Anthroposophische Kulminationen

Kulmination einer anthroposophischen Veranstaltung
Dem einen kommt es so vor, als bestünde die Entwicklung der anthroposophischen Bewegung in einer Art Kulmination galoppierender Irrelevanzen, die in trüben Zweigversammlungen ältlicher und griesgrämiger Mitglieder, einiger Impfgegner und Anhänger bizarrer Verschwörungstheorien ihr spirituelles Dasein hoch halten, aber den Beseelten und Beflügelten erscheint das natürlich ganz anders. Schließlich hatte Herr Doktor für das Ende des letzten Jahrtausend eben diese anthroposophische Kulmination voraus gesagt, für die diejenigen, die Anfang des 20. Jahrtausend ihn persönlich erlebt hätten, extra eine Zwischeninkarnation einschieben würden, um in einem Gemeinsam - sind- wir- stark Anthroposophie zum fulminanten Durchbruch zu verhelfen: „Diejenigen Persönlichkeiten, die jetzt durch ihr Karma in ihrer Verbundenheit mit der Michael -Herrschaft in die anthroposophische Bewegung herein treten, werden unter Durchbrechung von mancherlei Wiederverkörperungsgesetzen mit der Wende des 20., 21. Jahrhunderts wieder erscheinen, um dann dasjenige, was sie jetzt tun können im anthroposophischen Dienst der Michael-Herrschaft, zur Kulmination, zum vollen Ausdruck zu bringen." (GA 240.234) In dieser Hinsicht ist es ein bißchen wie mit den Weltuntergangs- Prophezeiungen der Zeugen Jehovas - was macht man, wenn von eben dieser Kulmination so gar nichts zu bemerken ist - dümpelt doch die wirtschaftliche, soziale und politische Bedeutung dieser Bewegung - von den Tochtergesellschaften abgesehen- eher im Untergeschoss hinter pfirsichblütfarben angestrichenen Zweigwänden vor sich hin?

Natürlich deutet man es um. In öffentlichen Diskussionen wird von Anthroposophen behauptet, dass man nicht das halbleere, sondern das halmvolle Glas beachten müsse, denn ohne die fulminante spirituelle Arbeit zahlreicher reinkarnierter Anthroposophen sei die gesamte Zivilisation längst ausgerottet, wir hätten es nur nicht gemerkt- getreu den Visionen Steiners: „Diejenigen Menschen die mit völliger Intensität drinnen stehen in der anthroposophischen Bewegung, werden am Ende des Jahrhunderts wieder kommen. Es werden sich dann andere mit ihnen vereinigen, weil dadurch eben jene Rettung der Erdenzivilisation vor dem Verfall letztgültig entschieden werden muß.“ (GA 237.147)

Nun sei laut Rudolf Steiner in derselben zeitlichen Epoche (3 x 666 Jahre) auch eine Kulmination des Bösen, nämlich eine körperliche Inkarnation des Antichristen Ahriman selbst zu erwarten. Die komplizierten Erklärungen, warum Steiner in diesem Zusammenhang 1933 völlig übersehen haben mag, überspringen wir an dieser Stelle. Stattdessen konzentrieren wir uns auf einige Kennzeichen der ahrimanischen Attacke, wie sie Steiner dargestellt hat. Für die „Vorbereitung für die Inkarnation des Ahriman“ sei nämlich unabdingbar, „alles zu schüren, was die Menschen heute in kleine Gruppen zerteilt, die sich gegenseitig befehden.“ (GA 193.171) Das allerdings scheint, seit Facebook, Twitter und der Infantilisierung von Politik und Öffentlichkeit, eine nicht so üble Charakterisierung gegenwärtiger Kulmination- allerdings auch eine, die den Zustand der anthroposophischen Bewegung selbst treffend beschreibt. Die Kulmination intellektueller Raffinesse durch spezifische Nahrungsmittel (McDonald? Pommes rot- weiß?) - eine weitere Charakterisierung Steiners- allerdings lässt sich heute, zum von Steiner angegebenen Zeitpunkt nach der Jahrtausendwende, ebenso wenig erkennen wie eine „Zauberschule“, die die Massen zu spontaner Hellsichtigkeit treiben würde, auch wenn sich Alexander Dugin einige Mühe geben mag: „Ahriman würde den Menschen durch die grandiosesten Künste alles das bringen, was bis dahin nur mit großer Mühe und Anstrengung erworben werden kann an hellseherischem Wissen, wie es hier gemeint ist. Denken Sie sich wie unendlich bequem das sein würde. Die Menschen würden gar nichts zu tun brauchen. Sie würden materialistisch hinleben können und würden sich nicht zu kümmern brauchen um irgendein Geistesstreben. Wenn im richtigen Zeitpunkt Ahriman in der westlichen Welt inkarniert wird, würde er eine große Geheimschule gründen, darin würden die grandiosesten Zauberkünste getrieben werden. Er würde die Menschen in großen Mengen durch Zauberkünste zu Hellsehern machen können.“

Es ist auch unwahrscheinlich, dass Hellsichtigkeit das Ziel des frisch gekürten Twitter- Meisters Donald Trump sein wird. Nichtsdestotrotz sehen Anthroposophen wie die australische Bestseller- Autorin Adriana Koulias in Trump zumindest einen ahrimanischen Vorläufer: „Trump has put people to sleep. Time to wake up and see the damage...but of course many will not want to face up to what they have done - but the important thing is this: he will bring about the right conditions for Ahriman. Ahriman must come. The important thing now is consciousness of who he is, and he will not come from outside of Anthroposophy.

In den Augen der Autorin ist die anthroposophische Kulmination also immerhin zur ahrimanischen verrutscht; der Antichrist muss, wenn schon, denn schon, doch wenigstens Anthroposoph sein. Ob Mr. Trump das weiß? Ob Mr. Antichrist sich an die Anweisungen aus Australien hält? Wir machen für alle Fälle eine Kerze an und meditieren ein paar Mantren.

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Dank an Wolfgang Hier das Video zum oberen Screenshot. Gerhard Schuster, Daniel Schily und Michaela Glöckner zum Thema Europa- Zeitenschicksal und Kulturaufgabe

Kommentare

  1. Steiner hat 1933 (nach meinem bescheidenen Kenntnisstand) nicht völlig übersehen..

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    1. Okay: "Ehe denn der ätherische Christus von den Menschen in der richtigen Weise erfasst werden kann, muss die Menschheit erst fertig werden mit der Begegnung des Tieres, das 1933 aufsteigt." (Lit.: GA 346, S. 239f.)

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    2. Zum Bleistift!
      Aber das Problem ist vermutlich und bedauerlicherweise viel größer und weiter gespannt als das Phänomen/Sympom, welches 1933 historisch fixiert wurde...

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  2. Antworten
    1. Sind Sie immer noch die Reinkarnation Rudolf Steiners, Frau Reinstein?

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    2. Darüber können wir gerne mündlich und persönlich ins Gespräch kommen, wenn Sie möchten, Herr Eggert.

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    3. Danke sehr, das reicht mir bereits als Antwort.

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    4. Hallo Michael und Wibke,

      Um das Wesen des kürzlich verstorbenen Hermann Keimeyers zu würdigen, möchte ich diesen verwunderlichen über Wibke Reinstein Bericht von Hermann präsentieren. Hermann, durch eine tiefsinnige Eingebung von Rudolf Steiner selbst, identifiziert Frau Reinstein nicht als der reinkarnierte Rudolf Steiner, sondern als die reinkarnierte Alice Sprengel.

      Tom

      http://www.hermannkeimeyer.de/leserzuschriften/575-wibke-reinstein-inkarnation-rudolf-steiners-und-erneuerin-der-anthroposophie

      Hermann Keimeyer, einer der geringsten Schüler von Rudolf Steiner, was wir immer wieder betonen müssen, ---  bekam durch eine Eingebung von Rudolf Steiner, also Meister Jesus, im September 2010 die reinkarnationstherapeutische Heilungseingebung für Wibke Reinstein:

      Sie war in ihrem letzten Leben eine mir warmherzig verbundene Anthroposophin,  die in meinen Mysteriendramen die Rolle der Theodora spielte,

      ---  ( nähere Hinweise lese man in G.A.253, Seite 126, Anmerkung von H. Keimeyer) ,

      --- das erzeugte in ihr die Wahnidee,  daß ich als Rudolf Steiner sie heiraten müßte, --- in diesem ihrem neuen Leben als Wibke Reinstein hat sich diese Wahnidee durch das Wirken aller 3 Widersachermächte so umgewandelt, daß sie jetzt sich für mich, also für Rudolf Steiners Wiederverköperung,  hält,

      --- durch diese Erklärungen hier sollte sie sich reformieren wollen und das auch in ihren Veröffentlichungen  zur Orientierung ihrer Leser bekanntmachen wollen.

      --- Sie bleibt trotz allem mit mir weiter verbunden, nur, --- 

      es bereitet mir wesensgemäß Schmerzen in der geistigen Welt, wenn solch ein okkulter Unsinn von  ihr vertreten wird wie es hier geschildert wurde, - sie sollte damit aufhören wollen.“


      Ende der Eingebung von Meister Jesus.

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    5. Hallo Tom,

      danke für diesen erhellenden Kommentar.

      Ich kann mir gut vorstellen, dass die "Kulmination der Anthroposophie" in organischer Weise zu einem vorläufigen und befriedigenden Abschluß kommen wird, wenn es gelingt, das Rätsel der (unsterblichen?) Individualität Wibke Reinsteins zu lösen.

      Häufig hat der okkulte Tombergschüler Willy Seiß ja recht - hat er nun gesagt, sie wäre eine "Menschheitsführerin"? Kann man ihn noch einmal fragen? (Lebt er eigentlich noch? Wenn nicht, macht er Durchsagen?)

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    6. Hallo Tom,

      Aber wirklich. Das kann man Aufklärung oder Enthüllung im apokalyptischen Sinne nennen!

      Apokalypse bedeutete ursprünglich (im Griechischen) "Entschleierung" und "Enthüllung".

      Da habe ich gerade Die Multi-Identitäten von Deinem "Spezialfreund" etwas "entschleiert":

      Siehe:
      https://egoistenblog.blogspot.com/2016/11/apokalypse-now.html?showComment=1479447733363#c8316729169511701092
      und Fortsetzung

      Und noch so einiges!

      bobby

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    7. Männliche Machtprobleme gehören zur Kulminatipn dazu

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    8. Willi Seiss liegt in einem Friedwald begraben. Ruhiges Plätzchen. Habe ihn besucht. Seine Hochschule wird von Catharina Barker weiter geführt. Ich war kürzlich auf einem Seminar

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    9. In der Astronomie wird Kulmination nicht nur für den höchsten, sondern auch für den tiefsten Stand eines Gestirnes verwendet...
      Wenn eine der momentanen Schlüsselfragen der anthroposophischen Kulminiertheit darin besteht, ob Steiner gerade zum Rein(en)stein(er) kulminiert, handelt es sich wohl -analog zur Astronomie- um eine Kulmination im Sinne eines Tiefpunktes (niedrigsten Standes)...

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    10. Als Willi Swiss mich damals zum Essen einlud und wir in seinem Auto zur Mühle bei Unterlengenhardt fuhren, sagte er auch irgend sowas über meine tiefere Identität- ich müsste im Tagebuch nachschlagen, um es zu erinnern. Ich fragte ihn: Flirten Sie oder sprechen Sie gerade tiefe Wahrheiten aus? - Daraufhin er: Was ist da der Unterschied?

      Catharina Barker sagte, das mit dem wirklichen Erkennen des Weiblichen konnte er nicht. So auch Steiner. Und in dem Unterschied der Entstehung der Lebensmotive und Triebkraft bei Mann und Frau steckt ein entscheidender Schlüssel für die Einseitigkeit der Anthroposophie. Sie wird von vielen gemerkt, aber in meinem Schlüssel wird sie der Flirtebene und Ungewissheit entzogen und bekommt eine stärkere Kraft. Aber der Mensch muss sich voll auf sich und sie einlassen, um sie zu erkennen und mit Größe und Liebe zu tragen.

      Der Schlüssel öffnet die Anthroposophie der Welt gegenüber und diese für sich.

      Ethische Errungenschaften, die von Anthroposophen entwickelt wurden und über die Einseitigkeiten hinaus gehen, entstammen dieser Kraft auch.

      Manche Menschen außerhalb von Anthroposophie sind bewusster, spiritueller und klarer bereits in Entwicklungsschritten, für welche die Anthroposophie Namen hat wie Bewuusstseinsseele und Manas. Dort knüpfen wir alle gegenseitig an selbst ohne es zu wissen. Das geschieht einfach viel unspektakulärer als man die Kulmination erwartet.

      Ich habe jahrelang gesucht nach Menschen, die kompetent meine Bewusstseinsschritte, spirituellen Erlebnisse und Deutungssuchen hätten fördern können. Ich bin immer bereit für Gespräche dieser Art. Aber suchen tue ich nicht mehr. Ich gebe und in der direkten Begegnung sind die Menschen wohl recht angetan, egal wie oberflächlich oder tief es geht.

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    11. Liebe Michael, Ranier, Stephen und andere geschlechtsunerleuchtete Männer der Egoisten:

      Ob Wibke Reinstein die echte Reinkarnation Rudolf Steiners oder Alice Sprengel wäre, ist mir egal. Hauptsache ist, dass Wibke mich in die Geheimnisse der Mann und Frau eingeweiht hat. Sie ist noch heute mein Primär-Gender-Guru (Geschlechtsguru?) und sie arbeitet immer, um die Wiederversöhnung des Männlichen und Weiblichen unter den Anthroposophen/innen zu verwirklichen.

      Ich möchte hier jetzt eine kleine Geschichte meiner berühmten und lebensverändernden Wibke-Bikini-Kumination beschreiben:

      Zunächst ein 2011 Egoisten Beitrag mit Zweisprache zwischen Michael und Ranier:

      Dr. Steiner erklärt die Unterschiede zwischen Mann und Frau
      https://egoistenblog.blogspot.com/2011/01/dr-steiner-erklart-die-unterschiede.html

      =========
      Rainer Herzog (Donnerstag, 13. Januar 2011)
      Wibke Reinstein gehört eindeutig in die ehrenwerte Runde der Egoisten. Ich finde es nach wie vor bemerkenswert und sehr lustig, dass sie als einzige ihr eigenes Buch "Persönliche Lichtstrahlen" bei Amazon rezensiert hat. Unvergesslich auch ihr Bikini-Auftritt letzten Sommer (woraufhin Tom M. sich fast in sie verliebt hatte).

      Michael Eggert (Donnerstag, 13. Januar 2011)
      Lieber Rainer, "(woraufhin Tom M. sich fast in sie verliebt hatte)" Der liegt ihr nach wie vor zu Füßen- und, warum auch nicht? Tom liebt schrille Dinge und Personen, und dann noch im Bikini...
      ========

      TOM: Vor 6 Jahren schrieb ich diesen Liebesbrief der meine persönlichen und ursprünglichen Bikini-Kulmination mit Wibke Reinstein darstellt.

      https://groups.yahoo.com/neo/groups/waldorf-critics/conversations/messages/14419

      Wibke,

      I just saw the Facebook photo album of your trip to Lago Maggiore. The beach looks so inviting and those mountain scenes are breath-taking. But then I saw the sequence of photos of you swimming in the lake and saw just how genuinely happy-go-lucky (echt leichtlebig, unbeschwert) and beautifully ebullient (schön überschäumend) you are.

      [Facebook Link fehlt.]

      But then, when I saw this particular photograph of you in the water and enlarged it,

      [Photo Link fehlt]

      I realized immediately that I was experiencing an event of the greatest world-historical significance (weltgeschichtliche Bedeutung) that I have ever been blessed to experience in this incarnation. I then slowly began to utter these amazing never-before uttered mantric words:

      "Rudolf Steiner in a bikini."

      Yes, indeed, I believe --- please mark this date, September 18, 2010 --- that I am now the very first human being in all of human history to have ever thought, spoken and now typed the words "Rudolf Steiner" and "bikini" in the same sentence! Never before now could I even have imagined such a close juxtaposition (enges Nebeneinanderliegen) of words.

      Be still, my Gemüt! Rudolf Steiner in a bikini!

      Wibke, thank you so much for "saving the appearances" (griechisch: sozein ta phainomena) of the melancholy man with the jet-black hair, black frock coat or black professorial robe, always writing on blackboards. He is the Man-in-Black no more!

      That photograph of you may single-handedly (selbstständig) save the Anthroposophical Society and Movement from its present moribund (todgeweiht) dilapidated (verwarhrlosen), fossilized (versteinert) even freeze-dried (gefriergetrocknet) form.

      As in a fairy tale, may I repeat the words one more time:

      "Rudolf Steiner in a bikini."

      My long lost hope for the future of our human evolution has been restored.

      Thank you, Wibke!

      Hollywood Tom

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    12. @ Bobby,
      @ Tom,

      "Da habe ich gerade Die Multi-Identitäten von Deinem "Spezialfreund" etwas "entschleiert"

      Purer Quatsch ist das mit den Multi-Identitäten! Auch wieder so eine wahre Tiefpunkt-Kulmination des Denkens!

      Aber setzt mir doch mal bitte auseinander, wie ich zu der Ehre komme, Toms "Spezialfreund" zu sein?

      Für mich ist das mehr als schleierhaft, also dränge ich hier auch mal auf eine erhellende "Entschleierung"!

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    13. Rudolf im Bikini, die russische Fahne schwenkend.

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    14. Lieber Geschlechtsgenosse Tom,

      ich war eben gerade etwas peinlich berührt, als ich meinen von Dir geposteten Kommentar von 2011 gelesen hatte: Ich schreibe irgendwie immer das Gleiche,
      jahraus, jahrein, ein Wahnsinn das alles.

      Egal. Ich habe jedenfalls heute beschlossen, endlich, endlich, endlich MEIN ERSTES WIBKE REINSTEIN BUCH (!!) in ihrem Hüteverkaufverlag (boncap.de) zu bestellen.

      Habe nämlich gelesen, dass sie ihre Bücher nicht nur signiert, sondern dass man auch persönliche Texte vorschlagen kann, die sie dann als Widmung übernimmt.

      "Für meinen lieben Freund Rainer Herzog, dem letzten spirituellen Repräsentanten des deutschen Volkes"

      "Für Rudolf, dem irren Bikinitragenden Assad-Anhänger"

      "Für mein altes Mütterchen, die in ihrem Alter endlich die Geheimnisse von Mann und Frau mit vorliegendem Werk kennenlernen darf".

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    15. Geht die Tage los (Werde wohl auch noch diverse Hüte bestellen, der Winter naht).

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    16. Geschätzter letzter spiritueller Repräsentant des deutschen Volkes,
      lieber Rainer,

      persönliche Beleidigungen sind unterstes menschliches Niveau und ausnahmslos Ausdruck einer negativen Kulmination geistiger Tätigkeit. Sie sollten in einem öffentlichen Forum unterbleiben.

      Als "irre" können bestenfalls Meinungen, Standpunkte, Äußerungen, Theorien, Hypothesen, Lehren usw. bezeichnet werden, bei entsprechender Begründung natürlich.

