Kuscheln ohne Fummeln oder: Vom wohligen anthroposophischen Credo

Anti- Intellektualismus in der Praxis
Das angeblich anthroposophische Diktum, ohne Voreingenommenheit und ohne manipulative Absicht Anderen im Gespräch zu begegnen, ist eine den klassischen buddhistischen Tugenden entlehnte meditative Alltags- Praxis, die Rudolf Steiner bescheiden als „Nebenübungen“ benannt hat. Nebenübungen sind insofern durchaus zentral (ich habe nur einige genannt), als die kommunikative Ebene, das Sich- Geltenlassen, dem Anderen Räume geben, und nicht sie zuzustellen, die Nahtstelle ist, an denen meditative Praxis sich im Alltag und im Umgang mit Anderen bewährt- oder eben nicht.

Burghard Schildt hat die damit verbundene Haltung gerade bei Facebook in einem Dialog auf seine eigene, unnachahmliche Weise formuliert: „Es gibt keinen Weg „ins“ Jenseits. Aber es gibt die, einem jeden Menschen bereits innewohnende, „andere“ Bewegung. Die der Bereitwilligkeit. Also die des Willens ohne jeglichen Vorsatz. Eben des Willens, der seine Bewegung selber setzt. Diese Bewegung gibt sich allen Menschen bereitwillig hin. Ein Jeder kann mit ihr „setzen“, wie und was er will. Aber: Man kann sich mit ihr auch festsetzten.
Ins Jenseits wenden will bedeuten: Den Willen umwenden. Wobei? Dabei, indem man den Willen des „anderen“ Menschen anerkennt. Also selber nicht festsetzt, wie und was ein Anderer zu tun oder zu lassen hat. Sondern: Einfach damit aufhören, „andere“ ändern zu wollen. So ein Aufhören ist zugleich die Wendung. In das Hören auf….

Die innere Wendung, die damit angesprochen ist, bedeutet aber auch, das schnelle Urteil über den Anderen aufzuheben und die in seinem Statement mitschwingenden Intentionen und Möglichkeiten zu erwägen- auch den Kontext, aus dem er sich äußert- ja, womöglich auch das, was er anstösst und was ihm in seiner Äußerung noch nicht klar ist, was er noch nicht voll formulieren konnte. Die Potentialität des Anderen anzunehmen, ihn sich ganz aussprechen zu lassen, fördert, im Ideal, dessen innere Bewegung und damit das Gespräch selbst. Dies zumindest sehr viel mehr als ein schroffes Entgegenhalten eines eigenen Urteils, das zu folgenden Abwehr- und Verteidigungsreaktionen führt. Bedenkenswert sind aber auch die Voraussetzungen der dialogischen Haltung, die auf ein Klima des wirklichen Geltenlassens, Raum- Gebens aufbaut, das den Weiterfluss des Gesprächs wünscht, begünstigt: Der „gute Wille“.

Nun gibt es eine Reihe von Faktoren, die eben dies verhindern- vor allem dann, wenn der scheinbar gutwillig Übende die Übung dogmatisch auffasst. Die Erwartung (die häufig in diesen Kreisen auch so ausgesprochen wird), der Andere hätte „Herzensbildung“ zu praktizieren, d.h. eine eigene Meinungsbildung zu unterdrücken, gehört wohl zu den folgenschwersten Missverständnissen in dieser Szene. Die Unvoreingenommenheit als Dogma, die jede Stellungnahme lediglich unterdrückt, erscheint dann als Mangel an Haltung und Positionierung, die das ideologische Kraut ins Uferlose schießen lässt. Völlig haltlose Gerüchte, esoterischer Blödsinn und politisch abgründige Einseitigkeiten gedeihen unwidersprochen, ja, es gelingt einzelnen Personen, in einem Klima des Schweigens und Wegduckens mächtig zu werden und zu dominieren. Der Vorwurf des Mangels an „Herzensbildung“ wird zum Instrument der Unterdrückung, die scheinbare Unvoreingenommenheit zum Duckmäusertum. Das gegenseitige Freilassen funktioniert nur in einem Klima der gegenseitigen Anerkennung, nicht als Dogma und missbräuchlich eingesetztes Kampfmittel. In der Praxis und in der Geschichte der anthroposophischen Gesellschaft mit ihren gnadenlos durchgeführten und exerzierten Auseinandersetzungen, Spaltungen und Ketzerbildungen hat diese Bigotterie- das frömmelnde scheinbare Nichtaufmucken bei maximaler intriganter Partisanen - Kampftaktik- eine lange und bis heute präsente Tradition. Man muss nur in eine der großen internationalen anthroposophischen Facebook- Gruppen gehen, um diese gnadenlosen Grabenkämpfe auch heute zu erleben. Die bigotte Unaufrichtigkeit, die dem Dogma der missbrauchten „Nebenübungen“ entspringt, trägt erheblich zur Verschärfung der Auseinandersetzungen bei. Häufig sind sich die aggressivsten Teilnehmer in ihrem vernebelten, unaufrichtigen Selbstbild nicht einmal bewusst, wie widersprüchlich ein dogmatischer Kampf um Positionen betrieben wird, der vorgibt, „spirituell“ und "offen" zu sein.

Das Problem besteht wohl gerade in der Kombination mit dem ebenfalls propagierten Anti- Intellektualismus, der ja in vielen sich spirituell gebenden (aber auch rechten und antisemitischen) Traditionen zuhause ist. Rudolf Steiner wurde nicht müde, den Intellekt als Geißel der Menschheit zu brandmarken. Leider ist aber jegliche Introspektion, jede Analyse eigener Intentionen und Positionierungen, jede selbstkritische Reflexion von einer intellektuell reifen Haltung abhängig. Die Fraktion der „Herzdenker“ betreibt auch sich selbst gegenüber einen naiven Realismus: Sie machen sich selbst über sich selbst etwas vor. Über den nicht- reflektierten primitiven Dogmatismus mit Versatzstücken spiritueller Vokabeln wird der Deckmantel des „Herzdenkens“ gelegt, unter dem die aggressive Rechthaberei grassiert. Das postulierte Ideal wird zum reinen Feigenblatt, die Verdammung jeglicher Reflexion zur Brutstätte für dumpfe Machtkämpfe und Voreingenommenheit. Die toxische Kombination von postulierter Selbstlosigkeit und praktizierter intellektueller Kastration scheint ein intrinsisches anthroposophisches Credo zu sein, das die internen Diskussionen seit jeher und ohne sichtbare Änderung zumindest mitdiktiert.

