Vom politischen Spuk: Das Identitäre und die Anthroposophie


Ein Duell, das der Staat mit seinen Bürgern führt- könnte es ein passenderes Bild für das Selbstgefühl der Neo- Rechten, AfDler, Trumpisten, und Reichsbürger geben? „Das Duell spielt sich nicht auf dem Felde ab, das man gemeinhin als das Feld der Politik betrachtet; der Privatmann ist keineswegs ein Politiker, noch weniger ein Verschwörer, ein „Staatsfeind“. Er befindet sich die ganze Zeit über durchaus in der Defensive. Er will nichts weiter, als das bewahren, was er, schlecht und recht, als seine eigene Persönlichkeit, sein eigenes Leben und seine private Ehre betrachtet. Dies alles wird von dem Staat, in dem er lebt und mit dem er es zu tun hat, ständig angegriffen, mit äußerst brutalen, wenn auch etwas plumpen Mitteln. Unter furchtbaren Drohungen verlangt dieser Staat von diesem Privatmann, dass er seine Freunde aufgibt, seine Freundinnen verlässt, seine Gesinnungen ablegt, vorgeschriebene Gesinnungen annimmt, anders grüßt als er es gewohnt ist, anders ißt und trinkt als er es leibt, seine Freizeit für Beschäftigungen verwendet, die er verabscheut, seine Person für Abenteuer zur Verfügung stellt, die er ablehnt, seine Vergangenheit und sein Ich verleugnet, und vor allem für alles dies ständig äußerste Begeisterung und Dankbarkeit an den Tag legt.“ (1)

Ist dies ein stilistisch gelungenes Pamphlet Alexander Gaulands gegen die Islamisierung des Abendlandes? Ist das eine Charakterisierung der PEGIDA- und AfD- Bastionen im fernen Sachsen, die die Überfremdung durch die Moderne beklagen, da sie doch nicht einmal in DDR- Zeiten West- Fernsehen hatten empfangen können, und sich nun als Opfer der Globalisierung empfinden? Nein, der „Privatmann“, der sich vorbereitet auf „den Griff, dessen Opfer er ist“, ist der politisch hellsichtige, stilistisch unangefochtene Sebastian Haffner in seinen Erinnerungen von 1933. Er hat die politische und moralische Erosion Deutschlands seit 1914 aufmerksam verfolgt und dokumentiert, inklusive der diversen rechten Freicorps, die in revolutionär- blutrünstiger Weise und Tonlage schon seit dem Ende des Ersten Weltkrieges gewirkt und schließlich in das Wüten der SS übergegangen waren. Aber Haffner schildert aus seiner persönlichen Perspektive feinfühlig auch Stimmungen zwischen Lähmung, manisch- vaterländischen Aufbrüchen und Gefühlen kaum entrinnbarer fatalistischer Depression, die das Land in den Jahren bis zum Hitlerismus durchzogen: Die Weimarer Zyklothymie, ein Auseinanderfallen in politischen Extremen und in einer alles zersetzenden Brutalität in der Auseinandersetzung.

Einer solchen Krisenstimmung steht die Republik, selbst angesichts der mehr oder weniger andauernden Flüchtlingskrise und einem immer wieder drohenden Zerfall Europas, heute denkbar fern. Der verängstigte Bürger wird freilich von den Populisten ebenso in die Defensive gedrängt, wie seine Demütigung durch den ihn angeblich total determinierenden Staat herbei geredet wird. Der Bürger „in der Defensive“ ist ein hetzerisches Stilmittel, ein subversives Unterminieren des demokratischen Status Quo. Vielerorts hat die Selbstaufhebung demokratischer und liberaler Strukturen mit dieser Hetze verfangen- die Stimmung, die dem Brexit voran ging, die mediale Schlacht eines Donald Trump haben erfolgreich den Fatalismus des Privatmanns-als-Opfer beschworen und in dessen reaktiven apokalyptischen Fanatismus umgemünzt.

Wie steht es in diesem Umfeld nun mit der anthroposophischen Bewegung und ihrem Verhältnis zum Identitären? Schließlich hat der Begründer Rudolf Steiner in seinen vielen Vorträgen auch reichlich Apokalyptik betrieben, Verschwörungstheorien verbreitet und anti- amerikanische, anti- demokratische und - in seinen frühen Jahren- sogar antisemitische Positionen vertreten; das Ganze in einem Wust von Initiativen und Denkansätzen, zu denen auch grundsätzlich humanistische, christliche und individualistische Grundsätze gehören. Es ist eben Teil der persönlichen und gesellschaftlichen Verantwortung des mündigen Anthroposophen, aus den widersprüchlichen Essenzen dieses Lebenswerks eine Positionierung zu gewinnen, ohne durch manipulative Deutungshoheit Kapital daraus zu schlagen. Derlei Bedenken treiben allerdings Identitäre nicht um- im Gegenteil, in Zeiten der Blütezeit apokalyptischer Endzeit- Strategen und nationalistisch- reaktionärer Bestrebungen rund um den Globus war zu erwarten, dass sich, schon aus Opportunismus, die Rechten unter den Anthroposophen brav in die Querfront- Reihe stellen.

Man merkt dann aber schon auf, wenn ein langjähriger Funktionär, Jurist, Redakteur des „Goetheanums“ wie Martin Barkhoff ideologisch aufschließt zu den Identitären und ein Loblied auf Alexander Gauland anstimmt: „„…mein Freundeskreis ist weitgehend chinesisch und meine Anthroposophie verwandelt sich in Taoismus. Meine Nachbargemeinde, das Garnisonsdorf Yangfang, ist islamisch … Leuchtende, dem Himmel zugewendete Halbmonde können in mir die Begeisterung für die Hingabe (Islam) an den Willen Gottes wecken. ‚Angst vor dem Fremden‘ ist bei mir nicht das Hauptmerkmal. Aber ich bin AfD-Wähler. Alexander Gauland macht großen Eindruck auf mich. Allein wie freundlich der bleiben kann … Geduld wie die des alten Rabbi Hillel, und die hebt real das Wut-Denken auf. Wenn alle um ihn herum erregt bis voll wütig sind, bleibt er nicht nur kühl, sondern spürbar freundlich … Hat was von Beuys und den Grünen, früher. Der stand auch konsequent gegen die Parteienherrschaft.“ (2) Martin Barkhoff, der schon früher ein oft erfrischend unorthodoxer Denker aus prominenter anthroposophischer Familie war, und der inzwischen in Peking lebt, hatte in diesem Statement auf Jens Heisterkamps kritischen Überblick über die „Wutdenker“ (3) in Info3 reagiert, in dem dieser nach der Abrechnung mit Kubitschek, Höcke und Gauland resümiert: „Alle Symptome weisen auf den Versuch eines Rollbacks des Projekts der Moderne: Weg mit der EU und dem Parteiensystem, Schluss mit Freizügigkeit und Minderheitenschutz, Emotionen statt Aufklärung, autoritärer Personenkult statt Freiheit, Ethnozentrik statt Pluralismus, die Durchsetzung des Stärkeren anstelle von Mitmenschlichkeit. Es ist der Versuch, das Soziale noch einmal aus dem Blut heraus statt mit dem Herzen zu denken. Seien wir wachsam, welche Geister sich da einnisten wollen.“ (3)

