Gibt es "Meditationsschäden"?

Quelle
Man sollte im allgemeinen annehmen, dass Meditation eine Praxis ist, die vorhandene "Beschädigungen" im Sinne von mangelnder Fokussierung des Lebens, Zerstreutheit, Indifferenz, Sich-Ausgeliefert-Fühlen an das Hamsterrad innerer und äußerer Erwartungen, Mangel an Sinnhaftigkeit, Energie und Zielgerichtetheit uvam beheben sollte. In einem bemerkenswerten Artikel in den "Mitteilungen" der Anthroposophischen Gesellschaft (Februar 2014) zu "Meditation und Gesundheit" bestätigt Astrid Engelbrecht auch zunächst die besonders positiven Aspekte realer Meditationspraxis: "Manche gehen einen regelmäßigen Übungsweg, der Bestandteil des Tagesablaufes ist, andere überlassen es dem Leben, die geistigen Wahrnehmungsfähigkeiten zu erweitern, und lernen den Umgang mit ihnen auf diese Weise. Die Momente, wo eine eigene Verbindung zur geistigen Welt entsteht, werden als etwas Kostbares und Zentrales empfunden, das einen bedeutenden Punkt im Leben markiert, wo man an einer erfrischenden Quelle angekommen ist."

Die Probleme ergeben sich nach Engelbrecht dadurch, dass die vorhandene Leiblichkeit einer durch geistige Berührung angestossenen Veränderung Widerstände entgegen setzen kann - ja, dass im Bilden "feinstofflicher" geistig- seelischer Organe sogar mit großer Wahrscheinlichkeit auch gesundheitliche Krisen einzukalkulieren sind: "Für die Wahrnehmung der nichtstofflichen Welt muss er die Sinnesorgane erst ausbilden; diese Organe bezeichnet Steiner als Lotusblüten. Steiner beschreibt, welche Seelenverfassung für ihre Entwicklung nötig ist, an welchen Körperstellen sie sitzen und wie ihre Ätherströme sich konfigurieren. Die Lotusblüten können sich aber nach meiner Wahrnehmung nur dann entwickeln, wenn sich auch die physische Beschaffenheit der betreffenden Körperstelle umgestaltet."

Die Veränderungen sind zwar nicht messbar, gehen aber bis in die physischen Strukturen hinein: "Das Gewebe wird bis in den Aufbau der Zelle feiner, die Struktur der Eiweißverbindungen, der Mineralien und anderer Bestandteile verändern sich ebenfalls und werden zarter." Aus dem "Umbau" heraus können sich "manchmal Erkrankungen entwickeln, die den Organismus auf Dauer beeinträchtigen und die man als Meditationsschäden bezeichnen kann. Das hängt damit zusammen, dass alte Strukturen aufgelöst werden und ein chaotischer Zwischenzustand eingetreten ist."

Typische strukturelle Probleme ergeben sich durch übertriebene Auflösungs- oder Verdichtungserscheinungen in der Folge - etwa eine Schwächung der Knochenstruktur (Osteoporose der Wirbelsäule, Arthrose der Gelenke) im Prozess der Ausbildung der Chakren: "Die Verwandlung der Wirbelsäulenknochen hängt mit den Lotusblüten zusammen. Diese sind in der Körpermitte angeordnet, haben aber nach hinten und auch nach vorne zugehörige Körperbereiche. Die Halswirbelsäule gehört zur Lotusblüte des Kehlkopfes, die untere Brustwirbelsäule zur Lotusblüte des Herzens, die obere Lendenwirbelsäule zur zehnblättrigen Lotusblüte etc." Den zweiten medizinisch- strukturellen Problembereich sieht Engelbrecht im Verdauungsapparat: "Die dritte oder zehnblättrige Lotusblüte ist nach vorne hin mit dem Gebiet der Magengrube verbunden. Dort sitzt auch das Sonnengeflecht, ein Zentrum des vegetativen Nervensystems (Solarplexus), das alle Oberbauchorgane wie Magen, Milz, Leber, Galle, Zwölffingerdarm und teilweise auch die Bauchspeicheldrüse nervlich versorgt. Man sieht leicht, dass sich jede Veränderung der Lotusblüte auf die Verdauungsorgane auswirkt." Folgen schwer wiegender Art können durch eine Schwächung der Funktionen der Verdauung ergeben in den Bereichen "Magenschleimhautentzündung, Darmentzündungen oder Nahrungsmittelallergien".

Dass die Behandlung eventueller Meditationsschäden selbst okkulter Art sein muss, ergibt sich aus der Natur des Problems. Zur Entwicklung weiterer spezieller Medikamente hat sich ein Verein gegründet, der sich schon in der Namensgebung auf die Mysterien der Isis bezieht. "Ein weiteres Ziel des Isis-Vereins ist der Aufbau einer Ausbildung für Menschen, die ihre eigene Wahrnehmungsfähigkeit schulen wollen, insbesondere im Medizinischen und Therapeutischen. Dabei wurde die Isis als Namensgeberin gewählt, weil sie das weibliche Prinzip vertritt. Die Isis war im Ägyptischen die Göttin des Mondes und der Heilung, daran soll in moderner Weise heute angeknüpft werden."

Kommentare

  1. Meine Methode ist immer, auf dem physischen Plan so wenig Spielfläche für Meditationsergebnisse irgendwelcher Art zu schaffen, möglichst Abhängigkeiten so zu gestalten, dass es auf so etwas nicht ankommt, Begegnungen mit Menschen mechanische Abläufe voranzustellen. Dann verkleinert sich das Risiko erheblich, Sicherheit wächst, Auswüchsen ist vorgebeugt so dass sie gar nicht erst entstehen können.

    AntwortenLöschen
  2. Es ist ja eigentlich nicht allzu verwunderlich, dass es, laut A.Engelbrecht, bei der anthrop. Meditation eine solche Fülle an möglichen "medizinisch-strukturellen Problembereichen" gibt - es wird nicht nur der Körper in der anthrop. Meditation mehr oder weniger "übergangen", ebenso ist es mit dem Atem und vor allem dem Bereich des Fühlens.

    Nach meinen (eigenen) Erfahrungen und Beobachtungen (in der Szene, im Freundeskreis) hat diese Form von Meditation (bei all ihren positiv-berechtigten Aspekten) etwas einseitiges: Es bleibt häufig bei einer Fokussierung des Mentalen, Erkennen, des Wille im Denken, Wahrnehmen, Bewusstwerden, usw.

    Die Ruhe oder Gelassenheit, die man im Laufe des Schulungsweges meint erreicht zu haben, ist meistens "gewollt und gemacht", dadurch ist sie äußerst unlebendig, etwas künstlich und selten tief genug; unter ihrer Oberfläche schlummern allerlei Verletzungen, existentielle Ängste, nicht erkannter Groll, usw.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Kann sein. Nach meiner Erfahrung gibt es Bereiche, die sich nicht einfach verändern lassen, da sie bis ins Organische, ja Genetische herunter reichen. Bestimmte Aspekte davon - in Varianten, natürlich - kann man über Generationen hinweg sehen, wenn man eine Familie gut kennt. Manches war in anderen Lebensumständen ja auch für das Überleben nützlich. Aber was diesen Bereich ausmacht, die Umgrenzung, kann man mit einiger Mühe schon erkennen. Das seelische "Gestrüpp" ist ein zähes, dorniges Unterholz. Man kann damit umgehen lernen, es zu kultivieren versuchen. Aber ich denke, man sollte skeptisch bleiben, was Extremsituationen betrifft.

      Löschen
    2. Heute wissen wir es:
      In einem gesunden Öko-System ist unkultiviertes "Gestrüpp" unverzichtbar (etwa als Nistplatz für Vögel).
      Sicher ist es keine gute Idee, unsere Seelenlandschaft nach irgend einem Planfeststellungsverfahrens einzuebnen und zu begradigen (wie wir es in der Vergangenheit mit unserer physischen Umgebung veranstaltet haben).
      So ein "seelisches Gestrüpp" kann auch ein unverzichtbarer Schutz gegen die verheerende Wirkung von 'Seelenstürmen' sein (wie die Knicks auf Schleswig-Holsteinischen Feldern).

      Löschen
  3. Da stimme ich Dir zu. Mein Eindruck von einem Großteil der anthrop. Bewegung ist, dass das "seelische Gestrüpp" häufig eher oberflächlich angeschaut wird (oder eben sehr wertend, im Sinne dass man es wegmachen, verbessern, überwinden will).

    Ich glaube auch, dass der verbreitete, ihr inhärente idealistische Aspekt der Anthroposophie (Entwicklung, Veredelung hin zum höheren Menschen, höheren Welten und Wesen, usw.) einen notwendigen nüchternen Blick auf die eigene Seele manchmal eher verhindert.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich kann das nicht beurteilen. Mein Eindruck ist eher nicht, mit einer homogenen Gruppierung zu tun zu haben.

      Löschen
  4. Vielleicht sollte/könnte/müsste man zu unterscheiden versuchen zwischen einer bewusst aufgenommenen Meditationspraxis und der, die sich durch den Zeitgeist oder die heutige Zeit selbst den Menschen "aufdrängt", weil sie als ein genereller Menschen-Entwicklungsfaktor wirkt.

