Der geheime Garten

Es ist eigenartig, ich habe die Mauer überstiegen, von Neugier und Wissbegier getrieben. Ich habe so viele Jahre vor dem Nachbarsgarten gestanden, zu dem es keinen Eingang gab. Er muss so lange dort gestanden haben, ohne dass je jemand ihn aufsuchte. Was wohl für Blumen und Früchte dort reiften? Ich habe sie mir ausgemalt. Die blaue Blume des Novalis würde vielleicht darunter sein.

Ich habe die Mauer überstiegen. Es war still dort, kein Geräusch, und ich konnte mich nicht nicht orientieren. Es gab kein Sonnen- und kein Mondlicht. Es gab keine Gerüche und keinen einzigen Laut. Aber eben deshalb hörte ich mich selbst. Alles in mir kam dort hoch: Die Sehnsüchte, die unerfüllten Begierden, das innere Geschwätz, die innere Wichtigkeit, das Gewicht, das ich mir zumaß, die Eitelkeiten. Die Schlimmste von allen war die: Ich bin der, die die Mauer überstiegen hat und im Nachbarsgarten steht. Das war ein einzigartiges Gefühl. Als ich mich in dem Gefühl eingerichtet hatte, sah ich wunderbare Pflanzen, hörte unbekannte Vogelgesänge, hatte Einsichten und Erkenntnisse.

Aber es war mir nicht wohl dabei. Ich fühlte mich, als sei ich dem Garten untreu geworden- letztlich auch mir selbst. Es schien mir nur eine andere Art des inneren Geschwätzes zu sein. Eine Zeitlang wurde ich überschwemmt von blauen Blumen. Aber wenn ich nach ihnen griff, zerfielen sie zu Staub.
Ich dachte: Übe dich in Geduld, Verzicht und Strenge. Glaube nichts, vor allem nicht dir selbst. Glaube nicht den blauen Blumen.

So stieg ich Jahre um Jahre in den geheimen Garten, verzichtete auf Schauen und Hören, übte mich darin, nicht zu glauben, sondern einfach hier zu sein. Ich verlor das Gefühl, der zu sein, der in den Garten gestiegen ist. Ich verlor die Selbstgefühle, ja sogar den Stolz darauf, ein Asket des Geistes zu sein. Ich verlor das Warten auf irgendetwas, das Sehnen danach, dass etwas erschiene, ja sogar das Hoffen auf jegliche Erscheinung oder Erklärung.

Dann, eines Tages, erkannte ich, dass der Garten in mir selbst war, und ein Frühling entstand in mir, der kein Anfang und kein Ende hatte, und ich füllte den ganzen geheimen Garten um mich herum aus.

Kommentare

  1. Auch spannend!
    Nach zwei Tagen noch kein Kommentar: Es geht um mich selbst, um meine Situation im HIER und JETZT und in ALLER ZEIT. Nicht um eine Stigmatisierte und nicht um eine selbsternannte Steiner-Reinkarnation - Es geht nur um mich.
    Und da werde ich auch erst mal still und nachdenklich...

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  2. Da war ich zwischen 16 und 19, ich mußte an das Lieder "Forsaken Gardens" von Peter Hammill denken, was mir damals oft begleitete, auch wegen der eindinglichen musik
    . . gruß, mischa butty

    http://www.youtube.com/watch?v=lVvjwhf484k
    Zitat:
    " Forsaken Gardens
    ----------------------------
    Where are all the joys of yesterday?
    Where, now, is the happiness and laughter that we shared?
    Gone, like our childhood dreams, aspirations and beliefs;
    time is a thief, and he ravages our gardens,
    stripping saplings, felling trees,
    trampling on our flowers, sucking sap and drying seeds.
    In the midnight candle-light of experience
    all colour fades, green fingers grey.

    Time, alone, shall murder all the flowers,
    still, there's time to share our plots and all that we call 'ours'.
    How much worse, then, if we all deny each others' needs
    and keep our gardens privately?

    Its getting colder, wind and rain leave gashes;
    looking back, I only see the friends I've lost.
    Fires smoulder, raking through the ashes
    my hands are dirty, my mind is numb,
    I count the cost of 'I':
    "I need to get on, I've got to tend my garden;
    got to shut you out, no time to crave your pardon now".

    Now I see the garden that I've grown is
    just the same as those outside;
    the fences that, erected to protect, simply divide....
    There's ruination everywhere,
    the weather has played havoc with the grass...
    does anyone believe his garden's really going to last?
    In the time allotted us, can any man keep miserly his own?
    Is there any pleasure in a solitary growth?

    Come and see my garden if you wil,
    I'd like someone to see it all before each root is killed.
    Surely now its time to open up each life to all,
    tear down the walls, if it's not too late!

    There is so much sorrow in the world,
    there is so much emptiness and heartbreak and pain.
    Somewhere on the road we have all taken a wrong turn...
    how can we build the right path again?

    Through the grief, through the pain,
    our flowers need each other's rain. "

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  3. "Dann, eines Tages, erkannte ich, dass der Garten in mir selbst war, und ein Frühling entstand in mir, der kein Anfang und kein Ende hatte, und ich füllte den ganzen geheimen Garten um mich herum aus."

    Der Text liest sich mitfühlend. Mitdenkend ist es ein intimes Zeugnis einer Erfahrung. Es bleibt offen, ob als Meditation, oder als Phantasie oder als Bewußtseinsfeld im dichterischen Raume.