      Ich bin kein Assad-Anhänger. Und ich denke auch, oder vielleicht gerade weil ich keiner bin, sagen zu dürfen, dass es erlaubt bleiben muss, auf die Gefährlichkeit der Ablenkungsstrategie hinzuweisen, welche dahinterstecken könnte, Assad zu einem Sündenbock für anderswo liegende Verantwortlichkeiten zu machen oder ihn gar zu einem den Westen bedrohenden Feindbild hochzustilisieren.

      Eine der grössten Herausforderungen der Gegenwart, der Kampf gegen den Terrorismus, dessen Berechtigung von so gut wie keiner Nation in Frage gestellt wird, inklusive Assad und Russland, darf nicht in die Nähe des Begriffs "Völkermord" gebracht werden, wollen wir nicht direkt oder indirekt auf der Seite des Terrors stehen. Das ist eine ungeheuer ernste Sache.

      Die ganze Welt ist sich einig, dass die Terroristen in Syrien und im Irak vernichtet werden müssen. Es darf angenommen werden, dass wenn dem Westen ernst mit dieser Sache wäre, dies längst schon passiert wäre.

      Gestern kam im deutschen Fernsehen wieder eine Meldung Assad habe gezielt ein Kinderkrankenhaus in Aleppo in Schutt und Asche gelegt. Ganz kurze Bilder, vielleicht 3 Sekunden ohne die Quelle zu nennen. Bilder aus denen Ort und Zeitpunkt sowieso nicht abgeleitet werden können.

      Die Frage bleibt offen, warum er das tun sollte, denn es würde ihm nur schaden.
      Es könnte ein unbeabsichtigter Kollateralschaden im Kampf gegen die Terroristen sein, ja, so tragisch es auch wäre. Dieser Begriff ist bitteschön unverfänglich, sollte sich jetzt jemand daran stossen. Es war gängiger Jargon der offiziellen US Berichterstattung in den Irak-Kriegen.

      Da sich so ähnliche Berichte aber häufen, äussere ich jetzt meine vom ZDF abweichende Meinung. Das mit dem bombardierten "Kinderkrankenhaus" riecht für mich verdammt stark nach einer Meldung vom selben Typ als Anfang der 90er Jahre von Saddam Hussein berichtet wurde, seine Soldaten hätten beim Einmarsch in Kuwait in einem Kinderkrankenhaus Babys aus ihren Brutkästen gerissen und umgebracht.

      Jahre später ging durch die offizielle Weltpresse, dass diese Meldung ein fake war.

      Der Terror in Syrien hat keinen innersyrischen Ursprung und entpringt keinesfalls der Unzufriedenheit der syrischen Bevölkerung. Diese möchte einzig und allein den Terrorismus besiegen und in Frieden leben.
      Und eines ist sicher, sie möchte auch nicht leben wie die Bevölkerungen derzeit in Libyen und im Irak.
      Ich wiederhole, ich bin kein Assad Anhänger und auch kein Russenfreund.
      Un dennoch sage ich, weil Assad mit den Russen verbündet ist, rechtfertigt das meines Erachtens noch lange nicht, dieses Land auch noch in den Abgrund zu stossen, in dem sich Libyen und der Irak zur Zeit befinden.

      Der weltweite Kampf gegen den Terror ist ungleich wichtiger als ein "Regime-change" in Syrien, denn von Assad nahm der Terrorismus sicher nicht seinen Ursprung, noch geht von ihm - ganz anders als vom Terrorismus - irgendeine wie auch immer geartete Gefahr aus, wenn man vielleicht mal von den wirtschaftlichen Nachteile für Ölkonzerne der Golfstaaten absieht.

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    17. @ Rudolf

      Nein, leider wieder falsch.

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    18. @ Rainer,

      du offenbarst dich also so oder so. Deine Sache!
      Wenn du meinst, es sei in Ordnung Blog-Teilnehmer zu beleidigen, dann wird letztlich auf dich zurückfallen, damit musst du leben.

      Bezogen auf den Rest meines Beitrags, wäre wohl zumindest eine klitzekleine Entgegnung sinnvoll gewesen.
      Denn wenn du ganz pauschal und ohne Kommentar meine Kernaussage bestreitest, dass der Terrorismus die weitaus grössere Gefahr für unsere Sicherheit und den Weltfrieden darstellt als das Assad-Regime, positionierst du dich leider nicht eindeutig auf die Seite der demokratischen Rechtsstaatlichkeit bzw. der Gegner des Terrorismus.

      Swetlana Allilujewa, die 1967 über Indien in die USA geflohene Tochter Stalins, antwortete nach ihrer Flucht wiederholt auf Fragen westlicher Journalisten, was denn ihr Zukunftstraum sei.
      Sie antwortete, dass es ihr grösster Traum wäre, wenn Amerika und Russland Freunde werden würden und die Bürger beider Staaten frei überallhin reisen könnten, wohin sie wollen.
      Dieser Traum wurde damals medial millionenfach geteilt und sie wurde zu einer Ikone des Drangs nach Freiheit, im Westen und nicht im Osten.

      Jetzt erst, seit einigen Tagen ganz besonders, scheint dieser Traum Swetlanas in den Bereich des Möglichen zu rücken.
      Aber was gibt es heute stattdessen?
      Sieht fast so aus, als würde die Feindschaft zwischen den USA und Russland wieder von einer Art "neuen Ewiggestrigen" geschürt!

      Was ist nur mit der Welt bzw. dem einst so hoffnungsvollen "Westen" geschehen, der unsere Hoffnungen und unser Bewusstsein jahrzehntelang prägte?
      Könnte es sein, dass der Westen ganz im Sinne des nunmehr zum Mass aller Dinge erhobenen Postfaktischen gar nicht mehr der Westen ist, wie wir ihn kannten und schätzten, sondern eine Art "neuer Osten"?

      Ich weiss, in Euren Augen provoziere ich , aber wenigstens ein Denkansatz!
      Ich meine, es könnte einem wünschenswerten Aufeinanderzugehen nützlich sein.

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    19. @ Rainer Herzog

      Nur eine "klitzekleine" Bemerkung:
      Rudolfs postfaktische Kernaussagen bilden immer wieder ein umwerfender Denkansatz, auch wenn er energisch abstreitet dazu in Bikini die russische Fahne zu schwenken. Leider verbleiben seine mehr als fragwürdigen Thesen dabei meistens im luftleeren Raum der Spekulation. Es wäre doch schön zu erfahren aus welchen Quellen er seine Offenbarungen bezieht.

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    20. @ Rudolf

      "Bezogen auf den Rest meines Beitrags, wäre wohl zumindest eine klitzekleine Entgegnung sinnvoll gewesen".

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/krieg-in-syrien-alle-wichtigen-fakten-erklaert-endlich-verstaendlich-a-1057039.html

      Außerdem: Wikipedia: "Krieg in Syrien".

      Das reicht. Thema für mich hiermit beendet.

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    21. @ Rainer,

      Natürlich ist die Lage in Syrein viel komplexer als ich sie vereinfacht dargestellt habe.
      Ich habe mich bereits in der Vergangenheit viel - auch mit deinen verlinkten Quellen - auseinandergesetzt. Diese sowie der überwiegende Teil der mainstream Medien, auch im Internet stehen allerdings nicht im Widerspruch zu meinen Kernaussagen, also dass der Terrorismus die weitaus grössere Bedrohung und Gefahr darstellt als Assad.
      Wohl eher steht alles im Widerspruch zu deiner Kernaussage, denn von einem Völkermord von Assad betrieben ist so gut wie nirgends die Rede. Einzig von Israel wird Assad offiziell Völkermord vorgeworfen. Selbst deine verlinkten Quellen sprechen hingegen von Obamas seit 2011 bis heute vertretener "Assad must go" Linie ( gemeinsam mit Saudi arabien und Israel). Auch sprechen sie davon, dass weder die Fsa noch die anderen Terrorgruppen in den eroberten Gebieten weder die öffentliche Ordnung noch die Versorgung aufrecht zu erhalten imstande waren. Dies löste, ebenfalls lt. Wikipedia, riesige Flüchtlingsströme aus, nur zum geringeren Teil ins Ausland, denn es ist von über 7 Mio. innersyrischen Flüchtlingsströmen die Rede.
      Verschwiegen wird, dass diese natürlich und logischerweise in die vom Regime beherrschten Gebiete stattfinden, und nicht von Assads Gebieten in die von Terrorgruppen beherrschten.
      Viele mainstream Quellen berichten davon, dass ein Sturz Assads laut Meinung von namhaften Politikern auch des Westens erst die Ursache für weitere unabschätzbar negative Entwicklungen in der Region wäre und deswegen eine Überangsregierung mit Einschluss Assads erfolgen sollte.

      Man kann Assad natürlich vorhalten keine parlamentarische oder auch ausserparlamentarische Opposition zu dulden, aber einzig allein der Wikipedia-Satz "friedliche Proteste arteten 2011 in einen bewaffneten Konflikt aus" , legt offen, dass viel Propaganda die treibende Kraft der Berichterstattung ist.
      Denn eine "bewaffnete Opposition" kann es nicht geben, diese wäre in ausnahmslos jedem Staat der Welt illegal. Jeder noch so demokratische Staat würde seine Armee zur Bekämpfung einsetzen.

      Sehr aufschlussreich das vom Schweizer Fernsehen gesendete ungeschnittene Interview mit Assad persönlich (Oktober 2016):

      https://m.youtube.com/watch?v=b_zMWv804l0

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    22. Assad gehört einer religiösen Minderheit (Alawiten) an, und kann daher nie aufgeben und aufhören mit diesem Terror.

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    23. Gerade weil er einer religiösen Minderheit angehört, ist er eine Integrationsfigur und kann er es sich noch weniger leisten, gegen die Mehrheit seines eigenen Volkes Krieg zu führen, würde ich meinen.

      Syrien war immer ein sehr positives Beispiel für gelebte Toleranz seiner Herrscher die dazu führte, dass seit Jahrhunderten die verschiedensten Volksgruppen und Religionen friedlich nebeneinander leben konnten.
      Ich habe in den 80ern unter Assad sen. Syrien ausführlich bereist, und war beeindruckt vom wirklich geordneten und alte Traditionen erkennen lassenden mustergültigen Zusammenleben und dem Geist der Toleranz dieser in jedem grösseren Ort bestens miteinander kommunizierenden und bestens auskommenden nicht nur islamischen Glaubensrichtungen, sondern auch Christen und sogar Juden.

      Durch den importieren Terrorismus gehört das leider der Vergangenheit an.

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    24. Ja. als Diktator. Ja ja, aber dann kam unter Assad sen. und Rifaat 1982 Hama dazwischen…
      https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Hama

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    25. Die systematischen Lügengebilde "Rudolfs", auch bzgl der Staatsfolter schon unter Assad sen: http://www.amnesty.de/2012/3/14/syrien-neuer-bericht-dokumentiert-systematische-folter-haft

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    26. Die Standard-Antwort von Rudolf lässt sich erraten. Verkürzt in etwa so:

      Verbrechen gab es nicht nur in Syrien. In den Vereinigten Staaten gab es auch Staatsfolter. Das sagen heute sogar die Mainstream Medien. Von Verbrechen von Assad ist nirgendwo die Rede. Ich bin kein Assad-Anhänger und ich bin kein Russen-Freund aber Folter wurde immer vom Westen importiert und sind das Ergebnis von den Eliten um Obama die die ja nur Handeln im Interesse der Wirtschaft der Ölkonzerne und das Land im Abgrund stoßen wollen. Sie sind die wahren Schuldigen des Terrors und der Verbrechen an der Syrischen Bevölkerung, heute und in der Vergangenheit. Der Terrorismusorganisation der IS wurde dazu eigens ins Leben gerufen. Assad und Putin möchten einzig und alleine den Terrorismus besiegen und in Frieden leben. Sie sind die wahren Beschützer der Menschenrechte.

      Ich kann es nicht mehr hören…

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    27. Sich mit einer Dynastie von Massenmördern und Schlächtern an ganzen Völkern zu solidarisieren wie "Rudolf" stellt schon eine moralisch- geistige Monströsität dar. Offenbar lebt er in einer kompletten Parallel- Wirklichkeit, zu der es argumentativ keine Zugänge mehr gibt. Ein menschlich bedauernswerter Fall.

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    28. Und leider auch symptomatisch und stellvertretend für vieles was da heute abläuft!

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    29. Diese Art von moralisch- geistiger, kollektiver Umnachtung führt zielsicher in eine Katastrophe, bei der hinterher das Kollektiv wieder behaupten wird, es habe ja von nichts gewusst.

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    30. Und mit dabei an vorderster Front:
      Daniele Ganser, Ken Jebsen und ihren Verbündeten. Das sind doch die "wahren Informanten" die, ich kann es nicht anders sehen, die geistigen Urheber für die Lügen-Propaganda auch in unseren Kreisen. Die sich dadurch mitschuldig machen an den Verbrechen die heute verübt und in Zukunft weiter stattfinden werden.

      Die Aktualität sagt dazu:

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-kinder-bei-fassbomben-angriff-auf-aleppo-getoetet-a-1122197.html#ref=rss

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    31. Jaber das meinte ich doch, mit dem - notgedrungenen - "Zusammenrücken" der halbwegs dafür wachen und noch individuellen und individuell empfindenkönnenden Menschen, daß die sich - ein wenig - gegenseitig zur Seite stehen werden. Daß ich das kommen sehe.
      Solche Hirtenfeuer in der Nacht sind weit von Nestwärme entfernt. Wenn so viele Menschen zur schweigenden (auch fröhlich völkisches Liedgut singenden ) Wand werden, was wird aus "uns". Im Osten von D wandern individuellere und auch intellektuelle Menschen aus, weil sie von einem Teil der Dorfgemeinschaft gejagd werden, während andere einfach verstummen, statt was zu machen, na gut, oder machen zu können... gerade ländliche Gegenden sind hier und da bereits postdemokratisch. Wer - sist fast wie in China - von Fakten spricht, wird "saach maa die Gegenfakten, und bleib tollerant, Alda!" von Bürgerstammtischen und Bürgerwehren ermahnt, "bißchen Verständnis von wegen miteinander!" zu haben. Manche haben heute schon Angst, und schweigen, hören zu denken auf, falls es mit Bundeskanzler Höcke noch was werden sollte. Dann sind Hirtenfeuer und Konspirativität - unterschiedlichster - Freiheitsliebender wahrhaftig nicht "Nestwärme spendend" ... soviel wollte ich ..aus meinem selbsterwählten Schreibexil .. noch sagen.
      Herzlich, mischa

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    32. Ich habe auch mal einen Freund und anthroposophischen Arbeitspartner an den Fanatismus verloren- konnte dabei zusehen. Der Anlass war sein sexuelles Verhältnis zu einer serbischen Generalstochter, über die er dann sehr schnell zu einer Leugnung der Kriegsverbrechen und zu einem Hass gegen die Amerikaner und die Bundesregierung kam. Heute verbreitet er gelegentlich Hassbotschaften gegen mich via Facebook, wo er inzwischen natürlich von mir geblockt ist. Er ist zu einem dieser ultrarechten Pseudo- Anthroposophen geworden, deren Botschaften geradezu "aufgeladen" sind von durchdringendem, fanatischem Hass. Ich würde darauf tippen, dass er heute Jebsen, Höcke und Ganser folgt.

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    33. @ alle

      das Massaker von Hama liegt aber lange zurück. Der Artikel

      http://www.zeit.de/2011/26/Syrien-Hama

      wirft beispielweise ein bezeichnendes Licht darauf, dass die Geschichte niemanden der damals Beteiligten und darum Wissenden so richtig freisprechen kann. Alle Beteiligten haben demnach Verbrechen verübt. Sowohl die Muslimbruderschaft, um deren Vernichtung es damals ging, die das Assad Regime massiv in seiner Existenz bedrohte und beileibe nicht als Beispiel für einen Feiheitskampf im freiheitlich demokratischen Sinne angesehen werden kann, noch natürlich das Assad-Regime selbst, dass damals um seinen Untergang fürchten musste, aber als Garant für Stabilität in der Region stand, noch der Westen, der nach dem Untergang der Sowjetunion im Wissen und trotz des Wissens um all dies weiterhin auf Assad sen. setzte.
      Politik war immer schon ein schmutziges Geschäft. Es liegt an uns, heute unvoreingenommen und unparteiisch die dunkeln Seiten einer jeden Politik, seien es "böse Diktatoren" , "gute Diktatoren" als auch die Politik des Westens vorbehaltlos und unvoreingenommen auf derselben Ebene und unter Anwendung derselben Beurteilungsmasstäbe zu beleuchten und ausnahmslos allen Akteuren auf die Finger zu schauen und dementsprechend versuchen zu beeinflussen.

      Eine mehr als 30 Jahre zurückliegende Tat als Begründung vorzuführen warum der Terror des Assad-Regimes heute (!!) schlimmer sein sollte als der des IS und aller anderen in Syrien operierenden terroristischen Vereinigungen und gleichzeitig alle sogar vom mainstream nicht in Frage gestellten Tatbestände zugunsten des Assad Regimes nicht wahrhaben zu wollen, ist mehr als abwegig.
      Nach derselben Logik müsste man genauso dem Obama oder gar dem zukünftigen US-Präsidenten alle dunklen Seiten der US-Politik der letzten 30 Jahre vorhalten und ihn deswegen disqualifizieren.
      Absurd wäre das, und der heute notendigen Konsensfindung durch Aufeinanderzugehen sicher nicht dienlich!

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    34. "Diese Art von moralisch- geistiger, kollektiver Umnachtung führt zielsicher in eine Katastrophe".......

      Zielsicher in die Katastrophe geht es immer dann, wenn kein Ausgleich und keine Kompromisse zwischen unterschiedlichen Standpunkten mehr gesucht und auch gar nicht mehr erörtert werden dürfen.

      Wenn man beispielsweise wegen einer verhinderten gas-pipeline (siehe wikipedia) soweit gehen will einen Weltkrieg zu riskieren, gleichzeitig aber nicht müde wird, denjenigen die moralische Verantwortung zu übertragen, die nichts anderes tun, als darauf hinzuweisen.

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    35. @ Michael

      Da könnte auch ich über einiges berichten. Werde ich aber nicht im Einzelnen tun. Das Problem dabei: Wenn die Betreffenden das hier lesen, würden sie sich sofort wiedererkennen und die entsprechenden Rückschlüsse ziehen.

      Deshalb nur allgemeines Verhalten in unseren Kreisen, aus meiner Beobachtung:

      Diese Menschen, die von sich behaupten Anthroposophen zu sein, teilweise gebildete, angesehene Persönlichkeiten und sie wählen, soweit ich weiß, häufig AfD entpuppen sich als fanatische Anhänger von Daniele Ganser und Ken Jebsen. Und zwar in der radikalen Art. Dabei wird nicht der geringste Widerspruch geduldet. Es werden Augen und Ohren verschlossen für alles was nicht gesehen und gehört werden darf. Und vor allem nicht gedacht werden darf. Da setzt jede Vernunft aus und es wird physisch, auf primitivste Art, darauf losgebrüllt wenn irgendwelche "abfällige" Gesichtspunkte auch nur angedeutet werden. Wie aufs persönlichste angegriffen und zutiefst beleidigt, werden die Helden sofort bedingungslos "in Schutz" genommen, geradezu verbissen verteidigt. Wie bei einer Guru-Anhängerschaft wo auf Gedeih und Verderb alles in dieser Welt die vorgegebene Richtung zu folgen hat. Die eigene Persönlichkeit mit eingeschlossen. Da wagt keiner zu widersprechen. So findet Verführung statt.