    Denn ich glaube, dass Meditation an sich ebenso neutral ist, wie z.B. das Geld und es einzig (wahrscheinlich fast) darauf ankommt, wie ich damit umgehe. Meditation selbst zeigt "nur" auf und erwartet durch das transparenter Werdende eine entsprechende Haltung meinerseits. Interpretiere ich dem sich mir Offenbarenden entsprechend "falsch", zeigen sich mir halt die hierzu resultierenden Ergebnisse/Erfahrungen... Ich lerne, bzw. werde schneller ins Lernen versetzt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lieber Manroe, ich glaube schon, dass sich die meisten Menschen mehr oder weniger bewusst "ihre" Meditationspraxis aussuchen, auch wenn es in der heutigen Zeit gewisse Modeerscheinungen in der Spiritualität gibt, Achtsamkeit z.B. ("aufdrängen" tun die sich aber m.E. nicht).

      Man kann natürlich wie Du, zu recht sagen, dass Meditation an sich "neutral" ist; dennoch kann es interessant und hilfreich sein, die besonderen Nuancen/Einseitigkeiten einer jeweiligen Richtung kritisch und sachlich zu hinterfragen: Ich beobachte/erforsche bereits seit längeren die "Nebenwirkungen" von Spiritualität, anthrop. u.anderer Meditation; der oben von mir dargestellte Umstand der "künstlichen Gelassenheit", sowie das Vermeidungsverhalten gegenüber existentiellen Ängsten und unerwünschten Eigenschaften ist nach meiner Beobachtung eher im anthrop. Bereich zu finden, als vergleichsweise in moderneren Richtungen, die viel mit therapeutischen oder körperbezogenen Methoden arbeiten (Almaas z.B.).

      Löschen
    2. Lieber Rainer,

      ... mit "aufdrängen" meine ich, dass unsere Zeit selbst eine gewisse Form der Meditation bezüglich ihrer Wirkungen und "Forderungen" zeigt und bewirkt und möchte damit zum Ausdruck bringen, dass man sich ihr nicht (wirklich) entziehen kann.

      Und wenn Du oder man Nuancen und/oder Einseitigkeiten bezüglich bestimmter "Richtungen" kritisch hinterfragst, oder man es tut, oder sogar besser sogar/auch tun sollte, so steht dann da doch immer dahinter, herauszubekommen wie sie wo und warum wirkt, ähnlich einem "Medikament" nach dem ich suche, Umfang, Intensität und Richtung muss dann von mir ausgesucht, bestimmt, zugelassen, beobachtet und begleitet werden und Meditation an sich ist mir ein Bewusstseinsgefährt, in das ich mich "setze". Also nicht gleich den Ferrari nehmen, es sei denn, ich halte mich für einen Extrem"sportler".

      Und Deine "Nebenwirkungen", die wird es mit Sicherheit geben, sie sind ja gerade erwünscht, neutral betrachtet und zeigen entsprechend andere Wirkungen, wenn man sich selbst nicht genau genug begleitet und sich einem dann was zeigt, bzw. plötzlich vor einem steht, womit ich nun gar nicht gerechnet habe und es zumeist auch gar nicht wollte.

      Die Neutralität der Meditation in meinem Sinne liegt in ihrem transparentmachenden Wesen und sie, die Meditation, interessiert es auch überhaupt nicht, wie ich mehr oder minder unbeleckt dazu stehe, man wird halt sehen, was ich noch alles verborgen in mir trage...

      Ich versteh ja, was Du sagst, stimme Dir ja auch zu, in dem, was man so beobachten kann, allerdings meine ich schon, dass man der Meditation an sich nichts in die Schuhe schieben sollte, wofür sie nichts kann :-)

      Löschen
    3. Lieber Manroe, ich glaube, wir beide hatten ja bereits ähnliche Diskussionen zu dieser Thematik auf dem (inzwischen sanft entschlummerten) Info3 Forum und mir fiel damals auch schon auf, dass wir im Grunde nicht allzu weit voneinander entfernt liegen.

      Ich betone manchmal bestimmte Dinge vielleicht anders (kritischer) aufgrund einer persönlichen Betroffenheit, bestimmten Erfahrungen heraus, vielleicht auch durch mein Hin- und Herpendeln zwischen Steiner und anderen Lehrern. lg

      Löschen
    4. Ich denke, dass die Diskussion sich um diverse Probleme im Vorfeld der Meditation bewegt- das ist okay, trifft aber nicht das, was von mir zitiert worden ist. Es ist meiner Erfahrung nach ziemlich egal, aus welchem Stall jemand kommt, wenn er/ sie in den Bereich der Stille eingetreten ist, d.h. die Stille auch nur berührt hat. Man merkt das ja auch an Anderen. Aber erst ab diesem Punkt beginnen die spezifischen Auseinandersetzungen mit den Schwerebereichen in einem selbst, die Widerstand leisten, die man als lastend empfindet und die man geneigt ist, als "Karma- Schatten" zu identifizieren.

      Löschen
    5. Stimmt, meine grundsätzlichen Bedenken beziehen sich eigentlich nicht primär auf die obigen Aussagen von Astrid Engelbrecht (es fiel mir nur auf, dass sie viel von pathologischen Erscheinungen im Umfeld der anthrop. Meditation schreibt) - eigentlich kann man das, was Frau Engelbrecht darstellt, ja durchaus schon "okkulte Forschung" nennen (sie ist Ärztin in HH und arbeitet nicht nur mit dem Bereich der Körperelementarwesen, sondern auch mit V.Stäel von Holstein (Fl.Hefte) zusammen); finde ich persönlich schon beeindruckend, auch wenn es nicht mein Weg ist.

      Mit dem Begriff "Meditation" meinte ich zumeist auch das, was man darunter im Advaita oder in den diversen Achtsamkeitsrichtungen versteht, also nicht nur den eher "strengen", konzentrierten, willensbetonten anthrop. Ansatz (Nach meinem Kenntnisstand sprechen/schreiben anthroposophisch Forschende eigentlich nicht oder nur kaum von dem "Bereich der Stille" oder dass man die Stille berührt, höchstens Kühlewind, wäre interessant, ob es in Zukunft mehr entsprechende Aussagen, Veröffentlichungen geben wird).

      Löschen
    6. Bei aller Morgenröte indivieduelle Freiheit darf man dennoch nicht vergessen, dass wir immer noch in eminentestem Sinne in sozialen (minutiös getakteten) Zusammenhängen stehen. Da gibt es eben auch Kräfte die uns auf der Bahn halten und synchronisieren - es kann der einzelne noch nicht einfach davonlaufen, wenn anderes noch nicht so weit ist.
      Auch diese weisheitsvollen Widerstände können bisweilen als 'dunkel' erlebt werden. Man kommt gegen bestimmte Eigenarten des eigenen Wesens nicht an, weil es auch Gemeinschaftseigenarten sind, die nicht einfach im Alleingang durchschritten werden können.

      Löschen
    7. Herr Birkholz, das Eingebundensein in soziale Verantwortung setzt zweifellos die Rahmenbedingungen - auch wenn man manchmal dagegen opponiert. Aber es ist zweifellos segensreich und das eigentlich "Bildende"- es hält die Egoität in Schach und vermittelt die relevante Orientierung. Es zeigt auch dauernd das eigene Unvermögen und Scheitern auf. Es hindert auch keinesfalls, eine innere Unabhängigkeit zu entwickeln. Das kontemplative Leben findet heute eben in der prallen Wirklichkeit statt, nicht in der klösterlichen Zurückgezogenheit. Die Anforderungen des Alltags, wie sie sich im Augenblick ergeben, sind das Kontemplative.

      Löschen
    8. @Rainer Herzog: Warten ist nicht gerade meine Königsdisziplin. Ich versuche lieber, selber frei zu schwimmen- selbst, wenn es erbärmlich wenig ist und nirgendwo herein passt. Auch wenn es wenig und minderwertig sein sollte: Besser als nur wiedergekäut.

      Löschen
    9. @ Stephan
      Irgendein Lehrer (ich weiß nicht mehr wer) hatte mal darauf hingewiesen, dass diejenigen, die meinen erleuchtet, erwacht oder sonstwie geistig höher entwickelt zu sein, darauf achten sollten, was passiert, wenn plötzlich die eigenen Eltern vor der Tür stehen und sich für das Wochenende einladen wollen.

      Löschen
    10. ;-)
      Ich hoff ich krieg meine dazu, hier am Bodensee mal einen Ausflug zu machen.