    Naheliegend das Wort "Geheimwissenschaft".

    Wer sich tief in das Werk Steiners eingräbt, sich in diesem Garten befindet, erfährt, Hellseherei ist ein tamasischer Zustand, also nicht sehr angenehm. Hinter die Kulissen zu blicken, der Gegenwart, der Vergangenheit und Zukunft scheint reizvoll zu sein, sei es solche Geschichten zu vernehmen, wie sie Frau Halle im Großen Saal im Goetheanum verkündet, das schaurigschöne der vermeintlichen Umstände der Kreuzigung, welche das blutige Erbe der Menschheit am Kreuze vorwegnimmt.... die ewige Suche nach der blauen Blume (Novalis).

    Nun begab sich zufällig, vor ein paar Wochen reisten unsere Söhne in das Land der Hoffnung, der Freiheit, das Ziel der religiös Verfolgten in Europa, dem Land, das auch einen Alexis de Tocqueville hervorbrachte. Ein Sohn war vorgereist, er hielt einen Vortrag im "Green Valley" der Elite der Wissenschaft. Sein Forschungsgebiet ist die Hochfrequenztechnik. Der andere Sohn reiste nach und sie verbrachten einen Urlaub in dem Lande, wie es von Rudolf Steiner eindringlich beschrieben wird, Amerikaner sind Menschen der Tat.
    Wir wissen von Steiner, durch eine Landschaft zu reisen, bedeutet auch, das Dämonische einer Landschaft - unbewußt - zu erleben, den Doppelgänger von Raum und Zeit, also alle Impulse des Ortes. Wir erhielten Photos von riesengroßen Bäumen, ganz klein der Mensch.
    Bereits als die Söhne nach Amerika reisten, gab es ein Mitleben auf der Inneren Ebene. Das hängt wohl mit dem Familienwesen zusammen, wie Steiner es beschreibt, da wir als Individuen in diesem Bilde - lediglich - das ausführende Organ des Familienwesens sind, so Steiner.

    Was ich nun nicht erwartet habe, war der Inhalt eines "Geschenkes", das als Bild von Amerika mich erwartete. Es zeigte eindringlich, was unter "Tamas" zu verstehen ist, welche Bewußtseinsstärke, welche Bewußtseinsqual derjenige erfährt, aushalten muß, der in den Garten der Eingeweihten steigt, den Raum von Zeit durchschreitet und die tiefsten, die verwerflichsten Triebe des Menschen erlebt, soz. hautnah. Die geheimsten Dinge liegen offen, wie das Netz des Internets jedem Kind die Bilder liefert, welche ungefiltert verstören müssen. Ich hatte zwar durch Auftrag mich mit Welten beschäftigt, welche die innersten Sehnsüchte der Sexualität betreffen, doch bestimmte Bereiche gemieden. Diese Gärten der Lust waren tabu.
    Und nun mit brachialer Eindringlichkeit das bloße, verwerflichste Treiben von Menschen, Dinge, die weder geschrieben, gemalt werden sollen, Bilder, welche in sich zerstören und die Sehnsucht und Hoffnung nach einem Richtenden, einem Erlösenden keimen lassen. Selig die, welche ganz unbedarft ihr "kleines" Leben leben. Den Schauder zu erfahren "Das bist Du" bleibt ihnen (noch) erspart. Es ist der im Menschen gefallene Gott, der als verzweifelter Dämon letztlich darauf wartet, bis seine Geschwister ihm aus den Bann der materiellen Lust, aus dem Fall in die Materie helfen..... .... eine Materie, welche schmerzliche Grundlage für den Gott im Individuum ......

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    1. Lieber Ernst, ich bin überzeugt, dass das ein Schwellenerlebnis ist, das den rechten Realismus lehrt, wenn man es nicht nach außen stülpt und an Anderen festmacht. Ich fand immer so eindringlich,so befremdlich und gefährlich, wie z.B. Albert Steffen in seinen Tagebüchern diese Zone betrat, aber verurteilend gegenüber einer verworfenen Menschheit, der er sich offenbar nicht als zugehörig empfand. Mir war da ganz klar, wieso er aus dieser Position des Ausgrenzens nicht mehr heraus kam. Er schob das von sich, wollte es nicht auf sich beziehen, und kam daher nie in das manichäische Fahrwasser, das die Gesellschaft nötig gehabt hätte, das sie zusammen gehalten hätte. Dieses Sich- Herauswinden, das Sich-Erheben treffe ich bis heute in diesen Strömungen an, und es ist immer ein Verfehlen, da man damit einem kollektiven luziferischen Impuls folgt: Die "Reinen" verfallen damit einer blendenden, aber separierenden und täuschenden Esoterik. Das "Das bist du" vollkommen anzunehmen ist der bodenständige, christliche Weg, der sicherlich schwer anzunehmen ist- aber alles andere hieße das Kreuz verleugnen.

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    2. Lieber Michael,
      herzlichen Dank für Deine Gedanken!

