Eine Huldigung an Massimo Scaligero

Trailer Italiano English from PIERO CAMMERINESI on Vimeo.

Piero Cammerinesi ist in einem Projekt - "Oltre" bemüht, Geld für einen Dokumentarfilm über seinen Meister Massimo Scaligero zu sammeln- oder, wie es Mark Willan ausdrückte: "Here are a couple of words about a project I hold very dear.
It is OLTRE (BEYOND), a documentary on the life and work of MASSIMO SCALIGERO, being set up by my friend Piero Cammerinesi, and which has been on the back burner for years, and for which filming is due to start very soon directed by Davide Cincis.
OLTRE (BEYOND) is a non-profit project, intended for distribution free of charge.
Neither I nor Piero shall take one single cent from what we are collecting for this work, which is totally devoted to the being that was Massimo; however, to cover costs, we need to find funding for travel, the crew, subtitling (subtitles will be in English to ensure international distribution), post-production, etc."

Man kann schon im oben verlinkten Trailer den Interviewer Piero Cammerinesi durch Orte des Lebens von Scaligero stapfen sehen und andächtig den Gesprächen mit Schülern, Geliebten und Verwandten Scaligeros lauschen, die tatsächlich von dem "Asketen" und "Engel" auf geradezu peinlich devote Art und Weise - teilweise unter Tränen der Rührung- sprechen. Man darf wohl davon ausgehen, dass dieses Projekt der anthroposophischen Heiligendarstellung dienen und mit einer Dokumentation wenig zu tun haben wird. Das ist um so bedauerlicher, weil in den anspruchsvollen, wenig übersetzten und gelesenen Texten Scaligeros eigentlich nach 1945 Substanzielles zu entdecken ist. Ausgeblendet hat Scaligero selbst - von seinen Anhängern wie Cammerinesi zu schweigen- seine zutiefst menschenverachtende, rein faschistische Publikationstätigkeit davor. Die asketische, edle, vergeistigte Selbstinszenierung Scaligeros nach 1945 sollte wohl den denkbar größten Abstand zu seiner faschistischen ersten Lebenshälfte schaffen, die durch die tiefe Freundschaft und Schülerschaft zum faschistischen Magier Julius Evola geprägt war- Evola, der bis heute Guru der Neuen Rechten nicht nur in Europa ist, sondern seit Jahren aufs neue als Kultfigur von Alexander Dugin, dem Chefstrategen des Kreml, promotet wird.
Unwahrscheinlich, dass diese überaus bedenklichen Spuren in Cammerinesis Projekt aufgegriffen werden. Daher schreibt auch Peter Staudenmaier dazu aktuell in Waldorfcritics

"Anybody who has paid minimal attention to public discussion of anthroposophy over the past decade or so is familiar with the ignominious figure of Massimo Scaligero and his activities during the Fascist era. Anybody, that is, except for Scaligero's fans. One of them, a fellow named Piero Cammerinesi, is now raising money to make a film celebrating the "Master" Scaligero and his "high moral behaviour." Unlike so many other anthroposophist celebrations of racism, this is not just a matter of historical ignorance; Cammerinesi likes to brag about his "weekly private meetings" with Scaligero in the 1970s, when the "Master" was a venerated elder of the Italian extreme right. 

Scaligero wasn't some minor Fascist. He was one of the most voluble racist propagandists in Mussolini's entourage, publishing dozens and dozens of virulently antisemitic screeds in the Fascist press from 1938 onward. He was especially effusive in his praise for Nazism during World War II. Scaligero applauded Nazi Germany's "determined racist campaign" and eagerly endorsed Hitler's call for a "united Aryan front against Jewry." He held that Fascist Italy and Nazi Germany represented the heroic Aryan resistance against the Elders of Zion and their occult machinations. 

According to Scaligero, Freemasonry, Bolshevism, England, and the United States were all pawns in "the secret Jewish plan" for world domination. He continued to promote an "uncompromising battle against Jewry" up until the very end of the Fascist regime. Scaligero demanded nothing less than "the elimination of the Jewish virus" from the world, invoking Steiner in support of his call for a "total racism" that would get rid of the Jews once and for all. 

None of this material is difficult to find. Anybody interested can easily look up hundreds of examples right here on this list. Only Scaligero's followers seem somehow unable to locate any of it. Thus they continue to celebrate one of the major exponents of the most extreme form of Fascist racism. 

For anyone out there who views Steiner and anthroposophy sympathetically and wants to see anthroposophists contribute to spiritual renewal and a better world, this should set off very loud alarm bells. Now would be a good time to heed the warning signs and do something about them."

Das typisch anthroposophische Veredeln, Idealisieren und Verniedlichen der Abgründe führt eben direkt in eben den Abgrund, der vermieden werden soll. Verlogenheit und Sentimentalität sind keine Mittel, das Substanzielle, das man durchaus in den Schriften Scaligeros auch finden kann, für die Öffentlichkeit kritisch zu bearbeiten. Stattdessen wird ein Kult betrieben, der das verbliebene Ansehen Scaligeros ins Zwielicht rückt- so zumindest der Eindruck nach Betrachten des Film- Trailers. 

Kommentare

  1. Ich erinnere mich noch mit Vergnügen an das in der edition tertium erschienene Traktat über das Licht, mit einem völlig überspannten Nachwort von Karen Swassjan.

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    1. Stimmt, das Nachwort von Swassjan passte zudem eigentlich nicht einmal richtig zu dem Buch von Scaligero (hat KS eventuell u.a. geschrieben, weil er mit den Herausgebern und dem Übersetzer längere Zeit befreundet gewesen war, bzw. zusammengearbeitet hat).

      Scaligeros Bücher habe ich gerne gelesen, irgendwann ging mir dieses ganze "reine Denken, lebende Denken, sinnlichkeitsfreie Denken, denkende (!) Denken" bei ihm etwas auf die Nerven.

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    2. Lieber Rainer, ich habe von Scaligero auch gelesen, was in deutscher Übersetzung zu haben war, und mein Eindruck ist ähnlich: er regt tatsächlich in einem meditativen Sinn an, verbleibt aber letztlich wie in einem luftleeren Raum, in einem eigenen Kosmos. Er etabliert zB in seinen Betrachtungen zum Eros etwas Luftleeres, was ich mir nicht anders erklären kann als angeschnitten vom Faktischen- edel und widerspruchsfrei. Das hat etwas von Heideggerscher Sprache- einer Sprache, von der wir aufgrund der inzwischen publizierten Tagebücher wissen, dass der zugrunde liegende Antisemitismus verschleiert werden sollte. Das Gift ist impliziert.

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    3. Ja, sehe ich ähnlich, die Kritik an "Dell amore immortale" - eine Freundin von mir bemerkte einmal etwas konsterniert, dass in dem 350 Seiten Buch über die Liebe nicht einmal das Thema "Beziehung zwischen Mann und Frau" direkt und klar angesprochen wird.

      Was mich auch immer etwas geärgert hat: Endlos lange (wenn auch, wie ich finde, sowie sprachlich als auch poetisch brilliante) Darstellungen über das lebende Denken, den Ich-haften Denkwillen und dann, endlich, endlich ein Kapitel über das Fühlen. Erster Satz: "Die Kunst zu fühlen, ist die Kunst, das Fühlen auszulöschen". Na toll.

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  2. Auch ich habe versucht, Scaligero zu lesen, aber ich kam nicht weit. Seine Art zu schreiben erweckte in mir zunächst Widerspruchsgeist und dann, seltsamerweise, mehr und mehr Aggressionen – obwohl das Thema „Raum und Zeit“ war, also eigentlich nichts „Giftiges“, fühlte ich mich schon nach wenigen Seiten nicht angeregt, sondern verärgert.

    Nun ist es aber mit Übersetzungen immer so eine Sache. Ich bin sicher, Georg Friedrich Schulz hat sein Bestes getan — aber Texte, die über reine Information hinausgehen, sind nur schwer wirklich übersetzbar.
    Wenn mein Italienisch dem gewachsen gewesen wäre, hätte ich versucht, Scaligero im Original zu lesen, und wäre vielleicht zu einem anderen Ergebnis gekommen. Dem war aber leider nicht so.

    Jedenfalls finde ich, bei der Beurteilung von Scaligeros in deutscher Sprache erschienenen Texten sollte man im Bewußtsein behalten, daß es sich dabei um Übersetzungen handelt.

    Wir haben hier ja immer wieder mal über Scaligero gesprochen – vor fast drei Jahren meldete sich auch Piero Cammerinesi zu Wort, wie er sagte: to rectify false informations. Hier der link zu seinem damaligen Kommentar.

