Rudolf Steiners Falter- Meditation oder: Das Denken muss ein Tasten werden

Für viele Kenner der Anthroposophie gipfelt die spezifisch symbolisch- imaginative Esoterik Rudolf Steiners in der in GA 265* dokumentierten Falter- Meditation. Dies auch deshalb, weil in diesem Zusammenhang sowohl der bis heute verborgen agierende esoterische Jugendkreis als auch die „Wachsmuth- Lerchenfeld- Gruppe“ begründet wurden. Letztere bestand aus dem damaligen Vorstand der Gesellschaft wie einigen sehr engen Mitarbeitern Rudolf Steiners - eine intime, interne Gruppierung, in der engste Schüler und Repräsentanten der anthroposophischen Idee zusammen kamen: „Im Verlaufe des Jahres 1922 fanden auch in England (London) zwei esoterische Stunden statt, eine während des Aufenthal­tes im April und die andere während des Aufenthaltes im November. Kurz vorher, im Oktober, waren im Zusammenhang mit dem in Stuttgart statt gefundenen pädagogischen Jugendkurs junge Anthroposophen an Rudolf Steiner herangetreten mit der Bitte um esoterische Unterweisungen zur stärkenden Vertiefung ihrer Gemeinschaft. Es entstand der sogenannte esoterische Jugendkreis, und auch dieser erhielt esoterische Stunden. Im Verlaufe des Jahres 1923 bis Anfang 1924 kam es noch zu folgenden esoterischen Stunden: In Kristiania im Mai 1923; in Dornach am 27. Mai, 23. 0ktober 1923 und 3. Januar 1924 für den von Rudolf Steiner nach den Initian­ten "Wachsmuth- Lerchenfeld- Gruppe" genannten Kreis; in Stuttgart am 13. Juli und am 13. Oktober für den esoterischen Jugendkreis; in Wien am 30. September 1923 für einen auf Bitte von Polzer-Hoditz zusammen gekommenen kleinen Kreis.“

Die Falter- Meditation wurde von Rudolf Steiner als weiterer enger Schülerin für die erkrankte Edith Maryon aufgeschrieben, die dazu auch einige Notizen machte, welche einen gewissen interpretatorischen Zugang zu dem Mantram ermöglichen. Maryon war als Bildhauerin (s. obere Figurengruppe) mit einer zweifelhaften okkult- medialen Vergangenheit zu Steiner gekommen und stand unter dessen besonderer Obhut und seinem Schutz, wobei eine überaus fruchtbare Zusammenarbeit entstand, die große Bedeutung auch für Rudolf Steiner selbst hatte. Ihre Notizen und Briefe zeigen ihren herausragenden Rang unter denen, die tatsächlich inneres Verständnis und Selbständigkeit in Bezug auf seine esoterische Schulung errangen. Bis heute gibt es auch immer wieder Vermutungen, dass aus den genannten Personenkreisen ein im hierarchischen Sinne innerer Kreis entstehen sollte, der diesen Rang repräsentierte- die Zweite Klasse. Dazu ist es durch den Tod Rudolf Steiners nicht mehr gekommen.

Die Falter- Meditation („Fange den Falter/ Sende ihn in eisige Höhen/ Wo die Weltenträume walten./ Wird er dir zum Vogel/ Dann hast du der Arbeit/ Hälfte vollbracht./ Den Vogel tauche/ In Meerestiefen (I A 0 U E)/ Wo der Weltenwille wirket./ Ertrinkt der Vogel,/ Dann bleibt dir noch zu tun,/ Die Vogelleiche/ Im Feuer läuternd zu/ verbrennen./ Dann verzehr' die Asche/ Und du bist/ Das Licht im Weltendunkel.“) wird in den Notizen Rudolf Steiners in der Mitte von der Formel „I A O U E“ unterbrochen, die einen vokalischen Verweis auf die Hierarchien- Lehre Steiners gibt. Auf dem Notizblatt Steiners Archivnummer 5852 ist diese Formel als eigene Meditation ausgeführt, die dort als Vorbereitung für die Falter Meditation vorgestellt wird: „I noch in sich/ A man öffnet sich der Welt, die sagt viel/ O die Engel kommen, geben die Hände/ U die zweite Hierarchie kommt nach, umströmt einen mit Licht/ E die erste Hierarchie kommt und verbrennt einen in Feuer.“ Die Meditation ist also als innere Eurythmie- Übung mit hierarchischem Bezug zu verstehen.

Die Notizen Edith Maryons beziehen sich zunächst auf die Imagination des Falters, der zum Vogel wird. Es geht darum, das Denken zu denken, und der Falter ist das Bild des Gedankens. Der Vogel wäre demnach mit zentriertem, meditativ freiem Bewusstsein gleich zu setzen, das einen sakralen Prozess bis hin zur Willensbildung durchläuft. Zudem wird in dem Mantram der Pendelschlag zwischen der „Demokratie mit den Mitmenschen“ und der tragischen, einsamen „Aristokratie des Denkens“ angesprochen, wenn man den Notizen Maryons folgt.

Andere Notizen von Teilnehmern der esoterischen Stunden im Rahmen der Falter- Meditation beschreiben die reale esoterische Qualität, die Rudolf Steiner hier zu vermitteln bemüht war. Die geschilderten Prozesse, die Steiner ansprach, beginnen damit, das Denken prozessual zum inneren Tastorgan umzugestalten: „Das Haupt ist wie eine Frucht, das Herz wie ein leuchtender Kelch. Wir sollen unser Haupt bis ans Herz als selbstleuchtend erleben. Wir sollen unser Denken erleben als Ätherorgan, das sich herantastet an alles, was es erfassen soll. Der Okkultist unterscheidet sich vom Nicht-Okkultisten dadurch, daß er sich dieses Organs als ausstrahlend im Ätherischen bewußt ist. Wir sollen uns erleben wie eine Schnecke, die ihre Fühlhörner ausstreckt. Das Denken muß ein Tasten werden!“

Viele der Inhalte der esoterischen Stunden, Notizen, Mantren und Unterweisungen Rudolf Steiners aus dieser Zeit zeigen die Dringlichkeit seines Bemühens, seinen Schülern und Mitarbeitern eine reale Schulung und esoterische Kompetenz zu vermitteln- ganz offenbar um eine Stufe der Vertiefung und ein inneres Zentrum zu schaffen, was womöglich in den organisatorischen Verwicklungen des Gesamt- Groß- Unternehmens Anthroposophische Gesellschaft verloren gegangen war. Vielleicht spürte er auch, dass die ihm bleibende Zeit aus Krankheitsgründen begrenzt war. Die Falter- Meditation und einige der intensiven Übungen aus dieser Zeit zielen auf eine solche Vertiefung und Spiritualisierung des Denkens und Wollens, die in der typischen Bildsprache Steiners, aber mit Dringlichkeit vermittelt wurden.

Damit verbunden waren aber auch Bemerkungen in den Unterweisungen für die Wachsmuth- Lerchenfeld- Gruppe (Dornach, 27. 5. 1923, 23. 10. 1923, 3.1. 1924), die immer wieder auf die Feinde Steiners zielten, die er für den Brand des ersten Goetheanums verantwortlich machte: „Die Kain-Strömung fand im Laufe der Zeiten ihre Hauptvertreter in der F. (Freimaurerei-Strömung), während das Abelitentum seinen Ausdruck fand in der Priesterströmung der (katholischen ?) Kirche. Beide Menschheitsströmungen blieben einander streng feindlich. Nur einmal vereinten sie sich in Eintracht: in ihrem Haß gegen die Strömung der Mitte. Das Ergebnis dieser einträchtigen Vereinigung beider sonst feindlicher Richtungen war die Vernichtung des Johannesbaues (Goetheanums).“ Es ist daher nicht verwunderlich, dass - wenn Steiner in der Blüte der Vertiefung seines esoterischen Lehrens die Gegnerschaft so explizit betont - bis heute Verschwörungstheorien bis in den Kern der Bewegung dominierend und sogar konstituierend im Selbstverständnis des Anthroposophen geblieben sind. Dieses ausgrenzende, sich abgrenzende Selbstverständnis in der spezifischen Symbolsprache Rudolf Steiners ist nach seinem Tod zu einem der internen Probleme geworden, die die Entfaltung des gesamten Impulses bis heute behindern und beschränken, wenn nicht sogar für viele Zeitgenossen unzugänglich machen.


