Das anthroposophische Om

Rudolf Steiners Notiz zum AUM
Von seiner frühesten theosophischen Lehrtätigkeit (Berlin, 21. 12. 1904) bis hin zu den späten Unterweisungen an seine Schüler in Esoterischen Stunden (Stuttgart, 13. Juli 1923), in, wie vom Protokoll vermerkt, geradezu verklärtem Zustand  („Es war inzwischen dunkel geworden. In dem letzten Licht war schließlich nur noch das zarte Weiß von Rudolf Steiners Antlitz und seiner Hände sichtbar“), beschäftigte sich Steiner mit den „Sanskritworten“ (1) AUM bzw „Aoum mani padme aoum“- jeweils nicht als klangliches Mantram im klassischen Sinne, sondern verbunden mit mehr oder weniger umfassenden okkulten Betrachtungen, in denen sich nicht in Länge und Breite, aber in der Tiefe die anthroposophische Weltanschauung spiegelte.

In der frühen Betrachtung - bestätigt durch eine oben wiedergegebene Notiz Rudolf Steiners - ergänzt er die Vokale des AUM jeweils mit einem Vers, den er als Grundlage für die Esoterische Stunde nahm, in der er die drei Zeilen erläuterte. Dem A schreibt er „Ich bekenne mich zu mir oder Ich bin“ zu, dem U „Ich bekenne mich zur Menschheit oder der Mensch ist“, dem M (im Widerspruch zur Notiz) „Ich bekenne mich zur Gottheit oder Gott ist“. (2)

Das „Ich bin“ ist dabei ein Zustand absoluter Eigenverantwortung - „für jeden Gedanken, jedes Gefühl und jede Handlung“- ein Moment innerer Freiheit und Souveränität, der uns - wie sich Rudolf Steiner vorsichtig ausdrückt- „etwas vorwärts“ bringt. Das Erleben des „Der Mensch ist“ entspricht dagegen der Realisation der umfassenden Verbindung mit jedem anderen Menschen, da von der Erziehung bis zum Pflastern der Straße „schon Leute für mich gearbeitet“ und mich geprägt haben. In jedem Augenblick meines Lebens hätten sich andere „um mich bemüht“. Selbst die Verbrechen Anderer könnten daran gelegen haben, dass „ich den Betreffenden vielleicht in einem früheren Leben nicht gebessert habe“. Insoweit sieht Rudolf Steiner im U die völlige karmische Verknüpfung der Zeitgenossen in gegenseitiger Verantwortlichkeit. Im M oder „Gott ist“ ist in Steiners Interpretation die meditative Realisation der Tatsache angesprochen, dass jedes menschliche Ich im Schöpfungsakt „aus einer Einheit der Gottheit geflossen“ sei, und dass es in ferner Zukunft auch ein Zurückfliessen des menschlichen „Sonderseins“ in die Gottheit geben werde. Das „Sich- Bekennen“ als Ich in der meditativen Selbstgewahrwerdung spricht in dieser Betrachtung Rudolf Steiners also Selbstverantwortung, soziale Verbindlichkeit und den göttlichen Ursprung des Menschen an.

Die späte Interpretation Steiners des Om mani padme hum ist wesentlich umfassender dokumentiert. Man muss bedenken, dass diese Unterweisungen in seinen Augen sehr intimen Charakter besaßen und für die engsten und eigentlichen Schüler bestimmt waren. Immerhin leitete er sie mit der Adresse „Meine lieben Schwestern und Brüder!“ (3) ein. Der Bezug zu den Sanskritworten besteht in verschiedenen Stufen und Hüllen, die in der meditativen Arbeit fallen. Die drei Hüllen, von denen das „Ich des Menschen .. umgeben“ ist, das keinen Egoismus kennt - „Egoistisch sind nur die Hüllen“ (4) schließen es ein wie die Blüten des Lotos: „Auch in dieser ist der innerste Kern von drei Kreisen von Blütenblättern umgeben.“ Dem entsprechend übersetzt Steiner den Sanskritspruch mit den Worten „Mein Ich ist beschlossen in der Lotosblüte“. Die esoterische Schulung im engeren Sinne bestehe darin, zu diesem „wahren Ich hin(zu)kommen“ im Durchschreiten aller drei Hüllen: „Das ergibt drei Stufen, die zum Ich hinführen“.

In der betreffenden esoterischen Stunde ging Rudolf Steiner, wozu er ja auch neigte, zu einer Art kultischen Intonation und Inszenierung über, indem er seine Arme mit dem „Fallen der Hüllen“ jeweils auf den Tisch schmetterte und dann wieder in „Blütenform“ nach oben hob. Die erste Hülle („Mein Eigenwesen ist verwoben mit der Erdenschwere“) verband er mit dem Rosenkreuzer- Spruch Ex Deo nascimur, die zweite Hülle („Mein Eigenwesen ist verwoben mit der Lichtesleichtigkeit“) mit In Christo morimur, die dritte Hülle („Mein Eigenwesen ist verwoben mit der Atemstärke“) mit Per Spiritus Sanctum reviviscimus. Eine andere Quelle gibt das Drama dieser Inszenierung, in der Steiner das, was „der Inder“ ausdrückte, mit dem „Rosenkreuzer“ und der Erleuchtung in „Lichtesleichtigkeit“ verband, noch deutlicher wieder: „Jedesmal wenn Rudolf Steiner das Fallen der Hüllen erwähnte, ließ er seine Unterarme und Hände schwer auf den Tisch niederfallen. In der Art wie er das Wort „fällt“ sprach, malte er wieder lautlich das Abfallen der betreffenden Hülle.“ (5) Die esoterische Unterweisung in einem eigentlich kultischen Akt fand seinen Höhepunkt im nochmaligen Sprechen der Sanskritworte.

Für das AOUM gibt es in anderem Zusammenhang Äußerungen Steiners, dass dies der korrekte Klang des Mysterienwortes sei. A entspreche dabei dem Staunen, O der Verehrung, U der Furcht. In diesem Sinne sei AOUM die klangliche Entsprechung der Ehrfurcht. „Mani“ dagegen sei die klangliche Repräsentation für das „Reinste, Innerste, Wesentliche“ - als Kristall, Lotos oder als - im Menschen- für das Ich.

Vielleicht ist am Vergleich der Esoterischen Stunden im Abstand von fast 20 Jahren - bei identischem Thema - interessant, dass die frühe eher rationale Deutung Steiners - im Sinne von Selbstverantwortung, geistiger Souveränität und sozialer Verbindlichkeit- weitgehend verschwunden ist zugunsten einer „erkenntniskultischen“ Veranstaltung, in der Steiner typische Versatzstücke seiner okkulten Stationen nun doch geradezu beschwörend inszeniert. Die Leichtigkeit der frühen Tage war dahin, ja, der späte Steiner war mehr Guru denn je. Diese Elemente „besonderer Feierlichkeit“, in denen manchmal auch die Damen Marie Steiner und Dr. Wegman links und rechts neben ihm sitzend präsentiert wurden, durchzogen die esoterischen Unterweisungen gerade in der späten Ära- auch, was die „sehr getragene“ Sprache betraf: „..und dabei doch mit einer Geste und Kraft der Sprache, als schriebe seine Stimme die Worte in weite umfassende Fernen, nicht für die Gegenwart allein.“ (6)

Bedenklicher noch wird die Situation, wenn man Rudolf Steiners Einschätzung seiner esoterischen Entwicklung aus einer Esoterischen Stunde für den erweiterten Vorstand ("Wachsmuth- Lerchenfeld- Gruppe“) vom 3. Januar 1924 hinzunimmt- also quasi ein internes Treffen auf der Chef- Etage. In der Erinnerung von Maria Röschl-Lehrs hat Steiner folgendes geäußert: „Esoterik verträgt keine Spielerei, alles Bisherige sei spielerisch gewesen [genommen worden]. Jetzt muß offen und ernst Esoterik hineingetragen werden ins Leben, von Dornach aus, als dem Zentrum. Nun dürfe man aber wirklich nicht mehr spielen mit Esoterik.“ (7) Steiners neuer, „offen und ernst“ aufgefasster Okkultismus war also nicht nur mit kultischen Elementen durchsetzt, sondern wurde von ihm zentralistisch, dirigistisch und stärker denn je auf seine Person bezogen verstanden- das „Bisherige“ dagegen - trotz der offenkundigen Expansion der Bewegung in zahllose Tochterunternehmen - als „spielerisch“ herabgewürdigt. Die innere Spaltung, die Steiner selbst damit hervor rief, setzte sich in den nach seinem baldigen Tod dominanten Dauerkonflikten fort, führte zu exzessiven Spaltungen quer durch die anthroposophische Gesellschaft, personifiziert in den streitbaren Damen zu Steiners linker und rechter Seite, den Vertreterinnen von Kult und Pragmatismus : Marie Steiner und Ita Wegman- ein Dilemma zwischen Zentrum und Peripherie, zwischen weltoffener, gelebter und realisierter Praxis und den engstirnigen, verbohrten Pseudo- Esoterikern, das nie recht behoben worden ist.

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1 in: Rudolf Steiner, Aus den Inhalten der esoterischen Stunden III 1913- 1923, S. 478
2 in: dito, S. 334
3 in: dito, S. 470
4 in: dito, S. 476
5 in: dito, S. 477
6 in: dito; S. 479
7 in: Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule
 1904 - 1914

Kommentare

  1. sehr interessant, regt zu neuen Erkenntniszusammenhängen an.

    Beschränke - da in anderer Angelegenheit Extremsituation - mich darauf, Steiner würde jetzt von "tödlicher Spielerei" sprechen?!

    (bezogen auf die Tatsache des Zweiten Weltkriegs, der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation der Menschheit).

    Zur Entlastung Steiners:

    "Sah" Steiner die Zukunft, deswegen sein ko(s)misch anmutendes Gebaren, wie hier von Dritten geschildert, dann gewertet wurde. Trifft das äußerlich Geschilderte, das innere Wesen von Steiner?! Zu Herausgerissen wirkt die Schilderung hier, wenn auch detaillreich, interessant und zu neuen Erkenntnissen anregend.

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    1. Lieber Herr Seler, mich interessieren Perspektivwechsel in Bezug auf die in diesem Zusammenhang erfolgten Richtungswechsel Rudolf Steiners am Ende seines Lebens. Es geht mir auch um das "Durchwachsene" - Widersprüchliche-, das ich in der Bewegung zu sehen vermeine. Was ich vornehme, ist nur ein Abklopfen, um Beweglichkeit- nicht um endgültige Antworten oder gar um eine Interpretation der gegenwärtigen Situation aus Steiners Sicht.

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    2. "Was ich vornehme, ist nur ein Abklopfen, um Beweglichkeit"

      Lieber Herr Eggert, durch die Jahre haben Ihre Forschungen, Betrachtungen viele interessante Anküpfungen zu eigener Betrachtung ermöglicht. Insbesondere Ihre Hinweis auf das Werk von Dr. Knorr "Metatwister", seine Doktorarbeit, eröffnete die geistige Stimmung zu Zeiten Steiners nachzuempfinden. Viele "Urteile" zu Steiners Verhalten verstehen sich unter Berücksichtigung der damaligen Lebensverhältnisse ganz neu. Ihr abwechselndes Bemühen, einerseits Steiners esoterischen Hinweise hervorzuheben, auf der anderen Seite in letzter Zeit doch sehr fragende, sogar auch eindeutig "verursachende" Hinweise (in der Rassismusdebatte) zu formulieren, lassen als Leser Ihres blogs die Frage entstehen, befinden Sie sich in einem inneren Widerspruch zur Gestalt und zum Werk Steiners. - Nun, vielleicht ist es wie bei Goethe, den Steiner eingehend beleuchtet, hervorhebt und in einem Vortrag sagt, würde er ihm persönlich gegenüberstehen, dem Goethe, dann würde er (Steiner) das Kotzen kriegen. Steiner bezog sich ausdrücklich auf die Person Goethe. Offensichtlich muß es "hier" einfach Widersprüche geben.
      Nun regen Ihre persönlichen Beiträge, die so gar nicht nur persönlich sind, sie wirken nicht im negativen Sinne, sondern im aufklärerischen Sinne wie eine gezielte "Kampagne", dieses Schaukeln in den "Widersprüchen" bei Steiner, die Sie erkennen.
      Es hatte mich ja zutiefst beeindruckt, Ihr Artikel zu Ita Wegmann, wie Sie das herausstellten, ihre Reise in die Türkei, den Brief, es bräuchte wieder einen Kreuzzug.
      Nun das Bild Steiner, esoterisch als Kultmeister, eingerahmt zwischen den beiden Frauen, wobei Steiner über die eine sich beklagte, sie werde in ihrer Eifersucht zur Anderen das Werk beschädigen (gemeint Eifersucht Marie Steiner zu Ita Wegmann). Ich gehe davon aus Prof. Dr. Zander wird, falls er hier mitliest, mit Freuden die Texte aufnehmen, denn dank Ihrer Arbeit darf berechtigt Steiner als esoterischer Scharlatan empfunden, gedacht, sogar erkannt werden. Auf der einen Seite das so hoch Spirituelle, auf der anderen Seite im Kampfe, im Ringen der beiden Frauen versumpft, bedrohend sein Werk. Da lag, so würde Jeder erkennen, kein Segen der Götter auf dem Beginn. Es war die ganz persönliche TaT Steiners und vielleicht mußte dies Scheitern. Aber sogar Sri Aurobindo betonte, vielleicht scheitert er, doch ist seinen Formulierungen zu entnehmen, wenn es scheitert, dann durch das Supramentale selbst so gewollt.
      Nun fand sich in den neuen Werken zur Gefährtin Aurobindos der Hinweis, "sie" dachte, eine Vision, in der sie Aurobindo und sich selbst als junge Menschen "sah", bedeute, sie werden dank der Herabkunft des Supramentalen den physischen Tod überwinden. Wie hat sie sich getäuscht in ihrer Deutung. Steiner deutete auch einige Dinge falsch. Das verstärkte Wissen, das ihm nach der Weihnachtstagung zufloß, interpretierte er als den Segen der Götter. Er feuerte damit die Menschen an, band sie dadurch, um letzten Endes erkennen zu müssen, er war mit seinem Impuls gescheitert. - Natürlich, was können wir mit dem Überlieferten anfangen, wenn wir es mit unserem eigenen Inneren verbinden. Was kommt neu hinzu.

      Es berührte mich heute, den Bericht "Sakrale Kunst für einen Raum mit Seele" zu lesen.

      http://www.esslinger-zeitung.de/kreisserie_artikel,-sakrale-kunst-fuer-einen-raum-mit-seele-_arid,2107648.html

      Der Hinweis der Künstlerin auf ihr Erleben in der Schule, zeigt mir, wie nun doch der Impuls Rudolf Steiners in der Erziehung, im Bemühen um eine angstfreie Erziehung am Jahrtausendende (durch Mitwirkung eines Schicksalskreises) "Realität" wurde, sich kulturell inkarnierte.

      (gestern getippt)

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    3. Lieber Herr Seler, ich würde Rudolf Steiner nie als Scharlatan sehen oder darstellen wollen, ganz sicherlich auch nicht als "esoterischen Scharlatan". Ich habe auch kein gespaltenes Verhältnis zu ihm- kein gebrochenes, aber ein möglichst vielfarbiges, buntes. Denn nur ein solches kann dieser komplexen Persönlichkeit im geringsten gerecht werden. Über das Pro und Kontra ist man doch, hoffentlich, nach ein paar Jahren Beschäftigung mit Steiner hinaus. Das wäre doch infantil, so simple seelisch- geistige Reflexe an ihm zu wiederholen. Ein reifer Umgang mit ihm- so meine Positionierung in dauerhafter Unfertigkeit - arbeitet mit dem Material, das sein Werk bietet, und sucht immer wieder Zugänge, befreit gedankliche Zusammenhänge aus zeitgenössischen Worthülsen oder überaus biederen politischen Positionierungen Steiners- oder auch etwas grandiosen Zuschreibungen an die von ihm gegründete Gesellschaft. Man arbeitet mit dem Material, wendet es, untersucht es, meditiert es. Manches legt man beiseite, anderes bewegt einen im Innersten, berührt eine Saite. Für mich ist das Blog eine äußere Form dieses Hin- und Herwendens, Bewegens und Gestaltens- also ein Tagebuch der Auseinandersetzung, sofern sich dafür Zeit und Worte finden. Die Tatsache, das über Jahrzehnte andauernd zu tun, ohne sich im geringsten als "Fachmann" zu empfinden oder zu sehen, sondern kontinuierlich als Anfänger, ist wiederum ein Grund für die Herausforderung dieser Beschäftigung. Man wird einfach nicht fertig damit, im Gegenteil. Es fängt andauernd gerade erst an.

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    4. So ist das für mich auch erlebbar!

      Es mag sein, dass manche/s anthroposophische Corporate Design/Idendity dem hier Vorgebrachten nicht standhält und aus dem Leim gerät - Steiner selbst und sein Werk habe ich hier noch nie geschmälert gesehen.
      Darum bin ich recht gerne hier...

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  2. Auffallende Gegensätze zwischen 1904 und 1923. Die Richtungen sind auch umgekehrt: von Ich zur Gottheit in 1904, und von Gottheit zum Ich in 1923. Soziale Verbindlichkeit gegen Lotusblüte, also weltoffene spielerische Kain-Strömung gegen engstirnige dirigistische Abel-Strömung, oder Blut gegen Nerv (Allgemeine Menschenkunde). Die zweite Darstellung ist auch kultischer, hat Zweite Klasse-Tendenz. Eine dritte umfassendere Gott-Mensch-Ich Darstellung wäre dann der Grundsteinspruch (1924).

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    1. "Eine dritte umfassendere Gott-Mensch-Ich Darstellung wäre dann der Grundsteinspruch (1924)."

      Nach den Zeugenaussagen von Jakob Streit hat Steiner wiederholt die Weihnachtstagung als "misslungen" bezeichnet.
      Der Impuls Steiners ist also (im Sinne der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft) nicht verwirklicht worden. Von der Eurythmielehrerin Frau Therberger hörte ich persönlich ca 1981, Rudolf Steiner habe auf seinem Krankenlager sich dahingehend gäußert, hätte ich gewußt, was daraus wird, hätte ich das Werk nicht begonnen (sie erzählte, dieses Wissen lebt innerhalb der AAG; es ist davon auszugehen, auch der Vorstand kannte diese wandernde Erzählung).

      Das bedeutet, Steiner konnte das Scheitern seines geistigen Impulses klar erkennen.

      Selbstverständlich bezieht sich dies nicht auf persönliche Einzelschicksale, sondern auf die AAG.
      E.S.

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    2. Ist die Frage, was 'Scheitern' bedeutet:

      Somtimes you win, sometimes you learn...

      Und lernen können wir immer!

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    3. @Herr Seler, vermutlich war die zentralistische Weihnachtstage gut insofern ein völliger Fehlgriff, dass die Gesellschaft nicht mehr Träger des anthroposophischen Impulses ist, sondern dies nur vorgibt: Der Impuls lebt aber, in der Peripherie, in der Praxis, in Initiativen, global und in Individuen. Die AAG ist eine abgelegte Häutung in einem sich entwickelnden Prozess.

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    4. Neben dem kleinen Häuflein echter Anthroposophen mit ihren Übergangstypen und mittlerweile auch ihren Untergangstypen, könnte es ja auch noch einige Aufgangstypen geben...

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    5. Absolut. Die benötigen aber kein weltanschauliches Korsett.

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    6. Vielleicht hat die Versöhnung von Siversianer (Platoniker, Verein) und Wegmanianer (Aristoteliker, Bewegung) nie wirklich stattgefunden, und fehlten die kritische, ausseranthroposophische Übergangstypen, “die eigentlich gar nicht einmal geneigt sind, die anthroposophische Bewegung besonders wichtig zu nehmen“ (237.71 f.). Oder die Christengemeinschaft hat die engstirnige, kultische Seite übernommen.

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    7. Letzteren Gedanken mit der Christengemeinschaft verfolge ich auch immer wieder (er drängt sich mir sogar oft auf)...