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    3. Lieber Ernst, ich gehe jetzt noch einen Schritt weiter und behaupte, dass diese kollektive Sehnsucht nach "Reinheit" gegenüber einer angeblich vermaterialisierten Zeitgenossenschaft einen kollektiven luziferischen Impuls nährt, der in Bezug auf Teile der Anthroposophenschaft lähmend gewirkt hat und wirkt. Daraus entspringen die hohlen Worte, die Phraseologie, die hohlen Worte, die exklusiven Selbstgefühle, die typisch anthroposophische Arroganz. Aber seit der Jahrtausendwende siedelt auf diesem Boden der Phrasen etwas Neues- eine Art Bewegung innerhalb des Stillstandes, die giftig ist. In Personen erfüllt sich der kollektive luziferische Impuls mit einem neuen Hellsehen, das durch und durch mit eben diesem Falschen verbunden ist, dem es entspringt. Die Phrasen erwachen gewissermaßen zum Leben, und erfüllen an vielen Orten Personen mit falschem, faszinierendem Glanz. Die Flötenspieler wissen selber davon nichts- sie sind ganz erfüllt davon. So entsteht ein personifiziertes Übel, das erkannt werden muss. Wer jetzt geistig träge bleibt, wird dem Übel verfallen. Es zerstört das, was durch Anthroposophie in die Welt getragen werden soll.

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    4. Der von Dir hereingestellte Impuls, Michael, mit Frau Garhart zeigt ja, was Du nun gedanklich formulierst. Durch den hereingestellten link Dritter, das Video mit ihr, wie sie auf dem Rasen geht, offenbart sich viel mehr, als die Worte, die sie spricht. Es ist ihr "hölzener" Gang, so als befände sie sich gar nicht auf der Erde, der auffällt. Dies nicht wertend, sondern als erstaunliches Phänomen ihrer Person zu erleben. - Nach meiner persönlichen Erfahrung, kann der Christus-Impuls, bzw. das was durch Rudolf Steiner umkreist, versucht worden ist, es kann nicht, durch nichts verhindert werden. Die Frage bleibt nur, wie kommt es zu uns, sind wir bereit, wie wird es sich mit der Menschheit verbinden. Das ist meine persönliche Sicherheit. Als ich dem vorsitzenden Richter am entscheiden Oberlandesgericht wegen Herrn Mollath schrieb und gezielt die Hintergründe der Entstehung meiner Rente erstmals öffentlich offenbarte, da zeigte sich im Anschluß die Aufregung, welche diese Bekanntgabe auf Höchster politischer Ebene verursachte. Es zeigten sich all die Ebenen, welche beteiligt sind, da Tausende von Menschen in Gefängnissen leben. All ihre Schicksale, ihre Dramen waren "gegenwärtig", all das Leid der Familienangehörigen, aber auch das Leid der politischen Führung. Drei Tage später war Herr M. frei. Meine Ehefrau und ich durften gemeinsam die Mysteriendramen Rudolf Steiners im Festsaal der Nürnberger Waldorfschule erleben. Was geschehen soll, kann nicht "zerstört" werden und beim Schreiben erinnere ich mich der Worte Steiners, am Ende geschieht doch, was die Götter planen, solch hingeworfene Worte Steiners sind wie Perlen in dem vielen Wissen das zugegebenermaßen Menschen erschlagen kann. Auch vor dem "träge" braucht es uns nicht bange werden, das wird uns durch die kommenden Ereignisse schon ausgetrieben werden.
      Gezielt hatte ich nach meiner "Rettung" im Katholischen Krankenhaus einem Mitarbeiter, der von sich aus gezielt ein Gespräch suchte, Hintergründe unserer Familie erzählt. Er stellte sich erst nach dem Gespräch als "Religionspädagoge" vor (angestellt im Krankenhaus). Er erkannte wohl die Bedeutung des Gespräches und bat eine Kopie der Traum-Vision mit den zwei Päpsten zu erhalten, von der ich ihm erzählt hatte, die demnächst veröffentlicht wird.
      Wenn auf der einen Seite Dein Satz: "Es zerstört das, was durch Anthroposophie in die Welt getragen werden soll." berechtigt ist, wirkt auf der anderen Seite etwas, was nie zerstört werden kann. Hier werden wir individuelle Sicherheiten als Erfahrung haben, die man/frau Dritten nicht schenken kann, wo wir aber untereinander doch uns gewollt oder ungewollt im persönlichen Ringen helfen. Als Herr Kurt Theodor Willmann mir einmal während eines persönlichen Treffens ganz unvermittelt sagte "Ihnen wird ein schöner Advent bereitet", da hat der Satz durch Jahrzehnte getragen, wiewohl ich jetzt dies mehr auf das Nachtodliche beziehe, denn meine Sehnsucht, meine wahren Freunde zu treffen ist ungestillt, bis heute.......

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    5. Ein wenig einstellen auf die Reise, die Wandlung ist ja nicht verkehrt. Nicht im Sinne des konkreten Kofferpackens, sondern Reiserouten anschauen, vorbereiten. Mit dem Älterwerden hat man auch eine wachsende Schar verstorbener Bezugspersonen um sich, die ein wenig zur Hand gehen möchten. Die Begleiter werden mehr. Das Alles macht es leichter.

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    6. Der Manichäer/Essäer gedanke in Bezug auf Steffen & Co. ist mir so noch nicht gekommen - aber er eröffnet mir neue Denkwege, denn er ist äußerst gehaltvoll.
      Man kann der Anthroposophie ja nicht vorwerfen, dass sie sich vornehm-essoterisch aus dem materiellen Geschehen heraushalte, denn mit ihren Kultureinrichtungen (Schulen, Medizin etc.) ergreift sie das physische Leben ja erfolgreich.
      Allerdings ist sie mit den Wegen, die durch die beiden Weltkriege eingeschlagen wurden wahrscheinlich wirklich mit Gegebenheiten konfrontiert, die zu Steiners Zeiten kaum zu ermessen waren. Seine düstersten Prognosen zu Zeiten, als gerade das Radio erfunden wurde, sind heute ja teilweise mehr als Realität.

