationalen Wahnsinn, so oder so. Dazu zählt z.B. durchaus (und "demokratie-entwicklungstechnisch, denn sie muss aus Fehlern lernen dürfen und können) - berechtigte Kritik, sowie Ursachenforschungen oder soziologische Diskurse - siehe z.B. Michaels Junker-Kritik usw. Aber dann gleichzeitig auch das Hervorheben der vielen, vielen guten Dinge und einzigartigen Vorteile in unserer Demokratie und unseres Sozialstaates und und und...Dem Negativen sollte m.M.n. immer auch ein wirklich gefühltes Positives, Bewährtes gegenüber gestellt bzw. hinzugefügt sein (auch gelebte Dankbarkeit), sonst laufen wir womöglich Gefahr, denen nur noch mehr Nahrung zu geben...

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  9. Hallo Michael, Dank auch von mir!
    Noch etwas zu dem "Basta" einiger Anthroposophen bezügl. Rassismusdebatte. Vielleicht sollten sich die Herren auch mal in der norwegischen Anthroszene -und speziell i.d. Vidar-Bewegung umschauen und darüber reflektieren, bevor das Basta über ihre Lippen kommt.
    Ich habe das schon vor Jahren beobachtet in Norwegen und, so meine ich, auch mal angeschnitten. Hierzu mal ein sehr interessantes Interview aus dem Waldorfblog, geführt von Ansgar mit dem norwegischen Professor für Ideengeschichte aus Oslo - Jan E. Ebbestad-Hansen:

    https://waldorfblog.wordpress.com/2016/12/16/vidars-gefolgschaft-antisemitismus-in-der-norwegischen-anthroposophie-ein-interview-mit-prof-jan-erik-ebbestad-hansen/

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    1. Nachtrag; Bzw. Hier werden hauptsächlich der Antisemitismus und die anthr. Verschwörungstheorien i.d. norw. Szene, thematisiert...

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  10. In der genannte Zitatensammlung Herbert Ludwigs (Rudolf-Steiner-über-Ziele-und-Wirkungsweisen-westlicher-Geheimgesellschaften) fehlen sinngemäss Zitate "über Ziele und Wirkungsweisen östlicher 'linker' Geheimgesellschaften" z.B. aus GA 178 und 200.

    Demokratie nennt sich bei Morau und Eisenhut in Die Drei: ‘westliche Demokratie‘, d.h. Putins Russland wäre für sie eine ‘östliche Demokratie‘, autokratischer und patriotischer als ‘unsere‘ Demokratie (Russland ist seit April 2014 ausgeschlossen aus dem Europarat).

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  11. Bershidsky (in Berlin) beschreibt die gleiche Viktimisierungstheorie anlässlich Putins Valdai-Rede:

    For years, Russian President Vladimir Putin has been building a narrative of a Russia that was wronged and humiliated by the U.S. until it decided to push back.
    https://www.bloomberg.com/view/articles/2017-10-20/putin-spins-a-tale-of-russian-humiliation

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  12. Teil 1

    Ingrid, Rainer, Valentin, Mischa, Hermann:

    Ich habe mich sehr gefreut über die netten Reaktionen und Kommentaren. Der Adelungs-Titel "Sir Bobby" habe ich aber wirklich nicht verdient und weise ich hiermit aufs Entschiedenste zurück. Und das meine ich jetzt wirklich ernst!

    Und Mischa, ich hoffe das Deine "Vorfreu" nicht zu sehr getrübt wurde nach dem Lesen des teilweise gar nicht so erfreulichen Inhaltes meines ausführlichen Kommentares…

    Valentin, ja der Salzborn hat es in sich, treffender kann die Analyse zum Verschwörungsdenken kaum sein. Das sehe ich auch so. Das gilt aber für einiges mehr in seinem Buch und die darin entwickelten Gedanken. Teilweise nicht leicht zu lesen, seine Inhalte sind sehr anspruchsvoll, sein Still ebenso. Lange, häufig auch mehrfach verschachtelte Sätze stellen Anforderungen am Leser, haben aber auch etwas Kunstvolles (aber nichts Künstliches!). Sie zu durchschauen und zu verstehen kann einem eine Freude bereiten. Auch wenn man nicht immer mit seinen Schlussfolgerungen einverstanden sein muss, liegt Salzborn mit vielem goldrichtig, so ist mein Eindruck. Inhalte werden vor allem bei ihm zu gedanklichen "Augenöffner". Wenn verinnerlicht, werden sie zu "Werkzeuge" im Denken, die einem ermöglichen Sachverhalte neu zu sehen und anders einzuordnen. So ist es mir dabei ergangen.

    Es darf sein im Buch entwickelter Begriff der "Verschwörungsmythe als negative Projektion seelischer Affekte" als genial bezeichnet werden. Und setzt an beim Verbreiter der wahrheitswidrigen Inhalten. Das ist wichtig. Die bösartige Handlung, die wahrheitswidrige Unterstellung findet keine tatsächliche Entsprechung in der Welt sondern sagt viel mehr etwas aus über das Wesen des Urhebers und seine seelische Affekte, seine Aggressivität, seine Art zu denken, seine Biographie, unter Umständen sogar über sein Handeln in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Da erscheinen vieler unserer Zeitgenossen auf einmal in einer ganz anderen Perspektive. Nicht die angeblich bösartige Täter von Verschwörungsmythen sollten hinterfragt werden, sondern die Urheber, die Gläubigen, sie sind die wirklichen Täter. Tüscher (hoffentlich jetzt richtig geschrieben) & Barkhoff lassen grüßen.

    Verschwörungsmythen entstehen häufig unbewusst, ihre Weitergabe ebenso. Sie bedienen sich in Zeiten radikaler Umwandlungen, in einer solchen Zeit leben wir heute, mit suggestiver Gewalt Angst und Unsicherheit der Mitmenschen und verstärken diese und vermitteln gleichzeitig eine scheinbare Ersatzsicherheit für bisherigen, verloren gegangenen Sicherheiten. Dadurch machen sie regelrecht abhängig. Es ist immer schwer sich einer Sucht zu entziehen. Das gilt umso mehr für eine seelische Sucht, vor allem wenn sie unbewusst abläuft und nicht als solche erkannt wird. Der Kreislauf der Entstehung und Weitergabe von Verschwörungsmythen werden so zum Selbstläufer. Der Teufelskreis schließt sich. Verschwörunsideologien werden auch bewusst und absichtlich in die Welt gesetzt und werden zur missbräuchlichen und populistischen Methode der Machterhalt in der Diktatur. Auch in der "Demokratur" nach russischem Muster (Danke für den Hinweis von Ton Majoor zur "autokratischen" und" patriotischen" Demokratie (!) nach Morau und Eisenhut).

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  13. Teil 2

    Besondere Schwerpunkte im Salzborn-Buch sind der Begriff des Völkischen, der Aufstieg der Neuen Rechten, ihre geschichtliche Vorfahren, Verschwörungsmythen und ihre Auswirkungen, die damit verbundene Rolle der sozialen Medien, Demokratiefeindlichkeit, Antisemitismus, die AfD, Aleksandr Dugin (überraschend und sehr ausführlich, sein Quellenverzeichnis zu ihn ist beeindruckend!) und seine Denknetze zu den neuen Rechten weltweit, gerade aber auch zur Identitären Bewegung um Götz Kubitschek mit seiner "Sezession" und seinem Verlag Antaios. Salzborns Buch ist aber vor allem auch eine aufrüttelnde Warnung vor der schleichenden Erosion der Grundlagen unserer Gesellschaft. Und ein Plädoyer für eine selbstbewusste, pluralistische, liberale und wehrhafte Demokratie.

    Um leichter zitieren zu können (vorher konvertieren nach "Word"), aber auch um Abschnitte zu markieren, evtl. auch Bemerkungen einzutragen und vor allem wegen der Such-Funktion habe ich ebenfalls die digitale Version (13,99 €) gekauft. Direkt beim Verlag und im PDF-Format. In diesem Format ist die Aufmachung genau identisch mit der gedruckten Ausgabe. Hier gibt es auch kostenlos herunterzuladen das Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe zu 11 Seiten:

    http://www.beltz.de/fachmedien/erziehungs_und_sozialwissenschaften/buecher/produkt_produktdetails/34665-angriff_der_antidemokraten.html

    Abschließend noch ein Zitat aus dem Buch zu Kubitscheks "Sezession":
    "Auch die neurechte Sezession spricht vom „permanenten Ausnahmezustand“, in dem Merkel während der Flüchtlingskrise die „linksliberale Gutmenschenideologie der bundesrepublikanischen Elite“ retten wollte, wobei die Medien „die politische Klasse“ nicht kontrollieren würden, sondern „Teil des Establishments“ seien. Und in der auflagenstarken Wochenzeitung Junge Freiheit ist die Rede vom „anschwellende Strom“ von Flüchtlingen, der sich „ins Sehnsuchtsland Deutschland Bahn“ breche, als „Produkt von politischen Fehlentscheidungen und Interessen“, bei denen „Flüchtlinge als Waffe“ fungieren würden. An den Universitäten herrsche, mit Blick auf die Initiierung von Zivilklauseln, eine „Gesinnungsdiktatur“, es existierten „zeitgeistige Denkverbote“, man befinde sich „unter geistiger Besatzung“. Die Erfolge der AfD bei Landtagswahlen seien Folge eines „stickigen Zwangskonsenses“, bei dem „eine abgehobene politisch- mediale Klasse“ das „Publikum mit dem Dämmschaum politischer Korrektheit“ umschlossen habe: „Die Bürger haben den von oben verordneten Konsens satt und begehren dagegen auf.“ "

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    1. Frage an Bobby, falls Zeit zu einer Antwort wäre.
      Heute ging durch die Medien:
      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/tuerkei-fall-peter-steudtner-gerhard-schroeder-vermittelte-bei-erdogan-a-1174801.html

      " Zusammengefasst: Seit Juli saß der deutsche Menschenrechtler Peter Steudtner in der Türkei in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, terroristische Organisationen unterstützt zu haben. In der Nacht zu Mittwoch entschied ein Gericht in Istanbul, dass er aus der U-Haft entlassen wird. Die Freilassung hat der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder erwirkt. Bei einem Geheimbesuch in der Türkei sprach er auf Bitten von Außenminister Sigmar Gabriel mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan über den Fall."

      Wir wissen fast von einer Achse Ankara Moskau. Am Abend der Ereignisse, die sich als Putsch darstellten, hatte Alexander Dugin Ankara besucht. Schröder hat, auch betreff vorsichtiger Positionierungen vom Martin Schulz contra Schröder, sogar schon im SPDnahen Umfeld eines schlechtes Image, dabei soll er doch Putins Aushängeschild sein.

      Jetzt war wieder gestern der inzwischige Bundespräsident in Moskau. Und heute kommt, auf Vermittlung von Schröder, der dafür kurzfristig "offizieller Gesandter" der Bundesregierung wird, eine prominente Erdogan-Geisel frei. Da höre ich aber laut und deutlich die Flöhe husten.

      Man nehme eine Geisel, und bestimme eine Person, die ein etwas zu schlechtes Image hat, man lasse die Geisel frei, und das Image der verpönten Person steigt wieder, in dem man sie "Vermittler" spielen läßt.
      So kommt es mir vor. lg, mischa

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    2. "Das Husten der Flöhe".
      Ein hochinteressanter Fall und eine sehr gute Frage. Würde da gerne ausführlicher darauf antworten und brauche dafür etwas Zeit. Würde mich auch gerne vorher ausführlicher über die Tagesereignisse informieren. Mache ich heute Abend. Danach erfolgt die Reaktion, evtl. auch Morgen.
      Bitte bis dahin um etwas Geduld…

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    3. "Das Husten der Flöhe" Teil 1

      Das Hören der Husten der Flöhe und Gerhard Schröders Erdgas-Connection (GasGerd)

      Mischa, vorweg eine gute Geschichte die so vielsagend ist, dass es zu schade wäre sie wegzulassen. Das Inhaltliche zur Frage, wie angekündigt, später.

      Info:
      Von einem der die Sphären-Musik hörte, den Einklang der Nerven und das Husten der Flöhe (Der freie Journalismus). So vernahm er auch den Monolog einer Milbe. In einem Edamer Käs (Rosneft Rusland, größter und mächtigster Energieriese weltweit), auf silbernen Teller (auf dem Posten des Aufsichtsratsvorsitzender) den eine Kerze bestrahlte, saß eine Milbe (GasGerd), die philosophierte über Erschaffer (Putin), Ursprung und Bestimmung des Käßes und der Milben (GasGerds Deal mit der Erdgas-Connection des Kremls):


      "Monolog einer Milbe im siebten Stock eines Edamerkäses"

      "Auf einem silbernen Teller befand sich einst ein Edamer Käs, und nahe dabei ein Talglicht, welches den Käs bestrahlte. Milben hatten sich durch die innere Gärung seiner organischen Partikeln, im Käse erzeugt. Unter ihnen war eine Philosophin, welche dem Ursprung und der Bestimmung des Käses und der Milben nachdachte. Jemand, der den Käs zu essen im Begriff war, belauschte ihren Monolog mit dem Ohr jener Geniemänner, welche die Sphären singen, die Nerven stimmen, die Flöhe husten horen.

      Man fragt mich nicht, wie das möglich war. Die Frage über das Wie der Dinge ist oft indiskret, und wir könnten eher allgemeine Zweifler werden, als sie in jedem Falle zu beantworten. Genug, dieser Fürwitzbeutel vernahm die Milbe so reden.

      "Wie lieblich duftet dieser Käs! Wie ambrosisch ist dieser Geschmack! Wie nahrhaft diese Speise! Wie bequem meine Wohnung! Eine unermeßliche, durchaus eßbare Welt.

      Wie mächtig, wie wohltätig muß der sein, der den Käs machte, ihn für die Milben schuf! Unser Sein war sein Wille, unser Wohlsein sein Zweck. Denn vom Nutzen eines Dings schließen wir auf seine Absicht.

      Ich gehe weiter: Dieser Käs ist der beste unter den möglichen. (Der Eigentümer hielt ihn für versalzen). Der Beweis ist simpel. Hätte der Urheber einen besseren machen können, so würde er ihn vorgezogen haben. Warum sollte er das Vollkommene dem Mittelmäßigen nachsetzen!

      Jener glänzende Körper, der aus unangemessener Ferne meinen Käs bestrahlt (hier lächelte die Milbe gegen das Talglicht) was kann er sein, als unsere Laterne? Wie erquickend, wie wohltätig ist sein Licht! Wie anpassend der Organisation meiner Augen. Ja, das Licht ist um der Milben willen gemacht.

      Glückliche Milben! Ihr seid der Mittelpunkt - Endzweck aller Kombinationen der Welt. Euch erfreuet das Licht. Euch duftet der Käs. Euch laden seine fetten Partikeln zum Genusse ein.

      Aber eben darum, weil Milben der Zweck sind, dem die Natur alle ihre Werke, als Mittel, subordiniert hat; eben darum, ehrbare Milben, ist diese ephemische Existenz nicht das ganze Erbteil, welches die Natur euch beschieden hat.

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    4. "Das Husten der Flöhe" Teil 2

      Sollte sie nicht ewige Zwecke lieben? Sollte der Zirkel der Allnatur ohne seinen Mittelpunkt, worauf alle Strahlen sich beziehen, bestehen können? Nimmermehr! Milben: Ihr seid zu den erhabensten Aussichten bestimmt. Eure Existenz; in der Höhle des Käses ist nur der rosenfarbene Morgen eines schönen Tags, dessen Mittag euer wartet.

      Die sublimen Gedanken, welche jetzt meinen Geist beschäftigen, sind mehr als die Wirkung meiner Organisation. Es ist wahr, ich kenne meinen Körper, die innere Natur seiner Elemente, die Art ihrer Zusammensetzung beinah gar nicht. Aber dennoch kann ich a priori bestimmen, welche Wirkungen aus dieser Zusammensetzung möglich sind, und welche nicht."

      Soeben wollte die Rednerin von der Zukunft weissagen, und die Natur der Käse, welche sie künftig bewohnte, und zum Teil essen würde, auf unzahlichen, wie sie meinte unumstößlichen Grundbegriffe der Milbenmetaphysik zu demonstrieren beginnen, als der Zuhörer, von Mitleid über ihre Mühe gerührt und um ihr eine langwierige Reihe Sylogismen zu ersparen, die Rednerin samt dem Katheder, worauf sie stand, in den Mund steckte und verschlang.