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    8. Letztlich sind die Typologie aber selbst illusionär- ein praktizierender Anthroposoph fasst den Impuls notwendigerweise völlig individuell auf, verarbeitet ihn auf ganz eigene Art. Das "Gruppe Seele hätte", Vergangenheits- Orientierte ist nur eine Art Larvenstadium.

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    9. Ja, es ist ein individueller Kulturkrieg, Jede(r) gegen Jede(n).

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    10. Je individueller man wird (sich erlebt), umso wohlwollender ann man auch die Individualität der Mitwelt annehmen.
      Das Streitbare entspringt ja meist auch dem Gruppen(seelen)zwang (Hass gegen Abweichler)...

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    11. @ Ton, Stephan

      Die Christengemeinschaft wendet sich primär an Menschen, die einen religiösen Weg gehen. Dieser steht im Vordergrund, "erkenntnismäßige" Haltungen gibt es zwar auch, allerdings nicht in der Form, wie in der anthrop. Bewegung.

      Die CG hat nicht "die engstirnige, kultische Seite (der anthrop. Bewegung) übernommen", sondern unabhängig von dieser, mit Steiners Unterstützung, einen kultischen Weg initiiert.

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    12. Lieber Rainer,
      Meine diesbezüglichen Gedanken beziehen sich nicht auf die einzelne Persönlichkeit, sondern ausschließlich auf das, was innerhalb einer Strömung (Steiners Strömung) praktiziert wird, um den spirituellen Organismus am Leben zu erhalten...

      s. birkholz

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    13. Eine zweite Klasse als kultische, priestliche Abel-Weg hat es 1924 in der AG nicht mehr gegeben, aber schon in der CG.

      “Sommer-Weg ist der Weg der Christengemeinschaft in Erinnerung an eine Gemeinschaft (vorgeburtlich) in der geistigen Welt. (Abel-Weg). Winter-Weg ist der Weg der Anthroposophen durch kalte Einsamkeit zur Erkenntnis. (Kains-Weg) 265.454

      Die ‘Spielerei‘ hatte Steiner auf die (frühere) Freimaurerei (Kain-Strömung, Hirte) bezogen:

      “Aber es ist doch so furchtbar langweilig für viele Leute gewesen, wenn solche [Freimaurerische] Bündnisse eingerichtet worden sind, da die Sachen mitzumachen; denn eigentlich artete es aus in eine Art Spielerei. Es brauchte also etwas, was man wiederum hineinschüttete, hineingoß in die Freimaurerei. Und dadurch entstand das, daß dann die Freimaurer mehr oder weniger politisch wurden, oder wiederum mehr oder weniger religiöse Aufklärungslehren verbreiteten.“ 265.280 (eigentlich Arbeitervortrag, 1924)

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    14. Aber, Kain, das ist doch der Ackerbauer, der den Hirten, den Abel, verdrängt und "erschlägt"?
      mischa

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    15. Ja, genau, aus Hirten und Ackerbauer werden in der Tempellegende priesterliche 'Könige' und weltliche 'Hirten':
      “Die Priesterweisheit ging über auf die Königsherrschaft. So wird diese als die Nachfolgerin der Priesterherrschaft angesehen, die unfähig war, aus sich selbst heraus für die Menschheit das für den Erdenfortschritt Notwendige zu tun. Aus den Abkömmlingen Kains mußte derjenige, der den Tempel bauen sollte, geholt werden, weil er selbsterarbeitete Gedanken besaß.“ 93.235

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    16. Glückwunsch,
      wir haben es geschafft sekundengenau um 20.42.00 MEZ
      jeder einen Beitrag einzustellen.

      E.S.



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    17. https://www.chiemgau24.de/netzwelt/schamlose-inszenierung-donald-trump-ehrt-getoeteten-navy-seal-witwe-weint-kongress-7445161.html

      Sah die Inszenierung live.
      Als "First Lady" angekündigt wurde, alle aufsprangen, klatschten. Sie trat herein als schwarzer Engel, wie Trauerkleidung. Trump wiederholte zweimal, es ist die höchste Ehre als Amerikaner in Uniform zu sterben.... .
      Es bedarf keiner Hellseher!

      Trump hatte das mit der schwarzen Witwe, die genauso schwarz gekleidet war wie seine First Lady, er hatte das gekonnt inszeniert. Die Kamera hielt minutenlang in Großaufnahme auf die Gestalt, dann das Gesicht, daneben fürsorglich dreinblicktend, die "First Tochter".... .
      E.S.

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    18. hier Bilddokument

      sowie kritische Reaktion des Vaters

      http://www.sueddeutsche.de/politik/anti-terror-einsatz-trump-preist-getoeteten-soldaten-doch-fragen-zum-jemen-einsatz-bleiben-1.3402466

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  3. Esoterik verträgt keine Spielerei, alles Bisherige sei spielerisch gewesen...

    Ich würde Spielerei/spielerisch hier (in den Bereichen, in denen es zutrifft) durch Wichtigtuerei/wichtigtuerisch ersetzen...

    s. birkholz

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  4. ...oder zumindest ist aus der Spielerei schnell Wichtigtuerei hervorgegangen.

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  5. Wie kannst Du das OM Zeichen mit der Computer Tastatur schreiben?

    Schritt 1: Alt Taste gedrückt halten
    Schritt 2: auf der rechten Zifferntaste nacheinander 2384 drücken

    Das sieht es dann so aus:



    Bitte das OM Zeichen entsprechend vergrößern!

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  6. "…Esoterik verträgt keine Spielerei, alles Bisherige sei spielerisch gewesen... "

    Spielerei vielleicht auch zu verstehen im Sinne des äußerlich Rituellen, der Wichtigtuerei, des Quasi-Spirituellen, des Nicht-Innerlich-Erlebten, des Unwesenhaften, des Nachplapperns von Phrasen und leeren Formeln, der inneren Spekulation und Lüge. Alles was manchmal im Sektenhaften, im Gruppenhaften auch Theosophisch-Anthroposophischer Vergangenheit und Institutionen stecken geblieben ist und stecken bleibt.

    Damals, zu Steiners Zeiten, aber heute noch viel mehr, stellt sich die Frage des ehrlichen und unabhängig aktiven Erlebens der inneren, wesenhaften Authentizität im Erkennen. Weit abseits von einer Flucht ins spekulativ Guruhaften. Und weitab einer institutionell gesteuerten und zentralistisch herausgetragener Verbreitung von Esoterik.

    Mit Sicherheit eine Herausforderung und ein Weg der Verantwortung für die Zukunft aller Menschen. Vielleicht wird diesbezüglich von heutigen Zeitgenossen schon mehr geleistet als zu Steiners Lebzeiten möglich war. Auch außerhalb des anthroposophischen Dunstkreises.

    Eines dürfte sicher sein: Gurus und Institutionelle "Esoterik-Verwaltung" machen innerlich unfrei und entpuppen sich heute verbreitet als eine Manifestation des Unwahrhaften. Als immanenter Bestandteil unterschiedlichsten Ereignissen und Täuschungen der Gegenwart. Esoterisch und exoterisch.

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  7. Mit „Spielerei“ könnte auch gemeint sein, Anthroposophie als eine Art der Freizeitgestaltung zu betreiben: man lebt und arbeitet, ohne daß Anthroposophie dabei auch nur die geringste Rolle spielt, und geht am Abend in einen Vortrag, um sich zu „erholen“. Dabei läßt man alles „Schwierigere“ an sich vorbeirieseln, hält sich an das „Erbauliche“... und fühlt sich zusätzlich (anders, als wenn man bloß in eine Theateraufführung oder ein Konzert gegangen wäre) auch noch ein Stückerl „eingeweiht“, sodaß man auf die anderen, nicht „Eingeweihten“, herabblicken kann...

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    1. Wirklich auf die anderen "herabblicken" tun nur diejenigen, die uns vorschreiben wollen, wie Anthroposophie zu verwenden ist, die uns praktisch die Freiheit nehmen wollen Anthroposophie in der Art und Weise sowie für das zu gebrauchen, was wir für richtig halten, was unser eigener Weg ist.

      In diesem Sinne sind diejenigen, die sich eingeweiht fühlen ohne es wirklich zu sein, noch die Harmloseren, auch wenn sie sich noch so überheblich gebärden.

      Wäre es nicht zeitgeistiger, diejenigen mit wahrhafter Verachtung zu strafen, die uns Vorschriften machen wollen, die uns ständig erzählen wollen, was wirkliche Anthroposophie ist?

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    2. Eine Waage müßte man sein. Ich hingegen neige immer - ein wenig - zu einer Seite hin. Das stört mich oft an mir - ein wenig -, denn oft vergesse ich ja nicht, mich auch - ein wenig ausgleichend -, ohne danach gefragt zu werden, zu einer anderen Seite hinzuneigen. Eine sich neigende Waage zeigt immer von sich aus den Defizit, sonst wäre es ja keine...

      In diesem Falle, auch nach kleineren "Gefechtsdebatten" mit dem "Lager" derer, die den Witz (etymologisch auch von "Schärfe", das analytische Messer muß gewetzt sein) zu Respektlosigkeit, Spott und Ehrfurchts-Verlust hin stigmatisieren möchten, dachte ich bei den Worten "...verträgt keine Spielerei", daß jetzt endgültig auf die Spaß-Bremse gestiegen wird. Das "Lust-Prinzip", von Steiner auch als elften Sinn, als "Lebens-Sinn" bezeichnet, durch den ein Maß eigner Vitalität dem Menschen mitgeteilt wird, wird jetzt "überwunden" durch den Opfersinn, quasi der 13. Sinn? Da kam mir der Gedanke an Kadaver-Gehorsam, an "Schwarze Pädagogik".

      Das fängt ja schon da an, wo man nicht an etwas denken soll. Wenn ich versuche, - nicht - an eine Ente zu denken, denke ich nur noch daran. Wenn ich versuchen soll, mir zu gewärtigen, "daß jetzt der Spaß aber endgültig zu Ende ist, basta!" - ich bin Meßdiener, und weiß um die Attacken auf das Zwerchfell, wenn der Pfarrer die krabbelnde Spinne am Rande des Kelches einfach mittrinken mußte, um die geschlossen, weihevolle Gebärde das Austrinkens nicht zu banalisieren. Wenn nach einer Prozession mitten im Schweigen unter feierlichem leisen Orgelspiel, während der Priester die Monstranz hob, das vom Obermeßdiener zu hastig an die Wand angelehnte Prozessionskreuz KRACHEND in den Kirchenraum stürzte, Echos von den Wänden schallten und der Priester fast die Monstranz fallen ließ...
      Klar, das ist meditativer Kultus und Liturgie. Aber jede überstarke Forderung, z. B. nach Andacht "lockt" Komik... damit muß man klarkommen.

      Für mich selbst sind Spaß und Spiel, auch für den Erwachsenen, die Grundlage aller kulturellen Entwicklung:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Homo_ludens
      https://de.wikipedia.org/wiki/Johan_Huizinga
      https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_%C3%A4sthetische_Erziehung_des_Menschen#11._bis_16._Brief

      Aber der ausgleichende Hinweis, daß zum Beispiel eine Anthroposophie einfach (wohl zudem oft unausgesprochen und unbegriffen?) auf einen Unterhaltungswert, eine Freizeitgestaltung reduziert wird, und in Unverbindlichkeit verwässert, das hätte ich Angesichts meiner rebellischen und quasi "anti-autoritären" Haltung beinahe übersehn. Gerade in Zeiten, in denen Verbindlichkeit im Autoritären, und Disziplin in Freudlosigkeit gesucht wird, Devotion in weichspülender Unterwerfung unter die, die am pathetischsten tönen.

      mischa

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    3. @ Anonym:
      »Wäre es nicht zeitgeistiger, diejenigen mit wahrhafter Verachtung zu strafen, die uns Vorschriften machen wollen, die uns ständig erzählen wollen, was wirkliche Anthroposophie ist?«

      Aber läge darin nicht wieder ein „auf die anderen Herabblicken“, weil nämlich wir in Wirklichkeit diejenigen sind, die, im Gegensatz zu diesen Anderen, wissen, wie es „richtig“ bzw „zeitgeistig“ ist?

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    4. @ Ingrid,

      wenn wir wissen was für uns richtig ist, blicken wir nicht auf die anderen herab.
      Auf uns herabblicken tun diejenigen, die besser als wir selbst wissen, d.h. natürlich zu wissen glauben, was für uns richtig ist!

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    5. Zuckertüten-Sprüche - gegen die Furcht, beherabbeblickt zu werden:

      "Die Pygmäen haben gemeinsam ein Gesetz erlassen, auf daß jeder bestraft werde, der größer ist, als die Pygmäen."

      Besser aber ist dieser hier:

      "Gestern fiel ein Reiter vom Pferd. Seitdem hält sich jeder für einen Reiter, der mal von einem Pferd fiel!"

      Beide von Douwes Dekker, Schriftsteller, alias Multatuli (from Latin multa tuli, "I have suffered much")

      lg, mischa

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    6. @ Mischa,

      wieder mal alles ein bisschen einseitig.
      Denn ganz bestimmt nicht jeder, der auf uns herabblickt, schafft es auch uns Furcht einzujagen. Da wären wir ja erbärmliche Angsthasen. Lasst uns doch nicht die Pygmäen beleidigen.

      Auch gings um Verachtung, nicht um wirkliche Bestrafung.
      Und da wäre ganz schön abartig, wenn es selbst dafür Gesetze bräuchte.
      Aber wer weiss, vielleicht würden ja diejenigen, die auf uns herabblicken, gerne solche "Antiverachtungs-Gesetze" erlassen?
      Sieht heute manchmal ganz danach aus! ;-)

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    7. Die Götter blicken berechtigter Weise auf den Mensche herab. Wenn nun so ein Menschlein einfach nicht annehmen kann, dass es zum Götterdasein noch nicht ganz reicht, dann verliert es sich eben in Gottspielereien mit entsprechenden Hinabblickspielchen...

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    8. Ich habe für 170 Millionen Dollarchen das neue Rauchermodul in der ISS gebucht! Stephan, kommse mit? Ein paar Dollar hast Du sicher auch noch überig? Eine gute Zigarre im Erdumlauf-Bähnchen, und bißchen herabblicken, schwereloser Genuß ... einfach göttlich O-: ((-: / :-))
      mischa

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    9. @ Birkholz,

      nun schmeiss mal nicht die Pseudogötter und die wirklichen Götter alle in einen Topf.
      Oder besser gesagt, lass uns doch lieber diejenigen "Götter", die auf uns "berechtigt" herabblicken, in die Tonne schmeissen. Denn solche Götter mit so einer Berechtigung gibt es nicht wirklich.
      Es gibt sie nur in der Vorstellung von Menschen, die ihre eigenen Machtgelüste in solche abartigen Phantasiewesen hineinproijizieren. In der Welt der wahrhaftigen Götter gibt es andere Gesetze, nicht die Anmassung auf das Recht der Stärkeren, Schlaueren oder Besseren.

      Unter uns gesagt, die "herabblickenden Götter" sind samt und sonders Projektionsflächen und Rechtfertigungskonstrukte menschlicher Vermessenheit.

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    10. Lieber anonymer Gottesprojektor!
      Ich meine nicht die Götter, welche sich in Deinem Gehirnprojektionsapparat verfangen haben, sondern eher jene, die völlig ohne Dein Wissen beispielsweise Deine tägliche Verdauung besorgen. Sie schauen nur und ausschließlich auf Dich herab um festzustellen, ob Deine Möhrenrohkost schon ordentlich verdaut ist, oder ob sie noch etwas von ihrer geheimen Fermetmischung in Deine Gedärme gießen müssen...

      so long!

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    11. "Lobe den Herren,
      der alles so herrlich regieret,
      der dich auf Adelers
      Fittichen sicher geführet,
      der dich erhält,
      wie es dir selber gefällt;
      hast du nicht dieses verspüret?

      Lobe den Herren,
      der künstlich und fein dich bereitet,
      der dir Gesundheit verliehen,
      dich freundlich geleitet.
      In wieviel Not
      hat nicht der gnädige Gott
      über dir Flügel gebreitet!

      Lobe den Herren,
      der deinen Stand sichtbar gesegnet,
      der aus dem Himmel
      mit Strömen der Liebe geregnet.
      Denke daran,
      was der Allmächtige kann,
      der dir mit Liebe begegnet."

      von Joachim Neumann (Neander), 1650–1680

      Freilich gilt dies erstmal bis zur Grenze der Krankheit und Sterblickeit, doch alles in allem ist das Dasein wirklich ein Wunder, auch die physiologische Existenz. Und die Menschenwesen sind von den Göttern so geschaffen, daß sie in ihrer Findigkeit beginnen, das ganze, riesige und endelose Weltall in Gedanken und Werken auszuloten und zu berechnen ..
      mischa

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    12. "Gottesprojektor"

      Die Überheblichkeit, die sich selbst in einen imaginären Gott hineinprojiziert, wird spöttisch. Sie macht sich selbst zum "Gott", in der wahnhaften und deswegen unrealistischen Erwartung nicht als solche erkannt zu werden. Zum "Gott", der auf die anderen "herabblickt".
      Es scheint ein Naturgesetz zu sein.

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    13. Ikonoklastische Exzesse? :-))
      Heute schon ein Götzenbild zertrümmert?
      Kleiner Tempelschänder, hä? :-))
      Ich gieß Dir mal 'nen Kübel Weihwasser frisch vom Faß über den Schopf... aber gut, bell weiter...
      es segnet dir der? der meister vom dreiunddreißisten mal dreizehnteM stuhl

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    14. »So schwebt als Ziel, als höchstes Ideal, als die Götterreligion, den Göttern ein Bild der Menschheit vor.«
      (GA 153, 10.4.1914)

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    15. Ja lieber Gottesprojektor,
      das Leben ist Erniedrigung und Demütigung ab dem ersten Atemzug.
      Die maßlose Überheblichkeit, mit der die Eltern sich über die Wiege beugen und auf das Neugeborene hinabschauen, erfüllt bereits den vollen Tatbestand der Kindesmisshandlung.

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    16. Und ich bin mir sicher, daß es noch andere, und zwar primäre Motive während der kulturellen Evolution des Menschen gab, als nur das Motiv der Herrschaft (versus einer Versüßung der Knechtschaft), die Phänomene des "seltsam, man ist tatsächlich - da - !" Daseins in "poetische" Metaphern von Götterbildern und Göttergeschichten einzukleiden. Außerdem vermute ich, daß das Erschaffen der Mythen, mit all ihren Wesenheiten und Göttern von einer umfassenden Beobachtung des Daseins erzählt. Also, daß das keine braven, biederen "Kaufmanns-Verse" am Deck eines Schiffs, leicht angetrunken, unterm Sternenhimmel taumelnd waren. In den Wesen der Göttergeschichten wird das komplexe Ringen um Naturerkenntnis und um Gemeinschaft und Individuum, gesellschaftliche Organisation, um die verschiedenen Arten der Kategorisierung der Wahrnehmung, um Leitbilder usw. erlebbar. Das kann man beobachten, und man kann da mitgehen, "kulturelle Grammatiken" erahnen, fast schon erlernen, wenn man intensiver forscht.

      Die zeternden Fragen nach eventuellen "Überheblichkeiten", und "Unterwerfungen", "Versündigungen" hier oder da in der Kritik einer meditativen "Frömmigkeit", inneren Sammlung, Erinnerung und Andacht, in Fokussierung auf ein ethisches Bewältigen des eigenen Anteils am Dasein ... entpuppen sich als auf dem Mist religiöser Kriege, Klassenkämpfe, Aufwiegelei gewachsene Pilze, Knollenblätterpilze, um per Schafott, Scheiterhaufen, Kreuzigungen, Bücherverbrennung und Bildersturm die Herrschaft zu stürzen, um 'ne eigene zu errichten, statt das Nützliche und Gute des Bestehenden zu bewahren, und umzuformen in etwas, was in den Forderung der neuen Zeiten (Selektionsdruck) wirklichen Halt gibt. Gewachsenes Skelett, und nicht erzwingendes Korsett, das ist hier die Forderung...
      mischa

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    17. @ Birkholz,

      nun gut, da Kindesmisshandlung, also auch die Misshandlung geistiger Kinder, nicht mein Begehren ist, lasse ich es einstweilen mal.
      Danke jedenfalls für deine Offenheit.