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*Rudolf Steiner, VERÖFFENTLICHUNGEN ZUR GESCHICHTE UND AUS DEN INHALTEN DER ESOTERISCHEN SCHULE 1904 BIS 1914, Briefe, Dokumente und Vorträge aus den Jahren 1906 - 1914 sowie von neuen Ansätzen zur erkenntnis- kultischen Arbeit in den Jahren 1921 - 1924, Dornach 1987, GA 265, S. 455 ff

Kommentare

  1. Teil I
    In den letzten Tagen waren einige Gedichte hereingestellt worden, darunter von mischa auch ein Spruch von Wilhelm Bush. In der Jugend waren neben den Sprächen auch die Schwarzweißzeichnungen wie eine humorvolle Einführung zum Verstehen der Welt erlebt worden. Diese Verstehenskultur wird höchstwahrscheinlich unsere Jugend nicht mehr kennen. Die Berechtigung der verschiedenen Volksseelen, der künstlerische Ausdruck, etwa bei den Irish-Volkssängerinnen, sieht sich in einer nur wirtschaftlich gedachten Globalisierung bedroht. Mancher hässliche Nationalismus ist der verzweifelte Versuch, ein Ichgefühl zu bewahren, das sich aus kultureller Identifikation gebaut hat. Die mit Sorgen formulierten Gedanken zur Entwicklung der Welt, die Frage Europas, die Michael in letzter Zeit doch sehr vernehmlich formulierte, das Auftauchen jetzt der Faltermeditation von Rudolf Steiner, von der ich zwar vernahm, doch nie näher darin eintauchte, lassen erahnen, wie in dem Streit, Ringen um den Impuls von Rudolf Steiner, auch im Streit zur Person Rudolf Steiner, ein Versuch gewagt wird ("Faltermeditation"), das was als Geistige Welt innerhalb der Geisteswissenschaft genannt wird, ernsthaft zu beleuchten, sich darauf einzulassen.
    Nun war der gestrige Tag in meiner W-erdung mit dem Werk Rudolf Steiner, ein besonderer. Natürlich beachte ich, nicht aus dem Nachtleben zu berichten, doch wer ernsthaft sich mit der Faltermeditation auseinandersetzt, wird letztlich gerade den Menschen anerkennen, wie er das am Tag erlebte in nächtlichen Sphären verarbeitet, daraus eine zukünftige Frucht wird, individuell und gemeinsam. Dieser Hinweis ist legitim, im kritischen Umgang mit den Welten von Steiner, die ja nicht isoliert dastehen.

    Gestern abend war es, als wären die Jahre seit 1985 in einem ganz neuen Sinnzusammenhang gefasst worden.
    Am Morgen das so dramatisch-gräßliche Bild des Spiegel mit Trump, wie ein Bild zur ISS, deren Bilder ich Anfangs nur als Fake wahrnahm, der blutige Ernst erst später aufging. Im Laufe der letzten Monate fielen die leisen, doch bestimmten sorgenvollen Gedanken von Ingrid auf, wie wir aufpassen müssen, auch in den Debatten auf dem blog, wie sich die Zukunft entwickeln wird. Unabhängig von Missverständnissen, aber auch von eindeutigen Boshaftigkeiten, Anfeindungen Dritter zum Werk Rudolf Steiners, lebte im Umgang des blogs etwas, das über dem Bloggeschehen an sich webte, aus all den seelischen Bemühungen der Beteiligten, aber auch der Leser, die nur Lesen.
    Dieses dankbare Mitleben im Streit, im Verletzen, doch dadurch auch das Geborenwerden neuer Gedanken, die nur "so" entstehen konnten, verhelfen nun einen Blick auf Europa zu richten, auf die geistige Situation, die wie ein Blitz aus heiterer Höhe, das eigentliche Problem Europas, der Welt erleuchtet: das Verstehen, Ringen um die Wesenheit Christi.

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    1. Teil II
      Als ich gestern in einem Kaufhaus in Schwandorf in der Mittagszeit in der Cafeteria einen älteren Mann mit seinem Tablet aufstehen sah, die Räumlichkeit war ziemlich voll, fragte ich, ob der Platz frei wird, was er verneinte. Sah auf seinem kleinen Tisch mit zwei Stühlen den neuen Spiegel, Trump mit dem Messer in der Hand. Zufällig erhob sich kurz darauf am Nebentisch ein Mann, fand so einen Sitzplatz. Der ältere Mann war mit einem Getränk zurückgekommen. Eine Weile später setzte sich eine Frau zu ihm. Er begann ihr sofort zu sagen, das gehe doch nicht, Trump so zu zeichnen. Sprach den Mann an, erzählte, wie am Morgen auf einer Website die Zeichnung sogar animiert war, das Blut tropfte aus dem abgeschnittenen Hals des Hauptes der Freiheitsstatue. Ein Wort ergab das nächste, als der Herr sich als ehemaliger Schulleiter eines nahegegelegenen Dorfes vorstellte. Wir vertieften zu dritt das Gespräch, stellte mich vor. Ich bemerkte, wie lange die Zeit seit 1995 zurücklag, der Durchschnittsmensch lebt nur in der Gegenwart. In einer Gesprächspause, schaute mich der ehemalige Schulleiter ernst an, fragte, was sagen Sie dazu: es kann doch nicht wahr sein, Christus habe am Karfreitag am Kreuz gesagt, Herr warum hast Du mich verlassen. Lese ich die Bibel, dann passt diese Stelle einfach nicht zu Christus. Er habe einen Domkapitualr in Regensburg angerufen, um eine Erklärung gebeten. Dieser habe ihm nur auf einen Bibelspruch des Alten Testamentes verwiesen.
      So war nun in der Tagesrealität von einem Katholiken ausformuliert, was der tiefe Impuls Rudolf Steiners war, der Zugang zur Wesenheit Christi zu ermöglichen. Im Umgang mit Steiner fanden sich dann Aussagen zu diesem Ereignis am Karfreitag, die Sinn machen (Übersetzungsfehler, tatsächlich: "Herr, wie hast Du mich erhöhet").. Und so war der gestrige Tag wie eine Erfüllung der Frage nach Europa, der Welt: die irrige Annahme in der Lehre der Katholischen Kirche, eine zentrale Lehre, auch Christus habe Angst vor dem Tode gehabt. An dieser Lehre erkrankte letztlich Europa, als Folge des christlichen Kulturimpulses, der in die Welt strömte, erkrankte auch die Welt. So sind die Aufregungen um die Ereignisse in den USA, um die Gestalten wie Erdogan, Trump, Duterte, Putin, wie die menschgewordenen Probleme des individuellen Verhältnis zu Führerpersönlichkeiten, die Volksmassen bewegen.
      Immerhin kam heute Morgen die Nachricht aus Rumänien, das Dekret zur Lockerung der AntiKorruptionsgesetze werden wegen des Protests der Bevlkerung zurückgenommen, ebenso die Nachricht aus den USA, das Berufungsgericht lehnt den Widerspruch der US-Regierung ab.

      Der Hinweis auf die Faltermeditation lässt die Frage auftauchen, "Hierarchien" der Geistigen Welten greifen in das Weltgeschehen nur durch individuelle Menschen ein, welche sich in ihrer Reifung im Sinne der Meditationen entwickeln. Für mich bleibt offen, inwiewieweit durch Naturgeschehen sich im Hintergrund ein ganz anderes Einwirken "Geistiger Welten" bemerkbar macht, wenn die Menschheit, das war der drängende Impuls Steiners, an dem er letztlich zerbrach, sein Werk blieb unvollendet, ja chaotisch hinterlassen, sich nicht "freiweilig" im Sinne der W-erdung der Bewußtseinsseele entwickelt. Und hier wird die Warnung Steiners verständlich, wenn der Westen dies nicht versteht, was seine Aufgabe ist, dann wird die westliche Kultur untergehen und aus den alten Kulturen des Ostens wird sich etwas zukünftiges für die Menschheit ergeben.
      In diesen Zeitenereignissen, die Jelle van der Meulen durch die Gedanken am Lebensabend von Bernard Lievegoed aufzeichnete, stehen wir mitten darinnen, als Zeugen, als Handelnde, auch im Blog..... .

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  2. Steiners zwei Strömungen (Feuer und Licht, Kain und Abel) “finden wir auch in zwei Tafelrunden, der des Königs Artus und derjenigen des Heiligen Grals. Das alte Weltliche war in König Artus' Tafelrunde zu finden, während das eigentlich Geistliche der christlichen Ritterschaften in denjenigen vorbereitet werden sollte, die das Geheimnis des Heiligen Grals hüteten.“ 93.151 f. (vgl. 93.234 f., Freimaurer und Rosenkreuzer/Jesuiten).

    Keyserlingk (IhKwMKcExV8C, p.92) notierte 1924 zusätzlich: “Parsifal, the Son of Light (=Abel) and Feirefis, the Son of Fire (=Cain)”, Grail Moon knights and Arthurian Sun knights.

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    1. Für Kain und Abel vergleiche auch Richard Distasi (2016):
      https://www.facebook.com/notes/richard-distasi/abel-seth/941440072559258

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    2. Bei Distasis spekulativen, ja abenteuerlichen Reinkarnations-Reihen stellen sich mir stets die Nackenhaare auf, zuverlässig. Für mich reine Glasperlenspiele.

