Der Elefant und sein Pressesprecher – und ein mögliches Erwachen



Ingrid Haselberger


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Mein Freund H., mittlerweile 95 Jahre alt, erzählt aus der Zwischenkriegszeit:
Man war sich durchaus bewußt, daß es sich um eine Zwischenkriegszeit handelte und nicht etwa um eine Friedenszeit. Man sagte »Damals, im Frieden…« – und meinte damit die Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Man rechnete ganz allgemein mit einem Krieg, auch wenn man sich keine exakte Vorstellung davon machte, worum genau es gehen oder was der Auslöser sein würde.
Und: damals war so gut wie jeder entweder ein Sozi oder ein Nazi.
Und ob jemand Sozi oder Nazi wurde, dafür spielte weniger die Überzeugungskraft der jeweiligen Ideologie eine Rolle als vielmehr das „Ideal“, dem man nachstrebte. 
Jeder junge Mann hatte ein Vorbild. Für die meisten war das der ältere Bruder, oder ein um ein paar Jahre älterer Freund… diesem „Idol“ folgte man nach, denn selbstverständlich hielt man alles, was der tat und dachte, für „richtig“ - - -

Soweit also die Männer – über die H. gern auch sagt: »Männer müssen kämpfen!« – als Beleg dafür zitiert er oft Friedrich Schiller:
Wohlauf Kameraden auf´s Pferd, auf´s Pferd,
in das Feld, in die Freiheit gezogen;
im Felde, da ist der Mann noch was wert,
da wird das Herz noch gewogen;
da tritt kein anderer für ihn ein,
auf sich selber steht er da ganz allein.

Über die Frauen heißt es in dem einen der hier besprochenen Bücher (»Mit Linken leben« von Martin Lichtmesz/Caroline Sommerfeld; im folgenden MLL):
Die meisten Frauen sind rechts weniger aus Entschluß, sondern milieu- und erziehungsbedingt, weil sie aus traditionellen (christlichen, deutsch-nationalen, bündischen, anthroposophischen, ländlich-abgeschiedenen) Elternhäusern kommen. Diese sind dann aber zumeist nicht bewußt auf der Suche nach gleichgesinnten Männern, sondern heiraten einfach im Milieu. Daß in unserer Gesellschaft dezidiert rechte Frauen seltener als linke sind, dafür hat auch die feministische Propaganda mit ihren Schwarzweißmärchen über die »Unterdrückung der Frau« in der Weltgeschichte und ihrer Verteufelung »patriarchaler Rollenklischees« gesorgt – und bis zu einem gewissen Grad die Natur selbst. Harmoniesucht, warmes Gefühl statt kalter Vernunft und ein angeborener Unterordnungstrieb machen Frauen zu perfekten Mainstreamgutmenschen: Die Bewertung durch andere Frauen ist ihr Maßstab. 
(MLL S 258)

Freilich kann »traditionelle Erziehung« auch zur Folge haben, daß man dagegen aufbegehrt:
H. zum Beispiel ist in streng anthroposophischem Elternhaus aufgewachsen. Sein Vater sagte Dinge wie »Ich bezahle Dir die Tanzstunden, wenn Du Wahrheit und Wissenschaft liest« --- das Ergebnis: H. reagierte abwehrend, interpretierte die Anthroposophie als Unterdrückung jeglichen freien Denkens zugunsten eines dogmatischem Glaubens an Rudolf Steiners Offenbarungen – und wendete sich schon als ganz junger Mann sehr vehement davon ab. Er ist bis heute ein „Freigeist” geblieben, der sich nirgends einordnen lassen will, und hat immer noch eine „Allergie“ gegen alles, das auch nur entfernt mit Offenbarungen oder Dogmatismus zu tun haben könnte (– was ihn allerdings nicht daran gehindert hat, das Anthroposophentum seiner Frau respektvoll zu akzeptieren).

Und natürlich gibt es auch »rechte« Frauen, die früher einmal »links« waren (Caroline Sommerfeld mag hier aus eigener Erfahrung sprechen):
Wenn Frauen links sind und rechts werden, liegt diesem Sinneswandel mitunter ein Schockerlebnis oder eine wachsende Besorgnis, die ihnen regelrecht den Hals zuschnürt, zugrunde. »Die Straßenseite zu wechseln«, wird wegen der zunehmenden aggressiven Migrantendichte in den Straßen, in der Schule, im Schwimmbad und in allen möglichen sozialen Berufen immer schwieriger. 
(MLL S 259)

Diese Schilderungen passen gut zur These des US-amerikanischen Psychologen Jonathan Haidt, den Sommerfeld/Lichtmesz zustimmend zitieren:
Jonathan Haidt (1963) hat […] ein geniales Konzept entwickelt, das vielleicht mehr zur Verständigung und Toleranz beitragen kann als die frommen Denkapelle an »demokratische Debattenkultur«, die […] meist ohnehin ziemlich verlogene Nummern sind. Haidt zufolge verändern rationale Argumente die Haltung eines Menschen kaum – die Sache verhält sich vielmehr umgekehrt: Erst nachdem er unbewußt bestimmte intuitive (1) Entscheidungen getroffen hat, sucht und »findet« er Argumente, um diese Entscheidungen zu bestätigen und zu rechtfertigen. […]
In einem Interview mit dem Spiegel (2/2013) (2) faßte Haidt diese These folgendermaßen zusammen: »Die moralischen Intuitionen kommen zuerst, die strategischen Überlegungen folgen. Der Geist ist gespalten; der bewußte, räsonierende Teil dient vor allem dazu, die Entscheidungen und Neigungen des unbewußten, intuitiven Teils im Nachhinein zu begründen und zu rechtfertigen. Man kann unser Bewußtsein mit einem Reiter auf einem Elefanten vergleichen. Das große Tier hat seine eigene Intelligenz und seinen eigenen Willen. Es neigt dazu, den Weg einzuschlagen, den es für den richtigen hält. Der Reiter liefert die Kommentare dazu, sein Job besteht darin, dem Elefanten zu helfen, aber das Hauptgeschehen spielt sich nicht in seinen Erklärungen ab. Wir sind gewissermaßen nur die Pressesprecher unseres tieferen, verborgenen Selbst.« 
(MLL S 103 f)

In seinem Buch »The Righteous Mind«, das ich inzwischen sehr interessiert gelesen habe, belegt Jonathan Haidt seine These mit überzeugenden Studien; und er liefert auch die Erklärung: die Evolution hatte viele Jahrtausende lang Zeit, den »Elefanten« zu entwickeln und fein auszuarbeiten – also ist es nur natürlich, daß der »Elefant« wichtige Entscheidungen nicht so ohne weiteres dem zwar mit Bewußtsein und Denkfähigkeit ausgestatteten, aber sehr viel jüngeren und unerfahreneren »Reiter« überläßt.
Unsere »Elefanten« reagieren instinktmäßig, reflexhaft – allerdings nicht immer weise (sehr drastisch zeigt Haidt auch ihre Manipulierbarkeit); und die »Reiter« sind sehr erfolgreich darin, auch die absurdesten moralischen Urteile ihrer »Elefanten« im Nachhinein rational zu begründen – ganz wie es der Pressesprecher eines Politikers mit den Entscheidungen seines Chefs macht...

Wie schwierig es ist, das Instinktive, Reflexartige an den Urteilen des eigenen »Elefanten« zu bemerken, zeigt sich für mich deutlich in der folgenden Schilderung der Autoren von MLL:
In dem von Platons Höhlengleichnis inspirierten Science-Fiction-Film Matrix (1999) wird dem Protagonisten Neo enthüllt, daß die alltägliche Wirklichkeit, in der er lebt, nur eine virtuelle Sinnestäuschung ist, während die Menschen, die sie wahrnehmen, in Wahrheit in einer Art Retorte als »Gehirne im Tank« existieren, wo sie von intelligenten Maschinen als Bioenergiequelle benutzt werden. Der Widerstandskämpfer Morpheus kennt den Weg zurück zur Realität und stellt Neo vor die Wahl: »Das ist deine letzte Chance. Danach gibt es kein Zurück. Nimm die blaue Pille – die Geschichte endet, du wachst in deinem Bett auf und glaubst, was immer du glauben willst. Nimm die rote Pille – du bleibst hier im Wunderland, und ich werde dir zeigen, wie tief das Kaninchenloch reicht.« Die »rote Pille« zu schlucken, bedeutet ein unsanftes Erwachen aus vertrauten Illusionen und flächendeckend verbreiteten Lügen; es bedeutet aber in der Folge auch einen Zugewinn an Erkenntnis, Souveränität und Freiheit. In unserem Kontext ist sie eine schlagende Metapher für den Moment, wenn man den linken Quatsch, in den wir eingewebt sind wie in ein Spinnennetz, endlich durchschaut hat. Der politisch-medial-gesellschaftliche Komplex und sein ideologischer Überbau sind sozusagen unsere »Matrix«, aus der es zu erwachen und sich zu befreien gilt. […] häufig ist Redpilling ein Vorgang, der einem »passiert«, und der nicht mehr aufzuhalten ist, wenn er erst mal in Gang gesetzt ist. 
(MLL, S 205f)

Vor meinem inneren Auge erscheint beim Lesen dieser Zeilen das trostlose Bild eines Elefanten, der von einer Seite her Schläge empfängt und daraufhin reflexartig zur anderen Seite springt – und wenn er auch dort auf irgendeine Weise erschreckt wird, wird er abermals reflexartig reagieren... während sein mit Scheuklappen behafteter »Reiter« unentwegt damit beschäftigt ist, auch noch die abenteuerlichsten Sprünge seines Reittiers „rational“ zu rechtfertigen, zum Beispiel, indem er das »Wunderland« eines Science-Fiction-Films für die Wirklichkeit nimmt und alles andere, bisher für wahr Gehaltene, von A bis Z zur Illusion, zum »Quatsch« erklärt – bis zum nächsten »Schockerlebnis« ...

Es ginge auch anders.
Auch Jonathan Haidt bezieht sich auf die »rote Pille« in der »Matrix« – doch er kommt dabei zu ganz anderen Ergebnissen:
In one of the most famous scenes, the protagonist, Neo, is given a choice. He can take a red pill, which will disconnect him from the matrix, dissolve the hallucination, and give him command of his actual, physical body […]. Or he can take a blue pill, forget he was ever given this choice, and his consciousness will return to the rather pleasant hallucination in which nearly all human beings spend their conscious existence. Neo swallows the red pill, and the matrix dissolves around him.
It wasn't quite as dramatic for me, but Shweder's (3) writings were my red pill. I began to see that many moral matrices coexist within each nation. Each matrix provides a complete, unified, and emotionally compelling worldview, easily justified by observable evidence and nearly impregnable to attack by arguments from outsiders.
(Jonathan Haidt: »The Righteous Mind. Why Good People are Divided by Politics and Religion«; im folgenden RM; Pos 1888; meine Übersetzung siehe Fußnote 4)

Als Haidt für einige Zeit nach Indien ging, machte er dort Erfahrungen, die seine bisherige Sichtweise grundlegend veränderten – er erlebte nun eine soziozentrische, hierarchische Gesellschaftsordnung, von der er zuvor bei Shweder nur gelesen hatte:
When I returned to America, social conservatives no longer seemed so crazy. I could listen to leaders of the “religious right” […] with a kind of clinical detachment. They want more prayer and spanking in schools, and less sex education and access to abortion? I didn't think those steps would reduce AIDS and teen pregnancy, but I could see why Christian conservatives wanted to “thicken up” the moral climate of schools and discourage the view that children should be as free as possible to act on their desires. Social conservatives think that welfare programs and feminism increase rates of single motherhood and weaken the traditional social structures that compel men to support their own children? Well, now that I was no longer on the defensive, I could see that those arguments made sense, even if there are also many good effects of liberating women from dependence on men. I had escaped from my prior partisan mindset (reject first, ask rhetorical questions later) and began to think about liberal and conservative policies as manifestations of deeply conflicting but equally heartfelt visions of the good society.
It felt good to be released from partisan anger. And once I was no longer angry, I was no longer committed to reaching the conclusion that righteous anger demands: we are right, they are wrong. I was able to explore new moral matrices, each one supported by its own intellectual traditions. It felt like a kind of awakening. 
(RM Pos 1921; meine Übersetzung siehe Fußnote 5)

Jonathan Haidts »Reiter« ist es offensichtlich gelungen, seine »Scheuklappen« abzunehmen und rundum zu blicken.
Nun kann er die Berechtigung anderer Standpunkte anerkennen, ohne dabei die des eigenen in Frage zu stellen oder gar seine bisherige Ansicht für »Quatsch« zu halten – sein »Elefant« springt nicht mehr instinktiv von der einen zur anderen Seite, und der »Reiter« gewinnt zusätzliche Erkenntnismöglichkeiten.

Nach einem Hinweis auf die chinesische Philosophie und die Polarität des Yin und Yang, die einander nicht nur nicht feindlich gegenüberstehen, sondern einander ergänzen und erst gemeinsam ein flexibles Gleichgewicht ermöglichen, warnt Haidt eindringlich vor „moralischen Monisten“:
Beware of anyone who insists that there is one true morality for all people, times, and places – particularly if that morality is founded upon a single moral foundation. Human societies are complex; their needs and challenges are variable. […] anyone who tells you that all societies, in all eras, should be using one particular moral matrix, resting on one particular configuration of moral foundations, is a fundamentalist of one sort or another. 
(RM, Pos. 5245; meine Übersetzung siehe Fußnote 6)

Ich freue mich – und denke an eines meiner Lieblingszitate von Rudolf Steiner:
Nun aber steht es mit der menschlichen Erkenntnis nicht so, daß sich ihr das Wesen der Dinge auf einmal ergeben kann. Es ist mit ihr vielmehr so, wie mit dem Bilde, das man zum Beispiel von einem Baume von einer gewissen Seite aus malt oder photographisch aufnimmt. Dieses Bild gibt das Aussehen des Baumes, von einem gewissen Gesichtspunkte aus, in voller Wahrheit. Wählt man einen anderen Gesichtspunkt, so wird das Bild ganz anders. Und erst eine Reihe von Bildern, von den verschiedensten Gesichtspunkten aus, kann durch das Zusammenwirken eine Gesamtvorstellung des Baumes geben. […]
Jede Ansicht kann eine wahre sein, wenn sie treu das Beobachtete wiedergibt.
Und sie ist erst dann widerlegt, wenn nachgewiesen ist, daß ihr eine andere
berechtigterweise widersprechen darf, welche von demselben Gesichtspunkte
aus gegeben ist. Ein Unterschied hingegen von einer Ansicht, die von einem
anderen Gesichtspunkt aus gegeben ist, besagt in der Regel nichts. 
(Rudolf Steiner: Anthroposophie. Ein Fragment – SKA 6; GA 45)




Nun könnte man mir freilich einwenden (was heißt: man könnte – man tut es. Sowohl hier im Blog als auch im real life...), das sei eine sehr naive, gar gefährliche Vorgehensweise, der alle Meinungen, die irgendjemand äußert, gleichviel gelten; ein solcher Relativismus leugne, daß es überhaupt so etwas wie Wahrheit gibt...

Auch Jonathan Haidt ist sich dieses Einwandes bewußt, und er entgegnet darauf in den Worten des Philosophen Isaiah Berlin:
I am no relativist. I do not say “I like my coffee with milk and you like it without; I am in favor of kindness and you prefer concentration camps” – each of us with his own values, which cannot be overcome or integrated. This I believe to be false. […] 
I came to the conclusion that there is a plurality of ideals, as there is a plurality of cultures and of temperaments. […] There is not an infinity of [values]: the number of human values, of values which I can pursue while maintaining my human semblance, my human character, is finite – let us say 74, or perhaps 122, or 27, but finite, whatever it may be. And the difference this makes is that if a man pursues one of these values, I, who do not, am able to understand why he pursues it or what it would be like, in his circumstances, for me to be induced to pursue it. Hence the possibility of human understanding
 (Isaiah Berlin, The Power of Ideas, S 11f, zitiert nach RM, Pos. 5252; meine Übersetzung siehe Fußnote 7)


Wieder fällt mir Rudolf Steiner ein: 
Wer diese Sache so faßt, der ist gegen den leichtwiegenden Einwand geschützt, daß jede Meinung bei solcher Auffassung gerechtfertigt erscheinen müsse. So wie das Bild eines Baumes eine ganz bestimmte Gestalt haben muß von Einem Gesichtspunkte aus, so muß auch eine geistige Ansicht von Einem Gesichtspunkte aus eine solche haben. Doch aber ist klar, daß man einen Fehler in der Ansicht erst nachweisen kann, wenn man sich über den Gesichtspunkt klar ist, von welchem aus sie gegeben ist.
(SKA 6, GA 45)

Das mag alles schön und gut sein, solange es um harmlose Dinge geht, „höre“ ich immer noch die Einwender. Aber Du kannst dieses Konzept doch nicht ernsthaft hinaus in die wirkliche, böse Welt tragen! (»Besonnenheit ist ein so aufwendiges Geschäft in diesen Tagen, daß man leicht plötzlich ohne Brieftasche dasteht«, entgegnete man mir kürzlich...)
--- Mir ist bewußt, daß ich ein Risiko eingehe, indem ich gerade das dennoch tu.

Jonathan Haidt dazu:
It's a risk because partisan readers may be able to accept my claims about yin and yang in the abstract, but not when I start saying that the “other side” has something useful to say about specific controversial issues. I'm willing to run this risk, however, because I want to show that public policy might really be improved by drawing on insights from all sides. 
(RM, Pos 4920; meine Übersetzung siehe Fußnote 8)


So kann man vielleicht reden, wenn man die Sache vom hohen Roß der Wissenschaft aus untersucht, oder sie im geschützten Raum einer Waldorfschule oder eines anthroposophischen Zweiges hin-und herbewegt, sagt der Einwender. Frag mal einen der vielen Menschen, die hier Schutz suchen vor Krieg und Folter, was er dazu sagt, angesichts brennender Flüchtlingsunterkünfte...

Also gut. Mach ich.


= = = = =

1) mit »intuitiv« ist hier der Begriff des allgemeinen Sprachgebrauches gemeint: unbewußt, ohne zu überlegen, aus dem Bauch heraus. Vgl. aber auch Michael Eggerts Gedanken zur Intuition: https://egoistenblog.blogspot.co.at/2016/12/man-kann-lange-suchen-aber-nicht-lange.html

2) http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-90438239.html

3) Richard Shweder, psychologischer Anthropologe, lebte lange an der Ostküste Indiens und veröffentlichte 1987 seine Erkenntnisse über die Unterschiede zwischen einer (in Indien vorherrschenden) soziozentrischen und einer (in der „westlichen Welt“ dominierenden) individualistischen Moral.

4) In einer der berühmtesten Szenen wird der Protagonist Neo vor eine Wahl gestellt. Er kann eine rote Pille nehmen, die ihn von der Matrix trennen, die Halluzination auflösen und ihm die Herrschaft über seinen wirklichen physischen Körper geben wird […]. Oder er kann eine blaue Pille nehmen, vergessen, daß er jemals diese Wahl gehabt hat, und sein Bewußtsein wird zurückkehren zu der eher angenehmen Halluzination, in der fast alle Menschen ihr bewußtes Leben verbringen. Neo schluckt die rote Pille, und die Matrix um ihn herum löst sich auf.
Es war nicht ganz so dramatisch für mich, aber Shweders (3) Schriften waren meine rote Pille. Ich fing an zu sehen, daß innerhalb jeder Nation viele moralische Matrizen koexistieren. Jede Matrix bietet ein komplettes, einheitliches und gefühlsmäßig überzeugendes Weltbild, leicht zu rechtfertigen durch beobachtbare Beweise, und fast undurchdringlich für Angriffe durch Argumente von Außenseitern.

5) Als ich nach Amerika zurückkehrte, erschienen mir Sozialkonservative nicht mehr so verrückt. Ich konnte den Führern der „religiösen Rechten“ […] mit einer Art klinischer Distanz zuhören. Sie wollen mehr Gebete und Prügel in Schulen, und weniger sexuelle Aufklärung und Zugang zu Abtreibung? Ich glaubte zwar nicht, daß durch diese Schritte AIDS oder Teenager-Schwangerschaften weniger würden, aber ich konnte sehen, warum christlich Konservative das moralische Klima in Schulen „verdichten“ und die Ansicht zurückdrängen wollten, daß Kinder so frei wie möglich nach ihren Wünschen handeln sollten. Sozialkonservative denken, daß Wohlfahrtsprogramme und Feminismus die Anzahl alleinerziehnder Mütter erhöhen und traditionelle soziale Strukturen schwächen, die die Männer dazu bringen würden, ihre eigenen Kinder zu unterstützen? Nun, da ich nicht mehr in der Defensive war, konnte ich den Sinn solcher Argumente erkennen, obwohl es natürlich auch sein Gutes hat, Frauen aus der Abhängigkeit von Männern zu befreien. Ich war meiner früheren parteiischen Denkweise (erst ablehnen, dann rhetorische Fragen stellen) entkommen und begann, progressive und konservative Politiken anzusehen als Manifestationen von zwar tief miteinander in Konflikt befindlichen, aber gleichermaßen tiefempfundenen Visionen einer „guten“ Gesellschaft.
Es fühlte sich gut an, von parteiischem Zorn befreit zu sein. Und sobald ich nicht mehr zornig war, war ich nicht mehr zu der Schlußfolgerung gezwungen, die gerechter Zorn verlangt: wir haben recht, sie haben Unrecht. Ich konnte nun neue moralische Matrizen erforschen, jede einzelne getragen von ihren eigenen intellektuellen Traditionen. Es fühlte sich an wie eine Art Erwachen.

6) Hütet Euch vor jedem, der darauf besteht, daß es eine einzige wahre Moral gibt für alle Menschen, Zeiten und Orte – vor allem, wenn diese Moral auf einem einzigen moralischen Fundament beruht. Menschliche Gesellschaften sind komplex; ihre Bedürfnisse und Herausforderungen sind unterschiedlich. […] jeder, der Euch erzählt, alle Gesellschaften, in allen Zeitaltern, sollten eine bestimmte moralische Matrix gebrauchen, die auf einer bestimmten Konfiguration moralischer Fundamente beruht, ist ein Fundamentalist der einen oder anderen Art.

7) Ich bin kein Relativist. Ich sage nicht: „Ich mag meinen Kaffee mit Milch, und du magst ihn ohne; ich ziehe Freundlichkeit vor, und du bevorzugst Konzentrationslager” – jeder von uns mit seinen eigenen Werten, die weder überwunden noch integriert werden können. Das, davon bin ich überzeugt, ist falsch.
[…] 
Ich bin zu dem Schluß gekommen, daß es eine Vielzahl von Idealen gibt, genauso wie es eine Vielzahl von Kulturen und Temperamenten gibt. […] Die Anzahl der Werte ist nicht unendlich: die Anzahl der menschlichen Werte, jener Werte, die ich hochhalten kann, ohne meine Menschenähnlichkeit, meinen menschlichen Charakter, zu verlieren, ist endlich – sagen wir 74, oder vielleicht 122, oder 27, aber endlich, wie viele es auch sein mögen. Und der Unterschied: wenn ein Mensch einen dieser Werte anstrebt, kann ich, obwohl ich das selbst nicht tue, verstehen, warum er ihn anstrebt, oder wie es wäre, wenn ich, in seiner Situation, mich veranlaßt sähe, ihn anzustreben. Deshalb ist menschliches Verstehen möglich. 

8) Es ist ein Risiko, weil parteiische Leser zwar meine Yin und Yang betreffenden Behauptungen im Abstrakten akzeptieren mögen, nicht aber, sobald ich davon zu spreche, die „andere Seite“ habe zu spezifischen kontroversiellen Themen etwas Wertvolles zu sagen. Dennoch, ich will dieses Risko auf mich nehmen. Denn ich will zeigen, daß das Staatswesen wirklich verbessert werden könnte, indem Einsichten aller Seiten herangezogen werden.

Kommentare

  1. "Schwarzweißmärchen über die »Unterdrückung der Frau« in der Weltgeschichte..." Da liegen Lichtmesz/Sommerfeld einigermaßen daneben: Ein "Märchen" war das bestimmt nicht.

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    1. Lieber Heinz,

      ja, klar.
      Weiter unten im Artikel versuche ich aufzuzeigen, wieso Lichtmesz/Sommerfeld meiner Ansicht nach daneben liegen:
      Offenbar war Sommerfeld (bei Lichtmesz weiß ich’s nicht) früher »links«, bevor ein »Schockerlebnis« ihr »den Hals zuschnürte« und sie die sogenannte »rote Pille« nahm; seither scheint sie (besser gesagt: ihr »Elefant«) alles, was sie früher geglaubt hat, für »linken Quatsch« zu halten.

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    2. Zum von Sommerfeld/Lichtmesz behaupteten Schwarzweißmärchen über die »Unterdrückung der Frau« in der Weltgeschichte, das auch Heinz weiter oben kritisiert hat, möchte ich einen Gedanken aus dem Aufsatz Vom Verstehen des Anderen Holger Niederhausens herausgreifen.

      Holger schreibt zu dem von mir zitierten Absatz aus MLL (es ist der erste rote in meinem Artikel):
      »Dieser kleine Absatz strotzt nur so von Abwertungen und Verurteilungen. Will man ihn aus dessen eigenen Voraussetzungen verstehen, so ist das Weltbild des Schreibers: Die Frau wurde nicht unterdrückt, und die Rolle des Mannes (patri-arch = Vater-Herrschaft) ist berechtigt.
      Wenn dies aber so ist, dann muss dieses Recht einen Ursprung haben. Es ist entweder von Gott oder von der Natur so gegeben. Und es ist gut. Eine solche Anschauung kann (noch) nicht die Erkenntnis fassen, dass das Gegebene auch dazu da sein könnte, um überwunden, verwandelt oder weiter entwickelt zu werden... Dass es möglich sein könnte, dass es einen Zeitpunkt gibt, wo das Gegebene umschlägt in das Böse, das Nicht-Gute, das Zukunft und Werden Verhindernde.«

      Dieser Gedanke berührt meiner Ansicht nach einen wesentlichen Punkt in der Diskussion zwischen „Konservativen“ und „Progressiven“.
      Dank an Holger fürs Formulieren.

