Klodeckel zu oder: Die anthroposophische Regression

Hinter den Kulissen des Weltgeschehens
Grausame Meta- Bewusstseinswelt, in der Glaubensinhalte, Anthroposophentum, politische Positionierungen nicht ohne Einbeziehung der individuellen Reife oder persönlichen Not betrachtet werden können- und dadurch relativiert werden. Der reife Zeitgenosse, der Anteil haben möchte am erwachsenen „Bewusstseinsseelen- Zeitalter“, muss wohl oder übel die eigenen Statements, Haltungen, Sehnsüchte und Denkreflexe vor dem persönlichen Kontext infrage stellen lassen, will er nicht in den Verdacht geraten, sie lediglich als Krücke eines verlorenen, brüchig gewordenen Ichs zu missbrauchen.

Stephan Birkholz hat dies gerade in einem Kommentar so benannt: „Alle Süchte haben eine Gemeinsamkeit: Sie schaffen Weltbilder oder erleichtern durch 'Aufweichung' die Erschaffung von Weltbildern. Wenn jemand sein Weltbild auf eine bestimmte Vorstellung gebaut hat, so kann die Korrektur dieser Vorstellung u.U. (wenn sie eine tragende Säule darstellt) das gesamte Weltbild zum Einsturz bringen.
Es ist nicht immer eine gute Idee, Illusionen extrinsisch zu beenden; der Betroffene wird dadurch biografisch genau an jenen Punkt zurückkatapultiert, an dem er die Illusion in sein Leben eingebaut hat; da sich die Verhältnisse aber insgesamt verändert haben, reißt der Faden und der Betroffene fällt in eine regressive Unzugänglichkeit; er hat quasi den Anschluss verloren.

So ist das Manöver führender Anthroposophen, die gemeinsamen Veranstaltungen mit Verlegern, die mit Autoren des Kopp- Verlages kooperieren, rechtslastigen YouTubern, Verschwörungstheoretikern der billigsten Kategorie und Einflüsterern, die die New- World- Order- Paranoia vertreten, zu behaupten, eben diese Regression auf die flachste Ebene des Populismus sei ein Zeichen von Toleranz und Offenheit, ein Manöver wie aus den berüchtigten Tweets Donald Trumps: „Marcus Schneider, Präsident des veranstaltenden Paracelsus-Zweiges der Anthroposophischen Gesellschaft, sieht keine Probleme: "Das ist doch interessant" sagt er und plädiert für ein "offenes Geistesleben". "Die Einseitigkeit sei gerechtfertigt zur Einseitigkeit, die einem sonst durch die Medien um die Ohren geschlagen" werde. Die Vorträge seien ganz im Sinn von Rudolf Steiner, da man versuche, "hinter die Kulissen" zu schauen und hätten eine "hygienische Funktion“.“ (bobby)

Nein, die Regression im Sinne jeglicher Ausblendung von Reflexion, im freien Fall auf die Ebene der Populisten, KGB- Propagandisten und Trumpisten aufzuschlagen, schaut weder "hinter die Kulissen" des Weltgeschehens noch hat es "hygienische Funktion". Es erscheint so hygienisch wie sich in der Gemeinschaftstoilette zu verrammeln und Anthroposophie unter dem Klodeckel zu betreiben. Freilich, der gemeine anthroposophische Deckel passt auf diesen Topf. Man kann nicht gerade von einer Usurpation der Rechtspopulisten in die Szene sprechen- sie werden mit offenen Armen empfangen. Die Tendenz des geschlossenen Welt- und Selbstbildes, das sich selbst als Krone der Steinerschen Evolution des Menschen und seiner Rassen betrachtet, passt einfach zu schön zur Fremdenfeindlichkeit der politischen Rassisten; die Freimaurer- und Jesuiten- Verschwörungen Rudolf Steiners gehen nahtlos über in den zeitgenössischen Soros-, Clinton-, EU-. Macron- und „Eliten“- Hass, die Sympathien für die heute herrschenden Diktatoren - allen voran Putin- passen hervorragend zum anthroposophischen Misstrauen gegenüber parlamentarischer Demokratie. Ja, dieser Deckel passt auf diesen Topf.

Über die weiteren Motive, abgesehen vom Weltanschaulichen, kann man nur spekulieren. Anthroposophischer Populismus bis hin zur puren, identitären Anthroposophie entspringt sicherlich auch der immer schmaler und älter werdenden Mitgliederbasis. Da kommen die YouTuber und Politik- Schwadroneure mit ihren vollen Sälen und hunderttausenden Klicks wie gerufen. Man fragt sich unwillkürlich, ob die Basler und Dornacher Biedermänner, die dies als ihr Verständnis von „freiem Geistesleben“ erklären, wohl auch zu Goebbels geströmt wären? Ob ihre Fremdenfeindlichkeit den kleinen Sprung zum offenen Antisemitismus (der sich bislang noch als Anti- Intellektualismus tarnt) schaffen wird? Ob sie, wie vereinzelt schon aus anthroposophischem Mund vernommen, für die Einrichtung von Lagern oder Nordseeinseln für Schwarzafrikaner und Syrer stimmen werden? Wie weit wird der anthroposophische Populismus gehen? Und wann, wann darf der Reichsbürger Xavier Naidoo endlich im Großen Saal des Goetheanums singen, während die Zweigleiter und Klassenleser mit den Fußspitzen im Takt wippen?

Die Sucht, das eigene sterile Weltbild permanent bestätigt zu bekommen, kann in jeder normalen anthroposophischen Facebook- Gruppe betrachtet werden. Es sind Rituale, deren intrinsische Selbstentblössung und Erniedrigung vollständig übersehen wird. Wieder und wieder wird die eigene eingebildete Überlegenheit zelebriert in der Betrachtung aktueller Katastrophen, die stets der „ahrimanischen“ Intellektualität zugeschrieben werden. Das entbindet von jeglicher politischen Reflexion. Es gibt auch dieses schöne, süchtig machende Selbstgefühl gerechter Empörung. Klodeckel zu. Das Weltbild ist gesichert. Die Sekte feiert sich selbst.

Ein weiteres Motiv für den anthroposophischen Populismus könnte auch darin liegen, dass die vielen ewig zerstrittenen Lager, die sich teilweise seit Jahrzehnten im Streben nach Dominanz und dem wahren Erbe Rudolf Steiners intern bekämpfen, schlichtweg endlich einen gemeinsamen Nenner in den Eckpunkten der postfaktischen Anthroposophie finden: Eliten- und Fremdenfeindlichkeit als archaischer, aber gemeinsamer Nenner. Die Rituale der Selbstvergottung und Abgrenzung gegenüber dem angeblichen ahrimanischen Zeitgeist finden im politischen Populismus zu sich selbst.

Kommentare

  1. Klo-Anthroposophie die 5783te.
    Anthroposophie rein, Klodeckel zu, Spülknopf drücken und endlich ein Feindbild weniger.

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    1. @ WC Ente,

      Du mienst, in dem Sinne, dass der Versuch die Anthroposophie durch das Klo zu spülen, auch nach hinten los gehen könnte?

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    2. Die Tatsache, dass Du durch Deine anthroklosophische Sozialisation darauf konditioniert bist, dass alle Vorgänge im Weltgeschehen immer nach hinten losgehen und das alles, was in der Tagesschau kommt, immer genau umgekehrt und entgegengesetzt aufzufassen sei, scheint Dich auch hier mit dem sofortigen, souveränen Überblick über die Gesamtsachlage zu segnen.

      Als einfache WC-Ente kann ich da nur verblüfft staunen!

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    3. "Man fragt sich unwillkürlich, ob die Basler und Dornacher Biedermänner, die dies als ihr Verständnis von „freiem Geistesleben“ erklären, wohl auch zu Goebbels geströmt wären?"

      Oder ob die Menschen, die Gansers Bücher und Steiners Volksseelenzyklus lesen, auch aktiv Juden verfolgt oder umgebracht hätten...? Ja, was man sich so alles unwillkürlich fragen kann.

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    4. Die Offenbarung des Rainer HerzogSonntag, 25. Februar 2018 um 18:53:00 MEZ

      Rainer Herzog offenbart sein Wesen:

      (...)auch aktiv Juden verfolgt oder umgebracht hätten(...)

      Aktiv, 'selbst Hand anlegen' ist für ihn das alles entscheidende.

      Anonym (oder als Fleischsaubermann) im Hintergrund hetzen, stänkern und an allen verfügbaren Strippen ziehen, ist doch nicht verboten, ooooder?
      Ich war's nicht!

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    5. Was heisst hier "im Hintergrund hetzen"...? Wenn jetzt die Anthroposophen in Dornach, bei aller berechtigten Kritik an ihnen, ganz direkt mit den Nazis der 30er Jahre verglichen werden, ist das reichlich weltfremd.

      Ich bin auch der Meinung, dass man die positive Ganser-Rezeption bei vielen Anthros kritisch hinterfragen muss, der obige Anthrobashing-Artikel schiesst aber, mal wieder (wie die gefühlten 100 fast identischen Artikel der letzten 1,2 Jahre) weit übers Ziel hinaus; wird dadurch zur etwas hysterischen Karikatur einer ernsthaften Auseinandersetzung.

      Um das Wort "aktiv" geht es nicht.

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    6. Apropo "Hysterische Karikatur einer ernsthaften Auseinandersetzung":

      Bis vor ca 2 Jahren ging es auf diesem Blog eine längere Zeit primär um JvHalle. Es wurden, ähnlich hysterisch-aufgedreht wie jetzt beim Thema Ganser, Szenarien beschrieben über Horden von mystisch-schwärmerisch verzückten und fanatischen von Halle Fans, die anscheinend ganz Anthrohausen gekapert haben.

      Spricht heute keiner mehr von.

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    7. Es geht eben um immer neue Verschwörungszenarien, die man den Anthros anhängen kann, als Ablenkung von der Tatsache, dass das Muster immer dasselbe ist. Die Krankheit, von der man selbst befallen ist, nämlich die Verschwörungsparanoia, allgemein den Anthroposophen anzudichten, was ein unglaublich primitiver Quatsch ist.

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    8. Herr Herzog, ich sehe seit der Jahrtausendwende in der Tat einen inneren Zerfall der AG in eine Art irrlichternden Populismus, wobei von Halle und die Identitären einen Ausschnitt bilden, unter vielen anderen Elementen wie dem Guru und Cohen Problem, den NWO Anhängern, den 9/11 Verschwörern, den Internet Anthrogurus, den Trump und Brexit Anhängern, usw. es gibt da bestimmte Schnittmengen, aber das eigentliche Problem scheint eine orientierungslose Irrationalität zu sein. Dieses Verfehlen des inneren Kompasses ist ein Thema dieses Blogs.

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    9. Rainer, jetzt lenk nicht ab - Deine Argumentationsweise ist einfach nur pervers und offenbarend zugleich!

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    10. Anonym und die 4Ds der Desinformation:
      Denials, dismissals, distortions, and distractions
      (Leugnung, Verwerfung, Verzerrung und Ablenkung)

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    11. "Auseinandersetzung" ist diese Show hier seit langem keine mehr.
      Über die durch rein gar nichts zu belegende Behauptung des Sonderermittlers Bobby, dass die Mehrheit der Anthros der 30er Nazis waren, geht es über einige  Zwischenstufen zur absurd-böswilligen  These, die heutigen Anthros seien grossteils Nazis und Steiner ein geistiger Wegbereiter der Rechten.
      Die Egoisten haben sich bezüglich dieser Absichten schon lange "offenbart".
      Jeder der diese Offensichtlichkeit aufgreift, wird selbst als Nazi diffamiert.

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    12. absurd-böswilligen These, die heutigen Anthros seien grossteils Nazis und Steiner ein geistiger Wegbereiter der Rechten.

      Kannst Du das mit exemplarischen Zitaten belegen; insbesondere das 'großteils?

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    13. Und von 'der Mehrheit' Hab ich bei Bobby auch nichts gelesen (aber vielleicht hab ich's auch übersehen)...

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    14. Doch Stephan, das habe ich geschrieben, wörtlich:
      "…Die freiheitliche, mehrheitliche Zuwendung von Anthroposophen zum Weltbild der Nationalsozialisten in der Zeit der Diktatur kann als der erste Sündenfall bezeichnet werden, ihre Leugnung in den Jahrzehnten nach deren Befreiung als zweiter Sündenfall…" (Der Sündenfall, 2. Absatz).

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    15. Ok, das ist natürlich eine Behauptung in einem Feld, wo Quantität kaum zu messen ist...

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    16. @ Stephan

      "…Ok, das ist natürlich eine Behauptung in einem Feld, wo Quantität kaum zu messen ist..."

      Das würde ich nicht so sehen. Um messbare Ergebnisse kann es natürlich nicht gehen. Die ergiebigen Forschungen von Ansgar Martins als Historiker und wichtige Zeitzeugen wie Hanns Büchenbacher, Elisabeth Vreede, Günter Wachsmuth, Ernst Bloch, sie sind vorhanden und ich habe sie diesbezüglich vor wenigen Tagen Zitiert und Quellenangaben gemacht. Ich werde aber nicht immer wieder neu, vorsorglich, die gleichen Quellen zitieren brauchen. Anonym scheint aber ein sehr kurzes Gedächtnis zu haben.

      Die Zeitzeugen leben nicht mehr, sie können nicht befragt werden, ein Bundesamt für Statistik gab es damals nicht und auch wenn es sie gegeben hätte, sogar dann wäre das für unseren Anwalt in Angelegenheiten des Kemls kein Grund seine Meinung zu ändern. Seine notorische Sucht nach Beweisen, sein Hang zu Leugnung, Verwerfung, Verzerrung und Ablenkung dürften auch dann nicht befriedigt werden. So ist das eben bei Trollen nach Moskauer Prägung. Konform der Standardsatz seines Außenminister Sergej Lawrow: "Bis wir die Fakten sehen, wird alles andere nur Geschwätz sein".

      Im Einzelnen wiederhole ich noch einmal:

      Hans Büchenbacher: Erinnerungen 1933 – 1949.
      Zugleich eine Studie zur Geschichte der Anthroposophie im Nationalsozialismus.
      Ansgar Martins, Verlag Info3
      Aber auch hier:
      https://waldorfblog.wordpress.com/2014/09/15/scheidung-der-geister/

      Zu Ernst Bloch:
      Bloch, Ernst.: Erbschaft in dieser Zeit. Frankfurt, 1956.

      Zu Elisabeth Vreede:
      Heinz Eckhoff: Schicksal der Menschheit an der Schwelle. Stuttgart 1998, S. 96.

      Zitate:

      Ansgar Martins (von der Webseite):
      …Hans Büchenbachers zu gedenken, heißt auch, zu bedenken, dass nach 1933 wohl die meisten Anthroposophen Nazis waren – oder alternativ einer politisch schlicht naiven Hoffnung auf das „geistige Deutschtum“ anhingen, das gewiss irgendwann von Hitler erkannt werden würde. Von „zwei Dritteln“, die sich „mehr oder weniger“ positiv zu den Nazis stellten, schreibt Büchenbacher. Vieles spricht für seine Beobachtung. „Offenbar verhindert nur der starke Anteil anderer Länder an der anthroposophischen Bewegung, dass diese geschlossen zu Hitler übergeht.“ schrieb 1935 besorgt Ernst Bloch, der 1917 noch eine Synthese von Steiner und Husserl schreiben wollte. Vorstandsmitglied Guenther Wachsmuth begeisterte sich im anthroposophischen Nachrichtenblatt (Nr. 26/1933): „Es ist gut zu sehen, dass diejenigen, die ‚dabei‘ sein wollen, auch in unseren Reihen überwiegen.“…

      Elisabeth Vreede:
      …Als Wilhelm Rath nach der Generalversammlung 1935 Elisabeth Vreede aufsuchte und sie von den Ausschlüssen erfuhr, sagte sie, was in Dornach geschehe, habe Auswirkungen auf das ganze Weltgeschehen. "Der Damm gegen den Nationalsozialismus sei nun gebrochen."…

      Es gibt sie aber noch, ganz wenigen Überlebenden Zeitzeugen. Vor wenigen Wochen, am 31. Januar gab es mit der 92-jährigen Holocaust-Überlebende Anita Lasker-Wallfisch eine beklemmend eindrucksvolle Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag.

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    17. Fortsetzung 1:

      "Ihr sollt die Wahrheit erben - Die Cellistin von Auschwitz, Anita Lasker-Wallfisch", so heißt ihre Autobiographie.
      (https://www.amazon.de/Ihr-sollt-die-Wahrheit-erben/dp/3499226707)

      Zu den Massenvernichtungslagern gibt es immer mehr Leugner, Menschen, die behaupten, dass das alles erfunden ist.

      Auszüge aus der eindringlichen und sehr persönlichen Ansprache von der deutsch-jüdischen ehemaligen Solocellistin vom "English Chamber Orchestra", sie gehörte in Auschwitz zur «Lagerkapelle», nur deshalb hat sie überlebt, vor dem vollzähligen Bundestag:

      "…Es gibt schlechthin keinen Genozid, der so umfassend dokumentiert ist wie der Holocaust. Stundenlange Interviews wurden mit Überlebenden gemacht. Man kann unzählige Berichte lesen, wenn man will. Und trotzdem gibt es Leugner, Menschen, die behaupten, dass das alles erfunden ist. Man schickt sogar jemanden nach Birkenau, der an den Wänden der gesprengten Gaskammern herumkratzt, um zu beweisen, dass das, was man sich erzählt, ganz einfach nicht wahr ist…6 Millionen ist eine unvorstellbare Zahl. Mit einem Einzelschicksal kann man sich eventuell identifizieren…

      …Auf dem Breslauer Hauptbahnhof (beim Fluchtversuch), genau als wir in den Zug einsteigen wollten, wurden wir von der Gestapo verhaftet. Ich mache es jetzt kurz. Wir sitzen also im Gefängnis, ein ganzes Jahr lang. Es war ein Riesenglück, nicht sofort nach Auschwitz verfrachtet zu werden. Wir sollten beim Sondergericht einen Prozess bekommen… Das Bürgerliche Gesetzbuch war damals nicht mehr aktuell, und in der neuen Ordnung war es vorteilhafter, als Verbrecher eingestuft zu werden und nicht als Jude; denn Verbrecher bekamen einen Prozess, Juden waren Freiwild…und - so unverständlich das heute klingen mag - wir wollten gar nicht verteidigt werden. Je höher die Strafe, desto besser. Wir wussten schon damals, dass Gefängnis besser ist als Konzentrationslager, im Gefängnis wird man im Allgemeinen wenigstens nicht ermordet…Was in Auschwitz geschah, war damals bereits bekannt, nur wollte man es einfach nicht glauben…
      …In Auschwitz hat man Menschen auf die raffinierteste Art und Weise en gros ermordet. In Belsen ist man ganz einfach krepiert. Wir existierten inmitten verwesender Leichen und warteten auf das Ende. Dann kamen die Engländer, und wir waren befreit - 15. April 1945, ich war 19 Jahre alt …Ich spreche oft hier zu jungen Menschen in Schulen, und nicht nur jungen Menschen. Eine der besten Fragen ist immer: Sind Sie dann nach Hause gefahren? - Ein Zuhause gab es nicht mehr. Wir waren diese neue Menschengattung: Displaced Persons - mit all den Problemen, die damit zusammenhängen. Was soll man mit diesen Menschen machen? Ich brauche die Antwort nicht zu buchstabieren…Die Generation der Täter gibt es nicht mehr. Man kann es eigentlich der heutigen Jugend nicht verübeln, dass sie sich nicht mit den Verbrechen identifizieren will. Aber leugnen, dass auch das zur deutschen Vergangenheit gehört, darf nicht sein…

      …Nach der Katastrophe hat sich Deutschland exemplarisch benommen. Nichts wurde geleugnet. Antisemitismus war nicht mehr modern. Heute sind andere Zeiten. Die Welt ist voller Flüchtlinge. Für uns haben sich die Grenzen damals hermetisch geschlossen und nicht, wie hier, geöffnet, dank dieser unglaublich generösen, mutigen, menschlichen Geste, die hier gemacht wurde…

      … Antisemitismus ist ein zweitausend Jahre alter Virus, anscheinend unheilbar. Immer gibt es andere Gründe: Religion, Rasse. Nur sagt man heute nicht unbedingt „Juden“, heute sind es die Israelis, ohne wirklich die Zusammenhänge zu verstehen oder gar zu wissen, was hinter den Kulissen vor sich geht…Juden werden kritisiert, dass sie sich damals nicht verteidigt haben, was nur bestätigt, wie unmöglich es ist, sich in unsere damalige Lage hineinzuversetzen. Und dann werden Juden kritisiert, wenn sie sich verteidigen. Was für ein Skandal, dass jüdische Schulen und sogar jüdische Kindergärten polizeilich bewacht werden müssen!...

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    18. Fortsetzung 2

      …Ich war in Bayern, in Rosenheim. Zwei wirklich bewundernswerte Geschichtslehrerinnen hatten mit Riesenenthusiasmus und ohne irgendeine offizielle finanzielle Hilfe eine Lesereise in Schulen in Traunstein organisiert. Der Plan war, zwei sehr unterschiedliche Augenzeugen zu Wort kommen zu lassen: Niklas Frank, Sohn von Hans Frank, Generalgouverneur von Polen und auch „Judenschlächter“ genannt, und ich. Wir trafen uns im Restaurant meines Hotels und besprachen die bevorstehenden Termine. Ein Mann in der Nähe hatte offensichtlich die Ohren gespitzt, kam wütend an unseren Tisch und beschwerte sich, dass wir hier die schöne Atmosphäre mit diesen Auschwitz-Geschichten verderben und Ähnliches. So etwas wäre vor, sagen wir, fünf Jahren vielleicht nicht möglich gewesen…

      …Ich hatte geschworen, nie wieder meine Füße auf deutschen Boden zu setzen. Mein Hass auf alles, was deutsch war, war grenzenlos. Wie Sie sehen, bin ich eidbrüchig geworden - schon vor vielen, vielen Jahren -, und ich bereue es nicht. Hass ist ganz einfach ein Gift, und letzten Endes vergiftet man sich selbst…"


      Es folgt langanhaltender Beifall - Die Anwesenden erheben sich…bis auf AfD-Politiker Hansjörg Müller, Vorsitzende des Mittelstandsforums seiner Partei, er gehört er zum rechten Flügel der rechtspopulistischen Partei, war Mitunterzeichner der "Erfurter Resolution", die der Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke mitinitiiert hatte.

      Als er schließlich doch noch aufstand, zeigen die veröffentlichten TV-Bilder, dass er nicht applaudierte, während es seine AfD-Kollegen um ihn herum taten: "Ich bin ganz am Schluss aufgestanden und habe lange sinniert und ganz am Schluss auch persönlich für Frau Lasker-Wallfisch geklatscht. Weil Frau Lasker-Wallfisch nichts dafür kann, dass sie hier instrumentalisiert wird in einer Art Gedenken, die ich als nicht aufrichtig empfinde", so Müller. Die Art und Weise, wie dieser Gedenktag seit Jahren oder auch Jahrzehnten als "öffentlichkeitsorientierte Veranstaltung zelebriert" werde, damit habe er als jemand, für den "menschliche Werte" im Vordergrund stünden, ein Problem, rechtfertigte er sich und fügte hinzu: "Ich habe mit dieser Art Gedenken ein Problem, weil es nicht aufrichtig ist, weil es aufgesetzt ist und weil es heuchlerisch ist." Eine Auschwitz-Überlebende, deren Eltern ermordet wurden, die zusammen mit ihrer Schwester das KZ überlebte und Ende Januar als Ehrengast im Parlament sprach, als Opfer einer Instrumentalisierung? (Der Spiegel)

      Die Videoausschnitte von "ARD Kontraste" sprechen für sich:
      Die AfD bei der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag
      https://twitter.com/ARDKontraste/status/961696104277512192/video/1

      Das Video mit der Ansprache von Anita Lasker-Wallfisch in der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag am 31.01.2018:
      https://www.youtube.com/watch?v=vix-ia9-Lqk

      Die Textfassung dazu:
      https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2018/kw05-nachbericht-gedenkstunde-rede-wallfisch/541710

      "Anita Lasker-Wallfisch - AfD-Abgeordneter nennt Gedenken im Bundestag 'heuchlerisch'"
      Der Spiegel, 20.02.2018
      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/holocaust-afd-abgeordneter-hansjoerg-mueller-nennt-gedenken-im-bundestag-heuchlerisch-a-1194521.html

      "Ihr sollt die Wahrheit erben - Die Cellistin von Auschwitz, Anita Lasker-Wallfisch"
      Autobiographie.
      https://www.amazon.de/Ihr-sollt-die-Wahrheit-erben/dp/3499226707

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    19. @ Michael Eggert

      "Dieses Verfehlen des inneren Kompasses ist ein Thema dieses Blogs"

      Wahrscheinlich mehr als nur EIN Thema, eigentlich ja schon ausschließlich DAS Thema. Es ist sinnvoll und notwendig, sowohl politisch-populistisch bedenkliche Strömungen als auch "mystische" Strömungen in der Anthroposophie kritisch zu benennen, bzw. zu diskutieren, es kommt m.E. aber immer etwas auf das Maß an. Ich habe den Eindruck, dass man sich auf diesen Blog in diese Dinge regelrecht hineinsteigert, man gewöhnt sich etwas an die Haltung, das "Verfehlen des inneren Kompasses" ausschließlich bei Anderen zu thematisieren, die ursprünglich sinnvolle Kritik ist längst zum Selbstzweck geworden (Darum stimme ich inzwischen auch HN zu, wenn er das Wort "Hass-Blog" benutzt).

