Von Engeln und Maschinen

von Hütern und Behüteten
von Schätzen die vergehen
von Technik die sich ablöst von ihren Schöpfern
von Werdendem und Gewordenem
von Freiheit und Aufgabe
vom Unbehüteten, das selber Hüter seiner Schöpfung werden muss..

bei den Egoisten, in einigen unfrisierten Gedanken.

Kommentare

  1. Ich gebe meinen Maschinen und Geräten immer
    einen Namen, ich benutze sie nicht, sondern
    freue mich, dass es sie gibt, weil sie mir
    helfen, ich sehe sie als Partner denen die
    Menschen ihre Form gegeben haben, in denen
    sie formgefangen harren müssen dem, wie wir
    sie sehen und behandeln.

    Und wenn man Intelligenz versteht und
    durchschaut kann sie einem nichts anhaben in
    ferner Zukunft, dann werden es vielleicht
    meine "Haustiere" sein und zahm sein, weil
    ich ihre Intelleigenz mitverfolgt habe von
    heute an, ihren Werdegang, denn ich glaube
    Intelligenz geht auch ohne Seele.

    "...als automatenartige Wesen mit einem
    überreichlichen Verstande. Und der Mensch
    wird, insofern er nicht seine schattenhaften
    intellektuellen Begriffe belebt hat
    ,..."

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  2. @Manfred

    "Ich gebe meinen Maschinen und Geräten immer
    einen Namen...." etc.

    Finde ich gut die Idee und deine Gedanken hierzu...Habe es mal selbst so erlebt bzw. 'gelernt' als ich in Findhorn gelebt und gearbeitet habe...Als wir dort z.B. die Räumlichkeiten sauber machten, durfte ich mit Staubsauger "Stefa" die Empfangshalle des Hotels saugen ;-)) Jede Maschine hatte irgendwo so ein kleines Namenschild kleben (auch die großen Dinge wie z.B. Heizungsanlage und Wasserpumpe) ... fand ich lustig und man gibt irgendwie auch besser acht auf die Maschinen ;-)

    LG

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  3. Oh, Findhorn, wirklich? Ich war da nur einmal zu Besuch, so vor 30 Jahren oder so. Schreib doch mal etwas über die Zeit!

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  4. Michael, dann hätten wir uns ja fast getroffen :-) Ich war vor ca. 28 Jahren dort, so mit 24 Jahren :-) auch nicht sooo lange, ich glaub es waren 2,3 Wochen...aber es war sehr intensiv und nett :-)

    Ja, etwas schreiben, hm, wo sollte ich da anfangen und was habe ich überhaupt noch behalten? es ist ja sehr lange her..
    Es waren auch oft sehr persönliche Erlebnisse, desöfteren auch stille Beobachtungen, manchmal nur flüchtig und dennoch intensiv...(und natürlich auch gemeinsam mit anderen Menschen, die man näher kennengelernt hatte)...
    Für solche Art Geschichten bist du viel besser geeignet und wesentlich talentierter als ich ;-) siehe den Karl usw. ;-)

    Aber das mit den Maschinen hat mich sehr beeindruckt, dass sie eben als Helfer und Wesen angesehen wurden (bzw. Intelligenzen oder Schöpfungen dahinter stehend)..
    Ein Findhorn-mitarbeiter hatte mich damals herumgeführt und zeigte mir alle relevanten Maschinen und Gerätschaften und nannte immer die Namen...vieles von dem fand ich dann sehr viel später in den Flensburger Heften wieder ;-)

    Was soll ich sagen...es war sehr nett dort und alles atmete Schönheit, Ordnung und Harmonie...in den Meditationsräumen und in dem wunderschönen Sanctuary (Fünfeck-Bau) trafen wir uns regelmäßig zu gemeinsamen Meditationen bzw. Vorträgen und Veranstaltungen...abends saßen wir oft zusammen, erzählten Geschichten, schauten jemanden beim Tai Chi zu oder spielten auf der Gitarre (und so manche/r verliebte sich auch gerne mal ;-))

    Die Mahlzeiten wurden gemeinsam eingenommen in gelöster Atmosphäre und zwar vegetarisch... jeder arbeitete auch mal mit in der Küche bzw. ließ sich hier und da zu irgendeiner Arbeit einteilen (das Putzen und Pflegen der Räumlichkeiten wurde sehr hoch angeshen)...

    Zu den Abschlussfeiern der sogen. Erfahrungs-Wochen, gab es immer großes Festessen und Musik, wo dann auch Fisch serviert wurde. Fisch der nahegelegenen 'Zauber-Inseln' (wohl auch aus der Nähe der sagenhaften Königsinsel Iona), wo ebenfalls, verstreut, Findhorn-Leute bzw. Fischer lebten..