      Leider ist das alles keine überzeichnete Karikatur-Darstellung sondern mittlerweile alltäglich erlebte Wirklichkeit. Manchmal sogar eher Regel als Ausnahme, so ist mein Eindruck. Es kulminiert sich im neuen anthroposophischen Wutbürgertum.

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    36. Ja, ich höre das von verschiedenen Seiten. Früher hatte man Bigotterie und Rechthaberei, heute geht es in den strammen Fanatismus hinein, der der Parallelwelt von Kopp, Trumpismus und Putinismus entspringt. Eine offenbar fortlaufende Dekadenz einer einst spirituellen Bewegung.

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    37. Man könnte mit Steiner dieses fanatische Denken auch “besessen“ nennen:

      Es entstanden solche Theorien wie die marxistischen, die das Denken, statt es zu erheben in das Spirituelle, auf das bloße Verweben sinnlich-physischer Entitäten, sinnlich-physischer Impulse beschränkten. …. Und so entstanden endlich Gestalten, die besessen waren von solchen Astralwesen, welche in scharfsinnig-irdisches Denken die menschlichen Gelüste eingeführt haben. Und es entstanden solche Wesen wie etwa diejenigen, die dann vom astralischen Plane aus die Lenins und ihre Genossen von sich besessen gemacht haben. 225.127 (1923)

      ‘Und noch vor Ablauf dieses Jahrhunderts wird er sich zeigen, indem er in zahlreichen Menschen auftreten wird als diejenige Wesenheit, von der sie besessen sind. Man wird Menschen heraufkommen sehen, von denen man nicht wird glauben können, daß sie wirkliche Menschen seien …. Sie werden ein Antlitz tragen, in dem man äußerlich eine Art Tierantlitz sehen wird.‘ 346.122f. (1924)

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    38. Anthroposophie bietet schon ein nettes Haltegerüst für Menschen die Angst davor haben, dass sich alles Dasein in bedeutungslosem Pluralismus verliert...
      Das ist aber vermutlich in jeder Weltanschauung so, wo Zusammenhänge gedanklich fixiert werden. Die Anschauung wird dann - jemehr der Zugang zum globalen verloren geht- nur noch zum Panikhaltegriff.
      Die Mechanismen sind simpel und die Charakterisierung jener, welche die Panikgriffe blockieren ist denkbar einfach....

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    39. @ Stephan Birkholz: " Panikhaltegriff" Hätte Anthroposophie nichts weiter zu bieten, als einen "Panikhaltegriff" für Hasenfüsse, wäre vielleicht besser, diesen Angsthasen deren Panikhaltegriff einfach wegzunehmen, damit die eigenen Mut aus eigenen Seelenkräften entwickeln können.
      Doch was ist mit "Pluralismus" gemeint ? Vielfalt der Kulturen ?
      Vielfalt der Sprachen ?
      Vielleicht ist es der kulturelle Einheitsbrei, der immer mehr Menschen als ungeniessbar erscheint ? Man kann ja aus allerlei Vielfältigem einen Einheitsbrei kochen, den man dann als "Pluralismus-Brei" auf der Speisekarte bewirbt. Da ist dann die gesamte Palette an Gewürzen - bildhaft ausgedrückt - zwar real drin enthalten, aber die Vielfalt geht drin unter, wie sie untergeht in einem Gemisch aus Zucker und Salz.
      Wenn wir beides zu gleichen Teilen vermischen, ist es nichts mehr wert. Beides für sich genommen stellt jedoch einen Wert dar.
      Und wenn man süssen Speisen eine kleine Prise Salz hinzufügt, gibt das der Süsse die Kontur. Ebenso mit salzigen Speisen. Wenn man etwas Zucker hinzufügt, gibt das dem Ganzen eine Kontur.
      Ich habe die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen, doch ich glaube, dass Anthroposophie nur für diejenigen etwas ist, die den Mut zur Selbsterkenntnissuche und den Mut, Erkenntnisse zu suchen, unabhängig davon, ob sie einem "schmecken" oder nicht, schon mitbringen.

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    40. @ Stephan Birkholz: P.S. Beim vorigen Kommentar hatte ich vergessen, meinen Namen drunter zu setzen, den betreffs "Mut" usw.
      Ist von mir: LG: Michaela

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    41. Mit 'bedeutungslosem Pluralismus' ist meinerseits gar nichts gemeint, was ich mit Bedeutung/Inhalt(oder auch weiterer Diskussion) füllen könnte; es ist nur die Etikette für das undefinierte Schreckgespenst des sich Verlierens im Undeterminierten...

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    42. Wahrscheinlich bedarf' s für den gedeihlichen Umgang mit Anthroposophie (und sonstiger Weltanschauungproduktionen) neben der herkömmlichen Intelligenz auch einer gewissen emotionalen Intelligenz...

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    43. @michaela

      Stimme Dir zu, bei Deinen Überlegungen zur Vielfalt.
      Meine allerdings dass es keine gute Idee ist, den Hasenfüßen die Panikgriffe wegzunehmen - Anthroposophie bietet nach meiner Einschätzung durchaus die Möglichkeit, Lebensmut an ihr erst zu entwickeln - man muss nur aufpassen, dass man dabei nicht in die Abhängigkeit von Hetzern und Anthropogogen Gerät...

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    44. @ Stephan Birkholz: Ja, dem kann auch ich zustimmen, auch besonders dem Hinweis auf "Hetzer" und "Anthropogogen".
      Fällt mir manchmal schwer, solche zu erkennen. Je länger ich mich mit der A. Steiners beschäftige, desto mehr geht mir auf, dass meine eigene Unweisheit der Grund dafür ist, daran etwas zu suchen. Angst nicht, aber Unweisheit bzw, das Irren in Menschen.

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    45. @ Stephan Birkholz: P.S. Da siehst Du`s mal wieder, wie ich mich in Menschen irren kann, diesmal in mir selber. Vergass wieder den Namen drunter zu setzen.LG. Michaela

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  3. Antworten
    1. Sie hielt gerade einen Vortrag über die "ersten Stunden nach dem Tod": http://www.freie-vereinigung.de/aktuelles.html und hat ihre "spirituelle Autobiografie" veröffentlicht. Ihre Bücher werden fleissig ins Englische übersetzt.

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  4. Beispielsweise die 'pfirsichblütfarben angestrichenen Zweigwände'

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  5. Naja, aber hier werden konkrete Personen abgebildet, die sich in diesem Zusammenhang diffamiert fühlen könnten. Ich finde das ja ungehörig.

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    1. Liebe Frau Reinstein, diese Seite hier ist, wie auch ihr Untertitel schon zeigt, schon vom Ansatz her "ungehörig".

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    2. Und die Selbsterziehung zur gepflegten Ungehörigkeit ist für manchen u. U. unerreichbar.
      Er führt unumgänglich durch den Sumpf der gekrampften Gehörigkeit, in welchem mancher einfach nur versinkt bevor er nur die geringste Ahnung erworben hat was sich gehört und wohin er gehört...

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    3. Schöne Wortspiele. Ich mag das. Die Realität hat sie aber schon eingeholt.

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    4. Wortspiele ohne Realitätsbezug wären sinnfrei und Realität ohne (Wort)Spiel sinnlos...

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    5. Ich wollte damit sagen, Gerhard Schuster hat sich gemeldet und die Ungehörigkeit auf seine Weise aufgehoben. Dadurch den Fauxpas ausgeglichen. Die Gepflegrheit einer Ungehörigkeit liegt im Auge des Betrachters

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    6. Herr Schuster hat der gepflegten Ungehörigkeit zu ihrer höchsten Kulmination verholfen, da sie nunmehr nicht nur im Auge des Betrachters ruht, sondern ihre wildseiden-pfirsichblütfarbene Phonetik und Semantik schauerlich (oder auch süßklingend)im Ohr und Gehirn des betrachtenden Zuhörers (meinetwegen auch des zuhörenden Betrachtes) schallt...

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  6. Ich habe Michael Eggert schon drum gebeten, das Video zu dem Vortrag zu verlinken, wenn er schon das Foto verwendet 😄

    https://youtu.be/Tyb6v3CB21I

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  7. Moin,Gerhard, wo seit ihr Vortragen als Nächstes...? Die von mir angefragten Braunschweiger Initiativen beraten sich noch,...,noch nix neues von hier aus dem Norden...gutes WE !

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  8. Urkomischer einleitender Satz und Bild-Unterschrift, Danke.
    Das zweite Teil thematisiert die physische Erscheinung Ahrimans in einen Menschen im Westen ‘ehe auch nur ein Teil des dritten Jahrtausends der nachchristlichen Zeit abgelaufen sein wird‘ (seine Zauberschule gleicht eben YouTube: ‘Schließlich aber würden die Menschen mit ihren Gesichten sehr zufrieden sein, denn sie würden ja ein jeder in die geistige Welt hineinsehen können.‘).

    Das erste Teil handelt vom zweihörnige Tier vom Abgrund (das zweihornige Tier, Offenb. 13) d.h. bei Steiner Sorat oder Satan, der 1998 erschienen sei, aber nur bis zur ätherischen Verkörperung gehe:

    … dass es eben nie während der Erdenentwickelung verkörpert war, das ein Wesen ist, welches nur
    bis zu der ätherischen Verkörperung geht, 178.183 f. (1917)

    ‘Und noch vor Ablauf dieses Jahrhunderts wird er sich zeigen, indem er in zahlreichen Menschen auftreten wird als diejenige Wesenheit, von der sie besessen sind. Man wird Menschen heraufkommen sehen, von denen man nicht wird glauben können, daß sie wirkliche Menschen seien. … Sie werden äußerlich intensive starke Naturen sein mit wütigen Zügen, Zerstörungswut in ihren Emotionen. Usw.‘ 346.122f. (1924)

    .. daß die Menschen, die das sozusagen innere Christentum annehmen, das vergeistigte Christentum, … daß diese Menschen mit einer Beschleunigung ihrer Evolution am Ende dieses 20. Jahrhunderts wiedererscheinen werden. 346.121 f. (1924)

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    1. Ton, was denkst du über diese auf englisch geschriebene Version der "Kulmination" von Stephen E. Usher?

      http://www.anthroposophy.org/uploads/media/SEUsher-Remarks_on_the_Culmination.pdf

      JUPITER, Vol. 6 (2011), Verlag am Goetheanum, Dornach/Switzerland

      Remarks On The Culmination at the End of the 20th Century

      Stephen E. Usher

      Summary.

      In 1924 Rudolf Steiner lectured about the karma of the Anthroposophical Society. He spoke of karmic antecedents to the Society coming into existence at the beginning of the 20th Century. These antecedents included past earthly events and events in the spiritual world in which souls destined to membership in the Society participated.

      Pointing to the end of the 20th Century, Rudolf Steiner spoke of a possible ‹Culmination› of the Anthroposophical Movement that would save civilization from what otherwise would be an inevitable decline. Achieving the Culmination would require concerted effort on the part of Anthroposophists during the entire course of the 20th Century.

      Steiner further stated that if the Culmination was achieved, then the road was open to winning what Steiner called the ‹Cosmic Intelligence› for the domain of the Archangel Michael, failing which the Cosmic Intelligence would fall to Ahriman’s domain with drastic consequences.

      This article investigates whether the Culmination was achieved and explores the meaning of the Cosmic Intelligence. The tentative conclusion is that the Culmination was indeed achieved and that the battle for the Cosmic Intelligence is being waged.

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    2. Beruhigende Gedanke, Tom. Und ‘dedicated to a true and faithful understanding’ sei die heutige Aufgabe, es ist aber noch nicht so einfach zu sagen was das ist. Immer wieder in den Text tauchen?

      Ich finde es merkwürdig, dass Usher (2011) Steiners apokalyptischen Priesterkurs (GA 346) nicht mit einbezogen hat. Dieser handelt auch von Intelligenz-Kräften und Spiritualisierung, aber dann auf den dritten Widersacher (Sorat, Asuras) und besonders auf den Bolschewismus (also ab 1917) bezogen: siehe Siegel (GA 101) Michaels Streit mit dem zweihornigen Tier.

      Das Gegenteil des von Usher genannten Prioritätsgesetz ist die westliche Geheimhaltung (“...ablehnen, selber erfahrungsgemäß von den Dingen, die sie mitteilen, etwas zu wissen.“ 197.36).

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    3. Bei dem Usher- Text, der behauptet, der reinkarnierte Steiner sei unlängst kulminierend vorbei geschneit, handelt es sich wohl darum, auf der Grundlage dünnster und abstrusester Indizien die denkbar genauesten Zeitangaben zu machen und daraus die denkbar weit reichensten okkulten Folgerungen zu ziehen. Einfach unglaublich. Und genau das, was verstörte Sektenmitglieder gern hören würden.

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    4. Wirklich problematisch finde ich Ushers ‘true and correct understanding of Anthroposophy’:
      “It is to maintain a circle of people who can stand in the world for a true and correct understanding of Anthroposophy. “ (Usher, p.77)

      Usher hat seinen apokalyptischen Blick hier einseitig auf dem Westen (Anglo-Amerikanismus und Jesuitismus) gerichtet und übersieht den spirituell vernichtenden Einfluss des Leninismus/ Bolschewismus mit seinem soratisch ‘emanzipierten Intellekt‘ (cf. 197.59 f.; 200.35; 346.122 und 261):
      “It is this writer’s hypothesis that there exist organized, powerful groups in the world who possess real occult knowledge and who know Steiner’s significance better than many Anthroposophists.” (Usher, p.78)

      Steiner (1924): Wir müssen bedenken, daß wir ja leben im Zeitalter der Bewußtseinsseele, jener Etappe der gesamtmenschlichen Evolution, in der der Mensch die Intellektualität sozusagen in die Hand zu nehmen hat, in seine eigene Individualität hereinzugliedern hat. 346.256
      Daher ist das, was zum Beispiel gegenwärtig im europäischen Osten geschieht, so furchtbar satanisch, weil alles darauf hinführt, dort mit aller Kraft Menschen so zusammenzufassen, daß Gruppenseelen notwendig würden. 346.259

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    5. Ja, offenbar postuliert Usher eine eigene anthroposophische Geheimgesellschaft, eine Elite, die bereits wirke und der der reinkarnierte Rudolf Steiner bereits längst angehöre. Bizarr.

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    6. Steiner sagte ja, dass er überlege, sich zurück zu ziehen von der Gesellschaft und nur noch einen kleinen Kreis um sich herum zu versammeln. Das war kurz vor der Weihnachtstagung, zu der er aber dann fand. Insofern könnte man auf diesen Gedanken zurückgreifen und einen eigenen Kreis entwickeln. Wäre aber doch ein Rückschritt.

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    7. Also etwas zwischen Spiritismus und Ahnenverehrung:

      Also man hat auf diese Weise Logen geschaffen, welche Lebende enthalten und auch Tote, aber Tote, welche verwandt worden sind den Erdenkräften. … Die westlichen Logen also, die haben direkt in die Materie gebannte Tote; die östlichen Logen der linken Hand haben dämonische Geister; also Geister, die nicht der Erdenentwickelung angehören, die aber dadurch sich in die Erdenentwickelung hinein-
      schleichen, daß sie anziehen von Menschen abgelegte Ätherleiber. 178.179 f. (1917)

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    8. Es habe nach Steiner (1924) neben der Kulmination der Anthroposophie und einer ‘intellektualistische, vom Seelenleben emanzipierte Betrachtungsweise‘ am Ende des 20. Jahrhunderts (die statistische Methode) vorangehend im 19. Jahrhundert eine ‘Kulmination des Materialismus‘ und seine Auswirkungen gegeben:

      ‘Ich habe ja des öfteren bei anthroposophischen Betrachtungen auf einen gewissen Zeitpunkt im 19. Jahrhundert hingewiesen, auf den Anfang der vierziger Jahre. Ich sagte, dieser Anfang der vierziger Jahre stellt, geistig gesehen, einen wichtigen, einen bedeutungsvollen Einschnitt in der Entwickelung der zivilisierten Welt dar. Er ist sozusagen die Kulmination des Materialismus. Alles in bezug auf den Materialismus war eigentlich 1843/44 schon entschieden. Das weitere war im Grunde genommen Auswirkung und wird noch weiter Auswirkung sein.‘ 346.183 (vgl. Leitsätze S. 65 f.)

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  9. Wow Frau Reinstein ist die Reinkrantion von dem Österreicher, der auf dem Balkan geboren wurde als Eisenbahnerkind. Stimmt das Frau Reinstein? Dann dürfen Sie mal raten wessen Reinkantion ich bin? Sie werden staunen, aber es kostet Geld. Interessiert?

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    1. Genau, es kostet Geld, dass ich mich interessiere. Bitte... :-)

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    2. Also ich gebe Ihnen meine IBAN Nummer von einem Privatmann in der Schweiz. Sie überweisen je nach Ihrer finanziellen Lage einen Betrag, sobald mein Privatmann das Okay gibt. Sende ich Ihnen den Namen meiner Reinkantion mit passender Geschichte dazu. This is the Art of the Deal, sozialverträglich oder?

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    3. Offensichtlich haben Sie mich nicht verstanden. Viel Spaß noch.

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    4. Sie sind genauso unverständlich wie das Orakel von Delphi.

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    5. Das kommt auf die offenheit und den Denkwillen an. Und dann ist es ganz einfach, sagen diejenigen, die es versucht haben :-)

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    6. Lieber Herr Finkelsteen,
      ich möchte Ihnen wirklich nicht zu nahe treten, aber
      so kann das einfach wirklich nicht funktionieren!
      //
      Ich beispielsweise biete neben meinem Premium-Karmazugang auch einen Free-Account (man muss sich nur mit Sternzeichen und Aszendent registrieren).
      Im Free-Account fixe ich die Neugier der Karmasucher mit kastrierten (unverwertbaren) Informationen an.

      Hier ein kleines Beispiel aus meinem Werbungsdurchfluteten
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      weiter geht' s...]

      Also wo war ich nochmal?
      Ach ja, also nicht ich bin die Reinkarnation von Rudolf Steiner, sondern Rudolf Steiner ist...

      [Werbung:

      Seitenbacher Bergsteiger Müsli - Bergsteigermüsli von Seitenbacher

      weiter geht' s...]

      Also, Nicht ich bin die Reinkarnation von ähhhhh, himmel von wem hatten wir' s gerade?
      Ach ja, von Steiner!
      Also nicht ich bin die Reinkarnation von Rudolf Steiner, sondern Rudolf Steiner war die Reinkarnation von mir!
      Sie wissen ja, in der geistigen Welt funktionierts oft einfach genau andersrum wie hier bei uns...


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      [Sie wissen ja, Beratung, Consultanten-Handwerk und Couching ist das einzige, womit man in diesem Land neben Anthro auch noch Euro verdienen kann...]

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    7. "Denkwillen" Um sein Denken kontrollieren zu können, muss Mensch auch fähig sein, das Denken ausschalten zu können. Um geistig schauen zu können, muss man sein Denken ausschalten.
      LG: Michaela

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    8. ":-):-):-)" Wenn Sie wollen, können wir uns auch per Rauchzeichen miteinander verständigen. Bräuchte aber klare Sicht vom Bodensee bis zur Nordseeküste, ein gutes Teleskop, Stapel Brennholz im Garten und einen Geheimcode.
      LG: Michaela

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    9. Geheimcode oder Geheimkot - das ist hier die Frage...

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    10. "die Frage..." Wer schmeisst denn da mit Lehm ? Der sollte sich was schäm`! Der sollte doch was andres nehm`als ausgerechnet Lehm.
      C.Waldorf
      LG: Michaela

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    11. https://www.youtube.com/watch?v=5oNHIWbziSs#t=2862.001609

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  10. Sehr geehrter Herr Birkholz,
    Ihre Geschäftsidee ist phantastisch. Ich würde sogar weitergehen. Das Karmaaccount sollte Börsencodiert sein mit dem Geheimkot, wie Sie sagen werden wir im kommenden Jahr Traumrenditen erwirtschaften und dadurch die Wallstreet durch ätherisieren. Man muss nur aufpassen wegen den scharfen Börsenbestimmungen, dass man nicht mit toxischen Karmapapieren handelt. Vondaher brauchts das Seitenbacher Müsli nicht sondern den richtigen Soundtrack. Schpreng Karle schpreng: https://youtu.be/Ofz4BfPDJsk
    Herzlichst Herrmann Finkelsteen

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  11. "C.Waldorf" Korrektur: Die Frau, die gesungen hat: Wer schmeisst denn da mit Lehm? - hiess Claire Waldoff, nicht "Waldorf".
    LG: Michaela

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    1. So ein Mist aber auch: 'Waldorf' hätte sich karmisch wenigstens vermarkten lassen!

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    2. Es hätte irgendwie besser reingepasst, wenn der reale name "Waldorf" gewesen wäre. Aber solange wir auf der Erde leben, haben wir noch die Möglichkeit, eigene Irrtümer zu korrigieren, danach nicht mehr.
      Ich glaube, die Claire ist es wert, dass wir ihren Namen reinhalten. Auch den Namen Reinstein.
      Schön, dass die Claire wenigstens nicht "Waldoof" hiess !
      Mit dem Namen "Waldoof" wäre die vielleicht nicht so berühmt geworden. Und wenn W.Reinstein z.B. W.C. Stain hiesse, wäre die keine potenzielle Reinkarnation von Steiner.Oder doch ?
      Wer kennt sich da noch aus ?

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    3. Herr Birkholz, der vorige Kommentar stammte von mir.
      Glaube, einen Gedächtnistrank zu brauchen, um nicht nochmal zu vergessen, meinen Namen drunter zu setzen.
      LG:Michaela

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    4. Hiermit beende ich das Kommentieren auf diesem Blog.
      LG: Michaela

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    5. Bedauerlich, Michaela. Ich habe Sie nie als Mensch einschätzen können, bedauerlicherweise, was aber immer wieder mal vorkommt in der Virtualität, aber auch bedauerlich ist. Ob weiter machen oder nicht- diese Frage stellt sich für mich natürlich auch. Nach 20 Jahren Betrieb stelle ich jetzt zB die Stammseite egoisten.de ein und gebe die Rechte ab. Die Seite wird im März2017 verschwinden. Jedenfalls: Adieu, und Ihnen alles Gute!

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    6. 24.204 Kommentare und 902 Beiträge (ohne Egoisten.de) - beachtlich!

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    7. "Hiermit beende ich das Kommentieren auf diesem Blog"

      Michaela, das hattest Du schon mehrmals auf diesem Blog geschrieben/verkündet. Mein Vorschlag: "Hiermit beende ich das Kommentieren für heute"

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  12. Auch wenn ich mich mit den folgenden Gedanken mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zwischen alle Stühle setze, so will ich mir angesichts dieser Möglichkeit nicht den Mund verbieten und sage das Folgende.
    Humor, auch schwarzer Humor kann ja in bestimmten Situationen eine belebende Wirkung auslösen, kann mit seiner Feinsinnigkeit Erlebnisweisen in sozialen Zusammenhängen dahingehend neu ordnen helfen, dass die in sie eingebundenen Menschen dadurch eine Horizont Verschiebung erfahren, welche sie in die Lage versetzt die erörterten Sachzusammenhänge aus einer erweiterten Perspektive heraus anschauen zu können, mit der Folge über eigene Blockaden hinweg aufeinander wieder zugehen zu können. Wenn sich aber in den Humor der Spott mischt, dann verschliessen sich die Tore für eine soziale Annäherung unterschiedlicher Anschauungshorizonte und weitere Bemühungen laufen ins Leere.
    Der Spötter übersieht nicht selten, dass diejenigen Teilhaber an einem Dialogprozess, die er mit Spott übergiesst, zwar mitunter nicht über dessen intellektuelle Scharfsinnigkeit verfügen, aber allermeist auf ein tief verwurzeltes Gefühl zurückgreifen können, auf das sie sich in derartigen Lagen dann beziehen, um sich zu schützen. Sie klinken sich aus dem Dialogprozess aus, weil sie sich in ihrer individuellen Eigenart nicht geachtet, nicht auf Augenhöhe angesprochen fühlen und verfolgen den Dialog, wenn überhaupt, dann nur noch als Zaungäste - nicht ohne eine für den achtsamen Betrachter nachvollziehbare Bitterkeit. Wunden, die durch Spott hervorgerufen werden gehen tief und nicht selten langanhaltend in das Seelenleben dieser Menschen ein.
    Verfängt sich der Spott schlussendlich dann noch in einer eigenen Selbstgenuss Schlaufe, dann fällt unscheinbar ein Art Eiserner Vorhang herunter und die „miteinander“ um einen Dialog Bemühten hören in ihren Sachaussagen nur noch ihre eigenen Echos. Die Zaungäste aber halten sich möglicherweise vermehrt die Ohren zu, ohne aber tiefer hinein orten zu können, was da eigentlich schief läuft. Und da es keinen Dirigenten gibt oder besser gesagt, da sich zu wenige aktive und passive Teilhaber an diesem Geschehen aufgerufen fühlen mehr Aufmerksamkeit darauf zu verwenden, welche Dissonanzen ihnen da und dort entschlüpfen, die begonnene Dialoge auf Abwege oder in Sackgassen führen, läuft der Dialogdampfer immer wieder auf Grund und keiner(?) der Beteiligten scheint zu bemerken welche Anteile er zu diesem Umstand vielleicht unversehens beigetragen hat.
    Ohne mich selber aussen vor zu lassen bestürzt mich das immer mehr. Ist es wirklich so, dass unsere innere Dualität Ausrichtung sich so unauflöslich in uns verhakt hat, dass wir unsere eigenen Anteile, die Dialoge oft schon in den Anfängen ins Leere laufen lassen, bei allem unseren Engagement so wenig bemerken? Sind wir sosehr auf die Unebenheiten im Sagen des anderen Menschen von vorne herein innerlich ausgerichtet, dass wir überhaupt nicht daran denken, dass, was er gesagt hat (zumindest in Teilen) einen völlig anderen Bedeutungszusammenhang ausgedrückt haben könnte, als den, welchen wir ihm „unterstellen oder überstülpen?“

    Ich denke einmal, das was ich, wir so manches Mal nach aussen in Worte prägen, befindet sich, im Nachhinein tiefer betrachtet vielleicht nicht einmal in der Nähe dessen, was wir eine Kulmination gedanklicher, wie erlebnistiefer eigenverantwortlicher geistiger Prozessgestaltung nennen können, ist mehr Reaktion aus irgendeiner nicht näher definierten Erregung heraus, als Ant-Wort mit auch nur einem fernen Einschuss von Selbsterkenntnis, entzündet an dem vorausgegangenen Sagen des anderen Menschen.

    Was aber heisst „adveniat“ ? In diesem Sinne , einen Gruss in die Runde.

    Bernhard Albrecht







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    1. Der Selbstkult, den manche anthroposophische Kreise seit je her betreiben, ist in meinen Augen das wirklich Schädliche, das Zersetzende, das Eitle und sich in eingebildeter "Geisteshöhe" Suhlende. Ich sehe darin- als alter Insider- ein wohlbekanntes, rein luziferisches Element. So etwas spitze ich gern zu und auf. Ich sehe das als Gegengift. Die Souveränen werden die Ironie mit Fassung aufnehmen. Die Anderen antworten sowieso nicht, weil sie nur unter Ihresgleichen verkehren und nur Signal- Vokabeln austauschen. Ich habe kein Problem damit, von Ihnen verdammt und zu ihren "Gegnern" gezählt zu werden. Das ist so mit Kulten. Für die, die das - z.B. in abhängigen Arbeitsverhältnissen- Tag für Tag ertragen müssen, ist die ironische Distanzierung wie in diesem Beitrag dagegen wie ein Balsam. Der selbstbezüglichen Pseudo- Esoterik etwas entgegen zu halten, nehmen sie als etwas auf, das sie unterstützt in ihrer Bemühung um Autonomie.

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    2. Senk you werry much(*)!

      (*) Eine Signalformulierung für den, der's auf den Punkt gebracht hat...

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    3. Nachvollziehbar für mich, da ich davon ausgehe, dass Du Dein inneres Gleichgewicht immer wieder bemüht bist auszutarieren.
      Gleichzeitig aber auch grenzwertig, diese Vorgehensweise, da beide angesprochenen Gruppierungen in sich keineswegs homogen sind. Manch einer ist innerlich nicht so stabil wie Du Dich siehst und auf der anderen Seite gibt es in der anderen Gruppe, die, wie Du sagst weitgehend nur Signalimente untereinander austauschen auch Menschen, die das nicht tun, stille Sucher sind oder einfach noch in einer Phase der inneren Orientierungssuche sich befinden. Könnte dieser Umstand Dich dazu bewegen ab und an etwas weniger, mit Verlaub, ironisch bärbeissig vorzugehen. Du erinnerst mich ein wenig an die Hauptgestalt in dem Buche, das ich gerade begonnen habe zu lesen. (Puer Robustus. Eine Philosophie des Störenfrieds von Dieter Thomä, seines Zeichens Professor für Philosophie an der Universität St. Gallen. Der Suhrkamp Verlag bewirbt dieses Buch auf der Rückseite wie folgt: Vorhang auf für den heimlichen Hauptdarsteller der Moderne! Der puer robustus bleibt so lange am Leben, wie Machtzentren den Ton angeben, die als Gegner nur Aussenseiter kennen. Er ist auch unser Zeitgenosse.)Mehr will ich dazu nicht sagen.
      Ich grüsse Dich herzlich,

      Bernhard Albrecht

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    4. Herr Albrecht,
      sprechen Sie hier aus presönlicher Motivation oder wurden Sie von irgend einem Zweigvorsteher zur Gegendarstellung abkommandiert (Ihr erster Beitrag klang mir, wie das das Sprachrohr einer Gruppierung)?
      //
      Machen Sie doch einfach mal einen Vorschlag, wie Sie die Ihnen schutzbefohlenen Orientierungssuchenden davor bewahren wollen, dass sie sich im Reigen der ewig selbstunzufriedenen Nebenüber bis an das Ende aller Tage im Gestrüp wildseidener Zweigvorhänge verfangen und als ein Kaspar Hauser gewisser (*) Nebenzweige in den Verzweigungen der abzweigenden Zweigschaften verenden - ohne je auch nur einen einzigen Stahl spirituellen Lichtes abbekommen zu haben...


      * Ich meine hier wirklich ausdrücklich und ohne jegliche Ironie 'gewisser' Zweigschaften un beziehe mich in keiner Weise auf obiges Bild/Video...

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    5. Herr Birkholz,

      Ich will es einmal taktvoll so sagen: Durch eine sehr "denkwürdige" Geschichte, an der mehrer Menschen mitgestrickt haben, bin ich in den Augen des Dornacher Sekretariats zur Karteileiche, was meine Mitgliedschaft betrifft, mutiert. Ich habe diese Geschichte seinerzeit nicht zurecht rücken wollen. ... Die Frist zum Rekurs verfiel und damit endete per Verwaltungsakt meine Mitgliedschaft in der AAG. Ich bin also heute niemandem gegenüber weisungsgebunden. Doch selbst wenn ich heute noch Mitglied der AAG wäre, so hätte ich niemals eine derartige Weisung entgegengenommen.(Eine Gesellschaft zur Pflege eines Freien Geisteslebens kann sie ernsthaft, wenn sie nicht in ihr Gegenteil abtrudeln will, Mitglieder unter eine irgendwie geartete Weisung stellen?)
      Ich halte dagegen: Wenn ich etwas zu sagen habe, dann sage ich es in Eigenverantwortung.
      Was ich aber über ihre diesbezügliche Frage hinausgehend hier noch hinzufügen will, das ist Folgendes: Ich verstehe mich als ein Mitglied der Anthroposophischen Bewegung und auf deren Kartei hat gottlob keine irdische Institution Zugriff.

      Bernhard Albrecht

      PS.: Zum Rest Ihrer Ausführungen will ich mich nicht äussern.

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  13. Antiamerikanismus:

    In der frühen Nachkriegszeit einfach nur dumm, dann jahrelang etwas für Linke. Als die Linken dann gesellschaftsfähig wurden, wurde er es automatisch auch. Aber nicht für immer, nur bis zur Kaperung durch die rechte Szene und das blieb bis vor kurzem auch so. Dann die letzten Wochen plötzlich kurzzeitig wieder Privileg des mainstreams, das überforderte Sehr viele Menschen mental und seelisch! Und was ist heute? Niemand traut sich mehr darüber nachzudenken, wer heute die "Lizenz" zum Antiamerkanismus innehat. Das totale geistige Chaos.

    Päpstlicher als der Papst zu sein, schon immer ein nicht ganz leichtes Geschäft!
    Man könnte heute auch sagen, mainstreamiger als der mainstream zu sein, ebenso. Verdammt schwierig, etwas verloren und deplaziert wirken heute die Apologeten einer sich gescheit und ultramodern wähnenden , im Grunde bloss abgehoben verirrten Speerspitzengeistigkeit. Also Jene, welche meinen, dem jeweils gängigen mainstream immer sogar noch eine Nasenlänge voraus sein zu müssen.

    Vor einigen Tagen wurde Rudolf hier noch als hoffnungloser Fall abgeschrieben, sogar als sich mit "Assad solidarisierend" in den innersten Zirkel des danteschen Infernos verbannt.
    Nur weil er anerkannte, dass auch ein Assad, dort wo er einen im Einklang mit dem Völker- und internationalen Recht gedeckten Kampf gegen einen in jedem Land der Welt illegalen bewaffnetenTerrorismus führt, rechtens handelt. Das war für diejenigen ein Unding, welche glauben, dass es richtig sei offiziell den Terror zu bekämpfen, ihn inoffiziell aber zu unterstützen oder wenigstens zu leugnen, dass seine Bekämpfung eine der wichtigsten Herausforderungen der Gegenwart darstellt.

    Natürlich war klar, dass dies ein (h)ausgemachter Schmarrn ist, wie man in gutem weisswurstäquatorianisch südwärts gerichtetem Deutsch zu sagen pflegt, also den Kampf gegen den Terrorismus als viel unwichtiger, und Assad noch vor den IS-Terrorschergen als den zu beseitigenden Satan anzusehen.
    Der mainstream wird z.Z. aber anscheinend von den schnellsten Wendehälsen erobert, die man sich vorstellen kann.

    Gestern in vielen Medien, aber diesmal nicht auf RT oder sonstigen rechten Schmuddelmedien, sondern in der 19 Uhr heute-Nachrichtensendung des ZDF Bilder von aus der Hand der Terroristen befreiten Syrern in Aleppo, wie sie von der Assad-Armee ausgehändigte Essenspakete in Empfang nahmen und gleichzeitig von den Terroristen ausgehändigte Flugzettel zeigten, die sie davor warnen sollten zu Assad überzulaufen, weil sie gleich erschossen würden.
    Natürlich könnte es eine Propagandaaktion Assads sein, aber wie wir alle wissen zählen nicht die wirklichen sondern die konstruierten Wahrheiten.

    Was immer die wirkliche Wahrheit sein mag, was ist aber nun, wenn im mainstream jetzt eine andere Wahrheit vor unser aller Augen konstruiert wird?
    Was ist denn also mit der deutschen mainstream-Berichterstattung geschehen?
    Ist das ZDF etwa von RT übernommen worden?

    Oder dämmert es langsam auch dem allerletzten der "Päpstlicheren als der Papst", wie wichtig der Kampf gegen den Terror wirklich ist und dass die Umkehrung dieser Argumentationsstrategie nichts anderes wäre, als sich auf die Seite der IS-Halsabschneider- Terror-Schergen zu stellen?


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    1. Rudolf, Du kannst ja noch nicht einmal Nachrichten gucken:

      Die ZDF-Leute haben doch eindeutig gesagt, dass die Bilder vom regierungstreuen Staatsfernsehen kommen:

      https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/161128-hjo-gesamt-100.html

      (ab ca 7:30)

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    2. Na woher sollen sie denn sonst kommen, die Bilder aus vorderster Front, direkt aus den gerade von den Terroristen befreiten Kampfgebieten?

      Ich sagte doch, es kommt darauf an, welche Nachrichten und welche Bilder von "unserem" mainstream übernommen werden! Welche Aussagekraft und welcher Wahrheitsgehalt ihnen beigemessen wird!
      Welches Bild der Wahrheit durch die unschlagbare Macht der Bilder sich in unserem Empfinden als das wahre einnisten soll!

