BOBBY: KUSCHELIG-BASLER FASCHINGSSCHWANK IM PARACELSUS-ZWEIG


@ Stephan Birkholz: "…Aargauer Zeitung: Verschwörungsmystiker wie der Basler Daniele Ganser kapern Rudolf-Steiner-Bewegung…"

Kuschelig-Basler Faschingsschwank im Paracelsus-Zweig Basel der Anthroposophischen Gesellschaft
Die "drey scheenschte Vorträäg" im Jahr, nicht nur für Mitglieder!


Missionsarbeit in Sachen Eurasien soll dabei ganz unvoreingenommen kommuniziert werden. Und sie erstrahlt mit einem quasi-wissenschaftlichem Anstrich des Friedensdoktors. Bei der Veranstaltung esoterischer Verschwörungs-Nabelschau, mit hohem Wohlig-Kuschel-Gehalt, dürfte eine ideologische Ruhestörung andersartiger Vorstellungen daher strikt unerwünscht sein.

Nur so kann der Abbau bösartiger atlantischen Fassaden pur und unverfälscht betrieben werden und dürfen die segensreichen Impulse sogenannter Friedenstänze gegen "Terror und Lüge" und für "Wahrheit in Putinscher Deutung", zensurfrei selbstverständlich, zelebriert werden. "Wir können es kaum erwarten und ersehnen uns die Übertragung auf KenFM die uns Zeitzeuge werden lassen von diesem Ereignis wahrhaft schicksalhafter Bedeutung…" So die Stimmungslage mancher Zeitgenossen die für sich in Anspruch nehmen die "Zeichen der Zeit" verstanden zu haben.

Zensurfreiheit gab es nicht immer am Basler Fasnacht:

Friedenstanz Quelle Basler Zeitung

Weil die Eliten der Obrigkeit sich am "Friedenstanz" von Adolf Hitler und Benito Mussolini auf der Laterne der Schnurebegge von 1939 störte (rechts), musste der Maler die Gesichter einschwärzen (links).

Der Maler respektierte die Zensur und unterlief sie doch zugleich: Er übermalte die Gesichter, verwendete dafür aber keine Deckfarbe – mit dem Resultat, dass nachts, wenn die Laterne von innen beleuchtet wurde, die beiden Konterfeis deutlich zu erkennen waren.

Zum Artikel "Provokation und Zensur an der Fasnacht":
https://bazonline.ch/basel/stadt/Provokation-und-Zensur-an-der-Fasnacht/story/22951869

Der Maler Daniele Ganser versteht es mit geschickter Hand das Antlitz Putins in seine verschwörungsträchtigen Bilder zu verbergen. Auch er benutzt dabei keine Deckfarbe. Wenn die Laterne von innen beleuchtet wird durch die Kraft der Analyse und Aufklärung des Denkens verlieren die propagandistische Nebelkerzen ihre Wirkung, offenbart sich gnadenlos die Maske des Dienstherren.

Der Verfasser des Artikels in der Aargauer Zeitung heißt interessanterweise Christian Mensch. Vielleicht ein Schutzname? Er scheint sich aber auszukennen in den Verhältnissen anthroposophischer Lebensweisen. Am gleichen Tag schreibt er in der gleichen Zeitung einen Artikel zu Ita Wegman und ihre gescheiterte "Rehabilitierung" vor einem Jahr:

"…Der Ausschluss von Wegman und anderer Frauen habe dazu geführt, dass "ganze Teile der übersinnlichen anthroposophischen Bewegung" abgespaltet wurden. Die damals Zuständigen sollten für das "Unrecht" aber nicht verantwortlich gemacht werden. Denn in ihren Taten könne auch das "Wirken der Gegenmächte" erkannt werden. Selbst im Zentrum der Anthroposophen hätten wir es in Steiners Worten mit "starken gegnerischen Mächten, dämonischen Mächten" zu tun, die "gegen die anthroposophische Bewegung anstürmen" und "die sich ja doch der Menschen auf Erden bedienen"…"

Bemerkenswert ist ebenfalls die Bezeichnung Daniele Gansers als "Redner aus der ersten Fraktion der Verschwörungsmystiker". Diese Bezeichnung dürfte zutreffen. Ganser bezieht sich neuerdings immer häufiger explizit auf die umfangreichen Äußerungen Rudolf Steiners in den Vorträgen der Kriegsjahre des Ersten Weltkrieges. Gansers antiwestliche Propaganda in Bezug auf die Zeitereignisse der Gegenwart, seine Definition des Tiefen Staates (Deep State) "dass Demokratie und Wahlen nur eine Fassade seien, im Hintergrund mächtige Finanzeliten die Fäden ziehen und Politiker und Medien steuern" ist ohne diesen Hintergrund nicht denkbar. Darüber habe ich ausführlich berichtet. Auch die Teilnahme an der jetzigen Veranstaltung ist ein wichtiger Hinweis in dieser Richtung.

Quelle Perseus- Verlag
Das anthroposophische Diktum Unvoreingenommenheit und Duldsamkeit zu praktizieren, es findet meistens nur Anwendung in eigener Sache,  wird zur Mittäterschaft pervertiert wenn Manipulation und Propaganda abgründiger Tendenzen der Gegenwart nicht erkannt und den Weg geebnet wird unter dem Schutzschild eines freies Geistes- und Kulturleben. In peinlicher Verantwortungslosigkeit zeigt sich bei den Stellungnahmen derjenigen die Verantwortung tragen sollten, die Unfähigkeit solche Tendenzen angemessen zu begegnen:

Marcus Schneider, Präsident des veranstaltenden Paracelsus-Zweiges der Anthroposophischen Gesellschaft, sieht keine Probleme: "Das ist doch interessant" sagt er und plädiert für ein "offenes Geistesleben". "Die Einseitigkeit sei gerechtfertigt zur Einseitigkeit, die einem sonst durch die Medien um die Ohren geschlagen" werde. Die Vorträge seien ganz im Sinn von Rudolf Steiner, da man versuche, "hinter die Kulissen" zu schauen und hätten eine "hygienische Funktion".

Gerold Häfner, Leiter der Sektion Sozialwissenschaften der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft  zur "Scala"-Veranstaltung: "Wir nehmen nicht urteilend Stellung zu Ankündigungen anderer Veranstalter." Und: "Anthroposophie setzt sich für die Freiheit jedes einzelnen Menschen sowie für ein freies Geistes- und Kulturleben ein." Dazu gehörten die Denk- und Redefreiheit sowie auch das Recht, Veranstaltungen durchzuführen.

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Zum Artikel "Verschwörungsmystiker wie der Basler Daniele Ganser kapern Rudolf-Steiner-Bewegung":
https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/verschwoerungsmystiker-wie-daniele-ganser-kapern-rudolf-steiner-bewegung-132179380

Zum Artikel "Wie Ita Wegman in Ungnade fiel und nun rehabilitiert werden soll":
https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/wie-ita-wegman-in-ungnade-fiel-und-nun-rehabilitiert-werden-soll-132179383

Plakat Öffentliche Tagung "Terror, Lüge und Wahrheit"
https://www.perseus.ch/wp-content/uploads/2017/12/Plakat_Scala_A2_Terror_6_kl.pdf




Kommentare

  1. Gleichzeitig erschien ein Fakten-Check über Ganser:
    https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/die-ganser-wahrheit-die-theorien-des-basler-historikers-im-fakten-check-132181136

    Mehr-Demokratie (Gerald Häfner, Befürworter für die Rehabilitierung Wegmans und Vreedes seit 2015) hatte 2017 Edward Snowden (sei russischer Spion, wie Julian Assange) ein Forum geboten, und das manipulierte Ukraine-Referendum in den Niederlanden 2016 unterstützt. Häfner war auch 2015, zusammen mit Ganser, Sprecher für ‘Frieden in Europa‘.
    https://www.goetheanum.org/article/rehabilitierung-von-ita-wegman-und-elisabeth-vreede/
    http://www.sozialimpulse.de/fileadmin/user_upload/Forum3_Frieden_in_Europa_Flyer_Webversion4.pdf

    'Direkte Demokratie' ist wegen möglicher Beeinflussung nicht unproblematisch. Die Rehabilitierung Wegmans und Vreedes (‘mit das Herz der Anthroposophie‘) war dennoch eine ‘Initiative der Goetheanum-Leitung‘.

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    1. "Frieden in Europa" in Anthrospeech sieht dann eine Kombination von Ganserscher Verschwörungsrhethorik - Russland als Opfer der NATO und in Selbstverteidigung in der Ukraine- mit Sprüchen von Gandhi und der Forderung eines Mediators, doch die blöden Sanktionen zu unterlassen. Lasst den Russen (und dem FSB) freie Bahn für ihre (seine) Selbstverwirklichung, und dann: »Sei der Wandel, den du sehen willst.« (Motto) Was sie sehen wollen, die anthroposophischen Friedensfreunde, ist tatsächlich mit Scheuklappen einseitig zum großen Führer nach Osten orientiert. Die nächste Friedensinitiative eint dann die Platoniker und Aristoteliker in der Wegman- Affäre, es gibt eine neue lächerliche Festschrift von Peter Selg, eine Statue und diverse Festveranstaltungen.

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    2. @ Ton Majoor

      Ich danke, Ton, für die wertvollen Ergänzungen. Da könnte noch so manches dazu geschrieben werden…


      @ Michael Eggert

      Ein erster Kommentar zu diesem "Fasnacht-Beitrag" kam schon am Faschingssonntag, quasi anonym, hereingeschlichen. Es findet sich direkt über das Bild auf der Hauptseite der "Egoisten":

      "Die identitäre Anthroposophie gibt sich ungeniert"

      Zur Klarstellung: Ich habe diesen Satz nicht geschrieben. Ich hätte ihn aber schreiben können. Also danke Michael, für die "Assistenz"!

      Das Wort "identitär" wollte ich, zugegebenermaßen ausnahmsweise, in diesem Zusammenhang nicht benutzen. Es passt einfach nicht zur Basler Fasnacht. Die Identitären tummelten sich die vorzugsweise auf den Rittergütern an der Saale und in den Hofburgen an der schönen blauen Donau. Am Basler Rhein hatten sie bis jetzt nichts zu suchen.

      Das könnte sich aber noch ändern. Der Basler Fasnacht beginnt erst am Montag nach Aschermittwoch um 4:00 Uhr morgens mit dem Morgestraich, dauert exakt 72 Stunden und endet also am Donnerstagmorgen, wiederum um 4:00 Uhr, mit dem Ändstraich (die drey scheenschte Dääg!). Eigentlich findet das Treiben der Cliquen erst am dritten Sonntag ein Ende. Nach der Fasnacht begeben sich alle Cliquen an einem der drei folgenden Sonntage auf den sogenannten "Bummel". Das Scala-Ereignis dürfte demnach "hinter die Kulissen" als Kulmination dieser Vorgänge betrachtet werden, ganz "ungeniert", selbstverständlich...

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    3. Ergänzung zu den "Bummel der Cliquen":
      Abends, nach der Rückkehr nach Basel, ziehen die Fasnächtler in Strassenkleidern durch die Basler Innenstadt, speziell immer auch die ganze Freie Strasse hinunter (die wichtigste Strasse der Innenstadt). Termin der Veranstaltung:
      3. März 2018, 13.30 – 18.00 Uhr im SCALA BASEL, Freie Strasse 89, 4051 Basel

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    4. Häfner ist (mit Mackay und Glasl) ebenfalls beteiligt am Konferenz Die Seele Europas – 2005-2018, Acht Tagungen von 2005 bis 2017 von Amsterdam bis Kiev, Ukraine, die nächste 2018 in Tbilissi, Georgien:

      “2014-2015 folgte aber für Europa ein Einschnitt, der das Vertrauen in eine kontinuierliche Entwicklung erheblich erschütterte. Die Krim wurde unerwartet der Ukraine entrissen und Russland einverleibt, in der Ostukraine begann ein Krieg, der noch heute nicht zur Ruhe gekommen ist, ungezählte Menschen aus dem Orient und Afrika strömten nach Europa hinein.”
      http://soulofeurope.net/de/die-seele-europas-2005-2016/

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    5. Das Soul of Europe finde ich eine interessante Zusammenschau vieler Treffen und Tagungen, mit einer offenen Fragestellung. Anregend.

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    6. Ja, der Lackmustest ist Russland:
      “Aber Europa als geistig-seelische Ganzheit umfasst auch die Ukraine und Russland bis zum Ural. Dass auch in diesen Ländern grundlegend europäische Elemente prägend sind, wird vielfach ausgeklammert.”

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  2. Es ist wieder mal nichts Neues, wenn man meint mit sehr beschränkter eigener geistiger Produktion, dafür aber mit umso mehr Behauptungen und Beschuldigungen sowie durch unaufhörliche massive (natürlich einseitige) Verlinkungen sowohl in Leitartikeln als auch in postings der Wahrheit einen Schritt näher kommen.

    Noch dazu mit solchen Artikeln, die gar keine neuen oder auch alten Fakten bringen, also z.B. lediglich Gansers Standpunkte den offiziellen Versionen zu zeitgeschichtlichen Thematiken gegenüberstellen, und das ganze dann als "Faktencheck" - also Prüfung der "Fakten" (?) - bezeichnen.
    Also nicht wirklich was Neues, immer nur die Zementierung von offiziellen Versionen durch die Behauptung es handle sich hierbei um unumstößliche, nicht in Frage zu stellende Fakten. Woraus dann die Berechtigung abgeleitet werden darf, dass jeder der dazu Fragen stellt oder in Beanspruchung des Rechts auf freies Denken und freie Meinungsäußerung eigene abweichende Vermutungen äußert, ein bitterböser, so gut wie sicher im Solde Putins stehender Verschwörungstheoretiker ist.
    Es gibt nur eine Bezeichnung dafür, nämlich lupenreine geistige Diktatur.

    Armselig, diese Weltsicht! Mehr als nur armselig, wenn sie Methode wird!
    Gefährlich, wenn sie zur allgemeinen Maxime, zur "Leitkultur" wird!

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    1. Der Fakten-Check ist ja nicht vollständig.
      Z.B. Punkt 6, die MH-17 wurde von einer russischen Buk-Rakete abgeschossen. Verantwortlich war der russische Generaloberst Nikolai Fedorowitsch Tkatschew (“Delfin“).
      https://bazonline.ch/ausland/europa/MH17Abschuss-Es-war-die-53-Flugabwehrbrigade-Russlands/story/15850337

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    2. Als Beweis oder "Überprüfung von Fakten" dienen also immer und ausschließlich Verlinkungen?

      Unter "Fakten-Check" versteht man also die ad infinitum fortgesetzte Verlinkung von Artiklen, natürlich immer nur von solchen, welche das was man beweisen möchte als Aussage enthalten und mit denen man dann wirklich meint beweisen zu können, was man selbst behauptet?
      Beeindruckend!

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  3. @ Bobby:
    »Der Verfasser des Artikels in der Aargauer Zeitung heißt interessanterweise Christian Mensch. Vielleicht ein Schutzname?«
    ;-) Wie der Schelm denkt ... (oder ist „Bobby“ etwa kein Schutzname?)
    Ich sag ja nix, ich frag ja nur… das ist ein Spiel, das offenbar auch Du gern spielst.
    In diesem speziellen Fall wird mir nicht klar: wozu soll es gut sein, Christian Mensch irgendwie verdächtig zu machen?
    Faktencheck mit Foto: Christian Mensch

    @Michael und Ton:
    Meint Ihr, es wäre besser, Ita Wegman und Elisabeth Vreede nicht zu rehabilitieren?

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    1. Nichts gegen eine Rehabilitierung. Aber gibt es auch schon eine Initiative der Goetheanum-Leitung ‘posthume Distanzierung von Steffen und Wachsmuth‘?

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    2. @ Ton:
      Wenn das erste nicht ohne das zweite möglich gemacht würde, sähe ich nichts Heilendes darin, sondern nur einen „Frontwechsel“.
      Aber das bleibt natürlich der AAG überlassen, deren Mitglied ich nicht bin und auch nie war.

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    3. Ton, diese Frage kam mir gestern auch als (quasi zwingende) logische Konsequenz.

      Außerdem müsste in einer Jenseitskonsultation erst mal erfragt werden, ob Ita Wegman und Elisabeth Vreede überhaupt rehabilitiert werden wollen, oder ob ihnen die Trennung mittlerweile erstrebenswert geworden ist...

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    4. Aber klar, Ingrid hat Recht: Heilung ist das einzig erstrebenswerte Ziel - darf eben nur kein Heftpflästerchen sein, wo das Blut durchschlägt...

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    5. Mal sehen, wie sich die Albert-Schweitzer Steffen-Mann Stiftung äußert http://asteffen.com Momentanen gibt's ein hübsches Zitat, dass LIEBE der Baustein für die neue Erde sei. Überraschung.

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    6. Nicht absolute Distanzierung, aber dennoch heilend.
      Es heisst “… dass in keinster Weise eine absolute Verurteilung der Persönlichkeiten Albert Steffen und Guenther Wachsmuth intendiert ist oder erfolgen darf“ … “die in einer unvermeidbaren Einseitigkeit nun über Jahrzehnte bestimmend blieben für die weitere Entwicklungsrichtung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft“

      Vgl. Ravagli, https://anthroblog.anthroweb.info/2016/1976-postume-rehabilitation-ita-wegman-und-die-menschheitsaufgabe-rudolf-steiners/

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    7. @ Ingrid

      "…wozu soll es gut sein, Christian Mensch irgendwie verdächtig zu machen?... "

      Vorweg: Das ist hier absolut kein "Spiel" sondern bitterer Ernst.

      Der Namen "Christian Mensch" finde ich nach wie vor bemerkenswert und würde sich sehr eignen als Schutznahmen. Meine Frage diesbezüglich, eine Frage sollte es aber sein da ich die Antwort nicht wusste und immer noch nicht weiß, war keine "Verdächtig-machung irgendwie". Es ist sehr nachvollziehbar und verständlich, auf gar keinen Fall irgendwie verwerflich oder bösartig, manchmal sogar zwingend erforderlich in unserem Zeitalter identitärer Bedrohungen, einen Schutznamen zu benutzen. Da wo ein Schutznahmen verwendet wird gibt es meistens, berechtigterweise, etwas zu schützen. So wie hier, nur ein Beispiel unter vielen:

      SRF-Moderator Jonas Projer auf Twitter massiv bedroht:
      "…Projer was machst Du Soros / NWO Funktionär wen die Volkspolizei dich endlich aus dem Verkehr zeiht? Mitten in der Nacht werden wir kommen und Dich richten!..."
      http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Arena-Moderator-Projer-auf-Twitter-massiv-bedroht-25870093

      Die negative Darstellung der Nutzung eines Schutznamens trifft ins Leere. Könnte sie sogar als eine Verdächtigung qualifiziert werden? Auch das wäre eine berechtigte Frage die sich für mich dabei aufdrängt. Meine Antwort darauf: Ohne Schutznamen würde ich hier nicht schreiben.