Die Reaktion aus der rechten Szene ließ nicht auf sich warten, worauf ich in diesem Blog in „Die Rechten mögen Info3 nicht“ (4) auch aufmerksam gemacht hatte: „Jedenfalls kommt die anthroposophische Zeitschrift in einem aktuellen Artikel Caroline Sommerfelds in Kubitscheks Blättchen Sezession -„Den Weltgeist verraten und verkauft“ -, wie der Titel des Artikels schon verrät, nicht gerade gut weg. Sommerfeld möchte dabei untersuchen, wie der „Mainstream“ in dieser Szene, die ja „ein bißchen anders als die anderen“ ist, tickt- wobei schon diese Ursprungsfrage ganz offensichtlich voreingenommen ist, da der Begriff „Mainstream“ für die Rechten negativ besetzt ist.
Dabei gibt es eine gewisse ideologische Nähe zu Rudolf Steiner, da dieser, wie Sommerfeld meint, ein strammer Anti- Amerikaner, „Antiglobalist“ und gegen den Marxismus gewesen sei. Steiner sei auch gegen die „verdiesseitigte Massengesellschaft“ gewesen, was ihn eigentlich dazu geeignet zu machen scheint, von der neuen Rechten vereinnahmt zu werden.“

Zu Caroline Sommerfeld, die für das identitäre „Sezession“- AfD- Vordenker- Blatt schreibt, äußert sich nun im aktuellen Heft Die Drei- Chefredakteur Claudius Weise, der in seinem Artikel „Identitäre Anthroposophie“ (5) als Untertitel das Statement hinzu setzt „Was in der Anthroposophischen Bewegung leider vorgeht“. Darin setzt sich Weise mit Sommerfeldt auseinander: „Die Autorin stellt sich darin als »Philosophin und Waldorfschulmutter« vor. In der Tat ist die 1975 geborene Sommerfeld eine promovierte Philosophin, deren 2003 vorgelegte Dissertation ›Wie moralisch werden? – Kants moralistische Ethik‹ mit dem Karl Alber-Preis ausgezeichnet und in der FAZ als bahnbrechende Leistung gewürdigt wurde. Seither ist Sommerfeld als Betreiberin eines Internet-Blogs mit dem adornitischen Namen ›fauxelle – Blicke unter den Verblendungszusammenhang‹ sowie als Autorin der rechtsintellektuellen Zeitschrift ›Sezession‹ hervorgetreten. Sie lebt gegenwärtig in Wien und gehört dort der als rechtsextrem eingestuften Identitären Bewegung an.“ (5) Sommerfeld schreibt nicht nur für „Sezession“, sondern auch für das anthroposophische ›Ein Nachrichtenblatt‹ (6), das sich, seit 2011 elektronisch für Abonnenten vertrieben, als Nachfolger eines inzwischen fusionierten Mitglieder- Hefts für Anthroposophen versteht- aber inzwischen, offenbar die Marktlücke witternd, zum Sprachrohr der Identitären innerhalb der anthroposophischen Szene wird. Da die Herausgeber schon 2014 nach eigenen Angaben (7) über 1000 Leser hatten, von denen sie jeweils 120 Euro pro Jahr verlangen und auch jahrelang per Heft und Emails spamartig um Geld warben, scheint das Geschäftsmodell, sich am rechten Rand zu verorten, nicht ganz abwegig zu sein.

Claudius Weise führt nun eine Auseinandersetzung mit Sommerfeld, die, in zwei anthroposophischen Publikationen abgedruckt, eine ideologische Verankerung der nationalistischen, rassistischen Positionierung der Identitären mit anthroposophischen Grundlagen sucht, vor allem hergeleitet aus Rudolf Steiners Volksseelenzyklus: „Schwieriger wird es allerdings, wenn sie (Sommerfeld, M.E.) anschließend das benennt, was ihr als weltanschauliche Schnittmenge zwischen Anthroposophie und Identitärer Bewegung erscheinen mag: »Statt der politisch durchsichtigen ›Diskriminierung‹ von ›Rassismus und Nationalismus‹ führen wir uns das Bekenntnis zur eigenen Kultur und Identität und eine Bejahung der Vielfalt, Freiheit und Integrität der Völker vor Augen, Steiner nannte dies ›die Volksseelen‹.

Die seit Jahrzehnten von anthroposophischer Seite penetrant verleugneten rassistischen Aspekte insbesondere von Rudolf Steiners Volksseelenzyklus (8) werden nun also von Sommerfeld auf überraschende Weise offen für die Rechte instrumentalisiert- ein „Bumerang“, vor dem Ansgar Martins schon 2010 bei den „Ruhrbaronen" gewarnt hatte: „Waldorfschüler, -eltern, und oft genug auch -lehrer, stehen vor diesem immer wieder durch die Medien gehenden Unfug „ihres“ Schulgründers genauso ratlos wie Nicht-Waldorfianer. Aufklärung würde man eigentlich von der Waldorf-Dachorganisation erwarten. In der Tat distanzierte sich der „Bund der Freien Waldorfschulen“ 2007 in seiner „Stuttgarter Erklärung“ formal von „jeglicher Form“ des Rassismus und Nationalismus und gab schon 2001/02 zwei Bände zum Thema „Anthroposophie und der Rassismusvorwurf“ heraus (..) Statt Aufarbeitung und sachlicher Distanzierung von Steiners rassistischem Unfug geht es den Autoren und dem Herausgeber „Bund der Freien Waldorfschulen“ nur um Abwehr und Apologie, sowie darum, Kritikern eine „unhistorische und selektive“ Arbeitsweise zu unterstellen (..). Das kann höchstens dazu führen, Waldorfvertreter auf eine – sachlich falsche – ideologische Linie einzuschwören. Und natürlich dazu, dass die Debatte um Steiners Rassismen und die Waldorfschulen weiterhin explosiv bleibt. Auch manche Anthroposophen, denen diese Rassismen peinlich sind, fürchten daher inzwischen, Zitat Ralf Sonnenberg: „Das apologetische Unternehmen der Autoren Bader, Leist und Ravagli könnte sich somit auf lange Sicht hin noch als Bumerang erweisen.“ (9)