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    3. Dann ist wohl die zentrale Frage die, ob sich im Verlauf der weiteren Entwicklung die Konservativen in Progressive "verwandeln oder weiter entwickeln" werden oder umgekehrt.
      Was also jetzt und in Zukunft das jeweils "Werden Verhindernde" darstellt, d.h. das "Böse" ist, bzw. sich zu diesem wandeln wird.

      Oder sind es jeweils auch nur einzelne Elemente, jeweils aus den Programmen und Zukunftsvisionen der Konservativen und Progressiven, die sich unabhängig voneinander in der Ausrichtung ihrer Wirksamkeit "wandeln", aber nebeneinander bestehen bleiben könnten?

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  2. Liebe Ingrid,

    einfach wunderbar, mein aufrichtiges Kompliment und ein herzliches Dankeschön für deine unermüdliche Arbeit des Ausgleichs.

    „entweder ein Sozi oder ein Nazi“

    Recht weit davon entfernt artikuliert sich die heutige Blogrealität hier ja leider immer noch nicht.
    Vielleicht „entweder Nazi oder Mensch“, wobei aber hartnäckig geleugnet wird, dass „Mensch“ ein breites Spektrum bedeuten kann, weil ja immer noch reflexartig auch alle in Wirklichkeit „Nichtrechten“, bloss weil sie von der Blog-„Matrix“ abweichen, also irgendeine „nicht genehme Pille“ geschluckt haben, pauschal dennoch als Nazis bezeichnet werden.
    Vielleicht könnte uns das ganze Drama um den in sich selbst, oder der ihn steuernden Matrix gefangenen und auf seinem Elefanten ziellos herumreitenden Mischa ja Anlass bieten, „unsere Scheuklappen abzunehmen und wieder verstärkt rundum zu blicken“. Ich würde es mir sehr wünschen.

    Der Blog-Elefant lässt sich also auch sehr schwer steuern. Bleibt also zu hoffen, dass in Zukunft dieser nicht mehr instinktiv von der einen zur anderen Seite springt, und der »Reiter« (wir alle) „zusätzliche Erkenntnismöglichkeiten gewinnen“ , wo wir dann uns alle leichter tun würden, „die Berechtigung anderer Standpunkte anzuerkennen, ohne dabei die eigenen in Frage zu stellen oder gar unsere bisherigen Ansichten für »Quatsch« zu halten. Einfach phantastisch.

    Was ist das denn für eine Matrix, die uns in Widersprüchen verharren lässt, andere grundlos angreifen und beleidigen lässt, oder uns gar vom Angegriffenen verlangen lässt, dass er sich rechtfertigt? Wunderbar, wenn wir das gemeinsam schaffen könnten.
    Beispiel Valentin. Er hat mich persönlich angegriffen, mich als Nazi beschimpft sowieso und einen „Lümmel“ genannt. Entschuldigung natürlich Fehlanzeige. Anlass war bei Gott keine Abartigkeit meinerseits, sondern – sogar bei gleichzeitig von mir weitgehend anerkannter und auch geäußerter Übereinstimmung mit den zum damaligen Thema geäußerten Meinungen und teilweiser Zustimmung zu sogar seinen postings - die Tatsache, dass ich die von den Nazis verfolgte Jüdin Hannah Arendt gegen seine Antisemitismus-Verdächtigungen in Schutz nahm.
    Gezeigt am sachlich erläuterten und belegten Beispiel, dass ja unmöglich ein Zitat einer auch nur ganz weitläufig mit Antisemitismus in Zusammenhang zu bringenden Person (in diesem Fall Hannah Arendts), im Jahr 2017 (!!) zur Historisierung eines Mussolini-Denkmals hätte verwendet werden können. Ein schier unglaubliches Exempel von Elefantenartigkeit, Be- und Gefangenheit in einer wirklich unglaublich surrealen Matrix, würde ich mal sagen, wenn man es fertig bringt Juden des Antisemitismus zu bezichtigen, und jemanden der dagegen seine Stimme erhebt als „rechts“, synonym bedeutungsdeckend definiert natürlich „Antisemiten“. Wo hier doch sogar die Hypothese nicht ganz unberechtigt wäre, dass es sich genau umgekehrt verhält.

    Ich denke, irgendwelche Pillen können fallweise uns allen, und das ohne Ausnahme, nicht schaden. Natürlich wenn vorher abgewogen und bedacht wird, welche wir da schlucken.
    Nicht mehr alles schlucken müssen, ein Wunsch für die Zukunft, für uns alle!
    Das ist für mich die Quintessenz dieser wunderbaren Abhandlung.

    Vielen Dank und schönen Tag noch.

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    1. @ Anonym:

      »der ihn steuernden Matrix gefangenen und auf seinem Elefanten ziellos herumreitenden Mischa«
      und
      »Beispiel Valentin«

      Solange wir weiterhin nicht vor allem die eigenen Elefanten, sondern in erster Linie die der anderen thematisieren, reiten wir selber wohl noch ziemlich blindlings umher.
      Eine Eigenheit all dieser Elefanten ist es nämlich, zurückzuschlagen, und zwar jeweils in die Richtung, aus der sie einen Angriff zu spüren vermeinen.
      Wenn wir, statt diesem Elefantenimpuls zu folgen, einfach mal innehalten wollten, bevor wir eine Handlung setzen, so lange, bis unser Schmerz oder unsere Empörung verflogen sind — dann wäre meiner Ansicht nach schon viel gewonnen.
      Zusätzlich wäre es einen Versuch wert, Ausdrücke, von denen wir wissen, daß andere auf sie allergisch reagieren, nur dann zu verwenden, wenn wir eine empörte Reaktion für sachdienlich halten, und dann auch einen Teil der Verantwortung für diese Reaktion zu übernehmen.

      Die Kommentarfunktion dieses Blogs könnte dafür ein Übungsfeld sein… freilich nur dann, wenn wir alle (oder zumindest die meisten von uns) das wollen.
      Ich fürchte allerdings, so weit ist es noch eine ganze Weile lang nicht.

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    2. Ja, sehe ich auch so.
      Halte allerdings eine "empörte Reaktion" in keinem Fall für sachdienlich.
      Weder die eigene, die ja sehr viele nicht immer im Griff haben, nehme mich da selbst auch gar nicht aus, noch die der anderen, wenn du diese auch gemeint hattest? Oder?

      "Ausdrücke, auf die andere allergisch reagieren"

      Mir ist jetzt nicht bewusst, zumindest in der letzten Zeit, dass ich Ausdrücke verwendet hätte, auf die andere berechtigt "empört reagieren" könnten. Ich hatte für meinen Teil und habe weiterhin auch niemals vor, "empörte Reaktionen" bei anderen zu provozieren.
      Umgekehrt stellt sich das schon ein bisschen anders dar.

      Meine Vorschläge für die allerersten Plätze in der Rangordnung von solchen zu vermeidenden Ausdrücken, wären demnach - gestützt auf unzählige Erfahrungsbeispiele - alle Begriffe im Zusammenhang mit der Umschreibung von Nazivergleichen, auf die ich zugegebenermaßen manchmal empört reagierte, die ich mittlerweile aber im gereiften Bewusstsein ihrer Lächerlichkeit etwas entspannter betrachte.

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    3. @ Anonym:
      »noch die der anderen, wenn du diese auch gemeint hattest? Oder?«
      Selbstverständlich, unser aller „Elefanten“ hatte ich gemeint.
      Diesbezüglich kann jeder einzelne nur bei seinem eigenen „Reittier“ anfangen.
      Ich zum Beispiel habe es mir zur Regel gemacht, möglichst nicht sofort zu antworten, wenn ich bemerke, daß ein Kommentar auch nur die leiseste Empörung in mir auslöst.
      (Dir antworte ich jetzt deshalb sofort, weil ich nichts Empörendes an Deinem Kommentar finden kann.)
      Manchmal schreibe ich eine Antwort nieder, die sich mir sofort „aufdrängt“, aber ohne sie abzuschicken. Wenn ich nach ein paar Stunden alles nochmal lese, sieht die Sache meist schon ganz anders aus; oft regt sich dann etwas wie Scham in mir für das, was ich da instinktiv-reaktiv aufgeschrieben habe – und ich habe den Eindruck, meinen eigenen „Elefanten“ ein Stück besser kennengelernt zu haben.

      »Mir ist jetzt nicht bewusst, zumindest in der letzten Zeit, dass ich Ausdrücke verwendet hätte, auf die andere berechtigt "empört reagieren" könnten.«
      Ich hatte auch nicht im Sinn, Dir das vorzuwerfen.
      Allerdings geht es nicht nur um etwas, auf das andere berechtigt empört reagieren könnten, sondern gerade auch um „unberechtigtes“ allergisch-empörtes Reagieren anderer. Der „Elefant“ fragt schließlich niemals nach „Berechtigung“, bevor er instinktiv irgendwohin springt – und ein bewußter „Reiter“ tut gut daran, auch potentielle unberechtigte „Elefantensprünge“ anderer in seine eigenen Handlungsgrundlagen miteinzubeziehen.
      Insofern finde ich es nicht glücklich, hier in diesem neuen thread sofort alte Geschichten wieder aufzuwärmen, in denen Du (berechtigt oder nicht, darüber will ich hier gar nicht reden) andere im Unrecht findest.

      »Meine Vorschläge für die allerersten Plätze in der Rangordnung von solchen zu vermeidenden Ausdrücken«
      :-) Wer Dich kennt und trotz Deines anonymen Postens auch erkennt, der kann wissen, daß Nazivergleiche zu Deinen Allergenen gehören.
      Aber natürlich kann es niemals eine allgemeine derartige Liste geben, da jeder einzelne „Elefant“ auf anderes allergisch reagiert.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid


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    4. Liebe Ingrid,

      es geht mir ganz bestimmt nicht um das "Aufwärmen" alter und abgeschlossener Geschichten.
      Sieh es einfach nur als ein Beispiel, mit dem ich aufzeigen wollte, welcher Mechanismus geeignet ist, uns alle hier am "Erwachen" zu hindern. Es ist dies u.a. das bewusste und rechthaberische Stehenlassen von Widersprüchen.
      Da geht es schon vielfach in Richtung Unaufrichtigkeit, noch verstärkt, wenn es mit unbegründeten persönlichen Vorwürfen, Hohn, Provokation und Spott untermauert ist.
      Denn wenn beispielweise eine gewisse eine Aussage oder Meinung "rechts" sein sollte, dann müsste das für alle Teilnehmer und auch alle analogen Situationen (also vom steinerschen "selben Standpunkt aus betrachtet") genauso gelten.

      Es kann doch einfach nicht sein, dass eine Aussage aus meinem Mund "rechts" sein soll, während dieselbe Aussage, aber aus einem anderen Mund nicht. Genau das meine ich, und das findet leider statt!
      Hier wäre ich jetzt versucht mehr als nur ein Beispiel anzuführen, wo diese elementarsten Regel leider außer Kraft gesetzt wurde, aber lassen wir's bleiben. Du hast recht, es bringt nichts.

      Jedenfalls habe ich, obwohl ich sicher kein Niederhausen-Fan bin, schon sehr oft den Eindruck, dass es in eine gewisse auch von ihm angedeutete Richtung geht, eben leider fernab eines jeden ehrlichen, aufrichtigen und dem Bemühen um Freischaufeln der Wahrheit verpflichteten Gedankenaustauschs.

      Mir geht es sicher nicht ums recht haben an sich, sondern um die Erweiterung eigenen Wissens und des eigenen Weltbildes einerseits und die Offenlegung von Widersprüchen, man könnte auch sagen bewusst in der Matrix (die ja sein kann wie sie will) versteckten Fehlern, die man derart meint tabuisieren, d.h. der öffentlichen Diskussion entziehen zu können, andererseits.

      Selbstverständlich müssen andere Auffassungen stehen und bis zur eindeutigen Widerlegung bestehen bleiben. Ich lasse mich argumentativ auch gerne belehren, wenn alles Hand und Fuß haben und auf Augenhöhe stattfinden sollte.
      Allerdings nicht durch das ganze Repertoire an Provokationen, Spöttelei, Beleidigungen und argumentationslosen Verortungen nach rechts.
      Auch das zuweilen reichlich übertrieben verwendete Mittel der Verlinkungen sehe ich sehr kritisch. Wo man meint allein dadurch im Recht zu sein, also die eigenen Totschlagargumente, die ja keine wirklichen sein können, mit einem (eben meist nur verlinkten) Hinweis untermauern zu können, dass ein Argument (angeblich) "rechts" ist oder ein "Rechter" dasselbe gesagt hätte.
      Das ist mir einfach zu schulmeisterlich-primitiv, damit schließe ich jetzt auch ab.

      Wäre natürlich schon, wenn ausnahmslos alle Elefanten erwachen könnten, auch die, welche glauben längst erwacht zu sein.

      Lg

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  3. Das Folgende bezieht sich nicht direkt auf den Artikel, berührt die Thematik aber, sowie die Debatten der letzten Wochen: Kennt jemand das Buch hier von Robert Rose über den Rassismus-/Evolutionsbegriff innerhalb der Anthroposophie...?

    Immerhin in einem nichtanthroposophischen Verlag. Ein ganzes Kapitel über Staudenmeier.

    https://www.bwv-verlag.de/shop/bwv/apply/viewdetail/id/5470/

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    1. @ Anonymous

      Ja, stimmt da war was mit dem "Lümmel" ;)
      Nee, für mich ist das alles Schnee von gestern, bin durch mit dem Ganzen. Wenn dir das noch nachgeht, dann: Sorry, und alles Gute für Dich, auch hier im Blog. Ich bin mit dem ganzen Theater durch, zu kompliziert auch und teils etwas ZU verrückt alles...für mich ist ab nun die Beschaulichkeit und die Ruhe erstmal wichtiger und viele Bücher warten noch im Regal....Ja, merkwürdigerweise kam es endgültig an dem Punkt, wo Hans-Peter Dieckmann ins Mensch Ärgere Dich Nicht-Spiel kam und durch die darauf folgenden Themen...Vielleicht waren seine Texte der Auslöser (die mir aus dem Herzen sprechen), vielleicht wars die positive Er-Innerung, ein Hoffnungsstrahl unserer damaligen Gespräche und fruchtbaren Aktionen; vielleicht war er es selbst aus dem Totenreich oder halt alles zusammen ;) ...wer weiß...

      Also, macht's gut und gutes Gelingen :)

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    2. Niederhausen hat mir schon wieder

      einen ganzen halben Aufsatz gewidmet:

      Birkholz hobelt darüber hinweg, dass die Späne nur so fliegen. Grobklotzig, großkotzig, hohlköpfig und kaltherzig. Ohne alles...

      Und für Mischa hat er eigens

      einen Nachruf verfasst.

      Da lese ich auch lieber die Bücher in meinem Regal...

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    3. @Stephan

      Nein alles gut, ich schau hier sicher ab und an rein ;)
      Ich lese nun nicht alles, aber Bobbys Beiträge interessieren mich z.B...

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    4. Ich scheine eine zentrale Rolle in Niederhausens Geistesleben eingenommen zu haben.
      Selbst diesen kleinen Hinweis an Dich, Valentin, hat unser Blog-Schatten schon wieder Tollwutschäumend in seinen Aufsatz eingearbeitet:

      Einschub dazu: Es ist klar, dass er "lieber" Bücher liest. Selbsterkenntnis ist nicht "angenehm". Es ist symptomatisch, dass er lieber Bücher liest, als für eine einzige, winzige Selbsterkenntnis innezuhalten; die eigene Seele zu lesen. Er spottet sich über alles hinweg – sogar über dieses Allerwichtigste. Aber er ist ja bereits erleuchtet, hat den Kern schon "bezogen"... Und so verbreitet er die reine Leere. Es gibt taube Nüsse – nach außen taub, nach innen hohl. Seine Kommentare lassen solche Bilder aufsteigen... Ein Trauerspiel, ein Armutszeugnis.

      Ich bin mit dem ganzen Theater auch längst durch, aber wie gesagt: Ich verdanke meinen Niederhausen-Studien die endgültige Bestätigung dessen, was mir im Prinzip schon längst klar war:
      Ein Sophomorph, welches sich mit kalkulierten Trigger-Aussagen nicht nur auf die Palme bringen, sondern sogar mit 100%iger Treffsicherheit ganz gezielt auf bestimmte Äste dieser Palme setzen lässt, ist eben ein Übender, wie wir alle...

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    5. Hallo Stephan, ich sag mal so, jetzt ganz allgemein:
      Man muss nicht mehr auf alles eingehen, das Theater verliert seinen REIZ ;) Das ist die doch gerade die Sache mit dem Elefanten und dem - wunderbaren - Erwachen...
      Machs gut!

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    6. Ja, der "Trigger-Reiz" und im Anschluss dann die große "Elefantenhochzeit" ;)

      Nein, ein sehr schönes, majestätisches Bild mit dem Elefanten und dem Erwachen oder Erwachten (ein anderes gibt es noch aus dem Indischen, Arjuna auf dem Tiger reitend usw.)

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    7. @ Valentin
      "Also, macht's gut und gutes Gelingen :)" Ich glaube nicht, dass Du hier "gehen" wirst. Übrigends glaube ich, dass auch demnächst Mischa wieder hier auftaucht.

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    8. Heinz, ich sagte ja, ich schau immer mal wieder rein und aktuell nun als Reaktion auf einige Kommentare...Was Mischa macht weiß ich nicht...Machs gut und immer schön beim Thema bleiben, ich bin nicht wichtig...


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    9. @ Stephan Birkholz

      Auch wenn Dir Menschen wie Valentin (und bis vor kurzem Mischa, manchmal auch Bobby) für Deine Kommentare begeistert und johlend zuprosten: Ich kann es längst nicht mehr. Wenn Niederhausen über Dich schreibt "Herabsetzung als Lebensinhalt" so hat er m.E. damit recht.

      Lese doch noch einmal seinen Artikel über Dich: wenn davon nur 1 Viertel "wahr" ist, hättest Du ein ernstzunehmendes Problem. Eine Freundin, die hier mitliest, schrieb mir letztens, wie entsetzt sie von deiner permanenten Gehässigkeit ist. Und (ihr Gedanke) dass Du das vielleicht als Kompensation für Deine schwere Arbeit brauchst. Nicht nur der Dauerspott gegen HN, auch über jemanden wie Bernhard Albrecht schüttest Du Deine Giftbrühe.

      Ich mache auch gerne meine Sarkasmen, teile aus und stecke ein. Was Du da mit anderen und dadurch mit Deinem Inneren veranstaltest, hat eine andere Qualität.

      Das war übrigends der Grund für die "Entfreundung" letztens auf FB (Du hast ja nachgefragt).

      Und Valentin, da Du deinem Kumpel ja gleich wieder beistehen und zujubeln wirst und da Du ja immer gerne "unseren" Hans Peter D. mit seiner Integrität und Aufrichtigkeit anführst: Was meinst Du, wie er das hier empfunden hätte? Glaubst Du, er guckt gerade mit "wohlwollenden und segnenden Gedanken" auf unseren Blog...?

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    10. @Heinz - und hat deine Freundin auch dein Video gesehen und das fürchterliche Uwe Seeler-Ding? ;)

      Ich jubel nicht zu...Ich versuchte eher zu schlichten auf meine Art bzw. in eine andere Richtung zu lenken wie z.B. so: ..."@ Stephan "jetzt ganz allgemein: Man muss nicht mehr auf alles eingehen, das Theater verliert seinen REIZ ;)" oder "Elefantenhochzeit" ...
      ...
      Was meinte ich z.B. mit Elefantenhochzeit? Die Vermählung der Egos natürlich und zwar im negativen Sinne durch ewigen Streit...

      Heinz, Frage:

      Erneute "Elefantenhochzeit"? Du triggers auch ganz gut ;)
      Wenn du Stephan auf deine Art ansprichst und meinst, dann ist das dein gutes Recht, aber du holst mich ja gleich mit ins Boot und willst mir eins auswischen. Meine Meinung? Zügel den Elefanten WIRKLICH und lass das zarte Erwachen endlich zu...Welches Erwachen? Zu deinem Glück...Erneut hast DU ja alles in altbekannte Richtungen gelenkt, schade...

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    11. Also gut, noch einen allerletzten Kommentar!

      Heinz Fleischmann hat recht, wenn er den verstorbenen Hans Peter Dieckman hier anspricht. Darum möchte ich auch sagen: Hans Peter, sorry, verdammt auch, es tut mir leid. Daß ich in meiner notorischen Betriebsamkeit die Kontrolle über mein "Austeilen" verloren habe, und das eigentlich versöhnliche gemeinsame Gedenken aller, die hier Deiner gedachten, empfindlich vernebelt und gestört habe. ...

      ... ... ...


      So. Dann bedanke ich mich herzlich bei Holger Niederhausen, dessen Feinfühligkeit und Empfindlichkeit ich teile, auch wenn ich meine Herz nun zwar nicht zu Stein gemacht habe, das sage ich nur so, aber manchmal mit einer sehr harten Rüstung zu ummanteln pflege. Wir sind sicher in vielen Dingen unvereinbar anders, unsere Wege im Schicksal, unsere Freiheitsbestrebungen verlaufen anders. Auch deshalb schon, weil ich aber immer spürte, wie sich Holger Niederhausen nach etwas sehnt, was es gibt, die wahren "zarten Bande", die die erste Liebe im Leben zuwegebringen, aber uns auch mit dem Totenreich verbinden, und sehr oft im Leben in den Hintergrund treten, auch ganz verloren gehn. All der politische, philosophische Zwist und Kram zwischen mir und Holger Niederhausen mag jetzt ruhen, damit diese Geste seines Nachrufes mir unbeschadet erhalten bleibt, damit dieser Segen wie eine Welle weiterwirke. Und auch von meinen ..pst .. höheren Anteilen ... die irgendwo und irgendwie im Geistigen .. zu ihm zurückwirken mögen. Das ist manchmal besser.

      Das mit dem Austeilen und Einstecken, das beherrsche - ich - manchmal schon ganz gut, angesichts mancher Dinge, die ich erlebt habe. Aber ich beherrsche es nicht immer, und überschätze mich da, und werde dann zu lange zornig. Und das ist die alte Welt. Die Welt des Krieges. Aber die neue Welt, die immer neu den Frieden schaffen muß, verliere ich dann aus dem Blick. Darum meditieren oder beten wir regelmäßig, um das nicht zu vergessen, machen den Knoten in das Taschentuch, was auch immer. Ich will jetzt zu meinem Verhältnis zu Satire und Humor nicht mehr öffentlich philosophieren.
      mischa

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    12. Mir geht es schlecht dabei, wenn ich Michael Eggert, den ich sehr schätze, mit meinen leider zu langwerdenden Kommentaren oder dann, wenn ich beim Reagieren auf allzu offensives "Austeilen" anderer "einen Stich" kriege das schöne Blogg hier mehr und mehr zu meinem privaten Schlachtfeld werden sehe. Etwas, was ich Michael eigentlich gar nicht antun will. Das wird mir dann mehr als peinlich.

      Ich habe noch viele dunkle Flecken in meiner Biographie, die absolut nicht hier auf dem Blog zu klären sind, eine äußerst schmerzhafte Sache, über die ich nun nichts sagen will, ist dabei, wer Ohren hat zum hören, weiß. Ich wäre dankbar, wenn sich das einmal wirklich lösen würde. Es gibt schlimme schmerzliche Angelegenheiten, da wird den Menschen kein Frieden geschenkt. Nun habe ich wieder viel zu tun, es bereitet sich - so Gott will - in meinem Leben Neues vor.

      Ich denke, Stephan hat nicht - nur - böse kommentiert. Aber es hat sich eine latente Abwehrhaltung unter einem "Flügel" des Bloggs eingeschlichen in letzter Zeit, da habe ich mit zu beigetragen. Ein lauerndes Zähneknirschen des Reitieres, ob wieder eine Gehässigkeit von Skorpionen im Unterholz kommt. Und da trampelten die Tiere vorsorglich. So ähnlich. Das muß aufhören, um zu sehen, was anders wird, wenn es aufhört. Darum werde ich es lassen. Und zwar lang. Wahrscheinlich doch für immer.

      Damit sich hier ein neuer Ton entwickeln kann. Nicht ein weichgespülter, oder kuscheliger. Sondern ein anderer. Da möchte ich Platz machen. Meine Entschuldigung soll nicht nachher nur eine weitere Raffinesse, eine Taktik gewesen sein. Nein. Es ist ein auch spirituell intendierter Blogg. Schön, daß spirituelle Menschen sich im Streiten üben. Aber wir dürfen nicht darüber anfangen, uns zu hassen. Das wäre bloß wieder "banal weltlich"! Das genau aber wollten wir nie. Oft ist man auf dem Weg plötzlich ausgerechnet wo, wo man nie hinwollte. Dann muß man wieder was Neues versuchen. Das aber haben alle von uns schon oft gemacht: Neu angefangen. Lebet wohl. :-)

      mischa

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    13. @ Valentin
      Was hat "meine Freundin" mit all dem zu tun? Aber wenn Du schon fragst: ich glaube, sie kennt das Video, weiß gar nicht, ob sie das gut findet, wahrscheinlich schon.

      Ich meinte natürlich Stephan, klar, habe Dich aber "mit ins Boot" geholt, weil Du ihm fast immer geflissen und begeistert zustimmst (ähnlich wie Bobby Mischa bis vor kurzem begeistert zugestimmt und sogar motiviert hat, seit dem "auf-den-Tisch-hauen" des Blogbetreibers vorgestern, allerdings seltsam still...). Das "schlichten auf Deine Art..." war nach meiner Beobachtung gerade mal heute.