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    7. Ich habe grössten Respekt vor konkreter Arbeit, Forschung und Arbeitskreisen, weltweiten Initiativen, philosophischen und kulturellen, archivarischen, publizierend tätigen Bemühungen. Es ging mir nur um ein ganz spezifisches, selbstbezügliches Problem.

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    8. "In Personen erfüllt sich der kollektive luziferische Impuls mit einem neuen Hellsehen..."

      Ansatzweise mag da ja durchaus etwas dran sein, nur wird gerade der obige Vorwurf seit Jahrzehnten (wenn nicht sogar seit Beginn der Anthroposophie) in exakt diesen Worten von den anthroposophischen Schriftgelehrten und Hütern der GA vehement verbreitet: Das "neue Hellsehen" ist mindestens äußerst verdächtigt, wenn nicht sogar (spätestens dann, wenn es von der Tradition der Texte etwas abweicht) zutiefst luziferisch. Interessanterweise haben die, die am meisten davor warnen, kaum eigene spirituelle Erfahrungen.

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    9. @".... kaum eigene spirituelle Erfahrungen."

      Ich habe tiefen Respekt im Umgang mit den von Michael sporadisch aufgetauchten persönlichen spirituellen Erlebnisse (was nichts mit Hellsehen zu tun hat). Das Mitlesen durch die Jahre - am Anfang schrieb Michael sehr selten - zeigt, hier schreibt Jemand, der Lebenserfahrung mit Menschen aufweist. Rudolf Steiner betonte, Anthroposophen sollen ihre spirituellen Erfahrungen austauschen. Leider fand dies nicht so recht statt. Zu sehr wurde gepredigt... .."im stillen Kämmerlein". Deshalb hatte ich bei info3 ca 2003 dies "aufgebrochen". - Bist Du "Rainer H." von damals?" Wenn ja, kann ich Michaels Verwunderung, die er formulierte, nachempfinden, wenn er Dich als Anhängerin von JvH jetzt findet. -

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    10. Nachtrag: wenn das Sehertum mit Fehlentwicklungen beklagt wird, kann "tröstend" auf die Katholische Kirche geblickt werden, wie dieser Beitrag zeigt, sie haben auch Probleme mit Seherinnen:

      http://kath.net/news/43801

      Es wäre tatsächlich zu untersuchen, ob die Bilder der Apokalypse letztlich Ursache für die Suche-(t) des Menschen ist. Eine solch große Verunsicherung durch die "Heilige Schrift", wiewohl Bilder wie "Neues Jerusalem", "Paradies", im Islam noch gekrönt durch "sieben Jungfrauen" einfach die Phantasie beflügeln (müssen) und so kommt Luzifer zu Hilfe.
      Da fällt mir beim Schreiben ein, in dem Buche "Brücke über den Strom" beschreibt "Sigwart", wie im sog. Jenseits die Sehnsucht genau umgekehrt lebt. "Dort" sehnen sich die Menschen auf die Erde zurück.
      Kann es sein, alle "Bilder" können eine Gefahr darstellen, was ja ganz zum Eingangstext wiederum passt.......

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    11. Hallo Ernst,

      das müsste man dann natürlich möglichst exakt differenzieren, was "sporadisch aufgetauchte persönliche spirituelle Erlebnisse" sein sollen.
      Ja, es stimmt, dass Rudolf Steiner davon sprach, dass man seine spirituellen Erfahrungen austauschen soll, es ist doch aber so, dass nicht nur Michael, sondern ein großer Teil der anthrop. Bewegung häufig vor dem "luziferischen" meint unbedingt warnen zu müssen. Nach meiner Beobachtung ist es eben ganz einfach so, dass diese Menschen bestenfalls "Lebenserfahrung mit Menschen" haben, aber mehr auch nicht.

      Ja, ich bin "Rainer H von damals" und schreibe ab sofort meinen vollständigen Namen (war ein bisschen Gewohnheit, das Kürzel). Ich habe mich intensiv mit den Texten von JvHalle in der letzten Zeit beschäftigt und bin dadurch mehr und mehr "Anhänger" von ihr geworden. Ihre Bücher haben für mich eine unglaubliche Tiefe und Klarheit und sind für mich in gewisser Weise auch ein Highlight der anthroposophischen Christologie.

      Man kann diese Bücher auch meditieren und dann darauf achten, was im Inneren passiert (Ich habe sie allerdings schon ca 2008 "verteidigt", in der Amazon-Rezension des Anti JvH-Buches von M.Mosmuller). Dass ich diese Frau und ihre Bücher als große pesönliche Bereicherung und als sehr, sehr wichtig für die anthrop. Bewegung erlebe, schliesst auch nicht aus, dass ich daneben "philosophische" Texte, Almaas oder R.Spira weiterhin schätze. Das ganze schwarz-weiß, pro oder contra Denken langweilt mich.

      "Brücke über den Strom" finde ich auch sehr beeindruckend, lese ich gelegentlich.

