Rudolf Steiner über den Maitreya Buddha

Abbildungen des Maitreya bei Pinterest

"Dieser Nachfolger des Buddha lebt heute noch als Bodhisattva. Er wird erst zur Buddha- Würde empor steigen 3000 Jahre nach unserer jetzigen Gegenwart. Das ist derjenige, den die orientalische Philosophie den Maitreya Buddha nennt."
GA 117.110

Ein Bringer des Guten wird er sein, und zwar aus dem Grunde, weil er – und das können die sehen, die hellsichtig genug sind – es in strenger Selbsterziehung erlangt, jene Kräfte in äußerster Weise auszubilden, die magisch-moralische Kräfte hervorgehen lassen derart, dass er imstande sein wird, durch das Wort selbst Gemütsbewegung und Moral in die Seelen zu übertragen. Wir können auf dem physischen Plane noch keine Worte entwickeln, die dazu imstande wären. 
GA 130.136

Wenn dieser Bodhisattva auf der Erde erscheinen und zum Maitreya Buddha werden wird, dann wird er auf der Erde vorfinden die Saat des Christus. Das werden jene Menschen sein, welche sagen werden: Nicht nur mein Kopf ist angefüllt mit der Weisheit des achtgliedrigen Pfades, ich habe nicht nur die Lehre, die Weisheit von der Liebe; sondern mein Herz ist voll von der lebendigen Substanz der Liebe, von dem, was überfließt und hinaus strahlt in die Welt. Mit solchen Menschen wird dann der Maitreya Buddha seine weitere Mission in der Fortentwickelung der Welt ausführen können. Diese lebendige Kraft der Liebe muss in der Zwischenzeit einströmen, damit der Maitreya Buddha nicht nur Menschen findet, die einsehen, was Liebe ist, sondern Menschen, die in sich die Kraft der Liebe haben. Dazu musste der Christus auf die Erde herabsteigen. 
GA 114.198f

Und der Maitreya Buddha selber, der mit großen, gewaltigen Worten, von denen heute noch keine Vorstellung gegeben werden kann, als umgewandelter Bodhisattva von den großen Geheimnissen des Daseins verkünden wird, er wird sprechen in einer Sprache, die erst geschaffen werden muss, denn heute könnte kein Mensch die Worte finden, mit denen einstmals der Maitreya Buddha zu den Menschen sprechen wird. Aus dem Grunde kann noch nicht so zu den Menschen gesprochen werden, weil es noch nicht das physische Werkzeug dazu gibt. Solche Worte können noch nicht von einem physischen Kehlkopf ausgesprochen werden. Sie können jetzt nur in den geistigen Welten da sein. 
GA 130. 98f

Unbekannt bleibt er in seiner Jugend. Und wenn er im dreißigsten Jahr hinopfern wird seine Individualität, dann wird er so auftreten, daß in seinen Worten moralisch wirken wird, was er sagt. Fünftausend Jahre nachdem der Buddha unter dem Boddhibaume erleuchtet ward, wird auch sein Nachfolger zur Buddha-Würde aufsteigen und wird sein der Bringer des moralisch wirkenden Wortes.
GA 130. 40f

Kommentare

  1. Lieber Michael,

    Vielleicht eine Umfrage?

    Wer war der Maitreya Boddhisatva des 20. Jahrhunderts?

    [a] Valentin Tomberg
    [b] Rudolf Steiner selbst (als Meister Jesus)
    [c] Joel Wendt (eine lange amerikanische Geschichte. Frag lieber nicht!))
    [d,e,f, . . .] . . . . andere Kandidaten

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  2. Wie zu erwarten wäre, hat Hermann Keimeyer viel über diese Frage geschrieben. Natürlich erklärte er uns die geistigen Feinheiten.

    “Wie wurde Tomberg als Bodhisattva des 20. Jahrhunderts zum Anti-Bodhisattva?”

    http://www.hermannkeimeyer.de/index.php?option=com_content&task=view&id=568

    Wir bekamen bei unserer Morgenmeditation des “Esoterischen Jungendkreises” am 27.6.2010 von dem höheren Selbst des Valentin Tomberg daß . . .