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    3. Distasi beschreibt jedenfalls eine Kreuzung der beiden Strömungen …
      Er benutzt für seine Christologie die verschiedenste anthroposophische Quellen (Bock, Prokofieff, van Manen, Tomberg, Powell) und Emmerich. Er hat 2011 ein Buch geschrieben (nyVTAgAAQBAJ) und ab 2011 Facebook-Beiträge. Aber was ist die Methode?

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    4. Distasi schaltet in seiner Facebook-Notizen (https://www.facebook.com/richard.distasi.1?sk=notes) den anthroposophischen Reinkarnationsreihen auffallend die biblische Matriarchen und Patriarchen vor. Er behauptet, postuliert, identifiziert, aber argumentiert auch für sie. Weiter versucht er in seinem Buch und Artikeln (bis September 2016) die Evangelien-Darstellungen zu harmonisieren.

      Eine Moses-Inkarnation für Steiner hat er offensichtlich Robert Powell (2014, S.16 f.) entnommen (und Laban, Samuel und Hillel hinzugefügt), siehe http://gudrun-gundersen.de/ robert_powells_karmaforschung_20936543.html

      E.R. Smith urteilte 2011: ‘Richard Distasi is an anthroposophist with extensive knowledge of Steiner's works, having, in my observation and judgment, a profound depth of insight into their meaning as well as a generous and helpful disposition in sharing that insight with others.’

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    5. The money changers in the Temple of Man spinning mystical tales.

      Protecting what exactly … this?

      "Americans Warned of Jesuitism" written in 1851 and out of print. The PDF gives the chapters and the history of the Jesuits.
      http://archive.org/stream/americanswarned01pitrgoog#page/n8/mode/2up

      Chapter VII
      SUMMARY OF THE HISTORY OF THE JESUITS

      Years 1534 – Cradles of the Order of the Jesuits.

      1540 – Papal confirmation of the Order of the Jesuits as a Religious Body.

      1541 – Increase of the Jesuits. They disturb Germany.

      1545 – The Jesuits in the Council of Trent.

      1549 – Mean Intrigues of the Reverend Father Jesuit Bobadilla in Germany.

      1551 – The Jesuits intriguing in Bavaria.

      1553 – The Jesuits plotting in Austria.

      1554 – In France, the Parliament and the Faculty of Theology declare that the Order of the Jesuits is Hostile to Religion and Society.

      1556 – Intrigues of the Jesuits in Portugal and Spain. Their Power in these Countries.

      1557 – Pretended Miracles of the Jesuits.

      1560 – In France, the Jesuits misled Youth and are Forbidden to teach.

      1564 – Strifes of the Jesuits against the Parliament and the University of France.

      1570 –Expulsion of the Jesuits from England.

      1571 – The Jesuits disturb Belgium.

      1572 – The part the Jesuits took in the Massacre of the Huguenots in France.

      1579 – Saint Charles Borromeo denounces to the Pope (but in vain) The Enormities of the Jesuits in Milan.

      1581 – Expulsion of the Jesuits from several cities of France. Their Plots against that Country.

      1584 – The Jesuits cause the Murder of the Prince of Orange. They Organise the League of the Prince de Guise and Phillip II against the Protestants.

      1586 – Conspiracies of the Jesuits in England to dethrone Queen Elizabeth. In France they direct "La Ligue".

      1590 – A Bull of Gregory XIII rids the Jesuits of all Civil and Spiritual Authorities.

      1592 – The Reverend Father Jesuit Holte sent Patrick Cullen to England, with the Order to kill Queen Elizabeth.

      1594 – The Jesuits refuse to swear that they will not Conspire against Henry IV. John Chatel and the Reverend Jesuit Guignard attempt the Life of Henry. Documents support Evidence.

      1598 – The Jesuits cause the Murder of Maurice De Nassau. They are expelled from Holland. They come again to France.

      1604 – Expulsion of the Jesuits from England, Scotland, and Ireland by an Edict of James I.

      1605 – The Jesuits organise the "Gunpowder Conspiracy" in London; execution of the two of them. Their Second Expulsion from Venice.

      .... and it goes on :

      1865 – Assassination of Abraham Lincoln
      http://www.biblebelievers.com/chiniquy/cc50_ch61.html
      WWI?

      WWII1939 – 1945 – Hitler and the Catholic church
      http://www.spirituallysmart.com/nazi.html


      Caryn

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    6. Caryn, nowadays there is also a Jesuit pope.
      Could Abel and Kain, female and male wisdom, priestly and worldly wisdom, Jesuitism and Freemasonry be united in a third, middle stream?
      http://wn.rsarchive.org/Lectures/GA/GA0093/19051023p01.html

      … as an examination of conscience by a Jesuit, one finds in the first place striving for political power; second — pride, arrogance; third — contempt of other Orders and secular priests; fourth — accumulation of wealth. http://wn.rsarchive.org/Lectures/GA/GA0198/19200603p01.html

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    7. Thanks Caryn,

      Your material let me found this book with the interesting picture.

      http://www.spirituallysmart.com/Paris-The_Secret_History_of_Jesuits_1975.pdf

      In the article

      http://www.spirituallysmart.com/nazi.html

      there are some pictures with hitler an catholic church, I didn´t have seen yet. They clearly show, the evil forces which came down on humanity.

      So with Your help, I can now more unterstand, how important it was, what is discribed here:

      http://www.dreigliederung.org/religionsfreiheit/kruzifixbuchausschnitt01.html

      The important hints of Rudolf Steiner, why the Catholic Church used the religious symbol, we had known years after beginning our struggle with the goverment.

      By Your help one more step of unterstanding the historical facts is done.

      Thanks

      Ernst Seler

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    8. Peter Staudenmaier, constantly demeans Anthroposophy and concludes with “Steiner’s followers are unaware of his past”, without addressing the Catholic Churches Jesuit history.

      Ton – the conclusion of this history should be known.

      Caryn

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    9. Ich kann mir irgendwie nur schwer vorstellen, wie man die willkürlichen, ausschließlich heiligen Inkarnationsfolgen von Richard Distasi auch nur ansatzweise ernstnehmen kann.

      @ Ingrid
      Das ist für mich "Stacheldraht" par excellence.

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    10. Rainer, ich suche nur die ursprüngliche Quellen, z.B. Margarete und Erich Kirchner-Bockholt, Rudolf Steiner’s Mission and Ita Wegman (Englisch: VubwCwAAQBAJ ). Distasi hat aber verweigert direkte Quellen für seine judaistische (?) ‘Inventionen‘ zu geben. Er verwendet Gemälde (Da Vinci, Caravaggio, Van Gogh), zitiert Emmerich, und sagt einmal: ‘according to a small assemblage of akashic clairvoyants’ (2011, Fn. S.18).

      Er benutzt die neue Spekulationen von Powell 2014: “Die Moses-Individualität inkarnierte sich zuerst nahe dem Beginn des nachchristlichen Moses-Zeitalters als Thomas von Aquin, dem großen Lehrer, Philosophen und Theologen des Christentums und dann gegen Ende des Jahrtausends als Rudolf Steiner… etc..“.

      Bei Steiner (1911, öff. Vortr.) finden ‘wir‘ z.B. über Moses:
      “Bei alledem, was sich an den Namen des Moses knüpft, fühlen wir, daß Unendliches davon noch unmittelbar fortlebt in dem, was Bestandteil, geistiger Inhalt unserer eigenen Seele ist. Wir fühlen gleichsam in unseren Gliedern noch immer die Impulse nachwirken, die von Moses ausgegangen sind. Wir fühlen, wie er noch hereinlebt in unsere Gedanken und Empfindungen, und wie wir gewissermaßen, wenn wir uns mit ihm auseinandersetzen, uns mit einem Stück unserer eigenen Seele auseinandersetzen. Daher ist uns auch die fortlaufende Überlieferung, welche an Moses sich anfügt, in einer ganz anderen Weise gegenwärtig, steht uns unmittelbarer vor Augen als die fortlaufende Überlieferung, die sich an die anderen betrachteten Größen anschließt.“ 60.410

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    11. In dem Material welches Caryn verlinkte, fand sich ein kleines Video, als höchste Vertreter der Katholischen Kirche mit dem "Roman Salute" (er gleicht äußerlich dem Nazi-Gruß) in Südamerika begrüßt wurden, ab Minute 3

      https://www.youtube.com/watch?v=d1TogI5uQRs

      Die Vorwürfe Steiner und Jesuitismus sind hinglänglich bekannt, Steiner äußerte sich dazu. - Es kommt tatsächlich auf die Früchte an, wie Ingrid dieser Tage dies für Österreich beschrieben hat.
      Die äußerliche Ähnlichkeit des "Roman Salut" mit dem Nazi-Gruß waren mir bisher nicht bekannt. Im Film wird die Stelle extra gekennzeichnet.
      E.S.