      Wie würde etwa ein Kühlewind mit diesen Dingen umgehen? Die kritischen Dinge benennen, 1 mal, oder 2 mal oder 3 mal, um dann konsequent und entschlossen die positiven Dinge der Anthroposophie im Schulungsweg und im Alltag zu verwirklichen.

      Ein bisschen geht das Bloggeschehen m.E. in die Richtung, die Info 3 und einige Autoren aus diesem Umkreis seit längerem eingeschlagen haben: Steiner wird gründlich korrigiert, verbessert, relativiert, entschuldigt und entlarvt. Die "geistigen Wesen" sind nur theosophische Metaphern, das "christliche" bei Steiner natürlich überflüßig, usw.usf.
      Bleibt eigentlich nicht mehr allzu viel übrig, wenn jetzt noch jede 2 okkulte Äußerung der GA auf möglichen Rassismus abgeklopft und in Beziehung zur AfD und Putin gebracht wird.

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    20. "Der Anti– Intellektualismus Steiners ist in meinen Augen ein ständiges Einfalltor für Populismus. Er hat, angesichts der intellektuellen Spiritualität Steiners, auch eine antisemitische Konnotation: das „materialistische“ Denken und sein christliches, „erlöstes“ Gegenbild, in scharfem, manichäischem und apokalyptischem Gegensatz. Das war schon von der Konstruktion her ein immanentes Problem..."

      M.Eggert, gestern auf Facebook. Also das Antisemitische jetzt schon in Steiners Denken direkt innewohnend. Wenn jemand, der sich mit der Anthroposophie seit langem verbunden fühlt, tatsächlich den Begründer der Anthroposophie inzwischen so sieht, würde ich diesem vorschlagen, eine anspruchsvolle und erfüllende andere Religion/Weltanschauung/Philosophie zu suchen, gibt ja erfreulicherweise mehr als genug.

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    21. Nachtrag: Jemanden mit obiger Haltung würde ich auch die Lektüre der "Taz" empfehlen, Kampfblatt der Linken seit 40 Jahren, die berichten regelmäßig ausführlich über die zahllosen positiven Aspekte in Anthrohausen (zuletzt 17/18.02, vier Seiten, Printausgabe).

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    22. Rainer, Du solltest Zweigleiterin werden!

      Ein völlig neues Wichtigkeitsgefühl würde Dein ganzes Leben ergreifen und Deine Vorschläge, wer sich welche andere 'Religion/Weltanschauung/Philosophie' suchen sollte, hätten ein völlig anderes Gewicht.

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    23. ...nur, weil wir gerade bei der Empfehlungsrunde sind.

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    24. Es ist im deutschsprachigen Raum, in der Schweiz, in Österreich und in der Bundesrepublik Deutschland keine einzige anthroposophische Institution, die verläßlich, treu und kontinuierlich eine Verbindung zur aktuellen weltweiten Demokratiekrise und der nicht darauf reagierenden, noch am Leben seienden, klassischen Anthroposophenschaft herstellt und aufzeigt. Die Demokratie steht ja nicht einfach in Konkurrenz zu autoritären Regimen, sie duldet autoritäre Regime. Manchmal unterstützte man Diktaturen um wirtschaftlicher Vorteile willen, oder um im Kalten Krieg zu punkten. Man bezahlte Fanatiker, um andre Fanatiker militärisch zu binden. Das war kurzsichtig.

      Heute aber ist die Demokratie, gerade durch die Waffen des Infokrieges im Internet ununterbochen begleitet, Angriffsziel. Sowohl von außen, als auch im inneren tobt ein totaler Gedankenkrieg. Auch in Deutschland hat kriminelle Mentalität durch langsam ansteigende gezielt permanente Volksverhetzung, wie im Kindergarten sich immer wieder entschuldigend dafür, um dann weiterzuhetzen, Sitze im Bundestag erschlichen. Um von dort her Vorbild zu geben, als böser Nachbar zum Beispiel nicht mehr nur heimlich zu intrigieren, sondern offen den Streit innerhalb der Bevölkerung anzufachen. Es wird ermutigt, endlich offen auf der Straße Menschen zu beleidigen. Sibylle Berg schrieb im Spiegel mir hier aus der Seele. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/endlich-sind-wir-wieder-wer-kolumne-a-1193549.html

      Es geht um Dinge, die mich seit dem Kindergarten begleiten, nur, daß diese Abartigkeiten der menschlichen Natur nun im Bundestag vertreten sind, und dort taktisch lauern, das ganze Land mit Intrige und Häme zu überziehen. Und eine groooße Zahl kleiner und großer anthroposophischer Institutionen und anthroposophischer Privatleute unterstützt diese Dinge, wie man auf diversen Facebook-Gruppen erfahren, erleben konnte. Doch nicht nur das! Ganz im Stil der Gosse leugnen sie, wenn es zu offensichtlich wird, was sie tun. Oder stehen sich gegenseitig bei.

      Die Tage von Kühlewind u. a. sind vorüber. Es wird der Tag kommen, diesen Verlust zu betrauern. Ob wir ihn erleben, das weiß kein Mensch. Denn die Wunde in der Nachkriegsgesellschaft, durch die Populismus und Autoritarismus möglich geworden ist, wird nun von Populisten und Autoritaristen und Verbrechern für immer offen gehalten werden: Sie werden nie mehr die Bühne räumen. Wir alle ahnen das. Auch die, die positiv denken, ergo wegschauen möchten.

      Meine Entschuldigung (RH, HN) war kein leerer Schatten. Die Menschen, die mich geärgert haben, standen mir näher, als Populisten oder Autoritaristen, und ich versuche durch die Schleier ihrer provokanten Worte, wie "Hassblog" und "Geisthasser" hindurch bis auf den Grund zu sehen, was mir leichter fällt, als manchem anderen, weil ich ein schwaches Ego habe, und ziemlich gut sein könnte in der Eigenschaft des vorauseilenden Gehorsams, wenn ich nur vom Leben gebrochen worden wäre: Ich kann mich in Menschen gefährlich weit und tief hineinversetzen. Natürlich gibt es da Grenzen, und eine natürliche Gabe ist nie eine wissenschaftliche, darum nicht immer verläßlich. Es ist eine Sehnsucht nach einer Spiritualität. Diese Spiritualität fehlt. Sie versprach sich in älteren Tagen, nun für immer bei uns zu bleiben. Zwischen Woodstock und dem Dornacher Betonbau schienen sich jungen Menschen Lichtungen aus Gespräch zu öffnen, die zu vielseitigen unkonventionellen Projekten zu führen schienen. Und viel Gutes ist geschehn, trotz Schwierigkeiten. Trotz blauäugiger Illussionen dabei. Bernhard Albrecht denkt daran sicher gerne.


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    25. Wenn die Egoisten in ihrer Einzigartigkeit zumachen, und nicht mehr da sein werden, dann wird ein Fokus verschwunden sein, in dem sich Kritik an der Anthroposophie gerade aus einer, nun oft okkult gewordenen Verbindung zu den Quellen wirklicher Anthroposophie, niederschlagen durfte, vorbehaltlos und so konsequent wie nur in einer freien Gesellschaft möglich. Das historische Personal wurde ja bereits unfrei, wenn nur im Nachbarland ein Diktator seine Hauffen in Bewegung setzte, und Anthroposophie wurde zu einer nebligen "Rattenlinie" in der Zeit nach den 1000 glorreichen Jahren. Das Konzept "info 3" hat sich längst ganz anderen Themen zugewandt, dort ist Steiner einer von vielen, vielen Philosophen, den man im Kern begriffen zu haben glaubend, meist nur im Hintergrund .. noch ahnt.

      Hier im Egoistenblogg wurde ich überhaupt erst aufmerksam auf die komplexen Personaldebatten, auf Parteien, Netzwerke, und Filz. Zu oft war ich mit Steiners Werken selbst beschäftigt, und ich wollte die Dinge verstehn, über die er sprach. An Vereinen lag mir selber als Outlaw ja nie! Ich wollte, wenn ich in einer Einrichtungen arbeitete, durchaus dienen. Wie mein Mentor Dr. Richard Alpert, Ram Dass es sagte und vorlebte: Andere tagten, er kochte. Und lächelte aus der Küche.. Und putze, war "der Wasserträger". Verstehn wollte ich insgeheim, nicht, um in Debatten zu brillieren. Das war mein Stellenwert, als ich noch in der Anthroposophie aktiv war, und den hatte ich gern.

      Also, nochmal: Wenn die Egoisten, wenn Michael Eggert hier aufhört, wird eine ganz besondere Institution, in der die Rückbindung an Steiner und an verstorbene Mitglieder der einstigen anthroposophischen Gesellschaft hier subtil spürbar ist, und in der immer neu auf die aktuelle Politik aufmerksam gemacht wird, aus guten Gründen, und wo auch Gegenkräfte sich radikal artikulieren dürfen (was mir ja immer große Mühe machte, da ich das ein Leben lang bereits hören mußte und keine geschonte Jugend hatte), dann wird kein ehemaliger oder aktiver Anthroposoph mehr die moralische Kraft oder rein existenziell die Energie aufbringen können, etwas ähnliches zu leisten. Hätten wir drei, hätten wir fünf oder gar 10 solcher Haßbloggs, könnte man getrost herumbashen. Aber just auf diese im deutschen Sprachraum längst einzigartige Institution einzuhauen, im Egoisten-Bashing, weil der Übergringer der permanent schlechten Nachricht mit dem Inhalt selbiger primitivst gleichgesetzt wird, hat mir wehgetan, als ich hier noch kommentierte. Nicht wegen Michael an sich, sondern weil es mir immer auf der Zunge lag, ich das Wort aber nicht fand: Wenn die Egoisten weg sind, wird es keine Kritik an der Anthroposophie mehr geben. "info3" läßt die Anthropopulisten einfach links liegen, und hüllt sich eher in vornehmes Schweigen, was nicht immer ein Zeichen von tieferer Empathie sein mag. Vielleicht wird man später einmal dran denken, nach etlichen Jahren unter einer künftigen AfD-Regierung. Die keiner für möglich hält. Denn Trump wurde auch nicht Präsident.

      Bitte, Rainer, versteh mich nicht falsch. Hier ist in der Tat eine letzte Tankstelle vor der Wüste. Nur ganz wenige Enttäuschte Anthros auf Facebook machen sich noch die Mühe, eine fokussierte Presseschau in Verbindung mit anthroposophischer Rezeption gegenwärtiger Strömungen widerzugeben.

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    26. Der Anti–Intellektualismus Steiners hat den Boden (respektive das intellektuelle Brachland) bereitet, auf welchem der genmanipulierte Intellektualismus vom Typ 'Ganser, Jebsen, Mausfeld & Co.' In ihrer monokulturbedingten Anfälligkeit einzig überlebensfähig sind; und das auch nur unter massivem Einsatz des Herbizides Glyphosophie...

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    27. Der egoistische Sündenfall in 3 StufenMontag, 26. Februar 2018 um 10:03:00 MEZ

      Ich schließe mich RH an, das alles hat mit berechtigter und diskussionswürdiger Kritik der Anthroposophie und Auseinandersetzung mit Rudolf Steiner nicht mehr das Geringste zu tun.

      Auf egoistische Kritiker werden Tonnen an Dreck geschüttet, nach wie vor scharf geschossen und jeder Ansatz einer Diskussion in einem Meer von immer wieder ähnlichen und repetitiven Inhalten sowie einseitigen Verlinkungen ertränkt.

      Man kann Steiner kritisieren, klar, auch seine Anhänger, wenn man denn Argumente hat und bereit wäre Gegenargumente auch auszudiskutieren.
      Dann könnte sich herausstellen wie gut diese Kritik von ihren Autoren betrieben wird und ob sie diskursiven Bestand haben könnte.

      Der Sündenfall um den es sich hier handelt, beginnt erst dort, wo man keine Argumente und Tatsachen vorzuweisen hat, aber dennoch Behauptungen aufstellt. Inhalte fragwürdiger und wissenschaftlich wertloser Zitate (z.B. zu den mehrheitlich nationalsozialistischen Anthroposophen) sind noch keine Tatsachen.
      Das wäre die erste Stufe des Sündenfalls.

      Die zweite Stufe beginnt dort, wo man im Bewusstsein ungerechtfertigter Kritik oder seiner solchen, die man gar nicht auszudiskutieren gewillt ist, die eigenen Gegner mit Schmutz bewirft.

      Dir dritte Stufe, an geistiger Inferiorität und moralischer bis teilweise sogar juristischer Fragwürdigkeit kaum noch zu überbieten, ist es, wenn man den ganzen Dreck, den man über Rudolf Steiner, anthroposophische Institutionen und diejenigen Menschen denen Steiner etwas bedeutet, entleert, bezeichnet als eine positive Tat, so wie öfters angeklungen, z.B. als ein Freischaufeln Steiners von Überflüssigem und Überholtem.
      Das ist eindeutig die unterste Stufe an Falschheit und geistiger Korruption auf die man sinken kann, wenn man Steiner und die Anthroposophie bekämpft, was hier im konkreten Fall nicht mehr geleugnet werden kann, gleichzeitig aber nicht als Steiner-Gegner sondern als eine Art Vertretung wahrer Anthroposophie und Steiner-Anhängerschaft auftritt, während eigene Kritiker wie Untermenschen behandelt werden.
      Tiefer geht's einfach nicht mehr.

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    28. ICH-loses Dämonen- und Heuschrecken-AnonymosumMontag, 26. Februar 2018 um 10:28:00 MEZ

      Ich schließe mich RH und HN nicht an!

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    29. @ Mischa

      "Zu oft war ich mit Steiners Werken selbst beschäftigt, und ich wollte die Dinge verstehn, über die er sprach".

      Das ist tendenziell auch nicht der schlechteste Umgang gegenüber Steiner/Anthroposophie. Ich habe bei dem Blog (und häufig auf FB) mehr den Eindruck, es geht vielen Menschen mehr um Verurteilungen Steiners, egal, ob man ihn versteht oder nicht.

      "Wenn die Egoisten weg sind, wird es keine Kritik an der Anthroposophie mehr geben". Doch, da gibt es diverse Blogs, u.a. Ansgar Martins und Menschen wie A. Lichte, natürlich auch F.Hau und viele andere.

      "Aber just auf diese im deutschen Sprachraum längst einzigartige Institution einzuhauen, im Egoisten-Bashing, weil der Übergringer der permanent schlechten Nachricht mit dem Inhalt selbiger primitivst gleichgesetzt wird..."

      Mischa, ich halte mich schon sehr zurück, schreibe/kritisiere hier nur sehr selten, bzw. gelegentlich bringe ich "kleine sarkastische Anmerkungen". Da sich das meiste hier wiederholt, interessiert es mich nur noch bedingt. Dass ME oben die Ganser-Leser aus Dornach mit den Goebbels-Schwärmern der 30er Jahre auf eine Stufe stellt, fand ich einfach nur unverhältnismäßig und bescheuert (zumal eine Verhöhnung der wirklichen Opfer des "3. Reiches"). That`s all.

      "Die Tage von Kühlewind u. a. sind vorüber". Kommt drauf an, ob es Menschen gibt, die versuchen, seine zahlreichen Anregungen in ihrem Leben zu aktualisieren. Für kontroverse politische Debatten im Netz, Streitereien, usw. sind seine Texte nicht geeignet, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass er auf diese Dinge wie oben von mir beschrieben, reagiert hätte.

      Welcome back!

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    30. @ Glyphosoph,

      Tatsächlich? Einzig (!!) durch Rudolf Steiner gedeihen Ganser, Jebsen und Co?
      In vollem Ernst?

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    31. Gottkaiserlicher Bass-General der intratestinalen galacktischen OttoflottealenMontag, 26. Februar 2018 um 10:34:00 MEZ

      Schmutz wurde doch nirgends geworfen. Es werden doch seit eh und je Argumente betrachtet und in Unmengen artikluliert, fast vorgekaut! Dann wieder einfach nur hingestellt, um nicht den Vorwurf tendenziösen Vorkauens zu haben. Wer wurde denn als Untermenschen behandelt? Manche gebärden sich in ihrer Empörung idiotisch, wie halt das Rumpelstilzchen! Was sagt denn das Rumpelstilzchen zur Königstochter? "Das hat dir der ...!" Und was tut es denn dann? Ach, jeee, ... :-(

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    32. @ Rainer
      Stimmt, Ansgar Martins. Stimmt, Felix Hau. Aber die sind keine Anthroposophen, auf die Art, wie es Michael Eggert war, oder ist. Sie, Ansgar, Felix stehn von allem Anfang an der Anthroposophie eher fern und wie fremd gegenüber. Felix ist ein absoluter Atheist, und sieht Steiner sehr eigenwillig, was ich aber auch nachvollziehen kann, obschon er nur akzeptiert, man habe ihn verstanden, wenn man 100% seiner Meinung wird. Nun, ich mach jetzt mal wieder Schluß hier. Bitte kein "Tennismatch", ich habe zu tun, und würde nur verlieren. Wenn ich wieder anfinge, mit dem Herzen zu schreiben .. :-)

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    33. ‘eine antisemitische Konnotation: das „materialistische“ Denken und sein christliches, „erlöstes“ Gegenbild, in scharfem, manichäischem und apokalyptischem Gegensatz‘

      Die konservativen Anthroposophen verschärfen gerade diesen antisemitischen Gegensatz, der schon bei Steiner als eine Art Substitutionstheologie (Auflösung des Judentums) auftrat. Z.B. “Wie eine Oase setzt sich in diese heidnische Kultur hinein, was das Jüdisch-Hebräische ist, das als Vorbereitung des Christentums aufgefaßt werden muß.“ 191.195

      Der Vorwurf der Dämonisierung steht einer populistischen Diabolisierung der liberalen Anthroposophenschaft gegenüber.

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    34. @ Anonym (Egoistischer Sündenfall...)


      "wenn man den ganzen Dreck, den man über Rudolf Steiner, anthroposophische Institutionen und diejenigen Menschen denen Steiner etwas bedeutet, entleert, bezeichnet als eine positive Tat, so wie öfters angeklungen, z.B. als ein Freischaufeln Steiners von Überflüssigem und Überholtem".

      Genau das kritisiere/bezweifle ich auch, zumal das ja etwas die "Idee des Blogs" zu sein scheint. Das wird auch nicht ansatzweise funktionieren. Nicht nur, dass es im Netz täglich neue diesbezüglichen Dummheiten und Albernheiten zu bestaunen gibt - meint man denn, wenn man es irgendwann "geschafft" hat (Steiner/Anthroposophie von Überflüssigen und Überholten freizuschaufeln) würde "darunter" etwas ideenartiges aufglänzen: Die Essenz der Anthroposopie? Sind irgendwann alle Egoblogleser so desillusioniert und ernüchtert, dass sie ab sofort gewappnet und immunisiert sind, gegen rassistischen Populismus oder mystische Schwärmerei...?

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    35. @Glyphonym

      'Einzig (!!) durch Rudolf Steiner gedeihen Ganser, Jebsen und Co?
      In vollem Ernst?
      '

      Nein, nicht mein Ernst: Das habe ich so nie gesagt!

      Ich habe gesagt:

      'Der Anti–Intellektualismus Steiners'!

      Erstens ist 'Anti-Intellektualismus' nur ein (und ich sage ausdrücklich noch nicht mal 'völlig unberechtigter') Aspekt in Steiners Wirken und zweitens haben SIE das 'einzig' (mit zwei Ausrufezeichen) im vollsten Sinne einer suggestiven, populistischen Wahrheitsverzerrung in meine Aussage hineingefaked.
      //
      Sie demonstrieren in eindrücklichster Weise, wie man durch intellektuelle Keuschheit schon mit den aller rudimentärsten intellektuellen Verknüpfungen einen Griff ins Klo (um auf den Beitragstitel bezugzunehmen) landen muss.

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    36. @ Rainer,

      sehe ich auch so, die "Essenz der Anthroposophie" würde niemals zum Vorschein kommen. Denn diese lebt nur in uns selbst auf, durch Auseinandersetzung mit ihr und in unserem Wirksamseinwollen durch Taten.
      Diese nicht enden wollenden Verweise auf die 10 mal grösser als real existierend dargestellten Schnittmengen zwischen Steiner-Jüngern und rassistischem Populismus und mystischer Schwärmerei dienen einzig und allein dem Kampf gegen Steiner selbst.

      Im Übrigen ist es ja auch eindeutig so, dass damit der rechte Populismus um keinen Zentimeter zurückgedrängt wird, es ist der "egoistische Kampf" gegen die Anthroposophie ein Kampf, welcher der Menschheit den Zugang zur "Essenz der Anthroposophie" erschwert und nicht erleichtert.
      Beweggrund für diesen Kampf ist so quasi ein Egoismus in Bezug auf den Zugang zu Steiner.

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    37. @Anonym

      Ja, das sehe ich auch so!
      Aber manche Auseinandersetzungen muss man eben durchschwimmen, wenn man mal in bestimmte Strömungen geraten ist.
      Anonym, Du gleichst mir dem Unbeteiligten Zuschauer am Ufer, der dem gegen gewisse Strömungen schwimmenden Schwimmer im Fluss immer zuruft, dass die 'Strömungen' ganz sinnlos seien und das es einzig auf den Fluss ankäme...

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    38. @ Anonym
      "Im Übrigen ist es ja auch eindeutig so, dass damit der rechte Populismus um keinen Zentimeter zurückgedrängt wird..."

      Exakt davon gehe ich auch aus. Die entscheidende Frage lässt sich leider kaum nachweisen: Gab es überhaupt mal einen Leser (einen!!) der gegenüber Putin, Ganser oder den "bedenklichen Stellen" Steiners eher positiv gestimmt war und der dann durch die Beiträge hier wieder "auf den rechten Pfad" gekommen ist...?

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    39. Herr Herzog, die Vergeblichkeit menschlichen Strebens ist mir wohl vertraut. Aber ich ziehe es vor, mit einer gewissen Würde unterzugehen.

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    40. @ Rainer,

      "Pro Putin-,Ganser-Leser.......die durch die Beiträge wieder auf den rechten Pfad kamen"?

      Ob es solche "(Nur-)Leser" gibt, kann nicht beurteilt werden, aber Beitragsschreiber sicher kein einziger. Aus dem einfachen Grund, weil es nie einen einzigen gab und gibt, der z.B. gegenüber Putin und Ganser positiv gestimmt war.
      Das Problem ist eben das, dass dort wo eine Ideologie vorgegeben ist, so wie in diesem Blog, auch eine neutrale Haltung, bzw. keine Gegnerschaft bereits als Befürwortung ausgelegt und angeprangert wird.
      Wo Meinungsdiktate herrschen, wird die kleinste Abweichung als böse, als "rechts" usw. ausgelegt.
      In dieser (elitären und utopischen) Schwarz-Weiss-Welt mit haarscharfer, natürlich selbst definierter Trennlinie zwischen Gut und Böse, glaubt man eben zu ausnahmslos jedem Standpunkt und Thema immer und überall auf der Seite der Besseren und richtig Denkenden, also der Elite zu sein.
      Wenn jemand es also z.B. wagt, am status quo, nehmen wir mal an an einem x-beliebigen demokratischen Herrscher etwas auszusetzen, gewisse Vorgehensweisen mit denen in Diktaturen zu vergleichen und auf eine ähnliche Stufe zu stellen, dann bildet dies keinen Diskussionsgegenstand, sondern es wird sofort (da ja aufgrund des Meinungsdiktats verboten) dahingehend ausgelegt, dass der Schreiber eine Sympathie für Diktatoren hätte.

      Das ist das Absurde, die alltägliche Praxis hier!

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    41. Rudolf,
      Ulf-Karsten Weber ist so einfach gestrickt, dass Du ihn bestimmt bald um den Finger gewickelt hast.
      Bei Rainer Herzog wird Dir das aufgrund seines hochdifferenzierten Strickmusters (eins links, eins rechts) nicht gelingen! Den Herzog hat man gerade 1x um den Finger herumgewickelt, schwups dreht sich das Würmchen um und kriecht wieder in die andere Richtung davon.

      Aber ich als Handarbeitslehrerin weiß, dass Du ein guter Junge bist!

