Heilpädagogische Reichsbürger und die Heilige Anthroposophische Wut

Damals - vor einer Generation- wollte ich unbedingt schon während des Studiums ein längeres Praktikum in einer sonderpädagogischen anthroposophischen Schule machen, weil ich mir in den Kopf gesetzt hatte, dort läge meine berufliche Zukunft. Aber das erwies sich als schwierig. Der Rektor - der sich bei jedem Gespräch verbat, so genannt zu werden, denn „Wir sind Republikaner“ (was so viel heißen sollte wie Ur- Ur- Demokraten) - ließ sich mehrfach verleugnen, wollte gar nicht erst zum Gespräch bitten, denn ich käme ja von einer staatlichen Uni. Solche Leute, ließ der Rektor wissen, nähmen sie nicht, sie hätten eigene Institute, in denen der ganze Mensch und der Geist geschult würde.

Aber, so hatte mich damals schon der Umgang gelehrt, Penetranz zieht bei Anthroposophen immer, bleib ihnen im Nacken, dann geben sie bald nach. Und tatsächlich: Irgendwann empfing mich der Rektor in seinem komfortablen Büro - er hatte als einziger im Kollegium ein solches, und eine Sekretärin dazu, und natürlich jede Menge Termine in Stuttgart-, erklärte aber vorab wiederum, man entscheide in diesem Haus republikanisch- und verkündete dann aber ohne jede Rücksprache, ich könne schon am Montag anfangen. Nach einigen Tagen durfte ich dann nicht nur einzelne Stunden, sondern ganze Epochen unterrichten, und nach zehn Tagen ging der Rektor auf Reisen und auf Tagungen, und ich hatte die Klasse für mich.

Nun gut, die jungen Menschen haben mich ertragen, und ich habe viel gelernt. Das institutionell bizarre Verhalten, das zwischen arroganter Abweisung und der Übergabe aller Verantwortung schwankte, zog sich durch das System. Als es dann mit mir als Gründungslehrer zum Start einer staatlich anerkannten Krankenhausschule kommen sollte, zog ein leitender Arzt im letzten Augenblick den Stecker und verpulverte das Geld für eine Krankenhaus- eigene Reitanlage, um sein teures Hobby mit Therapie zu verknüpfen und seine Allmacht zu demonstrieren. Die zu gründende Krankenhausschule erholte sich erst nach sieben Jahren von diesem Desaster- ein bekanntes Phänomen, aber ich war natürlich weiter gezogen. Das Aufschlürfen von privaten Sponsoren, Firmen und staatlichen Quellen in allen möglichen anthroposophischen Institutionen, die ich damals kennen lernte, war das geringste Problem, denn es ging auch um Missionen und um das Bedienen gewaltiger Egos in strikt autoritären Strukturen, die rechthaberisch bis zur Selbstverstümmelung verblieben, umgeben von spirituell suchenden und willigen Mitarbeitern, die schlecht bezahlt und überarbeitet ihr devotes Nonnen- Karma abarbeiteten- so absonderlich anti- intellektuell und unkritisch eingestellt, dass es nicht verwundert, dass sie sich z.B. - wie in der Rendsburger Waldorfschule (1)- einen Reichsbürger als Geschäftsführer auswählten, der sich nicht nur autoritär und anmaßend bis zum Bankrott der Schule gebärdete, sondern - als bekennender staatsbürgerlicher Autist- auch die Pensionskassen dieser Mitarbeiter nicht bediente. Ebenso wird es nicht verwundern, dass die wundergläubigen Anti- Intellektuellen der Szene einem Polit- Hochstapler wie Daniele Ganser wie dem legendären Rattenfänger hinterher tanzen, ganz gleich, welches trübe russische Wässerchen er ihnen reicht und welchen Preis sie letztlich zahlen werden. Dass der Preis für Anti- Intellektualismus hoch ist, sollten zumindest Deutsche eigentlich in den Genen haben, aber, wie Daniele Ganser weiß, wählen sich die Schafe ja gerne einen Metzger zum Herrn, dem sie blind folgen. Und was heißt schon blind? Sie alle haben, vor allem als Anthroposophen, aber ganz besonders als Heilpädagogen, das Gefühl, zu den Auserwählten des fünften nachatlantischen Zeitalters zu gehören, die dem Christus unmittelbar folgen, in der Tradition der Einweihungen bis zurück zur Steinzeit, um teilzuhaben am ewigen Leben der strebenden Rechtgläubigen. In dieser Perspektive ärgert man sich nicht über ein paar Lappalien wie verzockte Pensionen.

Gut und schön, was meine hier geschilderten persönlichen Erfahrungen betrifft, aber die sind eine Generation her und mithin veraltet. Wie sieht es denn aktuell aus? Sehen wir uns doch Karen Swassjans auch schon wieder fast 15 Jahre alte Festschrift „zum 80jährigen Bestehen von Rudolf Steiners Heilpädagogischem Kurs“ mit dem Titel „Anthroposophische Heilpädagogik. Zur Geschichte eines Neuanfangs“ (2) an. Allerdings: Neuanfang? Schon der Begriff „Heilpädagogik“ mit der darin enthaltenen spezifisch ärztlichen Perspektive ist im Rest der Welt spätestens seit 1945 unter die Räder gekommen. Man neigt dazu, die kommunikativen und inklusiven Handlungsmöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen zu verbessern und sieht das ganz deutlich und mit Absicht als Aufgabe der Pädagogik. Der Anspruch zu „heilen“, der bei Steiner ja in der Figur des einem Eingeweihten ähnlichen Arztes gipfelt, der die leiblich- seelisch- intellektuellen Probleme seines Schützlings aus der Perspektive seines höheren Geistselbst erkennt und regelt, potenziert die ärztliche Allmacht- Stellung bzw. verzerrt sie bis in die Abstrusität hinein. Steiner selbst konnte und durfte so handeln- auch ohne Arzt zu sein besteht der „Heilpädagogische Kurs“ ja aus seiner hellsichtig- medizinisch- konkreten Besprechung einiger zufällig anwesender Kinder, die von den kommenden jungen anthroposophischen Heilpädagogen betreut wurden. Aus dieser zufälligen und einmaligen Besprechung „aus höherer Warte“, aber in klassischer diagnostischer Manier, hat man in der Folge eine Systematik der gesamten Heilpädagogik ableiten wollen- obwohl die meisten gesellschaftlich weit verbreiteten Probleme dabei nicht vorkamen, aber dafür bei den Kindern, denen Steiner damals begegnete, z.B. exotische Stoffwechsel- Erkrankungen vorlagen, die zu einem „seelischen Wundsein“ führten, das Steiner Hysterie nannte. Zudem stahl eines der anwesenden Kinder, woraufhin Kleptomanie zum Kanon der anthroposophisch zu behandelnden heilpädagogischen Typen hinzugefügt wurde. Man kann sich vorstellen, dass auch in den wichtigsten und verbreitetsten Werken, die eine Systematik der anthroposophischen Heilpädagogik darstellen wollten (wie Walter Holtzapfels Kinderschicksale Entwicklungsrichtungen (3)) dementsprechend wild spekulierend moralisiert wurde: „Auch das Kleinkind ist zunächst ein amoralisches Wesen, das keinen Eigentumsbegriff kennt und sich die moralischen Urteile erst im Heranwachsen erwerben muss. Da kann es sein, dass ein Kind moralblind ist. Es entwickelt keinen Sinn dafür, die Moral aufzunehmen. Rudolf Steiner brauchte direkt den Vergleich mit der Farbenblindheit. Bei Farbenblinden ist der Sehsinn gestört. Wo aber ist der „Moralsinn“ zu finden?“ (Holtzapfel, 91)