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    12. @ Ton

      ich meinte Dich auch nicht mit meinem Kommentar, vielmehr die zahllosen Facebook-Fans von Distasi. lg

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    13. In meinen Augen sind die anti- jesuitischen Anwürfe zu den anthroposophischen Standards- eine Art argumentatives klassisches Totschlag- Argument, gern gegen Kritiker wie Peter Staudenmaier vorgebracht. Als ob so etwas irgend etwas klären würde- es soll nur davon abhalten, sich mit den Forschungen Staudenmaiers real zu beschäftigen. Stattdessen werden giftige, hochspekulative, pseudo- esoterische Autoren wie Distasi u.v.a.m. geschätzt, die aus anthroposophischen Versatzstücken, trüben Quellen und sensationellen Folgerungen und Zuspitzungen reinen Schund produzieren, der aber die Bedürftigkeit einer bestimmten Klientel befriedigt. Die wirklichen "Feinde" sind diese- sie zersetzen und benutzen die Grundlagen und produzieren eine erstarrte, verlogene Anthroposophie- für- Dummies mit fixen Glaubenssätzen, Formeln und Katechismen.

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    14. Lieber Rainer,

      »@ Ingrid
      Das ist für mich "Stacheldraht" par excellence.«


      Da stimme ich Dir uneingeschränkt zu.
      LG, i.

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    15. Michael, the point is politics in the spiritual-cultural life does not belong. It takes over a person’s individuality and from here easily manipulated into a collective regardless of what the individual thinks or feels.

      Peter’s criticism is altogether one-sided and JS was not honest.

      In my view, it is not ethical to say this or that person is a reincarnation of somebody or the other. It is an entirely personal concern.

      Caryn

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    16. Die Falter-Meditation selbst hat vier Glieder (der Falter ist ein Nachtfalter). Die Hinweise über Denken (Kelch), Fühlen (Taten) Wollen (Eigenleben) und Erwachen im Ich (Sonne) erläutern diese vier Strömungen. Ebenso historisch den Abel- und Kain-Weg mit ihrer Vereinigung, und den Johannes-Weg in der Mitte.

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  3. Beide Menschheitsströmungen blieben einander streng feindlich. Nur einmal vereinten sie sich in Eintracht: in ihrem Haß gegen die Strömung der Mitte. Das Ergebnis dieser einträchtigen Vereinigung beider sonst feindlicher Richtungen war die Vernichtung des Johannesbaues (Goetheanums).

    Das Basis-Template für Verschwörungstheorien aller Schattierungen...

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    1. 'Template' heißt '(Stil)Vorlage', 'Steilvorlage' würde aber mindestens ebenso gut passen...

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  4. Wer Steiners Zukunftsbeschreibungen liest, wie in der Zukunft die Begegnung zwischen Mensch und Mensch der wahre Gottesdienst sein wird, kann erahnen, wie erschrocken das Priestertum reagiert haben muß, welche Gefahr von Steiner ausging, für die Zukunft der Priesterschaft. Martin Luther sollte von einem tschechischen Erzbischof per Mordaufruf getötet werden, so gefährlich war Luther. Also Steiner mußte sich nicht einbilden, er sei gefährdet. Er fühlte sich vom Geist beschützt, wenn auch am Ende er durch die Hand eines Mitgliedes vergiftet wurde. Es bleibt offen, ob die Gedanken des vergiftens, die "Kunst" Dritter war. Die obige Schilderung des ehemaligen Schulleiters, Katholik, zeigt, wie in der Kirche jetzt, das Allerheiligste, der Todesmoment des Christus, die Angst, der Schrecken vor dem Tod, der sogar die Wesenheit Christi am Kreuze umnachtete, wie diese Schreckensnachricht sich auflöst. Die Angst vor Steiner, seinen "Nachkommen" wird also immens sein, die Gefahr, die "Verschwörung" wird gerade von dieser Seite gesehen. Der "Antichrist" war am Werke, so die Bildzeitung.... .
    Die Ehefrau des Schulleiters erzählte, sie haben drei Kinder, alle studiert, einer promoviert, doch die Katholische Kirche habe ihm nur einen Zweijahresvertrag angeboten. Von der Evangelischen Kirche erhielt er für eine Evangelische Akademie (es schmückt sich gut mit einem Doktortitel) einen Zehnjahresvertrag angeboten. Nach acht Jahren sollte er sogar verbeamtet werden. Weil sich dabei herausstellte, er war katholisch, zerschlug sich das (das heißt der Bayerische Staat spielte nicht mit, rechtlich ist das natürlich Unfug, da das Beamtentum nicht nach Religion fragen darf). Da schwang Bitternis in der Stimme und mir schien, diese Bitternis trug zu dem Hörsturz der Ehefrau bei, sie erzählte davon, weil sie ihr Haupt mir sehr nahe neigte, sich dafür entschuldigte, Hörgerät. Der Schulleiter fasste seine Tätigkeit mit einem kurzen Satz zusammen: ihm ging es immer um Gerechtigkeit. Er hätte sich gegen das Schulamt gewehrt.... .
    Es bleibt offen, ob hinter dem tatsächlichen Zerwürfnis, Scheitern des äußeren Impulses Steiners, wie Menschen dies meinen, in Wahrheit sich der Impuls durch hinein die Welt gefunden hat..... wir gerade in der Gegenwart den Christusimpuls wahrnehmen dürfen.... .
    E.S.

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    1. Herr Seler,
      diese Sichtweise geht aber von einer völlig unintegeren Priesterschaft aus. Eine integere Priesterschaft erschrickt nicht, wenn sich die Schäflein entwickeln, denn nur dann haben sie ihr Ziel erreicht.
      Der Lehrer sollte sich auch freuen, wenn der Schüler über ihn hinauswächst - ist er zu vorschnell (was ja ungesund ist), so muss er ihn natürlich auch mal zügeln.
      //
      Ich meine nicht, dass diese 'Rudi gegen den Rest der Welt'-Sichtweise wirklichkeitsgemäß ist.
      Machtkämpfe gibt es immer und überall - im Kindergarten, in der Kirche und in der AAG mit den Zweigen...

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    2. Ich habe derzeit den Eindruck, dass es keine nach dem lichthaft Geistigen des Menschen strebende esoterisch-spirituelle Vereinigung gibt, die so sehr mit Fatalszenarien agiert, wie gewisse Strömungen der Anthroposophie es tun (wenn nicht, dann... - Ahrimans zwingende Notwendigkeit läßt grüßen).

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    3. Wo Machtkämpfe wirken, ist die Integrität eben schon verschwunden.

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    4. Die fatalen sind die banalen Anthroposophen. Sie huldigen den einfachen Antworten und saugen Sinn, aus schlichten Bedürfnissen heraus. Das bedeutet aber doch nicht, dass Integrität in Gänze verloren ist. Man muss sie suchen und heraus arbeiten.

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    5. Natürlich ist Integrität nirgendwo „in Gänze verloren“. Aber gehen Sie jetzt zu den Verteidigern der katholischen Kirche über? Oder – können Sie bei „den Anthroposophen“ genauso differenzieren? Die Integrität suchen und herausarbeiten? Wie ist das?

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    6. Hallo Stefan,

      "diese Sichtweise geht aber von einer völlig unintegeren Priesterschaft aus. Eine integere Priesterschaft erschrickt nicht, wenn sich die Schäflein entwickeln, denn nur dann haben sie ihr Ziel erreicht."