      Löschen
  5. "Von daher ist es ein wirkliches Novum, dass wir seit zwölf Jahren durch die Vermittlung von Verena Staël von Holstein im Dialog mit Hunderten von Natur-und Geistwesenheiten sind und dass diese Gespräche mittlerweile in 35 Büchern vorliegen.
    Die Gespräche mit den Natur- und Geistwesenheiten entwickeln sich immer weiter. Dieses Seminar wird die Gespräche beleuchten, die in der Zeit Sommer 2013 bis Frühjahr 2014 geführt wurden: mit neuen Tier- und Pflanzenwesen (Obstwesen) und mit astralen Wesen, die einzelne Gefühle und Eigenschaften repräsentieren. Wir tauchen schwerpunktmäßig in einige dieser noch unveröffentlichten Gespräche ein."

    http://www.flensburger-hefte.de/vortraege.html

    Die Hinweise auf die körperlichen Schäden sind nachvollziehbar dargestellt. Ich habe nun etwas recherchiert den Zusammenhang mit der Quelle der medizinischen Inspiration gefunden. Hierbei bei den Flensburgern Heften nachgeschaut. Obiger Text, die Zahl 35 Bücher und "Dialog mit Hunderten von Natur- und Geistwesenheiten" weist jedoch auf eine andere Gefahr hin. Also ob ein neues Bewußtseinsuniversum entstanden ist, parallel zu den Hunderten von Vorträgen Rudolf Steiners. Es wird nun auf die neuen "Obstwesen" hingewiesen, ganz nüchtern darf sich der Zeitgenosse fragen, wie viele "astralen" Wesen werden noch befragt und geben Antworten und dem Leser bleibt doch nur übrig, das irgendwie zu schlucken. Welche Schäden entstehen für Vernunft, welche Krankheiten. Ich selbst habe Anfangsgespräche mit den Naturwesen gelesen und komme zu dem Ergebnis, diese Mitteilungen können den Menschen schädigen. Ich erinnerte mich sofort an Steiners Hinweis, wie der Mensch bei fehlgeleiteter Meditation einen ganzen Kosmos mit Wesenheiten erlebt und nicht bemerkt, es ist sein eigenes Produkt.

    Besteht nicht die reale Gefahr einer "astralen Sucht" unendlichen Ausmaßes, die fast wie bei Herrn Keimeyer Gestalten hervorruft, deren letztlich drohende Vernunft in Anlehnung an Steiner einen - es tut mir Leid dies schreiben zu müssen - verwüstenden Charakter, damit Schädigung hervorruft. Wie bei Frau Halle, wissen wir, welche enormen psychischen Schäden hervorgerufen werden, wenn Menschen ihre "Botschaft" der "Dämonennägel" lesen?! Macht sich der einzelne Mensch nicht in schlimmster Weise von "übermittelter Wahrheit" abhängig. Kann es sein, wir schreiten im Umfeld der Anthroposophie zurück zu einer Zeit, die nur als Aberglauben bezeichnet werden kann. Das autonome Bewußtsein, Selbstbewußtsein geht verloren, verliert sich in astralen Geschichten, verfängt sich in eine Abhängigkeit. Das Vortragswerk Steiners ist ja Beispiel genug, wie schädlich solch zugängliches "geheimes" Wissen auch sein kann.

    Es könnte nun der vorgestellte Verein auch nur als ein "Vehikel" erkannt werden, der scheinbar eine medizinische Berechtigung für den Imuls der Flensburger Hefte liefert, so viel astrale Neugierde zu verbreiten. Ich selbst lese keine Phantasieromane, geschichtliche Romane oder dergleichen. Hatte früher gezielt "Groschenromane" verschiedenster Bereiche gelesen. Grundlegend staunte ich über die Phantasie der vielen Lebenswelten, der Gespräche, Ereignisse, "dargestellten Realitäten".

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Fortsetzung:

      Ein Kreislauf schädlichen Wissens, da eine Sucht entstehen kann, immer "neue" astrale Wesenheiten zu vernehmen, die scheinbar das Gute wollen...... .
      Wolfgang Rauch:
      "Wir tauchen schwerpunktmäßig in einige dieser noch unveröffentlichten Gespräche ein."

      Diesen Satz zu erkennen, wie mit "Sucht" auf "unveröffentliche Gespräche" "Kunden" angelockt werden, dazu bedarf es Vernunft, welche wir als Menschen erringen, gestalten, deshalb inkarniert sind und nicht im Meer astralen Wissens uns verschwimmen...... .

      Muß letztlich Meditation nicht zu überprüfbaren Ergebnissen führen. Die Schäden weiten sich aus,
      weil uns ein rituelles Christentum gefangen hält, als der eigentliche Schaden Europas, das wurde Dank der Mitarbeit Einiger in den letzten Wochen offenbar auf dem blog. Nicht ein Schaden am Leib, sondern Schaden an der Gemeinschaft.....
      Diesen "Schaden" gilt es herauszuarbeiten, zu beschreiben, um dann zu handeln.
      Selbstverständlich sollen körperliche Schäden, psychische Schäden durch Meditation medizinisch behandelt werden.
      Rudolf Steiners Ziel war umfassender..... .

      Löschen
    2. Nachtrag:

      "Seminar in der Anthroposophischen Gesellschaft Berlin
      Was die Naturgeister uns sagen
      Über die Gespräche mit Natur-, Tier-, Gefühls- und geistigen Wesen
      Seminar mit Wolfgang Weirauch über seine Arbeit mit Verena Staël von Holstein."

      http://www.flensburger-hefte.de/vortraege.html

      Pardon, hatte vorhin den Namen verkürzt geschrieben, es ist Herr Weirauch, der die Naturgeister bewußt in die AAG hineinträgt.

      Wenn die Anthroposophische Gesellschaft in ihren Räumen ein Seminar verantstaltet,
      das letztlich in Zusammenarbeit der Christgemeinschaft zu erkennen ist, da hinter der Dame mit den Naturgeistern ein Priester dieser Gemeinschaft steht, dann muß gefragt werden, was sich da in Berlin bei den Anthroposophen abspielt, da die Stigmata-Ereignisse auch dort eine Rolle spielen. Wenn von "Onkeln" und "Tanten" die Rede war, sogar von Steiner selbst charakterisiert, warum werden noch immer so viele Vorträge gehalten, an denen dann nur "Onkeln" und "Tanten" sich in den vorderen oder hinteren Sitzreihen versammeln. Kann es sein, Vorträge passen nicht mehr in unsere Zeit, so wie mir Herr Suhrmann erzählte, das ringende Ritual jedes Jahr am Jahresende, wer mehr Zuhörer sammelt, Herr Tradowsky, oder die Christengemeinschaft, beginnt nicht da die Schädigung im Vorfeld der Meditationen, ein verkehrter Einstieg in die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Abhängigkeiten der Menschen "astral" untereinander. Als Marie Steiner ihr Scheitern nach dem Tode von Steiner erkannte, meinte sie nur etwas jammernd, die "Mitglieder dauerten" uns, eigentlich wollten sie sich als Ehepaar Steiner aus der anthroposophischen Szene herausziehen, im intimen Kreise weiterarbeiten. Da hatte Steiner also die "Mitglieder" "hörig" gemacht und mußte nur weiter Vorträge halten?! Setzt sich also die offensichtlich fehlgeleitete Entwicklung noch zu Lebzeiten Steiners weiter fort, bis hinein in die Gegenwart. Ist der körperliche Schaden bereits eingetreten, "wenn ich mir einen Vortrag eines "Anthroposophen" in einem Saal anhöre, beginnt nicht da das Sektentum (Abspaltung) ins Elitäre?!

      Die Gedanken sind durch die Tatsache angeregt,
      die "Naturgeister" finden in den Räumen der Anthroposophischen Gesellschaft Berlin "Gehör". Christgemeinschaft und AAG auf Abwegen?!
      Sind dadurch "Meditationsschäden" im Computerzeitalter "vorprogrammiert"?!

      Löschen
    3. "Hatte früher gezielt "Groschenromane" verschiedenster Bereiche gelesen. Grundlegend staunte ich über die Phantasie der vielen Lebenswelten, der Gespräche, Ereignisse, "dargestellten Realitäten"."

      Ging mir auch so. Ganz ausgezeichnet war z.B. die "Dämonenkiller" Reihe, oder die Vampir-Horror Romane aus dem Pabel-Verlag. Highlight meiner Jugend. (Später gab's auch noch die eher freundlichen "Gute Laune Romane")

      Löschen
    4. :-)
      Ach, was für eine Freude, mal wieder von Stael/ Weihrauch zu hören, das fehlte mir ein bisschen. Die Auseinandersetzungen zwischen Egoblog bzw Flensburger Heften hatte ich damals allerdings noch nicht so mitbekommen, weil ich zu jung war, also nicht so weit mich mit damit hier zu beschäftigen. Wie ich es allerdings verstanden habe, auch aufgrund der Selbstdarstellungen (durchaus positiv gemeint) der jeweiligen Strömung, handelt es sich um fast das Selbe (zeitgemässe Anthroposophie ohne -Tanten), jedoch auf der einen Seite Agnostizismus, auf der anderen Wesenheiten.
      Wenn ich es richtig verstanden habe. Ich mochte immer beides.

      Löschen
    5. Letztendlich wird das Ganze wohl darauf hinauslaufen, dass Persönlichkeiten wie JvHalle, V.Stäel von Holstein, sowie einige andere hellsichtig begabte Anthroposophen (Dorian Schmidt, Marius Gabor, u.a.) vollständig die AAG, das Goetheanum übernehmen werden müssen, möglicherweise in einer (putschartigen) konzertierten Nacht und Nebel-Aktion. Nur so kann noch ein Rest vom Impuls der Weihnachtstagung gerettet werden. Ich persönlich würde das begrüßen und dann auch in die AAG wieder eintreten.

