Reinigung

"Das muß der erste Schritt der Einweihung sein: den Menschen während des Tageslebens etwas tun zu lassen, in seiner Seele sich etwas abspielen zu lassen, was fortwirkt, wenn der astralische Leib in der Nacht herausgezogen wird aus dem physischen Leib und Ätherleib.

Also denken Sie sich, bildlich gesprochen, es würde, während der Mensch bei vollem Bewußtsein ist, ihm etwas gegeben, was er zu tun hätte, was er abspielen lassen sollte und was so gewählt wäre, so gegliedert, dass es nicht aufhörte zu wirken, wenn der Tag vorüber ist. Denken Sie sich diese Wirkung als einen Ton, der fortklingt, wenn der Astralleib heraus ist; dieses Fortklingen wären dann die Kräfte, die nun an dem astralischen Leib so wirkten, so plastisch arbeiteten, wie einstmals die äußeren Kräfte am physischen Körper gearbeitet haben.

Alles das, was man genannt hat Meditation, Konzentration und die sonstigen Übungen, die der Mensch vorgenommen hat während seines Tageslebens, sie sind nichts anderes als Verrichtungen der Seele, die nicht in ihren Wirkungen ersterben, wenn der Astralleib herausgeht, sondern die nachklingen und in der Nacht zu bildenden Kräften werden im astralischen Leib. Das nennt man die Reinigung des Astralleibes, die Reinigung von dem, was dem Astralleib nicht angemessen ist.

Das war der erste Schritt, der auch die Katharsis (bei den Griechen) genannt wurde, die Reinigung. Sie war noch keine Arbeit in übersinnlichen Welten. Sie bestand in Übungen der Seele, die der Mensch tagsüber machte, wie eine Trainierung der Seele. Sie bestand in der Aneignung gewisser Lebensformen, gewisser Lebensgesinnungen, einer gewissen Art, das Leben zu behandeln, so daß es nachklingen konnte, und das arbeitete am astralischen Leib, bis er sich umgewandelt hatte, bis sich Organe in ihm entwickelt hatten."

________________
Rudolf Steiner, GA 104, Seite 46f

Kommentare

  1. Dadurch verändert sich das Traumleben ganz gewaltig.
    Die Träume werden geordneter. In ihnen erlebe ich dann Antworten auf die Fragen, welche mir unter Umständen am Tag nicht sofort gegeben werden konnten.

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  2. ... aber die größte Hürde ist in meinen Augen der Verstand, weil wir zumeist ihm gehorchen statt er uns.

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  3. Ja, aber man "überwindet" den Verstand in den westlichen Traditionen nicht, man macht ihn flüssig, transparent, leuchtend.

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  4. So ist es. Wenn wir meditieren, wirkt der erzeugte Impuls weiter, auch wenn wir nicht meditieren, er wirkt weiter im Schlaf und in den Träumen. Allerdings gilt dies für die anderen Dinge, die wir tagsüber tun, genauso.

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  5. Ich denke, wenn man meditativ an einen "energetischen Grundton" anstösst, dann klingt der einfach weiter. Es ist nicht nur ein Ton, es ist eine Art ordnender Kraft. Nicht in alle Ecken, vielleicht, aber immerhin.

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  6. Hürde natürlich nicht im Sinne von "beseitigen" oder negieren oder umgehen sondern Hürde als Erkenntnis dahingehend, daß Ich ihn führe, lenke, richte. Natürlich stimme ich Dir hier zu.

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  7. "Ja, aber man "überwindet" den Verstand in den westlichen Traditionen nicht, man macht ihn flüssig, transparent, leuchtend."

    ; )

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  8. Bewusstsein ist mehr als Verstand.
    Wie soll der Verstand flüssig, transparent, leuchtend werden?
    Wer ist dann ICH, das stets alles beobachten und wahrnehmen kann?
    Es ist und war immer da: Bewusstsein.
    Der Körper schränkt dieses Bewusstsein ein.

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  9. Lieber Don!
    Ich habe ein Problem, dass meinen Kopf besetzt und alle Handlungen werden durch dieses Problem bestimmt. Mir wird aber von dieser Organisation eingeflösst, dass dies mein individuelles Problem ist obwohl es ein kollektives Problem der Organisation ist. Der Kopf der Organisation schaut dass alles individuelle Probleme bleiben, so dass es nicht ins kollektive Bewusstsein hineinragt. Inzwischen bin ich so sauer, dass eine astralische Wolke meine Sicht auf den Alltag völlig trübt. Gibt es da von Herrn Steiner irgendwelche Übungen, die Du mir empfehlen könntest oder sollte ich es doch lieber mit Substanzen aus der Pharmaindustrie probieren?
    Ein etwas ausgemergelter
    Herrmann Finkelsteen

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  10. "oder sollte ich es doch lieber mit Substanzen aus der Pharmaindustrie probieren?"

    da fragst du den Richtigen ...

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  11. "Ja, aber man "überwindet" den Verstand in den westlichen Traditionen nicht, man macht ihn flüssig, transparent, leuchtend."

    Den würde ich gern noch ein wenig präzisieren.

    Wenn man den Verstand in den Mittelpunkt setzt, sich gewissermassen selbst als Verstand erlebt, er mir die eigentliche Zentrale ist, dann macht man ihn flüssiger, transparenter, leuchtender, -- scheinbar.

    Aber Ich habe einen Verstand, als ein Werkzeug, das ich mit Inhalten fülle, Ich beauftrage meinen Verstand. Ich habe mich vom Verstand emanzipiert. Der Verstand lebt durch die Inhalte und ist so gut wie sein Auftraggeber. Was also so gesehen und erlebt flüssiger, transparenter und leuchtender wird ist mein führendes Ich. Und je klarer ich meinen Verstand befülle, desto präziser wird sein Resultat sein.

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  12. Herrmann, meinst Du das in dem Sinne, daß wenn Du etwas bemerkst oder kritisierst gar und auf etwas verweist, man Dich dann in Dich zurückschickt, mit der Bemerkung: "...schau doch erst einmal bei Dir nach..." (?)

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  13. "wenn man meditativ an einen "energetischen Grundton" anstösst, dann klingt der einfach weiter."

    Halt auch, wenn man Anklang findet. Das verbindende Glied des Zuhörens und sich aufeinander Einlassens. Oder, wie kommt man da ran an den "energetischen Grundton", wie Du es hier nennst? Wird da nicht auch der klassische Verstand umschifft?

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  14. Ja genau Manroe, das Recht negativ zu sein in einer Welt, die alles schön redet.
    Herrmann Finkelsteen

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  15. Liebe Egoisten und Freunde des Egoisten!
    Wenn Ihr mir helfen wollt, kommt doch zu uns auf die Uribistan Daily. Ihr seid alle herzlich eingeladen zur ersten öffentlichen Penislesung im Netz.
    Bitte nur seriöse Interessenten melden. und besuchen!
    Herzlichst Herrmann Finkelsteen

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  16. Hallo Michael und ZuL,

    Den Menschen während des Tageslebens etwas tun zu lassen, in seiner Seele sich etwas abspielen zu lassen was fortwirkt, wenn der Tag vorüber ist. Denken Sie sich diese Wirkung als einen Ton, der fortklingt.

    So ein Ton, dessen „Ding-Dong“, das dongte mich gerade wiederum hinein in die Kommentare zu dem Text v. Michael: „Die Macht und der Zweifel“

    Dort schrieb ich an ZuL.:

    Aber sicher behagt mir Michaels Artikel. In dem Sinne, dass der Text in mir Anklang findet. Dadurch findet, dass er, indem ich ihn lese, von sich aus in mir Bereitschaft weckt.
    So eine Bereitschaft, die einen, dem Text zugehörigen, Klangraum eröffnet, in dem er auf einen, ebenso wiederum ihm zugehörigen, Resonanzboden trifft.

    Der Zusammenklang des Bisherigen sagt mir:

    Das „Ding-Dong“ von „Notre Dame“, unser aller Mutter, unserer „Allmutter“, das fortwirkt, wenn der astralische Leib in der Nacht herausgezogen wird aus dem physischen Leib und Ätherleib, das läutet in den Tag die Nacht hinein. Ist doch bei Tag jeweils der andere Mensch unsere Nacht.

    Aus dem Sonntag als ein Dong in die Nacht, Burghard

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  17. Mein vorheriger Kommentar, das war ein kurzer Vortrag. Hier folgt dafür nun ein kurzer Nachtrag:

    "Und dieser komplizierte Prozess des Hin-und Herpendelns zwischen dem Einschlafen in dem Anderen und das Aufwachen in uns selbst, der findet in uns statt, wenn wir dem Anderen gegenüberstehen. Das ist ein Vorgang in unserem Wollen."

    R. Steiner: "Die geistigen Hintergründe der sozialen Frage" 3. Vortrag, 1919, Dornach,

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  18. Das Recht "negativ" zu sein. Kenne ich sehr gut, allerdings denke ich, daß es nichts damit zu tun hat, daß Du negativ bist, sondern schlicht in der Lage bist Deine Grenzen überschreiten zu können und zu unterscheiden vermagst zwischen individuell und kollektiv. Ich würde Dir ein verständiges Lächeln schenken :)

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  19. Sehr schön, dies ist ein Anklang an einen für meine Wahrnehmung zentralen Vortrag, nämlich den über den Lichtseelenprozess in GA 194. Ausserdem is es einmal ein Zusammenklang mit meinem aktuellen Blogpost über die Parzivalfrage (GA 148).

    Es sind dies sehr direkte Beschreibungen einer Seelenverfassung, die empfänglich ist für das Leben selbst...

    Weiter so...

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  20. Ich glaube, wir sind wie dieser König aus Goethes "Märchen" (Habe es lange nicht mehr gelesen), der aus verschiedenen Metallen zusammen gesetzt ist. Selbst wenn wir unsere goldene Mitte treffen, selbst wenn eine Saite zu klingen beginnt, sollten wir uns zugestehen, dass es auch andere Seiten in uns gibt. Unsere verschiedenen Seiten haben durchaus ihre Rechte, selbst wenn es widersprüchlich aussieht, unfertig. Manchmal kommen gerade dann, wenn es in einer Seelenlandschaft zum inneren und äußeren Einklang kommt, zum Aufwallen der anderen Bedürfnisse. Das ist auch nichts moralisch Verwerfliches, keine "Schattenarbeit" o.ä. Es ist einfach ein Ausdruck der Vielstimmigkeit, mit der man seinen Frieden machen muss.

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  21. @Plus, habe mal kurz geschaut bei dir bezügl. der Parzivalgeschichte. Hatte nämlich auch gerade etwas sehr Schönes und Interessantes über Parzival gelesen und zwar bei Rüdiger Sünner. Seine Parzival-Annäherung, wie er es sympathischerweise nennt, ist sehr offen, weitreichend und frei und wird bei ihm auch nicht als "Anthroposophischer Weg" o.ä. bezeichnet, was ich für ziemlich anmaßend halte auf deiner Seite.

    Schön auch, dass er den 'multikulturellen' Aspekt des Feirefiz, er nennt ihn Mischling, beleuchtet. Diese wunderbare Begegnung und moderne Freundschaftsszene mit Parzival, seinem Halbbruder - sowie die Darstellung einer unkomplizierten und normal-menschlichen Vermischung von schwarzfarbigen und weissfarbigen Menschen - sowie der Akt der Nächstenliebe, der hier nun 'ausgerechnet' von Feirefiz dem Mischling ausgeht und nicht von Parzival aus dem Christenland, das alles ist wunderbar dargestellt. Es ist auf jeden Fall eine tiefgründige, zukunftsweisende und moderne Geschichte des frühen Mittelalters, die leider auch und immerwieder, von gewissen Leuten missbraucht und umgedeutet worden ist (ansatzweise auch von Wagner mit seinem Germanen-Gehabe und von Hitler sowieso)...
    Hier bitte dann kein: "Weiter so" (klingt ohnehin etwas überheblich dieses "Weiter so").

    Ich glaube außerdem nicht, dass die Parzivalgeschichte ihre Wurzeln im Katharer-Landia hat, wie du schreibst, höchstens minimal. Das, was ich über die Katharer weiss, auch in Südfrankreich vor Ort teils erleben und erforschen durfte, spricht nicht dafür. Die waren, grob gesagt: Mönche. Vor allem die Perfekten und Ordensanwärter (weniger die sogen. Gläubigen oder die Minnesänger, die sich im Vorhof herumtummelten und herumtummeln durften) - sehr stark polarisiert und ausgerichtet durch Askese und strenge Ordensregeln (ähnlich wie die Essener).. Die Reinheit und Keuschheit die späterhin dem Parzival ans Herz gelegt wurde, wird meines Erachtens u.a. und vor allem durch Lebens-Erfahrungen und durch Mitgefühl errungen und endet nicht in einer schwarzen Katharerkutte und auch nicht in einer dunklen Grotte...Also, dann doch eher bei H. Hesses Siddhartha schauen, wenn überhaupt ;-)

    Hier mal R. Sünners Annäherung:
    http://www.ruedigersuenner.de/gral10.html

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  22. Zum Thema Parzival: Da habe ich von Erich Gabert mit Gewinn "Autorität und Freiheit - das mütterliche und das väterliche Element" gelesen, aber das kann auch an meiner Biographie liegen ....

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  23. Oheim, was quält Dich? Oder was ist Fragen?

    "In der materialistischen Strömung führt aber die Menschen alles ab vom Fragen. Wir wollen diese zwei Dinge nur nebeneinander hinstellen, um zu zeigen, wie die eine und wie die andere Strömung ist. In der einen haben wir diejenigen Menschen, die im Materialismus drinnen- stehen. Das können durchaus solche sein, die an diesen oder jenen spirituellen Dogmen festnalten, die mit Worten, mit Theorien die spirituelle Welt anerkennen. Aber darauf kommt es nicht an, sondern darauf, daß wir mit dem Ganzen unserer Seele in die spirituelle Strömung hineinkommen. Von den Menschen, die in der materialistischen Strömung drinnenstehen, kann man sagen: sie sind keine «Frager». Sie sind wirklich keine Frager, denn sie wissen schon alles. Das ist das Charakteristikon der materialistischen Kultur, daß diese Menschen alles wissen, daß sie nicht fragen wollen."

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  24. Ja, Fragen, aber auch Hinterfragen liegt auch mir am Herzen...Das hat auch der Rüdiger Sünner u.a. getan, das schätze ich sehr an seiner Annäherung an Parzival. Man lese auch gern mal, bei Interesse, seine wenigen aber äußerst interessanten Sätze zu Wagner, wie dieser z.B. zu "Deutsch-heldentum und Judenfragen" stand und woraus er u.a. geschöpft hatte..

    R. Sünner: http://www.ruedigersuenner.de/gral1.html

    Da frage ICH mich mal ganz vorsichtig: LEBTEN damals Menschen, gerade auch in der vermeintlichen Kultur- und Geistelite, die über Jahrzehnte hin menschenverachtende und hochegozentrische Gedankenschöpfungen schufen und nährten - was dann schließlich zu einem Vulkanausbruch führen MUSSTE ?? (Kulmination im Nazitum)... Ich kann mir vorstellen - diese übersättigte, graue Wolke mußte sich irgendwann entladen bzw. ergießen über die Menschheit...nur es fiel eben kein fruchtbarer Regen aus dieser "Wolke", sondern Feuer und Blut..

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  25. @Parzival/Nachtrag
    Unter der Rubrik -Nachspiel- http://www.ruedigersuenner.de/gral12.html
    - findet man folgende Gedanken Rüdiger Sünners:

    "Obwohl Wagner Wolfram auch als Inspirationsquelle benutzte, äusserte er sich eher negativ über ihn: Der Autor sei eine "durchaus unreife Erscheinung", die es sich "zu leicht" gemacht und nichts vom eigentlichen Inhalt der Gralssage verstanden habe. Er hänge lediglich "Begebnis an Begebnis" und schwatze die "schlechten französischen Ritterromane seiner Zeit" nach, schrieb Wagner am 29.5.1859 an Mathilde Wesendonck. Wagner war in Wolframs Gralsversion vermutlich alles zu luftig, zu wenig "heilig" und bedeutungsschwer, vielleicht spielten auch Aversionen gegen die Vielfalt der Kulturen mit hinein. Seine pompösere und eindimensionalere Fassung wollte den Stoff wohl auch "germanisieren", was ein von Cosima überlieferter Ausspruch andeutet: "Gobineau sagt, die Germanen waren die letzte Karte, welche die Natur auszuspielen hatte. 'Parsifal' ist meine letzte Karte." Wagner verehrte den französischen Rassentheoretiker Graf Gobineau, der die Dominanz der vermeintlich überlegenen "weissen Rasse" durch zunehmende Völkervermischung bedroht sah. Insofern kann mit "letzter Karte" gemeint sein, dass Wagner seinen "Parsifal" auch als Bollwerk gegen die "Verunreinigung" des "germanischen Blutes" verstand und im "Gral" - neben anderen Bedeutungen - einen Hort des rassisch "Reinen" sah."