Tatsächlich geht es Sommerfeld, wie Claudius Weise ausführt, darum, die ohnehin schon halb- gare „Stuttgarter Erklärung“ auszuhöhlen: „Von ähnlicher Qualität ist ihr Versuch, die ›Stuttgarter Erklärung‹ als Ansammlung von »Leerformeln« darzustellen. Besonders anstö­ßig findet sie offensichtlich folgende Passage: »Die Anthroposophie als Grundlage der Waldorfpädagogik richtet sich gegen jede Form von Rassismus und Nationalismus. Die Freien Waldorfschulen sind sich bewusst, dass vereinzelte Formulierungen im Gesamtwerk Rudolf Steiners nach dem heutigen Verständnis nicht dieser Grundrichtung entsprechen und diskriminierend wirken. Weder in der Praxis der Schulen noch in der Lehrerausbildung werden rassistische oder diskriminierende Tendenzen geduldet. Die Freien Waldorfschulen verwahren sich ausdrücklich gegen jede rassistische oder nationalistische Vereinnahmung ihrer Pä­dagogik und von Rudolf Steiners Werk.«“ (5) Übrigens wird Frau Sommerfelds Argumenten gegen die - wie die gängige neu- rechte Chiffre lautet - "Denkverbote" auch auf Lorenzo Ravaglis Anthroblog Raum gewährt- und es geht Sommerfeld ja nun ums Große und Ganze: "Alles, was der globalistischen Weltordnung entgegensteht, wird als »Rassismus«, »Nationalismus« und »Diskriminierung«, wenn auch geschönt und indirekt, diskriminiert.." (10) Möchte Herr Ravagli als langjähriger Repräsentant von Anthroposophie und Waldorf- Bewegung, tatsächlich mit Sommerfeld die "globalistische Weltordnung" einreißen, und sich damit einreihen in die Riegen der Ultrarechten, Anti- Merkel- Brüller und Höcke- Anhänger? Wo genau sind wir hier gelandet?

Wie weit die Entgleisungen gehen, zeigt Claudius Weise am Beispiel Martin Barkhoffs auf, der selbst auch für das notorische „Ein Nachrichtenblatt“ schreibt, und darin die Unverfrorenheit besitzt, den angeblichen Widerstand von Waldorfschulen gegen die „Meinungsdiktatur“ der Nazis gleichzusetzen mit einer heute, in der offenen demokratischen Gesellschaft, angeblich bestehenden „neueren Meinungsdiktatur“:

"Jedenfalls schloss in der folgenden Ausgabe Martin Barkhoff an genau diese Kritik an, indem er daran erinnerte, dass die Berliner und die Dresdner Waldorfschule angesichts der nationalsozialistischen Unterdrü­ckung unterschiedliche Wege gegangen seien: »Die Regierung legte 1938 in einer Sprechvorschrift fest, mit welchen Grussworten die Schü­ler morgens zu begrüssen seien. Die Lehrer der Berliner Waldorfschule wollten so nicht unterrichten. Sie beschlossen die geordnete Schliessung der Schule. Ein nur zwei Worte umfassendes Ideologiebekenntnis reichte ihnen aus, um die ganze Schule aufzugeben.« Die Dresdner hingegen verzögerten durch Kompromisse und die Pflege ihrer Kontakte zum Regime die Schließung um vier Jahre: »Nach dem Ende der Meinungsdiktatur erschwerte die Dresdener Lö­sung einen Neuanfang. Die beispielhafte Gradlinigkeit der Berliner (und der Stuttgarter usw.) machte den Neustart möglich und kraftvoll.« So weit, so gut. Dann aber heißt es: »Anders als damals gehen heute die anthroposophischen Institutionen mehrheitlich den Dresdener Weg. Der künftige Neustart wird daher nach dem Ende der neueren Meinungsdiktatur kaum aus der Kontinuität erfolgen können, wie es noch nach ’45 möglich war.«“ (5)

So reden die inner- anthroposophischen Identitären die von Sebastian Haffner geschilderte Opfer- und Angst- Stimmung herbei, als stünden ausgerechnet sie im Widerstand gegen eine allmächtige Nazi- Diktatur. Die Dreistigkeit, die offene, liberale Gesellschaft mit einem faschistischen Regime gleich zu setzen und dabei die viel diskutierten zwiespältigen Vokabeln Rudolf Steiners aus dem Jahre 1910 zu instrumentalisieren, müssen diejenigen alarmieren, die seit Jahrzehnten relativierend mit den rassistischen Aspekten im Werk Rudolf Steiners umgehen. Es ist dankenswert, dass auch Die Drei sich des Themas annimmt und dabei hoffentlich auch die interne Diskussion, Klärung und Abgrenzung anregt. Es ist sonst zu befürchten, dass Rudolf Steiners Werk immer weiter ideologisch vereinnahmt wird von einer identitären Bewegung vom äußersten rechten Rand der Gesellschaft- befeuert von Apokalyptikern wie Martin Barkhoff, der auch im „Goetheanum“ (11) vom politischen „Spuken“ raunte: „Wenn sich eine Gesellschaft bis in ihren Kern auflöst, kommt der Zeitpunkt, an dem das Gespenstische bis ins Öffentliche bemerkbar wird.“

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1 Sebastian Haffner, Geschichte eines Deutschen. Die Erinnerungen 1914- 1933, München 2002
2 Martin Barkhoff, Leserbrief zu Jens Heisterkamp, in: Info3, Juni 2016, 5, zitiert in: https://waldorfblog.wordpress.com/category/martin-barkhoff/
3 https://www.info3-magazin.de/die-wut-denker/
4 https://egoistenblog.blogspot.de/2017/04/die-rechten-mogen-info3-nicht.html
5 die Drei 10/2017 online: http://diedrei.org/hefte-anzeigen/inhalt/heft-10-2017.html Link zum Artikel: http://diedrei.org/tl_files/hefte/2017/Heft10_2017/08-Weise-Identit%C3%A4re-DD_1710.pdf
6 https://www.iea-enb.com/intentionen/
7 https://www.iea-enb.com/bestellen/
8 Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie (Rudolf Steiner) GA 121
9 https://www.ruhrbarone.de/rudolf-steiners-rassenlehre/5637#
10 https://anthroblog.anthroweb.info/2017/denkverbote-gegen-die-angst-vor-rassismusvorwuerfen/
11 Das Goetheanum 16. März 2017




Kommentare

  1. Mensch, Mensch, schon wieder jemand aus Österreich ;)
    Ist schon auffallend, dass viele Rechtsradikale und Rassisten aus Österreich kommen und kamen und sich im europäischen Raum (und gerne auch im deutschen Lande) sich breit machen wollen...ganz aktuell siehe auch den erweiterten Rechtsruck des aalglatten Konservativen im alten Wienerschnitzel-Ländle ;)
    Ist denen vielleicht langweilig ?

