Judith von Halle & der bluttropfende Gral

Bildquelle Wikimedia, San Juan de la Pena
Auf dem langen Weg zwischen "etwas verkorkst" bis "völlig von der Rolle" ist auch Judith von Halle mit dem Gral unter dem Arm, aber sonst nichts zum Essen in den letzten Jahren schon ein ganzes Stück voran gekommen- seit Monaten und bis auf Weiteres hat sie sich krank gemeldet und taucht nirgendwo öffentlich auf: "Im November und Dezember letzten Jahres bin ich aufgrund einer verschleppten Nieren- und Lungenentzündung durch eine erhebliche gesundheitliche Krise gegangen. Zwar habe ich jetzt nur noch an einigen Folgen zu tragen, aber um diese Krise wirklich ganz überwinden zu können, braucht es diesmal eine radikal einzuhaltende Rekonvaleszenz-Zeit."

Gudrun Gundersen erklärte in einem Rudolf Steiner Blog das Wunder des Lebens Judith von Halles: "Da Judith von Halle noch jung ist, stellen sich viele Anthroposophen die Frage, wie sie denn ihre Fähigkeiten in diesem Leben aus dem Ich erarbeitet habe. Wir haben es hier offenbar mit einer besonderen Situation innerhalb der Menschheit zu tun." Innerhalb der Menschheit, jawohl. Es handelt nicht um eine exterrestrische Spezies bei Frau von Halle. Das mit der Krankheit dieser Hungerkünstlerin kommt wohl öfter mal vor- hier eine Meldung aus dem Jahr 2007: "auf ärztl. Anordnung u. eigener Einsicht: striktes Verbot zu jeder Anstrengung, kein Internet, kein Telefon, keine Briefe, keine Gespräche, keine Besuche, keine Vorträge für die nächsten 6 Monate. Ich halte mich daran. Dies nur, damit Du informiert bist, warum ich mich nicht melden kann. Es ist etwas Ernstzunehmendes, das auskuriert werden muß, und ich werde einige Monate fortgehen müssen zur Kur."

Kein Problem. Wir beschäftigen uns in der Zwischenzeit mit den Îles de Lérins, einer winzigen Inselgruppe im Mittelmeer unmittelbar vor Cannes, zwischen den zur römischen Zeit wichtigen Häfen von Nizza und Theoule. Im römischen Telle wurde der in Rom sehr begehrte Porphyr (hier Bilder aus dem Esterel- Gebirge) verschifft: "Porphyr wurde bereits im Alten Ägyptischen Reich am Mons Porphyrites in Ägypten abgebaut, dem damals einzigen bekannten Abbaugebiet. Größere Abbauspuren stammen von dort auch aus römischer Zeit. Porphyr war zur Zeit der römischen Tetrarchie und dann auch in konstantinischer Zeit sehr beliebt. Aufgrund seiner purpurnen Farbe war es ausschließlich den Kaisern und ihren Bildnissen vorbehalten." (Quelle)

Nach Judith von Halle, "Die Templer I", die die reichlich vorhandenen Legenden um die Ankunft des Gral in Südfrankreich, wie sie etwa Gordon Napier referiert, so lange gegen den Strich bürstet, bis sie zu ihren eigenen obskuren Geschichten passend erscheinen, ist Joseph von Arimathia auf den "weißen Inseln" (damals waren sie noch weiß, heute sind sie stark mit Vegetation überzogen) der Îles de Lérins gelandet, um "Erdenweihen" mit dem Blut Christi in ganz Südfrankreich zu veranstalten, d.h. das originale Blut Christi quasi tröpfchenweise zu verteilen: "Diese punktuellen Erdenweihen bildeten tatsächlich die Grundlage für die Arbeit der zweiten Hierarchie, ...", um den Äther der "Erde Europas" so umzugestalten, dass "diejenigen Menschen, die sich während jener Epoche in Europa verkörperten, in ein ganz neues ätherisches Gefüge eintraten". Das Auferstehungsgeschehen in Palästina genügte den Sturköpfen in Europa also nicht; sie benötigten noch magische Extra- Handlungen, um sich nach von Halle anständig inkarnieren zu können. Da nach allen Legenden die Landung Arimathias (nicht zusammen mit Maria Magdalena, wie von Halle behauptet) um das Jahr 50 statt gefunden haben soll, bleibt es sowieso ein Wunder, dass das Blut Christi noch taufrisch, offenbar reichlich vorhanden, nicht eingetrocknet und nach langer, jahrelanger Schifffahrt unverschüttet, vorhanden gewesen sein soll. Der ganze Zauber macht aber natürlich, wenn man das Auferstehungsgeschehen ernst nimmt, keinerlei Sinn und soll bei von Halle nur auf magische Hintergründe des bei ihr okkult wirkenden Templerordens vorbereiten.

Es ist auch ein Wunder, dass die Gesandtschaft des Herrn ausgerechnet auf den Îles de Lérins - in Sichtweite zweier funktionierender Häfen- gelandet sein soll: "..auf dem Gebiet entlang der südfranzösischen Küste, und zwar ausgehend von einer der heutigen Stadt Cannes vorgelagerten kleinen Inselgruppe, der Îles de Lérins, entwickelte sich während der ersten nachchristlichen Jahrhunderte die erste Geistesströmung des Grals- Christentums.." (von Halle, S. 35f). Eher nicht. Das heutige Kloster auf der Insel- alles, was dort sichtbar ist, einschließlich der Vegetation- geht auf den Heiligen Honorat zurück- ein Heiliger des 4. Jahrhunderts, der die praktische Gabe besaß, überall Wasserquellen zu entdecken. Dieser zog sich um 400 wegen der Verehrung ihm gegenüber, die ihm fremd war, auf die kahlen, wasserlosen, Schlangen- verseuchten Inseln zurück, da er sicher war, dass ihm hierher niemand folgen würde. Aber er entdeckte wiederum eine Quelle, ein Kloster siedelte sich an- eine Blütezeit, die durch viele verheerende Einfälle von Piraten und fremden Heeren auch wieder für lange Zeiten still stehen sollte. Allerdings waren die nackten Felsen zu Zeiten von Joseph von Arimathia als Landeplatz noch völlig ungeeignet. Den Handelsschiffen nach Nizza oder Theoule zu folgen, wäre dem Überleben dagegen dienlicher gewesen. Übrigens war die Route Arimathias, wie von Halle sehr wohl weiß, nach Norden ausgerichtet und endete in Glastonbury in England: "The first Christian mission to England came to be associated with no less a figure than Joseph of Arimathea. The yet-more ancient Tor was capped by a sacred shrine dedicated to the Archangel St Michael. Glastonbury also boasted what was supposedly the oldest chapel in Britain (until 1184 when the wattle structure was destroyed by fire). The chapel was said to have been built by Joseph of Arimathea, or else constructed by no human hands, and restored by Joseph on his arrival in Britain." (Napier o.S.)

Von einem Ausflug des fleissig Blut verschüttenden Arimathia in Richtung Pyrenäen, wie ihn von Halle dringend nahe legt, ist in den vielen Legenden außer bei ihr nirgends die Rede. Aber sie will unbedingt die Grundsteinlegung einer nur ihr allein bekannten Einweihungskirche der späteren Templer durch Arimathia ausführen, wobei doch auf dem alten Compostella- Weg durch die Pyrenäen Richtung Jaca bekannte Kirchen wie etwa San Juan de la Peña liegen, in denen man sowohl Grals- wie Templerzeichen findet. Dass die Templer im Verlauf der Reconquista eine zeitlich begrenzte Rolle spielten, ist ja ganz unbestritten, wird aber bei von Halle nirgends erwähnt- auch nicht, dass sie sich für so schnöde, aber entscheidende Dinge wie die ständige Wasserversorgung der Bevölkerung einsetzten: "Auch politisch besitzen die Templer im speziellen in Aragon eine wichtige Stellung. Als ein Beispiel für diese politische Macht ist zu deuten, das der Provinzmeister von Aragon/Kastilien Guillaume de Montredon, die Vormundschaft für Jakob I. von Aragon übertragen bekommen hat. Jakob I. ist als fünfjähriger zum König von Aragon gekrönt worden. Er erobert die Balearen (1229) und Valencia (1238)von den Mauren. Wieder mit bei ihm sind bei den Eroberungen die Templer. Jakob I. wird später auch Jakob der Eroberer genannt. In Spanien ist er heute als Jaime I. bekannt.
Die Templer haben als Ingenieure einen großen Beitag zur Bewässerung von Aragon geleistet. Sie sind an der Entwicklung des Bewässerungssystems maßgeblich beteiligt." (Quelle)

So ein Wundergral kommt bei den Eso- Konsumenten einfach besser an als Kanalisationsbau und Bewässerung der Felder. Man kann in dieser Weise Punkt für Punkt der Heilsgeschichten von Halles nachgehen und erkennt ihre Technik der systematischen Legendenbildung - nie ganz den Kontext des vorhandenen Materials verlassen, aber stets etwas darauf setzen, ins Konkrete setzen, aber mit Anderem verknüpfen, den Rest einfach frei fabulieren, fertig. Wir sind dann mal gespannt, was sie sich nach ihrer diesjährigen Kur thematisch vornehmen wird.




Kommentare

  1. Man kann in ganz Südfrankreich/ Seealpen nicht nur die Templer finden - etwa in Biot, wo Straßen und Plätze nach ihnen benannt sind- sie sind mit dem organisierten Landvolk völlig verwoben. Wenn man das auf entsprechenden Websites (leider meist französische) nach liest, sieht es so aus, als hätten die Templer genau an solchen Netzwerken gearbeitet- Strukturen des Handels, der Bezahlung, der Kooperation und Ergänzung. Die Templer selbst bildeten solche Strukturen aus. In weiten Teilen arbeiteten sie auch ganz praktisch mit. Ihre andere Aufgabe war natürlich die Verteidigung der Küste gegen die Sarazenen. Deshalb gerieten die Templer auch in die Reconquista gegen die Mauren: Weil sie die Piraten bis zur Quelle verfolgten.

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  2. @Michael Eggert

    "bleibt es sowieso ein Wunder, dass das Blut Christi noch taufrisch, offenbar reichlich vorhanden, nicht eingetrocknet und nach langer, jahrelanger Schifffahrt unverschüttet, vorhanden gewesen sein soll"

    Erfrischender Realismus, danke.

    Valentin

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  3. Der Gral wurde in Glastonbury verschüttet.

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  4. Du bist ein Träumer - und manche glauben Deinem Käse...- schad drum, daß Du noch - statt selbständig Denkender - auch noch Leute hast, die Dir glauben. Wolfgang Stadler

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    1. Wolfgang, das war durchaus kein Traum. Ich war im November in Cannes, mit Kulturführern und Geschichtsbüchern, Karten und Legendensammlungen bestückt, und habe mir das angesehen. Den alten Compostella- Weg Richtung Jaca kenne ich ebenso persönlich wie Templerkirchen dort. Wenn man vor Ort ist, sieht man spätestens, was für ein Stroh bei von Halle gedroschen wird. Es wird ohne Mühe und Recherche einfach in den Topf geschmissen bei ihr.

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    2. seltsam: ich war auch schon dort. Es ist alles vereinbar von ihr mit meinem Erleben und Wahrnehmen.

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  5. zur info:

    Hallo Kees Kromme,

    nun hast du es endlich geschafft und dazu beigetragen mit deinem Rufmord und deinen schlechten Gedanken. Unsere liebe Judith ist schwer erkrankt und zieht sich zurück aus der Öffentlichkeit. Freie Geisteswissenschaft und Vielfalt ist nun ein Stück ärmer geworden, auch dank dir.

    Du darfst dir jetzt also die Hände reiben und dich freuen,da drüben, in Holland. Es lebe die Demokratur.

    Herzliches Beileid.

    Pete Sense

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  6. When you want to win the war you have to sink the Bismarck.

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  7. @ Pete Sense: Judith von Halle erholt sich gut und ist wieder tätig in der Gruppenarbeit. Sie hat früher auch "Ruhe" - Perioden gekannt. Mit Dutch Cheese hat das alles nichts zu tun. Und dass Herr Eggert ihre Arbeit nicht versteht wissen wir auch schon lange.

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  8. ""bleibt es sowieso ein Wunder, dass das Blut Christi noch taufrisch, offenbar reichlich vorhanden, nicht eingetrocknet und nach langer, jahrelanger Schifffahrt unverschüttet, vorhanden gewesen sein soll"

    Erfrischender Realismus, danke.

    Valentin"


    Diese erschreckend materialistische Anschauung tut so schon weh und dann auch noch ein Dankeschön dafür! "Erfrischender Realismus", was ist das denn für eine Erfrischung!?.

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  9. @Manroe

    Weil der Gral im Herzen eines jeden liegt und doch keiner Äußerlichkeiten bedarf. Das Blut Christi ist ätherisch vorhanden und für MICH nur in diesem Sinne zu begreifen, zu suchen und zu finden - und nicht durch Anschauungen und Suchen eines Bechers (Spekulation - wo - inbegriffen).

    Valentin

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  10. This is an automatically generated Delivery Status Notification.

    Delivery to the following recipients failed.

    pete-sense@t-online.de


    Mmmmm muss doch ein Anderer gewesen sein, die sich hinter dieses falsche Mail verbirgt...wer konnte das nun gewesen sein??? :)

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  11. Hallo Valentin,
    so versteh auch ich das - auch für mich ist der Gral überhaupt kein materielles Gefäß sondern ein Symbol.

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    1. Liebe Friederike, solche Symbole wie den Gral wortwörtlich zu nehmen, ist natürlich ziemlich albern, da es um innere Erfahrungen geht. Dann aber von einem Kelch zu fabulieren, in dem Jahre das Blut Christi drin schwappt, damit nach und durch Europa zu tingeln und es als magische Handlung zu verschütten, ist so billig, dass einem die Spucke wegbleibt. Es ist tatsächlich - abgesehen von der Geschmacklosigkeit- extrem materialistisch. Von Halle und viele andere dieser Eso- Schundlektüren bieten halt etwas für einen Markt, der so was erwartet. Es ist tatsächlich auf einer Linie mit spekulativen TV- Produktionen, und es ist in meinen Augen auch noch schlecht gemacht und dreist gelogen.

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    2. Klar, wenn mans nicht kapiert hat - oder das Buch nicht gelesen hat. Der arme Rudi war ja - nach Eurer Interpretation - auch ein gewaltiger Materialist! W.S.

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    3. »Es ist tatsächlich - abgesehen von der Geschmacklosigkeit- extrem materialistisch.«

      Ein ähnliches Empfinden muß einst Denis Diderot dazu bewegt haben, in der berühmten Encyclopédie unter dem Lemma Anthropophages (Menschenfresser) anzumerken: Voyez eucharistie, communion...

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  12. In anderen Gegenden Europas sind die Mysterien* verfallen und auf eine abscheuliche,
    abstoßende Weise profaniert worden. Da findet man als Symbol des Opfers
    eine Schale, in die ein blutendes Haupt gelegt wurde. Man hatte die Meinung,
    daß in dem Menschen durch den Anblick dieses Hauptes etwas erweckt werden könne.
    Was da vorgenommen wurde, war schwarze Magie*. Es war der Gegensatz zu
    dem Geheimnis des Heiligen Gral. Man wußte damals, daß das, was im Blütenkelch
    nach oben strömt, im menschlichen Blute lebt. Das mußte wieder rein und keusch
    werden wie der Blütensaft. In den entarteten Mysterien hat man das in eine grobe
    materialistische Form gebracht. Im Norden brauchten sie als Symbol in den Mysterien
    das sublimierte Blut und bei den eleusinischen Mysterien den Wein des Dionysos*
    und das Brot der Demeter. Das abscheulich gemachte Gralsgefäß mit dem blutenden
    Haupte finden wir wieder bei der Herodias mit dem Haupt des Johannes*. Sie
    lacht über das profanierte Mysterium. 97.263f

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    1. Jaja, der gute alte Kees will natürlich wieder schwarze Magie mit JvH zusammenbringen - wie Prokofieff. Man kann ja nur noch vergnügt solche JvH-Kritiker anschauen, die sich an Ignoranz gegenseitig übertrumpfen...hihi

      Wolfgang S.

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  13. Das wirkliche Wunder vollzieht sich jetzt, heutzutage. Dieses Gebiet von Südost Frankreich hat mich immer intrigiert. Burgund, das gehört doch in Schweden, aber warum liegt es dort, mit Chateau-Chinon (!) als Hauptstadt vom Morgangebiet? Und nach WO II wurden in la Sainte Madeleine (!) in Vezelay von Jüngern aus allen ehemaligen Belligerenten holzerne Kreuze für den Kreuzweg mitgebracht. Cluny, Autun, Saulieu, Dijon...Und ohne Taizé kann man sich Europa nicht mehr vorstellen.
    Was war, was ist da los, im Land von "Joseph et Madeleine"?

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  14. fuer mich ist es mehr als ein Symbolum:

    Der äußere physische Ausdruck für das Ich* ist das Blut*. Es hat immer Menschen
    gegeben, denen bekannt war die Tatsache, daß Abbilder des Ichs des Jesus von
    Nazareth* in der geistigen Welt vorhanden sind. Und es hat immer Menschen gegeben,
    die durch die Jahrhunderte hindurch, seit dem Ereignis von Golgatha, im geheimen
    dafür zu sorgen hatten, daß die Menschheit langsam heranreift, damit es Menschen
    gebe, die aufnehmen können die Abbilder des Ich des Jesus von Nazareth-
    Christus, wie es auch Menschen gegeben hat, die aufgenommen haben Abbilder seines
    Äther- und Astralleibes. Dazu mußte das Geheimnis gefunden werden, wie ganz
    in der Stille, im tiefen Mysterium, dieses Ich aufbewahrt werden könne bis zum geeigneten
    Momente der Menschheits- und Erdentwickelung. Es bildete sich dazu eine
    Bruderschaft von Eingeweihten, die dieses Geheimnis bewahrten: die Bruderschaft
    des Heiligen Gral. Sie hütete dieses Geheimnis. Diese Gesellschaft hat es immer
    gegeben. Und gesagt wird, daß ihr Ahnherr die Schale genommen hat, die der
    Christus Jesus beim Heiligen Abendmahl benutzt hatte, und in dieser Schale hat er
    aufgefangen das Blut des Erlösers, das vom Kreuze aus seinen Wunden floß. Gesammelt
    hat er das Blut, den Ausdruck des Ich, in dieser Schale, im Heiligen Gral. Er hat
    die Schale mit dem Blute des Erlösers, mit dem Geheimnis des Abbildes des Ich des
    Christus Jesus aufbewahrt am heiligen Ort, in der Bruderschaft, die durch ihre Einrichtungen
    und ihre Einweihung die Brüder vom Heiligen Gral sind. Heute ist die
    Zeit gekommen, wo diese Geheimnisse verkündet werden dürfen, wenn die Herzen
    der Menschen sich reif machen lassen durch ein spirituelles Leben, so daß sie sich
    zum Verständnis erheben können dieses großen Mysteriums. Wenn sich die Seelen
    zum Verständnis solcher Geheimnisse anfachen lassen durch die Geisteswissenschaft,
    wenn unsere Seelen sich einleben zu solchem Verständnis, so werden die Seelen
    reif, im Anblick jener heiligen Schale das Mysterium von dem Christus-Ich, von
    dem ewigen Ich, zu dem jedes Menschen-Ich werden kann, kennenzulernen. Da ist
    es, dieses Geheimnis. Die von dem Christus-Ich Inspirierten und Durchdrungenen,
    die Christen der Zukunft, werden noch anderes verstehen, was nur die Erleuchteten
    bisher verstanden haben. Nicht bloß den Christus werden sie verstehen, der durch
    den Tod gegangen ist, sondern sie werden verstehen den triumphierenden, in das
    spirituelle Feuer auferstehenden Christus der Apokalypse*, der vorherverkündet
    worden ist. 109.115f

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  15. Interessant:

    "Er hat die Schale mit dem Blute des Erlösers, mit dem Geheimnis des Abbildes des Ich des
    Christus Jesus aufbewahrt am heiligen Ort, in der Bruderschaft, die durch ihre Einrichtungen
    und ihre Einweihung die Brüder vom Heiligen Gral sind. Heute ist die Zeit gekommen, wo diese Geheimnisse verkündet werden dürfen, wenn die Herzen der Menschen sich reif machen lassen durch ein spirituelles Leben, so daß sie sich zum Verständnis erheben können dieses großen Mysteriums. Wenn sich die Seelen zum Verständnis solcher Geheimnisse anfachen lassen durch die Geisteswissenschaft, wenn unsere Seelen sich einleben zu solchem Verständnis, so werden die Seelen reif, im Anblick jener heiligen Schale das Mysterium von dem Christus-Ich, von dem ewigen Ich, zu dem jedes Menschen-Ich werden kann, kennenzulernen."

    Für mich spricht aus diesen Sätzen, dass man erst dann zum Verständnis oder Erleben des Christus-Ich kommen kann, während des Anblicks des physischen Grals-Gefäßes.
    Ist das richtig verstanden? Das bedeutete jedoch, dass wir Menschen noch lange warten müssen auf eine innere (oder äußere) Christus-Offenbarung, denn diese besondere Schale scheint ja noch gar nicht gefunden zu sein? Die einen sagen dort (z.B. in England), die anderen dort (z.B. Spanien) usw. Gefunden ist er meines Wissens jedoch noch nicht...

    Ich hoffe, Steiners Worte hier nun richtig verstanden zu haben. Für mich wäre es jedoch höchst sonderbar, geradezu unvorstellbar - die Gralsoffenbarung, wie spirituelles Begreifen, die Liebe, das Mitgefühl u.v.m. von dem Anblick eines Bechers abhängig machen zu müssen. Hinzu als ein Ewigkeits-Unternehmen, bis der physische Becher überhaupt mal gefunden wird...

    Wie versteht ihr Steiners Worte?

    Valentin

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    1. Lieber Valentin, ich verstehe das nicht physisch. Wir können es auch einfach "chymische Hochzeit" nennen. Ich habe nur Angst davor, was Von Halle daraus für einen Show- Auftritt machen würde.

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    2. Ja, Valentin, das darf man natürlich nicht physisch verstehen. Wie Michael sagt: ...als chymische Hochzeit nennen". Sein darauffolgender Satz ist natürlich unsinnig - und beweist, daß er nicht dazu willig/fähig ist, Frau von Halle zu verstehen. Aber man muß sich damit abfinden. Er hat da eine Blockade, die man nicht auflösen kann - jedenfalls nicht in dieser Inkarnation. W.S.

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    3. Danke Euch!

      Dieser Satz von R.St. irritierte mich (im Kontext):
      "im Anblick jener heiligen Schale" ...

      Wie dem auch sei, es kann auch für mich nur ein 'innerer Anblick' gemeint sein...

      Valentin

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  16. Herr Eggert, welche Templerkirchen haben Sie besucht?

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    1. Herr Steinbuch, was sich auf dem Weg nach Santiago findet. In Südfrankreich habe ich keinen expliziten Baustil gefunden, aber eine sehr lebendige Erinnerung: http://06.agendaculturel.fr/festival/biot-et-les-templiers-2014.html

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    2. Judith von Halle hat ja nicht alle - sondern diese eine spezielle Templerburg an jenem besonderen Ort beschrieben.

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    3. Das ist schon klar. Die Aufgabe, Nordspanien und insbesondere die Pilgerwege zu schützen, lässt es wahrscheinlich erscheinen, dass eine solche Kirche in deren Nähe wäre. Die Pyrenäen- Überquerung von Foix nach Jaca ist der älteste. Ich persönlich denke aber, dass man für eventuelle Exerzitien doch eher die zentralen Kirchen in Paris oder London verwendet hätte. Das ist nur Mutmaßung. Frau von Halle sollte vielleicht nicht Versteck spielen, wenn sie ansonsten schon so ins Horn bläst, und den Ort einfach nennen, falls sie ihn denn wüsste und es ihn gäbe.

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    4. Pardon, ich meinte den Weg von Pau nach Jaca http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pyrenees_topographic_map-fr.svg

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    5. "AnonymDienstag, 4. März 2014 23:38:00 MEZ
      Judith von Halle hat ja nicht alle .........."

      Und der Reim, würde auch erhalten bleiben!


      Ausgezeichnet, werte/r Herr oder Frau oder * anonym, um ganz korrekt zu sein, man/frau/* weiss ja nie,

      Es ist fast alles richtig, nur nach dem vierten Wort Ihres Zitats, fehlt das Wörtchen "sie".

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    6. Nein, ich kenne sie persönlich. Sie ist vernünftig, klar, ehrlich, charaktervoll (und selbstkritisch!) - wie kaum jemand in diesem Blog. Sie wird hier nur immer wieder entgegengesetzt dargestellt als sie ist.
      Ihre Kritiker - so denk ich deshalb oft - haben sie nicht alle...W.S.

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    7. Vernünftig? Welch Vergewaltigung des Begriffes der Vernunft!

      Wie vernünftig es ist, nichts mehr zu essen und mit blutverschmierten Händen herumzulaufen möge jeder vernünftig denkende Mensch selbst beurteilen.