Aber zurück zu Swassjans „Neuanfang“. Die autoritativ- esoterische Heiler- Ausrichtung, die Steiner zusätzlich zum zufälligen und moralisierenden Behandlungskanon vorgegeben hatte, führte auch in vielen Heimen und Dorfgemeinschaften zu fortdauernden Konflikten aufgrund der autoritären Strukturen. Genau die möchte Swassjan zementieren, inklusive des Geist- Heiler- Ansatzes, dem er verächtlich die heutige Tendenz einer Psychiatrie entgegensetzt, die „gänzlich unter dem Zeichen der Toleranz und Publizität (steht): Sie eifert dem fortschrittlichen Bewusstsein und dessen Innovationen nach und glaubt ihren Mangel an Wissen und Können durch Mitgefühl und Humanität aufzuwiegen. Der Grundsatz: Die Menschen sind ihrem Ursprung nach gleich, besagt implizite: alle Menschen, auch behinderte. Ob der Unfähigkeit, letztere in geziemender Weise zu behandeln wird dafür gesorgt, ihre Rechte zu gewährleisten.“ (S. 30) Dem „Gesundheitswesen“ schlechthin weist Swassjan „Ähnlichkeit mit einer paramilitärischen Organisation“ (S. 18) zu, die eine bloße „Bekriegung der Krankheiten“ (S. 17) betreibe. Die gesamte Sonderpädagogik sei betrieben von „behinderten Ärzten und Pädagogen“ (S. 10), denn behindert müsse der doch sein, der Anthroposophie nicht zu seinem Weltbild erhebe: „Einer Medizin - einer Kultur als solcher-, die es auch heute noch fertigbringt, von der Anthroposophie keine Notiz nehmen zu wollen, bleibt nichts übrig, als von der Anthroposophie selbst unter die Lupe genommen zu werden.“ (S. 10). Dementsprechend lehne sich die so aufgefasste Heilpädagogik als Speerspitze der Geistheiler- Fraktion gegen „Schrittmacher(..) des Materialismus“ auf, die im „geist- und seelenlosen Fleisch Geisteskrankheiten und Seelenstörungen aufzustöbern“ (S. 11) versuchten und begründe sich lieber selbst als „bewusst gewollte und gekonnte Intervention ins fremde Karma“ (S. 11). Natürlich fertigt der tobende Geistheiler- Fan Swassjan auch noch die Standardwerke der akademischen Heilpädagogik ab, in denen anthroposophische Heilpädagogik nicht einmal im Literaturverzeichnis (S. 9, Anm. 2) erscheine. Die „Totschweiger der Anthroposophie“ (S.10) vergleicht er direkt mit stalinistischen Techniken von Mord und Lüge. Am Ende dieser denkwürdigen Wutrede (S. 12) stammelt er von einem Weg ins Leben im Angesicht „der sterbenskranken Kultur“.

Aber leider breitet er stattdessen weiterhin im Verlauf der Denkschrift sein bizarres Weltbild aus, das von gehorsamen Fleisch- Automaten und dem „mechanisch abgerichteten Verstand“ determiniert scheint, aber auch von Visionen einer mittelalterlichen Psychiatrie, in der die „verrückten Weibspersonen“ .. „wie Hunde an die Tür ihrer Zelle gekettet“ (S. 29) wurden. Swassjan erregt sich über „erotische Dienstleistungen für Geisteskranke“ (S. 30, Anm. 16), die er als „Trend“ ansieht und über ein „politisch korrektes Kauderwelsch“, das in der Behinderung etwas sieht wie „lediglich als alternativ begabt“ (dito). Sex, Gleichberechtigung, Humanismus: Wie kann man nur? Der anthroposophische Geistheiler Swassjan erinnert an den Heilpädagogen Pickert, der einer der Schüler Steiners im Heilpädagogischen Kurs gewesen war: „Mit jugendlicher Begeisterung hatten wir uns bemüht, in den stumpfen Gemütern unserer Kinder ein weckendes Licht zu entzünden.“ (4)