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  2. Ist Claudius Weise denn jetzt sozusagen rehabilitiert...? Er wurde doch auf diesem Blog mit seiner Zeitschrift "Die Drei" vor nicht langer Zeit als "rechtspopulistisch" dargestellt.

    Kann man sich jetzt gutgelaunt und triumphierend Lorenzo Ravagli vornehmen ("...damit einreihen in die Riegen der Ultrarechten, Anti- Merkel- Brüller und Höcke- Anhänger?")? Dass er auf seinem Blog ("Hinweis an potentielle Denunzianten") geäußert hat, eine Veröffentlichung des Beitrages "impliziert keinerlei Zustimmung zu den von der Autorin vertretenen Positionen" wird in obigem Artikel natürlich nicht erwähnt.

    Die Putin-Verehrung und den Antiamerikanismus vieler Anthros finde ich schlimm, die obige Jagd auf jeden, der "irgendwie rechts" oder "konservativ" oder sonstwie denkt, finde ich inzwischen genauso schlimm.



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    1. Claudius Weise muss in der Tat nicht im geringsten "rehabilitiert" werden, da er nirgends angeklagt und auch nicht verurteilt worden ist. Miteinander streiten ist doch keine Verurteilung. Irgendwie entgleisen Dir Deine eigenen Vokabeln.

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    2. Da entgleist nichts. Soweit ich es erinnere, gab es hier und auf FB den Artikel "Die Drei als rechtspopulistisches Hetzblatt", der sich u.a. auf CW bezog. Bei mir überwog halt eher der Eindruck einer Anklage oder Verurteilung (Ähnlich wie "Riege der Ultrarechten..." im heutigen Artikel).

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    3. Habe nochmal geguckt: "Die Drei als rechtspopulistisches Hetzblatt" thematisiert mehr S.Eisenhut, im späteren Artikel "Schlammcatchen versus gekreuzte Klingen" geht es hingegen um C.Weise (man wird tatsächlich etwas verwirrt, bei den ganzen Polit-Anklagen, sorry).

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  3. Das dritte Steiner-Zitat in der Gegenerklärung bei Sommerfeld finde ich in GA 185a.204 (1918), und schon 1969 in Beiträge 24, aber nicht in GA 159/160.

    ‘die besondere individuelle Gestaltung’ im Steiner-Zitat ist nicht gleich der ‘Individualität‘, sondern ‘den großen, ewigen Kräften, die durch die menschlichen Individualitäten gehen‘ (185a.203), d.h. das stereotype, bestimmte ‘Volksseelentum‘, ‘der Volksgeist‘.

    “Die soziale Frage, das deutet schon ihr Name an, ist eine Sache von Menschengruppen, Menschenzusammenhängen; das Geheimnis der Schwelle ist eine Sache der Individualität.“ 185a.199

    Sommerfelds Gegenerklärung ist nicht eine Sache der Individualität, sondern der Identitätspolitik. Wiki/Identitätspolitik: “Oft werde die Geltungskraft sozialer Unterscheidungsmerkmale (wie etwa Geschlecht oder Hautfarbe) von der Identitätspolitik verstärkt, was dann die unterdrückende gesellschaftliche Hierarchie und die Opferrolle bestätigt (Klimke).

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    1. "Das Geheimnis der Schwelle ist eine Sache der Individualität." 185a.199
      Einer Individualität, die nicht mehr wie Sommerfeld dual allein aus dem Verstand argumentiert, sondert einer Individualität, die das Beste des Verstandes gleichsam innerlich zu "dynamisieren" (siehe: https://egoistenblog.blogspot.ch/2017/09/bernhard-albrecht-hartmann-den-willen.html) weis und ins Nichts hinauszugehen den Mut immer tiefer sich abringt. Einer Individualität, welche die Rückendeckung durch eine Gruppe, wie auch immer, preisgibt und sich allein auf die im Vorwärts-Schreiten wachsende eigene Kraft verlässt.
      Etwas tiefer hingeschaut bläst aus meiner Sicht Sommerfeld und ihr mehr oder weniger nahe stehende, so benannte "rechte anthroposophische Kreise" nämlich, ohne dass diese es zu bemerken scheinen zum Rückzug in die Schützengräben. Schützengrabenkriege waren und sind nicht zu gewinnen.
      Dualität ist heute ein Auslaufmodel für welthaft ausgerichtetes Handeln. Das bedeutet für mich, Sommerfeld zur Kenntnis zu nehmen, ihr aber auch nicht zu viel Beachtung zukommen zu lassen. Sondern: In der eigenen Resonanz auf Sommerfeld und ähnliche Erscheinungen, nicht zu vergessen diese Resonanz auf ungeklärte eigene seelische Tiefen-Geschehnisse hin selbstbeobachtend zu untersuchen. Was dort zu Tage treten kann, das führt aus meiner Erfahrung auf Wege der Entwicklung eigener Mutkräfte, mithin auf Wege einer "lebensnah," das heisst vorwärts ausgerichteten Individualität hin und bewahrt mich davor wertvolle Kräfte in dual ausgerichteten, letztlich kaum zielführenden Scharmützeln zu verbrennen. Die vom Ego ausgehenden Illusionen lauern an vielen Ecken darauf mich zum Stolpern zu bringen und Anlass zu geben den Mut-Weg mit allerlei Vorwänden immer wieder zu umgehen.

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  4. "Wo genau sind wir hier gelandet?"

    Denn wo das Bekenntnis zur persönlichen Freiheit, zur eigenen Kultur und Identität und zur Bejahung der Vielfalt, der Freiheit und Integrität auch der Völker (Steiners Volksseelen) mit in diesen Zusammenhängen sinnentleerten und verfälschenden Abwehrformeln wie "rassistisch" und "rechtsradikal" bezeichnet wird, erübrigt sich in der Tat jede Diskussion.