      Löschen
    6. "Die Schäden weiten sich aus,
      weil uns ein rituelles Christentum gefangen hält, als der eigentliche Schaden Europas, das wurde Dank der Mitarbeit Einiger in den letzten Wochen offenbar auf dem blog. Nicht ein Schaden am Leib, sondern Schaden an der Gemeinschaft....."

      "Wie bei Frau Halle, wissen wir, welche enormen psychischen Schäden hervorgerufen werden, wenn Menschen ihre "Botschaft" der "Dämonennägel" lesen?! Macht sich der einzelne Mensch nicht in schlimmster Weise von "übermittelter Wahrheit" abhängig."


      Mit der Vernunft verhält es sich genauso wie mit der Kritik, sie wird gespeist und gelenkt von den Inhalten, die man teilweise bereits in sich trägt oder sich zusätzlich anderweitig verschafft hat und die Glaubensbasis beider "Kollegen" bilden. Was sind das für "Kriterien" nach denen man kritisch und vernünftig urteilt!!?? Diese "Grossartigkeit" dieser Kritiker, diese "Reinheit" und "Klarheit" jener Vernünftigen, sässe ich mit denen in einer Gefängniszelle, ich würde drum bitten mir Einzelhaft zu verordnen, damit ich das nicht mehr ertragen muss.

      Meine Erfahrungen zeigen mir, dass der "Gott" der "Vernünftigen" einer sein muss, den ich als den "Gott der Blinden" kennzeichnen würde. Sie kommen mir vor wie mich Bedrängende "Schutzwesen", die mir eindringlich vermitteln wollen, dass, wenn ich in einer anderen Stadt andere Wesen neben mir erblicken, wahrnehmen, bemerken würde, ich an gefährlichen Einbildungen litte.

      "Kann es sein, wir schreiten im Umfeld der Anthroposophie zurück zu einer Zeit, die nur als Aberglauben bezeichnet werden kann. Das autonome Bewußtsein, Selbstbewußtsein geht verloren, verliert sich in astralen Geschichten, verfängt sich in eine Abhängigkeit."

      Wenn man schon warnt und beschützen und verhüten möchte, sollte man zumindest damit aufhören Inhalte vergangener Zeiten in die Gegenwart zu projizieren und mal ein paar Vorschläge unterbreiten, wie ein gegenwärtiges "helleres Sehen und Wahrnehmen" aussähe, sich zeigt und woran man ES bemerkt im Unterschied zu den ganzen eingebildeten Gestalten aus der Geschichte der okkulten Vergangenheit.

      Diese in meinen Augen so typischen Vernünftigen leiden an einem gewissen Problem, das sich darin zeigt, dass sie wie in einem dunklen Keller sich vorantastend alles wegwischen wollen, was sich ihnen als irgendwie fremd und unbekannt darstellt. Nach ihren Kriterien der reinen Vernunft und Kritik natürlich!! Ihr Vokabular wird über alles gestülpt, was sich ihnen in den Weg zu stellen scheint und wird mit Zettelchen beklebt, auf denen steht, was sich ihnen aus der Bibliothek ihres Geschichtsbewusstseins ergibt. Fragt sich nur, wie man mit der Zukunft umgehen möchte, die Gegenwart als Zukunftsträger blende ich mal aus, die gibt es bei denen anscheinend gar nicht, denk-würdigerweise.

      Löschen
    7. zur Weihnachtstagung:

      als ich Herbst 1972 Mitglied der AAG wurde, wußte ich noch nicht, welche Rolle die Weihnachtstagung in der Bewegung spielt.
      Immer wieder wurde die "Weihnachtstagung" erwähnt, darauf Bezug genommen.
      Als ich kurz nach der Jahrtausendwende den nächtlichen Hinweis umsetzte, einen Computer zu kaufen, nach einiger Zeit den "Auftrag" akzeptierte, ins Internet zu gehen, es waren dazumal noch fast primitive Verhältnisse, einfacher Telephonanschluß, fand sich zufällig ein Text, der erklärte, warum die Anthroposophen in einer Illusion mit der Weihnachtstagung leben.

      Den Verfasser des Textes, Herrn Jakob Streit hatte ich ca 1985 persönlich in Regensburg kennenlernt, veranstaltet war der Vortrag von Herrn Dr. Manfred Krüger, der gleichzeitig auch Pate meiner Mitgliedschaft ist. Ich kam in das persönliche Gespräch mit Herrn Streit. Auch ihn habe ich von den Problemen mit dem Symbol berichtet, ihm Unterlagen mitgegeben. Insofern, durch den persönlichen Kontakt mit Herrn Streit wirkte seine im Internet gefundene Zeugenaussage mit besonderem Gewicht. Wenn Rudolf Steiner die Weihnachtstagung als "zerschellt" ansah, als "gescheitert", warum sollte je esoterisch der Impuls Rudolf Steiners von uns fortgeführt werden können. Wir haben einfach nicht das spirituelle Format, den "Leichnam", ja den "zerschellten Leichnam Weihnachtstagung" wiederzubeleben. Solches Bemühen ist einfach Lüge an Rudolf Steiner, ist Selbstlüge, letztlich auch Lüge an Christus.....

      Hier der link:

      http://www.christian-rosenkreutz-zweig.de/downloads/aktuelles/JStreit.pdf

      Löschen
    8. Hallo Manfred,

      ich mußte über Deinen Beitrag schmunzeln, Dein Bild mit der Gefängniszelle, das sind ja düstere Phantasien von Deiner Seite.
      Hatte Deinen Beitrag erst gesehen, nachdem der link zu dem Text von Jakob Streit hereingestellt wurde. Zuvor fand sich aktuell ein Beitrag:

      "Der fleißigste Henker Deutschlands"

      http://www.mittelbayerische.de/regensburg-land/artikel/der-fleissigste-henker-deutschlands/1036974/der-fleissigste-henker-deutschlands.html

      Der Artikel passt ja zu Deiner Kerker-Phantasie, aber noch schwärzer.
      Interessant ist, das Photo mit dem Henkerswerkzeug entstand 1925 in Regensburg, dem Todesjahr von Rudolf Steiner.

      Du hattest vor einiger Zeit Deine Worte gezügelt, mit dem Hinweis, Du willst es Dir nicht mit mir "verscherzen". Du hast nun diese Vorsicht weggelassen, endlich Deine wahren Gedanken gezeigt, das ist gut so. Es bringt doch nichts, Versteck zu spielen.

      Tatsächlich halte ich die Vernunft durchaus für eine menschliche Errungenschaft, welche vielleicht nicht einmal die Engel zur Verfügung haben. Deine Hinweis mit den Blick auf die Vergangenheit: dann dürfte kein Buch von Steiner, kein Vortrag von ihm in unsere Seele sich begeben, keine Errungenschaft philosophischer, religiöser Inhalte, etwa Sufismus - und ich höre gerade life, ein Gericht in Ägypten hat 500 Muslimbrüder zum Tode verurteilt - ist schon makaber, weil ich gerade den Text tippe..... .

      danke, für das Fallenlassen der Masken.....

      na, vielleicht holen sich die Ägypter nun die in der MZ abgebildete Tötungsmaschine, wir Deutschen sind eben Meister, auf vielen Gebieten..... .

      Löschen
    9. Lieber Ernst,

      es geht mir nicht darum, die Vernunft fallen zu lassen, sondern darum, zu bemerken und es auch zu berücksichtigen, dass das Wesen der Vernunft beschränkt, bzw. abhängig ist von mir zur Verfügung stehenden Kriterien, die wiederum erweiterbar sind. Und ja, Vernunft ist eine Errungenschaft!!, die da, schaust Du sie Dir mal an, ständig "gefüttert" werden will, angepasst, erweitert, überprüft, ein typisches Erfordernis einer Errungenschaft.

      Weiterhin hat meine Darstellung oben absolut nichts mit irgendwelchen "fallen zu lassenden Masken" zu tun, ich beschreibe nur bildlich, was ich bemerke. Das mit dem Verscherzen seinerzeit bezog sich auf andere Inhalte. Und ausserdem bezieht es sich prinzipiell nicht nur auf Dich, aus meiner Sicht, sondern habe aktuell lediglich Deine obigen Äusserungen zum Anlass genommen, das Meinige mal zum Besten zu geben. Du scheinst Dich ein wenig verbissen zu haben in dem was und vor allem wie Du es verfolgst -- meine Meinung.

      Alle Erscheinungen und Phänomene hier auf unserem Karmaplaneten haben ihre Berechtigung, sonst gäbe es sie nämlich nicht. Und in "meiner Welt" sind sie mit absoluter Sicherheit nicht dazu da, uns hier zum Richter werden zu lassen. Bestenfalls dürfen sie vielleicht dazu genutzt werden unsere Vernunft und unsere Kritik zu schulen, das ist doch der "Job" des Menschen heute -- ?!! Es ist eine Schulung für uns selbst, der Auftraggeber nennt sich Unterscheidungsfähigkeit. Und das Wesen jener Unterscheidungskraft- und fähigkeit liegt darin, be-urteilen zu können und nicht zu ver-urteilen. Das ist ein entscheidender Unterschied. Auf dem Wege hin zu jener Fähigkeit des Unterscheidenkönnens dürfen und sollen wir schon beschreiben, aber nicht gleich benennen! Jenes Benennen wird uns zum Bleigewicht, ein Beschreiben zur Freiheit, da sie darstellt im Orientierungsfeld unserer Wanderschaft,.