Ach ja, die stumpfen Gemüter, die Totschweiger, die geilen Irren, mechanischen Hirne und Fleisch- Automaten: Die Welt des anthroposophischen Geistheilers ist nicht gerade von Sympathie, Empathie, Anteilnahme oder dem Versuch der Teilhabe geprägt. Dafür findet er sich selber geil. Denn der Swassjansche Heilpädagoge ist „Mitarbeiter der Götter, keineswegs im übertragenen Sinne, sondern sozusagen amtlich.“ (S. 61) Er behandle nämlich das „kranke Kind noch zu Lebzeiten“ so, wie die Götter erst erst „posthum“ täten- greife also beim Behandeln des „minderwertigen Kindes“* in das Karma ein. „Der Heilpädagoge“ bekleide demnach „das Amt eines Gottes“, denn nach unserem Tod seien wir alle, „nach all den Fahrlässigkeit des irdischen Komforts“, als Ich behandlungsbedürftige Wesen und in den Augen der Götter behindert. Diese Rolle nähme der anthroposophische Heilpädagoge lediglich schon während des Lebens ein: „Der Heilpädagoge, der als sein niederstes Wesensglied den Ätherleib zu handhaben hat, gleicht sich somit dem Engel nicht im übertragenen, mystischen oder sonstigen Sinn an, sondern in der Tat. Er tritt dem kranken Kind aus der Zukunft entgegen, die er als Gegenwart leben muss, weil sein Ziel nicht das gewesene Karma des Kindes, sondern das kommende ist.“ (S. 66) Er kann dies alles, weil der Heilpädagoge glücklicherweise über ein Geistselbst als „geläuterter Astralleib, anders: durchlebtes und entseuchtes Kamaloka“ (S. 80) verfüge, und nicht wie wir anderen als eine dieser ordinären sieben Milliarden Fleischmaschinen auf diesem Planeten herum läuft, für die gilt: "Je verschlampter die Worte, desto unsauberer die Gedanken, desto unentwickelter das Geistselbst.“ (S. 80). Übrigens ist man ein solches Engel- Götter- Heilerwesen von Geburt an oder gar nicht: „Man ist genial oder man ist es eben nicht.“ (S. 85) Ich vermute, dass es allerdings für alle außer Rudolf Steiner schwer werden wird, an das geniale Ego von Karen Swassjan auch nur im Ansatz heran zu kommen.

Das Heiler- Konzept mit seiner Komponente der geistigen Selbst- Vollendung, das von Swassjan in Anlehnung an Steiner bis zur Karikatur verstellt wird, versteigt sich in engelhaft- geläutertem Geistheilertum. Das Autoritative, Rechthaberische und Unfehlbare in solchen verstiegenen Selbstbildern ergeht sich in eitler Verachtung der Mitmenschen und der gesamten Gegenwartskultur. Statt sich von dieser zutiefst ungesunden Haltung zu distanzieren, feiert Peter Selg genau diese Pathologie: „In der Fülle geschichtlicher oder viel­mehr geschichtszentrierter Veröffentli­chungen erschien vor kurzem in Dorn­ach ein bemerkenswertes Buch, eine funkelnde Schrift: der aus Armenien stammende Philosophieprofessor Karen Swassjan schrieb einen großen, ebenso unerwarteten wie glanzvollen Essay über die anthroposophische Heil­pädagogik in sieben Kapiteln, eine Un­tersuchung im vorgeblichen Gewand des Historischen. ‹Zur Geschichte eines Neuanfangs›, ja ‹zum 80jährigen Beste­hen von Rudolf Steiners Heilpädagogi­schem Kurs› sollte (den Verlags-Unterti­teln zufolge) offensichtlich noch etwas Weiteres, Zusätzliches und Ergänzendes beigetragen werden - indes: «Es wird aber nicht die Geschichte erzählt, son­dern ein Karma erörtert.»“ (5)

Das Karma dieser in ihren Elfenbeintürmen verbarrikadierten  geläuterten Astralleiber wie Karen Swassjans ist offensichtlich, langsam, aber sicher an ihrer überkochenden Wut und ihrem überbordenden Ego zu ersticken. Ab und zu müssen sie ein stetig radikaler werdendes schriftliches Statement abgeben, um sich selbst zu feiern und die Gegenwart und die Mitmenschen mit Verachtung zu überschütten. So weit es diese Typen tatsächlich in freier Wildbahn außerhalb des Dornacher- Geistheiler- Reiches geben sollte, sollte man Institutionen, in denen sie sich ausbreiten, weiträumig meiden. Die Mentalität, die ihre eingebildete Superiorität aus Verachtung speist, führt zweifelsohne in ein selbst gewähltes Reichsbürgertum, das mehr oder weniger vollständig aus der Gegenwart heraus gefallen ist.

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Lit. & Links

1 https://www.shz.de/lokales/landeszeitung/elternverein-will-waldorfschule-aus-der-insolvenz-fuehren-id19549091.html
2 K. Swassjan, Anthroposophische Heilpädagogik Zur Geschichte eines Neuanfangs. Dornach 2004
3 W. Holtzapfel, Kinderschicksale Entwicklungsrichtungen, Dornach 1966
4 S. Pickert in: Erinnerungen an Rudolf Steiner, Stuttgart 2001, S. 447
*Formulierung Steiners aus dem „Heilpädagogischen Kurs“
5 http://www.menschenkunde.com/swassjan/selg_heilpaedagogik.html
6 Grafik von der Website http://www.geistheiler-schamanen.de/index.htm


Kommentare

  1. Manches an der anthroposophischen Lehre ist wirklichkeitsfremd. Man kann nicht alle Unglücksfälle auf eine schlechtes Karma zurückführen. Sondern manches ist einfach auf Zufall zurückzuführen. Wir brauchen eine Reform des Christentums im Sinne einer nicht-trinitarischen Pfingstbewegung. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

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  2. Swassjan und Selg suchen einen Neuanfang, aber sie sind konservative Revolutionäre, psychische Heiler. Sie orientieren sich an Schamanentum und Druidentum, an Kraft und Leben, an Attila und Weleda.

    Bei Steiner (1904): “Sie waren zugleich Heiler, Priester, Astrologen; sie hatten inspirierte Kenntnisse. … Die psychischen Heiler weichen; sie kommen in Mißkredit und werden als Zauberer oder Hexen verachtet. Damit hängt zusammen der Verlust der Fähigkeit, überhaupt mit psychischen Mitteln heilend zu wirken; die Heilung auf diesem Wege ist nicht mehr so wirksam.“ 92.20 f.

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    1. Der Kritik an Swassjans anmaßenden und konfusen Gedanken zum Thema "Heilpädagogik" kann man zustimmen, bei dem Zitat

      "...langsam, aber sicher an ihrer überkochenden Wut und ihrem überbordenden Ego zu ersticken. Ab und zu müssen sie ein stetig radikaler werdendes schriftliches Statement abgeben, um sich selbst zu feiern und die Gegenwart und die Mitmenschen mit Verachtung zu überschütten"

      kann man allerdings auch ein wenig an diesen Blog denken.

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    2. Klar. Ist ja ein "Egoistenblog". Der Name ist auch Programm!

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    3. Lesenswert: Ramon Brüll (Info 3) über die AAG Generalversammlung.

      https://www.info3-magazin.de/die-konservative-fraktion-setzt-sich-durch/

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    4. Der Artikel von Ramon Brüll ist schockierend, weil er so ahnungslos und kurzsichtig ist. Aber besten Dank für den Link, ich kannte den Artikel noch nicht.