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    8. Also Rudolf,

      wenn Deine Aussage hier ein Beispiel von Vernunft sein soll ...

      "Wie vernünftig es ist, nichts mehr zu essen und mit blutverschmierten Händen herumzulaufen möge jeder vernünftig denkende Mensch selbst beurteilen."

      Du weisst doch was Stigmata sind?? Ruf Dich doch bitte mal zur Vernunft !

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    9. Ja manroe,

      aber Glaube hat nun mal rein gar nichts mit Vernunft zu tun. Der Gläubige will von der Vernunft nichts wissen, sollte sie aber auch nicht beleidigen. So wie der wirklich Vernünftige auch nicht den Glauben oder die Gläubigen beleidigt.

      Wer also behauptet zu glauben sei vernünftig, ist weder vernünftig noch gläubig, er ist ein Narr. Er beleidigt die Vernünftigen, hat aber auch nicht ansatzweise verstanden, was den Gläubigen auszeichnet.

      Wie sagt doch ein italienisches Sprichwort...."es ist unmöglich gleichzeitig ein volles Fass und eine betrunkene Frau zu haben"

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    10. Lieber Rudolf,

      "Judith von Halle hat ja nicht alle .........."

      Es ist fast alles richtig, nur nach dem vierten Wort Ihres Zitats, fehlt das Wörtchen "sie"."


      ...soweit ich das verstanden habe, hast Du obigen Satz kraft Deines Glaubens an Deine Vernunft benutzt und ihn dahingehend erweitert bzw. umgebaut, um eine An-Sicht auf Basis Deines Glaubens zu verkünden, nämlich dass JvH "nicht alle hätte".

      Und plötzlich, aus welchem Hut auch immer, ziehst Du den Glauben hervor, wo es doch nur um die Vernunft ging, oder besser eine Vernunft, denn DIE Vernunft, am Gipfel ihres Wesens trüge einen anderen Namen.

      "aber Glaube hat nun mal rein gar nichts mit Vernunft zu tun."

      DAS sehe ich etwas, aber entscheidend, anders, Vernunft wäre OHNE Glauben - den echten - überhaupt nicht lebensfähig, da sie keine Vorlagen hätte, um in Aktion zu treten. Vernunft lebt von Gnaden des wahren Glaubens!

      "Was siehst Du?" wäre das allererste, an das man als Vorlage zunächst einmal glauben muss, bevor man mit anderen Werkzeugen darangeht. Man kann nicht sofort mit einer Vernunft beginnen. Es gibt eine ziemliche Krux, heutzutage, mit diesen lediglich auf den Wegen einer Vernunft wandelnden Menschen.

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    11. Lieber manroe,

      da haben wir eben diametral entgegengesetzte Ansichten (ohne Bindestrich ;-)..)
      Zumindest ich für mich kann sagen, dass ich an die Vernunft nicht "glaube", sondern von ihr als real existierende menschliche Fähigkeit und notwendige Lebensmaxime überzeugt bin. Das ist ein wesentlicher Unterschied.

      Mag sein, dass Vernunft oder eben vernünftiges Denken ohne Glauben nicht vorstellbar wäre, da es ja gewissermassen Antithesen sind. Dennoch hat aber das Eine mit dem Anderen gar nichts zu tun. Glauben schaltet die Vernunft aus, und umgekehrt.

      Ich gehe nicht soweit zu behaupten, dass ein gläubiger Mensch in allen Lebensbereichen ein unvernünftiger Mensch ist, aber in Teilbereichen, wo ein solcher versucht Glaube mit Vernunft zu vereinen, dort ist er unvernünftig.
      Wer an die reale Möglichkeit der Nahrungslosigkeit und von Stigmata glauben möchte, dem steht dies frei. Wenn jemand dies für sein Leben braucht, bitteschön....wenn es ihn derart in die Lage versetzt Berge zu versetzen, umso besser.

      Aber dies als "vernünftig" zu bezeichnen, das ist einfach falsch. Dies und nicht mehr wollte ich sagen.

      Wenn wir Gott beweisen könnten, bräuchten wir auch nicht mehr an ihn zu glauben.

      Wenn wir Nahrungslosigkeit und Stigmata beweisen könnten, ihnen somit die Aura des "frommen Betrugs" nehmen könnten, wäre es dasselbe.

      Aber die Beweise stehen meines Wissens noch aus!

      Lg
      Rudolf

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    12. Lieber Rudolf,

      Du hast genau richtig geantwortet, nämlich "diametral entgegengesetzt" und ich ich stimme Dir eigentlich auch zu, allerdings wollte ich Dir etwas von der anderen Seite zurufen :-) und ich dachte schon, dass ich es auch so beschrieben hatte (?)

      In meinem Verständnis MUSS dem, was ich verständig oder vernünftig anschauen und ERST DANN beurteilen kann, etwas vorausgehen, bzw. da sein, um überhaupt mit meinen logischen und vernünftigen Werkzeugen umgehen zu können. Der Bereich der reinen Wahrnehmung liegt vor allem, erst dann kann ich beginnen. Und ich meinte und meine weiterhin nicht jenen Glauben wie man ihn in der Regel denkt und beschreibt, sondern "das", dem ich begegne, wenn ich meine Augen öffne und ich meine dann durchaus auch die geistigen Augen.

      Was ich dann sehe, wenn ich sie öffne, dem muss ich zunächst einmal glauben und auch mir als Wahr-Nehmendem. Das wäre dem Vertrauen ziemlich nahe, aber läge auch dem noch ein Schritt zuvor.

      Nach wie vor, Deine Haltung dem Stigmata gegenüber halte ich für falsch, insbesondere dann, wenn Du diesem Phänomen gegenüber mit Deiner Vernunft antrittst. Dreh Dich doch mal innerhalb Deiner vernünftigen Welt um, mit der Frage nach den Dir dort zur Verfügung stehenden Mitteln. Bist Du dann Dir gegenüber wirklich aufrichtig, müsstest Du mindestens eine kleine Bedenkpause einlegen und neu ansetzen, vielleicht wirst Du dann sogar bemerken, dass Dir da dann doch noch was fehlt und einem Dich freundlich anlächelnden Staunen begegnest, ich denke schon :-)

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  17. Landkarten und Geschichte Ort für Ort auf dieser Website: http://www.templiers.net/departements/index.php?page=06

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  18. Schlösser, Burgen, Landschaften, Wege --- was sucht ihr da, was meint ihr dort finden zu können?? Darin erlebe ich dann das Verfolgen mystischen Gedöns.

    Wenn ich das Grab meines Vaters besuche - und den habe ich sogar gekannt - ja was sehe ich dann da? Und um das zu erleben, was ich dort erleben kann und könnte, das habe ich erfahren, das geht auch von zu Hause aus, weil er in meinem Herzen lebt.

    Und auch solcherlei Erlebnisse könnte ich einfach nur anschauen, so wie sie sich einem darstellen und hätte dann ebenfalls lediglich ein Bild vor mir ähnlich dem, das ich beim Besuch des/eines realen Grabes habe. Durchdringe ich selbstlos spürend allerdings solche Bilder, verwandeln sie sich in "Bilder" und werden transparent und der "dahinter liegende Raum" sprechend. Übertrage ich das ganze jetzt auf das "grosse" Grab des Chrstus werde ich zunächst auch wieder nur vor einem "Bilde" stehen, das es zu durchdringen gälte, DAS durchdrungen, wäre für mich der Gral, der grosse, der wahre, der kleine der, der sich mir "zeigt" in dem, was ich oben von meinem Vater geschildert habe.

    Geht aber alles nur dann, wenn man es wirklich selbstlos erlebt und NICHT egoistisch!!

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  19. Aber Herr Eggert, es gibt überhaupt keine Templerkirche.

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    1. Herr Steinbuch, das ist ein weiteres Problem, das ich mit von Halle habe: Ich denke nicht, dass Templer ihre intimen Exerzitien außerhalb eines geweihten Raums - ohne Altar- durchgeführt hätten. Von Halle malt mit ihrer Konstruktion um einen "heiligen Felsen" herum ja das Bild, das die Inquisitoren den Templern vorhielten.Jeder Altar ist für einen Christen ein heiliger Ort, ein Mysterienort. Dieses Konstrukt stammt ja aus der Geschichte mit dem blutverschüttenden Arimathia, die auch mehr als seltsam anmutet und, wie ich zeigte, keinen realen Hintergrund hat. Das Ganze, was von Halle auftischt, ist eben sehr, sehr schräg.

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  20. zum Thema Blut bei JvH auch noch:

    Das Abendmal .

    Seite 51

    ….dass an jenem Abend in Seiner igenschaft als Lehrer und Meister der Christus Jesus eigenhaendig den Schaechtungsschnitt aus fuehrte.....

    Seite 56 Nach denm Schlachten des Lammes, das unter dem Herrn und Seinen Juengern aufgeteilt werden sollte, fuehrte der Erloeser einen zweiten Schaechtigungsschnitt aus: Er schlachtete das Lamm fuer den Tisch der Frauen.....


    Seite 69 Zu dem Lamm, das vom Meister zerlegt und auf die Zwoelf verteilt wurde, ass man.....

    Seite 97 Die lebendige Materie des Kelches wurde durchscheinend klar, als gaebe sie den Blick frei auf das in ihr zum Leben erweckte heilige Blut....

    ...und das Opferblut im inneren des Kelches leuchtete auf im aurischen Rot der Liebe...

    ...Sie wurden Zeugen der Wandlung des Wassers und des Weines zu dem gelauterten Gralsblut....

    Seite 98 ..Diese drei Juenger durften das Blut des Herrn aus dem Kelch trinken....

    Seite 99 ...denn von seinen Brot war ein Broeckchen in das Blut eingegangen, welches er zu sich nahm...

    Den im Kelch verbliebenen Rest des Blutes goss Er nun in den siebenten Becher, in den Johannesbecher, hinein. Petrus zu Seiner Linken schenkte ein wenig Wein nach und Johannes zu Seiner Rechten ein wenig Wasser. Darin wusch sich der Erloeser die Haende. Indem Er seine handelnden Haende in dem eigenen Leib und Blut wusch....

    Nun ist bekannt das das Coenucalum (Abendmahlshaus) ein Haus der Essener war, die strenge Vegetarier waren.

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    1. Danke cheese curve für die "blutigen" Zitate.

      Das passt ganz zu einem - unerwarteten - Ausspruch von Peter Gauweiler,
      den ich live im Fernsehen hörte:

      "Ein Bayern, wo es kein Kreuz mehr gibt, hat seine Seele verloren." CSU-Vize Gauweiler

      Damit das kein "Gerücht" bleibt,
      hier die Quelle:

      http://www.br.de/nachrichten/politischer-aschermittwoch-2014-102.html

      daß "Christus" seine eigenen Hände im eigenen Blute wäscht, wahrlich ein blutiges Abendland.... .

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    2. nachgereicht der link zum Video

      https://www.youtube.com/watch?v=nBVfns8xnUE

      Ab der 36. Minute

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    3. Hallo Ernst,

      "daß "Christus" seine eigenen Hände im eigenen Blute wäscht, wahrlich ein blutiges Abendland.... ."

      ...machst Du damit eine Aussage über den Christus? Dass er im gewissen Sinne eine Schandtat gar begangen hat? Meinst Du nicht, dass er weiss, was er da getan hat? Dass er wömöglich ebenfalls "ein Opfer des Zeitgeistes" zu werden droht wie hier Steiner, in zwar anderen Zusammenhängen, aber wohl von gleichem Geiste bedacht?

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    4. Ingrid had den Faehigkeit ein Link zu erstellen die gleich zu den treffende Stelle springt, die deinige geht (bei mir ipad) nur zum Hauptitem. Vielleicht kan jemand hier ein Vorbild geben wie man ein Link erstellt, die zum Treffende Item direct springt?

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    5. @Manroe

      Aber Fragen dürfen doch hoffentlich noch gestellt werden (siehe meine oben) - ist mir ein natürliches Bedürfnis, wenn es um so wichtige Angelegenheiten geht...

      Für mich wäre es schön (in) JEDER-ZEIT Fragen stellen zu dürfen, naiv, offen wie ein Kind und - so gut es geht - hochkonzentriert (was man an Kindern doch gut beobachten kann).
      Und vor allem ohne Ansehen der Person auf beiden Seiten und ohne gleich als typisch Zeit-Geistiger bezeichnet zu werden ...

      Sonst wird das 'aufmerksame Kind' nur mundtot gemacht, wie es so häufig auch bei richtigen Kindern geschieht, durch uns Große, die sich so gerne ER-wachsen nennen ;-) ...
      Valentin

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    6. Hallo Kees,

      ...wenn das geht?? Ich weiss halt nur wie man den entsprechenden Beitrag selbst anspringt.

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    7. Hallo Valentin,

      ...ich vermag nicht nachzuvollziehen, worauf Du Dich beziehst, ansonsten stimme ich Dir nämlich voll zu --- ich sehe manchmal sogar VER-wachsene vor mir :-)

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    8. Ver-wachsene oder Be-wachsene :-)

      dann doch lieber Ent-wachsene ;-)

      V.

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  21. Herr Eggert, Jedermann hat selbstverständlich das Recht seine/ihre eigene Meinung über die Stigmatisationsfrage zu haben. Aber es gibt bestimmte Spielregeln die man respektieren soll. Man darf zum Beispiel nicht andere Personen Wörter in den Mund legen die diese Personen nicht gesprochen haben. Da bin ich sehr kritisch und bin sogar bereit "to sink the Bismarck". Leider habe ich das tun müssen mit Frau Dr. Sease, die schon 30 Jahre (!) AAG Vorstandsmitglied ist und mit ihrer "Serapis" Exerzierübung tief hinubtergestürzt ist. (Sehe Anthroposophie Weltweit).

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    1. Herr Steinbuch, ich habe das Frau Dr Sease betreffend nicht mitbekommen und weiß leider nicht, worauf Sie anspielen.

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  22. Herr Eggert, Frau Sease hat in Anthroposophie Weltweit 1-2/2014 geschrieben dass Judith von Halle in ihrem Buch über Rudolf Steiner geschrieben hätte: "Rudolf Steiner ist Serapis". Sie sagte dass sie das in "Zeitreisen" von Prokofieff gelesen hat. Frau Sease war empört über diese Aussage, und nach meiner Meinung auch mit Recht! Aber Judith von Halle hat das überhaupt nicht geschrieben und Prokofieff auch nicht. Darauf habe ich gewiesen in einem Leserbrief in Anthroposophie Weltweit 3/2014.
    Die Wahrheit wird gewinnen, aber nur wenn sie auch gesprochen wird.

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    1. Herr Steinbuch, Danke für die Erläuterung. Ich habe das "Meister"- Buch von von Halle zwar gelesen, aber auch schon wieder vergessen, wie weit sie die Verbindung zwischen Serapis und Steiner hergestellt hat.

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    2. Hinweise zu "Serapis'" - Judith von Halle - Rudolf Steiner

      http://www.holger-niederhausen.de/index.php?id=707#c1381

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    3. Ziemlich gute Darstellung von Niederhausen, die ganze Fragwürdigkeit der Behauptungen von Halles geduldig aufdröselnd. Es ist mir ehrlich so schleierhaft, wie jemand darauf abfahren kann, was diese Frau an Nebelkerzen loslässt.

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    4. "Ziemlich gute Darstellung von Niederhausen..." Soso, aber auf Facebook über L.Ravagli meckern, weil der die Zanderkritik von Niederhausen lobt.

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    5. http://antropocalypsearchief.blogspot.nl/2011/02/chinese-whispers-richard-ramsbotham.html

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    6. Wer aus Prokofieffs „Zeitreisen“ zitiert als Beleg dafür, was Judith von Halle gesagt haben soll, wird wohl auch nichts dagegen einzuwenden haben, wenn Helmut Zander zitiert wird als Beleg dafür, was Rudolf Steiner alles gesagt haben soll…
      Für mich ist beides ein ziemlich unbegreifliches Vorgehen.

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  23. Guten Tag,
    ich hoffe, es geht Frau Halle gut. Schade, dass man hier keinen Grußdienst installieren kann. Ich hoffe es erreicht sie irgendwie, dass man ihr hier Gesundheit wünscht.

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  24. "Ich hoffe es erreicht sie irgendwie, dass man ihr hier Gesundheit wünscht"

    Du hast den Eindruck, auf dieser Website wünscht man JvHalle Gesundheit...? Mein Eindruck war vielmehr, dass Nachrichten über ihre Erkrankung für (vor allem beim Blogbetreiber) spöttische Bemerkungen sorgen.

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    1. Herr Herzog, ich wünsche Frau von Halle als Person aus ganzem Herzen Gesundheit. Das hat doch damit nichts zu tun, dass ich ihre Bücher nicht ausstehen kann. Ein wenig Menschliches Differenzierungsvermögen sollten Sie mir schon zutrauen.

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    2. Ich glaube weder, dass Du in der sachlichen und fairen Beurteilung von JvHalle noch so etwas wie ein "Differenzierunsvermögen" hast, noch dass Du ihr "aus ganzem Herzen Gesundheit" wünschst.

      Als zur Sylvesterzeit (ich weiß nicht mehr auf welchem Thread) die Nachricht ihrer schweren Erkrankung hier bekannt gemacht wurde, hast Du zynisch-spottende Tipps von wegen Magen-Darmspezialisten hier verbreitet; oben nennst Du sie "Hungerkünstlerin", seit mehr als 1,5 Jahren beleidigst Du fortwährend ihre Person ("magische Wundertante" uvm)...

      Dass Du in Deinem offentlich zelebrierten Privat-Djihad nicht müde wirst, zu betonen, wir sehr ihre "Anhänger" in ihrem magisch-suggestiven Bann stehen, interessiert mich (als ihr Anhänger) schon lange nicht mehr, aber Deine Anmerkungen über ihre Person und ihre Erkrankung halte ich für reichlich geschmacklos.

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    3. Herr Herzog, das sind Unterstellungen. Dass ich gern deutlich formuliere, ist richtig. Da ich selbst an einer schweren Darmerkrankung leide (umfassende Unverträglichkeit), beschäftigt mich das Thema bei Frau von Halle. Ich habe seinerzeit über 20 Kilo Gewicht verloren, konnte meinen Beruf nicht mehr ausüben und habe mich ein halbes Jahr fast nur von Reis ernährt. Ich äußere mich also als Betroffener, als ehemaliger "Hungerkünstler", der aus Erfahrung und im Austausch mit Anderen weiß, wie leicht man mit so etwas "abhebt". Also lassen Sie mich in Ruhe.

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    4. Ach, "Herr Eggert", wenn es tatsächlich Betroffenheit wäre und die berechtigte Sorge, dass man "mit so etwas abhebt", dann wäre es vielleicht sinnvoller gewesen, JvHalle einen Erfahrungsbericht oder etwas ähnlich ernstgemeintes auf privaten Wege zukommen zu lassen. Wirkliche Betroffenheit macht sich nicht über einen anderen Menschen im Netz öffentlich lustig.

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    5. Das interessiert mich: wie kann man denn mit der Dame privat Kontakt aufnehmen?

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    6. Ihr Verhaltenskodex und Ihre Maximen sind Ihre Sache.

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    7. Ich hab es als sehr kontraproduktiv erlebt, sowas zu haben.

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    8. @ Kerstin

      Du kannst ihr z.B. einen Brief an die Adresse ihres Verlages schreiben.

      @ "Herr Eggert"

      "Also lassen Sie mich in Ruhe".

      Kann es sein, dass dieser Tonfall und das plötzliche "Sie" daher kommt, dass ich hier mehr oder weniger der einzige bin, der Dich regelmäßig auf Deine, milde ausgedrückt, "Ungenauigkeiten" in Deinen Beiträgen hinweist (Rezensionen von Büchern, die noch nicht gelesen worden, oder das obige Niederhausenlob, uva) ?

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  25. Herr Eggert: betrifft Ihren Beitrag 5-3-2014 13.03..00. Warum schreibt Judith von Halle über die Templer? Meines Erachtens geht es um verschiedenen Sachen. Sie erwähnt diese auch. Eine davon ist die Herausgabe des Buches „Processus contra Templarios“ in 2007. Das Buch wurde geschrieben von Dr. Barbara Frale, die im Vatikan Archiv arbeitet. In diesem Buch wird betont dass nicht die Kirche, sondern der französische König hauptschuldig war am umbringen der Templerritter in 1314. In 1307 gab es die Inquisitionsprozesse, wobei bestimmte Initiationsriten während der Initiation als blasphemisch betrachtet wurden und als Grund der Verurteilung benutzt wurden. Weil diese Initiationsriten von den Templern als „Top Secret“ betrachtet wurden und sie darüber auch unter den schwertesten Folterungen geschwiegen haben, war es bis jetzt auch für die Kirche nicht klar was damals wirklich geschehen ist. Es handelt sich um den Riten des Mittagsdienstes, wie beschrieben in Teil II. Man kann sagen dass Judith von Halle nach 700 Jahren diese Geheimnisse enthüllt. Das Problem ist dass sie das nur machen kann durch Wahrnehmungen von „Jenseits der Schwelle“. Wie wird die Religionswissenschaft mit diesen Erkenntnissen umgehen? Frau Dr. Barbara Frale ist mittlerweile über die beiden Bücher von Judith von Halle informiert worden.

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    1. Danke, Herr Steinbuch. Ich habe Teil 2 nicht gelesen. In Teil 1 hätte ich die Darstellung der Mysterien der Templer an sich sehr berührend gefunden, wenn nicht das für mich inakzeptable spekulative "Drumherum" nicht wäre. Das wird Fachleuten wohl ähnlich gehen. Ich denke auch nicht, dass unter Folter - z.T. jahrelanger Folter- irgend etwas verschwiegen worden ist. Aber auch wenn man die Abläufe äußerlich schildert, bleibt das "offenbare Geheimnis", was dabei seelisch- geistig erlebt wird. Die Folterer hatten nur eine Karikatur in der Hand, die sie blasphemisch auffassten.

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  26. Die aktuelle Vorgebärde von Papst Franziskus im Stile von Judith von Halle.
    Es kann nicht blutig genug zugehen im Christentum der Katholischen Kirche und im Christusverständnis von Judith von Halle. Es ist als bereitet sich Franziskus vor, als möchte er festhalten an der täglichen Verzweiflung des Menschen:

    „Wir können das christliche Leben nicht neben dieser Straße denken. Immer ist da dieser Weg, den er als erster gegangen ist: der Weg der Demut, auch der Weg der Erniedrigung, der Weg, sich selbst zu vernichten und dann aufzuerstehen. Aber: das ist die Straße. Der christliche Stil – ohne das Kreuz ist er nicht christlich, und wenn das Kreuz ein Kreuz ohne Jesus ist, ist es nicht christlich. Der christliche Stil nimmt das Kreuz mit Jesus und geht voran“.

    http://kath.net/news/45174

    Der sanfte Papst spricht davon "sich selbst zu vernichten".
    Das ist fast so, als käme der Impuls der Scharfschützen in Kiew von Christus selbst?! Verrat als die Höchste Kunst, Verrat am eigenen Ich. Können wir mit den Worten von Rudolf Steiner endlich verstehen, welchen Impuls er zu seiner Zeit wagte, was nun dank von cheese curve unverblümt hier auf dem blog zu Tage kam "ein grandioses diabolisches Unternehmen" (wortwörtlich Rudolf Steiner zur Katholischen Kirche). Der Papst will unbedingt das Kreuzessymbol mit dem Korpus drauf, er soll nie auferstehen, er soll ständig haften, ins Gemüth der Gläubigen, jeden Tag anschauen, denn er ist doch nie auferstanden, das war, was Steiner löste, er wies auf den Auferstandenen, den die Katholische Kirche verbirgt. Das ist die Geistesleistung von Rudolf Steiner... ....die wir unbewußt in uns fortsetzten als Tat. Prof. Ebertz von Freiburg, Religionssoziologe beantwortet im Deutschlandfunk eine Frage zu unserem Urteil: "....daß wir in eine neue Phase sozusagen der Religionsgeschichte in Deutschland geraten sind. Das ist zumindest mal sozusagen das Schockergebnis gewesen und das gilt sicher auch für Europa, sogar für Italien,... "
    Gesendet am 11.8.2010 9.30 Uhr.
    Dieser Schock ist auch in die AAG hineingefahren und hat auch dort einiges durcheinander gebracht. Die Stigmata sind letztlich das Herausschwitzen eines katholischen Christusverständnisses. Der Mensch versklavt sich, gerade weil er ständig von Christus spricht, wie Franziskus.... .

    Wenn Judith von Halle ihren Mitmenschen zumutet, Christus habe mit seinen letztlich blutigen Händen Lämmern die Kehle durchgeschnitten, dann wird der Götterblutrausch des Alten Testamentes nur fortgesetzt. Gott der den Menschen befiehlt zu töten, um seinen Gehorsam zu testen. Der Gott der jeden freien Willen des Menschen eifersüchtig bestraft. Unser Gottesbild dient nur den "Königen", damit die Schafe dumm bleiben und von den Hirten gelenkt werden ..... . Die Scharfschützen warten schon?!