      Wiederum weiterhin sind meine "düsteren Kerkerphantasien" keine solchen wie Du sie hier zu erleben scheinst, es gibt noch anderes neben einer oder bloss Phantasie.

      Löschen
    10. Lieber Ernst,

      "Wir haben einfach nicht das spirituelle Format, den "Leichnam", ja den "zerschellten Leichnam Weihnachtstagung" wiederzubeleben."

      Das mit der Weihnachtstagung erlebe ich als Versuch, aufgrund gescheiterter Beziehungen zu den derzeitigen Menschen, durch die "es" nicht "richtig" hat aufgenommen werden können worum es ging, etwas zu initiieren, was Steiner ganz auf seine Kappe genommen hat, als Versuch, als letzte Möglichkeit, deshalb anders vorzugehen, einen anderen Weg zu ebnen.

      Die Frage müsste demnach sein, was und warum hat man was nicht aufnehmen können. Kriteln und verständeln bringt uns überhaupt nicht weiter, sondern das Beleben in uns selbst einer anderen Qualität des Fragens und Wahrnehmens. Also etwas, was NACH dem ganzen Kritikeln ersteht, statt zu glauben, damit, mit dem Kriteln und "Säubern" wäre es getan.

      Löschen
    11. "Alle Erscheinungen und Phänomene hier auf unserem Karmaplaneten haben ihre Berechtigung, sonst gäbe es sie nämlich nicht."

      Ich weiß nicht, 500 Todesurteile in Ägypten haben keine "Berechtigung", auch wenn Du argumentierst "sonst gäbe es sie nämlich nicht" ("Alle Erscheingungen und Phänomene").
      Für mich haben sie keine "Berechtigung".

      Löschen
    12. ...also, etwas präziser, -- alle Erscheinungen und Phänomene, ausgenommen unsittlicher, unmoralischer Taten gewissenloser Menschen --.

      Ich hatte keinen Gesetzestext formuliert gehabt :-)

      Löschen
    13. Hi, was ich immer nicht verstehe ist, wieso ihr heute, Jahre danach, immer noch meint nicht zu wissen warum es nicht richtig aufgenommen werden konnte. Das ist doch alles seit Anfang an bekannt, und war auch klar, dass auf dem Weg nichts herauskommen würde.

      Löschen
  6. ...was so "Schäden" anbelangt, mir ging es jahrelang so, dass ich meinte irgendwie ein Herzproblem zu haben, weil es sich sehr häufig teilweise auch schmerzlich bemerkbar machte. Sämtliche aus anfänglicher Ängstlichkeit aufgesuchten und befragten Ärzte vermochten nichts zu finden, bis ich mich damit "anfreundete" und es anders zu sehen begann und annahm, jene Empfind- und Empfänglichkeit des Herzens bis hin zu stechenden Schmerzen. Allerdings, zumindest jetzt im Nachhinein, würde ich das nicht als eine Schädigung durch Meditation sondern ein "Umbau" kraft Einwirkung durch Meditation bezeichnen. Ich kannte auch Zeiten, wo ich es mit mehreren Personen in einem Raum nicht lange aushielt, bis hin zu Schweissausbrüchen und Fluchtbedürfnissen daraufhin. Insgesamt, jetzt weiss ich es, war/ist auch kein Schaden entstanden oder nachgeblieben. Und was man so alles an Menschen erleben kann ... und dennoch, tauschen, wenn ich könnte, würde ich nicht :-)

    AntwortenLöschen
  7. "Gibt es "Meditationsschäden"?"

    Der Beitrag lenkt die Schäden durch Meditation vor allem auf organische Schäden.

    Es gibt aber auch nicht-körperliche Schäden.
    Ein "Schaden" entsteht meist durch das vordergründig oder hintergründig bestehende Weltbild,
    Vorstellungsbild der Menschen. Der Schüler identifiziert sich neben den Meditationen intellektuell mit den „mitgelieferten“ Vorstellungen. Als Schaden kann Fanatismus entstehen. Tritt Erleuchtung ein, kann ein Schaden bedeuten, in diesem „Erleuchtungszustand“ zu verharren. Mir ist noch der unmittelbar vernommene Hinweis eines Sufimeisters im Ohr, der Inder erreicht viel leichter als der Europäer, oder Westler Erleuchtung. Sie sei nur nicht so tief. Und tatsächlich erlebte ich Yogalehrer, welche durch Tantra-techniken unmittelbar wie ein hohles Gefäß vergangene Leben, gegenwärtige Verhältnisse und zukünftige Ereignisse "wahrnehmen" konnten, während sie neben meiner Person meditierten. Mein Zwillingsbruder sprach mit den Lehrern, da die mir persönlich mitgeteilten Dinge unter gewissem Aspekt "Schaden" hervorgerufen haben, das heißt, ab da konnte ich mich nicht mehr "normal" entwickeln, das Mitgeteilte war zu prägend. Als Verteidigung antworteten die Yogiis, ja, sie mußten es hinnehmen, daß der Geist ihnen die Dinge gezeigt habe, soz. auch eine erste Überforderung, oder, der "Schaden" entstand gewollt durch übergeordnete Strukturen, die Beteiligten müssen damit leben, ob sie wollen oder nicht. Der Sinn mag sich erst in der Zukunft einstellen.
    Wer Vernunft mit Verstand verwechselt, hat bereits einen Schaden, klebt an einer Einheitsvorstellung, welche durch ein spirituelles Erlebnis begründet sein mag. Verstand will gepflegt sein, braucht Intellekt. "Vernunft" steht über Meditation und ihren Ergebnissen. Das dürfen wir auch den Hinweisen Steiners entnehmen, da ein Vernunftbegabter gerade einen Menschen mit Meditationsergebnissen helfen kann, die Dinge zu ordnen. Vernunft mag dem Hellseher helfen. Also astrale Wesen durch sich selber sprechen lassen, mag den suchenden Intellekt befriedigen, mit immer neuen "Tatsachen" einer sog. Geistigen Welt, „initiiert“, wie ich hörte, wenn Herr Benesch davon erzählte, daß ab einer gewissen Entwicklung in der Christgemeinschaft die Eltern die "Zwerglein" sehen, wie sie hinter dem Kachelofen scheu hervorlugen, umherhuschen.... .
    Solche "Erscheinungen" hängen von der "Einbildekraft" des Betrachters ab. Die vorgeprägten, intellektuellen Vorstellungen realisieren sich im Bilde, oder wie Steiner sagt, ein Ägypter sieht die Isis, ein Katholik die Maria.
    Was ist aber die Wirklichkeit. Beides ist letztlich Illusion, das sagt die Vernunft, während der Gläubige sich am Bilde schauerlich, vielleicht kniend ergötzt. Nach Steiner kniete Morgenstern zu oft in einer Vorinkarnation in einer Mönchszelle, deswegen Lungenprobleme in diesem Leben. Also körperliche Schäden von Gebetsübungen über Inkarnationen hinweg. Steiner weist darauf hin, Geisteswissenschaft ist wie eine Landkarte für das nachtodliche Erleben. Ziel also gar nicht "Erleuchtung", sondern bewußte nachtodliche Entwicklung der Seele.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Fortsetzung:

      Vergessen wir nicht die Schäden, welche durch den Christus-Impuls entstanden sind. 2000 Jahre mit viel Krieg und Elend, Streit um den wahren Glauben. In den Mysteriendramen ist eine Szene, wo eine Frau charakterisiert wird, da der Obere eines Ordens davon spricht, sie hatte das Glück, eine ruhige letzte Inkarnation zu erleben, Frieden. Dieser Frieden war Europa über 2000 Jahre selten vergönnt. Schaden entstand also nicht nur durch Meditation, sondern durch „Glauben“ an sich. Der blinde Gehorsam war 2000 Jahre Oberstes Gebot, eingeübt etwa im Jesuitenorden. Ein Mitglied ist nun Papst.

      Nur Vernunft kann uns von den Irrwegen des Glaubens retten. Wobei kindlicher Glaube sich selbst schützt. Doch die Zeit der Kindschaft der Seele ist vorbei, wir werden selbst Verantwortung für die individuelle Entwicklung übernehmen müssen. Halt durch die Gemeinschaft kann es nicht mehr geben... ...bis wir mit und durch die Schwelle eine andere Dimension der Gemeinschaft erfahren.
      Verwende einen Namen, der mir drei Nächte vor Karfreitag 1985 gegeben wurde:

      Padranga

      Löschen
    2. Hallo Padrange,

      "Vergessen wir nicht die Schäden, welche durch den Christus-Impuls entstanden sind. "

      Bitte nicht dem Christus-Impuls selbst besagte Schulden anheften wollen, sondern dem daraus entstehenden Christentum und der sich dann ergebenden menschlichen Vorstellungen, Ziele, Wünsche, Ideen ...

      Löschen
    3. Als ich wegen Blasphemie angeklagt wurde, hat meine Anwältin zuerst Herrn Deschner als Gutacher angeschrieben.

      Zufällig findet sich gerade jetzt, nach dem Beitrag, eine Dokumentation über Herrn Deschner.
      Natürlich muß sich Christus auch das anrechnen lassen,
      was durch seinen Impuls geschah.

