Rudolf Steiner: Wenn der Mensch denkt, denkt die Welt in ihm

"Wie zwei entgegengesetzte Pole hat sich entwickelt die Erde und das, was darüber ist, das, was sich erst vereinigt hat mit der Erde durch das Mysterium von Golgatha. 

Christus und die Erde gehören zusammen. Sie mussten sich, damit sie sich vereinigen konnten, zuerst getrennt voneinander als Polaritäten entwickeln. So sehen wir, dass es notwendig ist, damit überhaupt in der Wirklichkeit die Dinge sich ausleben, dass sie sich in Polaritäten differenzieren, und die Polaritäten vereinigen sich dann wieder zum Fortschritte des Lebens. Das ist der Sinn des Lebens. 

Jetzt sehen wir auch den Sinn des Christus-Erlebens ein: Miterleben soll die Erde die göttlichen Geheimnisse. Dadurch wurde die Polarität in den Menschen gelegt, so wie in die Erde. Wenn der Mensch denkt, denkt die Welt in ihm. Er ist der Schauplatz, er bringt nur die Gedanken zusammen. Wenn der Mensch fühlt und will, ist es ebenso."

Rudolf Steiner, GA 155, Seite 57f

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