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  14. Ein kleiner Rückblick, Teil 1

    Nachfolgendes begleitet mich nun schon seit meinen jüngeren Jahren ein Leben lang. Es ist das „Gemunkel“ um das Wiederkommen von Rudolf Steiner um die Jahrtausendwende herum. Es war in den 70gern des vergangenen Jahrhunderts, als mich eine mit Leitung, Hochschule und Administration des Goetheanum gut vernetzte und mir heute auch nach wie vor vertrauenswürdige Person in einem ernsten Gespräch, gleichsam als Kontrast Untermalung dieses unseres Gesprächs nüchtern und kurz darauf zu sprechen kam, dass am Goetheanum eine Liste geführt würde, auf der gegenwärtig „64 Namen“ stünden, die in Zusammenhang damit gebracht würden, eine von diesen Personen könnte die Wiederverkörperung von Rudolf Steiner sein.
    Zur gleichen Zeit gab es auf Hinweis und in einem Fall mir auch persönlich bekannt einige Menschen in Dornach, die darauf geeicht zu sein schienen anderen Menschen „ungefragt“ deren „angeblich“ zurückliegende Inkarnation an den Kopf zu werfen.
    In den 90er Jahren wurde ich dann sogar einmal einer Frau persönlich vorgestellt, welche, von meiner Gastgeberin im Brustton der Überzeugung vorgebracht, die gegenwärtige Verkörperung Rudolf Steiners sei, „die ich doch unbedingt kennenlernen müsse.“
    Ich kann diese Vorgänge auch heute nur als eine Prüfung für die eigene Selbsterkenntnis, die Klärung prozesshaften Denken, Fühlen und Wollens verstehen.
    Im Laufe der Jahre habe ich dann immer mehr den Hinweis in Rudolf Steiners Buch: „Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten“ verstanden, wonach die Eingeweihten unscheinbar untereinander vernetzt seien und aus dieser Verborgenheit hervorträten, wenn sie es für richtig hielten. Sie also nicht, auf welche Weise auch immer hervor gezerrt werden könnten, wenn auch noch so sehr erwartet.
    Was ich selber in meinem Umfeld unmittelbar erfahren habe, das ist, dass sich eine solche Person sofort wieder wie verbirgt, mitunter bis dahin, dass diese Person nicht mehr als die gleiche wahrgenommen werden kann, als die sie eben noch gesprochen hat, wenn ihr eine auch nur indirekte Inkarnation bezüglich ihrer Person zugesprochen wurde. Um der Freiheit der eigenen Person willen und noch mehr um der inneren Unabhängigkeit der anderen Person. Und doch lebt in aus meiner Sicht heraus völligem Missverstehen einiger aus dem Zusammenhang gerupfter angeblicher Hinweise Rudolf Steiners ein Drang unter anscheinend nicht wenigen Anthroposophen mit der Wiederkehr Rudolf Steiners dann eine Galionsfigur zu haben unter deren Flagge sich versammeln zu können „alles“ zum Besseren hin wenden würde.
    Mich macht das vor dem Hintergrund, dass Rudolf Steiner nach seinen Worten sein Lehramt im Zuge der Weihnachtstagung von 1923/24 niedergelegt hat sehr nachdenklich. Dass dem nicht so sei, sehe ich im Gegensatz zu manchen Anthroposophen, die auf den äusseren Augenschein verweisen, meditativ darauf hin schauend nicht so. Welche einschneidende innere Haltungskorrektur ist aus dieser Sicht für diese unsere Jahrtausend Wendezeit dann gegenüber der Anthroposophie und im besonderen gegenüber der Anthroposophischen Bewegung einzunehmen? Das ist für mich die grosse Frage.

    Bernhard Albrecht

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  15. Ein Rückblick, Teil 2

    Der wiederkehrende Rudolf Steiner als Galionsfigur.
    Aus meiner Sicht ist dies ein geradezu tragischer Verständnis-Missgriff in Bezug auf eine zu erwartende Kulmination im Umkreis dieser Jahrtausendwende. Kulmination ist nämlich, wie ich es sehe, kein Verstandesbegriff, keine abstrakte Erlebniserwartung, sondern ein Denken, Fühlen und Wollen umfassender Prozessbegriff, ein innerer Erfahrungshorizont und kann als Realität nur insoweit erfahren werden, als alle Vorstellungen bis in ihre hartnäckigen Widerhaken hinein vorausgehend „verbrannt“ werden. Und das betrifft alle Vorstellungen, der oder die könnte etwa eine Reinkarnation von Allanus ab Insulis, von Roswitha von Gantersheim oder Kaiser Marc Aurel sein, sowie alle inneren Zuweisungen einer bestimmten Reinkarnation in Bezug auf sich selbst.
    Mit anderen Worten, wer Kulmination erfahren will, der muss auf seiner Seelen-Meerfahrt vorrangig Skylla und Charibdis innerlich bezwungen haben. Denn ansonsten weis er nicht prozesshaft unmittelbar aus dem Geiste heraus zu kommunizieren. Seine innere Präsenz ist noch nicht zu dieser Höhe herangereift. Und da Präsenz ein innerer Zustand ist, der einer beständigen inneren Gleichgewichtsbildung unterliegt, ist er mit vielen, vielen Beschämungen unterlegt, die bewältigt sein wollen.
    Eine weise Frau sagte mir einmal, scheinbar ohne Zusammenhang mitten im Gespräch mit ihr, wer Reinkarnation denkt ohne die Möglichkeit selber ein einfacher Bauer gewesen sein zu können, der hat einfach die tieferen Lebensprozesse überhaupt nicht verstanden. Denn, das was ich gewesen sein könnte ist ohne Belang, wirkt geradezu wie ein Giftpfeil in mir, der mich festhält in meinem inneren Durchgang auf eine Kulmination hin, bis ich ohne Angst, „ohne Rückversicherung“ dem Nichts entgegen zu treten bereit bin. Kulmination ist ein Erfahrungstatbestand auf dem Schwebebalken des Nichts und wer dort innerlich aufrecht bestehen will, der muss, wie es im Märchen so schön heisst, das Fürchten gelernt haben.
    Ich bin über viele Jahre hinweg immer wieder einmal Menschen begegnet, die sich so in irgendwelche Reinkarnation Gedanken verwickelt hatten, dass sie bei hoher Intelligenz eine gebrochene Biographie in sich zu tragen schienen, mir das Bild eines Sysiphos, der „unter“ seinem Stein liegt, vermittelten. Rudolf Steiner hat ja seinerzeit eindrücklich vor den Gefahren einer verfrühten Reinkarnation Kenntnis gewarnt. Aus meinen Lebensbegegnungen heraus ist daher jedwedes Gerede über Reinkarnation, wen auch immer es betreffen mag Gift, Gift und noch einmal Gift. Gift für eine gesunde Bewusstseinsbildung hinauf und vielleicht ab und an sogar über den Schwebebalken des Nichts hinweg. Kulmination als Krafterfahrung.
    Dass Rudolf Steiner als einer wiederkehren könnte, der gleich einem Till Eulenspiegel sich selber am Schopfe aus dem Sumpf zieht und neue Unterweisungen vermitteln würde wie andere sich ihrerseits aus dem Sumpf ziehen können, das kann ich nicht so sehen. Unsere Kraftgestalt zu entwickeln, das muss ein jeder für sich schon alleine leisten. Die Samenkraft dafür ist ausgestreut.

    Bernhard Albrecht






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    1. Dank, das ist schon persönlicher und aufschlussreicher!

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    2. Wer damit hausieren geht, karmisch bedeutsam zu sein, ist eben in der anthroposophischen Krabbelgruppe geistig hängen geblieben.

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    3. Die asurisch angehauchte Anthroposophen werden dann von den andern als Satiriker und Vernichter angesehen:

      “Die Soratmenschen werden auch äußerlich kenntlich sein, sie werden in der furchtbarsten Weise nicht nur alles verspotten, sondern alles bekämpfen und in den Pfuhl stoßen wollen, was geistiger Art ist.“ 346.122
      … den Kulturtod und die Kulturkrankheit …, denn diese sind ebenso eine Gabe der Asuras, wie die Lüge eine Gabe des Ahriman, wie die Selbstsucht eine Gabe des Luzifer ist. 194.235 f.

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    4. Ist es nicht auch eine Art von Spott, wenn ich mich für die ganz tolle Reinkarnation xyz halte und meine Umgebung neben wenigen Signalwortbekanntschaten (die sich selbstverständlich über viele Reinkarnation erstrecken) nur aus Hans-Heinz-Bratwürsten besteht?
      Gibt es einen Unterschied zwischen Hochmut und Spott?

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    5. In Selbstreflexion, anlässlich seiner Holzstatue und die Figur des Weltenhumors oben links, sagte Steiner (1918):

      “Will man sich richtig in die höheren Welten hinaufarbeiten, so muß man es nicht bloß mitSentimentalität tun. Diese Sentimentalität hat immer einen Beigeschmack von Egoismus. Sie werden sehen, daß ich oftmals, wenn die höchsten geistigsten Zusammenhänge erörtert werden sollen, in die Betrachtung etwas hineinmische, was nicht herausbringen soll aus der Stimmung, sondern nur die egoistische Sentimentalität der Stimmung vertreiben soll. Erst dann werden sich die Menschen wahrhaftig zum Geistigen erheben, wenn sie es nicht erfassen wollen mit egoistischer Sentimentalität, sondern sich in Reinheit der Seele, die niemals ohne Humor sein kann, in dieses geistige Gebiet hineinbegeben können.“ 181.317 f. (s. https://anthrowiki.at/Weltenhumor)

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    6. Es gebe drei anthroposophische Gruppen:

      “Und da wird man zum Beispiel finden, daß Übergangstypen von dem einen zu dem anderen vielfach unter denjenigen sind - das Persönliche ist ja dabei selbstverständlich immer ausgeschlossen -, die eigentlich gar nicht anders können, als die Gewohnheiten des außeranthroposophischen Lebens in die anthroposophische Bewegung hereintragen, die eigentlich gar nicht einmal geneigt sind, die anthroposophische Bewegung besonders wichtig zu nehmen, die sich namentlich dadurch charakterisieren, daß sie in der anthroposophischen Bewegung viel über Anthroposophen schimpfen. Gerade unter denen, die viel schimpfen über die Verhältnisse in der anthroposophischen Bewegung selber, namentlich über Persönlichkeiten, schimpfen im kleinlichen, sind Übergangstypen, die von dem einen in das andere hinüberschillern. Da sind dann die beiden Impulse nicht von einer sehr starken Intensität.“ 237.72 (1924)

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    7. Die Signal-Vokabel 'Übergangstypen' kannte ich tatsächlich noch nicht - kommt im Karmamarketing aber bestimmt bestens an...

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    8. Ich kannte bislang auch nur den anthroposophischen terminus technicus "Ausruh- Inkarnation"- für eher bemitleidenswerte Zeitgenossen ohne Wupp.

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    9. Wir – inklusive der ‘außeranthroposophischen‘ Anthroposophen – sollen also nach Steiner um die Jahrtausendwende eine Anzahl apokalyptischen Kulminationen erlebt haben:

      1. Das ‘im Fleische Erscheinen‘ von Ahriman in Europa/Amerika (noch im zweiten Jahrtausend, 191.198), 2. die ‘ätherische Verkörperung‘ Sorats (für kurze Zeit, ab 1933, ‘wieder Loswerden‘ des gebundenen Tieres vom Abgrund, 178.183; 346.123, 151, 239 und 261), d.h. das ‘Auftreten‘ von geistlosen, besessenen Soratmenschen (noch vor Ablauf des 20. Jahrhunderts, 178.179; 346.122 und 185), 3. das ‘Wiedererscheinen‘ (Inkorporieren) von drei Gruppen Anthroposophen (Ende des 20. Jahrhunderts, 240.180; 346.121).

      Dazu komme noch 4. das nur bei Pfeiffer/Stein behauptete ‘Wiederkommen‘ (Inkorporieren) Steiners in Amerika in 2002:
      “Eine ihn selbst betreffende, ganz direkte Äußerung machte Rudolf Steiner 1922 in Stratford-upon-Avon. Eine Tagebuchaufzeichnung von W. J. Stein lautet: «Caroline von Heydebrand [eine Lehrerkollegin an der Stuttgarter Waldorfschule] sagt: in Stratford (on Even) 1922 sagte Dr. Steiner, er komme in 80 Jahren in Amerika wieder, das wäre auf das Jahr 2002.”

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  16. Humor, Ironie, Spott, Sarkasmus, Zynismus.

    Menschliche Eigenschaften werden in ihre typische Wirkung sichtbar gemacht. Manchmal durch Verstärkung, Übertreibung, Überspitzung, Kontrastvergrößerung usw. in der Beschreibung. Es wird durch eine humorvolle Darstellung etwas offengelegt was auf dem ersten Bick verborgen bleibt. Es charakterisiert, es befreit, es klärt auf, es schärft die innere Vorstellung und es verlebendigt das Denken. Eigenschaften wirken dadurch manchmal sogar erst richtig menschlich.

    Humoristen haben meistens eine eher ernsthafte, philosophische Lebenshaltung, manchmal sogar einen Hang zum Tragischen. Das mag als Widerspruch erscheinen ist es aber nicht.

    Die Verstärkung, Übertreibung kann Hilfreich sein, ist aber nicht immer erforderlich. Manchmal manifestieren sich menschliche Eigenschaften und menschliches Handeln so anschaulich, dass die reine Beschreibung schon ausreicht um ausgesprochen humoristisch zu wirken. Manchmal sogar im unfreiwillig tragischen Sinne.

    Daran ist beispielsweise zu denken wenn gewisse Persönlichkeiten meinen ihr Selbstbewusstsein, ihr Selbstwertigkeit und vor allem auch ihre soziale Überlegenheit dadurch steigern zu müssen, dass sie ihren karmischen Handelswert nach oben in höheren geistigen Gefilden katapultieren. Das ist doch alles so schön zu verschleiern und einzupacken und außerdem ertragreich zu verkaufen. Alles im Sinne einer erfüllten Kulmination. Erfolg garantiert. Vielen Zeitgenossen fallen im treuen Glauben darauf rein.

    Humor kann in ihrer Ausrichtung ironisch, spöttisch, sarkastisch, zynisch sein. Das muss aber nicht unbedingt bösartig sein. Manchmal sind beschriebenen Eigenschaften so gelagert, dass sie eine entsprechende Abwandlung des Humors fordern damit sie treffend und zugänglich charakterisiert werden können.

    Wen eine Person aber gezielt und bösartig heruntergemacht, verletzt und beschädigt werden soll, dann wäre das eine ganz andere Kategorie. Das hat mit Humor im eigentlichen Sinne nichts mehr zu tun wo es um Beschreibung, Charakterisierung und Offenlegung von menschlichen Eigenschaften geht. Da sind dann vielmehr persönlicher Hass, Feindseligkeit mit dabei. Häufig verbunden mit dem Willen sich auf Kosten von anderen zu belustigen.

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    1. "Humor, Ironie, Spott, Sarkasmus, Zynismus"

      Ich find`s immer hilfreich, wenn ich diese Dinge differenziere: Ironie ist häufig Ausdruck einer eher vornehmen oder aristokratischen (auch liebevollen) Geisteshaltung; Autoren wie Th.Mann, R.Musil oder auch (moderner) Max Goldt sind alle äußerst ironisch (Rilke hingegen war auffällig unironisch); Sarkasmus wiederum ist verbunden mit einer äußerst resignativen Lebenseinstellung, häufig bei Menschen zu sehen, die meinen, schon viel erlebt zu haben; Spott und Zynismus haben mehr oder weniger die Tendenz den Anderen zu verletzen.

      Grundhaltung bei allen: Sich nicht einlassen wollen auf das Leben; Übermaß an Beobachten, Kommentieren.

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    2. " Sich nicht einlassen wollen auf das Leben:"
      Das trifft den Nagel auf den Kopf. Sich nicht einlassen wollen aus Resignation, aus einem tiefen Verletztsein innerhalb der eigenen seelischen Situation aus einem sich Eingesponnenhaben in eine ganz bestimmte eigene Denk und Blickweise auf die Welt. Im Sarkasmus entlädt sich ein Übermass an Verletzheit einer bestimmten Person. So gesehen ist der Sarkasmus dann auch Entlastung, Selbstschutz für diese Person. Denn andernfalls würde diese Person sogar bis dahin gelangen an sich selbst ersticken. So jedenfalls Beobachtungen, die ich diesbezüglich machen konnte.
      "Übermass an Beobachten:"
      Hier möchte ich, wie ich es nenne, den sophistischen Korintenpicker verorten. Hochintelektuell kann er sich geradezu verbeissen in eine Sache, verliert dabei aber den Blick für den grösseren Zusammenhang und pickt auf jede Kleinigkeit herunter, sich selber dabei unendlich amüsierend.
      Danke Rainer für Deine Beschreibung und Dank auch an Dich Bobby.

      Bernhard Albrecht

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    3. Und Selbstspott ist wohl die größte humoristische Kunst.

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    4. @ Bernhard Albrecht

      Die Haltung der ironisch-distanzierten Beobachtung findet man z.B. auf Facebook und grundsätzlich im Netz sehr viel. Nach meiner Beobachtung gibt es fliessende Übergänge zwischen einem "gesunden" und intelligenten Maß an Ironie und einem zynisch-verletzenden Spott.

      Ich muss mich da selbst manchmal bremsen, da mir ironischer Spott meistens viel zu leicht fällt - wenn ich mir das genauer anschaue, ist da natürlich häufig eine subtile Aggression verborgen, die ich im Alltag nicht erkenne, bzw. auslebe.

      Es gab übrigends mal (stand im SPIEGEL) eine kurze wissenschaftliche Studie zur Ironie, da wurde auch auf die literarische Figur hingewiesen, die am wenigsten ironisch ist: Fürst Myschkin, der "Idiot" aus Dostojewskijs gleichnamigen großartigen Roman. Ein "unschuldiger" Mensch, der unmittelbar sagt, was er denkt und fühlt.

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    5. Lieber Ton,
      alleine von der Beherrschung dieser humoristischen Kunst des Selbstspottes hängt es ab, ob man noch eine gewöhnliche beleidigte Leberwurst ist, oder ob man schon die Kulmination zur beleidigten Guru-Wust absolviert hat...

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    6. Zum Guru gibt`s denn noch den passenden 40 teiligen Wurst-Koffer:
      http://www.titanic-magazin.de/postkarten/karte/wurstkoffer-7427/

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    7. Hauptsache: Deutsche Wurst. Alles andere ist Käse.

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    8. Stephan, Guru-Wust (im Gegensatz zu Guru Wurst) hat schon im 3. Jahrtausend d.g.J. die vorgeburtliche Ewigkeit erreicht, und Guru-Wut bleibt im Ätherischen, wird die Erde nie erreichen.

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  17. Es wird hier so kommentiert, als ob es jeweilig ein „Einzelmensch“ sei, dem das Können innewohne, Inkarnation handeln zu können. Dieses Verständnis ist ebenso „naiv“, wie es das Selbstverständnis von Frau Reinstein ist.

    Daher gibt es keine Veranlassung, sie als „Gegenstand“ für weitere Meinungen zu benutzen, anhand derer man darauf hinweisen will, wie „man“ sich zu gebärden hätte, im Austausch bereits besagter Verständnisse.

    ~ B.