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    1. Der Übersetzer, G.F.Schulz, hat m.E. eine ausgezeichnete Arbeit geleistet. Ich kannte ihn, er äußerte mir gegenüber in Gesprächen, dass man solche Texte grundsätzlich nur übersetzen kann, wenn man mindestens ansatzweise eine ähnliche Erfahrung wie der Autor hat.

      Auch Kühlewind, ein Schüler von MS und Kenner der ital. Sprache, hat die Übersetzung durchgängig gelobt (Und nebenbei noch einen englischen Freund, Eric Bispocci, ermuntert, MS ins englische zu übersetzen).

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    2. Hallo Ingrid,

      Many thanks for reminding us of Piero's "apologia" statement that he made here on Egoisten in late September 2013. I also note that you went to the trouble of translating his entire statement into German which you posted on October 1, 2013.

      (I further note that Piero never thanked you publicly for your translation. But given Piero's arrogance, petulance and raging narcissism that underlies his statement, I am not surprised at all.)

      In any event, 4 months after your translation, Peter Staudenmaier referenced Piero's original statement and reproduced it in this WC posting dated February 1, 2014

      https://groups.yahoo.com/neo/groups/waldorf-critics/conversations/messages/27593

      But now I would like to copy a few of Peter's translations into English of Scaligero's writings when he was writing for Mussolini between 1938 and 1943

      -------------

      Invoking anthroposophist teachings, Scaligero called for integrating biological and spiritual forms of racism into a "comprehensive racism"

      (Massimo Scaligero, "Per un razzismo integrale" La Vita Italiana, May 1942, 428-34).

      -------

      This synthesis of biological and spiritual racism would produce a "true and complete racism." In Scaligero's words:

      "The synthesis of spirit and life is the profound characteristic of the Aryan race: to revive the world of the senses with spiritual forces, and attain the spiritual worlds through experience of the sensible world -- this is the universal law for Aryan man and this has always been the foundation of the great civilizations. Wherever these contrary conceptions are in conflict, after the coming of Christ, it is possible to identify the opposition of the Aryan spirit to the Jewish spirit."

      (Massimo Scaligero, "Razzismo spirituale e razzismo biologico" La Vita Italiana, July 1941, 36-41, quote on 37)

      -----------

      The solution, for Scaligero, was "to eliminate the age-old Jewish error from the world." Anthroposophy was central to this task: "the ideal Aryan human being," in Scaligero's view, "takes on a definite doctrinal form in the work of Rudolf Steiner, who recognizes in the two one-sided experiences of the human soul the two principal powers that obstruct the evolution and the spiritual development of man and that assume symbolic form in the figures of Ahriman and Lucifer. The most complete racist synthesis is therefore provided by the conception of three entities which constitute the human being: spirit, soul, body." (ibid.)

      -----------

      In the lead article for La Difesa della Razza in August 1942 Scaligero proclaimed that the "essential objective of racist doctrine" must include not only "eugenic regulations," "purification," and racial "selection," but also the promotion of "racist consciousness" so that "people do not merely welcome the results of the racist campaign passively, but become conscious collaborators in this campaign."

      (Massimo Scaligero, "Coscienza del sangue" La Difesa della Razza August 20, 1942, 4-6)

      ------------
      According to Scaligero, World War II represented the heroic Aryan resistance of Fascist Italy and Nazi Germany against the nefarious machinations of the Elders of Zion. Freemasonry, Bolshevism, England, and the United States were all pawns in "the secret Jewish plan" for world domination, and had thus sided with the Jews in "the occult struggle of the Elders of Zion" against the brave Nazis and their Fascist allies. Scaligero insisted that the Jews have caused "the worst evils of modern man," above all materialism, intellectualism, and internationalism. The victory of Hitler and Mussolini, he declared, would finally bring an end to this Jewish perfidy.

      (Massimo Scaligero, "Il giudaismo contro Roma" in Alberto Luchini, ed., Gli ebrei hanno voluto la guerra, Rome 1942, 21-28)

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    3. @ Rainer:
      Mag sein --- allerdings erinnere ich mich an eine frühere Diskussion über Scaligero, in der jemand ein paar Zeilen des Originaltextes postete; und ich weiß noch gut, daß dieser Originaltext auf mich einen vollkommen anderen (poetischen) Eindruck machte als die Übersetzung.

      Damit will ich nicht etwa den Übersetzer kritisieren.
      Aber Texte, die über reine Information hinausgehen, lassen sich eben nicht ganz ohne Veränderung ihres Gehalts in eine andere Sprache transportieren.

      Owen Barfield (der selbst mehrere Bücher Rudolf Steiners ins Englische übersetzt hat) sagte dazu:
      »...anyone who has been to the trouble of learning a foreign language after the age at which he had reached a certain degree of aesthetic maturity, will know that aesthetic pleasure arises from the contemplation of quite ordinary expressions couched in a foreign idiom. It is important, then, to note that this is not, in so far as it is aesthetic, the pleasure of comparing different ways of saying the same thing, but the pleasure of realizing the slightly different thing that is said. For, outside the purest abstractions and technicalities, no two languages can ever say quite the same thing.«
      (Meine Übersetzung: »...jedermann, der sich in einem Alter, in dem er schon einen gewissen Grad an ästhetischer Reife erlangt hatte, die Mühe gemacht hat, eine Fremdsprache zu erlernen, wird um die ästhetische Freude wissen, die aufkommt, wenn man ganz gewöhnliche Begriffe betrachtet, die in ein fremdes Idiom gekleidet sind. Es ist nun wichtig, anzumerken, daß das nicht, insofern es ästhetisch ist, die Freude am Vergleich der unterschiedlichen Arten ist, dasselbe zu sagen, sondern die Freude, das ein bißchen andere, das hier gesagt wird, zu erkennen. Denn abgesehen von bloßen Abstraktionen und Formalitäten können keine zwei Sprachen jemals ganz dasselbe sagen.«)

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    4. @ Ingrid
      Stimmt, der subjektive Aspekt mindert aber m.E. nicht im geringsten die Freude oder den Erkenntnisgewinn an einem übersetzten Werk (Zumal die Alternative wäre, die entsprechende Sprache zu lernen).

      Jemand wie Luther hat sicher sehr viel "eigenes", willkürliches, usw. in seine Bibelübersetzung einfliessen lassen - in diesem Falle bereichert das wahrscheinlich den ursprünglichen Text.

      Heutzutage ist es sogar möglich, extrem schwer verständliche Autoren wie Celan oder Joyce zu übersetzen, da sind Steiner und Scaligero eher leichtere Aufgaben.

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    5. @ Rainer:
      »der subjektive Aspekt mindert aber m.E. nicht im geringsten die Freude oder den Erkenntnisgewinn an einem übersetzten Werk«
      Nun - bei mir war es offenbar doch so. Ich halte es im übrigen auch nicht für einen subjektiven Aspekt.

      Aber natürlich gönne ich jedem anderen seine Freude und seinen Erkenntnisgewinn.

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  3. Hallo Tom,

    »(I further note that Piero never thanked you publicly for your translation. But given Piero's arrogance, petulance and raging narcissism that underlies his statement, I am not surprised at all.)«
    Well, then you may be in for a surprise: he did thank me, under the nickname carpediem:
    https://egoistenblog.blogspot.com/2012/02/peter-staudenmaier-zu-ansgar-martins.html?showComment=1391196378843#c5326536756160799500

    As I have stated before, I am not a "fan" of Scaligero. On the contrary, I didn’t like at all what I read from him.

    Still: considering what Scaligero wrote between 1938 and 1943 — in what you call his "apologia" statement, Piero Cammerinesi doesn’t deny that at all. But he states that Massimo Scaligero wrote in 1978: »you can find what matters in my book, “La via della Volontà solare”: and everything else is by me disavowed.«

    That’s why Cammerinesi asked: »Is Paul the Apostle still a Christian’s enemy as before Damascus event he persecuted them?«
    I would very much like to know your answer to that question, Tom.

    Herzlich,
    Ingrid

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    1. Hello Ingrid,

      Thank you for pointing out Piero's acknowledgment of your translation. So I stand corrected. However, I notice that his acknowledgment was only 4 words “Danke viel Mal Ingrid!” and it was also 4 month late. Ein bisschen widerwillig?

      But I must say, Ingrid, that Piero's talent for Beschönigung is equally matched by your talent for Gutgläubigkeit. Why do you believe that everything Piero says about Scaligero is true? What if Scaligero himself is lying about his past, a Master of Beschönigung, who wants to go Oltre – Jenseits – Beyond because he wants to escape his past war crimes and deny them entirely?