      Man sagt, sie habe noch zwischen den Zähnen des Würgers behauptet, ihre Erhaltung, ihr Wohl sei der Endzweck der Natur"


      Vor etwa 250 Jahren von Wilhelm Ludwig Wekhrlin (1739-1792) geschrieben.

      Wekhrlin befürwortete einen freien Journalismus, der sich an das breite Publikum statt nur an Akademiker richtete. Geistiges Vorbild war Voltaire, dessen Werke Wekhrlin auszugsweise ins Deutsche übersetzte und publizierte. Wekhrlin gilt als einer der kämpferischsten und engagiertesten unter den deutschen Publizisten der Aufklärung. Als einer der ersten Vollzeitjournalisten in Deutschland lebte Wekhrlin ausschließlich vom Ertrag seiner Publikationen. Im Vordergrund seines publizistischen Schaffens steht der Kampf dieses Aufklärers um bürgerliche Gleichheit, Meinungsfreiheit, Toleranz und soziale Gerechtigkeit. In diesem Zusammenhang steht sein leidenschaftliches Eintreten für Anna Göldi, die 1782 in Glarus hingerichtet wurde („letzte Hexe Europas“). Eine daraus resultierende Vorladung der Glarner Obrigkeit schlug er mit der Begründung aus, nur „von einem Tollhäusler sei zu erwarten, dass er sich freiwillig vor einen Schranken stelle, wo die Partei zugleich Richter sei“.

      In dieser Persiflage Monolog einer Milbe im siebenten Stock eines Edamerkäses greift Wekhrlin die Idee von der besten aller möglichen Welten auf. Dabei bezieht er sich auf eine Kurzschrift Leibniz', in der dieser folgendes darlegt: Da die Existenz Gottes unumstößlich ist und Gott unsere Welt erschaffen hat, muss unsere Welt auch unter allen möglichen Welten die beste sein, denn ein allmächtiger Gott würde sich nicht mit Mittelmaß zufriedengeben. Wekhrlin greift dieses Bild auf und lässt eine Milbe im Inneren eines Käses darüber philosophieren, dass doch der Erschaffer dieses Käses allmächtig sein müsse, hätte er doch nie einen zweitklassigen Käse erschaffen.

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    5. "Das Husten der Flöhe" Teil 3

      Zum Inhaltlichen:

      "…Jetzt war wieder gestern der inzwischige Bundespräsident in Moskau. Und heute kommt, auf Vermittlung von Schröder, der dafür kurzfristig "offizieller Gesandter" der Bundesregierung wird, eine prominente Erdogan-Geisel frei…"

      Richtig vermutet. Das kann natürlich kein Zufall sein. Ist es mit Sicherheit auch nicht.

      Unser lupenreiner Demokrat - Der Held im Fall Steudtner Alt-Kanzler Gerhard Schröder. Wollen wir alle mal ganz laut das Altkanzlerkasperle rufen:

      https://scontent-frx5-1.xx.fbcdn.net/v/t31.0-8/22713611_10154921306420986_1366498997727913020_o.jpg?oh=c3b93f294a8cc8692e11015a65abb295&oe=5A6B57C3

      Quelle:
      https://www.facebook.com/heuteshow/photos/a.302789020985.156311.264820405985/10154921306420986/?type=3&theater

      Es gilt Schröder als Sonderagenten des Kremls zu bezeichnen: Sondereinsatz erfolgreich beendet.
      Bei Putin gibt es aber keine Leistung ohne Gegenleistung. Das sollte im Hintergrund immer bedacht werden. Die dazugehörige Rechnung ist grundsätzlich auszugleichen. Zum Vorteile des Maffia-Zaren und meistens zum Nachteile der Menschlichkeit. Das ist das Schlimme an der Sache. Dass sich die SPD dafür nicht zu schade ist, auf dem Rücken von dafür willkürlich inhaftierten Geiseln mitzuspielen, ist ein weiteres Indiz ihres Niedergangs unter der Hanoi-Connection:

      https://scontent-frx5-1.xx.fbcdn.net/v/t31.0-8/22792481_1724222934315384_4717950241321971174_o.jpg?oh=715527087b904cfe67adb763ea302162&oe=5A7E8B0E

      Sein zukünftiger Arbeitgeber, Rosneft ist kein gewöhnliches Ölunternehmen, sondern im Grunde genommen eine kriminelle Gruppierung von staatlichen Unternehmensplünderern aus der nächsten Umgebung Putins. Indem der deutsche Altkanzler einen leitenden Posten dort übernimmt, wird er zum Deckmantel der Kreml-Mafia, zum Komplizen hochrangiger Straftäter.
      Die russische Elite benutzt Rosneft nicht nur zwecks persönlicher Bereicherung, sondern auch als Werkzeug aggressiver Außenpolitik. Nicht umsonst wurde das Unternehmen von der europäischen, und Setschin persönlich auch von der amerikanischen Seite sanktioniert.

      Einige "Putin-Versteher" (zugleich Versteher seines Freundes Setschin) unter den europäischen Politikern behaupten, sie treten lediglich für eine wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland ein. Solche Menschen wie Setschin sind aber keine gewöhnlichen Geschäftsleute. Sie sind Teil der in Russland regierenden Oligarchie, welche hauptsächlich den früheren Sicherheitskreisen entstammen, die noch in ihrer Jugendzeit mit Hass gegen den Westen aufgepumpt wurden.

      Je enger sich Schröder und "seiner" SPD mit Putins Mafia verwickelt, desto größerer Gefahr setzten sie sich aus. Diejenigen Europäer, die den russischen Machthabern helfen, vergessen, dass sich das Schicksal eines Kollaborateurs oft traurig gestaltet.

      Siehe dazu:
      Igor Eidman (Russischer Soziologe)
      Gerhard Schröders neuer Job bei Rosneft - der Ex-Kanzler macht sich zum Komplizen hochrangiger Straftäter
      http://www.huffingtonpost.de/igor-eidman/schroeder-bei-rosneft-putin-mafia_b_18014430.html

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    6. "Bei Putin gibt es aber keine Leistung ohne Gegenleistung"

      Nur bei Putin? Interessant, dass es so etwas anderswo in der Politik geben soll.
      Ich dachte ja schon, dass es so etwas außer bei Hartz IV und Vinzenzvereinen nirgendwo gäbe. Danke für die Belehrung.

      In welcher Form wird Deutschland die Rechnung für den Schröder-Deal begleichen müssen. Gibt es da Anhaltspunkte?

      Oder anders herum, hätten es wir der inhaftierten Geisel vergönnen sollen weiterhin in einem türkischen Gefängnis zu schmoren und auf einen entsprechenden Vorstoß der deutschen Regierung warten sollen?
      Noch mal anders herum. Wäre ein derartiger Vorstoß der deutschen Regierung nicht vielleicht noch teurer zu stehen gekommen?

      Denn daß Schröder bewusst der deutschen Regierung schaden möchte, das wäre die logische Schlussfolgerung, wäre doch ein bisschen weit hergeholt.
      Auch wenn die Vermittlungsaktion Schröders nicht ein uneigennütziger Akt humanitärer Nächstenliebe war, und davon ist auszugehen, wäre es nicht denkbar, dass er vielleicht nur ein Einlenken der deutschen Politik in Bereichen katalysieren wollte, wo für beide Seiten ein gewisser Mehrwert herausgeschaut hätte.

      Denkbar wäre es doch allemal, denn die deutsche Regierung hat ja mit der ganzen blinden Gefolgschaft in der "Embargo-Koalition" enorme wirtschaftliche Verluste eingefahren, für die betroffenen Wirtschaftssektoren versteht sich.


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    7. @ Anonym
      Es gibt ein "Husten der Flöhe". Es gibt aber auch ebenso ein "Husten der Trollen".
      Ich möchte deshalb beim Vorgang des Abhustens der Folgen des "chronisch obstruktiven rudolfistischen Syndromes" nicht stören. Deshalb verzichte ich rücksichtsvoll auf Kommentare.

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    8. 25.10: “Russland hat zwei Krimtatarenführer in die Türkei ausreisen lassen. Sie hatten gegen die Annexion der Halbinsel Widerstand geleistet - und waren deshalb zu Freiheitsstrafen verurteilt worden.” (Spiegel)

      Es gibt also vielleicht ein trilateraler Russisch-Deutsch-Türkischer Austausch, wenn Deutschland/Europa zukünftig die Sanktionen gegen Putins Proxys abschwächt. Amerika ist hier zudem Aussenseiter.

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    9. Ton, .. und sie, die Krimtartaren-Führer .. sie dürfen ihr Lebkuchentag, heißt es, niemehr in ihre Heimat zurückkehren. Das ist heftig, wenn man es innerlich nachvollzieht. Aber was sind die näheren Umstände? Was ist ein Tartaren-"Führer"? Und, haben sie Familien verlassen müssen, und wovon leben sie, in der Türkei. Und weshalb ausgerechnet die Türkei, wo eine irre gewordener Sultan von seinen Polizisten quasi alles einsperren läßt, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist? Blick ich nicht durch.. lg, mischa

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    10. @ Ton Majoor Mischa
      "…trilateraler Russisch-Deutsch-Türkischer Austausch…"
      Das liegt in der Tat im Interesse der "Sowjets" und lässt nur schlimmes erahnen. Das geht garantiert auf Kosten von anderen Staaten und Bevölkerungen. Das ist heute so, das war in der Vergangenheit des Dritten Reiches so, und es wird in Zukunft nicht viel anders sein. Putin und seine Verbrecher-Machthabern haben sich diesbezüglich schon längst offenbart. Nur Blinden können oder wollen das nicht sehen. Wie heute auf der Krim und in der Ost-Ukraine (5000 Todesopfer der russischen Intervention). Wenn Putin damit durchkommt (das beenden der Sanktionen ohne russischen Rückzug) sind kurz bis mittelfristig die Restukraine und die baltischen Staaten "auserwählt" ihre Selbstbestimmung heim ins russische Reich zu erfüllen. Mit "selbstlose russische Bruderhilfe" selbstverständlich. Putins Großzügigkeit wird in dieser Hinsicht wörtlich grenzenlos sein. Und die NATO? Trump? Deutschland? Deutschland hängt, dank Schröder, schon längst am russischen Gas-Tropf und wird sich geräuschlos fügen…
      Wollen wir hoffen dass es nicht so weit kommt!

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    11. @ Ton Majoor, Mischa
      Ergänzend:
      Wie Trump-USA in der heutigen Zeit reagiert wenn es wirklich darauf ankommt wird einem in den letzten Tagen deutlich schamlos sichtbar gemacht:

      Bill Browder - Ein gespenstisches Szenario zieht sich um den britischen Geschäftsmann zusammen
      https://www.facebook.com/berliner.osteuropa.experten/posts/1720416491362695

      Da finden sich auch die Links zu den Artikeln der New York Times und Anderen. Davon erfährt man aber in Deutschland so gut wie gar nichts. Das ist an sich schon bemerkenswert und befremdend. Es ist zu hoffen dass die Gegenkräfte in den USA in Politik und Gesellschaft sich genügend mobilisieren können. Da gibt es durchaus hoffnungsvolle Tendenzen.

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    12. @ Mischa,

      Die Krimtatarenführer mussten doch ausreisen oder im Gefängnis bleiben. Warum also die Frage nach dem Verlassen ihrer Familien?

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    13. @bobby

      Würden Sie erläutern was Sie unter rudolfistisch verstehen?

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    14. Poroschenko hatte in diesem Fall (dieTataren Achtem Tschigos und Ilmi Umerow) vermittelt.
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/russland-laesst-nach-krimtataren-frei-tuerkische-vermittlung-a-1174746.html

      Und Schokoladebaron Poroschenko besitzt wieder eine Fabrik in Elsterau. Schokoladekuchen also.
      http://www.dw.com/en/president-poroshenkos-offshore-connection-in-germany/a-19278491

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    15. Spiegel:
      "…Ilmi Umerow … hatte 2016 in einem Interview bekräftigt, die Krim gehöre zur Ukraine und die Russen müssten von der Halbinsel vertrieben werden…"

      Das dürfte natürlich in Putins Russland eine absolute Straftat sein. Da ist der Krimtatar mit 2 Jahre Haft noch verhältnismäßig gut davon gekommen. Da wären 5 doch wohl das Mindeste, so Ultranationalist Wladimir Schirinowski. In folgendem Zusammenhang, wie groß war heute mein Erstaunen, wie ich das las:

      "Putins Rivalin sagt das Unsagbare.

      Präsidentschaftskandidatin Xenija Sobtschak spricht Klartext: Die von Russland annektierte Krim gehöre zur Ukraine, Moskau müsse sich mit Kiew aussöhnen und politische Gefangene freilassen.
      Für russische Verhältnisse sind ihre Worte wie Bomben: Sobtschak hat die Krim erstmals seit der Annexion überhaupt zum Thema gemacht. Entsprechend harsch waren die Reaktionen. Über den Status der Krim gebe es nichts zu diskutieren, sagte ein Kreml-Sprecher. Das Statement sei «nicht korrekt – weder in der Substanz noch in der Form». Der Ultranationalist Wladimir Schirinowski wetterte, die TV-Journalistin sollte für ihre Worte fünf Jahre eingesperrt werden. Und das wäre wohl sogar möglich: Sobtschak könnte wegen Separatismus und Extremismus angeklagt werden.

      Nicht nur die Kreml-Parteien, auch weite Teile der Opposition und die grosse Mehrheit der Bevölkerung unterstützen die Annexion der Krim. Und wer das nicht tut, schweigt zumindest darüber. Denn wer die Annexion ablehnt, wird schnell zum Vaterlandsverräter gestempelt. Der führende Oppositionspolitiker Nawalny etwa spricht lieber über Korruption und weicht dem Thema Ukraine aus. Er anerkennt zwar, dass die Annexion der Krim nicht rechtmässig war, und beklagt die wirtschaftliche Bürde für Russland. Doch die Krim sei auch unrechtmässig zur Ukraine gekommen, und an eine Rückgabe denkt er nicht: Russland und die Welt sollen sich an die neuen Fakten gewöhnen."

      https://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Putins-Rivalin-sagt-das-Unsagbare/story/12272059
      oder
      https://bazonline.ch/wetter/allgemeinelage/putins-rivalin-sagt-das-unsagbare/story/12272059

      Auch hier wieder, wie bei Interpol-Fahndung von Bill Browder durch Russland und die Visum-Widerrufung der USA: Bei den deutsche Medien herrscht Grabesstille über dieses Thema. Die Aussagen von Sobtschak liegen aber als Videobeweis vor.

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    16. Alles inszeniert, so wie Surkow das vorher machte (vgl. Salzborn S.16). Quasi eine radikale Gegenkandidatin.

      Dazu auch Galeotti Video in The Moscow Times (und Artikel: https://raamoprusland.nl/en)

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    17. @ Ton Majoor

      Danke für den Hinweis.

      Der Link für den Artikel:
      https://raamoprusland.nl/dossiers/kremlin/751-sobchak-and-the-presidential-reality-show

      Xenija Sobtschak (deutsch) - Ksenia Sobchak (englisch)

      Meine Einschätzung:
      Ob das ganze nur eine Inszenierung ist bleibt abzuwarten. Die "Logik des Bisherigen" würde vermuten lassen das es tatsächlich so sein könnte. Es wäre aber auch möglich, dass eine geplante Inszenierung entgleist. Menschen lassen sich nicht immer missbrauchen für die Machenschaften eines Verbrecherstaates und brechen aus. Es ist schwer vorstellbar, dass die Krim-Aussage Sobtschaks Teil einer Inszenierung gewesen sein soll. Dafür hat sie zu heftige Reaktionen hervorgerufen. Das Auftreten der Dame ist ungewöhnlich selbstsicher und bestimmt (siehe unten das Video). Nicht auszuschließen sollte man auch, dass es im Kreml Machtkämpfe gibt.
      Vorurteile sind aber mit Sicherheit nicht hilfreich.

      Sobtschak im Originalton:
      "During her first press conference since announcing her candidacy, Sobchak said that "according to international law, Crimea belongs to Ukraine. Period"".