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  27. Lieber Ernst, auch für mich klingt das alles sehr befremdlich....

    Bei Franziskus könnte man höchstens noch vermuten, dass er u.a. von dem Wort des Johannes geprägt ist "Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen" - und/oder dass er das ICH mit dem Ego verwechselt hat...Aber auch Johannes d.T. klingt am Schluss seiner Rede nicht gerade aufmunternd ;-) Irgendwie auch noch alttestamentarisch, die waren echt hart drauf damals ;-)

    Die Worte d. Johannes:

    "Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen. Der von oben her kommt, ist über alle. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, der ist über alle und zeugt, was er gesehen und gehört hat; und sein Zeugnis nimmt niemand an. Wer es aber annimmt, der besiegelt's, daß Gott wahrhaftig sei. Denn welchen Gott gesandt hat, der redet Gottes Worte; denn Gott gibt den Geist nicht nach dem Maß. Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm."

    Valentin

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    1. mit alttestamentarisch meinte ich den Schluss-Satz "Zorn Gottes bleibt über ihm" ... alles andere klingt ja verheißungsvoll und positiv...

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  28. Meine bei den Egoisten hervorragenden Damen und Herren!

    Vor einigen Monaten habe ich hellsichtig die merkwürdige Wesenheit dieses sonderbaren Menschen “Cheese Curve” studiert und hiermit schlage ich vor, dass er einen neuen Spitznamen empfangen sollte, um genauer seinen Charakter -- oder besser seine Charakterlosigkeit --- auszudrücken.

    (Man sollte auch betrachten ob er ein GPD-Schläfer sei oder nicht.
    GPD = Geheimpolizei Dornach--- auf englisch: DMP = Dornach Mystery Police)

    Ich kopie unten einen alten Beitrag den ich vor eine Weile auf der JvH Facebook Gruppe gepostet hatte.

    -----------------

    It is important now to give Kees Kromme a new name and epithet (avatar?) that will better express his character – or lack of it. His name is Dutch and he likes to give us a literal translation of his name, which he writes as “Cheese Curve.” But now I will take you on an excursion through the Dutch, German and English languages in order to create a proper name for Kees that is more in line with his actual being. (echte Wesenheit.)

    Now the Dutch word for “cheese” is “de kaas”, which you see is close to his first name “Kees.” “Krom” is the Dutch word for “crooked, bent, curved.” So that’s where he derives the English word “Curve.”

    Dutch for “cheese” = de kaas, German: die Käse
    Dutch for “crooked” = krom, German: krumm

    Krumm = “crooked, warped, gnarled” among its literal meanings but also figuratively can mean “fraudulent.”

    Now, in order to capture Kees’ dubious character, (seinen fragwürdigen Charakter zu erfassen) I propose to rename him now:

    **** CHEESY CROOK ****

    I first take the noun “cheese” and transform it into an adjective that we recognize in English in a colloquial form as “cheesy.” (Rsv. “cheesey”) Then I turn his “curve” into a more figurative noun, “crook.”

    Now I provide the appropriate words in both German and English in order to express and justify the new name. How many would you apply to the actual Kees Kromme we know and love on the Steiner Internet? I list them in descending order of greater unpleasantness.

    Ein hierarchisches Menü! Also, bitte “mix and match!” (mischen und matchen?)
    z.B. wenigstens sei er ein “kitschiger Gauner.” Am schlimmsten könne er ein “schlechter Schwindler” sein. (oder jedwede Kombination die dazwischen liegt)

    CHEESY (adjective)
    kitschig = corny, tacky, hokey, tawdry, sappy
    geschmacklos = tasteless, tacky, vulgar, crude, distasteful, insipid
    billig = cheap, tacky, trashy, low-end
    wertlos = worthless, useless, two-bit, of no value
    mies = lousy, shoddy, crummy,
    schlecht = bad, terrible, wicked, corrupt, foul

    CROOK (noun)
    der Gauner = crook, swindler, hustler, rogue, grifter, trickster
    der Betrüger = crook, scoundrel, fraudster, scammer, cheat, humbug, weasel
    der Hochstapler = impostor, fraud, con-man , fake
    der Schwindler = crook, phony, swindler, liar, dodger, goldbrick, bamboozler

    ============

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  29. Damit auf dieser Seite auch mal was vernünftiges steht - und was zu vermitteln auch Judith von Halle als ihre Aufgabe betrachtet (was jeder weiß, der sie verstehen kann, was anscheinend nicht alle können):

    "Mit dem Ereignis auf Golgatha, als das Blut floß aus den Wunden des großen Erlösers, als das kosmische Herzensblut die Erde durchdrang und seine Kräfte sich bis in den Mittelpunkt ergossen, da wurde die Erde leuchtend, von innen heraus strahlte Licht aus in ihre Umgebung. Da wurde auch die Möglichkeit gegeben für jede menschliche Individualität, in sich selber dieses Licht zu erleben. Als die Erde der Leib des großen Sonnengeistes wurde, indem er sie mit seinen Geisteskräften durchdrang, da wurden alle Wesen auf Erden ebenso mit diesen Kräften begabt. Es war der Keim gelegt zur Wiedervereinigung von Sonne und Erde. Der physische Leib des Jesus von Nazareth war der Vermittler, durch welchen die Kräfte aus dem Kosmos sich mit der Erdenaura verbanden. Und als das Blut aus diesem Leibe floß auf Golgatha, da wurde die Erde wieder in die Sonnenkraft aufgenommen. Seitdem strahlt diese Christus-Kraft von ihrem Mittelpunkte in die Umgebung hinaus, und aus der Sonne strahlt die Christus-Kraft in die Erde hinein. Der Mensch kann diese Kraft, dieses Licht erleben in sich selber als Erdenmensch, wenn er sich erkennt als einen Teil der Erde, die als physischer Leib des Christus durchdrungen ist von seiner Wesenheit. Dann leuchtet in ihm das weiße Licht aus seinem Innern entgegen, wie es aus dem Mittelpunkt der Erde herausstrahlt. Es kann der Mensch die Christus-Kraft und das Christus-Licht auch so erleben, wie es von außen herantretend ihn bestrahlt und durchdringt mit höherem Leben. Dann umgibt und durchdringt es ihn, wie es, aus der Sonne hineinstrahlend, die Erde durchlebt. Dann fühlt sich der Mensch im Geiste vereint mit dieser Sonnenkraft, er empfindet sich wie von seinem Herzen heraus zusammenwachsend mit dem großen kosmischen Herzen. Als ein höheres Wesen, lebend in dieser geistigen Sonne, erkennt er sein wahres Selbst, so verbunden mit ihr, wie er als Erdenmensch mit der Erde selber verbunden ist. Und wie die Sonnenkräfte die Erde durchleuchten und beleben, so durchleuchtet und durchlebt dieses höhere Wesen den Erdenmenschen mit seinen Kräften. In dem Tempel des menschlichen Leibes befindet sich ein Heiligstes vom Heiligen. Viele Menschen leben in dem Tempel, ohne etwas davon zu wissen. (Fortsetzung folgt sofort, W.Stadler)

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  30. Aber die, welche es ahnen, erhalten dadurch die Kraft, sich so zu läutern, daß sie in dieses Heiligste hineingehen dürfen. Da befindet sich das heilige Gefäß, welches durch Zeitepochen hindurch vorbereitet wurde, auf daß, wenn die Zeit käme, es fähig sein könne, das Christus-Blut, das Christus-Leben in sich zu enthalten. Wenn der Mensch hineingegangen ist, so hat er auch den Weg gefunden zu dem Allerheiligsten in dem großen Erdentempel. Auch da leben viele auf der Erde, ohne davon zu wissen; aber wenn der Mensch in seinem innersten Heiligtum sich gefunden hat, so wird er auch da hineintreten dürfen und finden den Heiligen Gral. Wie aus wunderbar glitzernden Kristallen geschliffen, welche Symbole und Buchstaben formen, wird sich ihm das Gefäß zunächst zeigen, bis er allmählich den heiligen Inhalt empfindet, so daß er für ihn leuchtet im goldenen Glänze. In die Mysterienstätte seines eigenen Herzens steigt ein Mensch hinein, dann geht ein göttliches Wesen aus dieser Stätte hervor und verbindet sich mit dem Gott draußen, mit dem Christus-Wesen. Es lebt in dem geistigen Lichte, welches hineinstrahlt in das Gefäß und dieses dadurch heiligt. Weil der Mensch so lebt als zweifaches Wesen, kann er die geistige Sonnenkraft in die Erde hineingießen und ein Bindeglied sein zwischen Sonne und Erde. Wie aus dem Lebenszentrum, dem Herzen heraus, das belebende Blut fließt und sich ergießt durch den ganzen physischen Organismus bis in das Knochensystem hinein, welches man - als äußere Verfestigung und Erstarrung im Organismus - als Gegensatz auffassen kann des lebendigen, immer regsamen Herzens, so muß eine jede menschliche Individualität werden ein Kanal für das aus dem kosmischen Lebenszentrum fließende Blut, das die verfestigte Erde mit Leben durchdringt. Wie ein kosmisches Knochensystem kann die Erde gedacht werden. Sie würde ganz und gar verknöchert und vertrocknet sein, wenn nicht das kosmische Herz durch einen menschlichen Leib sein Lebensblut ausgeströmt und sie dadurch auf das neue belebt hätte. Einstmals hat der große Sonnengeist in einem Menschenleibe der Menschheit vorgelebt, was ein jeder Mensch in sich nachleben soll. Durch Ihn ist die Möglichkeit dazu gegeben. Sich erfüllen mit dem Christus-Geist, sich selber erkennen als einen Mittelpunkt, lebend in diesem Geiste, durch welchen hineinströmen kann das geistige Licht, die geistige Kraft und die geistige Wärme in die Erde, das ist die Mission des einzelnen Menschen und der ganzen Menschheit, denn dadurch wird sie die Erde erlösen können und sie zu geistigen Regionen emporheben."
    Rudolf Steiner, GA 265, ab S.417
    Wolfgang Stadler

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    1. Diese intime Schilderung einer Initiation (die "kosmische Vermählung") ist auf ihre Art natürlich wunderbar. Ich weiß nicht, wie man es einschätzen soll: Etwas wie die Upanishaden des 20. Jahrhunderts? Buddhas Erleuchtung? Etwas wie Teile der Apokalypse? Es ist für mich ohne Zweifel in dieser Hinsicht Teil der Weltkultur. Es ist viel zu profan, so etwas als argumentative Waffe zu gebrauchen. Ich sehe auch nicht, was es mit den materiellen Gralsschilderungen der von Halle zu tun hat. Allenfalls Worte.

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    2. Michael: das ist keine argumentative Waffe - sondern das ist sozusagen das eigentliche "seelisch-geistige Zuhause" von Judith von Halle - egal wie sie sich ausdrückt, ob sie verstanden wird oder ob sie sich ungeschickt ausdrückt.

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    3. Das Haus unsers Vaters hat viele Zinmmer und Zimmerchen. Aber was in manche Zimmerchen gebasteld wird liegt auserhalb der Verantwortung des Hausherrs..

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    4. Hallo Kees, ...meinst Du nicht, das sollte man den "Hausherrn" selbst entscheiden lassen -- ? Sowohl als auch -- ?

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    5. @Monroe Nun gut :) aber Verantwortung ist noch etwas anderes als Entscheiden :), aber was ich verstanden habe, wenn Goetter freie Menschen schaffen wollen, muesen sie in Kauf nehmen, das die dann vergessen wer der Hausherr war..

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    6. Hallo Kees

      Nunja, man muss halt verantworten, wenn/was man entscheidet :-) -- und die (Freiheits)Götter wissen das ja und ich habe den Eindruck, sie verfolgen und begleiten uns schon, sie "stehen" in der Kulisse unseres Stücks, das wir hier aufführen, aber mit unserem Verstand bemerkt man sie nicht...

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    7. Nun, für mich ist der Begriff "Entscheidung" hier unverständlich. Wofür denn nur? Die anthroposophische Gesellschaft verpflichtet einen doch zu überhaupt nichts, noch nicht einmal zum Studium der Schriften Steiners. Die nicht gesellschaftlich eingebundenen Steiner-Leser doch wohl noch viel weniger ?!?
      Und schaut euch doch nur einmal die anthroposophischen Institutionen an: hier wird doch im Gegenteil sehr auf Neutralität geachtet, gerade in Hinblick auf diejenigen, die Dienstleistungen in Anspruch nehmen, da ist Neutralität doch geradezu Ehrensache...
      So, wie ich es bis jetzt immer verstanden habe, ist dasjenige was wir hier tun doch sehr vieles, vor Allem geht es im Bereich zu handeln der Geistiges und Materielles verbindet.

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  31. Dank Dir Wolfgang für diesen Text, allerdings ist er auch nur mit Herzensblut erfassbar, verständlich möchte ich nicht sagen, da würden sich verzerrende Pfade auftun und das Wesentliche zum Verschwinden bringen.

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    1. @ wolfgang

      Ich schließe mich manroes Worten gerne an. Aber es sind nun nicht die einzigen vernünftigen Worte hier ;-))

      Wäre es möglich? - Könnte man sich längere Zeit auf das Wesentliche, eben auf diese Steiner-Worte, mehr und mehr einlassen/, sie verinnerlichen, würden dann nicht alle Konflikte verschwinden? Kriege wie Kleinkriege? Oder zieht man sich am besten von allem zurück, weil es eh keiner will und kapiert? - oder beginnt dann alles erst so richtig in einer Art Spannungsfeld, weil der MENSCH gerade dann wo der ätherische Christus lebt oder beschrieben wird, tausend Nebenwege sucht, einschlägt, verteidigt und macht und tut?

      Ich finde - Mensch ist ganz schön anstrengend (ich schließe mich da nicht aus natürlich) ...

      Valentin

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    2. "dann WENN..." sollte es heißen...nicht wo ;-)

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  32. ...die Einschätzung von Tom Mellet über Kees hat womöglich einen ähnlichen Wert wie diese hier über Michael.

    Verstehe jetzt auch, warum er die Karikaturen so gut findet, die haben nämlich einen ähnlichen Kreativitätsquell.

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  33. Hai Tom Mellett, du alter Clown, Hofnar usw, wann bist du das letzte Mal von Menschen auf solche Fora als Diese serioes genommen ? :)

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  34. Lieber Wolfgang Stadler,
    danke für den Text von Rudolf Steiner.
    Er zeigt auf, wie der "Gral" nicht materiell zu denken ist. Mir war bis jetzt der Hinweis: "Wie aus wunderbar glitzernden Kristallen geschliffen, welche Symbole und Buchstaben formen" nicht bekannt, der Hinweis auf die "Buchstaben". Insofern ist das ein Hinweis auf die Sprache.

    Allgemein i.d.R.:

    Gral und Buchstaben, das erinnert an Südfrankreich, das "Wesen der Buchstaben", das Manuskript, das der Nachlassverwalter Herr Friedenthal in Dornach erhielt. Eurythmie als Gestaltung der Sprache erhält mit dem Hinweis von Wolfgang Stadler einen erhellenden Aspekt. Die Worte Steiners müssen jedoch in ihrer Zeit verstanden werden, wie die kitschigen Bilder eines Jesu, der sein Herz öffnet. Durch solch ein Bild wird Christus für sich nicht weniger und doch können wir jetzt mit solchen Bildern nichts mehr rechtes anfangen. So sind die Worte Steiners wie ein Nachklang einer Epoche, da die Menschheit durch Bilder, Wortbilder geprägt wurde, bis hin zu gemalten Bildern des Heiligen Gral. Natürlich kann sein, Frau Halle hat sich durch die Worte von Steiner, seine Verwendung von "Blut" usw. prägen lassen und hat ihres hinzugeformt, wie nun frei formuliert, der „Flug mit den Dämonennägeln“.
    Indem Steiner den Hinweis gab, der Bischof Erhard von Regensburg war von der Geistigen Welt inspiriert, die blinde Odilie zu taufen, wie Steiner physisch die Stadt Regensburg erlebte, weil er einen Vortrag hielt und wir dürfen uns vorstellen, sogar Elly Maldaque könnte als Lehrerin einen Vortrag besucht haben, ahnte er die geschichtlichen Ereignisse der Zukunft der Stadt. Dort wo die Religionsgespräche von 1541 stattfanden, sollte ein Gerichtsprozeß indirekt über die immerwährende Gefangenschaft Christi stattfinden, der Ort:

    "Das Gespräch fand in den Räumen der sogenannten „Neuen Waag“ stand, die über den angrenzenden Haidplatz erreichbar sind und damals in Besitz der Reichsstadt Regensburg waren. Im Innenhof des Gebäudekomplexes erinnert seit 1960 ein Wandfresko, auf die Teilnehmern Eck und Melanchthon dargestellt sind, an das Religionsgespräch. Heute befindet sich das Bayerische Verwaltungsgericht Regensburg in diesen Gebäuden." (Rechtschreibfehler im Original)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Regensburger_Religionsgespr%C3%A4ch_%281541%29

    Es war schon bewegend, diese Räume zu betreten, die Wandgemälde und unser Anwalt kam noch dazu aus Freiburg angereist. In dem gestern erwähnten Interview beginnt der Sprecher so:
    "Das sog. Kruzifixurteil des Bundesverfassungsgerichtes. Es erging am 10. August 1995, also vor ziemlich genau 15 Jahren, darin hieß es, wörtlich, daß die staatliche angeordnete Anbringung eines Kreuzes oder Kruzifixes in den Unterrichtsräumen einer staatlichen Pflichtschule, die keine Bekenntnisschule ist, gegen Artikel 4, Absatz 1 des Grundgesetzes verstößt. Der Spruch der höchsten deutschen Richter brachte damals viele Bürger so in Rage, daß sie das erste Mal in ihrem Leben auf die Straße gingen und er eröffnete eine Debatte, die bis heute anhält. Wie soll es weitergehen mit dem Kreuz in Schulen und öffentlichen Gebäuden. Mittlerweile hat sich der Streit um Kreuzesdarstellungen in Schulen auch auf die europäische Ebene verlagert, ein letztinstanzliches Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte wird in den kommenden Monaten erwartet. Über die Auswirkungen des Kruzifixurteiles wollen wir sprechen mit Michael Ebertz. Er ist Religionssoziologe in Freiburg, guten Morgen Herr Ebertz. "Ich begrüße Sie, guten Morgen". Herr Ebertz, was hat dieses Urteil aus Ihrer Sicht im Bewußtsein der Menschen verändert."

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    1. Fortsetzung:

      In der ganzen Sendung wird die geschichtliche Dimension beurteilt, welche ursprünglich in den Räumen des Verwaltungsgerichts Regensburg begann, wo die Religionsgespräche 1541 stattfanden. Ein Journalist hat ein Photo gemacht, gedruckt, der Anwalt und seine Mandanten vor dem Fresko mit Eck und Melanchton. Das Vorstandsmitglied Michaela Glöckler hat sicherlich mein Schreiben an ihre Person dem gesamten Vorstand am Goetheanum unterbreitet, denn zuvor hatte ja Herr K.Th.Willmann bereits über meine Person mit dem Vorstand gesprochen, wie er mir einmal erzählte, als ich bei ihm privat ankam, nahe Freiburg, er sagte, er komme gerade vom Vorstand und habe wegen mir mit ihm gesprochen.
      So sehen wir das Drama um Judith von Halle, dem "bluttropfenden Gral" eingebunden in den Hinweis von Rudolf Steiner, kleinen Kindern kein ("bluttropfendes") Symbol zu zeigen. Christus, der ewig Angeklagte als Projektionsfläche des Richtertums?! Steiner hätte uns sicherlich noch manchen erhellenden Hinweis schenken können. Ist die Zeit der "blutenden" Bilder vorbei, könnte die Frage hinleiten zu einem neuen Verständnis von Christus.....

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    2. Ernst: hab grad leider keine Zeit - fahre gleich nach Winterthur. Nur kurz: die Bilder, die hier R.Steiner verwendet, sind noch eine ganze Weile aktuell. Es sind keine kitschigen Bilder, die der Vergangenheit angehören - sowenig wie im physischen (Phantom-)leib Auferstandene nicht zu einer vergangenen Bilderwelt gehört. Ansonsten: die Inhalte der Bilder sind sowieso noch lange gültig...- und Deine JvH- und Blut-Gedanken entsprechen nur Deinem Bildnis von Judith von Halle, das von Anfang an nicht mit der echten (und nicht von Dir vorgestellten oder projizierten) Person JvHalle Ähnlichkeit haben. Du schreibst und denkst (und das tust Du seit Jahren) über eine Person, die in der Realität nicht existiert - und diese "Kunstfigur" nennst Du dann auch noch Judith von Halle. Aber nun muß ich gehen...ciao...Wolfgang

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    3. Durch die Gedanken von Wolfgang inspiriert:


      Es geht weder um Rudolf Steiner oder Judith von Halle als Person, sondern um die „Bilder“, die Sprache, wie auch Franziskus „alte Bilder“ verwendet. Die jeweilige Honorigkeit der Personen wird nicht in Frage gestellt, wenn Inhalte veröffentlichter Texte, etwa über die Nägel der Kreuzigung, „hergestellt“ von Schwarzen Magiern, kritisch betrachtet werden. Die Inhalte der Taten von Jesus Christus bleiben bestehen, was sich ändert sind die Sprachbilder, die Denkanschauungen. Es erreichte mich heute Morgen ein link

      „Kampf im Klassenzimmer“
      http://www.youtube.com/watch?v=5vjJSC970V0


      Der Film zeigt, welche Herausforderungen „Europa“ vor sich hat. Auch dieser Film verdeutlicht dies:

      „Deutsche Schüler in der Minderheit ..“
      http://www.youtube.com/watch?v=PV3EaMDhyeE

      Mir waren diese Dokumentationen nicht bekannt. Es erinnert mich an ein Traumbild vor Jahrzehnten, das „Neue Goetheanum“ wird mit Asylanten gebaut, also die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners emporgehoben aus dem Deutschtum. Vielleicht wurde der internationale Aspekt des Bemühens Steiners nicht genug von den Deutschen erkannt, das Hängenbleiben an „Goethe“, am „Goetheanum“ als Quelle eines Nicht-zu-verstehenden Christus. Das Hauptproblem der Menschheit ist die Gottesvorstellung an sich, die sich daraus ergebenden Moralvorstellungen….. .

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    4. Nachtrag zu Franziskus und "alte Bilder".

      Das hat er gekonnt erzählt, Franziskus, was sich zufällig gerade auf "Bild" findet, der Zeitung, die einst über Wochen das "Wut-Telephon" einrichtete und es findet sich jetzt bei der Recherche ein Artikel der bisher nicht bekannt war, als "Beleg":

      " Die Heimatzeitungen werden mit Zuschriften wütender Leser überschwemmt. Und die größte Boulevardzeitung hat eigens ein "Wut-Telefon" eingerichtet, mit dem die Anrufer ihren Unmut ("ein Scheißurteil") abreagieren können." 21.8.95 in "Berliner Umschau Zeitung" im Artikel "Aufruhr in Tuntenhausen"

      Da scheint es schon fast strategisch, wenn diese Zeitung eine Geschichte von Franziskus gestern online stellt, die so richtig ins Gemüth der Menschen sich festkrallt, der Franziskus als reuiger Dieb, der ein kleines Kruzifix stiehlt und jetzt immer griffbereit bei sich trägt.

      "Vor Jahren habe ich ein Kreuz gestohlen"

      http://www.bild.de/politik/ausland/jorge-mario-bergoglio-papst-franziskus/radio-interview-kreuz-gestohlen-34962520.bild.html

      Das werden die Menschen nun behalten, da Franziskus Jeden als kleinen Dieb anspricht, so menschlich lieb. - Die Geschichte zeigt, die Katholische Kirche kommt nicht los von den "alten Bildern". Da wäre es fast eine Geschäftsidee mit einem 3D-Drucker den Menschheitsrepräsentanten als Miniausgabe im Sinne des Buches von Frau Halle:
      «Das Christliche aus dem Holz herausschlagen»

      Wir könnten Christus immer bei uns tragen, so wie Franziskus sein Kruzifix in der Tasche....

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  35. Ernst Seler 7-3-17.26.00. Die katholische Kirche, dass sind 1.2 miliarden Menschen! Ein klein bischen weniger Hochmut bitte!

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    1. :-) Vielen Dank, Herr Steinbuch - ich stimme Ihnen zu: ein klein bißchen weniger Hochmut täte wirklich gut.