      Du hast wahrscheinlich noch frühere Texte im Gedächtnis. Da wurde beschrieben, es kamen 1995 mehrere Dankesschreiben von katholischen Priestern. Hier muß unterschieden werden zwischen der Machtstruktur der Hierarchie. Hatte auch dargestellt, wie ich bewußt den katholischen Kultus mitlebte, eintauchte, bis sich zeigte, er funktioniert nicht mehr richtig. Dies sind innere Momente, können aber verstanden werden. Als der Priester sich dem Volk am Altar zuwandte, im vermeintlichen glauben, dies sei der "Öffentlichkeit" geschuldet, kreist der Kultus in sich. Im Kultus der Christengemeinschaft spricht der Priester noch in Richtung der Göttlich-Geistigen Welt. Doch dort gibt es andere Probleme. Herr Suhrmann, der viel Zeit, Geld investiert hatte, sprach, er fühlte sich am Ende in einem "goldenen Käfig". Dieses Bild kann das Dilemma im Gedankenleben, die Isoliertheit der AAG darstellen, welches inzwischen durch den Impuls, den Ingrid mit ihrer Begegnung am Goetheanum darstellte, verändert worden sein kann. Ob dies jetzt hilft, bleibt abzuwarten. Ob Katholische Kirche, oder AAG, das Individuelle, das "ICH" von dem Du schreibst, es gilt normalerweise nicht, in Gruppen.
      Bitte um Nachsicht bei Michael, versuche gedanklich abstrakt zu bleiben:
      Die Begegnung mit dem katholischen Schulleiter am Samstag hatte im Nachtbereich eine erstaunliche Wirkung. Es zeigte sich das Problem, Gruppe und ICH.
      Das Problem der Gruppen ist, die ICHe "nisten" sich in dem von der Gruppe gebildetetn ICH "häuslich" ein, verharren darin. Kommt von Außen ein ICH, entstehen sofort Schwierigkeiten, weil die eigentliche Aufgabe, die Fortentwicklung des Gruppenichs mit dem hereinkommenden Einzel-ICH meist nicht geleistet wird, aus Bequemlichkeit, Angst, Unwissenheit etc.. Also all die Probleme entspringen dieser Wechselwirkung Gruppe-ICH mit allen Varianten. - Das ging mir als dankbare Frucht als Geschenk durch die Begegnung mit dem Schulleiter auf. - Das Hauptproblem ist doch einfach: lebt der Mensch im Nachtbereich in einer sog. Geistigen Welt, im Nachtodlichen usw.. Können aus einem bewußten Umgang mit Vorgeburtlich, Nachtodlich, Nachtleben neue soziale Bewegungen entstehen, welche die bisher politisch-religiöse Lenkung der Menschheit ablösen..... . Da ein Schulrat sagte, vielleicht ist Herr Seler seiner Zeit voraus, wird mir gegen Lebensende nun bewußt, warum mein ICH-BIN fast nur Stress mit Gruppenmitgliedern hatte. Ausdrücklich kein Streß, wenn ich mit führenden Vertretern verschiedener geistiger Gruppierungen sprach. Es ist auch interessant, wie anstößig Steiners Gedanken noch sind. Weder Herrn Zander noch Herrn Clement will so richtig gelingen, das Rätsel der Steinerschen Welten zu lösen. Doch im Hintergrund ist viel geleistet worden, alleine wenn der Schulleiter nun das Hauptproblem des Christentums am Karfreitatgsgeschehen erkennt. Die Hierarchie der Priesterschaft hängt noch am Todesschrei am Kreuze fest..... .

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  5. Es gibt natürlich integre Priester, die in Steiner keine Bedrohung sahen - oder gar nicht von ihm wussten. Dort aber, wo die Kirche als System auftrat, hat sie Steiner bekämpft - und ihre Priester natürlich entsprechend instruiert. Die katholische Kirche wird ja von Dogmen und Dogmenhütern geführt - ein freier Geist wie Steiner muss eine Bedrohung sein, in jeder Hinsicht.

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  6. Ahriman zwingt der Welt ja längst seine Notwendigkeit auf. Und wenn sein Wirken nicht erkannt wird - ja, dann geht es eben weiter. Die "Fatalszenarien" beschreiben vielleicht nur die Wirklichkeit. Wie Steiner es auch tat. Oder auch Christus. "Wenn ihr nicht umkehret..." Es ist reine Beschreibung der Realität - einer von Ahriman als Fürst dieser Welt dominierten Realität.

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  7. Hinter jedem Machtkampf steht Ahriman. Wenn Sie diese Kämpfe also überall beobachten, haben Sie eine Wahrnehmung von Ahrimans Einfluss in dieser Welt. Man hat dann zwei Möglichkeiten: das "normal" zu finden (und die geistige Welt im Grunde zu leugnen) oder aber es "fatal" zu finden - aber nicht unabänderlich, nur dann unabänderlich, wenn eben nach dem Geistigen gar nicht (integer) gestrebt wird. Ganz fatal wird es erst, wenn dieses Streben eben nicht stattfindet, weil alle in der "Normalität" verharren - so dass Ahriman seine Herrschaft fortwährend vergrößern kann.

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  8. "…Es ist daher nicht verwunderlich, dass - wenn Steiner in der Blüte der Vertiefung seines esoterischen Lehrens die Gegnerschaft so explizit betont - bis heute Verschwörungstheorien bis in den Kern der Bewegung dominierend und sogar konstituierend im Selbstverständnis des Anthroposophen geblieben sind. Dieses ausgrenzende, sich abgrenzende Selbstverständnis in der spezifischen Symbolsprache Rudolf Steiners ist nach seinem Tod zu einem der internen Probleme geworden, die die Entfaltung des gesamten Impulses bis heute behindern und beschränken, wenn nicht sogar für viele Zeitgenossen unzugänglich machen…"

    Die vorherigen Beiträge könnten als Anschauungsmaterial für diese Symptomatik betrachtet werden. Sektierertum, gerade auch im Gedanklichen, könnte das genannt werden: Es beinhaltet das Vermeiden und Ausgrenzen von fremdartigen Ideen, stures Aufrechterhalten der "reinen" Lehre, letztendlich geistige Isolation. Das kann nur in einer Sackgasse der Rückständigkeit führen. So entsteht Verschwörungsglauben statt Vertiefung der Fähigkeiten durch weltoffenes Denken.

    Geistiger Selektion okkulter Geheimgesellschaften (Jugendkreis und sonstige Gruppen) wäre schon längst nicht mehr zeitgemäß und ist eine ernsthafte Behinderung freiheitlicher Entwicklung.

    Der Vorwurf angeblicher okkulten angloamerikanischen Bruderschaften, sie würden beabsichtigen die Weltgeschicke im negativen Sinne zu beeinflussen um bösartig die Anthroposophie zu zerstören, würde dabei in bemerkenswerten Verhältnis zum eigenen Verhalten stehen.

    "Wie der Wirt ist, so vertraut er seinen Gästen"

    so ein altes Sprichwort. Das bedeutet sinngemäß: "Wer selber schlecht ist, hält jeden für schlecht."
    Oder: Wer intern verborgene (okkulte) Gesellschaften pflegt wird verschwörerisch dazu neigen in der Außenwelt an der Existenz ähnlicher geheimen Strukturen zu glauben auch wenn diese tatsächlich nicht vorhanden sind.

    Damit sind wir unmittelbar in der Aktualität der Gegenwart gelandet.

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    1. Welche vorherigen Beiträge genau meinen Sie? Wo genau sehen Sie Sektierertum im Gedanklichen?
      Der Hinweis auf okkulte Bruderschaften ist das Eine. Der Hinweis auf Ahriman und Luzifer als in der Seele wirkende Mächte ist etwas Anderes. Der Hinweis auf reale Angriffe seitens der Kirchenvertreter ist etwas Drittes. Letztere sind historisch einfach zu dokumentieren. Der Hinweis von S. Birkholz, dass es Machtkämpfe „überall“ gibt, zeigt, dass überall in Seelen jene Macht wirkt, die sie zu Machtkämpfen treibt – wobei dann immer noch weiter differenziert werden muss, wie unmenschlich diese dann werden. Eine Gegenmacht zum Menschlichen wirkt da in jedem Fall.
      Das ist reine Phänomenologie – und da sind die Anthroposophen keineswegs ausgeschlossen. Auch in ihren Seelen wirkt diese Gegenmacht. Das ist das Schlimme.

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    2. "Auch in ihren Seelen wirkt diese Gegenmacht. Das ist das Schlimme"

      Was ist daran "schlimm", das ist doch bekannt.

      "reine Phänomenologie" ist übrigends eine weitere, etwas nichtssagende Anthrophrase.

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  9. a) Überhaupt nichts war "schlimm", als wir voll Vertrauen als Jugendliche alternative Werte suchten ("anders-geborene", also "Maßstäbe anderen Ursprungs"). "Frisch aus dem Paradies vertrieben", noch unverdorben von den klugen Intrigen der alten Böcke und Gouvernanten, noch nicht angefault von der Vergänglichkeit versuchten viele damals junge Menschen in der alten Bundesrepublik nach Idealen, um die versprochene Freiheit zu verwirklichen.

    Diese Menschen waren gespannt auf sich selbst, denn sie fühlten sich "unverwirklicht", und mancher als "noch nicht als ich selbst". Die Eltern hatten noch Diktatur im Blut, und manche Seele war mit den Maßstäben der Kaiserzeit gemessen, aufgezogen worden, und Vorgesetzte und Chefs bedauerten das Verbot autoritaristischen Handelns, und mancher Lehrer sehnte sich nach der Prügelstrafe, obwohl die Kinder damals doch öfter eher schüchtern waren, naja, vielleicht ja deshalb.