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    14. Welcome back Mischa!!! Ich hab`s doch gesagt (heute 12:30). Schön, dass Du uns wieder teilhaben lässt an den "vielen dunklen Flecken in meiner Biographie"

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    15. Und auch von mir erneut: Ein wirklich gutes Gelingen und tiefere Erkenntnisse allen. Trotzdem Jungs and all, es bringt nichts mehr, zu viele Untiefen und Fallstricke etc. (der Klassiker im - "Netz")..
      Irgendwann muss auch mal Schluss sein...alles ist gut...
      Bleibt sauber!

      Tschüß! :)

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    16. Alles Gute auch meinerseits Valentin. ich glaube aber auch nicht, dass du es lange ohne diese ganzen "Untiefen" aushältst. Wir werden ja sehen....

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    17. Heinz,

      zu deinem letzten Kommentar noch schnell, Mensch übersehen:
      Heinz, erneut, Ausreden über Ausreden und Rausreden über Rausreden von dir ;) so lustig und durchschaubar...wie schon bei meinen Hans-Peter-Mitteilungen, die ich mir übrigens nicht schlecht reden - oder auf andere Bahnen umlenken lasse - wie mehrfach versucht jetzt...Wie ich schon sagte: Untiefen...
      Nee, nee, lass mal gut sein...

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    18. Nein, Herr Anonym-Rudolf, es ist definitiv Schluss, höchsten noch bisserl mitlesen ;)

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    19. Donnerwetter....;))))

      Valentin ist ja noch schneller als Mischa nach Heinz's Vorausschau zurückgekommen, ganze 16 Minuten nach meiner "Vorhersage"....Rekorde über Rekorde...

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    20. Da mein Hinweis auf den heiteren Uwe Seeler Songtitel ja anscheinend von der gesamten Egobloggemeinde sehr wohlwollend und anerkennend aufgenommen wurde, hier ein, wie ich finde, gerade für unseren Blog relevantes Zitat einer weiteren Fußballlegende (zum Thema "Umgang mit Aggressionen") - bitte bei "Stadion" den Begriff "Blog" mitdenken

      "Hass gehört nicht ins Stadion. Die Leute sollen ihre Emotionen zu Hause in den Wohnzimmern mit ihren Frauen ausleben" Berti Vogts

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    21. Was mir noch einfiel: Das Phänomen des etwas pathetisch-dramatisch vorgetragenen mehrmaligen Ankündigens "den definitiv letzten, bzw. aller-allerletzten Kommentar noch mal schnell zu schreiben" kennt man eher von etwas in die Jahre gekommenen Rockbands.

      New Order (meine Helden seit 1980) und Die Toten Hosen (auch sehr gut) machen das z.B. regelmäßig um ihren sogenannten "Kultstatus" damit zu untermauern und weil sie es mögen, bzw. brauchen, wenn die Fans sie zum wieder dableiben anfeuern.

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    22. Ergänzung: Die oben Genannten schreiben natürlich keine Kommentare, sie kündigen aber gerne regelmäßig die Auflösung ihrer Band, bzw. das "aller-allerletzte Konzert" an.

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    23. @ Heinz: Waas, die Hosen greifen mittlerweile zu solchen armseligen Maßnahmen um sich zu vergewissern daß die Fans sie immer noch ganz doll liebhaben? Hätte ich nicht gedacht :-/ . Plan war ja eigentlich daß die alle zusammen auf der Bühne sterben und dann gemeinsam auf den Düsseldorfer Südfriedhof umsiedeln.

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    24. Hamburger sollten die Düsseldorfer Hosen in Ruhe lassen und sich mal ganz auf ihren Fußball konzentrieren. Apropos Friedhof.

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    25. Kein Witz: Den Düsseldorfer Hosen haben wir 85 in der Hamburger Hafenstraße zugejubelt, als die noch im Pyjama (!) aufgetreten sind. Alleine deshalb wurden sie von uns damals geliebt. Heute sind sie nicht nur die Fußballtruppe par excellence ("Tage wie diese" wurde nach den gewonnenen WM-Finale in Brasilien von den Tribünen gesungen - mehr Gänsehaut geht nicht) ihre Lieder werden auch mal auf CDU Parteitagen angestimmt. Macht aber nix, sie sind Legenden des Punk und dürfen alles.

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  4. Lieber Mischa,

    ich freu mich sehr, daß und wie Du doch noch einmal zurückgekommen bist.
    Ob Du dem Blog in Zukunft als Kommentator erhalten bleibst oder nicht, und wenn ja: unter welchem Namen --- das ist natürlich ganz Deine Entscheidung. Ich jedenfalls würde mich freuen, ab und zu etwas vom „Reiter“ Mischa zu hören.

    Und noch etwas:
    Ich habe Dir im anderen thread als P.S. nachgerufen, daß ich mich freuen würde, wenn Du mich davon benachrichtigst, sobald Du Deinen Gedichtband veröffentlicht hast.
    Auch wenn ich wohl weiß, daß ich damit auf eine ironische „Ankündigung“ Deinerseits Bezug genommen habe: ich habe das ganz ernst gemeint; seit langem denk ich mir beim Lesen so mancher Mischa-Beiträge, wie ganz anders sie sich wohl läsen, wenn Du sie von allzu persönlichem „Elefantenballast“ befreien und ein Gedicht daraus machen wolltest…
    Nur so als Anregung.

    Herzlichen Gruß, und alles Gute!
    Ingrid

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    1. Kam zurück, wegen einer Verneigung für Hans Peter. Mußte auch über Heinz Fleischmanns Anspielungen punkto letztes Konzert herzlich lachen. Ja, das letzte Konzert. Ob Hans Peter jetzt David Bowie besuchen kann?

      Ich denke an Burkhards Beitrag. Über das Innehalten des Kehlkopfes. Und teile ihm mit, daß ich langsam anfange, in den Wilfrid Jaensch, Briefwechsel mit Spitta, hineinzulesen. Sowas brauche ich jetzt.

      Liebe Ingrid, da Du mir hier ein wenig Öffentlichkeit offenhältst, mir Freiheit schenkst, für ein Atemholen vor einen Abschied: Ja, mein Freund Paul und ich arbeiten intensiv am Band, der sehr bald, vielleicht bereits im Februar erscheinen wird, alles steht, auch der Einband, die Schrift.

      Wenn Du das zweite Mal davon sprichst, bin ich sicher, Dir eine Widmung in den für Dich bestimmten Band zu schreiben. Er erscheint in Österreich.

      Grüße an Finkelsteen auch. Valentin hat meine Email von irgendwoher.

      Auch von Rudolf möchte ich mich verabschieden, der sehr fair argumentiert in neuerer Zeit, und bitte ihn, meine zornigen Worte zu vergessen, er hat mich auch oft getriggert. Und ich habe große Mühe gehabt, mich mit manchen seiner Redewendungen und Subtilitäten entspannt auseinanderzusetzen, auch er gewährte etwas Einblick in seine biographischen Hintergründe, auch im verflossenen info3 forum.

      Und ich hoffe, da ich auch eines Tages noch einmal erleben werden, aber bitte nicht hier im Blogg, daß ich mit T. einen Waffenstillstand schließen darf, der für eine unbegrenzte Dauer geeignet sein möge. Denn mehr "Berti Vogts"-Thematik gibt es zur Zeit nicht in meinem Leben. Im Augenblick habe ich viel Frieden, und bin auch dankbar dafür. Auf dann. Hüüh... ! ! !
      mischa ('Wind in his hair..')



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    2. Lieber Mischa,

      danke für Deine Worte!
      Ich freue mich seeehr, daß das mit dem Gedichtband also wirklich wahr ist!

      Weißt Du: weil Du, als Du Deinen Gedichtband erwähntest, nicht nur gesagt hattest, ein von mir verlinktes Buch sei »so lang und schwer«, sondern auch noch extra betont hattest, daß Du mit dem Verleger um jedes Komma „streitest“, was in Österreich „Beistrich“ genannt wird – deshalb hatte mein „Elefant“ das, in der damaligen Stimmung, als Dein ironisches sich-Mokieren über die „Beistrichprobleme“ verstanden, um die ich mich (als „Tanzlehrerin“ ;-)) immer wieder kümmern zu müssen glaube — siehe das von mir schon oft hier erwähnte Zitat aus der Autobiographie Ernst Kreneks: »Als man sich gerade über die Beschießung von Shanghai durch die Japaner erregte und ich Karl Kraus bei einem der berühmten Beistrich-Probleme antraf, sagte er ungefähr: Ich weiß, daß das alles sinnlos ist, wenn das Haus in Brand steht. Aber solange das irgend möglich ist, muß ich das machen, denn hätten die Leute, die dazu verpflichtet sind, immer darauf geachtet, daß die Beistriche am richtigen Platz stehen, so würde Shanghai nicht brennen.«

      :-) Auch später noch, als ich Dir das P.S. „nachrief“, war ich mir nicht sicher, ob Du das ernst oder vielleicht doch ironisch gemeint hattest. Aber ich sah sofort, daß es eine tolle Idee wäre, und das wollte ich Dir einfach noch sagen, bevor Du hier gar nicht mehr mitliest.

      Ich kann kaum sagen, wie sehr ich mich darüber freue, daß Du wirklich bald Deine Gedichte veröffentlichen wirst, noch dazu hier bei uns in Österreich!

      Ganz herzliche Grüße,
      Ingrid

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    3. Liebe Ingrid, das ganze Drama hier im Blog hat - psychoanalytisch gesehen- auch etwas von einem Übertragungsproblem: Du und ich fungieren offenbar auch als Mama und Papa- wobei die verständnisvolle Mama und der gestrenge Herr Papa diejenigen, die das anspricht und angeht, weit mehr als sachlich begründet emotional ansprechen. Nehmen wir einen ungezogenen, ständig über die Stränge schlagenden Jüngsten wie Mischa, der vom älteren, etwas frömmelnden Bruder H. aus Hamburg belehrt wird, der alle zu erziehen versucht. Dazu der Halbbruder aus erster Ehe Holger, der aus der Ferne (er musste ins Internat) verzweifelt um die Gunst der Mutter wirbt, sich aber vorläufig mit Mädchen herum treibt. Dazu der Onkel aus Stuttgart, der sich über die ganze Familie lustig macht. Am Ende machen wir eine hoch komplizierte Familien- Aufstellung, wechseln die Rollen oder begnügen uns einfach damit, tiefsinnige Rudolf- Steiner- Kalender- Sprüche abzutippen, damit alle zufrieden eindösen können. Was aber ist in dieser Konstellation Rudolf? Und was sagt David Bowie aus dem Jenseits dazu? (wir haben ja neuerdings auch im Blog direkt beteiligte Verstorbene, neben einigen Meistern und Erzengeln) Es ist kompliziert.

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    4. Hahahahaaa, ausgezeichnet, das gefällt mir gut, Michael, mit dem "etwas frömmelnden Bruder H. aus Hamburg, der alle zu erziehen versucht", hast Du mich gut getroffen.

      Und warum bin ich denn gezwungen, den ungezogenen Bruder zu belehren - weil die Eltern versagt haben! Mutter immer viel zu freundlich und Vater kaum anwesend! (Selten taucht er auf, haut dann, wie vorgestern, auf den Tisch und alle zucken erschreckt zusammen).

      Eigentlich ein Fall für das Jugendamt, Gefahr der Parentifizierung (bitte googeln).

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    5. :-) :-) :-)
      Familienaufstellung im Egoistenblog, ausgezeichnete Idee!
      Aber dann bitte gleich als Mysteriendrama, mitsamt allen früheren (oder auch nur zeitweisen) „Blog-Inkarnationen“...

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    6. Zum Tagesabschluß auch noch von mir etwas "leicht versöhnliches". Ein weiteres Zitat eines Fußballer (eigentlich sogar des letzten deutschen Kaisers) heute mit Begeisterung von mir entdeckt (Man kann es irgendwie energetisch-astralisch spüren, dass die Bundesliga wieder anfängt, finde ich jedenfalls):

      "Gesundheit ist das Wichtigste im Leben. Na fast. Die auf der Titanic waren alle gesund, aber sie hatten kein Glück"
      Franz Beckenbauer

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    7. Lieber Heinz Märklin,

      da es stets das Ganze ist, das sich selbst ausspricht, daher bitte ich um diese Ergänzung: Burghard spricht das Wort zum Sonn(en)tag.

      ~ B.

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    8. Aus Gründen hier zur Nacht noch eine Erklärung, dass die Egoisten sehr wohl die Lebenden wie die Toten respektieren, selbst wenn beide durch den Kakao gezogen werden sollten. Ich glaube auch nicht wirklich, dass die Anwesenden eine psychoanalytische Selbsthilfegruppe darstellen oder einer Abnabelung bedürfen. Kurz: Leute, nehmt es nicht tragisch und nicht so schwer, dass es Euch den Tag verhagelt. Es wäre schade drum.

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    9. @ Mischa: Ich sehe grade daß du mich nochmal erwähnt hast und dir einen Waffenstillstand wünschst. Das wird sehr, sehr schwierig werden wenn der Feind keiner ist und der Krieg den man glaubt toben zu sehen so nicht existiert. Ich stand und stehe dir auch weiterhin als Feind nicht zur Verfügung. In dem Sinne wie du dir das vorstellst wird es also nix mit Waffenstillstand.

      Die T.

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  5. Lieber Halbneffe Holger Niederhausen,

    hier im Blog ist sicher nicht der richtige Ort, um alle Deine brennenden Fragen zu Deinem verkorksten Halbonkel aus Stuttgart zu beantworten oder zu diskutieren.
    Dein Halbpapa hat Dir Da für 'Dein Dich vom Halbonkel nicht angenommen fühlen' einen sehr wertvollen Wink mit dem Zaunpfahl gegeben - nimm den Ratschlag Deines Halbvaters ausnahmsweise einmal an.
    Schließlich ist es auch nicht leicht für einen Onkel, einen immer alles besser wissenden Halbneffen zu haben.
    Wenn Du ganz brennende Frages hast, kannst Du sicher meine Mail-Adresse herausfinden - ich beantworte Dir Deine Fragen dann persönlich

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  6. Lieber Herr Niederhausen,
    ich stimme Ihnen - schon wieder übrigends - zu Ihrem letzten Egoblogkommentar 100%ig zu.

    Ich hatte gestern auch eher ein "eigenartiges Gefühl" bei der etwas übertriebenen Verbreitung der guten Laune hier (auch wenn ich da wohl etwas zu beigetragen habe).

    Nach den sehr heftigen und auch äußerst verletztenden Worten der zurückliegenden Wochen (gegen mich, gegen Mischa, gegeneinander, gegen Sie) kann es auch für mich keine ernsthafte "Versöhnung" geben - wenn Geschirr richtig zerschlagen wird, ist es auch sinnlos, es kleben zu wollen.

    Ich poste hier weiterhin ein paar Fußballzitate oder sonstige gelegentliche Einwürfe, werde aber garantiert keine "ernsthaften" Kommentare/Debatten hier weiter führen können.

    Ich würde mich übrigends freuen, wenn einige hier den Blog ganz verlassen würden. Das wird, trotz dramatischen Ankündigungen, garantiert nicht geschehen. Es wird hier weiterhin reichlich Bosheiten und Beleidigungen geben, ebenso wie es gelegentlich themenbezogene Kommentare hier geben wird.

    Über Ihre treffende Kommentierung der letzten Wochen habe ich mich gefreut, danke dafür! Herzliche Grüße!

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    1. Lieber Heinz, ich begreife gut, wieso Du Holger Niederhausens neuem Aufsatz Eggerts Übertragungsprobleme zustimmst.
      Aber - wie so oft - die Sache nimmt sich, von einer anderen Seite aus gesehen, ganz anders aus.

      Holger zeigt sich »bestürzt« darüber, »wie man ernsteste Fragen mit einem Schwall süßlichen Humors, der gleich wieder eine Deutungshoheit vorgibt, zudecken, zukleistern und wiederum lächerlich machen kann – so als hätte es sie nie gegeben oder als wären sie irrelevant. Sind doch selbst wesentlichste Fragen nicht so wichtig wie ein „guter Witz zur Abendstunde“.« und empfindet das alles als einen Ausdruck der »allgemein-menschlichen Triebe nach Gruppe, Clique, Anerkennung, Zugehörigkeit – Empfindungsseele.«

      Ich gebe ihm insofern recht, als auch ich viele Reaktionen unserer „Elefanten“ der Empfindungsseele zuordnen würde.
      Aber für mich lösen Verstandes- und Bewußtseinsseele die Empfindungsseele nicht ab, in der Weise, daß die Empfindungsseele dann gar keine Daseinsberechtigung hätte.
      Ebensowenig wie die Entwicklung von Äther- und Astralleib bewirkt hätte, daß nun dem physischen Leib die Daseinsberechtigung abgesprochen werden könnte.
      Sondern all diese „Entwicklungsstadien“ sind, solange wir hier auf Erden leben, gleichzeitig in uns vorhanden.

      Wie „erwacht“ ein „Reiter“ auch immer sein mag: sein „Reittier“ ist und bleibt der „Elefant“ (warum sonst betont Rudolf Steiner immer wieder und wieder, wie wichtig es ist, Erkenntnisse mit Gefühlsempfindungen zu durchdringen, damit sie auch wirklich handlungsleitend werden können?).

      Aber es ist möglich, auf den „Reiter“ zu blicken, selbst wenn sein „Elefant“ gerade irrationale und sehr wenig weise Sprünge macht.

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    2. Daß es vielen Menschen schwerfällt, den „Reiter“ zu erkennen, solange der „Elefant“ die Führung hat, ist offensichtlich.
      Aber es ist möglich.

      Holger zeigte sich sehr überrascht von Mischas Worten bei seinem neuerlichen, „geläuterten“ Abschiednehmen hier im Blog (siehe den Nachklapp zu Holgers Nachruf).
      Man merkt seinen Worten an, wie sehr er sich über Mischas „Wandlung“ freut - ich habe das sehr berührt gelesen.
      Auch ich freute mich unglaublich über Mischa - ich hatte tatsächlich Tränen in den Augen, als ich Mischas Worte hier las.

      Aber Holger schreibt:
      »Lieber Mischa,
      diese Worte sind nun etwas unendlich Besonderes! Für mich kommen sie einem Wunder gleich.«

      Hier unterscheiden wir uns.

      Ich „kenne“ Mischa seit langem, wenn auch nur virtuell aus seinen Kommentaren hier (und einigen wenigen privaten mails vor längerer Zeit).
      Ich „kenne“ daher nicht nur seinen „Elefanten“, sondern ich sehe immer auch seinen „Reiter“ durchschimmern… manchmal „getrieben“ vom „Elefanten“, manchmal aber auch souverän die Führung ergreifend.
      Und deshalb waren Mischas Worte für mich kein Wunder, sondern eine Bestätigung. Ich hatte sie halb und halb erwartet. Halb und halb nur, denn ich war mir nicht sicher, ob er sie hier im Blog äußern würde. Daß er sogar das tat, macht seinen „Reiter“ in meinen Augen noch ein wenig „größer“...

      Ebenso „kenne“ ich Valentin, Heinz, Rudolf... und auch bei so manchem Anonymen versuche ich, durch seine Worte hindurch nicht nur auf den „Elefanten“, sondern vor allem auf den „Reiter“ zu blicken. Natürlich irre ich mich manchmal — aber ich versuche es immer wieder.

      (Rilke fällt mir ein:
      »Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen
      die sich über die Dinge zieh’n.
      Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
      aber versuchen will ich ihn.«)

      Auch Michael „kenne“ ich seit langem, wohl noch um einiges besser als Mischa (wenn auch ebenfalls „nur“ virtuell).
      Und sowohl bei seinen sparsamen Kommentaren als auch bei seinen „beißenden“ Blogartikeln und Karikaturen lese ich seine tiefen Betrachtungen zu meditativen Themen mit…

      Es macht mich traurig, wenn ich sehe, daß ein „Elefant“ instinktiv irgendwo herumtrampelt, während sein „Reiter“ gerade „schläft“.
      Aber ich bemühe mich dennoch, jederzeit den „Reiter“ mit anzusprechen (;-) jedenfalls dann, wenn mein eigener „Elefant“ mir gehorcht…)
      Das ist der Grund dafür, warum ich mich niemals daran halten wollte, das großgeschriebene „Du“ aufzugeben. Es macht für mich einen großen Unterschied, ob ich jemanden mit „du“ oder mit „Du“ anspreche. Ich empfinde diesen Unterschied übrigens auch beim Sprechen.

      Aber auch wenn ich mich bemühe, mit den „Reitern“ zu sprechen, so ist mir doch immer bewußt, daß jeder „Reiter“ zu jeder Zeit auf einem „Elefanten“ sitzt.
      Und auch Reittiere wollen „ernährt“ werden…

      Jonathan Haidt, von dem ich das Bild mit dem „Elefanten“ und seinem „Reiter“ habe, macht darauf aufmerksam, daß es der „Elefant“ ist, und nicht der „Reiter“, der uns in der Evolution dorthin gebracht hat, wo wir heute stehen… mit allen Tiefen, schon klar. Aber auch mit allen Höhen…

      Soviel für jetzt.

      Herzlichen Gruß in die Runde,
      Ingrid

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    3. @Rainer Herzog

      RAINER HERZOG (alias HEINZ FLEISCHMANN):

      Ich poste hier weiterhin ein paar Fußballzitate oder sonstige gelegentliche Einwürfe, werde aber garantiert keine "ernsthaften" Kommentare/Debatten hier weiter führen können.

      Ich würde mich übrigends freuen, wenn einige hier den Blog ganz verlassen würden.


      Und ich würde mich sehr freuen, wenn du auch noch irgend wann mal dein Plätzchen im Leben nebst einer netten kleinen Beschäftigungsaufgabe finden könntest, damit Du nicht mehr als Hü-Hot-Reiter spaltend-stänkernd-pseudowitzelnd durch die Kommentarwelten ziehen und überall unauthentische Duftmarken deiner augenblicklichen Stimmungslage hinterlassen musst - mal als Heinz, mal als der Rainer, der schon jedes Buch gelesen hat.
      //
      Nur nebenbei: Für mich ist dieser Blog (abgesehen von wenigen FB-Bereichen) der einzige Cyber-Ort, wo man öffentliche Kommentare von mir findet, während Du Deinen Senf -vermutlich aus Lebenslangeweile- in jede verfügbare Kommentarspalte schmierst...

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    4. P.S.
      Noch zur Erklärung, warum ich Michaels posting zur „Familienaufstellung“ so fröhlich zustimmte:
      Seine Schilderung trifft so ziemlich ein „Muster“, das auch ich hier im Blog immer wieder sehe.
      Ich betrachte diese Plattform auch als ein Übefeld, in dem wir bei einiger Aufmerksamkeit lernen können, mit all den „Elefanten“ umzugehen und dabei das eigene Reittier halbwegs unter Kontrolle zu halten.
      Der Vorteil gegenüber dem real life könnte sein, daß es nicht so existentiell ist. Wenn ein Nickname im Blog jemanden beleidigt, verliert er deshalb nicht gleich seinen Job. Und er kann sich vielleicht sogar leichter als im real life „trauen“, um Verzeihung zu bitten.
      Und alles, was man hier im Virtuellen „übt“, kommt möglicherweise später so mancher Kommunikationssituation im real life zugute...
      Freilich würde dieser Vorteil verschwinden, wenn man den Blog zum einzigen Lebensinhalt machen wollte. Dann würde es doch existentiell.
      Deshalb schließe ich mich dem an, was Michael weiter oben in die Runde gerufen hat:
      »Leute, nehmt es nicht tragisch und nicht so schwer, dass es Euch den Tag verhagelt. Es wäre schade drum.«

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    5. Es sind natürlich viele Konstellationen zwischen Elefant (Unbewusstem) und Reiter (Tagesbewusstsein) möglich. Gerade bei Anthropotanten wie Heinz und Holger muss man auch die Möglichkeit ins Auge fassen, dass ihr ewiger Schrei nach "Anstand", "Wahrheit" und der "Reinheit" daher rührt, dass der Elefant nicht frech herum springt, sondern seit langem mit seinem Arschloch auf ihnen drauf sitzt. Aus dieser Perspektive dürsten sie natürlich nach den Sternstunden des Heiligen Martyriums der reinen Erkenntnis und lehnen das Konkrete ab. Andere pilgern in solchen Situationen um den Heiligen Berg Kailash- aber, leider, wenn der Elefant sich nicht rührt und spießig auf der Stelle hockt, bleibt ihnen auch das verwehrt.

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    6. @ Stephan
      Ich schreibe nur hier oder auf FB Kommentare. Hier sind meine Kommentare ja eher kurz, auf FB eigentlich auch.

      @ Michael
      "Aus dieser Perspektive dürsten sie natürlich nach den Sternstunden des Heiligen Martyriums der reinen Erkenntnis und lehnen das Konkrete ab".

      Das Konkrete, das "real life", wozu dieser Blog hier eventuell engagiert und mutig Stellung bezieht...? Hihi.

      @ Ingrid
      Schon klar, dass Verstandesseele und Bewusstseinsseele die Empfindungsseele nicht ablösen, ebensowenig Ätherleib, Astralleib, usw...Ich habe aber nicht den Eindruck, dass die Miteinbeziehung des anthrop. Menschenbildes hier irgendwie weiterhilft.

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    7. @ Heinz
      »Ich habe aber nicht den Eindruck, dass die Miteinbeziehung des anthrop. Menschenbildes hier irgendwie weiterhilft.«
      Mag sein (das kommt wohl darauf an, wie weit jemand das anthroposophische Menschenbild verinnerlicht hat).
      Aber da Holger nunmal die „Empfindungsseele“ erwähnt hat, hielt ich es für angebracht, ihm darauf zu antworten.

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    8. Da hat Heinzog natürlich vollkommen recht!
      Die Einbeziehung des anthroposophischen Menschenbildes hilft hier natürlich gesau so wenig weiter wie an allen anderen Stellen des Lebens, wo es Licht in die Verhältnisse bringt.
      Einzig und allein die Einbeziehung von
      Fußballzitaten und garantiert nicht ernstgemeinten Kommentaren kann hier wahrhaft Licht in die Verhältnisse bringen...