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    42. @ Anonym-Rudolf:

      »Das Problem ist eben das, dass dort wo eine Ideologie vorgegeben ist, so wie in diesem Blog, auch eine neutrale Haltung, bzw. keine Gegnerschaft bereits als Befürwortung ausgelegt und angeprangert wird.«

      Ich bitte zu bedenken, daß auch ich nach wie vor unter den Beitragsschreibern bin.
      Freilich ist mir bewußt, daß meine sehr viel neutraleren Beiträge in letzter Zeit das Mißfallen einiger anderer hier erregt haben – und das wird wohl auch in Zukunft so sein. :-) Das halte ich aus.
      Aber ich möchte doch festhalten: seit meinem Einstieg als Autorin im Egoistenblog wurde ich weder daran gehindert, Beiträge zu veröffentlichen, noch wurde versucht, mich zu weniger neutralem Schreiben zu bewegen. Es gibt auch keine Zensur in dem Sinne, daß ich Michael meine Beiträge erst vorlegen müßte, bevor ich sie ins Netz stelle.

      Zudem: Es wäre ein Leichtes, Kommentare mit abweichenden Meinungen zu löschen. Sie bleiben aber hier stehen. Daß ihnen widersprochen wird, auch empört widersprochen, auch deftig widersprochen - - - das liegt in der Natur der Sache (und in der Natur der Menschen…).


      Ich begreife gut, daß Michaels Frage, »ob die Basler und Dornacher Biedermänner, die dies als ihr Verständnis von „freiem Geistesleben“ erklären, wohl auch zu Goebbels geströmt wären«, bei so manchem Entrüstung, wenn nicht Entsetzen auslöst, und jedenfalls heftige Abwehr.

      Aber was wißt Ihr bisher von Joseph Goebbels?
      Welche Texte kennt Ihr?

      Meint Ihr wirklich nicht, daß nicht nur Verteidiger des christlichen Abendlandes, sondern auch etliche heutige Anthroposophen Sätze wie »Nun habe ich das Wort: wir modernen Deutschen sind so etwas wie Christussozialisten.« attraktiv finden könnten?
      Oder wie wäre es damit:

      »Der Geist ist ewig nur der eine selbe,
      Geist einte uns,
      Geist führt die guten Willens zueinander.
      Er leidet jetzt und siecht;
      Doch in dem letzten Ringen
      Wird er die Starken zueinanderreißen.

      Geist ist Gott!
      Ich glaube an Gott.
      Wenn alles stürzt, wir fassen
      Die letzte Planke,
      Wir schauen
      Vom sicheren Port,
      Wie die entgötterte Gesellschaft
      Der alten, heiligen Europa
      Zusammenstürzt.

      Das Spiel beginne.«


      Herzlichen Gruß in die kontroversielle Runde,
      Ingrid

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    43. Liebe Ingrid,

      vielen Dank. Ja, in der Tat, solche Texte hätten wohl von Goebbels die Wenigsten vermutet.
      Die Frage ist aber doch sicher hier eine ganz andere, als jene die du gestellt hast.
      Ich würde sagen: Geht es oder geht es nicht darum Steiner und die Anthroposophie zu bekämpfen und als "rechtsgerichtet" darzustellen? Geht es oder geht es nicht darum alle diejenigen, welche nicht haargenau die Linie des Blogs vertreten, als böse und rechtsgerichtet oder sonst wie abartig zu brandmarken?

      Denn wenn es jetzt wirklich um Goebbels gehen sollte, liegt doch wieder nichts anderes als derselbe Schulterschluss in der Luft, als dass eben ein erneuter "Beweis" geliefert wäre, die heutigen Anthros seien alle samt und sonders Nazis, für den Fall, dass man deine Frage mit ja beantworten würde.

      Führt uns das hier weiter? Ich denke nicht.
      Wenn ein Forum ideologisch ausgerichtet ist, d.h. nicht geeignet ist, z.B. über die Anerkennung der Tatsache zu diskutieren, dass das Böse schlechthin nicht als sauber abzugrenzendes Ganzes einer Ideologie, einer politischen Ausrichtung oder auch einer Person (z.B. Hitler, Goebbels usw..) übertragen werden kann und umgekehrt diese Ideologien, politischen Ausrichtungen oder Personen auch nicht aus nichts anderem bestehen können, als das Böse schlechthin, wird es ad infinitum zu den bekannten Fehlinterpretationen kommen, mit der Folge der Verwechslung der sachlichen mit der persönlich/emotionalen Ebene.

      Und es wird beim Info-Krieg bleiben. Klar liegt es in der menschlichen Natur, persönlich empört und auch beleidigt oder beleidigend zu reagieren.
      Aber in Wirklichkeit geht ja hier im Allgemeinen (und auch mir) nicht um menschliche Regungen, Gefühlsäußerungen, Begegnungen und Reaktionen, sondern um eine anonymisierte Auseinandersetzung mit dem Hauptthema Rudolf Steiner und mit ihm zusammenhängend, um andere aktuelle Themen.

      Es stimmt, dass der Egoistenblog offen ist, (meistens) anonym geschrieben werden darf, nicht redigiert und zensuriert wird.
      Mir scheint aber, dass der "Ersatz" für dieses "Offensein" eben gerade die persönlichen Angriffe einiger - so scheint es mir oft - als "Wachhunde" abgerichteter Schreiber sind , die eine permanente Beleidigung und Verhöhnung kontroverser Beitragsschreiber betreiben, welche es letztlich dem Blog ermöglicht (trotz vorgeschobener Offenheit) ideologiegesteuert und auf diese Steuerung aufbauend, die Ausrichtung immer genau beizubehalten. Also z.B. "steinerkritisch in Steiners Namen" oder auch "russophob" weiterzubestehen.
      Womit ich jetzt nicht gesagt haben will, dass ich "russophil" wäre, nur damit das wieder klar ist!
      Vielleicht ja auch wieder nur ein Beispiel, dass wir wieder mitten im Thema wären.

      Lg....;-))

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    44. Die Texte sind ein Beispiel des Traditionalismus, Ecos Urfaschismus Punkt 1. Die meisten Egoblog-Beiträge sind ideologisch eher russophil (aber deutlich Kremlphobisch und Putinphobisch).

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    45. "Aber was wißt Ihr bisher von Joseph Goebbels?
      Welche Texte kennt Ihr?"

      Ingrid, das meinst Du nicht ernst, oder? War ironisch gemeint, oder?
      Wenn nicht: Es ist für die obige Thematik mehr als uninteressant, welche "Texte" ein Goebbels verfasst hat. Er war einer der Hauptverantwortlichen des Holocaust, was man als allgemein bekannt voraussetzen darf.

      Die gegenwärtigen (!) Dornacher Anthros mit den Goebbels-Anhängern zu vergleichen, halte ich für albern (ähnlich albern, wie "Die Drei" wegen einem Artikel als "rechtspopulistisches Hetzblatt" öffentlich zu verunglimpfen).

      Gibt wohl mehr "Klicks" und "Likes" bei solchen absurden Vergleichen.

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    46. Es scheint mir wirklich nicht, dass sprachlich oder auch nur sinngemäß Anthroposophen mit "Goebbels-Anhängern" verglichen wurden.

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    47. Lieber Rainer,

      doch, das meinte ich durchaus ernst.

      »Er war einer der Hauptverantwortlichen des Holocaust, was man als allgemein bekannt voraussetzen darf.«
      Freilich. Das ist es, was man heutzutage gemeinhin von Joseph Goebbels weiß.
      Heute ist das allgemein bekannt.
      Aber damals, in den frühen 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts, war das nicht so.

      Ich verstehe Michaels Frage, »ob die Basler und Dornacher Biedermänner, die dies als ihr Verständnis von „freiem Geistesleben“ erklären, wohl auch zu Goebbels geströmt wären«, nicht so, als würde er annehmen, sie könnten heute jemandem zuströmen, von dem sie wissen, daß er für den Holocaust mitverantwortlich war.
      Sondern ich denke, Michael fragt danach, ob sie Goebbels damals, als der Holocaust noch in der Zukunft lag, zugeströmt wären.

      Und deshalb finde ich es durchaus nicht »mehr als uninteressant, welche "Texte" ein Goebbels verfasst hat.«
      Denn erst, wenn man Goebbels' Texte aus den späten 20er oder frühen 30er Jahren kennt, als er noch nicht Propagandaminister war und von einer Karriere als Schriftsteller träumte — erst dann kann man beurteilen, ob Michaels Frage vollkommen absurd ist, oder vielleicht doch nicht ganz…

      Das von mir Zitierte stammt übrigens aus Goebbels' 1929 erschienem Roman: Michael. Ein deutsches Schicksal in Tagebuchblättern.

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    48. Ingrid, mag sein, dass Du recht hast mit Deinem etwas differenzierteren Blick auf MEs Kommentar.

      Dennoch bleibt es dabei, dass er einen direkten Bezug zwischen den heutigen Dornachern und dem "zu Goebbels strömen..." herstellt - das ergibt sich auch aus dem Satz, der aus obigen Zitat folgt:

      "Ob ihre Fremdenfeindlichkeit den kleinen Sprung zum offenen Antisemitismus (der sich bislang noch als Anti- Intellektualismus tarnt) schaffen wird?"

      Das ist schon mehr als absurd, das ist einfach nur noch unverschämt und krank.

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    49. Lieber Rainer,

      »"Ob ihre Fremdenfeindlichkeit den kleinen Sprung zum offenen Antisemitismus (der sich bislang noch als Anti- Intellektualismus tarnt) schaffen wird?"«

      Zur prinzipiellen Möglichkeit eines solchen „kleinen Sprunges“ noch ein Goebbels-Zitat, aus einem 1919 geschriebenen Brief (ich zitiere das aus dem Flensburger Heft 41, „Anthroposphie und Rassismus“, S 176):
      »Du weißt ja, daß ich dieses übertriebene Antisemitentum nicht besonders leiden mag. […] Ich kann ja auch nicht gerade sagen, daß die Juden meine besonderen Freunde wären, aber ich meine durch Schimpfen oder gar durch Pogrome schafft man sie nicht aus der Welt, und wenn man es auf diese Weise könnte, dann wäre das sehr unedel und menschenunwürdig.«


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    50. Nach der bösartig-paranoiden Logik des Herrn Eggert, ist es durchaus naheliegend, meine Wenigkeit vielleicht demnächst mit SA/SS-Leuten direkt oder indirekt (könnte er vielleicht...) in Verbindung zu bringen:

      Ich lese gerne Bücher des Antisemiten und Rassisten R.Steiner. Ich liebe die "deutsche Kultur" (Goethe, Novalis, Hölderlin, Bach, usw.). Ich fühle mich mit einem "christlichen Weltbild" verbunden. Ich habe keine Lust mich mit dem Islam zu beschäftigen. Ich finde ein Lied ("Alles lebt") von Xavier Naidoo gut. Ich bin viel im Internet.

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    51. @ Ingrid,

      Es kommt nicht darauf an, was Michael gemeint haben könnte, sondern welchen Eindruck er bei den Lesern durch unangebrachte Vergleiche erweckt oder erwecken wollte.

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    52. @ Anonym,

      nun - und ich habe dargestellt, welchen Eindruck er bei mir erweckt hat.
      :-) Oder kommt es darauf auch nicht an?

      Gute Nacht!

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    53. @ Ingrid,

      Für dich persönlich sicher, für den Dienst den er der Anthroposophie oder Steiner erweist weniger. Geht es hier nicht eher um Letzteres?

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    54. Komisch, normalerweise wollen Anthroposophen doch nicht von 'Eindrücken', sondern vom Verständnis für die Zusammenhänge gespeist werden?
      Manche Sinnzusammenhänge sind bei lebenslanger intellektueller Abstinenz auf nüchternes Gehirn natürlich vollkommen unverdaulich - das kann ich schon verstehen.
      Geradezu lächerlich ist es dann allerdings, wenn man die eigene intellektuelle Unbeflecktheit auf den in diesen Zusammenhängen vorgeschobenen so genannten 'Leser' projiziert:
      'Mich als Hochgrad-Anthroposoph, der die Zusammenhänge von allen Seiten kennt, kann das ja nicht umhauen, aber der Leeeeeser, denken Sie nur, was für einen Eindruck das auf den Leeeeser Macht!'

      Wer seine Mitwelt in ihren Erkenntnismöglichkeiten unterschätzt, wird irgend wann nicht mehr ernst genommen werden - das ist ganz reales Karma!

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    55. Welche Wandlasur hätten' s denn gern?Dienstag, 27. Februar 2018 um 23:45:00 MEZ

      Ich würde eher Fragen, welchen Eindruck es auf in Sinnzusammenhängen denkende Menschen macht, wenn Dornach und seine Zweige sich zur Rampe für exzentrische Privatmeinungen vom Typ 'Gänserich, Kennchen Kaffee, Mausefalle & Co.' macht.
      //
      Wenn Sie, Anonym, in reiner Eindruckshascherei mit Mitteln der Tatsachenleugnung einen Dienst an der Anthroposophie oder an Steiner sehen, dann würde ich an Ihrer Stelle die pfirsichblütfarbene (oder auch schweinchenrosa) Wandlasierung in meinem anthroposophisches Studierstübchen schon mal mit Pech und Schwefel überpinseln.

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    56. Echt blöd dass nicht alle klar erkennen, dass die Gleichsetzung der Anthroposophie mit dem Nationalsozialismus im Grunde ein Segen für Erstere ist.

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    57. @Anonym
      Es geht nicht um 'Anthroposophie', es geht um Umtriebe, welche im Namen der Anthroposophie veranstaltet werden.
      Diesen primitiven Zusammenhang müsste man doch auch ganz ohne die Anwendung von 'Intellektualismus' erfassen können!

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    58. Ich bleib lieber Anonym (mit Rücksicht auf den 'unbedarften Leser')Mittwoch, 28. Februar 2018 um 00:39:00 MEZ

      LEITSATZERGÄNZUNG
      Anthroposophischer Leitsatz 186:

      Für alle Fragen, welche durch
      die Leitsätze 1-185
      nicht beantwortet werden können, weisen Sie darauf hin, dass die Beantwortung der Frage 'den unbedarften Leser zu sehr verunsichern würde'.


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    59. An alle hochgradig geschockten Anthroponyme und Ähnliche.:

      Man kann es machen, die "unbedarften Leser" verhöhnen, jeden der vielleicht seinen persönlichen Zugang zur Anthroposophie noch nicht gefunden hat, als intellektuell zurückgeblieben darstellen, weil er sich von den idiotischen Nazivergleichen beeinflussen lässt, die nun von egoistischer Seite in ein ganz anderes Licht gestellt werden.
      Aber eben nur dann, wenn man die Anthroposophie als etwas Elitäres für einen begrenzten Kreis von eingeweihten Hochgrad-Anthroposophen , welche partout verhindern möchten, dass auch "unbedarfte Leser" eventuell einen Zugang zur Anthroposophie finden.
      Denn diesen Menschen dürfte der Zugang zur Anthroposophie sicher schwerer fallen, wenn diese permanent in die nationalsozialistische Ecke gestellt wird.
      Man kann natürlich auch das machen, aber es wird auf einen selbst zurückfallen, umso mehr wenn man nach außen hin das Gegenteil behauptet von dem was man wirklich tut.
      Aber klar, Egoisten gehen ja nur von sich selbst aus, nach dem Motto Anthroposophie nur für uns selbst. Wenn die anderen Dummen die Nazi-Verortung der Bewegung nicht als das erkennen, was sie angeblich sein soll, (z.B. Goebbels vor dem Holocaust) na dann....selbst schuld!
      Wir haben ihren Zugang zur Anthroposophie ja nicht verhindert.
      Nein meine Lieben, so einfach und billig ist die ganze Geschichte leider nicht!


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    60. Anonym, Du bist dermaßen selbstverpeilt, dass Du noch nicht mal merkst, dass ich Dich verarscht habe und nicht den 'unbedarften Leser'.
      Der unberdarte Leser ist nämlich ein rein fiktives Konstrukt von Leuten Deines Typus, welche sich mit dem 'inszenierten unbedarften Leser' die Vorstellung des 'bereits fortgeschritten, erhaben und zur Menschenführung berufen seins' gönnen wollen.

      Komm mal auf den Teppich, es geht um Dich und nur um Dich!

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    61. @ ungeschockter Anonym:

      *** die "unbedarften Leser" verhöhnen ***

      Wie der geschockte LESER weiter oben schon angedeutet hat: DU bist es, der die "unbedarften Leser" verhöhnt, indem er sie ganz offensichtlich unterschätzt.
      Glaubst du wirklich, jemand, der die Anthroposophie nur von außen kennt, kommt nicht von selbst auf den Gedanken, bedingungslosen Offenbarungsglauben, gepaart mit Guru-Verehrung und dem Willen, der Anthroposophie oder Rudolf Steiner jederzeit einen Dienst zu erweisen, zuallererst einmal verdächtig zu finden?

      Ah - ich sehe, der geschockte LESER / Bedarfte Schreiber hat das schon selber präzisiert...
      :-)

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    62. @ Ungeschockte Bedarfte,

      um Offenbarungsglaube und Guru-Verehrung ging es hier ja gar nicht. Außerdem stellen diese auch nur Randerscheinungen im anthroposophischen Spektrum dar.
      Es geht um die Nazivergleiche, die noch weiter hergeholt sind als beispielsweise der "Offenbarungsglaube", aber dennoch weit mehr abschrecken dürften.

      Und das bei Widerspruch wieder so ein "Vera.......sexempel" statuiert werden wird, war mir auch von vornherein klar.

      Anders geht es ja nicht und anders könnt ihr anscheinend auch nicht!

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    63. Kernmuster egoistischen VerhaltensMittwoch, 28. Februar 2018 um 11:03:00 MEZ

      Selbst Steiner und die Anthroposophie verhöhnen, dann die Kritiker dieser intellektuellen Glanzleistungen der Verhöhnung der Leser beschuldigen.

      Wahre geistige Erhabenheit!

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    64. Ok, ich sehe: Argumentativ schon wieder bei 'Ende Gelände' angelangt!

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    65. @ Anonym:

      Nun - ich habe versucht, auf den „Spiritualismus“ eines Goebbels aufmerksam zu machen (dem es dann sehr wohl auch um die bedingungslose Treue zur Erlösergestalt des verehrten charismatischen „Gurus“ ging) — und so denen, die der Anthroposophie einen Dienst erweisen wollen, die Gelegenheit zu bieten, die Unterschiede herauszuarbeiten.
      Denn dem unbedarften Leser wird es möglicherweise nicht genügen, wenn man gewisse Assoziationen ohne jede weitere Begründung als „weit hergeholt“ oder „idiotisch“ bezeichnet.

      Nein mein Lieber, so einfach und billig ist die ganze Geschichte leider nicht!

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    66. Ein befremdliches Lebensgefühl, wenn kedes stoßen an die eigenen Vorstellungsgrenzen (was bei Intellektueller Enthaltsamkeit zwangsläufig auf Schritt und Tritt eintreten muss) als ein 'Verspotten und Verhöhnen' von 'Steiner und der gesamten Anthroposophie' und damit eben auch der eigenen Scheinexistenz erlebt wird...

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    67. @ Ingrid,

      "Denn dem unbedarften Leser wird es möglicherweise nicht genügen, wenn man gewisse Assoziationen ohne jede weitere Begründung als „weit hergeholt“ oder „idiotisch“ bezeichnet"

      Wir müssen unterscheiden zwischen "Assoziationen" und einzelnen Tatsachen oder Behauptungen. Niemand hat die Assoziationen, also die - egal ob bewusst oder unbewusst - erfolgenden Verknüpfungen von Gedanken und im Prinzip voneinander unabhängigen Tatbeständen als idiotisch bezeichnet. Das wäre gar nicht sinnhaft. Denn diese Assoziationen entstehen erst durch das Denken oder das unbewusste Empfinden des Rezipienten in diesem selbst.

      Als idiotisch bezeichnete ich Behauptungen, wie die Nazivergleiche (z.B. die in diesem Blog immer wieder neu aufgewärmten Behauptungen dass Steiner ein Vorreiter der Rechten gewesen sein soll oder die Mehrheit der Anthroposophen der 30er und weite Teile der heutigen Nazis waren, bzw. sind).
      Die "Assoziation" ist erst der nächste Schritt, wenn also ein Leser dieser Behauptungen über sein eigenes Denken und Empfinden zur Überzeugung gelangt, Rudolf Steiner oder die Anthroposophie wären abzulehnen, da nazistisch.
      Also liebe Ingrid, nochmal. Nicht dein Aufmerksam machen auf den Spiritualismus Goebbels kritisiere ich, sondern die Leugnung, dass in den "unbedarften Lesern" durch Assoziation der Eindruck entstehen könnte, es gäbe irgendwelche Zusammenhänge zwischen dem Nationalsozialismus und der Anthroposophie. Und ich kritisiere natürlich auch, dass gesagt wird, der "unbedarfte Leser" existiere gar nicht, sei eine Projektion desjenigen, der darauf hinweist. Ein bisschen zu einfach!
      Soweit klar?
      Dem unbedarften Leser mag es im Einzelfall daher "nicht genügen, wenn Behauptungen ohne Gegenargumente als weit hergeholt bezeichnet werden", das stimmt, aber für die eigenen Assoziationen ist und bleibt er selbst verantwortlich, die kann er gar nicht als "weit hergeholt" empfinden.

      Deswegen ist es unerheblich, was Michael meinte, als er danach fragte, ob die "Basler und Dornacher Biedermänner" Goebbels damals, als der Holocaust noch in der Zukunft lag, zugeströmt wären.
      Allein das Stellen der Frage löst die Assoziationskette aus.
      Fragen kann man natürlich stellen, aber man muss sich dann auf Antworten gefasst machen. die u.U. auch die Sinnhaftigkeit der Frage betreffen könnten.

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    68. @ Anonym:

      :-) Wie denn nun:

      »Allein das Stellen der Frage löst die Assoziationskette aus.«

      oder

      »Denn diese Assoziationen entstehen erst durch das Denken oder das unbewusste Empfinden des Rezipienten in diesem selbst.«

      ?

      Im übrigen ist das Stellen einer Frage, auch einer rhetorischen, noch keine Behauptung (frag mal Herrn Ganser…).

      Aber ich nehme zur Kenntnis, daß Du zwar dafür bist, daß andere der Anthroposophie oder Rudolf Steiner Dienste erweisen, daß Du selber aber die Unterschiede, die Dir gewisse Vergleiche „weit hergeholt“ oder „idiotisch“ erscheinen lassen, nicht herausarbeiten willst oder kannst.

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    69. @ Ingrid,

      ;))
      also mir erscheinen beim besten Willen meine zwei Zitate nicht im Widerspruch zu stehen.
      Durch eine von jemandem gestellte Frage wird etwas ausgelöst. Es kommt in den Rezipienten ein Vorgang in Gang, der in ihnen etwas entstehen lässt, als Ergebnis also Assoziationen.

      Die von Michael gestellte Frage habe ich auch keinesfalls als Behauptung aufgefasst oder dargestellt, es ist aber meiner Meinung nach nicht auszuschließen, dass sie ähnlich wie eine Behauptung Assoziationen auslösen könnte.
      Was meinst du mit "Unterschieden", die herausgearbeitet werden sollten?
      Ich hatte doch dezidiert betont, dass ich nur einzelne Tatbestände oder Aussagen als "weit hergeholt" oder auch "idiotisch" empfinde, nicht aber die darauf aufbauenden möglichen Assoziationen anderer.

      Auch habe ich den Eindruck, dass wir aneinander vorbei reden. Ich meine wirklich ankommen tut es auf die Intentionen einerseits und auf die Ergebnisse andererseits.
      Bei Dir habe ich eher nicht den Eindruck, dass du durch dein Eingehen auf Goebbels die Anthroposophen als einen Nazi-Verein darstellen oder bewusst solche Assoziationen wecken möchtest. Vielleicht könnte es ein unbeabsichtigter Nebeneffekt sein? Würde mich schon interessieren wie du selbst darüber denkst. Natürlich mit eindeutigem Ergebnis, nicht in der typisch egoistischen Hintertürchen offen lassenden Mehrdeutigkeit..;))
      Bei anderen Blog-Teilnehmern sieht's da schon anders aus, habe aber keine Lust das im Detail nochmal herauszuarbeiten, habe es oft bereits schon getan.

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    70. @ Anonym-Rudolf:

      »Was meinst du mit "Unterschieden", die herausgearbeitet werden sollten?«
      Ich meine zum Beispiel die Unterschiede zwischen den esoterischen Texten und Sprüchen Rudolf Steiners und dem von mir zitierten Goebbels-Text.

      Wenn Du die klar herausarbeitest, leistest Du sehr viel mehr für die Assoziationskette des unbedarften Lesers, als durch Dein Monieren, daß möglicherweise solche Assoziationen geweckt werden könnten, ob nun intendiert oder unbeabsichtigt.