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  26. Zu guterletzt - hier noch der Rassen-Irrsinn aus dem 19. Jahrhundert, des Wagner -und Cosimafreundes Graf Gobineau (kommt mir alles irgendwie bekannt vor):

    http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_de_Gobineau

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  27. Lieber Steffen,
    danke für Deine Kommentare. Ich stimme VOLL mit Dir überein!

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  28. Lieber Burghard,
    an dem Text dieser Seite ist zu erkennen, wie wichtig das Entstehen von Klangräumen ist, die auf Resonanzboden treffen und weiterschwingen. Und folgender Satz, den Du geschrieben hast, öffnet in mir neugierigen Raum: „Das „Ding-Dong“ von „Notre Dame“, unser aller Mutter, unserer „Allmutter“, das fortwirkt, wenn der astralische Leib in der Nacht herausgezogen wird aus dem physischen Leib und Ätherleib, das läutet in den Tag die Nacht hinein. Ist doch bei Tag jeweils der andere Mensch unsere Nacht.“
    Und dann, der ganz spannende Satz von Steiner:
    "Und dieser komplizierte Prozess des Hin-und Herpendelns zwischen dem Einschlafen in dem Anderen und das Aufwachen in uns selbst, der findet in uns statt, wenn wir dem Anderen gegenüberstehen. Das ist ein Vorgang in unserem Wollen."
    Steiner zu lesen ist für mich immer wieder wie Krimis zu lesen.
    Inzwischen sind wir nun schon bei Parzifal und Wagner, Cosima und anderen rassistischen Eliten angelangt. Die standen auch dem Anderen gegenüber, hatten Klangräume, Resonanzböden…und Willen.... und ein Ding-Dong, das weiter schwang bis in den Nazi-Wahn hinein.

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  29. Michael,

    "Selbst wenn wir unsere goldene Mitte treffen, selbst wenn eine Saite zu klingen beginnt,..."

    ... dann schwingt sie sich ein, im Sinne der Wahrheit - und durchschwingt alle Schichten, alle, auf daß sie ihre Schwingung bekommen - und das "Gespräch" beginnt zwischen jener Saite und jenen Seiten, der Urton raunt uns zu und wir lernen zu verstehen, um uns zu entfalten, getragen von der goldenen Mitte.

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  30. @zuhörerundleser

    Höre ich in dem an Burghard gerichteten Posting Ironie raus?

    Es könnte sich um ein Beispiel für "Godwins law" handeln, ohne den plumpen Hitler-Vergleich. Die etwas subtilere Keule, nett verpackt. Allein indem Burghard über Parzifal mit Wagner und Cosima in einen Aufwasch gebracht wird. Das steht dann so vage im Raum.

    Das soll jetzt keine Unterstellung sein, nur eine Frage. Ich finde es grundsätzlich gut, wenn man gegen den Nationalsozialismus, Faschismus, Totalitarismus etc. Stellung bezieht.

    Mich interessiert jetzt weniger, was Burghard dazu denkt, sondern, wie der Kommentar von dir gemeint ist.

    Besten Gruß,
    Ecki

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  31. Hallo ZuL!

    Wir? Wer soll das sein? ZuL. : „Inzwischen sind wir nun schon bei Parzifal und Wagner, Cosima und anderen rassistischen Eliten angelangt.“ Ich jedenfalls nicht! Ich finde mich nicht wieder im Räderwerk obiger Assoziationen: Parzival-Feirefiz-Mischling-Wagner-Hitler-"Deutsch-heldentum und Judenfragen"-und anderen rassistischen Eliten.

    Sowas kotzt mich an! Hier umso mehr, da ich mich hier durch den Kommentarbereich zu einem Steinertext bewege und andauernd irgendwelcher Hundekacke ausweichen muss!

    Ist schon obergeil, dass man, in Anbetracht des obigen Steinertextes, überschrieben mit dem Titel „Reinigung“, es nicht schafft, die Gehwege sauber zu halten!

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  32. Hallo Eckstein!

    Deinen Kommentar laß ich, nachdem ich meinen eben zu Wasser gelassen habe. Danke für Deine Achtsamkeit. Gruss B.

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  33. @Burghard
    Hundekacke schon wieder? .. Parzival wurde meines Wissens (sicher auch) ins Spiel gebracht, weil er eben sehr gut dazupasst, eben als ein Reiner (aber auch Tor)...Eine Torheit, im schnöderen Sinne wäre es für mich, hierzu nicht auch andere Gedanken, Wahrnehmungen und Beleuchtungen zulassen zu wollen, vor allem wenn man den Eindruck bekommt, dass der Parzival, der MENSCH, wohl tatsächlich mit Hundekot beworfen wurde.
    Außerdem, ich will es mir auch nicht zu 'bequem' machen in einem sicheren Steinersessel, sondern schaue auf meine Art auf das, was mich persönlich bewegt und versuche zu verstehen. Schlimm fände ich es, wenn einem diese Offenheit zum Vorwurf gemacht wird oder indirekt 'Redeverbot' mit Fäkalsprache und Kraftausdrücken erteilt wird, dann mal gute Nacht und nur "weiter so" ...

    So, ich geh nun mal Bildhauen, hab schönen Sandstein bekommen, der ist relativ weich und gut zu bearbeitenr, das scheint mir auch sinnvoller, als sich an Granitsteinen die Zähne auszubeißen.

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  34. @ZuL
    Erinnerst du dich noch an Fenrir im Erwachsenen-landia? Ich mach mich jetzt vom Acker, einfach zu viel des Kotes.

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  35. @Steffen

    Schade, dass du dich gleich vom Acker gemacht hast, nach dem Posten. Aber natürlich, wenn der Sandstein ruft...

    Für später: Mein Problem ist nicht, dass man Burghards Heftigkeit als unangenehm empfinden mag. Es ist nur etwas merkwürdig, wenn dabei ausgeblendet wird, dass dieses Aufbrausen zusammenhängen könnte mit gezielten Provokationen in seine Richtung (im konkreten Fall durch ZuL). Da scheint mir Aggressivität mit im Spiel zu sein, die nicht offen eingestanden wird, eher so hintenrum rüber kommt, sich suggestiv in Szene setzt. Finde ich schlimmer als das direkt cholerische Temperament in Aktion. Wobei das ein Eindruck ist, der natürlich jederzeit relativiert werden kann.

    Eckstein

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  36. Burghards Hundekacke ist das, was meist thematisch quer herein geschoben wird, wobei der eigentliche Threat den Bach herunter geht. Das Verschwinden der Fragestellung und des Ausgangspunkt ist gewissermaßen die Spülung. Es ist übrigens überall das gleiche. Man findet diese Art von Mist natürlich auch im gepflegten Zweiggespräch, in der Diskussionsrunde, überall. Aber in Kommentarsträngen ist es lesbar, praktisch festgetackert. Deshalb springt das so ins Auge. Burghards Ansprüche und Erwartungen brechen sich gewissermaßen an der Wirklichkeit.

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  37. An hintenherum-anonymus,

    Du hast eine Interpretation gemacht, die nichts mit dem zu tun hat, was ich gesagt habe. Was immer Deine Absicht ist, laesst sich nur vermuten, ich ziehe es vor, mich damit nicht weiter zu beschaeftigen. Was Rassismusfragen anbelangt. bin ich klar und direkt.Ich lasse diese Deine Meinung bei Dir. Moege Dir Deine selbst-gewuerzte Suppe bekommen!

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  38. Burghard,
    ich habe Dich nicht ironisiert. Dich bringe ich ueberhaupt nicht in Beziehung mit Rassismus. Mit Dir moechte ich mich ueber Themen wie Klangraeume und Resonanzboeden unterhalten. Plus hat das Thema Parzifal eingebracht, Steffen hat es klarer ausgefuehrt und dann hat hintenherum-anonymus die Suppe weitergekocht und ihre Nudeln beigemischt.
    Ich denke gar nicht daran, diese auszuloeffeln.

    Deinen o.a. Satz und der Beitrag v.Steiner interessieren mich.
    Danach habe ich erwaehnt, dass die Kommentare nach Deinem letzten post sich weiterentwickelt hatten - und das ist wichtig!
    Erstens, weil sich mit dem Parzifal/Wagner auch das Rassismusthema auftut, auch wenn mans nicht mehr hòren will und zweitens, weil es sich da auch um Klangraeume handelt. Andere zwar, als die von Dir erwaehnten. Es gibt auch negative Klangraeume, die sich fortsetzen, wie z.B. hinten-herum-anonymus. Willst Du fuer so etwas Resonanzboden sein?
    Ich halte es fuer total wichtig, auch das zu erwaehnen. Laesst Du Dir diese Dinge von anonymus vermischen?

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  39. @Eckstein
    Gut, dann zurück zum Acker und Be-Ackern.
    Lieber Eckstein, dann sollte ZuL wohl lieber selbst etwas dazu sagen ... Ich habe da auch etwas Besorgnis herausgehört, ein wenig Ironie vielleicht, aber Aggression ist schon ein anderer Schnack ... Natürlich ging es Burghard, neben dem verpatzten Steiner, auch um meine Fragen und Gedanken ... Aber nur zu Burghard, leb dich aus, Schattenspiel ist auch eine Kunst..

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  40. @Michael: "Burghards Ansprüche und Erwartungen brechen sich gewissermaßen an der Wirklichkeit."

    Der Wirklichkeit? In dem Verein bin ich ein Mitglied!!!

    Mithin ist der durch mich erhobene Anspruch von der Art, das man sich in Wirklichkeit angesprochen empfinden könnte.

    So manch Wirkliches könnte sich dabei, so es denn wollte,in Anbetracht meiner Kommentare hier, sich "seiner" Bruchstückhaftigkeit, im Ansatz, bewußt werden.

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  41. Ich nehme an, mit anonym meinst du mich.
    Warum so gereizt, zul?
    Ich hab nur gefragt, weil mir das nicht klar war. Danke für die Antwort, weiß ich bescheid.

    Mal sehen, vielleicht lege ich mir auch noch ein google-Konto an.

    Eckstein

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  42. Hallo Steffen,
    ich hab das nicht ironisch gemeint. Es scheint aber so angekommen zu sein. Kannst Du mir sagen, wo der Kommentar ironisch ist?

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  43. Anonymus
    warum so gereizt? Wir hatten in letzter Zeit genug von Giftschleudern hier

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  44. @Steffen

    Etwas rausgehört hab ich eben auch. Ich wusste nur nicht was. Muss man nicht gleich in die Luft gehen.
    Gruß, Eckstein

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  45. Lieber Michael,

    "Burghards Hundekacke ist das, was meist thematisch quer herein geschoben wird, wobei der eigentliche Threat den Bach herunter geht. Das Verschwinden der Fragestellung und des Ausgangspunkt ist gewissermaßen die Spülung"

    Ist das wirklich so? Und ich habe ihn ernst genommen. Passt ja gut zum Thema Reinigung.

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  46. Burghard moniert das Abschweifen. Er produziert es nicht.

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  47. Liebe ZuL - ich finde ein wenig Ironie bzw. hintergründige Aussagen nicht schlimm, da sie auch Fragen eröffnen. Sorry, hab aber jetzt keine große Lust mehr näher darauf einzugehen, zu müde. Dann also schnell zurück zum Thema und entschuldigt die Abschweifung.

    Angenehme Nachtruhe :-)

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  48. Es kann beim Novizen vorkommen, dass er in einem Meditationsversuch abschweift wie ein Kommentar-Thread zu einem Blogartikel. In diesem Sinne können wir hier viel lernen.

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  49. Lieber Burghard, "Der Wirklichkeit? In dem Verein bin ich ein Mitglied!!! " Du bist nicht mehr verstrickt in die Illusionen, vor allem in solche, die Du selbst produzierst? Dann hast Du die Buddha- Würde ja schon erreicht.

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  50. Ich finde wir sind ueberhaupt nicht abgeschweift.
    Wir sind mitten-drin in verschiedensten Klangraeumen und Resonanzboeden.
    Burghard wieder im Zentrum.
    Wir unterhalten uns nicht theoretisch ueber ein gewisses Thema, sondern wir sind gegenwaertig in ihm, bewegen und gestalten es ganz real.

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  51. Buddha-Würde???

    Diese Würde würde Liebe und Verständnis versprühen und keine Düngemittel.

    "So manch Wirkliches könnte sich dabei, so es denn wollte,in Anbetracht meiner Kommentare hier, sich "seiner" Bruchstückhaftigkeit, im Ansatz, bewußt werden."

    Die Art dieses Vortrags hier erinnert mich eher an einen genervten Despoten.

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  52. Im Hinblick auf den eingangs zitierten Steinertext, wie den Buddha-Text von Michael, will ich meinem Ausgang hier ein gutes Ende bereiten, indem ich dort hinausgehe, wo ich auch hereinspaziert bin.

    Steiner: …„den Menschen während des Tageslebens etwas tun zu lassen, in seiner Seele sich etwas abspielen zu lassen, was fortwirkt, wenn der astralische Leib in der Nacht herausgezogen wird aus dem physischen Leib und Ätherleib.“

    Sich etwas abspielen zu lassen, was fortwirkt. Wo? In der Wirklichkeit seiner Seele. Wie?
    Bei vollem Bewusstsein. Was? Dasjenige, das nicht aufhörte zu wirken, wenn der Tag vorüber ist. Wo hinein? In den astralischen Leib. Wie? Als bildende Kräfte. Wofür? Für
    die Reinigung von dem, was dem Astralleib nicht angemessen ist.

    Das Ganze ist eine Übung. Worin? Darin, was man genannt hat Meditation. Wie meditiert man? Zum Beispiel so:

    Staumeditation

    Ein Auto hat einen Lenker. Der sitzt am Lenkrad. Lenkend entscheidet er, wohin die Fahrt geht. Für das Weitere schalte ich jetzt in einen anderen Gang. Kupplung treten, Leerlauf, das Getriebe ist vom Motor getrennt, raus aus dem Gang, anderen Gang einlegen, Kupplung loslassen, Motor und Getriebe verbinden, so in anderer Gangart nun anders in Betätigung. Der „Übergang“ von einer Gangart in eine andere, das ist der Leerlauf.

    Ich kann fahren, wohin ich will. Aber nicht ohne den dazugehörigen Motor. Die Maschine braucht Kraftstoff, sonst ist es kein Motor in Bewegung. Er erteilt mir keine Vorgaben, wohin die Fahrt zu gehen hat. Als das ist er gutwillig. Das dazugehörige Kraftstoff ebenso. Beides entspringt der Rohstoffquelle, die den Namen Leben trägt.

    Diejenigen Automobile, die der größte Automobilhersteller der Welt, „Firma Leben“ seinen
    Lenkern zur Verfügung stellt, deren Motoren laufen ohne Stillstand. Dabei ist der Motor mit dem Getriebe in Verbundenheit als ein Zusammenhang. Das Getriebe selbst hier beschreiben, wofür? Ist es doch dasjenige, das jeder kennt. Also genau das Getriebe, in dem sich so manche oft nur noch als ein Rädchen erleben.

    Der Leerlauf hingegen, also der Raum zwischen Getriebe und Motor, das ist der Raum, in den das Getriebe nicht eingreifen kann. In diesem Raum kann ich verweilen, das „Auto“ ausrollen lassen, bis es zum Stillstand kommt. Bei laufendem Motor, frei von allem Übrigen. Ein Freiraum im Weltraum. Nicht mehr zusätzlich durch das Getriebe bewegt, findet sich das Automobil in der Bewegungskraft, die das Getriebe in Bewegung setzt.

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  53. Fortsetzung:

    @Michael: Lieber Burghard, "Der Wirklichkeit? In dem Verein bin ich ein Mitglied!!! " Du bist nicht mehr verstrickt in die Illusionen, vor allem in solche, die Du selbst produzierst? Dann hast Du die Buddha- Würde ja schon erreicht.