      Ich bin gerade bei Teil 3 der Dokumentation.
      Es kommen bekannte Persönlichkeiten zu Wort.
      Vielleicht äußere ich mich noch, wenn der 10. Teil gesehen ist.... .

      http://www.youtube.com/watch?v=7GuVff9timQ&list=PLC4AA85ABFCB11764

      Löschen
    4. Zwischenbemerkung:

      in Teil 5 der Dokumentation wird Thomas v. Aquin genannt im Zusammenhang der Hexenverfolgungen.
      Also muß sich Rudolf Steiner dies anrechnen lassen, seiner Vorinkarnation,
      auch wenn er sicherlich individuell nicht die Frauen verfolgen wollte, er hat sie einseitig charakterisiert, damit den Boden geliefert.....

      (Minute 7.30)

      Löschen
    5. "Vernunft mag dem Hellseher helfen"

      Ja, in der Tat, Padranga,

      allerdings beim Erkennen und der Überwindung seines eigenen Irrsinns und dem Relativieren seiner geistigen Einbildungskraft.

      Löschen
    6. Beschimpfung?!

      Bei der Suche nach "diabolisch" findet sich:

      "Wenn man die Wahrheit sagen wollte, würde man ja das nicht erreichen, was man erreichen will. Man will das Bewußtsein herabdämpfen, indem man den Menschen die Lüge beibringt. Es ist ein grandioses diabolisches Unternehmen." GA 198

      Diese Worte Rudolf Steiners verdeutlichen schonungslos, warum es zu Anfeindungen kommen muß. Seine Worte zuvor zeigen:

      "Die katholische Kirche weiß sehr gut, daß dasjenige,
      was ich jetzt sage, das Prinzip der neueren Entwickelung ist: das Individualbewußtsein der Menschen heraufzuziehen. Aber sie will es nicht heraufkommen lassen. Sie will das dumpfe Gemeinschaftsbewußtsein erhalten, aus dem nur herausragen diejenigen, die eine scholastische
      Bildung errungen haben." GA 198

      Es ist ganz natürlich wenn Individualbewußtsein aus dem Gemeinschaftsbewußtsein heraus beschimpft wird, weil möglicherweise auch Angst eine Rolle spielt, das wohlige Gefühl priesterlicher Gemeinschaftsstruktur sich in Gefahr wähnt.

      Was der Vortragsband mir erstmals klar aufzeigte, die Katholische Kirche steht mit ihrem Bewußtsein in der vierten nachatlantischen Kulturepoche, während die Geisteswissenschaft den Beginn der fünften nachtlantischen Kulturperiode beinhaltet.

      Ein gewisser Konflikt, Abstoßung ist deshalb logische Folge, wenn Individualbewußtsein auftritt.
      Es kommt mir die Frage, inwieweit Meditationen, besonders die östlichen, aus ihrer Natur der Vergangenheit gar nicht das Mittel sein können, um die neue Kulturepoche zu gestalten. Kann ein gewisser Schaden gerade durch Erleuchtung, durch geistige Wahrnehmung eintreten, soz. eine geistige Lähmung durch Miterleben Geistiger Welten, was eben auch durch die Durchgaben der "Naturgeister" sein kann. So wie die Katholische Kirche die Menschen festhalten will, auf frühere Bewußtseinszustände (es ist dies nach Steiner Absicht, nicht Versehen), werden die Menschen durch die Mitteilungen der Naturgeister in ihrem Individualbewußtsein gelähmt, wo sie glauben sie sind besonderen Offenbarungen teilhaftig. Mir kommen diese "irrsinnigen" Gedanken gerade durch den Vorwurf, wo ich mir immerhin sagen kann, wenn Oberste Richter sogar ganze Sätze aus meinen Schriftsätzen übernehmen, wie ein Schulrat kopfschüttelnd feststellte (stand in der Zeitung), wie "irrsinnig" ist das Bewußtsein der Gemeinschaft?!Hafteten die "Anhänger" an Steiner, weil sie sein Individualbewußtsein erspürten, waren sie nach seinem Tode der Situation nicht gewachsen, weil alte Gemeinschaftsstrukturen im Denken eine positive Fortführung des Werkes Steiners verhinderten, bis hin zu einem gewissen Mitversagen von Marie Steiner.

      GA 198 belichtet die gegenwärtige Situation der Katholischen Kirche in klärender Weise. "Wenn wir Ihnen das erlauben, das Symbol umzutauschen, dann müssen wir es Jedem erlauben", das sagten zuständige Beamten. So wurde der mit dem Priester vereinbarte Kompromiß nach zwei Jahren "verboten", auch von den Katholischen Kirchenführern, die ja eingeschaltet waren. Also das Individuelle sollte zurückgeholt werden in ein Gemeinschaftsbewußtsein, das wird mir mit dem Vorwurf "Irrsinn" nun bewußter.

      Löschen
    7. Würde man die katholische Kirche heute schliessen, hätte es einen ähnlichen Effekt wie der, schlösse man sämtliche Kneipen, oder besser noch den Karneval. Statt streitend zu kämpfen, wäre es sinnvoller, im Sinne einer gegenwärtig-erneuerten "Weihnachtstagung", danach zu forschen und es auch zu formulieren und vor allem gegenseitig den Mut dazu aufzubringen, es sich auch gegenseitig zu sagen, von "Individuum" zu "Individuum", was uns fehlt und warum und wie man es erlebt und worunter man leidet, weil man irgendwas nicht so recht versteht... Aus dem Zentrum der Aufrichtigkeit Wahrhaftigkeit zu wagen. Alles andere versackt eh im Gestrüpp intellektueller Formerei.

      Löschen
    8. Ich finde das respektlos gegenüber Katholiken- auch gegenüber einer aufgeklärten anthroposophischen Leserschaft, an das dieses Blog sich hier richtet. Man kann ganz gut Katholik oder Buddhist, Hinduist, Jude, Agnostiker, Islam- Gläubiger oder Shintu- Anhänger sein, und sich dennoch konstruktiv mit Anthroposophie beschäftigen. Umgekehrt gilt das selbstverständlich auch. Anthroposophie steht für Freiheit im Geiste, nicht ideologische Abschottung. Das gilt für mich selbst dann, wenn es nicht an jeder Stelle mit Steiner- Zitaten übereinstimmen sollte.

      Löschen
    9. Wenn ich hier lese, dass die katholische Kirche mit "sämtlichen Kneipen, oder besser noch dem Karneval" gleichgesetzt wird, dann kann ich mir das Zustandekommen eines solchen Vergleiches nur durch einen GEWALTIGEN MEDITATIONSSCHADEN erklären!

      Quod erat demonstrandum (q.e.d)

      Löschen
    10. "Ich finde das respektlos gegenüber Katholiken"

      Ich nehme an, dies bezieht sich auf den Gedanken von manroe "Würde man die katholische Kirche heute schliessen"

      Da ich natürlich für mein Schreiben hier Verantwortung übernehme, sei betont, ohne die Mitarbeit Dritter, besonders der Hinweise von cheese curve auf GA 198, wäre gewisse Aufklärung nicht vorangeschritten. Das Vortragswerk Steiners ist zu umfassend. Ich habe nun herausgearbeitet, in welchem gegenseitigen Konflikt "wir" (Kirche unsere Familie) uns befanden. Dies klarer zu erkennen, ist durch die Existenz des blogs erfolgt. Wer aufmerksam den blog verfolgte, kennt etwa meinen Hinweis, wie in einem nächtlichen Erlebnis vor dem Dom zu Regensburg der damalige Bischof Manfred Müller auf einem Pferd geritten kommt, in die vor dem Dom befindliche Menschenmenge ruft, "wo ist Herr Seler", die Menge sich teilt, worauf der Bischof mir zuruft, "freue Dich". Dieses innere Erlebnis wurde von Anfang an gegenüber Behörden und Kirche mitgeteilt, mit dem Hinweis, gerade auch dieses nächtliche Erlebnis hat dazu beigetragen, durchzuhalten, eben eine Situation, wie sie Herr Mollath, ein ehemaliger Waldorfschüler erfuhr, bei mir nur 12 Tage und Nächte dauerte. Zu bemerken ist, der Nachfolger des Bischofs, Ludwig Müller, begann bald darauf eine neue Tradition, den „Pfingstritt“ mit Pferd. Ich erwähne all dies, weil Mitleser vielleicht meinen könnten, der Hinweis von Herrn Eggert könnte meiner Person gelten, dies auch unklar bleibt, da wir durchaus auch konträre Ansichten haben. Als Dritte vor längerer Zeit schrieben, sie wollten wieder etwas von Herrn Seler lesen, hatte ich beschlossen, wieder hier zu arbeiten. Mit Auf und Ab, wie es menschliche Beziehungen mit sich bringen. Wer etwas wach mitlas, bemerkte, wie ein gewisser Rückzug sich anbahnt, wobei für mich aber erstaunlicherweise erst in den letzten Wochen eine wesentliche geistige Frucht mit dem Werk Rudolf Steiners und dem eigenen Schicksal reifte. Durch das nächtliche Miterleben mit einzelnen Teilnehmern dieses blogs, fühl-t-e ich mich verpflichtet, den "Bettel" nicht hinzuschmeißen, obwohl ich manchmal die Lust dazu hatte, ich nachfühlen konnte, warum Steiner manchmal die Türen in seinem Haus im Zorn „knallen“ ließ. Er konnte lachen, aber auch ernst sein.