      "…Ich sag ja nix, ich frag ja nur…"

      Damit sollte gemeint sein, ich würde in dieser Hinsicht die "Methode Daniele Ganser" benutzen. Das kann doch nicht ernst genommen werden. Anonyme Kommentatoren, davon gibt es hier zahlreichen, benutzen dieses Scheinargument der verschwörungsmäßigen Verdächtigung unentwegt gegen mich und versuchen damit ihre eigenen Absichten in dieser Richtung zu verdecken. Ich beachte es inzwischen deshalb nicht mehr.

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    8. @ „bobby“:

      Nun - Christian Mensch steht mit Foto und Geburtsdatum dort, ich halte es für ein Gerücht, daß er aus Angst vor Verfolgung (wohl von „identitären Anthroposophen“?) einen Schutznamen gebraucht.

      Ich habe übrigens nicht das Geringste dagegen, daß jemand unter Pseudonym (und damit anonym) auftritt, finde es aber schon sehr merkwürdig, wenn so jemand dann immer wieder mit dem Finger auf andere Anonyme zeigt, als wäre es doch etwas „Verwerfliches“, nicht mit seinem vollen Namen zu dem zu stehen, was man schreibt.

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    9. Ja genau, bin auch der Meinung, dass es im höchsten Masse widersprüchlich und auch verwerflich ist, wenn man - so wie Bobby - selbst anonym bleiben möchte, anderen aber ihre Anonymität zum Vorwurf macht.
      Wenn man sich nicht persönlich kennt, spielt es absolut keine Rolle, ob ein Beitrag einem unverändert bleibenden, d.h. immer mit derselben realen Person verknüpften Pseudonym zugeordnet werden kann oder nicht.
      Danke Ingrid,für die klaren Worte!

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    10. Bobby hat niemanden einen Vorwurf gemacht, lediglich eine wertneutrale (höchstwahrscheinlich falsche) Vermutung aufgestellt.
      Aus seiner Vermutung klang sogar Verständnis heraus.
      Ihr macht Bobby hier unhaltbare Unterstellungen!

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    11. Nicht so sehr in obigem Beitrag, aber in der Vergangenheit ist Bobby immer wieder als Gegner anonymer Beiträge aufgetreten.
      Ich erinnere mich sogar an einen elend langen Beitrag, in welchem er versuchte zu beweisen, das bestimmte Artikel von einer bestimmten Person geschrieben wurden und er sich über die Anonymität der Schreiber im Allgemeinen echauffierte!
      Du müsstest als regelmäßiger Nutzer dieses Blogs dich daran erinnern Stephan! Sei ehrlich, sonst ergibt es keinen Sinn hier sich darüber auszutauschen.

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    12. »Aus seiner Vermutung klang sogar Verständnis heraus.«
      Ja - das habe ich zuerst nicht bemerkt, inzwischen hat Bobby das ja deutlich gemacht.
      :-) „Wertneutral“ kann ich ein solches Verständnis übrigens nicht finden – zeugt es doch von der Annahme, daß jemand, der anthroposophie-kritische Artikel in einer Schweizer Zeitung schreibt, Verfolgung zu fürchten haben könnte...

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    13. Anonym könnte jedoch z.B. mit “R.“ unterzeichnen.

      Noch zur Rehabilitationsgeschichte:
      “Die Generalversammlung des Jahres 1948 … beschloss nämlich einstimmig (!), den durch die Generalversammlung vom 14.4.1935 erfolgten Ausschluss eines Teiles der Mitglieder aufzuheben und diese einzuladen, sich wieder der Gesellschaft anzuschließen.“
      https://anthroblog.anthroweb.info/2014/1935-ausschluss-und-verbot/
      https://anthroblog.anthroweb.info/2014/1946-1948-verhaertete-fronten-und-keime-kuenftiger-versoehnung/

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    14. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    15. @ Ingrid, Stephan

      Im Beitrag wurde weder das "Gerücht" verbreitet, Christian Mensch hätte aus Angst vor Verfolgung von "identitären Anthroposophen" einen Schutznamen gebraucht noch wurde die Suggestion in dieser Richtung gelenkt. Auch keine Vermutung.

      Pseudonymität hat nichts mit Anonymität zu tun. In Gegenteil: Ein Schutznahmen wird verwendet zum Schutz der Würde der Persönlichkeit. Die Persönlichkeit bringt sich ein, ist ansprechbar und ist verfolgbar, sogar im juristischen Sinne. In der Anonymität schwindet die Persönlichkeit, ihre Würde verliert sich in der Identitätslosigkeit vernebelter Scheindiskussionen.

      Angst vor Verfolgung: In ein Staat wo "Soldaten" der Identitären, die Regierung stellen, sollte man sie haben, ja:

      http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-04/identitaere-bewegung-rechtsextremismus-neonazis-mitglieder

      Noch sind wir hier nicht soweit. Es geht aber nicht um Angst vor Verfolgung sondern um konkrete Bedrohungen, Rufmord und tatsächlich auch immer wieder um Übergriffe nicht verbaler Art. Sie zu verneinen oder zu verharmlosen wäre leichtsinnig und gefährlich.

      Bei den Anhänger Gansers, Davidsons, Meyers und Jebsens und ihre Cliquen, um die geht es hier, sind diesbezüglich schon jetzt regelmäßig ähnliche Reflexe wie bei den Identitären feststellbar. Ob Anthroposophen (wer sind denn "die Anthroposophen"?) sich als "identitären Anthroposophen" angesprochen fühlen sollten, mögen sie für sich entscheiden. Es gibt allerdings solche die ihre identitäre Identität mit Stolz verteidigen meinen zu müssen.

      Auf anonyme Kommentare und persönliche Angriffe antworte ich nicht.

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    16. @ Bobby

      »Ein Schutznahmen wird verwendet zum Schutz der Würde der Persönlichkeit. In der Anonymität schwindet die Persönlichkeit, ihre Würde verliert sich in der Identitätslosigkeit vernebelter Scheindiskussionen.«
      Das sehe ich nicht so.
      Die Würde eines virtuellen Kommentators liegt meiner Ansicht nach im Auge des Betrachters, also in diesem Fall des Lesers. Ob ein Kommentar einer echten Diskussion dient oder einer, wie Du es nennst, »vernebelten Scheindiskussion«, das hängt vom jeweiligen Argument ab und nicht davon, unter welchem Namen es gepostet wird.

      :-) Übrigens nehme ich auch nicht anonyme Kommentare nicht besonders ernst, wenn sie mir im „Scherzkeks-Modus“ verfaßt erscheinen – wie es hier ja immer wieder mal geschieht...

      Und:
      »Angst vor Verfolgung: In ein Staat wo "Soldaten" der Identitären, die Regierung stellen, sollte man sie haben, ja:«
      Nun - die Identitären, von denen in dem von Dir angegebenen link berichtet wird, haben diese Angst offenbar:
      »Es sei schlimm, wie Menschen mit seiner Haltung heute angefeindet würden, sagt er. Man müsse Angst haben, mit Steinen und Flaschen beworfen zu werden. "Das erinnert mich an die Frühphase der Judenverfolgung." Ein abenteuerlicher Vergleich, der Identitären-Funktionär zieht ihn ganz selbstverständlich.«

      Und auch Ali Can hatte sicherheitshalber vorgesorgt vor seiner Reise nach Sachsen:
      »Zwei Tage vor der Abreise bekam ich dann doch etwas Muffensausen, weshalb ich mich mit Kickboxern traf und mir einige Techniken beibringen ließ, um mich beispielsweise aus einem Würgegriff befreien zu können. Darüber hinaus besorgte ich mir eine schuss- und stichsichere Weste, die ich allerdings – um es vorwegzunehmen – kein Mal getragen habe, weil man sie unter jedem Pullover deutlich erkennen konnte. Aber daran wird klar, welch fantasievolles Kopfkino mich vor der Reise in Atem hielt. Wie hätte ich auch ahnen sollen, dass ich mich mit diesem ganzen Schutzschnickschnack auf dem Holzweg befand. Tatsächlich hatten mehrere Berichte über Ausschreitungen meine Wahrnehmung „des Ostens“ pauschalisierend gefiltert und mich verängstigt.«
      Allerdings – und das ist in meinen Augen der entscheidende Unterschied – kommt Ali Can dann zu der Erkenntnis:
      »Vorurteile sind eben kein rechtes Phänomen, und mangelnder Respekt gegenüber Andersdenkenden ist in jeder politischen Partei zu finden.«

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    17. "Pseudonymität hat nichts mit Anonymität zu tun..."

      Diese Aussage könnte falscher und verfehlter nicht sein. Ein Pseudonym ohne Anonymität des Inhabers wäre geradezu lächerlich. Es wäre dann ev. ein "Künstlername", oder eingeschränkt auch ein "Alias"-Name, aber keinesfalls ein "Pseudonym".
      Selbstverständlich wurden Pseudonyme immer schon gerade zu dem Zweck verwendet, anonym zu bleiben, auch um sich u.a. vor rechtlichen Schritten anderer zu schützen. Außerdem sind sie in vielen Bereichen, nicht nur in der virtuellen Welt, sondern auch in einigen öffentlichen und beruflichen Bereichen völlig gesetzeskonform.
      Diese Tatsache zu leugnen ist ein Paradebeispiel von "vernebelter Scheindiskussion", die Bobby so gerne vielen seiner Mitdiskutanten vorwirft.

      Diese ewige Regeln aufstellen, also z.B. "Anonyme müssten...., könnten.... sollten.... usw. usw. ......", noch dazu verbunden mit dem elitären Anspruch, wonach die selbst aufgestellten Regeln auf einen selbst bezogen gar nicht zu gelten hätten, weist ziemlich eindeutig auf eine gewisse mangelnde moralische Integrität hin.

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    18. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    19. @ Ingrid

      Es wurde zitiert:

      "…Ein Schutznahmen wird verwendet zum Schutz der Würde der Persönlichkeit. In der Anonymität schwindet die Persönlichkeit, ihre Würde verliert sich in der Identitätslosigkeit vernebelter Scheindiskussionen…"

      Es heißt aber im Text:

      "…Ein Schutznahmen wird verwendet zum Schutz der Würde der Persönlichkeit. Die Persönlichkeit bringt sich ein, ist ansprechbar und ist verfolgbar, sogar im juristischen Sinne. In der Anonymität schwindet die Persönlichkeit, ihre Würde verliert sich in der Identitätslosigkeit vernebelter Scheindiskussionen…"

      Der zweite Satz wurde im Zitat leider ausgelassen. Sie ist aber entscheidend in der Argumentation. Es sollte außerdem dabei einen Vergleich zwischen Pseudonym und Anonym in ihrer Gegensätzlichkeit erstellt werden.

      Ob der Namen ein Schutznahmen ist oder ob der Namen den bürgerlichen Namen entspricht, ist in der Tat für die Gesprächsinhalte und die Argumente unerheblich.

      Zu gute und schlechte Argumente gehört gerade die Persönlichkeit die sie einbringt dazu, statt die Scheinidentität der Anonymität. Im Monolog mag das anders sein. Eine abstrakte Summe von Monologen ergibt aber kein Gespräch. Die Persönlichkeit hat einen Bezug zum Inhaltlichen worauf sie in der Diskussion erkennbar angesprochen werden kann und soll. Vice versa. Die Persönlichkeit ist einmalig und unverwechselbar. Der Namen sollte es ebenso sein. Ohne Namen der Persönlichkeiten verflüchtigt sich ein Gespräch in einer Scheindiskussion der Ungreifbarkeiten. Im Extremfall ist das sofort ersichtlich. Wenn alle Teilnehmer sich mit gleichem Namen ansprechen ließen, nämlich Anonym, mit null Kennzeichnung als Unterschrift, wäre jedes Gespräch wo mehr als zwei Personen involviert sind sofort zum Scheitern verurteilt. In der Mischform, gestaltet sich der Gesprächsablauf problematisch, wenn einige Teilnehmer, je mehr umso ausgeprägter, für sich in Anspruch nehmen als "Unperson" aufzutreten. Außerdem empfinde ich es als eine Herabsetzung der Persönlichkeit der sich namentlich offenbart, wenn er sich mit namenlosen Unpersonen unterhalten soll.

      Die Identität der Persönlichkeit ist einmalig und unverwechselbar. Ich habe manchmal den Eindruck, dass gerade Identitären sich damit schwer tun.

      Der sonstigen Inhalt des Kommentares spricht für sich. Ich brauche ich mich deshalb dazu nicht äußern.

      Auch jetzt gilt: Auf anonyme Kommentare und persönliche Angriffe antworte ich nicht.

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    20. @ bobby:

      Zugegeben, ich habe vergessen, meine Auslassung im Zitat mit drei Punkten zu kennzeichnen.
      Ansonsten bleibe ich bei meiner Ansicht: für mich macht es keinen Unterschied, ob jemand pseudo- oder anonym auftritt. Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum sich jemand, der seinen Namen offenbart, in seiner Persönlichkeit herabgesetzt fühlen sollte dadurch, daß jemand anderer anonym schreibt, nicht aber dadurch, daß jemand anderer unter einem Pseudonym schreibt. Ich jedenfalls fühle mich weder durch das eine noch das andere herabgesetzt.

      "Die Persönlichkeit ist einmalig und unverwechselbar. Der Namen sollte es ebenso sein."
      Nun, wenn es Dir nur auf Unverwechselbarkeit ankommt, warum hast Dich dann auch (in Deinem vorigen Artikel) über eindeutig zuordenbare nicknames mokiert?
      Wenn das Auftreten mehrerer Anonymer im selben Gespräch das Verständnis zu erschweren schien, wurde bisher meist darauf reagiert, einmal durch Numerierung, ein andermal durch Unterschriften oder Initialen… das genügt mir vollkommen.
      Ich kann jedenfalls sehr gut damit leben und bin froh, daß es hier im Blog bisher keine Vorgaben gibt, wie ein Name »sein sollte«.

      So - und damit ist es für mich jetzt auch genug mit diesem Thema, let's agree to disagree.

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    21. @ Bobby,

      ".....wenn einige Teilnehmer, je mehr umso ausgeprägter, für sich in Anspruch nehmen als "Unperson" aufzutreten...."

      Ich verzeihe dir als offensichtlich Nichtdeutschem mal die fehlerhafte Formulierung obigen Satzes, der so wie er geschrieben steht einen sinnentleerten völligen Blödsinn darstellt.

      "Unperson" bedeutet in der deutschen Sprache eine schlechte, böse oder unerwünschte Person. Vielleicht meintest du ja so etwas wie "Nicht-Person", im Zusammenhang mit einem post der von einer spezifischen Persönlichkeit völlig abgekoppelt ist?

      Das muss allein schon daraus schlussgefolgert werden, dass niemand, auch kein anonymer Schreiber, wie du geschrieben hast, "für sich in Anspruch nehmen (will) als "Unperson" aufzutreten".

      Außerdem kommt es in Blogs, wo anonyme postings erlaubt und so wie hier gemäß Michael Eggert sogar erwünscht sind, nicht aufs Persönliche an, sondern wie auch Ingrid immer wieder betont, auf die Inhalte.
      Und niemand ist gezwungen oder auch nur angehalten, auf etwas was ihm nicht passt, zu reagieren oder gar persönliche Angriffe zu starten, wie es leider auch deinerseits öfters der Fall war.

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  4. Antworten
    1. Ja - das ist wirklich interessant.
      In seinem Buch The Righteuous Mind, über das ich hier geschrieben habe, widmet Jonathan Haidt der diesbezüglichen Überlegenheit der Konservativen ein ganzes Kapitel: "The Conservative Advantage".
      Haidt versuchte schon im Januar 2005, John Kerrys Wahlreden nachträglich umzuschreiben:
      Kerry pflegte die Fehler der Bush-Administration aufzuzählen und anschließend zu sagen "America can do better" oder "Help is on the way". In Haidts Version hätte Kerry stattdessen gesagt: "You gonna pay for that, George?" — und damit viele der neuen Bush-Programme nicht wie Großzügigkeit, sondern eher wie Ladendiebstahl aussehen lassen.
      Quintessenz:
      »Republicans understand moral psychology. Democrats don’t. Republicans have long understood that the elephant is in charge of political behavior, not the rider, and they know how elephants work. Their slogans, political commercials, and speeches go straight for the gut…«
      (Republikaner kennen sich aus in Moralpsychologie. Demokraten nicht. Republikaner haben schon lange begriffen, daß der Elefant das politische Verhalten bestimmt, nicht der Reiter; und sie wissen, wie Elefanten funktionieren. Ihre Slogans, politische Werbeeinschaltungen und Reden zielen direkt auf die Eingeweide/das Bauchgefühl –– :-) gar nicht so einfach, ein deutsches Wort zu finden, das hier dem englischen „gut“ entspricht).

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  5. Man kann sicher einiges an Rudolf Steiner kritisieren. Aber es ist gut, dass er sowohl die spirituelle Entwicklung als auch ökologisches Verhalten fördern wollte. In Wahrheit ist alles einfacher, als Rudolf Steiner es darstellte.
    Ein Mensch sollte seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Es ist wichtig, gesundheitsbewusst zu leben und sich unegoistisch zu verhalten. Es ist sinnvoll, die körperliche Leistungsfähigkeit zu vergrößern, diverse Herausforderungen zu meistern, die Natur zu schützen usw. Und dann sollte man sich morgens unmittelbar nach dem Aufwachen auf einen Wunsch konzentrieren und sich (nochmal) in den Schlaf sinken lassen. Durch Traumsteuerung (oder im halbwachen Zustand nach dem Aufwachen) kann man zu mystischen Erfahrungen (und Heilen wie Jesus) gelangen. Der Mensch (genauer: das Ich-Bewusstsein) kann mystische Erfahrungen nicht bewirken, sondern nur vorbereiten. Bestimmte Meditations- und Yoga-Techniken, Hypnose, Präkognition usw. sind gefährlich. Traumsteuerung ist auch ohne luzides Träumen (das u. U. gefährlich ist) möglich. Man sollte sich nur dann einen luziden Traum wünschen, wenn man durch Traumdeutung herausgefunden hat, dass man dafür die nötige Reife hat. Oder man kann sich vor dem Einschlafen wünschen, dass sich nur Dinge ereignen, für die man die nötige Reife hat. Es ist gefährlich, während eines luziden Traumes zu versuchen, den eigenen schlafenden Körper wahrzunehmen. Luzide Träume dürfen nicht durch externe Reize (Drogen, akustische Signale usw.) herbeigeführt werden. Man kann sich fragen, ob eine Zeitdehnung in Träumen möglich ist. Zudem, wie sich Schlaf-Erlebnisse von Tiefschlaf-Erlebnissen (und Nahtod-Erlebnissen usw.) unterscheiden. Die Bedeutung eines symbolischen Traumgeschehens kann individuell verschieden sein und kann sich im Laufe der Zeit ändern.
    Es sollte lange Sabbatzeiten (u. a. für Berufsgeschädigte) anstatt Rentenzeiten geben (denn es gibt kein biologisches Altern). Nicht-Berufstätige sollten in relativ kleinen Orten (insbesondere in Dörfern) wohnen. Berufstätige eher (aber nicht nur) in relativ großen Orten. Es ist sinnvoll, dort zu wohnen, wo man arbeitet (in Verbindung mit wirtschaftlicher Subsidiarität). Diese und weitere Maßnahmen (z. B. Fernkurse) führen dazu, dass fast alle Privatfahrzeuge (nicht Firmenfahrzeuge) überflüssig werden. Es ist sinnvoll, überflüssige Dinge (nicht-leistungsgerechte Vermögen, Kreditwesen, Werbung, Urlaubsindustrie, Luxusgüter, Rüstung usw.) abzuschaffen. Der MIPS muss gesenkt werden (moderne Verfahren erhöhen die Recyclingquote, ein Öko-Auto fährt über 3 Mio. km, ein 1-Liter-Zweisitzer-Auto spart Sprit usw.). Ein Mensch kann im kleinen und einstöckigen 3-D-Druck-Haus (Wandstärke ca. 10 cm) mit Nano-Wärmedämmung wohnen. Wenn die Menschen sich ökologisch verhalten, kommt es zu einer günstigen Erwärmung im Winter (siehe Wikipedia „Zeitreihe Lufttemperatur“, Messwerte in Dekaden). Denn das Klima ist (so wie das Leben) in der Lage, sich positiv weiterzuentwickeln. In der Medizin sollte u. a. die Linsermethode gegen Krampfadern (auch dicke) eingesetzt werden. Es ist wichtig, den Konsum von tierischen Produkten (und Süßigkeiten und Eis) zu reduzieren oder einzustellen. Hat man eine bestimmte Reife, kann man sich vegan ernähren oder von Urkost ernähren (oder sogar fast nahrungslos leben). Die berufliche 40-Stunden-Woche kann durch die 4-Stunden-Woche ersetzt werden (Lohnausgleich erfolgt nur zu einem kleinen Teil). Wenn die Menschen sich richtig verhalten, werden die Berufe zukünftig zunehmend und beschleunigt (!) beseitigt.