    Lieber Michael, Deine letzten Sätze selbst, das sind Illusionen! Nüchtern betrachtet, also ohne dass ich mich von Vorstellungen berauschen lasse, was denn eine „Buddha-Würde“ sei, sehe ich das: Will man sich, in Anbetracht der Wortwahl „ Buddha-Würde“, nicht in Illusionen bewegen, indem man sie einem anderen Menschen meint zusprechen zu müssen, dann ist das allein dabei der Fall, indem aus einer „Buddha-Würde“ heraus, der folgende Satz, seine Formulierung gefunden hätte. @Michael: „Dann hast Du die Buddha-Würde ja schon erreicht.“

    Und komme mir hier jetzt bitte nicht mit „Spaß“! Denn, der hörte für mich bereits mit folgender Formulierung von Dir auf: „@Michael: “Ich setze dem aber gleich voraus, dass der, der dies von Dir Bezeichnete *erreicht* hätte, seine Erdenmission eigentlich abgeschlossen hätte. ( aus den Kommentaren zu „Heuchlerische Deutsche)

    Verschone mich bitte, für die Zukunft, mit solchen Formulierungen, bis Dir, in dem ihnen zugehörigen Erlebnisraum, nicht mehr Deine Illusionen davon, wie ich meine Erdenmission abzuschließen hätte, wie meine Würde zu sein hätte, Platzhalter sind.

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  54. @Burghard

    "Der Leerlauf hingegen, also der Raum zwischen Getriebe und Motor, das ist der Raum, in den das Getriebe nicht eingreifen kann. In diesem Raum kann ich verweilen, das „Auto“ ausrollen lassen, bis es zum Stillstand kommt. Bei laufendem Motor, frei von allem Übrigen. Ein Freiraum im Weltraum. Nicht mehr zusätzlich durch das Getriebe bewegt, findet sich das Automobil in der Bewegungskraft, die das Getriebe in Bewegung setzt."

    Sehr schön, da leuchtet doch die Fünf.
    Und ist es nicht so? - dass wir manchmal auch jemanden mitnehmen in diesem Auto, sagen wir mal, einen Tramper, scheinbar wie zufällig...?
    Und der Tramper lauscht dem Getriebe und Motorengeräusch nach, aber dann auch dem Klangraum, der zwischen allem liegt, sobald du gleitest, hörbar gleitest. Der Fahrer sagt: "Hör nur, ich habe den Gang rausgenommen, hör nur..." - Und der Tramper antwortet: "Hey, ist ja wie per Anhalter durch die Galaxis!?" - still denkt er dann noch während des Gleitens: "Merci, ich habe verstanden, hier in deinem Resonanzkörper, wo wir eine Zeitlang gemeinsam lauschen durften.."

    LG

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  55. Die Dreieinigkeit um den Freiraum herum, gelenkt vom "Fahrer", dem Initiator. Und vielen Dank für die Zurückweisung der vermeintlichen Würde.

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  56. @Burghard

    Wenn ich dich richtig verstehe, dann willst du von „Fremdzuschreibungen“ verschont, nicht eingeordnet werden. Du wünschst dir freilassende Wahrnehmung im sozialen Umgang als Vorraussetzung für einen würdevollen Umgang miteinander. Wenn ich das soweit ungefähr richtig verstanden habe, dann kann ich das im Grunde gutheißen.

    Ich konstatiere, dass diesem Motiv, so es denn deinem Motiv nahe kommen sollte, schlecht gedient ist, indem du dich polternd gegen alles mögliche verwahrst.

    So schlimm ist das nicht, sich in Frage zu stellen, oder in Frage gestellt zu werden.

    Meint Eckstein

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  57. Ich finde, dass wir nicht vom Thema abweichen. Wir sprechen ueber Klangraeume und Resonanzboeden und deren Weiterschwingen.
    Wir sprechen jetzt nicht mehr UEBER ein theoretisches Thema, sondern sind mitten drinnen im Thema, gestalten verschiedenste Klangraeume, die auf unterschiedliche Resonanzboeden treffen.
    Ich sehe, dass ich weiter oben einen ziemlich wuetenden Klangraum erzeugt habe, weil ich mir das Netz, das anonymus gesponnen hat, nicht ueberziehen lassen wollte.
    Burghard hat sich wieder ins Zentrum gerueckt mit seinem Hundekacke-Klangraum und er merkt nicht, dass er dieselbe produziert.
    Nun weiss ich inzwischen, dass das bei ihm System hat - dass er in seinem abgesteckten Klangraum nicht anderes duldet, und sollte doch ein Anderer oder ein anderer Gedanke aufkommen, wechselt er vom "Steiner-Klangraum" in den "Hundekacke-Klangraum.
    .....und das laeutet dann in die Nacht hinein.
    Da scheint es mir sinnvoller, die Tuer vorher zu schliessen. Das ist eigentlich schade, denn er stellt interessante Themen vor, bleibt an einer Sache dran und kann wunderbar dichten - alles Dinge, die ich sehr schaetze.
    Nun frage ich mich, was geschieht im Leerlauf, was geschieht im Uebergang von dem Einem zum Anderen? Ich vermute, da haelt sich der Doppelgaenger auf.

    ...ist sicherlich fuer niemanden einfach, diesem auf die Spur zu kommen.

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  58. Lieber Beobachter, "Dreieinigkeit" - wenn du meinst ... ich sage jedoch "jetzt kann ich verstehen und hören" - Und den Hundekot kann man riechen, manchmal sehen, manchmal tritt man auch hinein (soll dann sogar Glück bringen, Volkes Gedanken zur Dualität)- mir liegt er nicht gut in der Nase, ist auch kein Anblick für die Augen; naja, und reintreten tut man halt zuweilen ;-)

    LG

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  59. Hallo Eckstein,
    ich bin so wuetend geworden, weil ich dachte, Du wolltest Zwietracht stiften. Bei Deinem 1. Kommentar wolltest Du noch wissen, wie ich meinen Kommentar meine und bevor ich antworten konnte, hast Du fortgesetzt mit:
    "....mit gezielten Provokationen in seine Richtung (im konkreten Fall durch ZuL). Da scheint mir Aggressivität mit im Spiel zu sein, die nicht offen eingestanden wird, eher so hintenrum rüber kommt, sich suggestiv in Szene setzt. Finde ich schlimmer als das direkt cholerische Temperament in Aktion."
    Wie Du dann gleich gesehen hast, druecke ich meine Agression ziemlich direkt aus.
    Wir hatten vor kurzem hier im blog eine Giftschleuder der uebelsten Art (Lichte), da habe ich vielleicht ueberreagiert. Deine Interpretation hat mir ein brrrrr verursacht, dass ich gleich abschuetteln wollte. Im nachhinein finde ich die Dynamik, die Du durch Deinen Kommentar ausgeloest hast, sehr interessant.
    Ich glaube nicht mehr, dass Du Zwietracht stiften moechtest.
    Gruss

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  60. Mein lieber Eckstein,

    bei drei werd ich weg sein!


    1.Ich wiederhole: @Eckstein: "Wenn ich dich richtig verstehe, dann willst du von „Fremdzuschreibungen“ verschont, nicht eingeordnet werden. Wenn ich das soweit ungefähr richtig verstanden habe, dann kann ich das im Grunde gutheißen. Ich konstatiere, dass diesem Motiv, so es denn deinem Motiv nahe kommen sollte, schlecht gedient ist, indem du dich polternd gegen alles mögliche verwahrst.

    2.Ich wiederhole:@Eckstein: "Ich konstatiere, dass diesem Motiv, so es denn deinem Motiv nahe kommen sollte, schlecht gedient ist, indem du dich polternd gegen alles mögliche verwahrst.

    3. Ich wiederhole:@Eckstein: "Wenn ich dich richtig verstehe, dann willst du von „Fremdzuschreibungen“ verschont, nicht eingeordnet werden. Wenn ich das soweit ungefähr richtig verstanden habe, dann kann ich das im Grunde gutheißen.

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  61. Hallo Zul,

    ach, B. hat sich ins Zentrum gerückt! Schau selber:

    @ZuL: "Lieber Steffen, danke für Deine Kommentare. Ich stimme VOLL mit Dir überein!

    Schau selber:

    @ZuL: "Inzwischen sind wir nun schon bei Parzifal und Wagner, Cosima und anderen rassistischen Eliten angelangt. Die standen auch dem Anderen gegenüber, hatten Klangräume, Resonanzböden…und Willen.... und ein Ding-Dong, das weiter schwang bis in den Nazi-Wahn hinein.








    Zul. :"Inzwischen sind wir nun schon bei Parzifal und Wagner, Cosima und anderen rassistischen Eliten angelangt. Die standen auch dem Anderen gegenüber, hatten Klangräume, Resonanzböden…und Willen.... und ein Ding-Dong, das weiter schwang bis in den Nazi-Wahn hinein.

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  62. @ZuL
    "Wir unterhalten uns nicht theoretisch ueber ein gewisses Thema, sondern wir sind gegenwaertig in ihm, bewegen und gestalten es ganz real."

    Das ist doch eine schöne Beschreibung was ist und was werden kann, schöner Klang, schöne Resonanz :-)

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  63. Hallo Zul,

    der Grundton "Ding-Dong", er scheidet und umfasst zugleich die Geister. Indem er sie umfasst, schenkt er Raum für eine Neuordung derjenigen Geister, die einer Selbstbestimmung harren.

    Für mein Empfinden hat Michael das zutreffend beschrieben.

    @Michael: "Ich denke, wenn man meditativ an einen "energetischen Grundton" anstösst, dann klingt der einfach weiter. Es ist nicht nur ein Ton, es ist eine Art ordnender Kraft. Nicht in alle Ecken, vielleicht, aber immerhin."

    In seiner Art und Weise beschreibt Steiner das so: Indem das Denken reiner Wille wird, ist der Mensch in künstlerischer Verfassung.

    Einer künstlerischen Verfassung entspringt jedoch nicht das, was Du ihr unterschieben willst.

    ZuL: "..ein Ding-Dong, das weiter schwang bis in den Nazi-Wahn hinein.

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  64. Burghard,
    denn wichtigen Schluss-Satz von Eckstein hast Du vergessen.

    "So schlimm ist das nicht, sich in Frage zu stellen, oder in Frage gestellt zu werden."

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  65. Burghard,
    ZuL:"... ein Ding-Dong, das weiter schwang bis in den Nazi-Wahn hinein"
    Ich versteh es wirklich nicht. Was ist daran so schlimm?
    Wir machen Uebungen, Meditationen, was auch immer, um Klangraum zu schaffen, der dann weiterwirkt in der Nacht. Ich nehme an, wir alle gehen von einer bestimmten Ethik aus und wollen positiven Klangraum schaffen.
    Wagner, Musiker, von dem ich bis heute nicht weiss, ob ich ihn mag oder nicht, schafft mit seinem Werk auch Klangraum, der auf Resonanzboden trifft. In seinem Klangraum schwingt auch etwas Rrassistisches mit. Wenn man nicht achtsam ist und das ausfiltert, schwingt es weiter und was als Idealismus beginnt, ist nicht nur bei Hitler auf Resonanzboden gestossen.
    Wieso fuehlst Du Dich davon angesprochen?
    Ich habe noch nie erlebt, dass Du rassistischen Klangraum geschaffen haettest, ich habe Dich nie damit in Zusammenhang gebracht. Ich habe Dich erlebt, wie Du Hundekacke-Klangraum geschaffen hast.

    Ich wiederhole noch einmal: das rassistische Ding-Dong war nicht auf Dich bezogen. Das war ein Weiterklingen in mir - als Reaktion auf den Kommentar von Steffen. Das soll heissen: nicht nur wir hier im blog mit unseren Themen schaffen Klangraeume, sondern ueberall in der Welt geschieht jeden Augenblick derselbe Prozess. Verschiedenste Klangraeume entstehen ueberall um uns herum.
    Es geht doch nicht immer nur um Dich.

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  66. @zul

    Nein, giftschleudern will ich nicht, und auch an Zwietracht liegt mir nichts.
    Ich möchte gleichwohl nochmals darauf hinweisen, dass der Bogen, den du gespannt hast, von Burghard über Parzival zum Nazi-Wahn, suggeriert, dass da irgendein Zusammenhang bestehen könnte. Ohne ihn zu benennen. Das ist zumindest missverständlich. Darauf könnte man sich eventuell einigen. Nicht, dass Einigkeit herrschen müsste, unbeding-dongt...

    Eckstein

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  67. @klangräume und resonanzböden

    Bitte weniger Dröhnen!

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  68. Liebe ZuL,
    ich stelle mich in Frage. Z.B. so:

    Sich etwas abspielen zu lassen, was fortwirkt. Wo? In der Wirklichkeit seiner Seele. Wie?
    Bei vollem Bewusstsein. Was? Dasjenige, das nicht aufhörte zu wirken, wenn der Tag vorüber ist. Wo hinein? In den astralischen Leib. Wie? Als bildende Kräfte. Wofür? Für
    die Reinigung von dem, was dem Astralleib nicht angemessen ist.Das Ganze ist eine Übung. Worin? Darin, was man genannt hat Meditation. Wie meditiert man? Zum Beispiel so:

    Dann gebe ich noch ein Beispiel dafür, wie ich meditiere. Damit begebe ich mich zu 1oo% in die Frage. Dabei erfrage ich keine intellektuelle Antwort, sondern ich befrage die Tatsache des Meditierens selbst.

    Und, das ich in Frage gestellt werde, durch wen oder was auch immer, das begrüße ich aus ganzem Herzen! Kaum etwas geht mir mehr gegen den Strich, denn ausufernde Fraglosigkeit.

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  69. Liebe ZuL,
    "Verschiedenste Klangraeume entstehen ueberall um uns herum."

    Und bitte versuchen ,den Faden zu halten. Im Steinertext geht's nun mal nicht um verschiedenste Klangräume. Sondern um denjenigen "guten" Klang desjenigen Wollens, das den Astralleib reinigt.

    Nirgends habe ich die Behauptung aufgestellt, das "mein" Ding-Dong zu umkreisen wäre.

    Ganz im Gegenteil, ich schrieb: Das DING-DONG von "Notre Dame" unser aller Mutter, der Allmutter. Wer ist das? Das ist derjenige gute Wille, in dessen Klangraum wir uns als selbsttönende, eben selbst be-stimme-nde Wesen mehr und zunehmend mehr werden frei bewegen können.

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  70. "Nirgends habe ich die Behauptung aufgestellt, das "mein" Ding-Dong zu umkreisen wäre."

    "Burghard hat sich wieder ins Zentrum gerueckt mit seinem Hundekacke-Klangraum"

    Man muss festhalten, neben all diesen herrlich-sinnfreien Kommentaren und heiteren Missverständnissen gibt es immer wieder einzelne bedeutende Sätze, die herausragen, die für eine spätere Öffentlichkeit aufgeschrieben und ausgesprochen werden wollen. Bitte mehr davon!

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  71. @ Rainer Herzog

    »...gibt es immer wieder einzelne bedeutende Sätze, die herausragen, die für eine spätere Öffentlichkeit aufgeschrieben und ausgesprochen werden wollen...«

    zum Beispiel?

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  72. Na ja, die beiden von mir zitierten natürlich.

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  73. Warum ist das nur so anstrengend mit der Klingerei der Klangräume? Oder scheint mir das nur so, wenn ich die Kommentare les?

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  74. Ja, mit dem Klingen müssen wir noch ein bisschen üben.

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  75. Entwicklung verläuft in der Zeit, Erkenntnis im Augenblick, man muss ihr daher den nötigen Raum geben. Ein zumindest hölzernes Musikinstrument wird besser wenn man es spielt, die eigenen wohlklingenden Resonanzen verbinden sich mit dem Material, das sie zum Klingen gebracht haben. Durch Wiederholung. Durch Wiederholung. Durch Wiederholung.

    Ach ja und der Bogen der die Saiten streicht, den muß man raushaben.

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  76. Manfred Röhr ist schon ne Granate:

    Wummmmmm! das klingt!

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  77. ....ich uebe jetzt woanders weiter.
    Ich frage mich, wie weit Steffen inzwischen wohl mit seiner Bildhauerei gekommen ist und danke allen Klangraum-Teilnehmern fuer das gemeinsame Gongen.