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    18. "Kindesmißhandlung"? Hohoho! Spricht hier der Frauen-Zerstückler und Kinder-Metzger, bekannt als der Urknaller aus dem Ultra Maximum Perversum der illuminateussen Geheimbund-Kerkerkeller-Verließen, der Dominus Schreckschraubian Tödterich? Gern komm ich mal wieder vorbei auf ein gutes Glas Blut mit frisch geschossener Kinderleber, liebe Grüße, auf das die Lämmer schweigen...
      Der Meister vom Stuhl

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    19. Ja, ist schon gemein, mit so Worten wie "K..schän.." hier aufzutrumpen. Voll daneben m.E. ..aber in diesen Zusammenhängen kann man das in einem Immunisierungs-Schub unbegrenzt nach oben toppen, um's zu entschärfen. Aber es ist irgendwie ... wie wenn ein Besoffner in der Gastwirtschaft jedem ins Essen ... schaut. Da braucht es manchmal ein "Na also sowas!", um weiteressen zu können. Gute Nacht. mischa

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    20. Habe ausdrücklich nicht 'Kinderschändung', sondern 'Kindesmisshandlung' geschrieben...
      //
      Wie unerhört ein solches Wort in der eigenen Seele einschlägt, ist ein umgekehrt proportionaler Index für die eigene Naivität gegenüber den (psycho)sozialen Verhältnissen...

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    21. Ach, das kam von Dir, Stephan? In Deinem Kontext ist es mir gar nicht aufgefallen :-o
      Dachte, man wolle Dir geistige Kinderschändung an-assoziieren. Sorry, nix für ungut, dann habe ich ultra-über-reagiert, und mich sogar in der Meister verwandelt, dank meiner transzendenten Veranlagung zu metaphysischer Persönlichkeits-Spaltung. Das tut mir leid. Sorry sorry. Möge der Shitstorm nun losbrechen... :-O
      mischa

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    22. Meister vom Stuhl kommt jedenfalls irgendwie gut rüber...

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    23. Ja, gewiß, die transpersonale Mutation zum Meister, oder einer anderen Überfigur kennst Du ja sicher auch von Superman, Winny, Spiderman, oder Supergoof (mittels Zauber-Erdnüsse) oder Shree Rainesh in "Baghwan"...
      Allerdings ist im Urstoff der Dinge immer auch ein Körnchen Wahheit übrigeblieben, für blinde Hühner, und ansonsten hoffe ich, daß mein Skarabäus-Amulett mir in Zukunft schützen tut vor solchen Kurzschluß-Explosionen, immerhin war durch den Anonym der Methan-Anteil in der Athmosphäre recht hoch... da fange ich an, zum "Meister" zu mutieren, kann es oft gerade noch so unterdrücken, ...so, wie andere Leidensgenossen zu Wunderwarzenschwein wurden .. https://de.wikipedia.org/wiki/Wunderwarzenschwein
      mischa

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  8. Jede Aussage über eine Sache ist immer auch eine Selbstaussage, eine Selbstcharakterisierung.
    An dem Text von Michael Eggert über das Mantram AUM fällt mir wiederum überdeutlich auf der spöttische, bewertende, besserwisserische und abwertende Ton gegenüber Rudolf Steiner auf. Manches mag eigenes Profilierungsbestreben sein, der Wunsch nach Eigenständigkeit. Mein Eindruck ist aber, dass dahinter doch eine Positionierung von Michael Eggert steht, nämlich dass er dem Thema doch nicht ganz gewachsen ist. Natürlich kann heute jeder über jedes Thema schreiben, aber im Falle der esoterischen Lehrtätigkeit Rudolf Steiners liegt die Messlatte doch sehr sehr hoch.
    Es geht doch auch ganz sachlich, Herr Eggert, warum diese vielen pejorativen Worte??
    Ottmar

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    1. Welche pejorative Selbstaussage wollen Sie uns also mit Ihrem Kommentar vermitteln, Ottmar?
      Wo drückt Sie der Schuh?
      Ich kann Sie einfach noch nicht ganz nachvollziehen...

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    2. Ich weiss auch nicht, wo Sie persönlich (die Unterschiede sind da ja sehr groß) Ihre Latte (äh, ich meine natürlich Ihre Messlatte) hängen haben.

      Messlatte hört sich jedenfalls sehr nach '(Waldorf)Lehrer' an und der hängt die Messlatte von Jahr zu Jahr höher, bis seine eigene Latte nicht mehr lange genug ist und der Mittel-/Oberstufenlehrer übernehmen muss...

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    3. Anthroposophie braucht vielleicht auch einfach nur mal etwas mehr Feng Shui statt immer nur I-Pfui...

      Dann wird die Latte auch wieder dort hängen, wo sie hingehört...

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    4. Lieber Ottmar, gewiss ist jede Aussage auch eine Selbstaussage- in meinem Fall lediglich eine, die nicht automatisch die Einschätzung Peter Selgs nachvollzieht, das "Weihnachtstagungsgeschehen" entspräche einem "geistigen "Welten- Zeitenwende- Anfang"". Ich erlaube mir die Frage, ob der späte Steiner mit seiner okkultistischen Offensive nicht vielmehr einer Art Panikreaktion verfiel, angesichts der anthroposophischen Globalisierung dieser Zeit. Und eben das - mit den damit verbundenen neo- okkultistischen Bestrebungen - könnte die Probleme geschaffen haben, die die AAG bis heute belasten. Es ist nur ein Denkansatz, formuliert von mir, der ich ausdrücklich weder Insider noch Experte zu sein vorgebe, aber auch nicht Nachbeter oder Welten- Zeitenwende- Anfang- Anhänger.

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    5. Ein Denkansatz, mit dem Ergebnis, dass man Steiner selbst dafür verantwortlich macht, für den Unfug den heute sogenannte "Anthroposophen" mit ihm treiben?
      Könnten die "Nicht-Insider", "Nicht-Experten" und "Nicht-Anbeter" den Steiner nicht einfach Steiner sein lassen?

      Welchen Dienst möchte man denn durch dieses ständige Abgleiten ins Skurril-Obszöne dem Steiner, der von ihm ins Leben gerufenen Bewegung oder der heutigen Menschheit erweisen?

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    6. Klar, und Ottmars Latte ist die Messlatte für die Qualifikationen Inside, Experten und Anbeter.

      Prussst!!!

      Vielleicht sollte man ja auch alle Geschichtsbetrachtungen den Historikern überlassen...

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    7. Oft liegt es einfach auch nur daran, dass sich die Messlatte direkt auf Augenhöhe befindet und man darum buchstäblich eine Latte vor dem Kopf hat...

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    8. @ Birkholz,

      "wo Sie persönlich (die Unterschiede sind da ja sehr groß) Ihre Latte (äh, ich meine natürlich Ihre Messlatte) hängen haben"

      klar, die "Latte" von der du sprichst, verehrter Anthropornograf, kann ja naturgemäß gar nicht auf Augenhöhe liegen!

      Pfui!

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    9. Ah schau. Ich denke mal, lieber Stephan, wir müssen uns damit abfinden, daß mal der eine Anonyme eher kremlig abernazig zu trollen wünscht, der andre sich ärgert, daß der Doktor aus Elysium von uns nicht als Gottgesandter verehrt und gepriesen wird. War Steiner kurzzeitig mit einem kleinen Alkoholproblem infiziert? War Steiner homosexuell? Es sind Fragen, deren Beantwortung nach unserem Empfinden, zumindest meinem, den Doktor nicht weniger achtenswert machen, als wenn sich diese Fragen nicht ergeben würden. Es ist wirklich natürlich, daß mancher, der in weihnachtsähnlicher Stimmung das Doktorbild zwischen Schiller - und Novalisbüste in das dezent bunte Zimmer grüßen sah, und "wußte", daß dies der Menschheitslehrer sei, erschienen, um die in Atlantis damals abgestürzte Menschheit also nun wieder emporzuheben zu Baldurs neuer Heimkehr im ätherischen Hellsehn, ausflippt. Wenn er, z.B. ein Ottmar liest, wie nun hier auch Steiners Leben auch mal unter psychoanalytischen Überlegungen und gereifteren Aspekten angeschaut wird. Ebenso die Gesellschaft, der Vorstand, die Peripherie der unzähligen Meditanten, die Steiner gern lasen, und es immer noch tun. Kein Stein ist auf dem anderen geblieben von den weltanschaulichen Gebäuden, in denen noch Steiner umherging beim Denken. Das macht auch der momentane "Rechtsruck" und Autoritarismus nicht mehr ungeschehn. Der Umgang mit Porno wird in der Schule besprochen, homosexuell liebende Menschen heiraten sich, es gibt die auch die deutschen Dialekte sprechenden schwarzen Akademiker, die Nationalstaaten werden keine rettende Lösung für Menschheits-Probleme bieten, und man weiß, daß mancher indische ... Heilige ein krudes Sexleben verheimlichte, und in Indien emanzipieren sich Frauen sehr engagiert, phantasie - und liebevoll... was eine Welt. Wenn das Steiner sehn könnte. Manches hat auch er nicht vorhergesehn, wetten?
      herzlichst, mischa

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    10. @Pfui-Ottmar,

      Der Umstand, dass Sie Anthroposophie und Esoterik mit Latten vermessen wollen (auch dann, wenn Sie es bildlich meinen) zeigt doch schon, dass Sie einfach nochmal über Ihre Vorstellungen schlafen sollten.
      Morgen früh wachen Sie dann vielleicht ohne eine Latte auf und können einen uneingeschränkten meliorativen Blick auf die ganze Thematik werfen...

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    11. @ Anthroposophie-Pornograf,

      Du gönnst aber auch niemandem etwas. Warum nur? Weil du es selbst nicht fertig bringst?
      Und lassen kannst du es auch einfach nicht.....

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    12. Doch, ich gönne Dir auch Deine Morgenmesslatte wenn Du drauf stehst; war nur ein Ratschlag...

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    13. Mein Ratschlag wäre, endlich aufzuhören mit dieser Porno- und Fäkalsprache in anthroposophischen Zusammenhängen...

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    14. @ Meister des 33fachen Durchfalls und der "gereifteren Aspekte",

      selbstverständlich macht es den "Doktor" nicht weniger achtenswert wenn man vermeintliche dunkle Seiten aus seinem Privatleben beleuchtet. Es stellt sich dann aber die Frage, warum man dann etwas von dem man selbst erklärt, dass es keine Wirkung hat, überhaupt tut.

      Ich beantworte sie dir, großer Kreml- und naziverfolgter Meister! Eben weil es hier nicht um die Person Steiners geht, aber um sein Werk und seine Wirkung in der Welt. Historische Persönlichkeiten als Personen anzuschwärzen ist objektiv billig und sinnentleert, ergo geht es bei dieser nicht versiegenden Nonsens-Mühle hier um die Abschwächung ihrer Wirkung auf das heutige Geistesleben. Hier wirkt eine persönliche Denigrierung subliminal auch im Sinne einer undifferenzierbaren Anschwärzung des Gesamtwerks des jeweiligen Autors.

      Wer das nicht zugibt, sollte sich schon die Frage gefallen lassen, warum er dann etwas so sinnloses wie diese permanente und nicht enden wollende Anschwärzung der Person Steiners in einem öffentlichen Blog betreibt.
      Denn was eine historische Persönlichkeit privat so getrieben hat, interessiert heute niemanden wirklich!
      Vielleicht auf dem geistigen Niveau eines reißerisch voyeuristsch und pseudowissenschaftlich angehauchten Boulevard-Journalismus ja, aber mit Sicherheit nicht in Kontexten, in denen man vorgibt im geistig-kulturellen Sinne Qualität zu liefern!

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    15. Ah, ja. Jo, dangke denn, gell, fürs kluge Belehrung.
      Wohin darf ich überweisen? Wie jeder weiß, zeige ich mir stets für Einblicke in Weisheiten erkenntlich mit dem Blumendienste. "Sags durch die Blumen, streu Rosen und Lilien auf den Pfad!" wie es allda im Liede besungen ist.
      frohes schaffen und fasten, mischa

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    16. Keine Ursache, verehrter Meister, gern geschehen.

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    17. Tut mir leid, wenn da die astrale Atmosphäre etwas gelitten hat!
      Die pornösen Assoziationen hat nämlich der Ottmar ins Spiel gebracht. Ich hab mich nur über sein Hantieren mit der Latte (natürlich der Messlatte)amüsiert und mir dazu eine Latte (natürlich Latte macchiato) gegönnt...


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    18. @ Mister zweideutig,

      daß Ottmar diese Assoziationen ins Spiel gebracht hat, ist ein riesengoßer Blödsinn. Die Wahrheit trittst du mit Füssen.

      Ottmar hat ein einziges Mal hier gepostet:

      "Natürlich kann heute jeder über jedes Thema schreiben, aber im Falle der esoterischen Lehrtätigkeit Rudolf Steiners liegt die Messlatte doch sehr sehr hoch"

      Aus diesem einzigen Satz Ottmars mit der Verwendung des Wortes "Messlatte" geht nach menschlichem Ermessen wirklich keine Zweideutigkeit hervor.

      So gut wie alle zweideutigen Assoziationen stammen nur von dir!

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    19. Ach so, Sie sind gar nicht Ottmar?
      Sind Sie dann der anonyme Steher, der immer auf der Matte steht, wenn der Hauptakteur schlapp macht?
      Das geht ja hier wirklich wie in Drittklassigen Filmchen mit No-Name-Darstellern zu!

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    20. @ Mister Witzvogel,

      lustig wie du es schaffst immer noch eins drauf zu legen.
      Jedenfalls schaffte es in Wirklichkeit auch der "anonyme Steher", trotz seiner in liebenswerter Weise nun auch von dir attestierten Steherqualitäten nicht, diese wirklich drittklassigen Späßchen vom Stapel zu lassen.

      Ich stelle erneut fest, so gut wie alles Zweideutige, so wie jetzt auch gerade wieder, kommt immer nur von dir. Aber ich gönn dir deinen Spaß, der "Doktor" kriegts ja eh nicht mit! ;-) du mehr als man drauf hat, kann man auch nicht geben.


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    21. Uneindeutigen Anonymen, die beispielsweise in Ottmars Windschatten segeln, kann man auch nicht eindeutig, sondern eben nur mehrdeutig begegnen.
      Eindeutigen Personen mir origineller Signatur begegne ich stets so eindeutig wie möglich!
      //
      Bereits in den ersten anthroposophischen Veranstaltungen denen ich beiwohnen konnte fiel mir der anonyme Steher auf.
      Es ist derjenige, der Rede und Antwort steht (daher der Name), wenn der Hauptredner bei kritischen Nachfragen verstummt und das geht bisweilen ratz fatz.
      Ich habe schon etliche Anthro-Veranstaltungen erlebt, in denen der Redner nach weniger als 10 Minuten schlapp machte und der (Rede-und-Antwort-)Steher den Rest der Versammlung bestritt...
      [Das nur, damit das mit dem (Rede-und-Antwort-)Steher etwas eindeutiger für Sie wird und keine karmatoxischen Vorstellungen generiert werden!


      S. Birkholz

      Ach Ne, ich nenn mich heut Herbert


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    22. Ah, "Tech-Nick" ist auch wieder am Start ;))
      @Stephan
      Na, da hast du Tech-Nick doch etwas viel Raum geboten ;)) er hat ja nur Spaß daran sich irgendwo aufmerksams-süchtig einzuklinken...etwas pubertär halt ;)

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    23. Es ist einfach ausgesprochen witzvogelig, wenn irgend welche Leute und ihre Notfall-Rede-und-Antwort-Steher mit ihrer persönlichen Metrik geeichte Meßlatten aufbauen...

      Herbert Birkholz

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    24. @ Herbert und Valentin,

      pubertär dürften eher Herberts langweilige Latten-Zweideutigkeiten sein, die im Gefolge von Ottmars Meßlatten-Eichung, mit Gültigkeit für die Beurteilung Steiners esoterischer Lehrtätigkeit gefallen sind und nicht meine Feststellungen, wie mit derlei Plattitüden ständig und beharrlich an der Relativierung Rudolf Steiners und seiner Wirkung im pejorativen Sinne gearbeitet wird.

      Die wahren Meister in punkto Verdrehung von Tatsachen seid eindeutig ihr, dass muss man Euch einfach lassen.

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    25. Ich glaub langsam, dass der Ottmar auch der Rudolf war...

      Vielleicht gibt' s da ja auch eine okkulte Legende von den zwei Rudolfknaben

      Herbert

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    26. @ Stephan

      "zwei Rudolfknaben" :)) herrlich...ach, wenn man das so weiterspinnt...lieber nicht ;)

      Aber man bedenke das mal in einem noch viiiiel größeren Rahmen...Z.B. die vielen Rudolfknaben (oder auch Mädels) die inzwischen inkarniert sind und sich selbst für DIE Rudolf-Meisterseele halten! Aussichten sind das, Junge, Junge ;)... (und bestimmt gibt es auch noch mindestens zwei Ita Wegmann, Marie Steiner oder Goethe und Schiller Knaben, äh Mädels usw. ;)

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    27. Bravo Herbert,

      ein weiteres Beispiel für die Trivialisierung einer geisteswissenschaftlichen Tatsache durch lächerlich wirkende Assoziationen hast du da geliefert.
      Du kannst wirklich nicht mehr anders!

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    28. ...ich finde diese "Zwei-Knaben-Komponente" jedenfalls sehr hilfreich...es wollen ja einfach ZU viele dies und das sein und mit zweien hätte man wenigstens schon mal etwas abgedeckt bzw. befriedet ;)

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    29. Hey Tech-Nick,

      nun mach mal nicht den dicken hier und vor allem nicht immer so einen auf seriös ;)das nimmt dir eh keiner mehr ab ;) ... und überhaupt - zwei (oder gar drei?) Knaben in deiner Brust, dat ist schon fett genug aufgetragen ;)

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    30. Das Ziel dieser A...lvioline ist es, hier soviel Sch..elaberei zu provozieren, daß hier niemand mehr irgendwas diskutieren oder umstreiten mag, sogar nicht einmal von den Bösen und Kruden mag hier noch jemand kommentieren. Das is Rudolfs "Konzept", ansonsten, wer weiß..? Wasserpfeife, Metaxa, rumlungern.
      lg, mischa

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    31. @Rudolf der ehemals Steinerne und erstgeborene unter den zahllosen Rudolfknaben:

      Wenn Du der 'Rudolf' bist, der hier vor einigen Jahren noch unter dem Hybris-Pseudonym 'Rudolf Steiner' herumgemüllt hat (wovon ich sicher ausgehe), dann brauchen wir uns über die Trivialisierung von Steiners Werk und Steiners Person sowie über deine maßlos vermessenen Messlatten nicht mehr weiter auszutauschen.

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    32. Aber vielleicht ist es ja auch der Aufsatz-Niederschreiber Holgi der hier postet.
      Der Ausdruck 'Plattitüde'
      befindet sich mehrfach in seinen Niedersätzen...

      [Dann tun wir dem Rudolf unrecht!]

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    33. @ Die "spöttische, besserwisserische, profilierungsbestrebenden" Egoisten

      "Zwei Rudolfknaben"

      Ganz authentisch im Original und unverwechselbar erscheint -Er-. In den entarteten und egoistischen Niederungen unseres Niveaus eines "reißerisch voyeuristisch und pseudowissenschaftlich angehauchten Boulevard-Journalismus". Gemeint ist der Meister. Mit bemerkenswerter Aufopferungsbereitschaft stellt er sich bereitwillig immer wieder neu unsere grausamen und unverdienten Prügel mit der Messlatte. Gewissermaßen im karmischen Auftrag zum Ausgleich seiner Befindlichkeiten früheren Erdenleben, so muss vermutet werden. Und das gleich in doppelter Ausführung seiner Zwitter-Inkarnation.

      Das verdient unser Respekt. Deshalb ein Lobgesang auf Maestro Rudolf:

      "Die Wanderschaft zweier Seelen eines Anonymen"

      Zwei Knaben, Otti und Rudi genannt,
      Die gingen immer Hand in Hand,
      Und selbst in schwersten Schicksalsfrage
      Trat ihre Einigkeit zutage.

      (Frei nach Wilhelm Busch)

      Refrain:

      Freut Euch des Lebens,
      Großmutter wird mit der Sense rasiert,
      Leider vergebens,
      Sie war noch nicht eingeschmiert.

