Wolfgang Held zur Atomkraft

Im "Goetheanum" (Website) schreibt Wolfgang Held: "Der Ausspruch Senecas «Errare humanum est...» (Irren ist menschlich...), entschuldigt nicht das Menschliche, sondern erklärt es. Unvollkommenheit ist das, was, an sich entdeckt, in geistige Bewegung führt und am anderen Liebe zu wecken vermag. 
‹Menschliche› Technik ist diejenige, die Fehler zulässt, die Menschlichkeit zulässt. Anders Kernkraft: ‹Null-Fehler-Toleranz› lautet ein Werbespruch der Atomwirtschaft. Es ist eine Technik, die keine Fehler erträgt und deshalb unmenschlich ist.
Der Reaktorbehälter, das Kontainment, all diese hermetischen Gehäuse, die nun bersten, machen deutlich, wie weit diese Technik vom Menschen ferngehalten werden muss, weil sie uns Menschen so fremd ist.
Senecas Spruch geht weiter: «...sed in errare perseverare diabolicum.» (...aber auf Irrtümern zu bestehen, ist teuflisch.)"

Zum Thema auch der Artikel "Von Tschernobyl zu Fukushima. Die Atomenergie hat keine Zukunft.
Einfache Antwort auf eine einfache Frage: Atomkraft? Nein Danke!"von Michael Mentzel bei "Themen der Zeit".

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