      Es stimmt nicht, dass sich eine »konservativ-traditionalistische Linie« durchgesetzt hätte. Durchgesetzt haben sich Demokratie und Transparenz.

      Bodo von Plato und Paul Mackay wurden abgewählt.

      Das bedeutet natürlich, dass sie jedes Mandat für die Anthroposophische Gesellschaft und die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft, die von der Anthroposophischen Gesellschaft unterhalten wird, verloren haben.

      Es wäre eine Frechheit sondersgleichen, wenn beide nun unter anderen Titeln und Berufsbezeichnungen weiterhin ihrer Tätigkeit am Goetheanum nachgehen.

      Ihr Mandat wurde ihnen in einem normalen demokratischen Prozess entzogen. Es wurde deutlich das Misstrauen in ihrere Tätigkeit artikuliert.

      Das bedeutet: Beide müssen nun ihre Koffer packen, sich beim Arbeitsamt melden und sich einen neuen Beruf und Arbeitgeber suchen.

      Man könnte das für die grösste Selbstverständlichkeit nach einer solchen krachenden Abstimmungsniederlage halten, aber man muss es anscheinend noch einmal erwähnen.

      Es ist befremdlich, dass beide, Bodo von Plato und Paul Mackay, so wenig Ehrgefühl haben.

      Gruss,
      حسن

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    5. Die beiden denken, sie seien von Gott erwählt.

      Menschen können irren. Demokratie ist gegenüber meinem genialen Denken und Wirken nicht angemessen. Keiner kann mich ersetzen. Karma muß walten. Meine Rente geht vor. Die Prophezeihung muß sich erfüllen. Und die Miete muß ja auch bezahlt werden. Meine Kinder studieren in Oxford, nicht am Goetheanum. Das kostet alles Geld.

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    6. Info3 pendelt seit Jahren irgendwo zwischen AfD, CDU und FDP herum. Der Irak-Krieg wurde bejubelt, Bernd Lucke wurde bejubelt, und so weiter. Und ausgerechnet diese Gesellen werfen Demokratiefreunden und der Mehrheit der Mitglieder am Goetheanum eine konservative Linie vor. Das ist ja wohl ein Witz.

      Die Mehrzahl der Mitglieder hat einen bildungsbürgerlich-akademischen Hintergrund und fühlt sich eher "grün" angehaucht. Gut so! Basisdemokratie, Mitspracherechte, Bürgerengagement! Das wollen die Leute.

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    7. Sollten tatsächlich Hunderte von devoten Schweizer Anthroposophen extra abgekarrt worden sein, um die Mehrheit bei der Prozedur zu erreichen - organisiert von den Reaktionären und Identitären um die "Mitteilungen" herum, würde es sich mehr um einen Putsch als um einen demokratischen Prozess handeln. Sehr fragwürdiges Vorgehen.

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    8. Schweizer sind nicht devot.

      Schweizer sind Eidgenossen. Wir haben einen Heiligen Eid geschworen.

      Rütlischwur

      Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
      in keiner Not uns trennen und Gefahr.
      Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
      eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
      Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
      und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.


      Friedrich Schiller: Wilhelm Tell (2. Aufzug, 2. Szene)

      Andere Eide als diesen akzeptieren wir nicht.

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    9. Eine Wahl ohne Möglichkeit zur Briefwahl ist definitiv nicht demokratisch, da die Möglichkeit zur Teilnahme/Anreise vom sozialen Status abhängig ist...

      S. Birkholz

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    10. Das finde ich auch, Herr Birkholz. Machen wir doch einfach eine geheime Briefwahl nächstes Mal, dann werden selbstverständlich alle treuen Mitglieder den Wünschen unseres Vorstands Folge leisten und alle Probleme sind gelöst. Denn Bodo von Plato und Paul Mackay engagieren sich ja sehr für die Mitglieder in Bottrop und Gelsenkirchen, kommen vorbei, fragen wie's so läuft, organisieren Studienplätze für Cambridge, Lesungen, Ausstellungen, usw. Sollte also kein Problem sein.

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    11. Und was ist mit den members in Peking? Sollen die auch zur Generalversammlung ans Goetheanum fahren every year um Paul Mackay die nötige protection zu geben? Das geht nicht, man. That's impossible.

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    12. @ Hassan
      "Beide müssen nun ihre Koffer packen, sich beim Arbeitsamt melden und sich einen neuen Beruf und Arbeitgeber suchen"

      Das ist auch bereits geschehen: Ich habe aus verläßlicher (Dornacher) Quelle gehört, dass Paul Mackay als Lehrer in einer Waldorfschule in Basel und Bodo von Plato als Kellner in einem Restaurant in Arlesheim arbeitet.

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    13. @Anonym 22. April 2018 um 16:46:00 MESZ

      Da haben beide aber Glück. Denn so ein Schicksal hat bereits hunderte junge Menschen ereilt, die nach Dornach gekommen sind. Die wenigsten fanden aber einen Job in der Basler Waldorfschule oder etwas vergleichbares.

      Wo sind sie alle hin? Der eine hierhin, der andere dorthin, fürchte ich. Man sollte sich mal erkundigen, was aus all diesen Menschen geworden ist. Karma is a bitch.

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    14. @Wahlverfahren

      Man könnte die Zweigleiter der weltweiten Zweige als Wahlmänner zur Abstimmung nach Dornach schicken...

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    15. Dazu müsste es aber zunächst ein Bewusstsein dafür geben, dass es überhaupt noch Zweige gibt.

      Es sind nicht Waldorfkindergärtnerinnen oder Kartenabreisser von Abenteuerspielpätzen in den Zweigen.

      Um Kindergärtner und Abenteuerspielpätze kümmert man sich aber.

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    16. Schade daß man den Artikel nicht direkt bei der AfD-Info3 kommentieren kann und wir hier in Herrn Eggerts schönen Blog ausweichen müßen. Um die Wünsche und den Anspruch der Leser scheren die sich so wenig wie das Goetheanum sich um die Bedürfnisse der deutschen Mitglieder kümmert. Also gar nicht.

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    17. Kann das vielleicht mal jemand den Leuten bei info3 ausdrucken & zuschicken? Die haben es ja nicht so mit dem Internet ("Neuland"). *lach*

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    18. "AfD- Info3" ist natürlich Quatsch. Aber Vorsicht, sonst will Herr Hau wieder abmahnen.