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    1. @ Öko-Theosoph:
      »Wenn die Menschen sich richtig verhalten, ...«
      Und was geschähe in Deinem Szenario mit Menschen, die sich nicht »richtig« verhalten?

      »(denn es gibt kein biologisches Altern)«
      Ah. Ich frage mich ja schon länger, ob Du noch ein Mensch bist oder schon ein Bot, der sich immer richtig verhält...

      :-)

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    2. @ Ingrid H.
      Menschen, die sich nicht richtig verhalten, haben unnötig viel beruflichen Stress. Die Gefahr von Arbeitsunfällen ist höher, wenn ein Mensch z. B. mehr Stunden arbeitet als nötig.
      Das sogenannte "Alter" ist darauf zurückzuführen, dass ein Mensch nicht gesundheitsbewusst lebt. Oder das "Alter" ist auf berufliche Probleme zurückzuführen. Stirbt ein Mensch, obwohl er keine beruflichen Probleme gehabt hat, so ist der Tod nichts Negatives. Sondern es gibt ein besseres Leben nach dem Tod.

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    3. @ Öko-Theosoph:

      Ah ja.
      Menschen, die sich nicht »richtig« verhalten, sterben also in dem von Dir entworfenen Szenario (man könnte vielleicht auch sagen: sie werden »zukünftig zunehmend und beschleunigt (!) beseitigt«) --- und das macht auch gar nix, denn nachher haben sie dann eh weniger Stress und überhaupt ein besseres Leben.

      Danke - das genau wollte ich wissen.

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    4. @ Ingrid H.
      Wollen Sie mich absichtlich falsch verstehen?
      Wenn ein Mensch durch einen Arbeitsunfall ums Leben kommt (oder z. B. durch Zigarettenrauchen) kann der Tod etwas Negatives sein. Aber wenn ein Mensch "friedlich einschläft", ist der Tod etwas Positives.

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    5. @ Öko-Theosoph:
      Also schön, nochmal nachgefragt:

      Wieso sollte in Ihrem Szenario ein Mensch, der sich immer »richtig« verhält, daher keinen Stress hat, immer gesund ist und auch biologisch nicht altert — wieso sollte ein solcher Mensch überhaupt jemals »friedlich einschlafen«, und inwiefern wäre sein Leben nach seinem Tod ein »besseres«?
      Und: wäre der Tod für Menschen, die sich nicht »richtig« verhalten, deshalb etwas Negatives, weil diese Menschen dann nach dem Tod kein besseres Leben hätten, sondern ein schlechteres?

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    6. @Öko-Theosoph
      Wenn ein Mensch bei der Arbeit friedlich einschläft, ist die Arbeit etwas Positives.

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    7. @ Ingrid H.
      Ein Mensch, der sich um richtiges Verhalten bemüht, kann trotzdem berufliche Probleme haben (aber relativ wenige).
      Wenn es gelänge, berufliche Probleme ganz zu beseitigen, könnte ein Mensch im Prinzip ewig leben. Dann befände sich der Mensch allerdings ewig in einer relativ materiellen Welt. Im Leben nach dem Tod befindet sich der Mensch in einer mehr geistigen Welt. Deswegen kann der Tod etwas Wünschenswertes sein.

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    8. @Öko-Theosoph

      Ein Mensch, der sich um ein richtiges Schnarchverhalten bemüht, kann trotzdem berufliche Schlafprobleme haben.
      Wenn es gelänge, die Fünftagewoche und den Achtstundentag zu beseitigen, könnte ein Mensch im Prinzip ewig schlafen. Dann befände sich der Mensch allerdings dauerhaft in einer relativ ungemütlichen Welt. Das Leben nach der Arbeit würde dann jedoch überhaupt nicht existieren.
      Deswegen kann der Feierabend etwas Wünschenswertes sein.

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    9. @Öko-Theosoph

      Es kann auch sein, dass man mal aufwachen muss um den Aschenbecher zu leeren, welcher vom Zigarettenrauchen der Kollegen vollgeworden ist.
      Mann kann vieles an Rudolf Steiner kritisieren, aber es ist gut, dass er durch seine Vorträge den Schlaf fördern wollte.

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    10. Und wenn ein Mensch das beherzigt, was der Öko-Theosoph uns "empfiehlt", wird endlich diese lästige Menschheitsgeissel der Freiheit überflüssig und geistige Deformierung auch was Positives!

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    11. Ich lebe seit Monaten beherzigt streng-orthodox nach den Empfehlungen des Öko-Theosophen. Erst seither habe ich Zugang zu Steiner gefunden. Vorher war Steiner für mich nur Lektüre zum Zeittotschlagen, währen ich gewartet habe, bis der Aschenbecher wieder vom Zigarettenrauchen vollgeworden war und ich mich wieder meiner Lebensaufgabe, dem Aschenbecherleeren widmen könnte.

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    12. @ ökoholic,

      Kopf hoch, viele deiner Träume sind ja schon längst Realität,
      das 3 Mill. km - Auto zum Beispiel, und das schon seit 20 Jahren.

      http://www.autobild.de/artikel/mercedes-benz-240-d-mit-kilometerrekord-47135.html

      Deutsche Qualitätsarbeit eben, aber so ganz ohne Arbeit wird man's nicht kriegen. Oder hast du da auch so ein Geheimrezept, so in die Richtung "herbeiträumen" oder ähnliches?

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    13. @ Anonym
      Es wäre schön, Sie würden sich ein Pseudonym zulegen. Damit ich Sie besser ansprechen kann.
      Ich habe nicht geschrieben, dass die Menschen gar nicht mehr arbeiten müssen. Ich habe nur geschrieben, dass die Menschen weniger arbeiten müssen, wenn sie sich ökologisch verhalten. Gar nicht zu arbeiten ist vielleicht für jemanden möglich, der sich von Urkost ernähren kann und in Zentralafrika wohnt, wo es keine Kälte gibt (und man evtl. auch auf ein Haus verzichten kann).

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    14. "Pseudonym" hör ich da?

      Bobby etwa als "Öko-soph"?

      Anscheinend eine verdammt heiße Spur.
      :))))))

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    15. Echt dumm, dass wenn einem die Urkost nicht schmeckt, man gezwungen ist zu arbeiten....

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    16. Gottkaiser des Galacktischen ImperiummsMittwoch, 14. Februar 2018 um 12:49:00 MEZ

      Der Weltraum, nah und fern, bietet künftigen Generationen große Aufgaben. Der Mond ist gefüllt mit Rohstoffen, der Mars ist zu begrünen. Die geleeartigen Wasserschichten dort kann man bald auftauen, damit Menschen etwas zu trinken haben, während man eine neue Atmosphäre schafft, damit Menschen dereinst auf dem Mars etwas zu schnaufen haben. Sogar auf dem Mond soll Gold und Wasser sein. Gold ist auch wichtig, damit der Mensch im All etwas zum Bezahlen hat.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Wasservorkommen_im_Universum
      https://derstandard.at/2966862/Machbarkeit-einer-Mars-Begruenung-getestet
      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13491253.html
      Da wir Menschen so sind, wie wir sind, hätten wir die nötigen Mittel, zuerst einmal ins Planetensystem, später auf Exkursionen zu anderen Sternen mit erdähnlichen begrünbaren Planeten hin mit Trinkwasser und Atmosphären und Bodenschätzen wie Edelmetallen Wirtschaftswachstum, Ökonomie und Ökologie zu exportieren, um dort denkwürdige Kriege und Friedensverträge miteinander zu inszenieren.

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    17. Gibt's auf dem Mars auch einen Zweig?

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    18. Gottkaiser des Galacktischen ImperiummsMittwoch, 14. Februar 2018 um 18:47:00 MEZ

      Ein Marsipulamianeum werden wir begründen.

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    19. Buddhanum soll es heißen und auf dem 26 km hohen Olympus Mons soll es stehen und aus unbrennbarer Gelatine soll es modelliert sein...


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    20. Und der 'Steiner' heißt da natürlich 'Gelatiner', denn mit dem Begriff 'Stein' kann man auf dem Mars absolut nichts Anschauliches in Verbindung bringen.
      Darum werden wir mit unserer Idee da oben auch nicht 'steinreich', sondern 'gelatinereich'.

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    21. Irgendwie könnte ich mich daran ergötzen, alle Universophen und sonstigen Verspotter Rudolf Steiners dort auf dem Mond in einem endlosen Meer aus Gelatine bis zum Halse drin steckend, gefangen und vergeblich strampelnd zu sehen.

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    22. Das ist der mehr als gerechte Lohn des anonymen Samenkornanglotzers, dass er das 'vergebliche Strampeln' seiner Zeitgenossen als ergötzenden Mehrwert seines Daseins empfinden darf.

      Anthro lohnt sich noch mehr als LIDL - auch dann, wenn man damit mangels spiritueller Reichweite bereits auf dem Mond notlanden muß.
      Vom Mars war die Rede, ist aber egal - schließlich geht's um's Ergötzen - der Rest ist Sternschnuppe.

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    23. Vorstandsvorsitzender der Allgemeinen Universophischen GesellschaftDonnerstag, 15. Februar 2018 um 19:03:00 MEZ

      Aber man könnte auf dem Mond für Reichweitepflegebedürftige ein Herzogtum Niederhausen einrichten - mit Gelatinepool fürs Marsfeeling...

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    24. Was ist schon ein Herzog gegen so einen allmächtigen Vorstandsvorsitzenden?

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    25. Als Vorstandsvorsitzender habe ich nur den Auftrag, alles in meiner MACHT stehende zu unternehmen, um das allgemeine universophische Ergötzen zu gewährleisten.

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    26. Mitteilungsblatt der Allgemeinen Universophischen GesellschaftDonnerstag, 15. Februar 2018 um 23:37:00 MEZ

      Was in der Gesellschaft vorgeht

      Im Vorstand der Allegeinen Universophischen Gesellschaft ist der Antrag eingegengen, den Mann im Mond zu rehabilitieten
      Er wurde vor 500 Lichtjahren aus der Gesellschaft ausgeschlossen, weil er während einer sprachgestalterischen Übung in der Nase gebohrt hatte...

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    27. Was in den Hirnen guru-gläubigkeitsgeschädigter Pseudoanthroposophen vorgeht:

      Sich am sinnlosen Gestrampel eigener Gegner oder solchen der Anthroposophie im Allgemeinen zu ergötzen ist eine Sache.
      Sich aber an der persönlichen Verunglimpfung Rudolf Steiners selbst und ohne Ende zu delektieren eine völlig andere.

      Diese wirft ein bezeichnendes Licht auf die Persönlichkeitsentwicklung des jeweiligen Subjekts im Zusammenhang mit seinem Verhältnis zur Anthroposophie und daher auch zu Rudolf Steiner persönlich.

      Was sollte es denn für einen Sinn haben, Witze ohne Ende über die Anthroposophie und Rudolf Steiner vom Stapel zu lassen? Gibt es da nicht andere effizientere Möglichkeiten der Erheiterung?

      Da dies absolut keinen Sinn macht, es sei denn man wäre ein erklärter und dezidierter Gegner Steiners und der gesamten Anthroposophie und diese permanente Lächerlichmachung wäre zentraler Bestandteil des Kampfes gegen sie, lässt dies eigentlich nur darauf schließen, daß der Betreffende nicht in der Lage war, ein normales Verhältnis zu Steiner und zur Anthroposophie aufzubauen. Daß er sozusagen unter einem mental-geistigen Trauma leidet, dass die Folge der späten Realisierung der Tatsache ist, dass Steiner eben kein Guru, sondern ein ganz normaler Mensch war, wenn auch mit außergewöhnlichen geistigen Fähigkeiten.

      Denn was sollte es für einen Sinn haben, diesen großen Geist z.B. wegen seiner "Gelatine-Äußerung" nach mehr als 100 Jahren noch lächerlich machen zu wollen, die er sicherlich nicht aufgrund "geistiger Schau" tätigte, sondern aufgrund von damals irrigerweise als wissenschaftlich kolportierten Erkenntnissen Anderer einfach übernahm?

      Dieses Trauma der späten Erkenntnis, dass Steiner also kein Übermensch war, an den man sich kuscheln und der einem Sicherheit in allen Lebenslagen geben könnte, sondern ein auch irrender Mensch, wurde augenscheinlich nicht verkraftet, wenn heute ein derart aufsässiger und irrationaler Hass auf diesen Menschen gelenkt wird.

      Schade nur, dass diese irrlichtgesäumten Holzwege herumirrender anthroposophiegläubikeits-geschädigter Zeitgenossen in den endlosen Birkenwäldern des geistigen Sibiriens, heute noch dazu führen, sich einzubilden zu dürfen der Anthroposophie durch Verspottung seines Gründers einen Dienst zu erweisen.

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    28. Professor Dr. Mäusersich (Benehmensforscher)Freitag, 16. Februar 2018 um 13:06:00 MEZ

      Wenn man Verhaltensforschung mit Mäusen betreiben möchte, muss man Käse in den Käfig werfen und wenn man Verhaltensforschung mit gewissen Subspezies des Homo Sophens betreiben möchte, dann muss man eben Steiner in den Käfig werfen.
      Mit der Person Steiner und der Anthroposophie hat das so wenig zu tun, wie das Ampelmännchen mit dem Homo sapiens (welcher zur Unterordnung der Trockennasenprimaten gehört).

      Mehr von Professor Dr. Mäuserich gibt's bei KenFM

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    29. Russland (16 Millionen Quadratkilometer, 37.500 Kilometer Küste) sitzt in der Mausefalle der NATO, namentlich wegen der Einkreisung durch Norwegen, Estland und Lettland, etwa 3,5 Prozent der Landgrenze Russlands.

      http://www.zeit.de/2016/38/verschwoerungstheorie-russland-nato-einkreisung
      Mausfeld (2016), S.24, www.uni-kiel.de/psychologie/mausfeld/pubs/Mausfeld_Die_Angst_der_Machteliten_vor_dem_Volk.pdf

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    30. Der Prof. Dr. "Mäuser sich(!)",
      mausert sich aber dennoch nich!

      Zumindest kaum in eine positive Richtung, gibt er doch tiefe Einblicke in die betriebene katastrophale Zerstörungsarbeit am eigenen Geist, welche ein Objekt aufschlussreicher Forschungen über die Verhaltensweisen von an der Anthroposophie gescheiterten Geistern darstellen könnte.

      Lieber Professor, ist es nicht vielmehr so, dass jeder der im öffentlichen Raum "Verhaltensforschung" betreibt, selbst zum Objekt der Beurteilung des eigenen Verhaltens seitens aller Zuseher wird?

      Jedenfalls spreche ich Ihnen mein aufrichtiges Kompliment aus, denn es stellt sicherlich eine kaum zu übertreffende Glanzleistung dar, wenn ein Vorführobjekt meint, selbst ein Verhaltensforscher zu sein, in dem Sinne, daß sein sich selbst disqualifizierendes Verhalten genau das Gegenteil von dem sein sollte, was es wirklich ist......
      Man könnte auch sagen, wenn man überzeugt ist, der "in den Käfig geworfene Steiner" habe gar nichts mit dem Gründer der Anthroposophie zu tun.
      Da ja eindeutig nachvollziehbar ist, dass jedwede öffentliche Assoziation Rudolf Steiners mit dem "hingeworfenen Käse" unbeabsichtigt und rein zufällig ist, jedenfalls nur im Auge des böswilligen Betrachters stattfindet und im Übrigen ein Segen für die Anthroposophie ist.
      Mich dürstet zugegebenermaßen nach noch viel mehr an solchen Weisheiten, gestehe mich an diesen Bauchlandungen zu ergötzen und freue mich schon auf weitere! Nur Mut und besten Dank im Voraus!

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    31. Das große Ergötzen von BerlichingenFreitag, 16. Februar 2018 um 16:29:00 MEZ

      'ist es nicht vielmehr so?'

      Doch, lieber Anonym, es ist 'vielmehr so' und sogar noch viel, viel mehr so, als Sie sich das überhaupt vorstellen können.
      Für den Homo Sophens ist nämlich immer alles 'viel mehr so' und 'alles ganz anders'.
      Dinge und Zusammenhänge, welche einfach nur 'so sind, wie sie sind', haben auf den Homo Sophens die gleiche Wirkung, wie das Sonnenlicht auf einen Vampir.

      Beweisende Vertreter dieser Wirklichkeitsauffasssung sind Infragestellungsgrößen wie Daniel Gänserich, Kenchen Kaffe und Professor Mausefalle.

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    32. Geschätzter Professor Mausefalle,

      einen kleinen Unterschied gibt es aber schon, bzgl. des "Infragestellens".
      Während Daniel und Ken vorwiegend Gott und die Welt in Frage stellen, also was ihre Gegner, die politisch Korrekten dafür halten, stellen Sie einzig und allein sich selbst in Frage, lieber Professor!

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    33. Halten Sie das für einen spirituellen Irrweg, wenn man 'sich selbst in Frage stellt', bis nur noch das Wesentliche (im schlechtesten Falle also nichts) übrig bleibt?

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    34. Bei manchem würde dann vielleicht wenigsten ein schönes Katzenfoto oder eine Amazon-Rezension es geistige Essenz zum Vorschein kommen.