Das Paradox, das in der Folge entsteht, ist ebenfalls gut in anthroposophischen Gruppen zu entdecken. Als Gegenmittel zu den zersetzenden unreflektierten und daher nicht auflösbaren Auseinandersetzungen suchen die „Herzdenker“ gern extreme Positionen, bei denen sie miteinander kuscheln können, ohne zu fummeln. Den gemeinsamen Nenner, in denen die Mitglieder der Gruppe sich gegenseitig anschmiegen können, findet man häufig in kitschigen und abstrusen spirituellen Aussagen oder Verschwörungstheorien. Da schmiegt sich der Gruppengeist wohlig aneinander und folgt einem Leittier ebenso unreflektiert wie der eigenen inneren Verfassung gegenüber. Ein kleiner Guru postuliert das „reine Denken“, und die Lämmer folgen ihm willig. Man hat die Schar z.B. hinter sich, wenn man - wie Reto Andrea Savoldelli - populistische -„objektive“- Behauptungen über die „Verbrecher“ Clinton heraus haut, sich selbst als „Historisch forschend“ und in einer „Fassaden- Demokratie“ befindlich ansieht: „Ich bin allgemein historisch forschend und da scheint es mir eine Minderheit zu sein, die sich objektiv ein Bild der Verhältnisse machen will, in denen politische Führungspuppen entstehen und welche die Wände vor Betrug, Lüge, Mord, untermalt von sexueller Perversion, errichten. Diese sind von Land zu Land, von Kontinent zu Kontinent verschieden. In Amerika hat die Fassaden-Demokratie zweifellos eine betrügerische Höchstform angenommen (es ist das meiste Geld damit verbunden) und deshalb sind die emotionalen Reaktionen auf solche Dinge unverhältnismässig. Viel zu schnell werden naive Urteile getriggert. ("Den mag ich, der kann gut tanzen und ist witzig. Die mag ich nicht, die schaut immer so verbissen. Das ist ein A..loch, weil der spricht wie ein solcher" usw.usw.) - Fassadenurteile halt.“ Die „Fassadenurteile“ sind die der anderen. Und so kuscheln sich die Follower sofort an den „Herzdenker“ an: „Aber es ist gut das es diese Minderheit gibt,die sich die Mühe machen hinter die Fassade zu schauen.Ganz ungefährlich ist es ja auch nicht.wer will schon,das Außenstehende von diesen Macht und Perversionsgeflecht weiß.So mancher Kinofilm ist da Recht nahe an der Wahrheit dran..auch wenn man ruhig das ganze dann nochmals potenzieren kann.“ Das sich potenzierende Spiegel-Blasen- Kabinett hat eine gemeinsame Ebene der abstrusen Empörung gefunden und kann sich daran aufschaukeln.


Die unreflektierte Wiedergabe von propagandistischen Schauermärchen und Querfront- Positionierungen erscheint in diesem Beispiel wie in vielen anderen ebenso wie das Posten von angeblichen karmischen Hintergründen, geistigen Erweckungserlebnissen oder anderen pseudo- esoterischen Standardaussagen der gemeinsame Nenner zu sein, auf dem das anthroposophische Diktum des Sich- Geltenlassens, des Unvoreingenommenseins und der eingebildeten Einsicht in Okkultes noch funktioniert- eine sich verstärkende Bewegung in die Gruppen- Normierungen der Anti- Mainstream- Herzdenker, denen der Wille zur kritischen Positionierung und zum Abgleich mit der Realität abhanden gekommen ist. Im politischen und spirituellen Nirgendwo kann man das eben noch, sich Wiegen im wohligen, wenn auch verblödeten Miteinander.

Kommentare

  1. Fummeln ohne kuscheln ist aber auch nix.

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  2. In Platos Höhlengleichnis werden die Menschen von geheimen, hegemonischen VerschwörerInnen Bilder vorgeführt. Wenn die Gefangenen sich umdrehen könnten, würden sie die inszenierte Realität dieser Bilder sehen. Fassaden-Demokratie ist einseitiger Platonismus.

    “Sieh nämlich Menschen wie in einer unterirdischen, höhlenartigen Wohnung, die einen gegen das Licht geöffneten Zugang längs der ganzen Höhle hat. In dieser seien sie von Kindheit an gefesselt an Hals und Schenkeln, so daß sie auf demselben Fleck bleiben und auch nur nach vorne hin sehen, den Kopf aber herumzudrehen der Fessel wegen nicht vermögend sind. Licht aber haben sie von einem Feuer, welches von oben und von ferne her hinter ihnen brennt. Zwischen dem Feuer und den Gefangenen geht obenher ein Weg, längs diesem sieh eine Mauer aufgeführt wie die Schranken, welche die Gaukler vor den Zuschauern sich erbauen, über welche herüber sie ihre Kunststücke zeigen. … Und wenn sie dort unter sich Ehre, Lob und Belohnungen für den bestimmt hatten, der das Vorüberziehende am schärfsten sah und am besten behielt, was zuerst zu kommen pflegte und was zuletzt und was zugleich, und daher also am besten vorhersagen konnte, was nun erscheinen werde: glaubst du, es werde ihn danach noch groß verlangen und er werde die bei jenen Geehrten und Machthabenden beneiden?“ http://gutenberg.spiegel.de/buch/politeia-4885/1

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    1. Goethe wurde von Stein, van Manen, Ravagli, Morelli usw. als praktisierender Platonist dargestellt, statt als Aristoteliker. Auch Steiner wurde nachträglich zum platonisierenden Aristoteliker (Aristoteles platonisans) gemacht. Das paranoische, schattenhafte Weltbild des Platonismus wurde folglich geheiligt.

      Ravagli (2000) sprach z.B. von ‘Goethes platonische Naturerkenntnis‘
      www.anthroweb.info/trithemius-verlag/jahrbuch2000-platonismus.html
      Van Manen (1980/2014), Twin Roads to the New Millennium, books.google p. 171 f.

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    2. @ Ton Majoor

      Was sind das für halb durchdachte und schrullig-skurrile Weltanschauungsfragmente...?

      Was kann Goethe dafür, wenn diverse Autoren ihn als "Platoniker" darstellen? Wäre das denn schlimm? Wieso soll die Philosophie des Platonismus "paranoisch" (!) sein...??

      Was genau möchtest Du uns mitteilen, Ton...?

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    3. Empörung! Schließt ‘paranoisch‘ nicht an Platos Höhlengleichnis an? Vergleiche mit dem Höhlengleichnis des Aristoteles, das in der schöne Realität anfängt (s. wiki/Höhlengleichnis).

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    4. Klassischer anthroposophisches Grundseminar, unterfüttert von Steiners Förderung, sich diesbezüglich identifizieren zu können. Der transzendente Idealismus, den Sie, Heinz, darlegen, könnte platonischen gar nicht sein. Aber da kommen Verbitterung, Beschuldigung, Anklage und Schuldzuweisungen schnell hinterher. Der Grundtenor ist sehnsüchtig. Die Realität ist unerfüllt.

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    5. @ M.Eggert
      Woher denn nun schon wieder diese sauertöpfische schlechte Laune...?

      Nachdem ich gestern zum Niederhausen-Mädchen-Fan erklärt wurde, bin ich heute also ein Anhänger Schellings? (Habe gar nicht gewusst, was "transzendenter Idealismus" bedeutet, gegoogelt, dass Schelling da Hauptrepräsentant ist) Insofern eine gewisse Steigerung zu HN, oder?

      Aber ansonsten alles ok? Versuchen wir uns jetzt ernsthaft auf dem Blog in deutsch-ideeller Philosophiegeschichte...? Ton und Du...? Hihi, man darf gespannt sein.

      Interessant ist auch immer dieses verwirrende Wechselspiel von siezen und duzen. Wenn man sagt, was Du in etwa hören magst, wird man geduzt, bei "Widerstand" wird man gesiezt. (Manche, wie SB, auch prophylaktisch gesiezt). Verwirrt Dich das nicht auf Dauer?

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    6. Ich gestehe, ich bin einigermaßen erstaunt, Platon wegen seines Höhlengleichnis-Gedankenexperimentes als paranoid bezeichnet zu finden. Freilich, in diesem Gleichnis täuschen Gaukler jemanden, der seit seiner Kindheit in einer Höhle gefesselt ist – aber ich hätte dabei nicht an die 13 Geschwister in Kalifornien gedacht.
      Sondern eher an Descartes – auch er erfindet sich ja einen bösen Geist, der ihm alles, was er zunächst für wahr hält, bloß vorgaukelt… war wohl auch Descartes paranoid?
      Auch Augustinus oder Francis Bacon waren solche methodischen Zweifler. Alles Paranoide?