    Realitätsverlust geht hier anscheinend einher mit der Unfähigkeit zu begreifen, daß "Volk" kein rassistischer und rechtsradikaler Begriff ist und auch nicht dasselbe sein kann wie "Weltbevölkerung"!
    Denn wenn dem so wäre, müsste ja selbst die Demokratie "rechtsradikal" sein.

    Ja wirklich "wo genau sind wir hier gelandet?"

    Wenn jeder, der aus einer hoffentlich noch einen Wert an sich darstellenden politischen Ungebundenheit und persönlicher Freiheit heraus , sagen wir auch unter Vereinnahmung Rudolf Steiners (wer tut das schon nicht?), Zweifel oder Bedenken an der "globalistischen Weltordnung" äußert, bezeichnet werden darf als eingereiht " in die Riegen der Ultrarechten, Anti- Merkel- Brüller und Höcke- Anhänger" ?

    Ja, in der Tat, "wo genau sind wir hier gelandet?"



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    1. "Wo genau sind wir - "bin ich" - hiergelandet."
      Dort, wo es gilt mir selber tiefer in dei Augen zu schauen. Mit Empörung, selbst einer verhaltenen Empörung ist nichts zu gewinnen.
      Und im Übrigen: Sie sprechen von einem "Wir." Welche Legitimation haben Sie dies zu tun?
      Diese Frage zu klären könnte zum Beispiel der Anlass sein sich selber tiefer in die Augen zu schauen ... und in Folge dann vielleicht in ihrem Sagen und Tun sich nur noch auf sich zu stützen.

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    2. @ Bernhard Albrecht

      "Welche Legitimation haben Sie dies zu tun?"

      Sicherlich die selbe, wie der Autor des Leitartikels.
      Oder entspricht es Ihrer Geisteshaltung allen Ernstes anzunehmen, dass wir uns heute noch in einer Welt mit unterschiedlichen Legitimationen für ein und dieselbe Art des "Sagens und Tuns" befinden?

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  5. "Wo genau sind wir hier gelandet". Im Netz. Auf den Blogs und auf Facebook.
    Wo man herumklickend an diversen Artikeln vorbeihuscht, einen Artikel entdeckt, der irgendwie "gegen rechts" und "gegen Nazis" ist und den erst einmal "liked". Habe heute auf FB entdeckt, dass einige Menschen, die das "geliked" haben, das Ganze nur überflogen haben, das mit Ravagli in dem Artikel gar nicht wussten, usw.

    Macht ja nichts, wenn man eventuell eine Existenz mit so einem Naziverdacht zerstört. Es geht "gegen rechts", wir sind also die Guten.

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    1. Die glühend- ritterliche Verteidigung (diesmal) Ravaglis ist sehr lobenswert, wird dem einflussreichen und wortmächtigen Funktionär aber vermutlich Wurst sein. Er hat dafür Webmaster, denen er Werbung und Aufträge zukommen lässt, die werden das schon erledigen. Es wird nicht lange dauern, vermute ich.

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    2. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemandem "Wurst" ist, wenn er/sie auf FB oder einem Blog als Nazi verunglimpft wird.

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    3. Du spitzt - auch bei Facebook- maximal zu, aus welchen Interessen auch immer. "Nazi" ist Deine Wortwahl.

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    4. Meine Wortwahl bezogen auf Deine eindeutige Anklage. Oder bietet die Aussage "in die Riegen der Ultrarechten, Anti- Merkel- Brüller und Höcke- Anhänger" einen alternativen Interpretationsspielraum...?

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    5. Ja, natürlich, die AfD sitzt ja inzwischen auch im Bundestag und ist mithin demokratisch legitimiert.

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    6. Jedenfalls reitet Lohengrin Rainer wieder- mal gegen die Ironie der Anthroposophie- Kritiker, mal für Judith von Halle, mal für Lorenzo, mal gegen die Islamisierung des Abendlands. Eine Oper nach der anderen, mit immer derselben Selbststilisierung.

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  6. Lesenswert zu dem Thema ein Artikel der FAZ von 2015:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kampf-gegen-rechts-ein-volk-von-antifaschisten-13429214.html?GEPC=s2

    (Ach ja, bevor ich hier die entsprechende Verurteilung über mich ergehen lassen muss: Vor 2 Wochen und auch sonst, habe ich "Grün" gewählt).

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    1. ".....habe ich "Grün" gewählt"

      was Sie anderen vorwerfen, also die Guten spielen zu wollen, haben Sie selbst so verinnerlicht, dass Sie diesen Widerspruch gar nicht mehr bemerken.

      Sie sind demnach auf einem doppelten Holzweg.
      Einmal wollen Sie mit Ihrem politischen Bekenntnis offensichtlich auch zu den Guten gehören, merken andererseits aber offensichtlich nicht, daß dies durch ein Bekenntnis zu einer politischen Ideologie nie und nimmer erreicht werden kann.
      Denn schon weil grüne Ideologie nicht selten in Intoleranz und "Ökofaschismus" ausartet, ist sie ein Paradebeispiel für antiliberales Denken, wo ganz ohne wissenschaftliche Belege für zum Teil abenteuerlich absurde Thesen und mit Verweis auf völlig unvorhersehbare Zukunftsszenarien einer Mehrheit vorgeschrieben werden soll, was gut und schlecht ist und was wir angeblich zum Wohle unserer Kinder und Enkel nicht nur zu tun, sondern sogar zu denken haben.

      Wer mit sich selbst nicht im Klaren ist, kann anderen nicht den Weg weisen.

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    2. Was Grün (oder auch gelb) wirklich ist, sieht man immer erst dann, wenn sie in der Regierung sitzen ;)
      Was damals z.B. bei Rot-Grün mit Schröder/Fischer rum gekommen ist, ist ja hinlänglich bekannt ;) - Trittin hat das Dosenpfand eingeführt!! Ja, das war noch eines der besseren grünen Taten, neben Harz4, Mehrwertsteuer-Erhöhung, Pendlerpauschale weg für Kleinverdiener (aber dafür keine zusätzlichen oder nach wie vor gar keine Bussverbindungen auf dem Lande) und und und ;)
      ach ja, so ist das wohl....

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    3. Nachtrag: Und dann wundert man sich, dass Rechts gewählt wird...