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    1. Schön Burghard. Dass ich mich mit meinem Sagen zwischen alle Stühle setzen würde, das war mir von Anfang an bewusst und dass mir des Weiteren dann Stuhlbeine nur so um den Kopf fliegen könnten, auch das habe ich vorausgesehen. Du machst den Anfang damit, nun gut. Das wird mich aber nicht daran hindern die Art Deines Denkens weiter wertzuschätzen.
      Ich kann mit Deinem diesbezüglichen "Basta" Verhalten umgehen. Wenngleich ich Dein Sagen nicht gerade für einen gelungenen Ausdruck von Professionalität auf einem schwierigen Forschungsfeld halte.
      Vielleicht magst Du Dich, bevor Du Dich erneut kommentierend mir und oder Frau Reinstein zuwenden willst, noch einmal auf Dein eigenes Sagen kurz zurück wenden. Was kann Dir da entgegen kommen (vorausgesetzt Du bist mit etwas Abstand jetzt bereit Dich darauf in seelischer Beobachtung einzulassen? ) Auf „Augenhöhe“ mit D i r … und … m i r. …
      Könnte es sein, dass Du, in dem Du mich und Frau Reinstein gemeinsam in den Suppentopf der Naivität wirfst den Hasen und den Igel hinter dem Topf übersehen hast?
      Nun, um den Hasen brauche ich mich nicht zu bekümmern, denn das was Du mir beizustellen versuchst, in einer sehr abstrakten Weise - dass „es jeweilig ein „Einzelmensch“ sei, dem das Können innewohne, Inkarnation handeln zu können,“ das habe ich so nicht gesagt. Ich beanspruche keinerlei irgendwie besonders heraus zu hebendes Wissen zu diesem Tatbestand. Habe nur eine Gedankenskizze eingestellt, die im Übrigen sehr viel differenzierter durchformuliert ist, als Du Sie anscheinend auf ein Erstes hin zu Kenntnis nehmen konntest. Mehr will ich konkret zu diesem meinem Kommentar nicht sagen.
      Warum? Weil ich mich von Dir nicht zum Hasen machen lasse, der einer Rechtfertigung hinterher läuft, die er dem Igel zu liefern hätte. Lächel … Wenn der Igel seine Stacheln in einer Weise ausgestellt hat, die eine andere, tiefere Sicht auf das Gesagte ausschliesst. Hoffentlich nur vorerst. Lächel … Und hoffentlich zum zweiten, verstehst Du das Lächeln des Igels, der Dir mittlerweile in Deinen Denkturm gefolgt ist und zwischen Deinen Beinen sitzt. Dir zuflüstert, zieh mir meine Stacheln, die Repräsentanten Deiner … und jetzt tut es weh … Deiner Vorurteile bezüglich Deiner Mitmenschen Frau Reinstein und Bernhard Albrecht. … Du erinnerst Dich des Begriffs der Vorstellungsklebefalle, den ich vor einiger Zeit hier auf diesem Blog in einem Kommentar zur Darstellung brachte.
      https://ich-quelle.blogspot.ch/2015/03/cogito-ergo-sum-ich-denke-also-bin-ich_18.html
      Ich grüsse Dich,

      Bernhard Albrecht

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    2. Sie setzen sich nicht zwischen die Stühle, Sie setzen sich einfach nur, ohne einen Stuhl unter sich zu haben.
      Vielleicht sollte man sich diesbezüglich eher über die Sucht nach Opferrollen Unterhalten, als über die Chimäre der malignen Spötter...

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    3. Und ja Burghard zum Zweiten. Entkerne ich Deine Kommentarbemerkung: dass „es jeweilig ein „Einzelmensch“ sei, dem das Können innewohne, Inkarnation handeln zu können“ Deiner Dir eigenen Abstrahierung, dann ist es genau der Einzelmensch, der sich aus der Nacht heraus an jedem Morgen einzigartig wieder in seinen Leib inkarniert, gewissermassen zurück re - inkarniert und in der Auseinandersetzung mit der Zurückdrängung seines Leibes das Erwachen zum Geiste hin voranbringt, die Toröffnung zur geistigen Welt im Hier und Jetzt ein wenig mehr öffnet, den meist überwältigenden Drang zum Einschlafen an jedem neuen Tag auf ein Neues zu überwinden sucht und dem Schwebebalken im Übergang zum Nichts hin so ein wenig näher kommt.
      Es ist der Einzelmensch Rudolf Steiner, der diesen Weg mit jedem Tag, an dem er an dieser seiner Philosophie der Freiheit geschrieben hat diese Toröffnung zur geistigen Welt sich abgerungen hat. In schweren inneren Kämpfen würde ich nachempfindend zu sagen wagen. Es ist der Einzelmensch Rudolf Steiner, der in der inneren „erlebenden“ Auseinandersetzung mit Kant, Fichte, Rosa Mayreder und vielen anderen Menschen erwacht ist in seine Kernpersönlichkeit hinein, in das, in sein Ich bin. Es ist der Einzelmensch Rudolf Steiner, ein Einzelmensch, wie Du und ich - sage ich, auch wenn das weitere Prügel auf mich herunter prasseln lassen wird - denn ich entziehe damit vielleicht nicht wenigen Menschen ihr Heiligenstandbild.
      Es sind wir als Einzelmenschen, die, indem sie den jeweils anderen Menschen in ihren jeweiligen Alltagsaugenblick abfackeln wegen einer scheinbar nicht kompatiblen Ansicht zu ihrer eigenen Auffassung in dieser Sache, welche damit ihre Chance zu erwachen vorübergehen lassen.
      Ja, wenn wir so miteinander umgehen und einen je anderen Menschen, bzw. eine ganze Gruppe von Menschen bärbeissig in eine „uns“ genehme Ecke stellen, dann muss es keinen wundern, dass ihn die Einweihung nicht finden kann. (siehe: Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten) Ich wage zu sagen, die Einweihung trifft denjenigen der Wertschätzung leben kann, über alle Grenzen unterschiedlicher Auffassungen hinweg. (Gibt es nicht zwölf verschiedene Grundzugangswege die Welt zu betrachten, die Untergruppen zu diesen Grundzugängen einmal aussen vor lassend - haben wir das in unserem Alltag immer im Blick, ich nicht, sage ich ganz offen, denn ich bin kein unfehlbarer Fachmann in Sachen Inkarnation, bzw. Reinkarnation). Einweihung trifft den Menschen, der angesichts einer Auffassungsdivergenz bereit ist sich zu fragen, was habe ich damit zu tun, dass mich dieser Mensch jetzt verletzt. Verletzt er mich tatsächlich oder öffnet er wie ein Arzt eine schon vorhandene Wunde nur und bietet Heilung durch Selbsterkenntnis an?
      Abschliessend für dieses Mal füge ich dem nur noch hinzu: Unsere grössten Gönner auf unserem Weg zur Einweihung sind die Menschen mit denen wir divergieren.
      Damit mache ich mich vom Acker, Dich ein weiteres Mal von Herzen grüssend.

      Bernhard Albrecht

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    4. @ Stefan Birkholz
      Verstehe ich Dich da richtig, Du siehst mich als Opfer? Das sehe ich nicht so. Ich sage nur, was ich denke - jetzt etwas unverblümter als früher.

      Bernhard Albrecht

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    5. @Bernhard Albrecht

      Das auch in diesem Thread mehrfach angeklungene Modell der Anthroposophie als Häuflein weniger, echter Anthroposophen, umgeben und durchsetzt von Übergangstypen und bedrängt/angefochten von allerlei Widersachern mit ihren Helfershelfern ist ein Opferrollenszenario in Reinkultur.
      Darum halte ich eine konstante Refexion darüber, ob man in seinem 'sich angegriffen fühlen', 'sich verspottet fühlen', 'zwischen den Stühlen sitzen' nicht vielleicht einfach nur einer szenespezifischen Konditionierung unterliegt, für unumgänglich...
      //
      Beachtet man das, dann hat man auch einen Stuhl unter dem Hintern - egal wo man sich setzt...

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    6. @Stephan Birkholz

      Exakt. Das ist der Punkt, an dem ich mich und das Anthroposophische mit heraus arbeite aus der typischen Opferrolle heraus, welche auch mit den weiblichen und unterdrückten Seiten in ihr zu tun hat. Viele Menschen außerhalb der Anthroposophie sind bewusster und differenzierter und nur in einer anderen Terminologie als Anthros. Die Liebe zum Menschen überall öffnet die Käseglocke.

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    7. @Stefan Birkholz

      Das klingt sehr professionell. Mediziner verfallen immer noch manchmal in diese Rolle. Daher der Spruch: Die Götter in weiss. Aber nicht nur sie!
      Im Übrigen, ich sitze sehr gut und aufrecht auf meinem Stuhl. Die Metapher von wegen zwischen allen Stühlen sitzen haben Sie anscheinend nicht verstanden. Wenn Sie wollen reflektieren Sie also schön weiter, auf was ich durch diese Methaper wohl hingedeutet haben könnte. Ernsthaft gesagt.
      Ich sehe mich auch nicht als jemanden, der sich zu dem kleinen Häuflein echter Anthroposophen zählt. Schon das Wortspiel echte, nicht echte Anthroposophen ankert aus meiner Sicht tief in einer Nichtwertschätzung ... von beiden Seiten her.
      Und dann zum Schluss noch: "Beachtet man das, dann hat man auch einen Stuhl unter dem Hintern - egal wo man sich setzt" ...
      Hier kollert Ihre so gross in Szene gesetzte Reflexionskugel über den Tischrand und zerspringt in tausend Einzelteile.
      Eine gute Nacht Dir, Stefan.

      Bernhard Albrecht

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    8. Guten Morgen lieber Bernhard,
      ich bin -falls Du das vermutest- kein Mediziner!
      //
      Ich bin einfach ein (nenn es meinetwegen) Übergangstyp im Kontext der anthroposophischen Bewegung, der nicht bereit ist, sich andauernd durch Signal-Vokabeln den Stuhl unter dem Hintern wegziehen zu lassen. Und ich bin ebenfalls nicht bereit, mir von Zeitgenossen, welche sich chronisch vom Leben verspottet fühlen ein Spötterkarma andichten zu lassen...

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    9. Ich bin im Augenblick außerstande, den komplexen Details und feinsten Feinheiten dieser Diskussion und all den vielen Streitgesprächen recherchierend zu folgen. Mich erinnert das vom Stil der Verhandlungen an - Scheidungs-Prozesse - und intern-anthroposophische Rosenkriege.
      Das Zeitalter der kulminierenden Rosenkriege.

      Meine Oma sagte mir beim heißen Griesbrei, der noch auf der Küchenhexe auf Kohle- und Holzfeuer zuberitten wurde, zubereitet, "iß langsam, und am Rand am Rand hat sich noch niemand verbrannt!"

      Als Randfigur der ... Szene fand ich den "Anthroposopo-Zentrismus", von dem die anthroposophische Bewegung durchzogen scheint, absolut nicht hilfreich.

      - Eine - Anthroposophie ist eine Möglichkeit von vielen, die Welt zu sehn, in ihr tätig zu werden.

      Wenn ich mich nur noch anthroposophischen Menschen anvertrauen würde, entginge mir das ganze übrige Zeitalter, in dem ich lebe. Es gibt seriöse Menschen, bei denen ich hinnehmen muß, daß diese nichts von Anthroposophie halten, noch wissen wollen. Um mit ihnen in Kommunikation treten zu können, muß alle Anthroposophie aus mir verschwinden. Sie darf dann nichts mehr bedeuten. Sonst kann ich nicht lernen, was Andere mir zu sagen haben.

      Wer aber immer im Hinterkopf hat, daß "Steiner Weltlehrer" war, mit oder ohne das Zepter niedergelegt zu haben, der wird das Zusammenleben mit Nicht-Anthroposophen stets als ein Leben in der Diaspora empfinden, für den wird das Zeitalter, in der die Anthroposophie nicht die Meta-Lehre unseres gesamten gesellschaftlichen Gemeinwesens geworden ist, als "Babylonische Gefangenschaft" empfinden, und wird an des Doktors "Jerusalem" gedenkend, heiße Tränen (aus der Vorstellung heraus, die nun Selbstverständnis wurde) vergießen.

      Nicht das Gefühl eines anthroposophischen "Untergrunds", einer Babylonischen Gefangenschaft, wäre hilfreich, sondern die Kunst, die eigene erworbene eine Anthroposophie in den Hintergrund hinein immer wieder "sterben" zu lassen, damit das Andere - lebe -, dem man zuzuhören willens zu sein
      lernen möchte. Keine Vorstellung haben und geben von der eigenen erworbenen und zu pflegenden "Anthroposophie", sondern den Fokus sich für das Leben, das Erleben freihalten, für das jeweils unendlich (!) Andere.

      Das würde sogar bedeuten, daß zwei Anthroposophen, oder drei, die sich begegnen, auch oft darauf ganz verzichten, Anthroposophen zu sein. Eigentlich so oft, als möglich.
      Nun sehe ich, wie schwer es ist, das in Worte zu kleiden, was ich vor mir habe. "Das tun wir ja!" würden gewiß alle, wie auch immer gearteten Anthroposophen antworten, und doch hätte ich das Gefühl "nein, ihr tut es nicht", bei manchen.
      Der klassische oder der individuelle Anthroposopho-Zentrismus braucht einen dicken Schwamm, damit die Tafel immer wieder ordentlich gesäubert ist, für so unendlich vieles, was in einem Leben wichtig ist. So jedenfalls hab ich es immer gemacht. Meine Wenigkeit, am unbedeutendem Rand..
      mischa

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    10. Lieber Mischa,

      ganz herzlichen Dank für diese Formulierungen:

      »Wenn ich mich nur noch anthroposophischen Menschen anvertrauen würde, entginge mir das ganze übrige Zeitalter, in dem ich lebe. Es gibt seriöse Menschen, bei denen ich hinnehmen muß, daß diese nichts von Anthroposophie halten, noch wissen wollen. Um mit ihnen in Kommunikation treten zu können, muß alle Anthroposophie aus mir verschwinden. Sie darf dann nichts mehr bedeuten. Sonst kann ich nicht lernen, was Andere mir zu sagen haben. ...
      Nicht das Gefühl eines anthroposophischen "Untergrunds", einer Babylonischen Gefangenschaft, wäre hilfreich, sondern die Kunst, die eigene erworbene eine Anthroposophie in den Hintergrund hinein immer wieder "sterben" zu lassen, damit das Andere - lebe -, dem man zuzuhören willens zu sein lernen möchte. Keine Vorstellung haben und geben von der eigenen erworbenen und zu pflegenden "Anthroposophie", sondern den Fokus sich für das Leben, das Erleben freihalten, für das jeweils unendlich (!) Andere.«


      Das sehe ich ganz genau so wie Du.

      Lieben Gruß,
      Ingrid

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    11. "Ich bin im Augenblick außerstande, den komplexen Details und feinsten Feinheiten dieser Diskussion und all den vielen Streitgesprächen recherchierend zu folgen".

      Geht mir ganz genau so, Mischa. Dieses mal ist es m.E. besonders verwirrend: Was genau meint Burghard, was meint Bernhard A. als Antwort...? Ich habe das Ganze 2,3 mal gelesen, nicht einmal ansatzweise verstanden, worum es geht.

      Eventuell ein Zen-Koan, der uns Lesende in den Wahnsinn oder zur Erleuchtung führen soll.

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    12. @ Mischa
      Du hast auf Deine unnachahmliche Weise sehr wohl verstanden, um was es hier geht. Der Anthropos ist doch ein weltumspannendes Wesen, das sich in jedem Menschen einen ureigenen Ausdruck erschafft. Wertschätzung im achtsamen Zuhören baut Brücken, setzt Kräfte frei für ein wechselseitiges über sich hinaus wachsen. Danke Mischa und eine gute Nacht Dir,

      Bernhard Albrecht

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    13. Danke. Unnachahmlich ist auch mein regelmäßiges Scheitern an der Verbklammer beim Niederschlag meiner Schachtelsätze. Während des Schreibens jongliere ich stumm 3, 4, 5 Möglichkeiten, in Synonym und Satzbau... Ich lese höchstens einmal gegen, kommentiere spontan, und entdecke das Malheur dann beim zweiten Gegenlesen, wenn ich bereits gepostet habe. Oh, wieder eine Satzgliederung verhauen.. :-)) Wieder "verloren"... :-)
      mischa

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    14. Nein Mischa. Wieder "verloren:" Das hast Du nicht. Du bist einfach echt, hast keine Scheu Dich mit allen Deinen Ecken und Kanten, mit Deinen "Fehlerlein" zu zeigen. Das Leben ist ein Fliessgeschehen, das um viele Kurven, in Seitenarme hinein geht und ab und an sich auch einmal in einem Tümpel ausruht, sich im Schlamm genüsslich ahlt, Dir ein Bier zu viel einschenkt und Dir dann Deinen Kater gönnt. Wohl dem, der bei derlei Eskapaden dann noch über sich leise zu lachen vermag.
      Im Gegensatz vielleicht zu dem ein oder anderen Spottyfy Spiraltanz-Künstler, der ohne es anscheinend zu bemerken nur das Kukucksei, die eigenen Federn putzend, begaggert, aus dem er gerade geschlüpft ist. Du hast mein Lächeln erlebnisnah vor Augen ...Ja?!
      Solche Tänzchen kommen an im Rahmen einer aufgepeppten Tonschow im Museum of Modern Art in New York vor blasierten "Kunstkennern", aber nicht auf einer Kleinkunstbühne in Frankfurt, München oder sonst wo.
      Du bist ein Kleinkünstler. Gottlob gibt es Dich hier auf diesem Blog, Dich echten Menschen. Danke

      Bernhard Albrecht

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    15. Lieber Bernhard Albrecht, es war ja nur scherzhaft gemeint, daß mit dem "mist, wieder verloren" ... beim Spielen mit der Satzkonstruktion und dem Formulieren passiert das. Da fällt beim Jonglieren mal ein Teller herunter, oder ich lande nach einem Salto auf dem Hintern... Biere werden bei mir in aller Regel auch nicht getrunken. Auch wenn ich manchmal schon zu einer imaginären Flasche Schnaps auf meine Hühnerfarm einludt... was eigentlich hieß, daß ich innerlich einfach aufseufzte,...in stiller Hoffnung, das dann jemand meine Hühnerfarm zu googlen versucht ..
      Und die Rezeption der unendlich vielen Zwischentöne auch bei scheinbar derben Scherzen braucht einiges an Lebenserfahrung, und bekanntlich lernen wir nie aus, denn die Welt ist nur von hoch oben besehen klein, und von hoch oben kann man jedem den Weg zeigen, in verwinkelten Gassen und im Unterholz der Wälder aber nicht mehr. Manches scheinbar Beleidigendes kommt unbefangen vom Herzen, und kulminiert in einem Tritt in den Fettnapf, und manches Kompliment trägt noch (kategorische) Geringschätzungen in sich, über die sich der Komplimenteur noch nie im Leben selbst Rechenschaft gab. Der großartige Wilhelm Busch wußte intuitiv so vieles darum, und was er nicht in Worte zu fassen vermochte, vervollständigte er mit wenigen Federstrichen zu einer kleinen Zeichnung.
      Nicht jeder, der sich einer Derbheit bedient, um wachzurütteln, ist selber derbe. Darum kommentiere ich hier zuweilen spontan, lese aber eigentlich gerne mit, vor allem die Themen der Administration, die mir wertvoll und bedenkenswert erscheinen. Wer den Tonfall "der Gasse" kennt, kann sich über diese Tonalität genauso - übertreibend dann meistens - lustig machen, wie über den um Sterilität bemühten Duktus "der Salons" oder "der stillen Klause". Sachlichkeit ist nicht immer freilassend, da das Konventionelle jeglicher Art und Weise rasch mal subtil Normen setzt und einfordert, und scheinbar dabei auf "neutral" macht. Daher, nach der Lehre von Yin und Yang, ... ist die Entgleisung oft das letzte verbleibende Ausfalltor, wenn die Sensibilität des Herzens sich eingesponnen und leise umstellt fühlend, sich wieder freimachen möchte. Bevor etwas in uns erstickt... finde ich das legitim. Worte können Leben retten, auch scheinbare Eskapaden. Hier scheinen diese Eskapaden zur Routine verkommen? Nein. Das finde ich nicht, denn solange das Gelände für manchen hilflosen Geist mit Fettnäpfen vermint ist, Bedrückungen anhalten, sind - immer neue - Entgleisungen hilfreich.
      Das Leben, das Gespräch auch, sind nicht immer nur ein Spiegelkabinett. Manchmal rütteln wir auch von außen an Gitterstäben von Gefängnissen. Auch wenn es dann Ärger mit dem Wachpersonal geben kann. Auch ruht mancher Schläfer in einem Kokon, und den sollten wir dann besser nicht wecken. Sonst hat der Schmetterling dereinst einen Flügel zuwenig. Es ist halt alles immer zu komplex, und trotzdem sollten wir was wagen, denn zu wissen, was wir sind, können uns die anderen, kann uns die Welt nicht vollständig sagen. Es hat mich auch gefreut, lieber Bernhard Albrecht, daß Du Dich mal prächtig geärgert hast, aber, ich würde mich freuen, wenn Du Dich mit Burghard Schild, dessen meditative und um ein Art der betrachtenden Ruhe bemühten Beiträge ich auch sehr schätze, eines Tages ausgleichen und wieder versöhnen könntest. Was immer das auch sei, was vielleicht auch nicht hier draußen seinen Ort hat. Ich war noch niemals in New York.
      herzlich, mischa

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    16. https://www.youtube.com/watch?v=UiAymxgoMjc

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    17. Guru-Grillwurst beim Mensch-ärgere-dich-nicht?