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  78. @ Michael Eggert
    „Ja, mit dem Klingen müssen wir noch ein bisschen üben.“

    Ob das so ist? Klingen tut hier ja sehr viel. Es tönt ja mitunter geradezu orchestral kreuz und quer und übereinander. Da stimmt einer ein Violinsolo an und sogleich deckt es ein Paukenschlag zu, um kurz darauf in einem Klarinette/Oboen Part auszuklingen, der aber nicht wirklich ausklingend zu Ende kommen kann, weil diesem Ausklingen ein Schellengerassel dazwischen geht.
    So oder so ähnlich tönt es hier, bildhaft gesprochen.
    Was, wie mir scheint , zu wenig geschieht, das ist: Dem „Lauschen“ einen Raum geben.
    Manche schnelle Widerrede könnte sich aus meiner Sicht erübrigen, wenn dem Lauschen in die Zwischenräume der Intervalle eines Gesagten hinein ein grösserer innerer Kredit der Bedachtsamkeit für das Wesentliche da und dort eingeräumt würde, oder irre ich mich da? Die sachliche Linie hätte eine grössere Chance vor den Plaudereien diverser Selbstansichten mit sich selbst.
    Trete ich damit irgend jemanden hier auf die Füsse? Nein! Denn dies ist, streng beobachtet, bereits durch diejenigen innerhalb der obigen Diskussionen schon geschehen, die sich hier von mir auf die Füsse getreten fühlen könnten. Sie sind sich schon selbst auf die Füsse getreten.
    Der Doppelgänger lässt grüssen.
    Klangräume bedürfen aus meiner Sicht der inneren Stille, des Lauschens, um jene Obertöne zu erfassen aus denen sich ein Gespräch entfalten kann, sich eine Erkenntnis Wertschöpfung in einem Aha Erleben erwirken lässt.

    Bernhard Albrecht

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  79. Liebe ZuL, hätte für dich abschließend noch eine interessante Klang-Recherche bezügl. Wagner. Möcht das aber nicht weiter erläutern, da es nur Wagner"klänge" betrifft...(von wegen Abschweifung und so :-) - leider konnte ich es dir nicht anders mitteilen, da ich deine I-Adresse nicht habe, es ist mir sehr wichtig. Wenn du willst kannst du die meine bei Michael erfragen. Der Wagner-Link: http://www.comlink.de/cl-hh/m.blumentritt/rose.htm

    L. Grüße

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  80. @ Bernhard: "Sie sind sich schon selbst auf die Füsse getreten.". Wobei das natürlich ganz normal ist. Wir stehen uns alle mehr oder weniger selbst im Weg. Das mag man nicht gerne wahrnehmen. In solchen Kommentarsträngen wird es seltsam greifbar. Es tritt quasi nackt zutage. Ich würde es aber nicht dämonisieren. Es ist einfach auch der Widerspruch zwischen unserem realen Erscheinen und unseren Selbstbildern.

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  81. @Bernhard Albrecht
    Ich stimme Michael zu, das hatten wir ja auch.
    So lass es doch endlich klingen und ausklingen, Bernhard ;-)

    Herzl. Grüße

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  82. Sich selbst auf die Füße treten, mithin die Könnerschaft, sich selbst im Wege stehen zu können, das ist immerhin eine gute Übung, aber die für Anfänger. Meisterschaftschaft zeigt sich bei denen, die das sich selbst im Wege stehen als die alleinige Gelegenheit be – und ergreifen, sich selbst in der Art und Weise in den Arsch treten zu können, die den Treter in die Hölle versetzt. Letzteres als eine Handlung, die diejenige Substanz zum besten Freund werden lässt, was Deppen als Buhmann bezeichnen, eben den Doppelgänger. Zum Deppenleben reicht’s ja auch hin, mit halber Kraft durch’s Leben zu dümpeln. Zum Mitfaseln in blutleeren Worthülsen, die auf ausgedienten Bahnhöfen hin und her rangiert werden. Wer nicht die Bereitschaft aufbringen kann, seinen Willen in der Hölle zu besuchen, dort seine Gastfreundschaft zu genießen, der wird dann auf ewig eben halbherzig durch die Gegend latschen und alle möglichen „Dus“ antackern, in der irrwitzigen Annahme, dass die seine bessere Hälfte seien. Hat man dann ne Weile mit ner besseren Hälfte sich gegenseitig die Zeit verdödelt, statt sich das Leben zur Hölle zu machen,…….......

    Bisheriges ist die Einleitung zu einem Aufsatz. Die Hausaufgabe besteht darin, sich von der Einleitung verschlingen zu lassen, so mit ihr zur Hölle zu fahren, dort angekommen verbindliche Freundschaft mit seiner besseren Hälfte zu schließen und im Selbstgespräch mit ihr den Aufsatz zu so einem Ende zu führen, das die Güte seines Anfangs bezeugt.

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  83. @ Bernhard Albrecht

    "Was, wie mir scheint , zu wenig geschieht, das ist: Dem „Lauschen“ einen Raum geben."

    Nach meinen Erfahrungen findet im Netz, vor allem in ähnlichen Blogs wie diesem grundsätzlich kein "Lauschen" statt; dazu fehlt eben die schlichte Tatsache der körperlichen Präsenz, die konkrete Erfahrung des Anderen mit seinem/ihrem Blick und seinem/ihrem Sprechen.

    Interessanter als die inhaltlichen Aussagen und Themen (die sich ja häufig ähneln) finde ich vielmehr, wie hier sog. "Wahrheiten" manchmal vehement verteidigt werden.

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  84. Lieber Rainer, das sehe ich ähnlich.
    Ich war ja nun durch Parzival etwas in Nebenwege geraten und Burghard fand es/mich zum Kotzen und signalisierte ZuL ich sei hier der 'Schuldige' u.v.m...Ein freundlicher Hinweis hätts es sicher auch getan (so wie ich es bei dem anderen Thema ihm gegenüber auch gemacht habe). Deswegen sehe ich diesen Blog auch öfters als ne Art Selbsterkenntnis-Trip und sorry, als ein Suchen nach Umgangsformen...
    Die Meditationsanregungen sollte man sich dann vielleicht ausdrucken und sie im Wohnzimmer auf einem Sessel sitzend, nachklingen lassen, am Bildschirm kann man 'höchstens' mal Danke sagen...(oder aber Anregungen zu bekommen, zu ganz neuen Ufern, was ich an diesem Blog immer sehr geschätzt habe)..

    Schöne Tage in Hamburg :-)

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  85. @ Rainer: Nach meinen Erfahrungen findet im Netz, vor allem in ähnlichen Blogs wie diesem grundsätzlich kein "Lauschen" statt;

    Das würde ich so kategorisch nicht sagen. Ich bin sicher: es wird immer auch "gelauscht". Allerdings: um dem Lauschen Raum zu geben, schreiben die "Lauscher" nicht immer sofort, was ihnen spontan zu einem posting einfällt. Sie wollen zuerst einmal innehalten und abwarten, bis es nicht mehr stürmisch "gärt" in ihnen, sondern bis sich das, was zu sagen wäre, ein wenig "geklärt" hat.
    (Ich denke dabei auch an meine Erfahrungen mit der Alexandertechnik, an die "inhibition", bevor man eine "direction" ausführt...)

    Nun - und natürlich sieht man in einer solchen "virtuellen" Diskussion halt nur das, was geschrieben wird.
    Man sieht auch den Tonfall nicht, oder das Tempo, in dem etwas geschrieben ist. Das alles interpretiert man sich zurecht, ganz unwillkürlich, und die eigene momentane Befindlichkeit spielt dabei selbstverständlich eine große Rolle. Es ist nur natürlich, daß es auf diese Weise oft mehr Mißverständnisse gibt, als daß etwas von allen so verstanden wird, wie der jeweilige Schreiber es tatsächlich gemeint hat.

    Insofern freue ich mich über Bernhard Albrechts Anregung: es wäre sehr schön, wenn wir alle dem Lauschen ein wenig mehr Raum geben könnten.
    Auch solches Lauschen könnte doch fortwirken, wenn der Tag vorüber ist...
    Denken Sie sich diese Wirkung als einen Ton, der fortklingt, wenn der Astralleib heraus ist
    Was göbe der "Lausch-Ton" für einen Klang?

    Herzlichen Gruß in die Runde,
    Ingrid

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  86. Ist körperliche Präsenz wirklich notwendig, um das Lauschen unter Menschen zu aktivieren? Hilfreich, sicherlich.
    Wichtiger erscheint mir aber der durchgängig konsequente Respekt vor dem Sagen des anderen Menschen, auch und gerade dann, wenn er andere Wege geht, die meinem, mir begründet erscheinenden Denken, Fühlen und Handeln zuwider laufen. Das schliesst eine kritische Haltung nicht aus. Die Frage ist nur, kann ich in einer solchen Lage auf Augenhöhe einen sachlichen Dialog führen, selbst dann wenn die andere Seite, aus welchen Gründen auch immer, diesen umgeht oder unterläuft. Bin ich bemüht darauf zu achten mich in meinem inneren Gleichgewicht nicht aus dem Tritt werfen zu lassen, also Ich - Aufrechte zu repräsentieren, im Spiegel des anderen Menschen um innere Selbstbeherrschung ringend, diese Kraft in mir weiter zu entwickeln. Gerade der quer zu mir anders Denkende kann mir reichliche Gelegenheit geben mich in seinem Spiegel hier innerlich weiter entwickeln zu können.
    Nicht den anderen Menschen zu dämonisieren, sondern in seinem Spiegel bereit sein meinem Doppelgänger zu begegnen und ihn als Helfer zu begreifen für die weitere Entfaltung gerade jener Ich - Kraft.
    Respekt vor der Würde des anderen Menschen, auch dann, wenn gewisse Gedanken von ihm bei mir so etwas wie Bauchweh auslösen mögen.
    Ein jeder Mensch kann nur seinen ureigenen Weg der Erfahrung gehen und auf diesem Wege wird er sich "zu seiner Zeit" über das innerlich aufklären, was jetzt für ihn wichtig ist, was gereift ist.
    Ich kann darauf von aussen keinen Einfluss nehmen. Was wirkt, früher oder später, ist, innerhalb meiner eigenen inneren Baustellen ordnend voran zu kommen, also das eigene Ich, frei von selbstbezogenen Gedankenkonstrukten zu manifestieren. Das ist Arbeit genug und demgemäss ist es aus meiner Sicht unproduktiv, was verdeckt nur allzu leicht geschehen kann, "von oben herab" auf einen anderen Menschen herunter zu hämmern.
    Erwachen "am" anderen Menschen.
    Wenn ich meinerseits das Erwachen des anderen Menschen an mir fördern will, dann sicher nicht dadurch, dass ich von oben herab ihm "meine Wahrheit" über zu stülpen suche, ihn innerlich (einmal Hand auf`s Herz) vor mir als borniert, dumm oder denkfaulen Chaoten, usw. dastehen lasse. Lauschen, gerade hier, wo unangemessen zu reagieren leichter ist, als an sich zu halten und sich zu fragen, Bruder im Geiste, welche Botschaft trägst Du mir eben hier zu, an der mein Ich erwachen kann!
    Der innere Durchgang zum Lauschen ist nicht leicht, da wird mir an Selbstbeherrschung mitunter einiges abverlangt, aber er birgt in sich auch das Potential hohen Erkenntnisgewinns.

    Bernhard Albrecht

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  87. Lieber Bernhard, weil du nun etwas detaillierter formuliert hast und zudem sehr schön und klar, auch mit viel Verständnis-Haltung, sage ich jetzt mal aus ganzem Herzen:

    Danke.

    LGr.

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  88. Lieber Bernhard Albrecht,
    ich schalte mich nocheinmal zu diesem Thema ein, weil ich Deinen Kommentar als ausgesprochen hilfreich und wert-schaetzend empfinde. Ich hoffe es ist ok, dass ich Du sage, falls nicht, lass es mich wissen.
    Ich freue mich, dass Du den Doppelgaenger erwaehnt hast, weil ich es fuer wichtig halte, diesen miteinzubeziehen - angefangen bei mir. Ich gehoere ja zu denen, die weiter oben ziemlich gepoltert haben und eigentlich moechte ich hin zu dem, was Du vorstellst: zu einem wert-schaetzenden Umgang mit dem Anderen.
    Dem Nachspueren Raum zu geben, halte ich auch fuer sehr wichtig. Im blog geht es dann aber oft nicht. Z.b. bin ich so wuetend ueber die anfaengliche Interpretation meines Textes geworden, weil ich das Gefuehl hatte, hier dreht mir Jemand etwas um, macht aus Meinem etwas Anderes. Ich habe bis jetzt noch nicht ganz verstanden, worum es eigentlich geht.
    Ich moechte hier, auch fuer alle anderen Leser sagen, dass ich die Anthroposophie fast gleichzeitig mit dem Rassismus-memorandum kennengelernt habe. Dadurch ist meine Annaeherung an die A. vermutlich eine andere, als die der schon sehr erfahrenen, fundierten Anthroposophen.
    Als allererstes versuche ich auszusortieren, was Rassistisch ist, sein koennte, erst dann kann ich weitergehen zum Wesentlich in Rudolf Steiners Werk. Das sagt mir mein Gewissen, ich kann es gar nicht anders. Dies ist meine Wirklichkeit, die ich versuche auszudruecken und sehe, dass es mir oft nicht gut gelingt, weil noch viel zuviel Emotionalitaet mit im Spiel ist. Meine Absicht ist weder Steiner, noch jemand Anderem zu beschmutzen, uch moechte diese Anteile aussortieren. Kannst Du mir einen Vorschlag machen, wie ich damit sinnvoller umgehen kann?
    Ich finde Deine klaerenden Worte als sehr wirklich hilfreich.Danke.
    "Lauschen, gerade hier, wo unangemessen zu reagieren leichter ist, als an sich zu halten und sich zu fragen, Bruder im Geiste, welche Botschaft trägst Du mir eben hier zu, an der mein Ich erwachen kann!"

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  89. Lieber Bernhard, auch von mir Dank für die ausführliche Antwort. Eine ähnliche Haltung wie die von Dir geschilderte versuche ich auch, mehr oder weniger, in meinem Leben täglich zu verwirklichen (und ich glaube, die meisten anderen hier auch).

    Ich bleibe aber bei einer grundsätzlichen Kritik der virtuellen Kommunikation: Die Anonymität im Netz ist nun einmal eine entscheidende und nicht mehr wegzudenkende Gegebenheit; jede/r kann hier sagen/schreiben, was er/sie will, ohne irgendeine Art von Konsequenz, man kann jeden Tag seinen Namen ändern, wenn man Lust dazu hat.

    Für mich ist das manchmal eine karikaturhafte Verzerrung etwa des dialogischen Prinzips eines Martin Buber: "Ich werde am Du; Ich werdend spreche ich Du". Im Netz nehme ich eigentlich nur einen äußerst schwachen Abglanz eines "Du" wahr. Was ich stattdessen wahrnehme: Meinungen, Gedanken, Namen, Bilder und Eindrücke, die man mit den Gedanken und Namen verbindet; meine körperliche Präsenz ist eingepfercht in das Bedienen der Tastatur und in den "Denkapparat"; irgendwo eine Stimme, die sagt, ich solle mich jetzt mehr bewegen.

    (Grüße auch an Ingrid und Steffen und an ZuL)

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  90. Bevor ich's vergesse: In der neuen Ausgabe der "ZEIT" gibt es 4 Seiten Anthroposophie, ganz interessant und lesenswert.

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  91. Lieber Rainer,

    ich begreife sehr gut Deine prinzipielle Kritik des "virtuellen Kommunizierens". Du hast vollkommen recht mit den Gefahren, die Du benennst.
    Allerdings möchte ich darauf aufmerksam machen, daß es ja auch im "real life" vieles gibt, das eine ehrliche Kommunikation, ein "Erwachen am Du", verhindert oder zumindest schwierig macht:
    Angefangen von der äußeren Erscheinung eines Menschen, die Vorurteile ("positive" oder auch "negative", je nachdem) erweckt, ohne daß das dem Gegenüber immer bewußt wird, über Besonderheiten des Umfeldes einer Begegnung (in der Disco führt man andere Gespräche als am Stammtisch oder zu Hause am Küchentisch) bis zu den momentanen persönlichen Befindlichkeiten, die sich in Mimik, Gestik und Stimmklang ausdrücken und beileibe nicht immer zum eigentlichen Thema gehören... und natürlich dennoch beim Gegenüber unwillkürlich und oft unbewußt Reaktionen hervorrufen...

    Nun, mit alledem haben wir in den letzten Jahrhunderten vielleicht halbwegs umzugehen gelernt. Vielleicht empfinden wir solche "real-life"-Charakteristika oft sogar als ganz hilfreich und bemerken gar nicht, daß sie uns vom "Eigentlichen" auch ablenken können.