    “ . . . er sein Anti-Bodhisattva-Wirken im 20. Jahrhundert nach seiner Konvertierung zur katholischen Kirche ausgleichen wird, indem er zum Ende des 21.Jahrhundert wiederkommen wird mit Moses und Johannes dem Täufer und vielen anderen Seelen aus der Goethe-Schillerzeit, wie wir das schon hier dargestellt hätten.--- In ca. 3000 Jahren würde er als Maitreya zum Buddha erhoben werden.”

    Ende der Tomberg-Eingebung.

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    1. Es ist ein armer Bauer auf der Alm, mit einer kleinen Ferienpension. Er spricht wenig und er hat immer ein freundliches Lächeln für seine Gäste übrig, man fühlt sich seltsam wohl in seiner Umgebung.

      Er trägt sein Herz auf dem rechten Flecke.

      Ab und an sieht man ihn unten in der kleinen Stadt, wie er selbstgemachtes Brot - Obst, Milch und Käse an die Tafel für Hartz4-Empfänger verschenkt. Man könnte meinen, die Güte sei schon immer dagewesen, gerade da wo sie wie selbstverständlich zum Leben gehört.

      Aber es scheint so, als hätte diese Selbstverständlichkeit das SELBST- verständliche verloren ;-)

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    2. Also dann, Halbvollglas, gibt’s irgendeinen wesentlichen Unterschied zwischen dem Hellsehen Hermann Keimeyers und dem Hellsehen Wolfgang Weirauchs? -- Infolgedessen dem Hellsehen Verena Stael von Holstein und denen der anderen Leute die auch mit Naturgeistern behaupten zu sprechen? Jacke wie Hose, nicht wahr?

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    3. Eine Antwort speziell zu diesen Hellsehern?
      Ja (cke) und Nein. Prüfe das Beste und behalts :-)

      Zu Güte und Christus: Suche, behalts und verliers.

      Zu Maitreya Buddha: Verliers ;-)



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    4. Ein wunderbarer Beitrag und eine Anregung, dieser Text zu Maitreya.

      Danke.

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    5. Das reinste Irrenhaus.....jeder kann Maitreya werden, vielleicht entscheidet ja auf debildemokratische Art das Ergebnis einer Umfrage, jeder kann behaupten er wird es sein, .....prost Mahlzeit, was für eine Klapsmühle ist denn das hier?

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    6. @Anonym - bezügl. Klappsmühle

      Wer schreibt hier dass jeder Maitreya werden kann? Ich habe es jedenfalls nicht geschrieben, sondern: "Verliers" (damit ist u.a. gemeint: spekuliere nicht, sei nicht egoistisch, treibe keinen Personenkult usw.)

      Die Worte: "........ANREGUNG dieser Text zu Maitreya." War eben nur als Anregung zum NACHSINNEN und IN-SICH-GEHEN über Maitreya gemeint ;-)

      Aber was ist eigentlich debildemokratisch?

      lg

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    7. Achja, das mit dem Bauern auf der Alm war natürlich auch ironisch gemeint, wegen dieses überkandielten Personrenkults in der Anthroposophie ;-)) Und wie Güte und Mitgefühl auszusehen hat, da muss dann jeder selber sehen ;-)

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    8. Ich glaube dass der Maitreya ne Menge zu tun hat. Angesichts der Wandlung der Bedeutung des gesprochenen und geschriebenen Worts für unser Leben... Es liegt doch schon in der Luft! Man merkt das daran, dass die Veränderung so oder so kommt, auch ohne unser bewusstes Zutun. Aber man kann es auch beobachten.

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  3. lieber Michael, hattest du einen bestimmten Anlass, die Aussagen hier zu bringen?
    Robert Powells neues Buch handelt auch vom Maitrya und vom jahr 2014… http://www.amazon.com/Gautama-Buddhas-Successor-Robert-Powell/dp/1584201614

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    1. Mein aktueller Anlass war der Begriff Nodopotoke im Zen, der Sitz Buddhas im Kehlkopf (Adamsapfel). Von daher der Übergang zum (nach Steiner) sprachschöpferischen, über das gesprochene Wort initiierenden Maitreya. Ich glaube nicht, dass Powell darauf eingeht, werde das aber mal studieren, Danke.

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  4. Als ich die Überschrift las, habe ich zuerst eigentlich weniger an Valentin Tomberg gedacht, eher an den Sebastian Gronbach. Woher kommt das?

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