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    19. @ Hassan (hier):
      »Es wäre eine Frechheit sondersgleichen, wenn beide nun unter anderen Titeln und Berufsbezeichnungen weiterhin ihrer Tätigkeit am Goetheanum nachgehen.«

      Aus dem Brief des Vorstandes an die Mitglieder geht hervor, daß Bodo von Plato und Paul Mackay zwar seit der GV nicht mehr im Vorstand sind, ihre sonstigen Mandate aber für eine Übergangszeit behalten. Bei der Vorstands-Klausur Mitte Juni werden dann »alle Zuständigkeiten, Mandate und Delegationen neu zugesprochen.«

      Daß die beiden „Abgewählten“ bis zu dieser Klausur weiterhin am Goetheanum tätig sind (ausgenommen die Mitwirkung im Vorstand), hat meiner Ansicht nach nichts mit einem mangelndem Ehrgefühl zu tun, sondern ist wohl einfach eine pragmatische Notwendigkeit.
      Man wird ja sehen, wie es danach weitergeht.

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    20. Neue Partei „Alternative für Deutschland“

      ‚Eine neue Partei, die im kommenden Wahlkampf für Alternativen zur offiziellen Euro-Rettungspolitik streiten will, wird vom deutschen Mainstream in die rechte Ecke gedrängt. Zu Unrecht, wie unser Kommentator findet. Der Diskurs kann davon nur profitieren.‘

      https://www.info3-magazin.de/europa-ohne-euro

      So quatschig finde ich das nun nicht, aber natürlich folge ich der Bitte von Herrn Eggert und verzichte fortan auf die diese Formulierung.

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    21. @Hassan/Ingrid

      Ich würde überhaupt keinen Grund sehen, wieso mit der Abwahl aus dem Vorstand auch die sonstigen Ämter niedergelegt werden sollten; ihre übrigen Tätigkeiten müssten (wenn überhaupt, dann schon) gesondert betrachtet werden.
      Es geht doch wohl nicht darum, 'Hunde vom Hof zu jagen', sondern um eine sachliche Betrachtung ihres 'Wertes' für die Vorstandsarbeit...

      s. birkholz

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    22. @ „Anthroposoph“ (hier):

      »Bernd Lucke wurde bejubelt«
      Dazu verweise ich auf Felix Haus Kommentar im thread Die Rechten mögen info3 nicht.

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    23. Danke für den Goetheanumbrief, Ingrid. Den diskutieren wir jetzt noch gerade auf WhatsApp, und dann ist Schluss.

      Erste Kritikpunkte in Richtung Goetheanum:

      1. Weshalb wurde Paul Mackay noch mit dem Weleda-Mandat beauftragt? Man sollte ihm eine der Damen zur Seite geben, die ihn kontrolliert und beaufsichtigt, und die er anlernt, denn das wird er ja nicht für immer tun können.

      2. Man wird sich auch verstärkt um die Zweigarbeit kümmern müssen und weniger um irgendwelche Projekte. Denn die Mitglieder sind zumeist in den Zweigen aktiv, ohne Mitglieder gibt es keine Anthroposophische Gesellschaft, Um uns kümmert man sich nur, wenn es um Geld geht, d.h. wenn man Geld benötigt.

      Erster (und vermutlich letzter) Kritikpunkt in Richtung Info3 und Ramon Brüll:

      1. Der Artikel gibt den Sachverhalt nicht richtig wieder. Da ist offensichtlich von Ramon Brüll einfach etwas aus Facebook-Postings zuzammenmontiert worden. Sinn ergibt das kaum, insbesondere nach der Lektüre des Goetheanum-Briefs vom 13. April 2018.

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    24. @ „Zweig Essen“: Ja - das ist Felix Haus Artikel vom 17. April 2013, 11 Tage nach der Gründung der AfD, und bevor sie zu dem wurde, was sie heute ist (weswegen Bernd Lucke dann ja auch ausgetreten ist).
      Zur Positionierung von info3 bezüglich der AfD vergleiche auch diesen Artikel von Jens Heisterkamp.

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    25. @ Zweig Mönchengladbach 22. April 2018 um 21:18:00 MESZ

      Habe ich doch geschrieben ganz zu Beginn: Der Artikel von Ramon Brüll ist schockierend, weil er so ahnungslos und kurzsichtig ist.

      Kann man denn einfach mal vorbeikommen im Zweig oder wie funktioniert das so?

      Gruss,
      حسن

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    26. @ Hassan Sonntag, 22. April 2018 um 22:19:00 MESZ

      Aber sicher kannst Du zu uns kommen.

      Wir freuen uns. Frag nach Eva. Bring eine gute Platte mit, ein zerlesenes Steiner-Buch, oder sonst etwas. Aber vergiss eins nicht: Bring Dich mit. Vergiss Dich nicht.

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    27. Also bei uns im Johannes-Zweig kann man nicht einfach so vorbeikommen. Da wird man, wenn man sich die nötige Reife dazu erarbeitet hat, von der Zweigleiterin eingeladen.
      Und die Zweigleiterin schaut sich Deine Nase vorher erst ganz genau an, denn an der Nase eines Mannes erkennt man seinen Johannes.

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    28. Da die Ätherisation des Johannes über die Zirbeldrüse stattfindet, empfiehlt es sich vor Eintritt in den Zweig durch das linke Nasenloch einzuatmen, um das Denken schön in Schwingung zu versetzen!

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    29. @ "Johannes-Zweig"

      So ein Quatsch!

      Vermutlich bist Du so ein Info3-Typ der nur stänkern will. Habt ihr jetzt auch Internet?

      Jeder, der Lust hat, kann kommen, auch zu uns. Stell Dich zu Beginn nicht zu sehr in den Mittelpunkt, achte auch auf die anderen Leute. Das ist der Tipp den ich Leuten geben würde die zum ersten Mal kommen wollen.

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    30. Wir im Johannes-Zweig atmen ausschließlich durch das RECHTE Nasenloch; über das LINKE Nasenloch kommen zu viele schädliche Einflüsse in das Denken hinein.

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    31. Ihr in Eurem Wanne-Eickel-Zweig habt ja noch nicht mal eine eigene Internetseite und noch nicht mal einen schönen Namen für Euren Zweig.