      Wie ist es dann eigentlich mit all jenen, die sicherheitshalber erst einmal bezweifeln, hinterfragen, oder zumindest nachprüfen wollen, was ein anderer behauptet (zB ein RT-Reporter; oder Ken Jebsen, oder Daniele Ganser; oder umgekehrt die vielen links, mit denen Bobby uns so gern versorgt…) — lauter Paranoide?

      Und Rudolf Steiner, der nicht müde wurde, seine Zuhörer aufzufordern, ihm nichts auf seine Autorität hin zu glauben, sondern es lieber nachzuprüfen — versuchte er wohl gar, seine Anhänger paranoid zu machen?

      Überhaupt: ist ein Platoniker denn irgendwie „schlechter“ als ein Aristoteliker?
      Ich hätte ja gedacht, es gehe darum, daß die beiden „Strömungen“ zusammenarbeiten...

      Etwas verwunderte Grüße in die Runde,
      Ingrid

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    7. "Klassischer anthroposophisches Grundseminar, unterfüttert von Steiners Forderung, sich diesbezüglich identifizieren zu können"

      Dazu meinte einmal ein von mir geschätzter anthrop. spiritueller Lehrer, Georg Friedrich Schulz, die Anthroposophen, die sich meditativ, spekulativ und sonstwie den Kopf verdrehen, ob sie zu den "Platonikern" oder "Aristotelikern" gehören könnten, täten gut daran, die Grundlagenwerke von Plato oder Aristoteles erst einmal selbst zu lesen.

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    8. Man könnte auch mit Parmenides und die Sinnestäuschung anfangen, wie Steiner machte:
      “ In einem verhängnisvollen Augenblicke bemächtigte sich eines griechischen Denkers ein Mißtrauen in die menschlichen Sinnesorgane. … Mit der ihm eigenen bewunderungswerten Kühnheit spricht
      Plato dieses Mißtrauen in die Erfahrung aus.“ 6.24 f.

      Ist dieser Skeptizismus und der (einseitige) Platonismus so weit weg von paranoiden 9/11- oder MH17-Theorien (Meyers Lackmustest)?

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    9. @ Ton:
      »Ist dieser Skeptizismus und der (einseitige) Platonismus so weit weg von paranoiden 9/11- oder MH17-Theorien (Meyers Lackmustest)?«

      Allerdings, ich finde wirklich, ein solcher „Skeptizismus“ (der ja nichts anderes ist als die Abkehr vom naiven Realismus) ist ganz weit weg von einer paranoiden Persönlichkeitsstörung.

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    10. Abgesehen von Persönlichkeiten, sind diese Fassaden-Theorien gesund (methodischer Zweifel) oder politische Paranoia (wiki/Paranoia)?

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    11. Was genau verstehst Du unter „Fassaden-Theorien“?

      Was ich krank finde, und was heilsam, und warum, das habe ich hier beschrieben.

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    12. Z.B. 9/11-Verschwörungstheorien finde ich permanente Fassaden, Scheinwelten. Edward Lucas zitierten 10 Missverständnisse sind aber widerlegbar. Soll man die Fassadentheorien füttern oder unterfüttern?

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    13. Verschwörungstheorie entsteht aus Skeptizismus ohne die Kraft, die Möglichkeit oder den Willen zur Überwindung des naiven Realismus; dann bastelt man sich einen eigenen, noch naiveren Irrealismus...

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    14. Das ist das eine Problem der idealistischen Platoniker: Dass ihre Ideale im luftleeren Raum schweben, und in der Folge zum Ideologie oder Sekte gerinnen können- oder aber Anleihen an assoziativ verbundenen Erklärungsmodellen nehmen. Sie suchen, was *hinter* den Phänomenen steckt, sei es astrologisch oder politisch gefärbt. Das andere Problem ist die platonische Annäherung an das vorgestellte, abstrakte Ideal, das nur durch Adäquatio zu erreichen sein kann ein Sich- Bereitmachen, Frommseins, Tadellos, usw. Das kann eine scheinheilige, unselbständige, unehrliche und vor allem unreflektierte Pseudohaltung schaffen, die einem haltlosen Ideal hinterher hechelt. Letztlich entstehen gefährliche Luftschlösser, die um sich herum Hindernisse und Gegner wittern.

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    15. @ Ton: »Edward Lucas zitierten 10 Missverständnisse sind aber widerlegbar.«
      Das würde jedenfalls mich sehr viel mehr interessieren als endlose fruchtlose Versuche, Verschwörungstheoretiker zu überzeugen. Solche Versuche füttern sie, jedenfalls meiner bisherigen Erfahrung nach, nur noch mehr (oder hast Du schon mal einen überzeugt?).

      @ Michael: Und wie könnte man demgegenüber die Probleme der Aristoteliker beschreiben? (Oder haben die keine?)

      Gute Nacht allerseits!
      Ingrid

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    16. Aristoteliker orientieren sich in meinem Modell an der konkreten Beobachtung, Kommunikation, kritischen Reflexion, ohne sich zufrieden zu geben. Sie überprüfen die gebildeten Theorien und sagen nur aus, was sie ihren Erfahrungsfeldern entnehmen. Sie brauchen eine Portion Platonismus, um nicht in einem selbst geschaffenen Status Quo zu verspießern. Im anthroposophischen Feld gehen sie der praktizierten Erkenntnistheorie nach. Ihnen droht immer die Verflachung und die Abschottung in Egozentrik.

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    17. @ Ton Majoor

      "…Soll man Fassadentheorien (Verschwörungstheorien) füttern oder unterfüttern? ..."

      Das ist die schwierige Frage. Sie haben aber die Funktion und den Effekt, dass sie, oft unbemerkt, den Raum des Sagbaren verschieben, in die Kapillaren öffentlicher Diskurse eindringen. Verschwörungsgläubige sind leider kaum von ihrer Sucht abzubringen. Diejenigen die noch erreichbar sind können und sollten aber angesprochen werden.

      Aufschlussreich und hilfreich dazu Philipp Sarasin: "Was ist falsch an Verschwörungstheorien?"

      (Philipp Sarasin lehrt Geschichte der Neuzeit an der Universität Zürich. Er ist Mitbegründer des Zentrums Geschichte des Wissens, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Internetplattform H-Soz-Kult und Herausgeber von Geschichte der Gegenwart.)

      Auszugweise:

      "…Es wäre naiv anzunehmen, wir würden in einer Welt leben, in der es keine Verschwörungen gibt. Wie funktioniert aber der Übergang vom vergleichsweise banalen Wissen, dass es immer wieder unterschiedlichste Verschwörungen gab und gibt, zum paranoiden Wahn, dass dunkle Mächte unsere Welt regieren?

      Verschwörungstheorien versprechen Trost einer Deutung: Sie werden imaginär auf einen (bösen) "Großen Anderen" zurückgeführt, der im leeren Zentrum dieser Prozesse, dort, wo in Wahrheit niemand sitzt und steuert, die Welt lenkt. Verschwörungstheoretiker imaginieren diese steuernde Macht wider alle Evidenz, ihr ganzes Denken kreist um sie. Ist es daher nicht genau diese Form der Macht, die sie begehren? Verschwörungstheoretiker stehen jedenfalls in der Regel politisch nicht zufällig auf der Seite autoritärer Herrschaft. Denn sie wünschen sich eine Autorität herbei, die dem Chaos der Wirklichkeit einen ordnenden Plan entgegensetzt.