      Einmal abgesehen davon, daß es ungefähr ebenso sinnvoll ist, alle Katholiken dieser Erde (immerein mehr als 17% der Weltbevölkerung) über einen Kamm zu scheren, wie zum Beispiel Judith von Halle, Sergej O. Prokofieff, cheese curve, Wolfgang Stadler, Michael Eggert, Rob Steinbuch, und, nicht zu vergessen: Ernst Seler und meine Wenigkeit als „Anthroposophen“ in einen Topf zu werfen und ihnen allerlei engstirnige Gemeinsamkeiten anzudichten…

      :-) Herzlichen Gruß,

      Ingrid

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    2. Zur Katholischen Kirche:

      Veröffentlicht am 10. März 2014

      "Fuldaer Bischof spricht im Fastenhirtenbrief von innerkirchlichen Richtungskämpfen, Strukturdefiziten, der Debatte um Transparenz der Finanzen. Doch die Krise gehe tiefer: „Die Kirche ist mit einer dramatischen Glaubenskrise konfrontiert.“"

      http://kath.net/news/45209

      Ohne hohen Mut die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners endlich "ernst" zu nehmen geht es nicht. Es kann sein, die Katholische Kirche hungert nach Geistigkeit, im Sinne des Werkes von Rudolf Steiners. Meine nächtlichen Erlebnisse weisen in diese Richtung... .

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  36. "Ernst Seler 7-3-17.26.00. Die katholische Kirche, dass sind 1.2 miliarden Menschen! Ein klein bischen weniger Hochmut bitte!"

    Ein ungewöhnlicher Satz. Was hat die Anzahl der Mitglieder der Katholischen Kirche mit meinem (Hoch)Mut zu tun. Als Erstes kommt der Gedanke, den Mut verdanke ich K.Th.Willmann, einem direkten Schüler von Steiner. Clara Kreutzer, die Generalsekretärin der AAG in Deutschland hatte mich zu ihm geschickt und eine Bedingung von ihm war, nur wenn ich den Mut hätte, ganz alleine gegen die gesamte Menschheit zu stehen... ... . Er sprach von 12 Meistern, nannte die Namen, alles lebende Menschen, die ich persönlich kannte, darunter Herr Caspar, der dann den Impuls des Staates umsetzte, wegen der Hellsichtigkeit eine Rente zu erzielen. Ich schaute damals nur zu. Ja, Herr Willmann hatte mich eingeweiht, ich hatte die Bedingung angenommen. Als eines Nachts Gorbatschow zu mir kam, sich vorstellte und fragte, was hätte ich besser machen können, da war meine Seele schon erstaunt, oder als Bush sich in seiner etwas frechen burschikosen Art in der Nacht ebenfalls vorstellte, mit den Worten, ich bin der zukünftige Präsident von Amerika- Solche Nacht-Bekenntnisse könn-t-en natürlcih Psychologen, Psychiater dazu verführen, den Geisteszustand in Frage zu stellen, da liegt nicht nur Hochmut vor, sondern die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners, wie ich ein Ferngutachten in der Tasche habe, Herr Seler erklärt seine Hellsichtigkeit im Sinne Rudolf Steiners (der Name wird genannt) subjektiv folgerichtig. Was will ich also mehr, wenn sogar ein staatlich bestellter Gutachter meine Hellsichtigkeit prüfte, nach Logik und Bestimmung durch Rudolf Steiner, sonst hätte er das nicht schreiben können "im Sinne Rudolf Steiners". Der Gutachter versucht noch dem Richter zu helfen, die Angelegenheit zu verstehen, indem er davon schreibt, das entspräche quasi einer Religion, die "Wahnstimmung", da ja alles religiöse "Wahngewissheiten" enthält. Also ist auch Jesus Christus mit seinem Gespräch mit seinem Vatergott nach Verständnis der staatlichen Psychiatrie nur "wahngeprägt".

    Mir kommt beim Schreiben: wenn Herr Prof. Ebertz sein Urteil als Religionswissenschaftler gibt, welche Auswirkung "unser" Urteil hat, warum soll das in mir Hochmuth hervorrufen. Ich errinnerte mich mit ca 35 Jahren, wie ich gezielt meiner Mutter half, den Körper, mein Werkzeug zu gebären. Ich verdanke nun dem Hinweis von cheese curve, wie Rudolf Steiner davor warnte, ja wie er aufdeckte, wie der Ritus am Sonntag gerade das Vorgeburtliche, die Präexistenz der Menschenseele verdeckt, er verwendet vor Mitgliedern sogar das Wort diabolisches Unternehmen. Ich denke Herr K.Th. Willmann wußte eingehender wie ich als damals etwa 24-Jähriger um die Zusammenhänge der Geisteswissenschaft, daß er mir die oben genannte Bedingung stellte, die Bedingung des Mutes, der wahrlich ein "hoher Mut" sein muß.

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    1. Fortsetzung:
      Ich wachte diesen Morgen, bevor ich den Hinweis von Rob Steinbuch las, mit Gedanken an Michael Eggert auf. Seine persönliche Darstellung der Nahrungsaufnahme, die Grenze des Körpers, Gedanken an Judith von Halle ob diese wohl 2003 im Info3-Forum meine Schilderung las, wie ich 1988 gegenüber den Behörden ein unbefristetes Fasten ankündigte. Mehr Einzelheiten hier nicht. Hat Halle das in Berlin gelesen. Jedenfalls 2004 gab es einen Internetanschluß im Rudolf Steiner Haus, wie die Wahrheitsfindungskommission festhält. "Sie" konnte also lesen, wie ich nach 21 Tagen schon lange keinen Hunger verspürte, wie das Erlebnis während eines Kirtan eintrat, die Geistige Welt werde eingreifen, nachträglich, es war der Weltkindertag, zufällig.
      Mehr nicht von dem Drama. Wenn aber auch höchste Katholischen Kirche eingeschaltet waren (wie ein Beamter mir sagte), warum soll ich nicht staunen ob des Kunstwerkes im Sozialen, das sich entfaltete.

      Ist der "Hochmuth" der Mut der Menschheit, ein Impuls der durch Rudolf Steiner erst geweckt wurde, entstand, ein karmisches Feld. Als letzten Freitag in der heute-show im ZDF ein "katholischer Priester" auftrat und dazu aufrief: "Brüder und Schwestern geht in die Schulklassen, reißt die Kruzifixe von den Wänden, ersetzt sie durch das neue Zeichen des göttlichen Windes..."
      da war dies durchaus auch als Bestätigung von Prof. Ebertz und seiner Einschätzung zu verstehen. Wie kann jetzt ein Hinweis auf die Anzahl der Kirchenmitglieder dienlich sein, als wüßte die Menge, Masse mehr Wahrheit. - Aber Danke, es ehrt mich der Hinweis und ich verwende ihn durchaus, um die Traum-Vision mit Benedikt XVI. und Franziskus sprachlich zu gestalten.... . Herr Eichinger, Mitarbeiter bei den Barmherzigen Brüdern in Regensburg erwartet bereits, er bat darum, eine Kopie zu erhalten. Es wird passend zum Katholikentag sich verwirklichen... .

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  37. Auch von mir ein Danke an Wolfgang fürs Hereinstellen des Steiner-Zitates.

    Und damit diejenigen der hier eifrig Mitdiskutierenden, die noch niemals ein Buch Judith von Halles in Händen gehalten haben, eine Ahnung bekommen, wie „materialistisch“ sie es meint, zitiere ich aus ihrem zweiten Templer-Buch (S 23, Kapitel „Das Grals-Christentum“):

    »Dass dieses Blut, welches aus der Seitenwunde des Leibes Jesu austrat, nur noch entfernt etwas mit dem Blut des Menschen Jesus zu tun hatte als vielmehr mit der ätherischen Manifestation des unsterblichen Geistes Christi, geht aus dem Zeugnis des Evangelisten Johannes hervor, der das Austreten nicht nur von «Blut», sondern auch von «Wasser» verbürgt. Das von Johannes erwähnte Wasser macht die Qualität des ausgetretenen Blutes für den Okkultisten leicht verständlich, indem dieser nämlich das Wasser als die sozusagen mineralische Manifestation des Ätherischen, des geistig Lebendigen innerhalb der Sinneswelt begreift. Darüber hinaus ist die neuartige Beschaffenheit des Gralsblutes dadurch evident, dass – ebenfalls nach dem Zeugnis Johanni – der jenes Blut zutage fördernde Lanzenstich erst nach dem Tod Jesu vorgenommen wurde, was zeigt, dass das Gralsblut eine von dem toten, mineralischen Leib unabhängige Lebendigkeit aufwies; ansonsten hätte es sich nämlich nicht im Fluss befinden und somit auch nicht aus dem am Kreuz hängenden Leib in einer so beachtlichen Weise hervorquellen können.«

    Ich will damit nichts über die „Richtigkeit“ dessen sagen, was Judith von Halle und/oder Rudolf Steiner gesagt/geschrieben haben.

    Aber Michaels Satz:
    »... hätte ich die Darstellung der Mysterien der Templer an sich sehr berührend gefunden, wenn nicht das für mich inakzeptable spekulative "Drumherum" nicht wäre.«
    könnte – :-) abgesehen von dem einen „nicht“ zuviel ;-) – fast wörtlich von einem der zahlreichen mir bekannten Nicht-Anthroposophen stammen, bezogen auf die Schriften und Vorträge Rudolf Steiners.
    Auch so mancher der Zeitgenossen Rudolf Steiners kam zu einem ähnlichen Urteil – Maurice Maeterlinck beispielsweise, der über Steiners Bücher meinte, »Er beschreibt uns die aufeinanderfolgenden Wandlungen der Wesenheiten, die zu Menschen werden, und er tut das mit so viel Sicherheit, daß man sich fragt, nachdem man ihm mit Interesse durch die Einführung gefolgt ist, die einen sehr abwägenden, logischen und weiten Geist zeigt, ob er plötzlich wahnsinnig wird oder ob man es mit einem Schwindler oder wirklichen Visionär zu tun hat.« (zitiert nach GA 240).

    Bei Zander würde man es wohl nicht viel anders lesen…
    Wenn man derartigen Texten Rudolf Steiners nichts aus dem eigenen Herzen entgegenbringt, bleiben sie unverständlich.
    Mit den Texten Judith von Halles ist es nicht anders.

    Alle beide sprechen sowohl von Dingen, die jedermann ganz einfach mithilfe des „gesunden Menschenverstandes“ nachprüfen kann, andererseits von nicht so leicht Nachprüfbarem, dem man aber empfindungsmäßig zustimmen kann --- und außerdem auch noch von Dingen, die dem gesunden Menschenverstand nicht zugänglich sind und zu denen auch das alltägliche innere Empfinden zunächst mehr oder weniger vehement „NEIN!“ sagt.
    Will man versuchen, auch das nicht ohne weiteres verstandesmäßig Zugängliche in sich zu prüfen, so muß man zuallererst von jeder Sympathie oder Antipathie absehen.

    Ich kann es gut nachvollziehen, wenn man das lieber bleibenläßt und daher zahlreiche Texte sowohl Rudolf Steiners als auch Judith von Halles als „nicht überprüfbar und daher Sache des Glaubens“ ablehnt.
    Aber es bleibt mir ein Rätsel, wie man es in sich unter einen Hut bringt, den Texten Rudolf Steiners unbegrenztes Vertrauen entgegenzubringen und denen Judith von Halles ebenso unbegrenztes Mißtrauen.

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  38. "Aber es bleibt mir ein Rätsel, wie man es in sich unter einen Hut bringt, den Texten Rudolf Steiners unbegrenztes Vertrauen entgegenzubringen und denen Judith von Halles ebenso unbegrenztes Mißtrauen"

    Liebe Ingrid, schöner und kluger Kommentar, danke. Nach meiner Beobachtung ist es so, dass diejenigen, die Steiner unbegrenztes Vertrauen entgegenbringen, sich mehr oder weniger auf seine "wissenschaftlichen-philosophischen Texte" aus dem Frühwerk berufen.

    Dann müsste man aber auch eigentlich alle anthrop. Autoren, die von übersinnlichen Erfahrungen berichten, ohne entsprechend ähnliche Bücher zuvor publiziert zu haben, kritisch hinterfragen, bzw. ablehnen.

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    1. "kritisch hinterfragen, bzw. ablehnen."

      Ich würde der kritischen Instanz einen Misstrauensantrag stellen, eine Untersuchungskommission einleiten, um zu klären was hier eigentlich geschieht, wenn man der kritisierenden Instanz weiterhin DIESEN Wert beimis(s)t, den sie zur Zeit noch hat.

      Zu klären wären die Massstäbe, nach denen man sich richtet. Man wird zu der Erkenntnis kommen, dass die sogenannten Kriterien, also die Werkzeuge der kritisierenden Instanz, nicht geführt werden von wirklich erlebten und durchdrungenen Lebenserfahrungen, sondern es sogar zumeist umgekehrt ist, nämlich dass Kritikprodukte die Vorlage dazu abgeben, Lebenshaltungen zu generieren!! Die Nähe zur Wahrheit wird so auf den Kopf gestellt, statt vom Herzen geschaut zu werden.

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  39. "unbegrenztes Vertrauen zu Rudolf Steiners Texten"

    Vielleicht dient diese ganze Diskussion endlich einmal der definitiven Erkenntnis, die ja eigentlich eine elementare Binsenweisheit ist, dass das Gute, das Wahre und das Richtige eben nicht nur auf einer Seite liegen. Der Erkenntnis, wie zutiefst verfehlt es wäre, wollte man allem was ein einzelner Mensch gesagt hat, "unbegrenztes Vertrauen" entgegenbringen, nur weil er einige oder auch viele Dinge gesagt hat, die wahr, richtig und zukunftsweisend sind.

    Lassen wir doch Steiner als (wie ausnahmslos jeder andere Mensch auch irrenden) Menschen und nicht als "unfehlbaren Gott" auf uns und in der Welt wirken, denn nur auf diese Weise werden wir ihm und dem was er in die Welt setzen wollte gerecht!

    Menschen zu Göttern erheben ist vielleicht mitunter bequem und (im rein wirtschaftlichen Sinne) profitabel, aber im Grunde genommen kindisch, einfältig, menschenunwürdig und daher abartig.

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    1. Lieber Rudolf,

      Du sagst: „Lassen wir doch Steiner als (wie ausnahmslos jeder andere Mensch auch irrenden) Menschen und nicht als "unfehlbaren Gott" auf uns und in der Welt wirken, denn nur auf diese Weise werden wir ihm und dem was er in die Welt setzen wollte gerecht!“

      …..“ dem was er in die Welt setzen wollte..“ Der Satz kommt mir bekannt vor. Jedenfalls, dem Sinne nach, laß ich ähnliches im Forum info 3. Frage: Wie siehst Du das und was ist das, was Steiner, deiner Ansicht nach, in die Welt setzen wollte?

      Gruss ~ Burghard

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    2. Lieber Burghard,

      Steiner wollte mit Sicherheit kein Guru sein und keine Religion begründen. Er wollte die Menschheit befreien, von den ihr über Jahrtausende seitens der im Verborgenen agierenden geistigen Mächte zum Zwecke ihrer Beherrschung auferlegten Gedankenfesseln.
      Die Befreiung bestand in der Offenlegung all des bis dato gehüteten "Geheimwissens", damit es einerseits, sofern positiv ausgerichtet, der Mensch selbst in eigener Veratwortung beherrschen und anwenden lernen könne und damit andererseits diesem, dort wo es negativ ausgerichtet ist, durch seine Offenlegung sein "böser Zauber" genommen und unwirksam gemacht werden kann. Er hat sozusagen den "Zauberhut" der geistigen Gaukler aller Zeiten, die sich zu allen Zeiten einbildeten die wahren Menschheitsführer zu sein, nach aussen gestülpt und seine Inhalte offen gezeigt.

      Ob er dabei aus wirklich freien Stücken agierte oder im Auftrag handelte wird anscheinend immer noch kontrovers diskutiert, obwohl es - wie ich meine - klar sein dürfte, dass er im Auftrag handelte. Andernfalls wäre er wohl schon lange vor 1925 aus dem Feld geräumt worden.

      Aber leider haben sich die Gegner der Offenlegung, also die heutigen führenden Anthroposophen, als sie gewahr wurden, dass sie den Geist nicht mehr in die Flasche zurückbekamen, einmal mehr entschlossen aus Steiners Hinterlassenschaft eine Religion zu machen, um sie derart wieder ins Licht eines partikulären pseudoreligiösen und esotherischen Sektierertums zu rücken und damit ihrer befreienden Wirkung zu berauben.

      Heute kann es daher nur das Ziel sein, in diesem Bewusstsein Steiner selektiv zu vertrauen, um ihn also nicht durch "Vergötterung" insgesamt seiner Wirksamkeit zu berauben.
      Vereinfacht ausgedrückt heisst das also auch Steiner, bzw. etliches von ihm "geschriebene", d.h. mitgeteilte zu kritisieren, um gerade derart - im Dienst an der Menschheit - Steiner zu verehren und zu danken.

      Lg
      R.

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    3. Lieber Rudolf,

      deiner Antwort bedenkend kommen mir weitere Fragen.

      …...gehüteten "Geheimwissens", damit es einerseits, sofern positiv ausgerichtet, der Mensch selbst in eigener Veratwortung beherrschen und anwenden lernen könne.....

      Frage: Kannst Du ein Beispiel aus dem „Geheimwissen“ dafür geben, wie Du das, in Eigenverantwortung, anders ausrichtest und zudem wie jemand anderer das selbe Beispiel in religiöses Sektierertum rückt?


      ….entschlossen aus Steiners Hinterlassenschaft eine Religion zu machen,...

      Frage: Die heutigen führenden Anthroposophen, die Du in deiner Aussage im Blick hast, sind die deiner Ansicht nach selber religiös, oder wollen die anhand einer religiösen „Stimmungsmache“, eben Opium für ´s Volk, ungestört ihre Ziele verfolgen. Und, welche wären das, deiner Ansicht nach?


      …. in diesem Bewusstsein Steiner selektiv zu vertrauen, …..

      Frage: Was ist der „Maßstab“, anhand dessen so ein selektieren getätigt werden kann?

      Gruss ~ Burghard

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    4. Lieber Burghard,

      hatte keinesfalls geschrieben, dass ich Geheimwissen "anders ausrichten" möchte! Ich sprach wenn schon von "anwenden". Also musst du mich falsch verstanden haben.

      Da ich dir doch einiges anthroposophisches Grundwissen zutraue, gehe ich mal davon aus, dass du dir die Frage, wer denn die heutigen "führenden Anthroposophen" sind, wohl selbst beantworten kannst.

      Und ob diese selbst auch religiös sind, interessiert mich nicht im mindesten, da es darauf nun wirklich nicht ankommt, sondern auf das, was diese mit Steiner anrichten, wozu sie ihn verwenden und missbrauchen.

      Als wichtigster Masstab beim selektiven Vertrauen Steiner gegenüber genügt meistens schon der gesunde Menschenverstand.
      Aber den müsste man natürlich auch anwenden, trotz Steiners Hinweis, diesen sozusagen bereits in der ersten Phase des Strebens nach höheren "geistigen" Erkenntnissen (in Wahrheit "Glaubenserfahrungen") einfach auszuschalten!

      Lg
      R.

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  40. Rudolf Steiners wiedergegebene Beschreibung (aus: GA 265) oben von dem, was wir als die „wahre Kommunion des Menschen mit Christus“ beschreiben könnten, hatte ich als individuelle Erfahrung im Jahr 1996. Ich schrieb darüber in meinem ersten Buch und wies in diesem Zusammenhang auf die Beschreibung des Johannes in seinem Offenbarungsbuch mit dem „Lichtschwert aus dem Munde Christi“. Solche Worte und Bilder sind (meist banale) Versuche, spirituelle (imaginative, inspirative und intuitive) Realitäten zu umschreiben, die unvorstellbar klarer, stärker und umfassender als alle Sinneseindrücke jemals sein können. Das Problem mit dem Erzählen von eigenen spirituellen Erfahrungen ist jedoch, dass ich womöglich nur mit Vergleichen herkommen kann, die in den Ohren eines Zuhörers (oder Lesers) möglicherweise übermütig, unangemessen oder altmodisch klingen. Die unterschiedlichen Erfahrungen von Sprache und Kommunikation eines jeden machen den Austausch in diesem Bereich sehr schwierig, solange Vorurteile und Zweifel im sozialen Bereich dominieren, und, dass wir bis jetzt fast nur Rudolf Steiners Begriffe dafür haben.
    Als ich kurz vor der Jahrhundertwende mit der Kommunikation über meine spirituellen Erfahrungen und karmischen Enthüllungen begann, lebte ich noch im banalen Glauben und in der Hoffnung, dass Anthroposophen dafür offen sein und es als willkommen heißen würden, über solche Erfahrungen zu hören, und, dass sie sie nutzen würden, um ihre eigene Arbeit und das meditative Üben zu unterstützen. Inzwischen habe ich gelernt, dass der Unterschied zwischen Menschen so unvorstellbar groß ist, dass es in der Regel besser ist, über seine geistigen Erfahrungen zu schweigen. Ich bin mehr und mehr zu einem stillen, schweigenden Geistesforscher geworden, der nur in den intimsten Gesprächen mit Gleichgesinnten (ein Gleichgesinnter enthüllt sich interessanterweise in der sinnlichen Begegnung) etwas über esoterischen „Geheimnisse“ verbucht. Diese Haltung mag exklusiv sein, aber ich versuche dies auszugleichen, indem ich zusätzlich zum intimen Leben im digitalen Bereich immer wieder anwesend bin.

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    1. Lieber Jostein,
      danke.

      Es ist ja klar, daß die normale Alltagssprache sich nicht wirklich dafür eignet, derartige Erlebnisse zu „fassen“ ... hier ist also nicht nur der Sprecher/Autor, sondern auch der Zuhörer/Leser gefordert. Aber das gilt eben sowohl für die Texte Rudolf Steiners als auch für die anderer Autoren.
      Auch ein Rilke-Gedicht wird sich nicht erschließen, wenn man es „materialistisch“ liest.

      Dazu kommen nicht nur die im Sozialen immer noch dominierenden Vorurteile und Zweifel, sondern auch die Überzeugung vieler Menschen, es könne nur eine einzige „richtige“ Anschauung geben – bei Anthroposophen ist das dann meist diejenige, die sie sich jeweils aus ihrem bisherigen Verständnis der GA zurechtgezimmert haben; was natürlich bedeutet, daß alles, was da nicht dazuzupassen scheint, weil es in andere Worte gefaßt ist, „falsch“ sein muß. Und da man im „Übersinnlichen“ nichts „beweisen“ kann, läßt es sich trefflich darüber streiten...
      Ich begreife daher Deine Haltung sehr gut.

      Auch ich habe die Erfahrung gemacht, daß sich in der sinnlichen Begegnung vieles enthüllt, das sich schriftlich einfach nicht transportieren ließe. Und ich halte mich daher an Wittgenstein – worüber ich nicht klar reden kann, darüber schweige ich, jedenfalls öffentlich-schriftlich (was ja durchaus nicht heißt, daß es in intimen Gesprächen im real life ebenso wäre – :-) hier läßt es sich gut gemeinsam über die Leiter der Worte hinaussteigen...).

      Aber ich habe größten Respekt vor den Menschen, die trotz dieser Schwierigkeiten versuchen, ihre Erfahrungen einer Öffentlichkeit mitzuteilen. Und ich verlange nicht von ihnen, daß sie damit etwas anderes zu Verfügung stellen als eben eine Leiter, auf der der Leser (vorausgesetzt, er will es) Sprosse um Sprosse zum Verständnis emporsteigen kann, um sie, wenn er sie nicht mehr nötig hat, wegzuwerfen.
      Ich finde Wittgensteins Leitern-Metapher auch deshalb so treffend, weil jede Leiter, wenn man sie sich vors Gesicht hält, statt an ihr emporzusteigen, zu einem Gitter wird. Durch das man (wenn man es nicht überhaupt als „Gefängnis“ empfindet) die Welt wie in einzelne Stücke zerschnitten erblickt, die nichts miteinander zu tun zu haben scheinen – und schon nennt man das eine „Geist“ und das andere „Materie“, das eine „Form“ und das andere „Stoff“, das eine „Weiß“ und das andere „Schwarz“, das eine „Berg“ und das andere „Tal“ --- ohne zu erkennen, daß das jeweils eine ohne das jeweils andere gar nicht da sein könnte (was in Ausdrücken wie dem lateinischen „altus“ noch sehr deutlich ist: das heißt nämlich sowohl „hoch“ als auch „tief“...).

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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  41. @Ernst Seler. Der Bischof aus Fulda hat Recht: „Die Kirche ist mit einer dramatischen Glaubenkrise konfrontiert“. Sie hat(te) auch einige Hochmutsprobleme! Und wurde immer wieder „aus heiterem Himmel“ (Notker Wolf) korrigiert. Ecclesia semper reformanda, dass geht nicht einfach, aber dieser Bischof hat es jedenfalls verstanden! Aber wie ist es bei uns? Die AAG ist mit einer dramatischen Glaubenskrise konfrontiert. Aha, was schreibt der verrückte Steinbuch jetzt? Die Krise innerhalb der AAG hat im Wesen zu tun mit der Frage ob das Mysterium von Golgatha nur Symbol ist oder auch Tatsache (Steiner!). Wenn man das letzte nicht akzeptieren kann, kann man Zeitreisen nur als psychogen sehen. So einfach ist es.
    Ich war am 7. Oktober auf der Alanus Hochschule bei einem Kolloquium mit Helmut Zander. Ich fragte ihm ob es nach seiner Meinung möglich wäre dass ein Mensch Wahrnehmungen von jenseits der Schwelle machen kann. Er antwortete dass er darauf keine Antwort geben kann wegen seiner theologischen Überzeugung. Diese basierte er auf der historisch-kritischen Exegese! Auch hier geht es um Golgatha als Tatsache. Es ist die Gretchenfrage der heutigen Generation. Das Gespräch mit Zander war gut, weil er unmittelbar verstanden hat das für mich diese Historizität eine Lebensnotwendigkeit ist. So kommt man gemeinsam weiter. Schade dass ein Gespräch darüber am Goetheanum (noch) nicht möglich ist.