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    9. Die da unter dem Allerwertesten ihres Reittieres verharren müssen, könnte man dann wohl als ANTHROPOPHANTEN bezeichnen.

      Grüße vom Stuttgarter Onkel, für den es außer der BREZEL nichts Ernstzunehmendes auf Erden gibt!

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    10. Anthropohanten sind ausnahmslos Steiner-Fresser. Sie nehmen täglich etwa 200 Seiten Gesamtausgabe zu sich. Dazu brauchen sie 7x7=49 Stunden am Tag. Sie fressen vor allem Bücher, Bände und Blätter, gefolgt von Zitaten, Mantren, Wahrspruchworten und Fußballtabellen. Der Rüssel ist bei der Nahrungsaufnahme als Greiforgan enorm nützlich. Mit den fingerartigen Fortsätzen können sie einzelne Zitate und Mantren aufnehmen. Ihre Nahrung verwerten sie zu etwa 4000 Prozent, da sie als Wieder-und-Wieder-und-Wiederkäuer über ein viel effizienteres Verdauungssystem verfügen als die einfachen Wiederkäuer. Ernst ist für die Anthropophanten ein wichtiger Lebensfaktor. Sie trinken 70 bis 150 Liter Ernst am Tag. Ihre Harnblase fasst dabei etwa 3x12=36 Liter. Täglich benötigen Anthropophanten etwa 250.000 Ernsthaftigkeiten.

      Quelle: WIKISOPHIA

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    11. Lieber Herr Niederhausen, ich danke Ihnen auch für Ihren jüngsten, heutigen Kommentar, dem ich zustimmen kann. Auf 1,2 Aspekte möchte ich eingehen:

      "Man empfindet die Verletzungen als wesentlich – und flüchtet sich deshalb ins Wesenlose, nicht ohne neu auszuteilen, während man keine Hoffnung mehr hat, dass die Anderen einen je verstehen würden, in seinem Verletztsein, in seinen Gedanken..."

      Hier haben Sie eine wesentliche und charakteristische Dynamik des Blogs gut getroffen. Warum ist das eigentlich so? Ich glaube, es liegt vor allem auch daran, dass wir alle ausschließlich online hier versammelt sind. Würden wir Beide hier mit Valentin, Mischa, Stephan, usw. konkret im Raum sitzen, mit Blickkontakt, dem gesprochenem Wort, usw. statt nur die eben hastig getippten Gedanken (oder kopierten Links) zu lesen, würden sowohl das Verstehen des Anderen, sowohl das Verstehen eines Themas auf einer ganz anderen "wirklichkeitsgemäßeren" Ebene stattfinden.

      Das sind zwar alles andere als "originelle", im Grunde auch schon 1000 mal gehörte Gedanken, ich erlebe aber hier die Grenze zur Ernsthaftigkeit (d.h. wenn wir hier zusammensitzen würden, gäbe es von mir eben kein Fußballzitat, sondern ein Eingehen auf die Gedanken des Anderen).

      Ein weiterer Aspekt: Ein besonderes Charakteristikum dieses Blogs ist m.E. eine unklare Beziehung zu R.Steiner und zur Anthroposophie. Manchmal schimmert zwar der Gedanke durch, dass man alles "sektenhafte-mystizistische" knallhart demaskieren will (neben den Auseinandersetzungen mit den rechtspopulistischen Strömungen innerhalb der anthrop. Bewegung) - man kann aber den Eindruck bekommen, dass es "danach" (also wenn alles demaskiert wurde) nicht mehr viel gibt, was man an der Anthroposophie schätzt, was man an ihr liebt, usw.

      Ich kenne diesen Aspekt von mir, dieses Hin- und Herpendeln zwischen Steiner und anderen Wegen, wobei man sich über einen längeren Zeitraum eher nicht im Klaren ist, was einen die Anthroposophie noch bedeutet. Und was man machen soll, wenn man noch einen anthroposophischen Blog führt. Daher rührt m.E. eine gewisse (negative, herablassende, "Fehler aufsuchende) Grundhaltung des Blogs - die zu den entsprechenden Kommentaren führt.

      Nebenbei: Ich war vorgestern ganz erstaunt, dass es einen "tendenziell eher positiven" Artikel über einen anthrop. Autor (K.Massei) gegeben hat. Hat ansonsten keiner kommentieren wollen. Passt nicht mehr hierher.

      Herzliche Grüße an Sie!

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    12. @Rainer Herzog (alias Heinz Fleischmann)


      Ich poste hier weiterhin ein paar Fußballzitate oder sonstige gelegentliche Einwürfe, werde aber garantiert keine "ernsthaften" Kommentare/Debatten hier weiter führen können.


      Wenn Du uns nicht Deine garantierte Versicherung gegeben hättest, dass Du hier garantiert(!) nichts Ernstzunehmendes mehr posten wirst, dann würde ich jetzt wirklich ins Nachdenken über das von Dir hier Vorgebrachte geraten.

      Rainer, du bist, bleibst und warst schon immer ein Schwätzer - garantiert!

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  7. Zu Holger Niederhausens Aufsatz Vom Mysteriengeschehen auf dem „Egoisten“-Blog, in dem er auf einige meiner weiter oben geäußerten Gedanken eingeht:

    Lieber Holger,
    Du sagst:
    »[… ] treffen „Familienaufstellungen“ höchstens eine Realität, die fortwährend eine zu überwindende ist, wenn man überhaupt zu einer Entwicklung kommen will,«
    Ja. Darin stimme ich Dir zu.
    Aber Familienaufstellungen sind ja nur dazu da, diese Realität sichtbar zu machen – als Voraussetzung für bewußte Verwandlung.

    »Geht es denn immer wieder nur darum, mit einem gewöhnlichen Ich die gewöhnlich-allzugewöhnlichen Empfindungen, Gefühle, Sympathien, Antipathien, Hassgefühle, Liebesgefühle, psychologischen Bedürfnisse und so weiter ein wenig „vernünftiger“ unter Kontrolle zu halten?«
    Nein. Aber auch das sehe ich als eine Voraussetzung für alle weitere bewußte Entwicklung.

    Du sprichst von einer »Lüge des Bildes« (vom „Elefanten“ und seinem „Reiter“). Zu einer Lüge würde es aber eben nur, wenn man es nicht als Momentaufnahme ansähe, sondern für alle Ewigkeit daran festhalten wollte.
    Das liegt mir fern.
    Aber jeder einzelne von uns kann meiner Ansicht nach seinen Beitrag zu dieser Entwicklung am besten dadurch leisten, daß er mit der Beziehung seines eigenen „Reiters“ zu seinem eigenen „Elefanten“ umgeht.

    Deine Fragen:
    »Und ich möchte eigentlich allen Seelen zurufen: Lasst uns doch wahrhaftig werden! Warum spalten wir uns denn so? […] Warum haben wir denn nicht den Mut zur vollen Wahrhaftigkeit, aber auch zu einem vollen Sich-Erheben zu dem Reiter?«
    erinnern mich an Goethes Faust:
    »Du bist dir nur des einen Triebs bewußt,
    O lerne nie den andern kennen!
    Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust,
    Die eine will sich von der andern trennen;
    Die eine hält, in derber Liebeslust,
    Sich an die Welt mit klammernden Organen;
    Die andre hebt gewaltsam sich vom Dust
    Zu den Gefilden hoher Ahnen.
    O gibt es Geister in der Luft,
    Die zwischen Erd und Himmel herrschend weben
    So steiget nieder aus dem goldnen Duft
    Und führt mich weg zu neuem, buntem Leben!
    Ja, wäre nur ein Zaubermantel mein,
    Und trüg er mich in fremde Länder!
    Mir sollt er um die köstlichsten Gewänder,
    Nicht feil um einen Königsmantel sein.«


    Anders als Faust willst Du nicht den »Dust« hinter Dir lassen und Dich von einem »Zaubermantel« in »fremde Länder« tragen lassen.
    Sondern Du sagst:
    »Reiter und Elefant sollen eins werden – im allertiefsten Sinne.«
    Nun - ich bin zwar geneigt, Dir zuzustimmen, und die Augenblicke meines Lebens, in denen mir das zu gelingen scheint, sind mir kostbar.

    Aber ich versuche, auch dorthin zu „schauen“, wohin Rainer Maria Rilke deutet (im elften der Sonette an Orpheus, 1. Teil):

    Sieh den Himmel. Heißt kein Sternbild „Reiter“?
    Denn dies ist uns seltsam eingeprägt:
    dieser Stolz aus Erde. Und ein Zweiter,
    der ihn treibt und hält und den er trägt.

    Ist nicht so, gejagt und dann gebändigt,
    diese sehnige Natur des Seins?
    Weg und Wendung. Doch ein Druck verständigt.
    Neue Weite. Und die zwei sind eins.

    Aber sind sie's? Oder meinen beide
    nicht den Weg, den sie zusammen tun?
    Namenlos schon trennt sie Tisch und Weide.

    Auch die sternische Verbindung trügt.
    Doch uns freue eine Weile nun
    der Figur zu glauben. Das genügt.

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  8. @ H.Niederhausen
    Ich habe gerade gesehen, dass Sie Ihren letzten Beitrag ergänzt haben mit einer Antwort auf meinen Kommentar von 14:58.

    In der Charakterisierung der Qualität von Begegnung online/offline bleibe ich bei meiner Ansicht, sehe natürlich auch, dass es primär an mir liegt, dass ich auch in Onlinedebatten aufgefordert bin, den Anderen in seinem Wesen und in seinem Gedanken wahrzunehmen. Ich mache nur häufig (hier und auf FB) meistens die gegenteiligen Erfahrungen, bei mir selbst und bei Anderen (erlaube mir etwas eher, mich gehenzulassen, verstecke mich auch gerne in den Formulierungen).

    Bei dem anderen Aspekt Ihrer Antwort, bezüglich der Frage nach dem Verhältnis des Blogs zur Anthroposophie, stimme ich zu: "Man kann dann vielleicht subtile Bewusstseinsprozesse beschreiben, die „mit dem Logoswesen der Welt“ zu tun haben und anderes mehr – und im nächsten Moment dem Mitmenschen ins Gesicht schleudern, dass ja der Elefant seit langem mit seinem Arschloch auf ihm draufsitze".
    Vielen Dank!

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  9. Die Gestalt des Reiters deutet schon auf das Ich, den Geist, im Gegensatz zur Psyche und Leib, dem Elefanten. Das ist aristotelischer Dualismus: der Reiter (Schiffer, Geist) ist eins mit allen Bewegungen (Psyche) des Elefanten (Schiff), aber kann den Elefanten auch willkürlich verlassen. Vgl. bei Steiner, Theosophie GA 9/SKA 6.
    Platonischer Dualismus wäre: bewusste Psyche gegenüber unbewusstem Leib. Die Mitte fehlt hier und es führt zum ‘ghost in the machine‘, zum modernen Ilusionismus.

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  10. Lieber Herr Niederhausen,

    "Ohne den Ernst – und jetzt füge ich hinzu: ohne die Sehnsucht – wird man das wahre Menschentum, damit aber zugleich die wahre Anthroposophie, niemals finden"

    Natürlich ist das so. Darum ist auch auf diesem Blog hier nicht "die wahre Anthroposophie" zu finden, eigentlich fast gar keine "Anthroposophie", vielmehr primär ein Austausch von Menschen, die sich von ihr aus irgendeinem persönlichen Grund enttäuscht fühlen und die dieser Enttäuschung Ausdruck verleihen wollen. So kommt es mir jedenfalls vor.

    Noch einmal zu den Begegnungen mit Menschen, online versus offline. Im "real life", vor allem bei meiner Arbeit (ambulante Sozialpsychiatrie) aber auch sonst im Alltag, habe ich ziemlich viel mit Menschen zu tun, die eher "einfach gestrickt" sind (einige lesen tatsächlich nie irgendein Buch). Durch den Blickkontakt und durch das gesprochene Wort entsteht aber eine Begegnung - und ich "sehe" (erlebe, spüre, fühle) unmittelbar, dass mein Gegenüber ganz einfach schicksalsmäßig woanders steht als ich, dass mein Gegenüber mir vielleicht diverse andere Dinge voraus hat (Ist auch häufig so). Das ist ausschließlich bei "wirklichen" Kontakten so.

    Online-Debatten sind für mich mehr als künstlich. Da ist eigentlich eher selten etwas "echt". Gelegentlich ist die ein oder andere Meinung echt. Häufig sind es Debatten in einem luftleeren Raum, es werden viele Antworten gegeben, wo es keine wirklichen Fragen gibt. Darum denkt man sich irgendwelche Dinge aus, wo die Antworten und Fragen passen. Oder man überlegt, wie diese oder jene Menschen, die ausgedachten Fragen vielleicht beantworten würden.

    Martin Bubers "Dialogisches Prinzip" funktioniert in Blogs nicht. Das ist noch viel mehr der Fall auf diesem Blog aufgrund der oben beschriebenen unklaren Ausrichtung Pro/Contra Anthroposophie. Die "wahre Anthroposophie" geschieht, wenn ich ihre Gedanken in meinen Alltag und mein Handeln fliessen lasse, oder wenn Menschen zusammenkommen und sich in irgendeiner Form um sie bemühen.

    Ich mache diese Dinge hier auch, weil ich eigentlich zuviel Zeit und manchmal eine gewisse Lust an Ablenkung und Zerstreuung habe (braucht eigentlich jeder Mensch, kommt natürlich immer auf das Maß und die Qualität der Zerstreuung an). Ich kann mich mit ernsthafter Sehnsucht einem Text von Steiner oder dem Kultus der CG hingeben, aber nicht den ganzen Tag lang.

    Darum die Fußballzitate. Hier gehören sie hin.

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  11. "Dass sich in Wirklichkeit keiner der Blogger verändert, ist ein offenes Geheimnis, das aber keiner zugibt, weil diese Erkenntnis wehtun könnte. Der bloße Austausch wird Selbstzweck"

    Lieber Holger,
    auch für den letzten längeren Passus, diese sehr treffenden und wie ich finde ausgezeichneten Gedanken zur Charakterisierung des Blogs: vielen Dank!

    Manchmal ist es gut und hilfreich, wenn jemand "von außen" die festgefahrene Dynamik eines problematischen Bereiches darstellt - wenn so etwas im Arbeitsleben passiert (Supervision) warum sollte es nicht auch in einem Bloggeschehen stattfinden?

    Was mich interessieren würde, ob es ähnliche Dinge auch im nichtanthroposophischen Bereich gibt: Ob es z.B. einen Blog gibt, der anfangs offen und interessiert mit dem Buddhismus oder dem Islam verbunden ist und der sich im Laufe einiger Jahre schleichend und unbemerkt zum entschiedenen Buddhismus- Islamgegnerblog entwickelt - ohne dass diese Entwicklung von den Betroffenen klar erkannt, ausgesprochen oder thematisiert wird.

    In diesem Sinne einen schönen Sonntag!

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    1. Noch einmal möchte ich mich gegen Mißverständnisse, taktisch vorgetäuschte, und vielleicht echte, verwahren, und gegen übertriebene Instrumentalisierung der wenigen freundlichen Worte, die auszusprechen ich mich im Sinne einer Anderen Welt gezwungen sah, da möchte ich auch noch auf Grenzen verweisen.

      Mobbing, Schlägereien, Proleting, und akademisches und chefetageliges Nasalisiering, das sonore Abqualifizierung: Ich habe mein Lebkuchentag eben - nur - dieses erlebt. Darum freute ich mich stets über wirklich kluge Menschen, über Freunde. An ihnen übte ich, die Wunden des so wichtigen Mobbing in der arbeitsteiligen Gesellschaft zu heilen.

      Seit ich Internet habe höre ich nur raffinierter und verfeinerter diesen Schulungsweg, andere möglichst unter Umgehung des Justiziablen zu demütigen, und seelisch nachhaltig zu schädigen. Bereits Timothy Leary wurde dezidiert klargemacht, daß die Härte gegeneinander notwendig sei, damit die Moral der Truppe unserer Höchstleistungsgesellschaft, in Industrieller Produktion, in Schule und Universität erhalten bleibe. Druck und Selektion, Felexibilitätszwang, um Mutation (Innovation) zu provozieren

      Freundschaftsverwöhnte Menschen bringen keine Leistung, durch Verständnis, Lebenseinsicht, Flowerpower und Liebe Verwöhnte können weder Firma noch das Vaterland im Wettbewerb von Geistkonzepten und Systemen verteidigen.

      Nur Sterbende lernen somit, manchmal ein wenig loszulassen, oder der Alkoholiker oder Drogenkranke, der jenseits von Law und Order aufgegeben hat, sich selbst unter Maßstäben Anderer in die Zucht zu nehmen, erfährt mal einen Schimmer vom Schöpferisch Sein, bevor er zugrunde geht.. also gewährt man es diesen, sie sind dem Untergange geweiht!

      Dies also noch, klar und deutlich: Die Ironie, die ich, und andere nette Menschen, bei Michael Eggert finden, ist eine postmartialische Ironie, und wendet sich gegen den konventionellen Schulungsweg, die Justiziabilität beim Beseitigen von Ressourcenkonkurrenten klug zu umgehn, und ansonsten zu demütigen, was der eigene Verstandeseelen-Intellekt, die edle Kälteseele und die primitive Wonnesseele so hergeben. Sondern es ist eine Ironie, ein Spott unter der Flagge der Menschlichkeit, selten genug auf dieser Welt, die wir hier auf dem Blogg finden. Darum sind wir hier / gewesen.

      Was ich Holger Niederhausen andeuten mußte, ist, daß er auf seine Weise, nur weniger pragmatisch und weniger souverän, ebenso verstanden hat, daß ein menschenfeindlicher Zynismus nicht Grundlage der Anderen Schulungswege sein kann und sein darf. Dafür achte ich ihn. Und diesen inneren Kern, der uns alle, mal wieder verschüttet, mal wieder offner verbindet, ist - so wage ich zu behaupten - das, was die Toten in uns gewahren, die uns "von innen" sehn, wer weiß? Und was - triebhaft und ahnend - Sich Verliebende aneinander spüren, bevor sie lernen werden müssen, sich ohne das zu achten, zu lieben. Die Entwicklungen nötigten mich dazu, nochmal Stellung zu beziehen. Die fortgesezten offensiv ingrimmigen Entwicklungen. Die ich gewöhnt bin, ein Leben lang. Herzlichen Dank

      mischa

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  12. Niederhausen bezieht seine fortwährenden Charakterisierungen des Egoistenblogs offenbar nicht auf sich selbst, und er verpasst daher die Möglichkeit selbst zu ändern.
    Stattdessen ist sein Anti-Egoistenblog auf Ich-Vernichtung aus, d.h. er versucht mit der kombinierten Kraft der Gegenmächte Stücke aus dem heterogenen Egoisten-Blog herauszureißen (vgl. bei Steiner 107.248f.), als ein stolzes Anti-Mädchen.

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    1. Ja, das aggressive, sentimental ummäntelte Potential solcher Rechtgläubiger und Dogmatiker ist erschreckend- auch der völlige Mangel an persönlicher Introspektion. Es ist der Reflex derer, die die nicht Rechtgläubigen geißeln und ausgrenzen wollen- jenseits jedes liberalen Impulses, sondern voll im Sinne einer Glaubenskongregation. Das hat etwas von den Abwegen der späteren Dominikaner. Glücklicherweise dreht es sich nur um sich selbst und ist aus der Zeit gefallen. Dieser Brummkreisel weckt daher keinerlei Interesse und soll ruhig weiter vor sich in brummen, in seinem zerquälten selbstgeschaffenen geistigen Gefängnis.

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    2. "Die fortgesezten offensiv ingrimmigen Entwicklungen. Die ich gewöhnt bin, ein Leben lang" (Wie war das noch neulich mit "kein Selbstmitleid...?")

      Mischa, Du steigerst Dich: Nach Deinem letzten theatralischen Diva-artigen Abgang hier (der sogar Holger zu einem "Nachruf" veranlasst hat, als wärest Du fast schon verstorben, oder so), hast Du Dich bereits nach 1 Tag wieder gemeldet.

      Diesmal hast Du immerhin fast 2 Tage ausgehalten (also Steigerung 100%).

      Als ich Mitte Dezember hier (ich geb`s zu: ähnlich Diva-artig) einen Monat Blogabstinenz verkündet hatte, habe ich`s immerhin 2 Wochen ausgehalten. Ich wette, dass schaffst Du nicht! (Der Trick funktioniert immer, hihihi).

      Möglicherweise wird es aber tatsächlich notwendig sein, dass Du bleibst und die Freiheit verteidigst: Laut Ton Majoor bemüht Holger inzwischen schon die "Kraft der Gegenmächte", es geht um die "Ich-Vernichtung" - es naht die Apokalypse, fürchte ich.

      Auch sehr gelungen: "ich, und andere nette Menschen". Danke Dir, made my day :-)

      Bis nachher, oder bis morgen.

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    3. Rainer, Niederhausen selbst schließt: ‘und hat doch wieder etwas sehr Schlimmes über sich...‘

      Uns du selbst sagst: wenn Geschirr richtig zerschlagen wird , ist es auch sinnlos, es kleben zu wollen.

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    4. Der Ego-Blog hat also offensichtlich ein gewisses Suchtpotential.

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    5. @anonym: "gewisses Suchtpotential"

      Als meine Tochter im entsprechenden Alter war, schaute ich mit ihr zusammen die Serie: "Anna und die Liebe".

      An den Tagen, wo sie andere Vorhaben hatte und deshalb nicht vor Ort war, schaute ich den Fortgang ohne sie.

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    6. @ Burghard,

      Ja, oft wird man süchtig, wenn man auch wider Willen irgendwo hineingeraten ist.

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  13. "Mit diesen Hinweisen ende ich. Ich möchte dem liberalen „Egoisten“-Blog mit meinem Brummen und Kreiseln nicht weiter zur seelischen Last fallen"

    Lieber Holger, das würde ich persönlich sehr bedauern, Deine Texte, vor allem die von gestern, haben mir z.T. hier etwas die Augen geöffnet, d.h. ich hatte einiges, von dem Du schreibst "geahnt", bzw. immer mal wieder oberflächlich angedacht, empfunden, Deine nüchtern-sachlichen Formulierungen über das Wesen und die Dynamik des Blogs empfand ich als sehr, sehr treffend. Ich werde sie öfter lesen.

    Ich kann es aber auch verstehen, dass Du Dich hier zurückziehen willst; das ist ja alles nicht nur sehr zeitaufwendig, wenn jetzt noch ein Ton Majoor mit solchen Geschmacklosigkeiten kommt und Deine Aufsätze mit den Asuras vergleicht, ist m.E. eine weitere Dimension der Gemeinheit erreicht. Einfach nur noch perfide.

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    1. Ich wollte gerade Holger Niederhausen noch Bernardo Guis Schulungsbuch über den effektiven Umgang mit Ketzern wie den Egoisten empfehlen, aber es ist leider vergriffen. Und nun versinkt er ja auch wieder in seiner Klausur und pflegt seine sentimentale, bizarre seelische Zelle.

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    2. @ Michael Eggert
      Die "Ketzer", wie etwa die Katharer oder Waldenser haben innerhalb der christlichen Geschichte eine nicht mehr wegzudenkende und notwendige Funktion zu erfüllen gehabt. Ihr Ketzertum bestand vor allem in Opposition zur bestehenden Kirche, daneben waren sie aber vollständig von ihrem Glauben erfüllt.

      Die Egoisten (mit Dir als Repräsentant) sind zwar in Opposition zu Dornach und zur AAG, sie haben aber keine ernstzunehmende (oder erkennbare) Beziehung zu Steiner oder Anthroposophie mehr.

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    3. Ketzer und Rechtgläubige bedingen sich doch irgendwie gegenseitig. Im Blog bin ich - anders als im realen Leben - beiden dankbar, für ihre blosse Existenz. gar nicht vorstellbar, wie schrecklich öde es hier wäre, wenn sich kein Ego-Blog-Abhängiger  mehr in und an der Kunst des gegenseitigen Niedermachens üben bzw. ergötzen könnte.
      Dieser in virtuellen Geistessphären vielerorts zum Selbstzweck allen Seins und Handelns avancierten wahrhaft menschlichen Regung.

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    4. Ich weiß, die wahren Fans dieser Unterhaltungsshow warten immer auf High Noon.

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    5. Ok, nur scheint's ja schon länger keine wirklichen Entscheidungen mehr zu geben.

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    6. Liebe Leute,

      … da war aber etwas los – ein Männer-Action-Movie, eine wilde Säbelschlägerei der Vier Muskettiere (die reinhauen, ohne sich etwas zu schenken) kommt mir da in den Sinn und weniger eine Familienaufstellung, denn ich erlebe Ingrid nicht als Mutter und Michael auch nicht als Vater - dazu finde ich ihn zu pubertär.
      Ich erlebe die übrigen Kommentatoren auch nicht als 'Kinder', sondern den Blogbetreibern ebenbürtig, halte Mischa für ein literarisches Genie und lese auch mit Interesse Holger Niederhausens Aufsätze.
      Ich fand den grenzwertigen Streit sehr beeindruckend, Respekt an alle, wie ihr nicht gescheut habt, die schwarze Brühe raus zu lassen – wenn ich mich recht erinnere hat doch Valentin einmal einen Aufsatz von Michael über den Doppelgänger angeregt – und das war es jetzt auch. Life mit zu erleben.
      Von vielen konnte man/frau hier die Doppelgängerfratze sehen – und für diese Courage danke ich euch – weil ich denke, dass es das braucht, wenn man auch nur ansatzweise etwas von dem schwarzen Rohmaterial umwandeln möchte. Und diese Umwandelung, die war für mich zu tiefst bei Mischa zu sehen.
      Das geht natürlich nicht in den Kopf eines Puristen.
      Lieber Holger, falls Du da weiter mit liest, ich denke, dass Du auch in der von Dir so schön beschriebenen Dualität Elefant/Reiter stecken bleibst, indem Du als Reiter urteilend und wertend auf die unschönen Elefantenäußerungen herunter schaust und Dich davor ekelst. Auch wenn Du anderen Parteilichkeit zuschreibst, so tust auch Du dies in Deiner Verbrüderung mit Rainer, dessen ätzende Brühe Du nicht wie bei anderen bekritelst und bei dem ich den Eindruck habe, dass er sich in seiner Besserwisserei noch gar nicht einmal über seinen Elefantenleib bewußt ist........

      Lieber Mischa und Valentin: freue mich sehr auf euer Wiederkommen!
      Rainer und Holger werden sicherlich auch wieder zu kommen, denn hier scheint der Eine den Anderen für seine Entwickelung zu brauchen.

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    7. "Entwickelung" hat r.Steiner immer gesagt, eigentlich heisst es "Entwicklung".

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    8. man kann aber beides sagen, Hauptsache man versteht was gemeint ist

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    9. Jedenfalls kann nur 'entwickelt' werden, was 'verwickelt'...

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    10. Jedenfalls kann nur 'entwickelt' werden, was 'verwickelt' ist.

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    11. Mit diesem Begriff (insbesondere in Steiners Schreibweise) hadere ich schon lange...

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    12. @ Stephan:
      "involvere" heißt nicht verwickeln, sondern einwickeln.
      Rudolf Steiner dazu (GA 94; siehe auch anthrowiki)
      »Die Involution ist dasjenige, was in uns eingezogen ist ohne unser Bewußtsein und ohne unseren Willen, unter dem Einfluß der göttlichen Weisheit. Die Evolution ist alles, was wir daraus hervorgehen lassen sollen für die äußere Welt durch unser Bewußtsein und unseren Willen.«

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    13. gut, das diese sehr wichtige Frage auch endlich geklärt wurde.

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    14. Richtig, ich hatte schon mehrmals darauf hingewiesen, dass die Feinde der Anthroposophie "Involutoren" sind, welche diese einwickeln statt auspacken, d.h. Entwickeln wollen

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    15. @Ano.

      Für dich scheint "Anthroposophie" das zu sein, was gedruckt ist. Klar, das kann man einwickeln. Und das dann, das kann sogar noch gut ausschauen.

      Ansonsten beantworte mir mal, von wo aus denn die Unendlichkeit eingewickelt werden könnte.

      ~ B.

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    16. @Ingrid

      Schon klar, dennoch generiert der Begriff 'Entwick(e)lung'' sprachlich kaum oder keine organischen Assoziationen.
      Darum ist er für unser heutiges Evolutionsverständnis, welches zunehmend mit dem Begreifen organischer Qualitäten/Aspekte einhergeht, recht unbrauchbar...

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    17. @ Stephan:
      Schon klar.
      Aber wieso sollte Rudolf Steiner sich auf einen bloß organischen (und also biologisch-materiellen, nicht wahr?) Evolutionsbegriff beziehen, wenn es ihm doch gerade um Geisteswissenschaft ging?
      (;-) Übrigens müßte jetzt bald der 8. Band der SKA erscheinen, Rudolf Steiners Schriften zur Kosmo- und Anthropogonie...)

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    18. Organisch bedeutet nicht 'bloß organischen (und also biologisch-materiellen)', sondern eher 'auf den (gesamten) Organismus bezogen' .
      Dieses Prinzip ist auf alle Plane (geistig, astral, ätherisch, physisch) anwendbar und bildet diesbezüglich sogar ein übergeordnetes, verbindendes (Bildekräfte-)Prinzip.
      Das Formprinzip wird durch den Entwick(e)lungs-Begriff jedoch nicht abgebildet.

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    19. @ Burghard,

      die "Unendlichkeit" kann vom Menschen nicht erfasst werden und wurde auch nicht vom Menschen eingewickelt, sondern von Gott, bzw. den Entitäten der geistigen Welt, sprich den "geistigen" Naturgesetzen für den Menschen.
      Ob der Mensch die Unendlichkeit je wird "ent-wickeln" können, das ist die grosse Frage.
      Jedenfalls war Rudolf Steiner ein Mensch, und konnte deswegen als solcher auch nur begrenzt "ent-wickeln". Deswegen ist es durchaus im Bereich des Möglichen und Denkbaren, dass das von Rudolf Steiner "Ent-wickelte", von Menschen, welche dieses Geschenk der allgemeinen Menschheit nicht gönnen oder aus irgendwelchen anderen Gründen der Menschheit vorenthalten wollen, auch wieder versteckt, also eingewickelt, man könnte auch sagen rückentwickelt, d.h. seiner Wirksamkeit beraubt wird.
      Eines der Ziele dieses Blogs?

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    20. Das Paketband ist eine Erfindung der Illuminaten, Rudolf!

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    21. Liiiiiieber Stephan,

      und die Illuminaten eine der Anthroposophen?
      ;))

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    22. @ Stephan,

      ah - danke für die Klarerstellung.
      Dennoch bin ich noch nicht sicher, ob ich Dich richtig verstehe.
      Haderst Du deshalb mit dem Entwick(e)lungsbegriff, weil er zu suggerieren scheint, daß alles im Grunde gleichbleibt und sich nur ständig ein- bzw wieder auswickelt?
      Naja - das wäre ja mit dem Begriff „Evolution“ nicht anders. Wie könnte man denn, Deiner Ansicht nach, stattdessen sagen?

      Aber es ist interessant (danke fürs Aufmerksammachen!), daß man das griechische Wort „Genese“, das ja Entstehung bedeutet, im Deutschen meist mit Entwicklung übersetzt; vgl. auch englisch develop, das ja ebenfalls „auswickeln“ bedeutet.
      Vielleicht hängt es mit dem Begriff der Geburt zusammen: ist nicht jede Geburt eine „Auswickelung“, eine „Enthüllung“?

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    23. Geburten (bei denen ich recht häufig anwesend bin) würde ich als Entfaltung (vlg. Das 'Entfalten' einer Blüte) oder als Metamorphose, den Übergang von Zuständen, keinesfalls aber als Entwickelung beschreiben.
      Ganz besonders spannend (wenn auch unnatürlich) ist hier die Sectio caesarea (Kaiserschnitt), weil sich das Menschenwesen hier innerhalb von etwa einer halben Minute vom Quasi-Organ der Mutter (grau-blau und zusammengefaltet) zum rosigen Menschen buchstäblich entfaltet.
      Genese würde ich auch eher als Entstehung denn als Entwick(e)lung bezeichnen.
      Also ich denke tatsächlich immer eher in Richtung Genese, Entstehung, Entfaltung, Metamorphose... und kann den Begriff Entwick(e)lung nicht ganz mit unter diesen Hut bringen...

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    24. Wir verwenden heute den Begriff "Entwicklung" eher im Sinne der Schaffung von etwas Neuem, noch nie Dagewesenem, und nicht im Sinne der Enthüllung, Entschleierung, Freischaufelung von etwas, das bereits existierte, uns aber nur verborgen war.

      Rudolf Steiner tat eher Letzteres, würde ich sagen, also bisher mündlich tradiertes, aber bereits vorhandenes Wissen der Allgemeinheit zugänglich machen, bzw. Anleitungen geben, wie man zu diesem gelangen kann.

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    25. @ano

      Danke für deine mich anregende Antwort. Im Grunde bin ich dazu bereit, „hier“, die Frage: Ob der Mensch die Unendlichkeit je wird "ent-wickeln" können...., in ihrer Tiefe zu erkunden. Jedoch verbunden mit meiner weiteren Frage an dich: Wieso ob? Denn ich frage: Wie?

      Förderlich wäre: Das Du davon absiehst, diesen Blog in „deine“ Ansicht davon einwickeln zu wollen, „ob“ die Weltentwicklung und der Mensch einander zuarbeiten. Also füreinander tätig sein können.

      Warum förderlich? Mit diesem Blog ist kein Ziel angestrebt. Weder bei Michael Eggert, noch bei den weiteren Beitragenden. Denn: Zielgerichtetes Handeln träte anders in die Erscheinung. Nahezu so, wie das beim Schuhe zubinden der Fall ist. Eben ein sich selbst bestimmender Vorgang.

      Das ist hier überwiegend nicht der Fall. Offenkundig handelt es sich bei der Kommentarflut doch mehr um Assoziationsketten.

      Abschließend: Wie begibst Du dich in die von dir angedeutete Fragebewegung? Woher rührt dein „ob“?

      ~ B.

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    26. Auf Herrn Niederhausen hat unseren Auseinandersetzung über den Begriff der Entwick(e)lung jedenfalls sehr inspirierend gewirkt:

      Was ist wahre Entwicklung?
      Die Entwicklung und das Mädchen

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    27. @ Burghard,

      ok, wenn wir aber von einem "wie" und nicht von einem "ob" ausgehen, dann hieße dies doch, dass die Ausgangsfrage bereits beantwortet wäre, und zwar zustimmend in dem Sinne, dass es also für den Menschen möglich wäre, die Unendlichkeit zu "entwickeln".
      Ein (unterstellter) Beweis vor der eigentlichen "Erkundung" der Frage?

      Da kann ich irgendwie nicht ganz mitziehen.

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    28. @ano,

      danke für dein Eingehen in meinen Beitrag. Dazu: Ich bilde mir zunächst einmal „meinen Begriff“ einer Unendlichkeit, der ich innewohne. Mit innewohne sage ich mir zugleich: Es ist die Unendlichkeit des einen Universums.

      Daher besagt Unendlichkeit in meiner Welt: So ein Universum, das hat keinen Erzeuger seiner selbst. Und das sagt mir: Es ist in stetiger Selbsterzeugung begriffen. Selbsterzeugung ist mithin das Tun meiner Unendlichkeit.

      Nun beziehe ich das eben gesagte auf deinen Beitrag: So ein Mensch sich, wie und wobei auch immer, in seinem Handeln selbst erzeugen könnte, so wäre damit zugleich bezeugt, das so ein Mensch ein freier Mitarbeiter in seiner Unendlichkeit sein könnte. Oder, wie bereits gesagt: Das die Weltentwicklung und der Mensch einander zuarbeiten. Also füreinander tätig sein können.

      Dafür wende ich mich nun dem „könnte“ zu, und wende es in mein Können. Wobei kann ich mich selbst erzeugen?

      In meiner Welt bei der Tätigkeit, bei ich in „mein“ Selbstbewusstsein“ dafür von „meiner“ Geschichte trenne, das „die“ Geschichte weitergehen kann. Denn allein im Weitergehen empfinde ich mich in Übereinstimmung mit dem Selbstbewusstsein des Unendlichen, das sich in seinen Geschichten offenbart. Ich gebe also „mein“ Selbstbewusstsein an dessen Eignerin zurück. Eben an Sie, die Unendliche.

      Dabei empfinde ich, das mein Selbstbewusstsein „Ihr“ Erzeugnis ist. Wie das? Ein jegliches Weitergehen, das ereignet sich in der Unendlichkeit. Sie allein ist die Könnerin jeglichen Gehens.

      Allein das Trennen, das liegt bei mir. Meine Selbsterzeugung besteht also zunächst allein darin, das ich, mit „meiner“ Geschichte, der Welterzeugung nicht in den Weg verstelle.

      Damit ist bisher, in meiner Welt „erwiesen“, denn beweisen ist darinnen stets ein sich erweisen, von woher „dein ob“ mir keine Frage ist.

      Wie im Weitergehen, über das Trennen hinaus also, das füreinander tätig sein von Welt und Mensch sich findet, das könnte nun, meines Erachtens, sich in weiteren Beiträgen hier erweisen.

      Sodele, können wir so weiterziehen?

      ~ B.

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    29. @ Burghard,

      was meinst du mit weiterziehen?
      Die Diskussion beenden, fortsetzen oder Thema wechseln?

      Ich denke, dass man zwischen der eigenen Unendlichkeit (potentielle eigene unendliche Weiterentwicklung und Schöpfung) und der allgemeinen Unendlichkeit, also der des Universums (physisch wie geistig) unterscheiden müsste.
      Die allgemeine Unendlichkeit als Mensch fassen zu wollen, erscheint mir doch ein bisschen unrealistisch, mal rein als Vorstellung oder Idee.

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    30. @ano: Danke für deine Bezüge. Meine Frage: Können wir so weiterziehen, die sehe ich als einen Bezug meinerseits auf diesen Satz von dir: „Da kann ich irgendwie nicht ganz mitziehen.“

      Nun zu deiner „Annahme“ einer von dir angenommenen allgemeinen Unendlichkeit: Meine Unendlichkeit empfinde ich stets als mir zugeeignet von „der“ Unendlichkeit. Diese Zueignung ist ein Geschehen „im“ guten Willen des Universums. Somit ist mein eigenes Empfinden ein Geschehen in diesem Willen.

      Der „Qualität“ nach ist mein „eigenes“ Selbstempfinden all so zugleich ein sich selbst Empfinden des Universums in einer seiner Selbstoffen-barungen, eben hier als Burghard.

      Ein Erfassen können der „Quantität“ der Unendlichkeit zu erfragen, das macht in meiner Welt keinen Sinn. Der Begriff ist „auf“ das Universum nicht anwendbar, ansonsten wäre es nicht das unendliche Universum.

      Meine Gewissheit gründet also schlicht darin, das ich in mir das unbegrenzte Selbst, qualitativ selbst empfinden kann.

      ~ B.

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    31. Glückwunsch, Burghard, nun ist es messerscharf von Dir formuliert. Der "springende Punkt" erfasst, die Zazen- Realität des Ich. Du sagtest neulich, dass dieses Blog kein Ziel und keine Ausrichtung hat. Wohl wahr. Das Blog befährt die Meere und wirft die Netze aus. Ab und zu findet sich ein silberner Fisch darin. Das ist einer davon.

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    32. HaHaHa, und ab und zu wird das Ego-Schiff von Holger dem Seeräuber überfallen, der sich
      unsere Ideen klaut, nachdem er erst erfolglos versuchte, das Ego-Schiff zu versenken oder zum Kentern zu bringen!

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    33. Das - die Ideen- Kaperei als Arbeitsprinzip- habe ich immer wieder auch in Real Life bei anthroposophischen Funktionären erlebt, die einen im Gespräch ausquetschen und dann findet sich das haarklein in ihrer nächsten Vortrags- oder Aufsatzreihe. Es erscheint schon etwas geistlos, sich so 1 zu 1 seine "Inspirationen" zusammen zu suchen.

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    34. "Das Blog befährt die Meere und wirft die Netze aus..."
      Eine etwas euphemistische Formulierung. Das "Meer" heisst in diesem Fall "Kritik an der Anthroposophie". Das ist die "Ausrichtung" des Blogs, da entzünden sich die Debatten. Andere ("positive") Themen (Karsten Massei, Rilke) interessieren keinen.

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    35. Oh, da hat eine Möwe auf's Deck geschissen!

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    36. War das die Möwe Heinz aus Hamburg?

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    37. Ja, er ist eben ein bisschen flatterhaft 😎

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    38. Ja, er ist etwas flatterhaft - menschenkundlich- euphemistisch könnte man auch sagen: "'Er hat seinen Hafen noch nicht gefunden' (aber vieleicht ja jetzt!).

      Holger Niederhausen:
      Dass Rainer Herzog mir und meinen Aufsätzen nur voller Spott und Geringschätzung gegenübersteht, wird aus seinen Beiträgen ja unmittelbar deutlich (für ihn ist nur erwähnenswert, dass endlich auch auf meiner Seite die erste und einzige Sexszene erwähnt wird,...)

      Heute heißt Rainer Heinz und ist Messdiener in Holgers Online-Kathedrale der Heiligen Mädchen...

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    39. Wieder ein ausgezeichneter Artikel über Birkholz` Niveau bei HN.

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    40. Infauste Prognose für den kleinen Seeräuber Holger

      Tönte es doch noch vor wenigen Tagen aus der Online-Misterienstätte:
      Mit diesen Hinweisen ende ich. Ich möchte dem liberalen „Egoisten“-Blog mit meinem Brummen und Kreiseln nicht weiter zur seelischen Last fallen. Möge man diese dort ganz allein tragen.

      In der Entwickelung vom kleinen Seeräuber zum Herrscher über den eigenen Tümpel gibt es manch unlösbare Verwickelung, weswegen die Neo-Genese oft der vernünftigere Weg wäre...

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    41. Liebe Messdiener-Möwe Heinz,
      gibt es in dem ausgezeichneten Artikel über Birkholz` Niveau bei HN vielleicht auch wieder eine ausgezeichnete Sex-Szene?

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    42. Wie wär's mit selbst lesen - oder machst du das mit Texten, die dich betreffen, nicht so gern?

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    43. Hab ich schon:

      Der Text betrifft gar nicht mich, sondern ausschließlich die ganze eigene tragische, geist-, inhalts- und ideenlose Existenz unseres kleinen Seeräubers selbst.
      Es ist der (gefühlt) hundertste Aufsatz von ihm in den letzten Wochen, wo 'Birkholz' (oder 'Eggert' oder 'Blogger') als Dummy/Placeholder für alles das steht, womit er in seinem trostlosen Dasein nicht zurecht kommt.
      2010 fungierte da in diesen selbstzerfleischenden Rumpelstilzchen-Aufsätzen anstelle von 'Birkholz' noch 'Rainer Herzog' oder ein anderer Dummy als Placeholder.

      Aber es geht um ihn, bzw. Um das, was er gerne wäre und nicht ist und nie sein wird.
      Seine Schein-Existenz zerfällt bereits zu Staub, wenn beispielsweise nur Steiners Schreibweise des Wortes 'Entwick(e)lung' diskutiert wird.

      Der kleine Seeräuber hat ein manifeste Spaltungsproblem!

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    44. Der Text betrifft Dich sehr tief, er zeigt Dir Deine wahrscheinlich bisher kaum bekannte Struktur und Haltung Deines Denkens:

      "Mit diesem Begriff (insbesondere in Steiners Schreibweise) hadere ich schon lange..." der Rest ist irgendwie dann anscheinend "unbrauchbar...".

      Der tüchtige Krankenpfleger Stephan B. vielleicht demnächst über Steiners "Geheimwissenschaft" und "Theosophie" - "Damit kann ich bei meiner Arbeit nichts anfangen...ich hadere damit, die Bücher sind unbrauchbar..."

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    45. @ S.B. So kann man’s natürlich auch sehen. Ich meine, lässt du auch mal was an dich ran – oder hast DU ein Spaltungsproblem?
      Sind für dich alle, die bei dir was bemerken, Dummys, die dich antanzen und so? Vielleicht bist du ja auch für B. Albrecht ein Dummy, und seine Scheinexistenz zerfällt zu Staub, wenn man ihm den Stöpsel zieht? Offenbar musst du wild um dich schlagen, wenn es um deine „Existenz“ geht. Staub zu Staub – gilt für HN kaum, bei ihm findet man echte Gedanken, was man bei dir nicht sagen kann. Da er so viel auf Novalis hinweist, könnte man allenfalls von „Blütenstaub“ sprechen. Niederhausen blüht auf, wenn er Gedanken entfaltet – und man bekommt einen Begriff von den Dingen, die du mit staubtrockenem Hadern zudeckst. Aber schlag ruhig um dich und übertrage deine ungelösten Probleme auf andere. Alle in der Welt, die Birkholz antanzen, sind Dummys. Es lebe die Spaltung!

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    46. Der tüchtige Fleischheinz hadert mit nichts!
      Das zeichnet den tüchtigen Naivling aus, daß ernie hadert und immer mit seinem ganzen Wesen vollständig im Augenblick lebt.
      Der tüchtige Fleischheinz hat nicht gehadert, als er noch Rainer hieß und Punker war, da war er mit seinem ganzen Wesen der Punk.
      Als der Rainer dann ein tüchtiger Niederhausen-Spötter war, da haderte der Rainer auch mit nichts, da war er mit ganzem Wesen HN-Spötter.
      Und jetzt, wo der tüchtige Rainer zum tüchtigen Niederhausen-Messdiener Fleischheinz geworden ist, na da hadert der Fleischheinz natürlich auch mit nichts (wieso auch?).

      Der Fleischheinz (der bei seiner Arbeit mit 'eher einfach gestrickten Menschen' zu tun hat) ist so hochkomplex gehäkelt, dass er nichts mehr an sich ent-wickeln kann, weswegen seine wechselnden Anschauungen auch reine Einmalartikel sind...

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    47. @Anonym

      Ja, Du hast vollkommen recht - das habe ich leider etwas einseitig blind formuliert (kürzlich habe ich versucht, es Ansatzweise zu erwähnen).
      Bei Holger Niederhausen findet man tatsächlich echte und tiefe Gedanken und das ist auch seine Welt.
      Womit ich nicht umgehen kann ist, dass er seine 'Schätze' nicht in Koexisten mit anderen Wesensarten (auch wenn sie ihm zuwider sind) pflegen und leben kann, ohne permanent niedermachende Kampfschriften gegen alles ihm ungleiche verfassen zu müssen (Das hat extremistische Grundzüge).
      Menschen, die sich geistige Inhalte wirklich zur Wesensart erarbeitet haben, können völlig unirritiert auch mit andersartigen Blickrichtungen leben; bei Niederhausen kommt es durch alles, was nicht unmittelbar von Steiner, von ihm selbst oder von Mike oder Novalis (Steiner hat ja gesagt, dass der ein Guter sei) kommt, zu einer heftigen, immunologischen Verklebung der Synapsen mit heftigen pamphletären Aufsatz-Ergüssen...

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    48. Wie wär’s, wenn du andere mal in Ruhe lässt und bei dir anfängst? Oder hast du wieder einen Dummy gefunden, an dem du dich abreagieren und von dir ablenken kannst? Es staubt hier langsam… Zerfällst du gerade oder kommt auch mal ein Gedanke?
      Nur nebenbei: Geht deine Paranoia vor den Begriffen so weit, dass du echte Entwicklung jetzt schon mit Einmalartikeln verwechselst? Oder geht deine Furcht vor HN so weit, dass du jetzt selbst die Entwicklung vom Fleischheinz abspalten musst? DU behandelst doch hier alle wie Wegwerfartikel.
      Schleppt angeblich Sandsäcke und staubt nur rum. Immer schön das Selbstbild zusammenhalten, dann kann sich auch nichts abspalten :)
      Wenn mal ein ECHTER Gedanke kommt, sag vorher Bescheid.

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    49. Muss man Dir vorher Bescheid sagen, wenn mal ein echter Gedanke kommt?

      Na das hättest Du mir einfach gleich sagen sollen!

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    50. @ S.B. 12:02:00 hmmm, das las ich erst hinterher. Könnte man mal festhalten, deine Anerkennung, mein ich.
      Ich sag’s mal so: Ich hab in den letzten Tagen vieles bei ihm (HN) gelesen. Ich sehe da keine niedermachenden Kampfschriften. Kämpfe sehe ich bei euch – untereinander und auch gegen HN. Jedenfalls – er sagt doch deutlich, worauf es ihm ankommt.
      „Unirritiert...“ – ich hab auch bei euch rumgelesen. Ist es so unglaublich unirritiert, wenn Eggert über Marie Steiner rumlästert und du mit dem Kommentar „BEHÄMMERT“ noch eins draufhämmerst? Stichwort andersartige Blickrichtungen – ich mein ja nur.
      Was ich jetzt von HN las lässt sich auf einen Punkt bringen: Das Lästern oder Spotten lässt sich mit der Anthroposophie nicht unter einen Hut bringen – und die Tatsache, dass man das glaubt, spottet jeglicher Beschreibung. Ich hoffe, ihn hier halbwegs richtig wiederzugeben.
      Jetzt wäre nur die Frage, ob du damit völlig unirritiert leben könntest – oder ob du darüber wie über so vieles andere auch fortwährend spotten musst. Welche geistigen Inhalte außer diesem Spotten hast du dir denn wirklich zur Wesensart erarbeitet?
      Bei meiner Suche nach HNs Abneigung gegen alles, was nicht von ihm, Steiner, Novalis oder Mike (wer ist das?) kommt, fand ich dies:
      http://www.holger-niederhausen.de/innere-entwicklung/andere-texte/
      Das scheint mir nicht so wenig. Ich denke, da gibt es sehr viele geistige Inhalte und Blickrichtungen. Verklebungen seh ich da auch nicht.
      Meine interessierte Frage ist: Kannst du mit HNs Blickrichtung leben, ja oder nein? Dass er deinen Spott ablehnen muss, ist aus seiner Sicht völlig verständlich. Er ist da nicht allein, ich seh es jedenfalls ähnlich. Aber die Frage ist: Kannst du damit leben, dass man es so sehen kann? Unirritiert? Oder musst du gleich wieder neu spotten? Und abspalten (dein Ich hat ja gesagt, dass du ein Guter seist).
      Ich mein es nicht ironisch. Kannst du unirritiert damit leben, dass man es so sehen kann?

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    51. Ja, ich kann unirritiert damit leben, dass man es so sehen kann!

      Aber ich kann nicht unirritiert damit leben, dass sich Herr Niederhausen verspottet fühlt, wenn man ihn gar nicht verspottet, sondern lediglich andere Perspektiven hat.

      Herr Niederhausen hat bereits Spott-Artikel über mich auf seiner Seite veröffentlicht, welche sich auf ganz reguläre Anschauungen/Äußerungen meinerseits bezüglich eines Themenbereiches beziehen, in welchem er sich selbst für den (ACHTUNG, JETZT KOMMT EIN ECHTER GEDANKE) hoch-anthroposophischen Käse hält und niemand anderem scheinbar abweichende Blickwinkel gestattet.
      Und das ist nur ein deutliches Beispiel, es zieht sich für mich über die ganze Thematik 'Niederhausen': Herr Niederhausen hat hier schon meine Kommentare rauskopiert und auf seiner Seite zerrissen und mir als Blogger entsprechend abwertende Attribute angedichtet, als ich noch gar nicht wusste, dass es einen Herrn Niederhausen überhaupt gibt (ACHTUNG, JETZT KOMMT WIEDER EIN ECHTER GEDANKE: So bedeutungsvoll, dass ich ihn hätte kennen müssen, ist er nämlich einfach nicht).