    Wie dem auch sei: die virtuelle Kommunikation ist heute nunmal da, mitsamt der "Anonymität", nicht mehr wegzudenken... und wir versuchen uns im Umgang damit.

    Es liegt ja an jedem einzelnen von uns, sich so zu geben, wie er/sie wirklich ist, und sich auch hier ehrlich auf Gespräche einzulassen.
    Ich jedenfalls habe das Gefühl, einige der ständigen Teilnehmer hier wirklich ein wenig kennengelernt zu haben. Ich erkenne viele Eurer postings, auch ohne den Namen darüber lesen zu müssen (der "Test" ist immer M.Butty, der ja in der Überschrift noch "anonym" heißt). Das freut mich jedesmal, denn daran eben meine ich zu erkennen, daß es Menschen sind, die sich hier finden, und nicht bloß "Avatare".

    Selbstverständlich wird es immer mal wieder auch ein "Dazwischenfunken" geben - sonst wäre es kein offenes Forum. Das sollte uns nicht gleich aus der Ruhe bringen, sowas halten wir doch auch im "real life" immer wieder aus, nicht wahr?

    Herzlichen Gruß in die Runde!
    Ingrid

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  92. Nee, ich glaube nur in der Printausgabe (Wir haben z.Zt. mal wieder ein Probe-Abo).
    Die 3 neuen Steiner Biographien werden dort übrigends auch vorgestellt (von Iris Radisch), über H.Zander schreibt sie: "Er ist der Biograf, der Steiner am stärksten ablehnt - und ihn am meisten ernst nimmt". lg

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  93. Liebe Ingrid,
    ich stimme Dir durchaus zu, will mich auch nicht als Online-Gegner neu erfinden, aber, wie gesagt, für mich ist das halt eine bestimmte (meinetwegen sehr subjektive) Erfahrung von Begegnung. Vorhin fiel mir noch ein: Ich erfahre im Netz eigentlich niemals, wie es dem Anderen wirklich geht, wenn ich dagegen mit jemanden telefoniere, durchaus schon (am Klang der Stimme); solch ein Eindruck, ebenso wie die Erscheinung, usw. mögen mich täuschen, aber immerhin zeigen sie eine Wirklichkeit und ich kann mein Urteil revidieren.

    Im Netz erfahre ich wenig "Wirklichkeit" und, wie ich vorhin schrieb, nur ein Abglanz von einem "Du".

    Dass schließt nicht aus, dass ich so etwas wie diesen Blog und diese "vorläufigen Kontakte" nicht auch geniessen kann, ich erlebe aber immer wieder diese Grenze. Allerdings glaube ich nicht (was irgendwann einmal hier gesagt wurde), dass hier der Grund gelegt werden kann für spätere karmische Begegnungen, letzteres braucht schon mehr Realität.

    Ja, M.Butty erkenne ich auch, bevor ich seinen Namen lese (auch einer von denen, der gerne am späten Abend schreibt, während ich ein großer Fan von frühem zu-Bett-gehen bin) lg

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  94. @Rainer
    "auch einer von denen, der gerne am späten Abend schreibt, während ich ein großer Fan von frühem zu-Bett-gehen bin" -
    - und jemand ist, der sogar noch Mittagsstunde hält, hab' ich nicht vergessen, Rainer ;-))

    Was mir noch einfällt zu Karma und Begegnungen: Steiner meinte mal, dass Begegnungen und Freundschaften ab der zweiten Lebenshälfte, Begegnungen für die erste Lebenshälfte der folgenden Inkarnation bedeuten würde...Also, dann lasst uns schön nett zueinander sein, damit wir uns im nächsten Leben (vielleicht doch mal) - und vor allem relativ unbelastet in die Augen schauen können, z.B. als gute Freunde and so on...;-))

    Ein Experiment könnte man ja auch mal machen. Die Festplatte des Computers mit gesammelten Egoistentexten, kurz vorm Tode ausbauen und irgendwo luftdicht und rostgeschützt vergraben und im nächsten Leben dann versuchen wiederzufinden, um zu vergleichen ;-)
    Die Physiognomie bzw. das Aussehen, soll ja auch über Inkarnationen immer ähnlich bleiben...Also, Bildchen darf man auch nicht vergessen, dürfte dann doch nicht so schwer sein sich zu identifizieren ;-))

    LGr.

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  95. Lieber Steffen, das ist nett von Dir, dass Du Dich an mein mittägliches Nickerchen erinnerst (meine unsensiblen Freunde lästern eher darüber).

    Die Idee mit der Festplatte vergraben und im nächsten Leben wieder ausbauen ist ganz gut, erinnert mich an einen (wie ich finde, leicht blöden) Film: "Das Jesus Video", in dem jemand mit einer Zeitmaschine in das Jahr 33 fährt, dort Jesus mit einer Kamera aufnimmt und diese dann vergräbt.

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  96. @Rainer
    Könnte im nächsten Leben dann fast so zugehen, wie bei der Buddha-Suche in Tibet ;-)
    Nur das wir halt nicht den zukünftigen Buddha suchen, sondern uns, verewigt auf einer Festplatte, vergraben in der Erde, irgendwo in Deutschland ;-)) (brauchen nur noch ein gutes Medium)

    Oh, wir schweifen ab, L. Grüße :-)

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  97. "Oh, wir schweifen ab, L. Grüße :-)" Na, das soll ja, munkelt man, schon mal vorgekommen sein, das Abschweifen, an diesem Ort der heiteren Einkehr.

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  98. Ich wollte nur mal die 100 voll machen, sorry ;)

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  99. Ich habe da noch mal eine vielleicht etwas bissige Frage an die Rassismus-Sensibilisierten, zumindest in Verbindung mit Steiner, nämlich die, wie denn die verschiedenen Kulturkreise zu betrachten und zu charakterisieren wären. Mir ist schon klar, daß es ein wenig hinkt, aber ich möchte mal hindeuten auf eine intellektuelle Beurteilungsinstanz und ihre vielleicht ein wenig verzerrenden Resultate, was eine Be- und -verurteilung der Darstellungen Steiners betrifft.

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  100. Lieber Monroe, für mich ist das Thema eigentlich durch, ohne Verbitterung. Habe für MICH erkannt, dass Steiner einige Dinge erheblich übertrieben hat, z.B. dass schwangere Frauen schon durch das Lesen sogen. 'Negerromane' grauhaarige Kinder zur Welt bringen u.v.m. Und dass es eben jedem selbst überlassen bleiben sollte, was er macht, das ist freier Wille. Ich bin mit versch. Afrikanern befreundet (selbst mein Steuerberater ist Afrikaner, durch Zufall), die u.a. auch wunderbare, süße Kinder mit deutschen Frauen haben und sehe da nichts Verwerfliches.
    Wie du vielleicht mitbekommen hast in der Vergangenheit, arbeite ich auch für ein Afrikaprojekt (Ayalolo), für obdachlose Kinder in Ghana. Mein Freund Sammy hat diesen Verein 2006 gegründet, zusammen mit einer deutschen Freundin. Du kannst dir vorstellen, dass ich da besonders sensibel reagiere auf so Äußerungen von Steiner und schon mal gar nicht weiss, wie ich soetwas den Brüdern und Schwestern aus Afrika, erklären sollte. Aber, wie gesagt, ich habe da einen Weg für mich gefunden, leider aber auch mit einer Zurückhaltung oder gar Verheimlichung, was diese Steineräußerungen betrifft....ICH gehe so den Weg und vor allem meinen Eigenen ohne mich von bestimmten Äußerungen beeinflussen zu lassen, das geht gar nicht...Ich bin ein Menschlein halt.

    LGr.

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  101. Lieber Steffen, schöne, gute und wohltuende Worte und von mir, wenn Du magst, freundschaftliche Grüße an Deine afrikanischen Freunde. Wenn ich echte afrikanische Gesänge höre, öffnet sich mein Herz ins Unendliche -- Wir haben hier übrigens zwei Djemben im Hause für einen rhythmisierenden Ausgleich :)

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  102. Lieber Manfred, ja das hört sich nett und interessant an. Wir hatten mal in unserem Verein so eine kleine Trommelgruppe, so für unsere Veranstaltungen und Präsentationen. Mittlerweile hat sich das aber erledigt, da das Trommeln doch mit viel Üben und Zeitaufwand verbunden war und schließlich aufgelöst werden musste (auch, weil fast alle in Lohn und Brot stehen, Familie haben usw). Im Augenblick entsteht so eine kleine, lockere Gesangstruppe für leichte, afrikanischen Lieder, unter Sammy's Anleitung - und später will er dann noch afrikanische Märchen und Geschichten vortragen...finde ich auch sehr nett..

    Ok, dann mach es gut, viel Freude beim Musizieren und herzliche Grüße von der Waterkant :-)

    Steffen

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  103. Hallo Manroe,
    nach einigem Erwaegen moechte auch ich Dir auf Deine Frage antworten. Ich hoffe, es gelingt mir dieses Mal besser.
    Ich habe eine spirituelle Schulung hinter mir, die von der Gleichwertigkeit des Individuums ausgeht. Das ist eine mehr horizontale Sicht, die mich sehr gepraegt hat. Dann uebe ich einen Beruf aus, bei dem diese Haltung dem Anderen gegenueber essentiell ist.
    Vor einiger Zeit stand ich am Supermarkt an der Kasse. Vor mir wartete ein dunkelhaeutiger Mensch, ich vermute ein Araber, hinter mir stand ein Afrikaner. Waehrend ich so warte, gehen mir Gedanken durch den Kopf wie: ein Afrikaner hat primaer sein Kleinhirn entwickelt, ist ein instinktiver Mensch? es ist ein Unsinn, dass Schwarze nach Europa kommen? ich bin ein weisser Mensch, in mir wirkt der Geist, ich bin also diesen Beiden ueberlegen? ..etc. Ich schreibe dies nicht, um zu provozieren, ich schreibe das, weil mir diese Gedanken in diesem Moment, in dem ich zwischen diesen beiden Menschen an der Kassa stehe, durch den Kopf gehen.
    Da antwortet mir mein Denken und sagt mir ganz klar, dass diese Gedanken ein Unsinn sind. Ich spuere sogar einen Aerger, dass sich diese fragenden Gedanken ueberhaupt in meinem Kopf befinden. Ich entscheide, sie als nicht richtig auszusortieren.
    Ich entscheide auch, in Zukunft achtsamer zu sein und solche Gedanken gar nicht mehr in mich eintreten zu lassen. In meinem Denken will ich es offen lassen, wer dieser Mensch sein koente. Da ist alles moeglich, es koennte sich um einen kulturell extrem gebildeten oder einen eher ungebildeten Menschen handeln. Fuer mich hat die Hautfarbe eines Menschen, um dessen Entwicklungsstand zu bestimmen, ueberhaupt keine Bedeutung.
    Ich hoffe, dass ich, indem ich von meinem subjektiven Erleben spreche, niemanden beleidige.

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  104. Hallo ZuL,

    Deiner Geschichte kann ich in jedem Punkt nur zustimmen, weil Du den Menschen im Blick hast. Den einzelnen. Rassen sind für mich Hüllen, deswegen habe ich oben auch nach Kulturkreisen gefragt und derartige Hüllen haben ihre Charakteristika, die dem Werden des MENSCHEN dienen und sich unterscheiden müssen, weil man sonst keine vollständige Form hinbekommt. Aber das mit den Rassen, habe ich auch bei Steiner gelesen, ist inzwischen auch nicht mehr so der bedingende, prägende Faktor, sondern das, was sich in die Individualität hineinlebt.

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  105. @ manfred

    du bist neurotisch:

    nirgends steht etwas von "Rassismus" und jedesmal landest du dort ...

    kannst du dir erklären, warum?

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  106. Der Zuschnitt dieser ätzenden Behauptung, die Eigenschaften zuschreibt -"Du bist"- und von oben herab belehrend auftritt ("kannst du dir erklären"), hat etwas von Lichte. Ich lösche nur nicht, um diesen Charakter darzustellen.

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  107. netter Spielplatz für freaksSonntag, 20. Februar 2011 um 12:15:00 MEZ

    @ Michael Eggert

    du bist selber ...tisch:

    "hat etwas von Lichte"

    Und dann kommt noch, der Oberchecker, der alles im Griff hat:

    "Ich lösche nur nicht, um diesen Charakter darzustellen."

    Junge, das ist hier ja ein netter Spielplatz für freaks

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  108. Das Schöne ist, daß jeder Charakter seinen unverwechselbaren Duft verströmt.

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  109. "Ich lösche nur nicht, um diesen Charakter darzustellen."

    Das finde ich schade, denn dadurch wird jedwede Diskussion hier im Ansatz zerstört und Lichte-oder-wer-auch-immer hat sein Ziel erreicht, ihm ist es wohl eh egal, ob sein Charakter dargestellt wurde oder nicht.

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  110. Lichte tritt in den Kommentaren nicht als Kritiker auf, sondern als Spammer- er unterbricht jeden Gesprächsstrang mit seinem unverwechselbaren Gift und seinen Unterstellungen. Daher habe ich ihm einmal die Möglichkeit gegeben, sich auszutoben und jetzt ist wieder Löschen angezeigt. Soll er doch wieder zum Waldorfblog gehen.

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  111. "Lichte"

    Eggert, du phantasierst!

    "er unterbricht jeden Gesprächsstrang"

    Hier wird nur geschwätzt, von Anfang an. Kann schon sein, daß du dir da einen "Lichte" als Sündenbock wünscht.

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  112. Ja Rainer, dann lass uns doch nochmal anfangen.

    Wir schauen jetzt mal aus der Gottesperspektive auf die Schöpfung Mensch. Im Urbeginne, da war sein Wort und wenn es zu klingen beginnt, dann erstehen Formen, die es zu lenken und zu gestalten gilt. Sie galten dem Menschen oder, waren um des Menschen willen gesetzt. Und ich sage jetzt mal, imaginativ, daß diese Wortwellen sich überschneidend unterschiedlichste nötige Formen erzeugt haben, Schöpfungsformen und -gestalten. Und auf dieser langen Reise, oder ein großer Teil dieser Reise ist dann als die sogenannten Rassen in die Schöpfungs-Erscheinungen getreten. Sie waren formende Hüllen, ähnlich wie in der Musik aus Harmonie, Rhythmus, Takt, Melodie ein Stück entsteht. Und man ist als Musiker kein Rassist, wenn man die Unterschiedlichkeiten und Charakteristika der Bestandteile einer Musik charakterisierend beim Namen nennt.

    Und in einem solchen Sinne sind entsprechende Äußerungen Steiners auch nicht als das aufzufassen, was so einige Geister daraus gerne machen möchten. Ich würde mal behaupten, dass Steiner das aus einem ganz anderen Überblick formuliert hat, der, nimmt man ihn mal so an, einem einen tiefen Einblick in das Werden des Menschen geben können, im Verbund mit dem, was er uns in der Geheimwissenschaft vorgestellt hat. Aus der Perspektive des Überblicks und eben nicht aus der Sichtweise irgendeiner Benennung.

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  113. Liebe ZuL,

    "Fuer mich hat die Hautfarbe eines Menschen, um dessen Entwicklungsstand zu bestimmen, ueberhaupt keine Bedeutung."
    Ja. Dieser Satz ist auch mir aus der Seele gesprochen.
    Und er trifft sich auch sehr genau mit dem, was Rudolf Steiner sagt - ich habe es früher schon in größerem Zusammenhang zitiert, es ist aus der "Philosophie der Freiheit", und ich wiederhole hier nur ein paar grundlegende Sätze:

    "Es ist unmöglich, einen Menschen ganz zu verstehen, wenn man seiner Beurteilung einen Gattungsbegriff zugrunde legt.
    Wer die Menschen nach Gattungscharakteren beurteilt, der kommt eben gerade bis zu der Grenze, über welcher sie anfangen, Wesen zu sein, deren Betätigung auf freier Selbstbestimmung beruht.
    Was unterhalb dieser Grenze liegt, das kann natürlich Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung sein. Die Rassen-, Stammes-, Volks- und Geschlechtseigentümlichkeiten sind der Inhalt besonderer Wissenschaften. Nur Menschen, die allein als Exemplare der Gattung leben wollten, könnten sich mit einem allgemeinen Bilde decken, das durch solche wissenschaftliche Betrachtung zustande kommt. Aber alle diese Wissenschaften können nicht vordringen bis zu dem besonderen Inhalt des einzelnen Individuums."