      Für heut ade … das real life gibt mir in den nächsten beiden Tagen viel zu tun.
      Herzlichen Gruß in die Runde,
      Ingrid

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    71. @ Ingrid,

      Ich denke, das selbst für den Fall, dass keine Unterschiede zwischen gewissen Goebbels-Texten und esoterischen Texten Steiners konstatiert würden, es falsch wäre, Steiner oder die Anthroposophie als rechtsgerichtet zu bezeichnen.

      Sehr wohl könnten aber in vielen Menschen durch Assoziationen solche Vorstellungen entstehen.

      Deswegen ist der Kontext wichtig, in welchem solche Feststellungen bzgl. einer Übereinstimmung fallen.

      Überall dort, wo der Hinweis auf die zugrundeliegende und zur Gänze offengelegte Intention unterbleibt, die man mit solchen Hinweisen verfolgt, bedeutet dies ein Fischen im Trüben bzw. eine bewusst versuchte Erzeugung von irreleitenden Assoziationen.

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    72. @ Ingrid
      "Im übrigen ist das Stellen einer Frage, auch einer rhetorischen, noch keine Behauptung"

      Das machen interessanterweise die Rechten und die Verschwöris ziemlich häufig: Rhetorische Fragen stellen, bekannte und längst
      bewiesene Tatsachen hinterfragen:

      Hat der Holocaust wirklich so stattgefunden, wie behauptet wird? War es wirklich nur ein Attentäter bei dem Anschlag in Berlin? usw.

      "Man wird doch mal fragen dürfen..."

      Ähnlich erlebe ich Deine "Fragehaltung": "ob Michaels Frage vollkommen absurd ist, oder vielleicht doch nicht ganz…" das ist eine, wenn auch "freundlich gemeinte" Einladung, die Anthroposophen in Dornach mit den Nazis der 30er zu vergleichen.

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    73. @ Rainer,

      Es verhält sich hier nicht anders....."egoistische Tatsachen" dürfen einfach nicht hinterfragt werden.

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    74. Ich habe von dem empörten Rainer (der hier eigentlich nur noch Fußballzitate posten wollte) und dem anonymen Rudolf noch kein einziges Argument gehört, aus welchem sich auch nur annähernd eine Frage ableiten ließe.
      Alles beschränkt sich auf 'Hey mann, findest Du nicht auch, dass Eggert da etwas zu dick aufgträgt?'.
      Die Frage nach dem Kern, nämlich nach den eindeutig politisch tendenziösen Umtrieben unter dem Dach der AAG und ihr Zustrom aus der Anthroposophenschaft, wird von R&R systematisch ignoriert und ausgeblendet.

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    75. @ Anonym:

      »Ich denke, das selbst für den Fall, dass keine Unterschiede zwischen gewissen Goebbels-Texten und esoterischen Texten Steiners konstatiert würden, es falsch wäre, Steiner oder die Anthroposophie als rechtsgerichtet zu bezeichnen.«
      Ah - da würde mich nun interessieren, warum.
      Und bedeutet das, Du kannst keine Unterschiede erkennen?

      »Überall dort, wo der Hinweis auf die zugrundeliegende und zur Gänze offengelegte Intention unterbleibt, die man mit solchen Hinweisen verfolgt, bedeutet dies ein Fischen im Trüben bzw. eine bewusst versuchte Erzeugung von irreleitenden Assoziationen.«
      Ich habe meine Intentionen offengelegt: es geht mir darum, diejenigen, die begierig sind, der Anthroposophie oder Rudolf Steiner Dienste zu erweisen, dazu anzuregen, die Unterschiede herauszuarbeiten.


      @ Rainer:
      »das ist eine, wenn auch "freundlich gemeinte" Einladung, die Anthroposophen in Dornach mit den Nazis der 30er zu vergleichen.«
      Nun ja - wie sollte man denn Unterschiede feststellen können, wenn man gar nicht erst vergleichen will?

      Schau. Derartige Vergleiche sind doch längst in der Welt - dazu brauchte es keinen Egoistenblog.
      Das Flensburger Heft „Anthroposophie und Rassismus“ mit dem Kapitel über „Nationalokkultismus“, in dem ich die Goebbels-Zitate gefunden habe, stammt aus dem Jahr 1993.
      Und seither gab es etliche Autoren, die sich mit diesem Thema beschäftigt haben (ich nenne jetzt nur Ansgar Martins’ Rassismus und Geschichtsmetaphysik, 2012; und Peter Staudenmaiers Between Occultism and Nazism, 2014). Das ist also nicht gerade neu.

      Es geht mir einfach darum, Argumente zu finden für die Behauptung, Michaels Frage sei vollkommen absurd.
      Sollte das wirklich nicht möglich sein?

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    76. Und „Friedensforscher“ war Goebbels auch! https://www.youtube.com/watch?v=RTW5XYxXhY8&feature=share

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    77. @ Michael

      "…Und "Friedensforscher" war Goebbels auch!..."

      Eine weitere Verwandtschaft der beiden Friedensdoktoren:

      Der "kleine Doktor", "unser" Doktor Joseph Goebbels so wurde er von vielen genannt, verwendete sein Leben lang bei Unterschriften den Doktortitel (Dr. Goebbels oder als Paraphe: Dr. G.) und ließ sich immer mit dem akademischen Titel anreden.

      Auch "Doktor Daniele Ganser" legt ebenfalls großen Wert auf seinen Doktortitel. Er reagiert äußerst empfindlich, wenn man ihn als "Verschwörungstheoretiker" bezeichnet. So auch in der "Arena" im Schweizer Fernsehen SRF. Der Angeschossene beharrte auf seiner Wissenschaftlichkeit, berief sich auf seinen Doktortitel und forderte sogar den Moderator der Diskussionsrunde mit Nachdruck auf, seine akademischen Meriten auszuweisen. Unter Empörung der Diskussionsteilnehmer. Auf jedem Flyer und sogar auf Facebook nennt er sich "Dr. Daniele Ganser". Keinen ernst zu nehmenden Wissenschaftler, sogar keinen Forscher von Weltrang präsentieren sich auf Facebook mit den akademischen Firlefanz.

      Antisemit wurde Goebbels erst nach seinem Studium und dem 1922 erworbenen Doktortitel. In den Scheinwerfern der Öffentlichkeit kommt er dann erst als Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, unmittelbar nach der Machtergreifung, in eine Rede im Berliner Sportpalast, 18. Februar 1933, wo die Intentionen des neuen Deutschlands und seine Führung unmissverständlich und offen vorgeführt werden in einem Massenmedialen Ereignis, damals unerhörten Ausmaßes, vor einem Millionenpublikum im Stadion, darüber hinaus in Berlin und im Rundfunk des Reiches:

      "…Meine Volksgenossen und Volksgenossinnen,

      …Sie sind am heutigen Abend Augen- und Ohrenzeuge eines Massenereignisses, wie es in diesem Umfang in Deutschland, und wahrscheinlich in der ganzen Welt, noch niemals dagewesen ist.

      Ich glaube man sagt wohl nicht zu viel, wenn man behauptet, dass am heutigen Abend mindestens 20 Millionen Menschen in Deutschland und jenseits der Deutschen Grenzen die Rede Reichskanzlers Adolf Hillers zu Gehör bekommen werden.

      Allein in Berlin sind außer dieser großen Massendemonstration im Sportpalast 10 große Lautsprecher auf den öffentlichen Plätzen aufgestellt. Und jetzt schon sammeln sich vor diesen Lautsprechern wahre Menschenmauern, und es wird an diesen Lautsprechern mindestens ein Publikum von 5 / 600.000 Menschen stehen, die diese Rede zu Gehör bekommen…

      …Wenn die Jüdische Presse sich darüber beschwert, dass die nationalsozialistische Bewegung nun den Reichskanzler auf allen deutschen Sendern sprechen lässt, so können wir nur zur Antwort geben: "Wie ihr es uns vorgemacht habt, so machen wir es euch jetzt nach."…

      … Man muss nämlich gut regieren, und mit einer guten Regierung auch eine gute Propaganda betreiben. Das eine gehört zum anderen. Eine gute Regierung ohne Propaganda kann ebenso wenig bestehen wie eine gute Propaganda ohne eine gute Regierung. Beide müssen sich einander ergänzen.

      Und wenn die jüdischen Zeitungen heute noch glauben, durch versteckte Drohungen die Nationalsozialisten Bewegung einschüchtern zu können, wenn sie heute glauben, unsere Notverordnungen umgehen zu dürfen, sie sollen sich hüten! Einmal wird unsere Geduld zu Ende sein, und dann wird den Juden das freche Lügenmaul gestopft werden.

      Und wenn wieder andere Jüdische Zeitungen der Meinung sind, sie könnten jetzt mit fliegenden Fahnen zu uns herüberschwangen, dann können wir nur zur Antwort geben, Stürzen Sie sich nicht in Unkosten… Es wird auch der sozialistischen Presse nicht gelingen die Dinge ins Gegenteil umzulügen.

      Wenn die Rote Fahne, in typischer jüdischen Frechheit wagt zu behaupten, dass unser Kamerad Maikowski und der Polizeiwachtmeister Zauritz von unseren eigenen Kameraden erschossen worden ist, so muss ich sagen, diese jüdische Frechheit hat länger gelebt als sie in Zukunft noch leben wird. Und wir werden den Herren vom Karl-Liebknecht-Haus bald Töne beibringen, die sie noch niemals vernommen haben…"

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    78. Fortsetzung:

      Siehe: Sportpalast Berlin, 10. Februar 1933
      https://www.youtube.com/watch?v=I-dWTxSdZ1A
      http://www.emersonkent.com/speeches/das_deutsche_volk_vorrede_goebbels.htm

      So werden auch Anthroposophen Goebbels wahrgenommen haben. Im gleichen Jahr, 1933, bekannte Guenther Wachsmuth, Vorstandsmitglied, Schatzmeister und Sekretär der Anthroposophischen Gesellschaft, in diesen Funktionen wirkte er bis zu seinem Tod 1963, öffentlich seine Sympathie gegenüber "was z Zt. in Deutschland geschieht" und versuchte das Einschreiben von jüdische Mitglieder in Dornach zu verhindern: "er könne doch nicht am Goetheanum einen Judenstall haben".

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    79. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    80. Sehr aufschlussreich:

      Radiophone Stimminszenierungen im Nationalsozialismus
      Eine medienwissenschaftliche Perspektive

      Daniel Gethmann über das mediale Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit von Stimmen und Klängen und die "absolute Gemeinsamkeit von Nationalsozialismus und Rundfunk" als "Identitätsbehauptung artikulierende politische In-Dienst-Stellung des Radios":

      Das Radio war unmittelbares Herrschaftsinstrument: "Rundfunk bringt Freude und verbindet Dich mit Deinem Volk".

      Propagandalenkung durch den deutschen Rundfunk, auf dessen politisches Ziel, "die ganze Nation in eine gigantische Massenversammlung zu verwandeln, die an den Lippen des Führers hing und zum mindesten im Geiste teilnahm an dem Begeisterungsjubel und den ekstatischen Sprechchören… Schließlich wandelte sich durch die nahezu täglichen Übertragungen…der Ort des tatsächlichen Geschehens tendenziell zu einem virtuellen Ort im Radioraum; das Saalpublikum in den wechselnden Städten bildete nur einen Bruchteil der realen Hörer jeder Rede."

      Zur Rundfunkübertragung aus dem Berliner Sportpalast vom 10. Februar 1933: "Zunächst lieferte Joseph Goebbels einen Stimmungsbericht aus der Halle exklusiv für die Radiozuhörer, bis Adolf Hitler im Saal vors Mikrophon trat. "Oben im ersten Rang über dem Sportpalast, in einer Loge, sitzen wir. Unten bietet sich unseren Augen das imposante Bild einer hinreißenden, einzigartigen, großen Massenkundgebung, einer Volkskundgebung im wahrsten Sinne des Wortes: Männer und Frauen, Arbeiter, Bürger, Studenten, ringsum flankiert von SA- und SS-Männern. Über der ganzen Masse liegt eine heiße, fieberhafte Spannung und eine vibrierende Erwartung"."

      Hier:
      http://www.zeithistorische-forschungen.de/2-2011/id%3D4487?language=de

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    81. @ Ingrid
      "Nun ja - wie sollte man denn Unterschiede feststellen können, wenn man gar nicht erst vergleichen will?"

      Du begreifst es einfach nicht, oder...? Der bloße Umstand, dass man öffentlich im Netz die heutigen Dornacher Anthroposophen mit den Nazis der 30er Jahre vergleicht, hat etwas zutiefst geschmackloses und perfides.

      Wie würdest Du es denn finden, wenn jemand auf die Idee kommen würde, im Netz eine Diskussion zu starten, der die Unterschiede und möglichen Gemeinsamkeiten von Ingrid Haselberger und Eva Braun herausarbeiten und thematisieren würde...? Mit etwas googeln findet man bestimmt interessante Aspekte. Man wird doch wohl mal fragen dürfen, oder?

      Das Flensburger Heft von 93 zeigt, dass diese Thematik von Weihrauch bereits früh erkannt, thematisiert und diskutiert wurde, danach gab es aber etwa 25 Jahre lang eher "positive" Bücher zur Anthroposophie.

      A.Martins und P.Staudenmeier sind 100 %ig Steiner/Anthroposophie-Gegner, das die so etwas machen, liegt nahe, ähnlich Eggert.

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    82. ‘A.Martins und P.Staudenmeier sind 100 %ig Steiner/Anthroposophie-Gegner … ähnlich Eggert.‘
      Wieso ‘Gegner’, warum nicht Kritiker? Ist es ein Religionskrieg?

      Martins: “Offensichtlich gibt es bei manchen in der Szene inzwischen die ehrliche Bereitschaft, sich selbstkritisch mit den faktischen Verschmelzungen von Anthroposophie und völkischem Gedankengut zu konfrontieren.“
      „Offenbar verhindert nur der starke Anteil anderer Länder an der anthroposophischen Bewegung, dass diese geschlossen zu Hitler übergeht.“ schrieb 1935 besorgt Ernst Bloch …
      https://waldorfblog.wordpress.com/category/hans-buchenbacher/

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    83. Rainer, Du willst es einfach nicht begreifen:

      Die Parallelen der Doktoren (!!!!!!!) G. sind real konstatierbar; insbesondere was ihre Mission der politischen Meinungsbeeinflussung betrifft.
      Und daß der eine Dr. G. Einrichtungen der AAG nutzen kann und ihm die Anthroposophenschaft zahlreich zuströmt, ist ebenfalls ganz real.
      //
      Zwischen Ingrid und Eva gibt es einen solchen realen Zusammenhang nicht; zumal sich Ingrid nicht als Person des öffentlichen Lebens positioniert.
      //
      Rainer, bleib bei Deinen Fußballzitaten, für mehr reicht's offenbar nicht...

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    84. Worauf Rainer meines Erachtens abzielt, ist, daß sich Geschichte niemals eins zu eins wiederholt und wiederholen kann. Rein äußerlich: Von den Menschen in Deutschland haben den neuen autoritaristischen Umtrieben vier von fünf, in vielen Regionen sogar mehr bisher ganz klar eine Absage erteilt, in Frankreich wurde weitgehend gegen Marine Le Pen gestimmt, und Kerneuropa ist bisher stabil geblieben. Auch viele unscheinbare Anthroposophen an der Basis machen den Trend hin zu Verschwörungslehren nicht mit und streiten in ihren Zweigen oder Mehrgenerarionenhäusern mit der meist älteren Generation und den Gouvernanten, die auch schon in den 90ern immer etwas "weltverschwörungslastig" waren, wohl wegen der Weltkriegs-Vorträge da und der Volksgeister-Vorträge. Außerdem, und das ist das Entscheidende, wir leben in einer Zeit nach dem Holocaust. Wenn sich ein Holocaust wiederholt, dann nur über Israel, in dem dieses atomar angegriffen würde.

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    85. Klar, darauf kann man berechtigt verweisen; Rainer allerdings versucht momentan, reale Problemzonen zu verschleiern.

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    86. "Auch viele unscheinbare Anthroposophen an der Basis machen den Trend hin zu Verschwörungslehren nicht mit..."

      Danke Mischa, das ist auch meine Erfahrung. Die meisten Anthroposophen, die ich kenne, machen solche weltanschaulichen Debatten wie hier überhaupt nicht mit (Ein bekannter Anthroposoph und Verleger äußerte mal mir gegenüber, dass er sich wundert, wieviel Zeit die Menschen hier auf dem Blog haben).

      Natürlich gibt es im Netz, auf FB, zahllose anthrop. (Verschwörungs-)Freaks und Knalltüten, wenn man, wie ME, einen größeren Teil des Tages dort herumguckt, ist es klar, dass er dann solch ein einseitiges Bild der gegenwärtigen Anthroposophen bekommt.

      Für mich sind die obigen Vergleiche mit den Nazis und den Anthros nicht nur geschmacklos und realitätsfremd, sie sind auch eine Verhöhnung der Menschen, die wirklich Opfer des NS-Regimes waren.

      Trotz den Sorgen, die man sich aufgrund der politischen Entwicklung in Europa machen muss, halte ich unsere demokratischen Strukturen für stabil und zuverlässig.

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    87. "Außerdem, und das ist das Entscheidende, wir leben in einer Zeit nach dem Holocaust"

      Sehe ich auch so, darum sind entsprechende Vergleiche wie von ME oder Bobby m.E. auch vollständig sinnfrei.

      "Wenn sich ein Holocaust wiederholt, dann nur über Israel, in dem dieses atomar angegriffen würde".

      Da könnte man dann, ganz nebenbei, betonen, dass dieser Holocaust (wenn man ihn denn so nennen will/kann) nicht von den Rechten, sondern von Muslimen/Arabern käme (Sowohl im SPIEGEL als auch in der ZEIT, Print, in den letzten Monaten ein paar Artikel über den neuen Antisemitismus hierzulande, der aus dieser Ecke kommt).

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    88. Die Logik:
      Wenn ich mich einmal erkältet habe, brauche ich mich danach nie wieder warm anziehen, denn die Geschichte wiederholt sich nie.

      Überzeugend!
      Aber Rainer Herzogs Anliegen ist es, zu vernebeln, Diskussionen zu sprengen, Argumente auf Abstellgleise umzuleiten...

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    89. Die atlantisch-liberalen Großparteien zersplittern, die kontinental-konservativen Populisten profitieren, auch in der Anthroposophenschaft:

      “Seit geraumer Zeit wanken die Großparteien. Immer seltener gelingt es ihnen, 35, 40 oder mehr Prozent der Wähler an sich zu binden. Der Aufstieg kleinerer Klientelparteien und vor allem populistischer Bewegungen am linken und rechten Rand macht ihnen zu schaffen.”
      www.businessinsider.de/in-italien-zeigt-sich-was-deutschland-im-schlimmsten-fall-bevorstehen-koennte-2018-2

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    90. @ Ingrid,

      "»Ich denke, das selbst für den Fall, dass keine Unterschiede zwischen gewissen Goebbels-Texten und esoterischen Texten Steiners konstatiert würden, es falsch wäre, Steiner oder die Anthroposophie als rechtsgerichtet zu bezeichnen.«
      Ah - da würde mich nun interessieren, warum."

      Aus einem einfachen Grund. Weil kein Mensch auf der Welt nur aus Faschismus besteht. Entscheidend ist das Wort "gewisse" (bei den Texten).
      Wenn es in irgendwelchen Belangen (Texten) auch eine 100%ige Übereinstimmung zwischen Goebbels und Steiner gäbe, kann damit doch unmöglich der Beweis erbracht werden, dass Steiner ein Faschist war. Es könnten die verglichenen Texte doch etwas enthalten, dass mit dem Faschismus rein gar nichts zu tun hat. Nur weil Goebbels an anderer Stelle, sprich in seinem späteren Leben maßgeblich am Holocaust mitgewirkt hat, ist doch nicht alles was von ihm stammt, automatisch die Essenz des Faschismus. Was wäre denn das für eine seltsame Logik? Oder? ist doch wohl klar!
      Diese simplifizierenden Vergleiche in punkto Übereinstimmungen verleiten uns nur allzu leicht zu diesen falschen und irreführenden Assoziationen und auch Schlussfolgerungen!
      Das ist einer meiner Kernpunkte, die ich immer wieder aufzeigen und wogegen ich ankämpfen möchte. Deswegen kommt es ja immer auf den Kontext an, in welchem Zitate, sei es von Steiner als auch von Faschisten, gebracht werden.

      Dein Ziel, die "Unterschiede herauszuarbeiten" ist sicher sinnvoll, um diesen pauschalierenden und daher irreführenden Assoziationen entgegenzuwirken, da bin ich ganz deiner Meinung, eben um derart befreit erst in die Lage versetzt zu werden, der Anthroposophie einen Dienst erweisen zu können.

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    91. Der Antisemitismus sei jedoch zweideutig:
      “Es gibt in Deutschland eine neue Judenfeindlichkeit, ins Land gebracht von Muslimen. Das ist eine Befürchtung, die sich spätestens seit der Demonstration am Brandenburger Tor aufdrängt. Es gibt aber, auch das zeigt sich in diesen Wochen wieder, in Deutschland immer noch den alten, bekannten Antisemitismus, vorgebracht und am Leben gehalten von christlich sozialisierten Deutschen.”
      http://www.zeit.de/2018/06/antisemitismus-deutschland-juden-berichte/seite-3

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    92. Die verbreitete Judenfeindschaft wurzele historisch in Europa und im arabischen Nationalismus (Tantawi) - nicht aber im Islam selbst.
      https://www.tagesspiegel.de/wissen/judenhass-woher-der-muslimische-antisemitismus-kommt/20845898.html

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    93. Es gibt ein Institut für Antisemitismusforschung.
      http://www.tu-berlin.de/fakultaet_i/zentrum_fuer_antisemitismusforschung/menue/ueber_uns/
      Und ich denke, daß gerade das Mahnen und Gedenken, der wo es Bestandteil der Kultur ist, eine entscheidende und auch tragende Säule des stabilen und gerade knirschenden Gebälks unserer Demokratie und der gesellschaftlichen Ordnungen und Gemeinwesen ist.

      Und es liegt nun einmal in der Natur der Anthroposophie, daß "die Juden" dort im Zusammenhang mit dem Mysterium von Golgatha "eine Rolle spielen", nämlich als "das besonders zähe Volk" (so erklärte es mir ein ansonsten oft liebenswürdiger anthroposophischer Mentor, den ich immer ausreden ließ), "welches den Trägerleib für die gewaltige Christuswesenheit" zur Verfügung stellte. Wir kennen das alle, dieses "Narrativ", wie man da heute zu sagt: Und jetzt hat damit das Volk der Juden seine Weltenmission erfüllt. Mein Mentor sprach zu mir: "Was hat denn Steiner gesagt? Er sagte, die Juden müssen vernichtet werden! Doch nicht auf diese widersachergestützte Art, wie es Hitler zugeschrieben wird und denen, die von den Nationalsozialisten Juden wirklich physisch ausrotten wollten. Ist es ihnen denn gelungen?" "Reden Sie weiter!" sagte ich. Ich mag diese Art von "Fragen" nicht. "Wenn Sie Juden in andere Völker einkreuzen wollen, damit sie verschwinden, was kommt denn da zumeist heraus: Da kommt noch bis mindestens in die fünfte Generation wieder ein Jude raus!" Ich mußte grinsen, denn ich konnte mir das nur als Karrikatur vorstellen, wo der bebrillte Arier mit dem In-Vitro-Reagenzglas "Rassen züchtet", und jetzt schon wieder "lauter Juden" im Biotop mit Hut und schwarzen Mänteln chassidische Tänze aufführten, statt das deutsche gleichschrittige Zinnsoldaten herausgekommen wären. Auch um die Echtheit des Turiner Grabtuchs zu widerlegen, ha!, da seien gewiß Gelder unter der Hand geflossen, ebenso beim Kaspar Hauser, der Blutuntersuchung. "Das waren Juden, da bin ich fast sicher!" Es gab mir einen Stich.

      Ich bin nicht im Eurythmiekleidchen in Steini-Vorträge gehüpft, sondern ich war seit eh und je ein glasklarer skeptischer Desperado, mit einem gewissen Vertrauen in eine "Geistige Welt", mit oder ohne Steiner. - Ich glaubte stets an Gott, doch nicht etwa an Menschen! - Um dafür mal einen prägnanten aber etwas untheologischen Spruch zu haben. Denn mein Mentor erzählte mir von seinem Antisemitismus als etwas, was er hütete wie ein Geheimnis! Er vertraute mir das an. Und ich spürte aber auch Verantwortung, ihn nicht zu verpfeifen, oder ihn anzukeifen für das mir ausgesprochene Vertrauen. So 'erforschte' ich den Antisemitismus meines anthroposophischen Mentors. Das Verbrechen des Nationalsozialismus sei es womöglich gewesen, argumentierte er, "die Juden physisch ausrotten zu wollen", wo sie doch in andern Völkern verschwinden und "untergehen" sollten.