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    52. @Anonym

      Noch ein ECHTER GEDANKE:

      Ihre obige Frage 'Welche geistigen Inhalte außer diesem Spotten hast du dir denn wirklich zur Wesensart erarbeitet?' halte ich -ungeachtet der vollkommenen Anerkennung der Tatsache, dass jeder bei sich selbst zu arbeiten anfangen muss- in diesem Kontext für vollkommen inadäquat.
      Die Ausgangssituation ist nämlich diese, dass ich hier lernend-erarbeitend in einem öffentlichen Blog etwas mitlese und mitkommentiere, während Herr Niederhausen eine Weltanschuungs- und erklärungs-Seite betreibt in die er geistige Inhalte anderer Internet- und Anthroposophieteilnehmer rotzfrech seitenweise hineinkopiert und niederhaust.
      Ich vermute, dass Herr Niederhausen dieses Perma-Echauffieren als Substitut für Reizdefizite in seinem regulären Dasein dringend benötigt.

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    53. Das explizite Motiv des unschuldigen Mädchens ist offensichtlich Rilkes Erfahrungen und Gedichten entlehnt:

      “Bis zu seinem sechsten Lebensjahr fand sich Rilke so als Mädchen erzogen, frühe Fotografien zeigen ihn mit langem Haar, im Kleidchen.“ (wiki)

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    54. Ich würde Niederhausen s angeblich anthroposophische Moral als Bubisophie bezeichnen, eine katholische Simpel- Variante: Sei brav, dann kommst du in den Himmel (Vers. *Geistige Welt*) und halte dein Seelchen rein vor der schmutzigen Welt voller Birkhölzer und Eggerts. Der Mix aus Wut und Moralismus scheint für frömmelnde Naturen ein wenig Reiz zu versprühen, gehört aber doch mehr in den Opus Dei.

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    55. Wenn ich Niederhauen mit seinen Ministranten höre, dann sieht es so aus, als ob (zumindest der Etikette nach) anthroposophische Splitterfraktionen dabei sind, Opus Dei rechts zu überholen...

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    56. Letztendlich deutet Niederhausens abgrundtiefe Angst vor Spott, welche sich wie ein roter Faden durch seine Publikationen zieht, auf eine tiefgreifende Wesensverunsicherung hin.
      Was juckt es mich, wenn ich verspottet werde, wenn ich mir meiner Sache sicher bin?

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    57. @ S.B. Bin mal Ihrem Link gefolgt und finde HNs Glosse über das „müssen“ und Ihre Kritik an diesem Wörtchen. Ich finde die Glosse selbst ausgezeichnet, denn sie beweist wirklichen Humor. So spöttisch sie auch ist, erscheint sie mir zugleich auch liebenswert geschrieben – ich musste jedenfalls herzlich lachen. HN hat wirklich eine Gabe, Dinge darzustellen.
      Ich hab mich dann gefragt, warum er das geschrieben hat, aber das schreibt er ja am Ende auch selbst. Ich denke, woran er sich stört, ist dieses fortwährende Verbessernwollen Steiners. In Ihrem zweiten Kommentar kommt dies ja raus. Sie lesen lernend mit und kommentieren ein wenig, und schon hat Steiner für Sie zuviele „muss“ und erzeugt lauter Spasmen und Blockaden. Bei Ihnen tut er das vielleicht, aber warum verallgemeinern Sie so furchtbar, wenn Sie sich schon als Lernenden verstehen? Und – konnten Sie damals den Gedanken von HN am Ende seiner Glosse, wo es nicht mehr Glosse ist, etwas abgewinnen? Oder haben Sie auf stur geschaltet? Sie schreiben doch selbst: die Wahrheit ist kein Schaltkreis.
      Von B. Albrecht haben Sie auch nichts lernen wollen, weil sie sich „angetanzt“ fühlten und sich mit Sandsäcken gegen das Abwasser schützen zu müssen meinten.
      Was HN dann als Spott bezeichnet, sind nicht andere Perspektiven, soweit ich sehe – es ist durchweg tatsächlich: Spott, ganz klar auf ihn gemünzt und gehämmert.
      Ihre drei echten Gedanken sind also, er hält sich für „anthroposophischen Käse“, ist nicht bedeutungsvoll und Sie bewegen sich hier lernend-erarbeitend, ungefähr richtig?
      Meine Frage ist jetzt eigentlich: Welche echten und tiefen Gedanken haben Sie persönlich bei HN schon gefunden? Und zweitens: Warum ist meine Frage, welche geistigen Inhalte Sie sich zur Wesensart erarbeitet haben, so inadäquat? Ich meine: Beanspruchen Sie dies für sich oder nicht? Wenn nicht, dann beanspruchen Sie also auch nicht, unirritiert mit anderen Anschauungen umzugehen? Oder doch? Wenn aber doch – welche geistigen Inhalte haben Sie sich zur Wesensart erarbeitet (Ihre Worte!).
      Zu den abwertenden Attributen – zeigen Sie mir mal eins bei HN, aber bitte zusammen mit dem, was ihn bis zu diesem Attribut hinführt. Scheint mir doch was anderes zu sein, nach einem langen Aufsatz zu einem Attribut zu kommen, was es auch mal scharf auf den Punkt bringt (vielleicht „muss“ das ja mal sein?), als ohne alles zu Attributen zu kommen, und das am laufenden Band.
      Ich seh auch nicht, wo HN sich für welchen Käse auch immer hält (Ihr Gedanke!), ich seh nur, dass er Gedanken entwickelt (ach je, dieses schlimme Wort, tut mir leid) – und dass hier über diese Gedanken allenfalls gespottet wird. Vielleicht sieht man den Käse ja nur, weil man Löcher in die Luft starrt und sich den Rest drumherum fantasiert?
      Man muss man mit dem „lernend-erarbeiten“ in den engen Bloggrenzen bleiben, oder kann man auch bei den „echten und tiefen Gedanken“ von HN was finden, ohne dass die Chance dazu gleich wieder zu Spott, ähm, Staub zerfällt?

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    58. Liebes anonymes Blümchen,

      Sie dürfen Ihre 'Wer fragt der führt'-Sing-und-Klatsch-Spielchen aus dem anonymen Gebüsch heraus gerne in Ihrem Ihnen von den Meistern der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen zugeordneten anthroposophischen Dunst- und Schmorkreis weiter spielen; mir sind meine geistigen Valenzen zu kostbar, als dass ich anonymen Naseweisen Fragen beantworte, welche sie sich mit etwas Mut zum Blick über den Tellerrand selbst beantworten könnten und die ohnehin alles besser wissen.

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    59. @ S.B. Lese gerade auch Ihr neues Post: „Letztendlich deutet Niederhausens abgrundtiefe Angst vor Spott … auf eine tiefgreifende Wesensverunsicherung hin. Was juckt es mich, wenn ich verspottet werde, wenn ich mir meiner Sache sicher bin?“
      Ähm… Könnten Sie das gedanklich irgendwie untermauern? Ich fand in Ihrem Post keine Ankündigung eines Gedanken :) Sehe jedenfalls auch tatsächlich keine Begründung dieser Behauptung. Soweit ich sehe, wehrt HN sich durchaus selbstbewusst gegen den Spott – und zwar gegen den Spott an sich, nicht weil er gegen seine Person gerichtet ist. Angst spricht mir daraus überhaupt nicht, eher entschiedene Zurückweisung, samt ausführlichsten Begründungen. Mal gelesen? Mal ernst genommen? Ich habe das Gefühl, dass er sich seiner Sache SEHR sicher ist – und dass es ihn überhaupt nicht juckt, wenn er persönlich verspottet wird. Meine, das auch gelesen zu haben, ich such’s kurz...
      Yep – hab’s tatsächlich wiedergefunden: in HNs offenem Brief an Sie. Da schreibt er unter „falsche Voraussetzungen“ (!): „Ich kann mich beschimpfen und verspotten lassen, ohne dass ich darüber wütend werde.“ Auch alles davor und danach scheint mir sehr wesentlich zu sein, am besten noch mal wirklich LESEN! Sehen Sie da irgendwo Angst? Ich nicht. Absolut nicht. Niente. Null.
      Aber bei Ihnen sehe ich – tschuldigung – Angst, auch nur einen Gedanken von HN an sich heranzulassen. Daher auch meine Frage nach dem, was Sie bei HN wirklich gefunden haben, wenn Sie schon zugeben, es seien echte und tiefe Gedanken.
      Vielleicht „juckt“ ihn ja nur, dass bei dem ganzen Abwasser des Spotts (wenn es von innen kommt, helfen keine Sandsäcke) noch irgendein anthroposophischer Anspruch zu bestehen scheint – woher der wohl kommt? Genau das schreibt er jedenfalls nach dem Satz, der beweist, dass er vor Spott keine Angst hat.
      Sie gehen ja in Ihren Deutungen sehr weit – sprechen von „tiefgreifender Wesensverunsicherung“, und das alles nur gestützt auf Ihre Theorie von HNs Angst. Zerstäubt sie langsam, wenn die Voraussetzungen zu Staub zerfallen? Sie deuten Angst in HN hinein, weil er Ihren Spott bekämpft. Sie bekämpfen mit Spott und/oder Unverständnis Steiners „müssen“, Marie Steiners kultische Handlung. HN stellt ihrem Spott ellenlange Gedanken gegenüber, die alle Hand und Fuß haben. Sie spotten weiter. Auf welche Wesensverunsicherung deutet denn dieser rote Faden hin? Vielleicht auf eine abgrundtiefe Angst vor dem Ernst?
      Eggerts Trivialphilosophie bzw. Psychologie, HN verfolge den Ansatz „Sei brav...“, zeigt m.E. auch nur die reinste Abwehr – und sei es nur der Erkenntnis, was HN offenbar wirklich bewegt. Mir scheint, die entscheidende Frage lautet hier: Will HN brav oder ernst sein? Anders formuliert: Muss man zum Opus Dei gehören, um sich von dem Spott der „Birkhölzer und Eggerts“ abgestoßen zu fühlen? Was wäre denn, wenn HN mit diesem durchaus verständlichen Gefühl gegenüber dem Spott einfach nur ernst macht? Weil er zum Beispiel erlebt, dass sich nur so gewisse, aber entscheidende „höhere Welten“ eröffnen? Gibt es dazu Gedanken? Oder nur wieder – Spott?

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    60. @ S.B. 14:52:00 Ähm – wieso jetzt anonymes Blümchen? Sorry? Und wieso jetzt „Naseweisen“? Hat es Ihnen bei meinen paar Fragen schon die Schuhe ausgezogen? Ich hab eigentlich noch so gut wie keine Antwort bekommen. Nur drei „Gedanken“ von Ihnen bisher. Sind Ihre geistigen Valenzen Ihnen so kostbar, weil Sie nur so wenige haben? Oder warum reichen Sie nicht für ein paar einfache, aber wie ich finde entscheidende Antworten? Hab gesehen, wie „Ingrid“ sich hier offenbar manchmal abrackert. Da verschwendet sie wohl einige Valenzen, was? Oder hat sie paar mehr? Ich habe meine Fragen sehr ernst gemeint. Zwar hab ich auch so meine Urteile, aber ich möchte durchaus Ihre Antworten auf meine Fragen hören. Tellerrand? Ich habe jetzt in letzter Zeit ziemlich ausführlich hin und her geblickt – viel bei HN gelesen und zugleich in Ihre Suppenschüssel geschaut. Welche Antworten soll ich „mit etwas Mut“ denn nun finden? Bei Ihnen finde ich Sandsäcke, Spottbrühe, sogar gegen weitere Leute in diesem Blog, Spott auch vom Blogchef, keine Gedanken, nur Urteile, nur auf Anfrage mal einzelne Gedankensplitter, die aber bei näherem Hinsehen auch zu Staub zerfallen. Und dann wird einem etwas von „geistigen Valenzen“ erzählt, die einem zu schade sind. Schweigender Rückzug, hm? Ich glaube, der rote Faden, durchaus auch zum Opus Dei passend, heißt eher „Wer schweigt, der führt“. Erinnert mich an Viele aus dem anthroposophischen Dunstkreis, die voller Urteile über andere Leute stecken, es aber nie offen sagen, während ihre perversen Urteile die Menschen geradezu erdrücken. Dass Sie hier offen spotten, macht für mich keinen Unterschied. Zur Rede gestellt und mit wirklichen Fragen konfrontiert – zieht man sich in die Gebüsche zurück. Die anderen sind dann „Naseweise“, die sich ihre Sporen erst verdienen müssen und so was. In Ihrem Dunstkreis wird so was zur Perfektion gebracht. So läuft das Opus Dei. Nun halten Sie sich zwar für das genaue Gegenteil, wie ich annehme. Aber das Prinzip ist das Gleiche – „wer schweigt, der führt“. Ich hätt eine Empfehlung, wie Sie Ihre kostbaren Valenzen anders schonen könnten. Da käme ich HN wahrscheinlich ziemlich entgegen. Nämlich: einfach nicht mehr spotten. Dadurch könnten u.U. sogar noch ein paar neue Valenzen hinzukommen!

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    61. Tut mir Leid, ich habe Sie nicht um Ihre Empfehlung gebeten!

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    62. Kommt noch ein Gedanke? Beantworten Sie mir noch eine Frage? Vielleicht lernen Sie noch was anderes daraus – schließlich betrachten Sie sich doch als Lernender und fanden sich meine Fragen innerhalb des Tellerrandes dieses Blogs, auf dem Sie sich als Lernender bewegen. Ich empfehle es Ihnen nicht – aber ich empfehle Ihnen auch nicht, es nicht zu tun :) Was man zum Beispiel lernen könnte, wäre etwas über Wesen und Natur von Vorurteilen oder Urteilen überhaupt. Über Staub und zerstäubende Urteile. Und so weiter. Weder als Anregung noch als Hinweis und schon gar nicht – bewahre! – als „muss“. Einfach nur als Chance. Das Leben bietet ja manchmal so wenig davon…

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    63. @Anonym

      Einzig meine Vorurteilslosigkeit und Unvoreingenommenheit hat mich davor bewahrt, Niederhausens trübe Taschenfunzel für das Licht der Welt zu halten...

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    64. Ich habe in den letzten Tage mit (u.a.) Ingrid eine kurze rein fragende, gedankliche Beleuchtung des Begriffes 'Entwick(e)lung' geführt; darin war nichts von Spott oder Sarkasmus/Zynismus - lediglich meine Aussage über mein eigenes Hadern im Sinne eines Unvermögens.


      Und nun schau Dir mal an, was der kleine Pirat für einen zusammengelogenen, verqueren Bullshit daraus zurechtgeschustert hat, nur um mich als Diener aller Widersachermächte auf seinem Online-Scheiterhaufen abzufackeln!

      Aus seinen Verdrehungen spricht nichts als Verzweiflung, Angst, Wut, Hass - maskiert als bodenlose, hanebüchene Klugscheißerei!

      Das sollte Deine oben emsiig zusammengekratzten 'Wer fragt der führt'-Fragen zwar nicht beantworten, aber doch so ad absurdum führen, dass ich mir an Deiner Stelle schleunigst selbst die Nebenübungen zu 'Unbefangen- und Unvoreingenommenheit' heraussuchen würde...

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    65. Hört sich wirklich sehr unirritiert an - im Sinne von: "Was juckt es mich, wenn ich verspottet werde, wenn ich mir meiner Sache sicher bin?"

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    66. Es ist so aufschlussreich, dass kein Raum mehr für Irritationen bleibt!

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    67. Wo steckt eigentlich Bobby...? Valentin und Mischa haben ihre Blogabstinenz ja angekündigt und dem Blogteam gegenüber einigermaßen sachlich begründet (M. sogar etwa 3,4 mal), Bobby ist allerdings irgendwie "verschütt gegangen". Hat ihn mal jemand gesehen? Auf der Straße, in irgendeinem Park, einsam auf einer Bank sitzend, Tauben fütternd...?

      Egoistenblogger, die aus irgendeinem Grund nicht mehr schreiben können, werden mit großer Wahrscheinlichkeit in einer Art Entzug leben (hoffentlich ohne Alkohol). Bobby war hier die ganz, ganz große Nummer, von einigen anderen regelrecht umschmeichelt. Jetzt sind alle weg. Es bleibt Herr Birkholz.

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    68. Na wenigstens kommt ab und zu der Herr Fleischmann um den Herrn Birkholz zu füttern...

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    69. Niederhausens idealisierte Mädchen-Kultus (wie Rilkes Schwester, Hesses Rosa) geht leicht mit Halbwahrheiten, Heuchelei und Hypokrisie hinter den Ohren (‘böswillige “Argumente“‘, ‘ reine Vulgarität‘, ‘Leerheit‘, ‘wirklich Bosheit‘) einher.

      Ideal und Zweck der anthroposophischen Bewegung für Steiner (1905) sei das Entwickeln einer männlich-weiblichen Weisheit:

      “Die Weisheit der Zukunft muß geholt werden aus dem höheren Menschen heraus, der in beiden Menschen gleich lebt, dem weiblichen und dem männlichen. Das zu entwickeln, worauf es ankommt, worauf der physische Plan gar keinen Einfluß mehr hat, das ist der Zweck der theosophischen Bewegung. Die Theosophie ist tatsächlich die männlich-weibliche Weisheit, die für beide Geschlechter gleich gültige Weisheit.“ 93.241

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    70. @ S. B. Ich hab gestern nicht mehr geguckt, ob du noch was schreibst, abends mache ich sowieso lieber andere Sachen. Aber jetzt hätt mich schon interessiert, ob du dich noch auf Fragen einlässt oder nicht. Ich meine – ich könnte es ja auch so machen wie du, dass ich einfach nur Behauptungen aufstelle. Mach ich aber nicht, sondern ich frage – und wenn du das schlimm findest, kann ich nichts dafür. Ich finde Leute schlimm, die sich nicht trauen, Fragen zu beantworten.
      Du willst meine Fragen ad absurdum führen? Ich verstehe ja, dass du über die Gedanken von HN zu deinen Aussagen ärgerlich bist. Aber wenn ich es lese, frage ich mich zum Beispiel auch, was nun die große Modernisierung von „Entwicklung“ zu „Entstehung“ oder „Entfaltung“ sein soll.
      Ich wage jetzt mal eine Vermutung: Vielleicht denkt HN immer, wenn du mit so Begriffen wie „Entwick(e)lung“ oder „müssen“ „haderst“ – dass du Steiner besserwisserisch kritisieren willst. Und wie sieht’s in dir drin aus? Ist da vielleicht auch eine klitzekleine oder größere Abneigung gegen Steiner und seine „völlig veraltete“ Wortwahl, bei der es nur zu Spasmen und Blockaden kommen kann? Du schreibst „rein fragend“ seist du gewesen. Aber kennst du das – rein fragend zu sein? Ich glaube, das ist ein außergewöhnlicher Zustand. Wenn man hadert, ist man kaum rein fragend – und wenn man urteilt, ist man’s ganz bestimmt nicht. Du sagst „unbrauchbar“. Kann das jemals rein fragend sein? Sei doch ehrlich!
      Jedenfalls glaube ich, dass HN das sehr fein merkt. Klar, dich stört dann, dass er’s auch schreibt – aber Hass ist das nicht, Wut nicht, Angst nicht, Verzweiflung nicht – ich glaub, es ist ihm einfach wichtig. Sehr sogar, das immerhin merkt man ja. Und ich glaub, es hat wirklich damit zu tun, dass er denkt, ihr habt irgendwas mit Anthroposophie zu tun.
      Gut, du kannst sagen, was mischt er sich da ein. Aber ich glaube auch nicht, dass Anthroposophie einfach so Privatsache ist. Es sei denn, sie dient nur dem persönlichen Fortschritt (in welche Richtung?). Aber ich glaub nicht, dass sie von Steiner so gemeint war.
      Natürlich kannst du dich nun von HN bevormundet fühlen, aber musst du das? Wenn er Recht hätte, dass man die Anthroposophie in anderer Weise ernst nehmen muss als, ich sag mal, irgendeinen unverbindlichen Eso-Ratgeber, dann hätte er auch Recht mit seinen Hinweisen. „Muss“ hin oder her – aber es könnte sein.

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    71. @ Ton,

      Also darf sich niemand mehr über die ausufernde Vulgarität hier beschweren? Wenigstens von dir hätte ich mir schon mehr Niveau erwartet!

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    72. Und mir ist eine Frage, ob du jetzt schon wieder mit der Unbefangenheit Spott treibst – oder genauer gesagt, warum, denn du scheinst es zu tun. Warum du das tun musst (!), ist mir aber eine echte Frage. Zum einen „rätst“ du mir, schleunigst Übungen dazu herauszusuchen. Zum anderen sagst du mal eben, nur Unbefangenheit oder Unvoreingenommenheit hätte dich davor bewahrt, HNs Aufsätze („trübe Funzel“) für das Licht der Welt zu halten – und ich folge deinem Link und finde: Bachs „Agnus Dei“, also Christus... Nun frage ich mich wirklich, was das soll und komme nicht weiter. Du kannst ja über HN spotten – aber warum beziehst du jetzt Christus da mit ein? Wer würde denn HNs Aufsätze mit dem „Licht der Welt“ verwechseln? Da verspottest du das Licht der Welt selbst. Denn niemand würde das verwechseln!
      Aber – wenn man bei ihm wirklich lesen würde, würde man vieles finden, was mit diesem Licht der Welt verbunden ist. Ich finde zum Beispiel in seinen ganzen Worten über das „Mysteriengeschehen“ sehr viel dazu, allein schon alles, was mit dem „Phönix“ zu tun hat. Oder das hier:
      „Martin Bubers Prinzip und auch die Anthroposophie selbst würden auch in Blogs leben können, wenn Menschen da wären, die an nichts anderem als an einer solchen Begegnung interessiert wären – und die wüssten, was die Voraussetzungen sind. Die ihre Gedanken mit nicht weniger Ernst und Empfindung formulieren und mit ihren Brüdern und Schwestern teilen, mit der sie an einer Menschenweihehandlung teilnehmen.“ – Da fang ich an, mich über meine eigenen Worte zu schämen!
      Ihr spottet dann über HN, er würde nach einem „braven Seelchen“ streben, aber ich glaube, ihr versteht gar nicht, dass man das ganz ernst nehmen kann, was er schreibt. Und ich glaube, das ist es auch, was B. Albrecht mit „Zynismus“ meinte. Und ich frage mich – es ist wirklich eine Frage – merkt ihr euren Zynismus noch?
      Ich hab mehr Fragen, als ich hier stelle – aber ich denke, ich kriege nicht einmal einen Bruchteil beantwortet. Dafür müsste man Fragen wohl wirklich an sich ranlassen. Aber ich warte trotzdem auf deine Antworten. Für mich ist das alles nicht absurd – und daher auch nicht ad absurdum geführt.
      Und damit du auch mal einen Namen hast, bleib ich nicht mehr ganz anonym.
      Rebecca

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    73. Wir erleben hier recht anschaulich , wie sich nun nach Mischa auch Birkholz selbst dekonstruiert. Wer eben mit "egoistischer" Denkweise übertreibt , steuert eben auf denselben Abgrund zu.

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    74. Selbstvergottung führt eben zu Selbstverspottung, auch wenn man meint, der Spott würde anderen gelten.

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    75. Ich hab mir jetzt auch zu Tons Bemerkung Gedanken gemacht. Und ich frage mich wieder (ja, tut mir leid, dass ich so viele FRAGEN habe!), welche Heuchelei nun wieder gemeint wird. Es ist doch sehr anscheinend so, dass HN es ganz und gar ernst meint – und man verspottet ihn deswegen ja sogar („reines Seelchen“, „Mädchen-Kultus“). Dass hier auf dieser Seite wenig Argumente kommen, habe sogar ich schon bemerkt. Meistens sind es „schlagende“ Argumente – die nur dadurch Argumente sind, dass sie schlagen. Ich sollte mir auch schon „schleunigst“ Übungen zur Unbefangenheit suchen. Dass HN so eine Sprache schlimm findet, kann ich sofort verstehen. Leer ist sie auch, weil eben der Inhalt fehlt, außer dass böswillige Ratschläge erteilt werden, denn gut gemeint sind sie nicht, weil sie aus reiner Selbstüberzeugung bestehen. Und solche Bemerkungen wie „Seelchen reinhalten“ sind einfach vulgär – tut mir ja leid, dass ich es genauso sehe. Ich meine, es tut mir leid, dass das sonst kaum jemand zu sehen scheint. Es ist Verachtung für den Anderen oder sein Denken.
      HN will ganz bestimmt nicht sein Seelchen reinhalten – wenn überhaupt seine Seele, aber zugleich will er, dass alle Seelen so rein werden, wie er es beschreibt. Und das ist jetzt das Gegenteil von Böswilligkeit, Vulgarität, Leere, das ist wirklich etwas. Man kann das verspotten, aber dann hat man einfach nur keine Lust... Keinen Willen, irgendetwas an sich besser zu machen.
      Ton liegt, finde ich, auch sehr, sehr schief, wenn er das, was HN schreibt, mit Rilke oder Hesse vergleicht. Ich kenne beide nicht wirklich, aber Ton bezieht es ja auf wirkliche Menschen. Bei HN geht es dagegen ganz offenbar um das Mädchen an sich. Deswegen – wieso sollte HN, wie Ton davor schrieb, das „offensichtlich“ von Rilke „entlehnt“ haben? Das sind alles so kruse Vermutungen, die völlig ohne jedes stützende Argument dastehen. Es kann auch gar nicht stimmen, weil HN offenbar über Rilke von Anfang an hinausgeht. Warum sollte überhaupt irgendjemand irgendetwas von Rilke entlehnen. Kann nicht eigentlich jeder den Gedanken des reinen, unschuldigen Mädchens fassen?

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    76. @ Rebecca,

      Ichbsehe das genauso wie Sie, Respekt. Sie sind nicht alleine. Schade, dass man hier sofort persönlich niedergemacht wird, wenn man gegen die Seichtigkeit seine Stimme erhebt.