    Man beachte den Coniunctivus irrealis im vorletzten Satz, "wollten": es gibt solche Menschen gar nicht in der Wirklichkeit. Niemand entscheidet sich heutzutage dafür, einzig und allein als "Gattungsexemplar" zu leben.
    In den Worten Rudolf Steiners (ebenfalls "PdF"):
    "Kein Mensch ist vollständig Gattung, keiner ganz Individualität. Aber eine größere oder geringere Sphäre seines Wesens löst jeder Mensch allmählich ab, ebenso von dem Gattungsmäßigen des animalischen Lebens, wie von den ihn beherrschenden Geboten menschlicher Autoritäten."

    Deshalb wäre es nicht nur verwerflich, sondern auch einfach in höchstem Grade unsinnig, den "Entwicklungsstand" eines individuellen Menschen danach zu beurteilen, welche Hautfarbe oder welche sonstigen Merkmale er trägt, die man mit dem Begriff "Rasse" in Zusammenhang bringen könnte.

    Du sagst auch noch: "In meinem Denken will ich es offen lassen, wer dieser Mensch sein koennte."
    Ja. Ich stimme Dir voll und ganz zu.
    Noch mehr: ich bemerke es an jedem Deiner postings, daß Du das willst. Das ist einer der Gründe, weshalb ich Dich so schätze.
    :-)

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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  114. Lieber Manfred, ich kann Deinen Worten nur zustimmen, Steiners Gedanken über die Entwicklung der Schöpfung und damit verbunden die Entstehung von Rassen haben natürlich nichts damit zu tun mit dem, was man heute als "Rassismus" bezeichnet. Die Unart vieler "Gegner", sich auf eine kleine Handvoll fragwürdige und aus dem Zusammenhang gerissener Formulierungen festzubeissen, kann ich deshalb auch nicht ansatzweise ernst nehmen.

    Wir leben eben in einer Zeit, wo man halt aufpassen muss, bestimmte Reizworte überhaupt erst in den Mund zu nehmen, egal, welcher Gedanke mit diesem Wort verbunden ist.
    In den USA hat man jetzt z.B. "Huckleberry Finn" umgeschrieben, d.h. das Wort "Nigger" durch "Sklave" ersetzt und spätestens wenn ich dann noch lese, dass es seit einiger Zeit eine politisch korrekte Bibel gibt, finde ich das Ganze eher zum lachen.


    Es gibt andere Dinge in der Anthroposophie, die mich stören, bzw. die mir fremd sind, der sog. "Rassismus" ist es nicht, denn einen solchen kann ich da nicht finden.

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  115. Lieber Rainer, dank Dir für Deine Worte, es freut mich sie zu vernehmen. Magst Du vielleicht andeuten oder mehr, was für andere Dinge Du meinst, die Dich in der Anthroposophie stören?

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  116. Lieber Manfred, an anderer Stelle habe ich es die Tage bereits kurz dargestellt, hier auch nur ganz knapp (wg. Arbeit und Katzen füttern):

    Es besteht m.E. eine grundsätzliche Tendenz in der Fixierung auf das sog. "okkulte" (spirituelle kosmologische Inhalte, geistige Welten, Wesen, usw.) die eigenen Abwehrmechanismen zu übersehen. Damit verbunden die Tendenz, bestimmte Aspekte des Seelischen, die man als negativ meint beurteilen oder erkennen zu können, allzu schnell "überwinden" zu wollen (womit sie meistens nur subtil verdrängt werden).
    Der Bereich des Fühlens, der Emotionen und der Sinnlichkeit wird zudem häufig nicht in seinem So-Sein erfahren, sondern mehr oder weniger kritisch bewertet. Überbewertung des Denkens: lebendiges Denken, sinnlichkeitsfreies Denken, wollendes Denken, denkendes Denken, usw...während das Fühlen möglichst schnell in ein "erkennendes Fühlen" - also im Grunde auch wieder so etwas wie Denken - umgewandelt werden sollte.

    In der letzten Info3 ist ein längerer Lesderbrief von mir zu dem Thema abgedruckt.

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  117. @ zuhoererundleser
    Das mit dem Du ist ok.
    Eine kleine persönliche Geschichte zu Anfang.
    Eine meiner ersten Begegnungen mit Anthroposophie fand am Rande einer Faustaufführung einer Waldorf Oberstufen Klasse statt. Der Lehrer dieser Klasse sagte mir auf mein Fragen hin, entscheiden sie sich für „ein“ Grundwerk Rudolf Steiner`s und studieren sie dies. Sie werden mit jedem Male, da sie dies sich erneut vornehmen und durcharbeiten bemerken, wie sich ihr Verständnis vertieft, ihre „eigenen“ Gedanken dazu immer mehr „wachsen und an Lebendigkeit gewinnen.“ Ohne so eine vertieft erarbeitete Basis besteht eine grosse Gefahr, dass sie im Vortragswerk Rudolf Steiner`s an der Oberfläche in Widersprüche geraten und die Orientierung verlieren. Nahezu alles, was Rudolf Steiner sagte ist untereinander verbunden. Wenn sie an einer Stelle wirklich in die Tiefe gegangen sind, dann werden sie irgendwann einmal aus nur einem Satz, den er gesagt hat, die ganze Anthroposophie entwickeln können. Dass dies möglich sei, vermittelte er mir dazumal als leise Ahnung in sechs Impulsreferaten, die er in der Folge zu einem einzigen Satz Rudolf Steiner`s im Rahmen einer einführenden Seminararbeit hielt.
    Ein anderes was aus meiner Sicht im Umgang mit dem Werk Rudolf Steiner`s viel zu wenig Beachtung erfährt, ist dies: Rudolf Steiner hielt seine Vorträge in den meisten Fällen vor einem kleinen Kreis von Zuhörern und Interessenten. Ein Lauschender, wie er einer war, beantwortete er in vielen Fällen darin die offenen und mehr verborgenen Fragen seiner Zuhörer. Er setzte seine Worte so, dass sie „für diese Menschen“ zu einem Erwachen führen konnten.
    Lese ich heute Vorträge Rudolf Steiner`s, dann sollte ich mir aus meiner Sicht über eines im Klaren sein: Wenn ich lesend mich dafür nicht öffnen kann „dem Menschen“ Rudolf Steiner hörend, lauschend zu begegnen, dann führt das in die Irre. Die Vorträge Rudolf Steiner`s sind kein Steinbruch, aus dem ich Zitate so einfach heraus brechen kann, um sie auf meiner inneren intellektuellen Datenbank, für welchen Gebrach auch immer abzulegen.
    Die Vorträge Rudolf Steiner`s sind zeitbedingte „Entwürfe“ für eine zukünftige Geisteswissenschaft, wie er selber immer wieder sagte. „Entwürfe,“ die aus dem Erwachen am anderen Menschen entstanden sind. Die Worte Rudolf Steiner`s bergen eine Samenkraft in sich, von der er hoffte, dass in ihr Ich hinein erwachende Menschen sie schöpferisch weiter entwickelten.
    „Aus dem Erwachen am anderen Menschen entstanden:“ Du hast richtig gelesen. Rudolf Steiner war seinerseits ein Erwachender. Dass ein Mensch eine Einweihung erfahren hat, ein grosser unter den Eingeweihten ist, enthebt ihn nicht der weiteren Herausforderung und Aufgabe im Erwachen seinerseits zu weiteren Tiefen hin fortzuschreiten. Wer Ohren hat zu hören, der kann dies am Sagen Rudolf Steiner`s bis in seine letzte Lebenszeit hinein verfolgen. Die gegenwärtige Krise der Anthroposophischen Gesellschaft heute ist nicht zum Wenigsten auf den Umstand zurück zu führen, dass Rudolf Steiner auf einen Sockel gestellt wurde und die Herausforderung und persönliche Verantwortung für ein Erwachen am anderen Menschen damit gewissermassen ins Kleingedruckte verschoben wird.
    Burghard weist mit seinen sehr prägnanten Bemerkungen schon auf Wesentliches. Die Höllenfahrt, wie er es nennt, ist eine Erfahrung innerhalb des Erwachens am anderen Menschen, an der sich vorbei zu mogeln immer wieder eine grosse Versuchung darstellt. Und doch, Ich kann diesen Weg zu sich selbst hin nicht gehen, ohne sich den eigenen Widersprüchen zu stellen. Und zwar „denkend, fühlend und wollend.“ Habe ich mir keine Eigenständigkeit im Denken errungen, dann muss ich in der Brandung des Fühlens zerschellen, verfalle ich im Wollen, in der Leere des Nichts an der Schwelle, in einen inneren Zustand der Lähmung. Die „Lebendigkeit“ des eigenen Denkens brauche ich als Münze, damit Charon in der Unterwelt mich mit seinem Kahn über den Styx setzen kann.
    Habe ich damit Deine Fragen ein wenig beantwortet?
    Ich grüsse Dich,

    Bernhard Albrecht

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  118. @Bernhard Albrecht
    Danke, Du konntest mir einige Fragen beantwortet. Bei Deinem Hinweis auf das Prozesshafte, auf die "Entwuerfe" kann ich Dir naeher kommen. Besonders Deine letzten 5 Zeilen werde ich noch lange in mir nachschwingen lassen, weil ich darin etwas ganz Fundamentales erkenne.
    Wuerde ich nicht Rudolf Steiners tief-spirituelle Dimension spueren, die sich mir mitteilt, indem ich mich lauschend "dem Menschen" òffne, haetten mich die Widersprueche bereits abgehalten, mit seinem Werk fortzufahren. Das was "vom Menschen" anklingt ist tragender. An den Widerspruechen erwache ich zu meinem Eigenen. Deinen Vorschlag, ein Werk immer wieder neu zu lesen, um es immer tiefer nachvollziehen und erkennen zu koennen, spricht mich an.
    Was trennt ist, wenn ich auf meine Fragen, die nicht oberflaechlich intellektuell sind, sondern aus meinem Gewissen entspringen, das nicht intellektuell- analytisch fragt, sondern seine Fragen aus tieferen Ebenen schoepft, stets dieselben Antworten erhalte, naemlich "..Zitate herausbrechen, oder aus dem Kontext nehmen ..." dann komme ich leider keinen Schritt im Erkennen weiter.
    Wie kann ich einer Aussage wie z.B. "Die Intelligenz haengt mit dem Blondsein und dem Blauaeugigsein zusammen "anders als mit Negierung begegnen?
    Du sprichst davon, dass R.Steiner Keime fuer Zukuenftiges gesaet hat, wie kann ich mit dieser Aussage umgehen, wenn in Steiners Lebenszeiten sich bereits Nationalsozialismus vorbereitet, und ich, Mensch, gegenwaertig auf den Ausbruch dieser unvorstellbaren Unmenschlichkeit in dem arischen "Reich" zurueckblicke?
    Bitte kannst Du mir ganz konkret auf diese Fragen antworten? Kannst Du bitte ganz konkret auf den Inhalt der oben zitierten Aussage Steiers eingehen? Das hat bisher noch nie jemand getan.
    Ich suche die Vernetzung von spiritueller Wissenschaft und deren Wirken/Ausdruck, nicht nur in der Vergangenheit und der Zukunft, sondern auch in der jeweils gegenwaertigen Realitaet.
    In obigen Fall oeffnet sich fuer mich ein Abgrund.
    Ich erkenne, wie R.Steiner zum Individuum steht,wie er es in der Philosophie der Freiheit klar ausfuehrt. Dank an Ingrid fuer Ihre Texte, damit bin ich vertraut und erachte diese von unschaetzbarem Wert, getragen von der Liebe.
    Vielleicht muss ich noch differenzieren, dass ich nicht den spirituellen Rudolf Steiner mit dessen Herzstueck, der Philosophie der Freiheit, hinterfrage, sondern Bemerkungen, die ich auf einen karmisch bedingten Persoenlichkeitsanteil zurueckfuehre.
    Ist diese Differenzierung, die ich mache, etwas, das Du auch andenken kannst, oder ist es etwas, das Du anders siehst oder ablehnst?
    Vielleicht ist das ueberhaupt der wichtigste Punkt, der bei einer solchen Diskussion vor ab geklaert werden muesste. Sind fuer Dich die Person R..Steiners und dessen zweifeslsohne grossartige Werk unfehlbar, oder koennte es sein, dass es darin einige blinde Flecken oder einige Sichtwseisen gibt, die der Korrektur beduerfen?

    Mir freundlichen Gruessen

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  119. http://www.dcscience.net/?p=3853#comment-8979

    Hollywood Tomfortas // Jan 4, 2011 at 23:10

    (…) I fully acknowledge the charge that Rudolf Steiner was a racist and taught racist doctrine.

    He is guilty as charged. In fact, not only do I acknowledge all the particulars of the racism charges, I even go farther and admit that I — as an anthroposophist for the last 34 years — can categorically state that racism in anthroposophy is not just INCIDENTAL to the doctrine; it is actually FUNDAMENTAL to the doctrine. Take away the racism, and you have no anthroposophy left. (…)

    Tom Mellett
    Los Angeles, CA”
    47..

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  120. Lieber Bernhard,

    ich danke Dir sehr für Deine Ausführungen.
    Ich erlebe es ganz ähnlich, wie dieser Lehrer es Dir damals geschildert hat.
    Ich habe bei weitem nicht alles gelesen, was Rudolf Steiner geschrieben oder gesagt hat. Aber es ist möglich, den Menschen Rudolf Steiner auch in dem wenigen, das ich bisher gelesen habe, lauschend zu erkennen...

    Lieber Tom,

    ich habe Dir diese Frage schon öfter gestellt, aber bisher noch keine Antwort erhalten:
    Verstehst Du unter "racism" schon die bloße Unterscheidung einzelner "Rassen", oder ist jemand in Deinen Augen erst dann ein "racist", wenn er die unterschiedenen "Rassen" als höher- oder minderwertig bewertet?

    Und liebe ZuL,

    ich bin gerade dabei, den Band "Anthropospophie und Rassismus" aus der Reihe "Flensburger Hefte" zu lesen, den Steffen vor kurzem empfohlen hat. Es ist sehr interessant und auch erhellend - insbesondere der Aufsatz "Über die Menschenrassen in der Darstellung Rudolf Steiners" von Wolfgang Weirauch (mit dem ich allerdings noch nicht ganz fertig bin).
    Das Wichtigste bei allem, was in den Ausführungen Rudolf Steiners mit "Rasse" zu tun hat, ist, nicht aus dem Auge zu verlieren: es handelt sich dabei niemals um den ganzen Menschen, sondern ausschließlich um seinen physischen Leib. Pietro Archiati ersetzt deshalb in den von ihm herausgegebenen Werken Rudolf Steiners das Wort "Rasse" durch das Wort "Körperart".
    Und ja, es stimmt: Rudolf Steiner unterscheidet zwischen verschiedenen "Körperarten", die durch Fortpflanzung vererbt werden.
    Ein Mensch, der sich in einem neuen physischen Leib inkarniert, wird in eine bestimmte "Körperart" hineingeboren. Und jeder Mensch nimmt in seinen verschiedenen Erdenleben unterschiedliche "Körperarten" als physische Grundlage seines irdischen Lebens - und hat sich daher mit den unterschiedlichen "Widerständen" und "Erleichterungen" auseinanderzusetzen, die ihm die jeweilige "Körperart" bietet (und soviel ich bisher verstanden habe, bringt jede "Körperart" sowohl "Erleichterungen" als auch "Widerstände" mit sich!).
    Es wäre ganz unsinnig, hier von "höherwertig" oder "minderwertig" zu sprechen (und das habe ich auch bisher bei Rudolf Steiner noch niemals so ausgedrückt gefunden!) - denn jeder Mensch sucht sich doch (ob das nun bewußt oder unbewußt geschieht, spielt hier keine Rolle) ganz genau diejenige "physische Grundlage" aus, die für sein jeweiliges Erdenleben gerade die "richtige" ist.

    Ich würde Dir sehr gern auf Deine Frage zu dem Satz "Die Intelligenz hängt mit dem Blondsein und dem Blauäugigsein zusammen" antworten - aber ich habe diesen Satz auf meiner Steiner-HDD nicht gefunden. Wenn Du mir sagst, woher genau Du diesen Satz hast, werde ich versuchen, ihn im Zusammenhang zu lesen, und wir können ganz konkret darüber sprechen, wenn Du magst.
    Wenn dieser Satz allerdings gar nicht von Rudolf Steiner ist, dann erübrigt sich wohl diese Diskussion - aber es gibt sicherlich genug andere Sätze, die auf den ersten Blick und aus dem Zusammenhang gerissen ganz fürchterlich wirken und die wir uns gemeinsam näher anschauen könnten. Wie gesagt: wenn Du magst.