      Weitere Strophen (einige Strophen sind leider nicht ganz so respektvoll, deshalb unter Ablehnung jeder Haftung):
      http://ingeb.org/Lieder/zweiknab.html

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    34. Ich meine tatsächlich, dass es der Niedersatzschreiber Holgi ist, der hier (wieder einmal) seinen
      Nahkampfstachel ausgefahren hat und den [Rede-und-Antwort-]Steher mit der großen [Mess-]Latte
      spielen wollte.

      Die Giftgasangriffe mit Moralinsäure und seine gewichtigkeitsgehärtete Spottbrechende Plattitüden-Munition (mit der Ausgereiftheit einer Feldhaubitze)
      tragen recht unverkennbar seine unverbesserliche Duftnote...

      Herbert

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    35. Nun, ich möchte mich für meine Tirade erklären. Ich hatte ja noch gedacht, es gäbe einen Ottmar, und als ich dazu das Stichelwort "Kindesmißhandlung geistiger Kinder" sah, habe ich reflexhaft, in meinem Ärger, wie eine Botmaschine reagiert, und mich "über die Instrumentalisation eines eh mit Todesstrafe-Assoziationen aufgeladenen Begriffs" geärgert.

      Dabei ist er mir bei Stephan Birkholz, der "Kindesmißhandlung" zuest ausgespielt hat, gar nicht negativ aufgefallen, weil Stephan m. E. solche Begriffe provokativ zwar, aber in völlig anderen Konnotationszusammenhängen postet, in einem Sarkasmus, der nicht aufhetzen, sondern eher ausnüchtern will. "Kindesmißhandlung" ist ein in gesellschaftlichen Debatten höchst emotional aufgeladener Begriff, das schlimmste, was man jemanden unterstellen kann. Jeder Politiker ist am Ende, ganz, findet man den leisesten Hauch ppädophiler Kinderphotos auf seinem Rechner oder Smartphone.

      Naja, Ottmar/Rudolf schaffte es wieder, unsere Botreflexe zu wecken, damit wir Text produzieren. :-))

      Ein Lernprozess. Na also gut.

      Rudolf bringt stellvertretend immerhin manche Inhalte derer, die hier nicht mehr mitdiskutieren, doch, nicht wegen Rudolf, nehme ich an.

      Ein guter Freund von mir hat eine anthroposophische Tante, eine nette ältere vitale Dame. Auf FB sieht man nur nette Bilder von Mausipuckies und Maria und Josef und dem Kinde in der Krippe, dem Osterhasen usw. Freundet man sie, oho: World Trade Center, Ganser spricht, Syrienkonflikt, Ken Jebsen redet Klartext. Was wir heute wissen sollten "über unsere Politheuchler" usw. usf.

      Und die AfD ist bereits auf skeptische Artikel der info3 aufmerksam geworden, und in der AfD achtet man Steiner, zollt ihm Respekt und Hochachtung, sinngemäß, und wünscht diesen nicht im Zusammenhang in eher "linken" oder gar "neoliberalen" "Ideologie-Mustern", - sinngemäß, ich zitiere z. Z. nicht gern - , "mißbraucht und mißverstanden" zu sehen.

      Allgemein bei eher "bräveren", früher hätte ich gesagt "bei etwas bürgerlichen aber recht lieben, herzigen" Leuten, die zudem nicht gern auffallen (schon aus erhöhtem Sicherheitsbedürfnis, der "Einbrecher" ist dort ein Archetyp, der an Rotkäppchens Wolf erinnert :)) .... ), nicht auffallen, doch zu ihrer anthroposophischen Gesinnung öfter mal stehn, statt sitzen zu bleiben wird dieses Blog, was mich eigentlich überraschte, als "Nestbeschmutzer der Anthroposophie" bezeichnet, und das hätte ich "bräveren" bürgerlichen und unauffällig bleiben wollenden Menschen, Tanten, Onkel, Töchterlein nicht zugetraut.

      Denn ..zu meiner Zeit .. als ich noch ein unbräverer Junge war .. mochten solche Leute eher keine punkig, bizzaren Toilettenparolen, Splattercomix, bunte Haare, Sicherheitsnadel als "Schmuck" durch sämtliche Körperteile. Aber Magazinen, wie dieses Blog, den stand man wohlwollenst genüber. Dort, wo, bis auf Rumpelstilzchen aller Art, die hier - um sich an deren Ränken zu schulen (?)- herumhüpfen, wo seriöseste Artikel, auch manchmal ebensolche Debatten, Diskussionen, Streitigkeiten manifest werden, Quellen zitiert, Qualitätsmedien angegeben werden usw.
      Man hätte gesagt "ich muß putzen, Marmelade kochen, den Osterbasar und Zweig vorbereiten und habe keine Zeit, mich zu bilden, anspruchsvolle Sachen zu lesen, wo ist der Spezialzapfen für den Staubsauger, ich muß hinter den Heizkörpern erstmal saugen!" ... "Nestbesch.. der Annthr.." hätte man nicht gesagt. Bewöhnungsbedürftig, diese Zeit heutzutage.

      mischa

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    36. Ich muss gestehen, dass ich es persönlich sehr schade finde, dass der Hüter der Wahrheit, Holger N., seit einiger Zeit nicht mehr über uns berichtet.

      Es hatte ja auch immer etwas gemütliches und vertrautes: Morgens mit einem Kaffee Mails betrachten, dann SPON und FB gucken, um sich dann den moralischen Meditationen des Meisters sanft hingeben zu können.

      Es war bei ihm wahrscheinlich eine Art Offenbarungsstrom: Ein etwa 4 Wochen Durchflutetsein von spirituellen Durchsagen, ansatzweise vergleichbar vielleicht mit Steiner nach der Weihnachtstagung oder Rilke im Empfangen der Duineser Elegien.

      22 Aufsätze in 4 Wochen !!! (Besser wären 23, weil das eine "magische Zahl" ist, ich weiß aber nicht mehr, warum).

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    37. @ Mischa

      ja, eben, das ist sein Konzept...

      Und i.w. herrlich dein trockener Humor... Metaxa, Wasserpfeife, rumlungern ;))
      japp :)

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    38. Was ich dann noch kenne, und kurz ansprechen möchte, das ist das, was ich die Relativierung .... wirklich jeglicher menschlichen Leistung .. eines jeden gesunden "normalen" Mitmenschen nenne .... durch die "Unvergleichbarkeit" mit, meist indischen .."Hoch-Heiligen" ...

      Diesen Höchst-Heiligen Männern wird zugesprochen, nur noch mit einem hauchdünnen Faden mit der ..unsrigen ... Mayawelt in Verbindung zu sein, nur ein Atemzug trenne sie vom Maha-Samadhi! Diese höchstheiligen Menschen seien "am Ziel", sie wissen alles, können alles, natürlich wie Supermän auch durch Wände sehn und gehn, was denn sonst?

      Die Verehrung solcher indischer Heilande ist "uns" vielleicht erspart geblieben, weil Steiner den Waggon "Anthroposophie" einst von den Umtrieben und Allüren der "Theosophie" abgehängt hat.

      In der Hinwendung zu solchen "spirituell/religiösen" Supermännern meine ich so eine Art biographischen Revanchismus zu sehn, eine Überreaktion auf Überforderung in der Bewältigung des Lebens und des sozialen Integrationsprozesses - kurz vor dem Kippen ins psychotische, man wird dann nicht selber zum Heiland, aber sucht sich einen, um sich ihm, als "Guru" vorzuwerfen, zu unterwerfen. Dieser Guru soll es dann "allen zeigen", denen man selber nicht gerecht werden konnte. Das dürfte das Psychogramm dieser Leute sein. Die eher zu "Meistern" neigen, zur jeglicher Art von "Theosophie".

      Ein Meister erschlägt - idealerweise - dann mit einer "kosmischen Authentizität" auf allen Ebenen, jegliche Persönlichkeit derer, die sich ihm nahen, bringen jedes "Ego" zu Fall. Aber, natürlich, es ist Liebe! Ein Heiland liebt jeden an die Wand, Widerstand zwecklos.

      In diesen Kreisen respektiert man bestenfalls einen "Rudolf Steiner", als den Hellseher und den, der auf magische Siddhi (in dieser Szene sehr wichtige Zauberkräfte) bewußt verzichtet habe, um sie in seine Bewegung einfließen zu lassen (Weihnachts-Tagung, ick hör dir trapsen), aber... die "dogmatischen" Anthroposophen sind es nicht wert, beachtet zu werden, sie sind ein menschliches Gemüse, eingebildet und arrogant, "was noch nicht soweit ist". Dogmatische Anthros? Ei, weil sie die indischen Hohen Heilande als Relikte eines für "den Westen" nicht relevanten Atavismus ansehn, grrrr! :-))

      Natürlich wechselten etliche, in den 80ern junge, Leute hin und her (ich beobachtete diese Dinge genau, doch meist in Distanz)zwischen mal mehr "theosophischer Unterwerfung" und "anthroposophischer Selbst-Verwirklichung", das war die Zeit der Wohlstands-Experimente der alten Bundesrepublik... mancher träumte davon, auch mal ein "Heiland" zu werden, wenn es gut ging, wurde später ein Biohof daraus..

      Fazit: Steiner besteht gerade so noch neben den indischen Erleuchtungsgiganten wie Sai Baba, Yogananda, Yukteswar, alles sehr absolutistische Figuren. Das normale Fußvolk aber sei, so die dort gängige Ansicht, nichts als ein elender geschwätziger anmaßender Haufen.
      mischa

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    39. Einst besuchte mich nach Jahren eine Bekannte, die es eben eher in die Welt der indischen Heilandskönige gezogen hatte. Wir freuten uns, wir erzählten, besprachen viel persönliches. Dann kam der Schlag: Sie könne ab nun nur noch zum gemeinsam Schweigen kommen. Ich habe sie heruntergezogen auf die "personale Ebene des Gesprächs und des intellektuellen Reflektierens", eine üble Sache, nisten doch hier, nach "ihrer" Lehre, die übelsten Versucherdämonen, alles Denken, intellektuelle sei immer die "Vorstufe zur Selbsterhöhung, pfui".... Jou, das war's dann. Ich dsah sie nie wieder danach, sie beging nach weitern zwei Jahren Siuzid.

      Wenn ich in gewissen Zusammenhängen höre "Sie halten sich für besseres", oder "Sie behandeln intellektualisierend spöttisch andre von oben herab", werde ich, je nach Kontext, durchaus mal etwas stürmisch und ungehalten. Und versuche es durch Humor aufzufangen. Punkt.

      Dennoch: Herzliche Grüße a.A., auch Rudolf und event. Niederhausen, mischa

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    40. Ich glaube nicht, dass er über Konzepte verfügt - eher agiert er nach planlosen Instinkten und Mustern.

      Heribert

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    41. Sicher ist: Ottmar ist nicht Rudolf. Auch ist lang nicht jeder namenlose anonym Rudolf.
      Ob Niederhausen mitdiskutiert, darüber kann weiterhin nur spekuliert werden.

      Zieht Eure eigenen Schlüsse.

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    42. @ Stephan

      Ja - zu deinem Rudi-Rallala-Hinweis in früheren Beiträgen ... In dem v. dir verlinkten Beitrag war schon damals deutlich zu erkennen was er vor hatte...u.a. Holocaust-leugnungen einiger "Anthroposophen" frechschnäuzig und kalt zu leugnen ("relativieren" wäre i.d. F. eher eine Verharmlosung, da nur geschickte Anfangs-'Tech-Nick')...

      Aber - "er glaube ja nur an Gott" ...

      Tja, was das wohl für ein 'Gott' ist... jeder kann es sehen...


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    43. Mann o Mann, in welchen geistigen und gedanklichen Niederungen sind wir hier wieder gelandet.

      Die Leugnung einer (unterstellten und nicht bewiesenen) Holocaust-Leugnung wird also auf das Niveau der Holocaust-Leugnung selbst gebracht.

      Wenn das mal kein Denk-Kurzschluss ist!
      Aber sicher symptomatisch für die heutige Diskussionskultur.

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    44. Ich würde sagen, wir gehn jetzt erstmal alle "nachhause", es hat ja für diesmal nix gebracht, und zu spekulieren, wer es sei, der diesmal wieder mal kunstvoll verbrämt seine Respektlosigkeit verkündet, es ist egal.
      Bin erstmal draußen. Stephan, reibt Euch nicht auf Nachtschicht so auf. Leset ein gutes Buch. Auf Wiederschaun.
      mischa

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    45. @Sicher ist - Anonym

      Alles was sich verhält wie ein Ottmar ist ein Ottmar...

      (Vgl. Paradigmen objektorientierter Prorgammierung (Klassen)...

      Heribert

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    46. @ Heribert

      zu einfach gedacht und daher falsch, er müsste darüber hinaus wenigstens auch so aussehen wie ein Ottmar.
      Und woher willst du das wissen?

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    47. Stephan, sukzessive und unmerklich beginnst Du, ein bißchen notorisch zwanghaft zu werden. Erspare uns in diesen harten Zeiten, uns über Dir ein bißchen Sorgen machn zu müssen. Ich gehe jetzt aber wirklich erstmal in den Hyperschlaf, bis wir bei der nächsten Sonne angelangen. Lies mal Stieg Larsons Millenium Trilogie, verliebe Dich in die großartige Lisbeth Salander, und vergiß Holger, Ottmar, Rudolf! :-))
      mischa

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    48. Also dann konkreter:

      Alles was sich verhält wie ein Niedersatz-Aufschreiber ist auch ein Niedersatz-Aufschreiber und kein Aufsatz-Niederschreiber.

      Vgl. Plattitüde(n)

      @Mischa
      Ja ich merk' s - es liegt daran (ob Du' s glaubst oder nicht), dass ich mir wirklich Gedanken darüber mache, ob man mit diesem Draufhauen auf den Sack voller Anonyme nicht doch mal den Falschen trifft...

      Ottbert

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    49. @ Ottbert,

      ;-)
      ja, da kann ich dir diesmal nur zustimmen.
      Aber so schlimm wäre das gar nicht, denn daraus würde man ja mit viel Eigengewinn seine Lehren ziehen.
      Ergänzend würde ich sagen, dass dies auch für den Fall gilt, wo man nicht nur den Falschen, sondern überhaupt falsch trifft, also wenn man etwas angreift und ablehnt was u.U. sich doch als richtig herausstellt.

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    50. Die oben angesprochene Fragestellung 'Wie viel Kultus (Feste Form) braucht eine esoterische Strömung wie die Anthroposophie und wie viel Gestaltungsspielraum kann den Arbeitenden zur Gestaltung bereitgestellt werden', ist gleichermaßen interesst wie essentiell und muss sicher auch immer wieder neu ausgelotet werden.
      Darum hat mich das voreilige Messlatengefuchtel einfach sehr irritiert...
      Es ist eben das Karma der Anthroposophischen Gesellschaft, Initiatenwissen zu Bearbeitung an sekuläre Kreise preiszugeben und zu vermitteln, damit die Kultur neue Einschläge empfangen kann.
      Wer zu den heftigen immunologischen Reaktionen an den Kontaktbereichen kein gesundes Verhältnis entwickeln kann, der flüchtet entweder bei einem Guru unter den Rock oder zu den Proleten in die Kneipe (je nach Disposition)...

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    52. "…Esoterik verträgt keine Spielerei…"

      Spiegelgefechte und Scheingefechte könnten auch dazu gerechnet werden?
      Ich denke ja!

      In Gestalt einer seiner postanonymen Nachfolger führt uns Don Rudolfe de la Mancha, ein kleiner Landadeliger, einen Kampf vor gegen die mysteriösen Windmühlenflügel geistiger und gedanklicher Niederungen im Egoistenland.

      Der Namensvetter seines geistigen Vorbildes hat vielleicht zu viele Ritterromane verschwörungsfantastischer Art gelesen. Alles was er begegnet bringt er in Zusammenhang mit mächtigen, ihm feindlich gesinnten Zauberer und Nestbeschmutzer seiner wahren Lehre. Unentrinnbar verwickelt er sich dabei in heroische Spiegelgefechte um Wahrheit und Lüge. Als Ritter von trauriger Gestalt führt er aber letztendlich einen aussichtslosen Kampf gegen die verschworenen der Egoisten.
      Traurig!

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    53. @ Heribert Birkholz,

      "Wie viel Kultus (Feste Form) braucht eine esoterische Strömung wie die Anthroposophie ...... muss sicher auch immer wieder neu ausgelotet werden"

      Richtig, aaaber.... wer lotet denn aus? Doch wenn schon, im Zusammenspiel im Sinne einer fruchtbaren Diskussion doch wohl nur alle gemeinsam.
      In diesem Zusammenhang wird doch wohl jeder die Messlatte dort ansetzen dürfen, wo er meint.
      Oder gibt es hier verbindliche Normen, Vorgaben, Meinungsdiktate oder -verbote?

      Während nun Ottmar die Messlatte hoch anlegt, kannst du sie mit genau demselben Recht ja ruhig niedrig anlegen.

      Aber wegen einer einzigen Aussage Ottmars dich über das "Messlattengefuchtel" zu beschweren, ist geradezu skurril.

      Denn dieses "Gefuchtel" wurde eindeutig von dir losgetreten!

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    54. "Traurig!"

      Es gibt hier auch "verschworene Egoisten", die es eher als traurig empfinden, wie manche nicht weniger verschworene Egoisten sich hier vorführen lassen.

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    55. @Ottdolf Niedermar

      Während nun Ottmar die Messlatte hoch anlegt, kannst du sie mit genau demselben Recht ja ruhig niedrig anlegen.

      Genau dieses Recht und die Fähigkeit dazu spricht Ottmar Herrn Eggert (den er 2x namentlich in seinem Kommentar erwähnt) explizit ab.
      Und damit spricht er dieses Recht auch implizit allen ab, die sich auf Eggerts Gedanken einlassen können und wollen.



      Einfach nochmal lesen - die Messlaten zum richtigen Verständnis von Sätzen hängen für manchen zunächst zu hoch
      !

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    56. @ Heribert,

      Ich denke mal, dass Ottmar Herrn Eggert nicht in höherem Masse das Recht abspricht, die Messlatte niedrig anzulegen, als du denjenigen ihr Recht absprechen willst, welche diese hoch anlegen wollen. Er legt sie nur selbst hoch an. Das ist das Eine.

      Das Andere ist, dass es gar nicht darum ging, sondern um die Tatsache, dass du das "Messlattengefuchtel" zu verantworten hattest, es aber dem Ottmar anlasten wolltest.

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    57. Jede Aussage über eine Sache ist immer auch eine Selbstaussage, eine Selbstcharakterisierung.
      An dem Text von Michael Eggert über das Mantram AUM fällt mir wiederum überdeutlich auf der spöttische, bewertende, besserwisserische und abwertende Ton gegenüber Rudolf Steiner auf. Manches mag eigenes Profilierungsbestreben sein, der Wunsch nach Eigenständigkeit. Mein Eindruck ist aber, dass dahinter doch eine Positionierung von Michael Eggert steht, nämlich dass er dem Thema doch nicht ganz gewachsen ist. Natürlich kann heute jeder über jedes Thema schreiben, aber im Falle der esoterischen Lehrtätigkeit Rudolf Steiners liegt die Messlatte doch sehr sehr hoch.
      Es geht doch auch ganz sachlich, Herr Eggert, warum diese vielen pejorativen Worte??
      Ottmar


      Wer lesen kann ist klar im Vorteil und wer denken kann erst recht. Lesen wollen Sie offensichtich nicht und denken tun Sie eben 'mal' so wie Sie eben mal denken wollen...

      Ottmars Meinungsäußerung ist bis auf den letzten Buchstaben die typische Sauerbier-Elegie über den Eggert-Egoistenblog, wie wir sie vom Niedersatzschreiber als Massenramschware hinlänglich kennen.

      Also denken Sie mal, was Sie wollen, denn wenn jemand 'mal' denkt, dann denkt er eben 'mal'...