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    18. Welch ein wunderbares Bild, das hier von diesem Yogi in die Welt hinein zelebriert wird.
      Wenn wir es nicht aus irgend einem abstrakten Wahn heraus als Mumpitz abtun, dann könnten wir gerade durch dieses Bild auch zu einem tieferen Verständnis hinfinden, was Rudolf Steiner aus der Perspektive gewissermassen eines europäischen Licht Yoga heraus anspricht, wenn er auf die "Notwendigkeit" hin weisst, dass "alle" Vorstellungen zu verbrennen seien, andernfalls wir, über unser spirituelles Bemühen hinaus, mit Hand anlegen würden am weiteren Zusammenbrechen der mitteleuropäischen Freiheitskultur.

      Wir leben in schwierigen Zeiten und dazu gehört, dass wir uns, trotz 122 Jahren, die seit dem ersten Erscheinen der Philosophie der Freiheit mittlerweile ins Land gegangen sind, noch immer sehr schwer damit tun, mich eingeschlossen, die ungeheuere Bewegungskraft, die diesem Werk zu Grunde liegt in adäquate Fähigkeit innerhalb unserer gesamten Lebensweisen umzuwandeln. Es ist wie es ist.
      Und von daher kann ich auch gut damit umgehen mit „Deinen Zwischentönen“ auf mein Sagen an Dich hin. Ergänzen will ich hier nur dies: Ich bin in meinem Berufsleben durch schwierigstes Unterholz Gestrüpp gekrochen und manchmal auch wortwörtlich durch Scheisse gewatet. Für irgendwelche Ausflüge aus der Perspektive einer fliegenden Untertasse gab es keinen Raum. Da hätte ich nicht einmal die ersten drei Monate meiner Berufszeit überstanden. Was uns beide in einer gewissen Weise unterscheidet, das ist: Du hast auf Deinem Weg mehr die imaginative Seite als eine Art Lebensfrucht entwickeln können, ich eher die inspirative Seite. Vielleicht wird es irgendwann einmal eine Zeit geben, dass wir uns über diesen Blog hinaus im realen Leben die Hände mit einem Lächeln entgegen strecken dürfen.
      Zu meinem augenblicklichen Verhältnis zu Burghard will ich Dir dieses sagen und meine Worte richten sich über Dich hinaus hier ausdrücklich auch an Ingrid.
      Von einer sehr engen Warte aus gesehen gibt es zwischen uns nichts auszugleichen, weil sich nichts im Ungleichgewicht befindet. Was ich gewagt habe zu tun, das ist dies: Ich habe das Gerede über Dualität als Grundbasis unseres Verhältnisses ganz im allgemeinen ruckartig einfach ausgehebelt, weil es aus meiner Sicht heute nicht mir angeht diesen altersschwachen Karren Dualität weiter als Schildwehr so vor uns her zu schieben. Ich habe also einen Skylla - Charybdis Prozess ausgelöst, einen Seelenprozess innerhalb des Fortschreitens in der seelischen Beobachtung, den ich aus eigenem Erfahren selber sehr gut kenne und innerhalb dessen es darum geht, die Worte, die ich an einen anderen Menschen geneigt bin zu richten, bzw. gerichtet habe im eigene Erleben erst einmal ausschliesslich an mich selber zu richten und in dem, was das an Turbulenzen im eigenen Erleben auslösen kann die eigene innere Stehfähigkeit zu bewähren.
      Wenn Burghard auf meine Ansage hin jetzt solange schweigt, dann hält das in mir den Hoffnungsschimmer am glimmen, dass ich mich in Burghard und seinem tieferen Können nicht getäuscht habe. Dass es nämlich möglich ist zwischen uns beiden einen Bewusstseinsprozess soweit in Erscheinung treten zu lassen, der mehr als ein Gerede über Bewusstsein und Dualität zum Ausdruck bringen kann. Erfahrbare Unmittelbarkeit für jeden, der nicht nur …
      Und ganz am End, Mischa: Auch ich war noch nicht in New York. Mein Sagen war nur Bildhintergrund, für eine Haltung. Ich wünsche Dir eine gute Nacht,

      Bernhard Albrecht

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    19. Das Filmchen vom Yogi ist - nicht - von mir,lieber Bernhard. Ich schreibe immer meinen Namen drunter. Unter all meine Posts. Auch wenn es mir bei mir übelwollenden histrionischen Menschen nicht immer leicht fällt. Weshalb ich auch mal den Titel eines Meisters vom Stuhl, ausnahmsweise annahm. Was gleich ein großes Hallo auslöste, auch als ich ihn, mich bekennd, wieder ablegte.

      Skylla und Charybdis ist mir zwar nicht fremd, doch manchmal bin ich auch nur noch nackter guter Wille, ohne jeden "Guten Kern" mehr, den ich noch hatte, bevor Gott mich verließ. Ein nackter guter Wille über einem Abgrund schwärzester reinster Finsternis. Ich habe darauf verzichtet, zur dunklen Seite der Macht zu wechseln, auch wenn man dann dreimal stärker wird. Und bleibe ein kleiner Mensch, und hüte das Vermächtnis des Paradieses, aus dem ich vertrieben bin. Manche sagen "Es gibt keine Schuld. Nur Verbrechen aus Absicht und Verbrechen aus Dummheit. Wo keine Schuld, da braucht es auch keine Vergebung. Sie ist Heuchelei." Sie sagen: "Da ich aber weder dumm noch böswillig bin, kann ich tun was ich will, und vergebe niemandem, der mich stört und den ich mit meinen Mitteln beseitigen kann." Und begehen ein Verbrechen nach dem anderen und strahlen mit den Resten einer Unschuld, die ihnen aus dem Paradies geblieben ist, und halten es für ihren freien Willen, in den Abgrund der Unwahrhaftigkeit zu stürzen, um den Fall zu geniesen. In Vergeltung und Rachsucht hinein, die sie für Befreiung halten. Weil es sie von Gewissen und Verantwortung befreit, und alle Welt anerkennend dazu nickt. Aus Lust wird Haß. Die Tragödie des Lebens, der Sturz auf die Erde. Wo aus Freude Schmerz wird. Manche nennen es Selbstverwirklichung, oder ähnliches, wenn sie sich einfach dahinfahren lassen. Glauben an ein Gratisgeschenk, was ihnen dann würde, als wären sie noch Engel im Schoße der Götter. Und sie vermuten noch einen guten Kern in sich, der doch längst nahe beim Teufel ist. Der Kern. Oft ist Guter Wille hingegen wirklich ein Sterben. Ein Verzichten auf sich selbst, wenn die Widersacher jeden Anhaltspunkt besetzt und für sich in Anspruch genommen haben. Wie eine Krankheit, ein fremdes Wesen, den Leib besiedelt, um den Menschen fast herauszudrängen. So muß man oft ertragen. Zuschaun. Hilflos. Gerade in Zeiten wie diesen, wo etwas Halbverdorbenes vollends verdirbt. Und auf das Verderben noch falsche Hoffnungen geschürt und gesetzt werden.
      mischa

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    20. Und eigentlich nur diejenigen, die nicht mehr an "das Gute", das alte "Gute" glauben, was sich verbraucht beim Sturz zur Erde, beim ersten Aufrichten und in der Pubertät, und den ersten Schnitten ins Herz, in den Wesenskern, der einst unversehrt war...

      Nur diejenigen, die in sich nicht einmal mehr einen guten Kern wissen, noch wissen wollen, halten sich oft nur als nackter guter Wille über dem Abgrund, der einmal ihr Herz war, und jetzt ein Ort der Finsternis ist. Der Ausweglosigkeit. Vezichten auf die fragwürdige Heilung der Vergeltung, auf die alte Ehre der Rache. Diese aber retten die Welt.

      Der Tod wird ihnen eine Mutter, da sie auf alles verzichten mußten, oder das dereinst bald einmal müssen werden. Der bergende Schoß des Todes, der Tödin ist ihre ersehnte Ankunft, ihr Trost und ihre letzte Milch. Dieses Bett ist immer gemacht. Man kann im Kaufhaus sterben, in der Fußgängerzone, oder im Krankenhaus, oder im weichen Luftkissenbett, federleicht... es ist nie bequem am Ende. Man verzichtet auf den Anspruch "ein guter Mensch" zu sein, man verzichtet auf den Schlaf, auf das geliebt werden sowieso, man verzichtet auf ... Alles .. die Indianer nannten das Sonnentanz-Zeremonie, das Vorbereiten auf den Tod. Und dann: Alles beginnt zu leben, während man selber stirbt. Man läßt die Dinge geschehen, ändert sie nicht mehr. Erträgt all das Falsche in der Welt. Und tut. Soman kann. Und stirbt, so man nicht mehr kann. Der Gute Wille beinhaltet, daß der Gute Mensch verschwindet, und aufgegeben wird. Das alte Gute ist Sünde geworden, aus Freude wurde Schmerz, aus Lust wurde Haß. Das Wiegenbett ein finsterer bodenloser Abgrund. Und der Tod schließlich die liebevolle und bergende Mutter ... während die Welt über den Gestorbenen hinweggeht, oder seine Reste begräbt oder verbrennt. Oder verachtet.
      mischa

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    21. Eberhard von Gemmingen heute morgen

      http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/12/05/morgenandacht_martin_luther_dlf_20161205_0635_e2d251f3.mp3

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    22. Zum Beispiel, im Artikel "Leben verpflichtet" schreibt und zitiert Michael Eggert: "Aber auch Fisch geht nicht zurück, nicht in den Hass, nicht in die Rache und nicht in die Leere der Gefühle, die sein Leben in der Zeit des reinen Überlebenskampfs beherrscht hatte- auch wenn die Nächte ihm diese Schrecken ein Leben lang zurück brachten. Fischs innere Haltung wurde das Credo: „Am Leben geblieben zu sein ist kein Privileg, sondern eine außerordentliche Verpflichtung.“ Sein Leben lang hat ihn die Frage der inneren Freiheit beschäftigt - die, die noch über äußere Befreiung hinaus geht, als „Aufblühen der Individualität“: "Eine freie Person muss denken können. Freiheit ist viel mehr als das Fehlen von Angst. Freiheit ist ein ständiger Kampf. Es ist ein schöpferischer Prozess, der neue Wege eröffnet.“

      Auch angesichts der kleineren "Genozide" der Mafia, wo halbe italienische Dörfer den Gelüsten der Paten zum Opfer fielen, oder bei den Genoziden der Diktatoren an eigenen Völkern oder dem blutigen Streit in Ruanda, oder im Kosovo, wo Menschen sich aussöhnen sollen, damit irgendein Leben, vielleicht ja nur für künftige Generationen - als "schönes Leben" - weitergehe, bin ich voll der Fragen. Ich kann nicht, obschon auch ich im kleinen mal viel verlor, harte Enttäuschung hinnehmen, auf Gerechtigkeit verzichten mußte... ich kann diese Größe dieser Menschen nur in einer Abstrakten Vorstellung und mit bestenfalls meditativem Nachspüren kaum noch begreifen. Und dann: Der "neurechte" (ein Behelfsbegriff) Spott, gipfelnd in der Forderung nach einem "Ende der deutschen Kollektivschuld", weil nicht verstanden wird, daß es um die Freie Pflicht zu Verantwortlicher Nachlaßpflege einstiger Schuld geht, und gar nicht um "Kollektivschuld der Nachkommen", über den kann ich mich zwar ärgern, aber je lauter solch hämisches Reden wird, desto mehr möchte ich verstummen. Doch nicht aus Resignation. Ich muß lernen, zu verzichten, Menschen zu belehren, nicht all den Lügen zu glauben, Lügen, die zum Beispiel auch Herr Ganser unterstützt. Es geht nicht um ein kitschiges Idyll einer (sentimentalen) Vorstellung von Vergebung! Die dann mancher Neunmalkluge als "Heuchelei" entlarvt und sich mächtig schlau dabei fühlt. Sondern, mir dämmert nur, daß es ein harter und kreativer Prozeß ist, auszuhalten!

      Es ist die Grundlage einer Freien Welt, auch Falsches zu ertragen, egal ob sich aus dem Falschen, wie es öfter im Leben geschieht, erst das Richtige entwickelt. Oder ob aus dem Falschen ein Brand ausbricht, wie es etwa in der Türkei geschieht, oder, manchmal, "wie oben so unten", auch in kleinen zwischenmenschlichen Mikrokosmen.
      mischa

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    23. Der Verzicht auf Vergeltung, oder belehrende Penetranz, die sich nur aufreibt, ohne Erfolg, und schnell undifferenziertest wir nur was werden kann, auch das ist ein kleines Sterben. Da ein spontaner Impuls in der menschlichen Nur-Natur keinen befriedigenden Ausgleich findet. Doch ununterbrochen und immer neu andrängt. Unlösbar. Oft höre ich den Satz: "Du kannst da nicht mitreden!" Schon aus Vorsorge, wenn ein Gegenüber spürt, daß sich in mir viele Fragen bilden. Zu Dingen, auch sehr unangenehmen Dingen, in die ich selbst nicht involviert bin. Etwa, wenn in Familien noch Kinder geschlagen werden, oder einer den andern in die Verachtung erklärt.
      Auch gibt es die Phrase: "Gehe in meinen Schuhen usw. dann wirst du verstehen...." Das ist manchmal berechtigt, doch nicht immer. Wo ist die Grenze, ab der wir verstummen müssen? Um auszuhalten, daß wir wirklich nicht mitreden können. Im Beispiel der Erinnerungen Robert O. Fischs kann ich nur zuhören, und nicht mitreden. Gewiß nicht. Anders aber kann ich auch "nicht mitreden", wenn viele Menschen solche Bücher verspotten, und immer nur stereotyp eine "USA" und ein "Israel" anzuklagen wünschen, und auf ein denkendes Sich Aneignen der Komplexität der Problematiken verzichten möchten. Denn auch der Prozeß, zu hoffen, daß aus dem Falschen einst das Rechte erwächst, und nicht ein formal leeres "Richtig" einer verordneten politischen Korrektheit, ist ein Element eines Gemeinwesens, was nur unterwegs sein kann zu einem Ideal der Freiheit und Demokratie.

      Wenn ich Burghard Schild ein wenig verstanden haben sollte, kommt aus einem Vorgeburtlichen der Meta-Impuls, "überall mitreden, sich einmischen" zu wollen, etwas "bewirken" wollen, um viele Motive, die ich nicht nach klassischer Manier werten will, ob sie "höhere" oder "niederige" seien, zu verwirklichen, um Triebhaftes zu stillen. Das geht bis zu einer Grenze, an der wir auf den Granit der Realität beißen. Ab hier beginnt schon ein Nachtodliches sich abzuzeichnen. Wir müssen lernen, hinzunehmen. In Worten ist das banal. Man kann einen dieser kitschigen Facebuck-Sprüche daraus machen. Es im Alltag unausgesetzt neu zu greifen, dort, ausgesetzt dem Ansturm unzähliger Forderungen, um eigene Balance bemüht, kann das für Menschen, die das Schlimmste erlebt haben, etwas sein, wo wir "nicht mitreden" können. Zwar. "Warum" also ist das für uns, in unseren - mehr oder weniger relativen - "Comfort-Zonen" von Bedeutung?
      Etwa, weil im Zeitalter des "neurechten" Querfront-Populismus viele Menschen auf die falsche Weise angefangen haben, politisch zu denken? Aber eben noch nicht wirklich denken. Sondern nur aus einem "Vorgeburtlichen" ein Paradies einfordern?
      mischa

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  18. Zunächst mein Dank an Bernhard Albrecht für das Wiederaufnehmen der ernsthaften Diskussion!

    Auch wenn ich selbst manchmal ein wenig „schlucken“ muß bei Michaels spöttischen Artikeln oder Karikaturen: ich sehe durchaus die Berechtigung eines »Gegengiftes« gegen das »wirklich Schädliche, das Zersetzende, das Eitle und sich in eingebildeter "Geisteshöhe“ Suhlende« (wie Michael es hier bezeichnet hat).

    Aus den daran anschließenden Diskussionen halte ich mich aber nicht nur deshalb meist heraus, weil es halt nicht meine Art ist, an die Dinge heranzugehen, sondern auch, weil ich mit einer gewissen „inneren Dualität-Ausrichtung“ rechne. Sowohl mit meiner eigenen als auch mit der jedes Mitlesers — Bernhard Albrecht hat es hier sehr klar als bestürzte Frage formuliert:

    »Ist es wirklich so, dass unsere innere Dualität Ausrichtung sich so unauflöslich in uns verhakt hat, dass wir unsere eigenen Anteile, die Dialoge oft schon in den Anfängen ins Leere laufen lassen, bei allem unseren Engagement so wenig bemerken? Sind wir sosehr auf die Unebenheiten im Sagen des anderen Menschen von vorne herein innerlich ausgerichtet, dass wir überhaupt nicht daran denken, dass, was er gesagt hat (zumindest in Teilen) einen völlig anderen Bedeutungszusammenhang ausgedrückt haben könnte, als den, welchen wir ihm „unterstellen oder überstülpen?“«

    Meine Antwort auf diese Fragen:
    Diese „innere Dualität-Ausrichtung“ sehe ich heutzutage bei den allermeisten Menschen (mich natürlich eingeschlossen!) gewissermaßen als Ausgangslage.
    Nicht nur neigen wir dazu, die „Fehler“ der anderen sofort aufzuspießen und es für selbstverständlich zu halten, daß wir es selbst nicht nur besser wissen, sondern selbstverständlich auch besser machen.
    Sondern wir neigen auch dazu, einzelnen Äußerungen eines anderen automatisch einen Bedeutungszusammenhang zu unterstellen/überzustülpen, der in längst bekannte „Schubladen“ paßt – ohne konkret nachzufragen, wie es jeweils wirklich gemeint ist.

    Es wäre wirklich bestürzend, wenn sich diese innere Ausrichtung »unauflöslich in uns verhakt« hätte.
    Aber so ist es nicht.
    Es ist unsere Ausgangslage.
    Aus der wir uns aber erheben können, wenn wir es wirklich wollen.

    Ist es nicht dieses Erheben aus den automatischen reaktiven Mustern, worauf schon Platos Höhlengleichnis hinweist, das im »Metanoeite!« (Ändert euren Sinn!) Johannes des Täufers zur Aufforderung wird — und das auch bei Rilke anklingt (Du mußt dein Leben ändern.)?