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    1. @Rob Steinbuch

      "So kommt man gemeinsam weiter."

      Mich würde interessieren, wie das "weiterkommen" mit Zander aussieht.

      Aus meinem mail-Kontakt mit ihm ging hervor, er hat Interesse für die aufgezeigten anthroposophischen Zusammenhänge, doch individuelle Erkenntnis, im Sinne erfahrbarer Schwellenerlebnisse lehnt die Katholische Kirche ab, wenn sie außerhalb der Kirche stattfinden. Erst kürzlich hat Franziskus darauf verwiesen, Christus außerhalb der Kirche habe keinen Bestand. Weil die Gerüchtefürchter sich schwer tun, hier nachgeschaut:

      "Papst Franziskus: Eine Nachfolge Christi außerhalb der Kirche ist absurd".

      http://www.zenit.org/de/articles/papst-franziskus-eine-nachfolge-christi-ausserhalb-der-kirche-ist-absurd

      Also die Schere bei Zander ist halt dementsprechend, seine Antworten dann auch. Gerade weil Jesus Christus historisch ist, haben die geisteswissenschaftlichen Hinweise von Rudolf Steiner erst den Grundstein zu einem individuellen Verständnis der Wesenheit Christi geführt.

      Beruhigend zu wissen, die Heiligen des Mittelalters, die in der Katholischen Kirche verehrt werden, sie würden, lebten sie heute, in Irrenanstalten gesteckt, so Rudolf Steiner. Natürlich nur ein "Gerücht", oder?! Was ist "absurd", sind es nicht die "Dogmen" der Kirche?! Kann es sein, Franziskus führt mit seinen Worten die Kirche weit zurück..... .

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    2. Lieber Ernst

      ""Papst Franziskus: Eine Nachfolge Christi außerhalb der Kirche ist absurd".

      Wenn ich mir anschaue, was die Säkularisierung bewirkt, meint, erzeugt, dann kann ich dem Papst durchaus folgen und würde ihm sogar recht geben mit seiner Äusserung. So betrachtet weiss ich aber auch nicht wer/was denn nun verderblicher ist, die eine Seite oder die andere, Kirche oder die sogenannte Vernunft auf der anderen "Seite".

      Solange man nicht den Zugang bekommt zu der Wahrnehmung, dem Erleben und Erkennen dessen, was vereint, dürfte man weder die eine noch die andere Seite bekämpfen, sondern es müssten neue Saaten gelegt werden, an deren Blüte das Wesen dessen aufleuchtet, was den Zerfall zusammenführt.

      Ich glaube, solange man noch kämpft, hat man das Ent-Scheidende noch nicht wirklich erfasst.

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    3. Lieber Manfred,
      sehe gerade Deine Gedanken.

      Gehe seit gestern mit einem gestrigen Gedanken von Dir schwanger,
      der mir als außerordentliche Leistung Deines Denkens (ernst gemeint)
      entgegenkam und zu dem ich mich noch äußern wollte. Parallel gehe ich mit den Äußerungen von Jostein Saether schwanger.

      Bei den Äußerungen von Franziskus sind seine in letzter Zeit sehr oft verwendeten "Bilder" zu berücksichtigen. Er verwendet sehr oft "Satan", "Teufel", "Kreuz", "Kruzifix" und bindet die Gläubigen der Kirche an diese Bilder an. Es ergab sich hier ja mit dem Hinweis von cheese curve auf Äußerungen von Steiner, die mir bisher nicht bekannt waren, sogar der Ritus am Altar ist zu hinterfragen, bzw. wird von Steiner genau charakterisiert. Ich hatte ja bewußt über ein Jahr fast jeden Sonntag den Ritus besucht, da es einen Hinweis Steiners gab, es könne noch etwas Spirituelles im Ritus gefunden werden. Er sprach von heidnischen Elementen, die mit hereingenommen worden waren. Aus meinem Miterleben ergab sich am Ende, es entsteht zwar ein "Licht" über dem Kelch, aber es verbindet sich nicht, soz. "verhungern" die Seelen der Katholiken, denn die Sehnsucht ist an sich echt. Erlebte das besonders bei den Charismatikern in Regensburg, auch in Gesprächen mit kath. Priestern.

      Zum Säkularismus: wir kennen Hinweise Steiners, wie in Paris ein Rosenkreuzer versuchte, die Ereignisse unblutig werden zu lassen, es mißlang, die französische Revolution kam, somit später auch der Säkularismus. Wäre das Alte geblieben, die Spaltung der Menschheit in Stände hätte sich fortgesetzt, eine eingebildete 'Adels-Kaste in Verbindung der "Priesterkaste" hätte alles Leben bestimmt, der Einzelne wäre der Sklave der "Obrigkeit" geblieben. In der Katholischen Kirche setzt sich dieses alte Denken fort, der Gläubige ist ohne Priester nichts. Die Priester fühlen sich besonders geheiligt durch das Blut Christi. Es ist also ihr Anliegen diese sozialen Verhältnisse fortzusetzen. In mein Herz hat sich der Hinweis Steiners tief eingegraben, wenn der Ätherische Christus zu wirken beginnt, werden die Menschen ihn für den "Teufel" halten (also ein von Steiner verwendetes Wort).

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    4. Fortsetzung:

      Der Hinweis von Franziskus ist nicht der erste Hinweis. Die Katholische Kirche behauptet, nur als Mitglied der Katholischen Kirche ist Christus zu finden, zu erleben. Sie diskriminiert damit alle die, welche ohne "Mutter" Kirche ihr Bewußtsein erleben. Mir kommt beim Schreiben, tatsächlich gibt es "Mutter"-Problem, "Vater"-Problem und "Sohnes"-Problem. Die "Töchter" werden nur irgendwie mitgeschleift, wobei im Islam der Vater die "Gewalt" über sie ausübt, die dann dem Ehemann übergeben wird. Ich erlebte noch Zeiten, um 1965, da mein Vater erzählte, wie die Polizei in ein Haus kam, um zu überprüfen, ob eine Frau in einer Wohnung anwesend sei, weil andere Mitbewohner ein Bett "quietschen" hörten. Mein Vater bewohnte vorübergehend ein Zimmer in dem Haus, er war Bahnhofsvorstand in Weißenburg, wir zogen später nach und er erzählte die Geschichte eines Tages beim Frühstückstisch. Insofern ist "Moralische Intuition" als Gesellschaft geprägt von "Moral", die eben durch so einen Satz wie von Franziskus geformt wird. Insofern sind die außerhalb der Kirche dann "religiöses Freiwild", sie sind "absurd", letztlich diabolisch, Gegner, Feinde des Christus, wenn auch an anderer Stelle süße Worte aus dem Mund des Papstes kommen werden. Ich habe nicht vor, meine Traum-Vision mit den zwei Päpsten hier zu veröffentlichen, sondern die Bistümer, Medien, Universitäten, Einzelpersonen usw. erhalten das direkt. Wenn meine erste Vision über einen Papst für so bedeutsam gehalten wurde, daß ein Jesuit sie in sein Buch hereinnahm, wird das Versandte sicherlich zur Kenntnis genommen und je nachdem bewertet werden. Denken wir an Elly Maldaque, welche als staatliche Lehrerin aus moralischen Gründen nicht heiraten durfte, wie alle Lehrerinnen. Sie sollten ein sittsames Leben führen, ohne Sexualität. Sie wurde wegen ihrer persönlicher Gedanken in die Irrenanstalt verbracht, sie war eben "absurd", außerhalb der Kirche, damit Freiwild für die Obrigkeit. Sie verstarb grausam in der Nervenheilanstalt in Regensburg, so wie auch dutzende von katholischen Priestern in Nervenheilanstalten gesperrt wollten, weil sie wegen ihrer Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges ihr Priesteramt nicht weiter ausführen wollten. Da ein "Mittäter" mich 1989 aus Bonn anrief, ein hoher pens. Polizist, mir das alles "beichtete", fühle ich mich verantwortlich. Der sex. Mißbrauch in der Katholischen Kirche wurde nur durch den Mut Einzelner aufgedeckt. Widerwillig nahm sich die Obrigkeit der Kirche des Problems an. Die verschwundenen katholischen Priester, das interessiert die Öffentlichkeit nicht, denn es klingt tatsächlich mehr als "absurd". Es müßte erforscht werden, ob sie, wie es damals üblich war, im Einzelfall nackt in Eisenkäfigen gehalten wurden, Praxis in einzelnen Nervenheilanstalten. Es wird sogar berichtet, die Käfige waren so klein, daß die "Insassen" mit der Zeit verkrümmten, sichtbar, wenn sie ab und zu von ihren Angehörigen "ausgeführt" wurden. Eine "absurde" Gesellschaft, so absurd, wie die Umstände von Herrn Mollath, der über ein halbes Jahr mit Fuß- und Handfesseln seinen Freigang im Hochsicherheitstrakt der Straubinger Forensik ausführen mußte, hinter Stacheldraht, weil er angeblich so gemeingefährlich sei, "absurd". Mit solchen Gedankenbildern wie sie Franziskus ausführt, fördert er - vielleicht ungewollt - die Spaltung der Menschheit nur fort, im Sinne von Christus?! - wie in Steiner gedanklich erfahrbar werden lässt.... .

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    5. Korrektur:
      "h", der Buchstabe des Geistigen, der Oben mit unten verbindet, der Hauch des Lebens, er fehlt "wie in Steiner"- Das Geistige macht "ihn" aus... .

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  42. Lieber Rob Steinbuch,

    »Die Krise innerhalb der AAG hat im Wesen zu tun mit der Frage ob das Mysterium von Golgatha nur Symbol ist oder auch Tatsache (Steiner!). Wenn man das letzte nicht akzeptieren kann, kann man Zeitreisen nur als psychogen sehen. So einfach ist es.«

    Wobei es noch die Frage wäre, was man unter einer „mystischen“, „übersinnlichen“, „okkulten“ Tatsache zu verstehen hat, von der Steiner spricht – im Gegensatz zu einer „irdischen“...

    Ich habe ja den Eindruck, nicht nur die Kirche und die AAG, sondern die ganze Welt ist mit einer dramatischen Glaubens-Krise konfrontiert.
    Ein Symptom dafür ist es – ich habe hier schon des öfteren darauf aufmerksam gemacht (;-) Rainer hat ganz recht: wir alle wiederholen uns immer wieder ;-)) –, daß wir in unserer heutigen Sprache ein- und dasselbe Wort haben für das lateinische „puto“ (ich meine oder vermute etwas, weiß es aber nicht sicher) und „credo“ (cor dare; ich bin mir dessen so gewiß, und es ist mir so wichtig, daß ich bereit bin, mein Herz dafür einzusetzen).
    „Glauben“ bedeutet vielen Menschen heute „nix wissen“ und bezieht sich auf ein „Faktum“ oder sonst etwas, das man „wissen“ könnte. Und derjenige, der Glauben für etwas Wertvolles und Zukunftswirksames hält, wird leicht für einen Narren gehalten.
    Wo aber die Welt hinkommen soll, wenn es niemanden mehr gibt, der sein Herz für etwas einsetzt, danach wird nicht immer gefragt...

    Gute Nacht,
    Ingrid

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  43. "Die Katholische Kirche behauptet, nur als Mitglied der Katholischen Kirche ist Christus zu finden, zu erleben."
    Die RKK behauptet wirklich einiges seltsames, aber DAS behauptet sie NICHT.
    Hischam

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  44. "Die Katholische Kirche behauptet, nur als Mitglied der Katholischen Kirche ist Christus zu finden, zu erleben."
    Die RKK behauptet wirklich einiges seltsames, aber DAS behauptet sie NICHT.
    Hischam

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  45. "Die Katholische Kirche behauptet, nur als Mitglied der Katholischen Kirche ist Christus zu finden, zu erleben."
    Die RKK behauptet wirklich einiges seltsames, aber DAS behauptet sie NICHT.
    Hischam

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  46. Das Mehrfachposting bitte ich zu entschuldigen. Ich habe nicht gesehen, dass mein Beitrag schon veröffentlicht war.

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    1. "Papst Franziskus: Eine Nachfolge Christi außerhalb der Kirche ist absurd"

      http://www.zenit.org/de/articles/papst-franziskus-eine-nachfolge-christi-ausserhalb-der-kirche-ist-absurd

      Nehme ich die Worte von Junko Althaus vom 10.3.2014

      "Ein Phänomen, das für mich diese Situation in Eindeutigkeit darstellt, ist der Egoistenblog von Michael Eggert. Was mich wundert, ist nicht unbedingt der Punkt, dass Eggert oder manche Komentatoren, welche ihre „freien“ Meinungen, die mir immer wieder nichts anders als eine sprachliche Gewaltanwendung vorkommen, hineinschreiben"

      http://philosophie-der-freiheit.blogspot.de/

      und wende sie auf Franziskus an, kann eben Christus nur innerhalb der Kirche gefunden werden.
      Man(n) kann sich nur innerhalb der Kirche mit Christus verbinden, was z.B. für die Männer obligatorisch ist, nur ein Mann kann Priester werden, Frauen sind aus der Nähe von Christus ausgeschlossen, da eben "unrein", schon nach Thomas v. Aquin!!!

      Also "Gewalt" der Sprache, das ist die Gewalt der Bilder, wie Gott den Gehorsam vom Menschen einfordert. Es wäre also zu untersuchen, woher die Gewalt kommt, die beklagt wird, wo liegt der Ursprung, möglicherweise bei den Göttern selbst?!

      "zu erleben = sich verbinden ("Nachfolge")

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  47. Wird vielleicht mit Kirche gemeint nur den Gemeinschaft der Glaubigen, statt nur das Katholische Gebaude?

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    1. Da die Katholische Kirche Evangelische Pfarrer für nicht voll-gültige Priester hält, gibt es nach dem Verständnis der Priester nur ein eingeschränktes Heil außerhalb ihrer Mauern..... .
      Die Katholische Kirche hat so viel Christen hingemordet, die nicht der "Linie" des Papstes folgten, Christus würde sich sprichwörtlich im Grabe umdrehen, wäre er noch dort!

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    2. "Da die Katholische Kirche Evangelische Pfarrer für nicht voll-gültige Priester hält, gibt es nach dem Verständnis der Priester nur ein eingeschränktes Heil außerhalb ihrer Mauern..... ."

      Die Frage nach der Gültigkeit des Amtes ist eine andere Frage als die Frage nach der Möglichkeit der Christus- und Gotteserfahrung. Eine solche ist auch nach RKK-Lehre außerhalb der RKK möglich.
      Du vermengst hier verschiedene Fragestellungen.
      Außerdem erkennt die RKK auch Priester außerhalb der RKK als Priester an, z.B. Priester der Assyrischen Kirche des Ostens, der orientalisch-orthodoxen Kirchen oder der Orthodoxen kirche. Die Anerkennung als Priester hängt nicht mit der Anerkennung als Papst zusammen, sondern mit bestimmnen Voraussetzungen bei der Bischofs- und Priesterweihe. Die liegen in der Evangelischen Kirche in Deutschland nicht vor (anders als z.B. in Schweden). Deswegen erkennt z.B. auch die Orthodoxe Kirche Pfarrer der EKD nicht als Priester an.

      "Die Katholische Kirche hat so viel Christen hingemordet, die nicht der "Linie" des Papstes folgten, Christus würde sich sprichwörtlich im Grabe umdrehen, wäre er noch dort!"

      Dem widerspreche ich nicht. Aber das ist schon wieder ein weiteres Thema, das Du hier mit zwei weiteren zu einem Einheitsbrei gemischt hast.

      Alles Gute!
      Hischam

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    3. "Die Frage nach der Gültigkeit des Amtes ist eine andere Frage als die Frage nach der Möglichkeit der Christus- und Gotteserfahrung. Eine solche ist auch nach RKK-Lehre außerhalb der RKK möglich.
      Du vermengst hier verschiedene Fragestellungen."

      Ich schreibe von einem "eingeschränkten Heil" außerhalb der K.K.
      Es gab einen Hinweis eines Katholischen Priesters auf die nicht voll gültige Priesterschaft evangelischer Pfarrer. Der logische Schluß ist dann meine Aussage (eingeschränktes Heil), sie folgt.....
      Also keine (unzulässige) Vermengung, sondern eine Erkenntnis.

      Zum Priesteramt hier:

      "Wenn ein Evangelischer von seiner Kirche spricht, meint er in der Regel seine Kirchengemeinde.
      Der Katholik dagegen meint mit „ Kirche“ seine Institution, und er denkt dabei
      nicht nur an das deutsche Gebiet, sondern schließt stets Rom mit ein."

      "Das unterschiedliche Amtsverständnis:
      Der katholischen Kirche fällt es schwer, evangelische Pfarrer im vollgültigen Sinn
      anzuerkennen, da evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer nicht von den Bischöfen „geweiht“ wurden, die in der lückenlosen Kette der apostolischen Sukzession von Petrus stehen."

      entnommen:

      http://www.bobingen-evangelisch.de/uploads/media/Evangelisch_Katholisch_Unterschiede.pdf

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  48. Wenn von Goetter des alten Testaments gesprochen wird ist es gut zu unterscheiden zwischen Jehovah und El Ajon (vovon Melchisedek sprach).

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  49. Also, die einen treiben "Gott" aus und setzen an seine Stelle den "Egoisten", die anderen wollen ihn zurück und legen fest, wo er zu finden sei. Das ist doch mal wieder typisch menschlich. Ich denke ja, beide haben recht, anteilig. Und die Sophia des Menschen schaut uns dabei zu und weiss sicher nicht so recht, ob sie nun schmunzeln oder heulen soll.

    Und dann kommen unter uns Menschen auch noch diejenigen daher und zerren Rudolf Steiner aufs Schafott des Zeitgeistes. Ich sehe da dann wieder die vielzitierten Perlen vor mir aufblitzen, die man den Säuen vorgeworfen hat. Wann wird man je verstehen?

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    1. ..... es ist aber nicht zu vergessen, daß das Individuum in seiner Entwicklung und auf der Erde-Sein nur hier die Möglichkeit hat, sein Unterscheidungsvermögen auszubilden.

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    2. Lieber manroe,
      :-) Danke.

      Da doch zu bezweifeln ist, ob wir ohne die katholische Kirche den Christus heute überhaupt bei diesem Namen nennen würden, finde ich es noch sehr viel absurder, zu behaupten, innerhalb der katholischen Kirche wäre alles ausnahmslos abzulehnen, und dort könne es kein „Heil“ geben, als zu behaupten, der Christus könne nur innerhalb der (welcher auch immer) Kirche gefunden werden.

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    3. ...das ist wohl richtig, ReSe, allerdings habe ich den Eindruck, dass das nicht so recht verstanden wird, weil die Fähigkeit des Unterscheidens fast nur genutzt wird, um auf oder innerhalb einer Seite sich zu betätigen. Unterscheidungskraft selbst, trägt man sie in sich, eröffnet mir aber genau dadurch, dass sie zu unterscheiden vermag und weiss, den Blick auf das ganze Feld des Seins. Schaut man mit dem Blick der Unterscheidungsfähigkeit und -kraft auf das Feld des Daseins sollte man sehen können, warum die Unterscheidungskraft so unendlich wichtig ist, nämlich die, die Einheit wirklich zu verstehen, oder besser zu erfassen, statt träumend in ihr zu "sein".

      Unterscheidungskraft ist ein Werkzeug, eine Fähigkeit, aber nur dann, wenn ich es als getrennt von mir zu nutzen weiss, eben weil es ein Werkzeug ist. Nur dann, wenn ich es als getrennt von mir einsetze, zeigt es mir, was ich durch es wahrzunehmen imstande bin. Oder im Bilde angeschaut, inneren Abstand zum eigenen Werkzeug zu haben, ansonsten verschwinde ich selbst im Tun eines Werkzeugs und verschlafe dadurch mein Tun.

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  50. "Medaille der ‚Warnung’: Maria mit Dornenkrone"

    http://kath.net/news/45190

    Frau Halle bekommt Konkurenz.
    Es ist zu hoffen, der Egoistenblog fürchtet sich nicht vor dem "Dharma"
    oder den Menschenmassen.

    Interessant ist die Darstellung der zwei "Schwerter" auf der Medaille,
    da werden sich sicher auch die "Ritter" von Judith von Halle angesprochen fühlen,
    weil man/frau so manches wegen der Moral, mit oder ohne Intuition,
    einfach nicht aussprechen darf.
    Die Schläger hatten Rudolf Steiner nicht ermorden können,
    aber seine Vorträge gestoppt:

    "Rudolf Steiner mußte seine öffentliche und sehr erfolgreiche Vortragstätigkeit in Deutschland nach Morddrohungen aus der rechten Szene einstellen und ein geplanter Anschlag am 15.5.1922 in München konnte gerade noch verhindert werden"

    http://groups.uni-paderborn.de/berufspaedagogik/lehrstuhl/forum-stellungnahme.html

    Es ist gefährlich, nach der Mehrheit (enthalten in: " die allgemein-menschlichen Moralgefühle") zu rufen.
    Wir selbst sollten aus Bayern mit" Hilfe des aufgestachelten Mobs vertrieben werden
    und erhielten tagelang Polizeischutz.


    Junko Althaus: "die allgemein-menschlichen Moralgefühle"
    http://philosophie-der-freiheit.blogspot.de/

    Insofern ist "Moralische Intuition" problematisch!

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    1. :-)
      Zum Thema „moralische Intuition“ empfehle ich die Lektüre des Kapitels über die „Moralische Phantasie“ aus Rudolf Steiners „Philosophie der Freiheit“.
      Oder vielleicht genügt es ja auch schon, diese kurze Passage zu lesen, um zu wissen, wovon hier die Rede ist...

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    2. Lieber Ernst,

      "Junko Althaus: "die allgemein-menschlichen Moralgefühle"
      http://philosophie-der-freiheit.blogspot.de/

      Insofern ist "Moralische Intuition" problematisch!"


      Diese Deine Schlussfolgerung vermag ich nicht nachzuvollziehen, auch nicht, wenn ich den Text bei Junko lese. -.- ?

      Du sagtest mal vor kurzem, in der Intuition sei Dir alles gegeben (sinngemäss), somit auch die Moral und daher sei die Aussage, der Begriff "moralische Intuition" nicht richtig. Ich denke allerdings die Moral ist eben nicht enthalten, sie muss von mir auf mich selbst gestellt, neu errungen, gestaltet, geschöpft werden... Ein jegliches Tun meinerseits ruft sofort das entsprechende "Echo" hervor und wirkt direkt auf meinen Handlungsquell zurück, völlig un-mittel-bar. Dadurch ersteht das, was ich als Moral2 bezeichnen würde.

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    3. "Moral"

      das Problem mit der Moral ist, sie wird so verwendet, wie nun Junko Althaus sie verwendet hat, nämlich als die Moral der (anständigen) Mehrheit.
      Das mit dem "Echo" ist doch gar nicht das Problem.
      Natürlich gibt es ein "Echo" der Menschen, aber auf die kommt es im Ende gar nicht an, korrekt, auf das Echo kommt es nicht an, auf die Menschen schon.
      Würde ich auf das Echo Rücksicht nehmen, würde ich mich erst gar nicht ans Kreuz schlagen lassen.

      Das heißt, die Wirksamkeit von "Golgatha" hat in erster Linie mit der Götterwelt selbst zu tun. Die Menschen glauben nur, sie seien so wichtig, Christus habe sich für sie geopfert. In erster Linie war es eine Angelegenheit der Götter, daß Christus sich freiwillig anbot, das Werk zu vollbringen, weil die Götter gar nicht wußten, was der Tod ist,
      so mußte einer von ihnen den Tod schmecken, (alles nach Steiner)
      dadurch enstand für uns der Keim,
      den Tod zu überwinden,
      aber nicht in der ewigen Schuldglocke der "Erbsünde",
      so wie von der Katholischen Kirche gelehrt.

      Also das Echo der Menschen ist mir egal,
      das der Götter nicht..... .
      Das ist natürlich nach außen mehr als elitär, aber das schiebe ich mal karmisch Herrn K.Th. Willmann in die Schuhe, denn es war seine Bedingung der Einweihung, den Mut zu haben, notfalls keinerlei Rücksicht sogar auf die gesamte Menschheit zu nehmen.
      Denken wir an Castaneda,
      sprach über ihn mit Herrn Willmann.
      Bei dem geht es letztlich um Kräfteraub der Menschen.
      Vielleicht hat uns Steiner zu sehr geschont,
      denn am Ende, wer wagt sogar, das Echo der Götter herauszufordern?!
      Vielleicht Nietzsche?! (mit Ahriman im Hintergrund :-) )

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    4. Daß Junko Althaus, wenn sie von „moralischer Intuition“ spricht, tatsächlich die „Moral der (anständigen) Mehrheit“ meint, möchte ich doch sehr bezweifeln.