      Dies und der unübersehbare Zug ins Paranoide, der jeder Verschwörungstheorie anhaftet, tragen nicht dazu bei, die gesellschaftlichen Krisen zu bewältigen, auf die sie zu reagieren scheint. Verschwörungstheorien haben vielmehr den Effekt, Verwirrung zu stiften. Sie verbiegen den Raum des rational Sagbaren, sie fachen den Hass auf Fremde bzw. "Andere" an, fördern das Misstrauen gegenüber den Medien, verbreiten Irrationalismus und unterminieren die Demokratie. Und man muss nicht bis ins Mittelalter oder in die Frühe Neuzeit zurückgehen, um zu sehen, dass ihre Tendenz, für alle Übel der Welt bestimmte Gruppen verantwortlich zu machen, im Pogrom enden kann.

      Sogar die abstrusesten Verschwörungstheorien haben die Funktion und den Effekt, dass sie den Raum des Sagbaren verschieben, dass sie politische Debatte neu "framen", dass sie die Energie einfordern, zurückgewiesen zu werden, und dass sie genau damit in die Kapillaren öffentlicher Diskurse eindringen. Verschwörungstheorien sind korrosiv."

      Zum "Typus Daniele Ganser":
      "Oft ist die Form der Verschwörungstheorie die gegen alle Evidenz immer wieder gestellte "Frage", die obsessiv vorgetragene Vermutung, der durch nichts widerlegbare Verdacht. Dazu kommen, garniert durch den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit, regelmäßig ein paar Schein-Evidenzen, die bescheiden damit sich begnügen, noch keine "umfassende" Erklärung zu sein. Genau dieser Verneinung – "ich sage ja nicht, dass…, ich frage nur" – verdanken Verschwörungstheorien in unseren postmodernen, gegenüber Wahrheitsbehauptungen skeptischen Gesellschaften ihr Funktionieren, ihre Attraktivität und ihre Durchschlagskraft: Sie sind als Frage getarnte Theorien, die nicht widerlegt werden können. Eine solche Verschwörungstheorie kann sich ganz darauf beschränken, in den leeren Raum, den ihre Fragen öffnen, ihre unausgesprochenen Antworten als bloße Vermutungen stehen zu lassen. Durch die Behauptung aber, nur Fragen zu stellen und keine Aussagen zu machen, ist sie nicht zu widerlegen; sie hält die Türe zum Reich der Geisterseher ständig offen…"

      Ausführlicher:
      http://geschichtedergegenwart.ch/was-ist-falsch-an-verschwoerungstheorien/

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    18. @ Ton
      "Edward Lucas zitierten 10 Missverständnisse sind aber widerlegbar"

      Ich glaube, wenn man will, ist so ziemlich jede Äußerung zum Thema Politik oder Philosophie "widerlegbar" - interessant ist, ob derjenige, dessen Äußerung widerlegt werden sollte, die "Widerlegung" akzeptiert, anerkennt oder auch nur zur Kenntnis nimmt, bzw. sich auf einen Dialog mit dem Widerleger einlässt.

      Die zahllosen 9/11 "Inside-Job" Theorien wurden längst überzeugend widerlegt, aber von deren Verfechtern nicht anerkannt.

      Ich halte die oben geposteten Thesen von Lucas über die westliche Sicht auf Russland für treffend - unabhängig von Lucas gab es vor einigen Wochen im SPIEGEL einen längeren Artikel mit ähnlichem Tenor (Relativierung von Putins Macht und russischem Militär).

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    19. @ Ton, Heinz:
      Die Lucas'schen Thesen scheinen auch mir auf den ersten Blick zutreffend. Etwaige Widerlegungs-Argumente würden mich interessieren.

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    20. @ Bobby:
      Vielen Dank für Zitat und link!
      Ja - das ist wirklich sehr treffend geschildert.
      Aber auch hier scheint man keine Methode gefunden zu haben, Menschen zu überzeugen, die an dunkle Mächte glauben wollen, die im Hintergrund alle Fäden ziehen.
      Es ist ja auch ziemlich bequem, über irgendwelche „Allesbestimmer“ zu klagen, statt selbst die Verantwortung für sein Leben zu übernehmen...

      Ich habe dazu noch eine ganz andere Assoziation: dieses scheinbare Angewiesensein darauf, eine behauptete düstere Erklärung der Wirklichkeit zu glauben, eben wegen des dunklen Gefühls, es nie wirklich wissen zu können…
      Wird es nicht schon in Schule und Studium gefördert, sich nicht auf das eigene Wissen zu verlassen, sondern das einem, aus welchen Gründen auch immer, wahrscheinlicher Erscheinende zu glauben?
      Nie vergesse ich die kleine Episode während einer Handelsrecht-Klausur an der Uni. Ein junger Mann beantwortete die in multiple-choice-Manier gestellten Fragen auf dem Prüfungsblatt schnell und offensichtlich souverän, er schien sich seiner Sache vollkommen sicher zu sein… sofort galt er seinen Nachbarn als „Experte“, sie schielten auf seine Kreuzerl und schrieben von ihm ab… groß war das Entsetzen, als er nachher kundgab, daß er gar nicht Jus studiere, sondern Geisteswissenschaften, und sich nur zum Spaß mit dazugesetzt habe. Und groß dann auch die Überraschung, als sich herausstellte, daß seine Abschreiber ziemlich durchschnittlich abgeschnitten hatten...

      Vor kurzem hab ich dieses Kurzvideo über das finnische Schulsystem gesehen: da gibt es so gut wie keine multiple-choice-tests (4.07). Auf die ungläubige Frage Michael Moores, wie man denn die Fragen beantworte, wenn die richtige Antwort nicht als eine der vier Möglichkeiten angegeben sei, reagieren die jungen Leute mit Gelächter. Mehrere sagen gleichzeitig: »You write your answer!« und »You have to know it.«

      Es wäre interessant zu erfahren, wieviele Verschwörungstheoretiker es gibt, die eine finnische Schule besucht haben.

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    21. Wohlgemerkt, mit Missverständnissen meinte ich die fettgedruckten Sätzen bei Lucas.

      Er meint, wir sollten Putin nicht großschreiben oder dämonisieren. Dennoch Putin war FSB-Direktor, nicht nur FSB-Offizier, wie man immer liest. Putin war, schon 2001, Schöpfer von Rosfinmonitoring usw.
      Das ist ja das verschwiegene Dilemma: Putin sei ein Januskopf, einfacher Bürger und verdeckter Dämon zugleich.

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    22. @ Ton:

      »Wohlgemerkt, mit Missverständnissen meinte ich die fettgedruckten Sätzen bei Lucas.«
      Ah - Du stimmst Lucas also zu. Das hatte ich mißverstanden.

      Oder doch nicht? (»Er meint, wir sollten Putin nicht großschreiben oder dämonisieren. Dennoch Putin war FSB-Direktor, …«)

      Schlägt nicht die These »Putin übermächtig« genau in die Kerbe aller Verschwörungstheorien?
      Da ist ein übermächtiger Dämon, gegen den können wir nix machen, uns bleibt nix übrig außer zu klagen…
      Und? Was ändern solche Klagen?
      Es geht ja nicht darum, Putin zu unterschätzen. Natürlich bleibt Putin jemand, mit dem man zu rechnen hat.
      Aber ich bin schon geneigt, Edward Lucas zuzustimmen:
      »Unser Problem besteht nicht darin, dass uns die Mittel fehlen, sondern darin, dass es uns an Koordination und Willenskraft mangelt. Das ließe sich ändern – wenn wir es denn wollen.«
      Du nicht?