      Kleiner Geheimtipp nach Wanne-Eickel:

      Man darf seinen Zweig jetzt auch ungestraft Elisabeth-Vreede-Zweig nennen; das wird morgen der 'KEVIN' unter den Zeignamen sein...

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    32. @ Johannes - Zweig

      "Und die Zweigleiterin schaut sich Deine Nase vorher erst ganz genau an"

      Von wegen "Johannes".
      Unabhängig vom Ergebnis der "Nasenbewertung", darf man fragen wie denn die Zweileiterin so ist? Altersangabe, oder gibt's ein Bild im Internet?
      Nur für den Fall, dass die dann wirklich auf meinen Johannes losgehen sollte ??

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    33. In unserem Johannes-Zweig da darf man gar nix Fragen, junger Mann!
      An der Naseweisheit eines Mannes, erkennt man die Ungezogenheit seines Johannes!

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    34. Ich würde einen namenlosen Zweig a nach Terry Boardman benennen, da ist man tipptopp auf Antizeitgeist- Linie hat sich identitär auch schon geerdet. Außerdem hat Boardman die "geschichtliche Imagination" als anthroposophische Geistseher- Methode eingeführt, da kann man einfach Fakten leugnen oder erfinden wie man möchte und hat immer etwas zu streiten.

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    35. Hahaha, einen Zweig nach einem Büblein zu benennen, das noch nicht mal in Wikipedia Behandlung findet.


      TERRY BOARDMAN: Der Erdling (Terry/man) mit dem Brett (Board) vor dem Kopf...

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  3. Hey! Eidgenossen-Urs! Ich glaub Du hast's noch net begriffen, aber die Eigenossenschaft ist ein Mythos! Fake! Gibts gar nicht! Und Dein Rüttlischwur ist aus nem Drama von 1804!

    Schiller, Friedrich: Wilhelm Tell. Tübingen, 1804

    Das ist Kunst. Ein Gag. Aber nich die Wirklichkeit. In Wirklichkeit gibts keine Eidgenossen.

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    1. In Wirklichkeit gibt's keine Anthroposophen. Zumindest hier.

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    2. Nein, die wahren Anthroposophen sind zurück in die Heimat gegangen, da, wo wir alle herstammen, was wir aber vergessen haben: "Die 7 heiligen Rishis waren so eingeweiht in die Sonnen-Mysterien, daß uns das Sinnbild für ihre Einweihung das Stehen der Sonne im Sternbild des Stieres ist; und was wir schauen können am Firmament, wenn die Sonne im Sternbild des Stieres steht, das gibt tatsächlich das Mysterium der eigentümlichen Einweihung der Rishis. Das kommt dadurch zum Ausdruck, daß vom selben Orte herglänzt das Siebengestirn, die Plejaden. Das ist der Ort, an dem unser ganzes Sonnensystem in unser Weltall hineingekommen ist." (Lit.: GA 124, S 236) Wir vertreiben uns hier noch ein bißchen die Zeit und warten im Zweig auf die Apokalypse.

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    3. Die sieben Rishis waren eher tragische Figuren, Zarathustra dagegen eine fröhliche, heilpädagogische Gestalt:
      “Er war eingeweiht in die Lehren der heiligen Rishis. Er hatte sie nach und nach empfangen in sieben aufeinanderfolgenden Inkarnationen. Dann wurde er geboren in einem Leibe, der blind und taub war und möglichst wenig Beziehung zur Außenwelt hatte. Als ein Mensch, der geradezu unempfänglich war für äußere Sinneseindrücke, mußte Zarathustra geboren werden; und da kam ihm aus seinem Innern heraus die Erinnerung an die Lehre der heiligen Rishis, die er einstmals empfangen hatte.“ 109.136

      “… Zarathustra, war auch Schüler des Manu. Es ist aber ein großer Unterschied zwischen ihm und den Rishis. Letztere wußten durch Inspiration das Geheimnis der Planeten, aber nicht das Geheimnis der Sonne.“ 109.289

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  4. "…Verschwörungstheoretiker haben ein Weltbild, das zutiefst anthroposophisch daherkommt, daher rührt die Verbindung zur Esoterik…"

    Michael Butter in der Wirtschafts-Woche
    20.April 2018

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    1. Michael Butter ist Professor für Amerikanistik an der Universität Tübingen. Bei Suhrkamp erschien jüngst sein Buch „Nichts ist wie es scheint – über Verschwörungstheorien“. Es hat 271 Seiten und kostet 18 Euro.

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    2. Interessanterweise hat Marcus Schneider (Vorsitzender des Paracelsus-Zweiges in Basel - das ist jener Zweig, der vor kurzem Daniele Ganser und Ken Jebsen eingeladen hatte) bei seinem Vortrag in Wien über Mentale Störungen als Ausdruck unserer Zeit genau dieses Buch empfohlen.
      Es ist eben wirklich vieles nicht so, wie es scheint...

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    3. Bobby, ich möchte Dir hier etwas widersprechen:

      Steiners Beleuchtung der Zusammenhänge sind sehr umfassend und teilweise eben deutlich tendenziös gefärbt.
      Wichtiger (wenn auch davon nicht abzutrennen) als das, was Steiner selbst geschaffen hat, ist dasjenige, was Menschen aus Steiners Grundstein seither weltweit aus anthroposophischen Impulsen und Anregungen geschaffen haben - das kann sich doch sehen lassen.

      Verschwörungstheoretikern sind wie stinkbesoffene Anthroposophen, die bei 3,8 o/oo
      nur noch über einen Tunnelblick verfügen und sich ausschließlich an den Leitplanken links und rechts der Straße orientieren...

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    4. MORBUS CONSPIRATIO hat beste Aussichten, zukünftig in den Formenkreis der schizophren-halluzinoiden Störungen mit eigener ICD10 integriert zu werden..

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    5. Stephan,

      Da sind wir aber nicht unterschiedlicher Meinung.
      Deine Diagnose "MORBUS CONSPIRATIO" in Zusammenhang mit der "Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme" finde ich interessant.
      Zur Klarstellung: Es war ein Zitat Michael Butters, das Du widersprochen hast.
      Die Differenzierung finde auch ich wichtig. Sie gilt aber auch für "dasjenige, was Menschen aus Steiners Grundstein seither weltweit aus anthroposophischen Impulsen und Anregungen geschaffen haben". Auch da gibt es gibt es unterschiedliches zu beobachten. Der "Tunnelblick" hat leider manchmal auch unerfreuliche und unerwünschte Folgen für die anthroposophische Lebenspraxis. Michaels Beitrag an dieser Stelle zeigt das eindrucksvoll.