    »Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, so anders Gottes Geist in euch wohnet. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.« - heißt es in der Bach-Motette „Jesu, meine Freude“.
    SO ANDERS Gottes Geist in euch wohnet — eine Redewendung, die wir heute nicht mehr gewohnt sind. Ich verstehe es so, daß eben „normalerweise“ Gottes Geist noch nicht SO in uns wohnet. Dazu eben bedarfs es der Änderung unseres Sinnes. Wenn wir nicht umkehren, uns nicht erheben, dann bleibt es bei der Fesselung in der Höhle, und die „Dualität-Ausrichtung“, von der Bernhard Albrecht spricht, bleibt tatsächlich unauflöslich in uns verhakt.

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    1. Allerdings halte ich es für eine Illusion, zu glauben, daß wir durch etwas, das wir sagen, irgendjemand anderen zu einer solchen Umkehr „zwingen“ könnten.
      Deshalb sagt Rudolf Steiner (GA 10, Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?):
      »Nicht darauf kommt es an, daß ich etwas anderes meine als der andere, sondern darauf, daß der andere das Richtige aus Eigenem finden wird, wenn ich etwas dazu beitrage.«

      Und deshalb finde ich es wichtig, alles, was wir zu sagen haben, für den anderen (und zwar gerade für den, der sich unserer Meinung nach ändern sollte!), annehmbar zu formulieren.

      Das ist immer dann der Fall, wenn Spott, Ironie und dergleichen sich gegen unsere eigenen verspottungswürdigen Anteile richtet, und nicht gegen die irgendwelcher anderen.

      Meiner Ansicht nach geht es nicht darum, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, sondern darum, sich selbst den Spiegel so vorzuhalten, daß auch jeder einzelne der Gesellschaft sich darin erblicken kann.

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    2. Liebe Ingrid

      Ein letztes Wort an Dich noch. Danke.
      Ich hätte Dir gerne noch einiges mehr gesagt, aber das Mass ist jetzt voll bei dem Vielen, das heute für mich zu tun war. Die nächsten Tage werden nicht weniger voll sein, so werde ich also hier eher nicht auftauchen mit weiteren Kommentaren.
      Von Herzen Dir also eine gute Nacht,

      Bernhard Albrecht

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    3. Lieber Bernhard Albrecht,

      danke.
      Ich erlebe gerade im real life ziemlich turbulente Zeiten und kann die Gespräche hier immer erst nach einiger Zeit nachlesen… daher gibt es von mir derzeit nur punktuelle Äußerungen, und dann wieder eine Pause.

      Ich stimme nicht nur Deinem ersten Kommentar hier zu, sondern auch Deinen beiden „Rückblicken“ hier und hier.
      Auch mir ist es mehr als unbehaglich, wenn ich bemerke, wie manche Menschen mit dem Thema „Reinkarnation“ umgehen, und ich sehe, wie Du, darin manchmal das Bedürfnis entweder nach einer „Galionsfigur“, wie Du es nennst (ich würde mich nicht scheuen, es „Führer“ zu nennen), oder aber nach einer Art Bestätigung/Befestigung/Unantastbarmachung der eigenen Position vor anderen.
      Beides widerspricht vehement meinem eigenen Verständnis von Anthroposophie.

      (Fortsetzung folgt)

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    4. Was ich nicht begreife, das sind Deine weiteren Kommentare, beginnend mit diesem hier:
      »Schön Burghard. Dass ich mich mit meinem Sagen zwischen alle Stühle setzen würde, das war mir von Anfang an bewusst und dass mir des Weiteren dann Stuhlbeine nur so um den Kopf fliegen könnten, auch das habe ich vorausgesehen. Du machst den Anfang damit, nun gut«
      Habe ich da etwas überlesen? Oder bin ich einfach zu „vernagelt“, um zu sehen, inwiefern Burghard Dir hier Stuhlbeine an den Kopf wirft?

      Ich kann mich natürlich irren - aber ich hatte Burghards Kommentar hier gar nicht als an Dich gerichtete „Korrektur“ empfunden.

      Burghards - freilich in einem Stil, der nicht der meine ist, abgefaßte ;-) - Kommentare habe ich in ähnlicher Richtung verstanden wie meine eigene Bemerkung hier: daß nämlich dasjenige, was sich re-inkarniert, nicht die Persönlichkeit ist, und damit auch nicht der Einzelmensch, der in diesem Augenblick im Leben steht.
      (Lieber Burghard - ich bitte um Deinen Widerspruch, falls ich mich in der (Teil-)Interpretation Deiner Kommentare irren sollte!)

      Ich denke an Goethe (Hervorhebung fett von mir):

      »Nehmet an daher: zwei steinerne Massen seien nebeneinandergestellt, deren eine roh und ohne künstliche Bearbeitung geblieben, die andere aber durch die Kunst zur Statue, einer menschlichen oder göttlichen, ausgebildet worden. […]
      Euch wird aber der Stein, der durch die Kunst zur schönen Gestalt gebracht worden, alsobald schön erscheinen; doch nicht weil er Stein ist, denn sonst würde die andere Masse gleichfalls für schön gelten, sondern daher, daß er eine Gestalt hat, welche die Kunst ihm erteilte.Die Materie aber hatte eine solche Gestalt nicht, sondern diese war in dem Ersinnenden früher, als sie zum Stein gelangte. Sie war jedoch in dem Künstler nicht weil er Augen und Hände hatte, sondern weil er mit der Kunst begabt war.
      Also war in der Kunst noch eine weit größere Schönheit; denn nicht die Gestalt, die in der Kunst ruhet, gelangt in den Stein, sondern dorten bleibt sie und es gehet indessen eine andere, geringere hervor, die nicht rein in sich selbst verharret, noch auch wie sie der Künstler wünschte, sondern insofern der Stoff der Kunst gehorchte.«

      Muß es sich nicht ähnlich verhalten, wenn der „Stoff“, um den es geht, nicht Stein ist, sondern Fleisch und Blut?
      Die Einzelpersönlichkeit, wie sie hier im Leben steht, ist, meinem Verständnis nach, das Inkarnierte: das „diesseitige“ (:-) cave Dualität! - daher die Gänsefüßchen), sichtbare, be-greif-bare Ergebnis des Inkarnationsvorganges.
      Das sich Inkarnierende aber, die Individualität, ist die „geistige Gestalt“, die „dorten“ bleibet…



      Noch ein Wort zu Stephan Birkholz:
      Seine Frage, ob Du hier als „Sprachrohr einer Gruppierung“ kommentiertest, hatte sich meiner Ansicht nach längst erledigt: auf Deine beiden „Rückblicke“ hatte er sofort geantwortet mit: »Dank, das ist schon persönlicher und aufschlussreicher!«
      (Lieber Stephan, auch an Dich ergeht die Bitte, mich zu korrigieren, falls ich Dich falsch verstanden haben sollte).


      Herzlichen Gruß!
      Ingrid

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  19. @ Ingrid: „Diese „innere Dualität-Ausrichtung“ sehe ich heutzutage bei den allermeisten Menschen (mich natürlich eingeschlossen!) gewissermaßen als Ausgangslage.

    Liebe Ingrid,

    Michael zitiert Eingangs die folgende Passage von Rudolf Steiner :

    „Diejenigen Persönlichkeiten, die jetzt durch ihr Karma in ihrer Verbundenheit mit der Michael -Herrschaft in die anthroposophische Bewegung herein treten, werden unter Durchbrechung von mancherlei Wiederverkörperungsgesetzen mit der Wende des 20., 21. Jahrhunderts wieder erscheinen, um dann dasjenige, was sie jetzt tun können im anthroposophischen Dienst der Michael-Herrschaft, zur Kulmination, zum vollen Ausdruck zu bringen." (GA 240.234)

    Da liegt der Hase doch bereits im Pfeffer. Der da ist: „Wiederverkörperung“. Dieser Begriff ist dual ausgerichtet. Er „erweckt“ den Anschein, es wäre "hier" das Diesseits und "dort" dasjenige Jenseits, aus dem heraus einzelne Menschen ihre Wiederverkörperung in ein Diesseits handeln. Weiterhin erweckt er den Anschein, es gäbe ein körperloses Jenseits.

    ~ B.

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    1. Andernorts zitiert Michael Georg Kühlewind.

      „Die auflösende Formkraft, nunmehr formfrei, wird in die Kraft des höheren Selbstbewusstseins metamorphosiert: Dadurch entsteht ein höheres Selbst, das zugleich das Bewusstsein seiner selbst ist, Selbstbewusstsein also, sich selbst erfahrende Aufmerksamkeit.“

      „Die Kraft in den Formen hat gelernt, ohne Formen zu bleiben und ein formfreies Selbst zu werden.“

      Auch diese Aussagen sind dual ausgerichtet.

      Wie wäre es hiermit?

      Die ihren Formen stets innewohnende Formkraft erfährt ihr Selbstbewusstsein, indem sie sich dabei gewahrt, wie sie in Aufrechterhaltung ihrer Bestimmungslosigkeit „zugleich“ selbstbestimmte Formen ausbildet.

      ~ B.

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    2. Es heisst hier vielfach ‘wieder erscheinen‘, was nicht notwendig physisch wiederverkörpern bedeutet. Die genannten Wiederverkörperungsgesetzen‘ umfassen auch intimere Reinkarnationsfragen, siehe z.B. 109.39 f. (1909).

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    3. @Gebrüder Grimm:

      Mit der Selbsterschaffung der saturnischen Erde des Menschen tritt die Zeitenfolge im Weltgeschehen auf. Zuvor ereignete sich ein jegliches Geschehen zugleich. Es gab kein hier und dort. Es war so: Der Hase ist der Igel. So gesehen ist einsehbar, dass der Igel nie ohne den Hasen sein kann.

      ~ B.

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    4. Ach, liebes mir Anhaftendes,

      danke! Oben schrieb ich: Weiterhin erweckt er (Steiner) den Anschein, dass das Jenseits körperlos sei. Nun aber lieber so: dass so ein vorgestelltes Jenseits ….

      Zudem schrieb ich: …. das der Igel nie ohne den Hasen sein kann. Nie beinhaltet: zu keinem Zeitpunkt. Also lieber so: ...das der Igel ohne den Hasen nicht sein kann.....

      ~ B.

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  20. Lieber Burghard,

    »Da liegt der Hase doch bereits im Pfeffer. Der da ist: „Wiederverkörperung“. Dieser Begriff ist dual ausgerichtet. Er „erweckt“ den Anschein, es wäre "hier" das Diesseits und "dort" dasjenige Jenseits, aus dem heraus einzelne Menschen ihre Wiederverkörperung in ein Diesseits handeln. Weiterhin erweckt er den Anschein, es gäbe ein körperloses Jenseits. «

    Und vor allem erweckt er den Anschein, es wären Persönlichkeiten, die schon einmal verkörpert waren, und die sich reinkarnieren werden.

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  21. Also, eine "persona" ist dann eine mehr oder weniger um Konstanz (Kompetenz?) bemühte Fassade, für die Interaktion mit der ihr zu Hintergrunde liegenden Individualität selbst ("individuum", also unteilbar) und für die Interaktion mit anderen "personae"?
    Oder ist der Hintergrund, aus welchem Personen in das Erscheinen treten, schon zu komplex, und ein "Ego" ist nichts als ein plaudernder innerer Dialog, oder die Resultante vieler in Wechselwirkung liegender unbewußter bis bewußter Kalkulationsvektoren der Überlebens-Machination, ein plaudernder Nund auf einem weiten Meer?
    Wenn es einen Hintergrund des Seins gibt, den wir vergessen haben, gibt es dann in diesem Hintergrund auch ein sich als individuell erlebendes Bewußtsein? Oder ist der Hintergrund "Gott", also allumfassend? Wenn wir aus dem Hintergrund herausgelöst werden, um uns in einer Welt aus Erscheinungen, nurn selber Erscheinung, dual entgegen der Erscheinungswelt zu erleben, was geschieht, wenn unsere Erscheinung wieder zerfällt?
    Steiner sprach davon, daß sich Individualitäten "verkörpern". Um dann in der Welt sich mehr oder weniger zu Persönlichkeiten entwickeln, als mehr oder weniger athentischen "Abdruck" ihrer Individualität?
    Ist in meiner Frage zuviel Metaphysik? Also phantasieren in Vorstellungen, oder erliege ich illussionärem Erleben, wenn ich vermute, daß "Inkarnation" ein Bewußtseinszustand von vielen anderen Bewußtseinsmöglichkeiten sein könnte?
    mischa

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    1. ..ich meine natürlich "authentisch" und "ein auf dem Ozean treibender plaudernder Mund - das Ego".. ich hab im Augenblick nicht genug innere Ruhe, tippe nicht fest genug auf Buchstaben oder nebendran, merk es erst hinterher, und nicht beim Gegenlesen, ätzend :-) ... sorry
      mischa

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    2. Ich würde es so formulieren:
      'Anthroposoph sein' ist ein Bewusstseinszustand - alles andere sind Übergangszustände...

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    3. Das war nicht "anthroposophisch" noch "esoterisch" gemeint. Als Teenager interessieren einen noch so Fragen, weil man noch nicht die Menschen kennt, die aus Antworten darauf ein Geschäft machen, sondern man fragt "Wieso sind wir überhaupt, wieso ist diese Welt - d a - ? ?" Wohin gehen wir, woher kommen wir. Alte Leute freilich sind verbittert, sagen "Ich bin Agnostizist!" und erklären juristisch sauber, warum. Und verweisen alle möglichen Erlebnisse und Gedanken dazu als "Spekulation" in den Sektor der Metaphysik. Wahrscheinlich meistens zurecht. Die Fragen bleiben offen ...
      mischa

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    4. @Mischa:“Die Fragen bleiben offen ... „

      Lieber Mischa,
      indem man allein auf den Inhalt deiner Fragen schaut, ja.

      Anders wird es, so man auf dasjenige Können hin sich ausrichtet, das Fragen zu stellen vermag. Also dasjenige Vermögen, oder Kapital, oder Geistgeschehen, das einer jeglichen Fragestellung zu Grunde liegt. Gleich bei wem und an welchem Ort. Mithin ist in den Blick zu heben diejenige Tätigkeit des Menschen, die dafür einsteht, DAS die Möglichkeit, fragen zu können, besteht.

      So ein Vermögen, das die Möglichkeit, Fragen auszubilden, zu freier Verfügung stellt, denn man kann fragen wonach einem zumute ist, so ein Vermögen ist, wie jedes andere Vermögen, im Vorgeburtlichen zu „verorten“.

      Im Leben zwischen Geburt und Tod ist zu verorten, was erfragt wird.

      Nachtodlich zu verorten ist die, einer jeden Frage zugehörige, Antwort.

      All das gilt bereits bei dieser Frage: Wie viel ergibt 1+1?

      Vorgeburtlich hierbei ist das Vermögen, das man Fragen kann.

      Eine jede „Vereinzelung“, hier 1+1, ereignet sich in Geborenheit.

      Eine jede Antwort, hier, das Ergebnis von 1+1 = 2, kann allein aus der Verstorbenheit herstammen, da sie die Einheit und als das der Zusammenklang aller Einzelheiten ist.

      Woher kommen wir? Wo sind wir? Wo gehen wir hin?

      Woher kommt eine Frage? Aus dem vorgeburtlichen Vermögen, „das“ gefragt werden kann.

      Wo wird gefragt? In Geborenheit. Ohne Vereinzelung gäbe es keinen Anlass, Fragen zu formulieren.

      Wohin führt eine Frage? In die Verstorbenheit. Sie ist die Einheit und als das der Geber aller Antworten.

      ~ B.

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    5. Das oben von mir Gesagte, das wirft sein Licht hierauf:

      Menschen haben die verschiedenartigsten Fragen. Hier, aktuell im Bloggeschehen, z.B. diejenige, wie man eine friedlichere Weltordnung stiften kann. Dabei gerät man in Streit. Der führt zu Streitfragen.

      Eine davon ist diese: Wer sind die Verantwortlichen dafür, das ….......?

      Dabei schaut man auf Wirkungen und erfragt die dazugehörigen Verursacher. In Folge erfragt man solche Möglichkeiten, anhand derer man den Wirkungsradius von Verursachern einschränken kann.

      Aus meinem vorherigen Beitrag geht hervor: "Das" man Möglichkeiten erfragen kann, das gründet in dem Vermögen der Vorgeburtlichkeit.

      "Das" man eine Möglichkeit überführen kann in eine Ausführung derselben, das gründet auf der Vereinzelung in Geborenheit.

      "Das" so eine Ausführung ihre dazugehörigen Wirkungen entfalten kann, das gründet in der Verantwortung der Verstorbenen. Als die Geber aller Antworten sind sie zugleich die Ver-antwort-lichen für diejenige wirksame Einheit, oder denjenigen Samen jeglicher Wirkung, aus dem zunehmend der Zusammenklang aller Wirkungen sich entfalten wird.

      Von welchen Verantwortlichen rede ich hier? Von den Mitverantwortlichen. Eben von denen, die bereits in Geborenheit, aus Verstorbenheit, tätig sein können.

      Und die moralische Phantasie von der Geschicht?

      Je mehr Lebende sich in die Wirksamkeit ihrer Verstorbenheit erheben, je weniger Tote der Kriege werden uns voranschreiten, hinein in die Verstorbenheit.

      ~ B.

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    6. Danke, lieber Burghard. Deine Gedanken sind angekommen.
      Herzlich, mischa

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  22. Die Beschreibung von Steiners sog. ersten Gruppe Anthroposophen (1924) ergibt zugleich eine treffende Charakteristik der Verschwörungstheoretiker, weil sie immer den Hauptverschwörer “… als einen Gott betrachtete, aber als einen Gott, unbekannt woher, …“ (237.64)

    Daneben bezüglich diese alte Seelen: … leicht geneigt, denjenigen Menschengruppen sich anzuschließen, die in der Religionsgeschichte Europas in den verschiedenen Ketzergesellschaften geschildert werden … in ihrer Seele in die Strömungen des Zweifels und der Ungewißheit hineingeraten war.

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  23. KARMA CAFÉ

    Ohne Erwartung
    um irgend wen zu suchen
    ging er ins Café
    Es gab Aufwartung
    von keinem Apfelkuchen
    nur Krümeln am Büfett

    Er las das Menu
    und wurde satt von Worten
    Schlagobers war herb
    Vormals Parvenü
    sind ihm die Anthrotorten
    nicht mehr fürs Erwerb

    Stühle alle besetzt
    von seinen Doppelgängern
    einfach bloßgestellt
    Das Ego gehetzt
    Hat ein Alp den Lobsängern
    sich arg zugesellt

    Es sind Jahre her
    dass er jenen Milchkaffee
    mit Genuss schmeckte
    Wird jemals Äther
    eine verkündende Fee
    für Eingeweckte

    Es lässt sich lesen
    in dem Anthrokaffeesatz
    wo sich hinbewegt
    mit solchem Besen
    der wegfegt den Ich-Bin-Schatz
    Kantharos zerschlägt

    Aus Bruchstücken
    er entziffert altes Bild
    vom Menschensohn
    Es kann entzücken
    und werden zum neunen Schild
    gegen Spott und Hohn

    Jostein Sæther, 5. April 2017

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