      Da es offen bleibt, ob der Vorwurf von Michael auch meinen Beiträgen gilt, habe ich nach dem Lesen seines Beitrags nochmals recherchiert, Filmmaterial gefunden, eingebettet in einem Beitrag von Herrn Deschner.
      "Ustascha-Kapläne schwuren Gehorsam vor zwei Kerzen, dem Kruzifix einem Dolch und Revolver" Ein Bild davon ist im Beitrag zu sehen.

      http://www.youtube.com/watch?v=19MuwVDcNcw

      - bitte Vorsicht, es werden solche Grausamkeiten genannt, die ich selbst bisher nie gehört habe, nicht für zarte Gemüter geeignet -

      Deschner verweist aber auch auf die Gegenwart (Entstehung des Beitrages), da der Außenminister der USA der Regierung Kohl, Genscher eine "besondere Schuld" beimaß. Vielleicht erinnern sich manche, wie die USA davor warnte, wenn Kroatien die Unabhängigkeit erreichen will, was von Genscher vorangetrieben wurde.
      Neben dem Beitrag auf youtube ist weiteres Filmmaterial aufgeführt. Bisher habe ich mich nicht damit beschäftigt. Nun werde ich mich damit auseinandersetzen, da Steiners Hinweise zu den Zielen der Katholischen Kirche bei "allem Respekt" erkannt und benannt werden müssen. Es kann durchaus sein, die Menschen in der Katholischen Kirche selbst ersehnen das, was von Steiner in GA 198 - für mich - erstmals so klar benannt wird:

      Löschen
    11. Fortsetzung:

      "Die katholische Kirche weiß sehr gut, daß dasjenige, was ich jetzt sage, das Prinzip der neueren Entwickelung ist: das Individualbewußtsein der Menschen heraufzuziehen. Aber sie will es nicht heraufkommen lassen. Sie will das dumpfe Gemeinschaftsbewußtsein erhalten, aus dem nur herausragen diejenigen, die eine scholastische
      Bildung errungen haben." Rudolf Steiner GA 198

      Bei allem Respekt vor der Katholischen Kirche kann ich diese Erkenntnis von Rudolf Steiner nicht unbeachtet lassen, gerade auch nach Kenntnis der Vorgänge in Serbien.
      Ein gewisser Meditationsschaden liegt durchaus auch vor, wenn ein Erleuchtungserlebnis für die Zukunft den Verstand vernebelt. Ich brauche keine Zustimmung, Anerkennung, habe gestern noch den Vorwurf von Herrn Steinbuch mit dem Hochmut gelesen. Wir können und dürfen nicht die Erkenntnisse Steiners mit vermeintlicher Menschlichkeit zudecken. Es bedarf Mut, die Geisteswissenschaft Steiners konkret anzuwenden. Mein Impuls erfolgte individuell und wurde erst später durch Aussagen Steiners gestützt, der sagte, Kinder sollen vor der Geschlechtsreife kein Kruzifix sehen. Die Hinweise Steiners in GA 198 können wahrlich dazu dienen, auch "anthroposophische Leserschaft" aufzuklären. Ich danke den Teilnehmern dieses blogs, ob Feind oder Freund, dem Hausherrn und verbleibe bis auf weiteres, hier oder dort
      Ihr/Euer
      Ernst Seler

      Löschen
    12. Lieber Herr Seler, der Respekt vor Ihnen, eine gewissermaßen gewachsene Beziehung, hat eine Toleranz bei mir zur Folge gehabt, Ihnen einen in diesem Blog erheblichen Freiraum zuzugestehen. Ich sehe Ihre Fixierung an das Thema Katholizismus als Ihre höchst persönliche "Kreuzigung" an- etwas, um das Sie unaufhörlich kreisen. Das anzusehen ist geradezu schmerzlich. Es hat meiner Meinung nach auch wenig mit der tatsächlich gegenwärtigen Entwicklung der Kirche zu tun, ja ist nicht selten ein Hindernis, hin zu schauen. Aber in ihrem fixierten Kreisen artikulieren Sie dennoch immer wieder originelle Einsichten, was eben zeigt, dass Ihre Seele viel weiter ist als das, was ich einmal Ihre "Verwundung" nennen möchte.

      Löschen
    13. ""Ich finde das respektlos gegenüber Katholiken"

      Ich nehme an, dies bezieht sich auf den Gedanken von manroe "Würde man die katholische Kirche heute schliessen"


      Lieber Michael,

      ...Deine formulierte Respektlosigkeit bezog sich also auf meine Aussage?

      Löschen
    14. Grüß Dich Ernst,

      ...bei all dem, was Du hier aufführst als geschichtlich zu Erkennende Greuel unter Mitwirkung der katholischen Kirche, entnehme ich, dass Du die Katholiken, die, die dem Katholizismus anhängen, katholisch gläubig sind, die katholische Kirche an sich, für unzumutbar erachtest. Verstehe ich das richtig? Man gewissermassen das "Gefährt" katholische Kirche zu missbrauchen scheint für bestimmte beabsichtigte Vorhaben?

      Wäre ich jetzt gläubiger Katholik, müsste ich einen erheblichen Makel in mir bemerken oder zumindest einen solchen in mir aufzuspüren mich genötigt empfinden? Der böse, böse Katholik? Hättest Du gern die Möglichkeit, den Papst seines Amtes zu entheben? Du möchtest uns warnen? Hütet euch vor falschem Glauben, einer irgendwie gearteten Anhängerschaft zu wem oder was auch immer gar? Hast Du ein Problem oder habe ich eines? Verwechselst Du vielleicht gar etwas in der Art Deiner "Jagd"? Meinst Du wirklich, dass man den individuellen Menschen dadurch in sich gebiert, wenn man permanet auf der Jagd nach "Bösewichtern" sich befindet?

      Man muss etwas erkennen, das ist richtig, aber dazu gehört zuallererst nach einer Erkenntnis, dass man aufhört das zu jagen, was man erkannt hat, daran erkennt man Erkennende, schau mal auf "Deinen" vielzitierten Dalai Lama. Andernfalls hat man halt Anteil an irgendeiner Bewältigung von was auch immer. Daran erkennt man dann Suchende. Auch sie haben etwas zu erzählen, aber sie erzählen dann und jagen nicht.

      Löschen
    15. @Stephan

      Zu "GEWALTIGEN MEDITATIONSSCHADEN"

      Ich würde es nicht so drastisch formulieren, wohl aber stimmt das alles sehr, sehr nachdenklich ;-)

      Gut, dadurch wird immerhin sichtbar, wie so ein Leben im Kokon ausschauen kann, sie kommen nicht mehr heraus aus ihrer Ideologie, schade. Dies und Jenes wird im Grunde verpackt und projiziert als irgendwie edler und "anthroposophischer'" K(r)ampf, von dem selbst Steiner wohl Albträume bekommen oder entsetzt gesagt hätte: "Mein Gott, so war das doch nicht gemeint!"

      Außerdem zeigt sich wie dicht so ein Kokon werden kann, wie undurchdringlich, wenn lediglich mit einem beleidigten: "Deine formulierte Respektlosigkeit bezog sich also auf meine Aussage?" geantwortet wird. DAS ist dann wohl so ein ganz spezieller 'Karneval' der hier sichtbar wird ;-))

      Löschen
    16. Deine Kokon-Phantasien, ich mach das jetzt mal so wie Du, ganz assoziativ, da würde ich an Deiner Stelle mal ein wenig über mögliche ägyptische Inkarnationen Deinerseits forschen oder sinnen mit der Frage, wie man aus einem Kokon wieder herauskommt, den man seinerzeit ersann, ich ihn jetzt und heute dann mal gleichsetzen würde als Symbol dafür was und wie man mit materiellem Bewusstsein umgeht, was es vorzugsweise im Auge hat und bejagt. Das macht für mich grad Sinn, wenn ich das mal als Traumbild nutze....

      Dennoch sollten wir versuchen nicht gegenseitig uns jetzt zu bejagen, sondern mal ein Auge schulen, das Fähigkeiten zu erkennen vermag, denn das wären doch die Werkzeuge die man/wir uns mitgegeben haben für ein Wirken in der Gegenwart.

      Ich verstehe Dich sehr gut mit dem Empfinden/Erleben, dass etwas "weit über das Persönliche hinausgeht", das hat den Wert einer eigentlichen Realität, die unsere Sprache leider nicht spricht, sondern uns nur (etwas) zu zeigen vermag, man gleichsam Organ ist für diese Realbilder. Aber man kann auch auf dieser Ebene selbst miteinander sprechen lernen und das Umsetzen dessen dann, worum es "dort" geht, geschieht nicht direkt durch uns selbst, wir sind "nur" die Vermittler. Wir müssen es nur wirklich verstehen. Das ist nämlich der eigentliche Sinn der Individualitäten, dass sie eine solche Zusammenarbeit erkennen und erlernen. Ich, z.B "jage" Egoisten und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie eines guten Tages verstehen werden, was ich vor Augen habe. :-)

      Löschen
    17. Hallo Manroe,

      zunächst: Was/wen genau meinst du mit Egoisten, die du 'jagst'?