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    6. Ingrid,

      Zu mindestens bemerkenswert, ja.

      Der Hochschullehrer für US-Kultur- und Literatur Michael Butter nennt Ganser in seinem Buch "Nichts ist wie es scheint – Über Verschwörungstheorien" den "bekanntesten Verschwörungstheoretiker des deutschsprachigen Raums", widmet ihm eine eigene Fallstudie und analysiert seinen Vortrag in Tübingen, Dezember 2014 (Clash of Civilizations) als Musterbeispiel für Diskursstrategien aktueller Verschwörungstheoretiker. Ganser präsentiere sich darin als charmant, charismatisch und witzig, betone immer wieder seine "Rolle als Historiker", verbreite inhaltlich jedoch Verschwörungstheorien. Zwar weise er den Begriff für sich zurück und betone, er stelle nur Fragen. Durch geschickte Assoziationen – etwa zu Pearl Harbor, zur Brutkastenlüge oder zur Mafia – und die Art, wie er diese Frage stelle, lege er jedoch in suggestiv-manipulativer Weise immer auch die Antwort nahe, nämlich dass die Regierung von George W. Bush hinter den Anschlägen gesteckt habe. Ausdrücklich formuliere er diesen Verdacht zwar nie, seine Thematisierungen, seine Auslassungen ließen aber nur diesen Schluss zu.

      Soweit Michael Butter in seinem Buch zu Daniele Ganser. Marcus Schneider findet nun Gansers Vorträge "ganz im Sinn von Rudolf Steiner" und sie hätten, nach seiner Meinung, eine "hygienische Funktion" da er versuche, "hinter die Kulissen zu schauen". Da dürfte es doch schwer nachvollziehbar und sonderbar erscheinen, dass er, Marcus Schneider, ausgerechnet der Verfasser Michael Butter und sein Buch positiv bewertet wo Ganser in seiner "Rolle als Historiker" als "suggestiv-manipulativer" Verschwörungstheoretiker darstellt wird. Hygienische Schauungen im Sinne Rudolf Steiners dürften anders aussehen.

      Nichts ist wie es scheint. Aber ich kenne aber Schneiders Wiener Äußerungen nicht und kann sie deshalb im Einzelnen nicht bewerten.

      (Quellen: Zu Ganser Wikipedia und Psiram und der Artikel der Aargauer Zeitung vom 8. Februar 2018)

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    7. Übrigens, auf den Plejaden trifft man nicht nur ein paar Anthroposophen, sondern auch ne Menge Maoriseelen. Deren ganze Spiritualtät ist seit Urzeiten plejaden-orientiert...Dieser wunderbare Sternenhaufen ist also nicht von einigen wenigen gepachtet oder gar besetzt ;)

      Es ist genug Platz für alle da ;)

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    8. @ bobby:

      Daß Marcus Schneider Gansers Vorträge »ganz im Sinne von Rudolf Steiner« findet, glaube ich nicht (es ist im Artikel auch nicht als direktes Zitat gekennzeichnet).
      Ich war in seinen Wiener Vorträgen.
      Ich hatte mir vorgenommen, ihn auf diese Veranstaltung mit Ganser und Jebsen anzusprechen… aber er kam mir zuvor: in seinem Vortrag Mentale Störungen als Ausdruck unserer Zeit kam er von sich aus auf Verschwörungstheorien zu sprechen.
      Humorvoll und mit spitzer Zunge charakterisierte er „Pizzagate“, „Mondlandungsfake“, erzählte von einem Piloten, der ihm im Erdinneren wohnende „Reptiloide“ schilderte (er fragte diesen Piloten nachher, ob er zufällig morgen nach Rom fliege — nein, sagte der Pilot, er fliege nach Madrid. Ah gut, meinte Schneider, ich fliege nämlich nach Rom; und dann hätte ich doch lieber den Zug genommen…), und von einer Frau, die ihn am Basler Barfüßerplatz auf „Chemtrails“ aufmerksam machte… im Zusammenhang damit erwähnte er auch noch einen Artikel im „Europäer“, in dem es hieß, die Erderwärmung könne mithilfe von Chemtrails noch ca 50 Jahre lang aufgehalten werden...
      Es wurde vollkommen klar: Marcus Schneider ist alles andere als ein Verschwörungstheoretiker.
      Und er empfahl ausdrücklich Michael Butters Buch (er schrieb den Namen extra an die Tafel).

      Ich war baff. Wieso lädt er dann diese Leute ein und läßt alles, was sie verbreiten, unwidersprochen?
      Er erwähnte sogar diese Tagung (»Wir hatten gerade eine Tagung über 9/11…«) - Da ergriff ich die Gelegenheit und fragte ihn, wieso… was er sich dabei gedacht habe…
      Er antwortete mir:
      »Diese Spinner sollen nur in die volle Öffentlichkeit treten, das ist doch viel besser, als wenn sie irgendwo in „schrägen“ Medien unter sich bleiben!«
      Und er sagte auch noch: »Ich halte nichts von political correctness - das führt nur zu einer Spaltung der Gesellschaft.«

      Gute Nacht!
      Ingrid

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    9. Ingrid,

      Jetzt wird es aber wirklich lustig…

      »…Diese Spinner sollen nur in die volle Öffentlichkeit treten, das ist doch viel besser, als wenn sie irgendwo in "schrägen" Medien unter sich bleiben!...«

      Meint Herr Schneider damit etwa die Vortragenden der Tagung: Daniele Ganser, Elias Davidson, Thomas Meyer und Ken Jebsen?

      Das kann aber mit Sicherheit nicht der Sinn der gemeinsamen Aktion mit Thomas Meyer in der Basler Scala gewesen sein. Die Aufmachung, die Werbung, Der aktuelle Artikel im Perseus Verlag von Meyer sprechen eine ganz andere Sprache.


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    10. Ist doch absolut eindeutige wie ebenso vollkommen unbewußt-instinktive Taktik:
      Indem er sich als abgeklärter, vorwitziger Verschwörungstheorie-Experte inszeniert, der auf jeder seiner täglichen Flugreisen den Piloten im Cockpit die Welt erklärt (die Piloten lechzen geradezu danach, dass Marcus (Auf)Schneider zu ihnen ins Cockpit kommt und sich ihre Reptiloidphantadien reinzieht), versucht er Ganser & Co in die seriöse Sphäre der Wissenschaftlichkeit zu rücken.