      Schöne Grüße, Rainer.

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    12. "Das ganze schwarz-weiß, pro oder contra Denken langweilt mich."

      Kann ich nur so wiederholen!

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    13. Danke Rainer für die Offenheit,
      habe damals bei Info3 dargestellt, wie "Dagmar" die Schwester von Sigwart ("Brücke über den Strom") in unser Schicksal unmittelbar eingriff, wesentlicher Teil des gesellschaftlichen Dramas wurde.

      Habe mir Gedanken gemacht, ob damals JvH von Berlin alles mitlas, all die Internas, welche ich bekannt gab, etwa mit K.Th.W. Dachte, er sei schon lange gestorben, aber er lebte noch, über hundert Jahre, als ich über ihn im Forum schrieb.... .
      Danke für Deine Sichtweise, wie Du zu JvH stehst.

      auch schöne Grüße
      Ernst

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    14. Lieber Rainer,

      lese bitte den Artikel:

      http://www.welt.de/vermischtes/article122316499/Fans-sollen-Rockstar-Babys-zum-Sex-gegeben-haben.html

      Habe jetzt erst davon erfahren. Ich erkenne den Mann, es sind die Dinge angedeutet, die "ICH" hautnah miterleben mußte, wie oben angedeutet.

      Du hast mich nicht "verletzt".

      Alles Gute weiterhin für Dich

      Ernst

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  4. "In Personen erfüllt sich der kollektive luziferische Impuls mit einem neuen Hellsehen, das durch und durch mit eben diesem Falschen verbunden ist, dem es entspringt."

    Lieber Michael,

    so wie ich es verstehe - so wie Du es hier anklingen lässt - hat es in meinen Augen zunächst einmal mit dem Auftauchen des "neuen!! Hellsehens" nichts zu tun, bzw. man sollte es, das Hellsehen, nicht vermischen bzw. zusammen-betrachten mit (dem) Unaufgearbeitetem in uns - wie z.B. dem Wunsch bis hin zur Such(t) nach Reinheit - im ursächlichen Denken darüber. Es ist zunächst einmal nichts weiter als ein (uns) erweiterndes Phänomen, in seiner uns erreichenden Energie wertfrei, so, wie das Licht selbst.

    Dem Hellsehen ist das nämlich ziemlich schnuppe, sprich einer/der transparenter werdenden dämpfenden Bewusstseinsschicht zwischen "mir" und dem auf mich zukommenden, mich umgebenden "Hellsehen". Es trifft halt auf seine ihm begegnende Realität, mal durch die Augen des neuen!! Hellsehens angeschaut, auf uns, es möchte mich begrüssen und etwas zeigen, mehr nicht. Will damit sagen, dass es KEIN schlechtes Hellsehen an sich gibt, sondern ein solches auf Menschen trifft und dann da auf die durch sie in ihnen sich angesammelten Filter und es sich dadurch in die vielfältigsten Schillereien auffächert. Man könnte auch von einer "neuen" erweiterten Subjektivität sprechen.

    Und weil dem so ist, das mit dem neuen!!! :-) Hellsehen (ich denke, es ist das gleiche wie schon immer auch, nur wir haben uns verändert) - die Sonne kommt da hinten hinter dem Horizont hervor und spendet Licht..., sickert durch unsere verdumpfenden Seelenschichten - kann es wirklich zu Zeiten der Morgenröte nur eines geben, uns gegenseitig zu erzählen, was und wie wir es wahrnehmen, was wir meinen wahr-zu-nehmen, schon allein deshalb, damit "Luzifer" und "Ahriman" erstmal dazu genötigt sind uns dabei zuzuschauen, wie wir selbst uns etwas erzählen, zu schildern uns bemühen, was NEU in uns hinzutritt, durch ein stärker werdendes Licht, STATT sogleich dies wiederum nach gewohnter Manier fest-machen zu wollen im Sinne von richtig und falsch. In diesem "Neuen" ist bereits enthalten eine reinigende Kraft, die wirkt, treten wir mit ihr ins Gespräch.

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    1. Erfrischende Gedanken an Michael, an uns.....

      Wir bewegen im Hintergrund, Dritte auch, was wir hier lesen.

      Zwischen "Hellsehen" und "Bilder" wahrnehmen gibt es vielleicht Unterschiede. Ich verstand das Hellsehen von Steiner als Erkenntisvorgang, also nicht "nur" etwa die Schilderung der Vorgänge um die "Dämonennägel". Das sind "Bildergeschichten", während Steiner immer versuchte das Erkennen im Zuhörer oder Zuleser zu fördern.
      Bei JvH ist ja - mir wurde ihr erstes Buch geschenkt - das Problem, ihr Impuls hat eigentlich mit Hellsehen, sogar mit dem Bildern nichts zu tun, sondern gründet sich auf den Anspruch, Christus selbst spricht durch sie als Person, als Judith von Halle den Leser an, das ist und bleibt menschlicher Wahn und muss so charakterisiert werden, alles anderes ist Lüge und Frau JvH sollte ihren Fehler öffentlich einsehen, erst dann ist sie ernst zu nehmen.
      Hier liegt die Crux und sozusagen das, was mit "Luzifer" bezeichnet wird. Aber halten wir uns mit solchen Begriffen zurück und erkennen, müssen erkennen, es liegt einfach menschlicher Wahn, menschliche Unkenntnis und menschlicher Machtanspruch auf subtilste Weise vor, so wie die Dame aus Amerika offen ihren Machtanspruch und ihre Manipulation über Menschen ausspricht, um nach Dornach zu pilgern.