      Ksenia Sobchak, presidential election announcement Moscow on Tuesday, October 24
      "In Terms of international law, Crimea is part of Ukraine. Period" - Gibt es bei 34:30
      (Go News English):
      https://www.youtube.com/watch?v=fpiQvD3W4dw

      Auch in der "Moscow Times", im dritten Absatz:
      https://themoscowtimes.com/news/ksenia-sobchak-who-wants-to-be-president-reignites-crimea-controversy-59369

      Als Erste hat die New York Times über die Pressekonferenz berichtet, am 24. Oktober:
      https://www.nytimes.com/2017/10/24/world/europe/russia-sobchak-president.html

      Siehe auch die sehr uneinheitliche Kommentare und Bewertungen hier:
      https://www.facebook.com/berliner.osteuropa.experten/posts/1724501337620877
      und hier:
      https://www.facebook.com/groups/no.put/permalink/1435602263225275/

      Beispielsweise:

      …Alles ist Scheinrealität. Geschaffen für die Gläubigen im Westen…

      …Wer die Verhältnisse in Russland kennt, hat hohen Respekt vor der Krim Aussage. Normalerweise traut sich das keiner und niemand weiß, ob das nicht noch Konsequenzen für die Frau nach sich ziehen wird. Klar kam es dem Kreml recht, dass es eine Alternative zu Nawalny gibt. Das könnte sogar ihre Rettung sein. Nawalny darf nicht zur Wahl antreten und mit einer Gegenkandidatin wirkt die nächste Wahl doch demokratischer für die Öffentlichkeit. Wir wissen, dass die Dame niemals die Chance bekommt und diese Wahl gewinnen könnte, selbst wenn Sie diese nach Stimmen gewinnen würde. Fakt ist, wer in Russland etwas Negatives über die Krim Annektion sagt, sieht sich vor dem Richter. Und eines noch, …in einem Russischen Gefängnis würden die wenigsten hier überleben. Kein Hotel 4 Jahreszeiten mit Einzelzimmer wie in Deutschland. Kein soziales System, welches die Familie versorgt, wenn plötzlich der Lebensunterhalterzeuger im Knast sitzt.…

      …Boris Nemtsov war doch auch nicht "unter Kontrolle", oder warum war es sonst nötig ihn umzulegen? Und warum wohl wird Navalny in einem fort schikaniert und mit Verfahren eingedeckt - doch nicht etwa, weil er "unter Kontrolle" ist, so sehr, dass er mit Enthüllungen Medvedev demontieren darf? - ich glaube, es ist zu pauschal, alles "unter Kontrolle" zu sehen und damit abzutun. Allmächtig ist niemand, nicht mal Putin in seinem Spinnennetz…

      Ich meine dazu: Warten wir es ab, die Hoffnung stirbt zuletzt.

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    18. Sobtschak ist Politologe und gehört zu Putins proxys (‘Patentochter‘), anders als Nemzow und Nawalny.

      http://www.nytimes.com/2012/07/08/magazine/ksenia-sobchak-the-stiletto-in-putins-side.html

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  14. Lesenswert: Jan Fleischhauer über den Kampf gegen den "Aufstand von Rechts", Götz Kubitschek und co.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jan-fleischhauer-kampf-gegen-rechts-kolumne-a-1174855.html

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    1. Ebenso lesenswert:
      Pegida-nahe Buchhändlerin beklagt 'Gesinnungsdiktatur' - Überheblich und geschichtsvergessen
      (taz 19.10.2017)

      http://www.taz.de/Pegida-nahe-Buchhaendlerin/!5456188/

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  15. Wir brauchen eine ökologische und konservative Politik. Außerdem eine Reform des Christentums. Gott ist kein Schöpfer (und keine Person).
    Ein Mensch sollte seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Es ist wichtig, gesundheitsbewusst zu leben und sich unegoistisch zu verhalten. Es ist sinnvoll, die körperliche Leistungsfähigkeit zu vergrößern, diverse Herausforderungen zu meistern, die Natur zu schützen usw. Und dann sollte man sich morgens unmittelbar nach dem Aufwachen auf einen Wunsch konzentrieren und sich (nochmal) in den Schlaf sinken lassen. Durch Traumsteuerung (oder im halbwachen Zustand nach dem Aufwachen) kann man zu mystischen Erfahrungen und Wunderheilungen gelangen. Der Mensch (genauer: das Ich-Bewusstsein) kann mystische Erfahrungen nicht bewirken, sondern nur vorbereiten. Bestimmte Meditations- und Yoga-Techniken, Hypnose, Präkognition usw. sind gefährlich. Man sollte sich nur dann einen luziden Traum wünschen, wenn man durch Traumdeutung herausgefunden hat, dass dies im Sinne Gottes ist. Oder man kann sich vor dem Einschlafen wünschen, dass sich nur Dinge ereignen, die im Sinne Gottes sind. Es ist gefährlich, während eines luziden Traumes zu versuchen, den eigenen schlafenden Körper wahrzunehmen. Luzide Träume dürfen nicht durch externe (z. B. visuelle) Reize herbeigeführt werden. Die Bedeutung eines symbolischen Traumgeschehens kann individuell verschieden sein und kann sich im Laufe der Zeit ändern.
    Es bedeutet eine Entheiligung der Natur, wenn Traumforscher die Hirnströme von Schlafenden messen. Die Wissenschaft darf nicht alles erforschen. Es ist z. B. gefährlich, wenn ein Mensch erforscht, ob er einen freien Willen hat. Es ist denkbar, dass ein Mensch gerade durch die Erforschung der Beschaffenheit des Willens seinen freien Willen verliert. Zudem besteht die Gefahr, dass ein Mensch verrückt wird, wenn er sich fragt, ob das Leben nur eine Illusion ist (wie es manchmal im Buddhismus geschieht). Das Leben ist real. Es kann in Teilbereichen auf wissenschaftlichen (und technischen) Fortschritt verzichtet werden. Es ist z. B. falsch, Hochgeschwindigkeitszüge zu bauen. Man sollte möglichst dort wohnen, wo man arbeitet (wodurch viele Autos überflüssig werden). Es ist sinnvoll, überflüssige Arbeiten und Dinge (Luxusgüter, Werbung, Geldverleih usw.) abzuschaffen. Der MIPS muss gesenkt werden (ein Öko-Auto fährt über 50 Jahre, ein 1-Liter-Auto spart Sprit usw.). Ein Mensch kann im kleinen und einstöckigen 3-D-Druck-Haus (Wandstärke ca. 10 cm) mit Nano-Wärmedämmung wohnen. Wenn die Menschen sich ökologisch verhalten, vergrößert sich die Wahrscheinlichkeit einer günstigen Erwärmung im Winter. Denn das Klima ist (so wie das Leben) in der Lage, sich positiv weiterzuentwickeln. In der Medizin sollte u. a. die Linsermethode gegen Krampfadern (auch dicke) eingesetzt werden. Es ist wichtig, den Konsum von tierischen Produkten zu reduzieren oder einzustellen. Zudem kann man untersuchen, ob es wirklich Fälle von Nahrungslosigkeit (z. B. bei Katharina Emmerich) gibt. Die berufliche 40-Stunden-Woche kann durch die 4-Stunden-Woche ersetzt werden (bei Abschaffung des Renteneintrittsalters). Wenn die Menschen sich richtig verhalten, werden die Berufe zukünftig zunehmend und beschleunigt an Bedeutung verlieren.

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    1. Vielen Dank für die interessanten Anregungen!
      :-) Du sprichst von »Traumsteuerung« — ich hatte zuerst „Traumbesteuerung“ gelesen.

      Wär das nicht auch noch was für Deine Aufzählung? Träume besteuern, abhängig vom jeweiligen Trauminhalt.
      Wer nicht gelernt hat, seine Träume in steuerfreie Inhalte zu steuern, ist selber schuld.
      Es ergäbe sich eine verläßliche Einnahmequelle für jedwede „Meinungsdiktatur“.

      Ich stimme Rainerzu: Lasset uns wachsam sein.
      Man sollte sich rechtzeitig mit Alu-Nachtmützen versorgen...

      :-) Herzlichen Gruß in die wachsame Runde!

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    2. "Es ist sinnvoll, überflüssige Arbeiten und Dinge (Luxusgüter, Werbung, Geldverleih usw.) abzuschaffen"

      Typische Einstellung von Menschen, die nicht nur eine Meinungsdiktatur wollen, sondern auch noch ein realwirtschaftliches Zwangssystem. Die sich selbst anmaßen zu entscheiden was für die Allgemeinheit überflüssig zu sein hat und was nicht, und in der Folge - die menschliche Freiheit mit Füssen tretend - moralinsaure Sprüche loslassen von wegen was wir tun dürfen, sollen, müssen und was nicht.
      Grauenvoll, aber so sind "ökologisch" und esoterisch angehauchte Zeitgenossen nun mal.
      Aber etwas Positives hat es dennoch, wenigstens bestätigen sie uns, daß wachsam sein wirklich nicht schaden kann!

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    3. Es kommt vielleicht drauf an. Mit 17 und manchmal auch noch bis ins 29. Lebensjahr hatte ich ähnliche Gedanken, und glaubte, es könnte alles "ganz einfach" sein. Es waren das Zeiten, in denen ich sehr sehr vereinzelt und höchst vereinsamt war. Nicht unbedingt aus eig'ner Schuld, oder - wegen - solcher vereinfachter Gedanken. Tatsache jedoch ist: Es war ein Tunnelblick. Aus Entbehrungen, aus Entsagungen entstanden. Lieber "Ökotheosoph": Dir ist bewußt, daß sie nicht zum Thema dieser Kommentare gehören, Deine Vorschläge zur Optimierung der Menschenwelt auf Erden. Sicher doch. Im Augenblick mag Deine eigene Biographie für Dich wichtiger sein, als ein direkter Blick hinaus in die große(n) Realität(en) dieser Welt. Du glaubst gar nicht, wie unermeßlich differenziert und vielfältigst diese Welt ist, die Du glaubst, mit ein paar groben Edikten formen zu können, wie einen kruden Batzen Lehm, und die Wissenschaften und all die Technik gehört dazu. Im Augenblick mag ich nicht diskutieren, und auch die Themen hier sind anderer Natur. Nur, ich bitte Dich, ehe Du Dir selbst schadest, falls Du noch etwas jünger bist. Öffne um Deinetwillen all Deine Sinne und Antennen, wage es, anderen Ansichten als "Ökologische" und "Theosophische" in Deiner Welt eine Chance und Stimme zu gewähren. Auch wenn Dich manche Personen, ob Familie, Freunde, Job falsch, ungerecht oder schlecht behandelt haben, und Dir dazu "Wissenschaft", "Staat" und "Realität", "Fortschritt" schlagwortartig an den Kopf geschleudert haben, so daß Dir jetzt all das verleidet sein mag. Sei eben jetzt mal unverstanden, und halte das aus, und halte durch. Verstecke Dein Leben und die Zeiten, die Dir vielleicht noch kommen wollen, nicht in der "esoterischen" Ecke, dort wird Deine Seele ohne "Nahrung" und Anregung bleiben, und ohne Herausforderung wird Dein Licht schwach und schwächer leuchten. Auch - erfolgreiche - Erwachsene aus der z.B. "theosophischen" Welt reden, nur viel komplizierter Sätze wie: "Man sollte möglichst dort wohnen, wo man arbeitet (wodurch viele Autos überflüssig werden)." Darum ist jeder Mensch, der sich für "spirituell" hält, so realitätsfremd, denn wer die Wanderungen (Migration) der Menschheit abstreitet, den Handel, den kulturellen und technologischen Ausstausch, und glaubt, die Menschen hätten alle nur ausschließlich ihr Leben als Stämme an "ihrem Ort" zugebracht, für den muß die Erde Scheibe werden, begrenzt vom Horizont. Wenn wir sehr alleine sind, ist das auch so. Es spielt ja offenbar keine Rolle: Wenn wir Schuhe tragen, ist die ganze Erde mit Leder bedeckt.. lg. mischa

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    4. "Du glaubst gar nicht, wie unermeßlich differenziert und vielfältigst diese Welt ist"

      Einer schlimmer als der andere!
      Mischa geht sogar noch einen Schritt weiter als der Öko-Theosoph.
      Er sagt nicht nur, was richtig und falsch ist, bezüglich dessen was wir zu denken und zu glauben haben.
      Nein, er sagt auch noch - unzeitgemäß verpackt in urväterlich altmodische und (aber nur vermeintlich) gut gemeint klingende Ratschläge - jemandem den er gar nicht kennt etwas, was dieser andere schlichtweg effektiv glaubt oder nicht glaubt.

      Ein höheres Roß ist schwer vorstellbar, umso leichter deswegen natürlich der Fall.

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    5. Es wäre schön, wenn ihr euch nicht alle mit "Anonym" bezeichnet, damit ich euch auseinander halten kann. Man kann meine Gedanken nicht einfach als "Esoterik" abtun. Denn auch in der christlichen Mystik (z. B. bei M. Porete, bitte googeln), finden sich ähnliche Gedanken.

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    6. Marguerite Porete
      Ich bekenne es Euch, Frau Liebe, sagt diese Seele: Es gab eine Zeit, da stand ich im Dienst der Tugenden, aber jetzt hat Eure Vornehmheit mich daraus befreit. Und deshalb kann ich jetzt zu ihnen sagen und singen:
      Tugenden! Ich nehme Abschied von euch für immer! Mein Herz ist nun ganz frei und heiter gestimmt.
      http://www.marschler.at/worte-porete.htm

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    7. Lieber Ton - Danke für Porete, ein interessanter Gedanke!
      Lieber Öko-Theosoph, Mischa hatte unterschrieben mit "lg Mischa" ;) der andere Anonym ist unser "Rudolf" (einst auch unter "Rudolf Steiner" - Nick bekannt).

      Zur Meinungsdiktatur mal etwas: Kann es nicht sein, dass so einige die sehr oft oder ständig vermeintlich Freiheit und freie Meinungsäußerung etc. im Munde führen, durchaus viel größere Meinungsdiktatoren sein können, vor allem wenn sie, so ganz nebenbei oder auch offensichtlich, ihr Freiheits-Gebaren eigentlich nur mit Ihren Verschwörungstheorien o.ä. vermengen und (eigentlich) so verstanden haben wollen? ;)

      Mischa ist doch sehr wohlwollend und explizit auf Öko.Th. eingegangen, da kann dieser doch einfach schauen ob was brauchbares für ihn dabei ist oder nicht, ist also seine bzw. deren freie Sache ;) Ist doch auch viel konstruktiver als so manche diffuse Freiheits-Phrase ;))

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    8. Porete? Boah, was ein pathetisches Schmus! Oder? Es sprechen die Stimmen. Langsam bin ich aber wirklich zu alt dazu....

      Viele wissen im übrigen nicht, daß zum Beichpiel Khalil Gibran, der auch schon so manche Tränendrüse über Gebühr gemolken und manches Poesiealbum mit seinen auf höhere Eingebung machenden Gesängen tapezierte, Alkoholiker war.

      Mystik, Alkohol, verzweifelte sexuelle Ausschweifungen, falls man überhaupt dazu Gelegenheit erhält, liegen nah beinander, dazu auch das Jojo dazu, verzweifelte Abstinenz und extremste Entsagungen, und so pendelt das bei manchem ein dreiviertelses Leben lang. Ist nix besonderes. Modelle gehen in Serie, das ist eben so.

      "Praktisch" nur, daß man die Dramatik, die öfter dahinterliegt, im Netz nicht sieht, bzw. Khalil Gibrans Büchern kein bißchen anmerkt. Wer war Gibran? Ein weiser bärtiger Heiliger, mit einem Turban, der stets ein rechtschaffenes Leben lebte. So denkt es sich "mit der Schablone".

      Wie aber eine persönliche Realität hinter der Poesie, auch pathetisch "hoher Poesie", ausschaugt, das erfährt der wahrhaft interessierte Geheimschüler (der sich für die Hintergründe, nicht allein für die Fassaden, des Lebens und der Gesellschaft, der Natur usw. interessiert) zum Beispiel schön beschrieben in Thomas Mann's Kurzroman "Tonjo Kröger"!

      Warum denn das? Weil man nach der Lektüre eines Kurzromans wie zum Beichpiel "Tonjo Kröger" ein bißchen vertiefter um die Schmerzen und um die persönliche Tragik und Biographie eines Dichters an sich weiß.