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    23. Zur Info: Lucas hat bereits vor 10 (!) Jahren ein kritisches Buch über Putin veröffentlicht ("The new cold war").

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    24. Ich meine, es fehlt uns das konkrete Denken: Putin ist wegen seiner innerlichen und äußerlichen Doppelnatur und seiner Silvesterabendputsch 1999 zugleich ein Janus, ein Jahrhundert-Janus und ein Millennium-Janus.
      Symptom und Ursache (Lucas) in einem.
      Seine Name bedeute übrigens auch zweideutig: der Weg.

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    25. "Was ist falsch an Verschwörungstheorien?"

      Schon die von Philipp Sarasin gestellte Frage lässt darauf schliessen, dass er nicht meint alles und wirklich alles an jeder Verschwörungstheorie sei falsch.
      Alles hat immer mehrere Seiten, es gibt "paranoide Verschwörungsgläubige" die nach jeder noch so trottelhaften VT förmlich lechzen und es gibt auf der anderen Seite so eine Art (ebenso paranoiden) "VT-Verfolgungswahn", dem einige Blogschreiber hier eindeutig verfallen scheinen. Also wenn jede kritische Stimme, jedes Hinterfragen irgendeiner oft nur geringfügig abweichenden Aussage, Theorie, Hypothese, Meinung usw. sofort ohne jegliche Umschweife als perverse VT abgetan wird und werden darf, mit impliziter meist persönlicher Verunglimpfung des jeweiligen Autors.

      Man verwendet den Begriff "VT" selbst als Kampfbegriff, ohne nicht mal genau zu definieren was im allgemeinen eine solche ist und ob einzelne Aussagen, Meinungen, Thesen usw... überhaupt als VT bezeichnet werden können. Denn wenn dies erfolgt nur weil es jemand behauptet, fernab jeglichen fundierten breiteren Diskurses, ist das genauso "korrosiv", einseitig und missbräuchlich und "den Raum des Sagbaren verschiebend" wie der blinde Glaube jeglichen Nonsenses.

      Es bleibt eben immer die Frage offen, wer die Autorität hat, im Einzelfall zu definieren was eine VT ist und was nicht.

      Der Glaube es gäbe außerdem bei allem was als VT bezeichnet wird und bei jeder einzelnen von irgend jemandem mit diesem Prädikat ausgezeichneten Aussage eine eindeutig definierbare Grenze zwischen wahr und falsch oder wahren und falschen Teilen davon, ist genauso beängstigend und hirnrissig wie der Drang sich elitär zu fühlen, indem man überall eine " autoritäre Macht annimmt, wo gar keine ist.

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    26. Lucas hat seine 10 Missverständnisse schon geschickt formuliert…
      Putin hat viele Gesichter: zugleich Massenmörder, Statistik-Liebhaber, Orthodox-Gläubiger, konservativer Revolutionär, moderner Zar und reichster Mensch der Welt.

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    27. @ Ton:

      Freilich, Putin hat viele Gesichter. Auch Alexander Dugin spricht ja von Putins Sonnen- und Mondphase...

      »Lucas hat seine 10 Missverständnisse schon geschickt formuliert…«
      :-) Das klingt für mich jetzt ein wenig nach »ich sage ja nicht, dass…, ich frage nur...«

      Wie wär’s, wenn Du einfach sagst, worauf Du hinauswillst, statt Dich in Andeutungen zu ergehen?

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    28. »Seine Name bedeute übrigens auch zweideutig: der Weg. «
      Das ist nicht ganz richtig.
      Das russische Wort für „Weg“ heißt „путь“ (putj).
      Aber es gibt noch ein anderes ähnlich lautendes russisches Wort: „путы“ (puty). Das bedeutet „Fessel“.

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    29. Paranoide wahnhafte "Putin-Phobie" in Reinkultur.
      Geradezu ein interessantes Studienobjekt.

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    30. Sicher hat Putin viele Gesichter. Aber die Gesichter seiner ermordeten Kritiker wie Nemzow schimmern immer hindurch, und der Stallgeruch des KGB umgibt ihn meilenweit.

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    31. Lucas hat seine 10 Missverständnisse natürlich so formuliert, daß er sie balanciert widerlegen kann. Und Putin ist vor allem ein sehr vernünftiger Mensch, der seine viele Gesichter nach Belieben wählen kann (vgl. Hill & Gaddy). Der 'mächtigste' Mensch der Welt (Trump) sei seine Puppe/Agent.

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    32. Lucas hat Mißverständnisse formuliert, die, zumindest in meinem Umfeld, tatsächlich kursieren, und die auch gar nicht alle zusammenpassen (zB Putin ist schuld versus Alles ist unsere Schuld): unterschiedliche Menschen neigen zu unterschiedlichen Mißverständnissen.

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    33. Gewisse Hardcore-Platoniker wie Niederhausen zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich Steiners Gesamtwerk nebst den kompletten Evangelien und aller anderen Kulturschätze und Heiligtümer unter den Nagel reißen um daraus ihre luftleeren Luftschlösser zu bauen.
      Nach außen dichten sie ihre Luftschlösser mit den immer gleichen Zauberformeln hermetisch gegen einströmende Luft ab und um ihren unhaltbaren und damit unbeweisbaren Gehirnscheiß zu beweisen, tippen sie lieber wieder
      ein halbes Telefonbuch, als dass sie sich auf die paar Sätze beschränken würden, welche sie der Welt im Dienste der Wahrheit wirklich zu schenken hätten:

      Das meine ich mit der abgrundtiefen Dekadenz des „Ego“-Blogs: Dieses Kriechen in dem schmierigen Gift all dessen, was die Seele hässlich bleiben lässt und immer nur noch hässlicher macht. Es ist ein Verspotten und Verachten des guten Willens durch die Tat. Immer wieder neu. Man offenbart den hässlichen und den nichtigen Willen. Man offenbart die Früchte der eigenen Seele. Und ist auch noch stolz darauf.

      Das Mädchen offenbart sein Wesen. Und es ist das Wesen der Sanftheit und des guten Willens. Und das heilige „M“ ist jener Laut, mit dem sein Name beginnt...


      Die resultierende Luftschloss-Logik:

      Das deutsche Messer und der deutsche Mühlstein sind viel sanfter als das englische 'girl' oder das französische 'fille', weil sie mit dem heiligsten und sanftesten aller Buchstaben, dem 'M' beginnen.

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    34. Wir danken Herrn Niederhausen dafür, dass er sich uns in so unübetreffbarer Weise als Demonstrationsobjekt zur Vefügung stellt.

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    35. Der Artikel aus der Aargauer Zeitung wird gerade in diversen FB-Anthrogruppen leidenschaftlich diskutiert. Manche wollen, ganz nebenbei, dazu noch einmal "hinter die Kulissen blicken" auf den Anschlag von Berlin 12/16. Einer schreibt tatsächlich "keiner zweifelt den Anschlag an.. nur wer wirklich dahinter steckt und wie er wirklich war, das ist nun mal anzuzweifeln... wie jeder derartige Anschlag.." Dümmer geht`s wohl nicht.

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    36. Aber doch konsequent blöd- von 9/11 über Hillarys Kinderpornoring bis zur Berlin- Verschwörung ist ja nur ein Schritt. Auf dem Weg zur Identitären Anthroposophie und zur völligen Teilhabe am Reichsbürgertum ist immer noch Luft, sich zu blamieren.