      And for that reason, I will not answer your question about the Saul to Paul conversion metaphor until you read the following response that Peter Staudenmaier just made today concerning Piero's Apologia:

      ===================

      https://groups.yahoo.com/neo/groups/waldorf-critics/conversations/messages/31174


      This is a topic that often confounds anthroposophists outside of Italy, who are generally unaware of just how deeply immersed Italian anthroposophists have been in the Italian extreme right for decades now. Scaligero's followers, like Cammerinesi, depend on this sort of ignorance. In the midst of defending Scaligero's racist and antisemitic propaganda from the Fascist era, they paint a thoroughly fictitious portrait of their hero.

      For example, Cammerinesi claims that Scaligero "completely left behind politics" after the defeat of the Fascist regime in 1945. That is preposterous. Scaligero was one of the major figures in the post-war Italian far right, a luminary of the neo-fascist scene. So were his friends and fellow anthroposophists, such as Pio Filippani-Ronconi, Aniceto del Massa, and Enzo Erra. There are dozens of studies that examine their far-right activities in detail. Anybody interested in an overview in English can see here:

      https://groups.yahoo.com/neo/groups/waldorf-critics/conversations/messages/29034

      Cammerinesi also claims that Scaligero experienced a "Damascus" moment after 1945 and "disavowed – with great intellectual and moral honesty – what he had written during Fascism." This is utterly false. In his 1972 autobiography, Scaligero insisted that he still maintained "the ethical validity of the positions I held" in the Fascist era: Massimo Scaligero, Dallo Yoga alla Rosacroce (Rome: Perseo, 1972), 93. He then says quite explicitly that he holds the same views regarding race that he did in the Fascist period: "I still believe the same things about racism that I believed back then." (ibid., 96: "Quello che pensavo allora del razzismo, lo penso tuttora") None of that is surprising, of course, in light of Scaligero's prominent stature within the Italian extreme right for many years after 1945.

      In other words, Cammerinesi and his friends not only continue to celebrate the racist propaganda their hero promoted in support of Mussolini's dictatorship. They continue to endorse the violent antisemitism Scaligero espoused during the Fascist regime, along with his zealous commitment to Nazism, his fervent wish for "the elimination of the Jewish virus," and so forth. This was no idle wish, by the way; Scaligero's rhetoric had deadly consequences. Some of his fellow anthroposophists, like Ettore Martinoli, took a hands-on role in paving the way for the Holocaust in Italy. Thousands of Italian Jews were killed in the space of a few months.

      That is the baleful legacy that Scaligero's admirers still defend today, seven decades after the defeat of Fascism and Nazism. Every anthroposophist with an ounce of sense ought to denounce unequivocally and unreservedly the drivel peddled by Cammerinesi and friends. Ignoring it won't make it go away. Greetings to all,

      Peter S.

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    2. Hi Tom.

      »However, I notice that his acknowledgment was only 4 words “Danke viel Mal Ingrid!” and it was also 4 month late. Ein bisschen widerwillig?«
      :-) If it really was widerwillig - why should he have done it at all? This is nonsense. Obviously, Piero Cammerinesi didn’t read my translation of his comment until 4 months later. By the way, I didn’t translate it in order to be thanked.

      »your talent for Gutgläubigkeit.«
      :-) Yes, I know I have a great talent for Gutgläubigkeit. I happen to regard Gutgläubigkeit a much better thing than Schlechtgläubigkeit.

      »Why do you believe that everything Piero says about Scaligero is true?«
      :-) Ah - when it comes to believing, I could equally ask you why you believe that everything Peter Staudenmaier says about Scaligero is true. (I say I could ask that - but I won’t.)

      By the way - I didn’t say that I believe everything P.C. says about Scaligero.
      Still, I have no reason to doubt that Scaligero indeed wrote this in a letter to a friend.

      I won’t make it my job to defend Massimo Scaligero – as I have already said, I didn’t like what I read by him.
      I just wanted to mention here in this thread what P.C. said about Scaligero’s Damascus and disavowing, about his helping two Jews to get out of the country during the war, and about the very different political views of the guys who gathered round him in the 70s and 80s »All next to each other without any problem«.

      Good night!
      Ingrid

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  4. Hallo Michael and Ingrid,

    Here is Peter Staudenmaier's documentation of Scaligero's --- and other Italian Anthroposophists' -- activities AFTER 1945 as their support shifted from Mussolini to the post-war Italian Far-Right. Perhaps that shift is the real “Damascus experience” of Scaligero!

    https://groups.yahoo.com/neo/groups/waldorf-critics/conversations/messages/29034

    here is some more detail on the involvement of Massimo Scaligero and other Italian anthroposophists in the neo-fascist movement after 1945.

    Even after the defeat of Mussolini's regime, anthroposophists featured prominently in the Italian neo-fascist milieu as principal proponents of its esoteric current. Aside from Julius Evola, this influential segment of the extreme right included Aniceto Del Massa, a leading protagonist of the Movimento Sociale Italiano or MSI, the primary neo-fascist party in Italy for five decades. Del Massa served as an editor at the MSI newspaper until 1961. [1]

    Massimo Scaligero also contributed substantially to the development of the Italian far right during the post-war period, even while keeping a discreet distance from direct political participation. He was a revered mentor to the radical youth groups that formed the extreme right wing of the MSI, as well as the spectrum of underground factions further to the right of the party. Scaligero was instrumental in introducing esoteric viewpoints into militant sectors of the neo-fascist movement and profoundly shaped the longstanding interest in anthroposophy within Italian ultra-right circles. [2]

    Scaligero’s authority continued well after his death. In the twenty-first century his followers cast Steiner’s social threefolding proposals as “the resurrection of the fatherland,” a national alternative to the “colorless cosmopolitan fog” of “democratic-parliamentary” society. [3] Through the mediation of Scaligero, Steiner’s work had a significant impact on neo-fascist thought in Italy from 1945 onward. Pino Rauti (1926-2012), one of the more notorious leaders of the Italian extreme right, acknowledged Steiner’s influence. After the war Scaligero held conferences with Rauti and his comrades and recommended Evola’s works to them along with anthroposophist texts. Recalling discussions with fellow intransigent neo-fascists in the late 1940s, Rauti noted: “We were fascinated by anthroposophy and the ideas of Rudolf Steiner, whose major exponent in Rome was Scaligero.” [4] For many years Steiner remained an important point of reference for the post-war far right in Italy. [5]

    Anthroposophists Pio Filippani-Ronconi (1920-2010) and Enzo Erra (1926-2011), both friends of Scaligero, were members of the second esoteric generation in the neo-fascist scene. Filippani-Ronconi, an orientalist of aristocratic background, had been an officer in the Italian SS division during World War II and late in life was still defiantly proud of his service to Nazi Germany. Steiner was “especially cherished by the volunteers of the esoteric circle” within the Italian Waffen-SS.[6] Filippani-Ronconi claimed that the symbol of the Italian SS legion, consisting of three crossed arrows, was inspired by anthroposophy and based on motifs from Steiner’s work. [7] Uniting martial and spiritual ideals in a pose both heroic and stoic, Filippani-Ronconi exemplified a soldierly style of esoteric commitment. At the age of fifteen he was leader of a Fascist youth squad, and later served as a minor official in the RSI (the so-called Republic of Salo). [8] He met Scaligero in 1946. After the war he collaborated with Giovanni Colazza and wrote introductions to several of Scaligero’s works. In his last years he was considered “a grand old man of neofascism.” [9]

    [end of Part 1----- Part 2 follows below]

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    1. [Part 2 --- continued from above Part 1}

      Filippani-Ronconi’s colleague Enzo Erra fought for the RSI as a teenager and met Scaligero just after the end of the war. He became an early activist in the MSI, working closely with Rauti, and disseminated the ideas of Evola and Scaligero within the far right. Erra was the leader of a tendency calling itself “the children of the sun,” a group of young neo-fascists seeking a synthesis of spirituality and political militance. The periodicals he edited were an inspiration for right-wing ideologists, featuring articles by Scaligero on modern esoteric thought alongside
      Mussolini’s declarations of Fascist doctrine. [10]

      Throughout his political career Erra took an uncompromising stance, calling on the inheritors of Fascism not to give in to democracy and the corruptions of the modern world. [11] He regarded Steiner and Scaligero as the “two Masters” of the era and promoted their works across half a century. Erra provided introductions and commentaries to Steiner’s publications in Italian translation, and held that Steiner as well as “Evola, Scaligero, and other occultists” were motivated by the need to confront “the total aversion of the contemporary world against any contact with the spirit.” [12] Both a public advocate of anthroposophy and a highly visible campaigner for the extreme right, he remained dedicated to Steiner to the end. [13]

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    2. ".......Denn abgesehen von bloßen Abstraktionen und Formalitäten können keine zwei Sprachen jemals ganz dasselbe sagen....."