    Mancher damalige Jugendliche, noch ganz unausgesprochen in seinem Wesen, undifferenziert und vielleicht auch roh in der Seele, nannte sich in diesen Zeiten "links". Man meinte damit aber nicht Luzifer. Man meinte damit auch nicht die Zurückweisung Arimans. Man wollte nicht von Schulnoten reduzierend auf brauchbare Begabungen ausgecheckt werden, man wollte nicht nach soziologisch psychologischen Mustern berechnet werden, ob man integrierbar in hierarchischen Strukturen bereit war "aufzusteigen" (intrigant zu konkurrieren?), man wollte sich nicht anschreien, befehlen und immer wieder beleidigen lassen, bloß weil man den Krieg und die Diktatur nicht erlebt hatte. Und noch nicht wirklich gehungert..

    So, und oft nur so wurde und nannte sich mancher "links". Als "links" empfand man auch, wie "die Natur", die man durch kulturelle Rezeption ("Romantik" usw.), stellvertetend für die "wilde und unbezähmte" menschliche Seele zerstört, brauchbar, ausgebeutet wurde, und natürlich vergiftet. Wie der Acker, analog der autoritären Erziehungsmuster, durch Düngung Höchstleistung erbringen sollte, die "Unkräuter", die der "links-orientierte" Ökobauer später "Beikräuter" nannte durch Gift ausgemordet, mit allem schillerndem Gewürm, allen Schmetterlingen, Käfern, Fliegen. Man identifizierte die eigene Seele mit dem unbegradigten, mäandrisierend pulsendem Fluß, der durch den Zwang zum Militarismus "begradigt", entufert durch Mauern und ausgebaggert zur Müllhalde der chemischen Industrie wurde, bis kein Fisch außer dem Tubiflex darin wurlte. (mischa)

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    1. b) Und dafür wurde mancher natürlich gehaßt. Von den alten Böcken, und auch von denjenigen Jugendlichen, welche "den Linken" als Feindbild, warum auch immer (Haare lang, Drogen, Müsli-Fresser, wäscht sich nicht, zu feige, mit dem Gewehr den Rest Vaterland zu verteidigen, findet es gut, daß wir den Krieg verloren haben, aha, gegen die modernen Kernkraftwerke, gegen Zivilisation, weil sie die Natur zu lieben glauben, statt zu verstehn, daß Land und Bodenschätze Arbeitsaufgaben zum Erschließen selbiger beinhalten).. In diesen Zeiten assoziierten viele ältere sogar und jüngere Menschen "Anthroposophie" mit "etwas, was - für - ist". Und nicht "gegen". Für? "Für" das Leben. Für so etwas, wie "Seele", für den sinnbildlichen Spiegel der Seele: "Für" die unberührte Natur. Und immer hatte man das schlechte Gewissen im Kreuz, daß man vielleicht doch nur ein Sozialromantiker sei, der unrechtmäßig von zwischenmenschlichen Selbstverständlichkeiten wie "Brüderlichkeit" sogar "Liebe" träume, der sich unrechtmäßig einbilde, die Schöpfung in ihrer Wildnis, oder die klassischen Kulturlandschaften, sie seien zu retten. Und dazu ein Wohlstand - für Alle!

      Man bekam in den Zusammenhängen der Anthroposophie erklärt, daß die Träume von schönen Dingen (Luzifer) genauso wichtig wären, wie auch die Furcht und der Ernst, die Bangigkeit, die ganzen verfolgten "hohen" Ziele seien vergebens, schon deshalb, weil die Kräfte begrenzt, der Mensch sterblich und verführbar und intrigant usw. ins Bewußtsein "gehoben" werden müsse, hier spreche sich halt der Satan, Ariman aus... Damit konnte man spielen und philosophieren, und notfalls half es auch bei Trauer"arbeit".

      Nichts war "schlimm". Idioten gab es halt überall. Natürlich konnte man dann sagen: "Der Ariman!" Statt sich damit auseinanderzusetzen, warum der und der "ein Idiot" ist. Das machten eher jedoch Leute, die auch mal eingewiesen wurden: Andere als "den Satan", den Schutzmann "als besessen" beschimpfen, der sie verhaftete, weil sie Nackttänze auf dem Friedhof machten, und was es da so gibt... Leute, die in Parks Ärger machten. :-))

      mischa

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    2. c) Nun, Steiner sprach also von einer "Kulmination" anthroposophischen "Gedankenguts". Daß der spezielle Terminus "Kulmination" existiert, erfuhr ich erst bei den Egoisten, denn ich hatte als Jugendlicher inhaltlich davon gehört, doch hatte sich diese Hoffnung in vielen a.sophischen Kreisen wohl noch nicht zu einem Fachsprach-Wort verfestigt. Wenn ich das, was ich von der heutigen Welt weiß, mit dem vergleiche, was ich von der Welt zu Steiners Zeiten weiß, dann höre ich zum Beispiel, daß in %en weniger Menschen weltweit hungern. Und das der Status des ehrenamtlichen oder professionellen Menschenrechtsaktivisten sich expotential vermehrt hat, es gibt Ärzte ohne Grenzen, nur zum Beispiel. Es gibt unzählige organisierte und auch von vielen Regierungen akzeptierte Umwelt -, Pflanzen, - Tierschützer, es gibt immer differenziertere Methoden der psychotherapeutischen Hilfe im Verbund mit Hirnforschung, es gibt Trauma-Camps für Kindersoldaten und Opfer organisierter Kriminalität, - es gibt weltweit ein rastloses Wuseln biologisch wirtschaftender Bauern, es gibt so viele Idealisten, die in allen möglichen armen Ländern Schulen betreiben.
      Es gibt soviel "Kulmination" an humanitären Bestrebungen, die zu Steiners Zeiten erst allmählichst sich anfingen, zu entwickeln. Und es gibt immer wieder das Ringen um "Demokratie", das heißt: Es gibt Sicherungs-Institutionen, und Kontroll-Instanzen vielfältiger Art, die in Staaten installiert werden, um Minderheiten aller Art zu schützen, um Lobbywesen und Korruption auseinander-zu-differenzieren, um für Informations-Grechtigkeit zu sorgen, Interpretations-Freiheit der Tatsachen zu gewährleisten, und es gibt den Gedanken einer Pressefreiheit, der immer noch stark ist, trotz allen Aufbegehrens mancher Interessengruppen, in ihrem Trieb, einen Popanz, einen Diktator, ein Massenmedium zu manifestieren, als Ausdruck böartiger Schwarmintelligenz..
      Und all diese "Kulmination" an Hoffnung auf Menschenwürde und Menschlichkeit, deren Zeuge wir waren um die Jahrtausendwende bis jetzt, es gibt sie ja nicht "umsonst": Es gibt all diese Instanzen doch nur, weil soviel Böses und soviel Krankheit und Kummer und Leid in der Welt ist. Und dann sind diese Instanzen selber durchsetzt mit Träumern, noch ohne "Bodenhaftung" (Luzifer) und durchsetzt mit gemeinen Zynikern, die sich am Leid bereichern (Ariman) und so vielen, die mit ihren Hoffnungen ringen, und ihre hochfliegenden Träume mit ihren Desillussionierungen in Schach halten, wo also weder "Luzifer" noch "Ariman" zum Zuge kommen. Und natürlich gibt es intrigante Seilschaften, mal von Spinnern, mal von Zynikern. Die "Kulmination" aber ist m. E. nicht vom Club der Anthroposophie ausgehend zu sehn. Denn das hieße nur Geistige Monokultur.
      mischa

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    3. Abschließend hab ich zu sagen, daß mir auf meinem Lebensweg ein gewisser Menschentypus immer wieder begegnete, in Clubs, Vereinen, auch esoterisch-selbstfindischen Zirkeln oder Sportgruppen. Es war der Kontroll-Freak, oft ein offenes und umgängliches Wesen als Aushängeschild für die Begegnung offerierend, konnte er in der Bindung, in einer Wohngemeinschaftung, als Kollege eine große Belastung werden.

      Ein Typus, dessen Haustier niemals eines natürlichen Todes zu sterben in der Lage war: "Der und der, der X dort drüben, der hat mir meinen Hund vergiftet. Wenn ich es nur beweisen könnte. Hier steht meine geladene Schrotflinte!" usw. Klar, in diesem Extremfall des pathologisch leidenschaftlichen Tierfreundes "Der Hund blieb mir im Sturme treu, mein Weib (mein Kerl) nicht mal im Winde...!" wird einiges deutlich. Den Spruch kann man sicher googlen..

      In der Geschichts-Wissenschaft und auch in den Sozial-Wissenschaften nennt man das sinn - und identitäts-stiftende "Bindemittel", mal die jeweilige (oft verengende?) Interpretation der überlieferten Tatsachen oder ein Pfund Seemannsgarn mit viel Verschwörungslehre ein "Narrativ".
      https://de.wikipedia.org/wiki/Narrativ_(Sozialwissenschaften)

      Eigentlich geht es um den "Mythos". Oben unter a) habe ich erzählt, zu welcher Art von "Narrativ", zu welcher Art von "Mythos" der Menschenschlag hintendierte, zu dem ich in meinen Jugendzeiten in Resonanz schwang, mich angesprochen und bewegt, mich motiviert fühlte: Seele, als ungebundene Wildnis, im Schulungsweg zur Kulturlandschaft sich wandelnd. Natur, Leben, Freisein von autoritären Fesseln usw.

      Es gibt wohl in der Anthroposophischen Strömung einige einflußreiche und weithin ausstrahlende Vergemeinschaftungen, deren Narrativ es ist, daß der Anständige Anthroposoph, michaelisch dem Volksgeiste dienend, zum Christus hinstrebend, von Widersachern, Feinden und böswilligen Geheimbünden umlauert zu sein, huu! Und von kleinen unschuldigen, jedoch leider "besessenen" Teufelswerkzeugen. Mal Luzi, mal Ari. Mal Kain, mal Abel. Und dazu wiegt man ahnungsvoll das Haupt: "Ja, die Widersacher. Kirche. Juudn. Hochgradmaurerei. Schmarotzer und Ausruh-Inkarnationen. Triebhafte ichlose Dunkelgesellen. Drogen. Spötter und Speier. All diese treten auf den Plan, wenn wir auf dem rechten Wege sind!"

      Das ist ein ... nicht so gutes ... Narrativ. Es macht mindestens paranoid.

      alsdann, lG
      mischa

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    4. Ähm... Ich hoffe, du hast meine Posts unten nicht übersehen...

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    5. Doch, es ist die Hingabe an das "Schwelgen" in dem, "was sein könnte", in dem "was wäre wenn", und auch das meditative Entzücktsein in der inneren Anschauung sehr idealistischer Gedanken, die "erhabene Gefühle" erzeugen, auch das erhabene Gewühl einer "Bescheidenheit: Seht, ich bin nur der Mittler!" Da lockt Luzifer. Wir können das "Summum Bonum", die Wesens-Versammlung all der (auch oft) luziferische "Erhabenheit" vermittelnden Gedanken doch gar nicht alle (heute gar!) umsetzen. Wir würden krank. Im Alter freilich greift "Luzifer" nicht mehr so krass, mit "Idealen" lockend, in das Gemüt. Wir härten aus. In unseren guten Errungenschaften, - in den andern auch. :-))

      Das "Spielen" mit Imaginationen, weltanschaulichen "Modellen", Märchenbildern und Wahrsagen oder Wahrbildern, das ist auch ein Philosophieren, eine Liebe zu Wissen und Weisheit. Es sind Kategorien, "Schubladen" im weitesten Sinne, die dem Menschen helfen, eine Ordnung und Übersicht in seiner Seele und in seinem Leben - im Erfahrenen- zu schaffen. Eine Ordnung, ähnlich wie beim Malen oder Musizieren, wo Schmerz und Angat zur Ruhe kommen.

      herzlich, mischa

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    6. Was heißt „Schwelgen“ in dem, „was sein könnte“? Um was geht es hier eigentlich? Um was geht es DIR? Um das Ideale-Haben, die dann aber aushärten etc. etc. – Um was geht es dir eigentlich? Wem genau wirfst du „Spielen“ vor?
      Und wie ernst nimmst du selbst Luzifer und Ahriman – du redest immer von ihnen, scheinst sehr genau zu spüren, wo sie wirken, aber dann? Was ist nun mit deinen ganzen, langen Erklärungen über den Idealismus der Jugend, auch deiner Jugend? Am Ende altersweise Resignation? Abgeklärtes Beobachten dessen, was ist? Und schon verstehen, was die „Anthros“ mit Ahriman und Luzifer meinen, aber besser die normalen psychologischen Begriffe nehmen – oder am besten gar keine Begriffe? Einfach nur die Tatsachen? Angst, Unterdrückung, Machtspiele. Das begriffslose Beschreiben könnte man auch als Schwelgen ansehen – Schwelgen in der altersweisen Betrachtung der Geschehnisse, Resignation, Sich-Wundern über die dummen Anthros mit ihren dogmatisch missbrauchten Begriffen – und Punkt. Wars das?
      Was heißt „Ordnung und Übersicht“? Man kann die Welt auch einfach so nehmen wie sie ist – und sich’s gut gehen lassen, wenn’s einem gut geht. Wenn nicht, dann nicht. Und dann? Dann hätte man die Ideale seiner Jugend komplett verraten. Gratulation! Gleichzeitig würde man sich für altersweise halten – und sowohl die idealistische Jugend als auch die an „Widersacher“ glaubenden Anthros für dumm, für Spieler, Schwelger oder noch nicht Ausgehärtete usw. Sind das KEINE Schubladen? Wo beginnst du, dich ernsthaft zu fragen, welche Kräfte bei alledem am Werk sind?

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    7. die zwei verschiedenen Welten, Dogma, Sehnsucht, Leben, Schein:

      http://www.sueddeutsche.de/panorama/italien-swing-mit-uns-sex-skandal-in-katholischer-kirche-1.3365014

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    8. Lieber hitziger Anonym
      Spielen ist etwas Fruchtbares. (Frucht! Nicht Fu r cht ;-) !)
      Schwelgen ist etwas, was "erhaben" fühlen läßt, wo man dann ganz gerührt ist. Von sich selbst.
      Daß "Spielen" bei - m i r - "positiv" konnotiert ist,im Gegensatz zu "Schwelgen", müßte eigentlich klar geworden sein. Müßte... nich?

      Für manchen, der in dieser Welt überleben muß, ist es vielleicht leichter - im Grunde - zu akzeptieren, daß die Welt so ist, wie sie ist. Ein Nashorn kann nicht in einer Birke sitzen, und zwitschern, die Lerche kann die Katze nicht auf's Horn nehmen und zertrampeln. Da nützt auch kein weinerlicher Song zur Guitarre im Jugend-Gottesdienst "Ach Herr, laß die Nashörner, lala, wieder in den Birken sitzen, lala, und frohe Lieder pfeifen, wie einst, bevor der Teufel böses tat, oh weh, lala!" mann, mann, mann..

      Wie "die Jugend", wie junge Menschen heute so allgemein ticken, das weiß ich nicht. Ich weiß, daß sie nicht mehr so sehr in Vereine und Konvente gehn. Außer halt, um Sport zu treiben. Auch da ist viel mehr Fluktuation.

      Vor einigen Jahren, als ich in einer sturmfreien Bude mit Teenagern, ich wurde jünger geschätzt und mitgeschleift, behaglich auf dem Teppich saß, mein Bier zwischen den Füßen im Schneidersitz haltend, eine Zigarette schnorrte, kamen dann doch die Eltern, und mir wurde mulmig, wie früher. "Die Alten" kamen nach Hau ... da sah ich den Vater, und er war jünger als ich. Naja, ich mache weniger Stichproben, und ziehe nicht mehr soviel um die Häuser. Und lenke bewußt meine Gedanken manchmal weg von der Frage, was junge Menschen in unseren Tagen motiviert. Sie scheinen aber um vieles zufriedener zu sein, als meine Generation. Soll ich sie aufhetzen, verderben? :-)) Um nicht "zum Varäder" an "meini Idijale" zu werden? hrrrmff.... Nein, nein. Viele junge Leute wollen überraschen konventionell leben, aber haben doch auch Vorsätze, Werte.

      Mich dünkt, lieber Anonym, Du verstehst mich auf zuweilen gezinkte Weise "falsch"? Um etwas über dieses "diplomatische Mißverständnis", auf manipulierende Weise, zu kommunizieren? Psychologie fast manchen Täter. Das herummachen mit Arimanen und Luzifern vernebelt hingegen da, wo solche Sinnbilder und Begriffe eher mal nichts zu suchen haben. Mensch, ärger Dich nicht!

      mischa

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    9. Ich muss gestehen, ich verstehe überhaupt nichts mehr – den letzten Absatz erst recht nicht. Wer soll hier was zinken – und was soll ich wo kommunizieren und warum wie manipulieren? Ich glaube, hier wimmelt es von Verschwörungstheorien. Okay, dein Problem. Für blumige, autobiografische Betrachtungen und Anekdoten fehlt mir schlicht die Zeit – sorry.
      Dann lass die Welt halt, wie sie ist – die „Idioten“, die Alten, die Jungen, die Trumps und Putins und alle anderen, sollen die ihr Ding machen, du machst deins, spielst ein bisschen rum mit den Begrifflichkeiten und so weiter, natürlich ohne Geschwelge – wie du’s sehen magst, ist ja dein Ding. Viel Spaß bei den weiteren altersweisen Betrachtungen und biografischen Häppchen – ich bin raus.

