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Vom antiken Nomos- Begriff zur modernen Erkenntnis

Ich höre die Nomoi aller Vögel. Über Melodie, Gedächtnis und Intuition

Eine kurze Notiz in Georg Kühlewinds hinterlassenen Tagebüchern (1) bringt das Thema Melodie ins Bewusstsein: „Unterhalb des Tagesbewusstseins fliesst im Fühlen das Melodie - Bewusstsein, durch das wir uns in unserem Leben zu Hause fühlen (..) Was sich für das (oder im) Melodie - Bewusstsein ereignet, das erinnern wir.“ Angeregt zu dieser Betrachtung war Kühlewind von H. Bergson, der seinerseits (2) dazu bemerkt hatte: „Unsere Persönlichkeit ist genau das: die kontinuierliche Melodie unseres Lebens“.

Bemerkbar wird das Kontinuierliche, das die Persönlichkeit umfasst und durchklingt, wie immer, an den Rändern, in den Störungen: Dort, wo uns etwas zustösst, was die Kontinuität unterbricht, ein Schock, ein, von der Melodie her betrachtet, Unglück, eine Kränkung. Nach so einer Diskontinuität kann verschiedenes folgen: Die Unterbrechung kann eine Pause sein, nach der die Melodie sich fortsetzt. Es kann sich auch etwas wie eine tonale Verrückung einstellen, ein Punkt, an dem sich die Persö…

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