      Weil die Sprache Ausdruck des Empfindens ist, und zwar einzelne Menschen verschiedener Herkunft gleich oder ähnlich empfinden können, aber doch niemals ein ganzes Volk oder eine Gruppe von Menschen mit eigener unverwechselbarer und nicht wegzuleugnender Identität, nicht annähernd gleich oder auch nur ähnlich empfinden kann. Wegen unterschiedlichem kulturell-geistig-historischem Werdegang.

      Ich weiß wovon ich spreche, und ich weiss auch, was für Nicht-Italiener natürlich nicht nachvollziehbar ist und deswegen auch unverständlich, dass es in Italien bis heute, auch in den Augen von Antifaschisten keine Schande ist, zur Zeit des Faschismus Faschist gewesen zu sein.

      Der Antifaschist und Anthroposoph Marco Spaini beispielsweise, welcher beim Tod Mussolinis sagte, "man hat die Seele des italienischen Volkes umgebracht", wirft ein bezeichnendes Licht, auf die Unterschiede im durch die Volksseele beeinflussten unterschiedlichen Empfindens und Sprechens.

      siehe in "Wenn der Duce Steiner gelesen hätte" von Luigi Capano:
      https://books.google.de/books?id=3pgrCbVilI8C&pg=PA107&lpg=PA107&dq=%22Luigi+Capano%22&source=bl&ots=dT_ZzNBmXP&sig=lHGfTAFE7P5ASrGhn4bp3GUycWI&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjL7LiCwKXPAhVKSRoKHV4ZDlEQ6AEIUjAL#v=onepage&q=%22Luigi%20Capano%22&f=false

      Es ist bedauerlich, dass diese endlose Kette von "guilt by association" - Konstrukten, oder weil seine Freunde oder Freunde der Freunde angeblich Rechtsextremisten waren, immer wieder hervorgekramt wird um, Scaligero in höchstem Masse Unrecht tuend,und weil ihn instrumentalisierend der Anthroposophie selbst damit immer wieder angebliche und vollends aus der Luft gegriffene Rechtstendenzen unterstellt werden.
      Das ist Teil eines Kampfes gegen die Anthroposophie, unter dem Deckmantel der Anthroposophie.

      Abgesehen vom Unrecht, dass mit derlei Behauptungsketten wie sie oben aufgestellt werden Scaligero zugefügt wird, wenn man ihn des Hervorbringens von im O-Ton "rechtsextremem" oder "menschenverachtenden" Gedankengutes beschuldigt, wo doch allen klar sein dürfte, die sich auch nur oberflächlich mit Scaligero befasst haben, dass er niemals hasserfüllt gegen Rassen oder Gruppen von Menschen schrieb, sondern nur Auseinandersetzungen auf geistigen Gebieten führte, bzw. bezogen auf gewisse Arten des Denkens.
      Diese nicht endenwollende Denigration eines Scaligero ist einfach nur verabscheuungswürdig! Man versucht einen Scaligero zu instrumentalisieren und damit nicht nur seinen möglichen Einfluss auf das damalige Geistesleben ins schiefe Licht zu rücken, sondern Seitenhiebe auf die Anthroposophie selbst loszulassen, immer schön getarnt als schlüssige Beweiskette.

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    3. Hallo Rudolf!

      Du hast recht! In jeder Sprache bellen Hunde anders.
      Aber in deinem Falle bellen getroffene Hunde.

      Hollywood Tomfortas

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    4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    5. @ Tom Mellett

      Ja. Getroffene Hunde bellen:
      Manchmal ist es halt doch ein eher sehr klägliches Jaulen!
      (…die Volksseele weint, man hat die Seele des Volkes umgebracht…)

      Mein Kommentar ist immer wieder am falschen Ort gelandet. Deshalb die Entfernungen.

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    6. Hi Tom,

      Ja, vermutlich weil selbst Hunde eine Seele und individuelles Empfinden ihr eigen nennen, im Gegensatz zu gewissen Menschen, die im Namen zwar der Anthroposophie aber mit den immerwiederkehrenden, sinnentleerten, langweiligen pseudowissenschaftlichen "Beweisführungen" andere Meinungen, Standpunkte und Sichtweisen sowie wesentliche Grundpfeiler der Anthroposophie selbst versuchen ins Lächerliche zu ziehen.

      Das nennen die dann Demokratie, Fortschritt, Moderne, Internationalismus und und und......und kommen sich noch ungeheuer schlau dabei vor!

      @ bobby,
      Es stimmt mich positiv, dass du selbst erkennst wie "deine Kommentare so oft am falschen Ort landen".

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    7. Getroffene Hunde bellen:

      Franz Schubert, Winterreise. Im Dorfe:

      Es bellen die Hunde, es rasseln die Ketten;
      Es schlafen die Menschen in ihren Betten,
      Träumen sich manches, was sie nicht haben,
      Tun sich im Guten und Argen erlaben;

      Und morgen früh ist alles zerflossen.
      Je nun, sie haben ihr Teil genossen
      Und hoffen, was sie noch übrig ließen,
      Doch wieder zu finden auf ihren Kissen.

      Bellt mich nur fort, ihr wachen Hunde,
      Laßt mich nicht ruh'n in der Schlummerstunde !
      Ich bin zu Ende mit allen Träumen.
      Was will ich unter den Schläfern säumen ?

      (Text Wilhelm Müller)

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    8. LOL, Bobby, how funny! You just made me realize that I have started a dog fight with Rudolf and a cat fight with Ingrid. And such behaviour expresses the karma of my particular anthroposophical stream, which I call: The Anthroposophy Fight Club, a tributary stream (Zufluss) of Neo-Manichaeism that traces its origin back to Heraclitus. Therefore, I am neither a Platonist nor an Aristotelian, but rather a true Heraclitian.

      Here is the main mantra of the Anthroposophy Fight Club:

      “Krieg ist aller Dinge Vater, aller Dinge König. Die einen macht er zu Göttern, die anderen zu Menschen, die einen zu Sklaven, die anderen zu Freien.” -- Heraklit

      Here is our cheer (Beifall) in honor of our favorite book by Rudolf Steiner:
      Es lebe Nietzsche! Den Kämpfer gegen seine Zeit!

      And our daily meditation for the Christ-Impulse:
      “Nicht ich, sondern Nietzsche in mir.”

      And dearest Ingrid, I give you this old webpage from 1998 so you will better understand me and my anthroposophical stream:
      http://steiner98.tripod.com

      Herzlich,

      The Right Irreverend Thomas E. Mellett

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    9. "The Dog and Cat Fight" by Thomas E. Mellett.
      Wie mag die Geschichte wohl ausgehen?

      Da muss ich aber unwillkürlich an "The Cat Concerto" mit Tom und Jerry denken…

      Ich werde mich demnächst mit Ihrem "karma of particular anthroposophical stream" beschäftigen. Wer weiß was daraus wird!


      Ernsthaft:

      Die Diskussion folge ich mit großem Interesse. Da ich mich in der Materie nicht gut auskenne, ich lese hier zum ersten Mal etwas über die Hintergründe zu Massimo Scaligero, möchte ich Vorsichtigkeit betrachten in der Urteilbildung über ihn.

      Allerdings erscheint die Sachlage nach Kenntnisnahme des von Peter Staudenmaier bis jetzt vorgelegten und sehr gut dokumentierten Materials vom 07.12.2014 ziemlich eindeutig und kann eigentlich nur zu einer Ablehnung Scaligeros Sichtweisen und Wirken führen, auch in seiner Lebensphase nach 1945. Da dürfte es nichts zu beschönigen geben.

      Folgendes würde ich in der Diskussion gerne miteinfließen lassen:

      Geistiger Rassismus und Antisemitismus werden häufig als weniger bösartig bewertet wie die physische, biologische Variante. Zum Beispiel: Das jüdische Denken soll überwunden werden. Eine solche Meinung wird häufig positiv vertreten, sozusagen als gutgemeinter Ratschlag zur Umerziehung des Weniger-Bewerteten.

      Dieses Missverständnis möchte ich entschieden entgegentreten, ich würde es sogar gerade gegenteilig sehen: Diskriminierung findet grundsätzlich ihr Ursprung im Geistesleben, sie ist immer das Produkt menschlichen Denkens. Gerade die Einstufung und Bewertung von Menschengruppen in höherwertig und weniger hochwertig auf Grund von geistigen Eigenschaften besonders ist bösartig da sie zu moralische Verurteilung, zu Überheblichkeit im Denken und zur angeblichen innerer Überlegenheit führt. Es geht dabei, feigerweise, immer um die anonyme Andersartigkeit von Gruppen, nie um Einzelpersönlichkeiten.

      Die physische, rassistische Einstufung im Denken würde ich als Folgeerscheinung sehen. Für entsprechend ideologisch verblendete Menschen, erscheint die Verurteilung, Verfolgung und letztendlich sogar die Vernichtung andersartigen und minderwertigen Gruppen dann ein notwendiger und folgerichtiger Schritt des Handelns zu sein.