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    35. Es gibt endlich wieder ein sehr gutes neues Buch von Holger N.: "Hingabe". Seltsam ist, dass die Protagonistin "Rahel" heisst; das erinnert an unsere "Rebecca" - beide Namen stammen aus dem abrahamitisch-jüdischen Mysterienstrom. Gibt es eventuell karmisch-okkulte Verbindungen zu Stephan B., der ja mit "Rebecca" inzwischen liiert zu sein scheint...?

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    36. Wusste ich's doch: Der Fleischbeschauer mischt auch mit!

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    37. Falls Rebecca irgendwann ein Kind von Dir bekommt und es ein Sohn wird, könntet ihr es Daniele nennen, wie dieser eine Friedensforscher, gut wäre natürlich auch Daniele-Bobby.

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    38. Was Herr Scherzog in seinem einsamen Kämmerlein wieder für Sorgen hat...

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    39. Ja...Aus Liebe zur Wahrheit: "Russiphobe" Statistiken von "unserem" Ministerium.
      Bild:
      https://scontent-frx5-1.xx.fbcdn.net/v/t31.0-8/27982696_188196718448786_1107251931937551225_o.jpg?oh=a6d057c5874e14d8a2fee43e422ba242&oe=5B1DFA5B

      Quelle
      Ministry of Love
      https://www.facebook.com/miniluv.ru

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    40. Ja, sehr verlässliche und vor allem im wissenschaftlichen Sinne zitierbare Quelle.

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    41. Wichtige Zusatzinfo: Es gibt tatsächlich schon einen "Daniele Bobby" !!! - Auf Facebook entdeckt (Daniele Bobby Ianotti) scheint mir ein Italiener zu sein (die sind ja häufig auch irgendwie verdächtigt) Auf dem ersten Bild seines Profils küsst er einen Mann.

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    42. Ein (Eis)hockeyschläger-Kurve für Russophobie (eigentlich Kremlphobie oder Silowikiphobie)

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    43. Dazu gibt es glatt eine Goldmedaille!

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    44. Ebenfalls: Aus Liebe zur Wahrheit: Der "liebe" Professors Doktor Mäuserich.

      So sieht es einer unserer anonymen "Unpersonen". In einer Lobeshymne an seinen "lieben Professor" ("kaum zu übertreffende Glanzleistung"), "dürstet" er nach noch viel mehr seiner "Weisheiten". In ungekannter Freimütigkeit gesteht er sich an den "Bauchlandungen" der Egoisten zu ergötzen und sieht sie "in einem endlosen Meer aus Gelatine bis zum Halse drin steckend, gefangen und vergeblich strampelnd…"

      Unser Anonym mag es besonders bildnerisch-plastisch in seiner Darstellung. Und er erfüllt damit natürlich zuverlässig seine eigene, wie immer absolut vorurteilsfreie wissenschaftlichen Kriterien.

      Nebenbei:
      Und regt sich über die Bezeichnung "Unperson" auf. Sie würde deutschvölkischen Sprachnormen nicht entsprechen. Das Wort Unperson wird allerdings laut Duden benutzt für eine "Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, die von Parteien, von den Massenmedien o.Ä. bewusst ignoriert wird".
      (Duden: https://www.duden.de/rechtschreibung/Unperson)

      Nun, das trifft hier im Egoistenblog, es muss gesagt werden leider, nicht zu. Allerdings: Wegen Spam-Attacken sind seine Postings seit heute anonym nicht mehr möglich, so ein Mitteilung des Bloginhabers. Ein ungeheuerlicher und nicht hinnehmbarer Eingriff der Gesinnungs- und Sprech-Polizei der Egoisten und einen nicht tolerierbaren Maß an Meinungsterror und Denkverbote, so wird Anonym sich lautstark beklagen und sich in seiner Lieblings-Opferrolle feiern. Dabei hätte er gerade so spektakuläre Untersuchungsergebnisse identitärer Wahrheitsfindung offenlegen wollen…Dumm, dumm, dumm geht herum!

      Nochmals zum Begriff "Unperson": Im speziellen Zusammenhang notorisch-anonymer Wesenheiten, die den Egoistenblog heuschreckenartig bevölkern, sollte dieser Begriff in der Darstellung des Kommentators Bobby allerdings in einen spezifischen, sagen wir, in einer bildhaft-andersartigen, vielleicht sogar in einer leicht satirischen Beleuchtung erscheinen. Bedauernswerterweise haben anonymen "Unpersonen" identitären Zuschnitts, gerade dazu manchmal einen etwas erschwerten Bewziehung, so muss festgestellt werden.

      Unpersonen als anonym Ichlose Menschen, vielleicht sogar eine Art Heuschreckenmenschen?

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    45. Fortsetzung:

      Der Terminus Heuschreckenmenschen wurde schon bei Rudolf Steiner unter Anlehnung nach Motive in der Apokalypse des Johannes benutzt und verweist auf Menschen, die der Reinkarnation nicht unterliegen, sogenannte "Ichlose Menschen". "Damit ist eine von mehreren denkbaren Erklärungen für die derzeitige Überbevölkerung des Planeten Erde gegeben worden":

      "…Sie sind der Hans Kunz äußerlich im bürgerlichen Leben, weil die sozialen Zusammenhänge es so ergeben, aber der Leib ist so weit leer, dass ein starkes ahrimanisches Wesen drinnen wohnen kann. Man wird begegnen können ahrimanisch- dämonischen Wesenheiten. Der Mensch wird nur scheinbar der Mensch sein, der er ist…Da in ihnen kein Ich im menschlichen Sinn wohnt, liegt hier keine Reinkarnation vor, sondern die Menschenform ist erfüllt von einem Naturdämon, von einem Elementarwesen, das als solches wahre moralische Verantwortung nicht übernehmen kann. Es fehlt diesen Menschen, die nicht Ich-Träger sind, beispielsweise das heute eminent wichtige eigene Gewissen… Das sind diese Fälle, die immer häufiger vorkommen, dass Kinder geboren werden und Menschenformen da sind, die eigentlich in Bezug auf das höchste Ich keine Menschen sind, sondern die ausgefüllt sind mit nicht der Menschenklasse angehörigen Wesenheiten. Seit den neunziger Jahren schon kommen sehr viele Ichlose Menschen vor, wo keine Reinkarnation vorliegt, sondern wo die Menschenform ausgefüllt wird von einer Art Naturdämon. Es gehen schon eine ganze Anzahl alte Leute herum, die eigentlich nicht Menschen sind, sondern naturgeistige Wesen und Menschen nur in Bezug auf ihre Gestalt …"
      (https://anthrowiki.at/Ichlose_Menschen)

      Frei nach Nostradamus die Sichtweise einer extremistischen Webseite: "Und sie werden kommen, über das Meer wie die Heuschrecken, aber es werden keine Tiere sein. Machen wir uns nichts vor, selbst wenn nichts von dem, was Nostradamus vorausgesagt hat, eintreten sollte, heißt das nicht, dass wir in Europa noch einmal davonkommen, denn die von USrael ferngesteuerten und inzwischen regelrecht amoklaufenden professionellen Politverbrecher fast überall in Europa – in Bezug auf Migration vielleicht mit Ausnahme von Ländern wie Bulgarien, Polen und Ungarn – werden uns nur allein mit ihrem Invasionswahnsinn einen Albtraum bescheren, der erst dann enden wird, wenn wir diese geisteskranke, verkommene Politkaste dahin schicken, wo sie hingehört."

      Die Gansers, Davidsons, Meyers, Jebsens und Mäuserichs hätten es nicht packender formulieren können.

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    46. @ bobby:
      »Ein ungeheuerlicher und nicht hinnehmbarer Eingriff der Gesinnungs- und Sprech-Polizei der Egoisten und einen nicht tolerierbaren Maß an Meinungsterror und Denkverbote, so wird Anonym sich lautstark beklagen und sich in seiner Lieblings-Opferrolle feiern.«
      Da bin ich gespannt.
      Ich halte es für wahrscheinlicher, daß Anonym erkennen wird: das Sperren für anonyme postings hat nichts mit Gesinnungspolizei zu tun, sondern, wie der Blogbetreiber auch andeutet, mit wiederholten Spam(Werbung)-Postings (die längst gelöscht wurden, sodaß sie hier nicht mehr zu sehen sind).
      Ich nehme an, daß es sich - wie auch schon früher - um eine vorübergehende Sperrung handelt.

      Wer sich gern vor Heuschreckenmenschen fürchtet, darf sich also getrost weiter fürchten, daß sie auch hier im Blog auftauchen könnten.

      :-)
      LG, i.

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    47. @ Ingrid

      Es ging um sog. "Identitätsforschungen" mit entsprechenden Mutmaßungen zu Personen die hier posten, heute Vormittag von Anonym online gestellt, danach wurde der Kommentar entfernt. Darauf hatte ich mich bezogen ("…spektakuläre Untersuchungsergebnisse identitärer Wahrheitsfindung…"). Ich habe es hier vorliegen. Eindeutig kein Spam.

      Auch ich bin gespannt ob da noch etwas kommt…

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    48. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    49. @ bobby:

      Ach so. Das hatte ich, ob der tatsächlich auch geposteten Spams, übersehen.
      Nun - wenn in diesem mittlerweile gelöschten anonymen Kommentar von heute Vormittag nicht der facebook-Name eines Menschen genannt gewesen wäre, der mit alledem hier nicht das Geringste zu tun hat, dann hätte ich dafür plädiert, den Kommentar stehenzulassen.
      Er hätte ganz gut zu früheren Mutmaßungs-Kommentaren über andere Personen gepaßt (übrigens auch von Dir verfaßte) – wenn er auch nicht nur eindeutig ironisch gemeint, sondern auch für denjenigen, über den gemutmaßt wurde, nicht ehrenrührig war, im Gegensatz zu so manchem der erwähnten früheren Kommentare, die nicht gelöscht wurden.

      :-) Wer unter einem Pseudonym auftritt, tut gut daran, mit Mutmaßungen über seine Identität zu rechnen...

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    50. Da habe ich einen Anonymen zu viel als Spam gekennzeichnet. Ich nehme das wieder zurück.

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    51. @ Ton

      "…Ein (Eis)hockeyschläger-Kurve für Russophobie (eigentlich Kremlphobie oder Silowikiphobie)…"

      Hier ist der vollständigen Artikel zum Bild "Russophobia"

      "Putin At War: How Russia Weaponized “Russophobia” - The Kremlin argues its critics are insane"
      15.02.2018

      https://medium.com/dfrlab/putinatwar-how-russia-weaponized-russophobia-40a3723d26d4



      Und ein Interview im heutigen "Bund" (CH) mit Anton Schechowtsow
      "Putin will die Einheit und die Stärke des Westens zerstören"
      17.02.2018

      https://scontent-frx5-1.xx.fbcdn.net/v/t31.0-8/27913375_10211421293943835_2443087253786674704_o.jpg?oh=52132f398a0759c830e91521f88f3cae&oe=5B180F14

      in

      https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10211421293943835&set=a.2016598130390.2103918.1106964109

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    52. Ergänzung, USA-bezogen, auch vom heutigen Tag:

      US-Anklage gegen 13 Russen
      Operation "Translator"
      17.02.2018

      Moskaus Agenten sind enttarnt: US-Sonderermittler Robert Mueller legt in einer Anklageschrift erstmals präzise offen, wie Russland versuchte, die US-Präsidentenwahl zugunsten von Donald Trump zu beeinflussen.
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/robert-mueller-klagt-13-russen-an-so-arbeiteten-sie-fuer-donald-trump-a-1194021.html

      Die Anklageschrift gegen 13 russische Staatsbürger in Original:
      https://www.justice.gov/file/1035477/download

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    53. Schechowtsow wird 2018 weitermachen:
      “Ich möchte deshalb als nächstes Projekt die Beziehungen Russlands zu den grossen linken und rechten Parteien im Westen untersuchen. Ich halte diese Beziehungen für wichtiger als zu den extrem rechten Parteien.”

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    54. Ja Ton, extrem wichtig, würde ich meinen.
      Die Beziehungen Russlands zu den großen linken und rechten Parteien im Westen sind aufklärungsbedürftig, gerade und vor allem auch in Deutschland:

      Die FDP
      Lindner und Kubicki, die Apologeten des Kreml, sie waren die Verhandlungsführer bei Jamaika für die FDP. Meine These: Im damaligen Koalitionsvertrag sollte festgeschrieben werden, dass die Nord-Stream-Pipeline nicht fortgesetzt werden soll, auf Betreiben der Grünen. Mit Moskau war dieses nicht machbar. Folge: Lindner und Kubicki haben die Koalition platzen lassen, ohne wirkliche Begründung in allerletzter Minute.

      Die SPD
      Die Verbindungen zu und die Einflussnahme durch den Kreml auf die SPD sind unübersehbar. Schröder, Putinversteher par excellence ('Ich vertraue Wladimir Putin' ) und führender Vertreter der Gas und Ölindustrie im Auftrage des Kremls, mit dabei seine ihn ergebenen Hannover-Connection (an prominenter Stelle Sigmar Gabriel, er sollte Statthalter Putins in der großen Koalition werden) haben nichts unversucht gelassen eine andere Ausrichtung (eine Pro-Europa-Orientierung, keine Festlegung einer Position zum Nord-Stream) der neuen Regierung zu unterminieren und zu verhindern. Jetzt gibt es Vorwürfe, der Vorsitzender Kevin Kühnert der Jusos habe russische Hilfe für eine Social-Media-Kampagne gegen eine neue Große Koalition angenommen. Die Stimmung in der Partei und im Wahlvolk ist entsprechend aufgeheizt.

      Die CDU/CSU
      Auch der ehemalige Chef der Jungen Union, Philipp Mißfelder, wurde von den Russen gekauft bevor er dann in 2015 völlig unerwartet mit 35 Jahren verstarb. Todesursache bis heute ungeklärt.
      CSU-Urgestein Peter Gauweiler spricht sich im Sputnik-Exklusiv-Interview für eine Aufhebung der Russland-Sanktionen aus. Auch zu Präsident Putin hat er eine klare Meinung: "Ich find' den Putin gut, ich würde ihn wählen" Auch die sonstigen Partei-Oberen pflegen ein exklusives Verhältnis zu Putin und zur Kreml-Mafia.

      Die Grünen
      Neben der Merkel-CDU sind die Grünen als Putin-kritisch einzustufen und stellen sich gegen die Destabilisierungsversuchen Russlands gegen die EU. Sie erheben schwere Vorwürfe gegen Altkanzler Gerhard Schröder "der im Dienste Putins steht und staatsnahen russischen Konzernen die Tür zu den jeweiligen Wirtschaftsministern in Berlin öffnet", so sagte die Grünen-Abgeordnete Marieluise Beck, heute Mitgründerin des Politikinstituts Zentrum Liberale Moderne der Nachrichtenagentur AFP. Dass dies in Deutschland kaum Wirbel entfache, nannte sie "empörend".

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    55. Der Atlantic Council (amerikanische Denkfabrik) hat November 2016 einen englischen Bericht von Stefan Meister über Trojanische Pferde, u.a. in Deutschland herausgegeben. Über politische Parteien und über Netzwerke, wie Deutsch-Russisches Forum (Platzeck) und Petersburger Dialog (Schröder). DFRLab, der das Artikel über Russophobie publiziert hat, ist ebenfalls eine Atlantic Council-Organisation.

      “Under President Putin, these networks have taken on a different, more nefarious goal: to alter the rules of bilateral relations, influence German policy toward Eastern Europe and Russia, and impact EU decisions through influence networks in Berlin. These networks are purposely obscure, but still evident at the level of elite dialogue, in civil society, political parties, the economy, and the media.”
      http://www.atlanticcouncil.org/publications/reports/kremlin-trojan-horses, S. 12 f.

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    56. @ Bobby,

      "Und regt sich über die Bezeichnung "Unperson" auf. Sie würde deutschvölkischen Sprachnormen nicht entsprechen"

      Verzeihung, wenn ich mich wieder mal einmische, aber kannst du dir bei obigem unglaublichen Schwachsinn, den du da wieder mal zum Besten gegeben hast, überhaupt noch selbst ins Gesicht sehen?
      Wenn jemand auf die wünschenswerte korrekte Verwendung eines Begriffs gemäß den Regeln der deutschen Sprache hinweist, dann führst du das auf einen "deutschvölkischen" Zusammenhang zurück?
      Ich habe noch nie, zumindest in diesem Blog, einen dämlicheren Blödsinn gelesen!

      Laut Wikipedia beispielsweise ist Unperson "die Bezeichnung für einen unerwünschten oder für schlecht gehaltenen oder erklärten Menschen".
      Eine fragwürdige Verwendung des Begriffs "Unperson" betreibst demgemäß eindeutig du. Dies ist nicht nur durch obiges geradezu groteskes Zitat belegbar, sondern vor allem auch weil du jeden, der eine von deiner abweichende Meinung hat, sofort stereotyp eben als "Unperson", rechts, identitär usw. bezeichnest.

      Und geistige "Glanzleistungen" sind deine Verlinkungsorgien auch wahrlich keine, tragen sie doch entscheidend dazu bei, diesen Blog, der ein Diskussionsforum im Sinne einer Annäherung konträrer Standpunkte innerhalb der Anthroposophenschaft sein könnte anstatt die Spaltung weiter zu betreiben, zu einer einseitig-primitiven propagandistischen Echokammer werden zu lassen, deren wichtigste "Glanzleistungen" endlose langweilige Anti-Putin- Hetze und Russophobie sind.

      Schon ein bemerkenswerter Beitrag im Sinne der augenscheinlich gewollt betriebenen Spaltung anstatt sachlicher Auseinandersetzung um einzelne Standpunkte die zu einer offensichtlich nicht gewollten Annäherung führen könnte!!

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    57. "Gewollt betriebene Spaltung" ist durchaus nicht beabsichtigt- wozu auch. Aber dass Emotionen mitschwingen, erklärt sich vielfach doch dadurch, dass Menschen, die Jahre und Jahrzehnte lang - teilweise beruflich und mit einem spezifischen Freundeskreis- wegen der politischen Ausrichtung in Richtung paranoide Identitäre - verbunden waren mit der Anthroposophischen Szene, diese nun endgültig verlassen. Die Spaltung wird hier nicht herbei geredet, im Gegenteil. Es gibt Menschen, die sich wie im geistigen Exil erleben. Aber das Gefühl ist ganz klar: diese populistische, spekulative, rechte, schrille Esoteriker- Vereinigung kann man mit der eigenen Biografie nicht mehr verbinden.

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    58. "Geistiges Exil"

      ich halte es für maßlos übertrieben und einigermaßen realitätsfremd zu behaupten, die gesamte anthroposophische Bewegung oder auch nur weite Teile wären "gekapert" von Verschwörungstheoretikern, Rechten und sonstigen Schreckgespenstern aller Coleur.
      Subjektiv kann natürlich Verständnis dafür aufgebracht werden, wenn sich jemand aufgrund persönlicher Erfahrungen in seinem Umfeld nicht mehr geistig in der Bewegung beheimatet fühlt. Aber es stellt sich dann vor allem eine Frage.

      Warum lässt man die Anthroposophen dann nicht weiterhin Anthroposophen sein und zieht weiterhin seinen eigenen persönlichen Nutzen aus dem Erarbeiten und der Weiterentwicklung derjenigen "Anthroposophie", welche man für richtig und zukunftsweisend hält?