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    94. Nun aber wollten "die Juden noch mehr unter sich bleiben", und da sie eine zähe stärkere "Rasse" seien, eben "wegen des Christusleibes", der da bereitet worden sei mitsamt dem Tempel und der "antiken Auserwähltheit", seien sie nun in der Evolution viel durchsetzungsfähiger und stärker, und das benachteilige die europäisch nordischen Völker und "wegen des Egoismus, der beim Juden nicht nur Natur, sondern durch Intellekt auch zur Lehre würde, nämlich durch den positivistischen Skeptizismus, etwas sehr jüdisches!" würden sie die nordischen Völker ablenken und hinwegziehen von ihrer Aufgabe, eine menschenfreundlichere Gesellschaft aufzubauen, die aber nicht demokratisch sein könne, und auch nicht kapitalistisch noch gleichmacherisch sozialistisch, und auch nicht nationalsozialistisch!" Das war das Credo, was ich, lieber Rainer, nicht kannte, und auch gar nicht wirklich wissen wollte, als ich mich entschied, mich mit Steiner und mit Eurythmie und mit biologischer Landwirtschaft zu befassen, mit anthroposophischer Botanik, Sternkunde, und Medizin. Nun wurde mir das in Vorträgen erläutert, was ich später in mannigfaltigen Varianten im Internet fand, und ich glaub, so etwas kann man nicht beweisen: Die "Geheimnis" eines kleinen Antisemitismus trägt so mancher unserer Mitmenschen, egal welcher Gruppe er angehören mag, mit sich herum, mancher als Bürde, die erlösbar sein mag, vielleicht doch auch als kleinen fanatischen Groll, der entzündlich werden könnte.

      Manchmal ist Sensibilität angeraten, manchmal jedoch .. Michel Friedman wurde mal vor Jahren, in der Schröderzeit um 2004 gefragt, ob man Bürger nicht durch ein überzogenes Holocaustgedenken und durch Warnen vor Gefahren eines falschen Nationalismus "in die rechte Ecke treiben" würde, auf sogar die Gefahr hin "daß sie drin bleiben dann!" Daß also Warnen, Gedenken, Aufklären "Trotznazis" schlimmstenfalls erzeuge. Friedman verneinte das vehement. Man müsse was tun, und auch notfalls in Opposition gehn. Sagte Michel Friedman.

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    95. Ja Mischa,

      selbstverständlich kann man auch im Guten und Richtigen übertreiben. Wenn man sich heute die Welt ansieht, kann man doch wohl sagen, dass die Juden heute nirgendwo mehr verfolgt sind. Nicht mal als Minderheiten, dort wo es noch Reste davon in islamischen Staaten gibt.

      Das Gedenken an die Verfolgten sollte sich heute vielleicht auch auf die heutigen Verfolgten in dieser Welt beziehen, von denen es wahrlich sehr viele gibt.
      Denn die Geschichte wiederholt sich eher unter anderem Vorzeichen als unter demselben.
      Die heutigen Verfolgten und Verfolgungen sind ganz andere, an sehr sehr vielen Orten und vielen unvermuteten Zusammenhängen.

      Auch von diesem Gedenken hängt der Bestand demokratischer Werte ab.

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    96. Und daß hin und wieder Menschen das Bedürfnis haben, eine Kippa zu tragen, daß die dann angespuckt, oder mit Schlägen gedroht kriegen, das auch in Deutschland, das sind halt so Schulhof-Raufereien. Da, auf Schulhof müssen die Kinder auch lernen, sich zu wehren. Da wird das dann schon. Mancher mag sich halt nicht den ganzen Tag prügeln, mag trotzdem seine Kippa tragen. Und, ok, es gibt Leute, andererseits, Geschmacksache, die freun sich auf ne gute Schlägerei, wenn sie 'raus auf ihren Kiez gehn. Man geht in Deutschland wegen Körperverletzung eh nicht so schnell ins Kittchen. Genau. Sentimente da, gell....

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    97. @ mischa, anonym-Rudolf:
      Vielen Dank — ich freue mich sehr, daß nun endlich die Ansätze von Argumenten in diese Diskussion eingebracht werden.
      Ich halte fest:

      Rudolf:
      Selbst eine 100%ige Übereinstimmung von Texten verschiedener Personen wäre noch kein Beweis für die Gleichgerichtetheit der Intentionen, es kommt auf den Kontext an.
      Ja. Allerdings ist das allein noch kein Gegenbeweis. Eine Übereinstimmung bliebe ein Indiz, solange der Unterschied der Kontexte nicht deutlich gemacht würde.

      Mischa:
      Geschichte wiederholt sich niemals eins zu eins — auch hier kommt es auf den Kontext an.
      Nochmal ja.
      Und klar - die Zeit nach dem Holocaust unterscheidet sich von der Zeit davor durch das heutzutage doch ziemlich, ich sag mal: unvermeidliche Bewußtsein dieser Vergangenheit.
      Aber: Es gibt immer mehr Stimmen, denen das „Gedenken“ längst viel zuviel ist, die die Vergangenheit endlich Vergangenheit sein lassen wollen - - - und je mehr dieses Bewußtsein verblaßt, desto mehr schwindet auch dieser zeitkontext-bedingte Unterschied.


      @ Rainer:

      »Wie würdest Du es denn finden, wenn jemand auf die Idee kommen würde, im Netz eine Diskussion zu starten, der die Unterschiede und möglichen Gemeinsamkeiten von Ingrid Haselberger und Eva Braun herausarbeiten und thematisieren würde…?«
      Nun - es wäre mir jedenfalls sehr viel lieber, wenn man die Unterschiede aufzeigte, als wenn man sich damit begnügte, einen solchen Vergleich als weit hergeholt, idiotisch oder geschmacklos zu bezeichnen.
      Durch die Zugabe derartiger Bezeichnungen erhält ein solcher Vergleich nämlich in der Welt meist nicht weniger, sondern mehr Gewicht.
      Das einzige Mittel dagegen ist meiner Ansicht nach, sich um die andere Waagschale zu kümmern - die der Argumente.

      »Trotz den Sorgen, die man sich aufgrund der politischen Entwicklung in Europa machen muss, halte ich unsere demokratischen Strukturen für stabil und zuverlässig.«
      Nun, ich hoffe natürlich, daß Du recht hast.
      Vielleicht ist unsere Differenz auch der Tatsache geschuldet, daß ich in Österreich lebe, wo wir seit kurzem eine türkis-blaue Regierung haben, die fleißig mit dem „Umfärben“ diverser Institutionen beschäftigt ist...

      Und nochmal: Um Unterschiede feststellen zu können, wird man nicht umhin kommen, Vergleiche anzustellen.
      Ich halte das für eine Aufgabe, die nicht ein- für allemal erledigt werden kann, sondern der man sich fortwährend zu stellen hat.

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    98. @ Ingrid,

      "Selbst eine 100%ige Übereinstimmung von Texten verschiedener Personen wäre noch kein Beweis für die Gleichgerichtetheit der Intentionen, es kommt auf den Kontext an.
      Ja. Allerdings ist das allein noch kein Gegenbeweis"

      Gegenbeweis? ;-))))

      Wie könnte es denn einen Gegenbeweis geben, für etwas was (in diesem Fall) noch gar nicht mal bewiesen, bzw. aufgrund der Ausgangslage auch gar nicht beweisbar ist?
      Merkst du nicht, wie ihr Euch hier immer wieder im selben typisch "egoistischen Gedankengefängnis", d.h. in einem Geflecht des Überlegenheitsanspruches verfangt, der zu Widersprüchen verleitet? Wo ihr von anderen einfordert, wozu ihr - wenn schon - eigentlich selbst berufen sein müsstet.

      Erinnerst du dich denn nicht an die elend langen Diskussionen um die Sinnhaftigkeit, bzw. Sinnlosigkeit der Beweislastumkehr, bereits vor Monaten und Jahren hier in diesem Blog?

      Wie sollte man denn bitte "Gegenbeweise" zu erbringen imstande sein, wo noch nichts bewiesen ist, also für unbewiesene Behauptungen oder Annahmen (für die ich, zumindest indirekt ja den Beweis einforderte), in diesem Fall die Rechtsgerichtetheit Steiners wegen Übereintimmung mit Goebbels.
      Solche Behauptungen oder Annahmen müssten doch erst mal bewiesen sein, bevor im Sinne wissenschaftlicher Gepflogenheiten ein Gegenbeweis verlangt werden könnte.

      Ich habe lediglich gesagt, dass die Übereinstimmung (Goebbels-Steiner) niemals ein Beweis für irgendetwas sein kann.
      Den Gegenbeweis, d.h. eigentlich nicht einen Gegenbeweis im wahrsten Sinn des Wortes, sondern den (Erst-)Beweis, dass Steiner nicht rechts war, kannst du ja jederzeit erbringen, auch durch das Herausarbeiten der Unterschiede, ich sehe nur nicht ein, dass ich am Zuge sein soll, der doch gar nichts behauptet hat, außer das man (in Bezug auf die Rechtslastigkeit Steiners ) gar nichts behaupten und auch beweisen kann!!...;_))

      Irgendwie freut es mich, wir kommen dem Kern, nämlich der Absurdität der hier immer wieder praktizierten Beweislastumkehr offensichtlich doch ein wenig näher....;)))))

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    99. Es schult sicherlich den rationalen Intellekt, wenn immer wieder messerscharf und aussagenlogisch argumentiert wird. Nur, mir kommt dieses Procedere wie die vorweggenommene Vision einer Gerichtsverhandlung vor, wo weniger das, was man in einer Anthroposophie früher als "der Mensch" bezeichnete, begriffen werden soll, sondern wo immer irgendetwas "zählt". Wo Vektoren miteinander abgeglichen werden, und wo Goldwaagen den Diskutanten längst zu ungenau sind, was aber Rudolf, mal als anonym, mal als das Logo mit dem schönen Himalayatempel immer wieder neu die Würfel im Becher rappeln läßt, um das Thema mit neuen Vorzeichen und neuen Ziffern in den Variablen auf den Tisch zu schmettern. Und dazu neu die gut vermischten Karten gibt, wo aber alle Aussagen, die bisher gesammelt wurden, stets um und um gewichtet werden. In soviel scharfer und labiler, nämlich verunsicherter Prozesshanselei geht - natürlich - jegliches Empfinden für ein Thema unter. Es wird, als ginge es um eine hochbrisante wirtschaftliche Angelegenheit, um bares und reines Geld, um jeden Pfennig und Quadratdezimeter eisern verhandelt, so z.B. ob Michaels und Bobbys Ansinnen zu pathologisieren sei, oder zu kriminalisieren. Oder ob partiell noch, was für manche Partei klängst ausgeschlossen ist, ein partieller Freispruch, eventuell unter Antritt einer ehrenamtlichen Arbeit zur Förderung der Selbstbesinnung, möglich sei. Ingrid wird allgemein geschätzt, weil sie meistens moderierend die Anklagen und Verteidigungen präzisiert und selber weniger tendeziös belastet zu sein scheint. Ob Diskussionen Gerichtsprozesse sind? Aber auch die moderne Universitätsphilosophie hat einen erheblichen Zug ins Juristische hinein. Mir fehlt da der Ehrgeiz und die Lust am Grünen Tisch.

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    100. @ Rudolf:
      Mit „Gegenbeweis“ meinte ich ganz einfach den Beweis des Gegenteils.
      Solange weder das eine noch das andere bewiesen ist, bleibt die Frage eben offen.

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    102. Keine Bedrohung von Autoren, Herr Herzog. Auch wenn es Ihnen in den Fingerchen zuckt.

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    103. @ Ingrid,

      schon klar ;-))
      Wer etwas beweisen will, egal in welche Richtung, sollte es meines Erachtens allerdings selbst tun, und dies nicht von anderen erwarten oder verlangen.
      Ich für meinen Teil hatte ja nicht "bewiesen" dass Steiner und die Anthroposophie nicht rechtslastig sind. Ich hatte mit einem Argument (Unzulässigkeit des Hinweises auf die bloße Übereinstimmung) bewiesen, dass Behauptungen und Annahmen in der Richtung, dass Rudolf Steiner oder die Anthroposophie rechtslastig seien, wenn diese sich z.B. nur auf gewisse Übereinstimmungen bei Goebbels und Steiner stützen, nicht beweisbar und daher potentiell falsch und tendenziös sind.

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    104. Keine Angst, Herr Eggert, bei mir zuckt nichts. War ein reiner Spaß-Kommentar um 18:27.

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    106. @ Ton Majoor

      Noch genauer:

      "…Der muslimische Antisemitismus ist zum allergrößten Teil ein historischer Import aus dem Westen…"

      Der ababischen Nationalismus des Mohamed Sayyid Tantawi (1928– 2010), Großscheich der Al-Azhar-Universität in Kairo, bezieht sich auf Hitlers "Mein Kampf" und hantiert mit uralten Versatzstücken, die Judenfeinden im christlichen Europa seit Jahrhunderten als Argumente dienen. Der auch in der arabischen Welt umstrittene Mufti Amin al Husaini wird stets als Kronzeuge angeführt, wenn die Muslime in toto als NS-affin und von Grund auf antisemitisch denunziert werden. Amin al Husaini war allerdings ein Sektierer, der sich ideologisches Rüstzeug – Nationalismus, Antisemitismus und Rassismus – im Westen aneignen musste, weil es dem Islam eben nicht wesensimmanent ist. In der Religion begründete Judenfeindschaft charakterisiert zweitausend Jahre Christentum, nicht aber den Islam.

      So der Artikel im Tagesspiegel.

      Siehe dazu auch der Film:
      Auserwählt und ausgegrenzt - der Hass auf Juden in Europa
      von Joachim Schroeder und Sophie Hafner

      Die Original-Version, sie durfte und sollte vom Auftraggeber WDR und Arte nicht gesendet werden. Der Film war zu konfrontierend wegen der Darstellung des nicht nur von den "Neuen Rechten" sondern auch von Teilen der Linken und Friedensbewegung ausgetragener Antisemitismus, weil sie ein erschütterndes antisemitisches Weltbild in weiten Teilen der Gesellschaft offenlegt, vor allem in Frankreich aber auch in Deutschland, wo unter Tarnung von Begriffe wie "Finanzkapital", "Zionisten" oder "Israel-Lobby" Judenfeindlichkeit zur Schau getragen wird. Bild-Zeitung hat die Originalversion deshalb aus Protest 24 Stunden online gestellt. Danach fühlte die ARD sich gezwungen den Film doch noch auszustrahlen, allerdings in manipulativ verstellter Fassung und Einrahmung. Unter Protest von Joachim Schroeder, Sophie Hafner und Teilen der Öffentlichkeit.

      Hier die Originalfassung von den Filmemachern (ab 00:39):
      https://vimeo.com/221451905

      13:32-15:55:
      Der Abschnitt zum Aufstand des Muftis von Jerusalem, Amin al Husaini (1936-1939), dessen Förderung durch Hitler und Mussolini gegen die Britten und Juden und seine Flucht und Empfang in Berlin Ende 1941:
      "…Der Führer will ihm die Endlösung der Juden in Palästina übertragen. Husaini baut die bosnisch-islamischen Einheiten der Wehrmacht und Waffen-SS mit auf, verhindert 1943 die Ausreise von 5000 jüdischen Kindern nach Palästina und sorgt so für ihren sicheren Tod. Die Nazis betreiben mithilfe des Muftis den Propagandasender Zeesen, um ihren Judenhass auf Arabisch und Persisch in die islamische Welt zu tragen. Ein Hörer macht später Weltkarriere: Ajatollah Khomeini. Nach dem Krieg setzt sich der Mufti wie viele andere Nazis nach Ägypten ab. Von dort kämpft er sein Leben lang weiter gegen die Juden in Palästina. So auch im israelischen Unabhängigkeitskrieg… 1948 ruft Hussaini einen arabischen Staat für ganz Palästina mit Jerusalem als Hauptstadt aus. Wenige Jahre später entwirft Arafat das Programm der PLO im Geiste seines entfernten Verwandten al-Husseini: Keine Anerkennung Israels, keine Verhandlung mit Israel.. Hässliche Ironie der Geschichte: Erst dient der Mufti den Nazis, wenig später der PLO und dem palästinensischem Befreiungskampf durch Terror. Der wird seit 50 Jahren von einer Mehrheit der Linken im Westen unterstützt, auch über den Tod Arafats hinaus…"

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    107. @ anonymer Rudolf:
      Um nochmal zurück zum eigentlichen Thema zu kommen:
      Die Formulierung, »dass Steiner und die Anthroposophie (nicht) rechtslastig sind«, hast ja Du in diese Diskussion eingebracht.
      In Michaels Artikel ist nur davon die Rede, daß die jetzigen Anthroposophen gemeinsame Veranstaltungen mit (u.a.) »rechtslastigen YouTubern« machen. Findest Du auch das nicht genügend erwiesen?

      Gute Nacht!

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    108. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    109. Rainer und Rudolf versuchen nichts anderes, als von diesen Fakten abzulenken, in dem sie das Thema ständig in einen andern Hafen schleppen möchten.

      Nach dem Motto:
      'Mein Herr, Sie sind da eben in einen Hundehaufen getreten!'
      Woraufhin der Herr empört erwiedert: 'Also hören Sie, sie wollen doch wohl nicht behaupten, dass ich scheiße bin!'

      Die beiden wollen wegdiskutieren, sonst nix!

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    110. @bobby

      Danke für den Filmlink:

      https://vimeo.com/221451905

      -----------------------
      besonders die Schlussworte von Prof. Wolffsohn sind interessant, der letzte Satz zur Zensur in öffentlich-rechtlichen Medien.

      Der Anfang ist bemerkenswert, das religiöse Symbol als Christallisationspunkt der Problematik, die Gedanken, Ideen, welche damit verbunden waren. Umso mehr gewinnt die Intention Rudolf Steiners an Bedeutung, auch wenn der Impuls als AAG gescheitert gelten muß. Michael Eggert Verdienst war es, vor einiger Zeit auf einen Brief von Ita Wegmann hingewiesen zu haben. In den vielen Gedankenauseinandersetzungen hier finden sich ab und zu wertvolle Hinweise. Übrigens fand sich erst kürzlich, 33 Jahre nach 1985 eine Aussage zur Wirkung des Kruzifixes auf den Menschen. Ein knapper Satz des Geistesforschers Steiner, der mit seinem Inhalt die gesamte tragische Entwicklung des europäischen Christentums, zusammen mit Missionierung verstehen lässt, endlich. Unabhängig der verschiedenen Positionen der Teilnehmer auf dem blog, Steiners Impuls, das Geistige über Geburt und Tod zu erfassen, darzustellen, ist nicht auf ihn beschränkt. Eine zukünftige Zivilisation wird diese Aspekte hereinnehmen. Ein Sohn fand ein wertvolles Buch des Kardiologen Pim van Lommel, mit dem Titel: "ENDLOSES BEWUSSTSEIN -Neue medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung". Dieses Buch ist wie eine Brücke zur Geisteswissenschaft Rudolf Steiners, setzt diese fort. Sehr gut, prägnant geschriebener, wissenschaftlicher Text, der Hoffnung keimen lässt. - Habe seit langem wieder einmal intensiver die Beiträge hier gelesen. - Der link zu dem Film ist wertvoll.... . - e

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    111. @ Ingrid,

      ich versuche nichts wegzudiskutieren. Natürlich ist Michael in seinen Äusserungen viel vorsichtiger als andere, wie z.B. Bobby, und hält sich korrekterweise mit krassen und unbelegbaren Behauptungen zurück.
      Natürlich ist es "erwiesen", dass es rechte Anthroposophen gibt, genauso wie es rechtsgerichtete Kaninchenzüchter gibt. Das habe ich nie bestritten.
      Das Entscheidende ist doch aber, dass man zum Einen nicht,  wie ich immer wieder betont habe, daraus  ableiten kann, dass Steiner selbst oder die anthroposophische Bewegung in ihrem Wesenskern rechtsgerichtet ist.

      Und zum anderen ist es so, dass man mit endlos wiederholten und einseitigen Sachverhaltsdarstellungen eben gerade auch einen gewissen Eindruck erzeugen kann, der mit den reinen Sachverhaltsdarstellungen nichts mehr zu tun  hat, wo man sich aber schon die Frage gefallen lassen muss, was die dahinterstehende Intention ist.
      Denn es ist, so denke ich, auch erwiesen, dass  die Ausrichtung dieses Blogs aufgrund der sich in ähnlicher Form vorherrschend und immer wiederholender einseitiger auf das Erzeugen von Assoziationen abzielender Beiträge, in erster Linie auf eine Denigrierung der Person Rudolf Steiners, untergeordnet auch der russischen Politik gepolt ist.
      Und dass jeder, der dies kritisiert  als "Rechter", Putin-Freund usw...verunglimpft wird. Das sind die "erwiesenen" Konstanten hier

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    112. Denn es ist, so denke ich, auch erwiesen, dass die Ausrichtung dieses Blogs aufgrund der sich in ähnlicher Form vorherrschend und immer wiederholender einseitiger auf das Erzeugen von Assoziationen abzielender Beiträge, in erster Linie auf eine Denigrierung der Person Rudolf Steiners, (...) gepolt ist.

      PARANOIA!

      Für Dich ist Anthroposophie offenbar eine Automarke und Rudolf Steiner die Kühlerfigur:

      Ich will ja nicht leugnen, dass VW mit dem Auspuff etwas gemogelt hat, genau so wie es Kaninchenzüchter gibt, die mit dem Gewicht ihrer Kaninchen mogeln.
      Jetzt sollten wir aber lieber nicht über Feinstaub und Fahrverbote reden, denn es könnte ja der Eindruck entstehen, dass der Volkswagen ein ganz und gar schlechtes Auto sei.


      Deine Argumentationslogik ist so verspult- richtet sich nach den Eindrücken, welche man sich zusammenreimen könnte, anstatt nach belegbaren Gegebenheiten und das ganze wird dann noch als 'Tugend intellektueller Zurückhaltung' zelebriert...

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    113. Erst kam der Vergleich Goebbels und Ganser, dann aber weiter Goebbels und Steiner. Impliziert das Steiners Ideen seien rechtslastig, sozial-konservativ? (traditionell, irrational, aktionistisch, nationalistisch, elitär, männlich, rechtspopulistisch). Oder war seine Tendenz eher liberalistisch?

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    114. Rudolf Steiner und seine Aussagen passen nicht in die traditionellen politisch interpretierbaren Rechts-Links Schemata, würde ich mal sagen, deswegen sind die Vergleiche auch ziemlich sinnfrei.

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    115. Steiners Tendenzen sind Historie und für Historiker und Anhänger relevant. In der heutigen Diskussion kann es nur um unsere zeitgenössische Rezeption gehen, um unsere eigene Positionierung und um unsere Haltung. Allerdings kann diese nur in einem Bewusstsein wachsen, dass es keine Gebrauchsanleitung gibt, die auf Steiner zurückzuführen wäre, keine von uns betriebene Anthroposophie, die nicht Interpretation wäre. Das nicht zu beachten - im Sinne eines Alleinvertretungsrechts- wäre verlogen und sektiererisch. Die kritische Haltung gegenüber Steiner ist nicht despektierlich, sondern schlicht realistisch.

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    116. Jeder Mensch ist fehlbar und kann kritisiert werden. Historische Persönlichkeiten haben aber  ihren Platz in der Geschichte oder Geistesgeschichte einer Gemeinschaft oder gar der Menschheit.
      Wenn man durch ad infinitum fortgesetzte Angriffe - fälschlich bezeichnet und getarnt als "Aufarbeitung, eigene Rezeption"  usw..- versucht, ihnen diesen  Platz streitig zu machen, verfolgt man ein Ziel.  Man kann dieses Ziel natürlich auch erklären und rechtfertigen, sich diesbezüglich positionieren.
      Das ist selbstverständlich  legitim, keine Frage, so wie auch diesbezüglich natürlich eine "eigene Positionierung" zu betreiben und  eine "eigene  Haltung" zu haben.
      Verschleierung der eigenen Intentionen ist aber etwas völlig anderes, geht über diese legitimen persönlichen Anliegen hinaus und darf im geistigen Sinne als etwas sehr Fagwürdiges bezeichnet werden, als eine Art "geistiges Heckenschützentum".

      Denn wenn man mit Steiner und der Anthroposophie derart verfährt, dann wäre es im Sinne geistiger Redlichkeit auch angebracht, sich klar als Anti-Anthroposoph zu erklären, und eben  eben nicht im angeblich "wahren anthroposophischen Sinne". That's it.
      Dem Vorwurf dieses Grundwiderspruchs kann man nicht entgehen. Es ist und bleibt eine Verhöhnung Rudolf Steiners und seiner Anhänger,  so quasi aus dem Hinterhalt.