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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  121. Liebe Ingrid, das finde ich mehr als grenzwertig, dass Archiati die Werke Steiners umschreibt, um bestimmte Begriffe umzudeuten. Fußnoten wären okay, eine Fälschung ist es nicht. Ich wäre mal gespannt, wie A. diese Textstelle Steiners so umschreiben würde, dass sie als nicht rassistisch durchgeht:

    "Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, daß sie alles
    Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, sondern hält sich an die Oberfläche der Haut, und da wird dann die Haut selber schwarz.

    So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich verarbeitet. Was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Das ist daher beim Neger besonders ausgebildet.
    Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammenhängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat nicht nur dieses Kochen in seinem Organismus, sondern er hat auch noch ein furchtbar schlaues und aufmerksames Auge. Die Sehnerven gehen just ins Hinterhirn hinein, und weil der Neger das Hinterhirn besonders ausgebildet hat, deshalb guckt er auch so schlau, deshalb ist er ein so schlauer Beobachter der Welt." GA 349.49f

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  122. Hier führt Dr. Steiner aus, warum Intellektuelle sehr wohl "Neger" sein können (ungläubiges Staunen), Theosophen aber eher nicht:

    "Und man könnte nun darauf hinweisen, daß die jüngeren
    Seelen sich allerdings in der Mehrzahl in den farbigen Rassen verkörpern, daß also die farbigen Rassen, namentlich die Negerrasse, vorzugsweise jüngere Seelen zur Verkörperung bringen. Aber gerade das Eigentümliche jener menschlichen Denkungsart, die sich in Gelehrsamkeit, in der heutigen materialistischen Wissenschaft auslebt, die bedingt jüngere Seelen. Und es ist sogar nachweisbar, daß bei mancher Seele alte und junge Persönlichkeit, bei der man es gar nicht voraussetzen würde, die vorhergehende Inkarnation durchaus bei den Wilden liegt. Es mag sich ja allerdings mancher dagegen verwahren, wenn man ihm plausibel machen würde, daß die oftmals von ihm so inferior gehaltenen Theosophen zumeist ältere Seelen sind als diejenigen, die akademische Vorträge halten. 126.37ff

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  123. Liebe Ingrid,
    dank sei Gott und Dank sei Steffen, dass auch ich jetzt aus den Flensburger Heften zitieren kann:
    "Tatsaechlich beherschte ja zu Steiners Zeiten weitgehend der weisse Teil der Menschheit die Welt. Diese Beherrschung wurde nur moeglich auf der Grundlage der materiellen, technischen und militaerischen Ueberlegenheit der Europaer, die die Unterdrueckung und Ermordung fremder Voelker ermoeglichte. Die von Steiner vertretenben Ansichten, die Indianer seien aus sich heraus zum Untergang geweiht gewesen oder der Weisse sei es eigentlich, der das Menschliche in sich entwickle, passen zu dern rassistischen Ueberlegenheitstheorien, die die eruopaeische Expansion, Kolonialismus, aggressive Missionierung und Voelkermord moralisch rechtfertigen sollten. Fortschrittlich waere es gewesen, den Ueberlegenheitsanspruch der Weissen und die dazugehoerigen rassistischen Rechtfertigungstheorien kritisch zu hinterfragen und sie nicht noch auf okkulter Ebene zu untermauern.
    Wir koennen heute nicht beurteilen, wann Steiner aus der Akasha-Chronik schoepfte und wann er lediglich aus der Betroffenheit des Zeitgenossen sprachg, der durchaus auch Patei ergriff. Steiner selbst hat darueber seine Zuhoererschaft auch im Unklaren gelassen. Er hat sich auch hoechst selten ausdruecklich selbst korrigiert, so dass es an den Nachkommenden ist, hier Klarheit zu schaffen."

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  124. @Michael
    "Hier führt Dr. Steiner aus, warum Intellektuelle sehr wohl "Neger" sein können (ungläubiges Staunen), Theosophen aber eher nicht":

    Da weiss man ja auch nicht wirklich, wie das nun wieder gemeint war...Wird hier von Steiner indirekt oder direkt den ehemals Afrikanern (nein, den Wilden), das von ihm meist kritisch gesehene, rein wissenschaftliche Denken untergejubelt? - bzw. als Ursache gesehen, für den Beginn der materiellen, naturwissenschaftlichen Epoche? Man könnte es ja durchaus folgern nach dieser eher suggestiven Äußerung - die noch "jungen Seelen" müssen sich wohl erstmal Verstandensseelen-technisch austoben in Mitteleuropa, nach so viel Triebleben im Dschungel und auf der Prärie....und womöglich haben sie auch noch, neben anderen Ferkeleien, später die Atombombe erfunden, sozusagen als ahrimanisches Prunkstück ...

    Wie gesagt, man kann da so einiges rauslesen und durchaus zu fatalen Rückschlüssen kommen...

    LG

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  125. Lieber Michael,

    also, ich finde es nicht "gefälscht", wenn man jede einzelne Änderung genau deklariert und auch klarmacht, warum man ein Wort durch ein anderes ersetzt - und das tut Archiati, wie ich aus zwei anderen seiner Bücher weiß.
    Das heißt allerdings nicht, daß ich es "richtig" finde, es so zu machen. Selber wäre ich auch lieber beim Wortlaut geblieben und hätte mit Fußnoten gearbeitet, wo ich etwas "erklärungsbedürftig" gefunden hätte. A. hat es halt so gemacht, wie er es für das beste hielt; und ich kann nachvollziehen, daß man so oft wie nur möglich darauf hinweisen will, daß Rudolf Steiner sich bei den von ihm "geschauten" Unterschieden zwischen den verschiedenen "Rassen" auf den physischen Leib bezieht und nicht etwa auf den ganzen Menschen.
    Auch Wolfgang Weirauch schreibt ja in den "Flensburger Heften": "Steiner redet über die Entwicklung des physischen Leibes, wenn er in bezug auf die Indianer von einer dekadenten Abzweigung spricht. Wenn wir heute derartiges lesen, so verbinden wir per se den ganzen Menschen damit. Deswegen muß man ein Bewußtsein dafür entwickeln, daß die individuelle Ich-Entwicklung durch die verschiedenen Erdenleben hindurch nicht mit dem jeweiligen physischen Leib gleichzusetzen ist."

    Zu dem von Dir Zitierten schreibe ich gleich noch etwas in meiner Antwort an ZuL.

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  126. Liebe ZuL,

    ja, ich kenne Dein Zitat - es ist aus dem Aufsatz "Der Hammer kreist" von Thomas Höfer.
    Und ich stimme einerseits natürlich damit überein --- andererseits ist auch ein Mißverständnis drin:
    "... oder der Weisse sei es eigentlich, der das Menschliche in sich entwickle"
    - das liest man unwillkürlich so, als hätte Rudolf Steiner gesagt, nur der Weiße sei imstand, das "Menschliche" zu entwickeln, es könne also ohne den Weißen gar kein "Menschliches" geben.
    So ist es aber meiner Ansicht nach überhaupt nicht gemeint.
    Es handelt sich ja um einen Satz aus einem Vortrag. Die Betonung wird leider in GA 349 nicht mitgeliefert. Ich kenne aus diesem Vortrag bisher nur das, was Höfer (bzw gestern auch Michael) daraus zitiert - aber schon allein daraus bin ich mir fundamental sicher, der Satz muß so lauten:

    "Die Weißen sind eigentlich diejenigen, die das Menschliche in sich entwickeln."

    Rudolf Steiner erklärt ja unmittelbar vorher (und das zitiert Höfer auch in seinem Aufsatz), daß der "Neger" (das durfte man damals noch sagen, es war eine ganz normale Bezeichnung. Siehe auch diesen Wikipedia-Artikel) von seiner physischen Natur her dazu geeignet sei, Wärme und Licht aus dem Kosmos aufzunehmen, "aufzusaugen". Die physische Natur des Weißen mache zu solchem "Aufsaugen" nicht geeignet - daher sei der Weiße darauf angewiesen, das, was der Dunkelhäutige aus dem Kosmos "aufsauge", in sich zu entwickeln.
    Das alles betrifft natürlich nicht den individuellen Menschen als Ganzen, sondern immer nur das "Ererbte" des phyischen Leibes.
    Zudem sagt Rudolf Steiner ganz ausdrücklich dazu (in diesem selben Vortrag habe ich es vorhin gefunden): "heute sind die Verhältnisse schon anders, aber in Urzeiten war das schon so, wie ich es erzähle"

    Es geht also keineswegs darum, dem Dunkelhäutigen, gar: dem heutigen Dunkelhäutigen!, etwa das "Menschliche" abzusprechen. Laut Rudolf Steiner nahm er es eben "von außen" auf, während der Weißhäutige das nicht (mehr) konnte und es daher "von innen" entwickeln mußte.
    Das würde also bedeuten, die schwarze Hautfarbe habe - zu früheren Zeiten!!!, als der Mensch noch nicht so sehr "Individuum" war wie heute - den physischen Leib dazu prädestiniert, das "Menschliche" von außen "aufzusaugen"; die weiße Hautfarbe habe den physischen Leib dazu ungeeignet gemacht und ihn daher in Bezug auf die Entwicklung "des Menschlichen" auf sein Inneres zurückgeworfen.

    Ich habe nicht die allergeringste Ahnung davon, ob das alles nun wahr ist oder nicht - denn weder bin ich Paläo-Anthropologe noch lese ich in der Akasha.
    Aber - so ungeheuerlich es einem (auch mir! na klar!) auf den ersten Blick vorkommen mag, wenn man diese Sätze ohne Zusammenhang liest und überdies automatisch auf die heutigen Verhältnisse bezieht - ich sehe wirklich nicht, wieso eine solche Darstellung der Entwickelung der Natur des menschlichen physischen Leibes "zu Urzeiten" heute im peiorativ gemeinten Sinne "rassistisch" sein sollte.

    Mehr kann ich dazu aus heutiger Sicht nicht sagen - aber ich habe vor, mir sehr bald GA 349 zu beschaffen und das Buch im Zusammenhang zu lesen.

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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  127. Liebe Ingrid,
    in dem physichen Leib lebt nun einmal der ganze Mensch. Diesen auf seinen physischen, ererbten Leib mit den von Steiner klassifizierten Einschraenkungen zu limitieren, halte ich fuer unmenschlich und ganz un-anthroposophisch. Diese Sichtweise wurde von der buddhistischen Kultur bereits ueberwunden.Von "Nicht-weissen" Menschen, deren geistige Sicht beruecksichtigt, dass das Wohl des Einzelnen vom Wohl des Anderen abhaengt und dass der Eine dem Anderen gleichwertig ist. Das ist 2.500 Jahre her. Klassifizierungen, wie Steiner sie anwendet hat der Buddhismus durch die Losloesung von einem hierarchischen, vertikal ausgerichteten Brahamismus hinter sich gelassen.

    Diese Tatsache und andere weisen deutlich darauf hin, dass die Aussage Steiners: "Die Weissen sind eigentlich diejenigen, die das Menschliche IN SICH entwickeln" ideologisches Wunsch-Denken ist. Es wurde anderorts laengst VON den jeweiligen Menschen IN SICH entwickelt, entwickelte sich vor, in und nach seiner Zeit weiterhin vielerorts und hat nichts mit der Hautfarbe zu tun.
    Koerper mit bestimmten Einschraenkungen und Befaehigungen gibt es INNERHALB der einzelnen Rasse, Volksgruppe.
    Zum Thema Intelligente Blond-u.Blauaeugige findest Du reichliche Ausfuehrungen in den F.H. Entgegen den Befuerchtungen Steiners, sind die Blond-u.Blauaeugigen samt weisser Intelligenz noch nicht ausgestorben.
    Ich lehne Wertungen, die Steiner an Menschengruppen vornimmt, wie z.B. dekadent, zurueckgeblieben, dumm und unbrauchbar entschieden ab.
    Wenn ich einmal rassistisches Denken aus Steiners Mitteilungen ausgefiltert habe, kann ich mich wieder neu einlassen- auf den sprituellen Steiner- und seinen Mitteilungen, z.B. ueber das phys.Aufnehmen von kosmischen Kraeften, nachgehen. Womit ich dann auch etwas anfangen kann.

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  128. Liebe Ingrid,
    "ich sehe wirklich nicht, wieso eine solche Darstellung der Entwickelung der Natur des menschlichen physischen Leibes "zu Urzeiten" heute im peiorativ gemeinten Sinne "rassistisch" sein sollte. "
    Ich fuehre hier ein Beispiel an, dass ich nicht auf "Urzeiten" bezieht. Bitte mache Du mir den Gefallen und antworte konkret auf diese Aussage Steiners. Jedesmal, wenn ich bei einem konkreten Beispiel um Antwort bitte, bekomme ich keine.(das bezieht sich jetzt nicht auf Dich)
    " Was die franzoesische Sprache aufrecht erhaelt, ist der Furor, das Blut der Franzosen Die Spache ist eigentlich tot, und sie wird als Leichnam fortgesprochen.... Es liegt dies vor, dass gegenwaertig die Franzosen dasjenige, was ihre Sprache als Leichnamsprache aufrechterhalten hat, das Blut, auch noch verderben. Die scchreckliche Kulturbrutalitaet der Verpflanzung der schwarzen Menschen nach Europa, es ist eine furchtbare Tat, die der Franzose an anderen tut. Sie wirkt in noch schlimmerer Weise auf Frankreich selbst zurueck. Auf das Blut, auf die Rasse wirkt das unglaublich stark zurueck. Das wird wesentlich die franzoesische Dekadenz foerdern. Das franzoesische Volk als Rasse wird zurueckgebracht.." GA300/2, S 282 oder Flensburger Hefte Antroposophie und Rassismus S 88

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  129. Liebe ZuL,

    "Diesen [nämlich: den ganzen Menschen] auf seinen physischen, ererbten Leib mit den von Steiner klassifizierten Einschraenkungen zu limitieren, halte ich fuer unmenschlich und ganz un-anthroposophisch."
    Ich auch.
    Und das tut Rudolf Steiner ja auch nicht. Er betont immer wieder, daß der Mensch ein kompliziertes, aus mehreren "Wesensgliedern" gewissermaßen "zusammengesetztes" Wesen ist.
    Eines dieser Wesensglieder ist der physische Leib.
    Die anderen Wesensglieder, von denen Rudolf Steiner spricht und die er an verschiedenen Stellen detailliert schildert, sind der Ätherleib, der Astralleib, das Ich und (erst zu entwickeln) Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch.
    Der physische Leib ist aus Rudolf Steiners Sicht also keineswegs der "ganze Mensch".
    Wenn man seine Vorträge nicht vor diesem Hintergrund zu lesen bereit ist, kann man natürlich nur mißverstehen, was er sagt.

    Zu seinen Aussagen über die Unterschiede der physischen Leiber verschiedener "Rassen" würde ich darum bitten, die Frage, ob er aus heutiger wissenschaftlicher Sicht recht hat mit dem, was er da sagt, zu trennen von der Frage, ob es sich bei dem, was er sagt, um "rassistisches" oder menschenverachtendes Denken handelt.

    Wie schon gesagt: die erste Frage kann ich nicht beurteilen, da ich kein Paläoanthropologe bin.
    Ich habe das "Flensburger Heft"-Buch noch lange nicht fertig gelesen - bisher finde ich darin hauptsächlich wissenschaftlich-anthropologische Aussagen über den heutigen Zustand der verschiedenen "Populationen" oder "Subspezies" oder wie immer man es nun nennen will; ich finde aber noch nicht etwas, das die Entwicklung zB der unterschiedlichen Hautfarben erklärt.
    Prof. Karl Sommer (Anthropologe) sagt an einer Stelle, es sei "anzunehmen", daß der erste Mensch dunkelhäutig war; zudem spricht er vom "monophyletischen Ursprung" des Menschen, den man "nach allem, was man heute weiß", annimmt: "Es ist anzunehmen, daß alle Menschen aus einer Gruppe von Individuen, aus einer Population hervorgegangen sind." (S 44).
    Auf S 49 sagt er dann, daß
    "- würde durch eine Katastrophe die gesamte Menschheit ausgerottet ... und nur zum Beispiel in Afrika würde eine kleine Population überleben, die sich später wieder über die ganze Erde ausbreitete -, innerhalb einer gewissen Zeit die gesamte heute vorhandene Variabilität wieder entstehen würde; alle Menschen wären dann allerdings mehr oder weniger dunkelhäutig."