      Ihr Heribert

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    58. Übrigens hantiert hier außer Ottmar niemand mit Meßlatten; er verwechselt Anthroposophie/Esoterik offenbar mit einem Feldmeßpraktikum oder mit dem Aufhängen eines Küchenschrankes.
      //
      Die Diskussion darüber, wer welches Recht hat und wem welches Recht einräumt, seine Latten in dieser oder jener Höhe aufzuhängen erübrigt sich für mich also; hab ich aber hier bereits zum Ausdruck gebracht!
      [wer lesen kann]

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    59. Das Gefuchtel fing augenscheinlich mit Anonym an (.. ‘kann ja naturgemäß gar nicht auf Augenhöhe liegen‘)

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    60. @ Ton,

      das stimmt nicht, du sagst die Unwahrheit.

      Ottmar schrieb am 1. März um 14.42.00 MEZ, sehr wahrscheinlich ist dies sogar seine einzige Stellungnahme.

      Stephan Birkholz schrieb am 1. März 15.31.00 MEZ folgenden zweideutigen post:

      "Ich weiss auch nicht, wo Sie persönlich (die Unterschiede sind da ja sehr groß) Ihre Latte (äh, ich meine natürlich Ihre Messlatte) hängen haben."

      Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Antwort von "anonym".

      Warum werden hier die einfachsten Regeln einer jeden fruchtbaren Diskussion denn immer wieder bewusst und gezielt mit Füssen getreten?

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    61. Das ist eben eine beschränkte Wahrheitsauffassung, eine absolut-religiöse. Die Mehrdeutigkeit (‘Relativierung Rudolf Steiners‘) wird wieder zur Eindeutigkeit gemacht (‘sehr sehr hoch‘, ‘kann ja naturgemäß gar nicht’), wenn man sich absolut mit Steiner (oder mit von Sivers?) identifiziert.

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    62. Einen objektiven Tatbestand als die Wahrheit zu bezeichnen und dessen Leugnung oder vollkommen andere Darstellung als Unwahrhaftigkeir ist also "beschränkte Wahrheitsauffassung" ??
      Eine unbeschränkte Wahrheitsauffassung wäre demzufolge also ein Freifahtschein zur Unwahrhaftigkeit.
      Aber wenn sowieso alles richtig und erlaubt ist, warum aber sollte wer einen Kampf für die Wahrhaftigkeit führt, dann ein beschränkter Hidalgo sein?

      Wenn also alles erlaubt ist, auch die bewusste Unwahrhaftigkeit, warum dann diese Empörung, diese Lächerlichmachung anderer Meinungen?
      Oder fürchtet die Unwahrhaftigkeit zuweilen doch die Wahrhaftigkeit mehr als die Wahrheit die Lüge?

      Niemand hier identifiziert sich mit Rudolf Steiner. Die Steiner-Anbeter sind nur herbeiphantasiert, Phantasie-Feindbilder eben. Denn auch wenn sie hier wirklich präsent wären, sie würden nichts ausrichten, weil es eine Lüge wäre, dass Steiner immer recht hatte. Aber er verdient unseren Respekt.
      Das andauernde Steiner-bashing als Konstante in diesem Blog ist respektlos.

      Relativierung und Respektlosigkeit sind zwei verschiedene Dinge. Ersteres lässt uns Steiner erst richtig verstehen, das Letzere lässt den Faden zwischen Steiner und der heutigen Menschheit zerreissen.
      Wenn dies gewollt ist, wäre es nicht zielführender wenn die superschlauen Macher hier dies auch zugeben würden, anstatt arrogant auf diejenigen herabzublicken, die Rudolf Steiner respektieren, schätzen und seine Wirkung in der Welt zu verstärken trachten.

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    63. Rudolf, das ist propagandistischer ‘what-aboutism‘. Mehrdeutigkeit ist kein ‘Freifahrtschein zur Unwahrhaftigkeit‘.

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    64. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    65. @ Ton Majoor

      "…What-aboutism…"

      Sehr richtig in diesem Zusammenhang.

      Oxford Living Dictionary:
      „die Technik oder Praxis, auf eine Anschuldigung oder eine schwierige Frage mit einer Gegenfrage zu antworten oder ein anderes Thema aufzugreifen“.

      "Whataboutism" bedeutet heute allgemein:
      Die Ablenkung von unliebsamer Kritik durch Hinweise auf andere wirkliche oder vermeintliche Missstände. Eine Gesprächstechnik, die unter diesem Namen ursprünglich der Sowjetunion bei ihrem Umgang mit Kritik aus der westlichen Welt als Propagandatechnik vorgehalten wurde. Auch heute ein erprobtes Kampmittel hybrider russischer Kriegsführung.

      Rudolf zeigt sich als Trolle äußerst beflissen in der Anwendung dieser Technik…


      Ein sehr aktuelles Beispiel dieser Anwendung bei Donald Trump der heute per Twitter mitteilt:

      "Wie tief ist Obama gesunken, um meine Telefone während des geheiligten Wahlprozesses anzapfen zu lassen? Das ist Nixon/Watergate. Böser (oder kranker) Kerl!"
      (How low has President Obama gone to tapp my phones during the very sacred election process. This is Nixon/Watergate. Bad (or sick) guy!)

      So versucht Trump ganz offensichtlich abzulenken von den wirklichen Vorgängen der Russland-Kontakte seines Teams im Wahlkampf und der damit verbundenen Einflussnahme auf den Wahlausgang. Eine heimliche Kooperation mit dem Kreml um Hillary Clinton zu besiegen.

      Ebenfalls versucht Trump persönlich Rache zu üben an Barack Obama. Der Hintergrund dazu:
      Obama verfügte in seinen letzten Amtstagen auf vertraulichen Erkenntnissen der US-Geheimdienste, wonach Trumps Kontakte nach Russland stärker waren als von ihm geschildert. Die öffentliche Freigabe der konkret vorhandenen Beweismittel hätte auf Grund ihrer geheimdienstlichen Natur weitreichenden, negativen Konsequenzen gehabt für weiteren Ermittlungen und für die Sicherheit der in der Sache beteiligten Personen und konnten deshalb nicht einfach öffentlich gemacht werden. Damit die Erkenntnissen nach dem Amtswechsel nicht Trump überlassen werden, der sie womöglich verschwinden lässt, erweiterten Obamas Mitarbeiter den Kreis der Mitwisser, indem sie die Details von Trumps Russland-Verbindungen schnell noch in Ministerien und anderen Zweigstellen der Regierung hinterlegten.

      Die "New York Times" machte diese Aktion in dieser Woche öffentlich, aber seit Wochen schon sind die Folgen dieses Schritts zu besichtigen: Fast täglich landen pikante Trump-Details zu Kontakten zu Russland in den Redaktionsstuben der Hauptstadtpresse. Sie betrifft Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn, der gehen musste, und Justizminister Jeff Sessions der nun gewaltig unter Druck steht. Beiden gehören zu den wichtigsten Männern in Trumps Welt und wurden der Lüge unter Eide überführt. Weitere Vertraute des Präsidenten werden folgen, davon ist auszugehen.

      Die letzte Folge in diesem Königsdrama wird sein: Ein unvermeidliches Absetzungsverfahren des jetzigen US-Präsidenten.

      Quellen:

      Whataboutism
      https://de.wikipedia.org/wiki/Whataboutism

      Trump wirft Obama Abhören seines Telefons vor
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-wirft-barack-obama-telefon-spionage-vor-a-1137337.html

      Obamas Gift
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-und-russland-obamas-gift-a-1137131.html

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    66. Leider scheint dieses Forum zu einem reinen Schauplatz primitiver Propaganda-Kriege verkommen zu sein, noch dazu ziemlich einseitiger, was die Spannung und den Erkenntnisgewinn auf ein Minimum reduziert.
      So einfach gestrickt ist die reale Welt nun mal nicht. Sie ist nicht wie eine Computer-Tastatur, mit allen möglichen Tasten, allen möglichen und unendlich erweiterbaren Tastenbelegungen, wo man eine Frage oder einen Disput so ganz einfach durch Ausschalten des Computers oder durch Drücken einer Taste ganz nach Belieben beantworten, beenden oder für sich entscheiden kann.
      Traurig ist diese Bloggerwelt, aber natürlich auch aufschlussreich. Traurig, weil das Denken in Bezug auf die Lösung aller Probleme und Fragen dieser Welt sich auf die Bedienung der richtigen, tlw. nur für sich selbst geschaffenen Tasten reduziert. Lösch-Taste, Nazi-Button, Propaganda-Button, what aboutism-Button, auch der "das ist Rudolf-Button"....zum Glück gibts ihn ja wirklich ;-), und die entsprechende Taste auch schon fix in der Egoisten-Tastatur.
      Erspart sehr viel anstrengende und zeitraubende Gehirnaktivität und Diskussionen. Wozu auch.
      Wo die Wahrheit relativiert ist, ist sowieso alles wahr und das Recht und das recht haben immer auf der eigenen Seite.

      Und wenn alle Stricke reissen darf man immer noch was man anderen vorwirft, selbst bis zum Exzess betreiben.
      Beispielweise sich befleissigen etwas anderes belegen zu wollen, als der Kernpunkt der Kritik bzw. die Ausgangsfrage war.

      So wie klassischerweise auch hier wieder, wo der Kern der Sache ja ein ganz anderer war:
      Natürlich ist nicht die Mehrdeutigkeit an sich gleichzusetzen mit Unwahrhaftigkeit, das stand nicht zur Debatte, sondern ob unwahrhaftig ist, einen als eindeutig dargelegten Tatbestand als mehrdeutig zu bezeichnen.
      So wie es Ton praktiziert, wird diese Frage dann durch den simplen Druck auf die "what aboutism-Taste" beantwortet, der Diskussionspartner hat Unrecht und man selbst hat trotz erwiesener Unwahrheit die Wahrheit gesagt.

      Der Kern der Sache ist und bleibt eben, dass nicht die Mehrdeutigkeit zur Eindeutigkeit gemacht wird wie von Ton behauptet, sondern die Eindeutigkeit zu einer Mehrdeutigkeit. Das beantwortet aber keine Fragen und löst keine Probleme.

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    67. Nimm Dir erst mal Deinen Morgen-METAXA zur Brust und dann noch einen und dann noch einen.
      Du wird sehen, Schluck für Schluck wird all das Mehrdeutige mit dem zu nicht zurecht kommst immer eindeutiger, bis zur eindeutigen Einfalt - alle Deine Fragen werden sich bis zur eindeutigen Eindeutigkeit geklärt haben und alle Deine Probleme werden sich aufgelöst haben...

      Herbert Metaxa

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    68. Ja, Rudolf bleib gesund und sei auch von mir gegrüßt!
      Selbstverständlich hoffe ich nicht, dass Du meiner Animation zu morgendlichem Alkoholkonsum folge leistest.
      Ich wollte Dir nur mit einem Szenario verdeutlichen, wie illusionär der Wunsch nach Eindeutigkeit und eindutig gelösten Fragen und Problemen ist - mit Alkohol beispielsweise lässt sich eben ein Tunnelblick erzeugen, der diese Eindeutigkeit vortäuscht...

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    69. Lieber Metaxa Stephan,

      ich wäre mit dem vormittäglichem Alkoholkonsum dennoch sehr vorsichtig.
      Auch wenn, oder vielleicht gerade weil es so gut wie wissenschaftlich erwiesen ist, dass die Folgen allem anschein nach ganz andere sind, als die von dir (im Selbstversuch ?) geschilderten.
      Denn der womöglich den ganzen Tag anhaltende Tunnelblick führt vielmehr zu alles anderemals zu Eindeutigkeitsvisionen.
      Abgesehen davon, dass er zum Verlust des differenzierenden Denkens und somit auch der Fähigkeit führt, real existierende Eindeutigkeiten von ebenso real existierenden Mehrdeutigkeiten zu unterscheiden, bestätigen fast alle Alkoholforscher unisono, dass unter Alkoholeinfluss so gut wie alle wahrgenommenen Bilder sich mindestens verdoppeln, was deinen Erfahrungen (vorgetäuschte Eindeutigkeit) diametral zu widersprechen scheint.

      Es hat allen Anschein, dass in vielen Fällen nur noch und überall Mehrdeutigkeiten "gesehen" werden.
      Probiers mal aus, aber nur dann, wenn du es nicht glauben willst.
      Andernfalls, solltest du genug haben von diesen ganzen Mehrdeutigkeiten und allen Vielfachbildern, empfehle ich dir eine ziemlich strikte Metaxa-Entwöhnungskur. In den meisten Fällen soll es wirken.

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    70. Dabei gilt aber: 'Aus den Augen aus dem Sinn'!

      Jeder Moment ist eindeutig!

      Rudolf Jägermeister

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  9. Swami Paramahansa Yogananda und Swami Yukestwar hätten das Heiligste Mantram sicher tiefer in ihr Herz eingelassen und dazu auch geschwiegen, oder? Oder gar Rabindranath Tagore, der Dichterfürst von Mahatma Gandhi und Neru. Oder der ungekrönte König Sai Baba ! ! Diese Heiligen Männer hatten noch Respekt vor Ihnen und dem Mantra, lieber Ottmar. Nicht wahr? Es geht Ihnen nicht erhaben genug zu, mit schön die Händchen falten? Eine ganzen Schrein mit Bildern ergeben dreinblickender alter Heiliger Männer sende ich Ihnen gern mit dem Blumendienst, und einem dreifach säuselndem Hare Krisna Hare Krisna, Krisna Krisna, Hare Hare ! ! !
    Meines Erachtens führt der Weg der gefalteten Händchen und der pingeligen, ja geistig frigiden Reinlichkeit nirgend wohin, da liegt kein Segen drauf. Das ist was für Pubertierende mit dem Spielzeugschillum und einer Sehnsucht nach der Erlösung aus einer bedrückenden kalten Realität - eine Sehnsucht, die sich zu den Urbildern heiliger hoher Wesen richtet, die einem nicht lieben wollen, weil man "unrein" sei ... es bleibt eine Sackgasse. Auch wenn es im Verborgenen weise Männer und Frauen geben mag: Sie sitzen nicht bei Ihnen zu Tee, da wette ich...
    Der Meister vom dritten Stuhl vor dem Schlafzimmer-Schrank von Anni Besant

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    1. Vorsicht, Meister vom dritten Stuhl!

      Per Definition bezeichnet man mehr als 3 Stühle am Tag als Durchfall/Diarrhö, wenn sie denn auch noch flüssig aus der Feder fließen und mehr als 250 Worte wiegen...

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    2. Jaja, verstanden. Aber schaun wir mal! :-)
      mischa

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    3. Sollte keinesfalls ein Appell an Deine Zurückhaltung sein - nur so ein assoziatives Streiflicht...

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    4. Aber Du hast "recht", denn ich habe heute bereits einen Schnellschuß getätigt, den ich mir selber meinetwegen vergeben kann. Aber, es ist doch so: "Ich mag es nimmer hören!" könnte man laut kreischen, wenn sich hier jede spannende Diskussion darin erschöpft, ob der Stil hier "überheblich", "spottend", "profilierend", reich mal das Synonymenwörterbuch und das Schimpfwörter-Glossar dazu, oben links im Regal :-)) ... nich weihevoll genug, dem Höchstniveau nicht gerecht....

      ..woher weiß denn Ottmar, wie hoch der Hammer der Latte bei Steiner hing? Er war in der letzten Reinkarnation sein Lehrer? "Ist es er, vielleicht, von dem die Prophezeiung ging, als ihn eine ehrgeizige Mutti rechts der Leber unterm Herzen trug?" So heißt es doch immer in den Filmen über Heroen....Baß speiseite...

      Hier ist m.E. das einzige Blog, wo man noch als normaler und gesunder Mensch unter teils solchen über Rudolf Steiner frei sprechen, nachdenken, überlegen darf, ohne gleich der Majestätsbeleidigung bezichtigt zu werden. Dann gibt es noch info3, wo aber mehr das Leitbild einer realistischen, doch bodenständig anthrosophischen PRAXIS transportiert, vermittelt wird, was auch manchmal etwas forderndes, nicht so entspanntes "hat".

      Hier weiß der Bloginhaber und seine Administration bestens über anthroposophische Lebenspraxis Bescheid, nicht nur über mangelhafte Institutionen, nicht nur über eher vorbildliche Institutionen, sondern aus der eigenen Tätigkeit. Der eine als Lehrer, die andren als Künstler usw. Dann kommen Leute daher, denen genug einfach nicht genug ist. Denen sehr viel immer noch nicht genug ist.

      Mich ärgern solche Menschen schon ein Leben lang! Ich bin hier durchaus biographisch "geschädigt", und bin das Nörgeln leid, gerade da, wo wirklich Qualität "geliefert" wird, mit Engagement, um die kitschige Metapher "mit Herzblut" zu umgehn..

      Solln sie zum Ufoverlag, oder halt in die Camps der Selfrealisation Fellowship von Yogananda, oder zu Swami Prabhupadha vegetarisch kochen gehn...
      Sorry für die Tirade, aum mani padme hum...
      mischa

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    5. Die Heiligkeit ist die Furcht vor der Freiheit (Fromm), also gerade anti-luziferisch im Steinerschen Sinn. Es ist ein Sich-Ausleben in Neid, z.B. auf die neue Freiheit von Flüchtlingen, Fremden, oder auf die Freiheit dem Guru gegenüber.

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  10. @ Rainer Herzog: " 23" eine magische Zahl. Sie wissen nicht mehr, warum ?

    Magie hat zu tun mit der Kraft zwischen ZWEI Polen, z.B. Plus und Minus und so weiter. So betrachtet ist die Zwei die Zahl der Magie.
    23 ist die Spiegelung (!!) der Zahl 32. Der Mensch hat normalerweise 32 Zähne. Sie dienen der Vorbereitung der Speisen für den Magen, in dem Verwandlung stattfindet.
    Hinweis von: Das Magie-Kochstudio

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    1. So vom Stil her erinnert das an den etwas dubiosen aber auch nicht ganz unsymphatischen "fin", der auf dem Info3 Blog ca 1,5 Jahre mit unserem Rudolf über dessen Namen herumgestritten hat.

      Falls Du das bist, gibt Dich ruhig zu erkennen. Wir nehmen Dich an, das Egoistenbloggerherz ist groß.

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  11. Wer die Texte von mischa in der letzten Zeit las, konnte in den malerischen, tönenden Bildern tief eintauchen in das Karmageschehen der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft.
    Vor etwa zwei Jahren schickte mir ein namhafter Waldorflehrer vertraulich mehrere pdf-Arbeiten. Eines war nach seinem Inhalt schlichtweg die Aufforderung Rudolf Steiner zu töten, ja etwas Zwanghaftes spiegelte sich darin, tragisch-dramatisch. Die Ohnmacht der Steinerfigur, der einzige Ausweg. Es erinnert an Milarepa, der hinter seinem Meister stand, ihn töten wollte.... ....dann kommt das ja alles anders. Eine merkwürdige Schrift aus der Waldorfschule selbst, die - für mich - wie ein verzweifelter Notruf klang, das Scheitern an der "okkulten" Gestalt Rudolf Steiner. Es handelt sich um einen namhaften Buchautor.
    Neben den Bewegungen hier, während um das Mantra, die esoterische Bedeutung Steiners gerungen wird, oder auch nicht, lässt diese Nachricht nun aufhorchen:

    "Die innere Situation der Kirche sei angesichts des Vorgehens des Papstes ‚explosiv’. Deshalb wollten einige einflussreiche Kardinäle Franziskus zum Rücktritt bewegen, berichtet der Vatikanexperte Antonio Socci."
    http://kath.net/news/58724

    Offensichtlich geschehen die geschichtlich bedeutsamen Verknüpfungen im Hintergrund. Mich rief gerade eine Person an, von der ich viele Dinge erfuhr, die hinter den Kulissen sich ereignen, Jemand, der viele Kontakte hat, der durch seine Art die Schicksale von Menschen sammelt, Querverbindungen sieht, auf seine Art an der Aufklärung der Gegenwart mitwirken will. Es kommt also auf das Ziel an. Und so war der Blog durch die Jahre ein Knotenpunkt für Aufklärung, so verstehe ich den Blogbetreiber und auch das Bemühen von Ingrid. Das innere Verstehen und Mißversehen haben wir uns hinter den Kulissen vielleicht im Bemühen herangebildet, Jeder auf seine Art. Es hat mich sehr gefreut, durch die Schilderungen von mischa, mehr seine Persönlichkeit, damit auch die Welt miterleben zu dürfen.
    Es sind, bei aller tatsächlichen aber auch manchmal aufgesetzten Freundlichkeit doch irgendwie ernste Zeiten, wo der Humor fast im Halse stecken bleiben kann. Wer sich noch an die Traum-Vision mit den zwei Päpsten erinnert, wird nun aufhorchen, was in Rom vor sich geht. Es bedürfte einer eigenen website, all die Texte Steiners zusammenzustellen, welche sich mit der Katholischen Kirche befassen.
    Ost-West wird dann verstehbarer, wenn schon im Dschungel der Ausführungen Steiners, es gibt eine Landkarte, Nord, Süd...