      Wer seine "Bühnenidole" hinterfragt, statt sie nur anzubeten, der kann beginnen, Khalil Gibran, den Menschen hinter den Versen vom Buch "Der Prophet" zu lieben, und ihn zu sich ans Herz zu nehmen. Und dennoch mögen die Verse dann noch weiterhin so erscheinen, als wären sie wirkliche Eingebungen aus einer verzauberten golden dämmernden Märchenwelt, die voll Trauer ist, den Menschensohn verloren zu haben, der durch die Welt irrt, taub für die Sphärenstimme der Großen Göttin, der trauernden Göttin, der endlich der Dichter Gibran wieder auf Erden menschliche Worte zusammensuchte, um ihr Anliegen sichtbar zu machen. Oder sowas ...

      "Böse Psychologen" behaupten, daß mit der Aufarbeitung einer starken Bindung von Seiten der Mutter zur Mutter gerade bei Männern der oft belastende und zu Selbstüberschätzung führende Hang zu Tränen und Pathos und mystischer Sühnestimmung entschärft wird, und eines Tages sogar verschwindet. lg, mischa

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    9. Aber betreff "Porete" hab' ich jetzt ganz daneben gelegen. :-))

      Eine "Ketzerin" offenbar, sage und schreibe um 1250.

      Also kein neuromantisches "Zeug" aus dem "fin de siecle" um 1900, wie ich zuvor vermutete. Aus der Ära des Jugendstil. Sondern echtes Mittelalter.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Margareta_Porete

      Trotzdem wird die Rezeption in unseren Tagen, so vermute ich, in einem ähnlichen Muster verlaufen, wie Gibran-Lektüre.

      Und da gilt: Ich bin da inzwischen zu alt und "zu alt" dazu, um mich dafür so zu erwärmen, als sei dieses Schrifttum ein Evangelium aus "geistigen Höhen", ein unbedingter unhinterfragbarer Lebensleitfaden, und so Sachen halt. lg, mischa

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    10. Lieber Mischa, ja an Gibrans Propheten habe ich auch sofort gedacht (und dass er angeblich Alkoholiker war wusste ich auch und Jean Paul liebte das Bier usw. ;)stört mich aber nicht ;)...Aber sag mal, bist du wirklich schon sooo alt? oder machst du dich manchmal nur älter als du bist? ;))

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    11. Was Tugenden betrifft - Ach, ich finde so manche Tugend mittlerweile schon sehr hilfreich, z.B. Verlässlichkeit und ja, auch Pünktlichkeit oder halt gewisse Ethiken usw.
      Warum sollte ich das aufgeben? Ich lebe ja nicht allein auf einer 'paradiesischen Südseeinsel' im Dauer-Schillmodus ;) Naja, obwohl, ne zeitlang war ein Ausscheren sicher ganz sinnvoll...eine Art Überdenken und Metamorphose der Tugenden fand statt, das schenkte zumindest mehr Gelassenheit und Nachsicht, hoffe ich...damals, in den goldenen 1970er und 80er Jahren ;))


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    12. Das weiß ich manchmal selber nicht. Man ist so steinalt, wie man sich fühlt. Und manchmal fühle ich mich schwer alt. Gut, ich sage mal lieber "desillussioniert". Was aber angesichts des postfaktischen Zeitalters ein ausgewogener Gemütszustand ist. Es ist nicht unbedingt ein physisches Alt-Sein gemeint. Das müßtest Du eigentlich wissen, aber Danke der anteilnehmenden Nachfrage, klar. lg, mischa

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    13. Mischa, mach mal wieder 2 Tage Urlaub in DORNACH, danach fühlst Du Dich wieder blutjung...

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    14. Jetzt aber Achtung! Denn siehe! Ich habe eine Nacht darüber geschloofen!

      Die, ähm, Poree, die Frau Lauch, quatsch, die mittelalterlich, früh-st-neuzeitliche Schriftstellerin und Mystikerin Margareta Porete ("Porete" sei ein Beiname, kein Familienname, heißt es) ist auf jeden Fall, wenn man sie nicht kennt, ein zu füllender Hohlraum, den man Bildungslücke nennt! Beuget die Knie, denn hier hat eine Frau geschrieben, in einer klerusbeherrschten Epoche, wo das A...ch, der Bischof von Soundso natürlich gleich, rituell, ihre Schriften erstmal verbrennen mußte.

      Die Primaten und das Feuer. Eine unselige Geschichte, die da mit Faustkeil und Feuermachen begonnen hat. Da kam dieses Wesen, was etwas feiner und klüger war, als der Rest, ersteinmal in den Kerker, und wurde dann umgebracht. Und tatsächlich klassisch verbrannt.

      Etwas, was der Hildegard von Bingen, die ca. 150 Jahre früher gelebt hatte, aber in ihren Schriften für den Klerus wesentlich unproblematischer war, dennoch schnell ähnlich - trotz allem - passieren können, wenn das Personal, mit dem Hildegard es zu tun hatte, nicht glücklicherweise ein Fitzelchen intelligenter gewesen wäre. Man weiß jedoch, daß Hildegard von Bingen zudem die Bewegung der Beginen, Margarete gehörte zu diesen, die es zu Hildegards Zeit schon gab, heftig abgelehnt hat. Braves Mägdlein halt. http://www.maria-jonas.de/de/klosterfrauen

      Aber was sich Margarete Porete damals schriftstellerisch geleistet hat, muß dermaßen die Normen und die "zwangsverheiligenden" Unterdrückungsverhältnisse provoziert und in Frage gestellt haben, wie es höchstens die Katharerlehre, in der Gegend um Toulouse und in der Gegend um das Langeudoc Rousillon ("Okzitanien", östl. Katalonien) zuvor im geschafft hatte. Die Geschichte mit den freien fast demokratisch unabhängigen südfranzösischen Stadtstaaten ist ja auch böse ausgegangen. Die Katharerlehre war zwar "streng", aber - verlangte - diese "Strenge" der Entsagung nicht, man mußte nichts müssen müssen!

      Der machtpolitische religiöse Glaubensterror richtete sich gegen Albanenser, Waldenser, Albigenser, das waren offenbar traditionelle Schulen, Varianten der Katharerlehre.

      Ob noch Querbezüge vom Beginentum, dem Margarete Porete angehörte, zum bereits offiziell bekämpften Katharertum vorliegen, müßte man mal überprüfen. Es ist in etwa die gleiche Epoche.

      Denn wenn es um das Zurückweisen des mittelalterlichen Tugendkanons geht, geht es ja wohl nicht um die Zurückweisung des Strebens nach Reinheit, sondern um das Zurückweisen der Reglementierung.

      Es geht nicht um eine moderne "Umwertung der Werte"!

      Wahrscheinlich ging es auch um die Bloßstellung der Doppelbindungen und Doppelmoral des spätmittelalterlichen frühneuzeitlichen Glaubensterrors. Man müßte das dann alles erst einmal im Kontext der Zeit zuerst sehen, um anschließen beurteilen zu können, was am Werk der Margarete "zeitlose Bedeutung" haben kann.

      Ich sag das, weil für "uns" heute viele Freiheiten fast wie oder ganz selbstverständlich sind, die in einem solchen Werk, wie dem von der Porete, thematisiert werden. Was sollen wir in der fernen Vergangenheit herumrebellieren? Eventuelle Bedrückungen der Gegenwart haben dazu vielleicht kaum einen Bezug? Mmmh. Es ist m E sicher eine unbedingte Bereicherung, das Werk dieser Frau zu kennen. Oft frage ich mich bei solchen Schicksalen, ob es wirklich wert war, sich ermorden zu lassen, wo doch die Schlechtigkeit der Welt so offensichtlich war, daß sie ihr Buch doch hätte besser geheimhalten sollen, als freiwillig mitten ins Messer zu laufen, bzw. auf den brennenden Holzstoß? lg, mischa

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    15. Alles klar Mischa :) Und ja doch, hätte mich auch gewundert wenn du auch physisch schon um Jahre gealtert wärst ;) Ich wünsch dir was :)
      Aber stimmt, alles nicht so einfach in diesen Zeiten...
      Ich finde, man muss sich manchmal richtig anstrengen den alten Zauber wieder herbei zu locken oder zu bewahren...Kurz mal die Medien aus, in den Wald gehen oder in den verwunschenen Garten, einem Zaunkönig oder Rotkehlchen lauschen (solange es sie noch gibt) oder eine schöne Musik hören...in Dornach ? ;)) naja ;))
      Ich sage mal, 'Dornach' ist doch überall :))

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  16. The Putin Files. U.a. gewagtes Interview (Juli 2017) mit der russischen Journalistin Albats (New Times) über Putin und Demokratie:

    “He’s a professional liar. To lie is what he was taught in the Intelligence School. He knows the art of pretendance. That’s what he was told in the Intelligence School.

    … in his KGB mentality, there is no freewill. He just doesn’t understand this. You know, all these ideas about values, freedom, democracy, rule of law, he believes that this is nothing but chattering; that that’s what Western powers are trying to present their values. But in fact everywhere, countries are run exactly as Russia is run.

    … Putin doesn’t have this memory and doesn’t have this fear. He is investing a hell of a lot of resources and money and manpower, everything, into Russian military-industrial complex. He’s preparing for another war.
    … Putin is not just cynical guy or KGB guy or, you know, undemocratic guy. Putin is not just some man who doesn’t respect borders or sovereignty of elections in another country. Putin is a bad man, and Putin is a dangerous man.”
    http://www.pbs.org/wgbh/frontline/interview/yevgenia-albats/

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    3. Habe ich nicht gekannt. Eine Fundgrube. Danke!

      Als Ergänzung dazu:

      Putins frühe Jahre
      Schon in seiner Zeit in Dresden, als einfacher KGB-Referatsleiter, zeigt Wladimir Putin jene Rücksichtslosigkeit und Härte, die ihn später in das Amt des russischen Präsidenten katapultieren. CORRECT!V hat in einer aufwändigen Recherche jene frühen Jahre rekonstruiert. Putin plant damals, einen Wissenschaftler mit pornografischem Material zu erpressen, er führt einen berüchtigten Neonazi unter seinen Informanten – und verzeiht jenen Kollegen alles, die ihm bedingungslos ergeben sind.
      https://correctiv.org/recherchen/system-putin/artikel/2015/07/30/putins-fruehe-jahre/

      und neu:

      Streng geheim!? Putins Karriere beim KGB in Dresden
      Am 5. Dezember 1989 sah Putin, wie wütende DDR-Bürger das benachbarte Stasi-Hauptquartier stürmten. Als er merkte, dass auch der KGB nicht vor einer Erstürmung sicher war und in Moskau niemand auf seine Warnungen hörte, entschied Putin sich dazu, selbst zu handeln. Der Zeitzeuge Siegfried Dannat erinnert sich, wie Putin das Gebäude verließ und den Menschen höflich und in fließendem Deutsch erklärte, dass es sich bei dem Grundstück um russisches Territorium handelte, und dass die Wachen bereit wären, auf eventuelle Eindringlinge zu schießen. So gelang es Putin, die Demonstranten von einer Stürmung des KGB-Quartiers abzuhalten und Blutvergießen zu vermeiden.
      In den Tagen nach diesem Ereignis bereiteten die russischen Offiziere ihre Abreise vor. Während die wertvollen Gegenstände nach Moskau gebracht wurden, wurden alle anderen Akten, die etwas mit dem KGB in Ostdeutschland zu tun hatten, vernichtet. „Wir haben so viel Papier verbrannt, dass der Ofen kaputtging“ sagte Putin später.
      https://de.rbth.com/deutschland_und_russland/menschen/2017/08/09/streng-geheim-putins-karriere-beim-kgb-in-dresden_819072

      Hier ein Blick auf die ehemalige Villa des russischen Geheimdienstes KGB in der Dresdner Angelikastraße 4 – eine Villa mit Geschichte. Zu DDR-Zeiten war dieses Haus die Spitzelzentrale des sowjetischen Geheimdienstes KGB. Auch Wladimir Putin war von 1985 bis 1990 hier stationiert:
      http://www.mdr.de/zeitreise-regio/kgb-villa-dresden100-resimage_v-variantBig16x9_w-1024.jpg?version=29415

      Ein neueres Bild dieser einst gefürchteten Adresse: Das Rudolf Steiner Haus in Dresden. In dieser Villa ist die heute die Anthroposophische Gesellschaft beherbergt und das Seminar für Waldorfpädagogik Dresden
      http://puheenvuoro.uusisuomi.fi/sites/default/files/imagecache/biggest/domain-1374/kuvat/ang.jpg

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    4. Und es liest sich sehr flüssig, wenn man kein Englisch als Mutter - oder Alltagssprache hatte. :-)
      Die Mentalität der alten KGB-Führung, und der späteren Kremlspitze nach Jelzins Abdankung und Tod, die Einstellung zur Welt, die da beschrieben wird, erinnert an die Mentalität vieler Menschen, die in Problembezirken leben, und nicht recht wissen, ob denn einem nicht eine Lüge die Kraft verleiht, wenn man nur fest genug daran glaubt, durch das Wünschen die Welt zu verändern.
      Zwar ist man höchst schlau und scharfsinnig, was das Mißtrauen gegen Alles und Jeden betrifft, achtet peinlich auf den letzten Rest sozialen Stellenwert und das bißchen Anerkennung, was einem in seinen paar Peer Groups verblieben ist, mehr noch, als auf die letzten Ersparnisse und den illegalen Revolver unterm Kopfkissen.
      Aber die Sicht auf die Dinge ist rauschhaft, so auch die relativierende Einstellung zu übergriffigen Lügen und Notlügen.
      Auch in Demokratien mit gut gesicherten und bodenständigen Wertekanons ist die Bereitschaft zu Rausch und Wahnsinn immer latent da. Man sieht das in der Psycholehre des Familienaufstellungs-Totenbeschwörers Bert Hellinger, dessen magisches Weltbild in der Behauptung kulminierte: "(Das) jüdische Volk (findet) erst dann seinen Frieden mit sich selbst, mit seinen arabischen Nachbarn und mit der Welt, wenn auch der letzte Jude für Hitler das Totengebet gesprochen hat" ("Mit der Seele gehen", 2001, S. 50). Natürlich bedürfen solche kulminierenden Aussprüche in unseren Tagen einer Vorbereitung, um das gut verankerte realistische Empfinden des modernen Zeitgenossen etwas zu lockern.
      Durch die Extreme sog. Neurolinguitischen Programmierens und Positiven Denkens geht aber das tatsächliche Verantwortungsgefühl verloren, und das zwischen den Polen von Gut und Böse verankerte Gerechtigkeitsempfinden auch. Die KGB- und Kreml-Propaganda macht Lüge, Positives Denken, Relativieren der Logik der Schuldkausalitäten usw. zur Doktrin. Man versucht die Öffentlichkeit selbst in einen rauschhaften Wahn zu versetzen, in dem vieles greifbar möglich erscheint, was in Wirklichkeit niemals realisierbar sein wird. Und das - eigene -Mißtrauen gegenüber fremden Gesellschaften und Staaten wird zum "Indiz" für deren eventuelle sehr böse Absichten.
      Auf ähnliche Weise kommen in Problemvierteln Kneipenschlägerein zustande "Mir gefällt dein Gesicht und dein schäles Lachen nicht!" wird einem überraschtem Fremden gesagt, der gerade arglos lächeln mußte. Oder das leutselige "Wir sind ja alle nur Menschen, nicht? Und, mich würd' mal interessieren, weil meine Cousine auch gerne fein essen geht, wo Sie da so hingehn, was Sie empfehlen?" wenn man einen Fremden aushorchen will... Irgendwie verständlich, wenn das Kriminelle und eine gewisse Art des "Spirituellen" zueinander in rauschhafte, wahnhafte Resonanz gehn können, in der Erwartung des gruseligen Furchtbaren, und des strahlend Wunderbaren auch ..lg, mischa

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    5. Nach Video- und Audio-Analyse beschreibt David Satter den Mord an Nemzow jetzt als eine Militäroperation unter Leitung von FSB-General Kornienko.
      http://www.nationalreview.com/article/453266/boris-nemtsov-assassination-russia-evidence-vladimir-putin-regime-guilty-chechen-leader-ramzan-kadyrov

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    6. An einem symbolträchtigen Ort (vor den Mauern des Kremls) sollte, unübersehbar, ein Exempel statuiert werden. Der Lerneffekt blieb nicht aus. Es wurde sehr gut verstanden woher die Warnung kam, wer sich angesprochen fühlen sollte und was damit bezweckt wurde. Eine Methode des Mittelalters, wenn der Feind gut sichtbar an der Stadtmauer aufhängt wurde damit der nächste sieht was ihn erwartet wenn er zu nah kommt:
      Meinungsterror, Denkverbote und totale Machtentfaltung in einer perfekten Inszenierung und Tarnung wie sie perverser nicht sein kann. Es ist das Markenzeichen Putins und seiner Mafia.