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    4. Übrigens, die neuen AFD Bundestags-Paninibildchen sind nun endlich im Handel erhältlich! Eine Satire bezügl. künftiger AFD-Leute im Bundestag ;) https://www.youtube.com/watch?v=eexxEorKuNU

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    5. Stimmt, wundern über den Rechtsruck an sich kann sich ein einigermaßen intelligenter Mensch eigentlich gar nicht.

      Wahrhaft verwunderlich ist vielmehr die Tatsache, dass wir immer noch angehalten werden, diejenigen politischen Kräfte mit z.T. jahrelanger Regierungsverantwortung, die ganz offensichtlich durch völliges Versagen ihrer Politik diesen Rechtsruck erst so richtig zu verantworten haben, ihn vorbereitet und ihn sehr wahrscheinlich sogar bewusst provoziert haben - es fällt schwer anders zu denken - immer noch für moralisch höherstehender einstufen sollen als AfD und Co.

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    6. "ihn vorbereitet und ihn sehr wahrscheinlich sogar bewusst provoziert haben." Also die die völlig versagt haben, haben erfolgreich den Rechtsruck vorbereitet. Mmmmh.....interessanter Gedanken....haben Sie vielleicht auch noch paar Hinweise und namen,wer und wie diese Provokation und Vorbereitung vonstatten ging. Waldorf Astoria? ...oder...Rothschild?

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    7. Das ist doch ausgemachter Blödsinn und fast schon paranoid, dass Politiker oder sonst wer - Rechts provoziert haben sollen...Viel mehr wurden aus meiner Sicht u.a. im SOZIALEN Zusammenhang hier und da wichtige Dinge verdattelt...Z.B. schleppende und zu späte Angleichung der Ostrenten, sozialer Wonungsbau, Infrastruktur auf dem Lande, vorschnelle Schließung der Ostindustrie etc. etc.

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    8. Lieber Finkelsteen,

      ich weiß ja, dass du so etwas gerne hören würdest, weil du ja so gerne auf die "Anti-VT-Trommel" schlägst.
      Muss dich aber leider enttäuschen, weder habe ich mit VT das Geringste am Hut, noch beteilige ich mich an Spekulationen, ob und welche illustren Wirtschaftsgrößen am Rechtsruck beteiligt sein könnten.
      Fakt ist, dass von Seiten der etablierten politischen Kräfte in den Augen einer immer grösser werdenden kritischen Masse eine verfehlte Politik betrieben wurde.

      Mein Ziel ist es vielmehr, eklatante aber immer noch tabuisierte und immer unerträglicher werdende gesellschaftliche Widersprüche zu thematisieren, die offensichtlich einen immer größeren Teil der Öffentlichkeit zutiefst verunsichern und beunruhigen.
      Wenn die Folgen einer verfehlten Politik auch von weiten Teilen geistiger Durchschnittsmenschen wahrgenommen werden und von diesen mögliche Ursachen hinterfragt werden, verfehlen VT-Diskussionen leider komplett ihre Wirkung.

      Es findet vor unser aller Augen eine Art Glaubwürdigkeitsverlust der gelenkten öffentlichen oder auch öffentlich gelenkten Diskussionen statt. Wobei von immer größeren Teilen der Bevölkerung eben der Widerspruch wahrgenommen wird, wenn die Verursacher verfehlter Politik ihre Heiligenscheine bewahren sollen, die Abstauber in Form von AfD und Co. aber fälschlicherweise als Verursacher des Rechtsrucks, wenn nicht gar als das personifizierte Böse schlechthin dargestellt werden.


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    9. Nein liebes Unbekannt ich schlage nicht gerne auf die VT Trommel. Ausserdem hat das auch nichts mit einer echten VT zu tun, sondern es ist vielmehr aus menschlichen Synapsen abgesonderter Bullshit. Ich bin gerne bereit mit Ihnen liebes Unbekannt über Ihr furchtbares Leben hier in unserer Gesellschaft zu reden, wo Politiker ihren Heiligenschein bewahren sollen und die AFD sind wie die Identitären, Nazis, die sehr aufwändige und langweilige Ausführungen darüber machen, dass sie keine Nazis sind. Ich habe da keine Lust auf solche Weicheier, die nicht mal zu Ihren überzeugungen stehen können. Sind Sie auch Hobbybaustatiker mit dem Zielgebiet von amerikanischen Stahlgebäuden? Schildern Sie Ihr Problem ich helfe Ihnen gerne und gratis. Ihr Herrmann Finkelsteen

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    10. @ Valentin,

      wenn die etablierten politischen Kräfte lediglich auf dem Gebiet des Sozialen irgendwas "verdattelt" hätten, hätte es doch eher einen Linksruck geben müssen, wenn diese Kräfte noch irgendeinen Schimmer von Integrität besitzen würden. Sagt mir jedenfalls die Logik.

      Es scheint wohl aber eher so, als dass sogar diejenigen Kräfte, die sich noch "linke" Angelegenheiten auf ihre Fahnen geschrieben haben, ihre Ziele in Wahrheit aufgegeben haben und daher im Widerspruch zu ihren erklärten Grundsätzen stehen, also nicht nur etwas "verdattelt" haben.
      Das ist ja offensichtlich die Wahrnehmung eines großen Teils der Unzufriedenen die zu AfD und Co abgewandert sind.

      @ Finkelsteen,

      Sie glauben also allen Ernstes, dass die meisten AfD Wähler und Identitären zu "echten VT" (danke für den Ausdruck) neigende Irregeleitete, bzw. zu echten Nazis mutierte unzufriedene Weicheier sind?

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    11. @Anonym
      Klar, sind u.a einige Protestwähler dabei gewesen, aber aus allen Parteien, macht die Sache jedoch nicht besser...es gab übrigens eine Fülle an Alternativen zu wählen, außer Rot, Gelb, Grün etc...muss es gleich Braun bzw. AFD sein? hoffentlich ein Warnschuss an alle Demokraten...
      Aber da waren eben nicht nur Protestwähler...die Abwanderung bzw. Abwendung von der/den Linken (aber auch von den Konservierten, äh, sorry, Konservativen), hat sicher vielerlei Gründe. Gerade im Osten war sicher ein maßgeblicher Grund der Abwendung, dass die Linke nicht FREMDEN-FEINDLICH war und weil sie als Verantwortliche ebenfalls notleidende Flüchtlinge aufgenommen haben! (siehe u.a. Thüringen)...Das wurde ihnen natürlich übel genommen und schwubbs ging man zu den Braunen...Anstatt mit nach Lösungen zu suchen oder auch mal die Folgen eines Rechtsdralls zu bedenken, wurden teils unterste Regungen wie Neid und Fremdenhass plötzlich nur noch rausgeschrien...tja, vielleicht ist das in Teilen auch eine Bildungsfrage oder ein Überbleibsel aus der früheren Enge und Abkapselung in der DDR...

