Die Mutter des Yogis

"Die Ehefrau eines bekannten Raja-Yoga- Lehrers stellte scherzhaft fest: Mein Mann kam von seinem letzten Indienaufenthalt in wunderbarer Verfassung zurück. Er war sechs Monate lang erleuchtet, bis er seine Mutter wieder traf."

Diese und andere wunderbare Geschichten stammen aus Jack Kornfields Buch "Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen", das ich gerade bei den alten Egoisten besprochen habe.

Kommentare

  1. So ein Buch zu lesen, macht sicherlich viel Spaß und trägt zur Entspannung bei.
    Den run auf Erleuchtung hab ich nie verstanden. Buddha z.B.bedeutet “Der Erwachte”. Und soviel ich weiß, sprach Buddha nie von Erleuchtung, sondern von Erwachen. Deshalb der Name.
    Warum nun so viele auf Erleuchtung fixiert sind und unbedingt erreichen wollen, dazu fallen mir Assoziationen wie - licht, männlich, auf ein Ziel ausgerichtet – ein. Die spirituellen Schulen sind aus einem patriarchalen Hintergrund herausgewachsen.
    Das Gerede über Erleuchtung war mir immer lästig, ich hab es so gut es ging vorbeiziehen lassen -es gehört halt zum Packet - und war oft froh, mich hinsetzen zu können, und endlich Ruhe zu haben.
    In der Meister-Schüler Beziehung gehts dann auch mehr um die/den INNERE/N als um die/den äußere/n MeisterIN und um die alte Tradition der Übermittlung vom Herzen der (inneren) MeisterIN zum Herzen des SchülerIN. Leider tun sich da auch Schattenseiten auf.
    (Tut mir leid, wenn es oben durch die Hinzufügung der weibl.Form holbrig wird, die Schriftform der meisten spirituellen Texte ist bedauerlicherweise einseitig, männlich. Ich finde es der Mühe wert, das zu erneuern)

    Zum positiven Aspekt der Übermittlung MeisterIN-SchülerIN hier ein interessanter Text von Steiner. Danke Michael, hab ich von Dir:
    “...Dann wird die Sprache, das Wort es bewirken, daß in ihm, dem Wort selbst, Kräfte liegen, welche Gemütsbewegungen übertragen von Seele zu Seele, vom Meister zum Schüler, vom Bodhisattva auf alle, die sich nicht abwenden von ihm. Die Sprache wird dann ein Träger ästhetischer Gemütsbewegungen sein können. Aber dazu gehört der Anbruch einer neuen Zeit. In unserer Zeit wäre es selbst dem Bodhisattva nicht möglich, solche Wirkungen durch den Kehlkopf auszuüben, wie es dann möglich sein wird.”
    GA 130 Seite 119

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