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    7. "Meinungsterror, Denkverbote und totale Machtentfaltung....................Es ist das Markenzeichen Putins und seiner Mafia"

      Vielleicht nur ein kurzer Gedankenblitz zum heutigen 500 jährigen Jahrestag von Luthers Thesen......
      Selbst in Freiheit denken zu können und zu dürfen, diese Forderung ist aktueller denn je. Das Angstmachmonopol zu durchbrechen, war sicherlich auch ein Anliegen Luthers, sich das sagen zu trauen was man denkt, dort stehen zu dürfen wo man wirklich steht und gar nicht anders stehen kann.

      Denn wirkliche Angst macht nicht der Führer eines europäischen  Staates und schon gar  nicht die aus der Zeit gefallene  und einen Keil in das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschheit treibende gebetsmühlenhafte Propaganda gegen diesen Staat und somit auch gegen einen Kulturkreis mit dem wir sicherlich mehr historische Bande und kulturelle Gemensamkeiten haben als mit demjenigen der derzeitigen Anführer der Welt.
      Angst macht heute das Abhandenkommen  der Fähigkeit des eigenständigen Denkens und der Verlust des Mutes dort zu stehen wo man in Freiheit nicht anders stehen könnte.
      Und das liegt nicht an Putin, sondern nur an uns selbst.

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    8. Luther traute sich aber auch und stand ‘eigen‘ als aggressiver Antisemit und Anti-Islamist.

      Der russische Kulturkreis macht kein Angst. Der heutige russische Zar und Staat (Gerassimow-Doktrin) umso mehr.

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    9. Ja, nun, hm. Mit Luther und der Ziffer 500 auf der Bühne stehn. Kann man machen. Ich mochte solche 1000 Jahr Feiern und all das nie. Die politische Klasse behängt sich mit Schmuck und hält Vorträge. Wer da dann hinmuß, es ist sicher für manchen praktizierenden Akademiker wie der Besuch bei der Schwiegermutter, bindet sich dann halt mal wieder die Krawatte. Und manchmal wird es ganz nett. Eine Rede wird überraschend gut. Na also, und das Schnitzel war auch ganz in Ordnung.

      Für den russischen Kulturkreis und unsere russischen Freunde gilt es, sich von einer "Fremdherrschaft", einer "quasi mongolischen" zaristisch/stalinistischen (post..) nenn ich sie mal, - Mentalität - zu befreien. Das haben ja viele getan, seit es in Rußland eine Mittelschicht mit etwas Einkommenserwerb gibt, und nicht nur ohnwillige und ohnmächtige Prekariatsklientel versus schicker Oligarchen. Da trau ich mich wirklich nicht unbefangen mitzureden. Mit einem Touristenvisum ist es dort nett. Leben in dieser Welt ist so eine Sache.

      Was der Haustroll, der stets treulich aufknurrt, wenn die Sachen relevant zu werden anfangen, zu "Luther" sagt, zu der Vorstellung des zur Zeit offiziellen "5oo Jahrfeiers Luther", der "furchtbefreite Standfestigkeit und pragmatisches soziales Gewissen" im Erziehungstheater der aktuellen Lutherfilme vermitteln soll, der Antisemit "kommt später" :-)), zur 506,7 Jahrfeier dann...

      Ja, die Aufrichtigkeit, die sich von Furcht befreit, die hat Boris Jefimowitsch Nemzow bewiesen. Er war es, der vieles aufdeckte, was sich im Sumpf des vom Organisierten Verbrechen besetzten Rußland verspinnennetzt und verkrallt hat, augenzwinkernd Chaos, Ohnmacht, Verwirrung verbreitet. Seine Tochter führt nun sein Vermächtnis fort. Wir können uns informieren. Und uns mehr und mehr ein Bild machen. Das danken wir diesen unerschrockenen Menschen, die keine so einflußreichen Beschützer ( keinen Kurfürsten Friedrich der Weise von Sachsen ) im Hintergrund haben, wie einst Luder, Lotter usw. (der sich erst später "Luther" schrieb). lg. mischa

      Organisiertes Verbrechen, Drohen, Kassieren, Lügen und Schweigen, und das andere da auch ... ist eine Gegenwelt, die in der menschlichen Gattung so fest verankert ist, wie schlaue Dummheit und instinktive Intriganz. Sollte je ein Weltfrieden zustande kommen, sollte je der allem religiösem Weltentsagen innewohnende Selbstvernichtungswahn der menschlichen Gattung durch liebevolle Erziehung und sorgende Therapie gebändigt werden, so wird das Organisierte Verbrechen Zuflucht und Zukunft des Bösen sein. Wer das Böse gesehen hat in seiner tiefsten Ohngestalt, weiß das.

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    12. "…der Haustroll, der stets treulich aufknurrt, wenn die Sachen relevant zu werden anfangen…"

      Mischa, treffender könnte ich es nicht formulieren!

      Das Weltbild des Haustrolls (bekanntermaßen Mittglied im "Völkischen Verbund Deutscher Fassadenkratzer e.V."):

      Er zelebriert den "Führer" eines europäischen Staates und unsere "historische Bande und kulturelle Gemeinsamkeiten" mit dem Staat dieses Führers. In Gegensatz dazu sieht er den derzeitigen "Anführer der Welt" (zur Orientierung, damit sollte wohl unausgesprochen gemeint sein: das Imperium USA, der anglo-amerikanische Vertreter des bösen Westens) und stellt damit selbstverständlich indirekt die historische Bande und kulturelle Gemeinsamkeiten mit Land und Bevölkerung dieses Staates im Frage. Und er beklagt die "gebetsmühlenhafte Propaganda", das "Abhandenkommen der "Fähigkeit des eigenständigen Denkens", der "Verlust des Mutes" und das "Angstmachmonopol".

      Das alles lässt tief blicken. Putins Haustrollen sollten sich dabei aber gelegentlich mal die Frage stellen wer nun wirklich gebetsmühlenhafte Propaganda verbreitet und für wen. Da ist es mit der Fähigkeit des eigenständigen Denkens meistens nicht weit her. Und das Betreiben eines Angstmachmonopols? Zugunsten des Zaren im Kreml gehört es zum Alltag aggressiver Propagandisten der Neuen Rechten und ihre Verschwörungsphantasien.

      Es muss wiederholt werden: Es zeigen sich auch hier mal wieder Verschwörungsmythen als die negative Projektion seelischer Affekte ihrer Verbreiter. Was diese Verbreiter dabei im Sinne haben, auch das muss wieder gesagt werden, verspricht nichts Gutes.

      Zu Ton Majoor:
      Der "heutige russische Zar und Staat (Gerassimow-Doktrin)", verursacht er Angst?
      Ja, diese Feststellung ist mit Sicherheit berechtigt, er kann und soll Angst verursachen. Da steckt mit großer Wahrscheinlichkeit sogar Absicht dahinter. In Russland, exemplarisch dazu der Fall Boris Nemzow, aber auch weltweit. Zur Verbreitung von Meinungsterror, Denkverbote und zur Vorbereitung der Sprungbretter zur Macht.

      Er sollte deshalb zu Wachsamkeit angespornt werden. Da sind heute Mut und eigenständiges Denken gefragt. Das ist die Herausforderung der Gegenwart.

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    13. Ganz aktuell und passt zum Vorherigen:

      Auf der Webseite vom "Völkischen Verbund Deutscher Fassadenkratzer e.V. wird geworben für eine Veranstaltung in St. Petersburg.

      Humanus Kongress
      2.-7. November 2017, Hotel Russ in St. Petersburg
      http://i-humanus.ru/congress-rus

      Russische Revolution, menschliche und soziale Dreigliederung
      Für eine Kulturbrücke zwischen dem deutschen und dem russischen Sprachraum
      Wird das Jahr 2017 tödlich sein?

      Da sollte sich unser Haustroll aber beeilen…

      Zuständig für die Organisation ist José García Morales, Basel, und sein Humanus Verlag in Moskau. Seine Verbindungen zum Perseus Verlag, Rudolf Meyer und inhaltlich auch zu den Fassadenkratzer von Hedwig Ludwig sind unübersehbar. So das Ergebnis einer kurzen Internet-Nachforschung

      Inhalte und Personen des Kongresses sind vielsagend. Auf der Webseite heißt es dazu:

      Referenten und Themenpapiere (Auswahl)

      Wolfgang Effenberger (Historiker, Buchautor, München):
      - Die Rhodes-Milner-Gruppe und der Erste Weltkrieg (Do, 2.11)
      - Projekt des Westens: Vereinigte Staaten von Europa (Mo, 6.11)

      Georgij Kawtaradse (Historiker von St. Petersburg ):
      Symptomatik des Jahrhunderts 1917/2017 (Mo, 6.11)

      Alexander Kaspar (ehemaliges Vorstandsmitglied der Privatbank, Sozialdistrikt, Zürich):
      Neues Geld. Zur dringenden Notwendigkeit eines neuen menschlichen Verständnisses für wirtschaftliche Konzepte. (3 Berichte, v. 5.11)

      Andrei Serkov (Historiker, Autor mehrerer Bücher über die russische Freimaurerei):
      Mauerwerk und die Russische Revolution (zwei Berichte, Sammlung, 4.11)

      Jose García Morales (Historiker, Humanus, Moskau-Basel):
      - Das schicksalhafte Jahr 1917 (Fr, 3.11),
      - Die Rhodes-Milner-Gruppe, britischer Imperialismus und Okkultismus (Sammlung, 4.11);
      - Spiritueller Mensch und (politischer) Prozess in der Welt (Di, 7.11);
      - Meditative Betrachtung revolutionärer Ereignisse damals und heute. Der Einfluss der kommunistischen Revolution bis in unsere Tage. Das schicksalhafte Jahr 2017 oder das neue Europa: der Aufbau einer kulturellen Brücke zwischen deutschsprachigen und russischsprachigen Räum

      "…Am 7. November 1917 erfolgte die Russische Revolution (nach russischem Kalender am 25. Oktober), die in Russland ein kommunistisches Regime an die Macht brachte. Bei genauerer Untersuchung zeigt sich, dass dieser Umsturz bereits in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts in England vorbereitet und dann mit Hilfe der englischen und amerikanischen Hochfinanz als „sozialistisches Experiment“ durchgeführt wurde.
      Hundert Jahre nach der Revolution sollen die organisatorischen und geistigen Hintergründe an dem Ort, von dem die Revolution ausging, St. Petersburg, beleuchtet und dabei auch die esoterische Seite des anglo-amerikanischen Establishments herausgearbeitet werden.
      Parallel zu diesem Experiment im Osten bestand und besteht das amerikanische Projekt der europäischen Vereinigung im Westen, beides als Teil einer imperialistischen Langzeitplanung, hin zu einer neuen Weltordnung…
      …Die verschiedenen Ordnungspläne des anglo-amerikanischen Establishments sollen sowohl in ihren Auswirkungen in der Vergangenheit als auch in ihrer Bedeutung für die Gegenwart und Zukunft betrachtet werden. 2017 wird die Weltpolitik neu ausgerichtet und sie läuft Gefahr, in ein Schicksalsjahr für das 21. Jahrhundert einzumünden…"

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    14. Fortsetzung:

      Nur auf der russischsprachigen Webseite wird dazu ergänzt (Google-Übersetzung):

      "…Die Pläne der Neuen Weltordnung wurden als langfristige westliche Pläne bekannt gegeben, zuerst in eine Veröffentlichung am Ende des XIX Jahrhunderts, im Magazin die Wahrheit. Dann im frühen zwanzigsten Jahrhundert in Form einer Reihe von Prophezeiungen, am des Ende des XX Jahrhunderts - in der Zeitschrift The Economist, sowie in den Produkten der Filmindustrie Hollywoods, einschließlich in der Zeichentrickserie "The Simpsons"…
      …Verpassen Sie keine gute Gelegenheit, den Aufbau einer kulturellen Brücke zwischen den deutschen und russischen Sprachräumen zu unterstützen! ..."

      Und in einer deutschsprachigen Broschüre:

      "…Ziel des Kongresses ist es, im Sinne eines Rückblicks und Ausblicks eine seelisch-geistige Verbindung zwischen Westen und Osten zu stärken.
      Dazu ist es nötig, verdeckte historische Sachverhalte darzustellen, wie das anglo‑amerikanische Establishment, den Ersten Weltkrieg, die russische Revolution, Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts plante und durchführte, später auch die Vereinigung Europas, um ihre Langzeitplanung zu einer Weltregierung unter anglo-amerikanischer Aufsicht zu verwirklichen. Eine besondere Rolle in diesen Vorträgen spielt dabei die russische Revolution 1917, deren Ausbruch sich 100 Jahre jährt. Da diese Machtpläne weiterhin bestehen, ist die Erkenntnis der Vergangenheit ein wesentlicher Bestandteil der Erkenntnis der verdeckten Pläne der Gegenwart, in der ein militärischer Konflikt zwischen USA-EU und Russland vorbereitet wird. Ein Atomkrieg bis hin zu einem Weltkrieg ist Teil der westlichen Planung, um Russland und China als unabhängige Staaten auszulöschen und auch um den Widerstand in der westlichen Bevölkerung zu brechen. Die Widersacherkräfte stehen hinter diesen westlichen Gruppen, welche die westliche Politik, Wirtschaft und die Medien beherrschen. In den westlichen Medien wird ein solcher Krieg schon lange vorbereitet und die Lage ist, trotz vordergründiger Gespräche, sehr ernst…
      …Es gibt aber auch ungeistige Kräfte, die einer menschlichen seelisch-geistigen Entwicklung entgegenstehen und die im Hintergrund der unmenschlichen Welt-Politik und -Wirtschaft wirken. Sicherlich kann man beobachten, wie ein Mensch, der sich intensiv mit geistigen Inhalten befasst, der Anthroposophie und deren künstlerische Formen tief in seine Lebensweise aufgenommen hat, eine gewisse seelisch-geistige Ruhe und Harmonie in seine Umgebung ausstrahlt. Es ist aber zudem notwendig, sich eine Anschauung zu erarbeiten, wie der ganze Mensch mit Hilfe der geistigen Welt, Michaels und des Christus den Widersacherkräften im Hintergrund der gegenwärtigen Weltlage etwas entgegenstellen kann, das diesen ungeistigen Kräften in Politik und Wirtschaft eine andere Richtung gibt. Dies ist aufgezeigt in der meditativen Betrachtung der russischen Revolution und der Weltlage…"

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    15. Die Waldorfschulen sind übrigens von einer verschworenen amerikanischen Elite inszeniert worden, damit die Deutschen zu wollzwergfilzenden Träumern degenerieren.

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    16. Währen von Amerika herüber ein unerträglich stinkendes Denkverbot über unser Land zieht, kommt hier endlich die erlösende explizite Denkerlaubnis (und das auch noch ohne jegliche Notwendigkeit einer Denkbetätigung):

      https://www.fit4russland.com/

      In schickem amerikanischem Look And Feel (FIT 4(FOR) mit DOT COM anstelle von .ru), wird das Denken hier nicht nur ausdrücklich erlaubt, sondern es wird einem bei der überzeugenden Klarheit der Sachlage auch endlich voll bewußt, dass das Denken eine komplett überflüssige Einrichtung ist, die einem lediglich die Freude am Wollzwergfilzen verdirbt.

      Impressum hab ich keines gefunden, aber Jose García Morales (der Baseler Humanus-Historiker) mischt da wohl auch mit...

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    17. Nachtrag zum Humanus Kongress:
      Die Broschüre "Schicksalsjahr 1917 (2017?)" gibt es hier:
      https://www.dialogos.no/wp-content/uploads/Kongress-St.-Petersburg-2.-7.11.2017.pdf

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    19. @ Stephan

      Zu José Garcia Morales und "fit4Russland" und die diverse ideologische Querverbindungen (die "Achse" Moskau-Basel-Pforzheim!) habe ich einiges gefunden.