      Ich würde sagen: MORBUS SCHNEIDER ICD10: 666 - Der anthroposophische Bub, der schon immer Pilot werden wollte, aber tragischerweise karmisch zum Zweigvorsitz verdonnert war (oder aber der Formenkreis der zwanghaften Minderwertigkeitskomplexe).

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    11. Ich verstehe.
      Das passt doch alles wunderbar zusammen. Es fügt sich gewissermaßen zu einem organischen Prozess. Manchmal ist einiges doch so wie es scheint…

      In diesem Sinne: Gute Nacht, Stephan!
      !

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    12. Dir auch eine gute Nacht, Bobby!

      Da hat Steiner sich so den Allwertesten rausgerissen, damit Anthroposophie in der Zukunft auf diesem (Auf)Schneider-Teddybär 04-Niveau gepfleft werde...

      [Ich hab noch nie einen Anthroposophen gesehen, der so glücklich war, als er vorne beim Piloten sitzen und sich von Reptiloiden erzählen lassen durfte]

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    13. @ bobby:

      Ja freilich, Marcus Schneider bezog sich auf genau die „Spinner“, die der Paracelsus-Zweig eingeladen hatte (es war seine Antwort auf meine Frage, was er sich bei dieser Einladung gedacht hatte).
      Auch mir bleibt vieles daran rätselhaft.
      Ich kann zwar noch irgendwie nachvollziehen, daß man diese Leute einlädt, aber ich begreife nicht, wieso man ihre Ausführungen, wenn man sie doch offensichtlich selber nicht glaubt, unwidersprochen läßt, statt ihnen etwas entgegenzusetzen oder vielleicht auch auf ironische Weise etwas dazuzustellen (wozu Schneider sehr gut in der Lage gewesen wäre).
      Ich habe Herrn Schneider daher ein paar Tage nach seinen Wiener Vorträgen per mail noch ein paar Fragen gestellt; er hat mir leider bisher nicht geantwortet.
      Aber wirklich: es wurde sehr deutlich, daß er selber diesen Verschwörungstheorien nicht anhängt; er machte sich vielmehr lustig über sie.
      (Ich muß auch sagen, daß ich mich seeehr gewundert hätte, wenn es anders gewesen wäre. Ich schätze seine Vorträge und besuche sie seit Jahren; das hätte überhaupt nicht in mein bisheriges Bild gepaßt.)

      @ Stephan:
      Ich halte nichts davon, sich die Sache jetzt um jeden Preis spekulativ zurechtzudeuten.
      Meiner bisherigen Erfahrung nach gehen die Menschen, die das tun, in der Folge gern von ihren eigenen spekulativen Diagnosen aus wie von erwiesenen Tatsachen – und damit häufig weit in die Irre (:-) gar wenn die Prämissen ungenau sind - Marcus Schneider sprach mit diesem Piloten nicht während eines Fluges, sondern kam ganz woanders zufällig mit ihm ins Gespräch…).

      Ich lasse das also für mich lieber als noch ungelöstes Rätsel stehen.
      Das einzige, was man meiner Ansicht nach mit einiger Sicherheit sagen kann: auch hier ist nicht alles so, wie es scheint.

      Guten Morgen!

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    14. @ Bobby

      Ja, kann wirklich lustig werden. Hauptsache es kommt nicht zum Konkurrenzkampf. Denn die Maori glauben sogar dass fast alle Menschen Aufenthalt haben oder hatten auf den Plejaden - und dass Neuseeland an der Nordspitze das Eingangstor besitzt und an der Südspitze das Ausgangstor (für Verstorbene)...Nord und Südspitze werden heute noch behütet von Maoripriestern etc...das ist doch mal ne Ansage oder? ;)

      ...und es wird ja noch lustiger, wenn man sich mal die Himmelsscheibe von Nebra (der ausgehenden Steinzeit) anschaut, auch hier sind die Plejaden abgebildet...
      Die Inkas und viele andere Völker verehrten sie ebenfalls oder orientierten sich danach in der Landwirtschaft.

      Also, geradezu Multikulti auf dem Siebengestirn ;))

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    15. Weit gefährlicher als der MORBUS CONPIRATIONIS, also die Besessenheit vom Drang zur Schaffung oder Verinnerlichung immer neuer Verschwörungstheorien, ist eindeutig die DEMENTIA CONSPIRATIONIS.
      Ein noch nicht vollständig erforschtes Krankeitsbild, das heute immer mehr Befallene dazu bringt das eigene Denken auf Dauer zurückzuschrauben bis hin zur völligen, zuweilen sogar irreversiblen, Abschaltung.
      Ein sehr deutliches Symptom dafür ist beispielsweise, wenn hinter jeder abweichenden Meinung oder generell hinter jeder nicht offiziell als wahr, wissenschaftlich und richtig vorgegebenen Beschreibung von Tatbeständen, eine Verschwörungstheorie erblickt wird.

      Es geht im weiteren Krankheitsverlauf die Fähigkeit zur Erkenntnis verloren, dass zuweilen "VT-Tunnelwahrheiten" nur das Pendant zu anderen Tunnelwahrheiten darstellen.
      Für den Befallenen gibt es in der Folge nur noch "andere Tunnels" und hinter den für real existierend gehaltenen Tunnelwänden das große Nichts, also nicht etwa noch zu erforschendes Neuland.

      In dieser Beziehung nähert sich die mentale Struktur, samt den damit verbundenen eingeschränkten Möglichkeiten des Einsatzes des eigenen Denkorgans nicht nur denjenigen von Verschwörungstheoretikern an, sondern übertrifft diese in der Regel noch bei Weitem.

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    16. Weniger schön ist, was hier auf Erden geschieht...
      Die Maori tanzen Ihren Kampftanz ja nur noch selten heutzutage...Aber auf den Plejaden werden damit noch ganz bestimmte Typpen (der AFD) verscheucht - siehe heutigen Bericht auf tonline:

      https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_83658766/facebook-foto-afd-politiker-posieren-mit-hitlergruss-auf-zugspitze.html

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    17. Was hat das eigentlich alles mit Andre Heller zu tun...??

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