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    77. Die ganze Frage der Weisheit würde für MICH damit beginnen, dass man überhaupt erstmal die ganzen falschen Vermutungen ganz loslässt. Man müsste erstmal ganz, ganz lange schweigen. Und DANN würde Weisheit entstehen. Weil man dann zum Beispiel sieht, wie leer und vulgär bis dahin alles war.
      Was ist denn die männliche Weisheit? Dass man spottet? Dass man versucht, „Entlehnungen“ zu finden, wo mit Sicherheit keine sind? Dass man versucht, neue Worte zu etablieren, wo die alten sehr schön und sehr wesentlich sind? Oder dass man jemandem ein „Seelchen“ zuschreibt, bloß weil er die Dinge, die er schreibt, auch wirklich ernst nimmt? Oder weil er sagt, dass man an sich arbeiten „muss“? Deswegen gleich „Seelchen“? Ist das männliche Weisheit?
      Wenn nicht – wieso wirft man dann HN Einseitigkeit vor? Wenn man selbst nicht mal die männliche Seite hat. HN schreibt sehr viel von dem Mädchen. Aber er schreibt sehr viel Schönes. Und ich finde, er vertritt das, was er schreibt, gleichzeitig männlich genug, gar nicht seelchen-haft. Höchstens sagt er: Schaut mal, wo eure Seele ist, habt ihr noch eine? Mir scheint, HN ist gerade dabei, tief in die weibliche Seite der Seele einzutauchen. Und er tut dies durch das Mädchen, was nicht falsch ist, denn das Mädchen hat noch die reinste Seele von allen. Und wenn man das verurteilen wollte, dann ginge es nur darum, diese Reinheit zu bekämpfen. Das wäre dann bös-willig. Denn das Mädchen hat ganz offenbar diesen unglaublich guten Willen.
      Vielleicht kann man noch viel, viel weiser sein als das Mädchen – das ja mit Sicherheit nicht weise ist. Aber wie will man je weise werden, wenn man schon das Mädchen nicht versteht? (Ich meine jetzt das, was HN damit meint, also das Mädchen an sich). Jede Weisheit ohne das Mädchen und das, was es bedeutet, nämlich anscheinend eine reine Seele, wäre leer und geheuchelt. Deswegen sollte man aufhören Steiner zu zitieren, nur um HN zu kritisieren, und mal anfangen nachzudenken, wie sehr er Recht hat mit seinem idealisierten Mädchen.
      Ich verstehe das alles nicht. Alle wollen weise sein oder zumindest wissen (geben vor zu wissen), was Weisheit ist – und gleichzeitig bezeichnen sie sich als Lernende oder auch nicht, werfen mit Steiner-Zitaten um sich, aber keiner macht mal den Versuch, zu VERSTEHEN. Also jetzt HN zu verstehen, was er mit diesem Mädchen meint. Wenn ich einen kleinen Augenblick still werde, spüre ich sofort, dass dieses Mädchen mehr Weisheit hat als all diese armseligen Versuche, angeblich etwas zu „wissen“, zusammen. Das Mädchen ist wirklich weise – es weiß davon nur nichts. Und ihr hier, ihr glaubt so viel zu wissen, aber es ist immer nur eure persönliche Meinung, eure Urteile, herabsetzend, vorschnell, unwillig, etwas zu lernen, wo man mit Sicherheit lernen könnte, ganz offensichtlich sogar. Ist die allererste Weisheit nicht dies – zu erkennen, wo man lernen kann? Und dies dann auch zu TUN? Und das hat nun wirklich nichts mehr mit männlich-weiblich zu tun, es sei denn, die Männer wehren sich dagegen. Das aber würde bedeuten, Männer sind zur Weisheit unfähig. Das kann es doch nicht sein?

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    78. Liebe Rebecca,

      ich kann Dir Deine Fragen nicht beantworten, weil Deine Fragen gar keine echten Dir und deinem eigenen Wesen entstammenden Fragen sind: Du möchtest aus irgend welchen Verbundenheiten heraus eine Lanze für Holger Niederhausen brechen und hast zu diesem Zwecke darauf zugeschnittene Fragen 'designed' - das ist aber kein ehrliches Stellen eigener Fragen.

      Niederhausen bekämpft jegliche Kritik an seiner Person und an seinen Vorstellungen als unmittelbaren Angriff auf Steiner und die 'wahre' Anthroposophie und es ist mir auch in Deinen Ausführungen deutlich aufgefallen, dass Du absolut nicht zwischen Kritik an Niederhausen und Kritik an Steiner unterscheiden kannst/willst - da hast Du den gleichen blinden Fleck, der Dir bei der Selbstbeantwortung Deiner Fragen noch im Wege steht.

      Aber ich kann Dir Fragen stellen, die Dich vielleicht anregen werden, selbst echte Fragen zu entwickeln:

      Was meinst Du, warum hier Herr Niederhausen abgewaschen wird und nicht Martin Buber?
      Willst Du sie wirklich in einem gemeinsamen Töpfchen lassen - in der Hoffnung, dass Niederhausen etwas von Bubers Wesensart als Scheinaroma annehme?
      Meinst Du allen Ernstes, Martin Buber könnte auch so einen hochgradig pathologischen Müll produzieren?
      Kannst Du mir eine Stelle/ein Zitat von Buber nennen, wo er sich gleich Niederhausen nur davon nährt, anzuprangern was nicht rechtmäßig ist und wie es seinen verkorksten Vorstellungen gemäß rechtmäßig zu sein habe?
      Hier geht es nicht um einzelne Postulate, hier geht es um den Duktus als solchen als eigentlicher Ausdruck geistiger Weihe.

      Während Buber den Weg sehr gut ausleuchten kann, ist Niederhausen für mich ein reines Blend- und Irrlicht, dass anderen ungefragt und penetrant in die Augen funzelt.
      Er muss spalten in Gut und Böse - zwanghaft!
      Sein Feind Rainer Herzog von vor sieben Jahren ist heute sein großer Verbündeter in seinem Vernichtungskanpf gegen den Weltenspott und letztlich gegen sich selbst.
      Niederhausen geht es mitnichten darum, anderen zu leuchten, sondern darum, sich selbst zu beleuchten - alles, was nur den geringsten Schattenwurf auf seine Figur werfen könnte, wird erbittert bekämpft- als unmittelbaren Vernichtungsangriff auf Steiner und die wahre Anthroposophie (wie er meint) - lachhaft.



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    79. Lieber Stephan,
      gut, lasse ich mich auf Deine Fragen ein, weil Du es umgekehrt herum nicht machst.
      Aber zunächst möchte ich sagen, dass ich es unfair und ja, gemein, finde, Fragen, die jemand hat, als „designed“ zu bezeichnen und zu leugnen, dass sie aus dem eigenen Wesen kommen. Das würde heißen, wenn man sich mit den Gedanken von HN verbunden fühlt, wäre es nie das eigene Wesen, das Fragen hat? Sondern nur, wenn man ihn ablehnen würde? Was ist das für eine Logik? Männliche? Oder eine, die selbst wieder jede Kritik an der eigenen Person bekämpft, wie Du es ja HN vorwirfst?
      Ja, ich gebe es zu, dass ich es ebenso gemein und falsch finde, wie hier mit ihm umgegangen wird. Aber das tue ich aus meinem Wesen heraus. Es ist mein Empfinden, es sind meine Fragen – und meine nächste Frage wäre, warum mir das so unmittelbar abgesprochen werden kann. Ich verstehe es einfach nicht! Ist das auch wieder so ein „Wer-führt-Spiel“? Jemandem das eigene Wesen abzusprechen?
      Jetzt gehe ich auf Deine Fragen ein. Aber zuerst noch auf Deine Aussage, dass HN Kritik an seiner Person als Angriff auf die Anthroposophie bekämpfen würde. Ich habe ja inzwischen auch etwas mehr auf seiner Seite „gestöbert“ und finde da die Artikel, die mit den „Egoisten“ zu tun haben. So fand ich auch seinen ersten Artikel vom Januar 2009 (ziemlich genau neun Jahre her!), wo auch wieder deutlich wird, wie er es sieht. Worauf er da hinweist, ist der Verfall der Anthroposophie, weil man nicht versteht, worin sie besteht, und weil man dies nicht verwirklicht. Und was ich noch fand, ist, dass er damals mit Michael Eggert einen Austausch gepflegt hat – und dass es Eggert war, der damit anfing, die Aufsätze von HN zu kritisieren, nicht umgekehrt. HN hat aber die „anthroposophischen Zusammenhänge“ kritisiert – und Eggert hat das in seinen privaten Mails auch getan. So verschieden sahen sie die Sache also nicht. Auch heute scheint ja Eggert genug zu kritisieren. Der Unterschied ist nur, dass HN offenbar auch deutlich machen will, was getan werden müsste, wenn der Verfall nicht weitergehen soll. Oder, sagen wir, wenn überhaupt wieder Anthroposophie entstehen soll. Natürlich vorausgesetzt, dass man nicht immer schon selbst weiß, was das ist – dann kann ja sowieso jeder sein Ding machen. Die Frage wäre, wie Steiner das sehen würde – nicht HN, sondern Steiner?

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    80. Ein gut durchgebratenes Stück Fleisch namens HeinzFreitag, 19. Januar 2018 um 09:47:00 MEZ

      @ Stephan
      Ich bin sicherlich nicht HNs "großer Verbündeter in seinem Vernichtungskanpf gegen den Weltenspott". Ich schätze weiterhin ironischen, schrägen, manchmal auch (dann, wenn es angebracht ist) "leicht geschmacklosen" Humor, habe mich daher auch nicht wenig amüsiert, dass Valentin und Mischa von meinem geposteten Kassierer- Songtexten etwas verunsichert waren.

      Wenn sich aber der Spott jahrelang primär massiv auf die Anthroposophie oder Steiner entlädt (oder einfach auf Anthroposophen, die das ein und andere Buch anders lesen/verstehen als ich) - dann ist der Spott eben m.E. einfach fehl am Platz, er wird Selbstzweck, oder Mittel, den anderen zu verletzen oder pure Gehässigkeit.

      Das ist auf dem Egoblog nach meiner Beobachtung seit längerem mehr oder weniger der Fall, damit einher geht der Umstand, dass es keine ernsthaften "positiven" Aussagen/Artikel zur Anthroposophie mehr gibt (Wenn es sie gelegentlich, selten, doch gibt, werden sie bezeichnenderweise ignoriert, sie passen hier halt nicht mehr hin).

      H.Niederhausens Schilderung über die Dynamik und das Wesen des Blogs finde ich ausgezeichnet, andere Dinge interessieren mich auch eher nicht bei ihm (kann auch eh nicht alles lesen).

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    81. @Rebecca
      Jetzt gehe ich auf Deine Fragen ein. Aber zuerst noch auf Deine Aussage...

      Dass Du irgend was 'gemein' findest merke ich ja, aber wo gehst Du jetzt bitte auf meine Fragen ein?

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    82. @Heinz

      Schön, dass Du wieder etwas zum Humor zurückgefunden hast - an diesem Punkt warst Du ja schon mal und da kann ich Dich auch noch nachvollziehen...

      Ich habe nicht gesagt, dass Du Dich zu Niederhausens Verbündetem machst, sondern dass er Dich ungefragt zu seinem großen Verbündeten macht, indem er Dein allgemeines Standard-Gemeckere hier für die Ausgeburt höchsten, reinsten, 'alles klar durchauenden' Denkens in niederhausen'schem Sinne erklärt - er greift eben nach jedem Strohhalm...

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    83. Niemandens Gefangener noch Sklave seiend, in manchen vollends unbekannter Freiwilligkeit jeglicher prüden Perversität von Abstinenzverständnis meiner freien Natur nach abgeneigt habe ich mich für mein übermäßiges Echauffieren entschuldigen wollen. Denn ich mutmaßte stark, mein Thymos sei Ursache für heftigsten Gegenzorn und Revolte. War ich an allem schuld?

      Freilich, und nicht sklävlich, werde ich weiterhin nicht mehr kommentieren. Da aber der Name fiel, unter dem ich einst kommentierte und die Etikettierung, ich hätte mein Ich verleugnet und meine Persönlichkeit und Biographie und alles, was ich in diesem Erdendasein bin, hier dekonstruiert und Holger Niederhausen und RH zu Füßen gelegt, wenn ich das recht verstanden habe? So möchte ich aus dem Jenseits meiner Abwesenheit inständig um Vernunft bitten. Was ich hier lese, stellt sich mir als Eskalation dar, und nicht als das Neue, was ich mir in den Kommentaren erhoffte.

      Was ich mit meinen Weggehen aufzeigen wollte: Ich bin mir der schöpferischen Wesenskerne derer bewußt, die ich gekränkt und bekämpft habe und wünsche mir von Herzen, daß Besagte ihre Wesenskerne sich ergreifend nutzen, statt sich dem Efeu gleich um eine ihnen vielleicht wesensfremde tief auslotende Aufrechtekraft in kräftezehrender Empörung zuranken, die sich ihrem Entwicklungsgrad womöglich in nächster Zeit noch nicht erschließt.

      Aufrichte muß aus sich selbst geschehn, nicht auf dem Umwege einer Empörung, der die eigene Mitte fehlt. Dann wird dieses Blogg auch keine Sucht, lieber RH. Mir fehlte in letzter Zeit solche Mitte eher selten.
      mischa

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    84. @ Stephan
      "Schön, dass Du wieder etwas zum Humor zurückgefunden hast - an diesem Punkt warst Du ja schon mal..."

      Wieso "war ich schon mal...?" ich war da doch gar nicht von weg. Ich habe in den letzten Tagen lediglich ein paar mal geschrieben, dass ich die Gedanken von HN bezüglich des Blogs ausgezeichnet finde.

      Hier macht auch keiner den anderen "ungefragt zu seinem Verbündeten" (weder ich zu HN, noch HN zu mir), bzw. "greift nach Strohhalmen" das sind irgendwelche konfusen Privatüberlegungen von Dir allein.

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    85. Heinzers geile FleischeslustFreitag, 19. Januar 2018 um 10:23:00 MEZ

      Mischa, ich liebe Dich!!! Ich habe mit einem Freund um 20 Euro gewettet, dass Du Dich hier innerhalb von 7 Tagen wieder melden wirst...!!! danke, danke, danke, danke, danke, danke.

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    86. @Heinz

      Wenn Niederhausen hier ungefragt seitenweise Kommentare herauskopiert und daraus in seinem kleinen nur ihm zugänglichen Online-Königreich Freund-Feind-Szenarien bastelt, dann ist das ungefragte und mißbräuchliche Instrumentalisierung dieser Kommentare.

      Dabei ist es herzlich bedeutungslos, was Punker Heinz in seiner Privatstimmung gerade meint meinen zu müssen...

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    87. Okay, nun aber wirklich Deine Fragen.
      Warum wird HN abgewaschen und nicht Martin Buber? Weil HN euch kritisiert.
      Willst Du sie in einem Töpfchen lassen? Ja, und zwar ohne Hoffnung auf irgendetwas, sondern nur, weil ich sehe, dass in seinen „Aufrufen“ unglaublich viel von Idealismus in Bezug auf eine wirklich menschliche Begegnung liegt. Martin Buber hat doch wohl die Bedingungen für eine solche Begegnung beschrieben – und HN tut das auch. So sehe ich das. Und deswegen: Ja, gemeinsames Töpfchen.
      Deiner nächsten Frage und ihrem Link folgend, finde ich die Seite, wo HN unsere Gedanken zitiert. Hmm – er fühlt sich von mir also tatsächlich verstanden. Offenbar findet er es wichtig, mal herauszustellen, dass das MÖGLICH ist. Was findest Du daran pathologisch oder Müll? Alles hier ist doch offenbar öffentlich – und Zitieren ist in unserer modernen Welt doch offenbar völlig normal und gängig. Vielleicht will er all diese Dinge einfach nur festgehalten wissen. Denn diskutieren kann man ja endlos, aber kommt man zu einem Ergebnis? Mir scheint, er ist so eine Art „Chronist der Winde“, bevor sich die Gedanken immer wieder von neuem verflüchtigen. Heißt es nicht, „zu seinem Wort stehen“? Wiederum verstehe ich natürlich, dass Dir das nicht passt. Was mir sofort auffällt, ist eben dies: Sobald man irgendwo zitiert wird, muss man ganz und gar dazu stehen. Was man sagt, bekommt Gewicht. Wird nicht auch Rudolf Steiner heute jedes Wort im Munde herumgedreht? Er kann sich aber nicht mehr wehren. Du dagegen könntest durchaus sagen, warum Du spottest, wenn Du es tust. Die Begründung, dass „HN so böse ist“, würde mir aber nicht reichen. Denn er zitiert Dich ja offenbar, WEIL Du spottest – oder weil Du Steiners Begriffe mal eben auseinandernimmst, obwohl Du andererseits sagst, Du seist nur Lernender. Ich denke, er findet das unwahrhaftig – was Ihr ihm dann wieder vorwerft und so weiter.
      Ich denke, Martin Buber hätte nicht zitiert, aber ich denke auch, dass Menschen verschieden sind – und ich denke, dass HN die Dinge festhalten will. Warum? Um zu zeigen, was er zeigen möchte. Also sind es für ihn „Beweismaterialien“. Das kann man unglaublich pathologisch finden – oder man kann sich mal wirklich fragen, was man fortwährend für Materialien hinterlässt. Bedeutet nicht auch das „Bewusstseinsseele“? Mal zu schauen: Wo stehe ICH eigentlich?
      Man kann das Zitieren bestimmt lassen – aber dann würde man wahrscheinlich auch die Hoffnung aufgeben, dass irgendjemand versteht, was man sagen will. Jeder hält sich ja für weise, und man kann tausendmal von Weisheit sprechen, und keiner sieht Handlungsbedarf. Martin Buber ist heute auch nur noch ein Name – oder nicht?
      Hat Buber auch angeprangert? Weiß ich nicht, wahrscheinlich nicht. Buber ist eingetaucht in das Geheimnis von Ich-Du, nicht wahr? Und jetzt? Tut HN das denn nicht? Vielleicht hat das Mädchen sogar sehr viel damit zu tun – aber das wird IHM ja gleich wieder um die Ohren gehauen. Meinst Du, Martin Buber hätte das getan? Jemandem verkorkste Vorstellungen vorzuwerfen, wenn er von der Phönixseele oder vom Mädchen spricht? Ich glaube, HN prangert nur an, wenn er sieht, wie wenig MÜHE man sich gibt. Und offenbar tut er es auch nur, wenn er sieht, dass man es müsste (!), weil man verstanden zu haben behauptet, was es mit der Anthroposophie ist. Man müsste Steiner selbst fragen, was er dazu denkt. Oder die höheren Wesenheiten. Wie sie es sehen.
      Vielleicht, das ist jetzt wieder eine echte Frage von mir, vielleicht muss man anderen manchmal ungefragt „in die Augen funzeln“. Ich meine, wenn man mal an Johannes den Täufer denkt. Oder an Christus selbst. Haben sie das denn nicht getan? Oder Steiner? Das war meistens zwar allgemein, umfassend, aber das war ja bei HN offenbar auch so – bis Eggert ihn kritisierte. Und dann hat HN angefangen, konkret und an Beispielen deutlich zu machen, was er meint. So sehe ich das. Dass das sehr unangenehm werden kann, wenn man auf einmal ein „Beispiel“ wird, kann ich verstehen. Trotzdem ist vielleicht gerade das die Chance des Lebens.

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    88. Ich habe nicht den Eindruck, dass HN in Gut und Böse spaltet. Er will offenbar deutlich machen, wo Spott und Flachheit, das Fehlen von Argumenten sitzt – und man ist doch selbst frei darin, das abzustellen. Wenn man es wollen würde. Wenn nicht, ist man auch frei, damit weiterzumachen. Und der Chronist der Winde wird es festhalten. Wo ist da das Problem? Nach dem Tod wird man doch wohl offenbar genau das gleiche Problem haben. Warum dann nicht schon jetzt? Das Gute und das Böse steckt doch in uns allen. Ist es nicht gut, wenn das mal ausgeleuchtet wird?
      Natürlich ungefragt. Aber nach Deiner Meinung zu dem Wort „müssen“ (was zu HNs Glosse geführt hat), hat ja auch niemand gefragt. Ich denke, HN hat hier nur von seiner Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht. Und das kann höchst unangenehm sein, es kann aber auch zu Erkenntnissen führen. Ich denke, darum geht es doch? Nicht um das Sich-Aufregen über das angeblich Pathologische, sondern um die Frage, was an Deinen und an seinen Gedanken wahr ist. Die stehen sich ja nun ziemlich gegenüber. Sofern Du Gedanken äußerst. Aber das, was HN Dir entgegnet (auch ungefragt, aber weil er Dich offenbar nicht als Lernenden, sondern als „Wissenden“ wahrnimmt), ist sicher nicht damit abgetan, dass man es pathologisiert. HN spaltet doch offenbar nicht, sondern legt den Finger in die Wunde. Wenn man dann diesen Finger wie wahnsinnig oder voller Antipathie wegschlägt, dann spaltet man doch selbst. Man spaltet sich selbst auf in Antipathie und Verdrängung (sofern die Wunde existiert).
      Würde aber keine Wunde existieren, müsste man nicht aufschreien. Dann könnte man ganz unirritiert entweder sagen: Was willst Du von mir? Das Wort „muss“ ist wirklich unmöglich und Steiner gehört hier definitiv verbessert. Oder: Ja, du hast Recht, ich bin noch Lernender und meine Kritik war etwas vorschnell, ich werde mich nochmal besinnen, warum Steiner hier so viel dieses Wort benutzt.
      HN scheint doch immer deutlich zu sagen, was für ihn das Abwegige ist: Spott und ständiges Urteilen über Steiner, seine Wortwahl (darum geht es doch: müssen, Entwickelung) – und für Dich wird dann HN das Böse, weil man nicht ungefragt die Kritik an Steiner kritisieren darf. HN begründet es. Du nicht. Du pathologisierst ihn und spaltest ihn ab vom „großen Rest der vernünftigen Welt“. Seelchen. Mädchen-Kultus. Das sagt Ihr dann. Aber ohne Begründung. Nur, weil Ihr nicht versteht, was er meint, und zwar immer wieder. Seine eigene „Figur“ verteidigt er überhaupt nicht, immer nur die Sache. Du aber zielst immer auf ihn als Menschen. Ziehst dann Vergleiche mit Buber. Aber vergleiche Dich mal mit Buber. Dann würdest Du von HN mehr verstehen.
      HN ist ja nicht der Weltenretter. Aber er macht auf Wesentliches aufmerksam. Genau wie Buber.
      Zum Schluss noch: Es tut mir leid, dass ich so lange brauche, um zu antworten. Aber ich möchte ja, dass es klar wird. Manchmal brauchen Gedanken so viel Worte. Sonst kommt man auch nicht zu Buber.

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    89. Rebecca, Ihre Emporhebung von Holger Niederhausen ins philosophische Olymp in Ehren ("HN ist ja nicht der Weltenretter. Aber er macht auf Wesentliches aufmerksam. Genau wie Buber.") Aber sind Sie sicher, dass Ihre IP- Adresse nicht ins traute Heim in Berlin- Mitte verweist und sich das Ganze als Hyper- Self- Marketing erweist?

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    91. Da bin ich aber ziemlich sicher. Erstens bin ich gar nicht in Berlin. Und zweitens weiß ich nicht, wann oder was HN bei Ihnen auf der Seite kommentiert hat.

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    92. Entschuldige Rebecca,
      ich habe mich über den Begriff 'Entwick(e)lung' (übrigens im Allgemeinen und nur mit einem kleinen Seitenbezug zu Steiner) geäußert und ich habe mich in einem eigentlich ganz anderen Kontext über einen Bereich geäußert, wo Steiner ungewöhnlich häufig explizit von 'müssen' redet und versucht, dieses vor dem Hintergrund der Philosophie der Freiheit zu sehen.

      Diese beiden völlig legitimen Betrachtungen meinerseits (welche bei Niederhausen seinerzeit einen saftigen Tobsuchtsanfall ausgelöst haben) versuchst Du nun zu einer voluminösen Masse aufzurühren, um als Lichtarbeiterin Niederhausens abgeblätterte Fassade auszuspachteln.

      Ansonsten eben Deine 'Eindrücke', Dein'finden' und 'gemein-finden', wie Du sagst.

      Niederhausen ist der ideale Messias für alle Seelen, die irgend etwas gemein finden, sich aber selbst nicht trauen zu schauen, was es ist.

      Du darfst Dir Dein Nachtodliches gerne schon im Diesseits von seiner Taschenlampe ausleuchten lassen - ich persönlich bevorzuge da doch eher reguläre Wege...

      [Was Du vielleicht als Spott erleben magst, ist kein Spott, sondern als bildhaft-anschauliche, illustrierte Ausdrucksweise gedacht]

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    93. Lieber Stephan, und ich habe ja gesagt, dass ich es verstehe, wenn es auch bei Dir Tobsuchtsanfälle auslöst. Aber Du sagst ja, bei Dir sind es keine – und ich nehme an, HN sagt das gleiche. Also, was dann? Was ist zum Beispiel mit Marie Steiner und B. Albrecht? Haben sich die Rollen hier nicht umgekehrt? Wer war es dort, der zu hadern und anzuprangern hatte? Der etwas „behämmert“ finden musste, nur weil es anders war?
      Merkwürdigerweise findet sich Dein Wort von der Lichtarbeiterin genau in einem Gedicht von B. Albrecht, auf dessen Seite ich auch war. Dieses hier:

      Es ist ein Leichtes einem anderen Menschen
      ein unmögliches Verhalten zu unterschieben,
      einfacher dieses von sich zu weisen,
      als innezuhalten und eigene Anteile auszuforschen,
      warum dieser andere Mensch gerade so ist, wie er ist.

      Die tiefer liegenden Zusammenhänge
      sprechen nicht selten eine andere Sprache,
      als der äussere Anschein an den Tag legt.