      Die Adresse von Organisator des Humanus-Kongresses ist hier öffentlich sichtbar:
      José Garcia Morales
      Verleger, Historiker und Lehrer
      Holeestrasse 77
      4054 Basel
      https://buch-findr.de/verlage/carcia-morales-jose/

      José García Morales & Thomas Meyer (Perseus Verlag)
      https://www.amazon.de/11-September-2001-Harbor-Perspektiven/dp/3907564391/ref=cm_cr_arp_d_product_top?ie=UTF8

      José García Morales, Suchergebnis beim Perseus Verlag:
      Ungefähr 65 Ergebnisse!
      http://www.perseus.ch/

      Gastbeitrag von José García Morales bei den Fassadenkratzern:
      Der eiskalte Geostratege – Zum Tode von Zbigniew Brzezinski
      31. Juli 2017
      https://fassadenkratzer.wordpress.com/2017/07/31/zum-tode-von-zbigniew-brzezinski/

      José García Morales Suchergebnis bei "fit4Russland", da mischt er in der Tat fleißig mit:
      https://www.fit4russland.com/component/search/?searchword=José%20García%20Morales&searchphrase=all&Itemid=107

      Informationsportal "fit4Russland"
      Impressum:
      Schweiz (Basel?)
      https://www.fit4russland.com/impressum

      Inhaberin der Webseite:
      https://www.fit4russland.com/ueber-uns
      Betreiberin, Hauptautorin, Übersetzerin, Verfasserin, Administratorin und Redakteurin dieser Webseite. In Moskau geboren. Ging zur Schule in Kasachstan, in der DDR (Vater war Berufsmilitär) und Wolgograd. Studierte Russistik und Weltliteratur in Wolgograd. Bevor sie in die Schweiz kam, lebte sie 5 Jahre wieder in Moskau.
      Sie sieht sich, natürlich wie üblich ganz schuldlos, in der Opferrolle eines verlogenen Informationskrieges:

      "…Ich bin sicherlich, wie viele Russen, stolz auf meine Heimat und zugleich schockiert über das Ausmaß der Propaganda und des Hasses, ja, eigentlich über den regelrechten Informations- und Embargo-Krieg gegen Russland und die Russen. Ich widersetze mich diesem Krieg, weil ich das als Russin nicht schweigend ertragen kann und will. Weil, wenn schon viele West-Europäer erkannt haben, dass über Russland tagtäglich gezielt Lügen, Fälschungen und Verschweigen verbreitet werden, kann man das als Russin noch weit unmittelbarer beurteilen, was Wahrheit und was Lüge ist. Daher bin ich engagiert und bemüht um Freundschaft statt Krieg, Wahrheit statt Propaganda und Information statt Weglassens zu befördern.
      Übrigens, meine Eltern kommen aus der West-Ukraine und leben jetzt dort seit über 20 Jahren. Traurig, aber wahr, wir kommunizieren nicht mehr miteinander, weil die konzentrierte ukrainische Hass-Propaganda auch zwischen uns einen Keil getrieben hat.
      Ich bekomme per E-Mail viele Anfragen, wie man nach Russland auswandern könnte. Oft fragen das Menschen, die kein Russisch können. Lernt zuallererst Russisch, das ist gar nicht so schwierig wie man denkt und dann könnt Ihr schon Wege finden. Oder einen Russen/eine Russin zum Liebhaben finden, vielleicht heiraten…
      …Ab jetzt hat sich Klaus-Peter Kostag beteiligt, ein pensionierter ehemaliger Lehrer… Auch mit seinen eigenen eigenartig eigenwilligen Beiträgen sorgt Klaus-Peter hin und wieder dafür, dass diese Webseite auch Analysen aus deutscher Sicht bieten kann…"

      Lehrer Klaus-Peter Kostag, darauf wird verständlicherweise nicht hingewiesen war, nach eigener Aussage, zu DDR-Zeiten Hauptverantwortlicher der Zentrale Berliner Ausbildungsstätte für DDR-Geheimkommandanten und macht einen äußerst unsympathischen Eindruck:
      https://bumibahagia.com/2016/04/04/der-junge-russe-welcher-das-feuer-auf-sich-lenkte/#comment-41003

      Klaus-Peter Kostag, Suchergebnis bei "fit4Russland":
      https://www.fit4russland.com/component/search/?searchword=Klaus-Peter%20Kostag&searchphrase=all&Itemid=107

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    20. Vielsagend ist auch die Kundenrezension beim Amazon-Link zu
      "Der 11. September 2001 – das neue Pearl Harbor. Fakten, Fragen"
      von Thomas Meyer und Jose Garcia Morales

      Die Lüge aufdecken:
      Bereits seit einigen Jahren gibt es jenseits des Lagers der Hochschulen und Massenmedien zahlreiche Bemühungen, die Vorfälle um die sog. ''Terroranschläge'' des 11. September zu klären. Viele Menschen haben sich zurecht mit der offziellen Version nicht zufriedengegeben.
      Auch der Autor dieses Werkes reiht sich nun in diese Bemühungen ein. Neben einer Erwähnung der üblichen Ungereihmtheiten, die auch schon an anderer Stelle zu genüge erörtert worden sind, zieht der Verfasser einen Bogen zu den Ereignissen von Pearl Habour im Jahre 1941. Hierbei zeigt er auf, dass die amerikanische Regierung von den Angrifsplänen der Japaner gewusst hat und den Offizieren und Soldaten, die auf der Inseln Hawaii stationiert waren, nichts gesagt hat, um so bewusst eine Tragödie zu ermöglichen, die die eigene Bevölkerung die Notwendigkeit des Kriegseintrittes vor Augen führt. T. Meyer zeigt, dass es in der Rhetorik der US-Regierung und in ihrem ganzen Verhalten deutliche Parallelen zwischen jenen Ereignissen und den jüngsten Geschehnissen um 9/11 gibt.Er macht weiterhin deutlich, dass die offizielle Version über 9/11 eine Establishment-Farce ist, also nichts als eine Lüge, die den Zweck hat, Angriffskriege im Nahen Osten zu rechtfertigen.

      Besonders eindrucksvoll ist die Tatsache, dass der Autor anthroposophische Gesichtspunkte miteinfließen lässt und damit ein wichtiges Ereignis der jüngsten Vergangenheit aus einer spirituellen Perspektive beleuchtet. Es ergibt sich dadurch eine gesunde Distanziertheit, die mit Gelassenheit und Ruhe auf die Ereignisse blickt und deutlich macht, dass auch das ''Böse'', das gegenwärtig von den USA ausgeht, letztlich auch nur ein temporäres Phänomen ist und die bewusste Auseinandersetzung damit eine Chance zu geistigem Wachstum darstellt.

      Bereits zu seinen Lebzeiten hat R.Steiner (1861-1925) gesagt, dass ''zu Beginn des 21. Jahrhunderts das radikal Böse aus Amerika kommen wird''. In Anbetracht der gewaltigen zerstörerischen Aggressivität der USA in vielen Bereichen (Gentechnik, Angriffskriege, Wirtschaftskriege, usw.) ist diese Aussage mehr als zutreffend.

      Wer also einen tieferen Blick auf 9/11 werfen will, findet in diesem Werk viele Anregungen.

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    21. Es wäre nach Steiner (1920) eine ‘Fälschung‘ zu behaupten, daß der Bolschewismus ‘fremder Import‘ sei. In dem Bolschewismus stecke ‘ein starkes religiöses Element‘. (200.35f.)

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  17. Eben entdeckt in "Die Drei" 11/17, eine Antwort von C. Sommerfeld auf den Artikel über die "Identitären" in der letzten Ausgabe, sowie eine Entgegnung von C.Weise, sehr lesenswert und vom Niveau her erfreulich weit hinausgehend über das gängige und schlichte schwarz/weiß Schubladendenken:

    http://diedrei.org/tl_files/hefte/2017/Heft11-2017/17-leserforum-DD_1711.pdf

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    1. Korrektur: Nicht ein Artikel über die "Identitären" sondern über die "identitäre Anthroposophie".

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    2. Dazu sollten wir diesen Link aber auch nicht vergessen. Um zu wissen, welches Kaliber Frau Sommerfeld nutzt. Wo hört politische Diskussion auf (welche die Annahme einer Selbstreflexion und empathischen Intelligenz des Gegenüber voraussetzt), wo beginnt die gesellschaftshygienische Wiedereinbeziehung von Mitmenschen, die sich auf gefährlichen Holzwegen trotzig verirrt haben? Mancher mag diesen meinen Satz für "anmaßend" halten. Na sicher. Was denn sonst? Meine Gegner müssen das ethische Fundament, an dem ich mindestens festhalte, selbst wenn ich straucheln sollte, und ins Meer gespült werde, zumindest relativieren. Wer möchte denn, wenn auch insgeheim, pathologisiert werden. Also, ich finde, die Frage lautet: Wehren wir uns, dann nehmen wir den politischen Gegner ernst. Nehmen wir ihn - nicht - mehr ernst, sondern lassen Einfühlsamkeit walten, um den Gegner wieder auf einen humanen und auch verassungstreuen Standpunkt zurückzulocken, pathologisieren wir ihn auch. Ein bißchen, und insgeheim.

      "Caroline Sommerfeld ist promovierte Philosophin und Autorin. Zudem arbeitete sie bis Februar als Köchin an einer Waldorfschule in Wien. Wie die „Bezirkszeitung“ und die „Heute“ kürzlich berichteten, wurde sie jedoch im Februar aufgrund ihrer politischen Einstellung gekündigt. Als Grund wurde vonseiten der Schule ihre publizistische Tätigkeit für die neurechte Zeitschrift „Sezession“ des Instituts für Staatspolitik genannt. Im Interview mit Info-DIREKT bezieht Caroline Sommerfeld erstmals Stellung zu den Vorgängen und kündigt an, sich gegen diese politische Diskriminierung wehren zu wollen."

      In folgendem Interview ist Frau Sommerfeld sehr direkt.

      http://info-direkt.eu/2017/11/02/nach-politisch-motivierter-kuendigung-jetzt-spricht-caroline-sommerfeld/amp/

      Lieber Rainer, verzeih, ich bin's wieder. Mit freundlichen Grüßen. mischa

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    3. Korrektur: "verfassungstreu", Ahriman stahl mir das "f" und machte "verassungstreu" daraus, um mich zu verhöhnen, naja... der Tastaturteufel halt..
      mischa

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    4. danke Mischa!

      Hier mal ein vielsagender Ausschnitt des Interviews mit Sommerfeld, wo eindeutig und unmissverständlich ihre Intention zu erkennen (Rainer, nicht wir hier oder andere, betreiben "Schwarz/Weiss" -Denke ;)
      Nein, das machen die schon von ganz alleine, ohne unser Zutun ;) so ganz ohne Grautöne bzw. Differenzierungen oder leicht verträumtem Konservatismus ;)
      Hier also mal ein Part aus dem Interview...Zitat:

      "Die Waldorfschule orientiert sich an dem pädagogischen Konzept von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie. Lässt sich eine solche Anschauung überhaupt mit einem Engagement bei der Neuen Rechten vereinen?"

      Sommerfeld:
      "Absolut. In einem kritischen Blog las ich kürzlich den feinen Satz „Wer heute Rudolf Steiner sät, wird Neurechte ernten“. Der Blogger hatte beobachtet, dass sich offenbar im anthroposophischen Milieu immer wieder Stimmen regen, die seinem Suchbild „Hilfe, das ist rechts!“ entsprechen. Ich denke, es verhält sich so: Steiners Grundgedanken sind ziemlich deckungsgleich mit dem, was Identitäre „Ethnopluralismus“ nennen, mit dem, was die bewusste Verwurzelung in der Tradition, im Volk, in Europa ausmacht, mit christlichem Selbstverständnis und auch einem bewahrenden Naturverständnis. Außerdem natürlich ist Waldorfpädagogik, gerade, weil sie nicht „mit der Zeit geht“, sondern manchmal ziemlich anachronistisch ist, was Handwerk und Handarbeit, Lehrerautorität, Auswendiglernen, klassische Bildungsinhalte usw. betrifft, viel „rechter“, als sie selber momentan sein will."

      (man registriere auch wie geschickt und ja, wie hinterhältig sie es anstellt das "Hilfe wir sind rechts" einzufädeln...)

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    5. sorry, "Hilfe, d a s ist rechts!" sollte es heißen...

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    6. Tja, ein Dilemma auch für die Waldorfschule (n). Wie die Wiener Leitung reagiert hat, ist schon auch couragiert und verständlich, da steht einfach zu viel auf dem Spiel (u.a. der Ruf, womöglich der finanzielle Ruin der Schule, aber auch allgem. die politischen Folgen, gerade in Österreich)..Kritikern an dem Vorgehen möchte ich entgegenhalten: Immerhin, sie hat reagiert bei DER knallharten Konfrontation mit der Realität und rechter Gesinnung...
      Aber ich bin sicher, es werden darüber hinaus noch weitere, vor allem inneranthroposophische Fragen aufgeworfen...fast scheint es so, als würden die verträumten 'wollzwergfilzenden' Zeiten ordentlich durchgeschüttelt und eine kräftige Metamorphose erfahren ;)

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    7. Ethnoplural, gemeinsam mitteleuropäisch (nicht spezifisch deutsch) sei nach Steiner (Oktober 1914) das Immer-strebend-sich-bemühende Ich:

      “Es liegt in dem Streben der Bewohner Mitteleuropas etwas, was eben durchaus als «Streben
      etwas zu werden» bezeichnet werden muß, und nicht schon als ein «Streben etwas zu sein». Also etwas zu «werden» und nicht etwas zu «sein», so daß in diesem Mitteleuropa der Mensch, der sich selbst versteht, sich eigentlich auflehnen müßte dagegen, jemals unter irgendeinen Begriff notifiziert zu werden. Er will das, was er ist, eigentlich erst werden; es schwebt ihm das, was er werden soll, sozusagen als sein Ideal vor, und deshalb ist der charakteristische Ausdruck für das innerste Streben Mitteleuropas der Faust Goethes. «Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen», oder auch: «Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muß.» Es ist das Werden im Sein, das niemals stillstehende Sein, das Zu-etwas-Hinstreben, das Erblicken in weiter Ferne desjenigen, was man eigentlich sein will.“ 287.35

      “Wenn wir für die mitteleuropäische Kultur nach einem Worte suchen, das wir an die Stelle des Wortes «Nationalität» setzen müssen, so finden wir, schon rein angesichts der geographischen Notwendigkeit, das Wort «Streben nach Individualität». Und mit diesem Wort «Streben nach Individualität» können wir nicht etwa bloß die Deutschen charakterisieren, sondern da müssen wir noch eine ganze Anzahl von anderen Völkern zu Mitteleuropa rechnen. Dieses Streben nach Individualität haben sie alle in allerhöchstem Maße. Wir finden es - trotz allem, was diese Völker äußerlich verschiedenes haben - bei den Tschechen, bei den Ruthenen, bei den Slowaken, bei den Magyaren, und wir finden es endlich in dem anderen Pole des Deutschtums, bei den Polen.“ 287.38

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    8. Achtung:
      Das Magazin ''Info Direkt'' (''Alles für Patrioten von Patrioten'') ist eine äußerst fragwürdige Informationsquelle. Das sollte gesagt werden.

      Siehe auch:
      Kremltreu in Linz
      Ein kleines Blatt aus Oberösterreich pflegt enge Beziehungen zu russischen Medien. Sogar eine verschwörerische "Informationsbombe" lieferte man Moskau.
      http://www.zeit.de/2016/03/info-direkt-magazin-russland

      Frau Sommerfeld wird hier natürlich widerspruchlos das Wort erteilt. Das ist zu kritisieren. Die Inhalte ihres Monologs ebenfalls. Sie offenbart dabei ihre identitäre Wesensart, ihre Denkmuster und ihre Intentionen. Das gilt auch für ihre Antwort in "Die Drei". Die Identitären werden das, unter andere Vorzeichen natürlich, genau so sehen und sich bestätigt fühlen.

      Die Reaktion von Claudius Weise finde ich, auch hier, sachlich angemessen.

      Ihr Buch-Partner, Martin Lichtmesz (bürgerlichen Namen: Martin Semlitsch) ist ein Publizist und Übersetzer der Neuen Rechten beim Antaios Verlag und gilt Sprachrohr der sog. ''Identitären Bewegung''. Wie Caroline Sommerfeld. Semlitsch machte den ''Zivilisationsverfall'' der Gesellschaft für das Attentat Anders Behring Breiviks auf dem Weblog der Sezession mitverantwortlich.