      Menschen mit materiellem Bewusstsein und Egoismus, hm...gut, die/das gibt es bestimmt, aber da sollte jeder von uns bei SICH beginnen und übrigens - auch anthroposophische Begriffe können sehr gut ver-materialisieren bzw. verhärten, selbst wenn man (eigentlich) weiß, wer der Mittler ist (Herz und ICH) um einer Verhärtung vorzubeugen ...

      Oder meintest du jetzt ganz speziell die Katholiken, die ihren Laden lieber schließen sollten --- oder Menschen die in Kneipen gehen, um sich zu unterhalten und ein Glas Wein dazu trinken? - oder Menschen die ausgelassen Karneval feiern bzw. gern mal in andere Rollen schlüpfen?

      Lass doch jeden machen wie er möchte, das ist doch selbst--verständlich..

      Ich würde dir jetzt vorschlagen ;-) ohne Jagdgedanken! - mal NICHT die Ägypter und die Mumien heranzuziehen, nicht Reinkarnation und auch nicht Worte wie materielles Bewusstsein, Egoisten etc. anzuführen, sondern einfach mal das Wort - Risiko - zu betrachten und zu durchdringen. Dann anschließend ES einfach mal eingehen und mit einem guten Freund in eine nette Kneipe gehen und schauen was passiert ;-))

      Löschen
    18. Hallo Anonym :-)

      ...zunächst einmal kollidieren unsere "Sprachen" ein wenig ---

      Ich habe nie gesagt, dass die Katholiken "ihren Laden schliessen sollten", DAS, was ich oben sagte sollte heissen: dass man den Katholiken "ihren Laden lassen sollte", so wie anderen deren Kneipe oder wiederum anderen oder auch den gleichen ihren Karneval, weil, die einen gehen in die Kirche, die anderen in die Kneipe, wiederum andere auf den Karneval, eine jegliche Möglichkeit oder Einrichtung oder Organisation... hat ihren Sinn, ansonsten gäbe es sie nicht. Und damit - genau wie Du mir empfiehlst - wollte/habe ich gesagt - "Lass doch jeden machen wie er möchte, das ist doch selbst--verständlich.."
      ""Würde man die Kirche schliessen...", dann würde bestimmten Menschen etwas fehlen/genommen.

      Und das, was Du anstrebst mit dem von mir benanntem "Jagen", dazu wollte ich sagen, dass man es nicht durch ein solches Jagen erreicht, das, habe ich gesagt, Ich.

      Und "Risiko", das ist mir der Zwillingsbruder des Mutes, er ist mir bekannt :-)

      Löschen
    19. Hallo manroe, okay, dann war da ein wenig Missverständnis vorhanden...andrerseits, ich dann fands aber auch ein wenig umständlich geschrieben von dir oder ich bin halt zu blöd dafür ;-))

      egal, jetzt hab ichs...machs gut :-)

      Löschen
  8. .... wie wohltuend und einleuchtend die Aussage R.St., die Entwicklung der Bewußtseinsseele im individuellen Menschen schreitet für sich, aus seiner eigenen Natur heraus unaufhaltsam fort... .
    Dennoch ist in diesem Prozeß notwendig zu erkennen, gewisse Bestrebungen und Absichten von "Organisationen" und "Gruppeninteressen", die zu Gunsten ihrer - letztlich Machtinteressen - das Freiwerden des Individuums, eben auch durch subtile Geflechte zu behindern bestrebt sind.
    Zu denken ist u.a. zum Beispiel an Jehovas Zeugen, da gibt es viele aufrichtige, liebe Menschen, aber man/frau wird im Gespräch früher oder später immer an den Punkt gelagen, wo der Wurm im typischem Denken zum Vorschein kommt, bei Katholiken ist es in der Regel nicht anders ... .

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe ReSe,

      ...möchte Dir nur mitteilen, dass ich Deine Gedanken teile, schön, dass Du Dich hier zeigst :-)

      Löschen
  9. Sehr geehrter Herr Eggert,
    ja danke, ich habe den Freiraum genutzt.

    Das Schmerzliche geht aber weit über das Persönliche hinaus.
    Ich habe ja auch viel "bekommen" von einzelnen Teilnehmern des Blogs, sei es Hinweise, oder innere Erlebnisse.

    i.d.R.:
    es wäre vollkommen einseitig, das Schmerzliche als das PERSÖNLICHE zu charakterisieren. Als ich vor Wochen ein Nachterlebnis schilderte, blutrote HÄNDE, das Schlimmste, was ein Mensch als Mörderisches Tun kann, da wußte ich nicht, dieses Bild, von Innen erlebt, begegnet mir genau heute morgen real, als ich bei Obi den spiegel las, als Werbeseite, für Krimi, des Deutschen Gebet am Sonntagabend im Fernsehen. Ein Mann, genau die blutroten Hände. Zeit und Raum auseinandergefallen und doch ein roter Faden. Heute Morgen sah ich erstmals Videos zu den "blutigen Geschäften" der Katholischen Kirche in Serbien. Es ist schmerzlich, denn das "ICH-'BIN ist der Täter, Jeder ist es und der Schlüssel für eine Lösung mag der Christus sein.
    Aber wer nicht ahnend hinter dem Persönlichen ein Drama der AAG erfuhr, wird immer mental mit Steinen werfen und so will ich von meiner Person weg auf die TATsache weisen, wie doch Europa über Jahrhunderte geprägt wurde durch das SYmbol, kleine Kinder, unzählig, das ist das schmerzliche Rätsel Europas und hier war der Hinweis von Steiner nun erhellend, warum diese "charakterliche Prägung" sein sollte. All dies hat mit meiner Person erst einmal nichts zu tun, es ist die Geistesgeschichte Europas....

    AntwortenLöschen
  10. @Obi Seler

    wenns nicht so traurig wäre...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Schüler: "es besteht die Absicht, einen Lehrgang über indische Philosophie als Fach an der Universität einzuführen"

      Aurobindo: " Ich habe nichts dagegen, wenn Sie das tun, aber es sollte kein Pflichtfach sein. Er sollte nicht als Kurs über Metaphysik und Theologie bezeichnet werden. „Das göttliche Leben" ist keine Theologie! Es müsste unbedingt ein Wahlfach bleiben. Religionslehre sollte kein Pflichtfach sein. Spiritualität wird dadurch nicht notwendigerweise entwickelt! Viele Menschen gelangen über den Atheismus zu einem spirituellen Leben. Religionslehre macht den Menschen beschränkt und sektiererisch, etc. Der Einwand gegenüber einem solchen Lehrgang ist der, daß er akademisch ist. Alles würde leblos und trocken."

      Seite 892 - in "Abendgespräche mit Sri Aurobindo"

      "Traurig" ist, wenn Rudolf Steiner "Atheisten" als krank im Gehirn bezeichnet.

      Rudolf Steiner sieht im Atheismus einen "physischen Defekt":

      http://www.diedrei.org/Heft_89_07/Am%20Nullpunkt%20der%20Existenz.htm

      Anthroposophie als „Lehre“ kann im Sinne von Aurobindo durchaus Spiritualität töten, das ist das Traurige. Deswegen erachtete ich in Eigenverantwortung den spirituellen Traum von Herrn Jelle van der Meulen als ein von der Geistigen Welt geworfenen Hinweis, da ich mich selbst an „Schiller“ nicht aufhänge, sondern es sollte ein Weckruf für die AAG sein, gerade nachdem Jelle van der Meulen das Buch „zur Rettung der Seele“ von Herrn Lievegoed in die Welt stellte.
      Traurig ist, der Impuls der Geistigen Welt wird wiederholt verschlafen.

      E.S.

      Löschen
  11. Ich habe diesen Artikel erst jetzt nachgelesen – und möchte hinzufügen, daß Rudolf Steiner die Gefahr solcher „Meditationsschäden“ durchaus bewußt war.
    Er gab auch die Mittel an, derartigen Schäden vorzubeugen: es handelt sich dabei um die sogenannten „Nebenübungen“. Nachzulesen in Ga 245.

    Unter dem Titel „Allgemeine Anforderungen, die ein jeder an sich selbst stellen muß, der eine okkute Entwickelung durchmachen will“ heißt es da (kursiv von mir):
    »In dem Folgenden werden die Bedingungen dargestellt, die einer okkulten Entwickelung zugrunde liegen müssen. Es sollte niemand denken, daß er durch irgendwelche Maßnahmen des äußeren oder inneren Lebens vorwärtskommen könne, wenn er diese Bedingungen nicht erfüllt. Alle Meditations- und Konzentrations- und sonstigen Übungen werden wertlos, ja, in einer gewissen Beziehung sogar schädlich sein, wenn das Leben nicht im Sinne dieser Bedingungen sich regelt.«

    Ich habe den Eindruck, diese unspektakulären (und auch für Nicht-Anthroposophen und Nicht-Meditanten sehr empfehlenswerten!) Übungen werden heute weitgehend vernachlässigt – was ich wirklich sehr bedaure.

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Danke für Ihre Mitarbeit im Blog.

Egoistisch am meisten gelesen: