Georg Kühlewind: Die Denkbremse

Kommentare

  1. Dank Dir Michael für dieses Video, hast Du´s mitverfolgt im info3-Forum?

    Ich habe ihn mal in jungen Jahren in Kiel erlebt ---

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    1. Naja, dieses Video passt total zu einem Beitrag mit der Frage: "Ist Objektivität möglich?"

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  2. Wenn man sagt, dass die Aussage, die Gedanken seien ein Produkt des Gehirns,
    auch nur ein Produkt des Gehirns ist, bestätigt man die Aussage, anstatt sie zu widerlegen.

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    1. :-) Naja --- aber wenn man sagt, daß alle Gedanken ausschließlich Produkte des jeweiligen sie denkenden Gehirns sind, dann sagt man damit selber, daß auch dieser Gedanke nichts als ein solches Gehirnprodukt ist und nicht unbedingt etwas mit, zum Beispiel, „Objektivität“ zu tun zu haben braucht... insofern: wozu dann überhaupt noch weiter diskutieren?

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    2. Wenn ich sage, dass mein Gehirn denkt, und zwar alle Gedanken, dann habe ich keine Grund zu prüfen, inwiefern irgendeine Gedanke "recht" ist, weil das Mass, zudem ich es vergleichen würde, stämme auch vom Gehirn, wie jede andere Gedanke. Also wenn jemand behauptet, dass "das Gehirn denkt", misst er stillschweigend diese Behauptung eine Autorität "ausser" der Sphäre des Gehirns zu - also ist nicht ganz konsequent.
      Wenn wirklich das Gehirn denken würde, könnte nur er selbst sagen: "Ich denke". "Ich" würde also sagen: "mein Gehirn sagt, dass er denkt" - ich bin gar nicht dabei.

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    3. Wieso sollte das nicht wahr sein, dass das Gehirn die Gedanken produziert? Dafür ist es doch da. Aber es bin eben immer noch ich, die sagt, dass das Gehirn das tun soll. Gerade eben hab ich es getan ;-)

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    4. Einmal habe ich Tagelang mit einem Materialisten am Internet darüber debattiert. Er hat es sich so vorgestellt, dass das Gehirn ein Ausserts kompliziertes Computer ist, das irgendwie auf sich selbst zu reflektieren beginnt, und irgendwie entsteht ein (Selbst)Bewusstsein. Dass ist im Wirklichkeit auch unlogisch, bewusstsein kann nicht Entstehen als ende eine mechanische Vorgang. Es steht im Anfang. Dass Gehirn bedient er nur als "Hilfe" zum Bewusstwerden, so woie ein Computer unsere Gedanken Vermittelt.

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    5. Hallo EM,
      auch den Computer müsste ja irgendwer bauen. Und das irgendwie interessiert dich ja auch offensichtlich.
      Eben, das Bewusstsein steht am Anfang. Warscheinlich bestimmt es sogar, ob sich ein mechanischer Vorgang, oder eine natürliche Entwicklung etc entwickeln soll.
      Weisst du was ich denke? All die Leute die wie dein Materialist denken, denken eigentlich rückwärtsgewand. Da schleicht sich leicht Fehlerhaftigkeit ein, die in Wirklichkeit auf Angst beruht (denn derjenige, der einen Gedanken entwickelt, ist ja auch ein Bewusstsein). Am Besten fährt man wohl, wenn man zukunftsgerichtet schaut. Also wenn ich oder du etwas denkt, oder in den PC eintippt, dann setzt sich das fort. Ich denke, tippe ein, du liest, denkst wieder usw Vielleicht gibt es alle möglichen denkbaren Entwicklungen, vielleicht Vergessen, wer weiss. In jedem Fall wurde etwas ein wenig verändert...
      Materialismus ist auch insofern wahr, dass er sich in das bewusste Sein einfügt. Das Bewusstsein bedient sich der materiellen Welt, um zu sein. Allerdings, es gibt nicht viele Materialisten, die es erkennen, die meisten leugnen dass es Geist gibt, obwohl es wie gesagt keineswegs ein Widerspruch ist. Ein knallharter, sich selbst gegenüber ehrlicher Materialist kann weiter kommen als ein sehr religiöser Mensch mit dieser Philosophie, wobei es auch hier eben ankommt, was es mit dieser Religiosität auf sich hat. Aber der Materialist kann hier das Selbe Ergebnis wie der Religiöse entwickeln.

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  3. "Für alles was ich sage, ist mein Gehirn verantwortlich", sagte er, bzw. wird gesagt (Gerhard Roth)

    Für alles was ICH sage. Also mein Gehirn bestimmt, was ich sage.

    aus Wikipedia:

    "So nimmt er an, „die Wirklichkeit“ werde von unserem Gehirn konstruiert, gleichzeitig sei für uns aber nur diese vom Gehirn konstruierte Wirklichkeit erfahrbar. Als Konsequenz hieraus unterscheidet Roth ein wirkliches Gehirn von einem realen Gehirn. Das „wirkliche Gehirn“ betrachtet er dabei als einen Teil der erlebbaren Wirklichkeit, diese als Konstruktion des „realen Gehirns“. Da ihm nach Voraussetzung lediglich die von diesem realen Gehirn konstruierte Wirklichkeit zugänglich sein soll, kommt Roth konsequent zu folgendem explizit formulierten Ergebnis: erstens erklärt er sich als Konstrukteur seiner Theorie selbst zum Konstrukt seines realen Gehirns und zweitens, dass ihm das „reale Gehirn“ real unzugänglich ist. Hierfür und für alle weiteren Konsequenzen seiner Konstruktionen nach denen es zum Beispiel in einem bestimmten Sinn der Fall sein soll, dass jeder die Welt nur in seiner Weise sieht, wir wirklich voneinander isoliert sind und daher jeder von uns in seiner einsamen Wirklichkeit lebt oder der Anspruch aufgegeben werden müsse, objektive Wahrheiten zu verkünden."

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  4. Ein anderes Beispiel. Wenn man sagt "Ich war in der Situation nicht ich selbst", dann spricht man dies aus aus einer Position, die Selbstsein und Nicht- Selbstsein unterscheiden, vergleichen, beurteilen kann. Diese Instanz oder Position, die unser So- oder Anderssein überschaut, liegt auf einer unabhängigen Ebene, sonst könnte diese Beurteilung nicht erfolgen.

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  5. Antworten
    1. Kühlewind macht auf die unabhängige Instanz in unserem Denken aufmerksam, die meist unbemerkt bleibt. Das finde ich nicht nur legitim, sondern notwendig. Es ist die Instanz, an der modernes meditatives Arbeiten ansetzen kann. Wenn man sie realisieren kann, kommt man in den Bereich der reinen Präsenz.

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  6. DIE GEHEIMWISSENSCHAFT IM UMRISS - GA 13
    Seite 170/171

    Mit diesem Hinweis auf die ersten Entwickelungszustände des Saturn wird auch ein Licht geworfen auf alles weitere Fragen nach einem «Woher» dieser Zustände.
    Rein verstan­desmäßig ist es natürlich durchaus möglich, jedem Ursprunge gegenüber wieder nach einem «Ursprung dieses Ursprunges» zu fragen. Allein den Tatsachen gegenüber geht dieses nicht an. Man braucht sich das nur an einem Vergleich zu ver­gegenwärtigen. Wenn man irgendwo auf einem Wege eingegrabene Spuren findet, so kann man fragen: woher rühren sie? Man mag als Antwort erhalten: von einem Wagen. Da kann weiter gefragt werden: wo kam der Wagen her, wohin fuhr er? Eine auf Tatsachen gegründete Antwort ist wieder möglich. Man kann dann noch fragen: wer saß im Wagen? was hatte die Persönlichkeit, die ihn benützte, für Absichten, was tat sie? Endlich wird man aber an einen Punkt kommen, an dem das Fragen durch die Tatsachen ein naturgemäßes Ende findet. Wer dann noch weiter fragt, kommt von der Absicht der ursprünglichen Fragestellung ab. Er setzt ge­wissermaßen nur schablonenmäßig das Fragen fort. Man merkt bei solchen Dingen, wie hier eines zum Vergleich an­geführt ist, leicht, wo die Tatsachen das Ende des Fragens bedingen. Den großen Weltfragen gegenüber ist man sich nicht so leicht klar darüber. Bei wirklich genauem Zusehen wird man aber doch merken, daß alles Fragen nach dem «Woher» endigen muß bei den oben geschilderten Saturnzuständen. Denn man ist auf ein Gebiet gekommen, wo die Wesen und Vorgänge nicht mehr durch das sich rechtfertigen, aus dem sie entstammen, sondern durch sich selbst.

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  7. ich sitze da ganz links .... ohne bremse ...:-)

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