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  18. Europäische Russland-Versteher und US-Skeptiker findet man organisiert in den von Russland unterstützten Institutionen: Das Institut für Demokratie und Zusammenarbeit, das Schiller-Institut, das Forschungsinstitut „Dialog der Zivilisationen“ (DOC)

    http://www.dekoder.org/de/article/die-fuer-den-westen-sprechen (2016)
    https://www.politico.eu/article/the-putin-adoration-society/ (2015)

    Die verstehende, verschwörungsgläubige Primärhaltung ist das Ignorabimus (Wir werden niemals wissen), was Steiner (1920, GA 322) ‘Hyperskeptizismus‘ und ‘Hyperkritizismus‘ (Grübelsucht) nannte.

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    1. Liebe Egoisten. Mein lieber Herr Gesangverein. Was hier nun alles an Links gesammelt wurde. Bleibt zu hoffen, daß der Verfassungsschutz nicht zum Credo des Ingnokohlrabimus neigen tut. Ich hab, wenn ich dran gedacht, versucht, einiges zu kopieren und zu sichern. Obschon es mit manchen Links so ne Sache ist, da manche Webadressen stillgelegt, vom Netz genommen werden, jedoch die Autoren selber einfach "umziehn", oder sich "anders benicknamen" usw. Aber allein in diesem Stream ist wieder soviel Material drin, daß man mitlesen muß, oder überwältigt ist, von der Fülle des neurechten Spektrums weltweit. Und auch innert der anthroposophischen Welt.
      Und wenn einen die Paranoia befällt, immer ans Meteoreisen denken. Ich hab irgendwo sogar einen liegen, die kann man in Edelsteinhandlungen und auch mal unter freiem Himmel für wenig Geld nachgeschmissen kriegen. Ich meinte aber, Ferrum Siderum D12, wenn einen die Sorgen überwältigen. mischa

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    2. Mischa, es war gerade als eine bestimmte Ordnung gemeint. Das Schwefel/Zweifel-Sähen wird öffentlich von neurechten Institutionen in Europa gemacht.

      Auch älter (2015): Applebaum: Authoritarianism’s Fellow Travelers
      ‘Vladimir Putin has an array of European allies willing to advance his cause.’
      http://www.slate.com/articles/news_and_politics/foreigners/2015/10/vladimir_putin_s_fellow_travelers_the_russian_president_has_an_assortment.html

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    3. Naja, leben ohne wohldefinierte und amtlich mit Adler bestempelte Idendität ist schon gruselig; also ich meine, wenn man nicht so richtig ausmachen kann, in welchen Käfig man gehört. Bei diesem 'Ich bin ein - ja was eigentlich?' zieht's einem schon erst mal die Schuhe aus und bei Springerstiefeln hat das Leben da kein so leichtes Spiel.
      Das Gehirn baut und lötet in diesem Zustand Umgehungskreisläufe der thrombosierten oder rupturierten idenditären Hauptschlagader.
      Will sagen: Es ist sehr, sehr schwierig zu unterscheiden, wo taktisch kalkulierte idenditäre Ziele/Visionen verfolgt werden und wo diese aus überkommener Vergangenheit stammenden Denkmuster nur als Rettungsinsel vor dem Versinken im Nichts herangezogen werden...

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    4. "Identitäre Hauptschlagader"

      Das Denken scheint hier durch Kurzschlüsse wieder mal außer Kraft gesetzt.
      Immer neue Umschreibungen des Begriffs des Bösen werden fabriziert, worunter bequemerweise dann praktisch alles von der eigenen Meinung Abweichende eingeordnet werden darf.
      Immer wieder neue sinnentleerte, bedeutungskastrierte und zu primitiven Worthülsen und Kampfbegriffen degenerierte politische Schlagwörter wie z.B. das "Identitäre" werden geschwungen, mit dem Ziel alles und jeden der irgendwie z.B. eine eigene oder an eine Menschengemeinschaft geknüpfte kulturelle Identität sein eigen nennen möchte, als rechtsextrem und deswegen pauschal als " böse" bezeichnen zu können.
      Grauenhaft und ungeheuer primitiv zugleich ist diese Gleichsetzung von eigener Identität mit dem neuen Modeschlagwort "identitär" und demzufolge rechtsextrem. Zumal eine Weltidentität, eine Welt(leit)kultur derzeit gar nicht wirklich greifbar ist.
      Es fällt schwer, dies als etwas anderes zu bezeichnen, als die verkörperte Unfähigkeit zum Denken, im Grunde genommen als das Eingeständnis geistigen Bankrotts.

      Ein Gedankenkurzschluss ist es auch, jeden Menschen, der auf die Sinnlosigkeit der einseitigen Russlandverteufelung hinweist, gleich mit dem nächsten sinnentleerten Schlagwort "böser Russlandversteher" zu belegen. Ungefähr nach dem Motto, wer nicht auf meiner Seite gegen meine Feinde kämpft, der ist auf der Seite meiner Feinde. Schlimme Vereinnahmung und Außerkraftsetzung der Freiheit, kann man da nur sagen.
      Das spaltet, anstatt zu versöhnen und zu verbinden.
      Schon die bloße Frage, warum das stattfindet, bzw. ob es gewollt sein könnte oder mit dem Grundsatz der Freiheit vereinbar wäre (die Verweigerung des geistigen Kampfes gegen Russland z.B.) , wird hier in diesen Zusammenhängen natürlich ebenfalls als ketzerisch und in letzter Instanz als rechtsextrem bezeichnet. Trostlose Ausweglosigkeit.

      Wie sollte denn ein aus identitätslosen Lemmingen bestehendes Europa vermeiden, selbst "fit für Russland" zu werden, was ja zu Recht gefordert wird und auch werden darf, wenn nicht durch sachliche Auseinandersetzung und Entgegensetzen einer eigenen Identität?
      Mit Sicherheit nicht durch Anfeindungen, primitive Putin-Verteufelung oder stellvertretend Russlandphobie, das schafft nichts anderes als Konflikte und unüberwindbare Gräben.
      Wäre nicht eher eigenes Bewusstsein gefragt, umso mehr, als doch allerspätestens seit Trump auch die amerkanische politisch-kulturelle Identität nicht mehr Richtschnur für unsere eigene sein?

      Auch bleibt der tiefere Sinn der " Panikmache" durch die nicht endenwollende Verlinkung (mit für "Aussenstehende" nicht einmal eindeutig ausgerichteter Wirkung) von russlandfreundlichen websites weiterhin schleierhaft.
      Ganz abgesehen davon, das das, was die Russen heute propagandistisch betreiben, die Anerikaner mindestens seit dem Ende von WK 2 betrieben haben.
      Jeder grössere Staat betreibt internationale Propaganda und strebt nach Vorherrschaft, egal ob Amerikaner, Russen oder Chinesen. Aufeinanderzugehen wäre die einzige Lösung um sinnlose Konfrontationen wie in der Vergangenheit zu vermeiden.
      Dies scheint aber offensichtlich nicht in die Agenda der ganz klar von purem Russland-Verfolgungswahn besessenen Schreiber hier zu passen.

      Die hier praktizierte einseitige absurde Verteufelung und Beschimpfung als "rechtsextrem" von Menschen, die nichts anderes tun als für Ausgleich, Annäherung und Versöhnung einzutreten, stimmt für die Zukunft nicht gerade zuversichtlich.

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    5. Rudolf, lass Dir doch einfach mal das Gehirn defibrillieren; da sind nämlich seit Jahren nur noch kreisende Gedanken-Erregungen ohne Auswurf...

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    6. Russlandverteufelung und geistiger Kampf gegen Russland ist nicht im Frage. Gerade umgekehrt:

      Reitschuster: “Wladimir Putin führt einen hybriden Krieg gegen den Westen, was sein Generalstabschef auch ganz offen zugibt. Er mischt sich in die Wahlen in den USA, in Frankreich und in Deutschland ein, er will die westliche Ordnung mit ihrer Demokratie und ihrem Rechtsstaat zerstören.
      In US-Präsident Donald Trump hat Putin einen Widerpart, der genauso wie er aus seiner Verachtung für Medien, Gewaltenteilung und demokratische Institutionen kein Geheimnis macht. Es entsteht eine neue "Internationale" der Demokratiefeinde, für eine vormoderne, rechte (Konter-)Revolution – die eine tödliche Bedrohung für unser freiheitliches Gesellschaftssystem ist.”
      http://www.huffingtonpost.de/2017/02/21/putin-stoppen_n_14908464.html

      Identitätspolitik ist auch links: “Der Begriff wurde ursprünglich für linke soziale Bewegungen verwendet, wird aber inzwischen auch für Argumentationen und Aktionsformen der Neuen Rechten gebraucht, wie etwa die der Identitären Bewegung.“ (Wiki/Identitätspolitik)

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    7. @"Anonym":
      »Grauenhaft und ungeheuer primitiv zugleich ist diese Gleichsetzung von eigener Identität mit dem neuen Modeschlagwort "identitär" und demzufolge rechtsextrem.«

      Naja. Dieses Modeschlagwort »"identitär" und demzufolge rechtsextrem« ist ja nicht eine Erfindung dieses Blogs.
      Es ist die deklarierte Rechte Caroline Sommerfeld, die sich selbst als „Identitäre“ bezeichnet, vom „Identitärenstammtisch“ erzählt, die ihren - linken - Mann öffentlich als „Lemming“ bezeichnet, und die davon spricht, daß eine »identitäre Anthroposophie« neu zu entwerfen wäre.

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    8. Während Stephan - vermutlich berufsbedingt, man möge es ihm nachsehen - in seiner Argumentationweise im Zusammenhang mit weit Weltbewegenderem nicht über den medizinisch/krankentechnischen Ansatz hinauskommt, bringen die anderen doch zumindest einige brauchbarere Ansätze.
      Vielen Dank dafür.

      Den Beweis allerdings (nicht die Behauptung (!), bitte unterscheiden (!)), dass "Identitäre" allesamt rechtsextrem sind, hat meines Wissens noch niemand erbracht. In argumentativ, logisch richtiger und wissenschaftskonformer Weise lasse ich mich aber gerne belehren!

      Außerdem habe nicht ich behauptet, dass die "Modeschlagwörter" in diesem Blog erfunden wurden. Ich meine aber, dass hier ausgiebig und undifferenziert davon Gebrauch gemacht wird.

      In punkto Russland wäre vielleicht ein bisschen weniger Pauschalierung und auch ein wenig Differenzierung ebenfalls angebracht....vielleicht auch mal einmal losgelöst vom rein propagandistisch-polittheoretischen Aspekt auf ganz reale Verbrechen sagen wir mal auch nur der letzten 30 Jahre bezogen, die - und das ist Fakt - auf Weltebene wohl kaum schwerpunktmäßig von Russland verübt wurden.

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    9. Rudolf, die Verallgemeinerungen entstammen nur und ausschließlich Deinen kreisenden Gedanken-Erregungen!
      Niemand spricht hier über Russland pauschal - nur über Tendenzen und Entwicklungen bestimmter Kreise/Bereiche.
      Ich bleibe dabei: Du solltest einfach mal den Reset-Knopf betätigen...
      s.b.

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    10. Hybrider Krieg bedeutet eben nicht-losgelöst ‘vom rein propagandistisch-polittheoretischen Aspekt‘.

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    11. Die "Entwicklungen und Tendenzen" um die es sich hier wirklich dreht und wirklich Sorge bereiten, sind ganz anderer Natur und entstammen nicht dem Denken eines Einzelnen, sondern augenscheinlich der immer wieder ohne Unterlass angewandten Praxis im Umgang mit Andersdenkenden.

      Daß der von Ton gebrauchte Begriff "Identitätspolitik" - was immer das auch sei (vermutlich ebenfalls ein beliebig einsetzbares Schlagwort) - auch Bestandteil linker Ideologie ist, ist natürlich klar. Jede irgendwie abgegrenzte Gemeinschaft von Menschen hat irgendeine Identität.
      Was auch wiederum nur nahelegt, dass die angebliche Vernetzung aller "Identitären" mit dem rechten oder gar rechtsextremen Milieu ein ziemlich abenteuerliches Konstrukt ist.

      Im Kern geht es um die Tatsache, dass die Gleichsetzung oder Verknüpfung von irgendeiner Identität mit den sehr schwammig definierten "Identitären" und in der Folge dann wiederum mit den aber sehr genau und allgemeingültig definierten Rechtsextremen einfach nur Stuss ist.

      Jeder geistig aufrichtige Mensch, auch wenn er, oder auch gerade weil er kein "Identitärer" und schon gar kein Rechtsextremer ist, sollte gar nicht anders können als sich hinzustellen und diejenigen in Schutz zu nehmen, die sich wegen des bloßen Bekenntnisses z.B. zu einer (ganz und gar nicht rechtsextremen) Meinung, sowie einer ebensolchen kulturellen oder auch politischen Identität als Rechtsextreme verunglimpft sehen. Die Opfer sind eines absurden Mechanismus, welcher der Vergangenheit angehören sollte und dem endlich mal der Reset-Knopf gebührte!

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    12. Rudolf, Du hast noch nicht mal verstanden, worum es hier im Kern geht!
      Niemand hat etwas gegen die Suche nach zeitgemäßer IDENDITÄT oder IDENTIFIKATION.
      Das Übel besteht (wie Steiner ja auch oft ausführt) im Unzeitgemäßen, im Zurückgreifen auf alte Zusammenhänge zum Stopfen gegenwärtiger Identitätslöcher...

      s. birkholz

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    13. Genau Stephan und das ist ja noch sehr milde ausgedrückt...aber die Vernunft erreicht i.d. Fall niemanden, ist vergebens...Oder um es mal in der Fußballsprache zu sagen: Es geht ihm hier NUR um seine pubertären und irrationalen Einwürfe, weil er glaubt dass hier und anderswo sein Einwurf das 'Abseits' aufhebt (und niemand es merkt, er selber schon gar nicht ;))

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    14. Das "Unzeitgemäße" lebt in der Art, wie man anderen Menschen, Anschauungen und Meinungen begegnet. Es lebt in Zweizeilern als Begründung für Beschimpfungen.
      Es lebt in der Auffassung von Identität als etwas das ex nihilo und ad hoc geschaffen und somit aufgesetzt werden könnte, ohne jegliches Bewusstsein dafür, jegliche Identität, nicht nur die rückwärts blickende die es zweifelsohne auch gibt, aber auch die in der Gegenwart lebende und sich entwickelnde Identität zwangsläufig auch auf Vergangenem aufbaut.
      Unzeitgemäße Zusammenhänge mögen bei einigen Zeitgenossen "zum Stopfen von Identitätslöchern" dienen, das stimmt, hauptsächlich und umso mehr beängstigend treten sie allerdings hervor im heutigen antidemokratischen Geist in vielen Diskussionen, z.B. auch in der anscheinend ganz normal gewordenen Umkehr der Beweislast und vielem mehr, was sehr an mittelalterliche Zustände erinnert.

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  19. Ich stimme in diesem Fall "Anonym" zu (dessen Einwürfe bestimmt nicht "pubertär und irrational" sind) - auf diesem Blog wird schon durchaus etwas einseitig über die problematischen Entwicklungen in Russland berichtet und "Modeschlagwörter" und die entsprechenden einseitigen Debatten gibt es hier natürlich auch reichlich (Bringt m.E. deshalb nichts, da tiefer einzusteigen).

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    1. Rainer, Rudonym hat kein Problem mit 'etwas einseitig' (da könnte ich auch mit), er hat ein grundsätzliches Wurm-Problem...

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    2. Inwiefern steckt Russland hinter der identitären neurechten Bewegung in Europa?