      Denn genauso gut könnte man natürlich ewig auch bei Goethe, Fichte, Hegel  oder Kant z.B. ohne Ende auf ihren tatsächlich gefallenen antisemitischen Äusserungen herumreiten, wenn es einem Spass macht und man einen Sinn darin erblicken würde. Auch legitim.
      Wenn man dies aber auch vorwiegend, fortgesetzt, sich immer wiederholend und ohne Ende tun würde,  gleichzeitig aber  diese Persönlichkeiten weiter für die geistige Entwicklung der Menschheit bedeutsam erklärte, würde man ebenso Vorwürfen der geistigen Unredlichkeit oder zumindest nicht offen gelegter oder fagwürdiger Intentionen wohl kaum entgehen können.

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    117. Naja, grobschlichte, nämlich "hochgeistige" Gouvernanten-Anthropropertanten betreiben, folgerichtigerweise, hinsichtlich Goethe (man kriegt dann Lust "Göde" zu schreiben, um die zu ärgern) einen ähnlichen hagiographen Kultus, weil Steiner über Ghoete allerlei irgendwas irgendwie "spirituelles" g'sagt hat. Ätherisches Hellsehn vorbereitet, Urpflanze, Farbenlehre. Steiner gibt da auch eine Reinkarnationsreihe an, über einen griechischen Bildhauer und chinesischen Philosophosph usw. Also, Goethe ist im Anthroposophischen Tarotdeck eine ganz, ganz hohe Figur. Es gehört zum guten Ton, neben gewissen Dresscodes (Sommerstrohhut, dunkelblaue Baskenmütze u.ä.) und Pflanzenfarben an den Wänden der Anthroadel-Villa oder Camphill-Gruppenhaus, sich Steinbüsten, Gipsbüsten, (oder, wer es gut sitzen hat, nimmt Marmor) von Novalis, Schiller und Ghöthe in die Ecken zu setzen. Alles Anachronismen. Auf jeden Fall ist Goethe dem nahtlos unreflektierten Modell-Anthro "heilig". Man darf weder im Spaß, noch aus Geschmacksache oder gar literaturwissenschaftlich / historisch kritisches über St. Goethe und seinen Weimarer Fürstenmäzen bemerken. Böse Sache.

      Schon Herman Hesse beschreibt im Steppenwolf eine Szene, in der sich die Hauptfigur Harry Haller mit einem nationalistisch völkisch infiziertem Gastgeber anlegt, und da geht es auch um eine Ghoethebüste, und um den Gedanken, daß jeder zumindest seinen eigenen Zugang zu Goethe finden muß und finden wird, der nur einen Ausschnitt von Ghoethes Wesen beinhalten wird, und daß man Göde oder Schüller und Novalis usw. aber auch verengt betrachten und für sich instrumentalisieren kann. Der Modell-Anthro tut's. Was ja klar ist, denn: Er liest denn Götde nur "geführt" von ausschließlich anthroposophischer, sich meist auch noch hagiograph gebender Sekundärliteratur. Es ist eh ein Reflex eines anthroposophistisch verdorbenen Gemüts, alle Hohen Figuren der Szene hagiographisch abzubilden, und das heißt dann "dem Erdenweg der Wesenheit, die sich" in dieser und jener "Inkarnation sich darlebend ausgesprochen hat" auf nicht-intellektuelle Weise gerecht zu werden.

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    118. Eine Weile war ich auf meinem Lebenswege mit Menschen, die solche Literatur besaßen, umgeben, und wäre gern vertraut geworden mit ihnen. Doch das ging nicht, da sie einen nun nicht Zweitausend Yards Blick, aber eine Art Anthro-Stare besaßen, und nur Slalomspeech sprachen; einen anthroposophischen Dialekt, dessen Lexikon sich aus Steiners Vortragswerk zusammensetzte, Insider kennen das. Es ist eine nicht ganz untoxische Art, allem Anstehenden Gesprächsinhalt, im Schönen, im Problematischen gekonnt auszuweichen, und durch gewisse Art, dem Gegenüber Komplimente zu machen, auch noch auszuteilen: Je mehr sich der Ton dem Angesprochenem der Kindersprache nähert, desto geringer die "Meinung" des Sprechenden. Und je heroischer und pathetischer die Sprache, es geht dann Richtung "michaelisch", "Weltenentwickelung", und Bingo: "der Christus" desto höher der Respekt des Sprechenden. Manche flirten auch so. Das tut mir leid, das sagen zu müssen. Eben nicht Gegner einer Anthroposophie, aber solche, die durch die serielle und unreflektierte bewußtseinstrübende (jawohl!) "Modell-Anthroposophie" hindurchgegangen sind, passiv duldend, oder aktiv selber Slalomspeech praktizierend, atmen auf, wenn ich solche "bösen Dinge" artikuliere...

      Nun, man ging in diesen karmischen Zusammenhängen und inwendig pflanzengefärbten Häusern früh zu Bett. Das Holz der Inneneinrichtung wurde regelmäßig gepflegt, Schränke, Küchenarbeitsplatten, Stühle, Regale, Schränke waren mit edlen Wachsen behandelt, was ausnehmend gut roch, das mochte ich, und in der Küche hing der Duft Sauerteig (obwohl Steiner da auch was gegen g'sagt hat) von pflanzlichen Brotaufstrichen. Und, was tat ich? Ich huschte auf Zehnspitzen, ich hatte gefragt, in die Räume mit den vielversprechenden Bücherregalen, und las bis spät in die Nacht, ungeachtet des früh rausmüssens. Und eben: Viele Biographien, die oft im Stile einer Hagiographie gehalten waren und sich auf Steiner beriefen, sortierte ich allmählich aus. Auch weil es mir anfangs schlecht ging damit: Sie halfen mir, ich war arm und jung, nicht bei meinen wirklichen Problemen, solche Bücher. Denn ich hatte kein Geld und wenig Zukunftsperspektiven. Mir wurde bewußt, daß solche Bücher Menschen hohe Erbauung vermitteln mögen, die weit über jeglicher Grundsicherung in eine relativ geordenete und mehrfach höchstversicherte Zukunft blicken können! Besser Karma? Ist das so einfach? Was ist das "Ziel"? Guter Sex, Familie, Ansehen, Begabung, Karriere, aus einem Überfluß andern Geschenke machen, Charity? Oder nicht doch - Liebe: Menschen zu verstehen, egal, in welchen Umständen ihr Leben sich "darlebt", Schicksale, nicht nur das eigene, begreifen: Hinzuschaun, was ist, nicht was behagiograpisch behagt...
      Nun, ich bitte um Vergebung für meine scheinbar anmaßende und scheinbar hochmütige Artikulation über mein Erleben gewisser Verhältnisse.

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    119. "Denn wenn man mit Steiner und der Anthroposophie derart verfährt, dann wäre es im Sinne geistiger Redlichkeit auch angebracht, sich klar als Anti-Anthroposoph zu erklären, und eben eben nicht im angeblich "wahren anthroposophischen Sinne"."

      Danke für diese klaren und wahren Worte.

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    120. Der Rainer Herzog braucht ganz klare Kanten und Ansagen, vorher findet sein kindlich Gemüt keine Ruh.
      Erst, wenn sich der Egoistenblog zur geistig redlichen Anthroposophie-Gegnerschaft bekennt, kann er sich wieder in Frieden mit Scheiblettenkäse belegt in seinem Müllsack an die voll aufgedrehte Heizung setzten und Steiner lesen...

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    121. Die Trommel der Propaganda wird gerührt. Kampfzeit ist angesagt, die Nebelkerzen gesetzt, Schall und Rauch verbreiten sich. Leugnung, Verwerfung, Verzerrung und Ablenkung von Fakten und Inhalte gezielt eingesetzt um zu desinformieren. So das Verhalten nicht nur von Unpersonen anonymer Prägung mit ihren Scheinargumentationen die die Diskussion gezielt vergiften. Und nehmen unübersehbare Belege und Tatsachen nicht zur Kenntnis.

      Der Vergleich Rudolf Steiners mit Goebbels und weiteren Unsinn ist abwegig und ist nie gemacht worden. Vom Verfasser dieses Kommentars nicht und sonnst auch nicht. Der Vergleich der Personen die als Dr. G. bezeichnet werden können bezog sich auf die Mittel der Propaganda die beide erfolgreich anwenden und angewendet haben. Unter dem Deckmantel ihrer verlogenen und demonstrativen Friedfertigkeit.

      Wo Anthroposophen heute darauf hereinfallen, diplomatisch gesagt, es sind leider nicht gerade wenige, in der gemeinsame Übung hygienisch-verschwurbelte Betrachtungen zeitlicher und vergangener Verschwörungen wie heute zelebriert in der Basler Scala. In diesen Kreisen, bei Ganser nur unterschwellig, gehört Antisemitismus heutiger Prägung, sie ist nicht weniger harmlos, zum "guten Ton". Auch das ist diplomatisch formuliert. Siehe dazu Meyer in verschrobener Geschichtsdeutung, aber unüberbietbar die alltägliche Bekenntnisse Jebsens und Davidssons.

      Damit wird aber nicht Rudolf Steiner und "die Anthroposophie" in Frage gestellt. Sehr wohl aber das heutige Verhalten mancher Anthroposophen, aber eben nicht "die Anthroposophen".

      Wo Anthroposophen, in den Anfangsjahren der Hitler-Diktatur sich vom Reichspropagandaleiter, seit 1933 war er Minister des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, der Antisemitismus stand da schon längst im Mittelpunkt seiner Rhetorik, haben vereinnahmen lassen, Propaganda dieser Rhetorik teilweise gefügig weiterverbreitet haben. Das war die Lebenswirklichkeit einer breiten anthroposophischen Mehrheit in Deutschland. "Der Damm gegen den Nationalsozialismus sei nun gebrochen". In der anthroposophische Bewegung. Das war keine Einzelbeobachtung nach Ausschluss der Vorstandsmitglieder Ita Wegman und Elisabeth Vreede und andere führende Anthroposophen in Deutschland, Holland und England und führte 1935 mit zur Abspaltung der Landesgesellschaften Hollands und Englands.

      Auch damit wird nicht die Bedeutung Rudolf Steiners und "die Anthroposophie" in Frage gestellt. Sehr wohl aber das Verhalten mancher damaligen Anthroposophen.

      Nur mal so eine kleine Kostprobe, der Trommel der Propaganda derjenigen die sich hier im "wahren anthroposophischen Sinn" als "Zeugen Steiners" betrachten. Besseres fällt ihnen nicht mehr ein, in jahrhundertalter Tradition geistiger Leugnung:

      Das sind doch noch alles "Meinungsdiktate", wissenschaftlich "wertloser" Zitate von "100 %ig Steiner/Anthroposophie-Gegner (A. Martins und P. Staudenmeier). Das die so etwas machen, liegt nahe, ähnlich Eggert". Es "werden Tonnen an Dreck geschüttet, Schmutz geworfen, Meinungsdiktate, die unterste Stufe an Falschheit und geistiger Korruption, es wird nach wie vor scharf geschossen und jeder Ansatz einer Diskussion in einem Meer von immer wieder ähnlichen und repetitiven Inhalten sowie einseitigen Verlinkungen ertränkt. An geistiger Inferiorität und moralischer Fragwürdigkeit kaum noch zu überbieten"

      Ein ausdrückliches Kompliment: Dr. G., der "kleine Doktor" ist gemeint, hätte es nicht gekonnter formulieren können.

      Der Klodeckel wird geschlossen, auch dieser Deckel passt auf diesen Topf, die Spülung betätigt. Es geht unter was untergehen soll.

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    122. "Es geht unter was untergehen soll".

      Wenn jetzt sogar unser Sonderermittler einen apokalyptisch-pathetischen Tonfall annimmt, scheint die ganze Sache wirklich ernst zu sein.

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    123. Mein Name ist Hase, ich weiß von nixSamstag, 3. März 2018 um 17:44:00 MEZ

      Wer hier die Anthroposophie öffentlich mit einem Kaninchenzüchterverein gleichsetzt, der soll bitteschön auch kein Hasenfuß sein und sich dezidiert als ein Feind und Vernichter der Anthroposophie und Rudolf Steiners bekennen.

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    124. Mein Name ist Hase, ich weiß bescheid!Samstag, 3. März 2018 um 18:05:00 MEZ

      Wer hier bekennende Anthroposophen ihre Scheibletten-Phantasien ausleben, dann stellt das augenscheinlich und unverkennbar eine Besudelung der Anthroposophie und der Person Rudolf Steiners mit Schmelzkäseprodukten dar. Und zwar nicht nur für den unbedarften Leser, sondern auch für den bedürftigen Anthroposophen.

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    125. @ Begriffstutziger Hase,

      Du hast wieder mal gar nichts verstanden. Nicht die Anthroposophen wurden mit einem Kaninchenzüchterverein verglichen, sondern es wurde gesagt, dass es sowohl rechte Anthros wie rechte Kaninchenzüchter gibt. Und auch, dass deswegen nicht alle Anthros rechts sind. Jedenfalls sind alle Antianthros in diesem Blog reichlich begriffstutzig.

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    126. Der Hase, der weiß wo's lang gehtSamstag, 3. März 2018 um 19:39:00 MEZ

      Verstehen habe ich gar nicht nötig, ich weiß nämlich bescheid!
      Wer Steiners Hasen als Anthroposophen bezeichnet, der soll bitteschön auch zugeben, dass er die gesamte Anthroposophie, sowie die Person Steiner selbst nebst aller Kaninchenzüchtervereine und deren Vorstände zu vernichten intendiert.

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    127. Na dann, lieber Hase,

      definier mir doch mal wer oder was ein Anthroposoph ist.

      "Steiners Hasen" schießen zumindest nicht aus dem Hinterhalt und intendieren auch niemals die Vernichtung der Anthroposophie. Sie sind also (trotz ihrer Beschränktheit) unendlich viel ungefärhlicher für die gesamte Bewegung als die Heckenschützen, die im Namen der wahren Anthroposophie Dreck auf Rudolf Steiner werfen.
      Man erkennt das auch daran, dass Letztere den angeblichen Alleinvertretungsanspruch (zu definieren wer ein Anthroposoph ist) bei den anderen immer kritisieren und ihnen das Recht aberkennen wollen gewisse Anthroposophen - und mögen sie noch so beschränkt sein - als solche zu bezeichnen, selbst sich aber dann doch anmaßen entscheiden zu wollen, wer Anthro ist und wer nicht, was auch wieder nur ein glänzendes Beispiel für einen hasenartigen Widerspruch ist.

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    128. Mein Name ist Hase, ich weiß von Nix!Montag, 5. März 2018 um 17:37:00 MEZ

      Mein Name ist Hase, ich weiß von Nix, weil die Anthroposophen ihre ganze Weisheit von sich selbst für sich behalten...

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    129. @ Unwissender Hase,

      es ist sicher nur ein Teil der Anthroposophen, der sein Wissen für sich selbst behalten möchte.
      Vielleicht findest du ja auch andere Anthroposophen bei deiner Suche, die dir helfen könnten deine Wissenslücken zu schließen.
      Nur Mut, wer sucht der findet, vielleicht eben gerade auch mal außerhalb der Egoisten. Vielleicht wär's ja ein Versuch wert!
      ;-)

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    130. Du hast recht, Anonym!
      Ich habe gesucht und es hat überhaupt nicht lange gedauert, bis ich im Kühlschrank eine dicke Möhre gefunden habe.
      Die war sooo lecker, viel leckerer, als alle Weisheit, die mir bisher von großherzigen Anthroposophen als Hasenfutter ungefragt vorgesetzt wurde...

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  3. Der Sündenfall

    Eine Renaissance der "Dornacher Sünden" der dreißiger Jahre der Diktatur Hitlers. Genauer: Eine Rückeroberung, "Reconquista" (siehe unten) nur scheinbar überwundener Territorien orthodoxen Glaubensbekenntnisse der Vergangenheit. Vorgelebt haben es berüchtigte Persönlichkeiten wie Otto Ohlendorf, Sigmund Rascher, Franz Lippert, Friedrich Benesch, Werner Georg Haverbeck und weiteren.

    Die freiheitliche, mehrheitliche Zuwendung von Anthroposophen zum Weltbild der Nationalsozialisten in der Zeit der Diktatur kann als der erste Sündenfall bezeichnet werden, ihre Leugnung in den Jahrzehnten nach deren Befreiung als zweiter Sündenfall. Die Möglichkeiten der Überwindung, zur inneren Befreiung, durch ein Aufarbeiten der eigenen Geschichte wurden nicht genutzt. Die äußeren Fassaden einer heilen Anthro-Welt konnten nicht über eine Seelenverfassung der Regressivität und Misstrauen in demokratischen und freiheitlichen Gesellschaftsstrukturen hinwegtäuschen.

    Das rächt sich. Als "freier Fall" im jetzigen Zeitalter der "Populisten, KGB-Propagandisten und Trumpisten". In der Tat. Gerade für Menschen der "Perseus-Verschworenen im Rausch ihrer Sucht nach Verschwörungsparanoia", die für sich in Anspruch nehmen sich auf Rudolf Steiner berufen zu müssen, "dabei seine "Anthroposophie meinen reflexartig "verteidigen" zu müssen, tatsächlich aber eine verzerrte Karikatur hinterlassen, eine Deformation von Spiritualität und individuelle Freiwerdung, damit vollzieht sich der dritten Sündenfall geistiger Irrwege. Werden die Apologeten dadurch zu Totengräber im "letzten Kampf der Anthroposophen"?

    Für Ansgar Martins, ist es anscheinend keine Frage mehr sondern eine sachliche Feststellung:

    "Der letzte Kampf der Anthroposophen"
    Ansgar Martins in Jungle World, 15.02.2018
    https://jungle.world/artikel/2018/07/der-letzte-kampf-der-anthroposophen


    Unter dem Namen „Reconquista Germanica“ organisieren sich auf dem Gaming-Chat-Dienst Discord Rechtsradikale identitäre Zuschnitts, um soziale Netzwerke zu beeinflussen. Seit einigen Wochen geraten nun immer mehr interne Informationen dieser Troll-Armee nach außen, die Rechtsradikalen haben mittlerweile mit der Sperrung ihres Kanals zu kämpfen. Das ultra-rechte Sammel-Netzwerk "Reconquista Germanica" von Nikolai Alexander, einem rechten, pro-russischen Youtuber, dessen einschlägiger Kanal ebenfalls "Reconquista Germanica" heißt, sie hat mit Anthroposophie direkt nichts zu tun aber auch hier passt der Deckel auf den Topf, es wird die Marschrichtung vorgegeben: Der Kreml, Alt-Rechts, Neu-Rechts, die Nachfolger der Konservativen Revolution, die Identitären, Pegida, AfD, auch Vertreter der Linken sind in alter Tradition der Querfront sind mit dabei. Das neue Stichwort (nicht als Satire):

    MGGA - Make Germany Great Again

    Bild:
    https://matrochka.files.wordpress.com/2018/02/reconquistagermanica.jpg?w=1024&h=576

    "…»VIP«-Mitglied ist der bekannte Identitären-Aktivist Martin Sellner aus Österreich. Die Mitglieder sind in NS-Manier quasi-militärisch strukturiert in Gefreite, Feldjäger und Sturmtruppen, zusammengefasst in Gruppen und benannt etwa in »Heeresgruppe Süd«, die von Generälen und Paladinen gesteuert werden. Auf dem Server wurden offenbar auch allerhand andere Tipps für rechte Aktivisten verbreitet, etwa zur Lebensmittelversorgung in einem imaginierten Bürgerkrieg. Ebenfalls Teil der Bürgerkriegsvorbereitung: ein Hodenschützer…"

    Aus:
    "Wie Martin Sellner und Co. ihre Fake-News Armee organisieren"
    05.02.2018, Neues Deutschland
    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1078466.alt-right-leaks-wie-martin-sellner-und-co-ihre-fake-news-armee-organisieren.html

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    1. Fortsetzung:

      Seit Veröffentlichung von diesem Artikel breitet sich die Nachrichtenflut zu diesem Thema in Windeseile durch die Presselandschaft.

      Eine Auswahl:

      "Rechte Trollfabrik - Infokrieg mit allen Mitteln"
      Patrick Gensing, tagesschau.de
      13.02.2018
      Die Online-Attacken organisieren sie mit militärischer Sprache und Präzision: Rechte Aktivisten, die im Netz Politiker und Medien angreifen. Ein Ziel ist derzeit der Film "Aufbruch ins Ungewisse".
      http://faktenfinder.tagesschau.de/inland/organisierte-trolle-101.html

      "Aufbruch ins Ungewisse"
      Eindrucksvoller Film über zukünftiger Verfolgung durch totalitäre Systeme
      14.02.2018 | WDR | 88 Min. | Verfügbar bis 09.03.2018
      "Der Film schildert das Schicksal einer Familie, die unter lebensbedrohlichen Umständen vor der Verfolgung durch ein totalitäres System flieht, aus einer ungewöhnlichen Perspektive: In naher Zukunft sind es die Europäer, die Asyl begehren."
      http://www.ardmediathek.de/tv/FilmMittwoch-im-Ersten/Aufbruch-ins-Ungewisse/Das-Erste/Video?documentId=49823526

      "Reconquista Germanica: Wie ein rechtsextremes Trollnetzwerk arbeitet"
      Der Standard
      13.02.2018
      "Eine ARD-Recherche zeigt die Vernetzung mit Identitären und AfD-Jugend auf und belegt einen Kampf um Publikum, nicht um Fakten."
      https://www.derstandard.de/story/2000074207699/reconquista-germanica-wie-ein-rechtsextremes-trollnetzwerk-arbeitet

      "Manipulation im Netz - Wie rechte Internet-Trolle versuchten, die Bundestagswahl zu beeinflussen"
      Süddeutsche Zeitung
      20. Februar 2018, 18:08 Uhr
      "Rechte Internet-Trolle wollten in Deutschland Einfluss auf die Bundestagswahl nehmen. Dazu nutzten sie Dutzende falsche Nutzerkonten auf Youtube, Twitter und Facebook. Ihr Ziel war es, die aus ihrer Sicht "schweigende Mehrheit" davon zu überzeugen, wählen zu gehen und ihr Kreuz bei der AfD zu setzen. Es gab eine Art Countdown vor der Bundestagswahl, mit täglichen Attacken auf Wahlkampfvideos der Grünen, der Linkspartei, der SPD und der CDU."
      http://www.sueddeutsche.de/politik/manipulation-im-netz-wie-rechte-internet-trolle-versuchten-die-bundestagswahl-zu-beeinflussen-1.3875073


      2 weitere, sehr empfehlenswerte, ausführliche und investigative Quellen:

      "Reconquistador Nikolai Alexander – Solidarisch mit Russland & Syrien"
      Matrochka.wordpress
      11.02.2018
      "Reconquista Germanica mit Nikolai Alexander als Beispiel, wie Kreml-Wahlkampfbeeinflussung aus Deutschland gemacht werden kann! Zum rechtsextremen Netzwerk mit Martin Sellner (Identitäre Bewegung) mit seinen Kontakten zu Klaus Koch, Yuri Kofner, Johannes Normann und Alexander Anisimov vom Russischen Haus in Berlin & seine auf VK beworbenen Netzwerke aus dem Anna-News Leak sowie die pro-russisch rechte Propagandaschau mit Maren Müller."
      https://matrochka.wordpress.com/2018/02/11/reconquistador-nikolai-alexander-solidarisch-mit-russland-syrien/

      "Wie "Reconquista Germanica" auf Discord seine "Troll-Armee" organisiert"
      Belltower News
      15.02.2018
      "Um öffentliche Debatten gezielt und organisiert zu manipulieren, versammelt sich die virtuelle rechte Sphäre auf dem sozialen Netzwerk “Discord” in Gruppen wie “Reconquista Germanica”. Im "Tagesbefehl" erhalten die User_innen Aufträge, welche politischen Gegner_innen sie mit ihrer "Troll-Armee" als nächstes attackieren sollen."


      http://www.belltower.news/artikel/wie-%E2%80%9Ereconquista-germanica%E2%80%9C-auf-discord-seine-%E2%80%9Ctroll-armee%E2%80%9D-organisiert-13345


      Info zu "Reconquista Germanica":

      https://vk.com/reconquistagermania

      https://twitter.com/ReconquistaGer

      https://twitter.com/Martin_Sellner

      https://de.wikipedia.org/wiki/Reconquista_Germanica

      https://www.youtube.com/channel/UCR0ZRREqx2CA3Gvv1VUyywA
      (In Deutschland gesperrt, über ausländischen Proxys, wie das Tor-Netzwerk, erreichbar)

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    2. Ein weiteres klassisches Beispiel eines geistigen Irrwegs unseres Sonderermittlers im Kampf gegen das Böse im Rausch seiner Sucht nach Verschwörungsparanoia, natürlich ganz ohne für sich in Anspruch zu nehmen, sich auf Rudolf Steiner zu berufen.