      Letzteres ist ganz offensichtlich aber auch nicht beabsichtigt, das ist der springende Punkt.
      Denn es kann ja schwerlich geleugnet werden, dass gerade in diesem Blog vielerorts Kritik und Lächerlichmachung nicht nur auf die Bewegung, Teile davon oder einzelne Exponenten gerichtet sind, was ja in vielen Fällen sehr berechtigt sein kann, sondern dass eben auch Rudolf Steiner persönlich immer wieder zum Objekt dieser Lächerlichmachung und pauschalen Verunglimpfung wird.

      Wer beklagt im "Exil" leben zu müssen, hat normalerweise irgendwelche Verbindungspunkte zu seiner Heimat, die er weiterhin pflegt und nicht missen möchte.
      Was aber ist mit jemandem, der zwar darüber klagt, gegenüber der anthroposophischen Bewegung in einer Art "geistigem Exil" leben zu müssen, trotzdem aber nicht nur die anthroposophische Bewegung selbst , sondern auch die Hauptverbindung, den Hauptvermittler und die Quintessenz seiner geistigen Heimat, also Rudolf Steiner persönlich, lächerlich macht und denigriert?

      Für mich entweder ein bemerkenswerter Widerspruch, oder aber eine nicht ganz offengelegte Methode zur endgültigen Zerstörung der alten Heimat, also jeder Art von Anthroposophie.

      Denn warum sollte ein wirklich und bewusst heimatlos Gewordener seine alte Heimat, d.h. in diesem Fall den Kondensationspunkt seines eigenen geistigen Werdegangs, sprich seine eigenen Wurzeln, zerstören wollen?

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    59. Ach, Herr Rudolf. Die von Ihnen herbei fantasierte „Anthroposophie“ als fixes System von Aussagen oder Positionierungen existiert überhaupt nicht… A. Existiert, so weit und inwiefern Menschen sie individuell realisieren. Das, wovon Sie ausgehen, ist ein ideologisierter Abklatsch. Die einzig komfortable anthroposophische Positionierung kann nur die innere Heimatlosigkeit sein. Lesen Sie doch mal diesbezüglich den Steiner, von dem Sie meinen, dass Sie ihn repräsentieren. Die Wurzeln, auf die Sie meinen sich berufen zu können, sind so illusionär wie Ihre Sympathien für autoritäre Herrscher. Aber, ganz zweifellos, sind Sie damit nicht allein.

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    60. Rudolf, sobald man versucht, den Blödsinn gewisser anthroposophischer Fraktionen vor dem Hintergrund der anthroposophischen Bewegung und Rudolf Steiner(s Werk) zu beleuchten, fällt der Schatten des Blödsinnigen eben auf den Hintergrund; das sind die Gesetzte der Lichtoptik, welche hier 1:1 übertragbar sind.
      Willst Du lieber das Licht aus lassen, damit bloß keine Schattenwürfe stattfinden?

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    61. Ich habe keinerlei Sympathien für autoritäre Herrscher. Habe mich in der Vergangenheit wiederholt als im weitesten Sinne freiheitsliebend und, mit Einschränkungen, als libertär empfindend geoutet. Vielleicht habe ich manchmal gewisse "demokratische" Herrscher auf dieselbe moralische Stufe mit autoritären Herrschern gestellt, sie mit solchen verglichen. Das mag sein. Denn nur die Etikette macht noch keine wirkliche Demokratie aus.

      Selbstverständlich gibt es viele Arten von Anthroposophie, von mir aus auch genauso viele wie es Anthroposophen gibt. Ich habe nie von der Existenz oder der Existenzberechtigung nur einer Art von Anthroposophie gesprochen. Auch hier muss ein Missverständnis vorliegen. Die Quintessenz aller Arten von Anthroposophie ist aber Rudolf Steiner selbst.

      Außerdem habe ich nie behauptet, ich würde Steiner repräsentieren. Ich achte und schätze ihn. Das ist alles.

      Selbst gewählte Heimatlosigkeit, also bewusste Loslösung von den eigenen Wurzeln, kann sicher etwas sehr Positives sein, da stimme ich überein. Darin also, dass man Anthroposoph sein kann, ohne mit anderen Anthroposophen oder einer offiziellen Organisation, z.B. der AAG in Verbindung zu stehen. Das ist sonnenklar.

      Worin ich allerdings nicht übereinstimme, ist aber die Möglichkeit, dass eine Loslösung von Rudolf Steiner - und noch weniger natürlich seine Lächerlichmachung - eine wie auch immer geartete "anthroposophische Positionierung" darstellen könnte.

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    62. Dann haben wir ja doch gemeinsame Standpunkte. Ich respektiere und schätze Rudolf Steiner, selbstverständlich, sehe mich aber durchaus respektvoll in der Lage, diverse Einseitigkeiten, Zeitgebundenheit oder Provinzialität bei ihm zu konstatieren.

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    63. Rudolf, es macht hier niemand Rudolf Steiner lächerlich!
      Aber das, was er gesagt hat, ist eben oft lächerlich - nicht, weil er selbst lächerlich ist, sondern weil er das, was er zu sagen hat, oft so weit auf die Erdenverhältnisse herunterbrechen muss, dass es lächerliche Gestalt annehmen muss.
      Das ist ein sehr schmerzhaftes Opfer vom ihm und von den geistigen Welten.
      Was wir hier betreiben ist, das ins Lächerliche gefallene spielerisch (im Sinne von Theater und durchaus auch im Sinne von Überspitzing) wieder vom Lächerlichen zu befreien.
      Methodisch gesehen so, wie man mit Traumata umgeht: Noch mal anschauen, also nochmal zur lächerlichen Verdichtung führen, um es dann befreit wieder in die ihm gebührende Ernsthaftigkeit einzugliedern...

      [Ich formuliere absichtlich nicht in der Vergangenheits-, sondern in der Gegenwartsform]

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    64. Ich kann das, Herr Birkholz, nur unterschreiben. Ich möchte nur hinzufügen, dass der Kern völlig unberührt bleibt, ja befreit wird, wenn Irriges wie blinde, unbeholfene Gefolgschaft ausgekehrt wird. Es geht darum, das Substantielle frei zu legen und die Phrasen zu Grabe zu tragen.

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    65. "Wenn Irriges wie blinde, unbeholfene Gefolgschaft ausgekehrt wird. Es geht darum, das Substantielle frei zu legen und die Phrasen zu Grabe zu tragen."

      Das Substantielle an der Anthroposophie ist Rudolf Steiner selbst. Er braucht heute nicht mehr "freigelegt" werden, sein Werk und seine Wirkung ist seit langem mitten in der Welt.
      Wer den Anspruch hat, das tun zu müssen, trifft ins Leere, wenn er sich damit nicht gar, bewusst oder unbewusst sei einmal dahingestellt, dem Kampf gegen heutige anthroposophische Zukunftsimpulse anschließt.

      "Irrige Gefolgschaft" austreiben ist das sinnvolle und ehrenwerte Eine, zu meinen aber durch Denigrierung der Person Rudolf Steiners, seine "Freischaufelung" oder was auch immer, dieses Ziel oder die "Freilegung des Substantiellen in der Anthroposophie" erreichen zu können, das ganz und gar unmögliche und daher nicht ehrenwerte Andere.

      "Phrasen Steiners" aus Kontexten der Vergangenheit, haben sich schon lange selbst zu Grabe getragen, da braucht es keine Schützenhilfe von "Avantgarde-Anthroposophen".
      Wer solche "Phrasen" nach heutigen Stand- und Gesichtspunkten beurteilt und weiterhin als solche ausgibt, begünstigt sicher nicht die von der Gegenwart ausgehenden anthroposophischen Zukunftsimpulse.

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  7. Der letzte Kampf der Anthroposophen:

    Streit bei den letzten Anthroposophen in der Schweiz
    Derzeit streiten Anthroposophen in der Schweiz um das politische Erbe der esoterischen Glaubensgemeinschaft. In Basel versuchen Steiner-Anhänger, sich mit Verschwörungsprominenz zu schmücken.

    Von Ansgar Martins
    Jungle World, 15.02.2018
    https://jungle.world/artikel/2018/07/der-letzte-kampf-der-anthroposophen

    Auszüge:

    "…Insofern ist es irreführend, wenn die Aargauer Zeitung einen durchaus informativen Bericht zu der Basler Tagung mit der Zeile »Verschwörungsmystiker wie der Basler Daniele Ganser kapern Rudolf-Steiner-Bewegung« übertitelt. Niemand muss hier gekapert werden. Eher versucht umgekehrt ein bestimmter Flügel der Anhängerschaft Steiners, bei der zeitgenössischen »Verschwörungsmystik« mitzumischen.

    Die Vorstellungen Thomas Meyers lassen dabei Ganser und Jebsen alt aussehen…Ein andermal legte sein Perseus-Verlag einen antisemitischen Klassiker wieder auf: »Das Rätsel des Judentums« (1931) des Wiener Anthroposophen Ludwig Thieben, der versuchte – frei nach Steiner und Otto Weininger –, seine eigene jüdische Abstammung spirituell zu »überwinden«. Die Neuauflage von 1991 enthielt ein Nachwort mit Meyers Ansichten über die »Menschheitsvölker« Deutsche und Juden. Letztere hätten Christus physisch hervorgebracht, aber tragischerweise geistig verkannt. »Von ähnlicher Größe und Tragik« könne »auch bei den Deutschen gesprochen werden«, die Christus geistig hervorbringen sollten, aber leider stattdessen die Juden ermordeten. Trotz allem sei Christus in den dreißiger Jahren übersinnlich wiedergekehrt, wofür vielleicht »durch die Leiden des Holocaust – innerhalb des Judentums immer mehr Menschen die Augen aufgehen«. Dann »könnte es gerade der beste, sich fortentwickelnde Teil des Judentums sein, der dem Deutschtum in Zukunft bei der Verwirklichung seiner wahren Aufgabe beisteht«…

    …Die Bedürfnisse der zarteren Gemüter befriedigt eher Markus Osterrieder, der 2014 eine umfangreiche Monographie über den Ersten Weltkrieg vorlegte und darin Steiners Kriegsmythen mit Quellen aus über einem Dutzend Sprachen garnierte. Als Beleg für die »okkulten Logen«, die Steiner hinter »Angloamerika« wähnte, präsentiert Osterrieder die Existenz okkultistischer und esoterischer Gruppierungen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Es ist verblüffend, welchen Aufwand Anthroposophen seit ihrer ersten Stunde betrieben haben, um den Mythos von der okkulten Beeinflussung des Ersten Weltkriegs am Leben zu halten, der erfunden wurde, um Bewegungen wie die ihre zu denunzieren.

    Eine entgegengesetzte Position bezieht die Frankfurter Zeitschrift Info3, die sich verschiedentlich von Verschwörungstheorien und Antisemitismus distanziert hat…Auf dem Blog der rechtsextremen Zeitschrift Sezession konnte man 2017 lesen, Info3 habe »den Weltgeist verraten und verkauft«, weil Heisterkamp diesen als kosmopolitisch definierte. Die Verfasserin dieser Replik, Caroline Sommerfeld-Lethen, war bis vor einem Jahr an einer Wiener Waldorfschule als Köchin beschäftigt und wurde wegen ihrer Texte für die Sezession suspendiert…

    …Neues hat hier seit 100 Jahren fast niemand gelernt. AAG und Waldorf-»Bund« verwalten hilflos ihren spirituellen Stillstand. Offen bleibt, welche der pro- oder antiwestlichen Fraktionen sich mittelfristig behaupten können – oder ob die Bewegung in ihre Bestandteile zerfällt…"

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  8. Martins übersieht leider die russischen Netzwerke, die Kremlphilie und das Dementieren des russischen Imperialismus bei Jebsen, Ganser, Meyer, Sommerfeld etc..

    Über Sezession, das Institut für Staatspolitik (IfS) und das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung noch:
    https://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/neurechte-winterakademie-in-der-ostdeutschen-provinz

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  9. @ Ton, bobby, usw….usw…

    es wird sicher stimmen, dass in Westeuropa „russische Netzwerke“ und andere Organisationen aktiv sind, welche versuchen die öffentliche Meinung in ihrem Sinne zu beeinflussen. Viele geschilderte Sachverhalte werden zutreffen, andere auch wieder nicht. Genauso wie es nicht zu leugnen ist, dass US-amerikanische oder „atlantische Netzwerke“ und Organisationen in Westeuropa wie auch in Russland in „westlichem“ Sinne aktiv sind.
    Das Entscheidende ist aber nicht das einseitige, unsachliche und propagandistische Hervorheben und Brandmarken einzelner Tatbestände, Fehler, Unzulänglichkeiten usw. , sondern - wenn schon - das Bestreben nicht pauschal Schwarz-Weiß-Malerei zu betreiben, also entweder sachbezogen einzelne Standpunkte und ideologisch untermauerte Absichten des (vermeintlichen) geistigen und politischen Gegners zu hinterfragen und wenn möglich (sachlich und wissenschaftlich diskursiv) auch zu widerlegen, oder im kooperativen Geist Annäherung und Ausgleich anzustreben, anstatt weitere Keile in die heute angebrachte weltweite Zusammenarbeit zu treiben und so weitere Spaltungen und Konflikte mit zu begünstigen.
    Die ewige Hetze gegen Russland ist in dem immer wieder und ohne Ende von Euch betriebenen Sinne höchst kontraproduktiv, ein heute sehr überwindungswürdiges und sogar gefährliches Instrument, arbeitet sie doch mit längst überholten und der heutigen komplexen Situation nicht mehr gerecht werdenden Standard-Schemata der Vergangenheit.
    Wir die Guten, da die Schlechten, hier die unsere Freiheit garantierenden Amis und „westlichen Bündnisse“, da die bösen Russen, wir die Demokraten, da die Diktatur, das alles greift heute nicht mehr, wird im Hinblick auf Problemlösungen weder der faktischen geopolitischen Sachlage noch dem geistigen Entwicklungsstand der heutigen Menschheit gerecht.
    Es ist nichts anderes als das alte System, das „divide et impera“, eine die Menschheit auseinanderdividierende Hetze, welche eine gefährliche Konfrontation und Eskalation begünstigt, deren Vermeidung eigentlich primäres Ziel eines jeglichen die gesamte Menschheit betreffenden und somit einzig und allein zukunftsorientierten geistigen Wirkens sein müsste.

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    1. Es liegt seit langem im Interesse rissischer Propaganda und subversiver, destruktiver Methoden der Beeinflussung, die Unterschiede zwischen europäischer Demokratie und dem KGB- Regime Russlands einzuebnen. Niemand mit Restverstand wird Ihnen diese Nivellierung abnehmen.

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    2. Die
      Feldmaus
      fasst die Mechanismen der Beeinflussungsmöglichkeiten und -machenschaften ja sehr gut zusammen. Das Debile daran ist, dass er die Hausmäuse glauben machen möchte, dass es nur die Falken sind, welche das Mäuschen mit ihrem Überblick aus luftigen Höhen bedrohen, wenn es sein Köpfchen aus dem Mauseloch streckt.

      Hast schon recht, Rudolf: Es ist sehr, sehr komplex und die Dummdreistigkeit besteht darin, dass die Mäusefeldherren die Zusammenhänge auf angestaubtes Psychowissen der vergangenen Jahrhunderte reduzieren um ihre geopolitischen Agitationen voranzutreiben...

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    3. @Rudolf

      Aber hier ergibt sich die Möglichkeit zu einer grundsätzlichen, exemplarischen Klärung vieler vergangener Dispute:

      Würdest Du alle, die für den Mäuseprofessor nur ein müdes Lächeln erübrigen können, als Feinde und Vernichtet der Anthroposophie bezeichnen, nur weil ein nicht unerheblicher Teil der Anthroposophenschaft auf seine vergammelte Cordhose fliegt?

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    4. Es geht nicht um die einseitige Nivellierung auf russisches oder westeuropäisches Niveau.
      Überall gibt es Bestrebungen, alles und jeden auf das eigene Niveau herunter- oder heraufzuholen, je nach Sichtweise, das ist klar. Das aber auf allen Seiten.
      Wichtig wäre vielmehr, wie mir scheint, der Wille zum Aufeinander zugehen und zur Zusammenarbeit in menschheitsrelevanten Fragen.

      Wenn man aber meint, das heutige Russland wäre auf demselben Niveau wie Nordkorea (so hört sich diese einseitige Anti-Russland-Hetze in ihrer reduzierenden und simplifizierenden Wortwahl an, pardon), verspielt jede Chance zur gewinnbringenden Kooperation und zum friedensstiftenden Ausgleich, politisch, ökonomisch wie geistig.
      Die heutige Menschheit hat in der Mehrheit und im Wesentlichen genug von rückwärtsgerichteten hasserfüllten Tiraden gegen andere Staaten, Völker, Systeme usw. Denn es dringt immer mehr ins kollektive Bewusstsein ein, dass dies in der Vergangenheit immer nur die Vorstufe zu sinnlosen Auseinandersetzungen bis hin zu Kriegen war.
      Sie erkennt zunehmend in der alten entzweienden Einteilung der Welt in Gut und Böse mit einer behaupteten aber nicht existenten haarscharfen klaren Trennlinie dazwischen nichts wirklich Zukunftsweisendes mehr.

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    5. Lieber Leser,

      ich bin mit der nachstehenden Passage von Rudolf in Übereinstimmung. Mit einer kleinen Änderung.

      Die gegenwärtigen Menschen, so sage ich das, denn die heutigen sind bereits die gestrigen, und nun Rudolf, ….“erkennen zunehmend in der alten entzweienden Einteilung der Welt in Gut und Böse mit einer behaupteten aber nicht existenten haarscharfen klaren Trennlinie dazwischen nichts wirklich Zukunftsweisendes mehr.“..........

      Warum sage ich das so? In die Zukunft weisend ist allein wie stets die Gegenwart. Wobei? Dabei, indem in ihr die Vergangenheit untergeht. Wofür? Für den Aufgang von Zukunftsimpulsen in der Gegenwart.

      Mithin:Die noch bestehende Trennung, in Gut und Böse, sie ist ein Geschehen „im“ Menschen. Also in dessen absolutem Willen.

      Folglich: Wären ausreichend weitere Menschen bereits dafür in der Verfassung, ein Selbstempfinden „ohne“ Negation des übrigen Weltgeschehens darzuleben, so bestünde für den Menschen selbst kein Anlass mehr dafür, das weitere Menschen das Gegengewicht, für den Aufgang der Zukunft in der Gegenwart, durch Negation bilden müssen. Diese Menschen würden in einem Akt der Gnade von ihrer Aufgabe wie „befreit“.

      Ob, in Folge, diese geschenkte Freiheit so ergriffen wird, dass sie weiterhin weitergereicht wird an die Vorgänge, denen gegenüber man geneigt ist, sie zu negieren, das liegt somit in der Freiheit derjenigen, die ihre Freiheit „zunächst“ als Geschenk empfangen haben.

      Also: Derjenige, der aus Freiheit über denjenigen herzieht, der „seine“ Freiheit anders darlebt, als „man“ es sich in seinem Kämmerchen wünscht, der macht im Grunde genau dasselbe wie derjenige, von dem man meint, über ihn herziehen zu müssen.