      Aus den Einführenden Gedanken des Herausgebers zur Schrift «Die moralische Intuition» von Junko Althaus:

      »Wie kommt es, dass man überzeugt ist, aus dem Geist der Philosophie der Freiheit zu denken und zu handeln, – bei näherem Zusehen muss man allerdings feststellen, einem in sich unbewusst und tief verwurzelten Kantianismus, den Steiner überwinden wollte, verfallen zu sein? Der kantianische Ansatz ist im westlichen Denken viel tiefer verankert als man sich normalerweise vorstellt. Aus dem Grund geschieht es leicht, dass Anthroposophie von uns wenig im Geiste Steiners, sondern viel mehr in kantianischer Gebots- und Pflicht-Haltung vertreten wird. Damit ein Unterschied zwischen den beiden Erkenntnishaltungen klar wahrgenommen werden kann, dazu war es nötig, dass die Autorin im ersten Kapitel zuerst mit dem Kategorischen Imperativ Kants sich auseinandersetzen wollte, um dann in weiteren Kapiteln Die Idee der Freiheit in ihrer Verwirklichung als Moralische Intuition als Antwort hinzustellen.«

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    5. Zur Klarstellung:

      wenn ich die Verwendung "Die Moralische Intuition" als kritisch ansehe,
      geht es nur darum, der Begriff "Moral" ist für sich belastet.

      In den Augen eines hohen Vertreters der Katholischen Kirche,
      habe ich das Schlimmste verbrochen, bei diesem Vergleich der dieser Tage in der taz erschien:

      "Der Grund: Wenn es gegen das aus seiner Sicht Böse in der Welt ging, war ihm kaum ein NS-Vergleich zu unpassend. So verkündete er, mit dem Kruzifix-Urteil des Bundesverfassungsgerichts 1995 „entartet die Kultur“. Schon die Nationalsozialisten hätten Kreuze aus Schulen verbannt: „Als sie ihr schauriges kreuzloses Werk begannen, stürzten sie die ganze Welt ins Unglück.“

      http://www.taz.de/!134361/

      Es geht nicht darum, wie Junko Althaus ihren Buchtitel versteht,
      sondern wie er für sich wirken kann, durch Mitverwendung von "Moral".
      Ob Steiner "Moralische Intuition" in seinem Text verwendet, darauf kommt es nicht an,
      sondern als Titel "verspricht" das Buch etwas,
      was nun sarkastisch wie eine katholisch-moralische Selbstbeschränkung der Intuition wäre.....

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    6. :-)

      Der vollständige Titel des Buches von Junko Althaus lautet:
      DIE MORALISCHE INTUITION. Anleitung zu einem Erkenntnisprozess auf Grundlage der «Philosophie der Freiheit» Rudolf Steiners

      Dieses Buch „verspricht“ also nur demjenigen, der diesen Titel nicht liest, ein anderes als das Steiner’sche Moralverständnis.

      Aber dagegen, was Menschen über Bücher denken, von denen sie nicht einmal die Titel lesen, ist ohnehin kein Kraut gewachsen...

      :-)

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    7. Wer auf die website von Junko Althaus blickt,
      sieht in großen Lettern den Titel des Buches.

      Viel kleiner der Untertitel.

      Titel bleibt Titel und ist nicht der gesamte Text einer Titelseite.

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    8. Lieber Ernst,

      ...mit den Echos meinte ich mehr diejenigen, die den psychologischen zugrunde liegen, selbige bewirkend und ausgestaltend. Die psychologischen Echos sind ja bereits Ausdruck einer ihr zugrunde liegenden höheren Moral, daher auch Moral2.

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    9. Als Graphiker und Maler habe ich mir nochmals das abgebildete Buch von Junko Althaus angeschaut. Sie legt mit den großen Buchstaben Wert auf

      Die
      Moralische
      Intuition

      So wie ihr Name oberhalb des Textes nicht zum Titel des Buches gehört, sondern zur Titelseite, Buchdeckel, so gehört der viel kleinere Text zu einer Erläuterung, oder Hinweis des Titels. Besonders der so große Unterschied der Schriften verdeutlicht die Absicht von Frau Junko Althaus, den Titel graphisch hervorzuheben.

      Unter der Abbildung des Buches ist der Titel und der Untertitel graphisch verändert dargestellt und bildet eine gewisse Gesamtheit, graphisch, inhaltlich.
      Ich gehe jedoch, es ist legitim, alleine von der graphischen Darstellung des Buches aus, darauf bezieht sich der Hinweis auf den erkennbaren Titel.

      Hätte Frau Althaus die zweite Variante gedruckt, könnte das als einheitlicher Titel gelten.

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    10. Lieber Manfred,

      ich kannte bisher nicht "psychologische Echos"
      sind "höhere Moral"

      schaue nach und sehe, Psychologie wird ganz unterschiedlich gedacht, etwa:
      "Analytisch orientierte Elementenpsychologie und eher ganzheitlich ausgerichtete Gestaltpsychologie können im Konzept der verstehenden Psychologie als verbunden gedacht werden, vgl. auch den psychologischen Begriff der Komplexion. Hans Walter Gruhle bezeichnet es als einen über eineinhalb Jahrhunderte verfolgbaren unergiebigen Streit, ob die Psychologie eine Natur- oder eine Geisteswissenschaft sei, da sie sowohl idiographisch als auch nomothetisch orientiert sei.[12]"
      http://de.wikipedia.org/wiki/Geisteswissenschaftliche_Psychologie

      Das würde jetzt zu Komplex werden.

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    11. :-)
      Wer auf die website von Junko Althaus blickt, der sieht in noch sehr viel größeren Lettern den Namen der website:
      Die Philosophie der Freiheit Rudolf Steiners

      Aber wie schon gesagt: wer dort unbedingt etwas anderes erblicken will, dem wird es gelingen, da gibt’s kein Kraut dagegen, da ist es ganz gleichgültig, in wie großen Lettern etwas dasteht oder auch nicht.

      Das bringt die Freiheit eines jeden Menschen halt so mit sich...


      Im übrigen fände ich es auch ganz in Ordnung, wenn Junko Althaus (was ich allerdings für sehr unwahrscheinlich halte) mit ihrem Titel ganz bewußt provozieren wollte.
      Ich sehe auch weiterhin nicht den geringsten Grund, etwas daran „problematisch“ zu finden – es sei denn natürlich, man zerbricht sich gern den Kopf über solche Dinge. In diesem Fall wünsche ich weiterhin viel Spaß dabei!

      :-)

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    12. Die echte Moral, die ursprüngliche, hat in meinem Verständnis gesetzmässigen Charakter. Sie ist anwesend, immer. Sie gibt mir spontan Rückmeldung über mein Tun (Echos) und erlebe sie nicht als irgendwie bevormundend oder einschränkend gar, mehr wie eine/die geistige "Hausordnung". Ich "muss" sie einfach (er)lernen, weil sie permanent mit mir "spricht", mich "sieht" und begleitet, sie lässt mich völlig frei, weil ich durch ihre Echos sofort erlebe, dass sie "Gesetz" spricht. Diese Moral fühlt sich an wie Heimat. Und in ihr erwerbe ich meine Weisheit.

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    13. Du sprichst vom "Gewissen"
      das ist keine Moral, oder nach Deiner Definition "echte Moral".

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    14. Lieber Ernst,

      "ich kannte bisher nicht "psychologische Echos"
      sind "höhere Moral"



      ...wenn Du statt psychologisch menschlich setzt, könnte es Dir verständlich werden? Was Menschen halt aus dem gemacht haben, wie es auf sie gewirkt hat, wie sie es umzusetzen sich bemühten, daran gescheitert und verzweifelt sind, resultierend daraus dann reagierend etc. ... Auf dieser Ebene handelnd, unter Menschen - wo denn auch sonst in der Regel :-) - das würde ich nennen jene Echos auf der oder durch die psychische Ebene, was sich da halt so abspielt und wovon wir uns Gott sei Dank befreien. Befreien wir uns, dann werden wir aber nicht "landen" in einem Gebiet, wo es keine Moral gibt! Wie die Puppe in der Puppe steigen wir aus aus einer kleineren in die Heimat der größeren und da wirkt dann Moral2 direkt und un-mittel-bar. Wir werden sie wiedererkennen und besser verstehen, wie es gemeint war mit der "alten Moral" VOR unserer Freiheit.

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    15. "Du sprichst vom "Gewissen"
      das ist keine Moral, oder nach Deiner Definition "echte Moral"."


      Als Gewissen würde ich eher das erleben, was bei mir bereits angekommen ist. Gewissen ist mir näher, dichter, mich direkter umgebend, mehr mein "Eigentum", vielleicht Resultat erlebter Moral. ??

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    16. Hallo Ingrid,
      habe Deine direkte Ansprache nicht gelesen, weil das nur ein Hin und Her am Ende wird.

      Allgemein i.d.R.:

      Da der Titel des Buches laut Erläuterung des Herausgebers lediglich diejenigen Menschen ansprechen soll, welche bereits mit dem Ehepaar Althaus zusammenarbeiten, wäre meine Kritik zu dem Buche anders ausgefallen, wenn das gleich mit Vorstellung des Buches veröffentlicht worden wäre, weil dann kein allgemeiner Anspruch des Buches für die Menschheit ersichtlich gewesen wäre. Aber nun ist einmal das Kind sprichwörtlich in den Brunnen gefallen.
      Die als Versöhnung gedachten Worte von Wolfgang Stadler mit Worten Rudolf Steiners wirken "moralisch" und auch für manchen vielleicht befremdlich, der unbedarft hier mitliest, weil die Beschreibungen der zukünftigen Antlitze der Menschheit befremden müssen. Zu Fragen ist, ob die Ikonen in der Ukraine "bluten", weil der "Gral" wieder mal Blut vergießt, oder ob die Priester nachgeholfen haben, weil sie ja auch noch etwas zu sagen haben wollen in der Zukunft in der Ukraine. Die Menschheit ist wahrlich eine blutige Angelegenheit, alleine in Syrien usw..

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    17. :-) Viel Spaß auch weiterhin beim selektiven Lesen! :-)

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  51. Zum Thema „Moral“ zitiere ich zur Abwechslung mal nicht Steiner, sondern Alan Watts, aus seinem köstlichen Buch On the Taboo Against Knowing Who You Are:

    »There are innumerable recipes […], almost all of which have something to recommend them. There are the practices of yoga meditation, dervish dancing, psychotherapy, Zen Buddhism, Ignatian, Salesian, and Hesychast methods of "prayer", the use of consciousness-changing chemicals such as LSD and mescaline, psychodrama, group dynamics, sensory-awareness techniques, Quakerism, Gurdjieff exercises, relaxation therapies, the Alexander method, autogenic training, and self-hypnosis. The difficulty with every one of these disciplines is that the moment you are seriously involved, you find yourself boxed in some special in-group which defines itself, often with he most elegant subtlety, by the exclusion of an out-group. In this way, every religion or cult is self-defeating, and this is equally true of projects which define themselves as non-religions or universally inclusive religions, playing the game of "I am less exclusive than you".
    It is thus that religions and non-religions – all established in the name of brotherhood and universal love – are invariably divisive and quarrelsome.«

    Herzlichen Gruß in die Runde,
    Ingrid

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  52. das kommt nun davon:

    11 März 2014, 13:00
    Weinende Ikonen in Russland und der Ukraine

    http://kath.net/news/45233

    Noch mehr Blut tropft !!!!!!!! aus dem Gral?!

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  53. Natürlich gibt es hier auch sehr gute Beiträge (z.B. fand ich die Beiträge von Ingrid Haselberger sehr schön - und vernünftig) - aber ich plädiere doch dafür, daß wir "Anthroposophen" oder "An-Anthroposophie-Interessierte" uns nicht ständig streiten, z.B. auch nicht um Judith von Halle (da das reine Zeitverschwendung ist) sondern daß wir uns auf das konzentrieren, was unsere eigentliche Aufgabe ist.
    Herzliche Grüsse an alle
    Wolfgang Stadler

    "Und das ist das Eigentümliche, daß diejenigen, die heute zur Anthroposophie herankommen, die wirklich Anthroposophie aufnehmen, sich gegenüber den andern Menschen, die ihr ferne bleiben, so ausnehmen, als würde sich durch die anthroposophischen Gedanken ihr Ich kristallisieren als eine spirituelle Wesenheit, die dann mitgetragen wird hinaus durch die Pforte des Todes. An der Stelle, wo die Ich-Wesenheit ist, die da bleibt, die da jetzt ist im Leibe und die da bleibt nach dem Tode, an Stelle jener Ich-Wesenheit ist bei den andern Menschen ein Hohlraum, ein Nichts. Alles übrige, was man an Begriffen heute aufnehmen kann, das wird immer mehr und mehr gegenstandslos für den eigentlichen seelischen Wesenskern des Menschen. Das Mittelpunktswesen des Menschen wird erfaßt durch dasjenige, was wir an anthroposophischen Gedanken aufnehmen. Das kristallisiert eine spirituelle Substanz im Menschen, das nimmt er mit nach dem Tode und durch das nimmt er wahr in der geistigen Welt. Damit sieht und hört er in der geistigen Welt, damit durchdringt er jene Finsternis, die sonst für den Menschen in der geistigen Welt ist. Und dadurch wird es bewirkt, daß, wenn der Mensch heute durch diese anthroposophischen Begriffe und anthroposophische Vorstellungsart dieses Ich in sich ausbildet, das nun im Zusammenhange steht mit all den Weltweistümern, die wir erhalten können - wenn er es ausbildet -, er es auch hinüberträgt in die nächste Inkarnation. Dann wird er wiedergeboren mit diesem nun ausgebildeten Ich, und er erinnert sich an dieses ausgebildete Ich. Und das ist die tiefere Aufgabe der anthroposophischen Weltbewegung heute: eine Anzahl von Menschen hinüberzuschicken zur nächsten Inkarnation mit einem Ich, an das sie sich erinnern als ihr individuelles Ich. Und das werden diejenigen Menschen sein, die den Kern der nächsten Kulturperiode bilden. Jene Menschen, welche gut vorbereitet worden sind durch die anthroposophische geistige Bewegung, an ihr individuelles Ich sich zu erinnern, die werden über die ganze Erde verbreitet sein. Denn das Wesentliche in der nächsten Kulturperiode wird sein, daß sie nicht abgegrenzt sein wird durch einzelne Lokalitäten, sondern über die ganze Erde verbreitet sein wird. Die einzelnen Menschen werden zerstreut sein über die ganze Erde, und innerhalb des ganzen Erdgebietes wird der Kern von Menschheit da sein, der wesentlich sein wird für die sechste Kulturperiode. Und so wird es unter diesen Menschen sein, daß sie sich wiedererkennen werden als solche, die in ihrer vorhergehenden Inkarnation zusammen erstrebt haben das individuelle Ich. [... ... ...]
    Wenn man es kraß ausdrücken will, so kann man sagen: Denjenigen Menschen, die jetzt ihre Individualität kultivieren, denen wird die ganze Erde gehören mit alldem, was sie hervorbringen kann - es gilt wenigstens bildlich -; diejenigen Menschen, die nicht ausprägen ihr individuelles Ich, die werden angewiesen sein, sich anzuschließen an eine gewisse Gruppe und von der sich eingeben zu lassen, wie sie denken, fühlen, wollen, handeln sollen. Das wird als ein Zurückfallen, als ein Fall empfunden werden in der künftigen Menschheit.
    [

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    1. Lieber Wolfgang,

      :-) danke für die Blumen...

      Aber auf die Gefahr hin, daß Dir das vielleicht weniger gefällt, sage ich nun doch:

      »Und das ist das Eigentümliche, daß diejenigen, die heute zur Anthroposophie herankommen, die wirklich Anthroposophie aufnehmen, sich gegenüber den andern Menschen, die ihr ferne bleiben, so ausnehmen, als würde sich durch die anthroposophischen Gedanken ihr Ich kristallisieren als eine spirituelle Wesenheit, die dann mitgetragen wird hinaus durch die Pforte des Todes. An der Stelle, wo die Ich-Wesenheit ist, die da bleibt, die da jetzt ist im Leibe und die da bleibt nach dem Tode, an Stelle jener Ich-Wesenheit ist bei den andern Menschen ein Hohlraum, ein Nichts.«

      Wie recht hatte doch Alan Watts: »...the moment you are seriously involved, you find yourself boxed in some special in-group which defines itself, often with he most elegant subtlety, by the exclusion of an out-group.«

      :-) Einen so prompten und deutlichen Beleg dafür, daß auch die Anthroposophie hier keine Ausnahme bildet, hätte ich nun doch nicht erwartet...
      Danke fürs Aufmerksammachen!

      :-)
      LG, i.

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    2. Liebe Ingrid,
      ebenfalls Danke für das Aufmerksammachen auf diese Tatsachen...- Aber es kommt ja darauf an, was man mitnimmt in die geistige Welt - bzw. daß man überhaupt einiges mitnimmt. Sicher gibt es noch andere, die auch spirituelles Gedankengut mitnehmen in den Tod bzw. (religiöse Menschen) auch spirituelle Gefühle - aber in der Anthroposophie sind die Gedanken, die man mitnehmen kann schon sehr geballt. Und ich betrachte die Anthroposophie nicht als "Besitz" der Anthroposophen oder der anthroposophischen Gesellschaft - sondern als Geisteswissenschaft für die Menschheit. Und davon kann sich jeder nehmen, was und soviel er will - ohne bei irgendeiner Gruppe dabei zu sein, die sich vom Rest der Menschheit abgrenzt. Dennoch ist es wichtig, daß es (möglichst viele) Menschen gibt, die diese Gedanken aufnehmen - und in die Zukunft mitnehmen. Der Kern ist vielleicht sogar der, daß man sich "bemüht" um innere Entwicklung, also es müssen nicht alle dasselbe "glauben", denn:

      "Ob man richtige oder falsche Vorstellungen annimmt, man muß sich anstrengen, und diese Anstrengung zählt in der geistigen Welt, wenn wir durch die Pforte des Todes gehen. Diese Anstrengung ist es, die uns nach dem Tode zugute kommt, oder die uns überhaupt zugute kommt, wenn wir in die geistige Welt hineingehen. Denn nehmen wir an, wir hätten uns mit einer ganz verkehrten Anschauung über die geistige Welt durchdrungen, so haben wir dadurch, daß wir sie in uns aufgenommen haben, so wie ein Turner die Glieder ausbildet, unsere Seelenkräfte ausgebildet. Und was wir ausgebildet haben, das haben wir dann, das tragen wir hinein in die geistige Welt. Indem wir das hineintragen in die geistige Welt, haben wir dann dort etwas Ähnliches, wie wir hier dadurch haben, daß wir Augen haben. Wir sind dann nicht mehr blind in der geistigen Welt. Selbst wenn der Fall eintreten sollte, daß alles falsch wäre, was wir so aufgenommen haben, und wir uns überhaupt nur angestrengt haben, so haben wir dadurch unser seelisches Auge ausgebildet und haben nun die Möglichkeit zu sehen, was in der geistigen Welt vorhanden ist." GA 157, S.124

      Aber egal was Du meinst: ich bin tatsächlich davon überzeugt, daß die intensive Beschäftigung mit der Anthroposophie ganz anders wirkt - (und was ich in der nächsten Inkarnation merken werde!) als die Beschäftigung mit Alexandertechnik, Osho, LSD-Schlucken, Buddhismus usw. - es gibt eben gewaltige und auch qualitative Unterschiede.
      Wolfgang

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    3. Aber eigentlich hatte ich den Text reingestellt aus einem andern Motiv: um darauf zu verweisen, daß die ganze Streiterei (z.B. auch um Judith von Halle) ziemlich unsinnig ist. Wir haben andere Aufgaben...- und sollten uns freilassen. Ansonsten solltest Du bedenken, daß das Zitat, das ich von R.Steiner reinstellte (und welches Du gleich als Beleg betrachtet hast für Deinen Beitrag) von Rudolf Steiner selbst in der Anfangszeit der Anthroposophie gemacht hat. Da war sie noch neu - und es gab wenige Anthroposophen. Heute würde er sich sicher anders ausdrücken. Aber Du hast damit recht, daß Anthroposophen (bzw. die AAG) alles Sektiererische ablegen müssen! W.S.

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    4. Lieber Herr Stadler,

      für mein Erleben wird in diesem Blog nicht primär gestritten - es werden Streitereien der anthroposophischen Avantgarde aufgearbeitet (M. Steiner vs. Wegman, JvH vs. Proko. etc.....)

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    5. Wo Wissen ist, wird das Wissen erzählt, und da ist eigentlich keine besondere Lust am Diskutieren vorhanden. Wo Lust am Diskutieren vorhanden ist, da ist in der Regel kein Wissen von der Wahrheit. Die Diskussion beginnt erst mit dem Nichtwissen, und es ist stets und überall ein Zeichen des Verfalls in bezug auf den Ernst einer Sache, wenn Diskussionen beginnen. Auflösung der betreffenden Strömung kündigt sich immer mit Diskussionen an.

      GA 107, Seite 235

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    6. Kennen wir schon!

      "Auflösung der betreffenden Strömung kündigt sich immer mit Diskussionen an."

      Auf welche Strömung beziehen Sie sich?

      Und wo denken Sie, liegt die Ursache für das 'Nichtwissen':
      Etwa daran, dass nicht alle fleißig genug 'Anthroposophie' gelesen haben?