      Meiner Ansicht nach sind die "Bilder" das Problem der Gegenwart, die überlieferten und auch die hellseherischen Bilder, die erst in uns Menschen zu einem Denken reifen können, das dann selbst die Götter noch nicht hatten, sogar ein Jesus Christus nicht. Das christliche Europa als Verständnis der Verkündigung, als Machtanspruch auf die Völker, so wie dies als UnDing dann im Dritten Reich zur Ausuferung führte, findet sein Ende, es entsteht auf religiösem Gebiete grundlegende Verwirrung, als Voraussetzung für menschliches Erkennen, in dem nicht mehr Erkennen Gottes gesucht wird, sondern die Gebote als umgewandelte Frucht innerer Freiheit zu neuem Handeln führen, im Sinne des Bemühens von Sri Aurobindo.
      Aurobindo lehnte Dualität als Erklärung für die Welt ab, obwohl der Mensch durchaus ringen, so kämpfen muß (nach Aurobindo).

      Es reiften heute morgen dank der vielen Ideen, Gedanken des blogs und eigener Vorgänge neue Gedanken, die erst noch gefasst werden wollen.
      Insofern ist Dein letzter Satz, lieber Manfred, ein Schritt die Dualität zu überwinden. Aber so wie klar der "Pastor" in den Philippinen nicht Jesus Christus ist und doch auch in ihm ein Göttliches waltet und wir uns nicht von der äußeren Botschaft blenden lassen dürfen, die nämlich sich nur aus der Angst vor dem Weltenuntergang speist, dürfen wir uns nicht von "Geschichten" blenden lassen. Sie dürfen sein, können erzählt werden, aber letzten Endes muß sich ein Geistiger Impuls im Alltag bewähren. Ob Keimeyer, Wibke Reinstein, Grombach usw.. es findet nur vorgeblich ein Gespräch statt. Es sind die eigenen Bilder, die "verkauft" werden. Ich muß leider der Analyse von Michael zustimmen und sie muß in der Schärfe ausfallen, weil im Hintergrund gesellschaftliches Chaos droht (als real wahrzunehmende Vorgänge) und Steiner die Anthroposophie als Heilmittel für die Menschheit... ... .

      Danke Manfred für Deine Worte, sie bilden einen neuen Klangraum....

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    2. Nachtrag:

      Um die Schärfe der Abgrenzung zu Judith von Halle in ihrem Wirken zur Welt zu verstehen:

      hörte kurz zuvor im DLF die Zeugenaussage einer "Zigeunerin" deren Zwillingsschwester kurz nach der Geburt in der Uni-Klinik Würzburg von vier Ärzten in NS-Uniformen aus dem Kreißsaal abgeholt wurde. Die Mutter mußte vorher unterschreiben, die Zwillinge dem Staat zu überantworten (dadurch wurde sie verschont, bzw. die Kinder nicht sofort getötet). Vier Wochen nach der Geburt wollte die Mutter ihre Zwillinge sehen, fand nur eine Tochter. Auf Drängen wurde sie von einer Schwester ins Bad geführt, dort lag das zweite Baby mit Kopfverband, tot.
      Sie fiel dem Wahn Mengeles zu Opfer, der mit Zwillingsforschung sein Unwesen trieb.
      Ich bin selbst Zwilling und habe vor Jahren auf Info3 ausführlich dargestellt wie durch meine Geistesart ich erleben mußte (durfte), im Körper eines ca 12-jährigen Mädchens, vor mir ein Arzt des Dritten Reiches. "ICH" wußte, gleich beginnen die medizinischen Experimente.

      Erst später erfuhr ich, es gab Kinder-KZ, es gab medizinische Experimente an Kinder.

      Das sind äußere Vorgänge.
      Das war der Hintergrund, für die Schärfe der Worte, die so auch nur ausfallen können,
      wir sind eben nicht in einem "Waldorfkindergarten", wir sollten erwachsen sein, doch vielleicht ja auch nur bei 28 Jahren stehen geblieben..... .

      Finde gleichzeitig dieses Buch:

      "Rudolf Steiner: Christus-Erkenntnis und Selbstlosigkeit - jenseits von Benedikt und Dan Brown"

      http://www.saz-aktuell.com/Magazin/Rudolf-Steiner-Christus-Erkenntnis-und-Selbstlosigkeit-jenseits-von-Benedikt-und-Dan-Brown-/27348.html

      Die "Selbstlosigkeit" bedingt, sich nicht mehr als "Anhänger" von Christus zu bekennen usw.,
      sondern zu handeln...... .

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    3. Lieber Ernst,

      ... ich meine keine "Geschichten" wenn ich davon spreche, dass wir mehr uns, UNS, austauschen sollten statt z.B. immer wieder neue links zu neuen Büchern. Und will man sich in der Annahme des "neuen Hellsehens" üben - uns bleibt auch gar nichts anderes übrig!! - sind die Erfahrungsbereiche in uns, das stille Vertrauen, das Wahrheitsgefühl, das wache Lauschen und Staunen statt der Neugier, unsere innere Stimme (aus/in) der Stille diejenigen Begleiter und Lehrer, um die es geht, wenn Zukunft möglichst heil und heilend sich gestalten soll. Man wird es dann schon merken und sehen, wie die "Geschichten" dort draussen vertrocknen und in sich zusammenfallen findet man die Quelle des Vertrauens in sich selbst. Von hier aus zu sprechen wird heilen, weil dann die Einheit spricht und nicht die Dualität.

      Ich denke die Furcht oder ein zu starkes Aufmerksammachen auf Gefahren werden/können hinderlicher sein beim Beschreiten der neuen Wege, denn mehr oder minder ahnungslos gemachte "Fehler", die waren zumindest un-mittelbar uns nahe dann und persönlicher erfahrbar als angenommene Weisungen, die in Form mitzutragender "Schutzhüllen" von uns geschleppt werden müssen.

      "Werdet wie die Kindlein", ich halte dies für den mächtigsten Satz, beginnt er in uns zu wirken wird auf jeden Fall!! weniger "schief" laufen als ohne ihn.

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    4. Tut mir leid, Manfred, dass ich so orthodox in dieser Hinsicht denke, aber ich denke schon, dass es schlechtes weil unzeitgemäßes Hellsehertum gibt. Ich kenne die astralen Zungen von Hellsehern, Magiern, Machtmenschen, die von unten her die Schwächen und Angriffspunkte von Menschen abschmecken können. Das ist eine Form von Missbrauch. Sie merken es, wenn man ihnen auf die Finger haut. Ich kannte eine alte Anthroposophin, die das im Griff hatte (die andere Menschen durch Handauflegen z.B. in den Schlaf schicken konnte), aber auch junge Osho- Anhängerinnen, die bis zum Tantra gehen wollten, um Jünger zu rekrutieren. Ich stehe auf meiner Autonomie, aber respektiere auch die Anderer. Deshalb würde ich solche Methoden nicht verwenden. Man muss einfach auch sehen, was sich wie tarnt.

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    6. @""Werdet wie die Kindlein", ich halte dies für den mächtigsten Satz, beginnt er in uns zu wirken wird auf jeden Fall!! weniger "schief" laufen als ohne ihn."

      Rudolf sprach es konkret aus, wir können die Geschichten von Jesus Christus vielfach nicht mehr verstehen, deswegen der Impuls der Geisteswissenschaft. So wird die "Geschichte" mit dem Schlag auf die Wange falsch verstanden. Erst die geisteswissenschaftliche Erklärung erschließt den Sinn. Ohne Geisteswissenschaft entsteht sogar eine verkehrte Mystik, wenn solche Sätze von Jesus Christus meditiert werden. - Warum soll der Satz mit den "Kindlein" "mächtig" sein. Ohne tiefere Erklärung degradiert er letztlich den Menschen auf die Anschauung, was wir unter "Kindlein" (schon das Wort ist verkehrt, das "lein" passt nicht) verstehen: unmündige Kinder, die dem "Papa" (in Rom gehorsam sind). Ich verstand den Satz erst durch Rudolf Steiner: Kinder haben noch ein Einheitsbewußtsein, das ist gemeint. Dieses Einheitsbewußtsein geht aber meist mit der "Erinnerung" verloren, es ist ein Bewußtsein "vor" der Erinnerung, wenn das Ich noch außerhalb des Körpers ist (eigene Erfahrung). -

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    7. Michael, das muss Dir ja nicht leid tun und tut es ja auch nicht :-), ich wollte dem "Deinen" nur eine gewisse Schwerpunktverlagerung zur Seite stellen, weil ich aus eigener Erfahrung weiss, dass einem vertieften Erleben und Erfahren zugleich auch ein solches zur Seite steht, die möglichen ins dunkelgrau abweichenden Praktiken und Motive zu durchschauen, wenn sie sich einem nähern und in meinen Gefilden ihre verführerischen, stehlenden und Bewusstsein umgehenden Taten vollziehen wollen. Das Hellsehen an sich ist wertfrei und das sogenannte "neue" eigentlich erst recht, auch wenn das jetzt paradox klingt, weil es auf eine weiterentwickelte oder besser entfaltete(?) Seinsebene in uns Menschen trifft, heute.

      Das "neue Hellsehen" wird uns in Licht ertränken, wenn wir ihm zu entfliehen suchen, deshalb sollte es positiv angegangen, dargestellt werden und AUCH, weil es, das Licht, das uns heller wird sehen lassen, neutral ist, ABER der jeweilige Mensch halt nicht ! Also nicht das Hellsehen an sich als irgendwie etwas Beängstigendes darstellen, sondern die erweiterten Handlungsmöglichkeiten durch es und die sind IMMER am Menschen haftend, bzw. durch ihn impulsiert.

      Im Denken sollte zuallererst stehen der lichtbringende und wertfreie Aspekt ihn dahingehend zu überprüfen wie sich das Licht verändert, wenn ich es impulsiere durch meine Intentionen, dies auch dahingehend auf solche, die mir entgegengebracht werden. Im Licht geht halt alles besser, sowohl als auch.

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    8. @Rainer Herzog

      danke für den Hinweis des Buches, die website ist so aufgemacht, als sei das der Titel, habe nicht weiter recherchiert, die Beschreibung des Buches als Information, wie "Rudolf Steiner" mal nicht verrissen wird.....