      Und du? Die im Osten (aber auch im Westen) von Pegida und rechten AFDlern aufgehetzte und grölende Masse, kann und konnte dir doch auch nicht gefallen oder? so als halbwegs intelligenter Mensch (wie du oben geschrieben hast)?

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    12. @ Valentin,

      solange wir nicht aufhören die Protestwähler zu beleidigen und zu verunglimpfen, also die objektiv berechtigten, jedenfalls verständlichen Sorgen und Ängste vieler Bürger in Bezug auf eine verfehlte Flüchtlingspolitik als etwas zu bezeichnen, das es nie und nimmer ist, also pauschal als "Fremdenhass", "Fremdenfeindlichkeit", "braune Ideologie" usw. usw., spielen wir unverantwortlichen politischen Propagandisten in die Hände, die mit Hilfe dieser absurden, unzutreffenden und sinnentleerten Kampfbegriffe eine aus dem Ruder laufende Situation unter Anspielung der emotionalen Ebene des komplementären Teils der Bevölkerung politisch instrumentalisieren.

      Die Einsicht, dass die bisherige Flüchtlingspolitik der Regierung eine Aktion gegen die eigenen Bürger ist, weil es eine der stärksten Volkswirtschaften und eines der besten Soziallsysteme der Welt heillos überfordern würde, wollte man ernsthaft das "Weltsozialamt" spielen wollen, hat mit Sicherheit keinen einzigen Protestwähler wirklich "braun", menschenverachtend, fremdenfeindlich oder gar "holocaustbefürwortend" oder "-leugnend" werden lassen, wie uns hier unterschwellig suggeriert werden soll, das ist absoluter propagandistischer bullshit, mit dem nichts anderes als neue - in diesem Zusammenhang aber völlig unbegründete - Ängste geschürt werden.



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    13. Anonym,wo hättest du denn die Flüchtlinge am liebsten hin verfrachtet auf die Schnelle, z.B. damals 2015 als alles begann wegen des Irakkriegs? Was De Petri wolkte wissen wir, Schießbude auf Männer Frauen und Kinder, also einfach abknallen an den Grenzen... Anonym, sorry, ihr seid echt etwas durchgeknallt ;)

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    14. @ Valentin,

      leider sehr unsachlich, schon eine sehr seichte und eigentlich unwürdige Rhetorik...
      Ich bin wahrlich kein Freund der "Abstauberpartei" AfD, aber verrat mir doch bitte mal, wo und wann die Petri das mit dem "Abknallen" von sich gegeben haben soll? Und mir so eine Geisteshaltung zu unterstellen (von wegen "ihr".....)....also das ist vorläufig wieder mal rekordverdächtiges unterstes Niveau.

      Einmal sollten wir bei der Beurteilung der Problematik nicht das Herkunftsverhältnis der Asylanträge stellenden Personen übertragen auf dasjenige der gesamten legal wie illegal sich in Deutschland aufhaltenden Flüchtlinge, von denen die allermeisten aus Nicht-Kriegsgebieten stammen, und demnach reine Wirtschaftsflüchtlinge sind.
      Das Asylrecht für politisch Verfolgte und das zeitweilige Bleiberecht für Personen aus Kriegsgebieten ist nach internationalem Recht abgesichert, und da ist in Ordnung, nicht aber die unkontrollierte und nicht erfasste Einreise von Wirtschaftsflüchtlingen aus dem Rest der Welt.
      Man weiß ja nicht wieviel Flüchtlinge im fraglichen Jahr 2015 überhaupt nach D kamen, selbst sehr konservative Schätzungen gehen aber von weit mehr als einer Million aus.
      Im selben Zeitraum nahm die drei mal so große USA gerade mal 70.000 auf, und Tschechien ganze 90!
      Nur mal als kleiner Denkanstoss, was das für ein Nonsens ist, von "Abknallen" zu sprechen.

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    15. Ananym, ach Gottchen, lenk mal nicht ab...Okay, hier also mal ganz sachlich die überaus sachlichen Äußerungen (inkl. nachträglicher Ausreden) einer weiteren AFD-Frau, nämlich Beatrix v. Storch - die de Petry noch übertroffen hat bezüglich Schießbefehl auf Flüchtlinge an der Grenze. Hier kannst es nachlesen: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-beatrix-von-storch-wird-im-netz-verspottet-a-1076209.html

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    16. Liebes Anonym ich meine das so wie ich das geschrieben habe. Sie hören sich ja an wie der Schweizer Stay Behind Forscher, der so tolle Zoten zum Besten bringt wie das hier:
      «Als Schweizer und als Friedensforscher bin ich davon überzeugt, dass alle Menschen miteinander sprechen sollen, unabhängig von Parteizugehörigkeit oder Nationalität. Doch weil verschiedene Medien derzeit versuchen, mich wegen meiner Forschung zu den Nato-Kriegen und zu WTC7 (World Trade Center 7, Anm. der Redaktion) zu diffamieren und auch die AfD in die rechte Ecke rücken, kann ich diesen Vortrag leider nicht halten.» aus: https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/daniele-ganser-sagt-afd-auftritt-ab-es-herrscht-ein-informationskrieg-ich-kann-leider-nicht-kommen-131179614
      Die Afd ist nicht rechts, sie wird von den MEDIEN in diese Ecke gestellt. Weicheier sage ich: können nicht mal dazu stehen dass sie schicke fesche Nazis sind. So sad*
      Ihr Herrmann Finkelsteen

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    17. @ Valentin,

      leider wieder sehr unsachlich. Petry hatte gesagt, dass es einen "Schießbefehl" auf Personen die illegal die Grenze überschreiten (im Sinne bestehender deutscher Gesetze) gibt, nicht aber, dass sie für dessen Umsetzung sei. Gesagt hat sie nämlich genau das Gegenteil von dem, was dann nachträglich von verschiedenen Medien konstruiert wurde. Sie sagte wörtlich: "Ich will das auch nicht" (daß auf Flüchtlinge geschossen wird) und gab auch andere Lösungen für das Problem an. Viele Medien kolportierten dann, dass Petry einen Waffeneinsatz gegen Flüchtlinge gefordert hätte, das komplette Gegenteil !