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    3. Auch hier gilt:
      Anonym und die 4Ds der Desinformation:
      Denials, dismissals, distortions, and distractions
      (Leugnung, Verwerfung, Verzerrung und Ablenkung)

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    4. Guten Tag, ich bin neu hier und würde gerne etwas sagen. Ich bin sehr dankbar für diesen blog, weil ich jetzt erst erkenne, wie gefährlich einige Aussagen von steiner sind. Auch bei Herrn ganser muss man aufpassen. ich komme aus Magdeburg und freue mich wenn ich hier auch etwas sagen kann.
      mit freundlichen Grüßen, Ulf-Karsten Weber

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  4. Die Basler und Dornacher Biedermänner wären wohl als fellow (elite) traveller zu Stalin geströmt, so wie derzeit zu Putin, der Leiter der konservativen ‘Weltrevolution‘.

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    1. @ Ton,

      kann sein, denn autoritäre Herrscherfiguren sind austauschbar.
      Ob diese Biedermänner aber die anthroposophische Bewegung verkörpern, darf aber schon noch bezweifelt werden?

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  5. Im TeleBasel-Video u.a. ‘der umstrittene‘, im Text ‘der prominente Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser, dessen Ansichten vielerorts auf Begeisterung, aber auch auf Ablehnung stossen‘ (‘Der 9/11 Fake‘). Auch viele blauen und grauen Biedermenschen.
    https://telebasel.ch/2018/03/03/terror-luege-und-wahrheit/

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    1. Hier nur das Video (downloadbar):
      https://video.telebasel.ch//content//4062//4063//97386//simvid_1.mp4

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    2. Zum Film:

      Der Artikel: "Verschwörungsmystiker wie der Basler Daniele Ganser kapern Rudolf-Steiner-Bewegung" von Christian Mensch ist, gleichzeitig, auch in der "bz Basel" erschienen:

      https://www.bzbasel.ch/schweiz/verschwoerungsmystiker-wie-der-basler-daniele-ganser-kapern-rudolf-steiner-bewegung-132179380

      Auch in der Druckversion, mit etwas anderem Titel:

      Eine Plattform für Mystiker
      Fake News
      "Friedensforscher" Ganser nistet sich bei Anthroposophen ein

      (Siehe Telebasel-Film bei 2:09)


      Die Überschriften an den Dokumentationstafeln zur Veranstaltung:

      - Eine Plattform für Mystiker (bz Basel)
      - In den Fängen von Wirrköpfen (bz Basel)
      - Der letzte Kampf der Anthroposophen (Ansgar Martins in Jungle World)
      - Illustrierte Kriegszeitung
      - Meinungs-Terror gegen die Basler Veranstaltung (wäre interessant zu wissen was es da zu berichten gab)

      (Siehe Telebasel-Film bei 0:37)

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  6. In einem rezenten Aufsatz vergleicht Ravagli den Bolschewismus und Nazismus mit einer Verwüstung durch den ‘Amerikanismus‘ (Wirtschafsliberalismus, Utilitarismus , Kapitalismus). Meint er Roosevelts New Deal und Four Freedoms?

    “Die bolschewistische Verwüstung kam aus dem Osten und bedrohte den Westen und die Mitte Europas. Die nazistische kam aus der Mitte Europas und griff sowohl nach Westen als auch nach Osten aus. Die amerikanistische kam aus dem Westen und umfaßte erst West- und Mitteleuropa, schließlich auch Osteuropa und greift heute nach der ganzen Welt.”
    https://anthroblog.anthroweb.info/2018/die-drei-verwuestungen-europas-und-seine-kuenftige-auferstehung/

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    1. Ja nun, Herr Ravagli wurde ja auch in der Zeit des Vietnam- Krieges sozialisiert und steckt geistig- seelisch noch mitten in dieser Protestbewegung.

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    2. @ Ton Majoor

      Die Firma Ravagli, Grossist in Mythen und Vorurteile.

      Seine Spezialität: Verharmlosung von Vergangenheit und Dämonisierung westlicher Kultur. Er bringt die Verwüstung Europas in einem Atemzug auf dem Punkt: Die bolschewistische aus dem Osten, die nazistische aus der Mitte und die amerikanistische aus dem Westen. Zu gleichen Maßen? Aber nein, die "amerikanische Verwüstung" greift doch heute in beispielloser Art des Bösen "nach der ganzen Welt".

      Noch wichtiger ist aber was verschwiegen wird:

      Der heutige Hüter des Kremls, er passt natürlich nicht ins Bild Verschwörungen mystischen Ausmaßes. Vielleicht weil sein unentwegter und selbstloser Einsatz gegen die Verwüstung der Lebenswelt durch den Amerikanismus, aber für die Brüderlichkeit nach eigenem Vorbild, "zum Wohl und vom Wohl der anderen", ihn zum Repräsentanten neuer Menschlichkeit und Friedenspolitik schlechthin macht?

      Solche und ähnliche Töne hört man heute des Öfteren.

      Es wird die Völker Europas dazu ausgerufen sich gegen ein neues Brüsseler "Ärariertum" (dieses sehr fremdartigen Wort könnte leicht mit "Ariertum" verwechselt werden, was natürlich abwegig ist) auf ihre "schöpferischen Potentiale zu besinnen und ihre unfähigen politischen Klassen zur Ordnung rufen". Das klingt in der heutigen Landschaft gewisser politischen Parteien sehr vertraut. Einleuchtend heißt es weiter: "Wenn Europa sich dieser Katharsis unterwirft, wenn es seinen Großmachtträumen und seinen Sehnsüchten abschwört, auf Erden ein Paradies zu errichten, wenn es seine in Parteienherrschaft erstarrten Demokratien plebiszitär erneuert, Bürokraten und Technokraten entmachtet, wird ihm das weiße Kleid angetan und sein Name soll vor dem Vater und seinen Engeln gehört werden".

      Vater Putin und seine "Engeln" im Kreml werden nichts gegen einer solchen Entmachtung Ravaglischer Zuschnitts sogenannter "erstarrten Demokratien" und europäischer "Bürokraten und Technokraten" einzuwenden haben.

      Es gilt dabei ebenfalls die "verborgene Schicht der Völkerschicksale" freizulegen, vor allem die "Zeit der messianischen Wehen" zu erkennen, nicht "wie christliche Zionisten in Amerika es erwarten: Zion ist nicht Palästina, der Tempel wird nicht in Jerusalem auf dem Berge Morija wieder errichtet werden. Zion ist die Erde und der Tempel ist die Menschheit".

      Okkulter und gleichzeitig eleganter kann antisemitische Tarnung vermutlich nicht artikuliert werden.

      Roosevelts "New Deal" (Versuch der Reformierung der Wirtschaft durch Sozialreformen nach dem Börsencrash in 1929) und "Four Freedoms" (formuliert zur Anti-Hitler-Koalition und zur Gründung der Vereinten Nationen)? Das sind alles doch nur Fassaden als Ausdruck des Antlitzes des Bösen, einer unleugbaren territorialen Expansion und Ausweitung westlicher Einfluss-Sphäre gegen die Seele Europas.

      Sie zeigen sich heute in der fortwirkenden "Gleichschaltung, die Indoktrination der Bevölkerungen durch Wissenschaft und Medien, in der Etablierung einer neuen Orthodoxie, die alle abweichenden Weltsichten als unwissenschaftlich verfemt und mit dem Eifer einer neuen Inquisition verfolgt".

      Eine neue Orthodoxie die mit dem Eifer einer neuen Inquisition abweichenden Weltsichten verfolgt?

      Es könnte eine durchaus gelungene Selbstdarstellung der Tätigkeit des Grossisten sein.

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    3. Nun gut, es ist ein älterer Text Ravaglis, in dem er die schlichte Ost-West-Mitte- Gleichung vor apokalyptischem Hintergrund liest, im biblischen Sinn. Zugleich sieht er Europa zutiefst kulturpessimistisch im Totenschlaf, während Dämonen als Ideologien darüber herein brechen und sich austoben. Das alles kann man schwer bewerten, weil es im mythisch - symbolischen Kontext verharrt und daher geradezu einlädt, alles mögliche hinein zu lesen.

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    4. Aber Nazismus nur als seelische Dämonie gelesen, ohne den Holocaust einzubeziehen? Und nackte Gewinnmaximierung als "amerikanische" Quasi- Religion? Das ist so Out of time, vor der Globalisierung, vor China und den global entfesselten Finanzströmen, dass es schlichte Züge hat.

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    5. Ist es nicht ein bisschen zu einfach, macht man es sich nicht zu bequem, wenn man jegliche Kritik an Globalisierung und an der kulturell-ökonomischen Vorherrschaft des Amerikanismus als "okkulteste und eleganteste antisemitische Tarnung" bezeichnet?

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    6. ‘Amerikanismus‘ war bereits bei Steiner (1918) ein umfassender Begriff, z.B. als Erdeneroberung, Mechanisierung, Wissenschaft, Sport (181.395 f.) und ‘als das eigentlich radikale Böse‘, die ‘Furcht vor dem Geistigen‘:

      “… daß in den gegenwärtigen katastrophalen Ereignissen das amerikanische Element als das eigentlich radikale Böse immer mehr und mehr wirken wird. … Denn es gibt drei Strömungen, die durch ihre innere Verwandtschaft das Zerstörerische für die Menschheitsentwickelung haben. [Amerikanismus/Freimaurertum, Katholizismus/Jesuitismus, Sozialismus/Bolschewismus]“ 181.405f.

      Von Prokofieff (1992, Nachwort) wurde der (Anglo)Amerikanismus dargestellt als ein zweites, ‘kapitalistisches Experiment‘ in Ost-Europa (google s39LDAAAQBAJ p.319f. und 409).

      Die von Ravagli erwähnten vier apokalyptischen Reiter repräsentierten bei Steiner (1908) die ersten vier Ackerbaukulturen/Kulturepochen (104.100 f., 346.81 f.).

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    7. Steiner sah ganz klar die Vereinnahmung durch den Amerikanismus voraus, wenn er sie auch mehr auf Mitteleuropa, also Deutschland fokussiert sah, wie z.B. ganz klar in GA 024, Seite 350:

      ".............Damit soll nicht gesagt werden,
      daß Mitteleuropa nicht im Sinne einer inneren politischen
      Gestaltung eine Fortentwickelung erfahren solle, allein eine
      solche darf nicht die Nachahmung des westeuropäischen sogenannten
      Demokratismus sein, sondern sie muß gerade
      dasjenige bringen, was dieser Demokratismus in Mitteleuropa
      wegen dessen besonderer Verhältnisse verhindern
      würde. Dieser sogenannte Demokratismus ist nämlich nur
      dazu geeignet, die Menschen Mitteleuropas zu einem Teile
      der englisch-amerikanischen Weltherrschaft zu machen..........."

      und weiters ebenda, Seite 359

      "......Man muß eben in Mitteleuropa
      ohne Illusion dem ins Auge schauen, was diejenigen Persönlichkeiten
      seit vielen Jahren als ihren Glauben haben,
      den sie von ihrem Gesichtspunkte aus als das Gesetz der
      Weltentwickelung betrachten: daß der anglo-amerikanischen
      Rasse die Zukunft der Weltentwickelung gehört, und
      daß sie das Erbe der lateinisch-romanischen Rasse und die
      Erziehung des Russentumes zu übernehmen hat........"

      Über das Vorhaben "dieser Persönlichkeiten" äußerte Steiner sich sehr besorgt.
      Und wer könnte es den Russen verwehren, dieses Prinzip, wenn schon nicht umzukehren, so doch aber in Frage zu stellen?

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    8. Diese postkolonialistischen Welterklärungsmodelle, in denen weiße alte Herren in Clubsesseln über die Zukunft bestimmten, und die "Peripherie" allenfalls als Objekt der Ausbeutung ansahen, waren schon zu Steiner Zeiten reaktionär. Er hat sie noch mit seinen diversen Verschwörungszirkeln aufgeladen. Tatsächlich flackerte die Ost- West- Mitte- Ordnung immer mal wieder auf, zuletzt wohl im "Kalten Krieg". Die Realität einer multimodalen, komplexen, dynamische Ordnung aus auftretenden und absteigenden Teilen der Welt, die in immer neuen Koalitionen und Konflikte aufbricht, ist kompliziert und nicht durch ein simples Modell zu Prognosen der Entwicklung zu bringen. Unangenehm und unbequem für Universalisten, die gern eine Ordnung und eine Sicherheit hätten, die in ihrem Sinne funktioniert.

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    9. @ Michael Eggert,

      schon die Vokabel "reaktionär" klang für mich als bereits in den 70ern und 80ern politisch links sozialisierten Menschen schon damals reichlich "out of time". Bis ich von all dem pseudofortschrittlichen Quatsch genug hatte, also von Jenen die allen Ernstes glaubten, der Fortschritt läge allein in ihrem eigenen Glauben begründet und ich mich der wirklichen geistigen wie ökonomischen Freiheit zuwandte, war "reaktionär" das primitivst und verallgemeinernd verwendete Attribut und Schimpfwort für wirklich alles, was nicht in den eigenen Kram passte, also dem Fortschritt entgegenstand. Den Fortschritt hatte man ja schließlich selbst exklusiv gepachtet.

      Das ist jetzt kein Witz, ein Wendepunkt in meinem Leben war, als in diesen Kreisen einmal allen Ernstes darüber diskutiert wurde, ob auch ein Lampenschirm "reaktionär" sein könnte. Zumindest war die Gruppe gespalten und ich war der Einzige, der das letzte Mal dabei war!

      Zurück in der Gegenwart möchte ich aber auf etwas ganz anderes hinaus. Selbstverständlich ist die Realität komplexer, als dass man sie mit einfachen Modellen erklären könnte.
      Aber die Frage muss doch wohl erlaubt sein und auch bleiben. In dem Sinne also, dass wenn auch Steiners "Geheimwissen" schon damals überholt war, angeblich also "Verschwörungskram", warum sich dann das Weltgeschehen im weitesten Sinne genau nach diesen Prognosen entwickelt hat?
      Der Kern der Frage ist also, ob es nicht doch eine Art selbsterfüllende Prohezeiung gewesen sein könnte, bzw. eben keine Verschwörungstheorie sondern vielmehr ein Wissen um eine handfeste Verschwörungspraxis?

      Oder möchten wir hier und heute, so wie die drei Affen, Augen, Ohren und auch Münder schließen, uns einfach selbst was vormachen und die Evidenz leugnen, dass heute, 100 Jahre nach Steiner, die Welt maßgeblich vom Amerikanismus beherrscht und beeinflusst ist?

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    10. Damals (Juli 1917) gab es noch keine bolschewistisch-leninistische Oktoberrevolution. Aber russischer Imperialismus und Panslavismus war auch für Steiner nichts Neues.
      Er sprach im 1. und 2. Memorandum über diese ‘Persönlichkeiten‘ als ‘einen sich eingeweiht dünkenden Engländer oder Amerikaner‘ (wie Wilson und sein damaliger Staatssekretär und Freimaurer Roosevelt), und als ‘englischen eingeweihten Kreisen seit dem vorigen Jahrhundert‘ (24.358 und 365). Er erwähnte hier nicht, wie an anderer Stelle, die russischen, indischen und tibetischen eingeweihten Kreisen und ihre politischen Formeln.
      Bei der westlichen Vorherrschaft handelte es sich 1917 an erster Stelle um ‘wirtschaftliche Abhängigkeit von dem Anglo-Amerikanismus‘ (24.365 und 367). 100 Jahre später ist die Weltherrschaft des Anglo-Amerikanismus eben nicht evident, sondern relativ.

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    11. Ton, es gibt irgend wo eine Stelle, wo Steiner recht ausführlich die Bestrebungen östlicher Eingeweihter den Bestrebungen westlicher Eingeweihter gegenüberstellt; im Kontext berichtet er auch, dass gewisse östliche Strömungen an der systematischen Zerstörung der physischen Entwick(e)lung arbeiteten, da dieses für sie immer noch ein bessere Alternative im Vergleich zur Ausbildung der physischen Kultur sei.
      Leider finde ich die Stelle ad hoch nicht.

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    12. @Anonym

      Man könnte es aber auch anders formulieren:
      Wenn ich über Informationen verfüge, durch welche ich den Ausgang einer Entwick(meinetwegen auch mit e)lung recht sicher voraussagen kann, ein anderer diese Informationen und Kenntnisse der Zusammenhänge aber nicht hat, so kann ich mich mit diesem Wissen (im Sinne reinen Wissens) gegenüber dem Unwissenden ziemlich leicht als 'Eingeweihter/Okkultist' aufspielen.

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    16. Östliche vs. westliche Eingeweihte bei Steiner, z.B.:
      173.59f. (1916) Russizismus; 178.87f. (Nov. 1917) Medium; 178.184f. (Nov. 1917) östliche Brüderschaften, namentlich indische; 193.120f. (1919) Bolschewismus; 200.44f. (1920) mediale Zustand.

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    17. Ich gebe dir recht Stephan, in der Theorie ja.
      Aber auf 100 Jahre etwas nur aufgrund von Kenntnissen der augenblicklichen Situation vorauszusehen, wäre da schon sehr beachtlich. Ich halte es für unmöglich.
      Über so lange Zeiträume ist es wohl doch eher ein beharrlich verfolgtes Ziel (von in diese Planungen Eingeweihten).
      In diesem Fall wird die "Information" wohl eher in der Kenntnis dieses (geheimen) Vorhabens einer bestimmten Gruppe bestehen.
      Okkultes Wissen ist in erster Linie Wissen um geheime Projekte, deren Umsetzung auch über längere Zeiträume geplant ist.

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  7. Zitat eines Kommentators:

    "…Oder möchten wir hier und heute, so wie die drei Affen, Augen, Ohren und auch Münder schließen, uns einfach selbst was vormachen und die Evidenz leugnen, dass heute, 100 Jahre nach Steiner, die Welt maßgeblich vom Amerikanismus beherrscht und beeinflusst ist?..."

    Als eine ernsthafte Frage kann das wohl kaum aufgefasst werden, eher als eine absurde und böswillige Unterstellung. Die Antwort sollte sein: Ja, "wir hier und heute" "leugnen" feierlich, dass heute, 100 Jahre nach Steiner, die Welt maßgeblich vom Amerikanismus "beherrscht" ist.

    Beherrschen steht für jemanden, einen Staat, eine Staatsführung, besonders über ein unterworfenes, unterdrücktes Volk, Land, Macht auszuüben, mit Zwangsmitteln als Herrscher zu regieren. In Diktaturen des Unrechts Europas wie in der Sowjetunion, Hitler-Deutschland, die DDR, das heutige Russland Putins. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben sich allerdings dadurch hervorgehoben Diktaturen in Europa zu beenden.

    Kultur-Einflüsse gab und gibt es, sie können begrüßt oder kritisiert werden, man kann sie annehmen oder ablehnen, sogar verteufeln in einer Feindbildsuche der Verstellung heute wieder aufblühender Verschwörungsmystiker. Auch das gehört zu den Fundamenten geistiger Freiheit, die wir vor allem der Opfer der Menschen auch aus den USA zu verdanken haben die gekämpft haben gerade gegen eine Welt der Diktatur.

    Zum "sogenannten Demokratismus in Mitteleuropa" um die Menschen Mitteleuropas "zu einem Teil der englisch-amerikanischen Weltherrschaft" der "anglo-amerikanischen Rasse" zu machen:

    Zu Rudolf Steiners Zeiten war das schon Kriegspropaganda, ursprünglich theosophischer Prägung, um die Bevölkerung für den Krieg zu "erwärmen". Mit fatalen Folgen.

    In der Nazi-Diktatur gehörte es in der menschenverachtenden antisemitischen Ausrichtung, mit dem Holocaust als Folge, zum Kernwissen der damaligen "Eliten der Arier". Steiner hat sich, nachträglich, von seinen Äußerungen in den Kriegsjahren distanziert. Und er äußerte sich zu Adolf Hitler und Erich Ludendorf nach deren gescheiterten Marsch auf die Feldherrenhalle in München November 1923 (der zum "Marsch auf Berlin" führen sollte): "Wenn diese Gesellschaft sich durchsetzt, bringt dies für Mitteleuropa eine große Verheerung,… wenn diese Herren an der Regierung kommen, kann mein Fuß deutschen Boden nicht mehr betreten". Und er veranlasste daraufhin den Umzug des Philosophisch-Anthroposophischen Verlags von Berlin nach Dornach (Äußerungen von Zeitzeugen, siehe Ansgar Martins: Hans Büchenbacher, Erinnerungen 1933 – 1949, Seite 201).

    Steiners ablehnende Haltung war aber nicht repräsentativ für die Mehrzahl der damaligen Anthroposophen in Deutschland. Stellvertretend bringt es Guenther Wachsmuth, Vorstandsmitglied, Schatzmeister und Sekretär der Anthroposophischen Gesellschaft, in diesen Funktionen wirkte er bis zu seinem Tod 1963, im Juni 1933 im anthroposophischen "Nachrichtenblatt" unter Berufung auf Goethe auf dem Punkt: "Es ist gut, dass unter den Mitgliedern nicht jene Elemente überwiegen, die in melancholisch-müden Sehnsüchten nach der gemütlichen Vergangenheit leben, oder die den komplizierten Ereignissen der Gegenwart nur lehrhaft nörgelnd und jammernd gegenüberstehen können… Von hier und heute geht eine neue Epoche aus der Weltgeschichte aus, und ihr könnt sagen Ihr seid dabei gewesen. Es ist ermutigend, dass diejenigen, die "dabei" sein wollen, auch in unseren Reihen überwiegen" (siehe ebenfalls Ansgar Martins: Hans Büchenbacher, Seite 267).

    Wer heute, im 21. Jahrhundert, Gedanken vergangener Verbrechenskulturen wieder aufgreift und ausspricht, zeigt in verachtender Weise aus der Geschichte des Grauens nichts gelernt zu haben und macht sich geistig mitschuldig, wenn heute wieder Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt werden, im Kleinen und im Großen, unter der Schirmherrschaft des Zaren im Kreml, weltweit, aber auch im Deutschen Lande.

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    1. Fortsetzung 1:

      In seinem Presseorgan "Rubikon" verbreitet "Friedensforscher" Doktor Daniele Ganser haarsträubende Inhalte suggestiver und manipulativer Machart, gerade auch zum Thema angeblicher amerikanische Weltherrschaft, oder lässt sie von anderen verbreiten. Die neueste Veröffentlichungsreihe zum Bibel der Nationalsozialisten, "Mein Kampf", übertrifft alles Bisherige und sollte die Organe des Verfassungsschutzes zur Aufmerksamkeit bringen.

      "Lesungen aus einem verbotenen Buch"
      Zur "erstaunlichen Aktualität" der Gedanken des "größten Führers aller Zeiten"
      Rubikon, Peter Frey, 10. und 26.02.2018

      Eine Kostprobe:

      "…Vielmehr ist es die Schere im Kopf, die viele durchaus neugierige Menschen daran hindert, sich mit den Ansichten Adolf Hitlers auseinander zu setzen. Heutzutage genügt es, Menschen zu verteufeln oder zu verklären, um sich ein Bild im sattsam bekannten Schwarz-Weiß-Denken machen zu können…"

      Zu Zbigniew Brzeziński, polnisch-US-amerikanischer Politikwissenschaftler, Professor und Berater
      Lyndon B. Johnsons und Jimmy Carters, Autor renommierter politischer Analysen:

      "… Die eiskalte weil völlig emotionslose und gleichzeitig nüchtern rationale Sprache Brzezinskis finden wir bei Hitler nicht…"

      …Hitler kannte den Hunger aus jahrelangem eigenen Erleben und war kaum in der Lage, die komplexen Zusammenhänge zu verstehen, welche zu den katastrophalen Zuständen in Deutschland geführt hatten. Aber er lebte in dieser Zeit und sah die Not, mit der er sich nicht abfinden wollte. Ein völlig nachvollziehbares menschliches Verhalten…Versuchen wir uns einer moralischen Deutung zu entziehen. Das Sehen und Empfinden einer katastrophalen Situation sucht nach einer Lösung. Hitler sah nicht ein, dass "sein" Volk hungern muss. Er sah, dass andere Völker mehr Raum hatten, stufte sie als weniger wertvoll gegenüber dem "deutschen Blute" ein und hatte so ein moralisches Fundament, "fremden Grund und Boden zu erwerben". Einem "besonderen Volke" anzugehören, gab ihm Halt und Identifikation. Seine Lösung schon damals war die Überhebung des deutschen Volkes (wie er es betrachtete) über andere Völker. Die Wertigkeit entschied. Das Elitevolk war das Deutsche, "seins", Hitlers Volk. Mit diesem Denken war Hitler ganz und gar nicht allein…

      …Hitler wurde in Macht gebracht. Er wurde gesucht und gefunden: …Dafür wurde er in die Rolle lanciert, die er letztlich mit aller Konsequenz ausfüllte. Hitler hat sich jedoch die Macht viel weniger erobert, als allgemein kolportiert wird…Aber auch Adolf Hitler ist nicht schuld – schon gar nicht allein schuld, dass es zum Weltenbrand kam. Und das deutsche Volk ist es natürlich auch nicht. Denn Schuld wird von Herrschaft definiert und delegiert… Die kaschiert, dass Hitler selbst ein Helfer war – wessen Helfer?...