      Das Konzept von "Putin, dem neuen globalen Anführer der Konservativen" hat das Moskauer "Zentrum für Strategische Kommunikation" bereits im Dezember 2013 entworfen.
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/afd-und-front-national-putin-umwirbt-europas-rechtspopulisten-a-1004746.html

      Wie Marc Jongen (AfD) vernunftgemäss sagt: “Es ist nicht gut alle Brücken Europa und Russland zu verbrennen.“

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    3. "Bei genauerer Untersuchung zeigt sich, dass dieser Umsturz bereits in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts in England vorbereitet und dann mit Hilfe der englischen und amerikanischen Hochfinanz als „sozialistisches Experiment“ durchgeführt wurde." Diese These zur Russischen Revolution verbreiten viele Alt Right und Querfront Genossen. Bobby woraus hast Du dieses Zitat.
      HF

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    4. Wie in meinem Kommentar erwähnt, auf der Webseite des Humanus Verlages in Moskau:
      http://i-humanus.ru/congress-rus
      Übersetzen lassen oder, besser, hier weiter unter

      <Kongress St. Petersburg
      http://i-humanus.ru/kongress/
      Dort, direkt in deutscher Sprache
      Erster Absatz, 2. Satz:
      ''Bei genauerer Untersuchung zeigt sich, dass dieser Um¬sturz bereits in den 90er Jahren des 19. Jahr¬hun¬derts in England vorbereitet und dann mit Hilfe der engli¬schen und amerikanischen Hoch-finanz als „sozia¬listi¬sches Experiment“ durch¬ge¬führt wurde.''

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    5. @ HF
      Oder auch in der Broschüre "Schicksalsjahr 1917 (2017?)" vom Humanus Kongress auf Seite 3:
      https://www.dialogos.no/wp-content/uploads/Kongress-St.-Petersburg-2.-7.11.2017.pdf

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    6. Erster bekannter Hinweis aus dem nicht "rechtsgerichteten anthroposophischen Bereich" auf die geplante Oktoberrevolution findet sich bei C.G. Harrison  (engl. Ausgabe 1893 "Das Transcendentale Weltenall"):

      "Das russische Reich muss sterben, damit das russische Volk leben kann (...) Wir brauchen den Gegenstand nicht weiter zu verfolgen, als dass wir es aussprechen, der National-Charakter werde sie befähigen, socialistische, politische und ökonomische Versuche durchzuführen, welche im westlichen Europa unzählige Schwierigkeiten bereiten würden"

      Siehe:

      http://www.menschenkunde.com/pdf/texte/okkultismus/harrison_weltenall_web.pdf

      Seite 24, Zeile 21

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    7. Danke Bobby bei den englischen Anthropoppern, welche die Anthroposophie als Feigenblatt benützen und Leute wie Boardman gerne das weltweite Netzwerk der Anthroposophie missbrauchen, heisst es in ihren Quellen so:
      "However, it was the purposeful weakening of Russia by the ravages of WWI from 1914 through 1917 which set the stage for the Bolshevik Revolution. That fake Russian Revolution was manufactured by a collaboration of London and New York City banksters, at the direction their Illuminati overlords" out of : http://stateofthenation2012.com/?p=68902#more-68902
      Unglaublich den Russen mit einer verdeckten antisemitischen Propaganda die Oktoberrevolution zu klauen. Man könnte auch sagen, dass die deutsche Familie Bosch hinter der Revolution steckt oder die Schweizer, die den Zug Lenins bereitstellten.
      Herzlichst
      HF

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    8. Winston Churchill hielt bereits 1929 fest, die Deutschen seien gegen die Russen mit der „grauenvollsten aller Waffen“ vorgegangen: „[Sie] transportierten Lenin in einem plombierten Wagen wie einen Pest-Bazillus von der Schweiz hinein nach Russland.“
      Lenin was sent into Russia by the Germans in the same way that you might send a phial containing a culture of typhoid or cholera to be poured into the water supply of a great city, and it worked with amazing accuracy.
      On Vladimir Ilyich Lenin, in the House of Commons, November 5, 1919 as cited in Churchill by Himself (2008), Ed. Langworth, PublicAffairs, p. 355

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    9. Ja, wirklich unglaublich, völlig richtg, lieber Finkelsteen.

      Dann aber bitte Rudolf Steiner gleich mitentsorgen, wenn das - wie es nun immer klarer hervortritt - allen Ernstes Euer leider niemals offen ausgesprochenes Ziel ist:

      Aus GA 173, Seite 170-171:

      Selbstverständlich ist man seitdem um eine Unterrasse vorgeschritten,
      und während das Papsttum in der verschiedensten Weise Kirchen,
      kirchliche Gemeinden gegründet hat, so hat das westliche Papsttum,
      das sich aus dem Britannismus heraus entwickeln wird, die Aufgabe,
      im Osten ganz bestimmte ökonomische Experimente durchzuführen,
      das heißt, eine gewisse Form des ökonomischen Zusammenlebens in
      sozialistischer Weise einzurichten, von der man annimmt, daß sie im
      Westen, weil der die fünfte, noch nicht die sechste Unterrasse darstellt,
      nicht durchführbar ist. Man muß, zunächst experimentell, den Osten
      zu solchen Zukunftsexperimenten benützen. Politische, geistige, ökonomische Experimente müssen durchgeführt werden.
      Natürlich ist man nicht so töricht, zu sagen, daß die Herrschaft
      des Westens ewig dauern werde, denn das würde kein ernsthafter Schüler des Okkultismus glauben. Aber man ist sich durchaus klar darüber, daß so, wie man eben zuerst den Ammendienst versieht, sich aus diesem Ammendienst der Vormundsdienst, das heißt, eine Art zukünftigen
      Papsttums seitens der westlichen Kultur ergeben muß.
      ......................................
      Diese Dinge stecken in den Lehren der westlichen Freimaurerei ganz tief darinnen, und es handelt sich darum, zu erkennen, ob gerade die einflußreichen Lehren, von denen ich jetzt gesprochen habe, solche sind, welche nun wirklich zum Heile der allgemeinen Menschheit in der Menschheitsevolution begründet sind, oder ob man sie in einer gewissen Weise korrigiert sich zu denken hat.

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    10. "Dann aber bitte Rudolf Steiner gleich mitentsorgen, wenn das - wie es nun immer klarer hervortritt - allen Ernstes Euer leider niemals offen ausgesprochenes Ziel ist:" Klar wir machen das wie die Freimaurer verdeckte Kriegsführung ala Ganser ;)
      Aber danke für den Link von Herrn Steiner.

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    11. "Hillary Clinton is so deeply entrenched in the elite New World Order establishment that she even bows down to Moloch, the same occultist god they perform human sacrifice rituals for at the annual Bohemian Grove meetings." t of Rosenheim: http://yournewswire.com/wikileaks-reveal-clinton-ties-to-rothschilds-and-occult-cabal/
      Liebes Anonym wir laden Sie gerne zu unserem jährlich stattfindenden Kannibalengrill im Central park NYC ein. Das wär doch was dann sprechen wir mal von Angesicht zu Angesicht im Scheine der Feuerflammen des Grills, das wir zu Ehren von Moloch machen. bitte Krawatte mitbringen.

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    12. Für alle die nicht wissen was und wer Moloch ist, dauert nur 2.40 Minuten Ihrer Lebenszeit:
      https://youtu.be/Nonab6djMAA

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    13. Allen Ginsberg, die Ikone der vorletzten Generation und auch noch verantwortlich für meine eigenen spätpubertären dichterischen Ergüsse, entpuppt sich jetzt als Steilvorlage für die Anti- Clinton- Soros- Propaganda der neuen Rechten- also zB für die Politik des modernen Ungarn und der USA. Das ist schlechtes Karma, Bruder.

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    14. http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2017/03/protokolle-weisen-zion-antisemitismus-faelschung und hier ein interessanter und kompakter Einblick in das back Up Programm der Neurechten und einiger Propagandisten in der Anthroposophie oder wie Bernd Sommerveldt der in der Küche die Gerüchteküchenherden anheizte....wie würde Trump sagen. So sad!

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    15. Ist nun der so bezeichnete "Herr Steiner" auch nur ein Vorläufer, bzw. ein Propagandist der "Rechten in der Anthroposophie"?
      Umkehrschluss: Eure , also die richtige Anthroposophie besteht also ohne "Herrn Steiner"?

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    16. Haha, nettes Grusel-Filmchen über Moloch ;)
      Dennoch - Entledigt man 'Moloch' seiner aufgeladenen - mystifizierten, teils biblisch, teils esoterisch-angehauchten, mit Aberglauben und Ängsten besetzten Bilder - so bleibt am Ende eigentlich nur der Mensch selbst übrig, in seiner Armseligkeit ;)
      mal ganz nüchtern betrachtet ;)

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    17. Ist nun der so bezeichnete "Herr Steiner" auch nur ein Vorläufer, bzw. ein Propagandist der "Rechten in der Anthroposophie"?
      Umkehrschluss: Eure , also die richtige Anthroposophie besteht also ohne "Herrn Steiner"?


      Rudolf, wenn Du diese Wurm-Frage etwas durchmeditierst, gelangst Du vielleicht zum Wurm-Knoten in Deinen Vorstellungen zu den hier gepflegten Auseinandersetzungen...

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    18. @ Stephan,

      warum bist du eigentlich nicht Oberlehrer geworden?
      ;-)

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    19. @Hermann
      So sad… In der Tat.

      Rudolf Steiner gleich pauschal mitentsorgen wollen wir aber nicht. Es gibt bei Steiner Äußerungen die er selber schon zu seiner Lebzeiten gerne entsorgt hätte, zu Lebzeiten bedauert hat gesagt zu haben. Seine Ansichten waren demnach durchaus entwicklungsfähig. Das kann nicht gesagt werden von mancher seiner Zeitgenossen und Nachfolger, von heutigen Fundamentalisten und Verschwörungsgläubiger der Kirche, die nicht müde werden ihr Bekenntnis in unendlicher Phrase zu wiederholen.

      Nebenbei: Für eine Diskussion ist es nicht sinnvoll sich zu verstecken hinter Anonymität. Antworten werde ich deshalb nicht. Vor allem dann, wenn sich die Vermutung nährt, dass Anonym nichts weiter ist als eine weitere Tarnung des Haustrolls der mal wieder sein Unwesen treibt und sich jetzt meint berufen zu müssen auf C.G. Harrison (wie heißt der überhaupt mit Vornamen, davon ist merkwürdigerweise nichts überliefert…).

      Auch Steiner hat sich immer wieder auf den Theosophen Harrison bezogen und hat vieles von ihm übernommen. Auch der Unsinn zu Russland, so sieht es aus. In diesem Falle wäre Harrison der Urheber der kruden Verschwörungsgedanken und Steiner hat in den Jahren der Kriegspropaganda darauf immer wieder zurückgegriffen. Eine ungute Mischung die in der Gegenwart wieder aufgewärmt aufgetischt werden soll. Ganser und Ludwig sei Dank. Guten Appetit!

      Ich finde keine zuverlässigen Quellen zu Harrison. Dafür umso mehr und sehr ausgeprägt im "rechtsgerichteten anthroposophischen Bereich" und im Bereich anthroposophischer Fundamentalisten. Das sieht aber schlecht aus für den Herrn Haustroll:

      Perseus Verlag (Thomas Meyer)
      http://www.perseus.ch/PDF-Dateien/fundamental.pdf
      http://www.perseus.ch/PDF-Europaer/JG_03/Europaer_05_1999.pdf (Seite 3)

      Hermann Keimeyer
      http://www.hermannkeimeyer.de/leserzuschriften/59-die-wirkung-von-irrtuemern-geistiger-forschung-und-die-spirituelle-bruederlichkeit

      Rüdiger Blankertz
      http://www.menschenkunde.com/pdf/texte/okkultismus/harrison_weltenall_web.pdf

      Außerdem: "Das Transzendentale Weltenall" von Harrison wird auch heute gerne von rechtsextremen Verlagen veröffentlicht
      http://www.geheimeswissen.com/product/c._g._harrison___das_transzendentale_we.../2133

      Tarnung erkannt. Versuch gescheitert. Soll Anonym doch weiter vor sich hin trollen…

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    20. Charles George Harrison (1855-1933), Eisen- und Metallwarenhändler in London
      (books.google Osterrieder 2014, S. 919)

      Steiner schrieb Juli 1917 über “in eingeweihten Kreisen vorhandene politische Formeln in England … Man konnte in England in solche Formeln eingegliedert Sätze finden wie diesen: Das russische Reich wird in seiner gegenwärtigen Form zugrunde gehen, damit das russische Volk leben könne. Und dieses Volk ist so geartet in seinen Verhaltnissen, daß man dort werde sozialistische Experimente ausführen können, für die es in Westeuropa keine Möglichkeit gibt.“ 24.347f.

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    21. Gut, Rudolf!
      Dein Problem hat also was mit Oberlehrern zu tun - das ist schon mal eine heiße Spur...

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    22. @ Bobby,

      wenn du dir jetzt anmassen möchtest zu entscheiden, was bei Steiner richtig und was falsch ist, bitteschön.
      Es zeugt aber nicht gerade von intellektueller und geistiger Erhabenheit , wohl eher von einer gewissen Hybris. Und wenn man die Fassung verliert, weil einem mal etwas nicht in die eigene Argumentationslinie passt, nicht von Erhabenheit.
      Wozu nach allgemein gültiger Übereinkunft auch ein normaler Umgangston zählen würde, nur nebenbei bemerkt. Er würde dir besser zu Gesicht stehen, als diese permanente Ausrasterei bei jedem Widerspruch.
      Das von Rudolf Steiner Mitgeteilte steht in der Welt, und es steht allen zur Verfügung, Tarnung nicht notwendig und auch nicht beabsichtigt!

      Das "Transcendentale Weltenall" von C.G. Harrison stand Steiner nachweislich zur Verfügung, manche Passagen in Steiners Werk könnte man regelrecht als "abgeschrieben" bezeichnen.

      Lassen wir nochmal den "rechten VTer" Steiner sprechen,
      GA 186, Seite 69-70:

      "Nicht eine Sklavenkaste im alten griechischen Sinne, aber eine ökonomische Sklavenkaste, eine Sklavenkaste, welche sozialistisch organisiert werden soll, welche alle Unmöglichkeiten einer sozialen Struktur aufnehmen soll, die aber dann nicht angewendet werden soll auf die englisch sprechende Bevölkerung. Darum handelt es sich, die englisch sprechende Bevölkerung zu einer Herrenbevölkerung der Erde zu machen.
      ...............................................
      Was ich da ausspreche, wird von den Zentren im Westen, die ich öfter angedeutet habe, sorgfältigst geheim gehalten. Und es gilt im Westen als selbstverständlich, daß man die Menschen des Ostens nichts wissen
      läßt von diesen Dingen, die man selbst, wie ich vorhin sagte, durch
      Methoden, über die ich vielleicht auch noch sprechen werde, als Wissen
      besitzt, und zwar so als Wissen besitzt, daß man, weil die anderen
      diese Dinge nicht wissen sollen - und das ist die einzige Art, auf die es
      sein kann -, mit ihrer Hilfe die Weltherrschaft begründen will"

      So, lasst uns nun Rudolf Steiner weiterhin fleißig als "rechten" Apologeten brandmarken und geistig beerdigen, bis nichts mehr von ihm übrig bleibt, bis auch er nur noch in "rechtsgerichteten Verlagen" herausgegeben wird.

      Wäre sehr neugierig, ob ihr Euch dann auch noch weiterhin als Anthroposophen bezeichnen werdet mit dieser Anthroposophie ohne Rudolf Steiner!

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    23. Tja anonym. - und wenn nichts mehr geht bist du immer mal wieder der reine und kleine Steinerverehrer und Verteidiger mit pauschalen Entsorgungsvorwürfen hinzu...durchschaubar, aber ist bestimmt ein schöner Zeitvertreib für dich zu Hause ;)

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    24. @Rudolf
      Gegen eine geistige Beerdigung mit Auferstehung ist doch nichts einzuwenden, aber Du begräbst mit Deiner Anno-Dazumal-Fixiertheit dasjenige, was gerade in der Auferstehung begiffen ist...

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    25. Bei Steiner gab es wegen der Dreigliederung auch noch eine Verschwörung auf die andere Seite:
      [Der] … eigentlichen Geist des Testamentes Peter des Großen, das war einfach dasjenige, was imperialistisch entgegengesetzt werden sollte dem Imperialismus des Westens. 337a.238 (1920)

      “Russland muss sich bei jeder Gelegenheit in die Angelegenheiten und Streitigkeiten Europas mischen; besonders aber in diejenigen Deutschlands.“ (Punkt 3 des sog. Testaments des Peters der Grossen).

      Die identitären Patrioten (Dugin, Bannon, Jongen) betrachten die derzeitige Politik als einen apokalyptischen Kulturkampf, der aggressiv geführt werden soll. Es sei eine konservative Wende.

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