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    10. @ Tom Mellett

      Hatte ich vergessen:

      https://vimeo.com/161359411

      Für diejenigen die es noch nicht kennen!

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    11. Hi Tom und bobby,

      Danke für eure netten Kommentare. Genau auf die war ich irgendwie neugierig, deswegen die kleine provozierende Falle von mir mit den Volksgeistern, Volksseelen, der Seele des italienischen Volkes usw...usw.... Und ihr fallt auch noch drauf rein, wie köstlich.....
      Aber danke jedenfalls, dass ihr euren wirklichen Geist so offen gezeigt habt.;-)..... Auch wenns natürlich eigentlich ja nur irgendwie "anthroposophischer mainstream" ist, mit dem man sich dann aber sachlich auseinandersetzen müsste....

      Die andere Seite von Euch zeigt aber wahre Abgründe. Auch wenn man Staudenmaier von vorne bis hinten und zurück liest, Hinweise auf rechtsextreme oder gar menschenverachtende Inhalte bei Scaligero lassen sich nicht finden und derartige Vorwürfe sind schlicht und einfach infam.

      Sachlicher Auseinandersetzung geht ihr aus dem Weg, ok, das ginge ja noch. Aber andere Standpunkte und Meinungen sofort ohne wirkliche Analyse gleich als rechtsextrem und menschenverachtend hinszustellen, das grenzt schon an diesmal wirkliche Menschenverachtung. Eine argumentative Keulen-Primitivität sondergleichen, strotzend nur so vom Gegenteil aller Werte die ihr vorgebt zu vertreten aber eben in Wirklichkeit mit Füssen tretet.

      Ihr wisst doch ganz genau, dass das "jüdische Denken", das Scaligero überwinden wollte, nicht das wirkliche jüdische Denken ist. Was Scaligero überwinden wollte, wurde von ihm (irrtümlicherweise) "jüdisches Denken" genannt. Auch ein grosser Geist wie Scaligero machte Fehler. Aber Fehler sind noch lange keine Infamitäten.
      Wir könnten uns ja, wenn wir es denn für nötig erachten würden, gerne sachlich über geistige Irrwege bei Scaligero unterhalten.
      Aber dann bitte auf einem menschenwürdigen Niveau. Ohne diese grausigen codierten ??? Keulungswörter wie "rechtsextrem" oder jetzt schon "menschenverachtend" einfach nur bei Ansichten die heute u.U. auch berechtigterweise als überholt gelten dürfen und die wir deswegen nicht teilen.
      Aber dazu fehlen Euch sicher wieder wirkliche Argumente.

      Einem Geist wie Scaligero "Menschenverachtung" zu unterstellen, noch dazu aufgrund reiner Behauptungen, wage ich jetzt mal als unbeschreiblich perfides geistiges Verbrechen zu bezeichnen!

      Schönen Abend noch!


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    12. Ich denke, ein derartiges Verhalten haftet wohl eher denjenigen an, die Scaligero "Menschenverachtung" vorwerfen.

      Abgesehen davon, dass ein Abschieben von wie auch immer gearteter Verantwortung für reale Taten auf rein geistige "Vordenker" in der Praxis ein ungeheuerliches Ablenkungsmanöver darstellen kann, und daher an sich schon mehr als fragwürdig ist, setzt die klarerweise allgemein richtige Feststellung....
      "Gerade die Einstufung und Bewertung von Menschengruppen in höherwertig und weniger hochwertig auf Grund von geistigen Eigenschaften besonders ist bösartig da sie zu moralische Verurteilung, zu Überheblichkeit im Denken und zur angeblichen innerer Überlegenheit führt.".....
      aber natürlich voraus, dass diese Maxime auch für diejenigen gilt, welche sie aussprechen und Letztere nicht im Sinne des genauen Gegenteils denken und agieren.
      Wenn nicht, wie in diesen ganzen Diskussionen hier, dann muss jede diesbezügliche Stellungnahme zwangsläufig deplatziert und die entsprechende Umgangsform mit den jeweils Andersdenkenden ebenfalls überheblich daherkommen.

      Wenn man also Scaligeros Aussagen zur Überwindung des "jüdischen Denkens" widerlegen oder als moralisch verwerflich darlegen möchte, genügt die einfache Behauptung eben nicht, er (Scaligero) wäre z.B. den Verwirklichern des Holocausts moralisch gleichzusetzen.
      Es wäre erforderlich den Beweis zu führen, ob erstens dasjenige "Denken", mit dem sich Scaligero auseinandersetzte und das er überwinden wollte, überhaupt als jüdisches Denken bezeichnet werden kann oder darf, und zweitens, für den Fall, dass dies zutreffen sollte (ich persönlich stelle dies in Abrede, da eine gewisse Art zu denken wohl kaum exklusiv einem Volk, einer Menschengruppe oder einer Religionsgemeinschaft zugeordnet werden kann) , wäre der Beweis notwendig ob Scaligero diesen Beweis der Minderwertigkeit dieser Art des Denkens überhaupt erbracht hat. Untergeordnet natürlich auch den Beweis, dass er damit wirklich gezielt die geistige Vorarbeit für die physische Vernichtung von Juden leisten wollte.

      Die meisten Leser hier, von denen es ja ein Vielfaches der aktiven Beitragschreiber gibt, so wurde es mir auch mehrfach mitgeteilt, bedauern es zutiefst, dass in diesem blog immer und immer wieder mit endlosen "guilt by association - Beweisführungen" eminente Geistesgrössen und Grundpfeiler anthroposophischer Geisteswissenschaft denigriert und ins Lächerliche bis Verbrecherische gezogen werden.
      Die Frage bleibt also weiterhin unbeantwortet, was eigentlich mit dieser Vorgangsweise, bezweckt werden soll. Ist es wirklich nur primitive Propaganda, wenn endlos immer neue Denigrationen erfolgen, bzw. auf der anderen Seite zweifelsohne skurrilen Persönlichkeiten à la Dugin eine Bedeutung beigemessen wird, die sie im aktuellen weltpolitisch-geistigen Massstab gar nicht haben?
      Was soll mit dieser Endlosproduktion von immer neuen "Feindbildern" eigentlich erreicht werden?

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    13. Rudy bisher dachte ich immer nein der Rudy ist doch kein Nazi auch kein Faschist, hey Rudy ich bin jetzt aber völlig verunsichert. Deine Verteidigung von den ach so armen kleinen Nazis, die in die ach so arme rechte Ecke gestellt werden von völlig verblendeten Gutmenschen. Gönn Dir mal ein Glas Veltliner und "kumm obe abe". Rudy Du kannst besser.

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    14. @ Finkelsteen,

      welche "armen kleinen Nazis" soll ich denn jetzt - und wo bitte - schon wieder verteidigt haben?
      Scaligero kann doch wohl wirklich nicht gemeint sein, und Dugin habe auch ich negativ beurteilt!

      @ Bobby,

      für die Verteidigung Scaligeros gegenüber den Vorwürfen des Rechtsextremismus und der Menschenverachtung schäme ich mich in der Tat nicht! Dazu stehe ich!

      Vielleicht wäre es angebrachter auf längere Beiträge wenn man denn schon antwortet, auch etwas profunder einzugehen, als immer nur mit einer halben Zeile. Einfach nur damit ersichtlich ist, was gemeint ist.

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    15. Du, Rudy, Deine Beiträge ähneln sich seit einem Jahr und Inhaltlich hast Du eigentlich nicht viel anzubieten ausser, dass Du seitdem ich Dich kenne nur am Jammern bist,dass man ständig Leute in die rechte Ecke stellt. " Guilt by asociation" Oh dieses Argument ist siowas von ausgelutscht und sehr beliebt in rechten Kreisen. Die Leute sollten lieber so wie Du es machst einfach zu ihren Überzeugungen stehen, als sich immer so rauszureden. Sehr langweilig....

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    16. @ Finkelsteen,

      jetzt gehst du aber wirklich zu weit, meinst wirklich nicht?
      Das kann doch nicht sein, das passt jetzt wirklich auch nicht zu dir! Dass du mir allen Ernstes anrätst, ich sollte zu etwas stehen, mit dem ich nicht das Geringste am Hut habe.

      Ich meine jetzt nur, dass es mich erschreckt wenn man in diesem Forum geradezu gezwungen wird, sogar einen gewissen Sprachduktus zu befolgen um nicht als rechtsgerichtet eingestuft zu werden. Ich finde das irgendwie wirklich erschreckend, wenn man bei jedem Satz hundert mal überlegen muss ob ein Wort oder eine Redewendung - unabhängig vom Prinzip das damit umschrieben werden soll - nicht schon "codiert" oder sonstwie negativ klassifiziert sein könnte. In diesem Fall war mir das wirklich nicht bewusst, ich vermute mal, dass die Liste der "verbotenen" an sich wertfreien Wörter und Redewendungen auch laufend erweitert wird.
      Dieses ständige Nachdenken und sich anpassen ist einfach nur sinnlos, mühsam und zeitraubend. Ich habe mit "rechts" nicht das Geringste zu tun, aus, basta!