      …jeder der versucht den bösen Hitler als Menschen zu sehen, ist ein Nazi, oder doch nicht?... was dort im ersten Augenblick perfekt zur uns vorgezeichneten Person des Adolf Hitler passt, dass passt verblüffender Weise auch "wunderbar" in unsere demokratische Gegenwart… In was für einer Demokratie leben wir? Richtig, in einer Fassadendemokratie. In dieser muss gelogen werden, andernfalls würden nämlich die wirklichen Ursachen zur Sprache kommen müssen..."

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    2. Fortsetzung 2:

      Im Rahmen der Aktionswoche "Stopp Airbase Ramstein", am 8. September 2017 hat Doktor Ganser schon einmal vorgeführt wie Täter-Opfer-Verstellung in Bezug auf nationalsozialistische Vergangenheitsbewältigung in seiner Optik aussieht. Im Wortlaut des Friedensdoktors:

      "…was hier läuft: Deutschland wird immer niedergedrückt mit dem Stichwort Hitler/Nationalsozialismus. Das ist eine psychologische Kriegsführung, die Sie schon seit vielen Jahren erleiden. Man kann jeden Abend um 10 Uhr Hitler-Waffensysteme so, die Schergen so. Immer, das läuft immer. Und das ist ein Trick, um Sie runter zu bügeln. Und da sage ich, man müsste eigentlich diese Verbindung Deutschland/Hitler, die müsste man kappen und man müsste machen Deutschland/Goethe. Ja! …"

      Deutschland als Opfer einer psychologischen Kriegsführung. Gekonnt beschwört er dabei die Ursache alles Bösen auf dieser Erde: Die Weltherrschaft des Imperiums USA und ihre Marionetten der Medien und Politik.

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    3. Bobby, Du hattest vor einiger Zeit mal geschrieben, dass Du an einem Kommentar bis zu 3 Stunden "gearbeitet" hast. Scheint immer noch so zu sein, oder?

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    4. Super Bobby!! Und - Danke!!

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    5. Ja dankeschön herr Bobby. Ich muss aber gestehen, das ich noch nicht ganz überzeugt bin und würde mich daher sehr freuen, wenn sie noch mehr, also noch viel längere Artikel, über Hitler/Ganser schreiben und vor allem noch mit vielen links. Ich bin kurz vor der Überzeugung.

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    6. Gedanken-Wellness für Eingeweihte mit Ganser und Co.

      Zwei Superstars der Truther-Szene: Daniele Ganser und Ken Jebsen traten mit Elias Davidsson und Thomas Meyer vor den Basler Antroposophen auf.

      TagesWoche Schweiz, Matthias Oppliger, 08.03.2018
      https://tageswoche.ch/gesellschaft/daniele-ganser-und-ken-jebsen-predigen-vor-bekehrten/

      Die Tickets kosteten 60 Franken und waren seit Wochen vergriffen. Die Türsteher mussten unablässig Leute abwimmeln. Die Nachricht, dass nur noch eingelassen werde, wer mehr als 600 Kilometer angereist sei, spendete da wenig Trost für die Enttäuschten.

      Der Star der "Friedensforschung" klärt seine Zuhörer gleich am Anfang des Happenings auf: Er, Daniele Ganser selbst traut den Medien nur noch in zwei Bereichen: «Sport und Wetter».

      Das ist doch mal was für die tapferen und erleuchteten Anthro-Geister. Wettervorhersagen zeichnen sich immerhin durch wissenschaftliche Zuverlässigkeit aus. Die Sportnachrichten dürften dagegen für den Friedensforscher und seine Anhänger nicht geradezu eine besondere Freude sein. Die Berichterstattung über Russlands Doping-Sünder kann doch nur gesehen werden als böswilliges und abgekartetes Spiel und ist Teil des Hybrid-Krieges des Imperiums USA gegen Russland.

      Der Artikel führt fort:

      …Was Davidsson und Meyer an rhetorischem Geschick und Charisma fehlt, machen sie mit steilen Thesen wett. Beide machen sich erst gar nicht die Mühe, ihre zynischen bis wirren Botschaften vernünftig einzubetten…

      …Davidsson erzählt, frei von Quellenangaben, wie westliche Geheimdienste mittellose und deshalb manipulierbare Muslime zu Terroristen heranzüchten und so «das fiktive Feindbild des islamistischen Terrors» nähren würden. Wie Ganser auch beschäftigt er sich vor allem mit 9/11, doch Davidsson stellt auch neuere Attentate infrage. So bezeichnet er etwa den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin 2016 als Inszenierung und bezweifelt, ob es dabei überhaupt Opfer gegeben habe…

      …Gänzlich wirr wird es dann bei Meyer…Sein Vortrag mäandert zwischen 9/11 und Pearl Harbor, plötzlich geht es um den Bolschewismus, dann um den Ersten Weltkrieg und schliesslich kommt Meyer auch noch auf den «deutschen Schuldkult» zu sprechen: Deutschland sei von den Amerikanern nach dem Zweiten Weltkrieg in eine Schuldrolle gedrängt worden. Es sind Aussagen, wie man sie auch von AfD-Rechtsauslegern wie Björn Höcke kennt…Dies alles diene irgendwelchen okkulten «Logen» dazu, Europa kleinzuhalten und eine Super-Weltregierung aufzubauen. Schließlich plädiert Meyer dafür, eine «Kategorie des Dämonischen» in die Geschichtswissenschaften einzuführen. Zur Erklärung von Hitler…

      …Unter der Leitung von Ken Jebsen diskutiert die Runde darüber, wie es sich so lebt, wenn man unbequeme Wahrheiten ausspricht – also das, was sie für Wahrheiten halten…Auch diese Veranstaltung im «Scala» wird von «KenFM» aufgezeichnet. Jebsen war früher Radiomoderator in Berlin, verlor diese Stelle aber nach Antisemitismus-Vorwürfen…

      …Jebsen und Ganser verbindet noch etwas: Sie sind beide ehemalige Steiner-Schüler. «Wir mussten uns jahrelang für Eurythmie rechtfertigen. Da kann uns das Etikett des Verschwörungstheoretikers nicht schmerzen», scherzt Jebsen…

      Zuhörerfrage an Jebsen:
      …«Ich misstraue den Medien, ich misstraue der Politik, ich misstraue den Gerichten, ich misstraue der Wissenschaft. Was können Sie mir raten, Herr Jebsen?»…Ganser und die anderen Referenten haben ihn an diesem Tag oft genug als einen der wenigen vertrauenswürdigen Journalisten bezeichnet…

      …Man ist an diesem Samstagnachmittag zusammengekommen, um sich gegenseitig darin zu bestärken, zu den Erleuchteten, zu den wachen Geistern zu gehören. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es schon bald wieder. Dank grosser Nachfrage werden Ganser und Meyer einen zusätzlichen Vortrag halten. Mitte April in der Waldorfschule Schopfheim….

      …Mit der Wut des Betrogenen im Bauch kaufen sich ihre «Wahrheiten» am Büchertisch noch besser…"

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    7. Bobby, und nicht beirren lassen von Otto Norm-Aal !!

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    8. Der Osterhase (man hat mir die Eier geklaut)Freitag, 9. März 2018 um 17:30:00 MEZ

      Bobby, Du durchschaust gar nicht, wie Du hier instrumentalisiert wirst:

      Der Egoistenblog ist eine Inszenierung des CIA und der NSA mit dem Ziel, Rainer Herzog, Heinz Fleischmann und Ulf-Karsten Weber mittels Sticheleien und kognitiver Überforderung so sehr zu radikalisieren, dass sie auf dem Hamburger Weihnachtsfischmarktmarkt ein Selbstmordattentat mit faulen Ostereiern verüben, welches man dann den Anthroposophen in die Eurythmieschuhe schieben wird.

      Alles von ganz, ganz oben eingefädelt!

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    9. Katrin B. (Cousine von Rebecca)Freitag, 9. März 2018 um 19:04:00 MEZ

      Herzliche Grüße in die Runde! Meine Cousine lässt ausrichten, dass sie hier gerne mitschreiben würde, aber wegen Schwangerschaft nicht kann. Sie und Stephan erwarten ein Kind!!!! Beide sind überhappy!!! Da sich die beiden hier im Blog kennengelernt haben, soll es, wenn Junge, "Daniele-Bobby" heissen, bei einem Mädchen (auch nicht schlecht) "Friederike-Ingrid". Wenn es kein eindeutiges Geschlecht gibt, oder irgendwie Transgender, soll es "Anonym" heissen. Wir halten euch auf dem laufenden.

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    10. Roland Herzog (Bruder von Rainer)Samstag, 10. März 2018 um 09:45:00 MEZ

      Mein Bruder Rainer lässt fragen, ob hier vielleicht noch jemand Scheiblettenkäse für ihn hätte - bei ALDI und LIDL waren die leider alle.
      Scheint sich ruumgesprochen zu haben, der Spaß mit der Mülltüte und dem Scheiblettenkäse.

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    11. @bobby

      Mit der Wut des Betrogenen im Bauch kaufen sich ihre «Wahrheiten» am Büchertisch noch besser…"

      Die 'Wut des Betrogenen' ist treuer Begleiter des anthroposophischen Fußvolkes.
      Kein Wunder, dass diese Ganser-Meyer-Jebsen-Show, welche die Wut in eine ganz bestimmte Richtung fokusiert, von anthroposophischen Funktionären gezielt gefördert wird, um eine Entladung der Wutmassen auf den anthroposophischen Betrieb selbst zu vermeiden.

      Insofern findet hier genau das gleiche Prinzip statt, welches man den US-Falken als geopolitische Strategie unterstellt.
      Nur das Gehirn eines Verbrechers kann denken wie ein Verbrecher.

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  8. @ Michael Eggert
    Freitag, 2. März 2018 um 21:52:00 MEZ:

    "Steiners Tendenzen sind Historie und für Historiker und Anhänger relevant… Die kritische Haltung gegenüber Steiner ist nicht despektierlich, sondern schlicht realistisch."


    Steiner als historische Person

    Es lässt tief blicken: Die Darstellung Steiners als historische Person gerade unter dem Gesichtspunkt seiner Ansichtsänderungen und Neupositionierungen wird als Angriff und Beleidigung auf seine Persönlichkeit empfunden und immer wieder als ein Versuch der "Entsorgung" der Anthroposophie und ihr Gründer gewertet.

    Im Sinne einer Verschwörung der "Feinden" der Anthroposophie und Rudolf Steiner? Vielleicht aber mehr als persönliche Beleidigung heutiger Anthroposophen-Egos, in ihrer Verehrung zu ihrem Meister, in Mission "selbstloser Opferbereitschafft" angriffsbereit gegen die "Mächte des Bösen". Vielleicht aber noch viel mehr als ein Indiz einer zutiefst verunsicherten Seelenverfassung heutiger Steiner-Schüler.

    Auch Anzeichen zu Positionsänderungen bei Steiner wurden vor einiger Zeit (23-25 November 2017), in der Diskussion um Karl Heise, teilweise äußerst aggressiv angegangen, wurden als einen unerträglichen und nicht tolerierbaren Zugriff und Angriff auf die Person Steiners und seine Integrität empfunden.

    Siehe ab hier:
    https://egoistenblog.blogspot.de/2017/11/bobby-selbstfindung-in-einer-scheinwelt.html?showComment=1511466273937#c7392540989007115119

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    1. Fortsetzung:

      Peter Staudenmaier hat das wenigen Tagen danach thematisiert. Ob er hier mitgelesen hat ist nicht bekannt:


      10. Dezember 2017

      "…Steiner als historische Person:

      Apropos Meinungsänderungen bei Menschen: Ein wiederkehrendes Merkmal in den Diskussionen um Steiner und sein Vermächtnis ist in der Abneigung vieler Bewunderer Steiners zu erkennen, wie sich seine Überzeugungen im Laufe der Zeit verschoben und weiterentwickelt haben. In einigen Fällen hat diese Abneigung bemerkenswerte Formen angenommen, und Steiners Möchtegern-Verteidiger bestehen darauf, dass jeder Hinweis auf eine Änderung von Steiners Ideen eine Beleidigung, einen Angriff auf Steiner und einen Angriff auf seine Integrität darstellt.

      Wir haben die Dynamik wiederholt an dieser Stelle (Webseite Waldorf Critics) gesehen. In eine Weise die fast unvermeidlich ist. Wissenschaftler, die eine Bewegung wie die Anthroposophie studieren, achten oft auf solche Veränderungen; sie können manchmal auf eine bedeutende Veränderung in der Weltanschauung hinweisen, können aber auch lediglich Teil der üblichen Entwicklung jeder historischen Figur sein. Aber die Erwähnung dieser Veränderungen ruft häufig eine seltsame Reaktion der Bewunderer von Steiner hervor.

      Selbst die einfachste Beobachtung, dass Steiner seine Meinung ändert - etwa von einer kritischen Stimme zur Theosophie in den 1890er Jahren zu einem führenden Sprecher der Theosophie nach 1900 - kann eine empörte Reaktion auslösen. Steiner-Enthusiasten werden einwenden, dass derjenige, der den Übergang in Steiners Ansichten bemerkte, tatsächlich sagen würde, dass Steiner ein Lügner und ein Betrüger und ein Scharlatan war. Ein gekränkter Aufschrei steigt hoch: Steiner würde eliminiert werden!

      Reaktionen wie diese zeigen ein tiefes Unbehagen mit der Vorstellung, Steiner als historische Figur zu sehen, als eine Person, die seine Meinung im Laufe der Zeit wie jeder andere geändert hat. Für manche Steiner-Anhänger ist es erniedrigend, Steiner auf diese Weise zu sehen; in ihren Augen muss es eine Versuch sein, ihn zu diskreditieren, anstatt ihn zu verstehen. Dieses ist bedauerlich. Es verhindert, dass diejenigen, die sich von Steiner inspirieren lassen, einen Sinn dafür entwickeln, wer er war und was er lehrte. Ich freue mich auf Diskussionen über Steiner, die diese bedauerliche Tendenz hinter sich lassen und anerkennen, dass es Steiner nicht schadet, ihn als historische Person anzuerkennen…"

      Dieser Text, vom Kommentator übersetzt, kann hier im Original nachgelesen werden:

      https://groups.yahoo.com/neo/groups/waldorf-critics/conversations/messages/31696

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    2. Der einzig aufrichtige Baum ist der Nadelbaum!
      Der Laubbaum ist ein Scharlatan und ein Lügner, weil er seine Blattfarbe ändert und schließlich sogar die Blätter fallen lässt...

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    3. »Selbst die einfachste Beobachtung, dass Steiner seine Meinung ändert - etwa von einer kritischen Stimme zur Theosophie in den 1890er Jahren zu einem führenden Sprecher der Theosophie nach 1900 - kann eine empörte Reaktion auslösen.«
      Diese für Außenstehende nicht leicht nachvollziehbare Empörung hat ihre Wurzel wohl darin, daß man, vielleicht auch rein gefühlsmäßig und ohne sich dessen ganz klar bewußt zu sein, in Rudolf Steiner weniger den systematischen Forscher als vielmehr den Hellseher von Geburt an verehrt.

      Was bei John Maynard Keynes vollkommen logisch und natürlich klingt:
      »When I find new information I change my mind; What do you do?«
      — das darf natürlich für einen Hellseher nicht gleichermaßen gelten: denn wie sollte jemand, der von Anfang an alles klar und deutlich sah, neue Informationen finden, die seine frühere Anschauung verändern?
      Wäre das nicht geradezu ein Beweis dafür, daß Rudolf Steiner gar kein Hellseher war?

      Freilich übersieht man dabei nicht nur, daß Rudolf Steiner gar nicht wollte, daß man ihm einfach glaubt, sondern auch, daß er zeit seines Lebens Neues aus der geistigen Welt „herausgeholt“ hat, und obendrein die Mühe, die er hatte, diese „Herausgeholte“ in verständliche Worte zu fassen.
      Der Vergleich der zu seinen Lebzeiten erschienenen Auflagen seiner Schriften macht deutlich, wie sehr er auch nachträglich noch an seinen Formulierungen gefeilt hat, wobei durchaus auch Richtungen, die man aus der Erstfassung herauszulesen meinte, verändert wurden.

      Freilich würde das Zugeständnis, daß auch Rudolf Steiner nicht zu jeder Zeit seines Lebens in allen Punkten und für alle Zeiten (auch die heutige und alle zukünftigen) „recht hatte“, den Verlust eines Orientierungsfixpunktes nach sich ziehen.
      Und es gibt eine große Sehnsucht nach solchen Fixpunkten für die Orientierung.

      Das wissen auch Ganser und Jebsen, wie aus dem von bobby verlinkten Artikel der Tageswoche (danke, bobby!) hervorgeht:

      ***
      [Zuschauerfrage:]
      «Ich misstraue den Medien, ich misstraue der Politik, ich misstraue den Gerichten, ich misstraue der Wissenschaft. Was können Sie mir raten, Herr Jebsen?»

      «Wer an gar nichts glaubt, ist orientierungslos. Sie sollten sich also für etwas oder jemanden entscheiden, dem Sie Glauben schenken.» Dass Jebsen damit seine eigene Plattform meint, muss er gar nicht aussprechen. Ganser und die anderen Referenten haben ihn an diesem Tag oft genug als einen der wenigen vertrauenswürdigen Journalisten bezeichnet.
      ***

      Wie beruhigend, jemanden gefunden zu haben, der sich „vertrauenswürdig“ zu heutigen Fragen äußert, auf die man die Antworten so noch nicht bei Rudolf Steiner finden kann...

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    4. Natürlich hat Steiner des öfteren seine Meinung geändert, bzw. revidiert oder ergänzt - am auffälligsten in seinem Urteil über Nietzsches "Antichrist", aber auch seine erst distanziert-ablehnende Haltung zu religiösen/christlichen Themen hat er später radikal geändert.

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    5. @ Ingrid

      Wissentliches Forschen - Hellsehen - Verehrung
      Meinungsbildung und Sehnsucht nach Orientierung

      Da prallen in der Tat scheinbar Welten des Unverständnisses aufeinander:

      Ein sogenannter Hellseher, angeblich ausgestattet mit "Fähigkeiten von Geburt an". Dessen Selbstverständnis abgeleitet wird aus ein undurchsichtiges Abhängigkeitsverhältnis der Verehrung seiner "Gläubigergemeinschaft" auf Grundlage einer unbestimmten Sehnsucht nach Orientierung und Sinngebung. Da muss jede Kritik zu einer Aufschrei der Empörung führen da das Weltbild ins Schwanken gerät.

      Ein Wissenschaftler der seine Meinung ändert da er wesentlich neues findet, das Wissen allgemein zugänglich macht und mit anderen Menschen teilt zum Wohle einer Gemeinschaft. Gerade dafür kann man Bewunderung aber auch Verehrung empfinden. Nicht aber auf Kosten von einer Offenheit für neue, weitere Erkenntnisse. Wenn das bisherige Wissen in Teilen oder im Ganzen in Frage gestellt werden sollte durch neues Wissen kann das eventuell schmerzhaft sein, ist aber nie eine ernstzunehmende Veranlassung für Empörung sondern sollte ein Grund zur erneuten Anerkennung sein.

      Da sehe ich keinen wesentlichen Unterschied im Vergleich zum Hellseher, wenn er sich ebenfalls um Offenheit, eine ehrliche wissenschaftliche Grundhaltung und um nachvollziehbare und plausible Darstellung seines Wissens für jeden bemüht. Die Nachprüfbarkeit ist sachgemäß eine andere, dürfte sich schwieriger gestalten. Aber auch sie kann vom Leben bestätigt werden. Das sollte aber entsprechend berücksichtigt werden wenn es geht um Wahrheitsansprüche. Auch ihr Wissen ist grundsätzlich vorläufig, daher unvollkommen, kann fehlerbehaftet sein wie das bei jeder wissenschaftlichen Forschung der Fall ist.

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    6. Ich will im Grunde nicht weiter stören, wenn Ihr Euch hier um ein etwas allzu konstruiertes Steiner-Bild bemüht, aber zu behaupten, Steiner wäre ein "sogenannter Hellseher, angeblich ausgestattet mit "Fähigkeiten von Geburt an" oder "Hellseher von Geburt an" ist reichlich hanebüchen. Hat weder Steiner behauptet (etwa in "Mein Lebensgang") oder sonstwie ernstzunehmende anthrop. Autoren.

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    7. Das hat hier auch kein Mensch gesagt, dass Steiner das von sich selbst behauptet habe, lieber Rainer!
      Genau so wenig, wie KRAFT jemals behauptet hat, dass Scheibletten dazu gedacht wären, sich damit den physischen Leib zu bepflasten und jenen dann in einen Müllsack zu stecken...

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    8. Erste geistige Erfahrungen in Steiners Vortrag “Skizze eines Lebensabrisses”(1913):
      “Und der Knabe lebte etwa von jenem Zeitpunkte ab mit den Geistern der Natur, die ja in einer solchen Gegend ganz besonders zu beobachten sind, mit den schaffenden Wesenheiten hinter den Dingen, in derselben Weise, wie er die äußere Welt auf sich wirken ließ"
      (Beiträge 83, S.6)
      Vgl. http://www.anthroposophie.net/steiner/Lebensgang/bib_steiner_lebensabriss.htm

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    10. @Ton

      Da gibt's ja auch die Beschreibung, wo ihm als Kind die tote Tante, welche sich suizidiert hatte, bei tagwachem Bewußtsein begegnet und ihn eindringlich um Hilfe bittet.
      Er hatte eben ein von Kindheit an erlebendes Bewußtsein für die geistigen Sphären, wie es zwar viele haben, aber der Tagesbetrieb die Erinnerung daran sofort wieder auslöscht.
      Aber er hat nie gesagt, dass er schon immer den Volldurchblick für geistige Zusammenhänge (das ist was anderes, wie einzelne geistige Impressionen) hatte.
      Lediglich seine orthodoxen Jünger würden ihm diese Eigenschaft gerne andichten, damit ihre eigene urgründige Lebensangst beim Blick auf die Steiner-Ikone schwinden möge.

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    11. Wichtig sei noch der andere Pol: die inspirativen Zusammenhänge, das elementare Studium der Geometrie.

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    12. Die Frage müsste lauten, ob es überhaupt Hellsehen gibt. Wissenschaftlich wurde das bis heute nicht bewiesen, es liegt im Bereich des Glaubens, wie es auch in Bezug auf Steiner der Fall ist.

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    13. Es ist auch nicht wissenschaftlich bewiesen, dass es Dich gibt und es ist noch nicht mal wissenschaftlich bewiesen, dass es Wissenschaft gibt.
      Aber es gibt unzählige Berichte von Menschen, welche durch 'Hellsichtigkeit' etwas wissen, wass sie eigentlich gar nicht wissen könnten (weil keine Mitteilung erhalten)...

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    14. Und diese "Berichte" genügen wissenschaftlichen Kriterien?

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    15. Es gibt kein Hellsehen. Hellseher sind Mitakteure oder Mitwisser geplanter Aktionen.

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    16. Ich glaube beispielsweise nicht, dass alle Aktionen im Straßenverkehr als Reaktionen auf rein visuelle und akustische Informationen zurückgeführt werden können; das ist für mich UNDENKBAR, ist aber Geschmacksache...

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    17. @ Anonym:

      »Es gibt kein Hellsehen. Hellseher sind Mitakteure oder Mitwisser geplanter Aktionen.«
      Heißt das, Du stimmst nun ein in den Chor derer, die Rudolf Steiner hier angeblich „denigrieren“?

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    18. Warum sollte Steiner damit "denigriert" werden. Er hat doch gerade selbst der Menschheit gezeigt, dass es kein Hellsehen gibt. Wenn es auch andere nicht wahrhaben wollten und noch immer nicht wollen.

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    19. 'Er hat doch gerade selbst der Menschheit gezeigt, dass es kein Hellsehen gibt.'

      Stehe ich auf dem Schlauch?

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    20. Das Genie Steiner erkennt man nur, wenn man hinter den Worten liest. Er zeigte der Menschheit, was man erreichen kann und wie man ablenken kann, wenn man den Menschen den Glauben ans Hellsehen lehrt.

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    21. Er konnte und durfte es nicht offen sagen, aber er wollte die Menschheit befreien vom jahrtausendealten Aberglauben. Heute versucht man durch die Denigrierung Steiners diesen seinen Versuch rückgängig zu machen.

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