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    10. Danke für die ausgesuchten kleinen Beleidigungen. Auch ich habe für Dich, mit Gottes Hilfe, keinerlei Zeit, sondern antworte Dir nur, damit nette Menschen spirituelle Munition entwickeln können, Immunabwehr gegen solche Batzigkeiten. Allerdings, wer so einen Chef über sich haben sollte, der ringt wohl eher mit Beißhemmung und Schrecklähme. Mit unfreundlichsten Grüßen, mischa

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  10. a) Lieber Herr Herzog, dann übersetzen Sie „Phänomenologie“ gerne mit „Wahrnehmung des Offensichtlichen“. Es geht darum, dass es einen Begriff des Menschlichen gibt – und dann einen Begriff vom Unmenschlichen.
    Man hat nun zwei Alternativen: Entweder es existieren Kräfte, die den Menschen ins Unmenschliche verführen – oder man sagt: „So ist der Mensch eben.“ Im letzteren Fall braucht man weder eine spirituelle Weltanschauung – noch braucht man sich dann darüber aufregen, sich beklagen, darunter leiden etc. Dann ist es eben einfach so. Und dann? Nichts und dann – es ist so und es bleibt so.
    Es sei denn, es gibt Menschen wie die idealistischen Jugendlichen aus mischas Post, die dagegen aufbegehren, Fragen stellen und die Welt anders haben wollen. Da kann man sich auch wieder fragen: Warum gibt es diese Jugendlichen – und warum gibt es Ideale oder auch das Wissen um die Möglichkeit einer solchen Welt, anders gesagt: einen reineren Begriff des Menschlichen in diesen jungen Menschen? Sofort wäre man, wenn man es ernst meint bzw. lange genug bei dieser Frage verweilt, wieder bei einer spirituellen Weltanschauung.
    mischas dann folgende Darstellung von den anthroposophischen Zusammenhängen, in denen er Antworten bekam, kann ich nicht nachvollziehen, kenne ich zum Glück nicht näher. Das wäre erschreckend. Ich kann nur sagen, dass ich die Anthroposophie selbst immer anders verstanden habe. Bei Steiner sind die Gegenmächte keineswegs etwas, womit man „spielen“ und „philosophieren“ kann. Und seit wann sind wirkliche Ideale luziferisch? Seit wann behaupten Anthroposophen, hohe Ziele seien vergebens? Ich glaube, mischa ist an völlige Spinner geraten, die nicht die geringste Ahnung von Anthroposophie haben. Aber die Frage ist ja: Was machen WIR aus dieser Frage?

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  11. b) Genau, es geht um die Auseinandersetzung mit der Frage, warum jemand – nicht ein „Idiot“ ist, sondern warum jemand so und so handelt. Immer vor dem Hintergrund des im Innern des Menschen lebenden Begriffs des Menschlichen. Woher kommt dieser Begriff? Und woher kommt dann das Verhalten, das diesem Begriff widerspricht? Das sind reale Fragen. Und man kann sie entweder übergehen, in herkömmlich psychologischer Weise beantworten – oder eben unter Einbeziehung real in der Seele wirkender Kräfte, die aber nicht dem Menschenwesen angehören, sondern dieses verführen.
    Man kann sagen, der „Alt-Nazi“ hat einfach nur einen Schuss, und zur Tagesordnung übergehen, man kann es „psychologisch“ erklären und sich damit abfinden – oder man kann sich fragen, was sind das für Kräfte, die so wirken, dass ein Mensch so und so wird, dass das Unmenschliche in die Seele einzieht? Denn darunter leiden die Jugendlichen doch? Weil es überall sichtbar wird, in verschiedensten Aspekten. Aber stellt man dann auch die richtigen Fragen – oder lässt man sich mit etwas „Psychologie“ abspeisen? Oder hört man auf, die richtigen Fragen zu stellen, bloß weil ein paar schlimme, falsche „Anthroposophen“ einem die falschen Antworten gegeben haben, die sich nicht mal auf Steiner berufen können, im Gegenteil, die Anthroposophie selbst „ahrimanisieren“, das heißt zu einer Lüge entstellen? Überall und immer wieder kommt man zu der Frage: Welche Kräfte wirken in Menschen, so dass sie dies und jenes tun? Das ist vielleicht die wichtigste Frage überhaupt. Und sie könnte wirklich direkt zu einer wachsenden Erkenntnis der Gegenmächte führen, von denen Steiner spricht.

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  12. c) Und dann mischas letzter Post: Dann ist doch deutlich, wo die „Kulmination“ stattfindet – und mischa hat sogar die Gegenmächte ganz deutlich beschrieben. Wenn jetzt noch die idealistischen Ehrenamtlichen mit ihrem tief menschlichen Impuls „Anthroposophen“ würden – aber im echten Sinne, also mit der Erkenntnis dieser Kräfte, die in ihnen wirken und die außerhalb wirken und die diese Welt so sein lassen, wie sie ist, dann würde alles viel offenbarer werden. Dann könnten sich die Mächtigen usw. immer weniger verstecken – und all die Ehrenamtlichen nicht mehr zur Systemstabilisierung missbrauchen. Dann würden sich im besten Sinne „die Geister scheiden“. Andernfalls lachen doch die Profiteure nur über all dieses idealistische Wirken – und machen weiter.

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    1. @ Anonym

      "Es geht darum, dass es einen Begriff des Menschlichen gibt – und dann einen Begriff vom Unmenschlichen".

      Nee, sehe ich anders, "Begriff des Menschlichen" würde ich ersetzen mit "Ethik", ansonsten gibt es m.E. zu obiger Thematik keine allgemein-verbindlichen ethischen Normen.

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  13. Die ultimative Verschwörungstheorie!

    Nach dem so bildhaften - lesenswerten - Schilderungen von mischa erreicht mich ein link eines Sohnes, solle das anschauen:

    https://www.youtube.com/watch?v=ja9MBzNQZ70&feature=youtu.be

    Das ganze religiöse Ringen zwischen Islam, Christentum, Judentum rührt letzten Endes von dieser nicht verstandenen Geschichte um Abraham her. Wer Rudolf Steiners Hinweise kennt, was sich hinter dem von Gott geforderten "Blutopfer" sich verbirgt, wird den Versuch würdigen, mit dem Steiner die Menschheit voranbringen wollte.... ...am Ende den Vernichtungswillen zu seinem "Tempel" erkannte. Seine Aufklärung war nicht gewollt. Es sollte im Religiösen, im Denken so weiter gehen wie bisher, eben den falschen Interpretationen der Geschichten um Abraham, die hinein bis in die Gegenwart in Jerusalem die Grundlage für Streit, Zwist und Krieg bilden.
    Und wieder steht da einer mit dem Messer in der Hand, diesmal mit abgeschnittenen Kopfe. Es sind diese wirkenden "Urbilder" (Trump-Spiegelcover), die krank machen. Die Bilder der abgeschnittenen Köpfe am Mittelmeer. Wie eine Angstseuche kriechen diese unverstandenen Urbilder der Bibel in die Herzen und Hirne der Menschen, verursachen Verwirrung. Die Priester-blut-Kulte, auch am christlichen Altar, "verschönt" in Symbolhandlungen, doch "Blut" und "Fleisch"... .
    Rudolf Steiner wollte auf Bitten Dritter den Ritus erneuern, doch das Alte blieb letztlich, eine Sondernische im Christentum entstand.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Eucharistie

    In dem Streit um Steiner, seinen Geistigen Welten, offenbart sich letztlich die unverarbeitete geschichtliche Vergangenheit der Menschheit. Der Film zu Abraham entstand 2009. Es ist der Versuch Abraham als den Friedensstifter der drei Religionen zu etablieren, damit Frieden entsteht. Doch dies kann ohne einer Aufklärung im Sinne des Impulses von Rudolf Steiner nicht gelingen. Zu wertvoll sind seine Vorträge, Hinweise, auch wenn sie nach Marie Steiner wie "Pest" wirken. Wir müssen damit leben, denn die Verwalter der Religionen zeigen auch keinen Weg und der Einzelne zerbricht fast an der übergroßen Äufgabe, die Last der Vergangenheit zu verstehen. Es braucht also einen neuen Blick auf den Menschen, wer ist er, woher kommt er, wohin geht er. All die Dogmen werden nicht mehr helfen. Die Feindschaft gegen Rudolf Steiner, Geisteswissenschaft, das Heruntertreten des zunächst gescheiterten Versuches, das Wesen des Menschen neu verständlich aufzuzeigen, sie weisen gerade darauf hin, es bedarf eines Denkens, das erkennend die Wege aufzeigt. Es gibt inzwischen viele solche Wege. Der Mut der Menschen in Rumänien lässt aufhorchen....... .

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