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    37. Niederhausens hysterische Mädchen-Shirts Verehrung hat ja auch ein lebhaftes Vorbild- nicht in Novalis, der eine Verstorbene betrauerte, liebte und verehrte, sondern in der eher zwielichtigen Bettine von Arnim, die sich in *Goethes Briefwechsel mit einem Kinde* verewigt hat, im Stil so: "Leb wohl, Herrlicher, der mich blendet und mich verschüttet T-Shirt von diesem steilen Felsberg, auf den sich meine Liebe mit Lebensgefahr gewagt hat, ist nicht mehr herunterzuleiten, daran ist gar nicht mehr zu denken, da bräuchte ich auf allen Fall den Hals." Goethe müsste sich von ihr dann seine Verliebtheit vorhalten lassen, was sie alles literarisch verwurstete- und Altherrenphantasien bediente. Ihr Bruder Clemens bearbeitete 6 Jahre lang die Nonne von Emmerich, wobei er deren Visionen "literarisch bearbeitete"; dh weitgehend erfand und auch verwurstete- Von Halle bezieht sich ja explizit auf diese Stigmatisierte, was ja auch Sinn macht. Hysterie findet immer einen Bezugspunkt, auf den sie sich beziehen kann, und meist kommt heiße Luft heraus.

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    38. In Wahrheit kommt wohl heisse Luft dort raus, wo nicht nur die Anthroposophie, sondern sogar die Kultur schlechthin "verwurstet" wird.

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    39. Niederhausen outet sich ja unter Zuhilfenahme von Steiner eindeutig:

      Was sagt Steiner über das „M“? Er sagt, sein Wesen ist es, dass es „auf alles eingeht, die Form von allem annimmt“, „was alles versteht, was so hinübergeht im Atem, daß es sich allem anschmiegt und alles versteht“, „Es steht im Einklange ... Es schmiegt sich an, es stimmt“.

      GA 279, S. 69, 72.


      Komplettiert man das "M" hier durch "ädchen", so erhält man Niederhausens perverse Altherren-Dominanzphantasien im Klartext.

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    40. Chiffriert Sprache steigert in diesen Kreisen ja noch den Lustgewinn:

      Wenn HN phantasiert, dass das Mädchen guten Willens ist, so würde das in dechiffrierter Form wohl heißen: 'es ist willig, folgt seinem Willen'.

      Dominanzphantasien ohne definierte Grenzen...

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    41. Therapeutisch würde ich Herrn Niederhausen ganz dringend empfehlen, sich ganz offen und unvoreingenomen (um mit seinen Standard-Wahrheitsbrechern zu sprechen) intensiv und wohlwollend mit Inhalten aristotelischer Gesinnung zu befassen...

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    42. HN träumt von Mädchen guten Willens, Birkholz hingegen von willigen Mädchen, ganz alter Herr eben....

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    43. Niederhausen träumt nicht, er publiziert seine tagwachen Phantasien.

      Richtig lesen, Anonym; auch wenn die Thematik das Blut aus Deinem Gehirn in andere Bereiche abziehen mag...

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    44. Nein Stephan, die Phantasien die man anderen unterstellt, sind fast immer die eigenen.

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    45. @Anonym
      Ich überlasse die Interpretation der dechiffrierten Form von Niederhausens schriftlichem Comming-out Deiner Phantasie:

      Was sagt Niederhausen über das „Mädchen“? Er sagt, sein Wesen ist es, dass es „auf alles eingeht, die Form von allem annimmt“, „was alles versteht, was so hinübergeht im Atem, daß es sich allem anschmiegt und alles versteht“, „Es steht im Einklange ... Es schmiegt sich an, es stimmt“.

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    46. Die Phantasien die du aus den Aussagen deines alter egos HN entwickelst, zu dem du eine fast schon innige Beziehung zu haben scheinst, bleiben aber immer deine eigenen.

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    47. Projektion! Anonym war wohl weiland länger Mitglied einer Baghwan- Selbsterfahrungsgruppe.

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    48. Klar, so wie Anonyms Phantasien zu meinen Kommentaren die seinigen sind; esoterisches Spiegelkabinett eben - für Novizen immer sehr verwirrend...

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    49. Aristoteles war Biologe, der – anders als Plato - die Begriffe Entwickelung und Wirkursache in seiner Philosophie verwendete. Pflanze, Pferd und Mensch entwickeln sich selbständig, das Mädchen wird Frau usw. (vgl. Über die Entstehung der Tiere). Idee und Stoff bilden eine Einheit.

      Steiner widmete Aristoteles‘ Seelenlehre vier Seiten in seinem Rätsel der Philosophie u.a. mit Hilfe von den Begriffen geistige Seele, Instrument (organon) und entstehen/entfalten:
      “Geistige Seele ist der Mensch durch das, was der geistigen Welt angehört und sich im Keimesleben mit dem Leiblich-Seelischen verbindet; die anderen Seelenglieder entstehen, indem sich die geistige Seele in dem Leiblichen entfaltet und durch dasselbe das Erdenleben führt.“ 18.75

      Im Unterschied zu Plato ist die geistige Seele (nous) bei Aristoteles selbständig (vom Moment der Befruchtung) und unsterblich. Sie ist unbewegter Beweger, wie der Schiffer im Schiff (vgl. Über die Seele 2.1).
      Im aristotelischen Höhlengleichnis entkommen die Menschen ihren ‘gut eingerichteten, herrlichen Wohnungen, geschmückt mit Statuen und Gemälden‘.

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    50. Herr Niederhausen haust da jedenfalls in einem Salat der wildesten und abenteuerlichsten Phantasien und Verknüpfungen:

      Das Einzige, was die Seele tun muss, ist, ein solches eidos-Wesen aufzunehmen... Dann geht Platonismus in Aristotelismus über, verbindet sich das eine mit dem anderen. All dies aber geschieht im Zeichen Christi, denn es geht um nichts anderes als um das Geheimnis der Wandlung...

      Würde aber das Mädchen als heiliges Urbildwesen nicht existieren, so müsste man es „erfinden“. Die Märchen aber sind zum Beispiel eben nicht erfunden, sondern es sind erlebte Realitäten gewesen. Man kann nun sagen, da sei das Mädchen mit der reinen Seele „nur“ Urbild für die reine Seele selbst. Aber es ist egal, „wofür“ es Urbild ist oder nicht ist – es ist Urbild. Und es ist nicht nur Urbild, es ist wie jedes Urbild wirkendes Urbild. Es ist nicht nur Urbild für die reine Seele, sondern es bringt auch die reine Seele – weil es sie selbst hat und weil es sie bringt. Jedes heilige eidos-Wesen bringt immer sich selbst. Das Mädchen also auch...

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    51. Vielleicht versucht Niederhausen ja auch nur verzweifelt, die Heilige Mutter Maria im anthroposophiekonformer Terminologie und Anschauung zu etablieren,
      Weg vom naiven Realismus der Marienanbetung zu einem vermeintlich moderneren Mädchen-Urbild...

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    52. Jedem anthroposophischen Verschwörungstheoretiker wird glasklar sein, dass Niederhausen ein jesuitischer Agent sein muss, der die Marienanbetung des späten katholischen 19. Jahrhunderts in die orientierungslose anthroposophische Bewegung des frühen 21. Jahrhunderts implementieren will. Ein Agent! Nehmen Sie das, Sie Niederhausener!

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    53. Den Agenten hatten wir doch schon mal: James Niederhausen - 008-15 - der Doppelnull-Agent mit der Lizenz zum Aufsatzschreiben...

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    54. Wer mit Dreck um sich wirft, könnte als "Toilettenagent" bezeichnet werden, auch eine Art Doppel-Null-Agent, da das WC zuweilen auch als 00 beschildert ist.
      Allerdings ohne jegliche Lizenz, denn fürs Nonsens-Schreiben gabs noch nie eine.