    Ich habe dort sehr viele interessante Menschen kennengelernt...leider mussten viele (und ich ja auch) bald wieder zurück in ihre Heimat, weil eben die Realität doch Beruf und Geldverdienen hieß, Findhorn doch mehr Erfahrungs-Urlaub bedeutet, allerdings Urlaub der ganz besonderen Art ;-)...
    (es sei denn, man möchte für lediglich Kost und Loggie dortbleiben und arbeiten, wenn denn überhaupt ein Platz frei war).

    10, 15 Jahre später hatte Findhorn dann wohl ein ziemliches Tief...es war irgendwie runtergewirtschaftet oder kraftlos geworden (und so mancher Drogenfreak soll sich in Findhorn ausgelebt haben)...Aber seit ein paar Jahren soll es doch wieder gut laufen, mein bester Freund war letztes Jahr für 4 Wochen drüben und berichtete dann ..

    Schön war auch die Gartenarbeit...und wir holten oft den Seetank von der nahegelegenen Küste für die Kompostzubereitung...
    Allerdings, Gnome und Riesenkohlköpfe auf kargen Steinböden, habe ich nicht (mehr) gesehen ;-)) Auch die Mitbegründerin sah man fast nie, sie hatte sich fast vollständig zurückgezogen von allem, schrieb aber noch Meditationstexte und diverse Bücher...

    Für einen jungen Menschen ist das alles sehr beeindruckend, fast wie ein Zauber...aber wie gesagt, die Realität sieht dann meistens etwas anders aus, zumindest wenn man etwas Geld verdienen oder einfach nicht so einsam leben möchte ;-)

    Schönen abend dann!

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  5. 'einsam' was die Ferne von der Heimat und zu alten Freunden und Familienangehörigen betrifft ;-)

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  6. Michael, wie war denn dein Eindruck so in Findhorn. Hast du auch an einer sogen. Experience-week teilgenommen o.ä. ?

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  7. Steffen, nein, ich habe mich keinem Workshop angeschlossen, sondern machte Bed&Breakfast und sah mich ein paar Tage um. Mich interessierte mehr die Landschaft, der Ton in der Community, so weit ich das wahrnehmen konnte, war nicht meiner. Also nur ein paar Gespräche im Garten und ringsumher. Interessanter fand ich die kleinen Binnenseen direkt am Meer mit ihren bizarren Nebel- Erscheinungen. Danke für die Schilderung!

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  8. Alles klar :-) Interessanter fand ich die kleinen Binnenseen direkt am Meer mit ihren bizarren Nebel- Erscheinungen... Ja, ähnliches habe ich auch In Erinnerung...Überhaupt unterschieden sich meine Naturerlebnisse in England, Schottland aber vor allen Dingen in Irland, von denen hier auf dem Festland ... schien alles etwas intensiver und wohl auch unberührter zu sein .. Wir haben in Irland Sonnenaufgänge (bzw. Untergänge) erlebt, die ich nirgendwo anders so gesehen habe von den Farben her...auch die Bäume in den Wäldern kamen mir teils wie richtige Persönlichkeiten vor...urig, knorrig, fast wie beobachtend, mit richtigen Gesichtern darin usw. ;-)

    lg

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  9. Lieber Steffen, lieber Michael, nett zu hören, Eure Findhorn-Erfahrungen. Ich war auch dort gewesen, ca. 83,84, habe so eine Art Workshop mitgemacht ("New creation" hieß das) und war letztendlich ein wenig enttäuscht, weil ich die großartig angekündigten Naturgeister überhaupt nicht sehen konnte.

    Die menschlichen Begegnungen, das gesunde Futter und das gemeinsame Meditieren hat mir prima gefallen, nicht so toll fande ich, dass man neben der Zeit im Workshop an diversen baulichen Maßnahmen am Haus mitarbeiten "durfte" (Ich war damals schon so leicht nörgelig).
    Frohes Gepfingste in die Runde!

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  10. Mensch Rainer, also du auch um die 83/84 er Zeit?

    Ja, klar, die brauchen natürlich immer so freiwillige Helfer, Geld war oder ist wohl schon immer knapp dort gwesen ..(so scheint es jedenfalls) ..

    Deine Gedanken in Richtung Ausbeutung bzw. Gruppenzwang, kann ich verstehen...Ich habe heute auch keinen Bezug mehr zu dieser Art Gemeinschaftsleben...dann kosten die workshops auch nicht wenig Geld und zweitens wird ja immer von einer gewissen Selbstlosigkeit ausgegangen (gerade wenn man länger oder für immer dortbleiben möchte) ... fast so eine Art modernes Klosterleben, im Sinne von Aufopferung für eine Gemeinschaft ;-)

    LG

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  11. trotzdem wars schon auch nett und interessant für mich .. :-)

    Ebenso frohe Pfingsten!

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