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    1. nach kirchlicher Ebene, nun auch auf weltlicher Ebene:

      "Sonst explodiert Europa"

      http://www.sueddeutsche.de/politik/interview-mit-franois-hollande-sonst-explodiert-europa-1.3406653

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  12. @ Mischa

    "…Die Verehrung solcher indischer Heilande ist "uns" vielleicht erspart geblieben, weil Steiner den Waggon "Anthroposophie" einst von den Umtrieben und Allüren der "Theosophie" abgehängt hat…"

    Richtig. Abgehängt wurde der Waggon "Theosophie" von der Waggon "Anthroposophie". Allerdings sind so manche Reisende des ersten Waggons vor dem Abhängen rechtzeitig umgestiegen und haben gemeinsam die Fahrt im deutschen Lande fortgesetzt. Kurz vorm 1. Weltkrieg. Zur Rettung der deutschen Mission gegen die bösartigen und imperialistische Machenschaften angelsächsischer Bruderschaften die sich in der Entente in kriegerischer Absicht gegen das friedfertige deutsche Kaiserreich verschworen haben. So lauteten damals die Glaubensbekenntnisse theosophisch-anthroposophischer Weltanschauung. Statt "indischer Heilande" gab es allerdings nur wenige Jahre danach einen germanischen Heiland.

    Der Ungeist theosophischen Sektierertums hat die anthroposophischen Bewegung zu Steiners Lebzeiten und danach weiterhin belastet. Sogar zunehmend auch in der neuesten Gegenwart der letzten Jahre. Sichtbar in den nur scheinbar überwundenen Verschwörungs-Glaubensinhalte der Vergangenheit die unübersehbar und in voller Offenheit und Unverschämtheit eine Renaissance erleben.

    So ändern sich Zeiten:
    "…World Trade Center, Ganser spricht, Syrienkonflikt, Ken Jebsen redet Klartext. Was wir heute wissen sollten "über unsere Politheuchler"…"
    "…Das hätte man manch "…"bräveren" bürgerlichen und unauffällig bleiben wollenden Menschen, Tanten, Onkel, Töchterlein…" nicht zugetraut.
    Wie du so treffend sagtest.

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    1. Schon echt skurril - vor lauter Angst vor dem 'Denkverbot, das aus Amerika herüber kommt' (GA 167, S. 98f) , gibt man das Denken lieber gleich beim Zweigleiter ab (ebenfalls nicht direkt, sondern indirekt)...

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    2. Oder wahlweise auch bei den "verschworenen Egoisten". Und das eher direkt.

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  13. Wir sollten es mit Noch-Bundespräsident Gauck halten, der heute sinngemäß sagte, daß wir in Deutschland nicht das Wort derer fürchten müßten, die nicht mehr so ganz mit unseren demokratischen Werten, bei sich zuhause, einverstanden seien.

    Wir sollten denen, die hier oft der Atmosphäre dieses Blogs, wo sie harmonisch, kritisch, wach, besinnlich und dennoch heiter und gesund geblieben ist, "Hochmut", "Geiferei", "Spottlüsternheit" und sonstwelche Ausgesuchtheiten anhängen wollen, zwar immer wieder mal wiedersprechen. Wir sollten sie jedoch nicht notorisch mit Trollmethoden foltern, quasi verfolgen. So, daß die letzten Ansätze eines Geben und Nehmens im echten Gespräch vielleicht noch gerettet werden könnten. Auch ich muß mich zurücknehmen, auch wenn die ewig immer wiederkehrenden, varierten "Hochmuts-Spott" Verhöhnungen mich auch immer wieder peinigen. Vielleicht, weil sie seit Generationen angewandt werden, und doch immer nur kaschierte niedere Gefühle, Unbereinigtheiten transportieren, die man dann denen unterschiebt, die sich was zu leisten bemühen. Und auch Regeneratives verteidigen.. Aber sich da triggern zu lassen, daß man z.B. eine Nacht lang mit einen Anonym Wut-Tennis spielt, oder wie ich, dann wütend in den Nebel eine Tiraden-Bombenteppich schießt, der dann vielleicht noch etwas trifft zwar ...
    Da sollten wir an Gaucks Worte denken. Widerspruch ja. Versuchen, mundtot zu "prügeln", nein. Egal, auch wenn's nur bös Zeug is ...
    mischa

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    1. Mischa,
      das hier ist weder mein Zuhause, noch ein Ort den ich irgend wie verteidigen müsste.
      Aber die Botschaft von Ottmar an M. Eggert und damit an uns war genau die folgende:

      Junge, die Sache istt einfach ne Nummer zu groß für Dich - also lass es lieber bleiben

      Das ist keine andere Meinung auf den Inhalt bezogen, sondern ein Denk und Redeverbot in nahegelegter Form.
      Anderen Meinungen würde ich sicher nicht so vehement begegnen - aber Einschüchterungsversuche von anonymen Tür-, Rede-und-Antwort- und sonstigen Stehern von der Art 'Achtung, Achtung! Hier spricht die offizielle Anthroposophie! Lassen Sie sofort alle Gedanken fallen und heben Sie die Hände von der Tastatur oder wir schießen mit Karma!' lasse ich nicht unbeantwortet stehen...

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    2. Lass Dir doch mal dieses gönnerhafte Abteilungsleiter-Deutsch auf der Zunge zergehen:

      Es geht doch auch ganz sachlich, Herr Eggert, warum diese vielen pejorativen Worte??

      [...sage der Polizei-Inspektor im 70er-Jahre-Krimi, nachdem er dem Straßenganoven unter nonverbaler Androhung von Fingernägelabziehen ein Geständnis für eine nie begangene Tat abgezwungen hat.]

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  14. Danke, Mischa, für Deinen Hinweis auf die Bot-Reflexe. Die kenne ich gut – bei mir ist es allerdings vor allem Dr. Stephan/Mr. Bert, dem es immer wieder mal gelingt, sie hervorzurufen.
    Zum Glück funktioniert mein eigener innerer Bot-Detektor inzwischen ganz gut – wenn auch manchmal zeitverzögert.
    Deshalb habe ich für virtuelle Diskussionen eine innere firewall eingebaut, mithilfe derer ich mich selbst daran hindere, schlagfertig Ping-Pong-artig zu antworten – denn dann hätte ein eventuell vorhandener Bot-Reflex noch Gelegenheit, unerkannt mitzumischen.

    :-) In diesem thread habe ich mich darüber hinaus entschlossen, abzuwarten, bis das Lattengefuchtel sich beruhigt hat (zu diesem Gefuchtel zähle ich auch die ungeheuer wichtige Diskussion über „Wer hat angefangen?“, und natürlich den Versuch, alle anonym Postenden als längst Bekannte zu „entlarven“ … ).

    Danke, Stephan, für Deinen Morgenstern-link — ich bin mir nicht sicher, ob es klappt, will aber nun doch versuchen, herauszufinden, ob es diesem gewissen Architekten gelungen ist, aus dem kostbaren Zwischenraum ein ganz anderes Haus zu bauen, sodaß wir uns auch künftig mit den Latten ohne was herum begnügen müssen, oder ob es doch noch möglich ist, hindurchzuschau'n...

    Ich kehre also probeweise gleich zu einem meiner Ansicht nach interessanten Thema zurück – nämlich zu der Frage, ob Michael mit dem kritisch-spöttischen Teil seiner Blogartikel Rudolf Steiner auf eine Weise durch den Kakao zieht, die geeignet ist, Steiners Werk und seiner Wirkung in der Welt zu schaden, oder ob es sich doch anders verhält.

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  15. Lieber Anonym,

    auch ich frage mich beim Lesen mancher (allerdings nicht: dieses) kritisch-spöttischer Artikel Michaels unwillkürlich: Muß das sein? Werden sich diejenigen, die nur darauf aus sind, Rudolf Steiner anzuschwärzen und unmöglich zu machen, nicht ins Fäustchen lachen, wenn sie so etwas lesen?

    Denn wie Du finde ich, daß es »hier nicht um die Person Steiners geht, aber um sein Werk und seine Wirkung in der Welt.«

    Nach dem ersten unwillkürlichen Zusammenzucken aber zweifle ich doch sehr daran, daß es so ist, wie Ernst Seler es hier formuliert: »Ich gehe davon aus Prof. Dr. Zander wird, falls er hier mitliest, mit Freuden die Texte aufnehmen, denn dank Ihrer Arbeit darf berechtigt Steiner als esoterischer Scharlatan empfunden, gedacht, sogar erkannt werden.«
    Nein - ich glaube weder, daß jemand wie Zander auf kritische Texte im Egoistenblog angewiesen ist, noch auch, daß er sich freuen würde über die Art, wie hier im Blog mit Rudolf Steiner und seinem Werk umgegangen wird.

    Du sagst:
    »selbstverständlich macht es den "Doktor" nicht weniger achtenswert wenn man vermeintliche dunkle Seiten aus seinem Privatleben beleuchtet. Es stellt sich dann aber die Frage, warum man dann etwas von dem man selbst erklärt, dass es keine Wirkung hat, überhaupt tut.«

    Einerseits zeugen Michaels Artikel in meinen Augen von dem Versuch, sich dem Lehrer und seinem Werk gegenüberzustellen, um nicht unter seine Knechtschaft zu geraten.

    Ich denke dabei auch an Navid Kermani, der in seiner Rede anläßlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels sagte:
    »[…] die Liebe zum Eigenen, zur eigenen Kultur wie zum eigenen Land, und genauso zur eigenen Person, erweist sich in der Selbstkritik.
    Die Liebe zum Anderen, zu einer anderen Person, einer anderen Kultur und selbst zu einer anderen Religion kann viel schwärmerischer, sie kann vorbehaltlos sein.
    Richtig: die Liebe zum Anderen setzt die Liebe zu sich selbst voraus. Aber verliebt […] – verliebt kann man nur in den Anderen sein.
    Die Selbstliebe hingegen muß, damit sie nicht der Gefahr des Narzissmus, des Selbstlobs, der Selbstgefälligkeit unterliegt, eine hadernde, zweifelnde, stets fragende sein.«
    Freilich, Kermani bezog sich auf den Islam — aber die Gefahr des Narzissmus, des Selbstlobs, der Selbstgefälligkeit gibt es ja wirklich nicht nur dort.
    (Fortsetzung folgt)


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    1. Andererseits:
      Eine Wirkung in der Welt, die ich in den letzten Jahrzehnten erlebt habe, ist, daß viele Menschen (darunter früher auch ich selbst) sich von der Anthroposophie von vornherein abgestoßen fühlen, und zwar nicht etwa, weil sie auf behauptete Unvollkommenheiten und Fehler Rudolf Steiners blicken, sondern weil sie den Eindruck gewinnen, hier werde ein Guru kritiklos verehrt, man hänge gläubig an den Lippen eines als übermenschlich angesehenen Eingeweihten, man glaube ihm alle möglichen abstrusen und nicht im geringsten nachprüfbaren Dinge und konstruiere sich daraus eine in manchen Punkten sehr problematische Weltsicht.

      Dieser Wirkung tritt Michael meiner Ansicht nach entschieden entgegen – indem er deutlich zeigt, einerseits: daß er sich dessen bewußt ist, daß Rudolf Steiner ein Mensch war und daher – no na! – aller Wahrscheinlichkeit nach auch „unvollkommene“ Seiten hatte.
      Und andererseits: daß solche (gleichgültig, ob potentielle oder auch wirkliche) persönliche Unvollkommenheiten kein Hindernis zu sein brauchen, Rudolf Steiners Werk vollkommen ernst zu nehmen, sich damit aufrichtig auseinanderzusetzen und — denn sonst täte man’s wohl nach Jahrzehnten nicht noch immer — daraus „inneren Gewinn“ zu ziehen.

      Das ist jedenfalls eine Außenwirkung dieses Blogs, die ich vor etlichen Jahren an mir selbst erlebt habe, und die durchaus in eine Richtung zielt, die ich mir wünsche.

      Herzlichen Gruß, und Gute Nacht!
      Ingrid

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    2. @ Ingrid

      Das ist die Frage, ob das überhaupt funktioniert, "das Werk vollkommen ernst zu nehmen, sich damit aufrichtig auseinanderzusetzen...und daraus inneren Gewinn zu ziehen" - wenn man dem Schöpfer dieses Werkes wieder und wieder Schwächen, Unvollkommenheiten, Mängel, usw. nachzuweisen sucht.

      Und eben nicht für sich in einem ernsten Erkenntnisbemühen durchdenkt, sondern öffentlich in einem Blog verbreitet.

      Steiners von Dir erwähnte berühmte Forderung aus der PhdF "sich dem Lehrer und seinem Werk gegenüberzustellen, um nicht unter seine Knechtschaft zu geraten" bedeutet in erster Linie, eine kritisch-distanzierte Haltung gegenüber einer geistigen/religiösen Autorität einzunehmen, Spott oder Häme oder ähnliches ist damit nicht gemeint.

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    3. Liebe Ingrid,

      hinzuzufügen wäre noch, dass es unbestritten für einen selbst unbestreitbar positiv ist, sich von der Knechtschaft blinder Anhängerschaft des Gurus Steiner zu befreien, und sei es über die Beleuchtung auch des Menschen Steiner.
      Wenn diese Beleuchtung des Menschen Steiner in einer - wie es in diesem Blog stattfindet - zuweilen sehr wenig respektvollen und wie schon des Öfteren dargelegt, bei einer historischen Persönlichkeit auch sinnentleerten und vorwiegend den Voyeurismus befriedigenden Art und Weise stattfindet, ist jede öffentliche Ausbreitung des Privatlebens Steiners weniger geeignet die sicherlich positive und notwendige Emanzipation von "in die Knechtschaft" dieses Guru Steiner geratenen Anthroposophen, Interessierten oder Sympathisanten zu fördern, sondern eben vielmehr den Zugang anderer Menschen zu Steiner generell zu erschweren oder gar zu verhindern. Das ist ein genauso entscheidender Punkt.

      Der Wink mit dem Zaunpfahl wegen des "Gefuchtels" und dem Streit wer denn damit angefangen hat, ist klarerweise berechtigt. Es handelt es sich im spezifischen Fall natürlich um eine Kinderei.
      Dennoch aber bitte nicht vergessen, dass es ja meistens, so wie auch hier, nicht vordergründig um den konkreten Fall geht, sondern so wie hier jetzt um die Diskussion, ob es objektive Wahrheiten, sprich eindeutige Sachverhalte (noch) gibt, bzw. ob es richtig ist - so wie hier anscheinend von einigen allen Ernstes vertreten - jegliche Berechtigung zur Unterscheidung von Eindeutigkeit und Mehrdeutigkeit in Frage zu stellen.
      Objektive Tatbestände, vorzugsweise die mit großer Tragweite, haben mit Sicherheit zukünftige in ihrer Tragweite oft gar nicht abschätzbare Auswirkungen. Sie prägen sich ein ins kollektive Empfinden von einzelnen Menschen sowie Gemeinschaften ein, man könnte auch sagen ins kollektive Karma, und generieren u.U. ad infinitum neue Realitäten.
      Denken wir doch beispielweise daran, wie unser aller Leben heute noch ein ganz anderes wäre, wenn die Schuld am 1. Weltkrieg eine andere Nation als Deutschland gehabt hätte.
      Ich stelle hiermit wohlgemerkt gar nichts in Frage, sondern führe dieses Beispiel nur an um daraus schlußzufolgern, dass es angesichts der potentiell unendlichen Fortpflanzung der Wirkung einer eindeutigen Tatsache äußerst problematisch ist, die Existenz von Eindeutigkeiten und damit die Wirkungskette objektiver Tatsachen in Frage zu stellen oder gezielt im unwahrhaftigen Sinne zu beeinflussen.

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    4. Lieber Anonym,

      bezüglich der „eindeutigen Sachverhalte“ stimme ich Dir ja zu — habe mich allerdings wegen meiner eigenen mir wohlbekannten Bot-Reflexe diesbezüglich herausgehalten.
      (Außerdem finde ich die Frage, wer aufhört, wichtiger als die Frage, wer angefangen hat…)

      Anderer Ansicht als Du bin ich aber bezüglich der potentiellen Erschwerung des Zugangs anderer Menschen zu Steiner durch die Beleuchtung des Menschen Steiner, wie sie hier in diesem Blog geschieht — denn ich habe, wie schon erwähnt, selbst genau das Gegenteil erlebt. Der Egoistenblog war eine herzerfrischende Ausnahme innerhalb der virtuellen anthroposophischen Landschaft, die ich vor bald zehn Jahren vorfand und - mit großen Augen und sehr viel Kopfschütteln - zur Kenntnis nahm – und er war mit ein Grund dafür, daß ich „dabeiblieb“.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    5. Ok, du warst ja schon lange dabei, ich meine vorher schon, bei den Anthros! Dir hat es geholfen, wogegen nichts eingewandt werden kann, aber ist dies nicht doch eine vielleicht ein bisschen egoistische ;-) Sichtweise, wenn du negative Wirkungen dieser Art des Umgangs mit Steiner einfach ausblendest?

      Denn wenn jetzt jemand, der noch nicht viele Berührungspunkte mit der Anthroposophie hatte, auf diesen Blog und die Lächerlichmachung Steiners stößt, also ich kann mir kaum vorstellen, dass dies den Zugang eines wirkliche Spiritualität suchenden Menschen zur Anthroposophie erleichtert. Ganz im Gegenteil, muß ich da schon sagen!

      Das meinte ich mit der negativen Wirkung.

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    6. Lieber Anonym,

      »Ok, du warst ja schon lange dabei, ich meine vorher schon, bei den Anthros!«
      Nein, eben nicht.
      Ich hatte zweimal in meinem Leben (einmal als Kind, einmal als junges Mädchen) für mich sehr abstoßenden Kontakt mit Anthroposophen, was zur Folge hatte, daß ich einen weiten Bogen um alles machte, was mit Anthroposophie zu tun hatte.
      Erst die - in den ersten Jahren ausschließlich virtuelle - Begegnung vor ungefähr zehn Jahren mit einem Menschen, der sich nach einiger Zeit als Anthroposoph herausstellte, weckte mein Interesse.
      Ich begann, Steiner zu lesen, und ich begann auch - zunächst ebenfalls im Netz - nach anthroposophischen Initiativen und Äußerungen zu suchen.
      Ungefähr das erste, das ich fand (auf der website des Goetheanum), waren die Protokolle und Briefwechsel zum Prozeß mit der „Gelebten Weihnachtstagung“. Bumm. Also lieber doch auch weiterhin einen Bogen machen um Menschen, die auf diese Weise miteinander streiten?
      Kurz darauf las ich das „Frankfurter Memorandum“. Wieder Bumm.
      Dann stieß ich auf Sebastian Gronbachs „Mission Mensch“. Nochmal Bumm - wenn auch gewissermaßen von einer anderen Seite...
      Und so ging es noch eine ganze Weile weiter.
      Michael Eggerts Egoistenseite war die erste, die mir nicht in höchst merkwürdiger Weise entgegen-bumm-te, sondern hier fand ich authentische und für mich nachvollziehbare Beiträge, die Kritik weder ausblendeten noch zum alleinigen Beurteilungsmaßstab machten. :-) Natürlich fand ich dazwischen immer wieder auch endlose Streitereien... aber die konnte ich (nach dem Vorbild des Blogbetreibers) bald cum grano salis betrachten.