      Damit ist gesagt: Beim Negieren selbst ist es vollkommen gleichgültig, „was“ negiert wird. Gut und Böse ist somit lediglich eine Illusion der Tatsache, „das“ negiert wird. Seitens derjenigen, die ihr Selbsterleben eben dadurch zu erlangen meinen, das sie dasjenige, „im Selbst des Menschen“ meinen negieren müssen, das, wie bereits gesagt, ihnen in ihrem Kämmerchen gegen den Strich geht.

      ~ B.

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    6. Nein, es geht nicht nur um Selbstinszenierung und Selbstbezüglichkeit. Man kann nicht jegliche Haltung und jegliches Engagement darauf reduzieren, außer man möchte eine Art spirituellen Positivismus begründen. Dann aber ab in den Elfenbeinturm, und Schlüssel wegschmeißen!

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    7. Michael, meinerseits gesagt ist weder eine jegliche Haltung noch ein jegliches Engagement darauf reduziert oder verringert, das jemand sich in Selbstinszenierung und Selbstbezüglichkeit darlebt.

      Meinerseits ist gesagt, das ein jegliches Handeln im Menschen sich ereignet. Und „so“ ist es zunächst meinerseits anerkannt.

      Und damit ist gesagt - ich wiederhole mich:

      Beim Negieren selbst ist es vollkommen gleichgültig, „was“ negiert wird. Gut und Böse ist somit lediglich eine Illusion der Tatsache, „das“ negiert wird. Seitens derjenigen, die ihr Selbsterleben eben dadurch zu erlangen meinen, das sie dasjenige, „im Selbst des Menschen“ meinen negieren müssen, das, wie bereits gesagt, ihnen in ihrem Kämmerchen gegen den Strich geht.

      Weiterhin ist oben meinerseits bereits gesagt: Die noch bestehende Trennung, in Gut und Böse, sie ist ein Geschehen „im“ Menschen. Jetzt ergänze ich noch: Oder des Wesens, das keines Schlüssels bedarf.

      Abschließend: Wer negiert, verschließt sich selbst gegenüber dem Geschehen des Menschen, „in“ dem dasjenige sich ereignet, das man meint negieren zu müssen. Der Schlüssel dafür ist die geschenkte Freiheit.

      Daher sage ich oben:

      Ob, in Folge, diese geschenkte Freiheit so ergriffen wird, dass sie weiterhin weitergereicht wird an die Vorgänge, denen gegenüber man geneigt ist, sie zu negieren, das liegt somit in der Freiheit derjenigen, die ihre Freiheit „zunächst“ als Geschenk empfangen haben.

      Und, mit weitergereicht ist zugleich gesagt: Dafür, das das Andere im Menschen sich einem erschließen kann. Die „Tür“ geht also von innen auf. Eben aus weitergereichter Freiheit.

      ~ B.

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    8. @ Ton

      "…Martins übersieht leider die russischen Netzwerke, die Kremlphilie und das Dementieren des russischen Imperialismus bei Jebsen, Ganser, Meyer, Sommerfeld etc…"

      Ob er sie übersieht weiß ich nicht. Er erwähnt sie nicht, soviel steht fest. Die heutigen zeitgeschichtlichen Ereignisse gehören allerdings nicht zum Inhalt des Artikels der Aargauer Zeitung.

      Wer aber Augen hat, die sehen, und Ohren, die hören, und noch nicht vollständig verblendet ist von Kremlgelenkte Propaganda, die heute tatsächlich massiv und umfassend auf die Menschen versucht einzuwirken und darauf abzielt Unterschiede zwischen Diktatur und Demokratie, Propaganda und Meinungsbildung, Rechtsstaat und Unrechtsstaat zu verzerren und einzuebnen in eine Brühe verlogener Nebelkerzen der Nivellierung. Die Autoren der Scala-Veranstaltung werden da aus dem Vollen schöpfen, so viel dürfte jetzt schon sicher sein. Ebenso die Paracelsus-Zweigler unter Stimmführung ihres Präsidenten Marcus Schneider, in Entzücken "hygienischer" Schau-Übungen eines "offenen Geisteslebens".

      Martins ist vor allem Historiker und hat sich ausführlich befasst mit der Geschichte der Anthroposophischen Bewegung in und um die Zeit der Hitler-Diktatur (Hans Büchenbacher: Erinnerungen 1933 – 1949. Zugleich eine Studie zur Geschichte der Anthroposophie im Nationalsozialismus).

      Von 1931 bis 1934 war Büchenbacher Vorsitzender der deutschen anthroposophischen Landesgesellschaft, musste dieser Stellung aber auf Grund seiner jüdischen Abstammung und auf Betreiben namhafter Anthroposophen wie Marie Steiner, Roman Boos und Guenter Wachsmuth ("er wolle am Goetheanum keinen Judenstall haben") aufgeben.

      Martins gibt zu bedenken:
      "…dass nach 1933 wohl die meisten Anthroposophen Nazis waren – oder alternativ einer politisch schlicht naiven Hoffnung auf das "geistige Deutschtum" anhingen, das gewiss irgendwann von Hitler erkannt werden würde." Von "zwei Dritteln", die sich "mehr oder weniger" positiv zu den Nazis stellten, schreibt Büchenbacher. Vieles spricht für seine Beobachtung. "Offenbar verhindert nur der starke Anteil anderer Länder an der anthroposophischen Bewegung, dass diese geschlossen zu Hitler übergeht" schrieb 1935 auch der deutsche Philosoph Ernst Bloch…"

      Siehe dazu auch:
      https://waldorfblog.wordpress.com/2014/09/15/scheidung-der-geister

      Ernst Bloch, sehr bildhaft im Originalton:
      "…Aus aller Herren Länder werden derartige Dunkelheiten geholt, besonders aus der eigenen Vorzeit. Man bezieht Masken, durch die der Träger chloroformiert; oft auch nur Räucherei, die die Kleinen benebelt, die Großen einnebelt. Alte Weiber beiderlei Geschlechts, Adel und Kleinbürger, kurz sinkende Klassen bevölkern besonders Steiners Welt; sie ist die verbreiteste und unreinlichste. Offenbar verhindert nur der starke Anteil anderer Länder an der anthroposophischen Bewegung, daß diese geschlossen zu Hitler übergeht. Nicht nur die sozialen Dilettantismen ("Dreigliederung") machen sie dazu tauglich, auch die "Wesenheit Michael" in ihrer Mitte. Welcher Steiner die Herrschaft des nächsten Zeitraums übergibt; sie wäre trotz ihres hebräischen Ursprungs, dem deutschen Michel desto leichter verbindbar, als dieser ja keine Mythisierung bei den Nazi gefunden hat…"
      (Erbschaft dieser Zeit. Gesamtausgabe Bd.4, Frankfurt/M., 1935, Seite 129)

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    9. Fortsetzung:

      Es gibt ein Frankfurter Memorandum zu Rassismus, eine Stuttgarter Erklärung und eine Wiener Erklärung für Menschenrechte und gegen Diskriminierung. Brauchen wir jetzt eine "Dornacher Erklärung", eine Rehabilitation von Ita Wegman (1876-1943) und Elisabeth Vreede (1879-1943). Sie würde wirklich Sinn machen wenn sie mit einer Aufarbeitung der eigenen Geschichte verbunden wäre die bis heute nicht oder nur ungenügend erfolgt ist. Gerade auch eine Vergangenheit der Verharmlosung, teilweise auch der Unterstützung und Anbiederung des Nationalsozialistischen Staates des sogenannten "Dritten Reiches".

      Als Wilhelm Rath nach der Generalversammlung 1935 Elisabeth Vreede aufsuchte und sie von den Ausschlüssen Wegmans und Vreedes erfuhr, sagte sie, was in Dornach geschehe, habe Auswirkungen auf das ganze Weltgeschehen. "Der Damm gegen den Nationalsozialismus sei nun gebrochen."
      (Heinz Eckhoff: Schicksal der Menschheit an der Schwelle. Stuttgart 1998, S. 96.)

      Die Zeitgenossen die heute für sich in Anspruch nehmen die "Zeichen der Gegenwart" verstanden zu haben, ihre Stimmen sind auch hier im Blog vereinzelt wahrnehmbar, sie sollten sich doch ins Jahr 1935 hineinversetzen und ihr "anthroposophisches" Diktum der Unvoreingenommenheit und Duldsamkeit zu den damaligen Machthabern praktizieren. So wie damals geschehen, wurden Manipulation und Propaganda abgründiger Tendenzen der damaligen Gegenwart fatalerweise nicht erkannt und in peinlicher Verantwortungslosigkeit die Diktatur einen Weg geebnet unter dem Schutzschild einer "artgerechten" Anthroposophie.

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    10. Ich meine, jene damalige zwei Drittel der Anthroposophen (Büchenbacher) sei als ‘konservativ‘ zu deuten, so wie heute Putins Regime sozial-konservativ ist.
      Martins: “… einer politisch schlicht naiven Hoffnung auf das "geistige Deutschtum" anhingen“.

      “ Die konservativen Revolutionäre waren in der Regel keine aktiven Nationalsozialisten … Das unmittelbare Verhältnis zwischen der volkstümlich-populistischen nationalsozialistischen Bewegung und der elitären Konservativen Revolution blieb eher ambivalent bis angespannt bzw. feindselig … Wegen des Elitedünkels, den sie kultivierten, fühlten sie sich vom proletarischen Gestus der nationalsozialistischen Massenbewegung nicht angesprochen.”
      wiki/Konservative_Revolution

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    11. »Wegen des Elitedünkels, den sie kultivierten, fühlten sie sich vom proletarischen Gestus der nationalsozialistischen Massenbewegung nicht angesprochen.«
      Das halte ich für einen (auch heute) wichtigen Punkt; und es stimmt jedenfalls sehr gut zusammen mit dem, was mein nun bald 96jähriger Freund erzählt, der in streng anthroposophischem Haus aufgewachsen ist (so streng, daß er sich schon in jungen Jahren vehement von der Anthroposophie abgewendet hat): die Nazis seien für diese Kreise vor allen Dingen „viel zu primitiv“ gewesen.

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    12. Man kann das nicht verallgemeinern. Man denke an Friedrich Benesch, der das idealisierte herrische Bauerntum im Osten (Siebenbürgen) realisieren konnte- wobei er der Wehrmacht und der SS den Boden bereitete, aber auch sein Ego als Allmächtiger einer Dorfgemeinschaft ausleben wollte. Oder man denke an Rascher (ich werde vl darüber schreiben) as der Straubinger Boheme- Szene Münchens, in der sich Anthroposophie mit Künstlerszene und Großbürgertum mischte. Das ehrgeizige Söhnchen wollte pharmakologisch- forschend mit den anthroposophischen Steigbild- Methoden reüssieren, und wandte sich bei vollkommen ausbleibendem Erfolg der SS zu, für die er dann auf besonders sadistische Art in Konzentrationslagern weiter forschen konnte- und viele "Erfolge" feierte. Es gab viele Ansätze, sich im Nationalsozialismus "zu realisieren" bzw zu profitieren.

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    13. "In die Zukunft weisend ist allein wie stets die Gegenwart. Wobei? Dabei, indem in ihr die Vergangenheit untergeht"

      Danke Burghard, wahre Worte.

      Denn wozu dieses ewige voyeuristische und sensationsgeile Herumwühlen in der heute kaum noch realistisch und wahrheitsgetreu darzustellenden Vergangenheit anthroposophischer Bewegungen gut sein soll, kann wohl kaum glaubhaft dargelegt werden.

      Vor allem kann auch nicht, wie man durch solche Methoden wie "Zuspitzung der Lächerlichkeit um sie auszutreiben" (Birkholz) heutige anthroposophische Wirkungsfelder positiv beeinflussen will.

      Wenn man einen Menschen rehabilitieren möchte, weil man annimmt, dass dieser weiterhin positiv wirken könnte, macht man diesen dann weiterhin lächerlich? Ich behaupte mal nicht, man wird eher die positiven Seiten hervorkehren. Warum sollte das bei einer Bewegung anders sein?
      Behaupten kann man natürlich alles, auch das Gegenteil der Evidenz.
      Das ist aber keine ethisch vertretbare wissenschaftliche Methode.

      Die Schlüssel zum Meistern der Herausforderungen der Zukunft, sind und bleiben Antworten auf Fragen die heute noch keiner stellt, oder die sehr oft noch gar nicht gestellt werden dürfen.
      Sicherlich sind es aber nicht oberflächliche, partielle und damit potentiell bestenfalls nur teilweise wahre und daher einseitig-tendenziöse Wühlergebnisse.

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    14. @Rudolf

      Wenn man einen Menschen rehabilitieren möchte, weil man annimmt, dass dieser weiterhin positiv wirken könnte, macht man diesen dann weiterhin lächerlich? Ich behaupte mal nicht, man wird eher die positiven Seiten hervorkehren. Warum sollte das bei einer Bewegung anders sein?

      Das sehe ich genau so!

      Aber die zersetzenden Wirkungen von Parallelwelttendenzen innerhalb der anthroposophischen Bewegung liegen offensichtlich im Zentrum Deines blinden Flecks.

      Die Waldorfschulen (um ein zentrales Beispiel zu nennen) sind eine der größten Kulturerrungenschaften der anthroposophischen Bewegung.
      Aber dennoch gibt es diverse, von Dir verabscheute Hyperlinks, welche auf Problematiken hindeuten, für deren Bewältigung der reine Monty-Python-Lösungsansatz nicht ausreichend ist.

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    15. Staudenmaier (2014), nDJnAwAAQBAJ, p.97:
      “In the Weimar context, anthroposophy's professed unpolitical stance readily took on a conservative cast. Etc.”

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    16. Eine Zueignung für geneigte Leser

      So manche Beiträge hier, im Besonderen der 12:38 zige von Stephan, die sagen mir, es bedarf einer Klärung. Welcher? Meines Erachtens derjenigen, „wie“ sich „jeweilig eine“ anthroposophische Bewegung ereignet.

      Da nie „über“ so eine Bewegung gesprochen werden kann, sondern allein aus ihr, daher, geneigter Leser, findest Du dich bereits, dies lesend, in besagter Bewegung.

      Und, bereits gesagt ist: Bewegung. Und die ereignet sich stets und allein in der Gegenwart desjenigen, der sich in Bewegung finden kann.

      Das führt in die Frage: Was ist verlieren? Wer verliert, der ist unterlegen. Wem? Stets seinen selbst gesetzten Idealen. Deren Wesen ist: Unerfüllbarkeit. Wofür das? Dafür, das keine einzelne Bewegung in einer ihrer Bewegungsformen erstarrt. Denn: Erstarrtes unterliegt der Macht der Vergangenheit.

      Damit ist gesagt: Eine Bewegung ist stets impulsiert. Anders gesagt: Inspiriert

      Wer ist der Inspirator? Das ist jeweilig das Menschenkind in Bewegung, das seinen Erzeuger, in der Art und Weise wie es sich bewegt, zu bezeugen vermag. Wer das vermag, der ist in seiner Art weise.

      Das weiter bedenkend, ergibt sich: Eine anthroposophische Bewegung kann weder unterwandert noch gespalten werden, da ihr Erscheinen zugleich ihr Verschwinden ist.

      Und das sagt mir: Eine anthroposophische Bewegung ist die Aufrechterhaltung des Anfangs in seinen unendlichen Endungen. Und wie kann in Endung zugleich der Anfang bezeugt sein? In Wendung der Endung. Wohin? In die Unendlichkeit. Wessen? Des sich in Bewegung verlierenden und so zugleich erschaffenden Menschen. Mithin: Anfang und Ende als ein und dasselbe Ereignis.

      Daher konnte Joseph Beuys sagen: Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.

      ~ B.

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    17. @Rudolf

      Phrasen Steiners" aus Kontexten der Vergangenheit, haben sich schon lange selbst zu Grabe getragen, da braucht es keine Schützenhilfe von "Avantgarde-Anthroposophen".
      Wer solche "Phrasen" nach heutigen Stand- und Gesichtspunkten beurteilt und weiterhin als solche ausgibt, begünstigt sicher nicht die von der Gegenwart ausgehenden anthroposophischen Zukunftsimpulse.


      An dieser Stelle wäre dann eigentlich ein klares Statement Deinerseits bzgl. solcher Zerreibungen (welch sicherlich von wesentlich weiterer Tragweite sind, als die paar Egoistenkommentare, an denen Du Dich so aufreiben musst) fällig.
      Da ist nämlich noch nichts zu Grabe getragen, da wird dem von Dir erwähnten Zukunftsimpuls ein Grab geschaufelt...

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    18. @Burghard

      Das ist nett, aber auf dieser Grundlage kann man (außer vielleicht freien Kunstschulen) keine Anthroposophischen Einrichtungen betreiben; denn die Etablierung gesellschaftlicher Einrichtungen ist unabtrennbar an fixierte Definitionen vertraglich-juristischer Beschaffenheit gebunden und dieses 'Definieren' bedingt ein Reden über die Bewegung; aus der Bewegung heraus, aber über die Bewegung...

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    19. Letztendlich ist es eben wieder die Frage nach der Anthroposophischen Bewegung und ihrem Verhältnis zur AAG...

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    20. @ Stephan,

      du hast immer noch nicht verstanden, dass ich mit rechten Ideologien nichts am Hut habe.
      Der Unterschied ist, dass ich - im Gegensatz zu dir - in diesen keine Gefahr und nicht die wirkliche Ursache für Demokratiegefährdung in der heutigen Zeit sehe, da diese heute von ganz woanders herrührt.
      Diese ständig aufgewärmte "Rechts-Paranoia" dient - so wie auch die "Putin-Paranoia" - in meinen Augen nur der Ablenkung und der künstlichen Schaffung von Projektionsflächen und ungerechtfertigten Assoziationsmustern, die es erlauben, Behauptungen dass eine Meinung oder eine Person böse sei, mit dem einfachen Hinweis sie sei "rechts" zu ersetzen, wobei man dann meint, in der Praxis ohne sachliche Beweise für die eigenen Behauptungen auszukommen.

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    21. @Stephan: In meiner Sicht ist das von dir Angedeutete eine Herausforderung. Wer fordert heraus? Der Mensch. Wen? Sich selbst. Wozu? Dazu, das der Faden einer seiner einzelnen Einrichtungen, zum Inspirator, reißfest ist. Für die Drehung so eines Fadens legte uns Rudolf Steiner seine experiementelle Schrift: Die Kernpunkte der sozialen Frage, in den Schoß. Warum dort hin? Damit das "Hände in den Schoß legen", sich seinem Ende zuneigen kann.

      ~ B.

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    22. Rudolf, Du hast noch nicht verstanden, dass es nicht um die Anstecknadel an Deinem Tirolerhut geht, sondern um die einseitig-tendenziöse völkische Paranoia, welche unter dem Dach von institutionellen anthroposophischen Einrichtungen propagiert wird.
      Das ist nach meinem Empfinden nämlich der eigentliche Mißbrauch Steiners, auch wenn er selbst viel Holz für solche Tendenzen vorgelegt hat.
      Die Schlüsselfrage ist doch, ob man Anthroposophie als völkisch-politideologische Abgrenzung betreibt oder ob man sie gesamtmenschheitlich auffasst.
      Das wird hier doch wohl noch beleuchtet werden dürfen, ohne dass Dir gleich der Hut hochgeht...

