Einstein und Tagore

"EINSTEIN: I cannot prove scientifically that Truth must be conceived as a Truth that is valid independent of humanity; but I believe it firmly."

Aus einem Gepräch in Maria Popovas reichhaltigem Blog Brainpickings: "When Einstein Met Tagore"

Kommentare

  1. Guten Morgen Michael,

    ...um diese Spannweite geht es doch, in ihr leben wir doch und dieser Glaube, begreift man ihn als eine Wahrnehmung, ist doch die Wurst vor der Nase der Wissenschftler und hat er sie analysiert und benannt und erkannt als Salami, dann sage ich: "fein, hast Du gut gemacht..."

    Damit meine ich jetzt nicht eine von mir nicht bemerkte Selbstüberschätzung, sondern eine prinzipielle Haltung all den Phänomenen gegenüber und würde NIEMALS mich mit der Wissenschaft identifizieren, sondern sie betrachten wollen als ein geistiges Werkzeug zur Selbsterkenntnis, letzten Endes.

    Ich werde immer auf der anderen Seite bleiben, der, die sieht, zusehen kann, wie der Mensch immer mehr versteht bis hin zu einem Erwachen seines Potentials, das beginnt zu erfassen, was Schöpfertum ist und die Kunst als deren Protagonisten sieht und schätzt. PRO... !!

    Denn, erforschen lässt sich immer erst hinterher. Und was war vorher? Hat man diese Frage nicht, dann ist man lediglich der Angestellte des Universums, aber kein selbständiger Unternehmer.

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  2. So ist es. Das wahre Wesen der Dinge und Menschen um uns herum finden wir, indem wir sie lieben.

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  3. Lieber Michael, danke für dieses Interview, das kannte ich

    noch nicht, schönes Ding.


    Tagore zählte zu meinen allerersten, sehr geschätzten

    spirituellen Lehrern. Seine Poesieschriften hattens mir

    ebenfalls angetan, die er teils als Aphorismen niederschrieb

    und mit Zitaten aus dem Sanskrit verband (so lernte ich den

    Sanskrit in Teilen kennen).


    "We individuals approach it through our own mistakes and

    blunders, through our accumulated experiences, through our

    illumined consciousness — how, otherwise, can we know

    Truth?"


    Das sagt viel über seine Haltung aus...

    Ach, es gibt ja noch viele weitere Kostbarkeiten dieses Menschen... Jedenfalls weiss er um den Irrtum und das er notwendig ist, das hat auch was von Demut und Bescheidenheit...Aber auch die herrlichsten und einfachsten Paradoxien des Lebens kleidet er sehr treffend in seine Worte, nur mal so jetzt ;-)

    "Als ich Gefangener in deinem Hause und die Türen noch

    verschlossen waren, plante mein Herz ständig zu fliehen.

    Jetzt, da du die Türen und Fenster geöffnet hast, bleibe ich.

    Mit meiner Freiheit hältst du mich gebunden."


    http://www.zitate.eu/de/autor/3935/rabindranath-tagore?page=4


    lg

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    1. Ich kenne Tagore bislang wider nicht. Aber in dem Interview hier verstehe ich Einsteins Standpunkt sehr viel besser. Auch sein eigenes Resümee, dann sei er, Einstein, ja gläubiger als Tagore. Einstein spricht vom Logos.

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    2. Ich habe noch weiteres zum Kennenlernen gefunden, Zitat aus: http://surfingthetao.wordpress.com/category/rabindranath-tagore/

      Tagore on Christ and Buddha
      May 4, 2006 — Angela

      I have been reading the letters of Rabindranath Tagore, the Bengali writer/poet most famous in the West for the Nobel Prize he won in 1913 for his collection of poems Gitanjali. In May, 1933, he wrote to Mahatma Gandhi, “…In every important act of his life Buddha preached limitless love for all creatures. Christ said ‘Love thine enemies’ and that teaching of his found its final expression in the words of forgiveness he uttered for those who killed him…”

      In 1937, E.J. Thompson was writing a book about Buddhism and commented to Tagore, “To me it is increasingly clear that what the world needs is to take both Buddha’s and Christ’s teaching – the pity and tenderness of Buddhism supplies what Christianity lacks, in a certain ‘hard-boiledness’ (perhaps the fault of Christian nations). The subtle and many-colored beauty of your own wonderful life interprets Buddhism as nothing else does, and I am glad that I have known you.”