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    55. Danke Ton, für den Hinweis auf Die Rätsel der Philosophie und die Begriffe
      'entstehen/entfalten'.

      Mir scheint (so weit ich es überflogen habe), dass Steiner die Begriffe meist synonym für 'entwickeln' bzw. Entwick(el)ung verwendet.
      An einigen Stellen habe ich den Eindruck, dass es tatsächlich um 'Entwick(el)ung' und nicht um 'Entstehung/Entfaltung' gehen muss; nämlich dort, wo die Betonung ganz auf der Eigenaktivität des Einzelmenschen liegt, der sich an einem Faden zu Ergebnissen entlanghangelt.

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  3. "Die Potentialität des Anderen anzunehmen, ihn sich ganz aussprechen zu lassen, fördert, im Ideal, dessen innere Bewegung und damit das Gespräch selbst..."

    "...das schnelle Urteil über den Anderen aufzuheben und die in seinem Statement mitschwingenden Intentionen und Möglichkeiten zu erwägen..."

    Ernst gemeint? Hier...? Ausgerechnet auf diesem Blog...? Guter Witz.

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    1. Wir verstehen Dich, wirklich! Könntest Du nur mal Holger Niederhausen bitten, seinen Harvey- Weinstein- Bademantel abzulegen? "Das Anziehende am Mädchen ist aber nicht nur seine künftige Mutterschaft, seine Gebärfähigkeit, sondern seine Unschuld. Künftige Mutterschaft ohne Unschuld ist nicht anziehend, sei es noch leiblich verführend.."

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    2. @Äh-Hallo

      Das Schlüsselelement in diesem Zusammenhang ist die Potentialität des Anderen.

      Es ist tatsächlich ein schlechter Witz, dass Du Euer Mami-ist-arbeiten-Langeweile-Gestänkere für Potentialität hältst.

      Wenn's mit dem Verständnis klemmt, frag einfach uns!

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    3. Das Anziehende an Holger Niederhausen ist für mich seine künftige Gebärfähigkeit, wenn er einst seinen Kehlkopf zum Fortpflanzungsorgan umgearbeitet haben wird...

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    4. Ja, dann werden die Mädchen im Chor die Legende von der Unschuld des Niederhausers singen.👾

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    5. Die Anthroposophieverspotter blasen mal wieder zu einem Generalangriff....

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    6. Ja, da werden die Mädchen im Chor die Legende von der jungen Unschuld des Niederhausers singen (nach der Melodie Carl Maria von Webers im "Freischütz"):

      "Wir flechten dir den Jungfernkranz, mit veilchenblauer Seide"

      Wie die "Herzdenker" die anschmiegsam und wohlig miteinander kuscheln, ohne zu fummeln. Wenn der Kehlkopf zum Fortpflanzungsorgan umgearbeitet wird, soll dabei geistiger Nachwuchs gezeugt werden. Ganz unfleischliche Fleischmännchen kommen dabei heraus, selbstverständlich. Als Perversion karmischer Erweckungserlebnisse esoterischer Verführung etwa? Wer würde da aber schon an geistiger Unzucht denken?

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    7. Nachtrag:
      Diese Mitteilung ist allerdings "Erwachsenensprache" des Mainstreams und darf nicht gelesen werden von den "Herzdenker" der jungen Unschuld des Niederhausens und seinen Mädchen.

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    8. Bobby steht dem "Mami ist arbeiten - Stänkerer" in punkto wohl karmisch veranlagter infantiler Spottsucht und Besserwisserei offensichtlich in nichts nach. Waschechte Egoisten eben.

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    9. Heinz, das Fleisch (auch anonym Mo 19:56)Dienstag, 6. Februar 2018 um 07:34:00 MEZ

      "Wir verstehen Dich, wirklich! Könntest Du nur mal Holger Niederhausen bitten..."

      Ich hab`s schon mal gesagt, wiederhole es an dieser Stelle: Von H. Niederhausen schätze ich weiterhin seine äußerst treffenden und entlarvenden Charakterisierungen über den Hasscharakter dieses Blogs - seine Mädchenbücher/Ideen finde ich eher etwas skurril, bzw. diese interessieren mich nicht.

      Ich nehme an, der Umstand, dass man von einem Autoren sowohl manche Gedanken schätzt, als auch manche Gedanken ablehnt, überfordert und verwirrt die Herren Eggert, Birkholz und Bobby.

      Apropos Bobby: Schön, dass Du Dich wieder hier mit einem Kommentar meldest. Hatte den Eindruck, Du würdest Dich nicht recht trauen, sachlich-inhaltlich bei der Debatte auf Deinem eigenen letzten Thread teilzunehmen. Fällt Dir leichter mit Niederhausenbashing, oder? Das passt eben auch zum "Wesen dieses Blogs".

      Apropos "Wesen dieses Blogs": Wenn ausgerechnet der Blogbetreiber tatsächlich ernsthaft und ganz ironiefrei und ohne rot zu werden auf diesem Blog etwas schwülstig fabuliert: "Die Potentialität des Anderen anzunehmen, ihn sich ganz aussprechen zu lassen, fördert, im Ideal, dessen innere Bewegung und damit das Gespräch selbst..." ist das ein bisschen so glaubwürdig, als wenn Assad von Friedensbemühungen spricht.

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    10. Im "egoistischen Nirwana" ist offenbar nicht nur der Wille, sondern sogar die Fähigkeit zur "kritischen Positionierung und zum Abgleich mit der Realität abhanden gekommen". Dort kann man das eben noch, "sich Wiegen im wohligen, wenn auch verblödeten Miteinander", vereint im Kampf gegen die Befreiung des Geistes.

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    11. Ja, niedlich. Ist wohl Niederhausens "Valentinstag spezial".

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    12. Nicht nur niedlich; die Methode, willkürlich das passende herauszugreifen und das Unspassende (etwa den Misthaufen) unter den Tisch fallen zu lassen, ist exemplarisch lehrreich und schärft das Unterscheidungsvermögen zwischen schlüssigen Perspektiven und Bauernfängerei.

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    13. Der Einstieg ('Von der Heiligkeit der Sprache') ist schlüssig und für mich nicht anfechtbar.
      Aber dann wird das Haltbare schlagartig auf unhaltbare persönliche Vorlieben umgebogen: 'Das „M“ – heilige Sanftheit' (was für ein willkürlicher Blödsinn)

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    14. Perfide und suggestiv wird die Phantasie des Holger als direkte Nachfolge der Offenbarung des Johannes abgeleitet; wer an dieser Stelle schon narkotisiert ist, geht dem Rest dann auch auf den Leim...

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    15. Steiner hat oft genug auf die Sinn-/Wertlosigkeit und die daraus resultierende Schädlichkeit von Analogiespielereien hingewiesen. Die vermeintlich anthroposophischen Überzeugungsangriffe vom Typ 'Niederhausen' sind jedoch durchweg aus Analogieverknüpfungen aufgebaut, wobei sie es dann noch für ein phänomenologiebasiertes goetheanistisches Reinstdenken verkaufen wollen.

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    16. "Vergleich  Assad - Egoisten"

      In manchen Belangen zutreffend, wie vom Fleischlichen versucht wird darzulegen, in anderen auch wieder gar nicht.
      Assad kämpft gegen Terroristen, die illegitim aus dem Ausland in seinen Machtbereich eingedrungen sind. Frieden will er mit diesen nicht schliessen, was in gewisser Weise sogar logisch und verständlich ist.