      Ausgangspunkt war ein Interview, abgedruckt im "Mannheimer Morgen" vom 30.01.2016, wo Petry gefragt wurde, was ein Grenzpolizist tun müsse, um einen illegalen Grenzübertritt zu verhindern:

      Petry: „Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.“

      „MM“: „Es gibt in Deutschland ein Gesetz, das einen Schießbefehl an den Grenzen enthält?“

      Petry: „Ich habe das Wort "Schießbefehl" nicht benutzt. Kein Polizist will auf einen Flüchtling schießen. Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt. Entscheidend ist, dass wir es so weit nicht kommen lassen und über Abkommen mit Österreich und Kontrollen an EU-Außengrenzen den Flüchtlingszustrom bremsen.“

      Im Grunde genommen ein Paradebeispiel für eine Kunst, die es ermöglicht uns das genaue Gegenteil glauben zu machen, in Bezug auf das, was eigentlich der Ausgangspunkt war.




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    18. @ Finkelsteen,

      meinst du nicht auch, dass die Welt ein bisschen zu vielschichtig und komplex geworden ist, als dass man seine Beurteilungen auf lediglich zwei Möglichkeiten reduzierten könnte? Belegt nicht jemand, der mit der Schablone Links-Rechts meint, die Welt zu erfassen, lediglich dass er bereits gescheitert ist bei seinem Versuch eine gerechte Problemlösung zu finden?

      Solltest du wirklich meinen, 12,5 % der deutschen Wähler seien wirkliche Nazis, die diese Titulierung wirklich verdienen, dann tut es mir wirklich leid für dich und unsere Diskussion, diese Meinung kann ich nicht teilen.
      Auch fehlt irgendwie ein Persönlichkeitsbild von jemandem, der solche Vorwürfe äußert. Hätte man ein solches Persönlichkeitsbild zur Hand, so würde man ziemlich sicher auch schnell erkennen, daß der Gebrauch dieser Art von Allgemeinplätzen als bloßes Glaubensbekenntnis einer geistig vielleicht ein bisschen unbeweglichen und starren Natur ist.

      Ist denn nicht der Blickwinkel entscheidend? Nur weil jemand zufällig irgendwo mal rechts von dir steht, ist er deswegen doch kein "Rechter" im verordneten Sprachgebrauch, kein irrer Fremdenhasser oder Holocaustbefürworter oder wer weiß was sonst noch, der pauschal das Attribut "Nazi" verdient, so wie wir es synonym für das personifizierte Böse ja gebrauchen wollen?

      Ich gehe mal davon aus, dass sowohl bei den erwachsenen Deutschen der Jahre 1933 bis 45, wie auch bei den heutigen Deutschen, als auch bei den AfD Wählern der Anteil der "Nazis", die wirklich das verkörpern was du zum Ausdruck bringen willst, also von Menschen, welche abscheulichste Verbrechen gutheissen, im unbedeutenden Promill-Bereich lag und liegt.
      Das sollte uns zu denken geben, bevor wir solche wilden Rundumschläge aufführen, wenn uns mal etwas nicht passt, oder wir aufmerksam werden auf ungelöste gesamtgesellschaftliche Probleme.

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    19. Liebes Anonym
      Also suma suarum die AFD bietet Ihnen Lösungen zu gesamtgesellschaftliche Probleme? Schön für Sie und was jammern Sie jetzt, wenn ich anderer Meinung bin als Sie?
      hf

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    20. Anonym, und was sagst du zu Beatrix von Storchs Äußerungen?

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    21. Zu Petry noch - ja, ja doch doch, das altbekannte Spiel der AFD ;)
      Erst mal kleine, vermeintlich harmlose Vorlagen liefern wie de Petry (natürlich alles 'im Rahmen des Gesetzes') - Ja und danach wenig später kommen dann andere aus den Löchern - z.B. von Storch oder Höcke oder Gauland oder oder und setzen den Finalpunkt...

      Naja, tröste dich, de Petry ist ja nun Blau...aber scheinen wohl doch die ersten Auflösungserscheinungen zu sein ;)

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    22. Es gibt kleine und grosse Nazis. https://youtu.be/kc_-LU44n1o Pausenmusik für unseren kleinen Diskurs.

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    23. Hermann, ein ganz reizendes Pausenliedchen ;)) zu und zu goldig, um im Kontext zu bleiben ;) Ja wirklich, ein Päuschen haben wir uns nun redlich verdient :)

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    24. Darauf erst mal eine gute alte Astor aus dem Hause Waldorf-Astoria ;)

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  7. Wann wird endlich dieses Mittel von Weleda freigegeben?
    https://soundcloud.com/user-814098391/werbung-fur-faschodoron

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    1. Wird ja im Geheimen schon tonnenweise durch die Bundesregierung per Chemtrails versprüht- leider bislang ohne messbare Wirkung!

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    2. Wusste gar nicht dass es Faschodoron in flüssiger Form gibt? Woher weisst Du, dass es im Geheimen versprüht wird. Menschen die so Geheimes wissen, arbeiten meistens für den CIA.

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    3. Hmm, ich habe jetzt echt gedacht, es gäbe bei der Weleda "Amora-Tropfen", "für den Hirschen im Manne", oder so. Ein Beglückungsmittelchen für anthroposophische Onkel, damit sie daheim zu ihren Tanten stehn, und nicht für böse Onkel gehn. "Amora Forte", wenn es dringend erschiene...
      mischa butty

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    4. Um dem Hirschen im anthroposophischen Onkel beim Hirschsprung auf die Sprünge zu helfen, gibt's Coitodoron.
      AMORO-TROPFEN sind mehr so für die Herzenskräfteangelegenheiten konzipiert...

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    5. Natürlich, Phallodoron, ein Geheimprojekt unter der Führung eines anthroposophischen Arztes, der sich mit Kundalini- Schwingungen und Tantra auskennt. Das Viagra des Geistesforschers, in Hochpotenzen, dass einem schwindlig wird.

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    6. Man konnte sich bislang noch nicht bzgl des Designs der Verpackung einigen, leider.

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    7. Phallodoron um das WCT 7 wieder aufzurichten, vielleicht wäre dann mal Ruhe im Karton.

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    8. Anthroposophische Verschwörungstheorien als postphallisches Belastungssyndrom? Wäre denkbar.

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    9. Anthro Kindsköpfe wieder unter sich

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    10. Da kannste ja nur meschugge werden wenn Deine geistige Heimat die Anthroposophie, (früher gabs auch Hochhausgenossenschaften, die hiessen neue Heimat für alle Migranten) von verklemmten Nazis unterwandert wird. So sad....

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