      Weil ich jetzt also die anscheinend nur dem Sprachgebrauch der Rechten zugeordnete Redewendung "guilt by association" verwendet habe, soll ich also schon wieder selbst ein Rechter sein??
      Allen Ernstes: wird auch dahintersteckende Prinzip also nur von Rechten ins Feld geführt? Anderen ist es also gar nicht erlaubt? Ist es wirklich das???
      Das kanns doch einfach nicht sein!!!

      Wenn man jetzt unabhängig von den Inhalten eigener Aussagen, also nur aufgrund des Prinzips, dessen Bezeichnung dir nicht gefällt , weil man diese Redewendung verwendet, ein "Rechter", also "böse" sein soll, wo um alles in der Welt sind wir hier jetzt angelangt???

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    17. Rudy ich mag Dich, aber dieses Guilt by association hörte ich das letzte Jahr zu oft und Nachdenken tut manchmal gut. Du kannst auch ruhig weiter "Negerkuss und Zigeunerschnitzel bis zur Vergasung" sagen, mich stört das nicht, so wird in meiner Umgebung ständig geredet und solang kein Schwarzer, Roma oder Jude da ist kann man das auch machen, bl0oss wenn man es in Gegenwart von den Betroffenen macht, wird es einfach peinlich, von daher ist Nachdenken mühsam, fördert aber den erkenntnistheoretischen Prozess. Probiers mal aus.

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    18. @ Rudolf

      "…Vielleicht wäre es angebrachter auf längere Beiträge wenn man denn schon antwortet, auch etwas profunder einzugehen, als immer nur mit einer halben Zeile…"

      Eigentlich will ich mich dazu nicht äußern. Ausnahmsweise vielleicht doch nur so viel:

      Rechtsextreme Scheinargumente und Verdrehungen sind für mich Diskussionsunwürdig. Ich möchte ihre Aufwertung durch ein inhaltliches Echo von meiner Seite vermeiden. Außerdem dürfte meine "argumentative Keulen-Primitivität sondergleichen" für Sie ganz uninteressant sein!

      Selbstverständlich haben Sie aber die Freiheit Ihre Botschaften immer wieder gebetsmühlenartig zu wiederholen. Solange der Bloginhaber das zulässt, natürlich. Allerdings habe auch ich die Freiheit darauf nicht zu reagieren oder auch nur so kurz wie ich das als angemessen betrachte.

      Dabei werde ich es belassen.

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    19. @ Bobby,

      natürlich hat jeder die Freiheit sich nicht oder so kurz wie es ihm beliebt zu äußern. Es gibt aber Verhaltensnormen, die du aufs Gröbste missachtest. Hierzu gehören Unterstellungen, Beleidigungen, persönliche Angriffe, offensichtlich bewusste Darstellung unwahrer Sachverhalte usw...
      Deinen ungeheuerlichen und nicht belegten Vorwurf ich würde "rechtsextreme Scheinargumente und Verdrehungen" bringen weise ich entschieden zurück und fordere dich zu einer Richtigstellung, detaillierten Begründung oder Entschuldigung auf.
      Ich verbreite auch nicht immer die selben Botschaften sondern nehme zu einigen Themen in diesem Blog, allerdings längst nicht zu allen, u.U. kontrovers Stellung.
      Abweichende Meinungen stereotyp ohne Begründungen oder Beweise wie auf Knopfdruck mit windigen und abenteuerlichen, jedenfalls völlig aus der Luft gegriffenen Assoziationen als "rechtsextrem" einzustufen, ist das eigentlich Langweilige hier, jedenfalls ein interessantes Studienobjekt über das sonderbare Verhalten von Menschen die keine abweichende Meinung tolerieren bzw. einfach nur stehenlassen können.

      @ Finkelsteen,

      das was du da beschreibst tue ich nur in deiner Phantasie. Ich habe niemals wirkliche Nazis verteidigt, niemals "Gutmenschen" kritisiert. Warum tust du denn so, als wenn ich in Gegenwart von Schwarzen oder Roma von Negerküssen oder Zigeunerschnitzel reden würde? Das habe ich weder hier noch im realen Leben je getan.
      Eine derartiges Verhalten und die dazugehörende Geisteshaltung projizierst du nur in mich hinein.
      Du weißt doch genau, dass es mir um ganz andere Dinge geht.

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    20. Lieber Rudolf ich glaube Dir es war nur ein Beispiel das Nachdenken über bestimmte Begriffe zu illustrieren "In diesem Fall war mir das wirklich nicht bewusst, ich vermute mal, dass die Liste der "verbotenen" an sich wertfreien Wörter und Redewendungen auch laufend erweitert wird." Ich wuchs so auf , dass wir an Sylvester " Judenfürze" knallen liessen. Von daher möchte ich eine Lanze brechen für Political Correctness.

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    21. Lieber Hermann,

      pc ist klarerweise ok, wenn es beispielsweise um wirklichen Antisemitismus geht.
      Aber generell Meinungen und Standpunkte, nur weil sie von den eigenen abweichen, ebenfalls unter "Antisemitismus" oder "Rechtsradikalismus" zu subsummieren, obwohl sie rein gar nichts damit zu tun haben, ein derart erweiterter Begriff der "pc" ist für mich einfach nicht ok! Das ist genau der springende Punkt!
      Der beliebig erweiterbare "pc"- und "Antisemitismus"-Begriff als beliebig einsetzbares Instrument, wo man durch reine gegnstandslose Gedankenakrobatik, d.h. mittels der bereits zitierten sachbezogenheits-, vernunft- und logikfreien Assoziationen alles, aber auch wirklich alles was einem nicht passt, naja....du weißt es ja eh schon.... ;-)

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    22. Rudolf, mir passt vieles nicht deswegen brauche ich auch keine Antisemitismuskeule, fact ist aber dass der Antisemitismus in allen mögkichen bunten Klamotten daher kommt. Hast Du eigentlich Deine Hausaufgaben gemacht, die ich Dir aufgegeben habe. Das Daniel Goldhagen Interview anzuschauen? Mach das.

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  5. In the Popper:

    GA202-4
    Henceforth we can say: in the West the world is approached from the standpoint of thought, but materialistic thought. Hegel idealized thought and as a result arrived at cosmic thought.

    Hegel argued in his philosophy about thought but actually meant cosmic thought. Hegel said when we look into the outside world, be it observing a star in its orbit, an animal, plant or mineral, we actually see thoughts everywhere, only this kind of thought in the outer world is actually in a different form as in the thought-form being observed. One can't say in fact that Hegel was attempting to maintain these teachings of world thoughts as esoteric. They remained esoteric because Hegel's work is seldom read, but it wasn't his intention to keep the teaching of cosmic content of the world as esoteric. However, it is extraordinarily interesting that when it comes to western secret societies - this teaching relates in a certain way to the deepest esoteric teachings - that the world is actually created out of thoughts.

    One could say what Hegel so naively observed in the world, what western secret societies considered their observations, is what the Anglo-American peoples held as content of their secret teachings, while they had no intention of popularizing their secret teachings. As grotesquely as one might take it, one can say Hegel's philosophy is to a certain extent the basic nerve of the teachings of the West.

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  6. Michaela @ Anonym: "..no intention of popularizing their secret teachings."

    They have no intention to popularize these teachings because of the power !
    To keep teachings secret gives them power, strenght, dominion.
    On page 60 of GA 202 Rudolf Steiner said:
    "Irgendein Inhalt, den man als Erkenntnisinhalt hat, wird zu einer Machtkraft, wenn man ihn geheim hält. Daher sind diejenigen, die gewisse Lehren geheimhalten wollen, sehr unangenehm berührt, wenn die Dinge popularisiert werden. Das ist geradezu ein Weltgesetz, dass dasjenige, was popularisiert einfach Erkenntnis gibt, Macht gibt, wenn es sekretiert wird."

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    1. @ Michaela,

      hier ist genau erkennbar, daß Rudolf Steiner, da er für die Offenlegung der "Geheimlehren" eintrat, für die Demokratisierung der Macht steht.
      Deswegen hat er bis heute nicht nur Freunde.

      Man könnte nun daraus schliessen, dass eine zu Ende gedachte "Demokratisierung aller Machtstrukturen" zu einem Zerfall einer jeden Gesellschaft bzw. zum Verlust ihrer Fähigkeit führt, sich zielgerichtet weiterzuentwickeln, was sicher nicht von der Hand zu weisen ist.