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  10. Jetzt merkt er wieder nicht, wie widersprüchlich e ist, wie lächerlich er sich selber macht, wenn er einerseits die Lächerlichmachung Rudolf Steiners befürwortet und auf der anderen Seite anderen den Missbrauch Steiners zum Vorwurf macht. Goldig.....

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    1. @Rudolf

      Wenn Deine Argumentationskette auf fehlende Glieder trifft, konstatiert Du bei anderen immer nicht vorhandene Widersprüche:

      Erstens habe ich nirgends die 'Lächerlichmachung' Rudolf Steiners befürwortet, sondern die sachliche Betrachtung dessen, was in lächerlichem Lichte erscheinen kann.
      Zwischen 'Bild malen' und 'Bild anschauen' ist ein erheblicher Unterschied; was Du mir als 'Bild malen' unterstellst ist lediglich eine interpretierende Bildbetrachtung, wo andere vielleicht gerne mit dem Retouchirpinselchen kritzeln oder ein Seidentüchlein über Teile des Kunstwerkes hängen würden.
      //
      Außerdem ist es ein erheblicher Unterschied, ob man Steiners Gesamtwerk systematisch und zielgerichtet für eigeninteressengeprägte völkisch-agitatorische Planspiele einsetzt, oder ob man Einzelaspekte aufgrund von erlebten Unhaltbarkeiten belächelt.


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    2. @ Stephan,

      du hast doch sogar die "Überspitzung der Lächerlichmachung" befürwortet, bzw. zugegeben, dass diese hier betrieben wird.
      Wenn du deine eigenen geäußerten Standpunkte und Fakten immer wieder in Abrede stellst, wird's auf Dauer unglaubwürdig und langweilig.

      Außerdem müsstest du erklären, wieso es dich stört, dass jemand den du als lächerlich bezeichnest, bzw. von dem du behauptest, er habe lächerliche Aussagen gemacht, bei dem du folglich andeutest, dass du ihn persönlich nicht achtest, von anderer Seite für irgendwelche "Planspiele" eingesetzt wird.
      Müssten also auch lächerliche Planspiele sein, die einem doch schnurzegal sein könnten.

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    4. @Rudolf
      Habe ich bei Blindtextgenerator gefunden, die hätten bestimmt einen Job für Dich als Texter...

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    5. Manche Verlinkungs-Süchtige sind wohl nicht mal mehr zur Wiedergabe von geistigem Nonsens aus eigener Produktion fähig....

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    6. Gottkaiser des Gala Lacktischen GroßimperiumsDonnerstag, 22. Februar 2018 um 11:35:00 MEZ

      Du kannst es ja mal übersetzen, und Deine Lateinkenntnisse etwas erfrischen. Der Text mag Nonn Zens sein, die Frage allerdings bleibt im (Welten) Raume bestehen: Stimmt wenigstens die Grammatik? Wenn nämlich selbige stimmig sein sollte, so oho aha ihi läge eine gewisse Nullstellen-Sinnhaftigkeit dem lateinischen Lall zugrunde, so wie ja auch die Verschwurbelungen auf sprachlicher Ebene inhaltsfreie Folgerichtigkeiten zu transportieren und auch umzubiegen fähig sind. Gesegnete Mahlzeit.

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    7. Geht auch ohne Latinum:

      Auch gibt es niemanden, der den Schmerz an sich liebt, sucht oder wünscht, nur, weil er Schmerz ist, es sei denn, es kommt zu zufälligen Umständen, in denen Mühen und Schmerz ihm große Freude bereiten können. Um ein triviales Beispiel zu nehmen, wer von uns unterzieht sich je anstrengender körperlicher Betätigung, außer um Vorteile daraus zu ziehen? Aber wer hat irgend ein Recht, einen Menschen zu tadeln, der die Entscheidung trifft, eine Freude zu genießen, die keine unangenehmen Folgen hat, oder einen, der Schmerz vermeidet, welcher keine daraus resultierende Freude nach sich zieht? Auch gibt es niemanden, der den Schmerz an sich liebt, sucht oder wünscht, nur, weil er Schmerz ist, es sei denn, es kommt zu zufälligen Umständen, in denen Mühen und Schmerz ihm große Freude bereiten können. Um ein triviales Beispiel zu nehmen, wer von uns unterzieht sich je anstrengender körperlicher Betätigung, außer um Vorteile daraus zu ziehen? Aber wer hat irgend ein Recht, einen Menschen zu tadeln, der die Entscheidung trifft, eine Freude zu genießen, die keine unangenehmen Folgen hat, oder einen, der Schmerz vermeidet, welcher keine daraus resultierende Freude nach sich zieht? Auch gibt es niemanden, der den Schmerz an sich liebt, sucht oder wünscht, nur, weil er Schmerz ist, es sei denn, es kommt zu zufälligen Umständen, in denen Mühen und Schmerz ihm große Freude bereiten können. Um ein triviales Beispiel zu nehmen, wer von uns unterzieht sich je anstrengender körperlicher Betätigung, außer um Vorteile daraus zu ziehen? Aber wer hat irgend ein Recht, einen Menschen zu tadeln, der die Entscheidung trifft, eine Freude zu genießen, die keine unangenehmen Folgen hat, oder einen, der Schmerz vermeidet, welcher keine daraus resultierende Freude nach sich zieht?Auch gibt es niemanden, der den Schmerz an sich liebt, sucht oder wünscht, nur, weil er Schmerz ist, es sei denn...

      Rudolf, Blindtext-Texter, das wär's doch!

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    8. Nonstop-Nonsens....Bravo!
      Wie wird doch gleich im Jargon jemand genannt, der einen Blog ohne Ende dominierend zumüllt?

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    9. Man nennt so jemanden im Jargon Rudroll!

      Ihre Logik ist so messerscharf wie sinnentleert wie in obigem Lorem ipsum - darum habe ich mich darauf bezogen...

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    10. »Nonstop-Nonsens«, »sinnentleert«
      Findet Ihr wirklich nicht, daß der Blindtext auch einen bedenkenswerten Inhalt hat? Freilich ist es nur ein Bruchstück...

      Aber wenn man auch weiterhin, wie leider seit langem üblich, Rudolf Steiners Werk als eine Art Steinbruch benutzt, aus dem man sich herausbricht, was man gerade benötigt, um entweder den eigenen Standpunkt zu bekräftigen oder aber aufzuzeigen, wie lächerlich (oder schlimmer) das Herausgebrochene ist — dann wird es womöglich irgendwann dazu kommen, daß Steiners Texte das Schicksal von Ciceros De finibus bonorum et malorum teilen und nur mehr als Platzhalter verwendet werden, um Typografie und Layout zu überblicken, ohne vom Inhalt des Textes abgelenkt zu werden.

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    11. Pflichtgottkaiser der Universalienbörse aller UmlaufbahnenDonnerstag, 22. Februar 2018 um 13:42:00 MEZ

      Ach, das ist vom großen Überredungskünstler Cicero. Denn so herausgerissen gibt es wirklich nur einen Nonsenstext. Trotzdem ist der Text, übersetzt gesehen wirklich rudolfin!

      Was aber bedeutet der Name "Cicero"?

      Und Steiner? Der wollte ja selber Eingeweihter sein, und hat sich ein wenig als solchen ins Zene gesetzt. Er sprach von "der Geisteswissenschaft", und meinte "ich aber sage euch!" Er sprach von den "alten Eingeweihten", und meinte "es könnte so gewesen sein, daß in älteren Zeiten so und so gedacht und empfunden wurde".

      Heute aber hat man eine SKA: Hurra.

      http://www.steinerkritischeausgabe.com/

      Außerdem: Wenn die Geistige Welt, auf die sich Steiner beruft, von Relevanz ist, und es eine solche gibt, dann, ich kann nicht so dolle formulieren wie Cicero, erübrigt sich die Frage, was bedeutsamer sei, Steiner oder eine Geistige Welt, von selbst.

      Wir alle sind vergänglich. Unser Nachlaß, auch wenn er uns überdauern mag, ist es auch. Na und?

      "Was wir zu wissen vorgeben, füllt Bibliotheken. Was wir wirklich wissen, geht auf eine Briefmarke!" Gilt doch für uns Alle, oder? Nun sage mir, oh Muse, von wem stammen nun diese geflügelten Worte, die, in Buchstaben gesetzet auf einer einzigen Zuckertüte Platz zu finden bemmberemmbemm bemm? (keine Zeit mehr zum formulieren gefunden..)

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    12. Frau der verschiedenen GottkaiserDonnerstag, 22. Februar 2018 um 14:14:00 MEZ

      Hier steht, darauf verließ sich Seine Durchwürzt und Durchlaucht

      https://de.wikipedia.org/wiki/Lorem_ipsum

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    13. »Der wollte ja selber Eingeweihter sein, und hat sich ein wenig als solchen ins Zene gesetzt. Er sprach von "der Geisteswissenschaft", und meinte "ich aber sage euch!“«

      :-) Ja klar — so ein Pflichtgottkaiser kann das natürlich nur vom Standpunkt eines Pflichtgottkaisers ansehen.
      Viel Spaß weiterhin auf dem selbstgewählten einbetonierten Thron!

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    14. In das Mysterium des Lesens EingeweihterDonnerstag, 22. Februar 2018 um 15:05:00 MEZ

      - Wollte Steiner etwa KEIN Eingeweihter sein?
      - Ist Steiners Werk etwa nicht von dem Duktus des 'ICH ABER SAGE EUCH' durchzogen?


      Wenn die Physiker einmal ernsthaft reden werden, dann werden sie sich nicht jenen Spekulationen hingeben, in denen heute von den Atomen und Molekülen gefaselt wird, sondern sie werden sagen: Die äußere Welt besteht aus Vergangenheit, und im Inneren trägt sie nicht Moleküle und Atome, sondern Zukunft. Und wenn man einmal sagen wird: Uns erscheint strahlend die Vergangenheit in der Gegenwart, und die Vergangenheit hüllt die Zukunft überall ein -, dann wird man von der Welt richtig reden, denn die Gegenwart ist überall nur dasjenige, was Vergangenheit und Zukunft zusammen wirken. Die Zukunft ist dasjenige, was eigentlich in der Stärke des Stoffes liegt. Die Vergangenheit ist dasjenige, was in der Schönheit des Lichtes erglänzt, wobei Licht für alles Sich-Offenbarende gesetzt ist, denn natürlich, auch was im Tone erscheint, was in der Wärme erscheint, ist hier unter dem Lichte gemeint.

      Rudolf Steiner, GA 291, S. 119 ff.

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    15. @»Der wollte ja selber Eingeweihter sein, und hat sich ein wenig als solchen ins Zene gesetzt. Er sprach von "der Geisteswissenschaft", und meinte "ich aber sage euch!“«

      Sagt Du. Ich aber sage dir: Einen Eingeweihten gibt es allein für einen Uneingeweihten. Und das stellt richtig, wer derjenige ist, der in Szene setzt. Das ist eben der Zuschauer.

      ~ B

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    16. In das Mysterium der Machtspielchen EingeweihterDonnerstag, 22. Februar 2018 um 15:30:00 MEZ

      @Burghard

      Es geht nicht um die Frage 'ob und für wen es Eingeweihte gibt', es geht um die Frage, ob jemand Wert darauf legt bzw. sogar darauf angewiesen ist, von einer möglichst großen Anzahl von ZUSCHAUERN für einen solchen gehalten zu werden und als ein solcher in Szene gesetzt zu werden.

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    17. In die offenen Machtspiele EingeweihterDonnerstag, 22. Februar 2018 um 16:06:00 MEZ

      Es geht darum offen Macht über andere Menschen auszuüben, ohne dass diese sich trauen das auszusprechen, geschweige denn anzuprangern, was ihnen widerfährt.

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    18. @ :Es geht nicht um die Frage 'ob und für wen es Eingeweihte gibt', es geht um die Frage, ob jemand Wert darauf legt bzw. sogar darauf angewiesen ist, von einer möglichst großen Anzahl von ZUSCHAUERN für einen solchen gehalten zu werden und als ein solcher in Szene gesetzt zu werden.

      Ich weiß, das „dir“ das eine Frage ist. Aber, Du bist doch bewandert in den Schichten der Mysterien. Und so könntest Du wissen: Der Wert ist stets gelegt in der Katharsis der Zuschauer. denn allein deren Dramatik ist wertbildend und so zugleich wertvoll für die „Spieler“.


      ~B.

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    19. Doktor Gutschmeck - gottkaiserl. LeibarztDonnerstag, 22. Februar 2018 um 17:06:00 MEZ

      Steiner nun aber war wirklich mit seiner Geisteswissenschaft gut, ich zieh meinen goldenen Hut! Wissen wir alle, daß man mit "den Leibern" "meditativ arbeiten" kann und einiges "funktioniert", wenn man mit Steiners Systematiken seine Wahrnehmungen anders ordnungschaffend bändigt und sich sortieren will. Man sollte, so meine ich zumindest, nur nie vergessen, sich über das, worüber Steiner, sich selbst sortierend und sich selbst sich ordnend sich mitteilt, selber sich auch einmal ohne Steiner hinreichend sich kundig zu machen. Sechsmal sich, und dennoch weiß jeder bei sich, was gemeint sein mag.

      Der Doktor wollte ja den Menschen nicht irgendwas mitteilen, um Macht über sie auszuüben. Noch wollte er sie aus der Macht anderer erlösen, noch sie umhypnotisieren. Es ging um Selbstbefreiung zu einem pragmatischen Idealismus und um "höhere Welten". Eigentlich ging es um eine Art von Bildung und Selbsterziehung.

      Heute muß ein Anthroposoph Steiner gerecht werden, statt ihn als Tor zu einer höhreren Daseinsform, bequem ihn konsumierend, durchschreiten zu wollen. Und herausarbeiten, was Steiner im Prinzip suchte und verwirklichen wollte. So hat man dann Steiners Terminologie als eine von vielen. Um sich in der Welt von Erkenntniskategorien zurechtzufinden. Da bleibt vieles wertvoll und orginell.

      Und deshalb muß doch eine Beschäftigung mit Steiners wirklichen Zielen über Steiner und dessen Versuche hinausführen, um Wissen, Kunst und Wissenschaft weiterzuentwickeln. Das so zu denken, wie sollte es arrogant sein.

      Aber das ist das. Das andere ist die Wissenschaft der anthroposophischen Geschichte, die Wissenschaft vom Personalsediment, den personellem Geschichteten, welches sich um Steiner herum angelagert hat. Die Nacheiferer, die Nachäffer, die Demütigen, die kleinen Würmer, die gottähnlichen Cäsarenfiguren, die mit granitenen Worten ihre Hörerschar und sich selbst, von sich tief gerührt, erfreuten! Ach ja...

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    20. In die gesellschaftspolitische Funktion des Nonsens EingeweihterDonnerstag, 22. Februar 2018 um 17:59:00 MEZ

      @ Leibarzt,

      "......Noch wollte er sie aus der Macht anderer erlösen........"

      Warum bist du dir so sicher, dass Rudolf Steiner die Menschen nicht aus der Macht anderer erlösen wollte?

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    21. Ei, weil er wollte, das der Einzelne sich selbst erlöse, egal mal, was immer das sei, dieses Faß mögen dann andere einschlagen und verschleudern.

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    22. Eingeweihter Jäger des verlorenen Steiner FassesDonnerstag, 22. Februar 2018 um 22:01:00 MEZ

      Kommt auf das Gleiche, denn Steiner wies den Weg zu Freiheit!

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  11. @ Ton Majoor (Dienstag, 20. Februar 2018 um 08:17:00 MEZ)
    "…Die konservativen Revolutionäre waren in der Regel keine aktiven Nationalsozialisten … Das unmittelbare Verhältnis zwischen der volkstümlich-populistischen nationalsozialistischen Bewegung und der elitären Konservativen Revolution blieb eher ambivalent bis angespannt bzw. feindselig … Wegen des Elitedünkels, den sie kultivierten, fühlten sie sich vom proletarischen Gestus der nationalsozialistischen Massenbewegung nicht angesprochen."

    @ Michael Eggert (Dienstag, 20. Februar 2018 um 10:17:00 MEZ)
    "…Man kann das nicht verallgemeinern…"

    Einerseits, Ton. Das dürfte bei einigen, vor allem zunächst, so gewesen sein.

    Beispiel Thomas Mann:

    Er stand der westlichen Demokratie zunächst skeptisch gegenüber, distanzierte sich aber zunehmend von seiner konservativ-monarchistischen Einstellung und wandelte sich schon zu Beginn der 1920er Jahre zu einem überzeugten Verteidiger der Weimarer Republik und emigrierte als einer der wichtigsten prominenten Gegnern des Nationalsozialismus 1933 aus Nazi-Deutschland.

    Er bezeichnete den Nationalsozialismus als "eine Riesenwelle exzentrischer Barbarei und primitiv-massendemokratischer Jahrmarktsrohheit" begleitet von "Massenkrampf, Budengeläut, Halleluja und derwischmäßigem Wiederholen monotoner Schlagworte, bis alles Schaum vor dem Munde hat". Und fragte, ob "das Wunschbild einer primitiven, blutreinen, herzens- und verstandesschlichten, hackenzusammenschlagenden, blauäugig gehorsamen und strammen Biederkeit, diese vollkommene nationale Simplizität in einem reifen, vielerfahrenen Kulturvolk wie dem deutschen" überhaupt verwirklicht werden könne.

    So Thomas Mann in einem "Appell an die Vernunft", einer Rede, die er am 17. Oktober 1930 hielt und die als "Deutsche Ansprache" in die Geschichte einging.

    Anderseits:

    Der Nationalsozialismus wurde allerdings von vielen Vertretern der demokratiefeindlichen Konservativen Revolution als eine prinzipiell zu begrüßende, ihre Vorstellungen vorbereitende und teilweise realisierende Entwicklung begrüßt, die eventuell in Teilen noch "zu verbessern" und "zu überwinden" aber trotzdem zuzustimmen sei.

    Das war genau auch die Stimmungslage in wesentlichen Teilen der anthroposophischen Bewegung in den Jahren vor dem Verbot vom nationalsozialistischen Staat in 1935. Der Zeitgeist Michael stehe auf Seiten Hitlers, so lautete das Credo. So viel lässt sich aus dem Inhalt von Ansgar Martins Studie ableiten (Hans Büchenbacher: Erinnerungen 1933 - 1949). Das Verbot der Anthroposophischen Gesellschaft durch die Nazis 1935 wurde von manchen Anthroposophen im Hitler-Fieber abgründigerweise sogar begrüßt. "Dass die Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland verboten worden sei, wäre ja schließlich nicht schade, denn sie sei doch im Grunde nur ein Verein von alten Tanten gewesen. Aber jetzt würde eben eine richtige Anthroposophische Gesellschaft entstehen." (Zitat Büchenbacher). Das Verbot wurde dann aber in den späteren Jahren, wirklichkeitsverzerrend und ebenso grotesk, dankbar aufgegriffen als Alibi für eine tatsächlich nie vorhandene Gesinnung gegen die Diktatur. Eine Reinwaschung war angesagt, ein Persilschein zur Vertuschung der "Dornacher Sünden" (Martins) bis in dem zwanzigsten Jahrhundert hinein.