      In Anthroposophistan könnte man die Egoisten  als die Terroristen ansehen, die, vergleichbar wie in Syrien der ISlamische Staat oder andere "Rebellen", in den Machtbereich der Anthros eingedrungen sind und versuchen ihre Macht  zu bekämpfen und daher von der Seite der Anthros - oder denjenigen die sich dafür halten - auch bekämpft werden.
      Da sich eine gewisse Analogie aufdrängt, auch wieder bis zu einem gewissen Grad verständlich und legitim.

      Völlig unverständlich ist aber die Tatsache, dass die "Anthro-Rebellen", also die Egoisten, unter dem Deckmantel der Anthroposophie und ständigen Verweisen auf Rudolf Steiner agieren.
      Das wäre in Analogie so, als wenn  der Islamische Staat unter dem Banner Assads gegen diesen kämpfen würde. Unvorstellbar absurd wäre das.

      Man kann also mit Fug und Recht sagen, dass der Kampf der Egoisten gegen die Anthroposophie, aber unter dem Banner Rudolf Steiners gleichermassen absurd und wegen dieses Banners zusätzlich noch von einer äusserst fragwürdigen moralischen  Qualität ist!

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    17. Nennt man analogiefrei und unumnachtet ganz einfach 'FALSE-FLAG-OPERATION'!

      Du bietest damit aber eine anschauliche Erklärung dafür, warum anthroposophische Bücher immer so dick sind und viele, viele Bände haben: Analogien über Analogien bis es auch der Letzte glaubt verstanden zu haben...

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    18. Einer der eher zuletzt selten gewordenen Augenblicke: Ich stimme dem Blogbetreiber zu. Der Kommentar gestern 22:56 ist reichlich hanebüchen.

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    19. @ R. Anthro

      Der Kampf der Egoisten gegen die Anthroposophie erfüllt nicht alle Voraussetzungen für eine "false flag Operation", denn es fehlt der üblicherweise vorhandene, aber in Wahrheit unbeteiligte Dritte, welchem man die Urheberschaft in die Schuhe schieben könnte um daraus die Rechtfertigung für andere - diesen unbeteiligten Dritten schädigende - Maßnahmen abzuleiten.
      Ein weiterer logischer Fehler wäre die Tatsache, dass bei einer solchen Operation die Anthros ja von den Aktionen der Egoisten indirekt profitieren müssten, außerdem Letztere nur ausführende der Anthroposophenschaft selbst wären, was sehr weit hergeholt wäre.
      Nur den Eindruck erwecken zu wollen, die Anthroposophen seien ein zerstrittener Haufen mit vielen Fraktionen, welche alle den Anspruch auf die "wahre und richtige" Anthroposophie erheben, ist zu wenig für den Tatbestand einer false flag.

      Und eine solche "Fraktion" würde wohl auch kaum permanent den Großteil der Anthros niedermachen und ständig sogar Rudolf Steiner selbst ins Lächerliche ziehen.
      Bestenfalls könnte man den egoistischen Anti-Anthroposophie-Kampf als "Sonderfall einer false flag Operation" bezeichnen, müsste dann aber zumindest Vermutungen anstellen, wer der "unbeteiligte Dritte" sein könnte, der geschädigt werden sollte??

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    20. Ihnen kann ich es ja verraten. Seitdem Kim Jong Un Anthroposophie für sich entdeckt hat (sein Vater mochte nur französischen Cognac und Pornos), möchte der das Reine Denken zur Staatsdoktrin machen und lässt gerade die Philosophie der Freiheit ins Koreanische übersetzen. Langfristig soll aber das Gesamtwerk Steiners nicht nur übersetzt, sondern auch bereinigt werden. Vom Reinen Denken, vom Intellektualismus und von der allgemeinen paranoiden Haltung der Anthroposophen ist er angetan. Seine Hacker haben schon seit einiger Zeit die Server des Goetheanum übernommen und senden vorwiegend im nordkoreanischen Sinne. Die Hochschularbeit wird großzügig mit Geldern ausgebaut und optimiert werden. Für unseren geliebten Vorsitzenden!

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    21. Der dritte syrische Chlorgasangriff dieses Jahres ist Teil einer demoralisierenden, desinformierenden Strategie. Scheller (Böll-Stiftung) nach dem Giftgasangriff in Idlib im letzten Jahr:

      “Nun bei einer relativ eindeutigen Beweislage zu sagen, man könne es nicht so genau wissen, würde genau dem Rechnung tragen, was Russland will - nämlich eine Art Nebelkerze in den Raum zu werfen, damit der Eindruck entsteht: Es gibt keine Guten mehr in Syrien, wir können uns hier gar nicht sinnvoll engagieren.“
      https://www.n-tv.de/politik/Assad-ist-nicht-nur-Moskaus-Marionette-article19784872.html

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    22. Eben auf FB bei dem eigentlich immer vertrauenserweckenden Ralf Füchs entdeckt: Die 10 Irrtümer des Westens über Russland:
      https://libmod.de/edward-lucas-zehn-fatale-irrtuemer-des-westens-ueber-russland/

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    23. "Auch ein Todesfall aus Hamburg klingt bizarr: Ein Mann soll sich laut "Frankfurter Rundschau" mit Scheiblettenkäse belegt, eine Nylonstrumpfhose über den Oberkörper gezogen und einen Plastikregenmantel angezogen haben, in einen Taucheranzug gestiegen sein und sich dann mit einer Plastiktüte über dem Kopf vor die eingeschaltete Heizung gesetzt haben".

      Aus SPON, Artikel, "Riskante Sexspiele, Tödliche Selbstbefriedigung".

      Zur Info, da es wohl wieder reichlich Gerüchte und Gerede geben wird: Es handelt sich NICHT um meine Person, außerdem hasse ich Scheiblettenkäse.

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    24. @false-flag

      Vom üblicherweise vorhandene, aber in Wahrheit unbeteiligte Dritten werden Kanonenfutter-Blogger wie Du ohnehin nie etwas erfahren.
      Man füttert Euch mit Bedeutungslosigkeiten, damit ihr Euch in Eurem Ringen um Fug und Recht zur alles erschöpfenden Fragwürdigkeit eindampft!

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    25. Ja, das mit dem durchgeknallten Kim Jong Un dürfte wohl tatsächlich eine bis jetzt nicht mal vermutete, aber vielversprechende neue heiße Spur sein.
      Ich hatte in Bezug auf anthroposophisch-diktaturfördernde Umtriebe bisher immer hauptsächlich Russland im Visier. Das jetzt auch Nordkorea die Anthroposophie für abartige Zwecke vereinnahmt ist bestürzend.
      Schön dass dies endlich mal thematisiert wird, vor allem auch, dass sich das jemand traut, dies aufgrund der ungeheuren Bedrohung der demokratischen Menschheit durch diesen Irren Kim Jong Un auch öffentlich zu sagen.
      Und das nicht immer nur Russland Schuld an allem Übel und vor allem am Missbrauch der Anthroposophie für mit der Abschaffung der Geistesfreiheit verbundenen Zielen sein kann.
      Ein aufrichtiges Kompliment, alle Achtung!

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    26. @ Kanonen-Eindampfer,

      schon wieder diese endlosen sich niederländisch anhörenden Grammatikfehler.
      Wäre ja sowieso auch sehr schlimm, wenn jeder etwas über diesen "Dritten" erfahren würde. Es genügt ja, wenn so bedeutungsvolle Eingeweihte wie Du uns mit ihrem "Exklusivwissen" beglücken dürfen.

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