      Hier wird schlagartig die herausragende Verantwortung eines Esoterikers oder "Eingeweihten" erkennbar.

      Die Frage ist dann natürlich, ob es heute noch richtig und auch gerechtfertigt ist - wie in der Vergangenheit zuhauf praktiziert - dem Erreichen eines einmal in den "secret teachings" festgelegten (in Wahrheit zwischen Eingeweihten vereinbarten) Ziels, jedes nur erdenkliche und in den Augen des "Nichteingeweihten" verwerfliche Abweichen von den demokratisch festgelegten gesellschaftlichen Normen, Gesetzen und Moralvorstellungen unterzuordnen und damit zu rechtfertigen.

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  7. Michaela @ Rudolf: " Demokratisierung der Macht"

    Also offen gesagt stehe ich da auch vor mehr Fragen, als ich Antworten habe.
    Das Prinzip der "Einweihung" finden wir ja auf vielen Lebensgebieten, konkret z.B. auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Forschung am Plazeboeffekt, wo Doppelblindstudien gemacht werden, d.h. "ohne Einweihung von Hausärzten". Da sind die Forscher die "Eingeweihten", und die Versuchspersonen sowie deren Hausärzte sind da die "Nichteingeweihten".
    Wer so forschen will, der muss zwischen diesen zwei Gruppen trennen, zumindest muss er in der Zeit trennen, während der diese Forschung noch ergebnisoffen bleibt. Also vor der Zeit, in der die Ergebnisse veröffentlicht werden, gibt es da "Eingeweihte" und "Nichteingeweihte".

    Was nun die Einweihung im Sinne von "Wie erlangt man....?" betrifft, so führt sie uns erst zur Anschauung von lebendigen Idealen und stellt uns wiederum vor die Frage hin: Wie passen die heutigen Verhältnisse denn mit den idealen Verhältnissen zusammen, die wir mit geistigen Augen sehen können? Wie sind diese Ideale ins Leben überführbar ?
    Je mehr die geistige Welt erlebbar wird, erfahrbar wird, desto grösser wird die Fragestimmung im o.g. Sinne. Nicht eine Stimmung, ALLES zu wissen und das auch noch besser zu wissen, sondern ich meine, es drücken die Fragen umso mehr. Steiner erwähnte ja die "intellektuelle Bescheidenheit". Je mehr Menschen beginnen, die Fragen vom Ideal her zu durchdenken, desto mündiger und fähiger werden die Menschen werden.
    Beispiel; Ideal des Arztes ist: Alle sind und bleiben gesund. Keiner muss mehr Medikamente kaufen, weil Prävention stattfindet. Dieses Ideal ist zwar nicht voll realisierbar in dieser Welt. Aber erst wenn wir gemäss diesem Ideal denken und es mit dem Ideal der Pharmakonzerne:Expansion am Markt vergleichen, erkennen wir, wie beides sich "beisst".

    Thema "Demokratisierung der Macht": Da weiss ich auch nicht mehr als Du und stehe da auch vor mehr Fragen als Antworten zu haben.
    Demokratisierung erscheint mir als ein Wert, weil sie einerseits auf die Mündigkeit der Wähler setzt und somit die Freiheit zur Basis hat, und, weil sie andererseits auch die Gleichheit aller vor dem Gesetz als Wert voraussetzt.
    Wenn nun Gruppierungen da sind, die bestimmtes Wissen exklusiv nur für sich wollen, kann das nur Gruppenegoismen dienlich sein und steht nicht im Dienst aller. Das ist aus meiner Sicht heraus gesehen eine Gefahr für die Demokratie. Ist Macht überhaupt demokratisierbar ?
    Oder würde sie umgewandelt werden in Erkenntnis, falls diese "secret teachings" und für die Massen noch okkulten Methoden der "teacher" popularisiert würden ?

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  8. Verwarnung an "Rudolf" bzw "Michaela" - die Dominanz der Endlos- Monologe erschöpfen meine Geduld. Es wird von nun an entsprechend gelöscht.

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    1. "Verwarnung an "Rudolf" bzw "Michaela" - die Dominanz der Endlos- Monologe erschöpfen meine Geduld"

      Ich muss mich sowieso wundern: Liest Du tatsächlich alle diese Kommentare (die sich im Grunde seit Jahren bis auf kleine Nuancen ewig wiederholen)...?

      Sogar das "flüchtige Überfliegen" finde ich schon anstrengend.

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    2. @ Rainer,

      jeder liest eben nur, was er verträgt.

      Seltsam aber, dass so eine Bemerkung gerade von dir kommt!
      Wenn ich mich recht erinnere warst gerade du hier mal gesperrt, und es wurde dir durch den Blogbetreiber sogar nachgewiesen, dass du unter verschiedenen Nicks gleichzeitig gepostet, dies aber bis zum Nachweis geleugnet hattest.

      Etwas, das ich niemals tat, da ich zwar eine Zeit lang als anonym, aber niemals parallel zu Rudolf postete!
      Ich hoffe, das wird Herr Eggert auch feststellen und bestätigen können!





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    3. Ja, ich lese das schon- es sind jetzt fast 25000 Kommentare. Nicht immer so richtig konzentriert, ich kann multitasken. Aber oft schon.

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    4. Das mit Rainer ist sicher so gut wie verjährt? Auch ich hab, da "gab" es Dich noch nicht, Rudolf, vor langer Zeit die Kommentarfunktion shanghait und mit expressionistisch histrionischen Rhetoriken tapeziert. Dieses Blog ist sehr geduldig, verzeihend und milde, woran man seine wirklich anthroposophische Identität erkennt. Man man hier nur seine Duftmarken setzt, dann, na ja... Daher sollte man auch etwas Compassion mit den Blogbetreibern und der Administration mitbringen, und sich auch ein wenig weiterentwickeln, seine Hausaufgaben machen. Finde ich.
      ..herzliche an alle.. :-)
      mischa

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    5. Herr Eggert,
      vielleicht lässt sich die Daten der Kommentare ja gewinnbringend an den Allgemeinen Anthroposophischen Geheimdienst (AAG) verhökern...

      s. b.

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  9. Michaela @ M.Eggert: Wie gut, dass es noch andere Blogs gibt, wo Meinungsfreiheit und ein offenes Wort gefragt sind.
    Falls dieser Kommentar überhaupt noch erscheint: Geistdespotismus ist nicht meine Welle. Tschüss !

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  10. Calimero im O-Ton auf Englisch: Segreti dello spazio (1963) google rsxDvsPsZf4C, Il Luce (1964) google G08P7TGc6IEC, und Manuale Pratico (1973) google VIB5CgAAQBAJ.

    Scaligero entkommt nicht ganz das reflektive, dialektische Denken (ancient and modern soul group, lunar and solar stream, law and freedom, AT und NT), siehe Kapitel: Fraternity and Sociality in Manuale Pratico.

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    1. Sehr geehrter Herr Eggert,

      in Ordnung. Ich werde mich zurückhalten.
      Möchte aber anfügen, dass es keine Monologe waren. Habe so gut wie immer auf andere Beiträge Bezug genommen und darauf auch Antworten erhalten.

      Ganz wichtig: Ich bin nicht (!!!) identisch mit Michaela!!!

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    2. Nein, Sie spielen sich die Bälle zu. Das wird mir dann definitiv zu viel.

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    3. Sie müssten doch als Systemadmin leicht überprüfen können, dass ich nicht identisch mit Michaela bin!!!


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    4. Das kann ich mit dieser rudimentären Kommentarfunktion nicht. Die komplexeren Versionen anderer Anbieter kenne ich - mit denen kann ein Admin sogar IPs auf eine internationale Blacklist setzen lassen, aber auch wesentlich mehr Kooperation und Interaktion zulassen. Es hat sich gezeigt, dass die Komplexität viele Kommentatoren abschreckt. Ich könnte sofort auf solche Kommentar- Systeme umstellen. Aber die Praktikabilität würde leiden, und die bisherigen Kommentare gingen verloren.

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    5. Technisch ist es kein Problem, Blogspot-Inhalte mit Kommentaren komplett in eine WordPress-Installation zu importieren - Bilder bleiben dabei manchmal auf der Stercke.
      Sie Können einen Blogspot-Blog auch komplett als XML-Daten (beispielsweise auf Ihrer lokalen Festplatte speichern.
      Wie sich das aber bei solchen Datenmengen realisieren ließe kann ich nicht genau abschätzen.
      Wenn Sie wirklich mal Ambitionen dazu haben sollten, können Sie ja nochmal nachfragen...

      S. Birkholz

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    6. Würden Sie das denn als Admin für egoisten.de organisieren? Langfristig wäre Wordpress sicher eine stabilere Lösung, aber für mich absolutes Neuland. Gerne per PM.