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  54. Fortsetzung [... ...] Darum handelt es sich, daß das Wort Rasse eine Bezeichnung ist, die nur für gewisse Zeiten gilt. Um den sechsten Zeitraum herum hat der Begriff kaum mehr einen Sinn. Rasse hatten nur noch in sich die Elemente, die von der atlantischen Zeit geblieben sind.
    In der Zukunft wird dasjenige, was zum Tiefsten der menschlichen Seele spricht, sich auch immer mehr und mehr in dem Äußeren des Menschen ausdrücken, und es wird dasjenige, was der Mensch als ein auf der einen Seite ganz Individuelles erworben hat und doch wiederum unindividuell erlebt, dadurch ausdrücken, daß es hinauswirkt bis zum menschlichen Antlitz; so daß die Individualität des Menschen ihm auf seinem Antlitz geschrieben sein wird, nicht die Gruppenseelenhaftigkeit. Das wird die menschliche Mannigfaltigkeit ausmachen. Alles wird individuell erworben, trotzdem es durch die Überwindung der Individualität da ist. Und wir werden nicht Gruppen treffen unter denen, die erfaßt sind vom Ich, sondern im Äußeren wird sich das Individuelle ausdrücken. Das wird auch den Unterschied bilden zwischen den Menschen. Da werden solche sein, die sich ihre Ich-heit erworben haben; sie werden über die ganze Erde hin zwar mit den mannigfaltigsten Antlitzen da sein, aber an ihrer Mannigfaltigkeit wird man erkennen, daß bis in die Geste hinein zum Ausdruck sich bringt das individuelle Ich. Während bei denen, die die Individualität nicht ausgebildet haben, die Gruppenseelenhaftigkeit dadurch zum Ausdruck kommen wird, daß sie auch in ihrem Antlitz die Gruppenseelenhaftigkeit tragen werden; das heißt, sie werden in Kategorien zerfallen, die einander gleichen werden. Das wird die äußere Physiognomie unserer Erde sein: daß vorbereitet sein wird eine Möglichkeit, die Individualität als äußeres Zeichen an sich zu tragen und die Gruppenseelenhaftigkeit als äußeres Zeichen an sich zu tragen."
    GA 117, S.162 - 166
    „Sich durch ein gegenseitiges Versprechen zum Streben nach einem gemeinsamen geistigen Ziel verbinden und sich dabei im Handeln und Urteilen im Leben gegenseitig ganz frei lassen – eine auf solches gegründete Gemeinschaft ist etwas ganz Neues in der Entwicklung der Menschheit und etwas, das heute als ein Allernotwendigstes gebraucht wird.“
    GA 266/3

    "Eine wirkliche Friedensgesellschaft ist eine solche, die nach Geist-Erkenntnis strebt, und die wirkliche Friedensbewegung ist die geisteswissenschaftliche Strömung. Wir kämpfen nicht, wir bekämpfen auch nicht den Krieg oder etwas anderes, weil der Kampf überhaupt nicht zur höheren Entwickelung führt. Aus dem Kampf heraus hat sich jede Tierart als eine besondere Rasse entwickelt. Überlassen Sie allen Kampf um uns herum den Bissigen, die noch nicht reif genug sind, das aufzusuchen, was die gemeinschaftliche Seele im Menschengeschlecht im spirituellen Leben aufsucht."
    GA 54, Seite 39f

    „Und dieses heilig haltende Schweigen, das hängt mit etwas anderem zusammen, ohne das die Esoterik den Menschen nicht fördern kann. Es hängt zusammen mit dem, was wir zunächst für die Esoterik gar sehr brauchen. Es hängt zusammen mit der innersten menschlichen Bescheidenheit. Und ohne innerste menschliche Bescheidenheit ist zunächst nicht an Esoterik heranzukommen.
    Warum? Ja, wenn wir ermahnt werden, hinter die Worte zu hören, dann ist an das innerste Wesen unserer Seele appelliert; nicht an unser Gedächtnis, sondern an das innerste Wesen unserer Seele ist appelliert. Da kommt unsere Fähigkeit in Betracht, da kommt in Betracht, wie weit wir fähig sind, hinter die Worte zu hören. Und wir tun gut, für uns, für unsere eigene Seele, möglichst viel zu hören.
    Aber wir tun gut, nicht gleich dasjenige, was in unserer Seele aufdämmert, als maßgebend so weit zu betrachten, dass wir es nun selber in die Welt hineintragen können als etwas unbedingt Gültiges.“
    Rudolf Steiner, GA 270a, Seite 68


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  55. "Versuchen Sie sich durch Meditation so recht klar zu werden, welcher Unterschied besteht zwischen dem Entgegenhalten von Urteilen und dem Entgegenhalten von Fragen gegenüber den geistigen Gebieten des Lebens. Das muß man innerlich erfahren, daß ein radikaler Unterschied zwischen den beiden besteht. Mit diesem Unterschiede hängt etwas zusammen, das durch unsere ganze Zeit geht und das wir in unserer spirituellen Geistesströmung ganz besonders wohl beachten sollen. Denn diese spirituelle Geistesströmung wird nur gedeihen können, wenn wir den Unterschied zwischen Fragen und Urteilen verstehen lernen. Gewiß müssen wir urteilen in bezug auf die äußeren Verhältnisse des Lebens. Daher habe ich auch nicht gesagt, wir sollen überall unser Urteilen einschränken; sondern über das, was die tieferen Geheimnisse der Welt sind, sollen wir die erwartungsvolle Fragestimmung kennenlernen."
    Rudolf Steiner, GA 148, S.168

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  56. Zum Trost für uns alle - auch wenn wir miteinander streiten:

    "Die Wahrheit wird dasjenige sein, was die höchsten Impulse für die Menschheitsentwickelung abgeben wird, und näher soll mir die Wahrheit stehen als ich mir selber. Verhalte ich mich so zur Wahrheit, und irre ich hier in dieser Inkarnation, so wird die Wahrheit die Kraft haben, mich zu sich zu ziehen in der nächsten Inkarnation. Wenn ich ehrlich irre in dieser Inkarnation, wird sich dieser Irrtum ausgleichen in der nächsten. (Also) besser ist es, ehrlich zu irren, als unehrlich Dogmen anzuhängen. Und das Wort wird vor uns aufleuchten: Nicht durch unser Wollen, wohl aber durch die göttliche Kraft der Wahrheit selbst wird diese Wahrheit siegen." GA 127, Seite 181
    Wolfgang Stadler

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  57. alles Sektiererische ablegen müssen! W.S.

    whahawhahahhhhhhhhaaaaaaaaa

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  58. Kees: an Deiner Stelle wäre ich sehr vorsichtig, denn Du hast starke Neigungen dafür, zu denen zu gehören, die R.Steiner in GA 104 (über die Johanensapokalypse) beschriebt:
    "Sie werden die bösen, die dem Geistigen feindlichen Leidenschaften und Triebe und Instinkte auf dem häßlichen, unintelligenten, auf dem böseblickenden Antlitz tragen. Sie werden in ihren Gesten und der Handhabung von allem, was sie tun, ein äußeres Abbild bilden dessen, was an Häßlichem in ihrer Seele lebt."

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  59. @WS so weit komme ich nicht einmal da ich ewiglich im Kamaloka brennend bleiben muss, wie alle andere JvH kritiker auch, gemeinschaftliche Kritikergruppenseele... :)

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  60. Lieber Wolfgang Stadler,

    danke für den Hinweis auf GA 157

    Kannte den Band bisher nicht. Die Inhaltsübersicht verspricht ganz Neue Zusammenhänge zu erfassen. Besonders Dein Hinweis zu: "An der Stelle, wo die Ich-Wesenheit ist, die da bleibt, die da jetzt ist im Leibe und die da bleibt nach dem Tode, an Stelle jener Ich-Wesenheit ist bei den andern Menschen ein Hohlraum, ein Nichts" ließ neue Gedanken entstehen.

    i.d.R.:

    neben den üblichen Sympathien und Antipathien des Persönlichen im Austausch, ergeben sich ganz neue Gedanken. Es hat mich bewegt, wie Jostein Saether seinen begleitenden Beitrag hereinstellte. Als ich früher einmal bewußt sein Schicksal in die Nacht mit hereinnahm, durfte ich etwas von den Nordischen Mysterien erleben, ein Tor das aufgestoßen worden war. Es findet sich nun in GA 157 in der Inhaltsübersicht ein Hinweis "Das Verhältnis der Seele im Schlaf zu den anderen Volksseelen.“ Und „Blendende Überfülle des Geistes nach dem Tod, die herabgedämpft werden muß, um Bewußtsein zu ermöglichen.“
    Der letztere Hinweis erhellt eine Schilderung, welche ich erhielt, als mein Schwiegervater in den letzten Sterbestunden immer wieder rief, „macht das Licht aus“. Er war zu jener Zeit fast blind und die ihn begleitenden Verwandten waren nicht bewusst, was vor sich geht, es war das Geistige Licht, das ihn im Todesprozeß bereits erwartete, das ihn blendete. Insofern sind die Hinweise Rudolf Steiners auch so dankbar aufzunehmen, weil wir mit ihnen reale Lebensprozesse, in diesem Fall als Sterbeprozess besser verstehen können.

    Der Hinweis Steiners auf das „Nichts“ kann nicht als Beleg für die Aussage von Alan Watts gelten, dies ansonsten auch umfassend für Jesus Christus gelten müsste, sein Ausschluß, für den, der nicht mit ihm geht („Ich bin der Weg“) ist total, das ewige Feuer, die Hölle Jedem gewiß, der diesem „Diktat“ nicht folgt. Also, bestimmte Denkweise wird immer die (sogar berechtigte) Kritik finden, die religiöse „Box“ als Gefängnis einer Gruppe zu erkennen.
    Dieses Bewusstseins-Dilemma besteht aber nur, solange der Erkenntisvorgang im Gedanklichen stecken bleibt, wobei das Gedankliche jedoch der große Schlüssel zu neuen Ufern ist. Stellt sich Erleben ein, gibt es keine gedanklichen Probleme mehr, nur für die zurückbleibenden Zweifler, wobei der Zweifel ein großer Helfer ist (fällt mir beim Wort ein, da hat Steiner auch seinen guten Senf dazu gegeben, wie wichtig der Zweifel ist).

    Nun hat der Hinweis auf das „Nichts“ geholfen zu verstehen, die vielen „Inkarnationen“ im Bewusstsein von Jostein Saether sind die Bilder welche das „Nichts“ füllen. Hier lauert die Gefahr der Identifikation. Oder wie Steiner sagt, in der Nacht ist Jeder der Kaiser von China. Also, wir selbst sind Alles und Nichts in jedem Moment, wir leben mit einer Ich-Vorstellung, einem gespiegelten Ich, das nur aus Gruppenerleben sich hält, ansonsten zerfällt, das ist die erschreckende Illussion, die mit „Nichts“ aufgeschreckt wird. Steiner verweist auf die Zukunft, wo Menschen ihr „Ich“ aus der Gruppe erhalten und die, welche jetzt die Geisteswissenschaft aufnehmen, werden die Begründer einer neuen Kulturepoche sein. Natürlich sind dann die Zeitreisen von Judith von Halle, die Erlebnisse von Herrn Keimeyer, die Inkarnation von Wibke Reinstein als Rudolf Steiner, all dies ist für sich Realität, große Realität für den Betroffenen. Spiegeln wir in uns das Bewusstsein der Vielen tritt jedoch (höchstwahrscheinlich) Verwirrung ein, wir müssen also mit dem irdischen Tagesbewusstsein prüfen, klarstellen, um Manipulation auszuschließen.

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    1. Fortsetzung:

      Hier helfen die Hinweise Steiners.
      Die ägyptische Kultur hat mit ihren Götterstatuen die Aufrichtekräfte des Menschen herangebildet, so Steiner, indem auf den Plätzen überall dieselben Götterstatuen standen. Steiner verweist dann weiter darauf, wie durch das Einbalsamieren usw. der Materialismus, der kommen sollte, für die Zukunft vorbereitet wurde. – Nun kam aus den ganzen Bewegungen hier auf dem Blog der Gedanke, wie aus dem alten Ägypten herüberragt das Statuenaufstellen als Schattenwurf, sowie der Todeskult, der Leichnamskult, im Symbol des Kruzifixes. Also eine ägyptische Angelegenheit. Steiner spricht davon, wie mit dem Aufkommen des Kruzifixus das materialistische Christentum begann, die Kosmische Wesenheit des Christus bleibt dann unverstanden.
      Dies ist der eigentliche Hintergrund des Ringens um das Symbol. Das Festhalten am Materialismus, irgendwie ein Galvanisieren der Seelen, zusammen mit den Dogmen usw.. Insofern ist Steiners Hinweis interessant, sogar der Irrtum dient letztlich zum Guten, weil die Anstrengung der Seele, der Gedanken für sich bereits die Anlagen bilden, im Nachtodlichen sich bewusster zu erleben. Und da sei an eine frühere Darstellung erinnert, wie ein verstorbener Zeuge Jehova mit all seiner zur Verfügung stehenden Kraft bewusst mit mir Kontakt aufnahm, nach einigen Monaten, um mir mitzuteilen, es stimmt all das, was Du mir von Rudolf Steiner und der Anthroposophie erzählt hast.
      Die Freude seiner Seele im Nachtodlichen (wir kannten uns etwa 20 Jahre, wobei das Ehepaar immer uns bekehren wollte, wir geduldig die Geisteswissenschaft Steiners darstellten) war dann – für mich – durchaus erhebend, das miterleben zu dürfen.

      Es sieht mit der Geisteswissenschaft Steiners viel besser aus, als es den Anschein der biographischen Dinge erscheinen lässt.


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  61. Wenn man Rudolf Steiners Hinweis, ein Mensch, der tagsüber im Haß gegen ein bestimmtes Volk, eine bestimmte „Rasse“ lebt, verbringt die Nacht gerade mit diesem verhaßten „Volksgeist“ und wird sich später innerhalb dieser „Rasse“ inkarnieren - - - wenn man diesen Hinweis überträgt auch auf andere Menschengruppen, und wenn man auch noch dazuhält, was Steiner sagt über die künftigen Begründer und Leiter einer neuen Kulturepoche, kommt man zu überraschenden Ergebnissen.
    Und so bin ich heute erwacht mit der Vision eines künftigen Papstes Ernestus Selerius I., der auf seine Weise in die Geschicke der neuen Kulturepoche eingreift.
    Es bleibt offen, ob dann sämtliche Kruzifixe aus dem Vatikan verbannt werden, oder ob sie an Bayerns Schulen zurückkehren dürfen.

    :-)

    »Denn, um es endlich auf einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.«
    »Der ernsteste Stoff muss so behandelt werden, dass wir die Fähigkeit behalten, ihn unmittelbar mit dem leichtesten Spiel zu vertauschen.«
    Friedrich Schiller, Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen (1795)

    LG, i.

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    1. ...meinst Du die Geschichte mit den drei Päpsten :-)

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    2. Ja hallo Ingrid,
      endlich mal was herzhaftes zu lachen.

      Du, die Kruzifixe hängen doch alle meist in den Schulen Bayerns, bis auf alle Kruzifixe in Regensburgs Schulen, die hatte das Schulamt alle gegen einfache Kreuze umgetauscht, da gibt es sogar einen großen Zeitungsartikel, damit das kein "Gerücht" bleibt.
      Schön auch, wenn Du das mit Schiller aufgreifst, wegen Jelle van der Meulen, der damit aufwachte.

      Danke aber für den Satz von Schiller,
      Deine "spielerische" Vision trifft fast ins Schwarze,
      meine Vision erhält jedoch Franziskus und Benedikt XVI direkt, danach erst die anderen, natürlich auch die Barmherzigen Brüder, alles zu seiner Zeit.

      Nun gehe ich in den Wald, Holz sammeln, wie mir vor Jahrzehnten Herr K.Th. Willmann mir jungen anthroposophischen Hüpfer sagte, das abgestorbene Holz sammeln habe Kosmische Bedeutung - komisch, wird mir so richtig bewußt, während ich Dir das schreibe, als guckt er mir gerade über die Schulter - etwas, was ich bis jetzt bei Steiner noch nicht las und doch eine geisteswissenschaftliche Erkenntnis ist.

      Übrigens, falls Du mitgelesen hast in den letzten Jahren, dann kennst Du den Hinweis, wie im Geistigen Zentrum der Diözese Regensburg ein ganz neues Kreuz mit Corpus entstand, ein Christus, der bereits in der Auferstehung begriffen ist, die Hände befreit erhebt, nur noch Kreuzesteile. Das entstand nach 1995. Die Katholische Kirche greift also geistige Impulse auf, verinnerlicht sie, aus welchem Grund lasse ich offen.

      Auf Titel verzichte ich aber gerne.

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  62. Lieber Wolfgang Stadler,

    all Deine Steinerzitate würden intensiver wirken können, wenn Du selbst mehr sprächest und sie bestenfalls teilweise als Beleg heranziehen würdest. Nur so, als Zitate, wirken sie eher mundtot machend weil, was soll man dazu noch sagen -- ?

    Ich meine das jetzt ganz in Deinem Sinne, Deinen Impulsen, würde aber gern noch mehr runterkommen von der "Bewunderung" ob Deiner Datenbankpräsenz, was die Zitate anbelangt, die Du wie Trümpfe bei einem Kartenspiel auf den Tisch legst. Deine - in diesem Bild - "Spielernatur" interessiert mich viel mehr und würde gern mehr davon erleben. Es wäre eine Bereicherung.

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    1. Lieber Manfred,
      ich denke, die Zitate stelle ich hier nicht rein, weil ich eine Spielernatur bin - sondern weil meine Erfahrung sagt, daß die Leute eher Rudolf Steiner als mich ernst nehmen - und ihm Vertrauen schenken. Aber gut: Du kannst sagen, daß ich insofern "spiele", als ich versuche, Steiner-Zitate zu finden, die möglichst das ausdrücken, was ich sagen will. Oder es sind eben Zitate, die mich selbst beeindruckt haben, vielleicht auch beeinflußt - und von denen ich denke, daß auch andere sie ernst nehmen sollten. Letztenendes verkürzt das auch Diskussionen und bringt Dinge auf den Punkt. Denn wenn ich etwas sage - auch wenn es etwas ist, was man in einem Steiner-Zitat nachlesen kann - dann kommt eine Gegenstimme, oder ein anderer Aspekt...- es wird in irgendeiner Form kompliziert. Von daher ist es ja gar nicht schlecht, wenn andere mundtot werden... :-) - (wobei niemand bei Steiner mundtot werden muß - man kann auch da was kritisches dazu sagen...)
      Also eigentlich ist es wohl tatsächlich auch meine Bequemlichkeit, wenn ich Steiner zitiere. Denn Diskussionen sind immer so zeitraubend..- ich bin ja nicht so oft und viel hier im Blog - und gedenke das auch nicht zu ändern in nächster Zeit.
      Ich weiß nicht so recht, was Du an "Spielernatur" an mir sehen willst - Du meinst vermutlich, daß Du die Mentalität, die mich zum Jonglieren mit Zitaten bringt, in Form von Diskussionsbeiträgen sehen magst...? Nun ja: für mich ist ja Rudolf Steiner selbst eine authentische Quelle, der ich vertraue und die Zitates sind es wert, daß man darüber nachdenkt...- Du mußt mich auch nicht bewundern für meine "Datenbankpräsenz" - darum gehts überhaupt nicht. Aber daß wir aus dem von Steiner gesagten lernen: darum geht es durchaus! (und wenn man dann mundtot wird - dann ist das "mundtot-werden" nichts schlimmes - sondern etwas heilsames) Wolfgang

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    2. Lieber Wolfgang,

      ich danke Dir für Deine Antwort und stimme Dir in dem von Dir Gesagtem auch zu, zumindest kann ich Deine Ansichten teilen und verstehen.

      Das mit dem Spieler hast Du richtig gedeutet, ich würde gern die Menschen erleben, wie sie ihre geistigen Inhalte bewegen, weil meiner Meinung nach genau dadurch das, was die Anthroposophie uns hier bringen möchte, in eine lebendige "Substanz" verwandelt wird, die dann zwischen uns lebt, dort, wo sie auch hingehört.

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  63. Seit ich das letzte Mal hier schrieb, habe ich mitgelesen, jedoch nicht jeder von Steiner zitierten Satz.
    Wie würde es im sozialen Leben unter uns sein, wenn wir einige Jahre darauf verzichten würden, statt seiner Vortragsmitschnitten sondern nur seine geschriebenen Bücher und Aufsätze zu lesen? Stellen wir uns vor, dass Anthroposophen die Zeit, die sie für das Lesen von Vorträgen anwenden, nur für meditatives Üben nutzen würden. Welche Erneuerungstendenzen innerhalb der anthroposophischen Bewegung würden wir erleben? Welche Stärkung des individuellen Ich und der individuellen Selbständigkeit im Denken geistiger Tatsachen würden wir erhalten?
    Denn es ist genau diese Seelenfähigkeit des Erringen um eigenständige spirituelle Substanz im Ich, das normalerweise zu „karmischer Rückerinnerung“ (übrigens ein Lieblingsbegriff Rudolf Steiners) führt. Wer will denn karmische Rückerinnerung? Wer möchte denn heute oder künftig seine früheren Leben mit alle ihren Leid und Lust erinnern? Wer will in vergangenen Inkarnationen sich „zurückwandeln“ (ein anderer Steiner-Begriff), um wahrhaftige Karmaerkenntnis zu erlangen, die der moralischen Intuition im ethischen Handeln begleiten könnte?
    Immer mehr Menschen bekommen heute Reinkarnationserinnerungen – wahre, falsche und gemischte – und künftig werden es tatsächlich sehr viele sein, die sich an frühere Erdenleben erinnern werden. Ohne die Individualisierung im und das Ausprägen des jetzigen Ich werden sie dann aber sich nicht an ihre persönlichen früheren Leben erinnern können, sondern nur an Motiven, die im Gruppen-Ich, im Parteien-Ich und im Cliquen-Ich lebten. Deshalb sollen wir selbstverständlich auch heute, diesen Aspekt mit im Auge behalten, wenn wir karmische Erinnerungen von uns selbst oder von anderen ausloten. (Fortsetzung folgt!)

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    1. Lieber Ernst, ich möchte nicht dass andre meine Berichte glauben sollen oder als wahrhaftig betrachten, wenn sie ihnen nicht geistig untersucht und mit ihren eigenen Erfahrungen aus denselben historischen Milieus und Epochen verglichen haben, die ihnen dann zu möglichen Bestätigungen führen. Statt dem könnte der Glaube dort eingesetzt werden, wo man selbst daran annehmen könnte, dass es möglich wäre, wahre karmische Erkenntnisse zu erzielen.
      Die Anthroposophie, die auf Steiners Arbeit fußt, und heute so handgehabt wird, als würde sie uns weiterhelfen, sehe ich mittlerweile als historisch. Heute könnte eine „andere“ Anthroposophie kommen, weil die geistige Welt heute anders ist, als zu Steiners Zeiten. (Ich weiß, dies ist eine Behauptung, die stundenlanger Zeit gebrauchen würde, um Hintergründe und Motive aufzuzeigen.) Für mich hat seine Anthroposophie nur Berechtigung, sofern sie meine eigene Geistesforschung bestätigt, wo ich erkenne, dass sich nichts verändert hat. Naja, dann sollten wir also aufhören, über „die Anthroposophie“ uns zu unterhalten und Diskurse zu machen? Ja, das meine ich tatsächlich. Über die eigene Erkenntnisarbeit und das spirituelle Bemühen sich auszutauschen, ist was anderes und bringt immer Gutes.
      Die Weltvorgänge sind im Moment so dramatisch und so ernst, dass künftig nur wirklich gegenwärtige geistige Forschungen, die neue Anregungen und Innovationen hervorbringen können, etwas bewirken würden für eine menschlichere Gesellschaft und Kulturentwicklung. Dies klingt vielleicht anmaßend, überheblich oder herablassend auf vieles, was auch in diesem Blog geschrieben wird, aber da, wo Michael Eggert über seine individuellen Bemühungen notiert und die Gespräche sich dazu entwickeln, finde ich für mich sehr inspirierend, aber Manches von den Tendenzen zum Intellektualismus in den Diskussionen über lebende Drittpersonen oder verstorbene Pioniere ist mir nur krankmachend, deshalb lasse ich meistens diese Treads sein oder bin nach dem stundenlangen Lesen nur ermüdet und inspirationslos.
      Ich beobachte, dass tatsächlich meine Aufsätze auf meinem Blog über den Streit zwischen Prokofieff und von Halle zu den meist gelesenen geworden sind. Dies macht mich nicht gerade glücklich, aber bestätigt eher, dass diese Art des Diskurses fast sozial unfruchtbar ist. Danach habe ich in meiner Umgebung überhaupt nicht erlebt, dass irgendwelche fruchtbare und begeisternde Gespräche im realen sozialen Leben entstanden sind, die jemand näher an die geistige Welt geführt hat, oder, dass jemand mehr zu sich und seinem wahren Ich gekommen ist. Nein, die Egos setzen fort, einander zu feiern und zu begießen. Was ist zu tun? Mehr und mehr schwiegen lernen, und anstatt das Wort lauschen, das Christus immerwährend auf dem vorbereiteten Acker der Seelen sät. Und darüber vielleicht nur mit den Mitteln eines Dichters und Künstlers etwas vermitteln. In drei hundert Jahren nach zwei dazwischenliegenden Inkarnationen wird es dann hoffentlich wieder gehen, Geistesforscher zu werden. Heute ist es unmöglich!

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    2. Lieber Jostein, Das trifft auch meine Haltung, und ist sehr schön formuliert. Nicht nur die Anthroposophie muss anders gefasst werden, die Menschen sind in vieler Hinsicht andere, anders inkarniert, andere Geschlechterrollen zB, anders krank, anders gesund, anders in der Welt durch Vernetzung, und Viele in sich sehr weise, ohne das formulieren oder greifen zu können. Anders verzweifelt auch, denn wir haben das Grauen seit 1933 erlebt und erleben es fortwährend. Der Geist ist sicher nah, so nah wie das Furchtbare auch. Im übrigen "entgleitet" im Verlauf einer kollektiven De- Inkarnation im Individuum der Wille, das Fühlen und Denken. Es wird schwierig, überhaupt noch Kategorien für zB psychische Erkrankungen zu finden, da diese vollkommen ausufern. Die Krise gehört mit zu jeder Biografie.

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    3. Lieber Jostein Sæther,
      ja, auch meine Fragen sind damit genau getroffen!
      Man kann es sicherlich auch dadurch begründen, dass die 'UR-Anthroposophie' !VOR! den Weltkriegskatastrophen gegeben wurde (sicher mit Blick auf diese Katastrophe).
      Ein ganz nahtloses Anknüpfen an die Vorkriegs-Anthroposophie scheint mir utopisch.
      Auch vor dem Hintergrund, dass unsere Welt mittlerweile viel kosmopolitischer geworden ist, habe ich die Frage nach Anknüpfungspunkten zwischen der Anthroposophie und der Geisteswissenschaft (dem Okkultismus) anderer Kulturkreise.

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    4. Es scheint so, als ob Michael gar nicht gemerkt hat, daß Jostein Saether auch kein Freund ist seiner ganzen Beiträge über Judith von Halle...- weil sie sozial völlig unfruchtbar sind. WS

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    5. Ach so: er hats gemerkt und sagt es nicht. Na gut... :-)

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    6. Vielleicht interessiert es ja noch jemanden, was es alles an Motiven gibt, weshalb es wichtig ist, Anthroposophie zu lesen, besonders die ganzen Bücher bzw. Vorträge von Rudolf Steiner - auch wenn Jostein Saether anderer Ansicht ist! Hier ein paar Motive, für die wir nicht zu bequem sein sollten...(W.S.)
      Rudolf Steiner meinte...

      Und jedenfalls kann niemandem Hoffnung gegeben werden, daß er durch irgendwelche Übungen rasche Eroberungen in den höheren Welten machen werde, der es nicht zugleich über sich bringt: unablässig sich in die Mitteilungen zu vertiefen, die, rein erzählend, von den Vorgängen und Wesen der höheren Welten von berufener Seite gemacht werden.

      Es hat eine Anzahl von geistigen Mächten, die im Außerirdischen sind, den übermenschlichen Entschluß gefaßt, eine Welle geistigen Lebens auf die Erde hereinfließen zu lassen. Wir müssen unsere Zeitgeschichte auch so betrachten können, daß die Menschen, wenn sie nur empfangen wollen die geistige Welt, sie heute empfangen können. So daß die Aufgabe, Geistiges zu pflegen, heute eine überirdische Aufgabe ist, eine Aufgabe, die durchaus dem geistigen Leben selber angehört.