    Heute ist das teilweise wieder Schnee von gestern. Unter Anzeichen des "Nachspürens" von 100 Jahre alten zeitgeschichtlichen Aussagen Rudolf Steiners soll die Vergangenheit "neuartig" aufgearbeitet und wieder umgekrempelt werden im Sinne der Tradition der Verschwörungsmythen. In einer seltenen Kulmination "hygienischer" Wahrheitsfindung, unter Regie zeitgemäßer Gralsritter und unter Schirmherrschaft der Gilde der "Europäer", werden die Paracelsus-Zweigler ihren Kampf gegen "Terror und Lüge" in der Arena der Basler Scala antreten.

    Quelle zur konservativen Revolution:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Konservative_Revolution

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    1. "Das Verbot wurde dann aber in den späteren Jahren, wirklichkeitsverzerrend und ebenso grotesk, dankbar aufgegriffen als Alibi für eine tatsächlich nie vorhandene Gesinnung gegen die Diktatur"

      @ Bobby,

      eine abscheuliche Suggestivmethode, geradezu böswillig, mehr als nur absurd und sehr weit an den Haaren herbeigezogen.
      Weite Teile der Anthroposophenschaft standen in Wirklichkeit der Nazi-Bewegung ablehnend gegenüber, die anthroposophische Bewegung wurde verboten (wohl sicher nicht weil sie sympathisierten !!) und jetzt legen Sie das so aus, als wenn dies ein Beweis dafür wäre, dass die damaligen Anthroposophen "tatsächlich nicht gegen, (also für) die Diktatur" gewesen wären.

      Diese böswillige Argumentation ist das wahrhaft Groteske, abscheulich und mülltonnenhaft in ihrer perversen, irren und fehlgeleiteten Logik, schämen Sie sich!

      Überhaupt gleitet die Diskussion über die Rolle Steiners und der damaligen Anthroposophen als Vorreiter oder Wegbereiter einer "konservativen Revolution" und damit des Nationalsozialismus ins Skurrile ab.
      Die primitiven Nazi-Vergleiche strotzen von bewusster Bösartigkeit und Primitivität.

      Ungefähr spielt sich dasselbe auf demselben Niveau ab, als wenn man - weil beispielsweise in einem Kaninchenzüchterverein auch einige Rechtsgerichtete sind - diesen Verein als Wegbereiter für "Entwicklungen nach rechts" oder überhaupt als "rechts" bezeichnen würde. Und in der Folge dann noch die zentrale Figur des Vereins, das Kaninchen, als böse und Wegbereiter für rechtsgerichtete Umtriebe bezeichnen würde.

      Das Ende des logischen Denkens ist wohl endgültig eingeleitet, wenn wir derlei stupiden Beweisführungen folgen und analog zulassen, bzw. nicht erkennen wollen, dass dies nichts anderes als ein Kampf gegen Steiner und allgemein gegen die Anthroposophie ist, wenn andauernd nicht nur die Mehrheit der damaligen wie heutigen Anthroposophen mit "rechten Dunstkreisen" in Verbindung gebracht wird, sondern auch die Person Rudolf Steiners hier permanent angegriffen wird, mit den ewigen und absurdesten Assoziationen und Verortungen nach "rechts".

      Alles im Dienste der "wahren Anthroposophie" und Rudolf Steiners selbst ?

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    2. Das ganze politisch-konservative Spektrum (nicht nur die Konservative Revolution) war wohl damals repräsentiert in diesem 'zwei Drittel' der Anthroposophenschaft. Seit Eco (1995) nennt man das auch ‘Ur-Faschismus‘ (mit 13 Eigenschaften).
      http://www.nybooks.com/articles/1995/06/22/ur-fascism/

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    3. Eco: http://www.zeit.de/1995/28/Urfaschismus/komplettansicht

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    4. ".....Das ganze politisch-konservative Spektrum (nicht nur die Konservative Revolution) war wohl damals repräsentiert in diesem 'zwei Drittel' der Anthroposophenschaft...."

      Sehr wissenschaftlich alles. Ganz besonders die "zwei Drittel"! Kompliment.
      Auch die Art, mit den plakativen Behauptungen gepaart mit den gegenüber den eigenen Ausführungen überwiegenden einseitigen Verlinkungen, die "beweisen" sollen, was man behauptet.

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    5. Umberto Eco bringt es mit dem *Urfaschismus* auf den Punkt. ". In der Zukunft erwartet uns ein TV- oder Internet-Populismus, in dem die emotionale Reaktion einer ausgewählten Gruppe von Bürgern als Stimme des Volkes dargestellt und akzeptiert werden kann. Aufgrund seines qualitativen Populismus muß der Urfaschismus gegen "verrottete" parlamentarische Regierungen eingestellt sein. Wo immer ein Politiker die Legitimität eines Parlaments in Zweifel zieht, weil es den Willen des Volkes nicht mehr zum Ausdruck bringe, riecht es nach Urfaschismus."

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    6. "Urfaschistisch" ist wohl eher die hier in diesem Blog betriebene Art des Umgangs mit abweichenden Meinungen und Standpunkten. Nach dem Motto, was wahr und richtig ist, bestimmen wir, und basta! Alles andere ist böse!

      Ganz klar entspricht die "emotionale Reaktion einer ausgewählten Gruppe" nicht immer der Stimme des gesamten Volkes, das sehe ich auch so. Vor allem auch, weil eine Reaktion (eines Teils der Gesamtheit, einer Gruppe) immer nur die Folge einer vorausgehenden Aktion durch andere Subjekte ist.

      Ganz klar ist es andererseits aber ein eklatanter Unsinn, wenn es in jedem Fall und undifferenziert als "urfaschistisch" bezeichnet wird, wenn "ein Politiker die Legitimität eines Parlaments in Zweifel zieht, weil es den Willen des Volkes nicht mehr zum Ausdruck bringe". Das kann sein, muss aber nicht und ist im Einzelfall eben zu begründen.

      Alles andere, also dass es "immer" urfaschistisch wäre, stellt wieder nur so eine perverse verirrte Logik dar, mit der nichts anderes zum Ausdruck gebracht wird, als eigene Macht- und Superioritätsansprüche und angemaßte Deutungshoheiten.

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    7. @Rudolf Cicero

      das kotzende Einhorn hat mir dringend geraten, Deinen Ausführungen keinen großen Glauben zu schenken - obgleich Dein 'Lorem ipsum' schon ziemlich dicht an 'Der Name der Rose' ran kommt .

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    8. Erst mal tief durchatmen, Globuli schlucken und dann den Text von Umberto Eco lesen.

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    9. Aber immer deutlich mehr einatmen als ausatmen, sonst verkackt man sich den 'Stein der Weisen'.

      Als Globuli empfehle ich Fascismus vulgaris D666; anfangs gibt man sich stündlich 3x das Kügelchen, später 3x täglich und bei jedem Anfall.
      Die Einnahme erfolgt während der kurzzuhaltenden Ausatemphase, da die Kügelchen ansonsten sofort wieder ausgehustet werden und in der Gegend herumfliegen und einen Mitmenschen am Auge verletzen können.

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    10. Augenscheinlich treffen die 14 Punkte des Umberto Eco nicht nur auf die Faschisten zu. Insbesondere Punkt 4 dürfte auch von den Egoisten verinnerlicht worden sein.

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    11. Und Fußbäder, Herr Rudolf!

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    12. Die 4Ds der Desinformation:

      Leugnung, Verwerfung, Verzerrung und Ablenkung.
      (Denials, dismissals, distortions, and distractions)

      Propaganda gegen Anklageschrift
      Eine Tiefenuntersuchung zu den Berichten des Kremls und ihre Wiederholungen in den USA über Muellers Anklage.

      Letzte Woche haben Sonderermittler Robert Mueller und sein Team eine Anklage gegen dreizehn russische Staatsangehörige und drei Organisationen veröffentlicht. Unter diesen war die berüchtigte Internet Research Agentur und ihre Mitarbeiter sowie Jewgeni Prigozhin, oft genannt "Putins Chef" für Gastronomie und enge Beziehungen zu Putin.

      Kurz nach der Veröffentlichung der Anklageschrift starteten RT und Sputnik, die beiden größten vom Kreml finanzierten Nachrichtenagenturen in englischer Sprache, sowie der Kreml selbst eine Desinformationskampagne. In ihren Bemühungen veröffentlichten sie Material, das einem vertrauten Muster folgte, bei dem Anschuldigungen in Müllers Anklageschrift verworfen, abgelenkt, verzerrt und geleugnet wurden.

      Die Reaktion der russischen Regierung und der Medien auf die Anklage von Sonderermittler Robert Müller ist ein Beispiel dafür, wie integriert der Desinformationsapparat des Kremls sich darstellt. Eine koordinierte Kampagne sorgte dafür, dass alle, vom Außenminister (Sergej Lawrow: "Bis wir die Fakten sehen, wird alles andere nur Geschwätz sein" bis zum Sputnik-Moderator, die gleichen Gesprächsthemen wiederholten und sich an die gleiche Argumentationslinie hielten.
      Die Nachrichtenübermittlung, die der Kreml von den US-Alternativmedien erhalten hat, deutete weiter an, dass die kurzfristigen Ziele aufeinander abgestimmt sind. Sie überschreiten geografische Grenzen mit den üblichen Methoden der Verwerfung und Diskreditierung von Müllers unabhängigen Untersuchungen.

      Der Artikel ist von DFRLab:
      Das Digital Forensic Research Lab (DFRLab) des Atlantic Councils (böse, böse, böse!) hat die Erforschung von Desinformation operationalisiert, indem Unwahrheiten und falsche Nachrichten aufgedeckt, Menschenrechtsverletzungen dokumentiert und digitale Widerstandsstrukturen weltweit aufgebaut wurden. Es verfolgt fortwährend globale Desinformationskampagnen, gefälschte Nachrichten, verdeckte militärische Entwicklungen und subversive Versuche gegen die Demokratie, während die Fähigkeiten der Öffentlichkeit geschult werden Versuche zu identifizieren und aufzudecken, den Informationsraum zu vergiften.

      Hier der ausführliche Bericht und eine aufschlussreiche Übersicht der Propaganda des Kremls:
      Propaganda Pushed Around Indictment
      DFRLab, 23.02.2018
      https://medium.com/dfrlab/propaganda-pushed-around-indictment-f63b85ac0587


      Übrigens, das Prinzip der 4Ds der Desinformation ist meistens in perfektem Gleichklang zu sehen mit der Propagandatätigkeit deutschsprachiger Medien der alternativen Art und vor allem auch mit Anonymen Trollen putinscher und quasi-anthroposophischen Zuschnittes hier im Blog. Es ist ein besonders Vergnügen diese Kommentare der Leugnung, Verwerfung, Verzerrung und Ablenkung zu lesen. Sie können und sollten als besonderem "Lob" und als Bestätigung der Darstellung eigener Inhalte aufgefasst werden. Ein positives Echo aus dieser Richtung sollte dagegen ernsthaft Anlass zu Sorge geben.

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    13. Danke Bobby. Du bist inzwischen 100%ig der Robert Mueller des Egoblogs ("Bobby" kommt auch von "Robert", oder?). Unser Sonderermittler im Kampf gegen das Böse.

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    14. Der "Urfaschist" in den Egoisten. Diese ständige Fokussierung auf zusammenschweissende identitätsstiftende Feindbilder mit Fingerzeig auf ausländische Feinde, Verschwörungen usw. (Siehe Eco-Punkte 7 und 8 in den Vollversionen).

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  12. Antworten
    1. Das war eigentlich schon bekannt. Wirklich neu, im gleichen Artikel, sogar eine Distanzierung seines Doktorvaters:

      Doktortitel als Betriebsunfall:

      "…Ganser arbeitet nicht wissenschaftlich. Er publiziert nicht in Zeitschriften mit wissenschaftlicher Qualitätskontrolle. Er stellt seine Methoden nicht zur Diskussion. Und er mischt seriöse und unseriöse Quellen…
      Mittlerweile distanziert sich sogar sein Doktorvater Georg Kreis… Er kritisierte ihn dafür, seinen Doktortitel in der Diskussion als Argument eingesetzt zu haben. Auf Anfrage bestätigt dies Kreis. Zudem distanziert er sich fachlich: «Ich habe auch sein Habilitationsprojekt nicht mehr mittragen können.» Kreis hatte sich geweigert, Gansers Habilitationsschrift abzusegnen. Damit hätte sich dieser noch besser verkaufen können: als Professor Ganser. Danach versuchte Ganser, andere Professoren für sich zu gewinnen, doch auch sie sahen die wissenschaftlichen Standards nicht als erfüllt an. Kreis erklärt, weshalb Ganser in der Wissenschaft auf Ablehnung stösst: «Wissenschaft setzt Selbstreflexion voraus. Man muss immer wissen, wie dick das Eis ist, auf dem man sich bewegt.»
      Ganser und seine Anhänger schöpfen ihre Kraft aus dem Kampf gegen die sogenannten Mainstream-Medien. Ganser kommuniziert fast nur noch über seine eigenen Plattformen… Über alternative Online-Plattformen und Youtube-Kanäle haben Prediger wie Ganser einen direkten Zugang zum Publikum gefunden. Kreis erklärt das Phänomen: «Mit dem Internet kann Daniele Ganser leicht viele Menschen erreichen und aktivieren, die auf seine Deutungen und Vermutungen ansprechen, derweil andere, die nichts damit anfangen können, sich verständlicherweise darauf nicht einlassen und sich da raushalten.»…"

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    2. Und in einem parallelen Artikel erläutert Schawinski Gansers apokalyptische Weltverschwörungstheorie.

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    3. Wollte ich ebenfalls gerade posten.

      In der Tat, ebenfalls heute, in der gleichen Zeitung (Baselland Zeitung, 07.04.2018) äußert sich Roger Schawinski, Schweizer Journalist, Autor, Fernsehmoderator und Medienpionier, zu Daniele Ganser:

      «Ganser hat einen Verfolgungswahn»

      "…Im Gegensatz zu Herrn Ganser benütze ich meinen Doktortitel nicht. Ich habe sogar einen Ehrendoktortitel der Uni Freiburg. Aber auch den erwähne ich nie… Das Entscheidende ist bei ihm nicht sein Narzissmus, sondern sein Fanatismus. Der fasziniert mich nicht, sondern erschreckt mich. Nach der famosen «Arena»-Sendung stellte ich fest, wie stark die Aggression in Gansers Community gegenüber Kritikern ist, und wie riesig diese Szene ist. Ich begann deshalb zu recherchieren und war schockiert, was sich dort im Untergrund tut…

      …Ein Teil der Gesellschaft hat sich von einem rationalen Zugang zu Informationen abgekoppelt und schließt sich in Echokammern ein. Diese Leute sind nicht mehr erreichbar für rationale Argumente und pflegen allein Verschwörungstheorien. Sie haben das Gefühl, es herrsche eine große Weltverschwörung, die nur sie erkannt hätten. Alle anderen seien blind. Ihre Anführer versuchen in missionarischer Weise, andere Leute von dieser Weltverschwörung zu überzeugen… Ja, es werden nicht nur Leute verführt, die wenig Zugang zu Informationen haben. Sogar gewisse Intellektuelle fahren darauf ab. Das erschreckt mich noch viel mehr… Offenbar gibt es eine gewisse Sehnsucht, Antworten darauf zu finden, was mit einem selber passiert. Wenn man seine eigenen Ziele nicht erreicht hat, liefern Verschwörungstheorien eine bequeme Antwort: Man ist nicht selber schuld am eigenen Unglück. Es gibt eine geheime Weltmacht, die dafür verantwortlich ist…

      …Er hat einen Verfolgungswahn. So vergleicht er sich direkt mit den Geschwistern Hans und Sophie Scholl, die im Dritten Reich Flugblätter gegen Hitler verteilten und deswegen von der Gestapo hingerichtet wurden. Er fühlt sich ebenfalls als Märtyrer, der bereit ist, sein Leben für die eigene Sache zu opfern. Zu diesem Zweck baut er die USA und die Nato zu einem übermächtigen Feind auf. Schon als er bei der Denkfabrik Avenir Suisse arbeitete, sagte er seinen Kollegen, er habe das Gefühl, die CIA sei ihm auf der Spur und werde ihn mit Helikoptern entführen…

      …Leute wie er schüren in gewissen Kreisen gezielt das Misstrauen gegen Medien, um unser westliches System zu destabilisieren, denn diese werden zurzeit gezielt desavouiert. Deshalb ist es wichtiger denn je, seriösen Journalismus zu machen. Es ist auch notwendig, dass wir diesen Unsinn denunzieren… Unsere Gesellschaften werden angegriffen von Verschwörungstheoretikern und von Leuten wie Putin, die mit Fake News und Hacker-Angriffen die Demokratien untergraben wollen… Viele (Journalisten) haben Angst vor ihm, weil sie von seinen Fans nach jedem Artikel persönlich angegriffen werden. Einige meiden das Thema deshalb…"

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    4. Der Politologe Linden (2014) verwendet auch weitere religiöse Terminologie (wie Fangemeinde, Glaubwürdigkeitskrise, Prediger) für Verschwörungsmystiker: Glaubenssätze, Mythos, Treue, Erweckungserlebnisse, Läuterung, Charisma, esoterische Heilserwartungen.
      Wird Ganser in Basel seine eigene alternative Erweckungsuniversität stiften?

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    5. @ Ton Majoor

      Ich hatte schon Mal vorgeschlagen in Zusammenhang mit der Neubesetzung von Ämtern im Goetheanum:

      Und wie wäre es mit einer neuen Sektion an der "Freie Hochschule für Geisteswissenschaft"? Eine "Sektion für Friedensforschung und Aufklärung zeitgeschichtlicher Zusammenhänge okkulter Hintergründe". Es bedarf keiner Aufklärung wer dort künftiger Sektionsleiter sein dürfte. Der Friedensdoktor wird neuerdings als arbeitslos geführt seit seine letzte Stellung an der Universität St. Gallen nicht mehr zu halten war. Von einem "Hungerlohn" für Vorträge in Sachen Verschwörung lässt es sich schlecht leben.

      Ein wenig Spekulation darf ja auch mal sein wenn es um Verschwörungsmystiker geht…

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    6. Mein neuer Beitrag zu Dr. G. hat Michael zeitgleich online gestellt wie ich an dieser Stelle gerade gepostet habe. Den hatte ich schon vor 2 Tagen geschrieben. Die beiden Artikel der "Baselland Zeitung", sie sind heute erst erschienen. Die Inhalte tun sich aber sehr ergänzen, und passen als ob sie vom gleichen Verfasser geschrieben worden wären. Das ist natürlich nicht der Fall…

      Ich werde deshalb die beiden Kommentare dazu, auch dort noch einmal posten.

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