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    7. Die Frage ist eben, was Sie (an Zeit, Schweiß und Ärger investieren)wollen - Blogger ist sicher eine der sichersten Lösungen, weil die ganze Sicherheitstechnologie von Google dahinter steht; allerdings ist Blogger nicht unbedingt Googles Musterprojekt.
      //
      Eine Alternative wäre sicher ein administrierter und vorinstallierter WordPress-Blog bei wordpress.com (wie etwa https://waldorfblog.wordpress.com/.
      Allerdings weiss ich nicht, was die Gratisvariante wirklich bietet - sie ist gegenüber einer selbstadministrierten Vollinstallation schon eingeschränkt.
      //
      Bei einer eigenen Wordpressinstallation (beispielsweise auf egoisten.de) bekommt man bei Ihrem Datenvolumen wahrscheinlich bald Kontingent- und Volumenprobleme mit dem Provider, die sich nur durch teurere, professionellere Hosting-Pakete handeln lassen.
      Fragen Sie mich auch bitte nicht, welche Verrenkungen ich unternehmen musste (und teilweise noch muss), um die von mir betreuten WP-Installationen gegen Hacker aller Länder dicht zu machen - und Häcker sind hier keine Personen, die Interesse an den Internetinhalten meiner Wenigkeit haben, es sind vollautomatisierte Bots, die im Netzt alles erreichbaare abhacken, um ein Botnetz aus gekaperten Netzpräsenzen für Darknet-/Cyberwaraktivitäten unter ihre Kontrolle zu bekommen...

      Aber anschauen kann man sich die Gratis-Variante eines vorinstallierten WP-Blogs (wordpress.com) ja mal und wenn' s dann sehr gefällt, kann man auch den Schritt zur eigenen WP-Installation wagen...

      Weiteres bei bedarf gerne als PM...

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    8. Ich habe vorigen Kommentar eigentlich auch hauptsächlich im Hinblick auf eine Datensicherung für Ihr Archiv abgegeben...

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  11. Bobby,

    Of course, the phenomenon of Spiritual Bypassing applies to Piero Cammarinesi, but even more so to his Master, Massimo Scaligero himself, whose entire writing and philosophy after 1945 may itself be his chosen form of Spiritual Bypassing.

    Indeed, the very title of Piero's hagiography, Oltre - Jenseits - Beyond, crystallizes the concept of Spiritual Bypassing into one word.

    First the definition from the therapist Robert Augustus Masters
    http://robertmasters.com/writings/spiritual-bypassing/

    and here from an Egoisten Beitrag of January 2014 which focuses on Anthroposophists who practice this means of "inner reality avoidance"
    Spirituelles Vermeidungsverhalten
    https://egoistenblog.blogspot.com/2014/01/mzungu-mrefu-spirituelles.html

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    1. @ Tom Melett

      Bitte siehe:

      https://egoistenblog.blogspot.com/2016/09/schlammcatchen-versus-gekreuzte-klingen.html?showComment=1475294842367#c6533289235574940081

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  12. Hallo Michael,

    I just received this email from Mark Willan, the devoted Anthroposophist who supports Piero Cammerinesi's documentary on Scaligero, called OLTRE (Beyond).

    He is responding to the fallout created for his email group after I had sent them Peter Staudenmaier's posting of September 19, linked to here:
    https://groups.yahoo.com/neo/groups/waldorf-critics/conversations/messages/31165

    Tom

    Tom

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    Subject: OLTRE - Scaligero during Fascism


    Dear Friends,

    At last I have found enough time to comment on the adverse views about Scaligero from the anti-Waldorf community.

    It is very difficult for those who have never lived under a totalitarian regime, with censorship, political prisons, death sentences and much worse, to imagine how it truly is to live through this kind of thing.

    During fascism, Scaligero was a writer who depended upon publishing for his living.

    The problem was, there were no publishers free of censorship: and censorship didi not restrict itself, as we fondly imagine in our free speech countries, to removing “forbidden” contents: often it added in content of its own.

    Thus the author was faced with a dilemma: accept a mix of what he originally wrote with new additions, or reject it in public, and face starvation, isolation, persecution, political imprisonment and much worse.

    At the time, my step-grandfather was a Supreme Court judge who was able to flee from Italy, having refused to pass politically motivated sentences: he was able to do so because his brother was a banker in Switzerland, where he could live. He sent his adopted daughter (my mother) to stay with an aunt in South America, out of harm’s way during the whole war, and my grandmother went to a remote mountain property, where a few kilometres mountaineering separated her from an unmanned (remote and virtually unreachable) mountain border, where he was able to slip across for family visits over several years. Few people were able to enjoy such luxuries, and almost everyone had to compromise with the authorities, keeping unspoken what they truly thought.

    As far as Scaligero is concerned, there is a great deal of difference in subject matter and tone between the utterly ethical stance taken immediately after World War II, when he was free of outside interference, and the offensive passages he is alleged to have written. This was so great he may well have thought no one could confuse the authorship: but prejudice never had a clear vision of anything.

    I can imagine that the experience may well have helped him to become so determined to take a pure and unsullied high ethical ground after the war. In any event, as a published author during fascist years, he was investigated by the Allies, and completely exonerated of any complicity with fascist propaganda. And those investigating knew what they were looking for.

    Even if he did write the passages published under his name, since they were no longer read by anyone, what was the point of repudiating them? There were much more pertinent matters tone written about: which he did, devoting the majority of his life to practical aspects of inner development: which is never just theoretical in his work, but actual practical and above all truly ethical.

    The fact that he selflessly devoted his life to doing so far outweighs what, at worst, can be regarded as compromises made as an error of youth, and in any event under duress we, in the Free West can hardly comprehend.


    I must personally apologise for the fact that emails were sent out without addressees being hidden: this was due to an update in my email program, described as a hidden “feature”, in true computer double-speak.

    I hope this can now be placed behind us as we work individually and together on the path of self-perfecting that is the purpose of all my effort.

    I apologise unreservedly for the fallout from this issue to each and every one of you.

    Bless you all

    Mark
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    1. You are very welcome, Ingrid! And as you might expect, I have faithfully fulfilled my duty as Zuträger of Peter Staudenmaier and now I post his response to the above message of Mark Willan. (I like the acknowledgment he gives to the "Rudolf character" on Egoisten as well as to Michael).

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      Thanks for the background, Tom. It seems to me that there is considerably more of this sort of thing out there in anthroposophy land; not just the usual uninformed enthusiasm for Scaligero and apologias for his politics, but unabashed defenders of his deeds during the Fascist era and afterward. The "Rudolf" character who comments regularly at the Egoisten blog is a good example, an eager Scaligero defender who insists that Scaligero was never involved in Fascism in any way. (Michael Eggert's own stance is of course an excellent counter-example, and shows that there is no reason why admiration for Scaligero's mature spiritual works must go hand in hand with ignorance about his past.)

      Regrettably, the head-in-the-sand response is still quite common among anthroposophists today, even when they do manage to mention Scaligero's racist jeremiads; a recent example is the article on Scaligero by Fred Dennehy in the Fall 2015 issue of the Anthroposophical Society in America quarterly. A more telling example is the Anthroposophic Press / SteinerBooks description of Scaligero, unchanged for the past decade, which doesn't say a word about his prodigious racist writings, his devotion to Mussolini and his dedication to Fascism, or his high-profile involvement in the Italian far right after World War II. This is one of the primary ways that anthroposophists today encounter figures like Scaligero. They are being systematically misinformed.

      Historical denial of this sort is unfortunately all too familiar in the contemporary anthroposophist scene. The cluelessness about Scaligero is merely a symptom of a much deeper problem that plagues Steiner's movement. There is nothing stopping anybody interested from informing themselves about these facts. As I pointed out in my previous post, Scaligero's racist writings from the 1930s and 1940s are not at all difficult to find, even for anthroposophists far from Italy. In the US alone there are more than a dozen libraries that carry La Difesa della Razza, the infamous Fascist journal that served as cheerleader for the racist campaign, with Scaligero as one of its most prominent authors. Then there is the journal La Vita Italiana, also readily available at libraries across the US, where Scaligero published several of his longest programmatic essays promoting "spiritual racism" and his own esoteric brand of antisemitism, invoking Steiner in support of Fascist racial policy. What is keeping Scaligero's latter-day admirers from simply taking a look for themselves at even just a small portion of this ample material?

      There are anthroposophists out there pushing back against the shameful apologetics for racism and fascism that Scaligero's fans continue to peddle, but they face an uphill climb. Until organized anthroposophy starts to come to terms with its past, we will be treated to ever-new installments of this unseemly spectacle. Looking forward to that changing some day,


      Peter S.

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