      Ihn als Boten zur Unzeit innerlich zu massregeln
      löst das Problem nicht, denn -
      er erfüllt in einem weiten Netzwerk nur seine Aufgabe
      Lichtströme im Fluss zu halten,
      ist wie Du Lichtarbeiter am Stellwerk des Schicksals!

      Du würdest es natürlich gleich an HN gerichtet lesen, nicht wahr? Aber kannst Du es auch mal auf Ihn anwenden – also dass auch er nur seine Aufgabe erfüllt, Lichtströme im Fluss zu halten? Ich finde das eine wunderschöne Sprache!
      Die Frage ist also nur: Wo sind wir Lichtarbeiter...? Um diese Frage geht es doch wohl – um nichts anderes. Also – wo sind wir es?

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    94. "Wo sind wir Lichtarbeiter...? Um diese Frage geht es doch wohl – um nichts anderes. Also – wo sind wir es?" In einem tiefer gelegten BMW mit 326PS?

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    95. Bin nur ich für diese „Antwort“ zu dumm? Oder ist das Ihre Art auszuweichen? Was soll das?

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    96. Liebe Rebecca,

      da hast Du den Bogen durch mein Stichwort 'Lichtarbeiter' ja schon selbst wunderbar geschlossen und bist nur noch eine Frage von der Antwort auf alle Deine Fragen entfernt:

      Was haben Holger Niederhausen, Bernhard Albrecht, und Marie Steiner und Du in diesem Zusammenhang(!) gemeinsam?

      Sie suchen den (Gesprächs-)Zugang zum anderen über eine seiner Schwachstellen; ihr Gesprächsauftakt besteht im Ansprechen eines (meist) erfundenen oder aufgeblasenen Defizites - die Universalmethode der Widersacher, Lichtarbeiter, Staubsaugervertreter und Versicherungsverkäufer!

      Holger Niederhausen:
      etc., etc., etc...

      Marie Steiner (wohlgemerkt nur in diesem Kontext):

      „unsere Schwächen und unsere Unzulänglichkeiten mit dem Glanze seines Wesens“ zu überdecken

      Bernhard Albrecht:
      Ja, Wenn Du selber nicht im Kern Wohnung nehmen kannst und willst, weil Du … wie der Teufel das Weihwasser zu fürchten scheinst, anstatt in der seelischen Beobachtung die Orientierung aus Deinem inneren Dilemma zu suchen und zu finden,(...)


      Also das Eindringen/-steigen über ein defektes Fenster!
      Und zum Schutz davor habe ich eben immer ein paar Sandsäcke zuhause!

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    97. Deine Mudda macht Lichtarbeit mit Alexander Dugin!

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    98. Bei all der berechtigten und mehr als überfälligen Kritik an dem Blog kann jemand wie ich auch fairerweise die schönen, "lichtvollen" Seiten hervorheben: Kann es sein, dass wir hier alle gerade beobachten, dass sich zwei Menschen finden...? Kann es etwas schöneres geben...?

      Mir scheint auch Stephans übertriebene Gehässigkeit daher zu rühren, dass er wahrscheinlich viel zu einsam ist. Stephan und Rebecca...der Beginn einer zarten Liebe...auf dem Egoistenblog fing es an, damals Januar 2018...Danke, dass wir dabei sein dürfen.

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    99. Lieber Stephan, wunderbar! Finde ich großartig, mal von den Schwächen wegzukommen. Also machen wir das in Zukunft NICHT! Keine Kritik mehr an wem auch immer. Nicht an Marie Steiner (auch wenn sie es anders macht, aber sie hat doch nur eventuelle Schwächen zugegeben, nichts weiter), nicht an HN, nicht an mir, nicht an B. Albrecht, nicht an Worten. Warum immer auf die Schwachstellen schauen? Warum denn?
      Das habe ich auch nicht getan. Ich habe zum Beispiel gefragt, was Du Dir zur Wesensart erarbeitet hast (weil Du selbst darauf gekommen bist). Aber egal... Wie würde man denn nun wirklich Lichtarbeiter werden? Oder wo wäre man es schon? Doch im positiven Miteinander-Umgehen, nicht wahr? Dann tun wir das eben jetzt. Ich hatte auch den Heinz so verstanden, dass das hier gerade fehlt. Und so schien es doch auch wirklich zu sein, oder nicht? Na ja, dann sagst du: Heinz war’s. Aber er hat nur kritisiert, dass hier nur kritisiert wurde. Ich hab mich mal umgeschaut: Alles Mögliche wurde kritisiert, immer wurde von Defiziten ausgegangen – und immer die von anderen. Gab es auch mal was Nicht-Defizithaftes? Ja, Ingrid fiel mir auf, weil sie den Blick davon weglenkt. Und auch mal Rilke veröffentlicht. Aber darunter steht dann nichts! Warum sind wir so wenig Lichtarbeiter? Das ist meine Frage...

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    100. Heinz, lass Dein Gammelfleisch lieber zuhause! Oder, positiv gesagt: nutze Deinen Humor anders, statt wieder alles kaputtzumachen. Liebe ist viel zu heilig, um damit Späße zu machen – oder bist Du auch einsam? Darf ich mal sagen, dass jedes Verstehenwollen schon Liebe ist? Und dass jede Annäherung ein Sich-Finden ist? Kann es sein, dass wir deswegen so wenig Lichtträger sind, weil wir schon DAVOR Angst haben?
      Und Herr Eggert – hören Sie mal auf Stephan. Er findet das Ansetzen bei Defiziten gar nicht gut. Was sollte also wieder dieser zweite Spruch? Erst BMW, jetzt Dugin-Türkenslang? In welche Richtung geht das denn?

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    101. Rebecca, hohen moralischen Normen führen oft zu Hypo-Krisie. Die moralische Empörung Niederhausens (‘wirklich Bosheit‘) gehört mittlerweile zum Egoistenblog dazu. Das habe ich das Anti-Mädchen genannt, weil es das Gegenteil von einer idealisierten Mädchen-Stimme ist. Dazu gehören die bekannten Verschwörungstheorien (über die USA, über Liberalismus, über rituelles Kindesmissbrauch usw.). Er hat keine Hoffnung mehr: “Aber wenn die Seele allergisch gegen jeglichen Geist über ihr und damit gegen jegliche Entwicklung in ihr ist, hat dies keine Hoffnung. Dann steht sie unter dem Joch Luzifers (Hochmut) und Ahrimans (Unfähigkeit zur Begeisterung) – und hat doch wieder etwas sehr Schlimmes über sich...“.
      Darf liberale Kritik an konservativen (dazu gehört der Putinismus), mystisch-platonischen Anthroposophen nicht sein?
      Niederhausen erwähnt in ‘Große Zeugen des Geistes‘ explizit Rilkes ‘Lieder der Mädchen und andere Gedichte’ (1898ff).

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    102. Liebe Rebecca, nicht wunderbar!
      Du hast mich nämlich überhaupt nicht verstanden, ich habe überhaupt kein Problem mit Kritik und Defiziten, ich habe ein Problem damit, wenn Defizite kalkuliert in schmierig-antanzender Weise als Schlüssel zum Einstieg missbraucht werden.

      Nach dem Motto:
      Du bist hochheilig, aber Du hast da einen Pickel auf der Nase und der verwehrt Dir den Eintritt in die heiligen Hallen, deren Türsteher ich bin. Aber wenn Du alle meine Bücher kaufst und bezahlst(!)(lesen brauchst Du sie meinetwegen nicht), dann wird Dein Pickel da wieder verschwinden!

      s.b.

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    103. Lieber Ton, ich habe ja bei Wikipedia nachgeschaut, was Hypokrisie sein soll – Heuchelei, Scheinheiligkeit. Ich denke, wir wollen weg von den Vorwürfen.
      Kritik darf schon sein, aber nur wenn man die Antworten verträgt. Da müsstest Du Dich aber mit Stephan einigen. Er sagte mir vorhin, er möchte NICHT defizitorientiert wirken (ich meine: wirksam werden).
      Wenn wir aber mal positiv bei reinen Begriffsklärungen bleiben, so ist für mich Bosheit bewusste reine Negativität gegenüber anderen. Da müsste man jetzt wieder ins Einzelne gehen, wann HN davon spricht, dann könnte man das prüfen. Ihr empört Euch ja weniger moralisch als vielmehr spöttisch – und denkt dann, Ihr habt die richtige Moral und HN die falsche? Spott grenzt aber an Bosheit, weil er nichts bringt als die eigene Selbstbefriedigung, oder ist es nicht so? Falsche Vergleiche anstellen, wenn man weiß, dass sie nicht stimmen, ist auch Bosheit. Darf man sich darüber dann empören oder nicht? Oder nur, wenn der Boshafte bereit ist, seine Boshaftigkeit zu erkennen?
      Um welche Verschwörungstheorien geht es nun wieder? Kannst Du nicht genaue Beispiele nennen? Was gesagt wird und was Du nicht gut findest? Aber warum führst Du das denn jetzt an? Die Scheinheiligkeit sehe ich nirgendwo – oder meinst Du etwas ganz anderes mit Hypokrisie?
      Was meinst Du mit Putinismus? Und was mit konservativ? Soweit ich sehe, bezeichnet HN sich selbst als links. Womit wir bei Ingrids Thema wären, stimmt’s nicht? Und meine echte Frage ist: Warum musst du „mystisch-platonische“ Anthroposophen kritisieren? Wegen was?
      Ja, ich hab gesehen, dass HN auch Rilkes Lieder der Mädchen erwähnt. Und jetzt? Vielleicht hat er bei seiner eigenen Beschäftigung mit der Frage irgendwann auch geschaut, wer noch in diese Richtung dachte. Vielleicht fand er sie auch schön. Vielleicht wollte er auch diese dokumentieren – wie eben vieles andere. Man müsste mal gucken, ob er in seinen Büchern oder seinen Aufsätzen Rilke irgendwann erwähnt. Novalis scheint für ihn viel wichtiger zu sein.

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    104. Lieber Stephan, das verstehe ich nicht. Du kritisierst also gern? Aber Du magst es nicht, kritisiert zu werden? Oder Du magst es nicht, dass man von heiligen Hallen spricht? Ich hab nicht gesehen, dass HN Dir irgendein Buch verkaufen wollte. B. Albrecht wollte das auch nicht. Marie Steiner auch nicht.
      Jetzt weiß ich nicht, was Du überhaupt willst. Also anscheinend willst Du nicht, dass man von heiligen Hallen spricht und Dir gleichzeitig sagt, dass sie für Dich nicht zugänglich sind, solange Du Dich nicht änderst – habe ich Dich jetzt verstanden?
      Möchtest Du überhaupt in heilige Hallen? Oder kritisierst Du das Gerede davon? Ich meine, wenn es so wäre, dass Dir die heiligen Hallen egal wären – zumindest die, von denen jemand spricht –, dann könntest Du doch sagen: Lass ihn doch, hoffnungslos veraltet. So wie bei den Zeugen Jehovas vielleicht?
      Die Frage ist doch: Welche heiligen Hallen gibt es? Und die andere Frage ist: was ist schmierig? Wie würdest Du denn gern auf Defizite anagesprochen werden? Gar nicht?
      Und wenn ich mal an die Anthroposophie denke: Kann man sich ihr vielleicht auch schmierig nähern? Und irgendwas zum Einstieg missbrauchen? Und sie könnte sich wehren? Vielleicht hat man ja nicht einfach nur einen Pickel auf der Nase. Vielleicht muss man ja wirklich erst Lichtarbeiter werden?
      Kann Begegnung zum Beispiel nicht überhaupt erst dann etwas Heiliges werden, wenn einem überhaupt etwas heilig ist? Wo beginnt die Lichtarbeit? Wo beginnt sie?

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    105. Rebecca, hast du auch so viele kritischen Fragen zu Niederhausens Beiträge? Oder ist es postmodern: Nichts ist wahr und alles ist möglich (Pomerantsev)?

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    106. Ton, wieviele kritische Fragen habe ich denn zu Euch hier? So viele sind es doch gar nicht. Oder doch? Wenn ich den Spott auch schlimm finde, kann ich an HN schlecht die gleiche kritische Frage haben, weil ich ihn dort nicht finde – sondern den Aufruf, damit aufzuhören, weil man die heiligen Hallen vorher nicht betreten kann (wohlgemerkt nicht HNs Hallen, sondern allgemein).
      Und wieso soll es dann postmodern sein? Es ist doch sehr wahr, dass Spott destruktiv ist – und dass es nicht möglich ist, mit Spott bestimmte heilige Hallen zu betreten. So wie man auch einen Regenbogen nicht betreten kann, wenn man es derart äußerlich versucht. Bestimmte Dinge sind wahr – und nicht alles ist möglich.
      Kritisch sehe ich höchstens, dass Stephan psychologisch Recht hat, dass man Blockaden bekommt, wenn man zu sehr kritisiert wird. Er meinte das bei dem Wort „muss“, ich meine es jetzt ein bisschen anders. Aber deswegen kann das, was die Kritik enthält, ja trotzdem wahr sein. Kritisch ist auch, wenn jemand sich auf seine Blockaden versteift und sich nun erst recht nicht ändert. Es ist eigentlich alles kritisch, was im Negativen, sich nicht Ändernden bleibt. Deswegen sehe ich das Mädchen ja so positiv – denn das ist NICHT kritisch, sondern durch und durch positiv. Das ist wirklich etwas sehr Schönes. Aber gerade das wird dann wieder kritisiert und bespöttelt.
      Ich frage mal andersherum: Was kritisierst Du an HN nicht?

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    107. Liebe Rebecca,

      ich hab' s Dir klar formuliert - deutlicher geht nicht:
      Ich kritisiere weder gerne, noch ungerne - im mag immer das, was ich für angebracht halte.
      Probleme habe ich mit Kritik, bei der Argumente durch 'ich bin erleuchtet' ausgetauscht werden. Und dass ich erleuchtet bin, sage ich Dir gleich am Anfang, damit Du weißt, dass Widerstand zwecklos ist und Deine Argumente ins Leere laufen werden.
      Und zum Schluss hau ich vielleicht noch mit dem Hämmerchen wo drauf, dass das mit meiner Erleuchtung auch wirklich ankommt.

      That' s all

      Spott ist nicht destruktiv, Spott ist lysierend, was zwar auch eine destruktive Qualität ist, aber in diesem Sinne eben auch das Heilmittel für überfestigten (und damit nicht mehr ernstzunehmenden) Ernst.
      Er ist ein Resultat eines überschießenden Prozesses von Auflösung und Verfestigung, zu welchem aber immer beide Pole gehören...

      s.b.

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    108. "Spott ist nicht destruktiv, Spott ist lysierend, was zwar auch eine destruktive Qualität ist"
      Widerspruch, dein Name ist Birkholz

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    109. Wenigstens ist ihm klar geworden, dass Spott nichts mit Ernst zu tun hat, vielleicht ein kleiner vielversprechender Anfang.

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    110. Lieber Stephan, aha. Na, gut, wenn’s zwecklos ist... War das jetzt ein Freudscher Versprecher, dass meine Argumente ins Leere laufen? Meines Wissens habe ich nie behauptet, dass ich erleuchtet bin – bin ich auch nicht und würde ich nie behaupten. Aber dass Du jetzt dasselbe machst, was Dir Probleme macht, finde ich höchst seltsam. Das heißt, Du machst Dir selbst Probleme.
      Vielleicht macht ja auch HN immer nur das, was er für angebracht hält? Meinen Fragen weichst Du aber fortwährend aus. Ich wiederhole einfach nur die letzte: Wo beginnt die Lichtarbeit?
      Den Ernst von HN kannst Du nicht ernst nehmen, hmm... Ist das jetzt ein Problem für ihn oder für Dich? Auch hier frage ich mich, wie das die höheren Wesen sehen. Ich sehe in allem Ernst von HN immer wieder das, was er SAGEN will. Du siehst wohl nur den Ernst? Und bekommst davon schon Pickel?
      Für mich ist Spott nicht lysierend, sondern vergiftend. Wenn er was auflöst, dann gerade das Heilige. Kann es sein, dass die Dimensionen ganz falsch verstanden werden? Dass Ernst nicht verfestigt, sondern vertieft? Dass man mit dem Ernst in dem Maße ein Problem hat, wie man es mit dem Heiligen hat? In einem dieser vielen Aufsätze, wo er auch auf Spott, Humor und Bosheit einging, hatte HN auch Kierkegard zitiert über den Ernst. Für Kierkegard hatte er mit der ganzen Persönlichkeit zu tun. Entweder ist sie ernst oder unernst. Mir scheint, das ist weniger eine Eigenschaft als eine Wesensfrage. Natürlich kann man sein Wesen verwandeln, und das sollte man wohl auch, wenn man sich entwickeln will. Man kann also ernster werden. Für Kierkegard (und offenbar auch HN) würde das bedeuten, seine Persönlichkeit zu vertiefen. Und wahrscheinlich auch dem Heiligen anzunähern. Nicht aus Hochmut, sondern aus Sehnsucht. Aber wer zu unernst ist, kann darüber nur spotten – sei es über den „zu großen Ernst“, sei es über das „scheinheilige Streben“, das „reine Seelchen“ und so weiter. Das hört ja dann gar nicht mehr auf.
      Falscher Ernst ruft Spott hervor. Aber dann käme auch der Ernst von Luzifer – und Ahriman würde spotten. So versteh ich das. Wenn es aber nun ein Ernst ist, der WIRKLICH die heiligen Hallen sucht? Oder sogar den Weg weiß? Oder sogar der Weg ist? Aber davon abgesehen, finde ich, man kann Spott nie rechtfertigen – auch nicht so naturalistisch, wie Du es tust. Ein „überschießender Prozess“ erscheint mir immer bedenklich. Zu welchem Pol HN gehört, wäre wirklich eine Frage wert. Ich sah, dass Ingrid sich mehrfach für seine Gedanken bedankt hat. Der Ernst ist doch immer der gleiche... Ihm ist wirklich etwas heilig (dem Ernst und auch HN).
      Mir übrigens auch. Das Wochenende verbringe ich lieber mit meinem Freund, als am PC zu sitzen. Der bleibt aus, und ich lese da auch lieber mal ein gutes Buch. Sollte sich bis Montag etwas ergeben, was nicht so sehr der Selbstverteidigung, sondern mehr einem Gespräch ähnelt, komme ich gerne wieder. Aber erstmal habe ich ja sehr viel gesagt, was ich denke. Und Stephan stapelt ja ohnehin wieder Sandsäcke, dichtet Fenster ab und hängt das Schild „erleuchtet“ vor die Tür. Weiß nicht, was das soll...

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    111. Ja Rebecca, man siet es hier sehr klar. Fenster abdichten und Spott sind untrügliche Zeichen intellektueller und seelischer Defizite.

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    112. Rebecca, ich habe nicht für mich, sondern exemplarisch in der Ich-Form gesprochen (bzgl. des 'ich bin erleuchtet')!
      So viel Assoziationsvermögen hätte ich jetzt vorausgesetzt - oder bist Du dermaßen auf Worttreue gecastet wie die beiden anderen anonymen Spezialisten da oben...

      s.b.

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    113. @Rebecca

      Den Ernst von HN kannst Du nicht ernst nehmen, hmm... Ist das jetzt ein Problem für ihn oder für Dich?

      Das habe ich so nie gesagt!
      Ich habe gesagt, dass ich überfestigten Ernst nicht ernst nehmen kann.

      Wie bereits gesagt: Du fragst nicht um zuzuhören, Du fragst, um 'Wer fragt der führt'-Spielchen zu spielen und einem nachher andere Aussagen zu unterstellen.

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    114. @Anonym Freitag, 19. Januar 2018 um 16:12:00 MEZ

      Spott ist nicht destruktiv, Spott ist lysierend, was zwar auch eine destruktive Qualität ist

      In der Tat, Anonym, das scheint ein Widerspruch zu sein!

      Aber nur für ungebildete Proleten, die alleine zuhause hocken weil Mami arbeiten ist und die darum den ganzen Tag Blödsinn im Internet machen.

      Die Vorstellung dass es zwischen 'Qualität' und 'Wirkung' einen alles entscheidenden Unterschied gibt, überfordert ihr teletubbie-geschultes Gehirn vollständig...

      s.b.

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    115. Das wird hier vielleicht einige "ältere" Egoistenblogger interessieren: Andreas Lichte ist wieder da! Er war hier früher die ganz große Stimmungskanone. Sein Kampf gegen Steiner und die Anthroposophie trägt er u.a. auf dem folgenden, eher kleineren Blog aus:

      http://www.raetsels-bewohner.de/2018/01/08/anthroposophie-11-wahrhaft/comment-page-1/#comment-19077

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    116. Die Königsdisziplin der Esoterik ist die Lichtarbeit. Leider können Lichtarbeiten zu gewisse Allergien begleitet werden. Die "Pickel auf der Nase", gehören zu den harmlosesten Symptomen. Es kommt allerdings auch oft zu schwerwiegenden Blockaden im seelischen Erleben. Vor allem die heiligen Hallen des Humors und erst recht die Untiefen Niederhausen-bezogenen Spottes (boshaft, boshaft!) dürften dabei den Lichtträger für immer verschlossen bleiben.

      Das ist zu bedauern.

      Der Begriff Lichtarbeit, tauchte etwa zur Mitte der neunziger Jahre auf, ist die Bezeichnung für verschiedene esoterische Konzepte, die so genannte Lichtarbeiter oder Lichtkrieger umzusetzen versuchen. Lichtarbeit ist den esoterisch inspirierten Konzepten des Positiv-Denkens zuzurechnen. Einzelheiten über Lichtarbeit-Konzepte werden erst denjenigen Personen vermittelt, die sich bereit erklären, entsprechende kostenpflichtige Kurse zu absolvieren die sich schnell auf mehrere tausend Euro belaufen. Es wird den Kunden ein stufenweise Aufstieg versprochen. Es sollen dabei eigene Wahrnehmungen derart verändern, dass eine Öffnung zu spirituellen Realitäten eintrete, um entsprechende esoterische Energien nutzen zu können.

      Das könnte als boshaft bezeichnet werden.

      Auf einer vorgeblich hohen erreichbaren Stufe eigenen Lichtarbeitsaufstiegs sei sogar die Aufnahme chemisch gebundener Energie in der Nahrung entbehrlich. Hochstufige Lichtarbeiter benötigten daher nach Aussage von Lichtarbeit-Seminarorganisatoren keine herkömmliche Nahrung mehr und könnten sich rein von Licht ernähren. Entsprechende betrügerische Aussagen verführten mehrere dafür empfängliche Menschen tatsächlich zum Verzicht auf Nahrung, so dass sie qualvoll verstarben. Als Lichtarbeiter am Stellwerk des Schicksals, gewissermaßen!

      Das ist an Boshaftigkeit nicht zu überbieten.

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    117. "Ungebildete Proleten"

      Komm Stephan, gib nicht auf, gleich hast du es auch geschafft! Ich weiss, es ist hart, aber eben dein Schicksal.

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  14. @ Stephan (hier)
    Danke für Deine Ausführungen - jetzt begreife ich besser, wie Du es meinst.
    Es geht Dir offenbar nicht um die mögliche „Suggestion“ des Wortes „Entwicklung“, daß alles immer nur ein- und wieder ausgewickelt wird, sich ansonsten aber immer gleichbleibt (denn das wäre ja bei „Entfaltung“ erst recht der Fall).

    Sehr schön, was Du von der Entfaltung vom Quasi-Organ der Mutter zum rosigen Menschen erzählst!
    Dennoch: Wenn man nicht nur auf das Kind blickt, ist Geburt doch tatsächlich auch „Enthüllung“: Was vorher im Mutterleib verborgen war, verläßt seine bisherige „Hülle“ und tritt ans Tageslicht, kommt zur Erscheinung…

    »Entfaltung (vlg. Das 'Entfalten' einer Blüte)«
    Ja. Für das Entfalten einer Blüte mag es genügen, auf die Knospe/Blüte selbst zu blicken.
    Aber den Prozeß, durch den aus einem Samenkorn ein Maiglöckchen wird, als „Entfaltung“ zu bezeichnen, wäre mir doch zu wenig.
    Denn dazu braucht es auch „Hüllen“: das Samenkorn wird zunächst in der Erde „verborgen“. Und auch wenn der Keim einmal zum Vorschein (zur Erscheinung, ans Licht) gekommen ist, sind gewisse „Hüllenkräfte“ ihm weiterhin notwendig, Erde, Wasser, Licht, Wärme…

    Ähnlich könnte man vielleicht Rudolf Steiners Involution/Evolutions-Gedanken verstehen:
    Was bisher „im Dunkel“ wirkte und dem Bewußtsein verborgen war, das kann nun die (bis dahin auch schützende!) Hülle der Dunkelheit verlassen und „beleuchtet“ werden; was noch nicht bedeutet, daß man nach diesem „Erscheinen“ gar keine „Hüllenkräfte“ mehr benötigen würde...

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    1. Aber den Prozess vom Samenkorn zum Maiglöckchen als
      Entwick(e)lung (also Auswickelung dessen was schon ist) zu bezeichnen, käme ja der Entfaltung gleich: Es wird nur noch ausgepackt was schon ist.
      Tatsächlich ist es ja am ehesten durch den schönen Begriff der Metamorphose getroffen; im Sinne einer Zustandswandlung.
      In dem Begriff Entwickelung steckt eben das Wort wickeln und das ist sehr linear auf ein faden- oder flächenförmiges Objekt (Faden, Draht, Papier, Stoff) bezogen und das irritiert mich etwas; ich laufe da mit der Sprachempfindung irgend wie ins Leere. Aus dem Bereich der Technik hat der Begriff Entwicklung darüber hinaus einen sehr konstruierenden Einschlag vom Typ
      Test-Operate-Test-Exit
      erhalten.

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    2. Im Beispiel des Kindes nach der Abnabelung beinhaltet der äußerlich als Entfaltung geschaute Vorgang natürlich gewaltige Metamorphosierungen; die einsetzende Atmung, die Abnabelung des Blutkreislaufes, lassen ein völlig neues Wesen entstehen, wobei die Begriffe der Genese/Neo-Genese ins Spiel kommen...

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