      Meine Sichtweise mag egoistisch sein — :-) aber ich kann nunmal die Sache am besten von meinem eigenen Standpunkt aus betrachten.
      Zudem weiß ich spätestens seit der Weltkonferenz, daß das nicht nur mein eigenes Erleben ist. Wie ich hier berichtet habe, waren wir uns bereits im allerersten Kleingruppen-Gespräch einig, daß Anthroposophie viel zuwenig ernst genommen wird in der Welt. »Mostly«, wie es ein Mitglied aus den USA ausdrückte, »because anthroposophists behave as they do«.

      Rudolf Steiner war das übrigens bewußt.
      In seinem Brief an die Mitglieder vom 6. Juli 1924 heißt es:
      »Die Leute haben Angst davor, der Gesellschaft beizutreten, weil sie aus der Haltung tätig sein wollener Mitglieder den Eindruck empfangen: sie müßten sich mit dem innersten Wesen ihrer Seele gewissen Dogmen verschreiben. Davor schrecken sie natürlich zurück.
      Es muß der gute Wille dazu da sein, diesen Eindruck immer mehr zum Verlöschen zu bringen.«

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    7. P.S.: Die anthroposophischen websites, die ich zunächst fand, waren alle mit der offiziellen AAG verbunden. Ich hatte nicht etwa nach „Feinden“ der Anthroposophie oder der Anthroposophischen Gesellschaft gesucht.
      Sebastian Gronbachs website hieß damals noch nicht „Mission Mensch“, sondern „Anthroposophie Nordrhein-Westfalen“.

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    8. Genau, das mit den Dogmen ist das Problem.

      In der orthodoxen Anthroposophie und gleichermaßen, vielleicht zuweilen unter einem etwas anderen Vorzeichen, auch in diesem Blog hier.
      Da gibt es wirklich nichts zu beschönigen, der Geist der Freiheit weht bestimmt nicht dort, wo angepasstes Verhalten und uniformierte Ansichten zur Norm erhoben werden.

      Es war eben sicher nicht Steiner, der den Glauben an Dogmen forderte und demzufolge das merkwürdige Verhalten der meisten heutigen Anthros zu verantworten hat. Genau deswegen müsste man die heutigen Anthroposophen verändern und nicht an Steiner selbst herumwerkeln.

      Wer an Steiner herumwerkt, dem geht es um die Abschwächung seines Lebenswerks, um die Umkehr der Wirkungen die Steiner selbst in die Welt setzte!

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    9. »Wer an Steiner herumwerkt, dem geht es um die Abschwächung seines Lebenswerks, um die Umkehr der Wirkungen die Steiner selbst in die Welt setzte!«

      Aber es ist schon ein Unterschied, ob jemand an Steiner „herumwerkt“ oder aber an dem ikonen-artigen Bild, das so mancher Anthroposoph sich bis heute von Steiner macht.
      Ich finde, Michael Eggert tut letzteres - und wirkt dabei auf seine Weise dabei mit, „die heutigen Anthroposophen zu verändern“.

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    10. P.S.:
      »Da gibt es wirklich nichts zu beschönigen, der Geist der Freiheit weht bestimmt nicht dort, wo angepasstes Verhalten und uniformierte Ansichten zur Norm erhoben werden.«
      Darin stimme ich Dir zu.
      Und deshalb freue ich mich, daß Du, lieber Anonym, mit Deiner anderen Ansicht dabeigeblieben bist in dieser Diskussion, und Dich nicht hast vertreiben lassen.
      Danke.

      Herzlich,
      Ingrid

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    11. Liebe Ingrid,

      ja, das ist natürlich die zentrale Frage, ob es wirklich diese Auswirkungen hat, wie du sie beschrieben hast. Auf alle Fälle ist klar, dass wenn es wirklich so wäre, dass Steiner-bashing unterm Strich zur Erhöhung der Wirksamkeit dessen führen könnte, was er in die Welt setzte, man auch Respektlosigkeiten Steiner gegenüber tolerieren kann. Denn es ist unmöglich, gegenüber einer lange verstorbenen Persönlichkeit persönlich zu werden oder diese auf der rein menschlichen Ebene zu beleidigen. Es hätte keinen Sinn, außer eben den Ruf seines Werkes zu beeinträchtigen.
      Es zählt, was für die Gesamtwirksamkeit seines Werkes dabei herauskommt.

      Im übrigen bin ich auch der Ansicht, dass viele "gläubige" Anthroposophen mit ihrem unzeitgeistigen Verhalten der Wirksamkeit dessen, was Rudolf Steiner in die Welt setzte, eher schaden als nützen. Ob vorwiegend bewusst oder unbewusst wäre ebenfalls eine sehr interessante Frage!
      Es hat sicherlich auch mit der Dosis zu tun, ich neige zur Ansicht, dass bei Übertreibung der Schuss eher nach hinten losgeht, und derart das sektiererisch abartige Standard-Anthroposophen-Gehabe u.U. noch weiter verstärken könnte.

      Besonders herzlichen Dank auch für deine ausgewogene und besonnene Art zu argumentieren und Standpunkte darzulegen. Sie tut jedenfalls gut ;-)

      Eine "andere Ansicht" ist meistens nur der Blick auf ein und dasselbe, nur von einem anderen Standort aus.

      Lg

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    12. Lieber Lg:

      Eine "andere Ansicht" ist meistens nur der Blick auf ein und dasselbe, nur von einem anderen Standort aus.

      Ja!

      Nach meiner Erfahrung (also von meinem Standpunkt aus) gibt es zwei ganz grundsätzliche Sichtweisen auf die Anthroposophie:

      1. Diejenige, die mit der Anthroposophie den Aufstieg des Menschen in die geistigen Sphären verbindet.

      2. Diejenige, die von der Anthroposophie geistig-spirituelle Beleuchtung (auch passiv, also ohne Eigenerleuchtung) für die Arbeit in der physischen Erdensphäre erhofft oder gar erwartet.

      s. birkholz


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  16. Gerade Von Sivers Persönlichkeit und Umgebung wurde von Prokofieff (über die Weihnachtstage, Englisch 2004, 7TJ888LyxacC, p.317 und 325), an Hand von Steiner (1910), als konfliktär-dramatisch beschrieben (und Wegmans Person und Milieu als friedlich-harmonisch, p.329):

    “Das ist ja der göttlichen, der geisterfüllten Persönlichkeiten Schicksal, daß sie als Fremdlinge heranwachsen, daß ihre Umgebung keinen Sinn und keine Empfindung hat, um sie recht zu verstehen. Gewöhnlich sind nur ganz wenige, vielleicht ist sogar nur eine Persönlichkeit vorhanden, die eine Ahnung davon haben kann, was mit einem solchen Menschen heranwächst. Leicht dagegen entwickeln sich Konflikte mit der Umwelt … Vor allen Dingen stellt sich heraus - und zwar stellt es sich immer heraus, es wird nur nicht beachtet, weil man heute nicht psychische, geistige Tatsachen betrachtet -, daß die Umgebung von der wahren Natur eines solchen Kindes nichts weiß, dagegen ganz instinktiv Haß gegen einen solchen Menschen empfindet, nicht mag, was da heranwächst. Das ist der schärfste Konflikt, der dem hellsichtigen Auge entgegentritt: daß ein solches Kind, das eigentlich zu einem Heilande der Menschheit geboren ist, ringsherum Stürme von Haß entfesselt. Das muß sein. Denn dadurch, daß es so anders ist, kommen die großen Impulse in die Menschheit hinein.“ 124.100 f.

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    1. Lieber Ton,
      bei dem Versuch, die komplexe Beziehung Sivers-Steiner-Wegman zu beurteilen (soweit das für nachgeborene Außenstehende überhaupt möglich sein kann), wäre es wohl angebracht, den Brief Rudolf Steiners an Marie vom 27. Februar 1925 mit einzubeziehen:

      »M. 1. M.

      Ungefähr um die Zeit, da Du sonst an meiner Seite sitzest, schreibe ich diese Zeilen. Ich kann nur mit tiefster innerer Bewegung denken, wie schön es ist, wenn ich der Darstellung Deiner Tätigkeit zuhören kann, und wir das eine oder andere besprechen können über diese Deine Tätigkeit. Und wenn Du [ich von Dir] dann ab und zu in meinem «Lebensgang» die Beschreibung unserer gemeinsamen Tätigkeit gelesen weiß, dann fühle ich tief, wie verbunden wir sind. Dass Karma auch andere Personen in meine Nähe bringt, ist eben Karma. Und die Krankheit hat ja jetzt gezeigt, wie dieses Karma einschneidend ist. Aber Du hast Dich zum Verständnis durchgerungen; das ist ein Segen für mich. Im Urteil zusammenfühlen und -denken kann ich ja doch nur mit Dir. Und schon war es mir eine Entbehrung, dass ich Dir die letzten Seiten des Steffen-Aufsatzes nicht vorlegen konnte, bevor sie (gestern) in Druck gingen. Denn innere Kompetenz gestehe ich für mich doch nur Deinem Urteil zu.
      […]
      Bleibe mir gesund und empfange die allerherzlichsten Grüße; ich bin in Gedanken mit Dir.
      Rudolf«

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    2. Ja schön, ich meine das Konfliktäre auch durchaus positiv.

      Steiner behauptete weiter: Denn immer sind Disharmonien notwendig, wenn wirklich zur Vollkommenheit geschritten werden soll. 124.103

      Oder Steiner (1897): “Allen Widerspruch, der in mir gegen Goethes Anschauungsweise schlummerte, habe ich aufgerufen, um gegenüber der Macht dieser einzigen Persönlichkeit die eigene Individualität zu wahren.“ GA 6.10

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    3. Ja.
      Nun geht es in diesem Brief aber nicht um Disharmonie und das Aufrufen von Widerspruch, sondern um das Durchringen zum Verständnis... was meiner Ansicht nach ein Schritt weiter ist.

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    4. Steiner schrieb auch Ita Wegmann.

      Nicht wortwörtlich zitiert:
      Du, der Du mich ganz anders kennst als alle anderen...

      (wurde interpretiert als Anspielung der körperlichen Nähe - deswegen wird Eifersucht von Marie Steiner verständlich).

      Steiner gab den beiden Damen das jeweils geschriebene Wort, welches sie in ihrer Situation brauchten?!

      Die "Holzschnitzerin" bekam wieder andere Briefe.

      Es ist auch das Verdienst von Michael, diese verschiedenen Seiten Steiners hervorgeholt zu haben.
      Jedenfalls sind die Inhalte der Briefe zu den beiden Damen widersprüchlich. Von welcher fühlte sich Steiner nun richtig verstanden, von welcher geliebt?!
      E.S.

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    5. @Ton: "“Allen Widerspruch, der in mir gegen Goethes Anschauungsweise schlummerte, habe ich aufgerufen, um gegenüber der Macht dieser einzigen Persönlichkeit die eigene Individualität zu wahren.“ GA 6.10" Diese Haltung Steiners Goethe gegenüber sehe ich als notwendig an gegenüber Steiner selbst- um z.B. nicht fixen Identifikationen oder Idealisierungen zu verfallen.

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    6. @ Herr Seler: Ich habe nie angenommen, dass die Ebene der Intimität zwischen Steiner und Wegman aus der Regenbogenpresse stammt.

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    7. @Ingrid: In seinem letzten (vernichteten) Brief an ihr hatte Steiner ihr ‘Zusammengehen‘ verglichen mit Benedictus und Maria in der Pforte der Einweihung (GA 14): “So mußte ich verbinden Himmels-Tat Mit einem Menschenschicksal. Mein geistig Auge forschte. Es fiel auf dich. “).
      Hatte sie sich zu diesem Verständnis durchgerungen?
      (Vgl. Prokofieff, 7TJ888LyxacC, p.340)

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    8. @ Michael: noch ein schöner Satz (Ich versuchte ein Licht zu finden, das auch die Räume in Goethes Seele durchleuchtet, die ihm selbst dunkel geblieben sind.)

      z.B. Von Sivers sei seine Priesterin und Lehrerin (auf Albertus Magnus bezogen), Wegman seine Lehrling.

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    9. @ Ton:
      Sind die Hinweise, was in dem vernichteten Brief Steiners an Marie stand, sowie Sivers sei die Lehrerin, Wegman der Lehrling gewesen, Prokofieffs Vermutungen? Oder nennt er dafür eine Quelle?

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    10. Ja, er nennt verschiedene Quellen (Walther, Samweber, Grosse), etwas kompliziert: Text Prokofieff in books.google 7TJ888LyxacC, p.340 and 341. Die Quellen dazu in books.google NqEcAwAAQBAJ, p.861.

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    11. Und Priesterin in: 262.65 (Prok. p.338); Lehrerin in: Meffert (Prok. p.345 und 861)

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    12. Vielen Dank, besonders für den link zu May Human Beings Hear It!

      Vor allem der Hinweis zu Benedictus und Maria war mir interessant — allerdings so, wie Prokofieff es zitiert, klingt es eher danach, als ob nicht Rudolf Steiner in seinem Brief an Marie ihr Zusammengehen mit Benedictus und Maria verglichen hätte, sondern als ob diejenige, die davon erzählte (also Clara Walther und/oder Anna Samweber), diese Assoziation gehabt hätte:

      »Before Marie Steiner destroyed the letter however, she gave it to her two closest friends in Berlin, Clara Walther and Anna Samweber, to read. Many years later both women could only recall the part which had surprised them the most and which they therefore had retained in memory. In it 'Dr Steiner told Frau Doktor once more what their going together [Zusammengehen] was, and that had great similarity to the words by Benedictus to Maria in the „Escape scene“.‘« (S 340)

      Es ist ein wenig seltsam, aus Prokofieffs deutsch geschriebenem Buch auf Englisch zu zitieren, aber ich besitze das Buch nicht und bin froh, im Netz die englische Übersetzung zu finden. Hier also noch zwei Zitate daraus:

      »…the wisest thing to answer the followers of Marie Steiner as well as those of Ita Wegman would be with the words by Goethe. In answer to the question by provincial people in Weimar: Who is greater, Goethe or Schiller? he replied that they should be glad that both existed. Truly every person who loves German culture can only rejoice that it has a Schiller as well as a Goethe.« (S 339f)

      Und die Anmerkung 33 (S 860): »The author of these lines is fully aware that to this day in both karmic groups, among the followers of Marie Steiner and Ita Wegman there exists a certain opposition to this clearly expressed will of the teacher that both his closest co-workers be acknowledged within the Society in equal measure.«

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  17. Steiners Briefe Teil I

    die Bemerkung von Michael haben recherchieren lassen.
    Finde jetzt den Brief.
    Steiner:
    „Du schreibst: ‚Wirst du mich jetzt für immer lieben bleiben?’. Meine liebe Mysa [so Steiners „mystischer“ Name für Wegman – AM]: Diese Liebe ruht auf einem unerschütterlichen Fels … Ich konnte zu keinem Menschen so stehen wie zu Dir. Du lernst mich noch ganz anders kennen als andere Menschen mich gekannt haben … das hängt doch damit zusammen, dass ich nur in vollem Eins-Sein mit dir leben möchte. Du bist mir doch so nahe, so nahe in allem. Da tut oft schon der Schein der Ferne weh. Doch Du machst ja auch wieder alles gut. Viele Liebe liegt in deinem Pfingstbriefe … Die geistigen Mächte, deren Ausdruck die Anthroposophie ist, sehen wohlwollend, liebend, wie ich mich stütze nunmehr auf die Liebe, die ich hege zu Deiner von mir so hoch geschätzten Seele. Und die ist mir die stärkste Stütze. Ich möchte gerne weiterschreiben. Doch bald wird das Auto zum Abendvortrag vorfahren, das von hier nach Breslau fast eine Stunde braucht. Allerherzlichste Gedanken ganz Dein Rudolf Steiner“

    an Marie Steiner, von Ingrid verwendet:

    "Ungefähr um die Zeit, da Du sonst an meiner Seite sitzest, schreibe ich diese Zeilen. Ich kann nur mit tiefster innerer Bewegung denken, wie schön es ist, wenn ich der Darstellung Deiner Tätigkeit zuhören kann, und wir das eine oder andere besprechen können über diese Deine Tätigkeit. Und wenn Du [ich von Dir] dann ab und zu in meinem «Lebensgang» die Beschreibung unserer gemeinsamen Tätigkeit gelesen weiß, dann fühle ich tief, wie verbunden wir sind. Dass Karma auch andere Personen in meine Nähe bringt, ist eben Karma. Und die Krankheit hat ja jetzt gezeigt, wie dieses Karma einschneidend ist. Aber Du hast Dich zum Verständnis durchgerungen; das ist ein Segen für mich. Im Urteil zusammenfühlen und -denken kann ich ja doch nur mit Dir. Und schon war es mir eine Entbehrung, dass ich Dir die letzten Seiten des Steffen-Aufsatzes nicht vorlegen konnte, bevor sie (gestern) in Druck gingen. Denn innere Kompetenz gestehe ich für mich doch nur Deinem Urteil zu."

    https://waldorfblog.wordpress.com/2011/10/13/uhlenhoff/

    gibt Steiner nicht beiden Frauen das Gefühl, sie seien individuell gerade die wichtigste Frau für ihn.

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    1. Teil II

      Jetzt in der Zeit der Technik lassen sich die Briefe nebeneinander stellen, lesen. Die Inhalte dürfen durchaus bedacht sein. Es ist nicht Satire, aber vielleicht war Steiner in seinem Herzen ein echter Muslim?!

      Das volle Eins-Sein schließt tatsächlich Körper-Seele-Geist ein. Überlas diese Stelle vor Jahren. Es wäre interessant, ob Steiner seiner Ehefrau Marie Steiner auch von dem "Eins-Sein" schrieb. Steiner schreibt später noch vom Karma an Wegmann, an seine Ehefrau, jeweils, dieses verhindere gerade die persönliche Begegnung. Steiner schreibt so, als wäre die Geistige Welt verantwortlich für die Trennung. Warum erkennt er erst zu spät, er selbst hat sein Karma so gestaltet. Wer die Hinweise von ihm zur Kenntnis nimmt, die Geistige Welt habe ihn geschlagen, weil er die Weihnachtstagung veranstaltete, er mußte Prügel einstecken, kann dem Blogbetreiber nur zustimmen, Widersprüche durchziehen das Leben Steiners, dann, wenn wir uns "nur" auf schrichtliche Zeugnisse stützen und solche werden hier vorgetragen. Insofern entstehen Rätsel.

      Mit Ita Wegmann möchte Steiner das "Eins-Sein". Marie Steiner, seine Sekretärin, heiratete Steiner wegen des Aufenthaltsrechtes, sie sollte nach Russland abgeschoben werden, so las ich vor Jahren im Internet.

      Das Bild Steiners in der esoterischen Stunde, ER zwischen den beiden Frauen... ...das konnte "esoterisch" nur schief laufen, dazu braucht es keinen Eingeweihten. Eine große Lektion für Steiner?!

      E.S.

      Bedenklich der Satz: "Die Geistigen Mächte, deren Ausdruck die Anthroposophie ist"

      Steiner "benutzt" die Geistigen Mächte um Ita Wegmann bei der "Stange" zu halten?! Das ist nicht Regenbogenpresse, das kann ob solcher von Steiner konstruierten, oder geschauten Dinge, welche er als "Beleg" verwendet werden, sogar wenn es wahr sein sollte, er benutzt es ja, das Wohlwollen... .

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    2. @ Ernst:

      »Von welcher fühlte sich Steiner nun richtig verstanden, von welcher geliebt?!«
      Warum sollte es für uns heute eigentlich so wichtig sein, das gaaanz genau zu wissen?


      Der Autor des von Dir verlinkten Artikels schreibt:
      »Denn warum eine Liebesbeziehung rufschädigend, gar biographischer „Dreck“ sein soll, der „zur öffentlichen Denunziation“ (Uhlenhoff) dienen kann, ist mir schleierhaft und allenfalls durch eine prüde anthroposophische Sexualmoral erklärbar.«
      Ja. :-) Und natürlich auch durch die Bedürfnisse der Regenbogenpresse...

      Jedenfalls halte ich nicht viel von dem Dogma, daß es nur einen einzigen Menschen im Leben geben kann/darf, von dem man sich wirklich geliebt und verstanden fühlt.

