Maria Thun verstorben

Foto: AstroWiki
Wie die Zeitschrift "Das Goetheanum" gerade bei Facebook meldet, ist Maria Thun am 9. Februar verstorben. Maria Thun ist weit über anthroposophische Kreise hinaus bekannt geworden durch ihren Aussaatkalender, der planetarische Einflüsse in Bezug auf Saat, Zucht und Ernte einbezog. AstroWiki beschreibt ihre Arbeit so:
"Maria Thun wuchs in der Nähe von Marburg auf einem Bauernhof auf. Während des 2. Weltkrieges war sie als Krankenschwester in der Krankenpflege tätig. Sie heiratete den Maler und Anthroposophen Walter Thun, Kunstlehrer an einer Waldorfschule, den sie während des Krieges kennengelernt hatte. Durch ihn kam sie bereits Anfang der 40er Jahre mit der biologisch-dynamischen Bewegung Thüringens in Kontakt. Immer schon eine hingebungsvolle Gärtnerin, wurde sie durch Rudolf Steiners Anthroposophie angeregt, ihre Pflanzen genauer zu beobachten. (..)  Die erste Veröffentlichung dazu erschien als Aussaatkalender für 1963."

Diesen Aussaatkalender gibt es bis heute. Während Maria Thun ganz im Rahmen der biologisch- dynamischen Landwirtschaft gearbeitet und ihre Aussagen nicht oder nur bedingt mit traditionellen astrologischen Vorstellungen korrelierten, gab es manchmal exotische Nachfolger, die ihre Aussagen z.B. mit Steiners Temperamentenlehre verbinden wollten und dadurch seltsame Schlussfolgerungen auf günstige Lernzeiten bei Kindern zogen. Kinder sind aber keine Radieschen. Diese Abwege erwiesen sich glücklicherweise als Eintagsfliegen. Eine Auswahl ihrer in viele Sprachen übersetzten Bücher gibt es hier.

Maria Thun hat bis ins hohe Alter hinein Vorträge gehalten- im folgenden ein 2007 in Düsseldorf gehaltener, der im betreffenden Ausschnitt doch auf die von ihr angenommenen Wirkungen von planetarischen Konstellationen auf die Befindlichkeiten von Menschen ausgeht:


Kommentare

  1. das ist mal eine neuigkeit. sie muss ja ziemlich an 90 gewesen sein. ihr sohn wird den kalender wohl weiter herausgeben, schätze ich

    AntwortenLöschen
  2. Das war in der Düsseldorfer Rudolf-Steiner-Schule! Ein toller Vortrag!

    AntwortenLöschen
  3. Oje, die alte Dame werd ich sehr vermissen. Ich hab sogar einen ihrer Kalender daheim. Immer wenn von kosmischen Zusammenhängen die Rede ist, denke ich an sie, weil ihr Wissen so konkret ist, nicht wie ein Horoskop, sondern verschmolzen mit Vorgängen der irdischen Natur.

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Frau Thun,danke, die Ergebnisse ihrer Arbeiten und Forschungen sind mir von großem Nutzen in meinem Garten.

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Danke für Ihre Mitarbeit im Blog.

Egoistisch am meisten gelesen: