Ungeschütztheit

"Er kann nur sein eigener, immer angreifbarer Mittelpunkt sein. Die Angreifbarkeit seines Körpers wie seines Kopfes ist die eigentliche Bedingung für sein Schreiben. So sehr es oft aussieht, als ob er sich um Schutz und Sicherheit gegen diese Verletzlichkeit bemühe, alle diese Bemühungen täuschen, er braucht seine Einsamkeit als Ungeschütztheit."

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Elias Canetti, Das Gewissen der Worte, Essays, München 1978, S. 122 

Kommentare

  1. Eine Ungeschütztheit in der Einsamkeit, dem liegt wohl das Bedürfnis zugrunde, möglichst direkt mit dem kreativen Strom in Kontakt zu bleiben und das geht ja nur durch mit in sich selbst.

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