    Ich muß sagen - irgendwie scheint mir da ein "missing link" zu sein: es fehlt die Begründung dafür, wieso denn dann eigentlich heute tatsächlich nicht "alle Menschen ... mehr oder weniger dunkelhäutig" sind.


    Oh - und jetzt sehe ich Deine neue Frage.
    Liebe ZuL, es tut mir leid, aber ich habe darauf nicht sofort eine Antwort. Ich habe das betreffende Buch Steiners nicht gelesen, ich habe noch nichtmal in den Flensburger Heften so weit gelesen wie Du offenbar inzwischen. Ich kann also einstweilen nichts über die Hintergründe sagen, die Rudolf Steiner zu einer solchen Aussage bewegt haben mögen.
    Ich bin keineswegs eine Expertin auf diesem Gebiet. Ich versuche nur, ordentlich zu verstehen, was ich lese - vor dem Hintergrund, daß, wie Bernhard Albrecht vor kurzem gesagt hat, nahezu alles, was Rudolf Steiner gesagt und geschrieben hat, untereinander verbunden ist.
    Also bitte: Geduld. Eines nach dem anderen. Jetzt ist erstmal GA 349 dran.
    Aber vielleicht weiß ja jemand anderer mehr über Steiner und die französische Sprache...

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  130. @ZuL
    Dabei ist die französiche Sprache doch so elegant und mit Esprit. Meine Vorfahren kommen aus Frankreich bzw. Elsaß-Lothr. - und als Kind konnte ich bei Besuch im Süden, vor allem bei meiner Großtante Anna, immer diese Brocken Französisch im Deutschen bestaunen, während sie z.B. das Essen in ihrer geliebten haute cuisin zubereitete...Weniger lustig fand ichs allerdings, wenn sie mich Freitags immermal aufforderte, den trottoir zu fegen ;-)

    LG

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  131. - cuisine - muss es natürlich heißen ;-)

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  132. Liebe Ingrid,
    was auch immer ich Dir vorstelle, aus einer seriösen und kompetenten Quelle, wie es die Flensburger Hefte sind, Du wirst Dich drehen und winden, um nicht sehen zu brauchen, was Du nicht sehen willst.
    Die rassistischen Anteile Steiners sind eine Tatsache, die ich in meinem Verhältnis zu ihm schon zu integrieren vermag. Was mich vielmehr verblüfft ist, wie wenig Vertrauen anscheinend manche haben, um sich zu gestatten, diese Schattenseiten zu sehen. Wohl kein anderer Mensch hat mich so sehr zu persönlichem Denken und Mut angeregt wie Steiner.

    Nach vielen Zeilen und ganz unterschiedlichen Sichtweisen haben wir doch einen gemeinsamen Punkt gefunden:
    „Der physische Körper ist nicht der ganze Mensch,“ denn seine Wesensglieder sind ineinander vernetzt, feinstens verwebt.
    So können wir, Menschen, den Anderen einladen, an unserem Tisch Platz zu nehmen. Wir brauchen ihn nicht mehr fortzuschicken wegen seines physischen Körpers, der anders aussieht, als der unsere, der eine andere Farbe hat, und wir brauchen keine Angst zu haben, er könnte uns verderben.
    Vor 2.500 Jahren wurde auf der Erde der geistige Impuls geboren, der den Menschen aus seiner Rassenbedingtheit enthoben hat. Vor 2.000 Jahren hat Christus sein Haus für alle geöffnet. Diese Impulse sind stärker, als die Schatten, die sich über sie legen wollen.
    Dieses Vertrauen habe ich und zumindest mit diesem werde ich an den Ufern des Styx warten, um meine Überfahrt anzutreten.
    Es ist mir jetzt auch klarer, warum wir uns weiter oben im blog derart verheddert haben.Wenn man sich nicht klar dem Rassismusthema stellt, welches einen ganz realen Schatten darstellt,
    so wird dieser Schatten unterschwellig immer mit dabei sein und auf Andere/s projiziert werden.
    Ich wünsche mir einen konkreten Austausch zu diesem Thema, den ich nun da weiter
    pflege, wo dies auch möglich ist.
    Grossen Dank und Respekt an all die Autoren, die mit Mut, Ausdauer und Herz an dem Entwurf Anthroposophie weiter arbeiten!

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  133. Im Deutschlandradio Kultur, "Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube? Zum 150. Geburtstag des Waldorfschulengründers Rudolf Steiner", Zeitreisen-Sendung am 23.2.2011, gab's auch Rudolf Steiner im O-Ton, Zitat:

    "Z5: Zitator:
    Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn."

    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitreisen/1395925/

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  134. Liebe ZuL,

    Du kannst natürlich glauben, was Du willst, sogar auch, daß ich mich "drehe und winde", um "nicht sehen zu brauchen", was ich "nicht sehen will". :-)
    Das wird mich nicht daran hindern, zuerst bei Steiner selber im Zusammenhang nachzulesen, bevor ich zu beurteilen wage, wie der eine oder andere auf den ersten Blick "ungeheuerlich" wirkende Satz gemeint ist.
    Ganz gleich, wie "seriös" und "kompetent" eine "Quelle" auch sein mag - wieso sollte ich mich auf sie verlassen, wenn ich ohne viel Aufwand im Original nachlesen kann? Und das tu ich jetzt. Ich werde mir heut Abend noch GA 349 beschaffen.

    Falls Dein letzter Kommentar ein Abschied von den "egoisten" gewesen sein sollte: es hat mich gefreut, Dich kennenzulernen, und ich wünsche Dir weiterhin alles Gute!

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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  135. @Rassismusdebatte

    Die verschiedenen Aspekte, persönlichen Ansichten pro und contra bewegten mich.
    Es kam nun eine Lösung in den Sinn.
    Wenn Steiner so vo Rassenunterschieden spricht, wobei er das ja von Atlantis aus begründet, etwa auch bei den Basken, wie da die verschiedenen Qualitäten herrühren und etwa in Afrika sich dann unter dem Einfluß der Sonne fortsetzen (kochen), dann meint er die Rasse und nicht den einzelnen Menschen, die Grundqualität der Rasse. Mir fiel nun auf, die verschiedenen Beschreibungen Steiners zu dem französischen Volk, italienischen Volk usw. sie gelten ja auch in ihrer Qualität, Grundeigenschaft eines Volkes, die jetzt mehr und mehr verschwinden. Es war bewegend zu lesen, wie ein Ägypter dieser Tage erzählte, erst als er die deutsche Sprache erlernte, erlebte er das Denken. Also der Sprachgeist, der wirkt ja nicht als Verdienst des Einzelnen, sondern er ist als Wesen da.
    Wenn Steiner davon spricht, die jüdische Religion ist überholt, mag man/frau das als Diskriminierung ansehen und ist doch dahin zu überprüfen, ob nicht ein Kern der Wahrheit darinnen liegt. Steiner spricht ja davon, alle Religion sind überholt, es bedarf einer neuen Geistigen Erkenntnis.
    Steíner entwarf eine geistige Landschaft, hier kann Dank wachsen. Diejenigen, welche sich in der Rassismusdebatte verbeißen, sollten die Zustände lesen, von denen Steiner spricht, andeutend nur "Spinnenwesen", Vernetzung. Wenn Steiner nicht gezielt angstmachend sprach, sondern in einer gewissen Weise direkt auf die Anwesenden (nicht auf die Leser) wirkte, dann ist es sein Karma, wenn Angst nur zurückbleibt, oder Verwirrung. "ER", der Steiner wollte nicht die Vorträge gedruckt, also können wir "ihm" eigentlich keinen Vorwurf machen, wenn wir nicht bewußt die Schwelle von Tod und Geburt überschreiten können, um dann erst seinen Versuch einer Erneuerung des Geisteslebens zu erahnen, zu verstehen.

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  136. Lieber Ernst,

    "Es war bewegend zu lesen, wie ein Ägypter dieser Tage erzählte, erst als er die deutsche Sprache erlernte, erlebte er das Denken."

    Kannst Du Dich erinnern, wo Du das gelesen hast? Es würde mich sehr interessieren, in welchen Worten der betreffende Ägypter sein Erleben der deutschen Sprache schildert.

    Herzlichen Gruß,
    Ingrid

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  137. Liebe Ingrid,

    leider ist kein Beleg vorhanden.

    Herzlichen Gruß

    Ernst

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  138. Liebe Ingrid,
    ich verabschiede mich nicht von den egoisten, sondern von einer bestimmten Art von Diskussion, die sich meiner Meinung nach im Kreise dreht.Das finde ich auf die Dauer zu mühsam und auch langweilig. Die egoisten halte ich für eine offene Plattform, die mir immer wieder Zugang zu sehr interessanten Informationen, Beiträgen gibt. Ich bewege mich gerne auf dieser Plattform, habe einiges gelernt, verschiedene Menschen kennengelernt, lese gerne die Kommentare mit, finde Modernes und Verwurzelung.Entdecke immer mehr den „Mensch“ Steiner, das ist alles sehr spannend. Wie das Leben halt.

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  139. @ zuhoererundleser
    Erster Teil
    Zunächst einmal, Rudolf Steiner ist nicht unfehlbar.
    Was er im Übrigen auch selber gesagt hat, wenn ich in sein Sagen hinein lausche. Sagte er z.B. nicht verschiedentlich, dass er die Anthroposophie als einen Entwurf für eine "zukünftige" Geisteswissenschaft ansehe?

    Und wie ist das mit Entwürfen? Wer von uns hat seine Entwürfe nicht schon vielfach umgearbeitet und ganz oder in Teilen verworfen? Sollte das für Rudolf Steiner etwa "nicht gelten" dürfen. Kaschieren wir da nicht auf eine ganz vertrackte Weise unsere eigene Denkfaulheit, indem wir Rudolf Steiner auf den Sockel einer Unfehlbarkeit heben? Das von ihm an Gedachte als der Weisheit letzten Schluss, als unumstösslich ansehen?
    Schaue ich hingegen genauer hin, ist es dann nicht so, dass sein gesamtes Vortragswerk so angelegt ist, dass seine Zuhörer "zu sich, in das eigene Ich hinein zu erwachen" gefordert sind, und von dort her in der Lage sein könnten "Anregungen" eigenständig "weiter" zu denken?

    Warum wohl hat er sich lange gegen die Veröffentlichung seiner Vorträge gewehrt? Nicht nur wegen der vielen möglichen Fehlerquellen auf Grund von Lücken in den Nachschriften seiner Vorträge, sondern weil er die Kanonisierung seines Werkes voraus sah. Ein jeder der auf der Festplatte mit seinem Gesamtwerk ab und an herum surft, der mag sich einmal darauf hin beobachten, ob dies das Selbständig Werden seines Denkens fördert? Oder ob er da nicht des öfteren in immer mehr um ihn sich ausbreitende Nebel hinein geraten ist? Ob er da nicht seiner eigenen Schläfrigkeit weiteren Vorschub leistet und das Eigenständig Werden weiter und weiter hinten hinaus schiebt, bis er es möglicherweise ganz aus seinem inneren Auge verliert?

    Waren die Vorträge Rudolf Steiners nicht „an ganz bestimmte Menschen gerichtet,“ und demgemäss auch Vieles auf die augenblickliche innere Verfassung dieser Menschen hin sprechend skizziert, in erster Linie auf den Horizont eines wachsenden Verstehens dieser Menschen hin gesagt. Wer berücksichtigt das für sich, wenn er Rudolf Steiner heute liesst? Wer arbeitet schon einen einzigen Vortrag 70 mal durch, wie er es einigen Schülern, aus gutem Grund, anempfohlen hat?
    (Fortsetzung im zweiten Teil)
    Bernhard Albrecht

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  140. Zweiter Teil
    Was heisst das für mich, wenn ich Vorträge Rudolf Steiners heute lese? Welche Haltung ist von mir da innerlich herzustellen. Die zu einem Eingeweihten, zu dem ich aufschaue, zu Jemandem, den ich skeptisch, aus welchen Gründen auch immer, beäuge oder die des lauschend ganz auf mich bezogen Seins, indem ich lesend in sein Wort hinein höre? Erlausche, was da ganz tief und vielleicht noch sehr unscheinbar oder aber auch sehr heftig aufstossend in mir in eine Resonanz zu dem tritt, was er „zu mir spricht,“ wenn ich ihn ganz als Mensch sehe und als nichts anderes?!
    Dies findet in mir, in meinem Denken statt und daher sind, nach meinem Dafürhalten in aller erster Linie zunächst jene, bildlich gesprochen, „Nebelschwaden“ oder „eifernde Feuerpfeile,“ die da aus unterbewussten Tiefen in mein Denken herein drängen beobachtend zu untersuchen. Wenn ich hier „mein“ Denken und Fühlen nicht streng von dem abgrenze, was Rudolf Steiner sagt, dann kommt es an dieser Stelle zu „Übertragungen,“ die das Wort Rudolf Steiners bis zur Unkenntlichkeit verfremden können.

    Erwachen an Rudolf Steiner beginnt mit der Frage: Was hat das mit mir zu tun, dass ich so oder so auf ein Sagen von ihm reagiere. Welche von mir noch nicht aufgearbeiteten Tiefen melden sich da zu Wort, die es gilt erst einmal zu verstehen, dann innerlich still werdend anzunehmen, bevor ich zu einem Verstehen im Sinne des von ihm Gesagten vordringen kann.
    Wie steht es, wenn ich es einmal so zu charakterisieren versuche, wohl wissend, dass dies einigen Anthroposophen nicht wenig innerlich aufstossen mag, wie steht es um mein sozusagen „anderes“ Ich, das mich aus dem Unterbewussten aufstehend durch das Du meiner Mitmenschen anspricht, wenn ich ihre Hebammen Dienste in dieser Hinsicht bereit bin ernst zu nehmen, wenn ich innerlich offen bin an ihnen zu mir hin, in die wachsende Kraft meines Ich hinein zu erwachen?
    „Charon“ sitzt im Bug seines Bootes und beobachtet mit wie viel Gelassenheit die Wanderer an ihn herantreten, ob sie der Höllenfahrt, wie es Burghard sagt, in die eigenen unbewussteren Tiefen, an dieser Stelle innerlich nicht ausgewichen sind. Und diese Höllenfahrt ist allermeist kein einmaliger, sondern ein vielschichtig sich entfaltender Prozess, der meist um einige wenige neuralgische Punkte kreist, die jetzt in diesem Leben von Bedeutung sind, dass ich durch sie hindurch aufwache, in mein Ich hinein.

    Was ist das Wesentliche?

    Für mich ist es etwas anderes, als für Dich. Das heisst aber in dem hier angesprochenen Kontext nicht, dass mir der Nationalsozialismus kein Thema ist. Für mich ist einfach die Auseinandersetzung um „rassistisch oder nicht rassistisch“ in Bezug auf bestimmte Aussagen Rudolf Steiners ein Nebenschauplatz. Und demgemäss habe ich mich mit den Fragen in diesem Zusammenhang nicht näher beschäftigt.
    Rassistisch oder nicht rassistisch ist eine Frage des ideellen Blickwinkels. Indem ich hier eine Unterscheidung treffe, habe ich damit aber nicht unbedingt eine innere Haltung, eine Kraft in mir entwickelt, die mich in die Lage versetzt „im Leben“ einem SS-Schergen oder in der heutigen Zeit Vergleichbarem adäquat begegnen zu können.
    Ich sage das nicht ohne Grund, denn meine Biographie ist sehr stark von zwei Menschen her geprägt, die unter Lebensgefahr für sich und andere im Widerstand gegen Hitler aktiv tätig waren. Und obwohl sie dies waren, nach dem Krieg nicht davon sprachen. Mit einer einzigen Ausnahme. Und dieses Gespräch hat Bilder in mir geweckt, die zu einer wesentlichen Quelle für mein unablässiges Fragen nach dem „Ich“ wurden.

    Erwachen am anderen Menschen!

    Ich grüsse Dich,

    Bernhard Albrecht

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  141. @ Bernhard Albrecht

    ist es die Anthroposophie? Oder hast du ein anderes Problem?

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  142. Lieber Bernhard Albrecht,
    danke für Deine ausführliche Antwort zu dem Thema!
    Ich grüsse Dich auch

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