      Tagore replied in his letter of the same year, “….I agree with you that both Christ and Buddha embodied in their lives the only true principles that can work for men’s common good; Buddha’s insistence on the renunciation of greed creates the necessary condition of the mind in which the love of others ceases to conflict with one’s own good. Do you know I have often felt that if we were not Hindus…I should like my people to be Christians? Indeed, it is a great pity that Europeans have come to us as imperialists rather than as Christians and so have deprived our people of their true contact with the religion of Jesus Christ…What a mental torture it is to know that men are capable of loving each other and adding to one another’s joy, and yet would not!”

      (from Selected Letters of Rabindranath Tagore, Ed. Krishna Dutta and Andrew Robinson, Cambridge University Press, 1997)
      Posted in Buddha, Christian, Christianity, Jesus, Rabindranath Tagore, Tagore. Leave a Comment »

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  4. Lieber Michael,

    »Einstein spricht vom Logos.«
    Ja. Ganz genau so empfinde ich es auch.

    Danke für diesen interessanten link!

    Wie schade nur, daß ich die beiden nicht mehr fragen kann, was genau jeder von ihnen meint, wenn er „human“ sagt, was sie unter dem „Menschen“ verstehen.
    Es wäre sehr interessant, diese Frage sowohl von Tagore als auch von Einstein beantwortet zu bekommen.

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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  5. Hallo Michael, dazu mal einiges aus Tagores Buch: "Jesus die Große Seele"

    "Ich fühle mich wie ein Pianoforte. Ich weiß nicht, wer und wann jemand darauf spielt. Es fällt mir sogar schwer, zu sagen, warum jemand spielt. Ich höre nur die Musik, die gespielt wird!"

    Der Weg Christi

    Eines Tages fragte ich einen Angehörigen der Baul-Sekte (singende Bettelmönche aus Nordbengalen) "Esst ihr überall, wo ihr eingeladen werdet?" "Nein", bekam ich zur Antwort. Und zur Begründung sagte man mir: "Wir essen nicht in den Häusern derer, die uns nicht wohlgesinnt sind." - Ich erwiderte: "ich verstehe, dass nicht alle Menschen euch wohlgesinnt sind. Aber warum seid nicht ihr gut zu allen?" Der Mönch schwieg für einen Augenblick, dann sagte er in aller Einfachheit: "Ja, in diesem Punkt stimmt etwas nicht bei uns!"

    Die Mentalität unserer Gesellschaft ist geprägt von Unterscheidungen und Trennungen. Deshalb essen wir nur an bestimmten Orten und an anderen nicht. Wir haben durch die ganze Welt künstliche Trennungslinien gezogen. Aber nicht nur das: Wir haben alle großen Gestalten hinter unüberwindbaren Zäunmen abgesondert wie Fremdkörper. Doch diese Menschen gehören der ganzen Welt! Wir sind nicht bereit, in ihren Häusern zu Gast zu sein. Die Vorsehung hat sie geschickt, um die ganze Welt zu bereichern, und wir sind so überheblich, sie auszugrenzen.

    In dieser Haltung verharrten wir lange Zeit, ohne jedes Interesse für Jesus, die Große Seele. Wir haben uns geweigert, ihn in unser Herz aufzunehmen. Doch dafür sind wir nicht allein verantwortlich. Wir haben Christus kennengelernt vor allem durch die christlichen Missionare. Und ihre Art, Christ zu sein, hat uns manchmal Christus verdeckt.

    Bis heute versuchen Christen, unsere religiösen Bräuche zu zerstören. Um uns zu verteidigen, sind wir gezwungen zu kämpfen. Und wenn jemand kämpft, ist er nicht weise in seinem Urteil. So haben wir in unserem erbitterten Kampf nicht nur die Christen getroffen, sondern Christus selbst. Doch die Großen der Menschheit als Feinde zu behandeln, ist wie Selbstmord. Im Hass haben wir die großen Ideale unseres Landes verraten und sind klein geworden. ....

    Unlängst las ich irgendwo, dass Gandhi so sehr von der von Jesus gepredigten Feindesliebe beeindruckt war, dass er ernsthaft erwog, Christ zu werden. Als er ein christliches Gotteshaus betreten wollte, wurde ihm der Zutritt verwehrt mit der herablassenden Bemerkung, dass man ihm vielleicht in einem Gotteshaus für Farbige Zutritt gewähren würde! Was hat Christus gepredigt ... und wie sehr werden seine Worte ignoriert! Gandhi gab den Gedanken, Christ zu werden, verständlicherweise sofort auf!

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