      ...sondern daß wir es als Pflicht empfinden müssen, die Erkenntnis der Offenbarungen des Weltengeistes durch den Menschen immer vollkommener und vollkommener zu gestalten. In diesem Sinne sind die Worte zu verstehen: Unwissend zu bleiben, wo Erkenntnis möglich ist, bedeutet eine Versündigung gegen die göttliche Bestimmung des Menschen. Denn der Weltengeist hat in uns die Kraft gelegt, wissend zu werden; und wenn wir nicht erkennend werden wollen, so lehnen wir es ab - was wir eigentlich nicht dürften -, eine Offenbarung des Weltengeistes zu sein, und stellen immer mehr und mehr nicht eine Offenbarung des Weltengeistes dar, sondern eine Karikatur, ein Zerrbild von ihm. Es ist unsere Pflicht, nach Erkenntnis zu streben, um immer mehr und mehr ein Bild des Weltengeistes zu werden.

      Es handelt sich ja nicht darum, daß der anthroposophische Inhalt nur äußerlich angehört oder gelesen werde, sondern daß er in das lebendige Seelenwesen aufgenommen werde. Im Fortdenken und Fortfühlen des Aufgenommenen liegt ein Wesentliches.

      Wenn ein Mensch still in seinem Kämmerlein sitzt und mit dem wirklichen inneren Ernst, mit ganzer Hingabe seines Herzens zum Beispiel das Johannes-Evangelium oder etwas Anthroposophisches liest und es ganz durchlebt, so tut er damit mehr für das Heil der Welt und der Menschen als manche, die sich mit [...] Gschaftelhuberei (leere, aber betriebsame Geschäftigkeit) vor sich und anderen wichtig machen.

      Deshalb sollen wir uns immer wieder und wieder erforschen, ob die Gründe, aus denen wir uns entwickeln wollen, wirklich selbstlose sind, sollen nicht ermüden zu lernen; denn je mehr wir lernen, um so selbstverständlicher werden wir bescheiden werden.

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    7. Fortsetzung:

      Ausschließen das Wissen von den geistigen Welten auf der Erde heißt, sich geistig-seelisch blenden für sein Leben nach dem Tode.

      Es hat daher im ganzen Weltendasein einen tiefen Sinn, wenn wir unsere Gedanken mit den Gedanken der Toten vereinen, namentlich auch in der Weise, wie hier öfter davon gesprochen worden ist, daß wir namentlich auch solche Gedanken an die Toten heranbringen, die in der Sprache, in der Begriffssprache abgefaßt sind, die ja den Lebenden und den Toten gemeinschaftlich ist: in der Sprache, die wir hier in der Geisteswissenschaft (Anthropsophie) sprechen. Denn dasjenige, was Inhalt der Geisteswissenschaft ist, verstehen die Toten so gut wie die Lebendigen. Das wird ihnen auch niemals fremd, den Toten.

      Eine Zeit muß wiederum kommen, wo wir es den Toten nicht dadurch unmöglich machen, ihre Arbeit auch hier für die Vergeistigung der physischen Welt zu tun, daß wir uns ihnen entfremden. Der Tote kann auf geistige Weise wirken. Dazu braucht er aber die Werkzeuge, die ihm dazu zur Verfügung stehen; dazu braucht er das Geistige, das hier in der physischen Welt lebt. Wir sind nicht nur Menschen, sondern wir sind auch zu gleicher Zeit Werkzeuge, die Werkzeuge für die Geister, die durch die Pforte des Todes gegangen sind. Wir bedienen uns, solange wir im physischen Leibe verkörpert sind, der Feder oder des Hammers oder der Axt; sind wir nicht mehr im physischen Leibe verkörpert, dann sind unsere Werkzeuge die menschlichen Seelen selber. Ein inniges Zusammenleben der sogenannten Toten mit den sogenannten Lebendigen muß stattfinden. Das wird aber nur sein können, wenn die Menschen diejenigen Kräfte in der Seele entwickeln, die aktive, geistige sind, das heißt diejenigen Vorstellungen, Begriffe, Ideen entwickeln, die vom Geistigen handeln. Dadurch, daß der Mensch sich anstrengt, zum Geiste zu kommen im Gedanken, wird er auch allmählich zum Geiste in der Wirklichkeit kommen. Das heißt: Es wird eine Brücke geschlagen werden zwischen der physischen und der geistigen Welt. Das aber kann allein aus dem Zeitalter des Materialismus in jene Zeitalter hinüberführen, in denen die Menschen wiederum weder blind noch berauscht der Wirklichkeit gegenüberstehen werden, sondern sehend und gelassen.



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    8. Fortsetzung:
      . .. ... alles, was wir anstreben können, jede Zeile, die wir lesen aus unserer anthroposophischen Wissenschaft, ist ein Sich-in-Beziehung-Setzen zu dem Christus. Wir tun gewissermaßen gar nichts anderes. Und derjenige, der nebenbei noch ein besonderes Sich-in-Beziehung-Setzen sucht, der drückt nur naiv aus, daß er eigentlich vermeiden möchte den etwas unbequemen Weg, etwas zu studieren oder etwas zu lesen.

      Wir sehen den Geist in einer trügerischen Form und müssen aus dem Truge, der wir selber sind, aus dem Traum, als welchen wir uns selber träumen, zur Realität vordringen, müssen abstreifen alles das, was noch an Materielles oder an Gesetze von Materiellem erinnert. Das ist ein Weg, dessen Ende wir ahnen können, aber aus solchen Ahnungen entsprießt uns die Stärke, die uns sagt: Wir werden endlich den Kreis schließen können und in der Geistesoffenbarung die Lösungen der Weltenwunder, die Befriedigungen für die Seelenprüfungen finden können.
      So muß uns eine wirkliche Betrachtung der Geisteswissenschaft niemals mutlos machen. Und wenn uns auch gezeigt werden muß, wie schwer die Seelenprüfungen sind, wie sie immer wieder von neuem auftreten müssen, so müssen wir uns dennoch sagen: Kennenlernen müssen wir sie, ja, auch durchmachen müssen wir sie, denn daß wir sie abstrakt wissen, das hilft uns nichts. Aber wir müssen auch das Vertrauen haben, daß wir über die Seelenprüfungen zu den Geistesoffenbarungen vorschreiten werden.

      Das Wichtige ist der Grad von Liebe, von Sympathie für die geistige Welt, die wir uns aneignen. Das ist das Wichtige, das ist das Bedeutungsvolle. Und damit hängt es auch zusammen, daß bei uns versucht wird, die Ereignisse der geistigen Welt von so vielen Gesichtspunkten her darzustellen, immer wieder und wieder von anderen Gesichtspunkten her; denn dadurch werden wir immer mehr und mehr angeregt, tätig uns zu nähern den Erkenntnissen der geistigen Welt, und nicht zu der Sehnsucht zu kommen, dieses Wissen von der geistigen Welt ebenso aufzufassen, wie das Wissen von physischen Dingen.

      Dieser Erkenntnisleib wird immer dichter, immer stärker werden und endlich Geistselbst (Manas) sein. Dadurch, daß wir ihn ausbilden, ist auch allein eine planetarische Fortentwicklung der Erde möglich.

      Das Wichtigere ist, daß wir niemals ohne Liebe, niemals ohne das intensivste Interesse diese Angelegenheiten der geistigen Welt verfolgen.


      Versuchen wir nicht bloß ein verstandesmäßiges Begreifen des Mysteriums von Golgatha, versuchen wir ein Ergreifen dieses Mysteriums von Golgatha mit unserer ganzen Seele, dann brauchen wir dazu die Geisteswissenschaft. Dann aber auch werden wir uns als Zugehörige unserer spirituellen Strömung, als jene Seelen wissen dürfen, welche verstehen, was der Menschheit jetzt und in der nächsten Zukunft nötig ist.
      Und dringt der Mensch dadurch vor, daß er in seinem Bewußtsein das immer hegen kann wie eine Nahrung seiner Seele, was ihm so die anthroposophische Forschung gibt, dann findet er, was er als Gleichgewicht seines Seelenlebens braucht, was er als eine fortwährende lebendige Lösung der auch fortwährend lebendigen Seelenrätsel empfinden und erleben muß.

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    9. Fortsetzung:
      ...wenn man nicht fortwährend [... ...] dasjenige mit der menschlichen Seele, mit dem seelischen Prozeß verbindet, was in Anthroposophie dargeboten wird, so wird man sehen, daß es seine Bedeutung für das Seelische verliert...

      Was ist es denn, was wir mit dieser spirituellen Substanz in uns aufnehmen? Es ist der Christus selber.

      Das wird die Welt erkennen, daß das, was wir als Geisteswissenschaft verkündigen, das Wort Christi ist. Er hat gesagt: Ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Erde. - Die Mission der Geisteswissenschaft in unserer Zeit ist, zu eröffnen die Tore zu dem lebendigen Christus. Mit dem Verständnis der Lebenden vereinigen sich die Toten, die wissen, daß der Christus den Übergang gefunden hat vom Himmel zur Erdenwirksamkeit.

      Es ist sehr wichtig für den Menschen, daß er lernt, sich zu beschäftigen mit Dingen, die jenseits des Physischen liegen, mit Vorstellungen und Begriffen, die übersinnlich sind.

      Das haben überhaupt die übersinnlichen Erkenntnisse, daß sie in ihrer weiteren Entwickelung, wenn sie gewissermaßen alt werden, den Menschen in Zweifel versetzen, und man muß sich ihre Gewißheit wieder neu erringen.

      Wie finden wir nun diese verborgenen Kräfte, die damals zum Hellsehen führten, wieder? Wir finden sie dadurch, daß wir Geisteswissenschaft studieren und uns durch ernste Meditation und Konzentration ganz dem inneren Leben der Seele hingeben.
      ...Bevor nicht dieser Prozeß durchgemacht worden sein wird, der allein durch die Geisteswissenschaft möglich ist, wird der Mensch nicht zum geistigen Schauen kommen.

      Nicht für sich selbst, aus Neugier oder dergleichen, soll der Esoteriker studieren, sondern er muß sich das hingebungsvollste Studium zur Pflicht machen um seiner und der Menschen- und Weltenentwicklung willen. Und wenn wir so durch intensives Studium unsere eigene Wesenheit erkannt haben, wenn wir dadurch wissen, wie und wodurch sie entstanden ist, dann bekommen wir ein heiliges Gefühl davon. Dieses Gefühl drücken wir dann aus in dem Satze: Aus Gott sind wir geboren.

      ...daß ein Anziehungsband geschaffen wird zwischen dem Menschen, insofern er in einem physischen Leibe verkörpert ist, und dem, was als das eigentliche Urbild des physischen Leibes auferstanden ist aus dem Grabe von Golgatha.

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    10. Fortsetzung:
      Der physische und der Ätherleib müssen in der Nacht – befreit vom Astralleib – schöpferisch wieder hergestellt werden, ebenso der Astralleib selbst. Nur wenn wir Übersinnliches denken, wirken wir selbst als Menschen-Hierarchie schöpferisch.

      Geistige Erkenntnis wandelt sich durch das, was sie ist, in Liebe um.

      Allerdings es ist schwierig, daß die anthroposophische Bewegung die Schule des Mutes wird, weil sie von vielen heute nicht als das Erste ins Leben hineingestellt wird, sondern als das, was nebenherläuft.

      Es hieße seine Menschheit verleugnen und die Götter betrügen, wollte man nicht nach Weisheit streben. Jeder Tag und jede Stunde des Jahres ist gut angewendet, wo wir uns klar werden, daß es unsere Menschheitspflicht ist, nach Weisheit zu streben.

      Die Menschheitsentwickelung aber schreitet weiter, und für unsere heutige Zeit ist es wichtig, daß der Mensch einsehen lernt, daß er die geisteswissenschaftliche Erkenntnis aufnehmen muß und allmählich das, was vom Herzen zum Gehirn strömt, so befeuert, daß es der Anthroposophie Verständnis entgegenbringt. Die Folge wird sein, daß er das entgegennehmen kann, was vom zwanzigsten Jahrhundert an beginnt einzugreifen: das ist gegenüber dem physischen Christus von Palästina der ätherische Christus.

      Mit unserer Erkenntnis betreiben wir keine persönliche Angelegenheit, mit unserer Erkenntnis tun wir nicht etwas, was bloß unserem Egoismus dienen soll, wir tun nichts Geringeres, als daß wir das Gut, das edle Erbgut, das uns die Götter gegeben haben, ihnen wiederum in der veränderten Form, die es durch uns bekommen soll, zurückbringen in die höheren Welten, damit sie es mit uns wieder haben. Wenn wir aber den Seelenschatz verfallen lassen in uns, dann treiben wir im wahrsten Sinne Egoismus, denn alsdann bleibt dieser Seelenschatz unwiederbringlich für den Weltenprozeß verloren: der Götter Erbteil lassen wir verwesen, wenn wir nicht erkennen wollen in uns.

      . ..Und im fünften nachatlantischen Zeitraum hat man nur die Gelegenheit, durch weiteres, immer weiteres Ausbilden der bloßen intellektualistischen Gedanken die Wärmeatmosphäre der Erde zu verderben.

      Denn diese christliche Tradition des Abendlandes reicht durchaus nicht aus, um den Christus für eine nächste Zukunft zu begreifen.

      Nur dadurch, daß sich in der Menschenseele das Leben ausbreitet, das Wolfram von Eschenbach Saelde nennt und das kein anderes Leben ist als das, welches spirituelles Wissen über die Bewußtseinsseele ergießt, nur dadurch kann die menschliche Seelenentwickelung von dem fünften Zeitraum an in den sechsten wirklich fruchtbar hinüberschreiten.


      [...] Denn nach und nach müssen eben überwunden werden die unbewußten und toten Kräfte der Seele und des Organismus durch eine starke Durchdringung der Bewußtseinsseele mit spirituellem Wissen, das heißt mit verstandenem, begriffenem spirituellen Wissen, nicht mit einem auf Autorität gebauten Wissen.
      .

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    11. Während uns das exoterische Wissen nicht bereichert, nichts hinterläßt über den Tod hinaus, verhält es sich anders mit allem esoterischen Wissen. Es fließt in uns ein, in unsern Astralleib, bildet da gewisse neue Glieder; neue Fäden weben sich hinein in den Astralleib und bleiben mit unserer Wesenheit verbunden. – Wir wissen, daß der Astralleib den (physischen) Menschen in Eiform umgibt. Da in ihm ein Ich wirkt, so strahlt er aus: Dahinein weben sich neue Fäden, neue Erkenntnisse, so daß wir ihn nennen können «Erkenntnisleib». Dieser Erkenntnisleib wird immer dichter, immer stärker werden und endlich Geistselbst (Manas) sein. Dadurch, daß wir ihn ausbilden, ist auch allein eine planetarische Fortentwicklung der Erde möglich. Dieser Erkenntnisleib wird auf dem Jupiter schon so dicht sein wie unser Astralleib, auf der Venus wie unser Ätherleib; auf dem Vulkan endlich so physisch geworden sein wie unser Blut etwa. Wie die Erde von einer Lufthülle umgeben ist, die der Mensch einatmet, so befindet sich in dieser Luft auch eine spirituelle Substanz, die in den Menschen einfließen will. Auf uns kommt es an, ob wir diese spirituelle Substanz wieder herauslassen als Todesluft, oder ob wir sie in Verbindung bringen mit unserem theosophischen Wissen und die Frucht einverweben unserem Astralleib. Aber nicht für uns allein ist das von Wichtigkeit, sondern für den ganzen Kosmos. Atmen wir diese spirituelle Substanz ein, ohne sie in uns fruchtbar zu machen, so nehmen wir dem Kosmos etwas, geben ihm aber nichts dafür zurück und hindern so die Evolution. Von uns hängt es ab, ob auf den Erden- der Jupiterzustand folgen kann, indem wir nämlich diese spirituellen Kräfte im Umkreise der Erde vermehren. Wenn wir Hinblicken auf den Saturn, so wissen wir, daß unser physischer Leib da in seiner ersten Anlage entstand. Er ist entstanden aus den Gedanken der Götter, und diese Gedanken haben sich verdichtet zu dem, was wir heute sind. Es ist aber schon auf dem Saturn darauf gerechnet worden, daß der Mensch die Arbeit der Götter fortsetzen werde, und das tun wir, wenn wir die spirituelle Substanz unserer Umgebung in uns einfließen lassen, um aus ihr aufzubauen unseren Erkenntnisleib. Das ist der Zweck des Mysteriums auf Golgatha gewesen, dem Menschen diese Gelegenheit zu bieten. Was ist es denn, was wir mit dieser spirituellen Substanz in uns aufnehmen? Es ist der Christus selber. Vor dem Mysterium von Golgatha war es nicht so. Aber wir wissen, daß mit dem Mysterium von Golgatha sich die Aura unserer Erde verändert hat, weil der Christus der Geist der Erde geworden ist. Er hat sich substantiell in diese Erdenaura ausgegossen und ist seitdem in ihr enthalten. Und wieder ist jetzt der Zeitpunkt da, wo diese ausgegossene Christus-Substanz sich verdichtet hat, so daß sie von den Menschen aufgenommen werden kann. In Christo morimur heißt daher nichts anderes, als sich in diese spirituelle Substanz versenken und den Christus ganz mit ihr aufzunehmen, so daß man sagen kann: «Nicht ich, sondern der Christus in mir.» GA 266/2, Seite 174ff

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    12. Lieber Wolfgang,

      »Vielleicht interessiert es ja noch jemanden, was es alles an Motiven gibt, weshalb es wichtig ist, Anthroposophie zu lesen«
      :-) :-) :-) Soso, wir sollen also auch noch bei Steiner nachlesen, um zu erfahren, warum wir Steiner lesen sollen ... :-) :-) :-)

      Tut mir leid. Wie ich schon früher mal in einem ähnlichen Fall gesagt habe: für mich ist eine solche geballte Ladung Steiner hier im Blog nichts weiter als SPAM.
      Ich folge gern ab und zu einem link zu einem Vortrag, der aus irgendeinem Grund empfohlen wird (und lese ihn dann im Zusammenhang) --- aber hier lese ich sowas nicht.

      Was ist erquicklicher als die GA? – Das Gespräch.


      Nix für ungut,
      LG, i.

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    13. Wo Wissen ist, wird das Wissen erzählt, und da ist eigentlich keine besondere Lust am Diskutieren vorhanden. Wo Lust am Diskutieren vorhanden ist, da ist in der Regel kein Wissen von der Wahrheit. Die Diskussion beginnt erst mit dem Nichtwissen, und es ist stets und überall ein Zeichen des Verfalls in bezug auf den Ernst einer Sache, wenn Diskussionen beginnen. Auflösung der betreffenden Strömung kündigt sich immer mit Diskussionen an.

      GA 107, Seite 235

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    14. Hab ich hier schon mal gelesen - vermutlich vom selben Autor!

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    15. Liebe Ingrid,
      ich hab drüber geschrieben, daß das für Interessierte ist - also nicht für Dich! Vielleicht gibt es ja Interessierte hier - bzw. Leute, die denken, daß man dadurch sehr schöne Anregungen bekommen kann. Die Ansicht der Nicht-Interssierten interessiert mich wirklich nicht im geringsten. Wer lieber diskutieren will, der darf das. Ohne mich.
      Tschüs allerseits

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    16. Ich kenne Fora, da kann man nur 1 Eintrag machen und nicht direct ein Zweiter. Nur wenn es eine Reaktion auf diese eine Eintrag gegeben hat kann man erst ein zweiter Beitrag hineinstellen usw, das ist ein Antispam Schutz.

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    17. Liebe Ingrid,

      "Soso, wir sollen also auch noch bei Steiner nachlesen, um zu erfahren, warum wir Steiner lesen sollen"
      Klingt bescheuert. Aber Rudolf Steiner kann durchaus erklären, was die Beschäftigung mit diversen Bereichen der Anthroposophie für Folgen hat. Wovon du und ich keine Ahnung haben! Und wenn man von diesen Dingen weiß, dann findet man evtl. neue Motive dafür, weshalb man sich mit Anthroposophie beschäftigt. Darüber solltest Du Dich wirklich nicht lustig machen - sondern die Dinge ernst nehmen. Wenn Du das nicht kannst - dann liegt das vielleicht ja an Deiner Haltung, daß Du nicht lesen willst von R.Steiner, weshalb die Beschäftigung bzw. das Lesen von Anthroposophie so wichtig ist. Du wirst es halt leider dann auch nie erfahren...

      @Anonymous: wenn du das Zitat schon mal hier gelesen hast, dann war es mit absoluter Sicherheit vom selben Autor: nämlich R.Steiner. (wäre seltsam, wenn ein anderer dasselbe gesagt hätte)

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    18. Lieber Wolfgang,

      ich bin sicher, Rudolf Steiner kann auch erklären, was es für Folgen hat, wenn man lieber seine Vorträge liest, als sich eigene Gedanken zu machen.
      Wenn ich mal Zeit habe, suche ich es heraus... ;-)

      Und zum „Lustigmachen“ verweise ich, wie schon hier, auf Schiller... der übrigens so einiges gesagt hat, das man später auch bei Steiner lesen konnte...

      :-)

      LG, i.

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    19. Ich lese seine Vorträge - und ich machemir meine eigenen Gedanken.
      Und ich mache mir sogar Gedanken über die Vorträge, die ich gelesen habe. So sollte man das auch, finde ich. Sich nur eigene Gedanken machen - z.B. über die geistige Welt - und nichts aus der Anthroposophie lesen kommt mir so armselig vor, wie nur Vorträge zu lesen, um nicht selbst denken zu müssen.

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    20. Lieber Wolfgang,

      »Ich lese seine Vorträge - und ich mache mir meine eigenen Gedanken.«
      :-) Das freut mich.

      Und da ich Steiners Schriften und manchmal auch seine Vorträge woanders lese als hier im Blog (schon allein deshalb, weil das Lesen richtiger Bücher die Augen weniger anstrengt und ich es auch sonst sehr viel komfortabler finde), würde ich mich freuen, hier etwas von Deinen eigenen Gedanken (und denen anderer Menschen) zu erfahren.

      Ich bin mir ziemlich sicher, Rudolf Steiner wäre wenig erfreut darüber, daß (noch dazu oft aus dem Zusammenhang gerissene) Stellen aus seinen Vorträgen hier immer wieder dazu dienen, andere „mundtot“ zu machen und Gespräche zu ersticken – nur weil es Dir selbst, wie Du ja sagst, zu zeitraubend ist, Gespräche zu führen.

      Aber natürlich wirst Du es auch weiterhin so machen, wie Du willst (:-) nicht: sollst... oder doch???); und ich werde das auch weiterhin kommentieren, wann und wie immer ich will --- aber für diesmal: genug davon.

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    21. Ja - genug davon. Gegen Gespräche hab ich übrigens nichts. Aber die digitalen Diskussionen sind für mich etwas völlig anderes...- aber darüber nun zu reden/schreiben ist mir nun auch zuviel...- Jetzt geh ich gleich zu einem Treffen mit Bekannten hier in Freiburg, und da lesen wir einen Vortrag von R.St. - und unterhalten uns...- hauptsächlich für ein besseres Textveständnis. Das ist mir mehr wert als die Diskutiererei vor einem Bildschirm.
      Herzliche Grüsse
      Wolfgang

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    22. Lieber Wolfgang,

      ... wir Menschen, wir wandeln hier auf diesem Planeten, "unserer" Erde, geschaffen irgendwie auch gleich einem oder gar dem Vorposten zur geistigen Welt, ins Materielle versetzt. Vielleicht auch das Klassenzimmer der Verstorbenen oder Ungeborenen, kommen sie hierher, zu lernen wessen man in der geistigen Welt bedarf. Schaue ich mir diesen Planeten an und die ihn umgebende Sphäre, dann ist es auch wie ein grosses Gespräch zwischen den Lebenden und den Toten.

      Im Gespräch, durch das Gespräch, durch den Aus-Tausch geschieht, vollzieht sich das, worum es geht. Im Austausch und im Gespräch liegt die Keimkraft des Werdens. Wie nur durch die physische Befruchtung das physische Fortbestehen gewährleistet werden kann, so auch das Geistige durch die geistige Befruchtung im Aus-Tausch, im Gespräch.

      Sicher ist es wichtig darauf zu achten und es auch zu pflegen und mit Bewusstsein zu verfolgen, was man sich als Nahrung nimmt und wie man sie sich zubereitet, (geisteswissenschaftliche Texte), aber das Eigentliche der Nahrungsaufnahme, der eigentliche Sinn einer Nahrung ist der, das Resultat der geistigen!! "Verdauung" in den zwischenmenschlichen Kreislauf einzubringen, dadurch lebt dann alles, alles!!

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  64. Seid bescheiden!
    Wie es ist, wissen wir nicht.
    Wie es scheint, auch nicht.
    Wir wissen nur, dass nichts so scheint, wie es ist.

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