      Übrigens habe ich die psychiatrische Ferndiagnose, erstellt an zwei Briefen an das Amtsgericht dem Vorstand in Dornach zugeschickt. Denn klipp und klar wird "Anthroposophie" genannt, die wie eine Religion vom "Wahn", "wahnhafte Stimmung" geprägt sei, "im Sinne einer Religion".
      Klar ist doch, wenn der Sohn mit dem Vater im Himmel spricht, dann gilt dies in der Psychiatrie als Geisteskrankheit, nur ist dieser "Wahn" allgemeines Kulturgut und damit akzeptiert. Rudolf Steiner warnte davor, wenn Jesus Christus erst einmal mit der Psychiatrie untersucht wird, die Bibel, so wie es dann mit seinem Werk geschah, wenn also alles religiöse Erleben, Denken als "Schizophrenie" gebrandmarkt wird, wie unlängst dier große Aufruf von Doktoren und Professoren gegen die Verwendung von Waldorfpädagogik als Versuch einer staatlichen Schule in Hamburg, dann hat "Materialismus" gesiegt, deswegen können wir froh sein, wenn es noch einige W-Ahn-Sinnige gibt. Ich kann mir vorstellen, trotz allem lacht Judith von Halle nur, auch über ihre "Dämonennägel", weil Christen so leicht zu erschrecken sind:

      http://www.gwup.org/infos/veranstaltungen/veranstaltungsarchiv/1230-gegen-die-geplante-staatliche-waldorfschule-in-hamburg

      "Wahn" ist nicht psychiatrisch verwendet worden.
      Vielleicht eine Klarstellung, es machte mir nie etwas aus, wenn Psychiater ohne Untersuchung (bei mir) Diagnosen erstellten, oder wenn in einem Ferngutachten ein staatlichre Psychiater bescheinigt, Herr Seler erklärt seine Hellsichtigkeit im Sinne Rudolf Steiners. Das Problem ist die Willkür der Richter, so wie dies ja eklatant nun im Fall Mollath durch den Anwalt Herrn Strate aufgeführt wird und dies nun politische Folgen in der Gesetzgebung hat.
      Im Wahn, ist ja der Ahn. Der Wahn ist also etwas, wo die betroffene Person durchaus "echt" ist, jedoch "in sich kreist". Vielleicht hast Du ja bemerkt, ich ging bie JvH noch viel weiter, nicht als Diagnose, sondern als Wahrnehmung, warum sie die Stigmata hat. Dies ist eben ein Krankheitsprozeß, ungeschminkt. Der "Mißbraucht" findet durch ihre Anhänger statt und sie lässt das Gewähren. Alleine der Punkt, der oben benannt, im Buche nachgewiesen steht, kann als Richtschnur dienen, wie Illusion sich verbreitet.

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    9. Lieber Ernst,

      sicherlich ist das Bewusstsein - allerdings bei mir nicht - von "Werdet wie die Kindlein" verschüttet und mir ist ebenso klar, wie das "lein" auf Dich wirken mag als auch ein womöglich sich päpstliches Unterordnen, was man aus diesem Satz herauslesen könnte.

      Weiterhin allerdings lautet er nicht "Bleibet wie die Kindlein", sondern Werdet !! und dann auch noch WIE! -- und eine Aussage die absolut IMMER unter welchen Bedingungen auch immer, immer nur in eine absolut richtige Richtung führt, ist mir leider nicht bekannt. Und, Ich, gehöre nicht zu den Menschen, die zu lernen versuchen, also wirklich lernen, an den Verfehlungen oder Verfehlungsmöglichkeiten der Menschen, zumindest dann, wenn wir uns esoterischen Bereichen nähern. Wenn man will, ist dieser Ausspruch seeehr aufschlussreich.

      Und ob das Ich jetzt bei uns Verwachsenen wirklich im Körper steckt, wage ich doch zu bezweifeln, das ist (m)eine Erfahrung. Meine Innerlichkeit wäre, so glaube ich, nicht auf diese Art erfahrbar wie ich sie erlebe, steckte der Wahrnehmende wirklich im Körper.

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    10. Lieber Manfred,

      das "lein" stammt sicherlich nicht von Christus, sondern entstand durch Übersetzung. Insofern weist dies auf die Problematik im Umgang mit überlieferten Aussagen von Christus hin. Es zeigt aber auch wie dieser überlieferte Ausspruch sich falsch in unser Kulturgut einprägte, verwendet wird. Das "lein" entstand bereits durch ein falsches Verstehen, bzw. in der Gegenwart muß Unverständnis entstehen. Du kennst sicherlich auch die Frage, was Christus eigentlich als Letztes am Kreuz gesagt hat, da lag ein Übersetzungsfehler vor, nach Steiner: vereinfacht, Christus sagte, Herr, wie hast Du mich erhöhet, daraus wurde in der Falschübersetzung: Herr, warum hast Du mich verlassen.
      Dies wird jeden Karfreitag von den Kanzeln so falsch gepredigt, so als hätte sich Christus so wie wir gottverlassen gefühlt. Christus wurde so seines kosmischen Wesens beraubt, das war ja Steiners innigstes Bemühen, den kosmischen Christus der Menschheit zu retten.....

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    11. ... da stimme ich Dir natürlich zu, Ernst - -

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  5. ein lesenswerter Beitrag, der abschließend als Anregung dienen kann:

    http://www.themen-der-zeit.de/content/Anspruch_und_Wirklichkeit.1784.0.html

    E.S.

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