      Steiners von mir zitierter Brief an Marie ist gut sieben Monate nach dem von Dir zitierten an Ita Wegman geschrieben.
      Ich habe deshalb aus diesem Brief zitiert, weil er davon spricht, daß Marie sich zum Verständnis durchgerungen habe.
      Und wegen des Satzes: »Denn innere Kompetenz gestehe ich für mich doch nur Deinem Urteil zu.«

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    3. Es gibt die Anthroposophie, es gibt (aber nicht "die") Anthroposophen, es gab Steiner. Es gab einmal den Weihnachtsmann. Früher hieß er Nikolaus von Myra.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_von_Myra

      Es kommt jetzt darauf an, von meiner humpelnden Opinion aus besehen, ob man in Steiner den Hohen Weltenlehrer, - den einst als "westlich" europäischen Doktor verkleideten - Heiland erblicken möchte. Einen Heiland "hält" man nicht "für", man "erblickt" ihn.

      Oder ob man Steiners Anthroposophie als inspirierendes Vermächtnis eines anspruchsvollen Gesamtkunstwerk-Künstlers und Kultur-Initiators pflegen, hüten, betrachten und verstehend sichtend bewahren möchte. Was für die Anhänger des "Mahatma Steiner"-Gedankens freilich "arrogante Anmaßung", "Mißbrauch" nur sein kann. Denn der einweihende Weihe-Einblick in des Hohen Werk kann sich nur unter dem Eingießen himmelischen Gnadenstroms ereignen und so weiter.

      Wenn ich nun ein Heiland bin, so ist dies bei mir nicht anders. Von Hoher Warte aus besehn hat jede Brotzeit, die ich tue, anders als bei profanen Menschen, einen planetaren Offenbarungs-Charakter. Der einfache Mensch kann Ungeheures daraus lernen, wie ich mir als Weltenheiland die Brille aufsetze, mich am Kopf kratze, welche Freunde und Freundinnen ich hatte, und wie ich sie einwies. Vorausgesetzt, sein geistiges Auge öffnet sich, oft durch meine Hohe Anwesenheit. Welche Speisen meine Lieblingsgerichte sind, worauf diese okkult besehn, verweisen mögen? Mit herkömmlich trocknem Symbolismus aus atavistischer Überlieferung wird mancher meine alchymistisch begründete Leidenschaft für Mohnbrötchen - bestrichen mit Honig und mit Zwiebelscheiben belegt - zu einem heißen Morgenkaffee - nicht leicht begreifen.

      Aber ganz im Ernst: Wenn wir nämlich diejenigen Menschen, die in Steiner den Weltlehrer "Mahatma-Steiner" hinein interpretieren, strukturell stringent in ihren Leitbildern, die sich daraus kristallisieren können, zu begreifen versuchen,...

      ... so ergibt sich für einen Menschen, der minimalstes "Steinerverständnis" beansprucht, aus der Sicht eines "Radikalen Anthros" die bedrückende Frage:

      "Was offenbarest du, oh Mensch, durch all dein Handeln?" eben abgeleitet aus der mystischen Frage, was wohl der unfehlbare Doktor offenbarte, als er sich am Ohre kratzte usw.

      Am Ende ist man paranoid, und ziemlich durch Windproben und Wasserproben gezogen. Nicht so ein echter Steinerianer! Er ist zäh, und hat gelernt, diesen "Apparat" aus Paranoia und mystischer Rätseloffenheit tapfer mit sich herumzutragen, zu lächeln, zu werken, und sich nichts anmerken zu lassen. "Der du waltest über den Sternen, verleih uns Würde aus Himmelsfernen..." Damit uns keiner was ansieht .. Es ist mancher Lebensweg eben ein hartes Brot. Es gibt aber nie ein "für immer!" ...

      Klar: Wir Alle "offenbaren" sekündlich "kosmisches", dieses ist aber von unserem Gehirn bereits ganz gut sortiert bezüglich der Hierarchie der Relevanz von Wahrnehmung und unserer Reflexe auf banal alltägliche Eindrücke.

      In diese Banalität des alltäglichen eingebettet verlaufen auch menschliche Beziehungen. Wo freilich der Alltag nur Träger ist, physischer Leib des schwer faßbar Besonderen: Träger unserer Lebenskunst, unseres Scheiterns, unseres Liebens, unserer Hoffnung...

      l.G. mischa

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    4. Warum sollte es mich interessieren, wie Steiner sich am Ohr kratzte oder welches seine Lieblingsspeisen waren? Das ist albern.

      Ich kann aber Dankbarkeit für ihn empfinden, für das gewaltige Werk, dass mir durch seine Arbeit und sein Handeln zur Verfügung steht und welches mein Leben radikal verändert und bereichert.

      Diese Dankbarkeit kann durchaus verwandt sein mit einer Ehrfurcht vor diesen Menschen. Ehrfurcht vor einem "geistigen Lehrer" kann ich so stehen lassen, ich muss ein solches Gefühl nicht zwangsläufig und umständlich vor "kritischen" Geistern erklären, entschuldigen, rechtfertigen. Es genügt, wenn man weiß, dass eine solche Ehrfurcht übertrieben und unangemessen sein kann. Eine nüchterne Haltung schliesst sich mit Dankbarkeit und Ehrfurcht nicht aus.

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    5. ..na klar, Rainer, ich hab ein Statement abgegeben, daß mich brennend interessiert, auf welche Wesie sich St. am Ohr kratzte, und bin albern. Danke.. ! :-)
      mischa

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    6. Nun gut. Es ist in Indien durchaus Tradition, in jeglichem Mienenspiel und in jeder Geste einer "erwachten Seele", die nun für manchen auserwählten Schüler "den Guru", den Mittler zur Transzendenz - manifestiert - und zwar in jedem Sekundenbruchteil, das vollkommene Abbild der Sternenkonstellationen usw. für diesen Raum zu sehn, den der physische Leib der Vermittlung des Guru einnimmt.
      Steiner sagt solches, etwa im 5. Evangelium, auch über den Christus, der nun befähigt sei, sich zudem noch in den zwölf Aposteln wahlweise zu manifestieren. Und dazu eben jede sinngemäß "optimal karmaerlösende Geste" der höchsten Sphären geistiger Welten.
      Notfalls suche ich Dir ein Zitat. Anthroposophisch mündliche Kolportagen "es heißt, daß" wollten solches auch, zumindest für den späteren, Steiner gültig wissen - der sich ja mit dem Christus mehr und mehr verbunden habe. Klingt erstmal spannend, finde ich. Ob das albern ist, kommt später!
      mischa

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    7. Lieber Rainer,

      Wie weit die Ehrfurcht zu einem Menschen geht, und damit auch: was als übertrieben, unangemessen und „albern“ empfunden wird — das ist ganz allein Sache des Ehrfürchtigen.

      »Warum sollte es mich interessieren, wie Steiner sich am Ohr kratzte oder welches seine Lieblingsspeisen waren? Das ist albern.«
      Derartige „Albernheiten“ waren aber zu Rudolf Steines Lebzeiten an der Tagesordnung. Er wußte darum, amüsierte sich manchmal darüber — und handelte danach:
      »Unterwegs am Dornacher Hügel hielt Steiner plötzlich – und erklärte seinem Begleiter: ‚Ich muss doch die Steinchen aus meinem Schuh heraustun, sonst hinkt morgen ganz Dornach‘« (aus Wolfgang Vögeles Buch „Sie Mensch von einem Menschen!“)

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    8. Lieber Mischa,

      sehr schön und treffend auf den Punkt gebracht, danke!
      Ja. Jeder Mensch offenbart sich selbst in jeder kleinsten Handlung — und natürlich offenbart ein „Heiland“, auch im Umgang mit seinen Beziehungen, sein „Heiland-Sein“.

      Die Regenbogenpresse-Fragen allerdings zeigen noch etwas anderes:
      Man versucht, zu zeigen, daß der „Heiland“ ein Mensch war, mit allen menschlichen Schwächen — indem man ihn nach gesellschaftlich gesetzten moralischen Maßstäben beurteilt, die der heutzutage längst vor aller Welt gelebten Wirklichkeit widersprechen, wie zum Beispiel:

      Es ist verboten (oder sogar undenkbar), gleichzeitig mehrere Menschen zu lieben.
      oder
      Du sollst in deinem Leben nur einen einzigen Partner haben, bis daß der Tod euch scheidet.

      Würde sich das „Heiland-Sein“ nicht sehr viel eher im Umgang mit bis heute schwierigen Beziehungssituationen zeigen, als in den Konstellationen selbst?

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    9. Noch eine kleine Anekdote zu den „Albernheiten“, aus denen mirnixdirnix „Anweisungen“ entstehen können (GA 201, 5. Mitgliedervortrag):
      »[…] was nach dieser Richtung alles erlebt werden kann, da­von könnten unzählige Beispiele angeführt werden. So zum Beispiel ist es einmal geschehen - es war noch in Berlin -, als eine Anthropo­sophiestunde zu Ende war, ich einen gewissen Wert darauf legte, daß ich mich nicht erst niederzusetzen brauchte, um Gummischuhe anzuziehen, wenn es regnete, sondern daß ich das auch im Stehen machen konnte, wobei man dann auf einem Bein stehen muß für kurze Zeit. Ich sagte, der Mensch muß doch auch auf einem Bein stehen können. Das faßten einige Anthroposophen so auf, daß auf dem Umwege über London zurückkam, daß man in der Anthro­posophischen Gesellschaft den Mitgliedern als esoterische Übung aufgibt, um Mitternacht eine Weile auf einem Bein zu stehen. Nun, sehen Sie, solche tiefen Gründe haben manche Dinge, die über uns gesagt werden. Es figurieren zahlreiche solche Mitteilungen, die dann wiederum in dem oder jenem Zeitungsartikel von gut- oder übelwollenden Leuten, meistens übelwollenden, erscheinen.«

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    10. So viel zum Thema Spielerei...

      Jägermeister

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    11. Kein Wunder, dass er sich in der Wachsmuth- Lerchenfeld- Gruppe Leute sammeln wollte, die ihre Schuhe selbst binden und auf einem Bein stehen konnten...

      s. birkholz

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    12. @ Jägermeister:

      Freilich kann man’s als Spielerei auffassen, wenn man durchaus will.
      Man könnte es aber auch als den Versuch ansehen, sich klarzuwerden über die Grenze, an der Ehrfurcht zu Albernheit wird — um dann die jeweils eigene Position an dieser Grenze zu messen...

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    13. Liebe Ingrid
      Es ist schon viel, wenn wir versuchen, niemandem für extra zu schaden, und dann kommt im Leben erschwerend hinzu, auch noch einen Weg zu finden, sich nicht alles gefallen und bieten zu lassen. Da bleibt unterm Strich immer noch soviel offen. "Es recht zu machen jedermann, ist eine Kunst die nur der liebe Heiland kann".

      Und ich habe "Heilande" gekannt. Auch der Sozialpsychologe Dr. Richard Alpert, ein Mensch, der neben Steiner auch einer meiner Orientierer war, später als "Ram Dass" bekannt, hatte einen Bruder, der "Gotteserfahrung" machte, und sich für Christus hielt. Dr. Richard Alpert sagte dem Bruder oft, als er ihn besuchte: "Sieh mal, wenn du wirklich begreifst, daß wir alle, nicht nur du, Christus sind, dann sperren sie dich nicht mehr ein." Dieser Satz beinhaltete freilich so vieles mehr, als nur, ob ich mich für den/einen Heiland halte. Er beinhaltet den ganzen kategorischen Imperativ...

      Aber nochmal zum Guru-Verständnis:

      Nach einem orientalischen Verständnis wird der Mensch, der ein Heiliger wird, zur Manifestation (s)einer Lehre.

      Steiner sagt, daß alle Nachfolger der 7 Rishis sinngemäß ätherische Blaupausen der ersten 7 Rishis waren, und ein indischer Eingeweither ist damit die Manifestation all dessen, was später in den Veden stundt....

      Was die Sache mit dem "Steiner war ein Guru"-Interpreten so schwierig macht, ist, daß für manche dieser Leute...

      Die Person Steiners nie mehr von Steiners Anthroposophie zu trennen ist. Weil Steiner sein "ganzes Wesen" in diese "seine Lehre" ausgegossen hat. Weshalb er ja dann auch hurtig verstarb, für "den Eingeweihten" ist das "eindeutig".

      Wer, nach diesem fernöstlichem Verständnis, ein Geistesschüler "der Anthroposophie" wird, wird somit Geistesschüler Steiners. Der aus den höhern Welten dann "aktiv" wird.

      Paulus sagte "Ihr seid alle Glieder eines einen Leibes", und somit wird jeder ein Verräter, der nicht "Glied des Leibes der einen wahren Anthroposophie", und damit nicht "Schüler Steiners" werden möchte,

      ...der immer mehr im späteren Leben gleichsam "das kosmische Natur-Ereignis" des manifesten "Guru" wurde, und Christusmittler.

      So in etwa muß diese Szene ticken!

      Anhänger von Shree Rajneesh Chandra Mohan Jain Baghwan waren beispielsweise darauf getrimmt, ihren Guru Baghwan in jedes Menschen Herz zu erblicken. Dss ist durchaus ein wenig Sience Fiction. Wenn der "Guru" eins mit der Quelle ist, die auch in Deinem Herzen quillt und Dich mit Liebe und Dasein versorgt, so kann Baghwan "in Dich reinsehn", weil er ja in dem, wo er kein Ego ist, in Dir drinne ist.

      In dieser Vorstellung sagten Baghwans Schüler zu jedem, auch zu denen, die sie beschimpften "Sektenhaufen!".. "Danke Baghwan!" Für die Lehre, die der Guru ihnen mitteilte, aus dem Herzen eines im Spiel des Karma etwas dunklen "Bösewichtes" ... in dem ja auch der Guru drinnen ist.
      Hinter dem Geschimpfe gleichsam wohnend.
      mischa

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    14. Lieber Mischa,

      »"Sieh mal, wenn du wirklich begreifst, daß wir alle, nicht nur du, Christus sind, dann sperren sie dich nicht mehr ein.“«
      Sehr schön!

      Das erinnert mich an Marshal Rosenberg – seine Betrachtungen über Giraffen und Wölfe finde ich ja (wegen des ihr immanenten Herabblickens der Giraffen auf die Wölfe) nicht ganz unproblematisch, aber das Kapitel „Stellen Sie sich vor, Ihr Kind wäre Gandhi“ in einem seiner Bücher hat mir sehr gefallen. Da rät er dazu, man möge jedesmal, wenn das Gegenüber etwas tut oder sagt, das man selber ganz fürchterlich findet, sich vorstellen, dieses Gegenüber wäre jemand, den man hochschätzt (für Rosenberg ist dieser Hochgeschätzte Gandhi) – und sein Verhalten dann danach ausrichten.

      Imitatio Christi also nicht, indem man versucht, selber übers Wasser zu gehen, sondern indem man auch in Zöllnern und Ehebrecherinnen die überpersönliche Individualität sieht…

      Hierin (und nicht in Regenbogenpresse-Spekulationen à la Who was Who) liegt meiner Ansicht nach auch das große Potential des Reinkarnationsgedankens.

      Was ja durchaus paßt zur Dankbarkeit für »die Lehre, die der Guru ihnen mitteilte, aus dem Herzen eines im Spiel des Karma etwas dunklen "Bösewichtes" ... in dem ja auch der Guru drinnen ist.
      Hinter dem Geschimpfe gleichsam wohnend.«

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    15. Danke, aber ja, Ingrid.
      Aber eben, auch da können nüchterne und zuvor verständige Menschen skurrilste Dinge treiben, wenn man Metaphern nicht im übertragenem, sondern direktem Sinn begreift.
      Die Baghwan Sri Raineesh Sannyasin mit ihren Mala und orientalischen Bademänteln und orangen Nachthemden haben in die Augen des am Lattenzaun gartenschlauchspritzenden Herrn Mayer in Latzhosen "hinter die Augen" gewunken, und "Huhu, Kuckucks, Baghwan, siehst du mich?" gespielt. :-))

      Spaß beiseite, ja: Nun, der Überlebenskampf macht es den Menschen ja nicht immer leicht, in blumigen Sinnbildern zu schwelgen. Oft muß ein "spirituelles" Notgepäck reichen, was nicht zu schwer sein darf, uns unsere Würde immer in schwierigen und event. gar demütigenden Situationen in die Erinnerung zurückzurufen: "Wegen meiner Würde, wegen deiner Würde" versuch ich mal, die Situation... Dr. Richard Alpert sagte dazu .. "auf eine höhere und leichter schwingende Ebene" zu holen... In einen kreativen Flow.. sagt man auch manchmal, etwa auf der Arbeit.
      mischa

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  18. @ mischa: " Baghwans Schüler"

    Baghwan sagte mal zu seinen Schülern sinngemäss und wörtlich, er selber würde im Rolls Royce daherkommen, Jesus Christus habe einen Esel geritten.
    Was ist die okkulte Bedeutung des Reitens auf einem Esel ?
    Wenn der gute Hirte, der sein Leben lässt für die Schafe, die Schafe vor dem Wolf schützen will, braucht er einen Esel oder besser noch eine Eselin mit Füllen. Denn ein Esel hat den Mut, den das Pferd (PS) nicht hat. Wenn ein Wolf die Schafe bedroht, nimmt das Pferd Reissaus. Aber ein Esel greift den Wolf an und vertreibt diesen.
    Der Wolf ist Sinnbild für die Lüge. Er ist das Urbild des Pinocchio mit der langen Nase, denn er hat eine lange Schnauze, an der ganz vorne die feine Nase ist.
    Der gute Hirte vermag jedoch sogar den Wolf in einen Hütehund zu verwandeln.
    Es grüsst: Das Magie-Kochstudio


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  19. An Anonym,

    Ja, ja, sicher...aber es gibt auch Esel die ihr Leben lang, gefesselt an Zaumgeschirr und Pflock, um einen Brunnen GEHEN (für ihren Herrn) ... und das auch nur, weil man dem armen Eselchen eine unerreichbare Möhre vor den Kopf gehängt hat ;)

    DAS meinte der wahre Herr sicher nicht......auch nicht im Brunnengleichnis ;)

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  20. Aber es ist schon ein Unterschied, ob jemand an Steiner „herumwerkt“ oder aber an dem ikonen-artigen Bild, das so mancher Anthroposoph sich bis heute von Steiner macht.
    Ich finde, Michael Eggert tut letzteres - und wirkt dabei auf seine Weise dabei mit, „die heutigen Anthroposophen zu verändern“.


    Wie ausgesprochen selbstlos und uneigennützig von ihm :-)

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    1. :-)
      Und nun würde mich noch interessieren, was für eine Motivation Du Dir ausgedacht hast dafür, daß Michael mich zur Co-Autorin in seinem Blog gemacht hat.
      :-)

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    2. Die einen furzen erst mal nach dem Aufwachen - andere lassen erst mal einen Kommentar im Egoistenblog fahren.

      Riecht jedenfalls ziemlich unverdaut, dieser gedankliche Morgenfurz!

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    3. Ich bin weder der anonym von 11:50, noch der von 12:34 Uhr, antworte aber dennoch!

      Könnte mir vorstellen, liebe Ingrid, dass Michael in diesem Blog an seiner Seite so etwas wie einen ruhigen Gegenpol braucht.
      Einfach um seiner nicht selten etwas provokanten und Rudolf Steiner sowie der großen Masse der Anthroposophen gegenüber ziemlich herablassenden Schreibweise eine in der Argumentationsweise und bzgl. Aussagekraft und Inhalten konstant und sachlich bleibende Alternativlinie zur Seite zu stellen, welche trotz der oft etwas abweichenden und abschwächenden Grundausrichtung widerspruchsfrei bleibt und ihm niemals wirklich weh tut!
      Sozusagen das gute Gewissen des Blogs.

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  21. Die einen furzen erst mal nach dem Aufwachen - andere lassen erst mal einen Kommentar im Egoistenblog fahren.

    Riecht jedenfalls ziemlich unverdaut, dieser gedankliche Morgenfurz!


    Eine ziemliche Selbstoffenbarung ... :-))

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  22. Und nun würde mich noch interessieren, was für eine Motivation Du Dir ausgedacht hast dafür, daß Michael mich zur Co-Autorin in seinem Blog gemacht hat.

    Damit hier nicht nur noch ein paar selbstverliebte, sich gerne exponierende Stammgäste lesen und und Kommentieren.

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